B.R.A.I.N. Biotechnology Research and Information Network AG

Zwingenberg

Jahresabschluss zum 30.09.2010

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009/10

der B·R·A·I·N Biotechnologie Research and Information Network Aktiengesellschaft, Zwingenberg

Entwicklung Gesamtwirtschaft und Branche

Nach einem Rückgang des globalen Bruttoinlandsproduktes um 0,6% in 2009 geht der Internationale Währungsfonds (IWF) in seiner aktuellen Prognose (Oktober 2010) für das Jahr 2010 von einem Anstieg um 4,8% aus.

Die von der Finanz- und Wirtschaftskrise in 2009 besonders stark getroffenen Industrieländer konnten ihre Wirtschaftsleistung im bisherigen Verlauf des Jahres 2010 überproportional steigern. Die größten Zuwächse des Bruttoinlandsproduktes in 2010 werden jedoch für China, Indien und Brasilien prognostiziert.

Die Euro-Zone verzeichnete in 2009 einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 4,1%. Für 2010 prognostiziert der IWF für die Euro-Zone ein Wachstum der Wirtschaftsleistung in Höhe von 1,7%, jedoch mit sehr starken regionalen Unterschieden.

Innerhalb der Euro-Zone weist Deutschland mit einem prognostizierten Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 3,3% für das Jahr 2010 (IWF Schätzung) die höchsten Zuwachsraten auf. In 2009 hatte Deutschland noch einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 4,7% zu verzeichnen.

Die industrielle (Weiße) Biotechnologie war in geringerem Umfang von der Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen. So hatte zum Beispiel der weltweite Enzymmarkt in 2009 keine Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Langfristig wird für die Branche ein erhebliches Wachstumspotential prognostiziert.

Technologieunternehmen und industrielle Unternehmen der Weißen Biotechnologie haben auch in 2009 und 2010 wiederum erhebliche Investitionen in Forschung und Entwicklung und in biotechnologische Produktionskapazitäten getätigt.

Insbesondere in den USA wurde die Branche dabei durch umfangreiche Eigenkapitalmaßnahmen und staatliche Finanzierungshilfen in die Lage versetzt, auch große Investitionen in Forschung und Entwicklung und in industrielle Produktionsstrukturen tätigen zu können.

Geschäftsentwicklung

Auch im Geschäftsjahr 2009/10 konnten wiederum wichtige Entwicklungsziele im Rahmen der strategischen Industriekooperationen erreicht werden. Darüber hinaus wurden neue Kooperationen in neuen industriellen Anwendungsbereichen eingegangen. Durch die Intensivierung der eigenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bei kaum veränderten personellen Kapazitäten wurde der Außenumsatz reduziert.

Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2009/10 im Rahmen der strategischen Ausweitung der Wertschöpfungskette zwei inländische Unternehmen mit Vertriebs-, Entwicklungs- und Produktionsinfrastruktur im Kosmetikbereich erworben. Die Geschäftsentwicklung der Tochterunternehmen im Geschäftsjahr 2009/10 war geprägt von einer Umstellung des Produktportfolios, verbunden mit einem Rückgang des Altgeschäftes bei gleichzeitigen Investitionen in neue Produktentwicklungen sowie Vertriebs- und Marketingaktivitäten.

An einem Technologieunternehmen wurde im Wege der Kapitalerhöhung eine Minderheitsbeteiligung eingegangen.

Ertragslage

Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2009/10 ist geprägt von weiter erhöhten Aufwendungen für eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie von gestiegenen Aufwendungen für Fremdleistungen im Rahmen strategischer Industriekooperationen. So stiegen die Kosten für die technologische Infrastruktur (z. B. Abschreibungen, Strom und Instandhaltung) von 554.568 € auf 698.738 €. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen für eigene und fremde Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten erhöhten sich um 74%.

Das Rohergebnis reflektiert im Wesentlichen die Geschäftsaktivität der Gesellschaft im Rahmen der strategischen Kooperationen mit in- und ausländischen Kooperationspartnern sowie der Forschungs- und Entwicklungsförderungen.

Aufgrund des vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzkrise nur vorsichtig ausgebauten Mitarbeiterstammes blieb der Personalaufwand mit 3.876.124 € gegenüber dem Vorjahr (3.877.414 €) nahezu unverändert.

Der Anstieg der Abschreibungen von 374.898 € auf 462.792 € resultiert im Wesentlichen aus den im Geschäftsjahr getätigten Investitionen in Labor- und Produktionskapazitäten.

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben mit 796.074 € unter anderem aufgrund gesunkener Rechts- und Beratungskosten leicht unter dem Vorjahresniveau. Sie beinhalten darüber hinaus vor allem Raumkosten und Kosten für die technische Infrastruktur, Werbe-, Messe- und Reisekosten sowie Aufwand für Wartung und Instandhaltung.

Im Rahmen des allgemeinen Rückganges des Marktzinsniveaus für kurzfristige Anlagen in Euro und aufgrund gegenüber dem Vorjahr niedrigerer durchschnittlicher Bestände an flüssigen Mitteln sanken die Finanzerträge von 691.061 € auf 240.061 €. Der Zinsaufwand stieg von 171.964 € auf 184.767 €, da der Zins-Effekt aus der Neuaufnahme eines Darlehens im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2008/09 die Effekte aus der planmäßigen Darlehenstilgung im Geschäftsjahr 2009/10 überstieg. Das Finanzergebnis sank um 463.804 € auf 55.293 €.

Zusammenfassend führten die vorstehend erläuterten finanziellen Leistungsfaktoren des operativen Ergebnisses und des Finanzergebnisses zu einem Rückgang des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf – 645.547 €.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten die Ansprüche aus dem Rücktrag des steuerlichen Ergebnisses in das Vorjahr.

Die aufgrund von Teilgewinnabführungsverträgen abgeführten Gewinne sanken aufgrund des Wegfalls der gewinnabhängigen Komponenten für das Geschäftsjahr 2009/10 von 146.300 € auf 128.800 €.

Der Jahresfehlbetrag betrug 700.124 € (Vorjahr: Jahresüberschuss in Höhe von 333.010 €).

Vermögens- und Finanzlage

Der Anstieg im Sachanlagevermögen reflektiert im Wesentlichen die im Geschäftsjahr getätigten weiteren Investitionen in zusätzliche Laborkapazitäten und in Produktionsanlagen am Standort der Gesellschaft in Zwingenberg.

Die Finanzanlagen betreffen zwei Unternehmenserwerbe sowie den Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an einem weiteren Unternehmen. Das bilanzielle Anlagevermögen erhöhte sich hierdurch um 1.290.063 €.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken stichtagsbedingt von 974.135 € auf 636.442 €.

Das Gezeichnete Kapital beträgt zum Geschäftsjahresende unverändert 11.453.228 €. Die Eigenkapitalquote zum Ende des Geschäftsjahres erhöhte sich leicht auf 76% (Vorjahr: 75%).

Die Bilanzsumme der Gesellschaft verringerte sich von 27.103.947 € per 30.09.2009 auf 25.685.371 € per 30.09.2010.

Den flüssigen Mitteln der B·R·A·I·N AG zum Bilanzstichtag 30.09.2010 in Höhe von 16.627.151 € standen Verbindlichkeiten gegenüber Stillen Gesellschaftern in Höhe von 1.400.000 € und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 3.219.567 € gegenüber. Die flüssigen Mittel haben sich unter anderem aufgrund von Investitionen in das Finanzanlagevermögen von 1.290.063 €, und in das Sachanlagevermögen in Höhe von 1.894.936 €, sowie aufgrund gestiegener Forschungs- und Entwicklungsausgaben um 3.860.609 € verringert.

Mitarbeiter

Als ein führendes Technologie-Unternehmen mit hoher Wachstumsorientierung misst die B·R·A·I·N AG der Gewinnung und Entwicklung hochqualifizierter Mitarbeiter eine besondere Bedeutung bei. Bereits frühzeitig unterstützt daher die B·R·A·I·N AG Studierende ausgewählter Hochschulen im Bereich Biotechnologie mit Stipendien und anderen Fördermaßnahmen.

Den Mitarbeitern werden – unter anderem auch in überbetrieblichen Kooperationen - umfangreiche Möglichkeiten zur betrieblichen und akademischen Ausbildung, zur nationalen und internationalen akademischen Weiterbildung und zur Teilnahme an sonstigen, fachspezifischen und fachübergreifenden Bildungsmaßnahmen geboten.

Der Schwerpunkt des personellen Ausbaus liegt in den Forschungs- und Entwicklungsfunktionen, wobei neben Mitarbeitern mit einer wissenschaftlichen Qualifikation ein hoher Anteil an Mitarbeitern mit Ingenieurausbildung angestrebt wird.

Die Anzahl der Mitarbeiter (ohne Vorstand) stieg im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2009/10 von 74 auf 79.

Forschung und Entwicklung

Die B·R·A·I·N AG hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr in den weiteren Ausbau ihrer Mikroorganismen-, Enzym- und Naturstoffbanken investiert. Mit diesem Bioarchiv aus Tausenden von Mikroorganismen und korrespondierenden Gen-Bibliotheken bedient die B·R·A·I·N AG eine Bandbreite an Industrien, speziell die Chemie- und Konsumgüterindustrie.

Die Aufwendungen für eigene Entwicklungen und Schutzrechte wurden wie auch in den Vorjahren aufgrund des Bilanzierungsverbotes des § 248 Abs. 2 HGB a.F. nicht aktiviert und haben damit die stillen Reserven der Gesellschaft weiter erhöht.

Investitionen

Bei den bilanzwirksamen Investitionen lag der Schwerpunkt mit 1.364.798 € auf dem Umbau der im Geschäftsjahr 2007/08 erworbenen benachbarten Gewerbeimmobilie für Labor- und Produktionszwecke. In andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden 521.861 € investiert. Darüber hinaus wurden 1.038.225 € in den Erwerb von zwei Unternehmen investiert und 251.838 € im Rahmen einer Kapitalerhöhung in eine Unternehmensbeteiligung investiert.

Die bilanziellen Immateriellen Vermögensgegenstände verringerten sich von 72.861 € auf 59.948 €; das bilanzielle Sachanlagevermögen erhöhte sich zum Bilanzstichtag von 4.785.492 € auf 6.224.654 €. Die Finanzanlagen betragen zum Bilanzstichtag 1.290.063 €.

Vergütungssystem für den Vorstand und den Aufsichtsrat

Das Vergütungssystem für den Vorstand beinhaltet eine fixe Gehaltskomponente, eine variable Komponente in Form einer Prämie sowie Alters-, Hinterbliebenen- und Invaliditätsversorgung. Die Vergütung für den Aufsichtsrat setzt sich zusammen aus einer Grundvergütung und Sitzungsgeldern.

Risikobericht

Die Gesellschaft ist Markt- und Geschäftsrisiken ausgesetzt, die sich auf das Vermögen der Gesellschaft auswirken können.

So können Konjunkturzyklen die Investitionsbereitschaft in Technologien, Produkte und Prozesse beeinflussen. Andererseits können aus Marktentwicklungen, wie zum Beispiel aus dem Anstieg der Rohstoffpreise in den letzten Jahren, neue Geschäftspotentiale erwachsen.

Die Geschäftsrisiken umfassen unter anderem unternehmensstrategische Risiken, Technologierisiken, Personalrisiken sowie Finanzrisiken.

Die strategischen Risiken beinhalten Risiken, die aus der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft resultieren können. Eine Ausweitung der Investitionen in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie eine Erhöhung der Wertschöpfungstiefe ist zunächst mit finanziellen Vorleistungen verbunden, denen erwartete Erträge für spätere Perioden gegenüberstehen.

Der zukünftige wirtschaftliche Erfolg der Gesellschaft hängt in hohem Maße von ihrer technologischen Kompetenz und ihren technologischen Ressourcen ab. Mit dem bestehenden Bioarchiv und der technischen Infrastruktur hat die Gesellschaft hierfür wesentliche Voraussetzungen geschaffen.

Die Umsetzung dieser Ressourcen im Rahmen der strategischen Kooperationen, der eigenen Produktentwicklung und Erweiterung der Wertschöpfungskette setzt hoch qualifiziertes Management und Mitarbeiter voraus. Das Personalrisiko umfasst das Risiko, dass es nicht gelingt, entsprechend qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten.

Durch die im Geschäftsjahr getätigten Unternehmenserwerbe und durch den Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an einem Technologieunternehmen hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2009/10 ihr Chancen- und Risikoprofil erweitert. Diese Unternehmen unterliegen anderen Markt- und Geschäftsrisiken als die B·R·A·I·N AG.

Die Gesellschaft hat ein Risikomanagementsystem zur Risikoerkennung und Risikovermeidung implementiert. Dieses System basiert u. a. auf einer stringenten Kontrolle der Geschäftsvorgänge, einem intensiven Informationsaustausch mit den jeweils verantwortlichen Mitarbeitern über Risiken und Chancen der entsprechenden Geschäftsbereiche und auf regelmäßigen, überwiegend auf monatlicher Basis durchgeführten Analysen wesentlicher Geschäftskennzahlen.

Das Risikomanagementsystem wurde implementiert, um negative Entwicklungen frühzeitig erkennen und zeitnah Maßnahmen zur Gegensteuerung einleiten zu können.

Die Sicherstellung einer ausreichenden Liquidität zur Umsetzung der Unternehmensstrategie ist zentrales Element im Rahmen des Managements der Finanzrisiken der Gesellschaft. Darüber hinaus werden die Vermeidung größerer Zinsrisiken beim Fremdkapital und ein geringes Anlagerisiko im Rahmen der Anlage der liquiden Mittel angestrebt. Weitere Finanzrisiken aus Forderungsausfällen und aus Zahlungsströmen in Fremdwährung werden jeweils im Einzelfall unter Berücksichtigung der sonstigen wirtschaftlich relevanten Faktoren bewertet.

Die B·R·A·I·N AG verfolgt die Strategie, Finanzinstrumente grundsätzlich ausschließlich zur Finanzierung der Gesellschaft und zur Absicherung von Grundgeschäften einzusetzen. Im Geschäftsjahr 2009/10 und in den Vorjahren wurden keine Finanzinstrumente zur Absicherung von Grundgeschäften eingesetzt.

Die Finanzverbindlichkeiten sind im Wesentlichen mit Festzinsvereinbarung ausgestattet. Die Anlage der liquiden Mittel erfolgt in Tages- und Termingeldern in Euro mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten bei inländischen Kreditinstituten, die einem Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind.

Die Gesellschaft betreibt Labor- und Technikumsinfrastruktur, die dem Gentechnikrecht unterliegt. Die Anlagen sind Gegenstand behördlicher Genehmigungen und behördlicher Aufsicht. Durch umfangreiche betriebliche Maßnahmen wird ein hohes Maß an Sicherheit gewährleistet.

Die Gesellschaft hat durch Abschluss entsprechender Versicherungen, etwa Betriebshaft-pflicht-, Gebäude-, Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherungen für eine Absicherung fundamentaler Risiken Sorge getragen.

Entwicklungen, die für die Gesellschaft bestandsgefährdend sein können oder geeignet sind, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestandsgefährdend zu beeinträchtigen, sind gegenwärtig nicht zu erkennen. Risiken lassen sich jedoch niemals vollständig ausschließen.

Mit einer soliden Eigenkapitalquote und einem hohen Bestand an liquiden Mitteln hat die B·R·A·I·N AG wichtige Voraussetzungen geschaffen, um die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens umsetzen zu können.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen eines möglicherweise nochmaligen Konjunktureinbruchs auf die Geschäftslage der Gesellschaft lassen sich jedoch nur schwer abschätzen.

Angaben zu Vorgängen von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Wesentliche Ereignisse und Entwicklungen von besonderer Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft sind seit dem Bilanzstichtag, dem 30.09.2010, nicht eingetreten.

Prognose und Chancen

Die B·R·A·I·N AG geht davon aus, dass der Markt für biotechnologisch hergestellte Produkte und Prozesse weiter überproportional wachsen wird und dass sich hieraus große wirtschaftliche Potentiale für die Gesellschaft ergeben.

Die B·R·A·I·N AG sieht sich dabei gut positioniert, ihre Stellung als ein führendes Technologieunternehmen der Branche ausbauen zu können.

Mit den in den Vorjahren durchgeführten Eigenkapitalmaßnahmen sind wichtige Voraussetzungen für eine zukünftige Erhöhung der Wertschöpfungstiefe über eigene Produkte und Joint Venture geschaffen worden.

Die im Geschäftsjahr erworbenen Tochterunternehmen stellen mit ihrer Entwicklungs-, Produktions- und Vertriebsinfrastruktur ein eigenständiges Geschäftspotential dar. Im Rahmen der erworbenen Unternehmensbeteiligung werden unter anderem weitere Produktinnovationen auf dem Gebiet der Biokatalyse angestrebt.

Die Gesellschaft erwartet für die Geschäftsjahre 2010/11 und 2011/12 Umsatzerlöse in einer ähnlichen Größenordnung wie im Geschäftsjahr 2009/10. Aufgrund der aufwandswirksamen investiven Vorleistungen der Gesellschaft in Forschung und Entwicklung wird jedoch auch in den Geschäftsjahren 2010/11 und 2011/12 davon ausgegangen, dass erst in den Folgejahren wieder positive Geschäftsergebnisse erzielt werden können.

Die B·R·A·I·N AG geht davon aus, dass sich aufgrund ihrer technologischen Kompetenz und der getätigten und in Zukunft geplanten Investitionen und Aufwendungen erhebliche Potentiale in attraktiven Märkten mit hohem langfristigen Ertrags- und Wachstumsperspektiven ergeben können.

Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Da im Geschäftsjahr 2009/10 kein Abhängigkeitsverhältnis im Sinne des § 17 AktG vorliegt, wurde kein Abhängigkeitsbericht erstellt.

 

Zwingenberg, den 14. Dezember 2010

Dr. Holger Zinke, Vorsitzender des Vorstands

Dr. Jürgen Eck, Mitglied des Vorstands

Bilanz zum 30. September 2010

B·R·A·I·N Biotechnology Research And Information Network Aktiengesellschaft, Zwingenberg

AKTIVA

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  30.09.2010
30.09.2009
A. ANLAGEVERMÖGEN      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 59.947,51   72.860,51
2. Geleistete Anzahlungen 0,00   0,00
    59.947,51 72.860,51
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.720.702,61   3.491.091,61
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.211.338,07   995.364,58
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 292.613,06   299.036,06
    6.224.653,74 4.785.492,25
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.038.225,30   0,00
2. Beteiligungen 251.837,50   0,00
    1.290.062,80 0,00
B. UMLAUFVERMÖGEN      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe   282.241,61 266.792,46
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 636.441,69   974.134,66
2. Forderungen gegen verbundende Unternehmen 50.625,00   0,00
2. Sonstige Vermögensgegenstände 452.370,15   444.677,19
    1.139.436,84 1.418.811,85
III. Flüssige Mittel   16.627.151,25 20.487.760,28
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   61.877,62 72.229,67
    25.685.371,37 27.103.947,02

Passiva

     
  30.09.2010
30.09.2009
A. EIGENKAPITAL      
I. Gezeichnetes Kapital 11.453.228,00   11.453.228,00
II. Kapitalrücklage 8.552.154,51   8.552.154,51
III. Bilanzverlust (Im Vorjahr: -gewinn) -368.588,20   331.536,23
    19.636.794,31 20.336.918,74
B. RÜCKSTELLUNGEN      
1. Sonstige Rückstellungen   753.586,95 818.787,04
VERBINDLICHKEITEN      
1. Verbindlichkeiten Stille Gesellschafter 1.400.000,00   1.417.500,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.219.567,39   3.665.601,79
3. Erhaltene Anzahlungen 117.841,63   340.641,58
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 471.514,65   445.486,33
5. Sonstige Verbindlichkeiten 86.066,44   79.011,54
    5.294.990,11 5.948.241,24
    25.685.371,37 27.103.947,02

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010

B·R·A·I·N Biotechnology Research and Information Network Aktiengesellschaft, Zwingenberg

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  2009 / 10
2008 / 09
1. Rohergebnis   4.434.149,04 5.214.268,76
2. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -3.120.925,66   -3.158.099,57
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -755.197,84   -719.314,67
(davon für Altersversorgung € 144.290,31; Vorjahr € 130.456,20)   -3.876.123,50 -3.877.414,24
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -462.792,12 -374.897,76
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -796.073,72 -827.107,57
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   240.060,51 691.061,35
(davon aus verbundenen Unternehmen € 1.090,27; Vorjahr € 0,00)      
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -184.767,26 -171.963,84
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -645.547,05 653.946,70
8. Außerordentliche Erträge 0,00   0,00
9. Außerordentliche Aufwendungen 0,00   -26.852,23
10. Außerordentliches Ergebnis   0,00 -26.852,23
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   79.339,84 -142.515,26
12. Sonstige Steuern   -5.117,22 -5.269,53
13. Aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne   -128.800,00 -146.299,92
14. Jahresüberschuss   -700.124,43 333.009,76
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr (im Vorjahr Verlustvortrag)   331.536,23 -1.473,53
16. Bilanzverlust (im Vorjahr: Bilanzgewinn)   -368.588,20 331.536,23

Anhang für das Geschäftsjahr 2009/10

der B·R·A·I·N Biotechnology Research and Information Network Aktiengesellschaft, Zwingenberg

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der B·R·A·I·N AG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Neuerungen in den Rechnungslegungsvorschriften durch das BilMoG wurden nicht vorzeitig angewandt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Von der Möglichkeit, Angaben statt in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang zu zeigen, wurde Gebrauch gemacht.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen qualifiziert die B·R·A·I·N AG als mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die B·R·A·I·N AG hat darüber hinaus erstmalig einen Konzernabschluss nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, auf freiwilliger Basis aufgestellt.

B. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden auf Grund der handelsrechtlichen Vorschriften nicht aktiviert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Herstellungskosten für selbsterstellte Anlagen enthalten neben den Material-, Fertigungs- und Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebes, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung sowie Fremdkapitalzinsen werden grundsätzlich nicht aktiviert. Anschaffungskosten erfassen auch direkt zuordenbare Anschaffungsnebenkosten.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Es kommt sowohl die lineare als auch die degressive Abschreibungsmethode zur Anwendung. Geringwertige Anlagegüter im Sinne des § 6 Abs. 2 a EStG mit einem Wert zwischen 150 € und 1.000 € werden im Jahr der Anschaffung und in den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils 20% pro Jahr abgeschrieben.

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  Abschreibungsmethode Nutzungsdauer in Jahren
Gebäude und Außenanlagen linear 10 - 50
Fuhrpark linear 3 - 10
Laboreinrichtung, Betriebs- und Geschäftsausstattung linear 3 - 5
Werkzeuge linear 3 - 14

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten sowie Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert werden bei voraussichtlich

dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Bedingte Kaufpreiszahlungen, die an die Erreichung vertraglicher Zielvereinbarungen geknüpft sind, werden bei Eintritt als nachträgliche Anschaffungskosten aktiviert.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger sind, werden diese angesetzt.

Unfertige Leistungen werden nur in dem Umfang bilanziert, in dem sie nicht durch Vergütungen aus Kooperationsvereinbarungen gedeckt sind. Der nicht gedeckte Anteil wird in Höhe der Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten werden dabei retrograd auf Basis der Verkaufspreise abzüglich Gewinnmarge und nicht aktivierungsfähiger Kostenbestandteile ermittelt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nominalwerten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die flüssigen Mittel werden zum Nominalwert bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Nennwerten bilanziert.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken nach dem handelsrechtlichen Vorsichtsprinzip für alle ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe der erwarteten Inanspruchnahme gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert.

Die Wertansätze der Eventualverbindlichkeiten entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang.

Erhaltene und geleistete Anzahlungen des Anlage- und Umlaufvermögens werden zum Nennwert bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden grundsätzlich unter Beachtung des Imparitätsprinzips mit dem am Tag des Geschäftsvorfalls geltenden Kurs bzw. mit dem Kurs des Bilanzstichtages bewertet. Zum Bilanzstichtag bestanden keine wesentlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten in Fremdwährung.

C. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und

Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang „Entwicklung des Anlagevermögens“ dargestellt.

Die kumulierten Abschreibungen auf Sachanlagen enthalten den Regelungen des § 7 i EStG entsprechende Abschreibungen in Höhe von 673.170 € aus den Geschäftsjahren 1995/96 bis einschließlich 2004/05.

Die Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

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Unternehmen Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
L. A. Schmitt GmbH D-Ludwigsstadt 100% 332 T€ * -156 T€
MEKON Pharma GmbH D-Ludwigsstadt 100% 25 T€ * - 3 T€
Enzymicals AG D-Greifswald 24,9% ** 65 T€ *** 15 T€

* Rumpfgeschäftsjahr vom 01.01.2010 – 30.09.2010/ **31.12.2009/ *** Geschäftsjahr 2009

2. Flüssige Mittel

Hierbei handelt es sich um laufende Bankguthaben, Tages- und Festgelder in Euro mit einer Anfangslaufzeit von bis zu 12 Monaten sowie den Kassenbestand.

3. Sonstige Vermögensgegenstände

Die Sonstigen Vermögensgegenstände umfassen u. a. Forderungen aus Steuern in Höhe von 319.880 €. Die Sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als 12 Monaten.

4. Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden die im Geschäftsjahr 2009/10 geleisteten Zahlungen, im Wesentlichen für Versicherungen, Beiträge und Mitgliedschaften, abgegrenzt, soweit sie auf das Folgejahr / die Folgejahre entfallen.

In die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagiobetrag in Höhe von 900 € eingestellt. Das Disagio betrifft in Höhe von 900 € eine Restlaufzeit der zu Grunde liegenden Verbindlichkeit von bis zu 12 Monaten.

5. Eigenkapital

Das Grundkapital der B·R·A·I·N AG beträgt zum Bilanzstichtag unverändert 11.453.228 €. Das Grundkapital ist eingeteilt in 11.453.228 Stückaktien, auf die jeweils ein anteiliger Betrag des Grundkapitals von 1,00 € entfällt. Die Anteile sind voll einbezahlt und lauten auf den Namen.

Das genehmigte Kapital zum Bilanzstichtag 30.09.2010 beträgt 0 €.

6. Bilanzgewinn

Zum 30. September 2010 wurde ein Bilanzverlust in Höhe von 368.588 € ausgewiesen. In den Bilanzverlust wurde ein Gewinnvortrag in Höhe von 331.536 € einbezogen. In Fortführung des Jahresergebnisses erfolgt die nachfolgende Darstellung:

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Posten der Ergebnisverwendung Betrag
Jahresfehlbetrag Geschäftsjahr 2009/10 -700.124
- Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 331.536
= Bilanzverlust per 30.09.2010 -368.588

7. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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  30.09.2010
30.09.2009
Ausstehender Urlaub 216.637 264.707
Labor-Fremdarbeiten 182.306 126.867
Sondervergütungen Mitarbeiter und Vorstand 162.278 167.724
Abschluss- und Prüfungskosten 97.767 82.546
Ausstehende Rechnungen 58.745 139.245
Aufsichtsratsvergütung 16.125 19.125
Übrige 19.729 18.573
  753.587 818.787

Die Übrigen Rückstellungen umfassen u. a. Rückstellungen für in Folgejahren erhobene Beiträge und Abgaben wie z. B. für die Berufsgenossenschaft.

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben die folgenden Restlaufzeiten:

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  < 1 Jahr
1 – 5 Jahre
> 5 Jahre
Verbindlichkeiten Stille Gesellschafter 0 560.000 840.000
Vorjahr (17.500) (280.000) (1.120.000)
Gegenüber Kreditinstituten 404.926 981.308 1.833.333
Vorjahr (446.319) (885.949) (2.333.333)
Erhaltene Anzahlungen 117.842 0 0
Vorjahr (340.642) (0) (0)
Aus Lieferungen und Leistungen 471.515 0 0
Vorjahr (445.486) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 86.066 0 0
Vorjahr (79.012) (0) (0)
Summe 1.080.349 1.541.308 2.673.333
Vorjahr (1.328.959) (1.165.949) (3.453.333)

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von 84.409 € und Lohn und Gehalt in Höhe von 1.657 € enthalten.

Von den Verbindlichkeiten sind 2.500.000 € durch Eigentümerbriefgrundschulden auf der Betriebsimmobilie gesichert. Die übrigen Verbindlichkeiten sind, bis auf übliche Eigentumsvorbehalte, nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

10. Sonstige betriebliche Erträge

Der Posten setzt sich wie folgt zusammen:

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  2009/10
2008/09
Verrechnete Sachbezüge 26.334 36.422
Mieterträge 18.601 18.426
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 87.010 5.500
Übrige Erträge 19.981 7.690
  151.926 68.038

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen periodenfremde Erträge in Höhe von 90.428 € davon aus der Auflösung von Rückstellungen 87.010 €.

9. Personalaufwand

Im Personalaufwand sind in Höhe von 144.291 € Aufwendungen für Altersversorgung, Hinterbliebenen- und Invaliditätsvorsorge enthalten.

12. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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  2009/10
2008/09
Raum- und Infrastrukturkosten 130.277 107.392
Rechts- und Beratungskosten 119.052 139.650
Werbe-, Messe- und Reisekosten 110.124 123.261
Reparaturen und Instandhaltungen 105.669 72.278
Abschluss- und Prüfungskosten 78.002 61.246
Versicherungen, Beiträge und Abgaben 60.266 62.511
Fortbildung 49.969 65.277
Büro- und Geschäftsbedarf 45.713 20.055
Aufsichtsratsvergütungen 22.500 22.500
Kommunikation 24.136 25.347
Fahrzeugkosten 19.652 19.361
Zeitarbeitskosten 0 41.284
Übrige betriebliche Aufwendungen 30.714 66.945
  796.074 827.108

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen umfassen u. a. periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 8.312 €.

D. Sonstige Angaben

1. Angaben zum Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand und Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr und bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Abschlusses gab es keine Änderung im Vorstand. Dem Vorstand der Gesellschaft gehören folgende Mitglieder an:

Dr. Holger Zinke, Heppenheim (Vorsitzender)

Diplom-Biologe

Dr. Jürgen Eck, Bensheim (stellvertretender Vorsitzender)

Diplom-Biologe

Der Vorstand ist gemeinschaftlich zur Vertretung der Gesellschaft berechtigt.

Die Bezüge des Vorstandes betrugen im Berichtsjahr:

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  2009/10
2008/09
Fixe Bezüge 406.158 380.240
Aufwendungen für Alters-, Hinterbliebenen- und Invaliditätsversorgung 113.893 113.456
Erfolgsabhängige Vergütungen 70.000 70.000
  590.051 563.696

Für den Fall einer vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses kann für die Versorgungsleistung ein Nachfinanzierungsbedarf für die Unterstützungskassenversorgung entstehen. Die Wahrscheinlichkeit des vorzeitigen Ausscheidens und damit das Eintreten eines ausscheidungsbedingten Anspruchs wird von der Gesellschaft als sehr gering eingestuft.

Der Aufsichtsratsetzt sich zum Bilanzstichtag aus folgenden Personen zusammen:

Ulrich Putsch, Rockenhausen (Vorsitzender)

Diplom-Ingenieur

Ehemaliger Geschäftsführender Gesellschafter der Keiper Recaro Gruppe

Michael Motschmann, München (stellvertretender Vorsitzender)

Kaufmann

Vorstand MIG Verwaltungs AG

Prof. Dr. Klaus-Peter Koller, Bad Soden am Taunus

Diplom-Biologe

Director Prospective and Strategic Initiatives Sanofi-Aventis Pharma Deutschland GmbH

Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats betrug im Berichtszeitraum 22.500 €. Die Bezüge setzen sich wie folgt zusammen:

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  2009/10
2008/09
Fixum 13.500 13.500
Sitzungsentgelt 9.000 9.000
Gesamtbezüge 22.500 22.500

2. Angaben von Beteiligungen, die der Gesellschaft nach § 20 AktG mitgeteilt worden sind

Die MP Beteiligungs GmbH, Kaiserslautern, hält zum 30.09.2010 mehr als 25%, aber weniger als 50% der Anteile.

3. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2009/10 waren durchschnittlich 79 Angestellte beschäftigt (Vorjahr: 74), davon 4 Aushilfskräfte (Vorjahr:5) und 5 Stipendiaten (Vorjahr: 4).

4. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse gegenüber Dritten. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverhältnissen (Telefonanlage) setzen sich wie folgt zusammen:

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Mindestmietzahlungen 30.09.2010
30.09.2009
Restlaufzeit bis 1 Jahr 5.748 5.208
Restlaufzeit 1 – 5 Jahre 15.328 19.096
Restlaufzeit über 5 Jahre 0 0
Summe: 21.076 24.304

Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Mietzahlungen beträgt 5.925 €.

Zum 30.09.2010 bestehen finanzielle Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben in Höhe 81.816 €.

Im Rahmen eines Unternehmenserwerbes wurde eine bedingte Kaufpreiszahlung vereinbart, die bei Erreichung bestimmter Unternehmensziele bis zu 500.000 € betragen kann. Der voraussichtliche Mittelabfluss wird auf ca. 10 T€ geschätzt.

5. Aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne

Der Posten beinhaltet das Entgelt für die stille Beteiligung von € 128.800 und setzt sich aus einem festen Zins (107.800 €) und einer Garantieprovision (21.000 €) zusammen.

6. Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstandes

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2009/10 auf neue Rechnung vorzutragen.

Zwingenberg, 14. Dezember 2010

Dr. Holger Zinke, Vorsitzender des Vorstands

Dr. Jürgen Eck, Mitglied des Vorstands

Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010

B·R·A·I·N Biotechnology Research And Information Network Aktiengesellschaft, Zwingenberg

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  Anschaffungskosten
  01.10.2009 Zugänge Abgänge 30.09.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 104.025,35 8.878,99 1.573,60 111.330,74
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  104.025,35 8.878,99 1.573,60 111.330,74
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.424.453,52 1.364.798,32 0,00 5.789.251,84
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.269.721,29 521.860,81 20.517,60 2.771.064,50
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 299.036,06 8.277,00 14.700,00 292.613,06
  6.993.210,87 1.894.936,13 20.517,60 8.852.929,40
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1.038.225,30 0,00 1.038.225,30
2. Beteiligungen 0,00 251.837,50 0,00 251.837,50
  0,00 1.290.062,80 0,00 1.290.062,80
  7.097.236,22 3.193.877,92 22.091,20 10.254.322,94
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  Kumulierte Abschreibungen
  01.10.2009 Zuführungen Abgänge 30.09.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 31.164,84 21.790,99 1.572,60 51.383,23
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  31.164,84 21.790,99 1.572,60 51.383,23
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 933.361,91 135.187,32 0,00 1.068.549,23
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.274.356,71 305.813,81 20.444,09 1.559.726,43
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  2.207.718,62 441.001,13 20.444,09 2.628.275,66
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  2.238.883,46 462.792,12 22.016,69 2.679.658,89
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  Nettobuchwerte
  30.09.2010 30.09.2009
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 59.947,51 72.860,51
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
  59.947,51 72.860,51
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.720.702,61 3.491.091,61
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.211.338,07 995.364,58
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 292.613,06 299.036,06
  6.224.653,74 4.785.492,25
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.038.225,30 0,00
2. Beteiligungen 251.837,50 0,00
  1.290.062,80 0,00
  7.574.664,05 4.858.352,76

Bestätigungsvermerk

Hinweis: Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. Aufgrund der Inanspruchnahme von gesetzlichen Erleichterungen wird der Jahresabschluss jedoch nur teilweise offengelegt.

„Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der B·R·A·I·N Biotechnology Research and Information Network Aktiengesellschaft, Zwingenberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“

 

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Markus Dittmann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christian Kwasni, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats über die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2009/10

Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2009/10 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand der Gesellschaft beratend begleitet und seine Tätigkeit überwacht.

Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für den Konzern frühzeitig und umfassend eingebunden. Im Rahmen der Information über wesentliche Entwicklungen und über anstehende Beschlussfassungen standen die Mitglieder des Aufsichtsrats und der Vorstand in regelmäßigem Kontakt.

Im Geschäftsjahr 2009/10 fanden drei turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen statt. Im Mittelpunkt der Beratungen standen die Unternehmensplanung, die Finanzlage des Konzerns, bereits begonnene und geplante Investitionsvorhaben, sowie die laufende Geschäftslage.

Die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, hat den nach den handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) aufgestellten Einzelabschluss der B•R•A•I•N AG und den nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss nach § 315a Abs. 3 HGB zum 30.09.2010 sowie die jeweiligen Lageberichte für das Geschäftsjahr 2009/10 geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Abschlussprüfer hat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und stand für Fragen des Aufsichtsrats zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den Ergebnissen der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat den Einzelabschluss der B•R•A•I•N AG und den IFRS Konzernabschluss zum 30.09.2010 gebilligt; der Abschluss der B•R•A•I•N AG ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands angeschlossen.

Der Aufsichtsrat sieht die B•R•A•I•N AG aufgrund der strategischen Ausrichtung und der erreichten Mitarbeiterqualifikation auf einem erfolgversprechenden Weg.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der B•R•A•I•N Konzerngesellschaften für ihr großes Engagement und die erfolgreiche Arbeit.

 

Rockenhausen, den 01. Februar 2011

Für den Aufsichtsrat:

Ulrich Putsch, Vorsitzender