PIK AG

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Bilanz

Aktiva

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen 1.791.802,36 1.942.662,75
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 633.593,36 678.943,75
1. Geschäfts- oder Firmenwert 224.304,00 256.348,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 409.289,36 422.595,75
II. Sachanlagen 1.092.689,00 1.198.199,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.092.689,00 1.198.199,00
III. Finanzanlagen 65.520,00 65.520,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 65.000,00 65.000,00
2. Sonstige Finanzanlagen 520,00 520,00
B. Umlaufvermögen 11.247.481,62 13.799.384,72
I. Vorräte 3.985.795,46 7.790.420,65
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.046.798,85 4.933.884,41
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.214.887,31 1.075.079,66
C. Rechnungsabgrenzungsposten 598.509,77 885.349,17
Summe Aktiva 13.637.793,75 16.627.396,64

Passiva

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital 4.588.369,67 2.867.526,70
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnrücklagen 10.000,00 10.000,00
III. Bilanzgewinn 4.478.369,67 2.757.526,70
davon Gewinnvortrag 2.757.526,70 2.682.080,44
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 87.590,14
C. Rückstellungen 2.025.461,31 937.049,31
D. Verbindlichkeiten 6.747.194,35 12.645.022,92
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.065.761,38 2.605.915,10
2. sonstige Verbindlichkeiten 3.681.432,97 10.039.107,82
E. Rechnungsabgrenzungsposten 189.178,28 177.797,71
Summe Passiva 13.637.793,75 16.627.396,64

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2024 - 31.12.2024 1.1.2023 - 31.12.2023
EUR EUR
1. Rohergebnis 15.376.278,44 10.536.130,91
2. Personalaufwand 8.263.640,86 7.321.659,04
a) Löhne und Gehälter 6.869.577,27 6.208.706,02
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.394.063,59 1.112.953,02
davon für Altersversorgung 44.270,30 38.760,22
3. Abschreibungen 529.375,52 287.294,54
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 529.375,52 287.294,54
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.734.419,42 2.550.307,30
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 0,28 0,01
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 38,98 31,10
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 290.571,75 243.276,21
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 826.003,36 49.679,66
8. Ergebnis nach Steuern 1.732.306,51 83.945,26
9. sonstige Steuern 11.463,54 8.499,00
10. Jahresüberschuss 1.720.842,97 75.446,26
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.757.526,70 2.682.080,44
12. Bilanzgewinn 4.478.369,67 2.757.526,70

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

Inhalt

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

2. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

3. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Bilanz

3.2 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

3.3 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

4. Sonstige Angaben

4.1 Verbundene Unternehmen

4.2 Zahl und Nennbetrag der Aktien je Gattung

4.3 Vorstand

4.4 Aufsichtsrat

4.5 Arbeitnehmer

4.6 Angaben über Geschäfte mit nahestehenden Personen

4.7 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

4.8 Vorschlag zur Ergebnisverwendung

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die PIK AG, Berlin (nachfolgend auch „Gesellschaft“), ist beim Handelsregister Berlin (Charlottenburg) unter der Register-Nr. HRB 73846 eingetragen.

Dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches zugrunde, ergänzend waren die Vorschriften des Aktiengesetzes zu beachten.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte gemäß den §§ 266 und 275 HGB.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft aus.

2. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden aktiviert und nach ihrer voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten 800 € nicht übersteigen, werden als bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens behandelt.

Der 2022 entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwert wird über einen Zeitraum von 10 Jahren linear abgeschrieben. Dieser Zeitraum entspricht nach unserer Einschätzung der Dauer, über die wir aus dem erworbenen exklusiven Marktzugang, dem Kundenstamm sowie der Expertise und Erfahrung der erworbenen Einheit Nutzen ziehen werden.

Sachanlagen werden zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Anschaffungspreis von 250 € werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe aufwandswirksam berücksichtigt. Eine Ausnahme bilden hier die Wirtschaftsgüter, deren Anschaffung durch Zuschüsse der Investitionsbank Berlin gefördert werden. Diese werden aus Nachweisgründen in das Anlagevermögen aufgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungspreis bis 800 € wurden aktiviert und im Jahr der Anschaffung abgeschrieben.

Der einzig im Jahr 2023 gebildete Sammelposten für geringwertige Wirtschaftsgüter wurde im Berichtsjahr planmäßig mit einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Vorräte werden mit den individuellen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit den gleitenden Durchschnittspreisen bewertet. Liegen niedrigere Tageswerte vor, werden diese angesetzt.

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr - wie auch in 2023 - die Herstellungskosten der unfertigen Leistungen in Höhe der handelsrechtlichen Wertobergrenze angesetzt, um so eine gesetzeskonforme Bewertung herbeizuführen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit usw. ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Pauschalwertberichtigungen werden keine gebildet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die übrigen in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend ihrer Laufzeiten mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Da die Umsätze der Gesellschaft im Wesentlichen aus Warenlieferungen bestehen, die bei den Kunden installiert werden und der Wert dieser Lieferungen den der Leistungen deutlich übersteigt, wurden die Umsatzerlöse nach Maßgabe der Regelungen für Werklieferungsverträge realisiert.

3. Erläuterungen zu Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

3.1. Bilanz

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz gewählt.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

Bei der Ermittlung der Herstellungskosten der Vorräte wurden anteilige aktivierungsfähige Fremdkapitalzinsen in Höhe von T€ 91 (i. Vj. T€ 55) berücksichtigt.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Mietkautionen in einer Gesamthöhe von T€ 25 (i. Vj. T€ 19) ausgewiesen, die eine unbestimmte Restlaufzeit haben. Alle übrigen Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden antizipative Forderungen aus Körperschaft- und Gewerbesteuererstattungen in Höhe von T€ 41 (i. Vj. T€ 178) ausgewiesen.

Die gesetzliche Rücklage in Höhe von unverändert T€ 10 entspricht dem zehnten Teil des Grundkapitals (§ 150 Abs. 2 AktG).

Im Berichtsjahr wurde ein Sonderposten für die von der Investitionsbank Berlin zugeflossenen Investitionszuschüsse in Höhe von T€ 88 (i. Vj. T€ 0) gebildet. Dieser wird entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der geförderten Anlagegüter in den Folgejahren aufgelöst werden.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalkosten (Urlaub, Überstunden, Provisionen, Tantieme) mit T€ 711 (i.Vj. T€ 712), ausstehenden sonstigen Aufwand mit T€ 234 (i. Vj. T€ 0), die Erstellung und die Prüfung des Jahresabschlusses mit T€ 80 (i.Vj. T€ 110), drohende Verluste mit T€ 127 (i. Vj. T€ 0) sowie Gewährleistungen mit T€ 136 (i.Vj. T€ 101).

Die Verbindlichkeiten ergeben sich nach Fristigkeiten wie folgt:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre
Bilanzposition Stichtag TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.12.2024 3.066,00 906,00 2.160,00 0,00
31.12.2023 2.606,00 2.606,00 0,00 0,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 31.12.2024 803,00 803,00 0,00 0,00
31.12.2023 4.530,00 4.530,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 31.12.2024 1.907,00 1.907,00 0,00 0,00
31.12.2023 3.337,00 3.337,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 31.12.2024 0,00 0,00 0,00 0,00
31.12.2023 1.020,00 1.020,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 31.12.2024 972,00 972,00 0,00 0,00
31.12.2023 1.151,00 1.151,00 0,00 0,00
Summe 31.12.2024 6.748,00 4.588,00 2.160,00 0,00
31.12.2023 12.644,00 12.644,00 0,00 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch die Sicherungsübereignung eines Warenlagers, aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie einer Bürgschaft durch Herrn Niklas Niehuus besichert. Zur Besicherung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

3.2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Avalen in einer Gesamthöhe von T€ 2.664 (i.Vj. T€ 5.523).

Von einer Inanspruchnahme aus den vorstehend beschriebenen Haftungsverhältnissen wird nicht ausgegangen, da derartige Sachverhalte der Gesellschaft bislang nicht bekanntgemacht wurden.

Weiter bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 1.455 (i.Vj. T€ 1.920), die im Wesentlichen Miet- und Leasingzahlungen betreffen.

3.3. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr Erträge aus öffentlich-rechtlichen Zuschüssen in Höhe von T€ 32 (i.Vj. T€ 239) realisiert.

Im Geschäftsjahr 2024 wurden Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von T€ 668 vorgenommen.

4. Sonstige Angaben

4.1. Verbundene Unternehmen

Die Gesellschaft hält sämtliche Anteile der SIE-media GmbH, Magdeburg. Das Eigenkapital dieser Gesellschaft beträgt ausweislich ihres Jahresabschlusses 2024 T€ 115, der Bilanzgewinn T€ 80.

Die SIE-media GmbH wurde am 9. Januar 2024 aufgelöst. Das Abwicklungsverfahren wurde beendet und die Anmeldung des Erlöschens der Gesellschaft im Handelsregister erfolgte. Der Abschluss der Liquidation mit Löschung der Gesellschaft im Handelsregister ist für 2025 erwartet.

4.2. Zahl und Nennbetrag der Aktien je Gattung

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 100.000,00 EUR und ist eingeteilt in 100.000 Aktien (Stückaktien). Die Aktien sind vinkulierte Namensaktien.

Zum 05.09.2024 erfolgte eine Übertragung aller Aktien auf die Niehuus Holding GmbH. Die Hauptversammlung stimmte dieser Übertragung zu.

Die Niehuus Holding GmbH ist eine vermögensverwaltende GmbH. Alleiniger Anteilseigner ist Herr Niklas Niehuus.

4.3. Vorstand

Vorstände der Gesellschaft sind:

Niklas Niehuus, Bachelor of Arts, Kaufmann;

Christoph Wegner, Dipl.-Ing.

Auf die Angaben der Gesamtbezüge des Vorstamdes wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Ein Vorstand hat der Gesellschaft Darlehen gewährt, die sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt haben:

Stand 01.01.2024 Zugänge 2024 Tilgung 2024 Stand 31.12.2024
T€ T€ T€ T€
1.020 531 - 1.551 0

Sicherheiten hierfür wurden nicht vereinbart. Die Darlehen wurden mit Zinssätzen bis zu 5% p.a. verzinst.

4.4. Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats:

Christiane Hotz-Firlus (Vorsitzende) bis 21.02.2025, Unternehmensberatung und Businesscoaching, Berlin;

Rainer Herting (Vorsitzender) ab 21.02.2025, Consultant, Berlin;

Katrin Schöttel, selbständige IT- und Organisationsberaterin;

Dr. Herbert Münder, Geschäftsführer.

Die Aufsichtsratsvergütungen betragen im Geschäftsjahr T€ 5,6 ( i. Vj. T€ 5,6).

4.5. Arbeitnehmer

Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter stellt sich für 2024 und 2023 wie folgt dar:

2024 2023
Vollzeitarbeitnehmer 126,9 104,0
Teilzeitarbeitnehmer 10,4 17,5
Geringfügig Beschäftigte 0,7 4,8
gesamt 138 126,3

Über die genannten Mitarbeiter hinaus waren für die Gesellschaft 2 Vorstände (i. Vj. 2) und 9 Auszubildende (i. Vj. 9) tätig.

4.6. Angaben über Geschäfte mit nahestehenden Personen

Zugunsten der Gesellschaft und zur Stärkung ihrer Finanzlage bestehen nachfolgende Erklärungen durch den Gesellschafter und Vorstand:

selbstschuldnerische Bürgschaften gegenüber Banken in einer Gesamthöhe von T€ 3.000;

Abgaben einer bis zum 30. Juni 2025 geltenden unwiderruflichen Finanzierungserklärung zugunsten der PIK AG bis zu einer Höhe von weiteren T€ 3.000.

Die Gesellschafter und Vorstand haben für diese Erklärungen durch die Gesellschaft keine Vergütung erhalten.

4.7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre.

4.8. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt in Übereinstimmung mit dem Gesellschafter vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, den 30. Juni 2025

Der Vorstand der PIK AG

Niklas Niehuus, Vorstand

Christoph Wegner, Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2024 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2024
Euro Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 466.856,24 93.323,75 202.726,25 762.906,24
2. Geschäfts- oder Firmenwert 320.436,10 320.436,10
3. geleistete Anzahlungen 202.726,25 190.049,39- 12.676,86
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 990.018,59 93.323,75 12.676,86 1.096.019,20
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.490.484,85 277.930,52 10.000,00 2.758.415,37
Summe Sachanlagen 2.490.484,85 277.930,52 10.000,00 2.758.415,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 65.000,00 65.000,00
2. Genossenschaftsanteile 520,00 520,00
Summe Finanzanlagen 65.520,00 65.520,00
Summe Anlagevermögen 3.546.023,44 371.254,27 10.000,00 12.676,86 3.919.954,57
kumulierte Abschreibung 01.01.2024 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibung 31.12.2024
Euro Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 246.986,74 119.307,00 366.293,74
2. Geschäfts- oder Firmenwert 64.088,10 32.044,00 96.132,10
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 311.074,84 151.351,00 462.425,84
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.292.285,85 378.024,52 4.584,00 1.665.726,37
Summe Sachanlagen 1.292.285,85 378.024,52 4.584,00 1.665.726,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.603.360,69 529.375,52 4.584,00 2.128.152,21
Zuschreibung Geschäftsjahr Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2024 Buchwert Vorjahr 31.12.2023
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 396.612,50 219.869,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 224.304,00 256.348,00
3. geleistete Anzahlungen 12.676,86 202.726,25
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 633.593,36 678.943,75
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.092.689,00 1.198.199,00
Summe Sachanlagen 1.092.689,00 1.198.199,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 65.000,00 65.000,00
2. Genossenschaftsanteile 520,00 520,00
Summe Finanzanlagen 65.520,00 65.520,00
Summe Anlagevermögen 1.791.802,36 1.942.662,75

Lagebericht zum Jahresabschluss 2024

Inhalt

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1 Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

1.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

2. Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

2.1 Ertragslage

2.2 Vermögenslage

2.3 Finanzlage

3. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

3.1 Chancen

3.2 Risiken

4. Prognosebericht

5. Schlusserklärung des Vorstandes zum Lagebericht

Schlusserklärung des Berichts des Vorstandes über Beziehungen zu 6. verbundenen Unternehmen

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1. Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Die PIK AG wurde im Jahr 1999 als PMT Partner Medientechnik AG mit Sitz in Berlin gegründet und im Jahr 2004 in die heutige Firma umbenannt.

Das Unternehmen bietet die spezialisierte Beratung, Montage und Inbetriebnahme von technischen Anlagen in der Medien- und Veranstaltungstechnik an. Die werttreibenden Kernsegmente sind Projekte der Konferenz- und Videotechnik sowie Projekte im Bereich der Theater und Veranstaltungsstätten. Hierbei stehen insbesondere deren Planung, Lieferung von hochwertigen spezifischen Produkten sowie deren Installation, weiterführende Systemintegrationen und betriebsnotwendige Programmierungen im Mittelpunkt. Weitere Standbeine sind umfassende Serviceleistungen, der Managed Service Bereich sowie der klassische Vertrieb von medientechnischen Produkten über einen integrierten Onlineshop sowie der Vertrieb von Lizenzprodukten. Auftraggeber sind sowohl die öffentliche Hand als auch Unternehmen des privaten Sektors.

1.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

In dem für die PIK AG relevanten Markt für Medientechnik herrscht trotz markanter Eintrittsbarrieren ein reguläerer Wettbewerb.

Die zunehmende Digitalisierung führt zu steigender Komplexität im Rahmen immer stärker vernetzter Systeme. Hiermit einher gehen wachsende Qualitätsanforderungen an diese Systeme, sowie fachspezifische Anforderungen an das ausführende Personal.

Die Entwicklung des Marktes für Medientechnik wird zudem nachhaltig durch die Investitionsbereitschaft der Kunden beeinflusst.

Die PIK AG stellt sich dieser Entwicklung und den Herausforderungen. Sie konnte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024 attraktive Aufträge sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor durch namhafte Auftraggeber generieren.

Infolge der Zusammenführung der technischen Kompetenzen aus den Bereichen Konferenz- und Videotechnik sowie Theater- und Veranstaltungsstätten konnte die PIK AG weitere erfolgreiche Projekte mit namhaften Kunden abschließen. Der bereits bestehende Wettbewerbsvorteil der PIK AG konnte damit weiter ausgeprägt und die Entwicklung in Richtung eines der marktführenden Systemhäuser in Deutschland weiter forciert werden.

Für die PIK AG hat sich im Verlauf der letzten Geschäftsjahre durch die Diversifikation der Produktpalette darüber hinaus eine prägnante Verbreiterung der Zielgruppe ergeben, wodurch zusätzliche Auftragspotentiale entstanden sind und weiter entstehen.

Ein genereller Investitionsstau in digitale Infrastruktur im letzten Jahrzehnt, der durch die Corona Pandemie offengelegt wurde, sorgt weiterhin für massive Nachholinvestitionen sowohl von Unternehmen im privaten Sektor als auch von der öffentlichen Hand. Die hierfür benötigte Medientechnik wird durch die PIK AG bereitgestellt.

Unter Auftragsgesichtspunkten entwickelt sich das Unternehmen weiterhin sehr gut. Die PIK AG verzeichnete zum Bilanzstichtag einen kumulierten Auftragseingang für 2024 von rund T€ 57.000.

Die Erwartungen an die Gesamtleistung und das Rohergebnis haben sich erneut vollumfänglich erfüllt.

Die aufgrund der Corona-Pandemie verursachten Probleme bei den Lieferketten sowie Verzögerungen auf den Baustellen bestanden im Berichtsjahr nicht mehr. Somit konnte das Betriebsergebnis wieder deutlich gesteigert werden. Die Profitabilität erhöhte sich unter Berücksichtigung des weiterhin starken Wachstums in 2024 auf ein angemessenes Niveau.

Die PIK AG verfügte in 2024 über Standorte in Magdeburg, Dessau und Fürth. Im Rahmen der strategischen, regionalen Weiterentwicklung der PIK AG wurde der Standort in Magdeburg weiter ausgebaut und ein Projektstandort in Fürth etabliert. Damit konnte die Nähe zu Kunden in der Mitte und im Süden Deutschlands erhöht werden.

Die umfassende Kernsanierung der Unternehmenszentrale in Berlin wurde Ende 2023 abgeschlossen.

Die bis 2023 aufgrund der Corona-Pandemie und Lieferkettenprobleme aufgebauten hohen Vorratsbestände konnten im Berichtsjahr deutlich abgebaut werden. Der Wert der Vorräte sank zum Bilanzstichtag um rund 49% auf T€ 3.986 (i.Vj. T€ 7.790).

In Bezug auf das Verhältnis zu Umsatz und Materialeinsatz hat sich die Umschlagshäufigkeit des Warenbestands zum Bilanzstichtag merklich um mehr als 60% gegenüber dem Vorjahr erhöht und damit deutlich verbessert.

In 2024 wurde für die Aufgaben im Personalmarketing sowie für die Personalentwicklung und -weiterbildung eine neue Position geschaffen. Damit soll diesem wichtigen Themenfeld ein erhöhter Fokus geschenkt werden.

Ein attraktives Arbeitsumfeld und eine ausreichende Personaldecke mit adäquat qualifizierten Fachkräften ist nach wie vor ein wichtiger Erfolgsbaustein für weiteres Wachstum.

2. Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

2.1. Ertragslage

Die Ertragslage der PIK AG hat sich 2024 deutlich positiv entwickelt.

Der Umsatz konnte um gut 36% gegenüber 2023 erhöht werden.

Das Rohergebnis lag mit T€ 15.377 aufgrund der allgemeinen Ausweitung der Betriebstätigkeit deutlich über dem Vorjahresniveau von T€ 10.536. Die Rohergebnismarge hat sich gegenüber dem Vorjahr um 11% erhöht und lieferte damit wiederholt ein solides Fundament zur Deckung der wachstumsbedingten Kostensteigerungen - insbesondere im Bereich der Personalkosten, welche sich vor allem aufgrund der Erhöhung der Mitarbeiterzahl von durchschnittlich 126 auf 138 deutlich von T€ 7.322 auf T€ 8.264 erhöht haben.

Ein wichtiger Schritt in der nachhaltig positiven Entwicklung des Unternehmens stellen die Investitionen in zukunftsorientierte Software und Technologien sowie in weitere, durch das Unternehmenswachstum benötigte Räumlichkeiten in 2023 und 2024 dar. Die Abschreibungen haben sich aufgrund der getätigten Investitionen erwartungsgemäß von T€ 287 im Vorjahr auf T€ 529 im Geschäftsjahr 2024 deutlich erhöht.

Bedingt durch das Wachstum haben sich auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen deutlich von T€ 2.550 auf bereinigt T€ 3.068 erhöht. Hier haben sich vor allem die gestiegenen Raumkosten aufgrund der Büroerweiterung in der Firmenzentrale in Berlin, die Mitarbeiterakquisitions- und Schulungsaufwände, sowie die Kosten für Fahrzeuge erhöhend ausgewirkt. Der unbereinigte Wert der sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegt bei T€ 3.735 und beinhaltet eine Einzelwertberichtigung i.H.v. T€ 667.

Trotz der vorstehend genannten, im Wesentlichen wachstumsbedingten Mehrkosten ergibt sich aufgrund der gestiegenen Rohergebnismarge ein deutlich verbessertes Betriebsergebnis (EBIT) von T€ 2.849 gegenüber T€ 377 im Vorjahr.

Die verbesserte Ergebnissituation gegenüber dem Vorjahr schlägt sich auch im geringeren Finanzierungsbedarf der Gesellschaft wieder. Das Finanzergebnis steigt zwar noch einmal auf T€ -291 (i.Vj. T€ -243) an, der Stand der Kredit- und Darlehensverbindlichkeiten reduziert sich jedoch bereits zum Jahresende von T€ 3.626 auf T€ 3.066.

Nach Ertragsteuern und sonstigen Steuern von T€ 837 (i. Vj. T€ 58) ergibt sich ein Jahresüberschuss von T€ 1.721 (i. Vj. T€ 75), der auf neue Rechnung vorgetragen werden soll.

2.2. Vermögenslage

Die Vermögenslage ist geprägt durch eine Reduzierung der Bilanzsumme von T€ 16.627 auf T€ 13.638.

Maßgeblich für diese Reduzierung war auf der Aktivseite die Reduzierung der Vorräte um T€ 3.804 von T€ 7.790 auf T€ 3.986. Im Rahmen einer übergreifenden Initiative konnten viele - durch Corona-Effekte sowie Lieferengpässe - verzögerte Projekte finalisiert, Material und Geräte geliefert und im Laufe des Berichtsjahres endabgerechnet werden.

Im Gegensatz dazu haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der Ausweitung der betrieblichen Tätigkeit der Gesellschaft von T€ 3.922 auf T€ 4.444 erhöht.

Der Reduzierung der sonstigen Vermögensgegenstände von T€ 1.012 auf T€ 603 ist im Wesentlichen auf stichtagsbedingt reduzierte Vor- und Umsatzsteuerguthaben zurückzuführen.

Innerhalb des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens kam es aufgrund der ratierlichen Verrechnung zeitraumbezogener Aufwendungen zu einer Reduzierung von T€ 885 auf T€ 599.

In Summe hat sich der Stand der flüssigen Mittel zum Bilanzstichtag von T€ 1.075 auf T€ 2.215 deutlich erhöht.

Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital durch den im Berichtsjahr angefallenen Jahresüberschuss von T€ 2.868 auf T€ 4.588 erhöht. Aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung sowie weiterer bilanzieller Verbesserungen hat sich die Eigenkapitalquote von 17,2% auf 33,6% deutlich erhöht.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich von T€ 926 auf T€ 1.289 erhöht. Dies ist zum einen auf personalbezogene Rückstellungen - infolge des deutlich gestiegenen Betriebsergebnisses - zurückzuführen, als auch auf eine Erhöhung von ausstehenden Rechnungen im Projektgeschäft.

Die Verbindlichkeiten konnten insgesamt von T€ 12.645 auf T€ 6.747 deutlich reduziert werden. Hauptgründe sind die Reduzierung der erhaltenen Anzahlungen um T€ 3.727 von T€ 4.530 auf T€ 803, sowie die Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr von T€ 3.337 auf T€ 1.907 durch umfangreiche Projektabschlüsse und Endabrechnungen gegenüber Kunden.

Die verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Gesellschafterverbindlichkeiten konnten auch insgesamt um rund T€ 560 reduziert werden. Grund ist die vollständige Tilgung der Gesellschafterdarlehen im Verlauf von 2024.

2.3. Finanzlage

Die Finanzlage des Unternehmens hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert.

Infolge der vorstehenden Entwicklungen innerhalb der Vermögenslage weist die PIK AG für das Berichtsjahr mit T€ 2.254 erneut einen deutlich positiven Cashflow auf Vorjahresniveau (T€ 2.184) aus der operativen Geschäftstätigkeit aus.

Hinzu kam ein negativer Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von T€ -391 (i.Vj. T€ 16) aufgrund der Ablösung von bestehenden Gesellschafterdarlehen und unter Berücksichtigung von erhaltenen Zuschüssen.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich aufgrund der im Berichtsjahr getätigten Investitionen auf T€ -383 (i. Vj. T€ -1.353).

Die drei vorstehend genannten Entwicklungen spiegelten sich in einem deutlich erhöhten Zahlungsmittelbestand wider. In Summe ergab sich zum Bilanzstichtag eine deutliche zahlungswirksame Veränderung in Höhe von T€ +1.480 auf T€ 2.2115.

Zusätzlich zu den vorhandenen Bankkrediten wurden im Berichtsjahr bis in Q3 auch weiterhin Gesellschafterdarlehen gewährt. Vorhandene Bankkreditlinien i.H.v. T€ 7.040 standen zum Bilanzstichtag in voller Höhe zusätzlich zur Verfügung. Das Unternehmen war so jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen vollständig nachzukommen. Darüber hinaus bestehen zugunsten der Gesellschaft die im Anhang im Abschnitt 4.6 beschriebenen Bürgschaften.

Die Überwachung der Liquiditätsentwicklung und deren Steuerung ist ein essenzieller Bestandteil der Jahresplanung des Unternehmens und des unterjährigen Finanzcontrollings.

Das Unternehmen ist bestrebt, weiterhin flexible Fremdfinanzierungsmaßnahmen zu vereinbaren, um zum einen Wachstumschancen zu nutzen und zum anderen Liquiditätsengpässe jederzeit vermeiden zu können.

Es ist darüber hinaus weiterhin angestrebt, über eine Just-in-time-Versorgung der jeweiligen Projekte sowie geeignete Kunden-Vorfinanzierungen die Mittelbindung zu reduzieren und mittels einer stärkeren Priorisierung der jeweils wirtschaftlichsten Projekte deren Durchlaufzeiten weiter zu optimieren.

3. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

3.1. Chancen

Chancen sieht der Vorstand vor allem in den folgenden Bereichen:

Bedienung eines Wachstumsmarktes sowie eigenes Wachstum, um zunehmend als überregionaler Anbieter auch Großkunden mit multiplen Standorten in Deutschland noch optimaler bedienen zu können;

Digitalisierung als Fokussegment der öffentlichen Auftraggeber und im B2B-Segment. Schwerpunkt der damit verbundenen Technologien in der Entwicklung des Nachfrageverhaltens dieser Auftragsgeber;

Höhe Kundenzufriedenheit durch konsequente Weiterbildung der Mitarbeiter und breite Dienstleistungs- und Produktpalette ( PIK AG als Partner mit umfassendem Service aus einer Hand);

Attraktivität als Arbeitgeber aufgrund zunehmender Bekanntheit und Reputation der Marke "PIK" im Absatzmarkt und wertschätzender Mitarbeiterführung;

Die verstärkte Zusammenarbeit mit Finnazierungspartnern als Projektfinanzierungsgeber mit Miet- und Leasingangeboten für Kunden, als auch mit Partnern und Finanzierungsgebern für eigene Wachstumsmöglichkeiten;

Die aktuelle globale Sicherheitslage sorgt für intensive Investitionen in Lagezentren.

In Summe der vorstehenden Punkte ist die PIK AG sehr gut für weiteres profitables Wachstum aufgestellt.

Als weitere Chance ist die gestartete Einführung eines neuen ERP-Systems zu nennen, welches die Unternehmensprozesse weiter automatisieren und die finanziellen und sonstigen entscheidungsrelevanten Informationen des Unternehmens in umfassenderer und transparenterer Form darstellen soll.

3.2. Risiken

Im Vorjahr wurde der aufgrund des starken Wachstums aufgetretene erhöhte Finanzierungsbedarf der Gesellschaft als Hauptrisiko aufgeführt. Wie oben unter 2.3. beschrieben hat sich die Finanzlage zum Bilanzstichtag deutlich verbessert. Seitens der Gesellschaft wurden zusätzliche Maßnahmen implementiert, um Finanzierungsrisiken rechtzeitig zu erkennen und gegensteuern zu können. Auch hat sich nach dem Bilanzstichtag die Situation des Unternehmens einschließlich seiner Finanzlage noch weiter verbessert. Hierzu wird auf die Ausführungen im Prognosebericht im Abschnitt 4 verwiesen.

Ungeachtet dessen ist die weitere Sicherstellung der Finanzierung des Unternehmens ein fortlaufendes Fokusthema des Managements.

Als weitere wesentliche Risiken der Geschäftsentwicklung sieht der Vorstand die nachfolgenden Aspekte an:

Unterkapazitäten durch Fachkräftemangel bzw. erhöhte Kosten der Fachkräftegewinnung;

Abschwächung der allgemeinen Konjunkturlage / Einfluss von innen- und außenpolitischen Ereignissen auf die Investitionsbereitschaft im Privatsektor sowie Verlagerung der öffentlichen Budgets auf andere Marktsegmente.

Wesentliche die Gesellschaft betreffende Risiken aus dem Ukraine-Konflikt sieht der Vorstand gegenwärtig nicht.

4. Prognosebericht

Das Unternehmen hat sich auch nach dem Bilanzstichtag positiv entwickelt.

Konkret waren bis zur Verfassung dieses Lageberichts im Mai 2025 die folgenden Entwicklungen zu verzeichnen:

Es erfolgte ein weiterer Aufbau von Personal in der Gesellschaft. Zum 31. April 2025 beschäftigte die Gesellschaft 147 Mitarbeiter.

Für 2025 wird derzeit von einem Rohergebnis von mindestens T€ 16.000 und einer gegenüber dem Vorjahr weiter verbesserten EBIT-Marge ausgegangen. Die Anzahl der Mitarbieter soll dabei zum Jahresende auf einen Stand von 157 steigen.

5. Schlusserklärung des Vorstandes zum Lagebericht

Der Vorstand der PIK AG erklärt nach bestem Wissen, dass der Lagebericht der Gesellschaft ein zutreffendes Bild über den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie die Lage der Gesellschaft vermittelt und die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung zutreffend darstellt.

6. Schlusserklärung des Berichts des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht)

Der Vorstand der PIK AG hat für das abgelaufene Geschäftsjahr 2024 den nach § 312 AktG vorgeschriebenen Abhängigkeitsbericht an den Aufsichtsrat erstattet und dazu folgende Schlusserklärung abgegeben:

„Wir erklären, dass die PIK AG bei den in diesem Abhängigkeitsbericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften im Sinne von § 312 Abs. 1 Satz 2, 1. Alt. AktG nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, eine angemessene Gegenleistung erhalten hat.

Die PIK AG ist dadurch, dass Maßnahmen im Sinne von § 312 Abs. 1 Satz 2, 2. Alt. AktG getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.“

 

Berlin, den 30. Juni 2025

Der Vorstand der PIK AG

Niklas Niehuus, Vorstand

Christoph Wegner, Vorstand

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die PIK AG, Berlin

Wir haben den Jahresabschluss der PIK AG, Berlin - bestehend aus Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn - und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PIK AG, Berlin für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieserVorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, 30. Juni 2025

Dr. Heide & Noack PartGmbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Winfried Heide, Wirtschaftsprüfer

gez. Heike Noack, Wirtschaftsprüferin

Beschluss des Aufsichtsrates

der PIK AG im Umlaufverfahren

Die unterzeichnenden sind die sämtlichen Aufsichtsratsmitglieder der PIK AG, Berlin, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichtes Charlottenburg unter HRB 73846 B (die „Gesellschaft“).

Unter Verzicht auf sämtliche Form- und Fristvorschriften über die Einberufung und Abhaltung einer Aufsichtsratssitzung beschließen die Unterzeichnenden hiermit im Umlaufverfahren einstimmig Folgendes:

Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2024

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat den Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2024 nebst Anhang und Lagebericht zur Ansicht und Prüfung vorgelegt.

Der Aufsichtsrat stellt den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 einstimmig fest.

 

Berlin, den 15.07.2025

Rainer Herting, Aufsichtsratsvorsitzender

Katrin Schöttel, Aufsichtsrat

Dr. Herbert Münder, Aufsichtsrat