B.R.A.I.N. Biotechnology Research And Information Network AG

Zwingenberg

HALBJAHRESBERICHT zum 31. März 2019

6M 2018/19 HALBJAHRESBERICHT zum 31. März 2019

Wesentliche Ereignisse ■ Konzernzwischenlagebericht ■ Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ■ Konzern-Gesamtergebnisrechnung ■ Konzern-Darstellung der Vermögenslage (Bilanz) ■ Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung ■ Konzern-Kapitalflussrechnung ■ Ausgewählte erläuternde Konzern-Anhangsangaben ■ Kontakt ■ Finanzkalender

ÜBER BRAIN

Die BRAIN AG gehört in Europa zu den technologisch führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Bioökonomie und ist mit ihren Schlüsseltechnologien im Bereich der industriellen, sogenannten weißen Biotechnologie tätig. So identifiziert BRAIN bislang unerschlossene, leistungsfähige Enzyme, mikrobielle Produzenten-Organismen oder Naturstoffe aus komplexen biologischen Systemen, um sie industriell nutzbar zu machen. Aus diesem "Werkzeugkasten der Natur" entwickelte innovative Lösungen und Produkte werden erfolgreich in der Chemie- sowie in der Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie eingesetzt.

Das Geschäftsmodell der BRAIN steht auf zwei Säulen: "BioScience" und "BioIndustrial". Die Säule "BioScience" umfasst das - zumeist auf exklusiver Basis abgeschlossene - Kooperationsgeschäft des Konzerns mit Industriepartnern. Die zweite Säule "BioIndustrial" umfasst die Entwicklung und Vermarktung eigener Produkte und Produktkomponenten über direkte Marktzugänge und Lizenzpartnerschaften.

Als Teil einer wachstumsorientierten Industrialisierungsstrategie ist die B.R.A.I.N. Biotechnology Research and Information Network AG (BRAIN AG; ISIN DE0005203947 / WKN 520394) seit Februar 2016 als erstes Unternehmen der Bioökonomie am Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.

WESENTLICHE EREIGNISSE 01.01.2019 - 31.03.2019

Global agierendes Getränkeunternehmen tritt DOLCE-Programm bei

Die BRAIN AG, die AnalytiCon Discovery GmbH und Roquette - gemeinsam bilden sie das DOLCE-Kernteam - geben am 12. März 2019 bekannt, dass ein weiteres Konsumgüterunternehmen der DOLCE-Partnerschaft für natürliche Süßungsmittel beigetreten ist. Der neue Partner mit breiter Markenvielfalt ist ein global agierendes europäisches Getränkeunternehmen. Der neue Partner erhält Zugang zu DOLCE-Süßungsmitteln in der Kategorie Getränke.

KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT 01.10. 2018 - 31. 03. 2019

I. GRUNDLAGEN UND RAHMENBEDINGUNGEN DES KONZERNS

Die Erläuterungen zu den Grundlagen und Rahmenbedingungen des Konzerns innerhalb des Konzernabschlusses zum 30. September 2018 gelten unverändert.

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Ertragslage

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018/19 erzielte die BRAIN Gruppe eine Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Forschungs- und Entwicklungsförderungen, Bestandsveränderungen, Sonstige Erträge) in Höhe von 19,8 Mio. € gegenüber 12,3 Mio. € in der Vorjahresperiode, was ein Wachstum von 60,7 % darstellt. Die Umsatzerlöse erhöhten sich gegenüber der Vorjahresperiode um 73,0 % von 10,7 Mio. € auf 18,5 Mio. €. Die vorgenannten Entwicklungen werden im Folgenden näher beleuchtet.

Das Segment "BioScience" erzielte im Berichtszeitraum eine Gesamtleistung von 6,2 Mio. € und lag damit 10,4 % über dem Vorjahreszeitraum. Diese Steigerung ist auf eine höhere Anzahl an Vertragsabschlüssen von Tailor Made Solutions Projekten und von strategischen Produktentwicklungsprojekten zurückzuführen. Beispielhaft hierfür ist der Beitritt eines globalen Getränkekonzerns zum FRESCO-Programm im ersten Quartal der BRAIN mit dem Ziel Identifizierung naturbasierter Konservierungsstoffe sowie der Beitritt eines weiteren Konsumgüterunternehmen zum DOLCE-Programm der BRAIN. Das bereinigte EBITDA reduzierte sich von -2,9 Mio. € auf -3,1 Mio. €. Die Veränderung des bereinigten EBITDA ist im Wesentlichen auf die Erweiterung des Vorstandes der BRAIN AG sowie die Einstellung zusätzlichen Vertriebspersonals zurückzuführen. Die Verbesserung des unbereinigten EBITDA um 14,0 % (0,5 Mio. €) gegenüber dem Vorjahreswert resultiert neben den vorgenannten Effekten aus höheren Akquisitions- und Integrationskosten und somit aus höheren Bereinigungseffekten im Vorjahr.

Das "BioIndustrial"-Segment, das die Entwicklung und Kommerzialisierung von eigenen Produkten und aktiven Produktkomponenten beinhaltet, konnte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres die Gesamtleistung um 102,1 % auf 13,7 Mio. € im Vergleich zu 6,8 Mio. € im Vorjahreszeitraum steigern. Die Steigerungen des Segments sind zum Teil auf anorganisches Wachstum durch die Akquisition der Biocatalysts Gruppe im März 2018 und auf ein deutliches organisches Wachstum im Enzym- und Kosmetikgeschäft im Vergleich zur Vorjahresperiode zurückzuführen. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich ebenfalls deutlich von 0,1 Mio. € auf 1,4 Mio. € und erreichte damit wieder das EBITDA Break Even für das strategisch wichtige Segment BioIndustrial. Die Verbesserung ist neben der gestiegenen Gesamtleistung auf eine deutlich verbesserte Materialaufwandsquote zurückzuführen.

Das bereinigte Konzern-EBITDA verbesserte sich folglich von -2,8 Mio. € im Vorjahr auf -1,7 Mio. € in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018/19.

Das unbereinigte Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) belief sich auf -3,2 Mio. € im Berichtszeitraum (Vorjahresperiode: -4,5 Mio. €). Bereinigt um Aufwendungen aus anteilsbasierten Vergütungen sowie aus Sicht der Gesellschaft marktübliche Kosten im Zusammenhang mit der Anbahnung, Umsetzung, dem Abschluss und der Integration von M&A Transaktionen, belief sich das bereinigte Konzern-Betriebsergebnis somit auf -3,1 Mio. € gegenüber -3,6 Mio. € im Vorjahr. Hierbei spiegelt die Verbesserung auf Konzernebene das verbesserte bereinigte BioIndustrial-Betriebsergebnis (EBIT) wider.

Das Netto-Finanzergebnis betrug -822 Tsd. € nach -184 Tsd. € im Vorjahreszeitraum. Die von -214 Tsd. € auf -577 Tsd. € gestiegenen Finanzaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Zinsaufwand und der Folgebewertung finanzieller Verbindlichkeiten. Das Konzernergebnis betrug in den ersten sechs Monaten -4,1 Mio. € nach -4,7 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Auf nicht beherrschende Anteilseigner entfiel ein Ergebnisanteil von 70 Tsd. € nach -7 Tsd. € im Vorjahr.

Das unverwässerte und verwässerte Ergebnis pro Aktie in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres betrug -0,23 € nach -0,26 € im Vorjahreszeitraum.

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung des unbereinigten EBITDA zum bereinigten EBITDA.

In Tsd. € 6M 2018/19 6M 2017/18
EBITDA -1.756 -3.719
Personalaufwand aus einem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm bei der AnalytiCon Discovery GmbH -35 -119
Anteilsbasierte Vergütungen -41 0
Akquisitions- und Integrationskosten bei der Erweiterung der BRAIN-Gruppe -6 -799
Bereinigtes EBITDA -1.673 -2.800


2. Vermögenslage

Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Vergleich zum 30.09.2018 von 33,4 Mio. € auf 35,3 Mio. € per 31.03.2019 was im Wesentlichen auf Investitionen in Sachanlagen und den Ausbau der Produktionskapazität in Cardiff zurückzuführen ist. Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich von 41,0 Mio. € auf 34,4 Mio. €. Diese Reduzierung ist im Wesentlichen auf eine Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den Rückgang an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zurückzuführen. Das Eigenkapital reduzierte sich von 30,6 Mio. € per 30. September 2018 auf 26,8 Mio. € zum 31. März 2019. Diese Reduzierung in Höhe von 3,9 Mio. € ist nahezu vollständig auf das Periodenergebnis zurückzuführen.

Die langfristigen Schulden reduzierten sich von 32,9 Mio. € auf 31,1 Mio. €, was auf eine Reduzierung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen ist. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten reduzierten sich um 1,1 Mio. € aufgrund einer durch Zeitablauf bedingten Umgliederung einer Verbindlichkeit in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich entsprechend leicht von 11,0 Mio. € auf 11,8 Mio. €.

3. Finanzlage

Der Brutto Cashflow des Konzerns verbesserte sich deutlich von -5,3 Mio. € im Vorjahr auf -3,4 Mio. € in der Berichtsperiode. Diese Verbesserung ist im Wesentlichen auf das 0,6 Mio. € bessere Periodenergebnis und 0,6 Mio. € höhere Abschreibungen und Amortisationen zurückzuführen. Der Anstieg dieser Position resultiert aus der Amortisation der aufgedeckten stillen Reserven aus dem Erwerb der BioCatalysts Gruppe im März 2018.

Der Cashflow aus operativer Tätigkeit verringerte sich leicht von -2,8 Mio. € auf -2,9 Mio. €.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres im Wesentlichen durch die beschriebenen Investitionen in eine Produktionsstätte in Cardiff determiniert und führt zu einem Cashflow aus der Investitionstätigkeit von -2.9 Mio. €.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit, reflektiert im Berichtszeitraum, wie auch im Vorjahr im Wesentlichen, die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten und belief sich im Berichtszeitraum auf -1,4 Mio. € gegenüber -0,5 Mio. € im Vorjahr.

III. WESENTLICHE CHANCEN UND RISIKEN

Im Vergleich zum Geschäftsbericht 2017/18 ergaben sich keine wesentlichen Änderungen.

Risiken gemäß § 91 Abs. 2 Aktiengesetz, die den Fortbestand des BRAIN Konzerns gefährden können, sind derzeit nicht erkennbar.

IV. PROGNOSEBERICHT

Hinsichtlich der Geschäftsprognose sind im Vergleich zum Prognosebericht im Geschäftsbericht 2017/18 keine wesentlichen Änderungen erkennbar.

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG [UNGEPRÜFT]

In Tsd. € 6M 2018/19 6M 2017/18 Q2 2018/19 Q2 2017/18
Umsatzerlöse 18.519 10.705 9.079 5.422
Erlöse aus Forschungs- und Entwicklungsförderungen 803 957 380 462
Veränderungen des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen 55 38 268 141
Sonstige Erträge 439 627 228 279

19.816 12.328 9.955 6.305
Materialaufwand



Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren -7.247 -4.271 -4.125 -2.263
Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.307 -1.278 -916 -619

-8.554 -5.549 -5.041 -2.882
Personalaufwand



Löhne und Gehälter -7.249 -5.444 -3.792 -2.773
Anteilsbasierte Vergütungen -41 0 -6 0
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.511 -1.090 -761 -537

-8.801 -6.534 -4.559 -3.310
Sonstige Aufwendungen -4.217 -3.964 -1.995 -2.097
EBITDA -1.756 -3.719 -1.640 -1.984
Abschreibungen -1.449 -816 -726 -423
Betriebsergebnis (EBIT) -3.205 -4.535 -2.366 -2.407
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen -250 0 -152 0
Finanzerträge 4 30 2 27
Finanzaufwendungen -577 -214 -270 -69

-822 -184 -420 -42
Verlust der Periode vor Steuern -4.027 -4.719 -2.786 -2.449
Steuern vom Einkommen und Ertrag



a) Laufender Steueraufwand -200 -43 -107 74
b) Latenter Steueraufwand(-)/-Ertrag(+) 165 89 94 43

-35 45 -13 117
Verlust der Periode -4.062 -4.674 -2.799 -2.331
Davon entfallen auf:



nicht beherrschende Anteilseigner 70 -7 16 27
die Aktionäre der BRAIN AG -4.132 -4.667 -2.815 -2.358
Ergebnis pro Aktie unverwässert -0,23 -0,26 -0,16 -0,13
Anzahl der zugrunde gelegten Aktien 18.055.782 18.055.782 18.055.782 18.055.782
Ergebnis pro Aktie verwässert -0,23 -0,26 -0,16 -0,13
Anzahl der zugrunde gelegten Aktien 18.055.782 18.055.782 18.055.782 18.055.782


KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUG [UNGEPRÜFT]

In Tsd. € 6M 2018/19 6M 2017/18 Q2 2018/19 Q2 2017/18
Verlust der Periode -4.062 -4.674 -2.799 -2.331
Davon entfallen auf:



nicht beherrschende Anteilseigner 70 -7 16 27
die Aktionäre der BRAIN AG -4.132 -4.667 -2.815 -2.358
Sonstiges Ergebnis:



Posten, die anschließend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden



Latente Steuern -7 0 -5 0
Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung von Fremdwährungsfinanzinstrumenten -434 0 -584 0
Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 465 87 675 0
Sonstiges Ergebnis, netto 24 87 86 0
Konzerngesamtergebnis -4.038 -4.587 -2.712 -2.331
Davon entfallen auf:



nicht beherrschende Anteilseigner 213 -7 237 27
die Aktionäre der BRAIN AG -4.251 -4.581 -2.950 -2.358


KONZERN-DARSTELLUNG DER VERMÖGENSLAGE (BILANZ) [UNGEPRÜFT]

AKTIVA

In Tsd. € 31.03.2019 30.09.2018
Langfristige Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte 18.753 19.075
Sachanlagen 14.444 12.042
Nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen 1.734 1.984
Sonstige langfristige Vermögenswerte 334 347
Latente Steuern 10 0

35.274 33.448
Kurzfristige Vermögenswerte

Vorräte 8.417 8.037
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.085 6.451
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 1.164 672
Ertragsteueransprüche 56 57
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 200 260
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 18.504 25.539

34.426 41.016
AKTIVA 69.700 74.464


PASSIVA

In Tsd. € 31.03.2019 30.09.2018
Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital 18.056 18.056
Kapitalrücklage 64.657 64.606
Gewinnrücklagen -59.963 -55.789
Sonstige Rücklagen -1.095 -1.119

21.656 25.755
Nicht beherrschende Anteile 5.097 4.884
Eigenkapital Gesamt 26.753 30.639
Langfristige Schulden

Latente Steuern 2.793 2.887
Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 1.395 1.395
Finanzverbindlichkeiten 24.302 25.353
Sonstige Verbindlichkeiten 691 1.355
Abgegrenzte Erträge 1.944 1.862

31.126 32.852
Kurzfristige Schulden

Rückstellungen 395 512
Ertragsteuerverbindlichkeiten 831 618
Finanzverbindlichkeiten 2.943 2.442
Erhaltene Anzahlungen 175 41
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.924 2.872
Sonstige Verbindlichkeiten 2.667 3.017
Abgegrenzte Erträge 887 1.471

11.822 10.973
PASSIVA 69.700 74.464


KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG [UNGEPRÜFT]

1. Oktober 2017 bis 31. März 2018 Anteil der Aktionäre der BRAIN AG

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Sonstige Rücklagen Total
In Tsd. €


Altersversorgungspläne
Währungsumrechnung
Stand am 30. September 2017 18.056 77.950 -47.736 -1.090
0 47.180
Verlust der Periode

-4.667

-4.667
Gesamtergebnis 01.10.2017 - 31.03.2018

-4.667
87 -4.581
Zugang nicht beherrschender Anteile im Zuge des Erwerbs vollkonsolidierter Konzernunternehmen




0
Zugang Verbindlichkeit aus Put/Call-Vereinbarung zum Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen an vollkonsolidierten Konzernunternehmen
-12.899


-12.899
Stand am 31. März 2018 18.056 65.051 -52.403 -1.090
87 29.700


1. Oktober 2017 bis 31. März 2018


Nicht beherrschende Anteile Gesamt
In Tsd. €

Stand am 30. September 2017 182 47.361
Verlust der Periode -7 -4.674
Gesamtergebnis 01.10.2017 - 31.03.2018 -7 -4.587
Zugang nicht beherrschender Anteile im Zuge des Erwerbs vollkonsolidierter Konzernunternehmen 2.336 2.336
Zugang Verbindlichkeit aus Put/Call-Vereinbarung zum Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen an vollkonsolidierten Konzernunternehmen -12.899
Stand am 31. März 2018 2.512 32.212



1. Oktober 2018 bis 31. März 2019 Anteil der Aktionäre der BRAIN AG

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Sonstige Rücklagen Total
In Tsd. €


Altersversorgungs-
pläne
Währungs-
umrechnung

Stand am 30. September 2018 18.056 64.606 -55.789 -1.118 -1 25.755
Gesamtergebnis 01.10.2018 - 31.03.2019

-4.132 -7 31 -4.108
Effekte aus der Erstanwendung IFRS 9
10 -42

-32
Zugang nicht beherrschender Anteile im Zuge des Erwerbs vollkonsolidierter Konzernunternehmen





Zugang Verbindlichkeit aus Put/Call-Vereinbarung zum Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen an vollkonsolidierten Konzernunternehmen
0


0
Einstellungen aufgrund eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms
41


41
Stand am 31. März 2019 18.056 64.657 -59.963 -1.125 30 21.656


1. Oktober 2018 bis 31. März 2019


Nicht beherrschende Anteile Gesamt
In Tsd. €

Stand am 30. September 2018 4.884 30.639
Gesamtergebnis 01.10.2018 - 31.03.2019 213 -3.895
Effekte aus der Erstanwendung IFRS 9
-32
Zugang nicht beherrschender Anteile im Zuge des Erwerbs vollkonsolidierter Konzernunternehmen 0 0
Zugang Verbindlichkeit aus Put/Call-Vereinbarung zum Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen an vollkonsolidierten Konzernunternehmen
0
Einstellungen aufgrund eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms
41
Stand am 31. März 2019 5.097 26.753


KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG [UNGEPRÜFT]

In Tsd. € 6M 2018/19 6M 2017/18
Periodenergebnis nach Ertragsteuern -4.062 -4.674
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 1.449 816
Latenter Steueraufwand / -ertrag -165 -89
Vereinnahmung abgegrenzte Erträge -1.271 -1.416
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten -103 -176
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 250 0
Erfolgswirksame Veränderung der Nettopensionsrückstellungen 0 0
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/ Erträge 467 205
Verluste aus Abgängen von Immateriellen Vermögenswerten und Sach-Anlagen -6 2
Brutto Cashflow -3.442 -5.331
Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 390 2.361
Veränderungen der Vorräte -380 204
Veränderungen der Ertragsteueransprüche und -verbindlichkeiten 190 -407
Veränderungen der Sonstigen Vermögenswerte und finanziellen Vermögenswerte -457 -425
Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.043 343
Veränderungen der erhaltenen Anzahlungen 134 132
Veränderungen der Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten -1.106 -1.017
Zugänge aus abgegrenzten Erträgen 747 1.325
Cashflow aus operativer Tätigkeit -2.881 -2.814
Netto-Zahlungen aus Unternehmenserwerben (abzüglich übernommener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) 0 -10.458
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -6 -57
Investitionen in Sachanlagen -2.899 -278
Investitionen in Anteile an verbundene Unternehmen 0 0
Ein-(Aus-)zahlungen aus sonstigen langfristigen Vermögenswerten 16 -122
Investitionen in finanzielle Vermögenswerte 0 0
Desinvestitionen finanzieller Vermögenwserte 0 0
Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen 8 1
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.882 -10.914
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 31 0
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten -1.391 -507
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.360 -507
Zahlungsmittelwirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -7.122 -14.235
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Periode 25.539 38.954
Wechselkursbedingte Veränderung der Zahlungsmittel 88 7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 18.504 24.726
Im Cashflow aus der operative Tätigkeit sind enthalten:

Gezahlte Zinsen 214 120
Erhaltene Zinsen 3 5
Gezahlte Ertragsteuern 22 140
Erhaltene Ertragsteuern 30 9


AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERNDE KONZERN-ANHANGSANGABEN [UNGEPRÜFT]

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzernzwischenbericht der BRAIN AG zum 31. März 2019 wurde auf Basis des IAS 34 (Interim Financial Reporting) aufgestellt. Er wurde gemäß den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Der Konzernzwischenabschluss wurde weder entsprechend §317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Anwendung neuer Rechnungslegungsvorschriften

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2018 hat die BRAIN AG die Rechnungslegungsstandards IFRS 9 Finanzinstrumente und IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden erstmalig angewendet. Nachfolgend werden die Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung aus der Einführung dieser Standards dargestellt. Weitere, für die BRAIN AG ebenfalls zum 1. Oktober 2018 erstmalig verpflichtend anzuwendende Anpassungen von Standards und neue Interpretationen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BRAIN AG. Eine vorzeitige Anwendung von veröffentlichten, aber noch nicht verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsstandards erfolgte nicht.

Aktualisierte Fassung des IFRS 9 - "Finanzinstrumente"

IFRS 9 regelt die Bilanzierung von Finanzinstrumenten und ersetzt IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung sowie alle vorherigen Versionen von IFRS 9. IFRS 9 verfolgt einen neuen Ansatz für die Kategorisierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Danach werden die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten anhand der Zahlungsstromeigenschaften und des betriebenen Geschäftsmodells bestimmt. IFRS 9 wurde bei der BRAIN AG nach der retrospektiven Methode ohne Anpassung der Vorjahresvergleichszahlen eingeführt.

Klassifizierung

Finanzielle Vermögenswerte, die innerhalb eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung im Halten von Vermögenswerten besteht, um die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sieht das Geschäftsmodell die Vereinnahmung vertraglicher Zahlungsströme sowie die Veräußerung finanzieller Vermögenswerte vor, werden diese Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Trifft keines der beiden Geschäftsmodelle zu oder enthalten die finanziellen Vermögenswerte nicht ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen, werden die finanziellen Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Investitionen in Eigenkapitalinstrumente sind grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Hier besteht lediglich zu Beginn das unwiderrufliche Wahlrecht, Änderungen des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis auszuweisen. Bei der BRAIN erfüllen die Darlehen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen die Kriterien für eine Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten weiterhin.

Bewertung

IFRS 9 führt ein neues Wertminderungsmodell ein, welches auf alle finanziellen Vermögenswerte anwendbar ist, die entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Dieses Modell sieht die Erfassung der erwarteten Kreditausfälle bereits zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes vor. Dies führt zu einer Erhöhung der Risikovorsorge. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird das vereinfachte Wertminderungsmodell von IFRS 9 angewendet, welches einen erwarteten Kreditverlust über die Gesamtlaufzeit der jeweiligen finanziellen Vermögenswerte berücksichtigt. Zur Bewertung des erwarteten Kreditrisikos werden die Forderungen basierend auf dem bestehenden Kreditrisiko und der jeweiligen Fälligkeitsstruktur gruppiert. Der erfolgsneutrale Erstanwendungseffekt des neuen Wertminderungsmodels beläuft sich bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 42 Tsd. €, so dass sich die kumulierten Wertberichtigungen von 143 Tsd. €, zum 30. September 2018 auf 185 Tsd. €, zum 1. Oktober 2018 erhöhten.

Die Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten nach IFRS 9 entsprechen im Wesentlichen den bisherigen Vorschriften in IAS 39, so dass sich hieraus keine Änderungen ergeben.

Der Konzern hatte im Geschäftsjahr 2017/18 keine Sicherungsgeschäfte. Beim Vorliegen von Sicherungsgeschäften wendet der Konzern kein Hegde Accounting an. Daher hatten die neuen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte keine signifikanten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der BRAIN AG.

Die aus der Erstanwendung resultierenden Übergangseffekte führten zum 1. Oktober 2018 zu einer Minderung der Gewinnrücklagen um 42 Tsd. € vor Berücksichtigung latenter Steuern.

Zusammenfassung

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der ursprünglichen Bewertungskategorien und Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach IAS 39 zum 30. September 2018 auf die neuen Bewertungskategorien und Buchwerte gemäß IFRS 9 zum 1. Oktober 2018.

Überleitung IFRS 9 - Klassifizierung und Bewertung

in Tsd. € Bewertungskategorie IAS 39 Buchwert IAS 39
Reklassifizierungen Nicht im Anwendungsbereich IFRS 9 Bewertungs-
anpasungen
Bewertungs-
kategorie IFRS 9


30.09.2018



Aktiva





Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 6.451

-42 AC
Sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte LaR 252


AC
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 301


AC
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 25.539


AC
Summe
32.543 0 0 -42
Passiva





Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen OL 2.872


AC
Finanzverbindlichkeiten
25.385


AC
Sonstige Verbindlichkeiten OL 155


AC
Summe
28.412 0 0 0


in Tsd. € Buchwert IFRS 9

01.10.2018
Aktiva
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.409
Sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte 252
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 301
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 25.539
Summe 32.501
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.872
Finanzverbindlichkeiten 25.385
Sonstige Verbindlichkeiten 155
Summe 28.412


Nachfolgend werden die Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 9 auf die Rücklagen zum 30.09.2018 und auf die Rücklagen zum 01.10.2018 dargestellt.

Effekt auf die Rücklagen zum 30. September 2018/1. Oktober 2018 in Tsd. €

Stand 30.09.2018 (wie berichtet) 7.699
Wertberichigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -42
Steuereffekt IFRS 9 10
Stand 01.10.2018 (nach Anpassung) 7.667


IFRS 15 - "Umsatzerlöse aus Kundenverträgen" inkl. veröffentlichter Klarstellungen

Die Regelungen und Definitionen zur Umsatzrealisierung des IFRS 15 ersetzen sowohl die Inhalte des IAS 18, Umsatzerlöse, als auch des IAS 11, Fertigungsaufträge, sowie zugehöriger Interpretationen. Gemäß IFRS 15 sind Umsatzerlöse zu erfassen, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über die vereinbarten Güter und Dienstleistungen erlangt und Nutzen aus ihnen ziehen kann. Die Umsatzerlöse sind mit dem Betrag der Gegenleistung zu bewerten, die das Unternehmen erwartet zu erhalten. Zur Ermittlung der zu realisierenden Umsatzerlöse sieht der neue Standard ein fünfstufiges Schema vor:

Stufe 1: Identifizierung des Kundenvertrags,

Stufe 2: Identifizierung der im Kundenvertrag enthaltenen separaten Leistungsverpflichtungen,

Stufe 3: Bestimmung des Transaktionspreises,

Stufe 4: Allokation des Transaktionspreises auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen,

Stufe 5: Realisierung von Umsatz in Höhe des zugeordneten anteiligen Transaktionspreises, sobald die vereinbarte Leistung erbracht wurde bzw. der Kunde die Verfügungsmacht darüber erlangt hat.

IFRS 15 beinhaltet auch zahlreiche Abgabepflichten zu Art, Höhe, Anfall und Unsicherheiten von Umsatzerlösen sowie aus Kundenverträgen resultierende Zahlungsströme.

Die BRAIN AG wendet die Regelungen des IFRS 15 demnach erstmalig ab dem Geschäftsjahr beginnend am 1. Oktober 2018 an. Für den Übergang auf IFRS 15 wurde die modifiziert rückwirkende Methode gewählt. Bei der modifiziert rückwirkenden Methode werden die kumulierten Anpassungsbeträge aus der erstmaligen Anwendung erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst. Dabei werden Vergleichszahlen, Vorjahresperioden bei dieser Übergangsmethode nicht angepasst. Zudem wurde das Wahlrecht zur vereinfachten Erstanwendung in Anspruch genommen und IFRS 15 lediglich auf die Verträge angewendet, die zum 1. Oktober 2018 noch nicht erfüllt waren.

Durch die Erstanwendung des IFRS 15 ergab sich im Konzern kein wesentlicher retrospektiver Anpassungsbedarf. Die wesentlichen Auswirkungen betreffen die zum Jahresende anzugebenden Anhangangaben. Die Vertragsverbindlichkeiten werden gemäß des Wahlrechts des IFRS 15.109 weiterhin in der Bilanz als abgegrenzte Erträge ausgewiesen und in den Konzern-Anhangangaben erläutert. Zum 31. März 2019 betrugen die kurzfristigen Vertragsverbindlichkeiten bei den kurzfristigen abgegrenzten Erträge 746 Tsd. € und die langfristigen Vertragsverbindlichkeiten bei den langfristigen abgegrenzten Erträge 1.192 Tsd. €.

BioScience

Die erstmalige Anwendung des IFRS 15 und die damit einhergehende Würdigung der Bilanzierung von Forschungs-, Entwicklungs- sowie Lizenzverträgen erforderte mehrere Ermessensentscheidungen. Analysiert wurde zunächst, ob solche Verträge in den Anwendungsbereich des IFRS 15 fallen. Anschließend wurde geprüft, ob die identifizierten Leistungsverpflichtungen einzeln abgrenzbar sind und wie diese erfüllt werden (an einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen bestimmten Zeitraum). Darüber hinaus erforderte die Bestimmung des Transaktionspreises Ermessensentscheidungen und Schätzungen, vor dem Hintergrund branchenüblicher Unsicherheiten, die mit den künftigen Meilenstein- und Lizenzzahlungen verbunden sind. Diese Ermessensentscheidungen beziehen sich auf die Bewertung des Einbezugs von Meilensteinzahlungen in den Transaktionspreis. Meilensteine werden demnach nur dann in den Transaktionspreis mit einbezogen, wenn bei Abschluss des Vertrages die Erreichung des Meilenssteins höchstwahrscheinlich ist. Dies widerspricht in der Regel aber der Konzeptionierung von Meilensteinzahlungen, die eine Vergütung für bestimmte Errungenschaften in einem Projekt darstellen. Einmalige vorausbezahlte Lizenzzahlungen werden sofort realisiert, sofern durch die Lizenz ein Nutzungsrecht eingeräumt wird und die lizenzierte Technologie nicht weiterentwickelt wird (statische Lizenzen). Einmalige vorausbezahlte Lizenzzahlungen werden über Zeit realisiert, sofern und solange durch die Lizenz ein Zugangsrecht zur Technologie eingeräumt wird und die lizenzierte Technologie weiterentwickelt wird (Dynamische Lizenzen). Lizenzeinnahmen aus Umsatzbeteiligungen (Royalties) werden wie bisher beim Verkauf der relevanten Produkte realisiert. Bei den Erlösen aus Forschungs- und Entwicklungsprojekten wurden keine Veränderungen zur bisherigen Bilanzierung festgestellt.

Für die bestehenden Forschungs-, Entwicklungs- sowie Lizenzverträge hat die erstmalige Anwendung von IFRS 15 keine wesentlichen Auswirkungen auf die Umsatzerlöse des Konzerns oder auf das Konzernergebnis.

BioIndustrial

Die Realisierung von Erlösen aus Produktverkäufen erfolgt unter IFRS 15 zu dem Zeitpunkt, an dem die Verfügungsgewalt über die Produkte auf den Kunden übergeht. Dies wird wie bisher bei Lieferung des Produkts an den Kunden der Fall sein.

Aufgrund der in der Regel einfach strukturierten Verträge und üblicherweise kurzen Vertragslaufzeiten, hat die Anwendung des IFRS 15 weder auf die Umsatzerlöse des Konzerns noch auf das Konzernergebnis eine wesentliche Auswirkung.

Die Neuregelungen des IFRS 15 haben für die BRAIN keine bzw. eine sehr untergeordnete Bedeutung in folgenden Bereichen:

abspaltungspflichtige Leistungsverpflichtungen aus Gewährleistungsverpflichtungen, Transport- und sonstigen Logistikleistungen

Rückgaberechte

Konsignationslagervereinbarungen

Prinzipal-Agenten-Beziehungen

Bill-and-hold-Vereinbarungen

Finanzierungskomponenten

Vertragsgewinnungs- oder -erfüllungskosten

Segmentangaben

In der Segmentierung haben sich im Vergleich zum Konzernabschluss zum 30. September 2018 keine Veränderungen ergeben. Die Segmentergebnisse1 sind in der nachfolgenden Übersicht dargestellt.


BioScience BioIndustrial Überleitung
In Tsd. € 6M 18/19 6M 17/18 6M 18/19 6M 17/18 6M 18/19 6M 17/18
Summe Umsatzerlöse 5.180 4.092 13.344 6.647 -6 -33
Davon: Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 5 21 1 12 -6 -33
Davon: Umsatzerlöse mit externen Kunden 5.176 4.071 13.343 6.634 0 0
Erlöse FuE2 [Externe Kunden] 695 921 108 35 0 0
Bestandsveränderungen3 -31 139 86 -101 0 0
Sonstige Erträge 344 451 114 176 -19 0
Gesamtleistung 6.188 5.603 13.653 6.757 -25 -33
EBITDA -3.167 -3.682 1.409 -31 2 -6
bereinigtes EBITDA -3.084 -2.855 1.409 61 2 -6
Betriebsergebnis (EBIT) -3.743 -4.217 535 -312 2 -6
Bereinigtes Betriebsergebnis (bereinigtes EBIT) -3.660 -3.390 535 -220 2 -6
Finanzerträge





Finanzaufwendungen





Ergebnis vor Ertragsteuern







Konzern
In Tsd. € 6M 18/19 6M 17/18
Summe Umsatzerlöse 18.519 10.705
Davon: Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 0 0
Davon: Umsatzerlöse mit externen Kunden 18.519 10.705
Erlöse FuE2 [Externe Kunden] 803 957
Bestandsveränderungen3 55 38
Sonstige Erträge 439 627
Gesamtleistung 19.816 12.328
EBITDA -1.756 -3.719
bereinigtes EBITDA -1.673 -2.800
Betriebsergebnis (EBIT) -3.205 -4.535
Bereinigtes Betriebsergebnis (bereinigtes EBIT) -3.123 -3.616
Finanzerträge 4 30
Finanzaufwendungen -577 -214
Ergebnis vor Ertragsteuern -4.027 -4.719


Anzahl Mitarbeiter im Konzern 4

Im Durchschnitt des Berichtszeitraumes 6M 2018/19 Geschäftsjahr 2017/18
Mitarbeiter gesamt, davon 284 247
Angestellte 260 230
Gewerbliche Arbeitnehmer 24 17


Des Weiteren beschäftigt BRAIN zusätzlich Stipendiaten (3, Geschäftsjahr 17/18: 6), Aushilfen (12, Geschäftsjahr 17/18: 11) und Auszubildende (7, Geschäftsjahr 17/18: 6).

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018/19 wurden keine neuen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen abgeschlossen, die nicht schon im Abschluss zum 30.09.2018 dargestellt wurden und die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BRAIN Konzerns hatten.

1 Nach Teileliminierung innerhalb des Segmentes
2 Erlöse aus Forschungs- und Entwicklungsförderungen
3 Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen/ Leistungen
4 Ohne Vorstände der Muttergesellschaft und Geschäftsführer der Tochtergesellschaften


Ereignisse nach dem Quartalsende

Nach dem Bilanzstichtag am 31.03.2019 sind dem Vorstand keine Ereignisse von besonderer Bedeutung oder mit erheblichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage bekannt geworden.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach unserem besten Wissen und in Übereinstimmung mit den anzuwendenden Grundsätzen für die Zwischenberichterstattung vermittelt der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernzwischenlagebericht vermittelt ein zutreffendes Bild der Entwicklung und des Verlaufs des Geschäftsbetriebs sowie der Lage des Konzerns und stellt die wesentlichen Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung des Konzerns in den verbleibenden Monaten des Geschäftsjahres zutreffend dar.


Zwingenberg, den 29. Mai 2019

Der Vorstand

Dr. Jürgen Eck Manfred Bender Ludger Roedder


KONTAKT

Für Fragen steht Ihnen der folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Corporate Development & Investor Relations
Dr. Martin Langer
Fon: +49-(0)6251-9331-16

FINANZKALENDER

29.05.2019 Veröffentlichung Halbjahresbericht

Zum 31.03.2019 (6M)
30.08.2019 Veröffentlichung Quartalsmitteilung

Zum 30.06.2019 (9M)
14.01.2020 Veröffentlichung Geschäftsbericht

Zum 30.09.2019 (12M)
28.02.2020 Veröffentlichung Quartalsmitteilung

Zum 31.12.2019 (3M)
05.03.2020 Hauptversammlung, Zwingenberg


Hinweise

Dieser Zwischenbericht enthält möglicherweise bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des BRAIN-Konzerns und anderen derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Ungewissheiten sowie sonstige Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Die BRAIN AG beabsichtigt nicht und übernimmt keinerlei Verpflichtung, derartige in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen. Der Zwischenbericht kann Angaben enthalten, die nicht Bestandteil der Rechnungslegungsvorschriften sind. Diese Angaben sind als Ergänzung, jedoch nicht als Ersatz für die nach IFRS erstellten Angaben zu sehen. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem und anderen Dokumenten nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Dieses Dokument liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor. Bei Abweichungen geht die deutsche maßgebliche Fassung des Dokuments der englischen Übersetzung vor.

Veröffentlichungsdatum: 29. Mai 2019

Herausgeber:

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