![]() Biotest AGDreieich9-Monatsbericht zum 30.09.2017KENNZAHLENscroll
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Schlusskurse Xetra-Handelssystem der Deutsche Börse AG, dividendenbereinigt BIOTEST KURSCHART![]() Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017 haben wir in den fortgeführten
Geschäftsbereichen einen Umsatz von 377,8 Mio. € und ein EBIT von -15,7 Mio. € erzielt.
Die Folgen des Rückrufs von Humanalbumin und die temporäre Unterbrechung unserer Humanalbuminproduktion
belasten unser Ergebnis bisher um etwa 30 Mio. €. Doch neben diesem negativen Einmaleffekt
können wir für die ersten drei Quartale 2017 in mehreren Bereichen über erfreuliche
Entwicklungen berichten. Im August konnten wir den nächsten bedeutenden Meilenstein unseres Expansionsprojekts
Biotest Next Level erreichen: Das Regierungspräsidium Darmstadt hat erfolgreich die
"Good Manufacturing Practice" (GMP)-Inspektion unserer neu erbauten Labore am Standort
Dreieich durchgeführt. Eine erfolgreiche Abnahmeinspektion ist Voraussetzung für eine
Erlaubnis des Laborbetriebs. Unsere neuen Labore wurden als GMP-adäquat eingestuft
und mit sofortiger Wirkung ohne Auflagen freigegeben. Am 30. August 2017 fand in Frankfurt am Main die diesjährige ordentliche Hauptversammlung
der Biotest AG statt. Die Aktionärinnen und Aktionäre stimmten für den Vorschlag von
Vorstand und Aufsichtsrat, aus dem Bilanzgewinn 2016 eine Dividende in Höhe von 0,05
€ je Stammaktie und 0,07 € je Vorzugsaktie auszuschütten. Im für Biotest wichtigsten und größten Hämophilie-Markt Deutschland haben wir in den
vergangenen Wochen unsere Position durch das neue Serviceangebot haemoPRO gestärkt.
Dieses Angebot richtet sich an alle Hämophilie-Patienten, die mit Gerinnungsfaktoren
von Biotest behandelt werden. Im Programm haemoPRO unterstützt speziell geschultes
Pflegepersonal die Patienten bei der Anwendung des Medikaments im gewohnten häuslichen
Umfeld. Die Möglichkeit der Heimselbstbehandlung trägt deutlich zur Verbesserung der
Lebensqualität der Patienten bei. Anfang November 2017 hat das Committee on Foreign Investment in the United States
(CFIUS) mitgeteilt, dass gegen das Übernahmeangebot der Tiancheng (Germany) Pharmaceutical
Holdings AG an die Aktionäre der Biotest AG US-nationale Sicherheitsbedenken bestehen.
Tiancheng und Biotest haben eine neue Anmeldung der Transaktion eingereicht. In Gesprächen
mit CFIUS wollen wir Optionen erörtern, wie die Bedenken ausgeräumt oder andere Maßnahmen
ergriffen werden können, um die Transaktion durchzuführen. Im laufenden Geschäftsjahr 2017 haben wir weiterhin große Herausforderungen zu bewältigen.
Meine Vorstandskollegen und ich danken unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für
ihren engagierten Einsatz für Biotest und unseren Aktionärinnen und Aktionären für
das uns entgegengebrachte Vertrauen. Dr. Bernhard Ehmer GESCHÄFTSVERLAUFA. AUF EINEN BLICKDie im Folgenden angegebenen Beträge beziehen sich, soweit nicht anders vermerkt,
ausschließlich auf die fortgeführten Geschäftsbereiche. ErtragslageIn den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017 erwirtschaftete die Biotest Gruppe
Umsatzerlöse in Höhe von 377,8 Mio. € nach 413,8 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Dies
entspricht einem Rückgang um 8,7 %. Die Umsatzentwicklung in den ersten neun Monaten
des Geschäftsjahres 2017 wurde maßgeblich durch den Rückruf von Humanalbumin und die
temporäre Unterbrechung der Humanalbuminproduktion belastet, worüber Biotest bereits
im Halbjahresbericht und in der Mitteilung zum ersten Quartal 2017 berichtet hat.
Der Umsatzrückgang kann in Höhe von 21,0 Mio. € auf Umsatzminderungen aus dem erfolgten
Rückruf verschiedener Chargen des Produktes Humanalbumin und daraus resultierende
Vertragsstrafen zurückgeführt werden. Ohne die Humanalbumineffekte hätte sich in den
ersten neun Monaten des Jahres 2017 gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzrückgang um 3,6
% auf 398,8 Mio. € ergeben. UMSATZ NACH SEGMENTENscroll
In der Region "Übriges Europa" (Europa ohne Deutschland) konnte Biotest in den ersten
drei Quartalen des Jahres 2017 gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzwachstum um 6,9 % auf
124,0 Mio. € verzeichnen. Hauptursache für diese positive Entwicklung war die Zunahme
von Plasmaverkäufen um 6,8 Mio. € (32,6 %). In den anderen Regionen ergaben sich insbesondere
aufgrund der Rückrufaktion und der nicht ausreichenden Produktverfügbarkeit von Humanalbumin
sowie der Verschiebung von Tenderaufträgen Umsatzrückgänge. UMSATZ NACH REGIONEN![]() Im nicht fortgeführten Geschäftsbereich wurde in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres
2017 ein Umsatz von 8,3 Mio. € erzielt. Das EBIT der fortgeführten Geschäftsbereiche belief sich für die ersten drei Quartale
2017 auf insgesamt -15,7 Mio. € nach 47,5 Mio. € im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Die EBIT-Marge betrug somit -4,2 % nach 11,5 % im vorangegangenen Geschäftsjahr. Im
Kernsegment Therapie wurde in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017 ein
EBIT in Höhe von -26,7 Mio. € erzielt (Vorjahr: 22,9 Mio. €). Wesentliche Ursachen
für diese Entwicklung waren Umsatzminderungen in Höhe von 21,0 Mio. € aus der erwarteten
Rücknahme von bereits ausgeliefertem Humanalbumin und Vertragsstrafen, einmalige Aufwendungen
aus Abschreibungen in Höhe von 8,0 Mio. € auf Bestände des Produktes Humanalbumin,
die aufgrund technischer Probleme bei der Herstellung nicht mehr verkauft werden können,
sowie sonstige Kosten der Rückrufaktion in Höhe von 0,1 Mio. €. Neben den Sondereffekten
aus der Rückrufaktion bei Humanalbumin haben sich die eingeschränkte Verfügbarkeit
von Humanalbumin sowie die Verschiebung von Tenderlieferungen negativ auf das Ergebnis
im Segment Therapie ausgewirkt. Ursächlich für die negative Entwicklung des EBIT im Segment Plasma & Services waren
im Wesentlichen Umsatzminderungen und Aufwendungen für Ersatzleistungen im Zusammenhang
mit dem Rückruf von Humanalbumin sowie Leerstandskosten im Zusammenhang mit dem Aufbau
neuer Plasmasammelstationen in den USA. Das EBIT im Segment Andere Segmente wird im Geschäftsjahr 2017 durch Beratungsaufwendungen
im Zusammenhang mit der Übernahme der Biotest AG durch die Creat Group beeinflusst. EBIT NACH SEGMENTENscroll
Das EBIT des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs lag im Berichtszeitraum bei 0,5
Mio. € nach -21,3 Mio. € im Vorjahr. Im Finanzergebnis ist ein anteiliges Ergebnis von ADMA Biologics Inc., Ramsey, USA,
(ADMA) in Höhe von -9,4 Mio. € enthalten. Das Ergebnis nach Steuern der fortgeführten Geschäftsbereiche in Höhe von -22,7 Mio.
€ (Vorjahreszeitraum: 13,3 Mio. €) wurde in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres
2017 im Wesentlichen durch Sondereffekte im Zusammenhang mit dem Rückruf des Produkts
Humanalbumin beeinflusst. Das Ergebnis nach Steuern des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs lag für die ersten
drei Quartale 2017 bei insgesamt 0,5 Mio. € nach -15,0 Mio. € im Vorjahr. FinanzlageIn den ersten neun Monaten 2017 verzeichnete die Biotest Gruppe für die fortgeführten
Geschäftsbereiche einen positiven operativen Cashflow in Höhe von 4,4 Mio. € (Vorjahreszeitraum:
48,1 Mio. €). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche
betrug für den Zeitraum Januar bis September 2017 -82,1 Mio. € (Vorjahreszeitraum:
-14,8 Mio. €). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag für die fortgeführten Geschäftsbereiche
in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017 bei 38,7 Mio. € und somit über
Vorjahresniveau (Vorjahreszeitraum: 3,1 Mio. €). VermögenslageDie Bilanzsumme der Biotest Gruppe wuchs leicht von 932,8 Mio. € zum Stichtag 31.
Dezember 2016 auf 953,6 Mio. € zum Stichtag 30. September 2017. Wesentliche Ursache
für den Anstieg waren Fortschritte im Investitionsprojekt Biotest Next Level am Standort
Dreieich, die sich im Wachstum der Position Sachanlagen widerspiegeln, sowie die Bilanzierung
der Beteiligung an ADMA. Das Eigenkapital sank zum Stichtag 30. September 2017 auf 331,4 Mio. € (31. Dezember
2016: 360,7 Mio. €). Die Eigenkapitalquote lag somit bei 34,8 %. Kauf einer Gesellschaft zur Sammlung von Blutplasma in TschechienIm Juli 2017 wurde von Biotest durch den Kauf der Gesellschaft eines langjährigen
Plasmalieferanten, Cara Plasma s.r.o., ein Plasmasammelzentrum in Prag, Tschechien,
erworben. Damit verfügt Biotest nun über 16 Plasmasammelstationen in Europa und 22
Stationen in den USA zur strategischen Sicherung der Plasmaversorgung. Hauptversammlung der Biotest AGAm 30. August 2017 fand die diesjährige ordentliche Hauptversammlung der Biotest AG
statt. Die Aktionäre beschlossen die Ausschüttung einer Dividende von 0,05 € je Stammaktie
und von 0,07 € je Vorzugsaktie. Ausführliche Informationen zur Hauptversammlung sind
im Internet auf der Webseite der Biotest AG verfügbar. B. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGIn den fortgeführten Geschäftsbereichen beliefen sich die Kosten für Forschung und
Entwicklung in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017 auf insgesamt 42,0
Mio. € (Vorjahreszeitraum: 33,9 Mio. €). Eine vollständige Auflistung aller Forschungs-
und Entwicklungsprojekte ist im Geschäftsbericht 2016 dargestellt (Seiten 16 bis 19).
Biotest konnte im Zeitraum Januar bis September 2017 in den folgenden Forschungs-
und Entwicklungsprodukten weitere Fortschritte erzielen: FORTSCHRITTE FORSCHUNG & ENTWICKLUNG IN DEN ERSTEN NEUN MONATEN 2017scroll
C. MARKETING UND VERTRIEBEine Auflistung wesentlicher Marketing- und Vertriebsaktivitäten im Jahr 2016 ist
im Geschäftsbericht 2016 aufgeführt (Seiten 19 und 20). Die folgende Tabelle fasst
die in den ersten drei Quartalen 2017 erzielten Fortschritte zusammen: FORTSCHRITTE MARKETING & VERTRIEB IN DEN ERSTEN NEUN MONATEN 2017scroll
D.NACHTRAGSBERICHTDas Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS) prüft gegenwärtig
das Übernahmeangebot der Tiancheng (Germany) Pharmaceutical Holdings AG (Tiancheng)
unter dem Gesichtspunkt US-nationaler Sicherheitsinteressen. CFIUS hat den Parteien
schriftlich mitgeteilt, dass gegen das Übernahmeangebot von Tiancheng an die Aktionäre
der Biotest AG US-nationale Sicherheitsbedenken bestehen. CFIUS hat keine abschließende Freigabeentscheidung getroffen, aber die Parteien darüber
informiert, dass das Komitee zum jetzigen Zeitpunkt davon ausgeht, dass die US-nationalen
Sicherheitsbedenken innerhalb der aktuellen Transaktionsstruktur nicht ausgeräumt
werden können. Tiancheng und Biotest haben entschieden, dass sie die Anmeldung zurückziehen werden
und eine neue Anmeldung verbunden mit dem Antrag auf ein beschleunigtes Prüfungsverfahren
einreichen werden. Biotest und Tiancheng beabsichtigen, weitere Gespräche mit CFIUS
zu führen, um Möglichkeiten auszuloten, damit die von CFIUS gesehenen Sicherheitsbedenken
ausgeräumt oder andere Maßnahmen ergriffen werden können, um die Transaktion durchzuführen.
Die Creat Group Corporation, mit der Tiancheng verbunden ist, hat die weitere Unterstützung
für Biotest und das fortlaufende Interesse an einer Übernahme der Aktien der Gesellschaft
bestätigt. Es gibt keine Garantie, dass CFIUS den Überprüfungszeitraum verkürzen wird oder dass
die Parteien in der Lage sein werden, die Sicherheitsbedenken von CFIUS auszuräumen
oder andere Maßnahmen zu ergreifen, die es Biotest und Tiancheng ermöglichen, mit
der Transaktion fortzufahren. E.PROGNOSE-, RISIKO- UND CHANCENBERICHTI. PROGNOSEVERÄNDERUNGSBERICHTDer Vorstand hat am 26. April 2017 bekannt gegeben, dass er für das Jahr 2017 für
die fortgeführten Geschäftsbereiche aufgrund des technischen Defekts bei der Produktion
von Humanalbumin und der damit verbundenen Rücknahme von bereits verkauften Endprodukten
sowie der Lieferengpässe bei Humanalbumin im laufenden Geschäftsjahr nunmehr einen
Umsatz auf Vorjahresniveau erwartet, nachdem zuvor ein Umsatzanstieg im niedrigen
einstelligen Prozentbereich prognostiziert wurde. Die Prognose für das EBIT der fortgeführten Geschäftsbereiche in Höhe von 46 bis 48
Mio. € und den Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit von etwa 40 Mio. € wird um
etwa 25 bis 30 Mio. € reduziert. Daraus resultierend erwartet der Vorstand nunmehr
einen Return on Capital Employed (RoCE) in Höhe von ca. 2 %. Die Erreichung der Ergebnisprognose
hängt von der Höhe und dem Zeitpunkt einer potentiellen Regulierung der Schäden im
Zusammenhang mit dem technischen Defekt bei der Produktion von Humanalbumin durch
die bestehenden Versicherungen, von der Umsatzqualität sowie vom Nichteintreten der
im Risikobericht beschriebenen Risiken ab. Für den nicht fortgeführten Geschäftsbereich wird aufgrund des positiven Veräußerungsergebnisses
mit einem ausgeglichenen Ergebnis gerechnet. II. RISIKOBERICHTDie Risikosituation der Biotest Gruppe hat sich gegenüber der Darstellung im Geschäftsbericht
2016 (Seiten 28 bis 35) außer hinsichtlich der im Folgenden dargestellten Sachverhalte
nicht wesentlich verändert. Die Risiken aus dem beschriebenen Rückruf von Humanalbumin sind im vorliegenden Abschluss
berücksichtigt. Für den hieraus resultierenden Schaden sowie die entgangenen Erträge
aus bereits getätigten und zukünftigen Lieferungen hat die Gesellschaft Versicherungen
abgeschlossen. Die Regulierung des Schadens wird derzeit geprüft und würde bei positiver
Entscheidung durch die Versicherung zu entsprechenden Erträgen führen, die den entstandenen
Schaden und die zu erwartenden Umsatzausfälle teilweise kompensieren könnten. Potentielle
Ansprüche auf eine Versicherungsentschädigung sind im Quartalsabschluss nicht berücksichtigt. Mit Vollzug der Übernahme der Biotest AG im Rahmen des öffentlichen Übernahmeangebotes
vom 18. Mai 2017 der Tiancheng (Germany) Pharmaceutical Holdings AG, einer mittelbaren
Tochtergesellschaft der Creat Group, würde es zu einem gesellschaftsrechtlichen Kontrollwechsel
bei den Kreditnehmern Biotest AG und mittelbar auch bei der Biotest Pharma GmbH kommen.
Dieser Kontrollwechsel kann Kündigungsgründe oder Sondertilgungspflichten gemäß der
Kreditverträge begründen. Noch steht der Vollzug des öffentlichen Übernahmeangebots
allerdings unter dem Vorbehalt einer behördlichen Genehmigung, sodass zum Zeitpunkt
der Veröffentlichung dieses Berichts noch kein Kontrollwechsel eingetreten ist. Creat hat im öffentlichen Übernahmeangebot angekündigt, jede erforderliche Refinanzierung,
die sich aufgrund von Kontrollwechselklauseln in bestehenden Finanzierungsvereinbarungen
der Biotest Gruppe ergibt, bereitzustellen. Dies soll im Wege eines nachrangigen Gesellschafterdarlehens
von Creat an die Biotest AG erfolgen. Bis zur Refinanzierung der Kreditverträge, die
in Absprache mit Creat nach Eintritt des Kontrollwechsels erfolgen soll, hat Biotest
alle Kreditgeber darum gebeten, vorübergehend auf die Ausübung bestimmter Rechte aufgrund
des Kontrollwechsels zu verzichten und somit den laufenden Geschäftsbetrieb zu gewährleisten. Im Gegenzug verpflichtet sich Biotest, keine Maßnahmen zuzulassen, die eine Bewertung
der Kreditnehmer als eigenständige Einheit unmöglich machen könnten. So verbieten
diese Schutzklauseln bspw. Ausschüttungen oder Kreditgewährungen an Firmen der Creat
Group. Des Weiteren verpflichtet sich Biotest zur Einhaltung von Finanzkennzahlen
während der Laufzeit. Diese Vereinbarung wurde am 29. August 2017 für ein Finanzierungsvolumen in Höhe von
310,6 Mio. €, bestehend aus Darlehen, Krediten und zugesagten Betriebsmittellinien
unterzeichnet. Mit der Vereinbarung wird das Recht auf Kündigung auf Grund des Kontrollwechsels
für sechs Monate ab dem Zeitpunkt des Kontrollwechsels ausgeschlossen. Die Kreditgeber
haben somit nach sechs Monaten erneut das Recht auf Grund eines Kontrollwechsels zu
kündigen und Biotest wäre dann zur Zahlung von Vorfälligkeitsentschädigungen in einstelliger
Millionenhöhe verpflichtet. Kreditgeber mit einem Finanzierungsvolumen von 200,6 Mio.
€ haben bis zur Erstellung dieses Berichts nicht die Vereinbarung unterzeichnet. Somit
könnte es bereits zum Zeitpunkt des Kontrollwechsels zur Zahlung von Vorfälligkeitsentschädigungen
kommen. Am 28. August 2017 hat Tiancheng (Germany) Pharmaceutical Holdings AG mit Biotest
einen Vertrag zur Gewährung eines nachrangigen Gesellschafterdarlehens in Höhe von
190,0 Mio. € geschlossen. Dieser steht unter der aufschiebenden Bedingung des Kontrollwechsels. Sollte es nicht zu einer Übernahme der Biotest AG kommen, gelten die existierenden
Kreditverträge unverändert weiter. Bei Vollzug des Übernahmeangebots der Tiancheng (Germany) Pharmaceutical Holdings
AG ergibt sich hieraus eine voraussichtlich eingeschränkte Nutzbarkeit steuerlicher
Verlustvorträge insbesondere bei der Biotest Pharmaceuticals Corp. Auf die entsprechenden
Verlustvorträge sind bisher im Konzernabschluss keine aktiven latenten Steuern gebildet
worden. Aus den vom Vertragspartner in Saudi-Arabien geltend gemachten Vertragsstrafen aufgrund
einer angeblichen Verletzung von Lieferbedingungen im Rahmen von Tendergeschäften
resultiert eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 3,9 Mio. €. Zum 31. Dezember 2016
wurde noch von einer Eventualverbindlichkeit in Höhe von 1,1 Mio. € ausgegangen. Der
von Biotest als wahrscheinlich angesehene Betrag ist durch eine Rückstellung berücksichtigt. Aufgrund der in der absehbaren Zukunft voraussichtlich andauernden Verlustsituation
von ADMA sowie der Abhängigkeit der zukünftigen Erfolgsaussichten der Gesellschaft
von einer zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung noch von der FDA beanstandeten Produktionsanlage
sowie von der Zulassung des Produktes RI-002 besteht ein erhöhtes Risiko, dass auf
die Beteiligung an ADMA oder die sonstigen Vermögenswerte im Zusammenhang mit ADMA
Abschreibungen erforderlich werden. Unabhängig von etwaigen Abschreibungen werden
die auf Biotest entfallenden anteiligen Verluste von ADMA in absehbarer Zukunft den
Beteiligungsbuchwert an ADMA weiter vermindern. Die Biotest AG hat zum 30. September 2017 aktive latente Steuern auf Verluste des
laufenden Geschäftsjahres in Höhe von 11,0 Mio. € gebildet. Im Falle des Vollzugs
der Übernahme durch die Creat Group ist nach den Grundsätzen des deutschen Steuerrechts
zu überprüfen, inwieweit die Verluste, die vor der Übernahme entstanden sind, steuerlich
geltend gemacht werden können. Die Biotest AG geht derzeit davon aus, dass die Regelungen
zur Begrenzung der steuerlichen Verlustnutzung im Falle der Übernahme durch die Creat
Group nicht anwendbar sind. Biotest bezieht Zwischenprodukte für das Produkt Pentaglobin® von einem zertifizierten
europäischen Lieferanten. Ende Juli 2017 wurde Biotest darüber informiert, dass in
wenigen dieser Intermediate Plasma eines Spenders mit dem Verdacht auf die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit
enthalten ist. Aufgrund der Umstände des Einzelfalls ist es nahezu ausgeschlossen,
dass die vorsorglich in Absprache mit den Behörden unter Quarantäne gestellten Endproduktchargen
zurückgerufen werden müssen. Im Falle eines Rückrufes würde sich ein Ergebniseffekt
im mittleren einstelligen Millionenbereich ergeben. III. CHANCENBERICHTDie Chancensituation der Biotest Gruppe hat sich gegenüber der Darstellung im Geschäftsbericht
2016 (Seiten 35 und 36) nicht wesentlich verändert. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGder Biotest Gruppe für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. September 2017scroll
BILANZder Biotest Gruppe zum 30. September 2017AKTIVAscroll
PASSIVAscroll
KAPITALFLUSSRECHNUNGder Biotest Gruppe für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. September 2017scroll
NETTOVERSCHULDUNGscroll
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Inklusive den kurzfristigen Anlagen freier liquider Mittel. ANLAGESPIEGEL - NETTODARSTELLUNGscroll
Dreieich, den 14. November 2017 Biotest Aktiengesellschaft Der Vorstand scroll
FINANZKALENDERscroll
IMPRESSUMscroll
BIOTEST AG | Landsteinerstr. 5, 63303 Dreieich, Deutschland, www.biotest.de Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
sowie zur Geschäfts-, Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Biotest AG und ihrer
Tochtergesellschaften. Diese Aussagen beruhen auf den derzeitigen Plänen, Einschätzungen,
Prognosen und Erwartungen des Unternehmens und unterliegen insofern Risiken und Unsicherheitsfaktoren,
die dazu führen können, dass die tatsächliche wesentlich von der erwarteten Entwicklung
abweicht. Die zukunftsgerichteten Aussagen haben nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
dieses Berichts Gültigkeit. Biotest beabsichtigt nicht, die zukunftsgerichteten Aussagen
zu aktualisieren und übernimmt dafür keine Verpflichtung. |
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