![]() Telefónica Deutschland Holding AGMünchenKonzernzwischenbericht zum 30. Juni 2019 (Q1-Q2)DIGITAL CROSS ROADSKONZERN-ZWISCHEN LAGEBERICHTfür den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2019Die nachfolgenden Zahlenangaben wurden nach etablierten kaufmännischen Grundsätzen
gerundet. Additionen der Zahlenangaben können daher zu anderen als den ebenfalls in
der Tabelle dargestellten Summen führen. T 01FINANZDATEN IM ÜBERBLICK1. Januar bis 30. Juniscroll
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(1)
Sondereffekte nach IFRS 16 beinhalten im ersten Halbjahr 2019 Restrukturierungsaufwendungen
in Höhe von 22 Mio. EUR (nach IAS 17: 40 Mio. EUR; erstes Halbjahr 2018: 32 Mio. EUR). GESCHÄFTSENTWICKLUNG DES KONZERNSRegulatorische Einflüsse auf die Telefónica Deutschland GroupIm Folgenden werden die wesentlichen Ergänzungen und neuen Entscheidungen zu der im
zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2018 im Abschnitt
"Regulatorische Einflüsse auf die Telefónica Deutschland Group" dargestellten Situation
ausgeführt. FrequenzenFrequenzauktion zur Bereitstellung neuer Frequenzen zum weiteren Ausbau digitaler InfrastrukturenAm 19. März 2019 begann die Auktion zur Vergabe der Ende 2020 und Ende 2025 auslaufenden
Frequenzen bei 2,0 GHz sowie der Frequenzen von 3,4 bis 3,7 GHz. Neben der Telefónica
Deutschland Group wurden die Vodafone GmbH, die Telekom Deutschland GmbH und die zur
1&1 Drillisch Gruppe gehörende Drillisch Netz AG zur Auktion zugelassen. Die Auktion
ist am 12. Juni 2019 zu Ende gegangen. Die Telefónica Deutschland Group hat bei 2
GHz einen gepaarten Block von 5 MHz mit einer Laufzeit ab 2021 und einen gepaarten
Block von 5 MHz mit einer Laufzeit ab 2026 sowie bei 3,6 GHz sieben ungepaarte Blöcke
zu je 10 MHz ersteigert. Dafür zahlt die Telefónica Deutschland Group insgesamt 1,4
Mrd. Euro. Das ersteigerte Spektrum hat eine Laufzeit bis Ende 2040. Die von Telefónica Deutschland Group gegen die Entscheidungen der Präsidentenkammer
der BNetzA über Anordnung und Wahl des Verfahrens zur Vergabe von Frequenzen in den
Bereichen 2 GHz und 3,6 GHz für den drahtlosen Netzzugang vom 14. Mai 2018 erhobene
Klage wurde vom Verwaltungsgericht Köln am 18. Februar 2019 abgewiesen. Die Revision
zum Bundesverwaltungsgericht ist noch anhängig. Ein gegen die Entscheidungen der Präsidentenkammer der BNetzA vom 26. November 2018
über die Vergaberegeln und über die Auktionsregeln zur Vergabe von Frequenzen in den
Bereichen 2 GHz und 3,6 GHz beim Verwaltungsgericht Köln am 4. Februar 2019 im Rahmen
eines Eilverfahrens gestellter Antrag, die aufschiebende Wirkung der am 21. Dezember
2018 eingelegten Klage anzuordnen, wurde am 14. März 2019 rechtskräftig abgelehnt.
Das Hauptsacheverfahren ist noch anhängig. Zusammenschluss von Telefónica Deutschland Group und E-PlusDie EU Kommission hat am 22. Februar 2019 wegen der Umsetzung der aus dem Zusammenschluss
von Telefónica Deutschland Group / E-Plus resultierenden Zusage zur Gewährung von
4G-Vorleistungen mit der Übermittlung von Beschwerdepunkten ein förmliches Verfahren
gegen die Telefónica Deutschland Group initiiert. Telefónica Deutschland hat am 26.
April 2019 zu den Beschwerdepunkten Stellung genommen. Zusammenschluss von Vodafone und Unitymedia in DeutschlandAm 19. Oktober 2018 hat Vodafone die Übernahme der Unitymedia in Deutschland und weiterer
kleiner Kabelnetzbetreiber in anderen europäischen Ländern von Liberty Global zur
Genehmigung bei der EU Kommission angemeldet. Ende März 2019 hat die EU Kommission
Beschwerdepunkte gegen den Zusammenschluss geäußert und zahlreiche Wettbewerbsbedenken
auf verschiedenen Märkten dargelegt. Um die Bedenken zu beseitigen, hat Vodafone unter
anderem eine Vereinbarung über einen Vorleistungszugang zum Kabelnetz der Vodafone
und der Unitymedia mit Telefónica Deutschland abgeschlossen und der EU Kommission
als Auflage zur Beseitigung der wettbewerblichen Bedenken vorgeschlagen. Die EU Kommission
hat im Juli 2019 abschließend über die Freigabe der Fusion und immanent über das Zustandekommen
des Vorleistungsvertrags als Auflage entschieden. Für den Inhalt der Entscheidung
verweisen wir auf Anhang Nr. 9 (> Nachtragsbericht) ErtragslageT 02KONZERNGEWINN UND -VERLUSTRECHNUNG1. Januar bis 30. Juniscroll
T 03AUFGLIEDERUNG UMSATZERLÖSE1. Januar bis 30. Juniscroll
Umsatzerlöse gestiegenDie Umsatzerlöse sind im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019 begründet durch
ein starkes Umsatzwachstum im Hardwaregeschäft sowie durch leicht ansteigende Umsatzerlöse
aus Mobilfunkdienstleistungen trotz Einfluss regulatorischer Effekte im Zusammenhang
mit der Reduzierung der Mobilfunkterminierungsentgelte (MTR) (Geschäftsbericht 2018,
regulatorische einflüsse) gestiegen. Somit konnte der Rückgang der Umsätze aus Festnetz/
DSL, der auf Promotionen, einen höheren Anteil von gebündelten Tarifen in der DSL-Privatkundenbasis
sowie auf die Stilllegung der ULL-Infrastruktur des Wholesale-Geschäfts zurückzuführen
ist, überkompensiert werden. Ohne Berücksichtigung der regulatorischen Effekte in
Höhe von 25 Mio. EUR lagen die Umsatzerlöse um 65 Mio. EUR über dem Vorjahreszeitraum. G 01UMSATZERLÖSE
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| (In Millionen EUR) | Zum 30. Juni 2019 | Zum 31. Dezember 2018 | Veränderung | % Veränderung |
| A Liquidität | 470 | 751 | (281) | (37,5) |
| B Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte1 | 193 | 182 | 11 | 5,9 |
| C Kurzfristige Finanzschulden2 | 904 | 145 | 759 | > 100 |
| D=C-A-B Kurzfristige Nettofinanzschulden | 241 | (788) | 1.029 | (> 100) |
| E Langfristige finanzielle Vermögenswerte1 | 99 | 87 | 12 | 13,3 |
| F Langfristige Finanzschulden2 | 4.321 | 2.004 | 2.317 | > 100 |
| G = F-E Langfristige Nettofinanzschulden | 4.222 | 1.917 | 2.305 | > 100 |
| H = D+G Nettofinanzschulden3 | 4.464 | 1.129 | 3.335 | > 100 |
(1)
Kurzfristige und langfristige finanzielle Vermögenswerte beinhalten noch nicht fällige
Handset-Forderungen, Nettoinvestitionen (ab 1. Januar 2019), die positive Wertentwicklung
des Fair Value Hedge für festverzinsliche Finanzschulden sowie ausgegebene Darlehen
an Dritte.
(2)
Kurzfristige und langfristige Finanzschulden beinhalten Leasingverbindlichkeiten (nach
IFRS 16 ab 1. Januar 2019) bzw. Leasingschulden (nach IAS 17 bis 31. Dezember 2018),
ausgegebene Anleihen, Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen sowie sonstige
Darlehen.
(3)
Nettofinanzschulden beinhalten kurz- und langfristige zinstragende Vermögenswerte,
zinstragende Finanzverbindlichkeiten und Leasingverbindlichkeiten sowie Zahlungsmittel
und Zahlungsmitteläquivalente.
Die Handset-Forderungen sind in der Bilanz unter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
ausgewiesen.
| (In millionen EUR) | IFRS 16 | IFRS 16 Effekte | IAS 17 |
| Nettofinanzschulden | 4.464 | (2.547) | 1.917 |
| (In Millionen EUR) | 2019 | 2018 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Berichtszeitraums | 751 | 587 |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 839 | 588 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | (517) | (504) |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | (603) | (350) |
| Nettozunahme/(-abnahme) der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (281) | (266) |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Berichtszeitraums | 470 | 321 |
Nachfolgend wird die Entwicklung der Zahlungsflüsse der Telefónica Deutschland Group
in den ersten sechs Monaten der Geschäftsjahre 2019 und 2018 analysiert.
Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit belief sich im ersten Halbjahr 2019 auf
839 Mio. EUR und lag um 250 Mio. EUR bzw. 42,6 % über dem Vorjahreswert (erstes Halbjahr
2018: 588 Mio. EUR). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen bedingt durch die Verbesserung
des OIBDA, die hauptsächlich auf die verminderten Mietaufwendungen aufgrund der Anwendung
von IFRS 16 seit dem 1. Januar 2019 zurückzuführen ist.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich im ersten Halbjahr 2019 auf
-517 Mio. EUR (erstes Halbjahr 2018: -504 Mio. EUR). Dabei lagen die Mittelabflüsse
mit 517 Mio. EUR um 7 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Die Mittelzuflüsse blieben
nahezu auf Vorjahresniveau.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich in den ersten sechs Monaten
des Geschäftsjahrs 2019 auf -603 Mio. EUR (erstes Halbjahr 2018: -350 Mio. EUR).
Die Mittelabflüsse verminderten sich um 588 Mio. EUR auf 1.343 Mio. EUR und beinhalten
im Wesentlichen die Zahlung der Dividende in Höhe von 803 Mio. EUR, Zahlungen zur
Rückführung von Leasingverbindlichkeiten von 327 Mio. EUR, sowie die Rückzahlungen
des Darlehens mit der Telfisa Global B.V. in Höhe von 150 Mio. EUR und Rückzahlung
des Schuldscheindarlehens in Höhe von 75 Mio. EUR. Im Vergleich wurden im ersten Halbjahr
2018 1.130 Mio. EUR Darlehensrückzahlungen an die Telfisa Global B.V., Zahlungen für
Finanzierungsleasing-Vereinbarungen in Höhe von 19 Mio. EUR sowie eine Zahlung der
Dividende in Höhe von 773 Mio. EUR geleistet.
Der Mittelzufluss aus der Aufnahme von verzinslichen Schulden verringerte sich gegenüber
dem Vorjahr um 841 Mio. EUR auf 739 Mio. EUR und ist auf die Aufnahme eines Schuldscheindarlehens
in Höhe von 360 Mio. EUR, kurzfristige Inanspruchnahme des Darlehens mit Telfisa Global
B.V. in Höhe von 250 Mio. EUR und einer weiteren kurzfristigen Kreditlinie in Höhe
von 130 Mio. EUR zurückzuführen. Im Vergleich wurden im ersten Halbjahr 2018 1.330
Mio. EUR des Darlehens mit der Telfisa Global B.V. sowie in Höhe von 250 Mio. EUR
des Schuldscheindarlehens in Anspruch genommen.
Aufgrund der oben beschriebenen Mittelzuflüsse/(-abflüsse) nahmen die Zahlungsmittel
und Zahlungsmitteläquivalente gegenüber dem Stichtag des Vorjahres um 281 Mio. EUR
ab und beliefen sich zum 30. Juni 2019 auf 470 Mio. EUR (31. Dezember 2018: 751 Mio.
EUR).
| (In Millionen EUR) | 2019 | 2018 | Veränderung | % Veränderung |
| OIBDA | 1.084 | 863 | 221 | 25,6 |
| - CapEx | (496) | (420) | (76) | 18,0 |
| = Operating Cashflow (OIBDA-CapEx) | 588 | 443 | 145 | 32,7 |
| Veränderung des Working Capital | (228) | (343) | 115 | (33,7) |
| +/- (Gewinne)/Verluste aus dem Verkauf von Vermögenswerten | (0) | (0) | (0) | 12,4 |
| +/- Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und andere Effekte | 1 | 0 | 0 | 39,8 |
| + Nettozinszahlung | (26) | (19) | (7) | 39,4 |
| +/- Ein- / Auszahlungen für finanzielle Vermögenswerte | (12) | 3 | (16) | (> 100) |
| + Erwerb von Unternehmen abzgl. übernommener Zahlungsmittel | (0) | (0) | 0 | (83,6) |
| = Free Cashflow vor Dividenden- und Spektrumszahlungen1 | 322 | 84 | 238 | > 100 |
| - Dividendenzahlungen | (803) | (773) | (30) | 3,8 |
| = Free Cashflow nach Dividenden- und Spektrumszahlungen | (481) | (689) | 208 | (30,2) |
Bei der folgenden Analyse der Vermögens- und Kapitalstruktur werden die zum 30. Juni
2019 bestehenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit den Werten zum 31. Dezember
2018 verglichen.
| (In Millionen EUR) | Zum 30. Juni 2019 | Zum 31. Dezember 2018 | Veränderung | % Veränderung |
| Geschäfts- oder Firmenwerte sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte | 6.314 | 6.687 | (373) | (5,6) |
| Sachanlagen | 3.701 | 3.793 | (92) | (2,4) |
| Nutzungsrechte | 2.729 | - | 2.729 | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 1.267 | 1.371 | (104) | (7,6) |
| Latente Steueransprüche | 204 | 204 | - | - |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 140 | 111 | 29 | 26,3 |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | 607 | 619 | (12) | (1,9) |
| Vorräte | 182 | 261 | (79) | (30,4) |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 470 | 751 | (281) | (37,5) |
| Summe Vermögenswerte = Summe Eigen- und Fremdkapital | 15.613 | 13.796 | 1.816 | 13,2 |
| Verzinsliche Schulden | 2.630 | 2.149 | 481 | 22,4 |
| Rückstellungen | 760 | 714 | 46 | 6,5 |
| Leasingverbindlichkeiten | 2.594 | - | 2.594 | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 2.161 | 2.438 | (277) | (11,4) |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 99 | 39 | 60 | > 100 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 609 | 712 | (102) | (14,4) |
| Latenten Steuerschulden | 184 | 177 | 8 | 4,4 |
| Eigenkapital | 6.575 | 7.569 | (994) | (13,1) |
Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus planmäßigen Abschreibungen
auf sonstige immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 502 Mio. EUR in den ersten sechs
Monaten des Geschäftsjahres 2019. Gegenläufig wirkten sich die Zugänge zu den immateriellen
Vermögenswerten in Höhe von 129 Mio. EUR aus. Diese betrafen überwiegend Investitionen
in Software.
Der Rückgang der Sachanlagen ist im Wesentlichen auf planmäßige Abschreibungen in
Höhe von 442 Mio. EUR zurückzuführen. Demgegenüber stehen Zugänge in den ersten sechs
Monaten des Geschäftsjahres 2019 in Höhe von 366 Mio. EUR, die im Wesentlichen Investitionen
in das Netzwerk betreffen.
Die Erfassung von Nutzungsrechten in der Berichtsperiode resultiert aus der Anwendung
von IFRS 16 seit dem 1. Januar 2019.
Die Investitionen (CapEx) stiegen im ersten Halbjahr 2019 auf 496 Mio. EUR Vergleich
zu 420 Mio. EUR in der Vergleichsperiode 2018. Infolgedessen erhöhte sich auch die
Investitionsquote in der Berichtsperiode auf 13,9 % (erstes Halbjahr 2018: 12,0 %).
Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Factoringtransaktionen im ersten
Halbjahr 2019.
Der Anstieg der sonstigen finanziellen Vermögenswerte resultiert unter anderem aus
der Erhöhung der Einlage Silent Factoring sowie der durch die Anwendung von IFRS 16
seit dem 1. Januar 2019 verursachten Erfassung der Nettoinvestition bei Untervermietungen
durch die Telefónica Deutschland Group (> Anhang Nr. 4 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE).
Ursächlich für den Rückgang war der gestiegene Verkauf von Endgeräten im Rahmen des
regulären Geschäftsverlaufs.
Der Rückgang um -281 Mio. EUR bzw. -37,5 % ist auf mehrere Effekte zurückzuführen,
die im Kapitel >Finanzlage näher dargestellt werden.
Der Anstieg resultierte insbesondere aus der Aufnahme eines Schuldscheindarlehens
in Höhe von 360 Mio. EUR, einem kurzfristigen Kredit in Höhe von 130 Mio. EUR sowie
der teilweisen Inanspruchnahme der revolvierenden Kreditlinie mit der Telfisa Global
B.V. in Höhe von 100 Mio. EUR.
Die Zunahme der Rückstellungen wurde im Wesentlichen durch einen niedrigeren Zinssatz
im Hinblick auf die Pensionsverpflichtungen verursacht, der zu einer Erhöhung um 51
Mio. EUR führte. Ferner stiegen die sonstigen Rückstellungen im Berichtszeitraum um
19 Mio. EUR. Gegenläufig entwickelten sich die Restrukturierungsverpflichtungen, die
im Berichtszeitraum um 31 Mio. EUR abnahmen.
Die Erfassung der Leasingverbindlichkeiten in der Berichtsperiode resultiert aus der
Anwendung von IFRS 16 seit dem 1. Januar 2019.
Die Entwicklung ist insbesondere auf einen Rückgang der operativen Verbindlichkeiten
in Höhe von 320 Mio. EUR zurückzuführen sowie einem gegenläufigen Effekt durch die
Erhöhung des anhaltenden Engagements aus dem Silent Factoring in Höhe von 47 Mio.
EUR.
Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Entwicklung der Umsatzsteuerverbindlichkeiten
aufgrund der Aufnahme der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG als Organgesellschaft
der Telefónica Deutschland Holding AG in Umsetzung einer Gesetzesänderung zum 1. Januar
2019.
Der Rückgang resultierte in Höhe von 49 Mio. EUR aus rückläufigen Voucherverkäufen
im Prepaidgeschäft sowie verschiedenen, regulären Auflösungen.
Die Eigenkapitalveränderung ist hauptsächlich auf die am 24. Mai 2019 vollzogene Dividendenzahlung
in Höhe von 803 Mio. EUR und auf das Periodenergebnis in Höhe von -156 Mio. EUR zurückzuführen.
Des Weiteren resultierte der Rückgang in Höhe von 51 Mio. EUR aus einer im Eigenkapital
erfassten Zinsanpassung im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen. Gegenläufig wirkte
der im Eigenkapital erfasste Effekt durch Erstanwendung von IFRS 16 zum 1. Januar
2019 in Höhe von 17 Mio. EUR.
Im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 haben wir bestimmte Risiken
dargestellt, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage sowie Reputation haben könnten. Ferner beschreiben wir dort
unsere wesentlichsten Chancen sowie die Ausgestaltung unseres Risikomanagementsystems.
Im Berichtszeitraum haben wir negative Einflüsse, die sich aus geopolitischen Konflikten
ergeben können, als neues Risiko identifiziert. Darüber hinaus hat sich bei einem
Risiko eine Änderung hinsichtlich der Bewertung gegenüber dem Geschäftsjahr 2018 ergeben.
Die Veränderungen stellen wir im Anschluss detaillierter dar.
Ansonsten haben wir keine weiteren bedeutsamen Risiken und Chancen identifiziert,
die über die im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 dargestellten
hinausgehen.
Politische Konflikte können unsere internationalen Handelsbeziehungen beeinflussen
und direkten oder indirekten Einfluss auf unsere Lieferkette sowie das wirtschaftliche
Umfeld haben. Die aktuellen politischen Spannungen zwischen den USA und China könnten
durch bestehende oder zukünftige Handelshemmnisse auch Auswirkungen auf unsere Lieferantenbeziehungen
bedingen.
Sollte bestimmte Netztechnik oder Hardware nicht mehr zur Verfügung stehen, könnte
dies hohe Folgekosten verursachen. Ebenso könnte der Vertrieb von Endgeräten beeinträchtigt
sein und zu Umsatzeinbußen führen.
Bisher haben wir diese Einflüsse als Teil des Risikos "Störungen der Lieferkette"
berichtet. Zur besseren Berücksichtigung der andersartigen Ursachen des Risikos wird
es nun als eigenständiges Risiko berichtet. Bedingt durch ein hohes potenzielles Schadenvolumen
und ein mögliches Eintreten stufen wir dieses Risiko als bedeutend ein.
Die 5G-Auktion ist abgeschlossen und wir konnten uns die für unser Geschäftsmodell
notwendigen Frequenzen sichern. Das Risiko, dass wir bestimmte Frequenznutzungsrechte
nicht erhalten oder nur zu finanziellen Bedingungen, die für uns von Nachteil sind,
hat sich nun vorerst reduziert.
Wir sehen nun ein geringeres potenzielles Schadenvolumen bei gleichbleibender Eintrittswahrscheinlichkeit
und stufen das Risiko nicht mehr als bedeutend, sondern als moderat ein.
Im ersten Halbjahr 2019 haben sich unsere Chancen hinsichtlich unseres Geschäftserfolgs
im Festnetz-Bereich verbessert. Telefónica Deutschland setzt seit 2013 v.a. auf eine
bundesweite strategische Partnerschaft mit der Telekom Deutschland GmbH, um als integrierter
Telekommunikationsanbieter neben umfassenden Mobilfunkservices auch Festnetz-Dienstleistungen
anbieten zu können.
Eine neue Kooperation ergänzt nun in idealer Weise unsere bisherige Positionierung im Festnetzmarkt: Telefónica Deutschland und Vodafone haben vereinbart, dass wir künftig Zugriff auf das Kabelnetz von Vodafone und Unitymedia in Deutschland erhalten. Durch den Zugang zum Kabelnetz kann Telefónica Deutschland bis zu 24 Millionen Kabelhaushalte in Deutschland mit attraktiven O2 Festnetzprodukten mit höheren Geschwindigkeiten als VDSL versorgen. Die Vereinbarung erlaubt uns, unser bundesweites Angebot mit Highspeed-Internet im Festnetzbereich deutlich auszubauen. Sie gilt vorbehaltlich der geplanten Übernahme von Unitymedia durch Vodafone. Die EU Kommission hat im Juli 2019 abschließend über die Freigabe der Übernahme entschieden, s. Anhang Nr. 9 Nachtragsbericht. Falls die erwartete Steigerung der Nachfrage nach unseren Festnetz-Produkten höher als erwartet ausfallen würde, könnte sich dies positiv auf unsere Umsatzerlöse auswirken.
Darüber hinaus hat sich eine weitere Chance konkretisiert: Telefónica Deutschland
hat sich in der zu Ende gegangenen Mobilfunk-Frequenzauktion 90 MHz bundesweit einsetzbares
Spektrum mit einer Laufzeit bis 2040 gesichert. Dieses werthaltige Frequenzpaket ergänzt
unser bestehendes Spektrum ideal. Wir haben damit unseren Anspruch umgesetzt, uns
das richtige Spektrum zu sichern, um unser Netz für unsere Kunden und unseren wirtschaftlichen
Erfolg konsequent weiter auszubauen. Positive Auswirkungen aus dem in den kommenden
Jahren folgenden Aufbau unseres 5G-Netzes auf Umsatz und Betriebserlöse sind nun wahrscheinlicher
geworden.
Zum heutigen Zeitpunkt liegen keine Erkenntnisse vor, dass sich die im zusammengefassten
Lagebericht 2018 (>Geschäftsbericht 2018 Prognosebericht) veröffentlichten Prognosen
wesentlich verändert haben. Der Finanzausblick für das Jahr 2019 wird bestätigt, einschließlich
der Opex- und Umsatzsynergien von ca. 40 Mio. EUR sowie weiteren rund 40 Millionen
EUR an CapEx-Synergien.
Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Zusammenfassung des Finanzausblicks für 2019:
| Referenzwert 2018 (In Millionen EUR) | Ausblick 2019 (Entwicklung ggü. Vorjahr) | H1 / 2019 (Entwicklung ggü. Vorjahr) | |
| Umsatzerlöse | 7.320 | Weitgehend unverändert ggü. Vorjahr (bereinigt um regulatorische Effekte in Höhe von ca. 60 - 70 Mio. EUR) | + 1,8% |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen (OIBDA) bereinigt um Sondereffekte | 1.884 | Weitgehend stabil bis leicht positiv ggü. Vorjahr (bereinigt um regulatorische Effekte in Höhe von 40-50 Mio. EUR) | +0.7% |
| Investitionsquote | 13,2% | ca. 13 - 14 % | + 13,9 % |
München, 6. August 2019
Telefónica Deutschland Holding AG
Der Vorstand
| Markus Haas | Markus Rolle |
| Valentina Daiber | Guido Eidmann |
| Nicole Gerhardt | Alfons Lösing |
| Cayetano Carbajo Martin | Wolfgang Metze |
| (In Millionen EUR) | Anhang | Zum 30. Juni 2019 | Zum 31. Dezember 2018 |
| A) Langfristige Vermögenswerte | 13.315 | 11.061 | |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 1.960 | 1.960 | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | [5a] | 4.354 | 4.727 |
| Sachanlagen | [5b] | 3.701 | 3.793 |
| Nutzungsrechte | [5c] | 2.729 | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | [5d] | 69 | 70 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 128 | 101 | |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | [5e] | 172 | 206 |
| Latente Steueransprüche | 204 | 204 | |
| B) Kurzfristige Vermögenswerte | 2.297 | 2.736 | |
| Vorräte | 182 | 261 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | [5d] | 1.198 | 1.301 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 12 | 9 | |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | [5e] | 435 | 413 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 470 | 751 | |
| Bilanzsumme (A+B) | 15.613 | 13.796 |
| (In Millionen EUR) | Anhang | Zum 30. Juni 2019 | Zum 31. Dezember 2018 |
| A) Eigenkapital | 6.575 | 7.569 | |
| Gezeichnetes Kapital | 2.975 | 2.975 | |
| Kapitalrücklagen | 4.800 | 4.800 | |
| Gewinnrücklagen | (1.199) | (205) | |
| Gesamtes den Eigentümern der Muttergesellschaft zuzuordnendes Eigenkapital | 6.575 | 7.569 | |
| B) Langfristige Schulden | 5.295 | 2.901 | |
| Verzinsliche Schulden | [5f] | 2.195 | 2.004 |
| Leasingverbindlichkeiten | [5g] | 2.126 | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | [5h] | 17 | 19 |
| Rückstellungen | [5i] | 619 | 526 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | [5h] | 154 | 176 |
| Latente Steuerschulden | 184 | 177 | |
| C) Kurzfristige Schulden | 3.742 | 3.326 | |
| Verzinsliche Schulden | [5f] | 435 | 145 |
| Leasingverbindlichkeiten | [5g] | 468 | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | [5h] | 2.144 | 2.419 |
| Rückstellungen | [5i] | 140 | 188 |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 99 | 39 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | [5h] | 456 | 535 |
| Bilanzsumme (A+B+C) | 15.613 | 13.796 |
Seit dem 1. Januar 2019 kommt der neue Rechnungslegungsstandard IFRS 16 "Leasingverhältnisse"
zur Anwendung. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst. Für nähere Informationen
verweisen wir auf Anhang Nr. 4 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.
| (In Millionen EUR) | Anhang | 2019 | 2018 |
| Umsatzerlöse | [6a] | 3.564 | 3.525 |
| Sonstige Erträge | 78 | 68 | |
| Materialaufwand und bezogene Leistungen | (1.094) | (1.125) | |
| Personalaufwand | (303) | (303) | |
| Wertberichtigung gemäß IFRS 9 | (37) | (39) | |
| Sonstige Aufwendungen | [6b] | (1.125) | (1.262) |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen (OIBDA) | 1.084 | 863 | |
| Abschreibungen | [6c] | (1.215) | (937) |
| Betriebsergebnis | (131) | (74) | |
| Finanzerträge | 1 | 1 | |
| Währungsgewinne | 0 | 0 | |
| Finanzaufwendungen (*) | (27) | (20) | |
| Währungsverluste | (0) | (1) | |
| Finanzergebnis | (26) | (19) | |
| Ergebnis vor Steuern | (157) | (93) | |
| Ertragsteuern | 0 | (0) | |
| Periodenergebnis | (156) | (93) | |
| Den Eigentümern der Muttergesellschaft zuzurechnendes Periodenergebnis | (156) | (93) | |
| Periodenergebnis | (156) | (93) | |
| Ergebnis je Aktie | |||
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | (0,05) | (0,03) | |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | (0,05) | (0,03) |
Seit dem 1. Januar 2019 kommt der neue Rechnungslegungsstandard IFRS 16 "Leasingverhältnisse"
zur Anwendung. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst. Für nähere Informationen
verweisen wir auf Anhang Nr. 4 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.
| (In Millionen EUR) | 2019 | 2018 |
| Periodenergebnis | (156) | (93) |
| Posten, die nicht in den Gewinn/(Verlust) umgegliedert werden | ||
| Neubewertung von Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | (51) | 2 |
| Sonstiges Ergebnis | (51) | 2 |
| Gesamtergebnis | (208) | (91) |
| Den Eigentümern der Muttergesellschaft zuzurechnendes Gesamtergebnis | (208) | (91) |
| Gesamtergebnis | (208) | (91) |
| (In Millionen EUR) | Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklagen | Gewinnrücklagen | Gesamtes den Eigentümern der Muttergesellschaft zuzuordnendes Eigenkapital |
Eigenkapital |
| Stand 1. Januar 2018 | 2.975 | 4.800 | 523 | 8.297 | 8.297 |
| Anpassung aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 und IFRS 15 (nach Steuern) |
- | - | 274 | 274 | 274 |
| Stand 1. Januar 2018, angepasst | 2.975 | 4.800 | 797 | 8.571 | 8.571 |
| Periodenergebnis | - | - | (93) | (93) | (93) |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | 2 | 2 | 2 |
| Gesamtergebnis | - | - | (91) | (91) | (91) |
| Dividende | - | - | (773) | (773) | (773) |
| Sonstige Veränderungen | - | - | 0 | 0 | 0 |
| Stand 30. Juni 2018 | 2.975 | 4.800 | (67) | 7.707 | 7.707 |
| Stand 1. Januar 2019 | 2.975 | 4.800 | (205) | 7.569 | 7.569 |
| Anpassung aufgrund der Erstanwendung von IFRS 16 (nach Steuern) |
- | - | 17 | 17 | 17 |
| Stand 1. Januar 2019, angepasst | 2.975 | 4.800 | (189) | 7.586 | 7.586 |
| Periodenergebnis | - | - | (156) | (156) | (156) |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | (51) | (51) | (51) |
| Gesamtergebnis | - | - | (208) | (208) | (208) |
| Dividende | - | - | (803) | (803) | (803) |
| Stand 30. Juni 2019 | 2.975 | 4.800 | (1.199) | 6.575 | 6.575 |
Seit dem 1. Januar 2019 kommt der neue Rechnungslegungsstandard IFRS 16 "Leasingverhältnisse"
zur Anwendung. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst. Für nähere Informationen
verweisen wir auf Anhang Nr. 4 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.
| (In Millionen EUR) | Anhang | 2019 | 2018 |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | |||
| Periodenergebnis | (156) | (93) | |
| Überleitung vom Periodenergebnis | |||
| Finanzergebnis | 26 | 19 | |
| Ergebnis aus dem Verkauf von Vermögenswerten | (0) | (0) | |
| Ertragsteuerergebnis | (0) | 0 | |
| Abschreibungen | [6c] | 1.215 | 937 |
| Veränderung des Working Capital und Sonstige | |||
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | [5d], [5e] | (12) | 16 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | [5d], [5e] | 168 | 29 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | [5h], [5i] | (32) | (71) |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | [5h], [5i] | (343) | (2 30) |
| Sonstige | |||
| Erhaltene Zinsen | 3 | 3 | |
| Gezahlte Zinsen | (29) | (22) | |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 839 | 588 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | |||
| Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 1 | 0 | |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | [5a], [5b] | (505) | (507) |
| Erwerb von Unternehmen abzgl. übernommener Zahlungsmittel | (0) | (0) | |
| Einzahlungen für finanzielle Vermögenswerte | 0 | 5 | |
| Auszahlungen für finanzielle Vermögenswerte | (12) | (2) | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | (517) | (504) |
| (In Millionen EUR) | Anhang | 2019 | 2018 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | |||
| Auszahlungen zur Rückführung von Leasingverbindlichkeiten (*) | [5g] | (327) | - |
| Einzahlungen aus der Aufnahme für verzinsliche Schulden | [5f] | 739 | 1.580 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von verzinslichen Schulden (*) | [5f] | (22 5) | (1.149) |
| Dividendenzahlungen | (803) | (773) | |
| Sonstige Einzahlungen/(Auszahlungen) aus der Finanzierungstätigkeit | 12 | (8) | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | (603) | (350) | |
| Nettozunahme/(-abnahme) von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | (281) | (266) | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Berichtszeitraums | 751 | 587 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Berichtszeitraums | 470 | 321 |
Seit dem 1. Januar 2019 kommt der neue Rechnungslegungsstandard IFRS 16 "Leasingverhältnisse"
zur Anwendung. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst. Für nähere Informationen
verweisen wir auf Anhang Nr. 4 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss (nachfolgend "Konzernzwischenabschluss") der
Telefónica Deutschland Holding AG wurde für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni
2019 aufgestellt und umfasst die Telefónica Deutschland Holding AG (nachfolgend auch
"Telefónica Deutschland") und ihre Tochtergesellschaften sowie gemeinschaftliche Tätigkeiten
(gemeinsam die "Telefónica Deutschland Group" oder "Gruppe").
Die Telefónica Deutschland Holding AG ist eine Aktiengesellschaft (AG) deutschen Rechts.
Die Gesellschaft ist am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.
Die WKN (Wertpapierkennnummer) lautet A1J5RX, die ISIN (International Securities Identification
Number) DE000A1J5RX9.
Zum 30. Juni 2019 befanden sich 30,8 % der Aktien im Freefloat. 69,2 % wurden von
der Telefónica Germany Holdings Limited, Slough, Vereinigtes Königreich (Telefónica
Germany Holdings Limited), gehalten, einer indirekten 100-prozentigen Tochtergesellschaft
der Telefónica, S.A., Madrid, Spanien (Telefónica, S.A.). Laut Pressemitteilung der
Koninklijke KPN N.V. vom 13. Juni 2019 wurden alle bisher von der Koninklijke KPN
N.V. gehaltenen Aktien an der Telefónica Deutschland Holding AG verkauft.
Zum 30. Juni 2019 waren die im Konzernzwischenabschluss der Telefónica Deutschland
Group enthaltenen Gesellschaften entsprechend dem nachfolgenden Organigramm organisiert:

Sofern nicht anders vermerkt, betragen die Beteiligungsquoten 100 %.
Am 25. April 2019 platzierte die Telefónica Germany GmbH & Co. OHG ein Schuldscheindarlehen
in Höhe von 360 Mio. EUR. Für weitere Informationen siehe Anhang Nr. 5 f) Verzinsliche
Schulden.
Am 21. Mai 2019 fand die ordentliche Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2018
statt. Neben der Vorlage des Jahres- und Konzernabschlusses der Telefónica Deutschland
wurde unter anderem eine Dividende von 0,27 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie,
insgesamt 803.129.848,11 EUR, beschlossen. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2018
wurde am 24. Mai 2019 an die Aktionäre gezahlt.
Weiter wurde die Wahl von Maria Garcia-Legaz Ponce und Pablo de Carvajal Gonzalez
als Vertreter der Anteilseigner in den Aufsichtsrat der Gesellschaft und die Aufhebung
des Bedingten Kapitals 2014/I und die Schaffung eines neuen Bedingten Kapital 2019/I
beschlossen. Hierdurch ist das Grundkapital der Telefónica Deutschland Holding AG
weiterhin um bis zu 558.472.700 EUR durch Ausgabe von bis zu 558.472.700 auf den Namen
lautenden Stückaktien bedingt erhöht.
Jürgen Thierfelder und Sandra Hofmann legten ihr Amt als Aufsichtsratsmitglied mit
Ablauf des 31. Dezember 2018 bzw. am 18. Februar 2019 nieder.
Cansever Heil und Christoph Heil wurden mit Gerichtsbeschluss vom 29. März 2019 und
mit Wirkung zum 3. April 2019 als Aufsichtsratsmitglieder bestellt.
Der Aufsichtsrat der Telefónica Deutschland hat in seiner Sitzung am 18. Februar 2019
die weitere Bestellung von Markus Haas als Vorstandsvorsitzenden bis zum Ablauf des
31. Dezember 2022 beschlossen und in diesem Zusammenhang eine Verlängerung seines
Vorstandsvertrages mit ihm vereinbart.
Am 19. März 2019 begann die Auktion zur Vergabe der 2,0 GHz Frequenzen sowie der Frequenzen
von 3,4 bis 3,7 GHz. Neben der Telefónica Deutschland Group wurden die Vodafone GmbH,
die Telekom Deutschland GmbH und die zur 1&1 Drillisch Gruppe gehörende Drillisch
Netz AG zur Auktion zugelassen. Die Auktion ist am 12. Juni 2019 zu Ende gegangen.
Für die ersteigerten Blöcke wird die Telefónica Deutschland Group insgesamt 1.425
Mio. EUR zahlen.
Am 12. Juni 2019 endete die Versteigerung der Bundesnetzagentur von Frequenzen in
den Frequenzbändern bei 2 GHz und 3,6 GHz. Telefónica hat den Zuschlag für Frequenzen
in beiden Bändern erhalten, klagt aber gegen die beiden der Versteigerung zu Grunde
liegenden Präsidentenkammerentscheidungen. Eine erste Entscheidung beinhaltet einerseits
die Anordnung und Wahl des Frequenzvergabeverfahrens (Frequenzknappheit, Auktion).
Eine nachfolgende zweite Entscheidung beinhaltet die Vergaberegeln und die Auktionsregeln
zur Frequenzvergabe (u.a. Ausbauverpflichtungen). Weitere Klagen dagegen wurden von
anderen Mobilfunkanbietern und Diensteanbietern eingereicht. Ein Erfolg einer oder
mehrerer dieser Klagen könnte der Auktion die Rechtsgrundlage entziehen und zur Aufhebung
der Zuschlagsbescheide und - nach erfolgter Zuteilung der zugeschlagenen Frequenzen
- auch zur Rückübertragung der Frequenzen an die Bundesnetzagentur und zu einer Wiederholung
des Vergabeverfahrens führen.
Der Konzernzwischenabschluss der Telefónica Deutschland Holding AG wurde in Übereinstimmung
mit den für die Zwischenberichterstattung anzuwendenden IFRS, wie sie vom IASB veröffentlicht
wurden und in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Dementsprechend enthält der Konzernzwischenabschluss
nicht sämtliche Informationen und Angaben, die in einem vollständigen Konzernabschluss
erforderlich sind, und sollte deshalb in Verbindung mit dem Konzernabschluss für das
Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2018 (siehe Anhang Nr. 2 Grundlage der Erstellung)
gelesen werden.
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2019 ist ungeprüft.
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der
Telefónica Deutschland Holding AG und ihrer Tochtergesellschaften, aufgestellt.
Sofern nichts anderes angegeben ist, werden die Zahlen in diesem Konzernzwischenabschluss
in Millionen Euro (Mio. EUR) und nach etablierten kaufmännischen Grundsätzen gerundet
dargestellt. Additionen der Zahlenangaben können daher zu anderen als den ebenfalls
in den Tabellen dargestellten Summen führen.
Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses verlangt vom Vorstand, Beurteilungen
und Schätzungen abzugeben sowie Annahmen zu treffen, die sowohl die Anwendung der
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze betreffen als auch die Höhe der berichteten
Beträge der Vermögenswerte und Schulden bzw. Erträge und Aufwendungen beeinflussen.
Eine wesentliche Änderung der Sachverhalte und Umstände, auf denen diese Beurteilungen,
Schätzungen sowie Annahmen und die damit verbundenen Ermessensentscheidungen basieren,
könnte wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Telefónica
Deutschland Group haben.
Für weitere Informationen wird auf den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum
31. Dezember 2018 (siehe Anhang Nr. 3 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze) verwiesen.
Die im vorliegenden Konzernzwischenabschluss dargestellte Konzernbilanz bezieht sich
auf Informationen zum 30. Juni 2019, die mit Informationen zum 31. Dezember 2018 verglichen
werden.
Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung sowie die Konzerngesamtergebnisrechnung beziehen
sich auf die am 30. Juni 2019 bzw. 30. Juni 2018 abgeschlossenen Sechsmonatszeiträume.
Die Konzernkapitalflussrechnung und die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung vergleichen
die abgeschlossenen Sechsmonatszeiträume 2019 und 2018.
Die bisherige Ergebnisentwicklung zeigt keinerlei Indikationen, dass die Geschäftstätigkeit
aufgrund saisonaler Einflüsse wesentlichen Schwankungen unterliegt.
Die bei der Erstellung des Zwischenabschlusses der Telefónica Deutschland Group durch
das Management vorgenommenen wesentlichen Schätzungen, Annahmen und Ermessensentscheidungen
unterscheiden sich hinsichtlich potenzieller Schätzunsicherheiten im Grundsatz nicht
von den Annahmen im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2018 (siehe
Anhang Nr. 3 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze).
Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Konzernzwischenabschlusses bekannt gemachte,
jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen werden
nachfolgend dargestellt:
| Standards, Interpretationen und Änderungen | Verpflichtende Anwendungen für Geschäftsjahre beginnend am oder nach dem |
|
| Diverse | Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in IFRS-Standards | 1. Januar 20201 |
| Änderungen an IFRS 3 | Definition eines Geschäftsbetriebs | 1. Januar 20201 |
| Änderungen an IAS 1 und IAS 8 | Definition von wesentlich | 1. Januar 20201 |
| IFRS 17 | Versicherungsverträge | 1. Januar 20211 |
1
Beschlussfassung durch EU noch ausstehend, Angabe zur verpflichtenden Anwendung gemäß
IASB.
Zur ausführlichen Beschreibung der für die Gruppe relevanten neuen Standards, Änderungen
an Standards sowie Interpretationen wird ebenfalls auf die Ausführungen im Konzernabschluss
für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2018 (siehe Anhang Nr. 3 Bilanzierungs- und
Bewertungsgrundsätze) verwiesen. Dort wird zudem eine Einschätzung hinsichtlich der
erwarteten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe vorgenommen,
welche für den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2019 weiterhin ihre Gültigkeit
behält.
Zum 13. Januar 2016 hat das IASB den IFRS 16 Leasingverhältnisse veröffentlicht, welcher
den IAS 17 sowie weitere bestehende Interpretationen ersetzt hat. Am 9. November 2017
wurde der Standard in europäisches Recht übernommen. Der Standard ist verpflichtend
für Geschäftsjahre beginnend am oder nach dem 1. Januar 2019 anzuwenden.
Im Rahmen des IFRS 16 sind nun beim Leasingnehmer grundsätzlich alle Verträge, die
als Leasingverhältnis identifiziert werden, dahingehend zu bilanzieren, dass das damit
einhergehende Nutzungsrecht (sog. right-of-use) als Vermögenswert anzusetzen ist.
Die nach dem IAS 17 zuvor bestehende Unterscheidung zwischen Finance Lease und Operating
Lease entfällt somit für die Leasingnehmerseite. Unter Verwendung des dem Leasingverhältnis
zugrunde liegenden Zinssatz ist der Barwert der noch nicht geleisteten Leasingzahlungen
als Leasingverbindlichkeit zu passivieren. Wenn dieser nicht ohne weiteres bestimmbar
ist, kommt der laufzeitäquivalente Grenzfremdkapitalzinsssatz zum Tragen.
Das in diesem Zuge erworbene Nutzungsrecht ist als Vermögenswert zu aktivieren. Die
Leasingverbindlichkeit und das Nutzungsrecht werden über die Vertragslaufzeit um Tilgungen
bzw. Abschreibungen reduziert. Die Verbindlichkeiten werden mittels Effektivzinsmethode
bewertet. In der Regel ergeben sich aufgrund dieser Methode und den daraus resultierenden
Zinseffekten höhere Aufwendungen zu Vertragsbeginn.
Von dieser oben dargestellten Bilanzierung kann für Leasinggegenstände mit geringem
Wert oder bei Verträgen mit kurzer Laufzeit (von 12 Monaten oder weniger) abgewichen
werden.
Die Beurteilung der Laufzeit des Leasingverhältnisses, im Rahmen dessen die Telefónica
Deutschland Group als Leasingnehmer oder Leasinggeber auftritt, erfolgt grundsätzlich
unter Berücksichtigung der unkündbaren Laufzeit. Enthält der Leasingvertrag Verlängerungs-
oder Kündigungsoptionen für den Leasingnehmer oder den Leasinggeber werden diese berücksichtigt,
sofern die Ausübung oder Nichtausübung zum Stichtag als hinreichend sicher eingestuft
werden kann. Hierbei werden alle relevanten Fakten und Umstände (u.a. Technologie,
Regulierung, Wettbewerb, Geschäftsmodel) berücksichtigt.
Ergänzend bzw. aufbauend zu der beschriebenen systematischen Änderung finden sich
im IFRS 16 weitere Änderungen bzw. Neuregelungen wie z.B. die Definition von Leasingverhältnissen,
die Bilanzierung von Sale and Leaseback-Transaktionen sowie Untermietverhältnisse
(Sub-lease), Bilanzausweis sowie Umfang der erforderlichen Angaben im Anhang.
IFRS 16 sieht für Leasinggeber Regelungen ähnlich dem bisherigen Standard IAS 17 vor.
Im Falle einer Untervermietung durch die Telefónica Deutschland Group, die gemäß IFRS
16.61 ff. als Finance Lease eingestuft wird, erfolgt die Erstbewertung des Net Investments
durch Abzinsung der noch nicht erhaltenen Leasingzahlungen. Die leasinggeberseitige
Allokation des vertraglichen Entgelts auf Nichtleasingkomponenten ist explizit durch
Verweis auf IFRS 15 geregelt.
Durch die Umstellung auf IFRS 16 ergeben sich im Rahmen der Untervermietung keine
wesentlichen Auswirkungen für die Telefónica Deutschland Group als Leasinggeber. Eine
Ausnahme besteht für Untermietverträge von Shopflächen. Diese wurden bisher als Operating
Lease bilanziert. Gemäß IFRS 16 wird ein überwiegender Teil dieser Untermietverträge
als Finance Lease eingestuft und unter Sonstige finanzielle Vermögenswerte erfasst.
Telefónica Deutschland Group macht von dem Wahlrecht Gebrauch, für Leasinggegenstände
mit geringem Wert oder Verträge mit kurzer Laufzeit (von 12 Monaten oder weniger)
kein Nutzungsrecht zu aktivieren.
Die Umstellung auf IFRS 16 für die Bilanzierung als Leasingnehmer erfolgte nach dem
modifizierten retrospektiven Ansatz, wonach der kumulierte Effekt der erstmaligen
Anwendung als Anpassung des Eröffnungsbilanzwerts der Gewinnrücklagen in der Berichtsperiode
2019 erfolgt. Die Telefónica Deutschland Group hat die Vergleichszahlen der Vorjahresperiode
nicht angepasst.
Für die Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2019 wurde in Bezug auf die Klassifizierung
von Leasingverhältnissen die Erleichterungsvorschrift des IFRS 16.C3 angewendet. Das
bedeutet, dass zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung nicht erneut beurteilt wurde,
ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis darstellt oder beinhaltet. Stattdessen
wurde IFRS 16 auf Vereinbarungen angewendet, die zuvor unter Anwendung von IAS 17
und von IFRIC 4 als Leasingverhältnisse eingestuft wurden. Auf Vereinbarungen, die
zuvor unter Anwendung von IAS 17 und IFRIC 4 als Vereinbarung ohne Leasingverhältnisse
eingestuft waren, wurde IFRS 16 nicht angewendet. Darüber hinaus hat Telefónica Deutschland
Group von der Erleichterungsvorschrift Gebrauch gemacht, Leasing Verhältnisse die
spätestens zum 31. Dezember 2019 enden, wie Verträge mit kurzer Laufzeit zu behandeln.
Für die Bewertung der Nutzungsrechte aus vormaligen Operating Lease Verträgen zum
1. Januar 2019 besteht ein Wahlrecht gemäß IFRS 16.C8, das je Leasingverhältnis individuell
ausgeübt werden kann. Die Telefónica Deutschland Group hat für den Großteil ihrer
Verträge die Alternative IFRS 16.C8 (b) (ii) zu Grunde gelegt, sodass eine Bewertung
der Nutzungsrechte in Höhe der korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten erfolgte,
korrigiert um im Voraus geleistete und abgegrenzte Leasingzahlungen. Die Bewertung
erfolgte in der Übergangsphase exklusive der anfänglichen direkten Kosten. Bestehende
Finanzierungsleasingverträge, bei denen die Telefónica Deutschland Group als Leasingnehmer
aufritt, werden zum 1. Januar 2019 mit dem zum 31. Dezember 2018 ermittelten Buchwert
fortgeführt.
Die Telefónica Deuschland Group hat als Leasingnehmer keine wesentlichen Restwertgarantien
abgegeben.
Die Leasingverbindlichkeiten wurden unter Verwendung des laufzeitäquivalenten Grenzfremdkapitalzinssatzes
zum 1. Januar 2019 abgezinst. Der gewichtete durchschnittliche Zinssatz betrug 0,5
%.
Für die Abzinsung der noch nicht erhaltenen Leasingzahlungen aus Untermietverhältnissen
wird der Zinssatz des vorausgehenden Hauptmietvertrags verwendet.
Durch die erstmalige Anwendung von IFRS 16 ergaben sich folgende Effekte:
| ― |
Zahlungen zur Begleichung von Leasingverbindlichkeiten werden in Höhe des Tilgungsanteils im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit gezeigt und entlasten somit den Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit. |
| ― |
Gerechnete Abschreibungen auf Nutzungsrechte und Zinsaufwendungen auf Verbindlichkeiten ersetzen den Leasingaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung. Dies wirkt sich zum Halbjahr 2019 positiv auf das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (OIBDA) aus. Das Betriebsergebnis und Finanzergebnis hingegen sind zum Halbjahr 2019 nur leicht negativ beeinflusst. |
| ― |
Zum 1. Januar 2019 wurden Drohverlustrückstellungen, die nach IAS 17 für Operating-Lease-Verträge gebildet wurden und für die nach IFRS 16 ein Nutzungsrecht bilanziert wird, über das Eigenkapital angepasst. |
Die erstmalige Anwendung des IFRS 16 hat folgende quantitative Auswirkungen auf die
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018 bzw. zum 1. Januar 2019:
| (in Millionen EUR) | 31. Dezember 2018 | Anpassung aufgrund IFRS 16 | 1. Januar 2019 |
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Sachanlagen | 3.793 | (76) | 3.717 |
| Nutzungsrechte | 2.889 | 2.889 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 101 | 13 | 115 |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | 206 | (19) | 187 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 9 | 4 | 14 |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | 413 | (34) | 379 |
| Eigenkapital | |||
| Gewinnrücklagen | (205) | 17 | (189) |
| Langfristige Schulden | |||
| Verzinsliche Schulden | 2.004 | (22) | 1.981 |
| Leasingverbindlichkeiten | - | 2.258 | 2.258 |
| Rückstellungen | 526 | (11) | 514 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 176 | (0) | 176 |
| Latente Steuerschulden | 177 | 8 | 185 |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Verzinsliche Schulden | 145 | (8) | 137 |
| Leasingverbindlichkeiten | - | 551 | 551 |
| Rückstellungen | 188 | (14) | 174 |
Die Leasingverpflichtungen gem. IAS 17 zum 31. Dezember 2018 wurden zum 1. Januar
2019 wie folgt übergeleitet:
| (in Millionen EUR) | |
| Zum 31. Dezember 2018 angegebene Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen | 2.579 |
| (Abzgl.): kurzfristige Leasingverhältnisse | (22) |
| (Abzgl.): Leasingverhältnisse über Vermögenswerte mit geringem Wert | (4) |
| Zzgl.: Leasingverhältnisse ohne Kündigungsoption | 86 |
| Zzgl.: Unterschiede aufgrund der Berücksichtigung von Verlängerungsoptionen (bzw. nicht gezogenen Kündigungsoptionen) | 247 |
| Zzgl.: belastende Operating-Leasingverhältnisse | 29 |
| (Abzgl.) Verpflichtungen, bei denen die Vertragslaufzeit noch nicht begonnen hat. | (58) |
| (Abzgl.): Sonstiges | (15) |
| Brutto-Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019 | 2.841 |
| (Abzgl.): Abzinsung | (62) |
| Mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 abgezinst | 2.779 |
| Zzgl.: zum 31. Dezember 2018 bilanzierte Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 30 |
| Am 1. Januar 2019 bilanzierte Leasingverbindlichkeiten | 2.810 |
Zur Erläuterung der Veränderung nachfolgender Positionen wird auf die Vermögenslage
im Lagebericht verwiesen.
Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| (In Millionen EUR) | Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen und Lizenzen | Kundenstämme | Software | Markennamen | Sonstige | Anlagen im Bau/Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte |
| Buchwerte | ||||||
| Zum 31. Dezember 2018 | 2.283 | 1.557 | 493 | 45 | 4 | 344 |
| Zum 30. Juni 2019 | 2.077 | 1.393 | 497 | 44 | 1 | 341 |
| (In Millionen EUR) | Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
| Buchwerte | |
| Zum 31. Dezember 2018 | 4.727 |
| Zum 30. Juni 2019 | 4.354 |
Die Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
| (In Millionen EUR) | Grundstücke und Gebäude | Technische Anlagen und Maschinen |
Betriebs- und Geschäftsausstattung, Werkzeuge und Sonstiges |
Anlagen im Bau | Sachanlagen |
| Buchwerte | |||||
| Zum 31. Dezember 2018 | 78 | 3.502 | 101 | 112 | 3.793 |
| Zum 30. Juni 2019 | 55 | 3.489 | 66 | 91 | 3.701 |
Die Nutzungsrechte setzen sich wie folgt zusammen:
| (In Millionen EUR) | Grundstücke und Gebäude |
Technische Anlagen und Maschinen |
Sonstiges | Nutzungsrechte |
| Buchwerte | ||||
| Zum 31. Dezember 2018 | - | - | - | - |
| Zum 30. Juni 2019 | 940 | 1.646 | 143 | 2.729 |
Für nähere Informationen zu Erstanwendung von IFRS 16 verweisen wir auf Anhang Nr.
4 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.
Dieser Posten der Konzernbilanz wird wie folgt aufgeschlüsselt:
| Zum 30. Juni 2019 | Zum 31. Dezember 2018 | |||
| (In Millionen EUR) | Langfristig | Kurzfristig | Langfristig | Kurzfristig |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 69 | 1.182 | 70 | 1.268 |
| Forderungen gegen verbundenen Unternehmen und Personen | - | 31 | - | 40 |
| Sonstige Forderungen | - | 52 | - | 62 |
| Risikovorsorge | - | (68) | - | (68) |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 69 | 1.198 | 70 | 1.301 |
Dieser Posten der Konzernbilanz setzt sich wie folgt zusammen:
| Zum 30. Juni 2019 | Zum 31. Dezember 2018 | |||
| (In Millionen EUR) | Langfristig | Kurzfristig | Langfristig | Kurzfristig |
| Vorauszahlungen | 58 | 73 | 99 | 68 |
| Vorauszahlungen gegen verbundenen Unternehmen | - | 2 | - | 0 |
| Aktivierte Kosten der Vertragserlangung | 110 | 338 | 103 | 326 |
| Vertragsvermögenswert | 4 | 22 | 4 | 19 |
| Sonstige Steuerforderungen | - | 0 | - | 0 |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | 172 | 435 | 206 | 413 |
Die sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen Vorauszahlungen
für Mietenebenkosten von Antennenstandorten, Dienstleistungs- und IT-Supportvereinbarungen
sowie die aktivierten Kosten für die Vertragserlangung.
Dieser Posten der Konzernbilanz wird wie folgt aufgeschlüsselt:
| Zum 30. Juni 2019 | Zum 31. Dezember 2018 | |||
| (In Millionen EUR) | Langfristig | Kurzfristig | Langfristig | Kurzfristig |
| Anleihen | 1.099 | 15 | 1.099 | 16 |
| Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen | 721 | 115 | 474 | 79 |
| Darlehensverbindlichkeiten | 375 | 305 | 408 | 42 |
| Finanzierungsleasing (*) | - | - | 22 | 8 |
| Verzinsliche Schulden | 2.195 | 435 | 2.004 | 145 |
Am 25. April 2019 hat die Telefónica Deutschland Group über die Telefónica Germany
GmbH & Co. OHG Schuldscheindarlehen in verschiedenen Tranchen im Gesamtvolumen von
insgesamt 360 Mio. EUR begeben. Die platzierten Schuldscheindarlehen haben Tranchen
mit Laufzeiten von fünf und sieben Jahren mit jeweils variabler und fixer Verzinsung
sowie eine Tranche mit einer Laufzeit von 10 Jahren mit fixer Verzinsung. Die jeweilige
Verzinsung der fixen Tranchen mit fünf, sieben und 10 Jahren Laufzeit beträgt 0,893%,
1,293% und 1,786% p.a. Die Verzinsung der variablen Tranchen erfolgt zu Euribor-Geldmarktkonditionen
zuzüglich einer vereinbarten Marge. Alle Tranchen wurden zu par ausgegeben.
Die Telefónica Deutschland Group hat am 31. Juli 2017 eine bilaterale revolvierende
Kreditlinie mit der Telfisa Global B.V. in Höhe von 500 Mio. EUR abgeschlossen. Die
Kreditlinie dient allgemeinen Unternehmenszwecken. Die Laufzeit der Kreditlinie hat
sich in 2018 um ein Jahr bis 31. Juli 2019 verlängert. Zum 30. Juni 2019 besteht eine
Inanspruchnahme der Kreditlinie in Höhe von 100 Mio. EUR.
Darüber hinaus hat die Telefónica Deutschland Group zum 30. Juni 2019 eine kurzfristige
Bankkreditlinie über 130 Mio. EUR in Anspruch genommen.
Aufgrund der verpflichtenden Erstanwendung des IFRS 16 zum 1. Januar 2019 wurden Leasingverbindlichkeiten
in Höhe von 2.779 Mio. EUR erfasst. Die bisherigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
sind seit dem 1. Januar 2019 ebenfalls in den Leasingverbindlichkeiten enthalten.
Der Buchwert zum 30. Juni 2019 beträgt 2.594 Mio. EUR, davon sind 468 Mio. EUR kurzfristige
Leasingverbindlichkeiten.
Für nähere Informationen zu der Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards verweisen
wir auf den Anhang Nr. 4 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten
sowie Rechnungsabgrenzungsposten setzen sich wie folgt zusammen:
| Zum 30. Juni 2019 | Zum 31. Dezember 2018 | |||
| (In Millionen EUR) | Langfristig | Kurzfristig | Langfristig | Kurzfristig |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten | - | 613 | - | 1.102 |
| Abzugrenzende Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 15 | 833 | 17 | 697 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Personen | - | 377 | - | 362 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 15 | 1.823 | 17 | 2.160 |
| Sonstige, nicht handelsbezogene Verbindlichkeiten | 1 | 198 | 1 | 158 |
| Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Personen | 2 | 50 | 1 | 45 |
| Übrige Verbindlichkeiten | - | 73 | - | 56 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2 | 321 | 1 | 260 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 17 | 2.144 | 19 | 2.419 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 154 | 456 | 176 | 535 |
Abzugrenzenden Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen
für Waren und Dienstleistungen sowie für das Anlagevermögen.
Die sonstigen, nicht handelsbezogenen Verbindlichkeiten umfassen hauptsächlich Verbindlichkeiten
gegenüber Personal und Verbindlichkeiten aus Silent Factoring.
Übrige Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen kreditorische Debitoren.
Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen vertragliche Verpflichtungen
aus bereits geleisteten Kundenzahlungen auf Prepaid-Guthaben sowie sonstige erhaltene
Anzahlungen für künftigen Leistungsbezug.
Weiterhin ist die vertragliche Verpflichtung aus der erhaltenen Zahlung von der MS
Mobile Service GmbH (Drillisch) durch den Mobile Bitstream Access Mobile Virtual Network
Operator (MBA MVNO) Vertrag enthalten.
Die vertraglichen Verpflichtungen werden gemäß der erwarteten Inanspruchnahme in die
jeweilige Fristigkeit aufgeteilt. Vertragliche Verpflichtungen aus erhaltenen Anzahlungen
auf Prepaid-Guthaben sind ausschließlich als kurzfristig eingestuft.
Die Rückstellungen werden mit folgenden Beträgen angesetzt:
| Zum 30. Juni 2019 | Zum 31. Dezember 2018 | |||
| (In Millionen EUR) | Langfristig | Kurzfristig | Langfristig | Kurzfristig |
| Pensionsverpflichtungen | 215 | - | 157 | - |
| Restrukturierung | 11 | 48 | 23 | 67 |
| Rückbau | 339 | 82 | 310 | 111 |
| Sonstige Rückstellungen | 55 | 11 | 36 | 10 |
| Rückstellungen | 619 | 140 | 526 | 188 |
Zur Erläuterung der Veränderung nachfolgender Positionen wird auf die Ertragslage
im Lagebericht verwiesen.
Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
| (In Millionen EUR) | 2019 | 2018 |
| Erbringung von Dienstleistungen | 2.966 | 2.989 |
| Übrige Umsatzerlöse | 598 | 536 |
| Umsatzerlöse | 3.564 | 3.525 |
Die Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen beinhalten Umsatzerlöse aus
Mobilfunkdienstleistungen sowie Umsatzerlöse aus Festnetz/DSL. Die übrigen Umsatzerlöse
beinhalten Erlöse aus dem Verkauf von Mobilfunk-Hardware sowie sonstige Umsatzerlöse.
Auf keinen Kunden der Telefónica Deutschland Group entfallen mehr als 10 % der gesamten
Umsatzerlöse.
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Mobilfunk und Festnetz/ DSL ist in der folgenden
Tabelle dargestellt:
| (In Millionen EUR) | 2019 | 2018 |
| Umsatzerlöse aus Mobilfunk | 3.195 | 3.127 |
| Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen | 2.599 | 2.598 |
| Umsatzerlöse aus Mobilfunk-Hardware | 596 | 529 |
| Umsatzerlöse aus Festnetz/DSL | 367 | 391 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 2 | 7 |
| Umsatzerlöse | 3.564 | 3.525 |
| (In Millionen EUR) | 2019 | 2018 |
| Sonstige Fremdleistungen | 949 | 1.087 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 48 | 49 |
| Wertberichtigung des Umlaufvermögens | 3 | 3 |
| Werbung | 124 | 123 |
| Sonstige Aufwendungen | 1.125 | 1.262 |
Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:
| (In Millionen EUR) | 2019 | 2018 |
| Sachanlagen | 442 | 433 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 502 | 505 |
| Nutzungsrechte | 270 | - |
| Abschreibungen | 1.215 | 937 |
In den nachstehenden Tabellen sind die beizulegenden Zeitwerte aller finanziellen
Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten der Telefónica Deutschland Group
gemäß den Bewertungskategorien aus IFRS 9 unter Beachtung der Anforderungen des IFRS
13 angegeben.
Für weitere Informationen wird auf den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum
31. Dezember 2018 (siehe Anhang Nr. 9 Weitere Angaben zu finanziellen Vermögenswerten
und finanziellen Verbindlichkeiten) verwiesen.
Zudem wird in den Tabellen die Kategorisierung der finanziellen Vermögenswerte und
finanziellen Verbindlichkeiten gemäß der Bedeutung der Input-Parameter angegeben,
die für ihre jeweilige Bewertung verwendet wurden. Die Prüfung erfolgt dabei sukzessive
von Stufe zu Stufe. Die erste Stufe wird vorrangig priorisiert betrachtet und die
nachfolgenden Stufen erst dann zur Bewertung herangezogen, wenn die Anforderungen
an die Inputfaktoren der ersten Stufe nicht erfüllt werden konnten. Zu diesem Zweck
werden drei Stufen bzw. Bewertungshierarchien festgelegt:
| ― |
Stufe 1: Inputfaktoren dieser Stufe sind in aktiven, für das Unternehmen am Bemessungsstichtag zugänglichen Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte (nicht berichtigte) Preise. |
| ― |
Stufe 2: Inputfaktoren der zweiten Stufe sind andere als die auf Stufe eins genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind. |
| ― |
Stufe 3: Inputfaktoren, die für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbar sind. |
| (In Millionen EUR) | Sicherungs- beziehungen (keine Bewertungs- kategorie im Sinne von IFRS 9) |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | Nicht im Anwendungs- bereich des IFRS 7 |
Summe Buchwert |
| Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (Anhang Nr. 5 d) | - |
- |
69 | - |
- |
69 |
| Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 4 | 1 | - | 52 | 71 | 128 |
| davon Derivate | 4 | - | - | - | - | 4 |
| davon Beteiligungen an Start-Up | - | 1 | - | - | - | 1 |
| davon Sonstige | - | - | - | 52 | 71 | 123 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (Anhang Nr. 5 d) | - |
- |
494 | 703 | 1 | 1.198 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1 | - | - | 11 | - | 12 |
| davon Derivate | 1 | - | - | - | - | 1 |
| davon Sonstige | - | - | - | 11 | - | 11 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - | - | - | 470 | - | 470 |
| Gesamt | 5 | 1 | 563 | 1.236 | 72 | 1.876 |
| Zum 30. Juni 2019 | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Bewertungshierarchie | ||||
| (In Millionen EUR) | Stufe 1 (originärer Marktwert) | Stufe 2 (signifikante sonstige beobachtbare Input-Parameter) | Stufe 3 (signifikante nicht beobachtbare Input-Parameter) | Summe beizulegender Zeitwert |
| Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (Anhang Nr. 5 d) | - |
69 | - |
69 |
| Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | - | 56 | 1 | 57 |
| davon Derivate | - | 4 | - | 4 |
| davon Beteiligungen an Start-Up | - | - | 1 | 1 |
| davon Sonstige | - | 52 | - | 52 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (Anhang Nr. 5 d) | - |
1.197 | - |
1.197 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | - | 12 | - | 12 |
| davon Derivate | - | 1 | - | 1 |
| davon Sonstige | - | 11 | - | 11 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - | 470 | - | 470 |
| Gesamt | - | 1.803 | 1 | 1.804 |
| (In Millionen EUR) | Sicherungs- beziehungen (keine Bewertungs- kategorie im Sinne von IFRS 9) |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | Zu fortgeführten Anschaffungs- kosten bewertete finanzielle Vermögenswerte |
Nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | Summe Buchwert |
| Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (Anhang Nr. 5 d) | - |
- |
70 | - |
- |
70 |
| Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 5 | 1 | - | 26 | 70 | 101 |
| davon Derivate | 5 | - | - | - | - | 5 |
| davon Beteiligungen an Start-Up | - | 1 | - | - | - | 1 |
| davon Sonstige | - | - | - | 26 | 70 | 96 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (Anhang Nr. 5 d) | - |
- |
682 | 618 | 1 | 1.301 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2 | - | - | 8 | - | 9 |
| davon Derivate | 2 | - | - | - | - | 2 |
| davon Sonstige | - | - | - | 8 | - | 8 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - | - | - | 751 | - | 751 |
| Gesamt | 6 | 1 | 752 | 1.402 | 72 | 2.233 |
| Zum 31. Dezember 2018 | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Bewertungshierarchie | ||||
| (In Millionen EUR) | Stufe 1 (originärer Marktwert) | Stufe 2 (signifikante sonstige beobachtbare Input-Parameter) | Stufe 3 (signifikante nicht beobachtbare Input-Parameter) | Summe beizulegender Zeitwert |
| Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (Anhang Nr. 5 d) | - |
70 | - |
70 |
| Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | - | 31 | 1 | 31 |
| davon Derivate | - | 5 | - | 5 |
| davon Beteiligungen an Start-Up | - | - | 1 | 1 |
| davon Sonstige | - | 26 | - | 26 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (Anhang Nr. 5 d) | - |
1.300 | - |
1.300 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | - | 9 | - | 9 |
| davon Derivate | - | 2 | - | 2 |
| davon Sonstige | - | 8 | - | 8 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - | 751 | - | 751 |
| Gesamt | - | 2.160 | 1 | 2.161 |
Zum 30. Juni 2019 werden 4 Mio. EUR der langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte
sowie 1 Mio. EUR der kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte in eine Sicherungsbeziehung
eingezogen. Hierbei handelt es sich um die Swapgeschäfte, die vor dem Hintergrund
der Anleiheemissionen abgeschlossen wurden.
Der beizulegende Zeitwert der langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte
wird durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit aktuellen Marktzinsen
ermittelt.
Außerdem werden 1 Mio. EUR der langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte
als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
klassifiziert. Hierbei handelt es sich überwiegend um Beteiligungen an Start-up-Unternehmen.
Diese Vermögenswerte wurden nach Stufe 3 bewertet. Die Bewertung zum beizulegenden
Zeitwert basiert auf vorliegenden Businessplänen mit zahlreichen unvorhersehbaren
Prämissen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zum Teil als erfolgsneutral zum
beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Hierbei
handelt es sich um Forderungen, die im Rahmen von Factoringtransaktionen verkauft
werden können.
Alle weiteren finanziellen Vermögenswerte zum 30. Juni 2019 wurden als zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte kategorisiert.
| Zum 30. Juni 2019 | ||||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Bewertungshierarchie | ||||||
| (In Millionen EUR) | Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | Nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | Summe Buchwert | Stufe 1 (originärer Marktwert) | Stufe 2 (signifikante sonstige beobachtbare Input-Parameter) | Stufe 3 (signifikante nichtbeobachtbare Input-Parameter) |
| Langfristige verzinsliche Schulden (Anhang Nr. 5 f) | 2.195 | - | 2.195 | 1.152 | 1.131 | - |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten (Anhang Nr. 5 g) | 2.126 | - | 2.126 | - | 2.126 | - |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
(Anhang Nr. 5 h) |
17 | 1 | 17 | - |
17 | - |
| Kurzfristige verzinsliche Schulden (Anhang Nr. 5 f) | 435 | - | 435 | - | 435 | - |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten (Anhang Nr. 5 g) | 468 | - | 468 | - | 468 | - |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (Anhang Nr. 5 h) | 2.107 | 36 | 2.144 | - | 2.107 | - |
| Gesamt | 7.348 | 37 | 7.385 | 1.152 | 6.284 | - |
| Zum 30. Juni 2019 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |
| (In Millionen EUR) | Summe beizulegender Zeitwert |
| Langfristige verzinsliche Schulden (Anhang Nr. 5 f) | 2.283 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten (Anhang Nr. 5 g) | 2.126 |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
(Anhang Nr. 5 h) |
17 |
| Kurzfristige verzinsliche Schulden (Anhang Nr. 5 f) | 435 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten (Anhang Nr. 5 g) | 468 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (Anhang Nr. 5 h) | 2.107 |
| Gesamt | 7.436 |
| Zum 31. Dezember 2018 Finanzielle Verbindlichkeiten* | ||||||
| Bewertungshierarchie | ||||||
| (In Millionen EUR) | Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | Nicht im Anwendungsbereich des IFRS7 | Summe Buchwert | Stufe 1 (originärer Marktwert) | Stufe 2 (signifikante sonstige beobachtbare Input-Parameter) | Stufe 3 (signifikante nichtbeobachtbare Input-Parameter) |
| Langfristige verzinsliche Schulden (Anhang Nr. 5 f) | 1.981 | - | 1.981 | 1.130 | 884 | - |
| Finanzierungsleasing | 22 | - | 22 | - | 22 | - |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (Anhang Nr. 5 f) | 17 | 1 | 18 | - | 17 | - |
| Kurzfristige verzinsliche Schulden (Anhang Nr. 5 f) | 137 | - | 137 | - | 137 | - |
| Finanzierungsleasing | 8 | - | 8 | - | 8 | - |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (Anhang Nr. 5 f) | 2.376 | 43 | 2.419 | - | 2.376 | - |
| Gesamt | 4.542 | 44 | 4.586 | 1.130 | 3.445 | - |
| Zum 31. Dezember 2018 Finanzielle Verbindlichkeiten* | |
| (In Millionen EUR) | Summe beizulegender Zeitwert |
| Langfristige verzinsliche Schulden (Anhang Nr. 5 f) | 2.014 |
| Finanzierungsleasing | 22 |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (Anhang Nr. 5 f) | 17 |
| Kurzfristige verzinsliche Schulden (Anhang Nr. 5 f) | 137 |
| Finanzierungsleasing | 8 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (Anhang Nr. 5 f) | 2.376 |
| Gesamt | 4.575 |
*
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde die Darstellung des Vorjahres angepasst.
Zum 30. Juni 2019 werden 154 Mio. EUR der langfristigen verzinslichen Schulden in
eine Sicherungsbeziehung einbezogen. Hierbei handelt es sich um einen Anteil der Anleihen,
die mit je einem Zinsswap als Fair Value Hedge bilanziert werden.
Für den beizulegenden Zeitwert der Anleihen (lang- und kurzfristige verzinsliche Schulden)
wird der originäre Marktwert (nicht modifizierter Preis des aktiven Marktes, Stufe
1) als Bewertungsmaßstab herangezogen. Der beizulegende Zeitwert der übrigen langfristigen
verzinslichen Schulden wird durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit
aktuellen Marktzinsen ermittelt.
Neben den Anleihen enthalten die lang- und kurzfristigen verzinslichen Schulden zum
30. Juni 2019 Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen mit einem Nominalwert
in Höhe von insgesamt 835 Mio. EUR, ein Darlehen der Europäischen Investitionsbank
(EIB) in Höhe von 450 Mio. EUR und kurzfristige Inanspruchnahmen von Kreditlinien
i.H.v. 230 Mio. EUR.
Die Telefónica Deutschland Group ist im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs an verschiedenen
gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren beteiligt. Mögliche Auswirkungen sind
von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Für weitere Informationen wird auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 (siehe
Anhang Nr. 17 Eventualvermögenswerte und -verbindlichkeiten) verwiesen.
Die Telefónica Deutschland Group hat am 31. Juli 2019 mit Wirkung zum 12. September
2019 mit der Telfin Ireland DAC., einer Finanzierungsgesellschaft der Telefónica S.A.
Group, eine bilaterale revolvierende Kreditlinie in Höhe von 700 Mio. EUR abgeschlossen.
Die Kreditlinie dient der Finanzierung des Kaufpreises aus der Spektrum Auktion und
hat eine Laufzeit von drei Jahren.
Telefónica Deutschland hat am 24. Juli 2019 bekannt gegeben, dass Mallik Rao (Yelamate
Mallikarjuna Rao) Mitte Oktober 2019 Cayetano Carbajo Martin als Chief Technology
Officer (CTO) nachfolgen soll.
Die EU Kommission hat mit Entscheidung vom 18. Juli 2019 die geplante Übernahme der
Geschäftstätigkeit von Liberty Global in Deutschland, Tschechien, Ungarn und Rumänien
durch Vodafone genehmigt. Dies umfasst insbesondere den Betrieb der Kabelnetze von
Liberty Global in diesen Ländern. Weil die EU Kommission insbesondere für Deutschland
wettbewerbliche Bedenken geäußert hat, ist die Genehmigung an die vollständige Umsetzung
eines von Vodafone vorgelegten Pakets von Verpflichtungszusagen geknüpft. Teil dieser
Verpflichtungszusagen ist auch die zwischen Telefónica Deutschland und Vodafone geschlossene
Vereinbarung über einen Vorleistungszugang zum Kabelnetz der Vodafone und der Unitymedia
in Deutschland. Damit ist diese Vereinbarung durch die Genehmigung der EU Kommission
ebenfalls freigegeben und wirksam geworden.
Anderweitige berichtspflichtige Ereignisse nach dem Abschluss des Berichtszeitraums
haben sich nicht ergeben.
München, 6. August 2019
Telefónica Deutschland Holding AG
Der Vorstand
| Markus Haas | Markus Rolle |
| Valentina Daiber | Guido Eidmann |
| Nicole Gerhardt | Alfons Lösing |
| Cayetano Carbajo Martin | Wolfgang Metze |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im verkürzten
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses
und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben
sind.
München, 6. August 2019
Telefónica Deutschland Holding AG
Der Vorstand
| Markus Haas | Markus Rolle |
| Valentina Daiber | Guido Eidmann |
| Nicole Gerhardt | Alfons Lösing |
| Cayetano Carbajo Martin | Wolfgang Metze |
An die Telefónica Deutschland Holding AG, München
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngewinn-
und Verlustrechnung und Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzernkapitalflussrechnung,
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben
- und den Konzernzwischenlagebericht der Telefónica Deutschland Holding AG für den
Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis 30. Juni 2019, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts
nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung
des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten
Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review
of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity"
(ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.
München, 6. August 2019
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Stefano Mulas | ppa. Gabor Krüpl |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Das Glossar umfasst auch die im Konzernzwischenlagebericht verwendeten Abkürzungen.
| ARPU | Average Revenue per User (durchschnittlicher Umsatz pro Kunde) |
| BNetzA | Bundesnetzagentur |
| CapEx | Capital Expenditure: Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne Investitionen in Mobilfunkfrequenzlizenzen, Unternehmenszusammenschlüsse und Finanzierungsleasingverhältnisse |
| CapEx/Sales-Ratio | Investitionsquote - gibt den prozentualen Anteil der Investitionen an den Umsatzerlösen wider |
| Churn | Kundenabwanderung |
| DSL | Digital Subscriber Line: Technologie, mit der Daten in der Teilnehmeranschlussleitung an die Endverbraucher übertragen werden |
| EIB | Europäische Investitionsbank |
| EU | Europäische Union |
| Euribor | Euro Interbank Offered Rate |
| GHz | Gigahertz |
| Handset | Mobilfunkgerät |
| IAS | International Accounting Standards, |
| IASB | International Accounting Standards Board |
| IFRS | International Financial Reporting Standards |
| ISIN | International Securities Identification Number (Internationale Wertpapierkennnummer) |
| IT | Information Technology |
| KPI | Key Performance Indicator |
| KPN | Koninklijke KPN N.V., Den Haag, Niederlande |
| LTE | Long Term Evolution: Weiterentwicklung des Mobilfunkstandards UMTS/HSPA |
| M2M | Machine-to-Machine-Kommunikation: Automatischer Informationsaustausch zwischen Geräten |
| MBA | Mobile Bitstream Access |
| MHz | Megahertz |
| MSR | Mobile service revenue (Umsatzerlöse aus Mobilfunkdienstleistungen) |
| MTR | Mobile network termination rates (Mobilfunkterminierungsentgelte) |
| MVNO | Mobile Virtual Network Operator: Virtueller Netzbetreiber |
| O2 (Europe) Limited | O2 (Europe) Limited, Slough, Vereinigtes Königreich |
| OIBDA | Operating Income before Depreciation and Amortization (Betriebsergebnis vor Abschreibungen) |
| OTT | Over The Top - IP-basierte und plattformunabhängige Dienste und Anwendungen (Whats app, Facebook, etc.) |
| Prepaid/Postpaid | Im Gegensatz zu Postpaid-Verträgen wird bei Prepaid-Verträgen das Guthaben ohne feste Vertragsbindung im Voraus erworben |
| Roaming | Der Gebrauch eines Geräts oder einer Kundenidentität in einem fremden oder anderen als dem Heimnetzwerk |
| Spektrum | Frequenznutzungsrechte bzw. Mobilfunklizenzen |
| Telefónica Deutschland | Telefónica Deutschland Holding AG, München |
| Telefónica, S.A. | Telefónica S.A., Madrid, Spanien |
| Telefónica Deutschland Group | Die in den Konzernabschluss der Telefónica Deutschland einbezogenen Unternehmen |
| ULL | Unbundled Local Loop: Überbrückt die Distanz zwischen Lokalaustausch und der Endstelle in den Örtlichkeiten des Kunden. Es ist auch unter dem Namen "last mile" bekannt |
| VDSL | Very High Data Rate Digital Subscriber Line - DSL-Technik mit wesentlich höheren Datenübertragungsraten (siehe auch DSL) |
| Wholesale | Der Verkauf von Services an dritte Parteien, die diese an ihre eigenen Endkunden entweder direkt oder nach weiterer Bearbeitung verkaufen |
Herausgeber
Telefónica Deutschland Holding AG
Georg-Brauchle-Ring 50
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