B.R.A.I.N. Biotechnology Research and Information Network AG

Zwingenberg

Jahresabschluss zum 30.09.2013

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012/2013

der B ·R·A·I·N Biotechnologie Research and Information Network Aktiengesellschaft, Zwingenberg

Entwicklung Gesamtwirtschaft und Branche

Vor dem Hintergrund einer erwarteten zyklischen Abschwächung der Wirtschaftsentwicklung in einer zunehmenden Anzahl von Schwellenländern und einer nur langsamen wirtschaftlichen Erholung in den entwickelten Volkswirtschaften geht der Internationale Währungsfonds (IWF) in seiner aktualisierten Prognose vom Oktober 2013 von einem Anstieg des globalen Bruttoinlandsproduktes für das Gesamtjahr 2013 von 2,9% und für das Jahr 2014 von 3,6% aus.

Größere Risiken werden unter anderem in der US-Fiskalpolitik und in dem noch nicht vollständig stabilisierten Finanzsektor in der Eurozone gesehen. Zudem zeichnen sich zunehmend fiskalpolitische Herausforderungen in einer wachsenden Anzahl an Schwellenländern ab.

Für die Eurozone wird ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 0,4% für 2013 und ein Anstieg von 1,0% in 2014 prognostiziert, für Deutschland ein Wachstum von 0,5% in 2013 und von 1,4% in 2014.

Die industrielle Biotechnologie wächst seit Jahren überproportional. Vor dem Hintergrund des erwarteten steigenden Anteils biotechnologischer Verfahren in Industrieprozessen wird von einem Anhalten dieser Dynamik ausgegangen. So wird zum Beispiel für den Biochemicals Markt für die Jahre 2013 bis 2018 ein jährliches Wachstum von 7,7% prognostiziert. [Quelle: ASD Media: Renewable Chemicals Report, Juni 2013]

Geschäftsentwicklung

Das Geschäftsjahr 2012/13 der B·R·A·I·N AG ist geprägt durch eine positive Geschäftsentwicklung sowohl im industriellen Kooperationsgeschäft als auch im Kosmetikgeschäft der Tochtergesellschaften.

Das industrielle Kooperationsgeschäft profitierte unter anderem von der Erreichung wichtiger Entwicklungsziele in mehreren Anwendungsbereichen und von gestiegenen Lizenzerlösen.

Der Schwerpunkt der Umsatzerlöse der B·R·A·I·N AG und der Tochtergesellschaften lag wiederum im Inland.

Ertragslage

Die Ertragslage der B·R·A·I·N AG im Geschäftsjahr 2012/13 ist planmäßig geprägt von hohen Forschungs- und Entwicklungskosten im Rahmen des strategischen Ausbaus des eigenen Produktportfolios, wobei sich neben den höheren sonstigen betrieblichen Erträgen auch die gestiegenen Umsatzerlöse positiv auswirken.

Die weiterhin intensiven Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten spiegeln sich sowohl im erhöhten Personalaufwand als auch in höheren Abschreibungen und in den gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen wider.

Der Materialaufwand reduzierte sich trotz des Umsatzanstieges aufgrund niedriger Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, insbesondere Laborbedarf und niedrigerer Aufwendungen für bezogene Leistungen, vorrangig niedrigerer Forschungs- und Entwicklungsfremdleistungen aus häufig langjährigen Kooperationen mit Universitäten, Hochschulen und anderen Technologieunternehmen.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 33% ergibt sich unter anderem aufgrund gestiegener Rechts- und Beratungskosten mit den Schwerpunkten Unternehmensentwicklung, Marketing und Vertrieb.

Im Wesentlichen bedingt durch niedrigere durchschnittliche Bestände an flüssigen Mitteln verringerten sich die Finanzerträge um 113.945 €.

Die Finanzaufwendungen einschließlich der aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführten Gewinne und des Zinsaufwandes aus der Abzinsung von Rückstellungen sanken aufgrund einer im Vorjahr erfolgten planmäßigen Tilgung von Finanzverbindlichkeiten.

Unter Einbezug der aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführten Gewinne und der Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 372.508 € betrug das Finanzergebnis -567.713 € nach -101 T€ im Vorjahr.

Zusammenfassend führten die vorstehend erläuterten finanziellen Leistungsfaktoren des operativen Ergebnisses und des Finanzergebnisses zu einem Anstieg des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von -4.656.659 € auf -4.373.704 €.

Nach Abzug der Gewinne aus Teilgewinnabführungsverträgen und nach Abzug der Steuern verbleibt ein Jahresfehlbetrag von -4.494.323 d € (Vorjahr: -4.791.479 €).

Vermögens- und Finanzlage

Der Buchwert der Immateriellen Vermögenswerte einschließlich Anzahlungen auf Immaterielle Vermögenswerte erhöhte sich von 68.121 € auf 180.629 €. Der Buchwert der Sachanlagen verringerte sich im Geschäftsjahr abschreibungsbedingt von 5.798.414 € auf 5.615.346 €.

Die Finanzanlagen erhöhten sich aufgrund der Übernahme von Unternehmensanteilen, unter anderem auch im Rahmen einer Eigenkapitalerhöhung bei einer Tochtergesellschaft. Dem standen eine Reduzierung der Anschaffungskosten aufgrund voraussichtlich geringerer bedingter Kaufpreiszahlungen und Abschreibungen gegenüber.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen stichtagsbedingt von 606.202 € auf 936.326 €. Die Forderungen gegen Verbundene Unternehmen erhöhten sich vorrangig aufgrund der Ausreichung kurzfristiger Darlehen. Die Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen erhöhten sich von 12.682 € auf 27.775 €. Die Sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich geringfügig von 204.259 € auf 189.838 €.

Auf der Hauptversammlung der Gesellschaft am 14.03.2013 wurde die Erhöhung des Grundkapitals um 1.272.590 Aktien auf 12.725.818 € beschlossen. Die Kapitalerhöhung wurde vollständig gezeichnet und am 21.08.2013 in das Handelsregister eingetragen. Die Kapitalrücklage erhöhte sich aufgrund des Agios von 8.552.155 € auf 17.279.577 €. Die Eigenkapitalquote zum Ende des Geschäftsjahres erhöhte sich auf 75% (Vorjahr: 69%).

Die Rückstellungen verringerten sich geringfügig unter anderem aufgrund niedrigerer Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerb. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten blieben mit 2.500.000 € unverändert.

Insgesamt erhöhten sich die Verbindlichkeiten von 4.460.478 € auf 4.613.391 €. Einem Anstieg der erhaltenen Anzahlungen um 48.671 € und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 135.499 € stand eine Verringerung der sonstigen Verbindlichkeiten um 31.257 € gegenüber.

Die Bilanzsumme der Gesellschaft erhöhte sich von 18.202.645 € per 30.09.2012 auf 23.824.698 € per 30.09.2013.

Den flüssigen Mitteln der B·R·A·I·N AG zum Bilanzstichtag 30.09.2013 in Höhe von 10.850.681 € standen Verbindlichkeiten gegenüber Stillen Gesellschaftern in Höhe von 1.400.000 € und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 2.500.000 € gegenüber.

Die flüssigen Mittel erhöhten sich vorrangig aufgrund des Mittelzuflusses aus der im Geschäftsjahr durchgeführten Kapitalerhöhung. Dem standen geplante auszahlungswirksame Aufwendungen mit dem Schwerpunkt Forschung und Entwicklung gegenüber.

Investitionen

Die bilanzwirksamen Investitionen in Immaterielle Vermögensgegenstände im Geschäftsjahr 2012/13 betrugen 139.261 €. Darüber hinaus wurden Anzahlungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 7.253 € geleistet.

Der Schwerpunkt der bilanzwirksamen Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 332.169 € lag im Geschäftsjahr 2012/13 auf dem Bereich Herstellungs- und Fermentationsverfahren sowie auf der Ausstattung des Entwicklungslabors für kosmetische Wirkstoffe.

Die Investitionen in Finanzanlagen umfassen Investitionen in verbundene Unternehmen in Höhe von 100.000 €.

Mitarbeiter

Als ein führendes Technologie-Unternehmen mit hoher Wachstumsorientierung misst die B·R·A·I·N AG der Gewinnung und Entwicklung hochqualifizierter Mitarbeiter eine besondere Bedeutung bei. Bereits frühzeitig unterstützt daher die B·R·A·I·N AG Studierende ausgewählter Universitäten und Hochschulen in den Bereichen Biotechnologie/ Life Sciences mit Stipendien und anderen Fördermaßnahmen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, vor Beginn eines Studiums oder einer betrieblichen Ausbildung ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Unternehmen zu absolvieren. Im Geschäftsjahr 2012/13 haben fünf Auszubildende das Angebot der B·R·A·I·N AG zur Ausbildung im Rahmen verschiedener Verbundmodelle wahrgenommen.

Den Mitarbeitern werden – unter anderem auch in überbetrieblichen Kooperationen - umfangreiche Möglichkeiten zur nationalen und internationalen akademischen Weiterbildung und zur Teilnahme an sonstigen innerbetrieblichen und externen fachspezifischen und fachübergreifenden Bildungsmaßnahmen geboten.

Der Schwerpunkt des personellen Ausbaus liegt in den Forschungs- und Entwicklungsfunktionen, wobei neben Naturwissenschaftlern insbesondere auch ein hoher Anteil an Mitarbeitern aus den Ingenieurwissenschaften und mit betrieblicher Laborausbildung angestrebt wird.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter stieg von 97 im Geschäftsjahr 2011/12 auf 99 im Geschäftsjahr 2012/13.

Forschung und Entwicklung

Die B·R·A·I·N AG hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr in den weiteren Ausbau ihrer Mikroorganismen-, Enzym- und Naturstoffbanken investiert. Mit diesem Bioarchiv aus Tausenden von Mikroorganismen und korrespondierenden Gen-Bibliotheken bedient die B·R·A·I·N AG eine Bandbreite an Industrien.

Mit ihren hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einer umfangreichen technologischen Infrastruktur einschließlich einer eigenen Pilotanlage am Forschungs- und Entwicklungsstandort Zwingenberg nimmt die B·R·A·I·N AG eine führende Stellung innerhalb der Technologieunternehmen der Branche ein. Die über einen Zeitraum von annähernd 20 Jahren aufgebauten technologischen Ressourcen ermöglichen es der Gesellschaft, in kurzen Zeiträumen biologische Lösungen auf der Basis neuer maßgeschneiderter Enzyme und Organismen für eine Vielzahl von Anwendungen zur Verfügung zu stellen.

Die Aufwendungen für eigene Entwicklungen und Schutzrechte wurden wie auch in den Vorjahren nicht aktiviert, da eine Umsetzung der Forschungsergebnisse in kommerzialisierbare Produkte nicht bzw. nicht einer absehbaren Zeitspanne prognostizierbar ist, und führen damit weiterhin zu einer Erhöhung der stillen Reserven der Gesellschaft.

Vergütungssystem für den Vorstand und den Aufsichtsrat

Das Vergütungssystem für den Vorstand beinhaltet eine fixe Gehaltskomponente, eine variable Komponente in Form einer Prämie sowie Alters-, Hinterbliebenen- und Invaliditätsversorgung. Die Vergütung für den Aufsichtsrat setzt sich zusammen aus einer Grundvergütung und Sitzungsgeldern.

Risikobericht

Die Gesellschaft ist Markt- und Geschäftsrisiken ausgesetzt, die sich auf das Vermögen der Gesellschaft auswirken können.

So können Konjunkturzyklen die Investitionsbereitschaft in Technologien, Produkte und Prozesse beeinflussen. Andererseits können aus Marktentwicklungen, wie zum Beispiel aus dem Anstieg der Rohstoffpreise in den letzten Jahren, neue Geschäftspotentiale erwachsen.

Die Geschäftsrisiken umfassen unter anderem unternehmensstrategische Risiken, Technologierisiken, Personalrisiken sowie Finanzrisiken.

Die strategischen Risiken beinhalten Risiken, die aus der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft resultieren können. Eine Ausweitung der Investitionen in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie eine Erhöhung der Wertschöpfungstiefe ist zunächst mit finanziellen Vorleistungen verbunden, denen erwartete Erträge für spätere Perioden gegenüberstehen.

Der zukünftige wirtschaftliche Erfolg der Gesellschaft hängt in hohem Maße von ihrer technologischen Kompetenz, ihren technologischen Ressourcen und ihrer Fähigkeit zur Kommerzialisierung dieser Ressourcen ab. Mit dem bestehenden Bioarchiv und der technischen Infrastruktur hat die Gesellschaft hierfür wesentliche Voraussetzungen geschaffen.

Die Umsetzung dieser Ressourcen im Rahmen der strategischen Kooperationen, der eigenen Produktentwicklung und Erweiterung der Wertschöpfungskette setzt hoch qualifiziertes Management und Mitarbeiter voraus. Das Personalrisiko umfasst das Risiko, dass es nicht gelingt, entsprechend qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten.

Die Tochterunternehmen und die Unternehmensbeteiligungen der B·R·A·I·N AG unterliegen anderen Markt- und Geschäftsrisiken als die B·R·A·I·N AG. In enger Kooperation mit der B·R·A·I·N AG adressieren diese Gesellschaften sowohl B2B (Unternehmen) als auch B2C (Endkunden) Märkte.

Die Gesellschaft hat ein Risikomanagementsystem zur Risikoerkennung und Risikovermeidung implementiert. Dieses System basiert u. a. auf einer stringenten Kontrolle der Geschäftsvorgänge, einem intensiven Informationsaustausch mit den jeweils verantwortlichen Mitarbeitern über Risiken und Chancen der entsprechenden Geschäftsbereiche und auf regelmäßigen, überwiegend auf monatlicher Basis durchgeführten Analysen wesentlicher Geschäftskennzahlen.

Das Risikomanagementsystem wurde implementiert, um negative Entwicklungen frühzeitig erkennen und zeitnah Maßnahmen zur Gegensteuerung einleiten zu können.

Die Sicherstellung einer ausreichenden Liquidität zur Umsetzung der Unternehmensstrategie ist zentrales Element im Rahmen des Managements der Finanzrisiken der Gesellschaft. Darüber hinaus werden die Vermeidung größerer Zinsrisiken beim Fremdkapital und ein geringes Anlagerisiko im Rahmen der Anlage der liquiden Mittel angestrebt. Weitere Finanzrisiken aus Forderungsausfällen und aus Zahlungsströmen in Fremdwährung werden jeweils im Einzelfall unter Berücksichtigung der sonstigen wirtschaftlich relevanten Faktoren bewertet.

Die B·R·A·I·N AG verfolgt die Strategie, Finanzinstrumente grundsätzlich ausschließlich zur Finanzierung der Gesellschaft und zur Absicherung von Grundgeschäften einzusetzen. Im Geschäftsjahr 2012/13 und in den Vorjahren wurden keine Finanzinstrumente zur Absicherung von Grundgeschäften eingesetzt.

Die Finanzverbindlichkeiten sind im Wesentlichen mit Festzinsvereinbarung ausgestattet. Die Anlage der liquiden Mittel erfolgt in Tages- und Termingeldern in Euro mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten bei inländischen Kreditinstituten, die einem Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind.

Die Gesellschaft betreibt Labor- und Technikumsinfrastruktur, die dem Gentechnikrecht unterliegt. Die Anlagen sind Gegenstand behördlicher Genehmigungen und behördlicher Aufsicht. Durch umfangreiche betriebliche Maßnahmen wird ein hohes Maß an Sicherheit gewährleistet.

Die Gesellschaft hat durch Abschluss entsprechender Versicherungen, etwa Betriebshaft-pflicht-, Gebäude-, Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherungen für eine Absicherung fundamentaler Risiken Sorge getragen.

Entwicklungen, die für die Gesellschaft bestandsgefährdend sein können oder geeignet sind, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestandsgefährdend zu beeinträchtigen, sind gegenwärtig nicht zu erkennen. Risiken lassen sich jedoch niemals vollständig ausschließen.

Mit einer soliden Eigenkapitalquote und einem hohen Bestand an liquiden Mitteln hat die B·R·A·I·N AG wichtige Voraussetzungen geschaffen, um die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens umsetzen zu können.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen eines möglicherweise nochmaligen Konjunktureinbruchs auf die Geschäftslage der Gesellschaft lassen sich jedoch nur schwer abschätzen.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko beschreibt das Risiko, dass eine Partei eines Finanzinstruments der anderen Partei einen finanziellen Verlust verursacht, indem sie einer Verpflichtung nicht nachkommt. Das Kreditrisiko umfasst dabei sowohl das Ausfallrisiko als auch das Risiko einer Bonitätsverschlechterung, verbunden mit der Gefahr der Konzentration einzelner Risiken. Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten der Finanzinstrumente am Bilanzstichtag. Das für die Gesellschaft maßgebliche Ausfallrisiko besteht im operativen Bereich darin, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos bei Kundenforderungen werden die Vertragspartner einer Bonitätsprüfung unterzogen. Dabei werden die finanzielle Situation, Erfahrungen der Vergangenheit sowie weitere Faktoren berücksichtigt. Die entsprechenden Finanztransaktionen werden überwiegend nur mit Kontrahenten erstklassiger Bonität abgeschlossen. Die Anlage liquider Mittel erfolgt ausschließlich in Termingeldern in Euro bis zu zwölf Monaten bei inländischen Finanzinstituten, die einem deutschen Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind.

Angaben zu Vorgängen von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Die B·R·A·I·N AG hat vertragliche Vereinbarungen getroffen, nach denen sie unter der Voraussetzung des Abschlusses weiterer Vereinbarungen und bei Eintritt vertraglich festgelegter Bedingungen mit Wirkung zum 1. Oktober 2013 die Mehrheit der Anteile an einem Unternehmen zu einem festen Kaufpreis von ca. 2,75 Mio. € erworben hat. Weitere wesentliche Ereignisse und Entwicklungen von besonderer Bedeutung für die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft sind seit dem Bilanzstichtag, dem 30.09.2013, nicht eingetreten.

Prognose und Chancen

Die B·R·A·I·N AG geht davon aus, dass der Markt für biotechnologisch hergestellte Produkte und Prozesse weiter überproportional wachsen wird und dass sich hieraus große wirtschaftliche Potentiale für die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften ergeben.

Die B·R·A·I·N AG sieht sich dabei gut positioniert, ihre Stellung als ein führendes Technologieunternehmen der Branche ausbauen zu können. Die im Geschäftsjahr 2011/12 geformten Innovationsallianzen bilden hierfür eine zusätzliche langfristige Grundlage. Zum 01.02.2013 ist die NatLifE 2020 Allianz zur Entwicklung gesunder Nahrungsmittel in die Förderung gegangen. Die ZeroCarbFP Allianz zur Verwertung kohlenstoffhaltige, industrielle Abfallströme unter Verwendung von Mikroorganismen in Werkstoffe folgte als zweite Allianz zum 01.07.2013.

Die Tochterunternehmen und die Unternehmensbeteiligung stellen mit ihrer Entwicklungs-, Produktions- und Vertriebsinfrastruktur ein eigenständiges Geschäftspotential dar. Im Geschäftsjahr 2012/13 war die Entwicklung der Tochtergesellschaften im Wesentlichen geprägt durch eine überproportionale Umsatzsteigerung und durch hohe Marketing- und Vertriebsvorleistungen.

Die B·R·A·I·N AG erwartet für die Geschäftsjahre 2013/14 und 2014/15 Umsatzerlöse und Geschäftsergebnisse in einer ähnlichen Größenordnung wie im Geschäftsjahr 2012/13. Darin enthalten sind planmäßig hohe Aufwendungen für Technologie- und Produktentwicklung und weitere Investitionen und Aufwendungen der Gesellschaft im Rahmen der geplanten Unternehmensentwicklung.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass sich aufgrund ihrer technologischen Kompetenz und der getätigten und in Zukunft geplanten Investitionen und Aufwendungen erhebliche Potentiale in attraktiven Märkten mit hohem langfristigen Ertrags- und Wachstumsperspektiven ergeben können.

 

Zwingenberg, den 15. November 2013

Dr. Holger Zinke, Vorsitzender des Vorstands

Dr. Jürgen Eck, Mitglied des Vorstands

Bilanz zum 30. September 2013

der B·R·A·I·N Biotechnology Research And Information Network Aktiengesellschaft, Zwingenberg

AKTIVA

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  30.09.2013
30.09.2012
A. ANLAGEVERMÖGEN      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 173.376,00   68.121,00
2. Anzahlungen immaterielle Vermögensgegenstände 7.253,32   0,00
    180.629,32 68.121,00
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.335.817,61   4.478.562,61
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.279.528,04   1.319.851,04
    5.615.345,65 5.798.413,65
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.993.189,76   4.529.554,15
2. Beteiligungen 710.965,80   301.832,50
    4.704.155,56 4.831.386,65
B. UMLAUFVERMÖGEN      
I.Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 350.703,74   347.406,40
2. fertige Erzeugnisse und Waren 2.883,15   49.572,99
3. Geleistete Anzahlungen 67,50   2.766,49
    353.654,39 399.745,88
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 936.325,99   606.202,26
2. Forderungen gegen verbundende Unternehmen 644.103,99   301.875,00
3. Forderungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 27.774,93   12.682,43
4. sonstige Vermögensgegenstände 189.838,11   204.259,66
    1.798.043,02 1.125.019,35
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   10.850.681,20 5.890.418,35
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   161.152,50 89.540,48
    23.663.661,64 18.202.645,36

Passiva

     
  30.09.2013
30.09.2012
A. EIGENKAPITAL      
I. Gezeichnetes Kapital 12.725.818,00   11.453.228,00
II. Kapitalrücklage 17.279.576,73   8.552.154,51
III. Bilanzverlust -12.022.700,64   -7.528.377,39
    17.982.694,09 12.477.005,12
B. RÜCKSTELLUNGEN      
sonstige Rückstellungen   1.067.576,77 1.264.864,21
C. VERBINDLICHKEITEN      
1. Verbindlichkeiten Stille Gesellschafter 1.400.000,00   1.400.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.500.000,00   2.500.000,00
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 286.869,59   238.198,75
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 330.415,53   194.916,30
5. sonstige Verbindlichkeiten      
(davon aus Steuern 96.097,95 €, Vorjahr 125 T€)      
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 €, Vorjahr 1 T€) 96.105,66   127.363,09
    4.613.390,78 4.460.478,14
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   0,00 297,89
    23.663.661,64 18.202.645,36

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Oktober 2012 bis 30. September 2013

der B·R·A·I·N Biotechnology Research And Information Network Aktiengesellschaft, Zwingenberg

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  2012 / 13
2011 / 12
1. Rohergebnis   3.301.151,78 1.915.304,85
2. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -4.046.593,80   -3.891.520,36
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -983.203,05   -929.265,74
(davon für Altersversorgung 186.811,34 €; Vorjahr 170 T€)   -5.029.796,85 -4.820.786,10
3. Abschreibungen      
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -549.231,69 -545.814,53
4. sonstige betriebliche Aufwendungen   -1.643.162,48 -1.233.654,01
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   38.364,13 161.294,52
(davon aus verbundenen Unternehmen 12.124,17 €; Vorjahr 6 T€)      
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen   -372.507,50 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -104.770,04 -133.004,01
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -4.359.952,65 -4.656.659,28
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   0,20 0,00
10. sonstige Steuern   -5.570,80 -6.020,13
11. Aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrages      
abgeführte Gewinne   -128.800,00 -128.800,00
12. Jahresfehlbetrag   -4.494.323,25 -4.791.479,41
13. Verlustvortrag aus dem Vorjahr   -7.528.377,39 -2.736.897,98
14. Bilanzverlust   -12.022.700,64 -7.528.377,39

Anhang für das Geschäftsjahr 2012/2013

der B·R·A·I·N Biotechnology Research and Information Network Aktiengesellschaft, Zwingenberg

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der B·R·A·I·N Biotechnology Research and Information Network Aktiengesellschaft, Zwingenberg (B·R·A·I·N AG) wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs sowie des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Von der Möglichkeit, Angaben statt in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang zu zeigen, wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen qualifiziert die B·R·A·I·N AG als mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

B. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Herstellungskosten für selbsterstellte Anlagen enthalten neben den Material-, Fertigungs- und Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebes, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung sowie Fremdkapitalzinsen werden grundsätzlich nicht aktiviert. Anschaffungskosten erfassen auch direkt zuordenbare Anschaffungsnebenkosten.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich entsprechend der steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG verfahren. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 150 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als € 150 und bis zu € 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Seit dem 1. Oktober 2011 werden geringwertige Wirtschaftsgüter in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 410 nicht übersteigen.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen die folgenden Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern zugrunde:

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  Abschreibungsmethode Nutzungsdauer in Jahren
Software und Schutzrechte linear 2 - 15
Gebäude und Außenanlagen linear 10 – 50
Fuhrpark linear 3 – 6
Laboreinrichtung, Betriebs- und Geschäftsausstattung linear 3 – 14

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten sowie Anschaffungsnebenkosten an-gesetzt. Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert werden nur bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen und entsprechend in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Bedingte Kaufpreiszahlungen, die an die Erreichung vertraglicher Zielvereinbarungen geknüpft sind, werden als Anschaffungskosten aktiviert.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung erfolgt zu den nach der FiFo-Methode ermittelten Anschaffungskosten. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger sind, werden diese angesetzt.

Fertige Erzeugnisse und Waren sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nennwerten, die den Anschaffungskosten entsprechen, unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 28,425 % zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Wertansätze der Eventualverbindlichkeiten entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang.

Erhaltene und geleistete Anzahlungen des Anlage- und Umlaufvermögens werden zum Nennwert bilanziert.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die hieraus resultierenden Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam erfasst. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die hieraus resultierenden Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam erfasst.

C. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und

Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang „Entwicklung des Anlagevermögens“ dargestellt.

Die kumulierten Abschreibungen auf Sachanlagen enthalten den Regelungen des § 7 i EStG entsprechende Abschreibungen in Höhe von 673.170 € aus den Geschäftsjahren 1995/96 bis einschließlich 2004/05.

Die Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

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Unternehmen Sitz Anteil amKapital Eigenkapital Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
L. A. Schmitt GmbH D-Ludwigsstadt 100% * 293 T€ ** 206 T€
Mekon Science Networks GmbH D-Eschborn 100% * 100 T€ ** -95 T€
Monteil Cosmetics Int. GmbH D-Oestrich-Winkel 50,5% *** 1.161 T€ **** -890 T€
Monteil Cosmetics Int. S.A.R.L. F-Paris 50,5% ***** *****
Enzymicals AG D-Greifswald 24,1% *** 66 T€ **** -188 T€

* 30.09.2013/ ** Geschäftsjahr 1.10.2012 bis 30.09.2013/ *** 31.12.2012/ **** Geschäftsjahr 2012/ ***** Befreiung gemäß § 286 (3) HGB.

2. Flüssige Mittel

Hierbei handelt es sich um laufende Bankguthaben, Tages- und Festgelder in Euro mit einer Anfangslaufzeit von bis zu 12 Monaten sowie den Kassenbestand.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Finanzverkehr in Höhe von 574.208 € (Vorjahr 302 T€) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 69.896 € (Vorjahr 645 €). Die Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten ausschließlich Forderungen aus Finanzverkehr in Höhe von 27.775 € (Vorjahr 13 T€).

Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen u. a. Forderungen aus Steuern in Höhe von 73.738 €.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

4. Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden die im Geschäftsjahr 2012/13 oder Vorjahren geleisteten Zahlungen, im Wesentlichen für Versicherungen, Beiträge und Mitgliedschaften, abgegrenzt, soweit sie auf das Folgejahr / die Folgejahre entfallen.

5. Latente Steuern

Da zum 30. September 2013 sowie zum Bilanzstichtag des Vorjahres ausschließlich aktive latente Steuern aus Bewertungsunterschieden und steuerlichen Verlustvorträgen vorliegen und von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht wurde, werden kein aktive latente Steuern ausgewiesen.

6. Eigenkapital

Das Grundkapital der B·R·A·I·N AG beträgt zum Bilanzstichtag 12.725.818 €. Das Grundkapital ist eingeteilt in 12.725.818 Stückaktien, auf die jeweils ein anteiliger Betrag des Grundkapitals von 1,00 € entfällt. Die Anteile sind voll einbezahlt und lauten auf den Namen.

Im Geschäftsjahr 2012/13 wurde das Grundkapital auf der Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 14.03.2013 durch Ausgabe von 1.272.590 auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen auf 12.725.818 € erhöht. Die Kapitalerhöhung wurde am 21.08.2013 in das Handelsregister eingetragen.

Das genehmigte Kapital zum Bilanzstichtag 30.09.2013 beträgt 0 €.

Die Kapitalrücklage beinhaltet in Höhe von 16.420.627 € Beträge nach § 272 Nr. 1 HGB und in Höhe von 858.950 € Beträge nach § 272 Nr. 4 HGB.

7. Bilanzverlust

Zum 30. September 2013 wird ein Bilanzverlust in Höhe von 12.022.701 € ausgewiesen. In den Bilanzverlust wurde ein Verlustvortrag in Höhe von 7.528.377 € einbezogen. In Fortführung des Jahresergebnisses erfolgt die nachfolgende Darstellung:

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Posten der Ergebnisverwendung Betrag
Jahresfehlbetrag Geschäftsjahr 2012/13 -4.494.323
- Verlustvortrag aus dem Vorjahr -7.528.377
= Bilanzverlust per 30.09.2013 -12.022.701

8. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen unter anderem Rückstellungen für ausstehenden Urlaub in Höhe von 388.932 € (Vorjahr 299 T€), für Fremdarbeiten in Höhe von 319.271 € (Vorjahr: 94 T€), für Mitarbeitervergütungen in Höhe von 138.000 € (Vorjahr 245 T€) sowie für Abschluss- und Prüfungskosten, ausstehende Rechnungen, Aufsichtsratsvergütung, die Erfüllung gesetzlicher Aufbewahrungsvorschriften und in Folgejahren erhobene Beiträge und Abgaben wie z. B. für die Berufsgenossenschaft.

9. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben die folgenden Restlaufzeiten:

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  < 1 Jahr
1 – 5 Jahre
> 5 Jahre
Verbindlichkeiten Stille Gesellschafter 280.000 1.120.000 0
Vorjahr (0) (1.400.000) (0)
Gegenüber Kreditinstituten 166.667 2.000.000 333.333
Vorjahr 0 (1.666.667) (833.333)
Erhaltene Anzahlungen 286.870 0 0
Vorjahr (238.199) (0) (0)
Aus Lieferungen und Leistungen 330.416 0 0
Vorjahr (194.916) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 96.106 0 0
Vorjahr (127.363) (0) (0)
Summe 1.160.058 3.120.000 333.333
Vorjahr (560.478) (3.066.667) (833.333)

Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer.

Es bestehen Grundschulden auf Grundstücke und Gebäude der Gesellschaft in Höhe von nominal 3.500.000 €. Die Grundschulden dienen der Sicherung von Bankverbindlichkeiten, die zum Bilanzstichtag in Höhe von 2.500.000 € valutieren.

Die übrigen Verbindlichkeiten sind, bis auf übliche Eigentumsvorbehalte, nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

10. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen u. a. mitarbeiterbezogene Erstattungen in Höhe von 40.003 € und Mieterträge in Höhe von 18.601 €. Sie beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von 117.259 €, davon aus der Auflösung von Rückstellungen 113.559 €.

11. Personalaufwand

Im Personalaufwand sind in Höhe von 186.811 € Aufwendungen für Altersversorgung, Hinterbliebenen- und Invaliditätsvorsorge enthalten.

12. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen umfassen u. a. periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 24.139 € sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 183 € (Vorjahr 23 €).

13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten Zinsaufwand aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 20 €.

D. Sonstige Angaben

1. Angaben zum Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand und Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr und bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses gab es keine Änderung im Vorstand. Dem Vorstand der Gesellschaft gehören folgende Mitglieder an:

Dr. Holger Zinke, Heppenheim (Vorsitzender)

Diplom-Biologe

Dr. Jürgen Eck, Bensheim (stellvertretender Vorsitzender)

Diplom-Biologe

Der Vorstand ist gemeinschaftlich zur Vertretung der Gesellschaft berechtigt.

Nach § 286 Abs. 4 HGB unterbleiben die Angaben gemäß § 285 Nr. 9 HGB. Für den Fall einer vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses kann für die Versorgungsleistung ein Nachfinanzierungsbedarf für die Unterstützungskassenversorgung entstehen. Die Wahrscheinlichkeit des vorzeitigen Ausscheidens und damit das Eintreten eines ausscheidungsbedingten Anspruchs wird von der Gesellschaft als sehr gering eingestuft.

Der Aufsichtsratsetzt sich zum Bilanzstichtag aus folgenden Personen zusammen:

Dr. Ludger Müller, Kaiserslautern (Vorsitzender)

Geschäftsführer MP Beteiligungs-GmbH

Michael Motschmann, München (stellvertretender Vorsitzender)

Vorstand MIG Verwaltungs AG

Siegfried L. Drueker, Bad Homburg

Geschäftsführer der Drueker GmbH & Co. KG

Prof. Dr. Klaus-Peter Koller, Bad Soden am Taunus

Unternehmensberater

Dr. Matthias Kromayer, München

Vorstand MIG Verwaltungs AG

Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats betrug im Berichtszeitraum 38.500 €. Die Bezüge setzen sich wie folgt zusammen:

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  2012/13
2011/12
Fixum 19.500 19.500
Sitzungsentgelt 22.000 25.000
  41.500 44.500

2. Angaben von Beteiligungen, die der Gesellschaft nach § 20 AktG mitgeteilt worden sind

Die MP Beteiligungs-GmbH, Kaiserslautern, hält zum 30.09.2013 mehr als 25%, aber weniger als 50% der Anteile.

3. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2012/13 waren durchschnittlich 98 Angestellte beschäftigt (Vorjahr: 97), davon 8 Aushilfskräfte (Vorjahr: 8) und 4 Stipendiaten (Vorjahr: 6).

4. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse gegenüber Dritten. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverhältnissen setzen sich wie folgt zusammen:

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Mindestmietzahlungen 30.09.2013
30.09.2012
Restlaufzeit bis 1 Jahr 11.155 8.512
Restlaufzeit 1 – 5 Jahre 0 4.128
Restlaufzeit über 5 Jahre 0 0
  11.155 12.640

Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Mietzahlungen beträgt 14.584 €.

Zum 30.09.2013 bestehen wie auch im Vorjahr keine finanziellen Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben.

Es bestehen bedingte Kaufpreisverpflichtungen für Immaterielle Wirtschaftsgüter, die von der Erreichung spezifischer, unter Einsatz dieser immateriellen Wirtschaftsgüter erzielter zukünftiger Umsatzerlöse abhängig sind bis zu einer maximalen Höhe von 160 T€.

Im Rahmen von Unternehmenserwerben wurden bedingte Kaufpreiszahlungen vereinbart, die bei Erreichung bestimmter Unternehmensziele insgesamt bis zu 1.150.000 € betragen können. Darüber hinaus wurde im Rahmen von Unternehmenserwerben vereinbart, dass bei Erreichung bestimmter Umsatzziele der erworbenen Tochterunternehmen diesen zusätzliches Eigenkapital in Höhe von 1 Mio. € zuzuführen ist.

Der Gesamtbetrag der bedingten sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag beträgt 1.650 T€.

5. Aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne

Der Posten beinhaltet das Entgelt für die stille Beteiligung von € 128.800 und setzt sich aus einem festen Zins (107.800 €) und einer Garantieprovision (21.000 €) zusammen. Da die Gesellschaft im Berichtsjahr keinen Gewinn erwirtschaftet hat, ist eine Gewinnbeteiligung der stillen Beteiligung nicht erfolgt. Die stille Beteiligung nimmt am Verlust nicht teil. Eine Nachschusspflicht besteht nicht.

6. Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstandes

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2012/13 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Zwingenberg, 15. November 2013

Dr. Holger Zinke, Vorsitzender des Vorstands

Dr. Jürgen Eck, Mitglied des Vorstands

Entwicklung des Anlagevermögen für die Zeit vom 01. Oktober 2012 bis 30. September 2013

der B·R·A·I·N Biotechnology Research And Information Network Aktiengesellschaft, Zwingenberg

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  Anschaffungskosten
  01.10.2012 Zugänge Abgänge 30.09.2013
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 158.746,24 139.260,70 0,00 298.006,94
2. Anzahlungen immaterielle Vermögengegenstände 0,00 7.253,32 0,00 7.253,32
  158.746,24 146.514,02 0,00 305.260,26
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.832.322,75 0,00 0,00 5.832.322,75
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.541.958,82 332.168,99 13.619,24 3.860.508,57
  9.374.281,57 332.168,99 13.619,24 9.692.831,32
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.595.455,39 100.000,00 386.364,39 4.309.091,00
2. Beteiligungen 301.832,50 531.640,80 0,00 833.473,30
  4.897.287,89 631.640,80 386.364,39 5.142.564,30
Summe 14.430.315,70 1.110.323,81 399.983,63 15.140.655,88
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  Kumulierte Abschreibungen
  01.10.2012 Zuführungen Abgänge 30.09.2013
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 90.625,24 34.005,70 0,00 124.630,94
2. Anzahlungen immaterielle Vermögengegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00
  90.625,24 34.005,70 0,00 124.630,94
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.353.760,14 142.745,00 0,00 1.496.505,14
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.222.107,78 372.480,99 13.608,24 2.580.980,53
  3.575.867,92 515.225,99 13.608,24 4.077.485,67
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 65.901,24 250.000,00 0,00 315.901,24
2. Beteiligungen 0,00 122.507,50 0,00 122.507,50
  65.901,24 372.507,50 0,00 438.408,74
Summe 3.732.394,40 921.739,19 13.608,24 4.640.525,35
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  Nettobuchwerte
  30.09.2013 30.09.2012
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 173.376,00 68.121,00
2. Anzahlungen immaterielle Vermögengegenstände 7.253,32  
  180.629,32 68.121,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.335.817,61 4.478.562,61
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.279.528,04 1.319.851,04
  5.615.345,65 5.798.413,65
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.993.189,76 4.529.554,15
2. Beteiligungen 710.965,80 301.832,50
  4.704.155,56 4.831.386,65
Summe 10.500.130,53 10.697.921,30

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

(Hinweis: Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. Aufgrund der Inanspruchnahme handelsrechtlicher Offenlegungserleichterungen wird der Jahresabschluss jedoch nur teilweise offengelegt.)

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der B·R·A·I·N Biotechnology Research and Information Network Aktiengesellschaft, Zwingenberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“

 

Frankfurt am Main, den 13. Dezember 2013

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Kwasni, Wirtschaftsprüfer

ppa. Jochen Rincker, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Bericht des Aufsichtsrats über die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2012/13

Auch im Geschäftsjahr 2012/13 konnte die B·R·A·I·N AG wiederum wichtige Meilensteine für ihre Industriepartner und für die eigene Unternehmensentwicklung erreichen.

Die strategischen Forschungs- und Entwicklungsallianzen NatLifE 2020 und ZeroCarb FP mit der B·R·A·I·N AG als zentralem Technologiepartner haben ihre Arbeit im Geschäftsjahr 2012/13 erfolgreich aufgenommen. Die Technologieplattform der B·R·A·I·N AG konnte im Geschäftsjahr erfolgreich weitere Anwendungsgebiete und Märkte adressieren. Das Kosmetikgeschäft der Tochtergesellschaften entwickelte sich erfreulich, mit deutlich über dem Gesamtmarkt liegenden Umsatzzuwächsen.

Der Aufsichtsrat hat die Entwicklung der Gesellschaft eng begleitet und sich hierzu regelmäßig und intensiv mit dem Vorstand beraten. Die dem Aufsichtsrat nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wurden dabei vollständig wahrgenommen. Der Aufsichtsrat kam im Geschäftsjahr zu vier turnusmäßigen Sitzungen zusammen. Auch außerhalb der Sitzungen standen der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorstandsvorsitzende in regelmäßigem vertrauensvollem Austausch über die wichtigen Entwicklungen im Konzern.

Ein Schwerpunkt der Beratungen des Aufsichtsrates lag auf der Prüfung mehrerer strategischer M&A Optionen zum Aufbau weiterer bio-industrieller Wertschöpfungsketten, nachdem in den Vorjahren bereits erfolgreich der Zugang zum Konsumenten über die Kosmetikmarke Monteil geschaffen werden konnte.

Im Rahmen der finanziellen Unterlegung dieser Industrialisierungsstrategie wurde das Kapital der Gesellschaft auf der Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 14.05.2013 und mit Zustimmung des Aufsichtsrates mit Wirkung zum 21.08.2013 um 1.272.590 Aktien auf 12.725.818 € erhöht.

Die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, wurde von der Hauptversammlung am 14. März 2013 zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählt. Entsprechend ihrer Beauftragung hat sie den nach den handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) aufgestellten Einzelabschluss der B·R·A·I·N AG und den nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss nach § 315a Abs. 3 HGB zum 30.09.2013 sowie die jeweiligen Lageberichte geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Abschlussprüfer hat auf der Aufsichtsratssitzung am 27. Januar 2014 über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und stand für Erläuterungen sowie für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den Ergebnissen der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat den Einzelabschluss der B·R·A·I·N AG und den IFRS Konzernabschluss zum 30.09.2013 gebilligt; der Abschluss der B·R·A·I·N AG ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands angeschlossen.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der B·R·A·I·N Konzerngesellschaften für die geleistete Beiträge zum Erfolg des Unternehmens.

 

Kaiserslautern, den 27.01.2014

Für den Aufsichtsrat:

Dr. Ludger Müller, Vorsitzender