B.R.A.I.N. Biotechnology Research and Information Network AGZwingenbergJahresabschluss zum 30. September 2014Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013/2014der B ·R·A·I·N Biotechnologie Research and Information Network Aktiengesellschaft, ZwingenbergGrundlagen der Gesellschaft Geschäftsmodell der Gesellschaft Seit ihrer Gründung in 1993 hat sich die B·R·A·I·N AG zu einem Schrittmacher auf dem Gebiet der industriellen, sogenannten Weißen Biotechnologie entwickelt – laut der EU-Kommission eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts.[1] Heute gehört die B·R·A·I·N AG in Europa zu den technologisch führenden Unternehmen auf diesem Gebiet. Das Geschäftsmodell der B·R·A·I·N steht auf zwei Säulen: der strategischen Kooperation und der Entwicklung eigener Produkte. Zusammen mit strategischen Partnern aus den Zielindustrien identifiziert die B·R·A·I·N AG bislang unerschlossene, leistungsfähige Enzyme, mikrobielle Produzenten-Organismen oder Naturstoffe aus komplexen biologischen Systemen, um diese industriell nutzbar zu machen. Ziele und Strategien Die inhaltlichen Ziele der Kooperationen und der eigenen Entwicklung sind die Ablösung klassischer chemisch-industrieller Prozesse durch neuartige, ressourcenschonende Verfahren, sowie die Etablierung neuer Prozesse und Produkte. Die B·R·A·I·N AG verfolgt dabei die Strategie der Erweiterung des B·R·A·I·N -Geschäftsmodells vom Technologie-Entwickler hin zu einem voll integrierten Industrieunternehmen mit produzierenden Tochterunternehmen mit jeweils eigenem Marktzugang. Dies wurde in ausgesuchten Bereichen bereits umgesetzt, um das wirtschaftliche Potential des Wandels wertorientiert zu nutzen. Die Unternehmen agieren dabei als eigenständige Einheiten in den jeweiligen Märkten. Forschung und Entwicklung Als eines der ersten Biotech-Unternehmen hat die B·R·A·I·N AG schon 1999 proprietäre Metagenom-Technologien zur Entwicklung von Produktionsorganismen, Enzymprodukten und genetischen Bibliotheken angewandt. Das Portfolio der B·R·A·I·N AG umfasst mittlerweile verschiedene patentierte Spezialtechnologien, Ressourcen und innovative Problemlösungen. Das im Eigentum der B·R·A·I·N AG stehende Bioarchiv enthält etwa 30.000 umfassend charakterisierte Mikroorganismen, unzählige isolierte Naturstoffe, diverse Chassis-Stämme zur Entwicklung von Produktionsorganismen, sowie umfassende genetische Bibliotheken mit einer Vielzahl von neuen Enzymen und Stoffwechselwegen. Diese Sammlung wird permanent erweitert und ermöglicht die Identifizierung bislang nicht charakterisierter Enzyme und Naturstoffe und einen neuen Zugang zu bislang nicht kultivierbarer Biodiversität. Durch die Kombination proprietärer Technologien im Paket mit dem umfangreichen BioArchiv identifiziert und entwickelt die B·R·A·I·N AG bioaktive Naturstoffe für Produktentwicklungen in der Nahrungsmittel-, Kosmetik- und Chemieindustrie. Ein molekularer Werkzeugkasten ermöglicht die Entwicklung spezifischer Testverfahren und hierdurch die Identifikation neuer bioaktiver Inhaltsstoffe für diverse Produkte und Märkte. Hier ist u.a. die von der B·R·A·I·N AG entwickelte "Human Taste Cell-Technologie (HTC)" zu nennen, die auf isolierten menschlichen Geschmackszellen basiert, und mit deren Hilfe natürliche Stoffe zur Geschmacksmodulation oder als Geschmacksmoleküle entwickelt werden können. Die „Human Taste Cell-Technologie“ ermöglicht die Identifikation neuartiger Lebensmittelinhaltsstoffe, die z.B. als neue Süss-Enhancer oder Salzersatzstoffe den Gehalt an Zucker oder Salz in Lebensmitteln reduzieren können. Weitere Programme zielen auf die Entwicklung spezifischer Produktionsstämme zur Herstellung biobasierter High-Value Chemicals und zur Produktion von Proteinen und Naturstoffen ab. Das Design und die Verfeinerung mehrstufiger Konversionsrouten zur Biosynthese von z.B. Chemikalien aus nachwachsenden Rohstoffen oder industriellen Abfallströmen erfolgt hierbei ebenfalls durch die Anwendung spezialisierter Technologien auf Grundlage des BioArchivs, um organische Verbindungen in stofflich nutzbare Produkte umzuwandeln. Die B·R·A·I·N AG entwickelt des Weiteren maßgeschneiderte Designer-Mikroorganismen als funktionale Biomasse für optimierte industrielle Produktionsprozesse. Nicht zuletzt ermöglicht der Zugriff auf das BioArchiv die Entwicklung maßgeschneiderter Enzyme für technische Anwendungen in der Chemie-, Nahrungsmittel- und Futtermittelindustrie. Der integrierte Ansatz der B·R·A·I·N AG zur Entwicklung neuer oder optimierter Enzyme und Biokatalysatoren, die komplexe Prozess- und Anwendungsanforderungen erfüllen, kombiniert die Suche nach idealen Enzymeigenschaften mit der Entwicklung und dem Aufbau von innovativen, technischen Produktionsprozessen. Im Rahmen der strategischen Forschungs- und Entwicklungspartnerschaften und der eigenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten arbeitet die B·R·A·I·N AG innerhalb eines weit verzweigten Netzwerkes von akademischen Kooperationspartnern in ganz Europa. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen In seiner Prognose vom Oktober 2014 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) einen Anstieg des globalen Bruttoinlandsproduktes für das Gesamtjahr 2014 von 3,3% und für das Jahr 2015 von 3,8%. Die Entwicklung der Weltwirtschaft wird für die einzelnen Länder zunehmend differenziert prognostiziert. Innerhalb der Industrieländer wird insbesondere den USA und England zugetraut, die Finanzkrise hinter sich lassen zu können, wenngleich sich auch für diese Länder die Wachstumsperspektiven gegenüber der vorangegangenen Prognose des IWF aus dem April 2014 verringert haben. Für die Entwicklungsländer wird die Wachstumsprognose insgesamt zurückgenommen. Für China hingegen wird ein nach wie vor hohes Wachstum prognostiziert, zwar reduziert gegenüber der vorangegangenen Prognose, jedoch nach Einschätzung des IWF nunmehr in einer gesunden Größenordnung. Für die Eurozone wird ein Anstieg des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 0,8% für 2014 und von 1,3% in 2015 prognostiziert, für Deutschland ein Wachstum von 1,4% in 2014 und von 1,5% in 2015.[2] Die industrielle Biotechnologie wächst seit Jahren überproportional. Vor dem Hintergrund des erwarteten steigenden Anteils biotechnologischer Verfahren in Industrieprozessen wird von einem Anhalten dieser Dynamik ausgegangen. So wird z. B. für den globalen Enzymmarkt ein Anstieg von 4,4 Mrd. US$ in 2013 auf 7,652 Mrd. $ in 2020 prognostiziert.[3] Der Markt für Schönheitspflegemittel in Deutschland wuchs in 2013 um 0,6%[4]. Für das Jahr 2014 wird ein Wachstum des Marktes von 1,6%[5] bei einer Zunahme von Innovationen mit relevantem Mehrwert für die Verbraucher prognostiziert. Geschäftsverlauf Die B·R·A·I·N AG hat auch im Geschäftsjahr 2013/14 wiederum wichtige Meilensteine in der für die Unternehmensentwicklung zentralen Buy-and-Build Strategie erreichen können. Der Geschäftsverlauf der B·R·A·I·N AG und der Tochtergesellschaften wird insgesamt positiv beurteilt. Mit der im Dezember 2013 erfolgten Akquisition der Mehrheit der Anteile an dem Naturstoffchemieunternehmen AnalytiCon Discovery GmbH, Potsdam, konnte die Technologiebasis nochmals verbreitert werden. Die Übernahme der Mehrheit der Anteile an der im Enzymgeschäft tätigen WeissBioTech Beteiligungs GmbH im November 2014 ermöglicht der B·R·A·I·N AG den Zugang zum internationalen Enzymgeschäft. Bei der B·R·A·I·N AG standen darüber hinaus die eigenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Vordergrund, darunter insbesondere auch die Aktivitäten im Rahmen der strategischen Forschungs- und Entwicklungsallianzen NatLifE 2020 zur Entwicklung gesünderer Nahrungsmittel und Wirkkosmetika und ZeroCarb FP mit der Zielsetzung, kohlenstoffhaltige industrielle Abfallströme unter Verwendung von Mikroorganismen in Wertstoffe umzuwandeln. Im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012/13 prognostizierte die B·R·A·I·N AG ungefähr gleich bleibende Umsatzerlöse und Geschäftsergebnisse für das Geschäftsjahr 2013/14. Im Geschäftsjahr 2013/14 hat die B·R·A·I·N AG ein organisches Wachstum von 7,6% erzielt. Das Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen lag im Wesentlichen aufgrund höherer Aufwendungen für bezogene Leistungen mit -4.142.961 € um 6% unter der Prognose. Aufgrund dieser Abweichung und darüber hinaus aufgrund von Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 652.322 € blieb das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 11,2% und das Jahresergebnis um 11,5% hinter der Prognose zurück. Die Umsatzerlöse der B·R·A·I·N AG stiegen im Berichtszeitraum insbesondere aufgrund erhöhter Leistungen im Rahmen strategischer Forschungs- und Entwicklungsförderungs-Allianzen. Die Umsatzerlöse aus dem laufenden industriellen Kooperationsgeschäft lagen unter dem Vorjahr, wobei im Vorjahr Meilensteinzahlungen Umsatz und Ergebnis erhöht hatten. Der Schwerpunkt der Umsatzerlöse der B·R·A·I·N AG und der Tochtergesellschaften lag wiederum im Inland. Das Kosmetikgeschäft der Tochtergesellschaften entwickelte sich positiv. Im Geschäftsjahr 2013/14 konnte, nach dem starken Anstieg der Umsatzerlöse im Vorjahr, bei annähernd unveränderten Umsatzerlösen insgesamt eine weitere Ergebnissteigerung erzielt werden. Ertragslage Die Ertragslage der B·R·A·I·N AG im Geschäftsjahr 2013/14 ist planmäßig geprägt von hohen Forschungs- und Entwicklungskosten im Rahmen des strategischen Ausbaus des eigenen Produktportfolios. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten spiegeln sich Aufwand für bezogene Leistungen, im Personalaufwand als auch in den Abschreibungen und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wider. Insbesondere die um 50% bzw. 651.177 € gestiegenen Aufwendungen für bezogene Leistungen und der um 3% höhere Personalaufwand wirkten sich auf das Ergebnis aus. Während sich die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um 7% verringerten, erhöhten sich die Forschungs- und Entwicklungsfremdleistungen um 50%. Die Fremdleistungen wurden im Wesentlichen von Universitäten, Hochschulen und anderen Technologieunternehmen bezogen. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 12% ergibt sich unter anderem aufgrund niedrigerer Werbe-, Rechts- und Beratungskosten sowie gesunkener Aufwendungen für Instandhaltung der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Im Wesentlichen bedingt durch höhere Ausleihungen an verbundene Unternehmen und an Beteiligungsunternehmen erhöhten sich die Finanzerträge von 38.364 € auf 50.973 €. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen einschließlich der aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführten Gewinne und des Zinsaufwandes aus der Abzinsung von Rückstellungen erhöhten sich aufgrund einer im zweiten Quartal des Geschäftsjahres aufgenommenen weiteren Stillen Beteiligung. Unter Einbezug der aufgrund von Teilgewinnabführungsverträgen abgeführten Gewinne und der Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 652.322 € betrug das Finanzergebnis im Geschäftsjahr -860.459 € nach -567.713 € im Vorjahr. Zusammenfassend führten die vorstehend erläuterten finanziellen Leistungsfaktoren des operativen Ergebnisses und des Finanzergebnisses zu einem Rückgang des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von -4.359.953 € auf -4.849.024 €. Nach Abzug der Gewinne aus Teilgewinnabführungsverträgen und nach Abzug der Steuern verbleibt ein Jahresfehlbetrag von -5.009.798 € (Vorjahr: -4.494.323 €). Finanzlage Kapitalstruktur Am 13. März 2014 ermächtigte die Hauptversammlung den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates, in der Zeit bis zum 12. März 2019 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrmals, höchstens jedoch um bis zu nominal 6.362.909 € durch die Ausgabe von bis zu 6.362.909 neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bareinlage zu einem Gesamtbezugspreis in Höhe von mindestens 7,858 € je neuer Stückaktie zu erhöhen. Das genehmigte Kapital wurde am 07. Mai 2014 in das Handelsregister eingetragen. Am Abschlussstichtag 30. September 2014 bestand ein genehmigtes Kapital in Höhe von 6.362.909 €. Die Eigenkapitalquote zum Ende des Geschäftsjahres betrug 65% (Vorjahr: 75%). Die per 30.09.2014 valutierenden Stillen Beteiligungen in Höhe von 2.620.000 € haben die folgenden Fälligkeiten: 280.000 € im Geschäftsjahr 2014/15, 840.000 € im Geschäftsjahr 2015/16, 300.000 € im Geschäftsjahr 2021/22, 300.000 € im Geschäftsjahr 2022/23 und 900.000 € im Geschäftsjahr 2023/24. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich aufgrund planmäßiger Tilgungen von 2.500.000 € auf 2.333.333 €. Die Rückstellungen erhöhten sich vorrangig aufgrund höherer Rückstellungen für ausstehende Rechnungen aus bezogenen Forschungs- und Entwicklungsleistungen. Insgesamt erhöhten sich die Verbindlichkeiten von 4.326.521 € auf 5.382.201 €. Einem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 61.136 € stand eine Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten um 54.212 € gegenüber. Die Bilanzsumme der Gesellschaft verringerte sich von 23.663.662 € per 30. September 2013 auf 19.936.406 € per 30. September 2014. Investitionen Der Schwerpunkt der Investitionen im Geschäftsjahr lag auf dem Ausbau und der weiteren Stärkung der Technologiekompetenz des Konzerns. Mit ihren hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einer umfangreichen technologischen Infrastruktur einschließlich einer eigenen Pilotanlage am Forschungs- und Entwicklungsstandort Zwingenberg nimmt die B·R·A·I·N AG eine führende Stellung innerhalb der Technologieunternehmen der Branche ein. Die über einen Zeitraum von annähernd 20 Jahren aufgebauten technologischen Ressourcen ermöglichen es der Gesellschaft, in kurzen Zeiträumen biologische Lösungen auf der Basis neuer maßgeschneiderter Enzyme und Organismen für eine Vielzahl von Anwendungen zur Verfügung zu stellen. Die B·R·A·I·N AG hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr in den weiteren Ausbau ihrer Mikroorganismen-, Enzym- und Naturstoffbanken investiert. Mit diesem Bioarchiv aus Tausenden von Mikroorganismen und korrespondierenden Gen-Bibliotheken bedient die B·R·A·I·N AG eine Bandbreite an Industrien. Bei den bilanzwirksamen Investitionen in Immaterielle Vermögensgegenstände im Geschäftsjahr 2013/14 in Höhe von 534.051 € stand der Erwerb weiterer mikrobieller Technologieressourcen im Vordergrund. Die Aufwendungen für eigene Entwicklungen und Schutzrechte wurden wie auch in den Vorjahren nicht aktiviert, da eine Umsetzung der Forschungsergebnisse in kommerzialisierbare Produkte nicht bzw. nicht einer absehbaren Zeitspanne prognostizierbar ist, und führen damit weiterhin zu einer Erhöhung der stillen Reserven der Gesellschaft. Der Schwerpunkt der bilanzwirksamen Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 326.684 € im Geschäftsjahr 2013/14 lag auf der Ausstattung des Forschungs- und Entwicklungslabors. Die Investitionen in Finanzanlagen betreffen im Wesentlichen die Übernahme der Mehrheit der Anteile an der AnalytiCon Discovery GmbH, Potsdam. Die naturstoffchemischen Technologien der AnalytiCon sind komplementär zu den biologischen Technologien der B·R·A·I·N AG. Im Rahmen einer möglichen weiteren Akquisition wurden darüber hinaus Anzahlungen auf Finanzanlagen in Höhe von 25.373 € geleistet. Liquidität Die flüssigen Mittel verringerten sich im Geschäftsjahr 2013/14 vorrangig aufgrund der geplanten auszahlungswirksamen Aufwendungen mit dem Schwerpunkt Forschung und Entwicklung und der im ersten Quartal des Geschäftsjahres durchgeführten Akquisition der AnalytiCon Discovery GmbH. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit der B·R·A·I·N AG in Höhe von -4.132.129 € reflektiert im Wesentlichen die geplanten auszahlungswirksamen Aufwendungen für die eigene Forschung und Entwicklung. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -4.006.512 € umfasst im Wesentlichen die Auszahlungen für Investitionen in Verbundene Unternehmen sowie die Auszahlungen für Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Unter Berücksichtigung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 831.274 € ergibt sich eine Veränderung des Finanzmittelbestandes in Höhe von -7.307.367 €. Den flüssigen Mitteln der B·R·A·I·N AG zum Bilanzstichtag 30. September 2014 in Höhe von 3.543.314 € standen Verbindlichkeiten gegenüber Stillen Gesellschaftern in Höhe von 2.620.000 € und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 2.333.333 € gegenüber. Von den flüssigen Mitteln unterliegen Mietkautionen in Höhe von 3.599 € einer beschränkten Verfügung. Vermögenslage Der Buchwert der Immateriellen Vermögenswerte einschließlich Anzahlungen auf Immaterielle Vermögenswerte erhöhte sich vorrangig aufgrund des Erwerbs mikrobieller Ressourcen von 180.629 € auf 651.870 €. Die Finanzanlagen erhöhten sich vorrangig aufgrund des Erwerbs der Mehrheit der Anteile an der AnalytiCon Discovery GmbH, Potsdam. Darüber hinaus erhöhten sich die Ausleihungen an verbundene Unternehmen um 300.000 €. Dem standen Wertberichtigungen auf Beteiligungen gegenüber. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich von 644.104 € auf 1.240.218 €. Aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 936.326 € auf 1.072.645 €. Vor dem Hintergrund der weiter entwickelten eigenen Technologien und der Verbreiterung der Technologiebasis durch die Akquisition der AnalytiCon Discovery GmbH betrachtet die B·R·A·I·N AG die Vermögens- und Finanzlage positiv. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als ein führendes Technologie-Unternehmen mit hoher Wachstumsorientierung misst die B·R·A·I·N AG der Gewinnung und Entwicklung hochqualifizierter Mitarbeiter eine besondere Bedeutung bei. Bereits frühzeitig unterstützt daher die B·R·A·I·N AG Studierende ausgewählter Universitäten und Hochschulen in den Bereichen Biotechnologie/ Life Sciences mit Stipendien und anderen Fördermaßnahmen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, vor Beginn eines Studiums oder einer betrieblichen Ausbildung ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Unternehmen zu absolvieren. Im Geschäftsjahr 2013/14 haben weitere Auszubildende das Angebot der B·R·A·I·N AG zur Ausbildung im Rahmen verschiedener Verbundmodelle wahrgenommen. Den Mitarbeitern werden – unter anderem auch in überbetrieblichen Kooperationen - umfangreiche Möglichkeiten zur nationalen und internationalen akademischen Weiterbildung und zur Teilnahme an sonstigen innerbetrieblichen und externen fachspezifischen und fachübergreifenden Bildungsmaßnahmen geboten. Der Schwerpunkt des personellen Ausbaus liegt in den Forschungs- und Entwicklungsfunktionen, wobei neben Naturwissenschaftlern insbesondere auch ein hoher Anteil an Mitarbeitern aus den Ingenieurwissenschaften und mit betrieblicher Laborausbildung angestrebt wird. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter stieg von 99 im Geschäftsjahr 2012/13 auf 107 im Geschäftsjahr 2013/14. Die Mitarbeiter der B·R·A·I·N AG entwickeln innovative und umweltfreundliche Produkte und Prozesse. Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden in drei verschiedenen strategischen Industriekooperationen Meilensteine erreicht und in einer weiteren Kooperation Exklusivitätsoptionen für drei Wirkstoffklassen ausgeübt. Nachtragsbericht Mit Wirkung zum 4. November 2014 hat die B·R·A·I·N AG im Wege der Kapitalerhöhung 50,6% der Anteile an der WeissBioTech Beteiligungs GmbH, Ascheberg übernommen. Weitere wesentliche Ereignisse und Entwicklungen von besonderer Bedeutung für die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft sind seit dem Bilanzstichtag, dem 30. September 2014, nicht eingetreten. Vergütungssystem für den Vorstand und den Aufsichtsrat Das Vergütungssystem für den Vorstand beinhaltet eine fixe Gehaltskomponente, eine variable Komponente in Form einer Prämie sowie Alters-, Hinterbliebenen- und Invaliditätsversorgung. Die Vergütung für den Aufsichtsrat setzt sich zusammen aus einer Grundvergütung und Sitzungsgeldern. Risikobericht Die Gesellschaft ist Markt- und Geschäftsrisiken ausgesetzt, die sich auf das Vermögen der Gesellschaft auswirken können. So können Konjunkturzyklen die Investitionsbereitschaft in Technologien, Produkte und Prozesse beeinflussen. Andererseits können aus Marktentwicklungen, wie zum Beispiel aus dem Anstieg der Rohstoffpreise in den letzten Jahren, neue Geschäftspotentiale erwachsen. Die Geschäftsrisiken umfassen unter anderem unternehmensstrategische Risiken, Technologierisiken, Personalrisiken sowie Finanzrisiken. Die strategischen Risiken beinhalten Risiken, die aus der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft resultieren können. Eine Ausweitung der Investitionen in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie eine Erhöhung der Wertschöpfungstiefe ist zunächst mit finanziellen Vorleistungen verbunden, denen erwartete Erträge für spätere Perioden gegenüberstehen. Der zukünftige wirtschaftliche Erfolg der Gesellschaft hängt in hohem Maße von ihrer technologischen Kompetenz, ihren technologischen Ressourcen und ihrer Fähigkeit zur Kommerzialisierung dieser Ressourcen ab. Mit dem bestehenden Bioarchiv und der technischen Infrastruktur hat die Gesellschaft hierfür wesentliche Voraussetzungen geschaffen. Die Umsetzung dieser Ressourcen im Rahmen der strategischen Kooperationen, der eigenen Produktentwicklung und Erweiterung der Wertschöpfungskette setzt hoch qualifiziertes Management und Mitarbeiter voraus. Das Personalrisiko umfasst das Risiko, dass es nicht gelingt, entsprechend qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. Die Tochterunternehmen und die Unternehmensbeteiligungen der B·R·A·I·N AG unterliegen anderen Markt- und Geschäftsrisiken als die B·R·A·I·N AG. In enger Kooperation mit der B·R·A·I·N AG adressieren diese Gesellschaften sowohl B2B (Unternehmen) als auch B2C (Endkunden) Märkte. Die Gesellschaft hat ein Risikomanagementsystem zur Risikoerkennung und Risikovermeidung implementiert. Dieses System basiert u. a. auf einer stringenten Kontrolle der Geschäftsvorgänge, einem intensiven Informationsaustausch mit den jeweils verantwortlichen Mitarbeitern über Risiken und Chancen der entsprechenden Geschäftsbereiche und auf regelmäßigen, überwiegend auf monatlicher Basis durchgeführten Analysen wesentlicher Geschäftskennzahlen. Das Risikomanagementsystem wurde implementiert, um negative Entwicklungen frühzeitig erkennen und zeitnah Maßnahmen zur Gegensteuerung einleiten zu können. Die Sicherstellung einer ausreichenden Liquidität zur Umsetzung der Unternehmensstrategie ist zentrales Element im Rahmen des Managements der Finanzrisiken der Gesellschaft. Der vorgesehene Forschungs- und Entwicklungsaufwand und die erheblichen Investitionen im Hinblick auf die Buy-and-Build Strategie der B·R·A·I·N AG sieht zwingend weitere Finanzierungsrunden zur Sicherung der künftigen Zahlungsfähigkeit vor, worüber sich Aktionäre, Aufsichtsrat und Vorstand der Gesellschaft entsprechend der Strategie laufend abstimmen. Im Berichtsjahr wurde eine Stille Beteiligung in Höhe von 1,5 Mio. € aufgenommen. Zur Vorbereitung weiterer Finanzierungsrunden zur Deckung des Finanzierungsbedarfes bis zu einem vorgesehenen Volumen von weiteren 50 Mio. € wurde anlässlich der Hauptversammlung der Gesellschaft am 13.03.2014 ein genehmigtes Kapital in Höhe von 6.362.909 € geschaffen. Darüber hinaus werden die Vermeidung größerer Zinsrisiken beim Fremdkapital und ein geringes Anlagerisiko im Rahmen der Anlage der liquiden Mittel angestrebt. Weitere Finanzrisiken aus Forderungsausfällen und aus Zahlungsströmen in Fremdwährung werden jeweils im Einzelfall unter Berücksichtigung der sonstigen wirtschaftlich relevanten Faktoren bewertet. Die B·R·A·I·N AG verfolgt die Strategie, Finanzinstrumente grundsätzlich ausschließlich zur Finanzierung der Gesellschaft und zur Absicherung von Grundgeschäften einzusetzen. Im Geschäftsjahr 2013/14 und in den Vorjahren wurden keine Finanzinstrumente zur Absicherung von Grundgeschäften eingesetzt. Die Finanzverbindlichkeiten sind im Wesentlichen mit Festzinsvereinbarung ausgestattet. Die Anlage der liquiden Mittel erfolgt in Tages- und Termingeldern in Euro mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten bei inländischen Kreditinstituten, die einem Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind. Die Gesellschaft betreibt eine Labor- und Technikums-Infrastruktur, die dem Gentechnikrecht unterliegt. Die Anlagen sind Gegenstand behördlicher Genehmigungen und behördlicher Aufsicht. Durch umfangreiche betriebliche Maßnahmen wird ein hohes Maß an Sicherheit gewährleistet. Die Gesellschaft hat durch Abschluss entsprechender Versicherungen, etwa Betriebshaft-pflicht-, Gebäude-, Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherungen für eine Absicherung fundamentaler Risiken Sorge getragen. Das Kreditrisiko beschreibt das Risiko, dass eine Partei eines Finanzinstruments der anderen Partei einen finanziellen Verlust verursacht, indem sie einer Verpflichtung nicht nachkommt. Das Kreditrisiko umfasst dabei sowohl das Ausfallrisiko als auch das Risiko einer Bonitätsverschlechterung, verbunden mit der Gefahr der Konzentration einzelner Risiken. Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten der Finanzinstrumente am Bilanzstichtag. Das für die Gesellschaft maßgebliche Ausfallrisiko besteht im operativen Bereich darin, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos bei Kundenforderungen werden die Vertragspartner einer Bonitätsprüfung unterzogen. Dabei werden die finanzielle Situation, Erfahrungen der Vergangenheit sowie weitere Faktoren berücksichtigt. Die entsprechenden Finanztransaktionen werden überwiegend nur mit Kontrahenten erstklassiger Bonität abgeschlossen. Die Anlage liquider Mittel erfolgt ausschließlich in Termingeldern in Euro bis zu zwölf Monaten bei inländischen Finanzinstituten, die einem deutschen Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind. In der Gesamtbeurteilung geht die B·R·A·I·N AG davon aus, dass keine hinreichend wahrscheinlichen Risiken oder Risikokombinationen erkennbar sind, die den Bestand der Gesellschaft gefährden. Chancenbericht Die B·R·A·I·N AG ist in attraktiven Märkten mit überdurchschnittlichen langfristigen Wachstumsperspektiven und hohem Innovationspotential tätig. Als ein führendes Technologieunternehmen der industriellen Biotechnologie sieht sich die B·R·A·I·N AG gut positioniert, die sich hieraus ergebenden Chancen nutzen zu können. Akquisitionen und Beteiligungen sind integrale Bestandteile der Buy-and-Build Strategie der B·R·A·I·N AG. Die Gesellschaft geht dabei davon aus, dass ihre technologischen Ressourcen einen hohen Wertsteigerungsbeitrag zur Unternehmensentwicklung möglicher Akquisitionen oder strategischer Beteiligungen in den relevanten Märkten beitragen können. Nach dem Erwerb der Mehrheit der Anteile an den Kosmetikunternehmen L.A. Schmitt GmbH im Geschäftsjahr 2009/10 und der Monteil Cosmetics International GmbH im Geschäftsjahr 2011/12 konnte im Geschäftsjahr 2013/14 eine Absichtserklärung zur Übernahme der Mehrheit der Anteile an der WeissBioTech Beteiligungs GmbH vereinbart werden, die mit der Übernahme der Anteile mit Wirkung im November 2014 umgesetzt wurde. Der mit dieser Akquisition geschaffene Zugang zum internationalen Enzymmarkt bietet ein hohes Geschäfts- und Wertsteigerungspotential. Mit dem Erwerb der Mehrheit der Anteile am Naturstoffchemieunternehmen AnalytiCon Discovery GmbH in Potsdam im Geschäftsjahr 2013/14 konnte zudem ein international führender Verbund von Naturstoff-, Mikroorganismen- und Genbibliotheken und damit verbundener Technologien zur Identifizierung und Produktion von Naturstoffen geschaffen werden. Prognosebericht Die B·R·A·I·N AG erwartet für das Geschäftsjahr 2014/15 wiederum mindestens eine gleiche Anzahl an erreichten Meilensteinen und Optionsziehungen, leicht steigende Umsatzerlöse und planmäßig weiter erhöhte Aufwendungen für Technologie- und Produktentwicklungen, die in einem leicht fallenden Geschäftsergebnis resultieren.
Zwingenberg, den 15. Dezember 2014 Dr. Holger Zinke Vorsitzender des Vorstands Dr. Jürgen Eck Mitglied des Vorstands [1] Vgl. European Commission Communication - Europe 2020 A strategy for smart, sustainable and inclusive growth (March 2010) [2] Vgl. IWF Report, October 2014 [3] Vgl. Grand View Research: Enzymes Market Analysis by Product, Published April 2014 [4] Vgl. IKW e.V.: Jahresbericht 2013.2014 [5] Vgl. IKW e.V.: Hochrechnung vom 25.11.2014 Bilanz zum 30. September 2014der B·R·A·I·N Biotechnology Research And Information Network Aktiengesellschaft, ZwingenbergAktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Oktober 2013 bis 30. September 2014der BR·A·I·N Biotechnology Research And Information Network Aktiengesellschaft, Zwingenbergscroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2013/2014der B·R·A·I·N Biotechnology Research and Information Network Aktiengesellschaft, ZwingenbergA. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der B·R·A·I·N Biotechnology Research and Information Network Aktiengesellschaft, Zwingenberg (B·R·A·I·N AG), wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs sowie des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Von der Möglichkeit, Angaben statt in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang zu zeigen, wurde teilweise Gebrauch gemacht. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen qualifiziert die B·R·A·I·N AG als mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Die B·R·A·I·N AG hat zudem als oberste Muttergesellschaft zum 30. September 2014 einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, auf freiwilliger Basis gemäß § 315a Abs. 3 HGB aufgestellt, da der Befreiungstatbestand des § 293 HGB vorliegt. B. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung 1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs.2 Satz 3 HGB vorgenommen Die Herstellungskosten für selbsterstellte Anlagen enthalten neben den Material-, Fertigungs- und Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebes, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung sowie Fremdkapitalzinsen werden grundsätzlich nicht aktiviert. Anschaffungskosten erfassen auch direkt zuordenbare Anschaffungsnebenkosten. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Vermögensgegenstände wird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich entsprechend der steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG verfahren. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 150 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als € 150 und bis zu € 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Seit dem 1. Oktober 2011 werden geringwertige Wirtschaftsgüter in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 410 nicht übersteigen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen die folgenden Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern zugrunde: scroll
Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten sowie Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert werden nur bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen und entsprechend in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Bedingte Kaufpreiszahlungen, die an die Erreichung vertraglicher Zielvereinbarungen geknüpft sind, werden als Anschaffungskosten aktiviert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung erfolgt zu den nach der First in First out Methode ermittelten Anschaffungskosten. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger sind, werden diese angesetzt. Fertige Erzeugnisse und Waren sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nennwerten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Erhaltene und geleistete Anzahlungen des Anlage- und Umlaufvermögens werden zum Nennwert bilanziert. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 28,425 % zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Das Eigenkapital ist zum Nennwert bewertet. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die Wertansätze der Eventualverbindlichkeiten entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die hieraus resultierenden Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam erfasst. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die hieraus resultierenden Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam erfasst. C. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang „Entwicklung des Anlagevermögens“ dargestellt. Die kumulierten Abschreibungen auf Sachanlagen enthalten den Regelungen des § 7 i EStG entsprechende Abschreibungen in Höhe von 673.170 € aus den Geschäftsjahren 1995/96 bis einschließlich 2004/05. Zum 30. September 2014 hält das Unternehmen folgenden Anteilsbesitz: scroll
2. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Hierbei handelt es sich um laufende Bankguthaben, Tages- und Festgelder in Euro mit einer Anfangslaufzeit von bis zu 12 Monaten sowie den Kassenbestand. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Finanzverkehr in Höhe von 1.124.500 € (Vorjahr 574 T€) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 115.717 € (Vorjahr 70 T€). Die Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten ausschließlich Forderungen aus Finanzverkehr in Höhe von 83.462 € (Vorjahr 28 T€). Die sonstigen Vermögensgegenstände umfassen u. a. Forderungen aus Steuern in Höhe von 70.640 €. Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von 17.036 € (Vorjahr 0 €) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. 4. Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden die im Geschäftsjahr 2013/14 oder Vorjahren geleisteten Zahlungen, im Wesentlichen für Versicherungen, Beiträge und Mitgliedschaften, abgegrenzt, soweit sie auf das Folgejahr / die Folgejahre entfallen. 5. Latente Steuern Da zum 30. September 2014 sowie zum Bilanzstichtag des Vorjahres ausschließlich aktive latente Steuern aus Bewertungsunterschieden und steuerlichen Verlustvorträgen vorliegen und von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht wurde, werden kein aktive latente Steuern ausgewiesen. 6. Eigenkapital Das Grundkapital der B·R·A·I·N AG beträgt zum Bilanzstichtag 12.725.818 €. Das Grundkapital ist eingeteilt in 12.725.818 Stückaktien, auf die jeweils ein anteiliger Betrag des Grundkapitals von 1,00 € entfällt. Die Anteile sind voll einbezahlt und lauten auf den Namen. Am 13. März 2014 ermächtigte die Hauptversammlung den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates, in der Zeit bis zum 12. März 2019 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrmals, höchstens jedoch um bis zu nominal 6.362.909 € durch die Ausgabe von bis zu 6.362.909 neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bareinlage zu einem Gesamtbezugspreis in Höhe von mindestens 7,858 € je neuer Stückaktie zu erhöhen. Das genehmigte Kapital wurde am 07. Mai 2014 in das Handelsregister eingetragen. Am Abschlussstichtag 30. September 2014 bestand ein genehmigtes Kapital in Höhe von 6.362.909 €. Die Kapitalrücklage enthält in Höhe von 16.420.627 € Beträge nach § 272 Nr. 1 HGB und in Höhe von 858.950 € Beträge nach § 272 Nr. 4 HGB. 7. Bilanzverlust Zum 30. September 2014 wird ein Bilanzverlust in Höhe von 17.032.499 € ausgewiesen. In den Bilanzverlust wurde ein Verlustvortrag in Höhe von 12.022.701 € einbezogen. In Fortführung des Jahresergebnisses erfolgt die nachfolgende Darstellung: scroll
8. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen unter anderem Rückstellungen für ausstehenden Urlaub in Höhe von 354.377 € (Vorjahr 389 T€), für Fremdarbeiten in Höhe von 589.368 € (Vorjahr: 319 T€), für Bonusvergütungen in Höhe von 138.000 € (Vorjahr 138 T€) sowie für Abschluss- und Prüfungskosten, ausstehende Rechnungen, Aufsichtsratsvergütung, die Erfüllung gesetzlicher Aufbewahrungsvorschriften und in Folgejahren erhobene Beiträge und Abgaben wie z. B. für die Berufsgenossenschaft. 9. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben die folgenden Restlaufzeiten: scroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 9.270 € (Vorjahr 0 €). Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von 110.124 €. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren in Höhe von 800 € enthalten. Es bestehen Grundschulden auf Grundstücke und Gebäude der Gesellschaft in Höhe von nominal 3.500.000 €. Die Grundschulden dienen der Sicherung von Bankverbindlichkeiten, die zum Bilanzstichtag in Höhe von 2.333.333 € valutieren. Die Grundschulden bestehen im zweiten Rang nach einer nicht abgetretenen Eigentümergrundschuld in Höhe von 500.000 €. Die übrigen Verbindlichkeiten sind, bis auf übliche Eigentumsvorbehalte, nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. 10. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen u. a. mitarbeiterbezogene Erstattungen in Höhe von 41.783 € und Mieterträge in Höhe von 28.579 €. Sie beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von 53.844 €, davon aus der Auflösung von Rückstellungen 25.070 €. 11. Personalaufwand Im Personalaufwand sind in Höhe von 197.360 € Aufwendungen für Altersversorgung, Hinterbliebenen- und Invaliditätsvorsorge enthalten. 12. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen u. a. periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 30.546 € sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1.677 € (Vorjahr 183 €). 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten Zinsaufwand aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 20 € (Vorjahr 20 €). D. Sonstige Angaben 1. Angaben zum Vorstand und Aufsichtsrat Vorstand und Aufsichtsrat Im Geschäftsjahr und bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses gab es keine Änderung im Vorstand. Dem Vorstand der Gesellschaft gehören folgende Mitglieder an: Dr. Holger Zinke, Heppenheim (Vorsitzender) Diplom-Biologe CEO Dr. Jürgen Eck, Bensheim (stellvertretender Vorsitzender) Diplom-Biologe CTO Der Vorstand ist gemeinschaftlich zur Vertretung der Gesellschaft berechtigt. Nach § 286 Abs. 4 HGB unterbleiben die Angaben gemäß § 285 Nr. 9 HGB. Für den Fall einer vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses kann für die Versorgungsleistung ein Nachfinanzierungsbedarf für die Unterstützungskassenversorgung entstehen. Die Wahrscheinlichkeit des vorzeitigen Ausscheidens und damit das Eintreten eines ausscheidungsbedingten Anspruchs wird von der Gesellschaft als sehr gering eingestuft. Der Aufsichtsratsetzt sich zum Bilanzstichtag aus folgenden Personen zusammen: Dr. Ludger Müller, Kaiserslautern (Vorsitzender) Geschäftsführer MP Beteiligungs-GmbH Michael Motschmann, München (stellvertretender Vorsitzender) Vorstand MIG Verwaltungs AG Siegfried L. Drueker, Bad Homburg Geschäftsführer der Drueker GmbH & Co. KG Prof. Dr. Klaus-Peter Koller, Bad Soden am Taunus Unternehmensberater Dr. Matthias Kromayer, München Vorstand MIG Verwaltungs AG Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats betrug im Berichtszeitraum 37.500 €. Die Bezüge setzen sich wie folgt zusammen: scroll
2. Angaben von Beteiligungen, die der Gesellschaft nach § 20 AktG mitgeteilt worden sind Die MP Beteiligungs-GmbH, Kaiserslautern, hält zum 30.09.2014 mehr als 25%, aber weniger als 50% der Anteile. 3. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2013/14 waren durchschnittlich 107 Angestellte beschäftigt (Vorjahr: 98), davon 9 Aushilfskräfte (Vorjahr: 8) und 6 Stipendiaten (Vorjahr: 4). 4. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse gegenüber Dritten. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverhältnissen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Mietzahlungen beträgt 45.882 €. Zum 30. September 2014 bestehen wie auch im Vorjahr keine finanziellen Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben. Es bestehen bedingte Kaufpreisverpflichtungen für Immaterielle Wirtschaftsgüter, die von der Erreichung spezifischer, unter Einsatz dieser immateriellen Wirtschaftsgüter erzielter zukünftiger Umsatzerlöse abhängig sind bis zu einer maximalen Höhe von 160 T€. Im Rahmen von Unternehmenserwerben wurden bedingte Kaufpreiszahlungen vereinbart, die bei Erreichung bestimmter Unternehmensziele insgesamt bis zu 325 T€ betragen können. Darüber hinaus wurde im Rahmen von Unternehmenserwerben vereinbart, dass bei Erreichung bestimmter Umsatzziele der erworbenen Tochterunternehmen diesen zusätzliches Eigenkapital in Höhe von 1 Mio. € zuzuführen ist. Der Gesamtbetrag der bedingten sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag beträgt 1.810 T€. 5. Aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne Der Posten beinhaltet das Entgelt für die stillen Beteiligungen von € 154.395 und setzt sich aus einem festen Zins (133.395 €) und einer Garantieprovision (21.000 €) zusammen. Da die Gesellschaft im Berichtsjahr keinen Gewinn erwirtschaftet hat, ist eine Gewinnbeteiligung der stillen Beteiligungen nicht erfolgt. Die stillen Beteiligungen nehmen am Verlust nicht teil. Eine Nachschusspflicht besteht nicht. 6. Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstandes Der Vorstand schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2013/14 auf neue Rechnung vorzutragen.
Zwingenberg, 15. Dezember 2014 Dr. Holger Zinke Vorsitzender des Vorstands Dr. Jürgen Eck Mitglied des Vorstands Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 01. Oktober 2013 bis 30. September 2014der B·R·A·I ·N Biotechnology Research And Information Network Aktiengesellschaft, Zwingenbergscroll
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Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers(Hinweis: Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. Aufgrund der Inanspruchnahme handelsrechtlicher Offenlegungserleichterungen wird der Jahresabschluss jedoch nur teilweise offengelegt.) Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der B·R·A·I·N Biotechnology Research and Information Network Aktiengesellschaft, Zwingenberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“
Frankfurt am Main, den 15. Dezember 2014 PricewaterhouseCoopers Christian Kwasni, Wirtschaftsprüfer ppa. Jochen Rincker, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats über die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2013/2014Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2013/14 die Unternehmensentwicklung der B·R·A·I·N AG beratend und beaufsichtigend begleitet. In den vier turnusmäßigen Sitzungen des Aufsichtsrates standen insbesondere die Umsetzung der Unternehmensstrategie, der Stand der Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen, die aktuelle Geschäftsentwicklung, die finanzielle Lage sowie das Risikomanagement des Konzerns im Mittelpunkt der ausführlichen Beratungen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Beratung über die Chancen und Risiken aus möglichen Akquisitionen. Mit dem mit Wirkung im Dezember 2013 erfolgten Erwerb der Mehrheit der Anteile an dem Naturstoffchemieunternehmen AnalytiCon Discovery GmbH, Potsdam, konnte ein führender Verbund von Naturstoff-, Mikroorganismen- und Genbibliotheken und damit verbundenen Technologien zur Identifizierung und Produktion von Naturstoffen geschaffen werden. Im Rahmen der Umsetzung der Buy-and-Build Strategie der Gesellschaft wurde darüber hinaus über weitere mögliche Akquisitionen mit dem Schwerpunkt komplementärer Wertschöpfungsketten beraten. Auch außerhalb der Sitzungen standen der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorstandsvorsitzende in regelmäßigem vertrauensvollem Austausch über die wichtigen Entwicklungen im Konzern. Der Aufsichtsrat war in alle für den Konzern wichtigen Entscheidungen eingebunden und fasste die nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung erforderlichen Beschlüsse. Die dem Aufsichtsrat nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wurden dabei vollständig wahrgenommen. Die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, wurde von der Hauptversammlung am 13. März 2014 zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählt. Entsprechend ihrer Beauftragung hat sie den nach den handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) aufgestellten Einzelabschluss der B·R·A·I·N AG und den nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss nach § 315a Abs. 3 HGB zum 30.09.2014 sowie die jeweiligen Lageberichte geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat auf der Aufsichtsratssitzung am 20. Januar 2015 über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und stand für Erläuterungen sowie für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den Ergebnissen der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat den Einzelabschluss der B·R·A·I·N AG und den IFRS Konzernabschluss zum 30.09.2014 gebilligt; der Abschluss der B·R·A·I·N AG ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands angeschlossen. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der B·R·A·I·N Konzerngesellschaften für die mit hohem persönlichen Engagement geleisteten Beiträge zum Erfolg des Unternehmens.
Kaiserslautern, den 20.01.2015 Für den Aufsichtsrat Dr. Ludger Müller, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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