B.R.A.I.N. Biotechnology Research and Information Network AGZwingenbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2011 bis zum 30.09.2012Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011/2012der B·R·A·I·N Biotechnologie Research and Information Network Aktiengesellschaft, ZwingenbergEntwicklung Gesamtwirtschaft und Branche Nach einem unerwartet schwachen ersten Halbjahr 2012 geht der Internationale Währungsfonds (IWF) in seiner aktuellen Prognose von einem Anstieg des globalen Bruttoinlandsproduktes für das Gesamtjahr 2012 von 3,3% und für das Jahr 2013 von 3,6% aus. Als Hauptursache für die Verlangsamung gegenüber 2010 (5,1%) und 2011 (3,8%) macht der IWF die Unsicherheit über die Zukunft der Eurozone und über die Auswirkungen die Fiskalpolitik der USA aus. Gleichzeitig haben die Konjunkturrisiken nach Einschätzung des IWF deutlich zugenommen. Die Wahrscheinlichkeit für eine weltweite Rezession wird in einer hohen Abhängigkeit von den politischen Maßnahmen in der EU und in den USA gesehen. Für die Eurozone wird ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 0,4% für 2012 und ein Anstieg von 0,2% in 2013 prognostiziert, für Deutschland ein Wachstum von jeweils 0,9% in 2012 und 2013. Die industrielle Biotechnologie hat zunehmend die Rolle des Wachstumsmotors für eine Vielzahl traditioneller Branchen übernommen. So hat sich zum Beispiel die Produktionskapazität für Bioplastik alleine von 2008 bis 2010 von unter 200 auf über 700 Tausend Tonnen erhöht; für den Zeitraum von 2011 bis 2015 wird mit einer jährlichen Wachstumsrate des Marktes für Bioplastik von über 30% gerechnet. [Quelle: 2012 Bioplastics Industry Overview Guide] Weltweit hat man dieses Potential erkannt und unterstützt daher die erheblichen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Branche mit staatlichen Finanzierungshilfen. In Deutschland wurden im Rahmen der von der Bundesregierung in 2010 verabschiedeten „Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030“ mehrere industrielle Konsortien gebildet, für die durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der „Innovationsinitiative Industrielle Biotechnologie“ über einen Zeitraum von neun Jahren umfangreiche Fördermittel bereitgestellt werden.[Quelle: BMBF: Innovationsinitiative industrielle Biotechnologie] Die attraktiven Wachstums- und Ertragsperspektiven der Branche haben in den USA, aber auch in Europa zu weiteren Übernahmen und Joint Venture Vereinbarungen geführt. Geschäftsentwicklung Auch im Geschäftsjahr 2011/12 hat die B·R·A·I·N AG konsequent an ihrer Strategie des zielgerichteten Ausbaus der Forschungs- und Entwicklungskompetenz und der Kommerzialisierung der Ergebnisse aus den eigenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten festgehalten. Mit der im Geschäftsjahr 2011/12 erfolgten Übernahme von 50,5% der Anteile an dem Markenunternehmen Monteil Cosmetics International GmbH, Oestrich-Winkel, konnte ein weiterer wichtiger Meilenstein im Rahmen der geplanten Ausweitung der Wertschöpfungstiefe erreicht werden. Zusammen mit der auf die Kosmetikproduktion spezialisierten Tochtergesellschaft L.A. Schmitt GmbH deckt die B·R·A·I·N AG im Geschäftsbereich Kosmetik nunmehr den gesamten Prozess von der wissenschaftlich fundierten Wirkstoffentwicklung bis zum Vertrieb von Markenprodukten ab. Zur Umsetzung der Wachstumsstrategie wurde u. a. eine Tochtergesellschaft in Frankreich, Monteil, Paris, gegründet. Während die laufenden Vergütungen der B·R·A·I·N AG aus Forschungs- und Entwicklungskooperationen in der Abrechnungsperiode unter den Vorjahreswerten lagen, haben sämtliche Tochterunternehmen den Berichtszeitraum mit Umsatzzuwächsen abgeschlossen. Insbesondere der Kosmetikbereich profitierte dabei von den in den vergangenen Jahren getätigten Investitionen in die Entwicklung biologischer Wirkstoffe. Der Schwerpunkt der Umsatzerlöse wurde wiederum im Inland erzielt. Die Erlöse aus Forschungs- und Entwicklungsförderungen reduzierten sich aufgrund des Auslaufens einer längerfristigen Förderung und haben im Vergleich zum Vorjahr nur noch in geringem Umfang zu den Gesamterlösen des Geschäftsjahres beigetragen. Im Rahmen der „Innovationsinitiative Industrielle Biotechnologie“ hat die B·R·A·I·N AG im Geschäftsjahr 2011/12 mit rund 20 industriellen Partnern die Innovationallianz „Natural Life Excellence Network (NatLifE 2020) geformt. Das von der B·R·A·I·N AG geführte Konsortium hat eine neue Generation natürlicher, biologisch aktiver Komponenten als Wirkstoffe für die Lebensmittel- und Kosmetikindustrie zum Ziel. Das von der B·R·A·I·N AG in die Allianz eingebrachte Technologieportfolio umfasst unter anderem sensorische Zellen, die von der B·R·A·I·N AG so modifiziert wurden, dass sie sich als Testsysteme eignen, um etwa Geschmacks- und Sättigungsmodulatoren zu identifizieren. Innerhalb von neun Jahren sind rund 30 Mio. € für Forschungsprojekte in der Allianz vorgesehen. Die von der RWE Power AG geführte Innovationsallianz „Zero Carbon Footprint (ZeroCarbFP)“ mit einem Gesamtvolumen von ca. 46 Mio. € zielt auf die biotechnologische Nutzung kohlenstoffreicher Abfallströme zur Herstellung wertvoller Bausteine für die Industrieproduktion, zum Beispiel Biokunststoff. Die B·R·A·I·N AG wird ihr mikrobiologisches Know-how in diese Allianz einbringen, um geeignete Mikroorganismen zu identifizieren, die über besonders gute Fähigkeiten zur CO2-Aufnahme verfügen. Die Allianzen adressieren große Märkte mit hohem Wachstumspotential; gleichzeitig eröffnen sie vielfältige Optionen zur Bildung neuer industrieller Wertschöpfungsketten. Ertragslage Die Ertragslage der B·R·A·I·N AG im Geschäftsjahr 2011/12 ist geprägt von nochmals erhöhten Aufwendungen in eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und in die Vorbereitung der Markteinführung von neuen Produkten auf biotechnologischer Basis. Die Erweiterung der eigenen Forschungs- und Entwicklungsressourcen spiegelt sich sowohl im erhöhten Personalaufwand als auch in höheren Abschreibungen und in den gestiegenen Sonstigen betrieblichen Aufwendungen wider. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten wie auch in den Vorjahren in erheblichem Umfang Forschungs- und Entwicklungsleistungen aus häufig langjährigen Kooperationen mit Universitäten, Hochschulen und anderen Technologieunternehmen. Insgesamt haben die Reduzierung des Umsatzes, der Anstieg des Personalaufwandes um 9%, des Materialaufwandes und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um jeweils 12%, sowie der Abschreibungen um 6% maßgeblich zur Erhöhung des Jahresfehlbetrages beigetragen. Im Rahmen des allgemeinen Rückganges des Marktzinsniveaus für kurzfristige Anlagen in Euro und aufgrund gegenüber dem Vorjahr niedrigerer durchschnittlicher Bestände an flüssigen Mitteln verringerten sich die Finanzerträge. Die Finanzaufwendungen einschließlich der aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführten Gewinne und des Zinsaufwandes aus der Abzinsung von Rückstellungen sanken im Rahmen der planmäßigen Tilgung der Finanzverbindlichkeiten. Unter Einbezug der aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführten Gewinne und der Abschreibungen auf Finanzanlagen verbesserte sich insgesamt das Finanzergebnis von-129 T€ auf -101 T€. Zusammenfassend führten die vorstehend erläuterten finanziellen Leistungsfaktoren des operativen Ergebnisses und des Finanzergebnisses zu einem Rückgang des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf -4.656.659 € (Vorjahr: -2.232.060 €). Die aufgrund von Teilgewinnabführungsverträgen abgeführten Gewinne blieben mit 128.800 € konstant, da im Geschäftsjahr 2011/12 keine Tilgung erfolgte. Nach Abzug der Gewinne aus Teilgewinnabführungsverträgen und nach Abzug der Steuern verbleibt ein Jahresfehlbetrag von -4.791.479 € (Vorjahr: -2.368.310 €). Die Ausrichtung der Tochterunternehmen auf technologisch anspruchsvolle Kosmetikprodukte wurde konsequent fortgeführt. Hierbei wurden kurzfristige negative Ergebniseffekte aus der Beendigung weniger klar differenzierter Produktlinien bewusst in Kauf genommen. Vermögens- und Finanzlage Nach den hohen Investitionen der B·R·A·I·N AG in Labor- und Pilotproduktionskapazitäten in den vorangegangenen Geschäftsjahren hat sich der Buchwert der Sachanlagen im Geschäftsjahr 2011/12 nicht weiter erhöht. Die Finanzanlagen erhöhten sich aufgrund der Übernahme von 50,5% der Anteile an der Monteil Cosmetics International GmbH (Monteil Cosmetics) einschließlich einer Eigenkapitalerhöhung dieser Gesellschaft und aufgrund von Eigenkapitalerhöhungen bei den Tochterunternehmen L.A. Schmitt GmbH und Mekon Science Networks GmbH sowie bei dem Beteiligungsunternehmen Enzymicals AG. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen stichtagsbedingt von 562.259 € auf 606.202 €. Das Gezeichnete Kapital beträgt zum Geschäftsjahresende unverändert 11.453.228 €. Die Eigenkapitalquote zum Ende des Geschäftsjahres verringerte sich auf 69% (Vorjahr: 75%). Die Rückstellungen erhöhten sich vorrangig aufgrund mitarbeiterbezogener Rückstellungen im Rahmen des Unternehmenswachstums und aufgrund von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerb von 817.810 € auf 1.264.864 €. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich aufgrund planmäßiger Tilgungen von 2.814.641 € auf 2.500.000 €. Da sich auch die Anzahlungen um 97.604 € und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 93.490 € verringerten und die Sonstigen Verbindlichkeiten sich nur um 65.019 € erhöhten, sanken die Verbindlichkeiten insgesamt um 440.716 € auf 4.460.478 €. Die Bilanzsumme der Gesellschaft verringerte sich von 22.991.361 € per 30.09.2011 auf 18.202.645 € per 30.09.2012. Den flüssigen Mitteln der B·R·A·I·N AG zum Bilanzstichtag 30.09.2012 in Höhe von 5.890.418 € standen Verbindlichkeiten gegenüber Stillen Gesellschaftern in Höhe von 1.400.000 € und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 2.500.000 € gegenüber. Die flüssigen Mittel verringerten sich vorrangig aufgrund der Investitionen in Verbundene Unternehmen und Beteiligungen und aufgrund erhöhter auszahlungswirksamer Aufwendungen und Investitionen für Forschung und Entwicklung sowie für die Vorbereitung der Markteinführung neuer Produkte im Kosmetikbereich. Mitarbeiter Als ein führendes Technologie-Unternehmen mit hoher Wachstumsorientierung misst die B·R·A·I·N AG der Gewinnung und Entwicklung hochqualifizierter Mitarbeiter eine besondere Bedeutung bei. Bereits frühzeitig unterstützt daher die B·R·A·I·N AG Studierende ausgewählter Universitäten und Hochschulen in den Bereichen Biotechnologie/ Life Sciences mit Stipendien und anderen Fördermaßnahmen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, vor Beginn eines Studiums oder einer betrieblichen Ausbildung ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Unternehmen zu absolvieren. Im Geschäftsjahr 2011/12 haben fünf Auszubildende das Angebot der B·R·A·I·N AG zur Ausbildung im Rahmen verschiedener Verbundmodelle wahrgenommen. Den Mitarbeitern werden – unter anderem auch in überbetrieblichen Kooperationen - umfangreiche Möglichkeiten zur nationalen und internationalen akademischen Weiterbildung und zur Teilnahme an sonstigen, fachspezifischen und fachübergreifenden Bildungsmaßnahmen geboten. Der Schwerpunkt des personellen Ausbaus liegt in den Forschungs- und Entwicklungsfunktionen, wobei neben Naturwissenschaftlern insbesondere auch ein hoher Anteil an Mitarbeitern aus den Ingenieurwissenschaften und mit betrieblicher Laborausbildung angestrebt wird. Die Anzahl der Mitarbeiter (ohne Vorstand) stieg im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2011/12 von 90 auf 97. Forschung und Entwicklung Die B·R·A·I·N AG hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr in den weiteren Ausbau ihrer Mikroorganismen-, Enzym- und Naturstoffbanken investiert. Mit diesem Bioarchiv aus Tausenden von Mikroorganismen und korrespondierenden Gen-Bibliotheken bedient die B·R·A·I·N AG eine Bandbreite an Industrien. Mit über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Geschäftsjahresende und einer umfangreichen technologischen Infrastruktur einschließlich einer eigenen Pilotanlage am Forschungs- und Entwicklungsstandort Zwingenberg nimmt die B·R·A·I·N AG eine führende Stellung innerhalb der Technologieunternehmen der Branche ein. Die über einen Zeitraum von über 15 Jahren aufgebauten technologischen Ressourcen ermöglichen es der Gesellschaft, in kurzen Zeiträumen biologische Lösungen auf der Basis neuer maßgeschneiderter Enzyme und Organismen zur Verfügung zu stellen. Die Aufwendungen für eigene Entwicklungen und Schutzrechte wurden wie auch in den Vorjahren nicht aktiviert und haben damit die stillen Reserven der Gesellschaft weiter erhöht. Investitionen Der Schwerpunkt der bilanzwirksamen Investitionen lag im Geschäftsjahr 2011/12 auf dem Erwerb von 50,5% der Unternehmensanteile an der Monteil Cosmetics International GmbH mit Wirkung zum 02.12.2011. Im Rahmen des Erwerbs der Anteile wurde der Gesellschaft darüber hinaus zusätzliches Eigenkapital zur Finanzierung des geplanten Wachstums zugeführt. Weitere Eigenkapitalerhöhungen umfassten die Tochterunternehmen L.A. Schmitt GmbH und Mekon Science Networks GmbH. Darüber hinaus beteiligte sich die B·R·A·I·N AG zusammen mit einem weiteren industriellen Investor an einer Wachstumsfinanzierungsrunde der Enzymicals AG, Greifswald. Es ist geplant, die Kooperation zwischen den Investoren und der Enzymicals AG mit dem Ziel der biokatalytischen Produktion von pharmazeutischen Wirkstoffen auszubauen. Der Anteil der B·R·A·I·N AG an der Enzymicals AG blieb im Rahmen dieser Finanzierungsrunde bei unverändert 24,9%. Die bilanzwirksamen Investitionen in Immaterielle Vermögensgegenstände im Geschäftsjahr 2011/12 betrugen 36.823 €. Bei den bilanzwirksamen Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 266.452 € lag der Schwerpunkt auf der weiteren Automatisierung von Prozessen zur Stammentwicklung und Wirkstofffindung am Standort Zwingenberg. Vergütungssystem für den Vorstand und den Aufsichtsrat Das Vergütungssystem für den Vorstand beinhaltet eine fixe Gehaltskomponente, eine variable Komponente in Form einer Prämie sowie Alters-, Hinterbliebenen- und Invaliditätsversorgung. Die Vergütung für den Aufsichtsrat setzt sich zusammen aus einer Grundvergütung und Sitzungsgeldern. Risikobericht Die Gesellschaft ist Markt- und Geschäftsrisiken ausgesetzt, die sich auf das Vermögen der Gesellschaft auswirken können. So können Konjunkturzyklen die Investitionsbereitschaft in Technologien, Produkte und Prozesse beeinflussen. Andererseits können aus Marktentwicklungen, wie zum Beispiel aus dem Anstieg der Rohstoffpreise in den letzten Jahren, neue Geschäftspotentiale erwachsen. Die Geschäftsrisiken umfassen unter anderem unternehmensstrategische Risiken, Technologierisiken, Personalrisiken sowie Finanzrisiken. Die strategischen Risiken beinhalten Risiken, die aus der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft resultieren können. Eine Ausweitung der Investitionen in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie eine Erhöhung der Wertschöpfungstiefe ist zunächst mit finanziellen Vorleistungen verbunden, denen erwartete Erträge für spätere Perioden gegenüberstehen. Der zukünftige wirtschaftliche Erfolg der Gesellschaft hängt in hohem Maße von ihrer technologischen Kompetenz, ihren technologischen Ressourcen und ihrer Fähigkeit zur Kommerzialisierung dieser Resourcen ab. Mit dem bestehenden Bioarchiv und der technischen Infrastruktur hat die Gesellschaft hierfür wesentliche Voraussetzungen geschaffen. Die Umsetzung dieser Ressourcen im Rahmen der strategischen Kooperationen, der eigenen Produktentwicklung und Erweiterung der Wertschöpfungskette setzt hoch qualifiziertes Management und Mitarbeiter voraus. Das Personalrisiko umfasst das Risiko, dass es nicht gelingt, entsprechend qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. Die Tochterunternehmen und die Unternehmensbeteiligung der B·R·A·I·N AG unterliegen anderen Markt- und Geschäftsrisiken als die B·R·A·I·N AG und erweitern damit das Chancen- und Risikoprofil der Gesellschaft. Die Tochtergesellschaften sind in größerem Umfang den allgemeinen Konjunkturrisiken ausgesetzt, die sich in einer möglichen größeren Kaufzurückhaltung nach Kosmetikprodukten ausdrücken können. Die Gesellschaft hat ein Risikomanagementsystem zur Risikoerkennung und Risikovermeidung implementiert. Dieses System basiert u. a. auf einer stringenten Kontrolle der Geschäftsvorgänge, einem intensiven Informationsaustausch mit den jeweils verantwortlichen Mitarbeitern über Risiken und Chancen der entsprechenden Geschäftsbereiche und auf regelmäßigen, überwiegend auf monatlicher Basis durchgeführten Analysen wesentlicher Geschäftskennzahlen. Das Risikomanagementsystem wurde implementiert, um negative Entwicklungen frühzeitig erkennen und zeitnah Maßnahmen zur Gegensteuerung einleiten zu können. Die Sicherstellung einer ausreichenden Liquidität zur Umsetzung der Unternehmensstrategie ist zentrales Element im Rahmen des Managements der Finanzrisiken der Gesellschaft. Darüber hinaus werden die Vermeidung größerer Zinsrisiken beim Fremdkapital und ein geringes Anlagerisiko im Rahmen der Anlage der liquiden Mittel angestrebt. Weitere Finanzrisiken aus Forderungsausfällen und aus Zahlungsströmen in Fremdwährung werden jeweils im Einzelfall unter Berücksichtigung der sonstigen wirtschaftlich relevanten Faktoren bewertet. Die B·R·A·I·N AG verfolgt die Strategie, Finanzinstrumente grundsätzlich ausschließlich zur Finanzierung der Gesellschaft und zur Absicherung von Grundgeschäften einzusetzen. Im Geschäftsjahr 2011/12 und in den Vorjahren wurden keine Finanzinstrumente zur Absicherung von Grundgeschäften eingesetzt. Die Finanzverbindlichkeiten sind im Wesentlichen mit Festzinsvereinbarung ausgestattet. Die Anlage der liquiden Mittel erfolgt in Tages- und Termingeldern in Euro mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten bei inländischen Kreditinstituten, die einem Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind. Die Gesellschaft betreibt Labor- und Technikumsinfrastruktur, die dem Gentechnikrecht unterliegt. Die Anlagen sind Gegenstand behördlicher Genehmigungen und behördlicher Aufsicht. Durch umfangreiche betriebliche Maßnahmen wird ein hohes Maß an Sicherheit gewährleistet. Die Gesellschaft hat durch Abschluss entsprechender Versicherungen, etwa Betriebshaft-pflicht-, Gebäude-, Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherungen für eine Absicherung fundamentaler Risiken Sorge getragen. Entwicklungen, die für die Gesellschaft bestandsgefährdend sein können oder geeignet sind, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestandsgefährdend zu beeinträchtigen, sind gegenwärtig nicht zu erkennen. Risiken lassen sich jedoch niemals vollständig ausschließen. Mit einer soliden Eigenkapitalquote und einem hohen Bestand an liquiden Mitteln hat die B·R·A·I·N AG wichtige Voraussetzungen geschaffen, um die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens umsetzen zu können. Die wirtschaftlichen Auswirkungen eines möglicherweise nochmaligen Konjunktureinbruchs auf die Geschäftslage der Gesellschaft lassen sich jedoch nur schwer abschätzen. Kreditrisiko Das Kreditrisiko beschreibt das Risiko, dass eine Partei eines Finanzinstruments der anderen Partei einen finanziellen Verlust verursacht, indem sie einer Verpflichtung nicht nachkommt. Das Kreditrisiko umfasst dabei sowohl das Ausfallrisiko als auch das Risiko einer Bonitätsverschlechterung, verbunden mit der Gefahr der Konzentration einzelner Risiken. Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten der Finanzinstrumente am Bilanzstichtag. Das für die Gesellschaft maßgebliche Ausfallrisiko besteht im operativen Bereich darin, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos bei Kundenforderungen werden die Vertragspartner einer Bonitätsprüfung unterzogen. Dabei werden die finanzielle Situation, Erfahrungen der Vergangenheit sowie weitere Faktoren berücksichtigt. Die entsprechenden Finanztransaktionen werden überwiegend nur mit bonitätsmäßig erstklassigen Kontrahenten abgeschlossen. Die Anlage liquider Mittel erfolgt ausschließlich in Termingeldern in Euro bis zu zwölf Monaten bei inländischen Finanzinstituten, die einem deutschen Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind. Angaben zu Vorgängen von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Wesentliche Ereignisse und Entwicklungen von besonderer Bedeutung für die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft sind seit dem Bilanzstichtag, dem 30.09.2012, nicht eingetreten. Prognose und Chancen Die B·R·A·I·N AG geht davon aus, dass der Markt für biotechnologisch hergestellte Produkte und Prozesse weiter überproportional wachsen wird und dass sich hieraus große wirtschaftliche Potentiale für die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften ergeben. Die B·R·A·I·N AG sieht sich dabei gut positioniert, ihre Stellung als ein führendes Technologieunternehmen der Branche ausbauen zu können. Die im Geschäftsjahr 2011/12 geformten Innovationsallianzen bilden hierfür eine zusätzliche langfristige Grundlage. Die Tochterunternehmen und die Unternehmensbeteiligung stellen mit ihrer Entwicklungs-, Produktions- und Vertriebsinfrastruktur ein eigenständiges Geschäftspotential dar. Die B·R·A·I·N AG erwartet für die Geschäftsjahre 2012/13 und 2013/14 Umsatzerlöse und Geschäftsergebnisse in einer ähnlichen Größenordnung wie im Geschäftsjahr 2011/12. Darin enthalten sind weiterhin hohe aufwandswirksame Vorleistungen der Gesellschaft in Forschung und Entwicklung sowie in Marketing und Vertrieb. Die Gesellschaft geht davon aus, dass sich aufgrund ihrer technologischen Kompetenz und der getätigten und in Zukunft geplanten Investitionen und Aufwendungen erhebliche Potentiale in attraktiven Märkten mit hohem langfristigen Ertrags- und Wachstumsperspektiven ergeben können.
Zwingenberg, den 16. November 2012 Dr. Holger Zinke, Vorsitzender des Vorstands Dr. Jürgen Eck, Mitglied des Vorstands Bilanz zum 30. September 2012B·R·A·I·N Biotechnology Research And Information Network Aktiengesellschaft, ZwingenbergAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Oktober 2011 bis 30. September 2012B·R·A·I·N Biotechnology Research and Information Network Aktiengesellschaft, Zwingenberg
Anhang für das Geschäftsjahr 2011/12der B·R·A·I·N Biotechnology Research and Information Network Aktiengesellschaft, ZwingenbergA. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der B·R·A·I·N Biotechnology Research and Information Network Aktiengesellschaft, Zwingenberg (B·R·A·I·N AG) wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs sowie des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Von der Möglichkeit, Angaben statt in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang zu zeigen, wurde teilweise Gebrauch gemacht. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen qualifiziert die B·R·A·I·N AG als mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Die B·R·A·I·N AG hat als oberste Muttergesellschaft zum 30. September 2012 einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, auf freiwilliger Basis aufgestellt. B. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung 1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Herstellungskosten für selbsterstellte Anlagen enthalten neben den Material-, Fertigungs- und Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebes, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung sowie Fremdkapitalzinsen werden grundsätzlich nicht aktiviert. Anschaffungskosten erfassen auch direkt zuordenbare Anschaffungsnebenkosten. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich entsprechend der steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG verfahren. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 150 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als € 150 und bis zu € 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Seit dem 1. Oktober 2011 werden geringwertige Wirtschaftsgüter in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 410 nicht übersteigen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen die folgenden Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern zugrunde:
Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten sowie Anschaffungsnebenkosten an-gesetzt. Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert werden bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Bedingte Kaufpreiszahlungen, die an die Erreichung vertraglicher Zielvereinbarungen geknüpft sind, werden als Anschaffungskosten aktiviert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung erfolgt zu den nach der FiFo-Methode ermittelten Anschaffungskosten. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger sind, werden diese angesetzt. Fertige Erzeugnisse und Waren sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nennwerten, die den Anschaffungskosten entsprechen, unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert bewertet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Das Eigenkapital ist zum Nennwert bewertet. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die Wertansätze der Eventualverbindlichkeiten entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. Erhaltene und geleistete Anzahlungen des Anlage- und Umlaufvermögens werden zum Nennwert bilanziert. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die hieraus resultierenden Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam erfasst. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die hieraus resultierenden Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam erfasst. C. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang „Entwicklung des Anlagevermögens“ dargestellt. Die kumulierten Abschreibungen auf Sachanlagen enthalten den Regelungen des § 7 i EStG entsprechende Abschreibungen in Höhe von 673.170 € aus den Geschäftsjahren 1995/96 bis einschließlich 2004/05. Die Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
* 30.09.2012/ ** Geschäftsjahr 1.10.2011 bis 30.09.2012/ *** 31.12.2011/ **** Geschäftsjahr 2011/ ***** Quotaler Anteilsbesitz/ ****** Eigenkapital bei Gründung; das erste Geschäftsjahr ist noch nicht abgeschlossen. 2. Flüssige Mittel Hierbei handelt es sich um laufende Bankguthaben, Tages- und Festgelder in Euro mit einer Anfangslaufzeit von bis zu 12 Monaten sowie den Kassenbestand. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Finanzverkehr in Höhe von 301.875 € (Vorjahr 151 T€) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 645 € (Vorjahr 0 €). Die Forderungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht beinhalten ausschließlich Forderungen aus Finanzverkehr in Höhe von 12.682 € (Vorjahr 0 €) Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen u. a. Forderungen aus Steuern in Höhe von 125.482 € sowie eine Anzahlung auf Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von 12.665 €. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 4. Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden die im Geschäftsjahr 2011/12 oder Vorjahren geleisteten Zahlungen, im Wesentlichen für Versicherungen, Beiträge und Mitgliedschaften, abgegrenzt, soweit sie auf das Folgejahr / die Folgejahre entfallen. 5. Latente Steuern Da zum 30. September 2012 sowie zum Bilanzstichtag ausschließlich aktive latente Steuern vorliegen und von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht wird, erfolgt kein Ansatz latenter Steuern. 6. Eigenkapital Das Grundkapital der B·R·A·I·N AG beträgt zum Bilanzstichtag unverändert 11.453.228 €. Das Grundkapital ist eingeteilt in 11.453.228 Stückaktien, auf die jeweils ein anteiliger Betrag des Grundkapitals von 1,00 € entfällt. Die Anteile sind voll einbezahlt und lauten auf den Namen. Das genehmigte Kapital zum Bilanzstichtag 30.09.2011 beträgt 0 €. Die Kapitalrücklage beinhaltet in Höhe von 7.693.205 € Beträge nach § 272 Nr. 1 HGB und in Höhe von 858.950 € Beträge nach § 272 Nr. 4 HGB. 7. Bilanzverlust Zum 30. September 2012 wird ein Bilanzverlust in Höhe von 7.528.377 € ausgewiesen. In den Bilanzverlust wurde ein Verlustvortrag in Höhe von 2.736.898 € einbezogen. In Fortführung des Jahresergebnisses erfolgt die nachfolgende Darstellung:
8. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen unter anderem Rückstellungen für bedingte Kaufpreiszahlungen aus Unternehmenserwerb in Höhe von 401.399 €, für ausstehenden Urlaub in Höhe von 298.974 € (Vorjahr 288 T€), für Mitarbeitervergütungen in Höhe von 245.490 € (Vorjahr 197 T€) sowie für Fremdarbeiten, Abschluss- und Prüfungskosten, ausstehende Rechnungen, Aufsichtsratsvergütung, die Erfüllung gesetzlicher Aufbewahrungsvorschriften und in Folgejahren erhobene Beiträge und Abgaben wie z. B. für die Berufsgenossenschaft. 9. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben die folgenden Restlaufzeiten:
Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer. Es bestehen Grundschulden auf Grundstücke und Gebäude der Gesellschaft in Höhe von nominal 3.500.000 €. Alle Grundschulden dienen der Sicherung von Bankverbindlichkeiten, die zum Bilanzstichtag in Höhe von 2.500.000 € valutieren. Die übrigen Verbindlichkeiten sind, bis auf übliche Eigentumsvorbehalte, nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. 10. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen u. a. mitarbeiterbezogene Erstattungen in Höhe von 34.036 € und Mieterträge in Höhe von 18.601 €. Sie beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von 56.462 €, davon aus der Auflösung von Rückstellungen 9.287 €. 11. Personalaufwand Im Personalaufwand sind in Höhe von 170.318 € Aufwendungen für Altersversorgung, Hinterbliebenen- und Invaliditätsvorsorge enthalten. 12. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die übrigen betrieblichen Aufwendungen umfassen u. a. periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 4.503 € sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 23 € (Vorjahr 302 €). 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten Zinsaufwand aus der Bewertung von Rückstellungen für bedingte Kaufpreiszahlungen aus Unternehmenserwerb in Höhe von 15.035 €. 14. Außerordentliche Erträge und Aufwendungen Die außerordentlichen Aufwendungen im Vorjahr in Höhe von 2.022 € resultieren aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG. D. Sonstige Angaben 1. Angaben zum Vorstand und Aufsichtsrat Vorstand und Aufsichtsrat Im Geschäftsjahr und bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses gab es keine Änderung im Vorstand. Dem Vorstand der Gesellschaft gehören folgende Mitglieder an: Dr. Holger Zinke, Heppenheim (Vorsitzender) Diplom-Biologe Dr. Jürgen Eck, Bensheim (stellvertretender Vorsitzender) Diplom-Biologe Der Vorstand ist gemeinschaftlich zur Vertretung der Gesellschaft berechtigt. Nach § 286 Abs. 4 HGB unterbleiben die Angaben gemäß § 285 Nr. 9 HGB. Für den Fall einer vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses kann für die Versorgungsleistung ein Nachfinanzierungsbedarf für die Unterstützungskassenversorgung entstehen. Die Wahrscheinlichkeit des vorzeitigen Ausscheidens und damit das Eintreten eines ausscheidungsbedingten Anspruchs wird von der Gesellschaft als sehr gering eingestuft. Der Aufsichtsratsetzt sich zum Bilanzstichtag aus folgenden Personen zusammen: Dr. Ludger Müller, Kaiserslautern (Vorsitzender seit dem 03.05.2012) Geschäftsführer MP Beteiligungs-GmbH Ulrich Putsch, Rockenhausen (Vorsitzender bis zum 03.05.2012) Ehemaliger geschäftsführender Gesellschafter der Keiper Recaro Gruppe Michael Motschmann, München (stellvertretender Vorsitzender) Vorstand MIG Verwaltungs AG Siegfried L. Drueker, Bad Homburg Geschäftsführer der Drueker GmbH & Co. KG Ab 03.05.2012 Prof. Dr. Klaus-Peter Koller, Bad Soden am Taunus Ehemaliger Director Prospective and Strategic Initiatives Sanofi-Aventis Pharma Deutschland GmbH Dr. Matthias Kromayer, München Vorstand MIG Verwaltungs AG Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats betrug im Berichtszeitraum 44.500 €. Die Bezüge setzen sich wie folgt zusammen:
2. Angaben von Beteiligungen, die der Gesellschaft nach § 20 AktG mitgeteilt worden sind Die MP Beteiligungs GmbH, Kaiserslautern, hält zum 30.09.2012 mehr als 25%, aber weniger als 50% der Anteile. 3. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2011/12 waren durchschnittlich 97 Angestellte beschäftigt (Vorjahr: 90), davon 8 Aushilfskräfte (Vorjahr:9) und 6 Stipendiaten (Vorjahr: 4). 4. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse gegenüber Dritten. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverhältnissen setzen sich wie folgt zusammen:
Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Mietzahlungen beträgt 8.207 €. Zum 30.09.2012 bestehen keine finanzielle Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben (Vorjahr: 16 T€). Im Rahmen von Unternehmenserwerben wurden bedingte Kaufpreiszahlungen vereinbart, die bei Erreichung bestimmter Unternehmensziele insgesamt bis zu 1.150.000 € betragen können. Hiervon sind 401.399 € in den Rückstellungen für bedingte Kaufpreiszahlungen aus Unternehmenserwerb erfasst. Darüber hinaus wurde im Rahmen von Unternehmenserwerben vereinbart, dass bei Erreichung bestimmter Umsatzziele der erworbenen Tochterunternehmen diesen zusätzliches Eigenkapital in Höhe von 1 Mio. € zuzuführen ist. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag beträgt 1.761 T€. 5. Aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne Der Posten beinhaltet das Entgelt für die stille Beteiligung von € 128.800 und setzt sich aus einem festen Zins (107.800 €) und einer Garantieprovision (21.000 €) zusammen. Da die Gesellschaft im Berichtsjahr keinen Gewinn erwirtschaftet hat, ist eine Gewinnbeteiligung der stillen Beteiligung nicht erfolgt. Die stille Beteiligung nimmt am Verlust nicht teil. Eine Nachschusspflicht besteht nicht. 6. Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstandes Der Vorstand schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2011/12 auf neue Rechnung vorzutragen.
Zwingenberg, 16. November 2012 Dr. Holger Zinke, Vorsitzender des Vorstands Dr. Jürgen Eck, Mitglied des Vorstands Der Jahresabschluss wurde am 29. Januar 2013 durch den Aufsichtsrat gebilligt. Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 01. Oktober 2011 bis 30. September 2012B·R·A·I·N Biotechnology Research And Information Network Aktiengesellschaft, Zwingenberg
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers(Hinweis: Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. Aufgrund der Inanspruchnahme handelsrechtlicher Offenlegungserleichterungen wird der Jahresabschluss jedoch nur teilweise offengelegt.) Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der B·R·A·I·N Biotechnology Research and Information Network Aktiengesellschaft, Zwingenberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“
Frankfurt am Main, den 3. Dezember 2012 PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft ppa. Christian Kwasni, Wirtschaftsprüfer ppa. Nicole Bier, Wirtschaftsprüferin Bericht des AufsichtsratsBericht des Aufsichtsrats über die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2011/12 Auch im Geschäftsjahr 2011/12 war der Aufsichtsrat in alle Entscheidungen von strategischer und grundlegender Bedeutung für die B·R·A·I·N AG frühzeitig und unmittelbar eingebunden. Vorstand und Aufsichtsrat standen hierzu in regelmäßigem Kontakt und haben sich umfassend über die Geschäftsstrategie, die Geschäftspolitik, die Geschäfts- und Finanzlage sowie das praktizierte Risikomanagement ausgetauscht. Die dem Aufsichtsrat nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wurden vollständig wahrgenommen. Von besonderer Bedeutung im Geschäftsjahr war die Qualifizierung der Gesellschaft in den beiden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Innovationsallianzen „Natural Life Excellence Network“ (NatLifE 2020) und „Zero Carbon Footprint“ (ZeroCarbFP) als Innovationsführer der Weißen Biotechnologie. Darüber hinaus konnte das Produktgeschäft im Kosmetiksegment durch die mit Wirkung zum 02.12.2012 erfolgte Übernahme von 50,5% der Anteile an der Monteil Cosmetics International GmbH weiter ausgebaut werden. Der Aufsichtsrat bekräftigte seine Befürwortung der in den Vorjahren verabschiedeten „Buy and Build“ Industrialisierungsstrategie der B·R·A·I·N AG mit dem Ziel des Ausbaus der Gesellschaft zu einem voll integrierten Industrieunternehmen der Weißen Biotechnologie. In diesem Zusammenhang beschäftigte sich der Aufsichtsrat insbesondere mit weiteren möglichen strategischen Optionen zur Umsetzung dieser Strategie und mit deren Finanzierung. Der Mitgründer und langjährige Vorsitzende des Aufsichtsrats, Herr Ulrich Putsch, hat sein Aufsichtsratsmandat mit Wirkung zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung am 03.05.2012 niedergelegt. Aufsichtsrat und Vorstand danken Herrn Putsch für seine langjährige konstruktive Begleitung der Gesellschaft. Auf der Hauptversammlung am 03.05.2012 wurde Herr Siegfried L. Drueker, Geschäftsführer der Drueker GmbH & Co. KG, in den Aufsichtsrat gewählt. Herr Dr. Ludger Müller wurde auf der Aufsichtsratssitzung am gleichen Tage zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, hat den nach den handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) aufgestellten Einzelabschluss der B·R·A·I·N AG und den nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss nach § 315a Abs. 3 HGB zum 30.09.2012 sowie die jeweiligen Lageberichte geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat auf der Aufsichtsratssitzung am 17. Januar 2013 über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und stand für Erläuterungen sowie für Fragen des Aufsichtsrats zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den Ergebnissen der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat den Einzelabschluss der B·R·A·I·N AG und den IFRS Konzernabschluss zum 30.09.2012 gebilligt; der Abschluss der B·R·A·I·N AG ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands angeschlossen. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der B·R·A·I·N Konzerngesellschaften für ihren sehr engagierten Einsatz und die geleistete erfolgreiche Arbeit.
Kaiserslautern, den 29.01.2013 Für den Aufsichtsrat Dr. Ludger Müller, Vorsitzender |
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