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HENSOLDT AGTaufkirchenHalbjahresfinanzberichtHalbjahresfinanzbericht für das erste Halbjahr 2021A Konzernzwischenlagebericht1 Geschäftsverlauf In den letzten Monaten haben wir weiterhin die Situation rund um die Coronavirus SARS-CoV-2-Pandemie ("COVID- 19") an allen unseren Standorten verfolgt, um die Gesundheit und das Wohlbefinden aller unserer Mitarbeiter, Kunden und Partner sowie auch unser Unternehmen zu schützen. Die COVID-19-Pandemie hat nach wie vor das Geschäft der HENSOLDT Gruppe (im Folgenden auch "HENSOLDT" oder "die Gruppe") als Anbieter von Verteidigungs- und Sicherheitselektroniklösungen nicht wesentlich beeinflusst. Die als Teil unseres COVID-19-Maßnahmenplans in 2020 vollständig in Anspruch genommene revolvierende Kreditfazilität wurde im ersten Halbjahr 2021 um 150,0 Mio. € zurückgeführt. Im April 2021 gab LEONARDO S.p.A., Italien bekannt, dass sie mit Square Lux Holding II S.à r.l. ("Square Lux"), einer Portfoliogesellschaft, die von Fonds kontrolliert wird, die von Kohlberg Kravis & Roberts & Co. L.P. beraten werden, eine Vereinbarung zum Kauf von 25,1 % der Aktien der HENSOLDT AG abgeschlossen hat. Im Mai 2021 erwarb die Kreditanstalt für Wiederaufbau ("KfW"), unter Ausübung der Rechte der Bundesregierung ("Deutsche Regierung" oder "Bund"), 25,1 % der Aktien der HENSOLDT AG von der Square Lux. Die HENSOLDT AG hielt im Mai 2021 ihre erste Jahreshauptversammlung ab. Bedingt durch die Pandemie fand diese Hauptversammlung virtuell statt. Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung wurde an die Aktionäre der HENSOLDT AG ein Gesamtbetrag in Höhe von 13,65 Mio. € als Dividende ausgeschüttet. Mit Wirkung ab Juni 2021 hat HENSOLDT die Konsolidierungsmethode der HENSOLDT Cyber GmbH, Taufkirchen, ("HENSOLDT Cyber") von der Equity-Methode auf Vollkonsolidierung umgestellt. Grund dafür waren potenzielle Stimmrechte im Zusammenhang mit Wandlungsrechten, die mit den der HENSOLDT Cyber gewährten Darlehen in Verbindung stehen. Darüber hinaus konnte HENSOLDT in der ersten Jahreshälfte 2021 zwei kleinere, jedoch strategisch wichtige Zukäufe abschließen. Dabei handelt es sich um die Übernahme von zwei Geschäftseinheiten (Flugverkehrsmanagement ("ATM") und dem Verteidigungsbereich) der Firma Tellumat (Pty) Ltd in Südafrika sowie um den Kauf der HENSOLDT Analytics GmbH (vormals: SAIL LABS Technology GmbH) in Wien. Mit der Berufung von Frau Celia Pelaz zur Vorständin zum 1. Juli 2021 wurde der Vorstand der HENSOLDT AG auf vier Mitglieder erweitert. Frau Pelaz fungiert als Chief Strategy Officer und leitet zudem weiterhin die Division Spectrum Dominance & Airborne Solutions sowie HENSOLDT Ventures. Ein beträchtliches Volumen des Jahresumsatzes beider Berichtssegmente Sensors und Optronics wird aufgrund des Zeitpunkts vieler Haushaltsentscheidungen der öffentlichen Auftraggeber typischerweise in den letzten Monaten des Jahres realisiert. Die erste Hälfte unseres Geschäftsjahres, insbesondere das erste Quartal, ist durch einen Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und entsprechende Mittelzuflüsse aufgrund von Kundenzahlungen charakterisiert. Dem stehen ein Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und entsprechende Mittelabflüsse sowie ein Aufbau der unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen und Erzeugnisse gegenüber. Insgesamt war das operative Geschäft von HENSOLDT im ersten Halbjahr des Jahres 2021 von einer weiterhin positiven Entwicklung geprägt. HENSOLDT konnte eine Reihe von Aufträgen gewinnen, darunter insbesondere die Entwicklung und Lieferung des luftgestützten Systems zur elektronischen Signalaufklärung "PEGASUS" mit einem Vertragswert von 1,25 Mrd. € sowie Großaufträge im Zusammenhang mit der Beschaffung weiterer Eurofighter durch die deutsche Luftwaffe ("Eurofighter Quadriga") im Segment Sensors und für Überwachungs- und Erkennungsplattformen im Segment Optronics. Die Umsatzerlöse stiegen um 10,4 % (486,2 Mio. €; Vorjahr: 440,3 Mio. €). Das Hochlaufen der wichtigsten Programme entwickelt sich dabei wie erwartet. Die Zunahme des bereinigten EBITDA (44,1 Mio. €, Vorjahr: 41,3 Mio. €) ergab sich daraus, dass niedrigere Projektmargen für gestiegene Umsätze mit einem geringen Wertschöpfungsanteil und höhere Funktionskosten durch das gestiegene Volumen und höhere sonstige betriebliche Erträge mehr als kompensiert wurden. 2 Rahmenbedingungen im Verteidigungs- und Sicherheitssektor Im Zuge der COVID-19-Pandemie haben sich bestehende Trends und Spannungen ausgeweitet und dazu geführt, dass Vorhersagen von Entwicklungen im Sicherheitsumfeld noch schwerer geworden sind. Die Bedrohungen und Herausforderungen im Sicherheitsbereich, die zur Verabschiedung des Defence Investment Pledge der NATO geführt haben, sind durch die Pandemie nicht zurückgegangen. Das Jahr 2020 war das sechste Jahr in Folge, in dem die Verteidigungsausgaben der europäischen NATO-Mitglieder und Kanadas gestiegen sind. Im letzten Haushaltsentwurf der Bundesregierung vom Juni 2021 wurde der Verteidigungshaushalt für das Jahr 2022 um ca. 3,5 Mrd. € erhöht, so dass er zum ersten Mal die Schwelle von 50 Mrd. € überschreiten wird. Die Anhebung inkludiert 1,2 Mrd. € aus dem Konjunkturpaket 2020. Ein Grund für die Etatanhebung betrifft die Finanzierung wichtiger Beschaffungsprogramme wie dem Future Combat Air System, einem deutsch-französisch-spanischen Programm ("FCAS"), und den Kooperationsprogrammen zwischen Norwegen und Deutschland (U-Boote und Marineflugkörper). Für das FCAS-Projekt genehmigte der deutsche Haushaltsausschuss einen weiteren Regierungsvertrag sowie Zusatzverträge in Höhe von rund 4,4 Mrd. € bis zum Jahr 2027 und ebnet damit den Weg für die Weiterführung der Rüstungskooperation mit Frankreich und Spanien ab Herbst 2021. HENSOLDT ist als Konsortialführer zusammen mit Diehl Defence, ESG und Rohde & Schwarz Teil des Konsortiums zum Future Combat Mission System ("FCMS"), das gemeinsam die Verantwortung für die vernetzte Nutzung von Sensoren und Effektoren im FCAS-Projekt übernommen hat. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat im Juni 2021 Mittel in Höhe von rund 19 Mrd. € für 27 neue Beschaffungsprogramme im Wert von jeweils über 25 Mio. €, darunter auch PEGASUS, verabschiedet. Allerdings könnte sich die COVID-19-Pandemie in den kommenden Jahren negativ auf die Haushalte auswirken. In dem jüngsten Haushaltsentwurf und Finanzplan der Bundesregierung ist nach 2022 ein leichter Rückgang des Verteidigungshaushalts vorgesehen. Der Europäische Verteidigungsfonds ("EVF") wurde im Juni 2021 offiziell ins Leben gerufen. Der EVF hat einen Umfang von ca. 8 Mrd. € und wurde im Rahmen der Verhandlungen für den mehrjährigen Finanzrahmen ("MFR") von 2021 bis 2027 festgelegt. Die Entscheidung zur Finanzierung von Forschungs- und Entwicklungsprogrammen im Verteidigungsbereich aus dem EU-Haushalt ist ein wichtiger Schritt, der zur weiteren Stärkung der Rolle der EU im Verteidigungsbereich sowie zur Förderung innovativer und disruptiver Technologien beitragen wird. Im Rahmen des EVF-Programms können Konsortien, die aus mindestens drei Unternehmen aus mindestens drei EU-Mitgliedsstaaten und Norwegen bestehen, Gelder aus dem EVF beantragen und erhalten. Investitionen in Verteidigung haben aufgrund des sich verändernden Sicherheitsumfelds und der wachsenden Instabilität weltweit in den letzten Jahren zugenommen. Die Länder der EU und der NATO streben aufgrund des Wettbewerbs mit China mit einer Vielzahl an Partnernationen, insbesondere in der indopazifischen Region, weitere Kooperationen im Verteidigungsbereich an. Auch die transatlantischen Beziehungen zwischen der EU und den USA werden wiederbelebt. Während die COVID-19-Pandemie die nationalen Haushalte in Zukunft beeinträchtigen könnte, bleiben Sicherheit und Verteidigung Schwerpunkte mit hoher Priorität. Viele Länder nutzen Verteidigungsausgaben als zusätzliches Mittel zur Belebung der Konjunktur nach COVID-19. Insgesamt ergeben sich für HENSOLDT aufgrund der Rahmenbedingungen im Verteidigungs- und Sicherheitssektor sowohl auf globaler Ebene als auch insbesondere in seinen Heimatländern in der EU vielschichtige Geschäftschancen. 3 Ertragslage Auftragseingang, Umsatzerlöse und Auftragsbestand nach Segment scrollen
Auftragseingang • Sensors: Es konnte ein weiterer Anstieg gegenüber dem bereits sehr erfolgreichen Vorjahr erreicht werden, vor allem aus den Aufträgen für das luftgestützte PEGASUS-System zur elektronischen Signalaufklärung und Eurofighter Quadriga in der Division Spectrum Dominance & Airborne Solutions. Auch die Division Radar & Naval Solutions profitierte von weiteren Aufträgen im Zusammenhang mit dem Eurofighter Quadriga-Programm. Das Vorjahr beinhaltete Aufträge für das Eurofighter Common Radar System Mk1. • Optronics: Höherer Auftragseingang, insbesondere aufgrund der Produktlinie Ground Based Systems. Weitere Zuwächse konnten außerdem in den Produktlinien Naval und High Performance Optics sowie in der südafrikanischen Einheit verzeichnet werden. Umsatzerlöse • Sensors: Der Gesamtzuwachs wurde hauptsächlich durch Eurofighter Radare in der Division Radar & Naval Solutions erzielt. Die Umsatzerlöse der Divisionen Spectrum Dominance & Airborne Solutions sowie Customer Services & Space Solutions lagen in etwa auf Höhe des Vorjahres. • Optronics: Der hohe Anstieg, vor allem in der Produktlinie Ground Based Systems, wurde teilweise durch Produktumstellungen in der Produktlinie High Performance Optics kompensiert. Auftragsbestand • Sensors: Der anhaltende Anstieg im Vergleich zum Jahresende 2020 war hauptsächlich auf die Auftragseingänge in den Divisionen Spectrum Dominance & Airborne Solutions und Radar & Naval Solutions zurückzuführen. • Optronics: Die weitere Erhöhung resultierte in erster Linie aus den Auftragseingängen in den Produktlinien Ground Based Systems und Naval sowie in der südafrikanischen Einheit. Ergebnis scrollen
Bereinigtes EBITDA • Sensors: Niedrigere Projektmargen für höhere Umsätze mit geringem Wertschöpfungsanteil und höhere Forschungs- und Entwicklungs- sowie Funktionskosten konnten durch Volumeneffekte sowie höhere sonstige betriebliche Erträge mehr als kompensiert werden. • Optronics: Der positive Volumeneffekt und niedrigere Forschungs- und Entwicklungskosten wurden teilweise durch Projektmix-Effekte und höhere Funktionskosten ausgeglichen. Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) • Abschreibungen: Hier ergab sich ein Anstieg aufgrund höherer Abschreibungen auf Sachanlagen und Nutzungsrechte. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte blieben stabil, da die geringeren Abschreibungen auf erworbene immaterielle Vermögenswerte durch höhere Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten ausgeglichen wurden. • Einmaleffekte 1: Rückgang vor allem aufgrund niedrigerer anderer Einmaleffekte in den Verwaltungskosten im Zusammenhang mit der Vorbereitung des Börsengangs (IPO) der HENSOLDT AG im Vorjahr. Konzernergebnis • Finanzergebnis: Die gesunkenen Aufwendungen sind weitgehend auf die Neubewertung eines in der abgelösten Darlehensvereinbarung ("Term Loan") eingebetteten Derivats gemäß IFRS 9 zurückzuführen, die das Finanzergebnis im Vorjahr prägte. Im Berichtsjahr wurden aufgrund der im Zuge des Börsengangs durchgeführten Refinanzierung keine derartigen Effekte erfasst. • Ertragsteuern: Rückgang hauptsächlich aufgrund niedrigerer latenter Steuererträge, welche in erster Linie auf die Neubewertung des in der abgelösten Darlehensvereinbarung eingebetteten Derivats im ersten Halbjahr 2020 zurückzuführen sind. Ergebnis je Aktie • Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr von -1,11 € 2 auf -0,26 €, vor allem dank der Verbesserung des Finanzergebnisses.
1 Definiert als Transaktionskosten,
Separierungskosten und andere Einmaleffekte.
4 Vermögens- und Finanzlage Vermögenslage scrollen
Summe Aktiva • Langfristige Vermögenswerte: Die Zunahme entfiel hauptsächlich auf den im Zuge der Vollkonsolidierung von HENSOLDT Cyber aktivierten Goodwill sowie auf den Nettoanstieg der immateriellen Vermögenswerte. • Kurzfristige Vermögenswerte: Der Gesamtrückgang resultierte in erster Linie aus der Verringerung der Zahlungsmittel und Zahlungsmittelaquivalente. Dies war im Wesentlichen auf die teilweise Rückführung der revolvierenden Kreditfazilität zurückzuführen. Dieser Effekt wurde teilweise durch den Anstieg der kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte aufgehoben, vor allem bedingt durch den Anstieg der geleisteten Anzahlungen. Dem üblichen saisonalen Verlauf folgend stiegen die Vorräte, während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im ersten Halbjahr zurückgingen. Summe Passiva • Eigenkapital: Leichter Rückgang aufgrund des negativen Konzernergebnisses im Berichtszeitraum sowie der Verminderung der Kapitalrücklage durch die Dividendenzahlung. Dies wurde fast vollständig durch die höheren sonstigen Rücklagen kompensiert, die im Wesentlichen aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen resultierten. • Langfristige Schulden: Der Rückgang war in erster Linie auf den Abbau der langfristigen Rückstellungen zurückzuführen. Haupttreiber war der durch höhere Zinsen bedingte Rückgang der Pensionsrückstellungen. • Kurzfristige Schulden: Der Rückgang ergab sich im Wesentlichen durch die teilweise Rückführung der revolvierenden Kreditfazilität sowie durch die Verringerung der kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten. Letztere wurden durch planmäßige Zahlungen an die Factoring-Gesellschaft getrieben. Dies betraf zum 31. Dezember 2020 erhaltene, aber noch nicht zur Weiterleitung an den Factoring-Geber fällige Zahlungen aus Factoring-Vereinbarungen. Die kurzfristigen Rückstellungen gingen hauptsächlich aufgrund der Saisonalität der Personalrückstellungen und verschiedener anderer Bewegungen der projektbezogenen Rückstellungen im Rahmen der üblichen Projektlebenszyklen zurück. Diese Rückgänge wurden zum Teil durch höhere kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten aufgrund höherer erhaltener Anzahlungen sowie einem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen kompensiert. Finanzlage scrollen
Free Cashflow • Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit: Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergab sich primär aus dem höheren Aufbau der Vorräte, höheren sonstigen Vermögenswerten, die vor allem mit höheren geleisteten Anzahlungen im Zusammenhang standen, sowie einem geringerem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Diese Effekte wurden teilweise durch höhere Vertragsverbindlichkeiten sowie einen Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgeglichen. Letztere waren im Vorjahr zurückgegangen. • Cashflow aus Investitionstätigkeit: Die Erhöhung der Mittelabflüsse resultierte in erster Linie aus höheren Zahlungen für M&A-Aktivitäten. Bereinigter Free Cashflow vor Steuern und Zinsen • Einmaleffekte 3 : Der Rückgang war im Wesentlichen durch geringere sonstige Einmaleffekte im Zusammenhang mit der Vorbereitung des Börsengangs im Vorjahr sowie niedrigere Transaktionskosten bedingt. • Zinsen 4 , Ertragsteuern 5 und M&A-Aktivitäten 6 : Der Anstieg war hauptsächlich auf höhere Mittelabflüsse aus M&A-Aktivitäten und für Ertragsteuern zurückzuführen, welche teilweise durch niedrigere Zinszahlungen im Berichtszeitraum kompensiert wurden. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit • Der Rückgang resultierte in erster Linie aus der teilweisen Rückführung der revolvierenden Kreditfazilität, während die Netto-Mittelzuflüsse in der Vergleichsperiode aus der Ziehung derselben als Teil des COVID-19-Maßnahmenplans von HENSOLDT resultierten. Weitere Mittelabflüsse resultierten aus planmäßigen Zahlungen an die Factoring-Gesellschaft. Dies betraf zum 31. Dezember 2020 erhaltene, aber noch nicht zur Weiterleitung an den Factoring- Geber fällige Zahlungen aus Factoring-Vereinbarungen. Zudem sind Dividendenzahlungen in diesem Berichtszeitraum enthalten, während im Vorjahr keine Ausschüttung erfolgte.
3 Definiert als Transaktionskosten,
Separierungskosten und andere Einmaleffekte.
5 Ausblick Der Vorstand geht für 2021 von einem starken Umsatzwachstum und einem moderaten Anstieg des Auftragseinganges aus. Für das bereinigte EBITDA wird ein starker Anstieg in 2021 erwartet. Der Ausblick ist unverändert gegenüber dem Jahresende 2020. Diese Erwartung berücksichtigt nicht mögliche Auswirkungen weiterer Wellen und Lockdowns der globalen COVID-19-Pandemie. 6 Chancen und Risiken Im zusammengefassten Konzernlagebericht der HENSOLDT AG für das am 31. Dezember 2020 abgeschlossene Geschäftsjahr haben wir die Grundsätze des HENSOLDT-Risikomanagementsystems, bestimmte Risiken, die eine negative Wirkung auf HENSOLDT haben könnten, sowie unsere wichtigsten Chancen beschrieben. Der Vorstand bewertet die gesamte Chancen- und Risikosituation von HENSOLDT als unverändert gegenüber dem Jahresende 2020. B Verkürzter Konzernzwischenabschluss 1 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscrollen
2 Konzern-Gesamtergebnisrechnung scrollen
3 KonzernbilanzAKTIVA scrollen
PASSIVA scrollen
4 Konzern-Kapitalflussrechnung scrollen
5 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung scrollen
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C Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss1 Die Gesellschaft HENSOLDT ist ein plattformunabhängiger Anbieter von Sensorlösungen im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich mit Sitz in Taufkirchen, Deutschland. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss der HENSOLDT AG und ihrer Tochtergesellschaften umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2021. 2 Rechnungslegungsgrundsätze Der verkürzte Konzernzwischenabschluss für das erste Halbjahr 2021 wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 und den dazugehörigen Interpretationen erstellt, die vom International Accounting Standards Board ("IASB") herausgegeben und von der Europäischen Union ("EU") für die Zwischenberichterstattung zum 30. Juni 2021 übernommen wurden. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde vom Vorstand der HENSOLDT AG am 3. August 2021 zur Veröffentlichung freigegeben. Dieser verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält somit alle Informationen und Angaben, die nach den International Financial Reporting Standards ("IFRS") in einem verkürzten Konzernzwischenabschluss dargestellt werden müssen, und ist im Zusammenhang mit dem IFRS Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 zu lesen. Die für den verkürzten Konzernzwischenabschluss angewendeten Bilanzierungsgrundsätze basieren im Allgemeinen auf den gleichen Rechnungslegungsgrundsätzen sowie den gleichen Berechnungsmethoden, die im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2020 verwendet wurden. Ausnahmen sind neue oder geänderte Standards, die im Geschäftsjahr 2021 erstmalig angewendet werden müssen. Diese hatten jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss. 3 Schätzungen und Beurteilungen Die Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses in Übereinstimmung mit IAS 34 erfordert vom Management Beurteilungen, Schätzungen und Annahmen, die einen Einfluss auf die Anwendung der Konzernrechnungslegungsgrundsätze und die Darstellung seiner Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen haben. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die in der ersten Hälfe des Geschäftsjahrs 2021 erzielten Ergebnisse geben nicht unbedingt einen Hinweis auf die künftige Entwicklung des Konzerns. In der ersten Jahreshälfte 2021 steht das Geschäft von HENSOLDT und insbesondere das wirtschaftliche Umfeld noch immer unter dem Einfluss der COVID-19-Pandemie, auch wenn dem durch Maßnahmen von Regierungen oder Staaten weltweit, wie z. B. durch günstige finanzielle Unterstützung für die Volkswirtschaften, entgegengewirkt wird. 4 Akquisitionen Ab Juni 2021 hat HENSOLDT die Konsolidierung der HENSOLDT Cyber von der Equity-Methode auf Vollkonsolidierung umgestellt. Grund dafür waren potenzielle Stimmrechte im Zusammenhang mit Wandlungsrechten, die mit den der HENSOLDT Cyber gewährten Darlehen in Verbindung stehen. Unter Berücksichtigung von potenziellen Stimmrechten konsolidiert HENSOLDT 70 % der HENSOLDT Cyber. Zweck der Gesellschaft ist die Entwicklung, Fertigung, Integration und der Vertrieb von Lösungen in den Bereichen Hardware, Software und Dienstleistungen. In der ersten Jahreshälfte 2021 wurden zwei Geschäftseinheiten (ATM und Verteidigungsbereich) der Tellumat (Pty) Ltd, Südafrika, sowie 100,0 % der Anteile an der HENSOLDT Analytics GmbH (vormals: SAIL LABS Technology GmbH), Wien, übernommen. Der vorläufige Kaufpreis belief sich auf insgesamt 8,4 Mio. €. Die HENSOLDT Analytics GmbH wird aus Wesentlichkeitsgründen nicht konsolidiert. 5 Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen Die Gesellschaft hat im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit verschiedene Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen getätigt. Umsatzerlöse, sonstige Erträge und sonstige Aufwendungen mit nahestehenden Unternehmen für den Zeitraum bis zum 30. Juni 2021: scrollen
Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen zum 30. Juni 2021: scrollen
Am 26. Mai 2021 hat der Bund mittelbar über die KfW, einem öffentlich-rechtlichen Kreditinstitut, das vom Bund beherrscht wird, insgesamt 26.355.000 Aktien der HENSOLDT AG erworben. Dies entspricht einer Beteiligung von 25,1 %. Damit ist der Bund ein der HENSOLDT AG nahestehendes Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss. HENSOLDT unterhält verschiedene Beziehungen zum Bund und zu anderen Unternehmen, die unter dessen Kontrolle stehen. Der Bund, mit ihm verbundene Regierungsbehörden und Ämter sowie andere vom Bund kontrollierte Unternehmen sind Kunden von HENSOLDT und erwerben bzw. nutzen als solche die Produkte und Dienstleistungen von HENSOLDT. Am 29. Juni 2021 hat der Bund, vertreten durch das Bundesministerium der Verteidigung, diese wiederum vertreten durch das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), HENSOLDT mit der Entwicklung, Lieferung und Integration des luftgestützten Systems zur elektronischen Signalaufklärung PEGASUS einschließlich der Beschaffung von drei Flugzeugen und den zugehörigen Auswertungsstationen mit einem Vertragswert von 1,25 Mrd. € beauftragt. Der Abschluss der Vereinbarung erfolgte nach der Budgetfreigabe durch den Deutschen Bundestag. Transaktionen mit nahestehenden Personen Mit Beginn des Geschäftsjahres 2021 nehmen die Vorstandsmitglieder an dem jeweils geltenden Long-Term-Incentive (LTI) Bonus teil. Daneben gab es im Vergleich zu den Angaben im Konzernabschluss 2020 keine wesentlichen Änderungen bei Transaktionen mit nahestehenden Personen. 6 Segmentberichterstattung Die Gruppe ist in den zwei operativen Unternehmensbereichen, Sensors und Optronics, tätig. scrollen
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7 Umsatzerlöse Die Geschäftstätigkeit und die wichtigsten Kategorien der Umsatzrealisierung der Gruppe sind im Konzernabschluss zum Jahresende 2020 beschrieben. Im ersten Halbjahr 2021 stieg der Umsatz insgesamt um 45,9 Mio. € auf 486,2 Mio. € im Vergleich zu 440,3 Mio. € im ersten Halbjahr 2020. Umsatzerlöse (Sales / Aftersales) scrollen
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Umsatzerlöse (Geographische Informationen) scrollen
Umsatzerlöse (Zeitpunkt der Umsatzrealisierung) scrollen
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Saisonalität und Zyklizität der Geschäftstätigkeit Ein beträchtliches Volumen des Jahresumsatzes beider Berichtssegmente Sensors und Optronics wird aufgrund des Zeitpunkts vieler Haushaltsentscheidungen der öffentlichen Auftraggeber typischerweise in den letzten Monaten des Jahres realisiert. Die erste Hälfte des Geschäftsjahres, insbesondere das erste Quartal, ist durch einen Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und entsprechende Mittelzuflüsse aufgrund von Kundenzahlungen charakterisiert. Dem stehen ein Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und entsprechende Mittelabflüsse sowie ein Aufbau der unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen und Erzeugnisse gegenüber. 8 Anteil am Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen Der Verlustanteil an der HENSOLDT Cyber, einer bis Mai 2021 nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung, betrug -2,0 Mio. € gegenüber -1,8 Mio. € im ersten Halbjahr 2020. 9 Sonstige betriebliche Erträge / Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um 9,2 Mio. € auf 18,9 Mio. €, verglichen mit 9,7 Mio. € im ersten Halbjahr 2020. Grund dafür war die Anpassung an den beizulegenden Zeitwert bereits vorhandener Anteile an HENSOLDT Cyber im Segment Sensors im Juni 2021, die zu einem Ertrag in Höhe von 10,2 Mio. € führte. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 1,3 Mio. € auf 7,6 Mio. € im Vergleich zu 8,9 Mio. € im ersten Halbjahr 2020. Dies ergab sich aus geringeren Projektkosten, die an andere Gesellschaften weiterverrechnet wurden. 10 Finanzergebnis Beim Finanzergebnis war eine Verbesserung um 71,6 Mio. € auf -16,3 Mio. € zu verzeichnen, im Vergleich zu - 87,9 Mio. € im ersten Halbjahr 2020. Dies war im Wesentlichen auf die Neubewertung eines in der früheren Darlehensvereinbarung eingebetteten Derivats gemäß IFRS 9 im ersten Halbjahr 2020 zurückzuführen (-53,9 Mio. €). Aufgrund der Neustrukturierung der finanziellen Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Börsengang der HENSOLDT AG wurden im Berichtszeitraum keine solchen Effekte erfasst. 11 Konzernergebnis Das Konzernergebnis verbesserte sich um 60,4 Mio. € auf -28,5 Mio. € gegenüber -88,9 Mio. € im ersten Halbjahr 2020. Hauptgrund war das Ergebnis aus der Neubewertung eines eingebetteten Derivats im Rahmen der früheren Finanzierungsstruktur im ersten Halbjahr 2020. 12 Ertragsteuern Der erfasste Ertragsteueraufwand ergab sich durch Multiplikation des Gewinns oder Verlusts vor Steuern für die Zwischenberichtsperiode mit der bestmöglichen Schätzung des Managements für den gewichteten, durchschnittlichen Ertragsteuersatz, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet wurde. Dieser wurde bereinigt um den Steuereffekt von bestimmten Einzelposten, der in der Zwischenberichtsperiode vollständig verbucht wurde. In der ersten Jahreshälfte 2021 wurden die Auswirkungen der Anpassung an den beizulegenden Zeitwert bereits vorhandener Anteile an HENSOLDT Cyber im Juni 2021 als solcher Posten behandelt. Daher kann der effektive Steuersatz in der Zwischenberichtsperiode von der Schätzung des Managements des effektiven Steuersatzes für das gesamte Geschäftsjahr abweichen. Der Rückgang des Steuerertrags um 18,6 Mio. € auf 9,7 Mio. € gegenüber 28,3 Mio. € im ersten Halbjahr 2020 resultierte im Wesentlichen aus latenten Steuern aufgrund der Neubewertung des eingebetteten Derivats in der ersten Jahreshälfte 2020. 13 Immaterielle Vermögenswerte, Goodwill, Sachanlagen sowie Nutzungsrechte Im Vergleich zum Vorjahr sind die immateriellen Vermögenswerte nahezu unverändert geblieben. Geringe Abweichungen ergaben sich aus der erstmaligen Konsolidierung der HENSOLDT Cyber sowie durch einen Nettoanstieg der Entwicklungskosten. Die erstmalige Konsolidierung der HENSOLDT Cyber führte zu einem Goodwill von 14,0 Mio. €, der dem Segment Sensors zugeordnet wurde. Die Kaufpreisallokation ist vorläufig. 14 Sonstige Beteiligungen und übrige Finanzanlagen scrollen
Zu den Änderungen bei den sonstigen Beteiligungen gehören sonstige Erwerbe nicht konsolidierter Unternehmen. Die Änderungen bei den sonstigen langfristigen Finanzanlagen, die kurzfristig fällig sind, waren durch die Vollkonsolidierung der HENSOLDT Cyber ab Juni 2021 bedingt. 15 Vorräte Die Vorräte stiegen um 97,6 Mio. € auf 501,3 Mio. € gegenüber 403,7 Mio. €, was hauptsächlich auf einen saisonal bedingten Aufbau der unfertigen Lieferungen und Erzeugnisse zurückzuführen war. 16 Vertragsvermögenswerte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Vertragsvermögenswerte gingen leicht um 10,9 Mio. € auf 193,5 Mio. € zurück. Hauptgrund waren Projektabschlüsse bei den Radarprogrammen. Dem üblichen saisonalen Verlauf folgend kam es bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im ersten Halbjahr 2021 zu einem Abbau um 39,9 Mio. € auf 242,1 Mio. €. 17 Rückstellungen scrollen
Die Rückstellungen für Pensionen sanken um 28,8 Mio. € auf 401,0 Mio. €, vorwiegend aufgrund des höheren Zinssatzes. Die sonstigen Rückstellungen gingen um 31,1 Mio. € auf 215,3 Mio. € zurück, was hauptsächlich auf personalbezogene Rückstellungen aufgrund saisonaler Entwicklungen zurückzuführen war. 18 Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Sonstige finanzielle Vermögenswerte scrollen
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten scrollen
19 Sonstige Vermögenswerte und Sonstige Verbindlichkeiten Sonstige Vermögenswerte scrollen
Sonstige Verbindlichkeiten scrollen
20 Finanzinstrumente In den folgenden Tabellen werden die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten einschließlich ihrer Stufen in der Zeitwert-Hierarchie gezeigt. Bei einigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ist der Buchwert ein angemessener Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert. 30. Jun. 2021 scrollen
1 Fair Value entspricht aus
Wesentlichkeitsüberlegungen den fortgeführten
Anschaffungskosten
31. Dez. 2020 scrollen
1 Fair Value entspricht aus
Wesentlichkeitsüberlegungen den fortgeführten
Anschaffungskosten
Bewertung zum beizulegenden Zeitwert Die verwendeten Inputfaktoren und die angewandten Bewertungsmethoden sind im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 beschrieben. 21 Rechtsstreitigkeiten und Ansprüche Die Gesellschaften der Gruppe sind im Rahmen ihres normalen Geschäftsbetriebs von Zeit zu Zeit an verschiedenen Gerichts- und Schiedsgerichtsverfahren beteiligt, von denen die wichtigsten nachfolgend beschrieben werden. Darüber hinaus sind der Gruppe keine wesentlichen behördlichen, gerichtlichen oder schiedsgerichtlichen Verfahren (einschließlich schwebender oder angedrohter Verfahren) bekannt, die wesentliche Auswirkungen auf die finanzielle Lage oder Rentabilität der Gruppe haben könnten bzw. in der Berichtsperiode gehabt haben. Im Januar 2020 reichte ein bedeutender Kunde bei der vertraglich vereinbarten Schiedsstelle eine Schiedsklage bezüglich eines teilweise erfüllten Vertrags ein und verlangte die Rückerstattung bereits geleisteter Zahlungen (ca. 31,0 Mio. € zuzüglich Zinsen), zuzüglich weiterer Kosten und Auslagen. HENSOLDT hält die geltend gemachten Ansprüche für unbegründet und hat im Mai 2020 eine Schiedswiderklage eingereicht und machte darin Ansprüche auf Vertragserfüllung, d. h. auf Zahlung gemäß dem zugrundeliegenden Vertrag (ca. 11,0 Mio. € zuzüglich Zinsen) geltend. Eine hinreichend sichere Aussage über den Ausgang des Schiedsverfahrens ist noch nicht möglich. 22 Anzahl der Mitarbeiter scrollen
1 Anpassung der Vorjahresperiode aufgrund
geänderter Berechnungslogik der FTE in 2021
23 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es gibt keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag. D Bericht zur prüferischen Durchsicht An die HENSOLDT AG, Taufkirchen, Landkreis München Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzernbilanz, der Konzern-Kapitalflussrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und dem Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss - und den Konzernzwischenlagebericht der HENSOLDT AG, Taufkirchen, Landkreis München für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2021, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach dem International Accounting Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
München, den 3. August 2021 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Leistner, Wirtschaftsprüfer Peschel, Wirtschaftsprüfer E Versicherung der gesetzlichen Vertreter Der Vorstand der HENSOLDT AG erklärt hiermit, nach bestem Wissen und Gewissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Taufkirchen, den 3. August 2021 HENSOLDT AG Der Vorstand Thomas Müller Axel Salzmann Peter Fieser Celia Pelaz Perez F Rechtliche Angaben und Kontakt HENSOLDT AG Investor Relations Willy-Messerschmitt-Straße 3 82024 Taufkirchen Deutschland Telefon: +49 89 51518-2499 E-Mail: investorrelations@hensoldt.net Vorstand: Thomas Müller (Vorsitzender), Axel Salzmann, Peter Fieser und Celia Pelaz Perez Registergericht: Amtsgericht München, HRB 258711 Haftungsausschluss Dieser Halbjahresfinanzbericht der Gesellschaft enthält Prognosen, die auf Annahmen und Schätzungen des Managements von HENSOLDT beruhen. Diese auf Annahmen und Schätzungen basierenden Aussagen sind zukunftsgerichtete Aussagen, in denen Begriffe wie "glauben", "annehmen", "erwarten" und dergleichen verwendet werden. Auch wenn das Management der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen korrekt sind, können tatsächliche Ergebnisse in der Zukunft aufgrund einer Vielzahl von Faktoren erheblich von diesen Annahmen und Schätzungen abweichen. Dazu können Veränderungen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld, in den gesetzlichen und behördlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und der EU sowie Veränderungen innerhalb der Branche gehören. HENSOLDT übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung oder Verantwortung für jegliche Abweichungen zwischen zukünftigen Entwicklungen und den tatsächlichen Ergebnissen einerseits und den in diesem Halbjahresfinanzbericht genannten Annahmen und Schätzungen andererseits. HENSOLDT hat nicht die Absicht und übernimmt keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren, um sie an tatsächliche Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen. Der Halbjahresfinanzbericht wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge im Halbjahresfinanzbericht sind gerundet auf Tausend oder Millionen Euro. Aufgrund von Rundungen können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben in diesem sowie anderen Dokumenten geringfügige Abweichungen von den absoluten Zahlen ergeben. Der Halbjahresfinanzbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Bei Widersprüchen ist das deutschsprachige Dokument allein maßgebend und allgemein gültig. |
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