![]() B.R.A.I.N. Biotechnology Research And Information Network AGZwingenbergHALBJAHRESBERICHT zum 31. März 20206M2019/20HALBJAHRESBERICHT zum 31. März 2020Wesentliche Ereignisse • Konzernzwischenlagebericht • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung • Konzern-Gesamtergebnisrechnung • Konzern-Darstellung der Vermögenslage (Bilanz) • Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung • Konzern-Kapitalflussrechnung • Ausgewählte erläuternde Konzern-Anhangsangaben • Kontakt • FinanzkalenderÜBER BRAIN Die BRAIN AG gehört in Europa zu den technologisch führenden Unternehmen auf dem
Gebiet der Bioökonomie und ist mit ihren Schlüsseltechnologien im Bereich der industriellen,
sogenannten weißen Biotechnologie tätig. So identifiziert BRAIN bislang unerschlossene,
leistungsfähige Enzyme, mikrobielle Produzenten-Organismen oder Naturstoffe aus komplexen
biologischen Systemen, um sie industriell nutzbar zu machen. Aus diesem "Werkzeugkasten
der Natur" entwickelte innovative Lösungen und Produkte werden erfolgreich in der
Chemie- sowie in der Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie eingesetzt. Das Geschäftsmodell der BRAIN steht auf zwei Säulen: "BioScience" und "BioIndustrial". Die Säule "BioScience" umfasst das - zumeist auf exklusiver Basis abgeschlossene
-Kooperationsgeschäft des Konzerns mit Industriepartnern. Die zweite Säule "BioIndustrial"
umfasst die Entwicklung und Vermarktung eigener Produkte und Produktkomponenten über
direkte Marktzugänge und Lizenzpartnerschaften. Als Teil einer wachstumsorientierten Industrialisierungsstrategie ist die B.R.A.I.N.
Biotechnology Research and Information Network AG (BRAIN AG; ISIN DE0005203947 / WKN
520394) seit Februar 2016 als erstes Unternehmen der Bioökonomie am Prime Standard
der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. WESENTLICHE EREIGNISSE01.01.2020-31.03. 2020Adriaan Moelker startet als Vorstandsvorsitzender der BRAIN AG Der Niederländer Adriaan (Aryan) Moelker hat am 1. Februar 2020 das Amt des Vorstandsvorsitzenden
(CEO) der BRAIN AG übernommen. Der Aufsichtsrat hatte den seit vielen Jahren in Deutschland
lebenden Manager aufgrund seiner langjährigen Erfahrungen in der industriellen Biotechnologie
in den Vorstand bestellt und zum Vorsitzenden des Gremiums ernannt. Am 5. März 2020
stellte sich Moelker bei der Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2018/19 den Aktionären
der BRAIN AG vor. Er kündigte an vorhandene Potenziale im Enzymgeschäft besser ausschöpfen,
das Geschäft weiter internationalisieren und das Projektportfolio stärker fokussieren
zu wollen. Patent für Europa erteilt zum Themenfeld "biologische Antitranspiranzien" Mit einem am 19. Februar 2020 erteilten Patent für Europa hat die BRAIN AG ihren
Patentschutz zur Technologie "Neuartiger, an der menschlichen Schweißbildung beteiligter,
kalziumaktivierter Chlorid-Kanal" erweitert. Damit kommt das Unternehmen seinem Ziel
näher, biologische Antitranspiranzien zur Verringerung der Schweißproduktion in Form
von Industriepartnerschaften zu entwickeln. Veränderung und Konstanz im Aufsichtsrat der BRAIN AG Dr. Anna C. Eichhorn wurde am 23. Februar 2020 als stellvertretende Vorsitzende des
Aufsichtsrats gewählt. Die Aufsichtsrätin übernahm damit das Amt von Dr. Martin B.
Jager, der am 31. Januar 2020 aus beruflichen Gründen sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt
hatte. Am 27. Februar 2020 legte Aufsichtsratsmitglied Dr. Rainer Marquart sein Mandat
als Aufsichtsrat mit sofortiger Wirkung nieder. Dr. Georg Kellinghusen wurde am 5.
März 2020 im Rahmen der Hauptversammlung von den Aktionären mit großer Mehrheit erneut
in den Aufsichtsrat gewählt. Der Aufsichtsrat wählte ihn in der konstituierenden Sitzung
nach der Hauptversammlung erneut zum Aufsichtsratsvorsitzenden; seine Amtszeit währt
bis zum Ablauf der Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2021/22. Abfall zu Wertstoffen: Pilotierungsphase zu ZeroCarbFP gestartet Am 1. März 2020 ist die strategische Allianz ZeroCarbFP (ZeroCarbFoodPrint) nach
vorheriger positiver Begutachtung in die dritte Förderphase gestartet. In dieser auf
drei Jahre angelegten Pilotierungsphase waren zu diesem Zeitpunkt neben BRAIN die
Unternehmen FUCHS PETROLUB und Südzucker engagiert. In dem Projekt werden - im Sinne
einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft - industrielle Abfallströme wie CO2 oder Altöl durch mikrobielle Umsetzung in Wertstoffe verwandelt. Förderinstanz ist
das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Die BRAIN AG tätigt weitere Investition in Solascure Limited Am 19. März 2020 nahm die BRAIN AG an einer Kapitalerhöhung bei Solascure Limited
teil. Die Kapitalerhöhung belief sich auf 1,9 Mio. € und führte zu keiner Veränderung
der Beteiligungsquote. Die Solascure Limited wird weiterhin nach der IAS 28 Equity-Methode
bilanziert. Die BRAIN AG ist weiterhin sehr zuversichtlich hinsichtlich der erfolgreichen
Entwicklung ihres Wirkstoffs Aurase für die chronische Wundversorgung und hat daher
diese neue Finanzierungsrunde von Solascure Limited begleitet (s. auch in den Anhangsangaben
dieses Dokuments). KONZERNZWISCHEN-LAGEBERICHT01.10.2019 - 31.03.2020I. GRUNDLAGEN UND RAHMENBEDINGUNGEN DES KONZERNS Die Erläuterungen zu den Grundlagen und Rahmenbedingungen des Konzerns innerhalb
des Konzernabschlusses zum 30. September 2019 gelten unverändert. II. WIRTSCHAFTSBERICHT1. Ertragslage In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2019/2020 erzielte die BRAIN-Gruppe
einen Umsatz in Höhe von 19,9 Mio. € gegenüber 18,5 Mio. € in der Vorjahresperiode,
was ein Wachstum von 7,6 % darstellt. Organisch, also ohne Berücksichtigung der Monteil
Cosmetics International GmbH im Vorjahr, konnte der Umsatz um 14,1 % gesteigert werden.
Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Forschungs- und Entwicklungsförderungen, Bestandsveränderungen
und Sonstige Erträge) erhöhte sich ebenfalls gegenüber der Vorjahresperiode um 0,4
Mio. € (1,9 %) von 19,8 Mio. € auf 20,2 Mio. €. Organisch erhöhte sich die Gesamtleistung
um 1,4 Mio. € bzw. 7,5 % von 18,8 Mio. € auf 20,2 Mio. €. Das Segment "BioScience" erzielte im Berichtszeitraum einen Umsatz von 6,8 Mio. €
und lag damit 31,9 % über der Vorjahresperiode. Diese Steigerung ist auf ein größeres
Volumen mit bestehenden Kunden sowie auf Vertragsabschlüsse von Tailor-Made-Solutions-Projekten
zurückzuführen. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich von -3,1 Mio. € auf -2,3 Mio.
€. Das verbesserte bereinigte EBITDA ist im Wesentlichen auf höhere Umsätze und verbesserte
Materialaufwands-, Personalaufwands und sonstige Aufwandssquoten im Segment BioScience
zurückzuführen. Der Umsatz des Segments "BioIndustrial" ist im Berichtszeitraum mit 1,8 % von 13,3
Mio. € auf 13,1 Mio. € leicht gesunken. Organisch erhöhte sich der Umsatz um 0,8 Mio.
€ bzw. 6,5 % von 12,3 Mio. € auf 13,1 Mio. €. Die Gesamtleistung ist mit 6,0 % von
13,7 Mio. € auf 12,8 Mio. € gesunken. Organisch erhöhte sich die Gesamtleistung um
0,2 Mio. € (1,7 %) von 12,6 Mio. € auf 12,8 Mio. €. Das bereinigte EBITDA ist um 8,6
% von 1,4 Mio. € auf 1,5 Mio. € gestiegen. Trotz Anlaufkosten bei der Aufnahme der
neuen Produktionsstätten in Cardiff (UK) und Büttelborn konnte die bereinigte EBITDA
Marge von 10,6 % auf 11,7 % gesteigert werden. Das bereinigte Konzern-EBITDA verbesserte sich folglich um 57,3 % von -1,7 Mio. €
im Vorjahr auf -0,7 Mio. € in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2019/20. Das unverwässerte und verwässerte Ergebnis pro Aktie in den ersten sechs Monaten
des Geschäftsjahres betrug -0,26 € nach -0,23 € im Vorjahreszeitraum. Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung des unbereinigten EBITDA zum bereinigten
EBITDA. scroll
2. Vermögenslage Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Vergleich zum 30. September 2019
von 35,2 Mio. € auf 42,8 Mio. € per 31. März 2020, was auf die Erstanwendung des IFRS
16 und die Investitionen in Sachanlagen bzw. die Investitionen in die erweiterten
Produktionskapazitäten an den Standorten Cardiff, Großbritannien und Büttelborn, Deutschland
zurückzuführen ist. Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich von 31,0 Mio.
€ auf 22,0 Mio. €. Diese Reduzierung ist im Wesentlichen auf den Rückgang an Zahlungsmitteln
und Zahlungsmitteläquivalenten zurückzuführen. Im Rahmen der weiteren Investition
in der Solascure Ltd., die nach der Equity-Methode bilanziert wird, hat die BRAIN
AG eine Stammkapitaleinlage in Höhe von 1,9 Mio. € in bar geleistet. Darüber hinaus
wurden Verbindlichkeiten aus Put-Optionen im Zusammenhang mit der AnalytiCon Discovery
GmbH in Höhe von 1,6 Mio. € fällig. Das Eigenkapital reduzierte sich von 17,1 Mio. € per 30. September 2019 auf 12,9
Mio. € zum 31. März 2020. Diese Reduzierung in Höhe von 4,2 Mio. € ist demnach nahezu
vollständig auf das Periodenergebnis zurückzuführen. Im Berichtszeitraum wurden keine
Kapitalmaßnahmen durchgeführt. Die langfristigen Schulden erhöhten sich von 34,2 Mio. € auf 39,2 Mio. €, was auf
die Erstanwendung von IFRS 16 zurückzuführen ist. Die kurzfristigen Schulden reduzierten
sich von 14,9 Mio. € auf 12,7 Mio. €, was auf den Nettoeffekt aus der Erstanwendung
von IFRS 16 und einer Reduzierung der abgegrenzten Erträge zurückzuführen ist. 3. Finanzlage Der Brutto Cashflow des Konzerns verringerte sich leicht von -3,4 Mio. € im Vorjahr
auf -3,5 Mio. € in der Berichtsperiode. Diese Veränderung ist im Wesentlichen auf
das 1,2 Mio. € positive Ergebnis aus Equity bilanzierten Finanzanlagen und die -0,7
Mio. € von der Vereinnahmung von abgegrenzten Erträgen zurückzuführen. Aufgrund der im Vorjahr stark ausgefallenen Reduzierung des gebundenen Kapitals konnte
der positive Effekt auf den Cashflow aus operativer Tätigkeit nicht erneut realisiert
werden. In der Konsequenz war der Cashflow aus operativer Tätigkeit gegenüber dem
Vorjahreszeitraum um 1,3 Mio. € geringer. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist in den ersten sechs Monaten des laufenden
Geschäftsjahres im Wesentlichen durch die Investitionen in Sachanlagen bzw. die Investitionen
in die erweiterten Produktionskapazitäten an den Standorten Cardiff, Großbritannien
und Büttelborn, Deutschland und durch die Stammkapitaleinlage in der Solascure Ltd.
determiniert und führt zu einem Cashflow aus der Investitionstätigkeit von -4,5 Mio.
€. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit reflektiert im Berichtszeitraum im Wesentlichen
die Einzahlung aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten und belief sich auf -0,2
Mio. € gegenüber -1,4 Mio. € im Vorjahr. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente verringerten sich im Vergleich zum
30. September 2019 von 15,2 Mio. € auf 6,4 Mio. €, was auf die oben beschriebenen
Effekte zurückzuführen ist. III. WESENTLICHE CHANCEN UND RISIKEN Für eine Darstellung des Risikomanagement-Systems sowie möglicher Chancen und Risiken
wird an dieser Stelle auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2018/19 der BRAIN AG
auf den Seiten 121ff. verwiesen. Wie sich die Ausbreitung des Coronavirus auf die
globale Wirtschaftsentwicklung auswirken wird, lässt sich zum Zeitpunkt der Erstellung
des Halbjahresberichts nicht vorhersagen. Es ist jedoch absehbar, dass die Auswirkungen
auf das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2020 erheblich sein könnten. Dennoch erwartet
die BRAIN AG aus heutiger Sicht keine wesentlichen Änderungen gegenüber den im Geschäftsbericht
2018/19 dargestellten Chancen und Risiken. Risiken gemäß § 91 Abs. 2 Aktiengesetz, die den Fortbestand des BRAIN Konzerns gefährden
können, sind derzeit nicht erkennbar. IV. PROGNOSEBERICHT Hinsichtlich der Geschäftsprognose sind im Vergleich zum Prognosebericht im Jahresbericht
2018/19 auf Seite 120, keine wesentlichen Änderungen erkennbar. Trotz der Coronavirus-Pandemie
ist die BRAIN AG zuversichtlich, dass weitere Fortschritte, wenn auch vielleicht etwas
verlangsamt, in die prognostizierte Richtung gehen werden. KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG [UNGEPRÜFT]scroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUG[UNGEPRÜFT]scroll
KONZERN-DARSTELLUNG DER VERMÖGENSLAGE (BILANZ) [UNGEPRÜFT]scroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG[UNGEPRÜFT]scroll
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KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG [UNGEPRÜFT]scroll
AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERNDEKONZERN-ANHANGSANGABEN [UNGEPRÜFT]Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Konzernzwischenbericht der BRAIN AG zum 31. März 2020 wurde auf Basis des IAS
34 (Interim Financial Reporting) aufgestellt. Er wurde gemäß den Vorschriften der
am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International
Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Der Konzernzwischenabschluss wurde
weder entsprechend §317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen
Abschlussprüfer unterzogen. Anwendung neuer Rechnungslegungsvorschriften Mit Wirkung zum 1. Oktober 2019 hat die BRAIN AG den Rechnungslegungsstandard IFRS
16 "Leasingverhältnisse" erstmalig angewendet. Nachfolgend werden die Auswirkungen
auf die Finanzberichterstattung aus der Einführung dieses Standards dargestellt. Weitere,
für die BRAIN AG ebenfalls zum 1. Oktober 2019 erstmalig verpflichtend anzuwendende
Anpassungen von Standards und neue Interpretation haben keine wesentlichen Auswirkungen
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BRAIN AG. Eine vorzeitige Anwendung
von veröffentlichten, aber noch nicht verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsstandards
erfolgte nicht. IFRS 16 - "Leasingverhältnisse" Am 13. Januar 2016 hat das International Accounting Standards Board (IASB) den neuen
Rechnungslegungsstandard zur Leasingbilanzierung (IFRS 16 "Leases") veröffentlicht.
Nach diesem Standard sind alle Leasingverhältnisse und die damit einhergehenden vertraglichen
Rechte und Verpflichtungen in der Bilanz des Leasingnehmers abzubilden. Für Leasingverhältnisse
mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr und für Leasingverhältnisse mit geringem
Wert ("low value-leases") kann der Leasingnehmer wahlweise eine Bilanzierung entsprechend
den derzeitigen Operating-Leasingverhältnissen anwenden. Für alle Leasingverhältnisse erfasst der Leasingnehmer in seiner Bilanz eine Leasingverbindlichkeit
für die Verpflichtung, künftige Leasingzahlungen vorzunehmen. Gleichzeitig aktiviert
der Leasingnehmer ein Nutzungsrecht am zugrundeliegenden Vermögenswert, welches grundsätzlich
dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten entspricht.
Während der Laufzeit des Leasingvertrags wird die Leasingverbindlichkeit ähnlich den
Regelungen nach IAS 17 "Leasingverhältnisse" für Finanzierungs-Leasingverhältnisse
finanzmathematisch fortgeschrieben, während das Nutzungsrecht planmäßig über die Laufzeit
des Leasingvertrags amortisiert wird, was grundsätzlich zu höheren Aufwendungen zu
Beginn der Laufzeit eines Leasingvertrags führt. Die Regelungen zur Leasingbilanzierung
auf Seiten des Leasinggebers bleiben weitestgehend unverändert. Die neuen Regelungen sind auf den gesamten Vertragsbestand anzuwenden, wobei die
Überleitung mit einigen Erleichterungen entweder vollständig retrospektiv oder als
kumulierter Effekt im Eigenkapital zu Beginn des Geschäftsjahres der Erstanwendung
ohne Anpassung der Vorjahreswerte vorzunehmen ist. IFRS 16 enthält darüber hinaus
eine Reihe von weiteren Regelungen zum Ausweis und zu den Anhangsangaben sowie zu
Sale-and-Lease-back-Transaktionen. Die neuen Vorschriften des IFRS 16 betreffen die BRAIN AG als Leasingnehmer hauptsächlich
bei Leasingverträgen von Immobilien und Fahrzeugen. Die Umstellung auf IFRS 16 erfolgte
nach der modifiziert retrospektiven Methode mit Erfassung des kumulativen Umstellungseffekts
zum 1. Oktober 2019. Vorjahresvergleichsangaben wurden nicht angepasst. Zahlungsverpflichtungen aus bisherigen Operating-Leasingverhältnissen wurden mit
Übergang auf IFRS 16 mit den entsprechenden Grenzfremdkapitalzinssätzen abgezinst.
Die Zinssätze wurden auf Basis der verbleibenden Restlaufzeit der Leasingverhältnisse
ermittelt. Der gewichtete durchschnittliche Zinssatz, der zur Abzinsung der am 1.
Oktober 2019 bestehenden Leasingverhältnisse verwendet wurde, betrug 3,3%. Die hieraus
resultierenden Barwerte wurden als Leasingverbindlichkeiten angesetzt. Die Nutzungsrechte
an den Leasinggegenständen wurden in Höhe der Leasingverbindlichkeiten angepasst und
direkt zurechenbare Kosten aktiviert. Für die Bestimmung der Laufzeit der Leasingverhältnisse
wurden nachträglich erlangte bessere Erkenntnisse berücksichtigt, wenn diese eine
hinreichend sichere Ausübungswahrscheinlichkeit von Verlängerungs- bzw. Kündigungsoptionen
belegen. Die BRAIN AG hat folgende IFRS 16 Erleichterungen in Anspruch genommen:
Zusammenfassung Die folgende Tabelle stellt die zum 1. Oktober 2019 vorgenommenen Anpassungen aus
der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 in der Konzernbilanz dar. scroll
Ausgehend von der Zahlungsverpflichtung für Operating-Leasingverhältnisse (IAS 17)
zum 30. September 2019 ergab sich folgende Überleitung auf den Eröffnungsbilanzwert
der Leasingverbindlichkeit zum 1. Oktober 2019. scroll
Segmentangaben In der Segmentierung haben sich im Vergleich zum Konzernabschluss zum 30. September
2019 keine Veränderungen ergeben. Die Segmentergebnisse2 sind in der nachfolgenden Übersicht dargestellt. scroll
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Anzahl Mitarbeiter im Konzern5scroll
Des Weiteren beschäftigt BRAIN zusätzlich Stipendiaten (6, Geschäftsjahr 18/19: 4),
Aushilfen (13, Geschäftsjahr 18/19: 12) und Auszubildende (7, Geschäftsjahr 18/19:
7). Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
2
Nach Teileliminierung innerhalb des Segmentes In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2019/20 wurden keine neuen Geschäfte
mit nahestehenden Unternehmen und Personen abgeschlossen, die nicht schon im Abschluss
zum 30.09.2019 dargestellt wurden und die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des BRAIN Konzerns hatten. Ereignisse nach dem QuartalsendeVeränderung im Vorstand der BRAIN AG Am 07. Mai 2020 gab die BRAIN AG bekannt, dass der Finanzvorstand Manfred Bender
das Unternehmen zum 30.09.2020 auf eigenen Wunsch verlassen wird. Bender möchte sich
einer neuen Aufgabe zuwenden und hat aus diesem Grund den Aufsichtsrat um vorzeitige
Beendigung seines Vertrags gebeten. Der Aufsichtsrat ist dem Wunsch nachgekommen. Neuer Finanzvorstand wird der bisherige Leiter Finanzen, Controlling und Recht, Lukas
Linnig. Seit April 2017 ist Linnig für das Zwingenberger Unternehmen tätig und hat
es zuvor während des Börsengangs als Berater unterstützt. Nach dem Bilanzstichtag am 31.03.2020 sind dem Vorstand keine weiteren Ereignisse
von besonderer Bedeutung oder mit erheblichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz-
oder Vermögenslage bekannt geworden. Versicherung der gesetzlichen Vertreter Nach unserem besten Wissen und in Übereinstimmung mit den anzuwendenden Grundsätzen
für die Zwischenberichterstattung vermittelt der Konzernzwischenabschluss ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des Konzerns. Der Konzernzwischenlagebericht vermittelt ein zutreffendes Bild der
Entwicklung und des Verlaufs des Geschäftsbetriebs sowie der Lage des Konzerns und
stellt die wesentlichen Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung des Konzerns
in den verbleibenden Monaten des Geschäftsjahres zutreffend dar. Zwingenberg, den 29. Mai 2020 Der Vorstand scroll
KONTAKT Für Fragen steht Ihnen der folgende Ansprechpartner zur Verfügung: Investor Relations Manager Michael Schneiders Fon: +49-(0)6251-9331-86 FINANZKALENDERscroll
Hinweise Dieser Zwischenbericht enthält möglicherweise bestimmte in die Zukunft gerichtete
Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung
des BRAIN-Konzerns und anderen derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Verschiedene
bekannte wie auch unbekannte Risiken und Ungewissheiten sowie sonstige Faktoren können
dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder
die Leistung der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen.
Die BRAIN AG beabsichtigt nicht und übernimmt keinerlei Verpflichtung, derartige in
die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder
Entwicklungen anzupassen. Der Zwischenbericht kann Angaben enthalten, die nicht Bestandteil
der Rechnungslegungsvorschriften sind. Diese Angaben sind als Ergänzung, jedoch nicht
als Ersatz für die nach IFRS erstellten Angaben zu sehen. Aufgrund von Rundungen ist
es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem und anderen Dokumenten nicht genau
zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die
absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Dieses Dokument liegt ebenfalls
in englischer Übersetzung vor. Bei Abweichungen geht die deutsche maßgebliche Fassung
des Dokuments der englischen Übersetzung vor. Veröffentlichungsdatum: 29. Mai 2020 Herausgeber: B•R•A•l•N Biotechnology Research And Information Network AG Darmstädter Straße 34 - 36 64673 Zwingenberg • Germany scroll
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