Bijou Brigitte modische Accessoires AktiengesellschaftHamburgHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 30.06.2024ÜBERBLICKUmsatz: 151,5 Mio. EUR
EBT: 6,5 Mio. EUR
Filialnetz: 895 Filialen
Prognose für das Geschäftsjahr 2024
aktualisiert (Seite 10)
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei
Personenbezeichnungen und personenbezogenen
Hauptwörtern in diesem Text die männliche Form
verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der
Gleichbehandlung grundsätzlich für alle
Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat lediglich
redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung.
KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHTGRUNDLAGEN DES KONZERNSEs sind keine wesentlichen Änderungen bei den
Grundlagen des Konzerns im Vergleich zur
Konzernlageberichterstattung zum 31. Dezember 2023
eingetreten.
WIRTSCHAFTSBERICHTGesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDie Weltwirtschaft expandierte zu Jahresbeginn nur
moderat. Sowohl die weltweite Nachfrage nach
Konsumgütern als auch die Investitionsbereitschaft der
Unternehmen waren weiterhin verhalten. Die Rohstoffpreise
zogen seit Jahresbeginn merklich an. Dabei dürfte die
Sorge über weitere Eskalationen der Kriege im Nahen
Osten und in der Ukraine eine zentrale Rolle gespielt
haben. Die anhaltende Störung der Transportwege durch
den Suez- und den Panamakanal trug zur Verteuerung von
Nahrungsmitteln und Industrierohstoffen bei. Der
Rohölpreis gab jedoch bereits im Frühjahr wieder
deutlich nach. Auch globale Lieferkettenprobleme sind trotz
der Beeinträchtigung der Handelswege bisher
ausgeblieben.
1
Im Euroraum belebte sich die Konjunktur im ersten
Quartal spürbar. Die Konsumausgaben der privaten
Haushalte legten allerdings nur wenig zu. Dagegen nahmen
die Exporte etwas an Fahrt auf und auch die
Industrieproduktion stieg zuletzt wieder an. Die
Arbeitsmarktsituation ist nach wie vor günstig und die
Realeinkommen stiegen seit Herbst merklich. Die Inflation
ist in den vergangenen Monaten deutlich zurückgegangen
und lag im Frühjahr bei etwa 2,5 %. Die
Abschwächung der Teuerung hat sich in der Tendenz
jedoch seit Jahresbeginn verlangsamt. Der Preisauftrieb
kommt dabei mittlerweile überwiegend aus dem
Dienstleistungsbereich.
2
Die deutsche Wirtschaft arbeitet sich langsam aus der
Krise und konnte in den ersten drei Monaten des laufenden
Jahres um 0,2 % zulegen. Dazu hat vor allem das Baugewerbe
beigetragen, aber auch das Verarbeitende Gewerbe, der
Handel und einige Dienstleistungsbereiche. Einem
stärkeren Anstieg stand allerdings eine zu geringe
Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen entgegen. Die
Unternehmensinvestitionen gingen zu Jahresbeginn
zurück, ebenso der private Konsum. Der Rückgang
beim privaten Konsum überraschte, da insbesondere die
Löhne zu Jahresbeginn mit außergewöhnlich
kräftigen Raten zulegten. Gleichzeitig stieg auch die
Sparquote. Die Inflationsrate setzte ihren Rückgang
fort und lag im März nur noch knapp über 2 %.
3
1 Ifo Institut: ifo Konjunkturprognose Sommer
2024, Juni 2024
BranchenentwicklungInsgesamt ist die Entwicklung im Einzelhandel stark von
Branchen- und Unternehmenskonjunkturen gekennzeichnet. Der
private Konsum zeigte sich Anfang 2024 unerwartet schwach.
Entsprechend konnte der Einzelhandel seine Umsätze im
ersten Jahresdrittel nominal nur um 2,3 % im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum steigern, real entspricht das einem
Zuwachs von 0,1 %. Insbesondere die Entwicklung im
Nicht-Lebensmittelhandel verlief schwach. Die schwache
Umsatzentwicklung schlägt dabei auch auf die Gewinne
durch. Sorgen bereiten immer noch die seit mehreren Jahren
rückläufigen Kundenfrequenzen. Auch der
Onlinehandel, mit dem sich viele Händler in den
letzten Jahren neue Kundengruppen und zusätzliche
Umsätze erschlossen haben, ist kein Selbstläufer
mehr. Die Prognosen der Online-Umsätze sind meist eher
stabil oder gar schrumpfend.
4
Im zweiten Quartal 2024 konnte der Onlinehandel mit
Waren ein kleines Umsatzplus von nominal 0,2 Prozent im
Vorjahresvergleich verbuchen. Es ist das erste
Marktwachstum seit zwei Jahren und könnte die
Anfänge einer Normalisierung am Markt markieren. Dabei
wird aktuell die gesamte Erholung im E-Commerce von
Marktplätzen getragen. Auf die gesamte erste
Jahreshälfte gerechnet, liegen die Umsätze jedoch
weiter um nominal 1,2 % unter dem Vorjahreswert.
5
4 Handelsverband Deutschland (HDE):
Konjunkturinfo, Juli 2024
Geschäftsverlauf und LageGeschäftsentwicklung des GesamtkonzernsTrotz gedämpfter Konsumstimmung in den ersten sechs
Monaten dieses Jahres entwickelten sich die Umsätze in
den Bijou Brigitte-Filialen im ersten Halbjahr 2024
verhalten positiv. In der Berichtsperiode stieg der
Konzernumsatz von 148,8 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum um
1,8 % auf 151,5 Mio. EUR.
Geschäftsentwicklung der SegmenteDie Umsätze in den einzelnen Segmenten des Konzerns
entwickelten sich im ersten Halbjahr 2024 heterogen. Der
Umsatz im deutschen Segment stieg von 76,7 Mio. EUR um 3,3
% auf 79,2 Mio. EUR. Im spanischen Segment fiel der Umsatz
von 17,0 Mio. EUR um 4,1 % auf 16,3 Mio. EUR. Italien lag
mit einem Umsatz von 14,9 Mio. EUR auf Vorjahresniveau
(Vorjahr: 14,9 Mio. EUR; +0,6 %). Portugal fiel mit einem
Umsatz von 3,2 Mio. EUR 11,2 % unter den Vorjahreswert von
3,6 Mio. EUR. Der Umsatz im französischen Segment
erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von
11,7 Mio. EUR um 7,1 % auf 12,5 Mio. EUR. Das Segment
"Übrige Länder" erzielte einen Umsatz von 25,3
Mio. EUR nach 24,9 Mio. EUR im Vorjahr (+1,4 %).
Veränderungen im FilialnetzZum 30. Juni 2024 umfasste das Standortnetz des Bijou
Brigitte-Konzerns 895 Filialen (31. Dezember 2023: 897). Im
ersten Halbjahr wurden acht Filialen eröffnet und zehn
Filialen geschlossen. Die Schließungen erfolgten
hauptsächlich in Deutschland und Spanien. Im ersten
Halbjahr 2024 wurden insgesamt 34 Filialen renoviert und
weitere 94 Filialen optimiert. Vier Filialen wurden an
einen neuen Standort verlegt.
Zum Berichtsstichtag 30. Juni 2024 umfasste das
Concessions-Standortnetz 572 Verkaufsflächen (31.
Dezember 2023: 537). Es wurden 62 neue Flächen
eröffnet und 27 Standorte geschlossen.
VermögenslageDie langfristigen Vermögenswerte blieben mit 164,2
Mio. EUR in der Berichtsperiode annähernd auf
Vorjahresniveau (Stand 31. Dezember 2023: 164,4 Mio. EUR).
Die Vorräte sanken von 80,4 Mio. EUR (31. Dezember
2023) auf 76,8 Mio. EUR. Dies ist hauptsächlich auf
die Normalisierung des Vorratsniveaus entsprechend des
während der Pandemie verkleinerten Filialnetzes sowie
auf Anpassungen des Sortiments zurückzuführen.
Das kurzfristige Vermögen (ohne liquide Mittel)
verringerte sich von 173,7 Mio. EUR am 31. Dezember 2023 um
14,3 % auf 148,9 Mio. EUR. Dies ist in erster Linie auf
gesunkene sonstige finanzielle Vermögenswerte aufgrund
von beendeten kurzfristigen Finanzanlagen
zurückzuführen.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
(liquide Mittel) stiegen von 69,4 Mio. EUR (31. Dezember
2023) um 35,2 % auf 93,7 Mio. EUR zum Ende der
Berichtsperiode. Hauptursache für diesen Anstieg sind
die beendeten kurzfristigen Finanzanlagen.
Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2024 blieb mit 406,9 Mio.
EUR annähernd auf dem Niveau des Vorjahres (31.
Dezember 2023: 407,4 Mio. EUR). Das Eigenkapital des
Konzerns betrug zum 30. Juni 2024 243,3 Mio. EUR nach 239,6
Mio. EUR zum 31. Dezember 2023. Dies entspricht einer
Eigenkapitalquote von 61,0 % bezogen auf die Bilanzsumme
(31. Dezember 2023: 58,8 %).
Die langfristigen Schulden per 30. Juni 2024 gingen
leicht auf 94,7 Mio. EUR zurück nach 96,2 Mio. EUR per
31. Dezember 2023.
FinanzlageDer Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
stieg zum Berichtsstichtag von 23,6 Mio. EUR (30. Juni
2023) auf 27,4 Mio. EUR. Diese positive Entwicklung trotz
des Konzernergebnisrückganges ist insbesondere auf die
Minderung der Vorräte und der Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.
Der Cashflow bezogen auf die Investitionstätigkeit
belief sich auf 15,5 Mio. EUR nach 15,1 Mio. EUR (30. Juni
2023). Grund hierfür sind die höheren
Investitionen in Sachanlagen bei gleichzeitiger Minderung
der Finanzmittelanlagen, insbesondere der Wertpapiere.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im
ersten Halbjahr 2024 -19,4 Mio. EUR (Vorjahr: -58,1 Mio.
EUR). Diese Veränderung ergibt sich hauptsächlich
aus der Dividendenzahlung, die erst in zweiten Halbjahr
2024 stattgefunden hat.
Der Konzern ist kein Darlehensnehmer, weder bei Banken
noch bei anderen Kreditinstituten.
Kontokorrent-Kreditlinien bestehen weiterhin in gleicher
Höhe wie zum Jahresabschluss 2023 und wurden im ersten
Halbjahr 2024 nicht beansprucht.
ErtragslageVor allem gestiegene Personalkosten sowie höhere
Ausgaben für Werbung und Filialrenovierungen haben
dazu geführt, dass der Konzerngewinn vor
Ertragssteuern von 10,3 Mio. EUR im Vorjahr um 3,8 Mio. EUR
auf 6,5 Mio. EUR gefallen ist. Zudem haben
inflationsbedingt höhere Aufwendungen in nahezu allen
Positionen, die infolge der Inflationsentwicklung der
letzten zwei Jahre erst in diesem Jahr voll wirksam wurden,
das Konzernergebnis im ersten Halbjahr 2024
maßgeblich beeinflusst. Dennoch konnte Bijou Brigitte
mit einem deutlich verkleinerten Filialnetz den Umsatz im
Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 steigern und nahezu das
Ergebnisniveau vor Steuern von 2019 erreichen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von 1,9
Mio. EUR auf 2,8 Mio. EUR. Diese Entwicklung ist
hauptsächlich auf höhere Erträge aus
Wechselkursdifferenzen sowie auf die Auflösung von
Rückstellungen und Verbindlichkeiten
zurückzuführen.
Der Materialaufwand lag im ersten Halbjahr 2024 bei 22,0
% vom Umsatz und damit annähernd auf dem Niveau des
Vorjahres (22,1 %).
In der Berichtsperiode stieg der Personalaufwand von
43,1 Mio. EUR um 6,8 % auf 46,0 Mio. EUR. Dies ist
vorwiegend durch allgemeine Tariferhöhungen und
notwendige Lohnanpassungen zu erklären. Die Anzahl der
Mitarbeiter des Bijou Brigitte-Konzerns- umgerechnet auf
Vollzeitkräfte - erhöhte sich leicht von 2.353
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Stichtag 31. Dezember
2023 auf 2.397 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum 30.
Juni 2024.
Die Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte
und Abschreibungen auf Sachanlagen und Nutzungsrechte
beliefen sich im ersten Halbjahr 2024 auf 25,8 Mio. EUR
nach 23,9 Mio. EUR im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Hauptgrund für diese Steigerung sind sowohl
erhöhte Abschreibungen auf die Nutzungsrechte durch
Mietvertragsänderungen als auch
außerplanmäßige Abschreibungen für
Filialen mit negativen Deckungsbeiträgen.
Der Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen"
erhöhte sich im ersten Halbjahr 2024 von 38,9 Mio. EUR
(1. Halbjahr 2023) um 6,5 % auf 41,4 Mio. EUR. Gründe
hierfür sind hauptsächlich eine höhere
Umsatzprovision, die Mehraufwendungen für Marketing
und Werbung sowie allgemeine Preissteigerungen aufgrund der
Teuerung in allen Dienstleistungsbereichen.
Aufgrund von gestiegenen Zinserträgen verbesserte
sich das Finanzergebnis auf -1,5 Mio. EUR nach -1,9 Mio.
EUR im Vorjahr. Das Konzernergebnis nach Ertragsteuern
betrug im ersten Halbjahr 2024 3,6 Mio. EUR nach 7,0 Mio.
EUR im Vorjahr.
Gesamtaussage des Vorstands zur wirtschaftlichen Lage des Bijou Brigitte-KonzernsMit einem berichteten Wert von 151,5 Mio. EUR
verzeichnete der Konzern insgesamt einen Umsatzanstieg um
1,8 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (30. Juni 2023:
148,8 Mio. EUR). Dabei entwickelten sich die Umsätze
in den verschiedenen Segmenten des Konzerns im ersten
Halbjahr 2024 teilweise unterschiedlich.
Die ersten sechs Monate des laufenden
Geschäftsjahres waren maßgeblich von massiven
Kostensteigerungen geprägt. Gleichwohl ist es Bijou
Brigitte gelungen, mit einer deutlich verringerten Anzahl
von Filialen den Umsatz des Vor-Corona-Jahres 2019 zu
übertreffen und das Ergebnisniveau vor Steuern von
2019 annähernd zu erreichen.
Insgesamt wird der Fokus in der zweiten Hälfte des
Geschäftsjahres 2024 darauf liegen, die
Omnichannel-Aktivitäten und die Markenstärke von
Bijou Brigitte weiter auszubauen, um das Umsatzwachstum
weiter voranzutreiben. Dazu gehört der Ausbau der
Social-Media-Aktivitäten genauso wie die qualitative
Expansion des Filialnetzes sowie die Erweiterung des
Concessions- und Franchisegeschäftes.
Bijou Brigitte setzt weiterhin alles daran,
Kostensteigerungen soweit wie möglich
einzudämmen. Auch der Fachkräftemangel im
Einzelhandel bleibt im weiteren Jahresverlauf eine
große Herausforderung. Darüber hinaus wird die
Entwicklung der Verbraucherstimmung in Abhängigkeit
von der Inflation und den geopolitischen Entwicklungen ein
wesentlicher Faktor für die Geschäftsentwicklung
im laufenden Jahr sein.
Der Vorstand von Bijou Brigitte beurteilt die Lage des
Konzerns weiterhin als stabil und erwartet keine
Gefährdung der Unternehmensfortführung.
CHANCEN- UND RISIKOBERICHTBijou Brigitte hat die grundlegenden angewandten
Methoden des Risikomanagements auf den Seiten 42 ff. im
Geschäftsbericht 2023 dargelegt. Diese gelten
unverändert auch im laufenden Geschäftsjahr 2024.
Gesamtaussage des VorstandsDer Bijou Brigitte-Konzern überwacht auch im
Geschäftsjahr 2024 das gesamtwirtschaftliche Umfeld,
die Entwicklung der Einzelhandelsbranche sowie die
unternehmensinternen Prozesse kontinuierlich. Das
systematische Risikomanagement sorgt mit seinen
strukturierten Prozessen für eine effiziente Steuerung
der Gesamtrisiken im Konzern, um Chancen und Risiken
frühzeitig zu identifizieren, zu analysieren und
entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
Im Berichtszeitraum hat der Konzern neben den im
Geschäftsbericht 2023 dargestellten Risiken und
Chancen keine weiteren wesentlichen Risiken und Chancen
identifiziert. Das bisherige wesentliche Risiko steigender
Beschaffungskosten für Nicht-Handelsware ist aufgrund
der aktuellen Preisentwicklungen derzeit nicht relevant und
somit entfallen. Die im Geschäftsbericht 2023
enthaltenen Aussagen zu Risiken und Chancen behalten daher
ihre Gültigkeit. Liquidität und Eigenkapital des
Unternehmens sind in ausreichender Höhe vorhanden, um
die Risikotragfähigkeit zu gewährleisten. Zum
gegenwärtigen Zeitpunkt wurden keine Risiken
identifiziert, die entweder einzeln oder in Verbindung mit
anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens
gefährden könnten.
PROGNOSEBERICHTVoraussichtliche Entwicklung der wirtschaftlichen RahmenbedingungenDie Weltkonjunktur dürfte sich im Verlauf des
Jahres 2024 beleben. Die rückläufige Inflation in
den Industrieländern und steigende Realeinkommen
stützen die Konsumnachfrage. Der weltweite Handel mit
Waren und die globale Industrieproduktion dürften sich
insbesondere ab der zweiten Jahreshälfte weiter
erholen. Dazu trägt auch eine allmähliche
Belebung der Investitionen bei, die von der Lockerung der
Geldpolitik in den Industrieländern unterstützt
wird. Alles in allem dürfte die globale
gesamtwirtschaftliche Produktion sowohl in diesem als auch
im nächsten Jahr um jeweils 2,5 % zulegen. Der
Welthandel dürfte im laufenden Jahr um etwa 1,5 % und
im kommenden Jahr um knapp 3,0 % steigen.
6
Im Euroraum dürfte die Konjunktur im Sommerhalbjahr
deutlich an Fahrt aufnehmen. Dazu tragen einerseits
steigende Realeinkommen bei. Andererseits wird die
Nachfrage von der Lockerung der Geldpolitik und dem Anstieg
des Welthandels gestützt. Insgesamt wird die
gesamtwirtschaftliche Produktion im Euroraum im Jahr 2024
nur um knapp 1,0 % zulegen. Im Jahr 2025 dürfte sich
die anziehende Konjunkturdynamik in einer Erhöhung von
knapp 2,0 % niederschlagen. Es ist zu erwarten, dass die
Inflation bereits zum Jahresende 2024 unter 2,0 % sinkt. Im
Jahresdurchschnitt 2025 dürfte sie weiter auf 1,6 %
zurückgehen.
7
Für die deutsche Wirtschaft sind die Weichen im
weiteren Jahresverlauf tendenziell auf Erholung gestellt.
Die Stimmung unter den Unternehmen hat sich seit
Jahresbeginn aufgehellt. Die gesamtwirtschaftliche Erholung
im Zuge der Normalisierung der Konsumkonjunktur wird an
Tempo gewinnen. Die Kaufkraft der privaten Haushalte
dürfte weiter zulegen und die Nachfrage nach Waren und
Dienstleistungen wird sich allmählich erholen. Alles
in allem könnte das preisbereinigte
Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,4 % und im Jahr
2025 um 1,5 % ansteigen. Die Inflationsrate dürfte auf
2,2 % im Jahr 2024 und auf 1,7 % im Jahr 2025
zurückgehen.
8
Der Ausblick auf die zweite Jahreshälfte fällt
bei vielen Handelsunternehmen recht trüb aus. Für
den deutschen Einzelhandel ist derzeit nicht mit
Rückenwind durch einen lebhaften privaten Konsum zu
rechnen. Der Arbeitsmarkt zeigt sich zwar weiter robust und
die Inflation lässt nach, die Preise bleiben aber auf
einem hohen Niveau. Trotz steigender Realeinkommen bleibt
eine hohe Unsicherheit bei Verbrauchern und Unternehmen.
Auch die Sparquote bleibt weiterhin hoch. Im Ergebnis
rechnet der Einzelhandel für 2024 damit, dass die
Umsätze um nominal 3,5 % über Vorjahr liegen,
preisbereinigt um 1,0 %.9 Der Handelsverband Deutschland
geht davon aus, dass der Onlinehandel in diesem Jahr
nominal um 3,4 % wachsen wird. Das entspricht einem realen
Zuwachs von 1,4 %.
10
6 Ifo Institut: ifo Konjunkturprognose Sommer
2024, Juni 2024
Ausblick für den Bijou Brigitte-KonzernZwischen dem Ende des ersten Halbjahres 2024 und der
Erstellung dieses Berichts gab es keine weiteren
wesentlichen gesamtwirtschaftlichen, sozialpolitischen,
branchenbezogenen oder unternehmensspezifischen
Veränderungen, die sich nach den Erwartungen des
Managements maßgeblich auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken
könnten.
Die Prognose zum zukünftigen Geschäftsverlauf
von Bijou Brigitte für das aktuelle Geschäftsjahr
unterliegt weiterhin hohen Unsicherheiten. Die
wirtschaftlichen Folgen für die Entwicklung der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im
laufenden Geschäftsjahr 2024 sind daher nur schwer
quantifizierbar. Die weitere Entwicklung des
Geschäftsverlaufs des Bijou Brigitte-Konzerns im
Geschäftsjahr 2024 wird in hohem Maße von der
Kostenentwicklung geprägt sein. Gleichzeitig wird die
Inflations- und Kaufkraftentwicklung Einfluss auf die
Umsatzdynamik nehmen.
Unter der Annahme, dass es im weiteren Jahresverlauf zu
keinen weiteren größeren wirtschaftlichen oder
geopolitischen Verwerfungen kommt, der allgemeine
Preisanstieg im Jahresverlauf weiter abnimmt und sich die
Konsumentenstimmung nicht eintrübt, bleibt die
Prognose für das Geschäftsjahr 2024 aus dem
Geschäftsbericht 2023 grundsätzlich bestehen.
Demnach könnte der Umsatz des Bijou Brigitte-Konzerns
im Geschäftsjahr 2024 zwischen 330,0 Mio. EUR und
350,0 Mio. EUR betragen (Geschäftsjahr 2023: 327,9
Mio. EUR). Das Konzernergebnis vor Ertragsteuern
könnte zwischen 32,0 Mio. EUR und 42,0 Mio. EUR liegen
(Geschäftsjahr 2023: 36,0 Mio. EUR). Für das
Vorratsvermögen zum Stichtag 31. Dezember 2024 wird
ein Betrag zwischen 75,0 Mio. EUR und 85,0 Mio. EUR
prognostiziert (31. Dezember 2023: 80,4 Mio. EUR). Unter
der Annahme, dass die kurzfristigen und langfristigen
Schulden über dem Vorjahresniveau liegen und ohne
Berücksichtigung des am 28.08.2024 gestarteten
Aktienrückkaufprogramms rechnet der Konzern für
das Jahr 2024 mit einer Eigenkapitalquote zwischen 58,0 %
und 62,0 % (2023: 58,8 %). Das Investitionsvolumen im
Geschäftsjahr 2024 könnte zwischen 12,0 Mio. EUR
und 18,0 Mio. EUR (2023: 13,1 Mio. EUR) betragen. Die
Anzahl der Filialen im Bijou Brigitte-Konzern wird zum
Jahresende 2024 voraussichtlich leicht über dem
Vorjahresniveau liegen (31. Dezember 2023: 897 Filialen).
Hamburg, im September 2024
Bijou Brigitte modische Accessoires AG
Der Vorstand
Konzernbilanz zum 30. Juni 2024AKTIVAscrollen
PASSIVAscrollen
Konzern-Gewinn-
und -Verlustrechnung
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| 1. Halbjahr 2024 | 1. Halbjahr 2023 | |
| EUR | EUR | |
| 1. Umsatzerlöse | 151.498.667,80 | 148.810.214,44 |
| 2. Andere aktivierte Eigenleistungen | 291.834,63 | 237.422,81 |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 2.813.591,48 | 1.923.501,63 |
| 4. Materialaufwand | -33.396.498,08 | -32.930.386,04 * |
| 5. Personalaufwand | -46.005.337,79 | -43.070.833,32 |
| 6. Wertminderungen auf
immaterielle Vermögenswerte sowie Abschreibungen
auf
Sachanlagen und Nutzungsrechte |
-25.760.023,59 | -23.922.703,65 |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -41.405.951,97 | -38.895.300,34 |
| 8. Betriebsergebnis | 8.036.282,48 | 12.151.915,53 * |
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -3.574.710,68 | -3.231.459,64 |
| 10. Zinserträge | 2.047.378,72 | 1.369.061,91 |
| 11. Finanzergebnis | -1.527.331,96 | -1.862.397,73 |
| 12. Ergebnis vor Steuern (EBT) | 6.508.950,52 | 10.289.517,80 * |
| 13. Ertragsteuern | -2.934.071,85 | -3.327.435,86 * |
| 14. Konzernergebnis nach Steuern | 3.574.878,67 | 6.962.081,94 * |
| Zurechnung des Überschusses an die Aktionäre des Mutterunternehmens | 3.574.878,67 | 6.962.081,94 * |
| Ergebnis je Aktie: | ||
| Unverwässert | 0,46 | 0,90 * |
| Verwässert | 0,46 | 0,90 * |
| 1. Halbjahr 2024 | 1. Halbjahr 2023 | |
| EUR | EUR | |
| Konzernergebnis | 3.574.878,67 | 6.962.081,94 * |
| Beträge, die künftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können | ||
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 65.527,84 | 793.852,54 |
| Sonstiges Ergebnis | 65.527,84 | 793.852,54 * |
| Gesamtkonzernergebnis | 3.640.406,51 | 7.755.934,48 * |
| Vom Gesamtergebnis entfallen auf die Aktionäre des Mutterunternehmens | 3.640.406,51 | 7.755.934,48 * |
| 1. Halbjahr 2024 | 1. Halbjahr 2023 | |
| TEUR | TEUR | |
| 1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | ||
| Konzernergebnis nach Steuern | 3.574.878,67 | 6.962.081,94 * |
| Ertragsteueraufwand (+) / -ertrag (-) | 2.934.071,85 | 3.327.435,86 * |
| Wertminderungen und Abschreibungen auf das Anlagevermögen (+) | 5.186.349,87 | 4.753.826,78 |
| Wertminderungen und Abschreibungen auf die Nutzungsrechte (+) | 20.573.673,72 | 19.168.876,87 |
| Finanzergebnis | 1.527.331,96 | 1.862.397,73 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -832.577,91 | 83.806,56 |
| Gezahlte Ertragsteuern (-) / erhaltene Ertragsteuern (+) | -6.353.293,28 | -6.570.963,74 |
| Einzahlungen aus Zinsen (+) | 1.961.031,03 | 1.304.797,44 |
| Auszahlungen von Zinsen (-) | -3.398.524,46 | -3.021.362,77 |
| Ergebnis aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | 325.125,58 | 26.471,54 |
| Veränderung der Rückstellungen | -66.064,94 | -93.062,65 |
| Veränderung der
Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie
anderer Vermögenswerte |
3.566.929,29 | -2.749.079,62 * |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Schulden | -1.574.813,03 | -1.498.724,45 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 27.424.118,35 | 23.556.501,49 |
| 2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit | ||
| Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten sowie Sachanlagen | 73.376,30 | 106.802,44 |
| Auszahlungen (-) für Investitionen in Sachanlagen | -6.296.582,75 | -5.641.646,01 |
| Auszahlungen (-) für Investitionen in immaterielle Anlagevermögenswerte | -237.544,00 | -620.247,55 |
| Auszahlungen (-) /
Einzahlungen (+) aufgrund von Finanzmittelanlagen im
Rahmen
der kurzfristigen Finanzdisposition |
21.919.621,78 | 21.237.193,22 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | 15.458.871,33 | 15.082.102,10 |
| 3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Auszahlung (-) der Dividende der Bijou brigitte AG | 0,00 | -38.493.540,00 |
| Tilgunganteil von Leasingzahlungen (-) | -19.370.716,85 | -19.568.662,32 |
| Auszahlungen (-) für Zinsen | -52.779,55 | -54.327,23 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -19.423.496,40 | -58.116.529,55 |
| 4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode | ||
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1-3) | 23.459.493,28 | -19.477.925,96 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen | 925.795,02 | 556.513,84 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 69.354.997,39 | 101.502.236,80 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 93.740.285,69 | 82.580.824,68 |
| 5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 93.740.285,69 | 82.580.824,68 |
| Gezeichnetes
Kapital |
Kapitalrücklage | Gewinn-
rücklagen |
Eigene Anteile | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Stand 1.1.2023 | 8.100.000,00 | 3.579.043,17 | 41.788.109,96 * | -23.836.380,56 |
| Konzernergebnis | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Gesamtergebnis | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Dividenden | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Stand 30.6.2023 | 8.100.000,00 | 3.579.043,17 | 41.788.109,96 * | -23.836.380,56 |
| Stand 1.1.2024 | 8.100.000,00 | 3.579.043,17 | 41.788.109,96 | -23.836.380,56 |
| Konzernergebnis | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Gesamtergebnis | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Stand 30.6.2024 | 8.100.000,00 | 3.579.043,17 | 41.788.109,96 | -23.836.380,56 |
| Rücklage aus der
Fremdwährungs- umrechnung |
Erwirtschaftetes
Konzern- eigenkapital |
Gesamt | |
| EUR | EUR | EUR | |
| Stand 1.1.2023 | -286.397,84 | 224.286.356,17 * | 253.630.730,90 * |
| Konzernergebnis | 0,00 | 6.962.081,94 * | 6.962.081,94 * |
| Sonstiges Ergebnis | 793.852,54 | 0,00 | 793.852,54 |
| Gesamtergebnis | 793.852,54 | 6.962.081,94 * | 7.755.934,48 * |
| Dividenden | 0,00 | -38.493.540,00 | -38.493.540,00 |
| Stand 30.6.2023 | 507.454,70 | 192.754.898,11 * | 222.893.125,38 * |
| Stand 1.1.2024 | 148.023,49 | 209.868.080,23 | 239.646.876,29 |
| Konzernergebnis | 0,00 | 3.574.878,67 | 3.574.878,67 |
| Sonstiges Ergebnis | 65.527,83 | 0,00 | 65.527,83 |
| Gesamtergebnis | 65.527,83 | 3.574.878,67 | 3.640.406,50 |
| Stand 30.6.2024 | 213.551,32 | 213.442.958,90 | 243.287.282,79 |
Die Dividende für das Geschäftsjahr 2023 in
Höhe von 3,50 EUR (2022: 5,00 EUR) pro Aktie wurde im
Juli 2024 (Juni 2023) ausgeschüttet.
| Außenumsatzerlöse | Intersegment-Umsatzerlöse | Gesamtumsatzerlöse | ||||
| 1. Halbjahr | 1. Halbjahr | 1. Halbjahr | ||||
| Angaben in TEUR | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Deutschland | 79.236.437,48 | 76.720.366,88 | 18.403.137,26 | 21.045.911,99 | 97.639.574,74 | 97.766.278,87 |
| Spanien | 16.288.511,05 | 16.978.271,20 | 0,00 | 0,00 | 16.288.511,05 | 16.978.271,20 |
| Italien | 14.946.466,35 | 14.853.713,30 | 0,00 | 0,00 | 14.946.466,35 | 14.853.713,30 |
| Portugal | 3.236.353,07 | 3.644.085,40 | 0,00 | 0,00 | 3.236.353,07 | 3.644.085,40 |
| Frankreich | 12.528.993,16 | 11.694.053,24 | 0,00 | 0,00 | 12.528.993,16 | 11.694.053,24 |
| Übrige Länder | 25.261.906,69 | 24.919.724,42 | 0,00 | 0,00 | 25.261.906,69 | 24.919.724,42 |
| 151.498.667,80 | 148.810.214,44 | 18.403.137,26 | 21.045.911,99 | 169.901.805,06 | 169.856.126,43 | |
| Konsolidierung | 0,00 | 0,00 | -18.403.137,26 | -21.045.911,99 | -18.403.137,26 | -21.045.911,99 |
| Summe | 151.498.667,80 | 148.810.214,44 | 0,00 | 0,00 | 151.498.667,80 | 148.810.214,44 |
|
Segmentergebnis/
Konzernergebnis vor Steuern |
Ertragsteuern |
Segmentergebnis/
Konzernergebnis |
||||
| 1. Halbjahr | 1. Halbjahr | 1. Halbjahr | ||||
| Angaben in TEUR | 2024 | 2023 * | 2024 | 2023 * | 2024 | 2023 * |
| Deutschland | 6.290.729,46 | 7.267.365,51 | -2.303.934,59 | -2.493.117,16 | 3.986.794,87 | 4.774.248,35 |
| Spanien | 1.075.758,07 | 1.466.249,05 | -293.100,29 | -383.366,33 | 782.657,78 | 1.082.882,72 |
| Italien | 101.972,23 | 530.752,49 | -86.470,55 | -159.312,51 | 15.501,68 | 371.439,98 |
| Portugal | 136.120,00 | 410.502,82 | -68.121,08 | -98.986,02 | 67.998,92 | 311.516,80 |
| Frankreich | -1.599.266,39 | -1.404.354,88 | 751,03 | 330.202,91 | -1.598.515,36 | -1.074.151,97 |
| Übrige Länder | 362.458,99 | 2.104.420,77 | -183.196,37 | -522.856,75 | 179.262,62 | 1.581.564,02 |
| 6.367.772,36 | 10.374.935,76 | -2.934.071,85 | -3.327.435,86 | 3.433.700,51 | 7.047.499,90 | |
| Konsolidierung | 141.178,16 | -85.417,96 | 0,00 | 0,00 | 141.178,16 | -85.417,96 |
| Summe | 6.508.950,52 | 10.289.517,80 | -2.934.071,85 | -3.327.435,86 | 3.574.878,67 | 6.962.081,94 |
Die Bijou Brigitte AG versteht sich insofern als
Einproduktunternehmen, als dass im Verkauf und daher in der
internen Berichterstattung nicht zwischen verschiedenen
Produktgruppen differenziert wird, sondern den Kunden das
vollständige Sortiment als Produkt angeboten wird.
Entsprechend der regional gegliederten internen
Berichtsstruktur werden die Geschäftssegmente
geographisch nach Ländern dargestellt.
Die Abgrenzung der berichtspflichtigen Segmente erfolgt
nach IFRS 8.5 in Verbindung mit IFRS 8.13 und IFRS 8.16.
Der Konzern ist im Wesentlichen in fünf
geographischen Regionen tätig: Deutschland, Spanien,
Italien, Portugal und Frankreich. Die Aktivitäten in
anderen Regionen werden als Übrige Länder
zusammengefasst.
Die unter Konsolidierung ausgewiesenen Umsatzerlöse
mit anderen Segmenten sind ausschließlich im Segment
Deutschland erhalten.
Die Verrechnungspreise für konzerninterne
Umsatzerlöse werden marktorientiert festgelegt.
Die Bijou Brigitte modische Accessoires AG erstellt
ihren Konzernabschluss nach den vom International
Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen IFRS, wie
sie in der EU anzuwenden sind, einschließlich der
International Accounting Standards (IAS) und der Auslegung
des International Financial Reporting Interpretations
Committee (IFRIC) beziehungsweise Standing Interpretations
Committee (SIC). Bei der Erstellung des
Halbjahresfinanzberichts zum 30. Juni 2024 wurden die
Maßgaben des IAS 34 "Zwischenberichterstattung"
berücksichtigt.
Im Finanzbericht über das 1. Halbjahr des
Geschäftsjahres 2024 zum 30. Juni 2024 wurden die
gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt
wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023. Eine
detaillierte Beschreibung dieser Methoden ist im
Geschäftsbericht 2023 veröffentlicht.
Der Steueraufwand wird im Bijou
Brigitte-Konzernabschluss basierend auf einer
Schätzung des in den jeweiligen Gesellschaften zu
versteuernden Einkommens ermittelt.
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss und der
Konzernzwischenlagebericht wurden weder geprüft noch
einer prüferischen Durchsicht durch einen
Wirtschaftsprüfer unterzogen.
Der Konsolidierungskreis der Bijou Brigitte modische
Accessoires AG hat sich im 1. Halbjahr 2024 gegenüber
dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 nicht
verändert.
Analog zu den im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der
Bewertungsänderung der Auslaufartikel
durchgeführten Korrekturen, wurden zum 30.06.2023
folgenden Anpassungen vorgenommen:
Die für diese Artikelgruppe bis zum Halbjahr 2023
gebildete Wertberichtigung betrug zum:
| 30.06.2023 | 01.01.2023 |
| EUR | EUR |
| 10.855.974,81 | 9.190.435,10 |
Die notwendige Wertminderung beträgt nach Anpassung
der unterstellten Verkaufspreise sowie der erwarteten
Vertriebskosten per:
| 30.06.2023 | 01.01.2023 |
| EUR | EUR |
| 2.713.993,70 | 2.168.459,66 |
Diese Feststellung führte somit zu folgenden
Fehlerkorrekturen:
Der Vorratsbestand wurde per 30.06.2023 bzw. 01.01.2023
wie folgt erhöht:
| 30.06.2023 | 01.01.2023 |
| EUR | EUR |
| 8.141.981,11 | 7.021.975,44 |
Im ersten Halbjahr 2023 wurde der Materialaufwand um
1.120.005,67 EUR gemindert und entsprechend die
Ertragsteuer um 353.921,79 EUR erhöht, so dass der
gesamte Ergebniseffekt per 30.06.2023 766.083,88 EUR
beträgt. Das Ergebnis je Aktie für das Halbjahr
2023 hat sich hierdurch um 0,10 € auf 0,90 €
verbessert.
Aufgrund dieser Fehlerkorrekturen wurde die Gewinn- und
Verlustrechnung des Konzerns zum 30.06.2023 geändert.
Als Folge diese Änderung wurden für das
Halbjahr 2023 auch die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die
Konzernkapitalflussrechnung, die
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung sowie
teilweise der Konzernanhang, insbesondere die
Segmentberichterstattung, korrigiert.
Das gezeichnetes Kapital der Bijou Brigitte modische
Accessoires AG beträgt unverändert 8,1 Mio. EUR.
Es ist eingeteilt in 8,1 Mio. nennwertlose
Stückaktien. Das gezeichnete Kapital ist
vollständig eingezahlt.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juni 2024
wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis
zum 26. Juni 2029 erneut ermächtigt, eigene Aktien der
Gesellschaft bis zu insgesamt zehn vom Hundert des im
Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals
der Gesellschaft in Höhe von 8,1 Mio. EUR oder, falls
dieser Wert geringer ist, des zum Zeitpunkt der
Ausübung der Ermächtigung bestehenden
Grundkapitals zu erwerben und die erworbenen eigenen Aktien
zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden.
Die Gesellschaft hat in dem Zeitraum vom 1. Januar bis
30. Juni 2024 keine Stückaktien erworben, somit
befanden sich am Halbjahresbilanzstichtag unverändert
401.292 Stückaktien im Besitz der Gesellschaft. Dies
entspricht einem Anteil von 4,95 % des gezeichneten
Kapitals. Die Anschaffungskosten betrugen insgesamt 23,8
Mio. EUR und sind vom Eigenkapital als eigene Anteile in
Abzug gebracht worden.
Nach dem Beschluss der Hauptversammlung am 27. Juni
2024, eine Dividende in Höhe von 3,50 EUR je
Stückaktie auf das für 2023 dividendenberechtigte
Grundkapital von 8,1 Mio. EUR zu zahlen, hat Bijou Brigitte
am 2. Juli 2024 die Dividendensumme von 28,4 Mio. EUR
abzüglich eines Betrags in Höhe von 1,4 Mio. EUR
an die Aktionäre ausgeschüttet. Der abgezogene
Betrag entspricht dem Dividendenanteil auf die am Tag der
Hauptversammlung im Besitz der Gesellschaft befindlichen
eigenen Stückaktien, der gemäß § 71 b
AktG von der Ausschüttung auszuschließen ist.
Der Gewinn je Aktie wird in Übereinstimmung mit IAS
33 ermittelt, indem das Ergebnis des Berichtszeitraums
durch die gewichtete Durchschnittszahl der ausstehenden
Aktien dividiert wird. Die im eigenen Bestand gehaltenen
Aktien vermindern die Zahl der ausstehenden Aktien. Zum 30.
Juni 2024 betrug die Anzahl der durchschnittlich
ausstehenden Aktien wie im Vorjahr 7.698.708.
Das Ergebnis je Aktie betrug für den Zeitraum 1.
Januar 2024 bis 30. Juni 2024 0,46 EUR (Vorjahr: 0,90
EUR*).
Wir verweisen auf die Angaben im
Konzernzwischenlagebericht über das 1. Halbjahr 2024.
Eine Wiederaufnahme der Geschäftsaktivitäten
der "Senso di Donna" Vertriebs GmbH ist endgültig
nicht mehr vorgesehen. Die Abwicklung der Gesellschaft
wurde somit 2024 eingeleitet. Die endgültige
Löschung wird voraussichtlich im zweiten Halbjahr
stattfinden und die Gesellschaft entsprechend
endkonsolidiert.
Zu den nahestehenden Personen der Gesellschaft
gehören die Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder
sowie deren nahe Familienangehörige. Der
Firmengründer, Vater des jetzigen
Vorstandsvorsitzenden, Friedrich-Wilhelm Werner, Hamburg,
hält mit 50,4 % des gezeichneten Kapitals den
Mehrheitsanteil der Gesellschaft.
Durch die Möglichkeit der Bijou Brigitte modische
Accessoires AG, durch personelle Verflechtung auf den
Stiftungsvorstand der in 2010 gegründeten Bijou
Brigitte-Stiftung wesentlichen Einfluss zu nehmen, wird
auch die Bijou Brigitte-Stiftung als nahestehende Person
angesehen.
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass
gemäß den anzuwendenden
Rechnungslegungsgrundsätzen für die
Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein
den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der
Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so
dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird,
sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind."
Hamburg, im September 2024
Der Vorstand
Dieser Halbjahresfinanzbericht enthält
vorausschauende Aussagen über zukünftige
Entwicklungen, die auf aktuellen Annahmen beziehungsweise
Schätzungen des Vorstands der Bijou Brigitte modische
Accessoires AG beruhen. Trotz der Annahme, dass die
vorausschauenden Aussagen realistisch sind, kann nicht
dafür garantiert werden, dass diese Erwartungen sich
auch als richtig erweisen werden.
Bijou Brigitte modische Accessoires AG
Poppenbütteler Bogen 1
22399 Hamburg
Deutschland
Tel: +49 40 606 09-0
Fax: +49 40 6026409
Internet: www.group.bijou-brigitte.com