HENSOLDT AG

Taufkirchen

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022

A Konzernzwischenlagebericht

1 Geschäftsverlauf

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine stellt eine Zäsur dar, wie wir sie in Europa seit dem Kalten Krieg nicht mehr erlebt haben. Dieser Umbruch der globalen Ordnung wird tiefe Spuren hinterlassen - in der Politik, der Wirtschaft und vor allem bei den Menschen in den betroffenen Regionen. Die von Bundeskanzler Scholz ausgerufene Zeitenwende in der Sicherheitspolitik birgt für HENSOLDT umfangreiche Chancen. Die mittel- und langfristigen Folgen daraus sind noch nicht abschätzbar und werden von der HENSOLDT-Gruppe (im Folgenden auch "HENSOLDT" oder "die Gruppe") fortlaufend analysiert. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 ergaben sich keine wesentlichen Effekte auf das Projektgeschäft von HENSOLDT.

Die Situation rund um die COVID-19-Pandemie haben wir weiterhin an allen unseren Standorten verfolgt, um die Gesundheit und das Wohlbefinden aller unserer Mitarbeiter, Kunden und Partner sowie auch unser Unternehmen zu schützen. Die COVID-19-Pandemie hat nach wie vor das Geschäft der HENSOLDT-Gruppe als Anbieter von Verteidigungs- und Sicherheitselektroniklösungen nicht wesentlich beeinflusst.

Im Vorjahr wurde zwischen dem italienischen Raumfahrt- und Rüstungskonzern Leonardo S.p.A., Italien, ("Leonardo") und der Square Lux Holding II S.à r.l, Luxemburg, ("Square Lux"), einer Portfoliogesellschaft, die von Fonds kontrolliert wird, die von Kohlberg Kravis & Roberts & Co. L.P. oder deren verbundenen Unternehmen ("KKR") beraten werden, ein Aktienkaufvertrag zur Übernahme von 25,1 % der Aktien der HENSOLDT AG (im Folgenden auch "die Gesellschaft") geschlossen. Der Aktienkaufvertrag vom 24. April 2021 wurde am 3. Januar 2022 nach Erfüllung von aufschiebenden Bedingungen vollzogen und die korrespondierenden Stimmrechtsmitteilungen am 4. Januar 2022 veröffentlicht.

Mit dem vollständigen Ausscheiden der Square Lux als Großaktionär Anfang April 2022 hat HENSOLDT mit der Bundesrepublik Deutschland ("Bund") und Leonardo zwei starke und langfristige Großaktionäre mit jeweils 25,1 % der Aktien an seiner Seite. HENSOLDT und Leonardo prüfen eine Zusammenarbeit bzw. eine Ausweitung der bestehenden Kooperationen bei der gemeinsamen Entwicklung und Herstellung von Radaren und Selbstschutzsystemen für den Eurofighter, Kampfführungssystemen für Fregatten der nächsten Generation, vernetzten Sensorlösungen für Landsysteme und Luftverteidigungssystemen der nächsten Generation einschließlich der Abwehr von Hyperschallflugkörpern. Zu den Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen siehe Konzernanhangangabe 4.

Mit Stimmrechtsmitteilung vom 5. April 2022 meldete der institutionelle Investor Lazard Asset Management LLC die Überschreitung der 5 %-Schwelle am 1. April 2022 und zählt somit mit einem Anteil von 5,5 % ebenfalls zu den Großaktionären der Gesellschaft. Damit liegt der Streubesitz bei rund 44,3 %.

Die HENSOLDT AG hielt am 13. Mai 2022 ihre Jahreshauptversammlung ab. Bedingt durch die Pandemie fand die Hauptversammlung erneut virtuell statt. Mit Beschluss der Hauptversammlung wurde ein Gesamtbetrag in Höhe von 26,25 Mio. € als Dividende an die Aktionäre der HENSOLDT AG ausgeschüttet. Ebenso wurden durch Beschluss der Hauptversammlung Giovanni Soccodato (Chief Strategic Equity Officer der Leonardo S.p.A.), Letizia Colucci (General Manager der Med-Or Leonardo Foundation) und Reiner Winkler (noch bis Ende 2022 Vorstandsvorsitzender der MTU Aero Engines AG) in den Aufsichtsrat gewählt. Sie folgen unmittelbar auf die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder Prof. Wolfgang Ischinger, Christian Ollig und Claire Wellby, die jeweils ihre Mandate mit Ablauf der Hauptversammlung am 13. Mai 2022 niedergelegt haben.

Im Zuge einer langfristigen Nachfolgeplanung hat der Aufsichtsrat im März 2022 der vorzeitigen einvernehmlichen Beendigung der Bestellungen von Axel Salzmann (CFO) und Peter Fieser (CHRO) als Vorstandsmitglieder zugestimmt. Axel Salzmann ist zum 30. Juni 2022 aus dem Vorstand ausgeschieden. Christian Ladurner, vormals Head of Group Controlling & Investor Relations, hat das Amt des CFO zum 1. Juli 2022 übernommen. Peter Fieser wird am 30. September 2022 aus dem Vorstand ausscheiden. Dr. Lars Immisch, derzeit Executive Vice President HR von Airbus Defence and Space, wird zum 1. Oktober 2022 das Amt des CHRO übernehmen.

Insgesamt war das operative Geschäft von HENSOLDT im ersten Halbjahr des Jahres 2022 von einer weiterhin positiven Entwicklung geprägt und es konnten starke Auftragseingänge verzeichnet werden. Dazu zählen insbesondere ein Großauftrag für den Eurofighter (Servicevertrag C3) mit einem Vertragswert von 270 Mio. € sowie Aufträge für die Ausstattung der Mehrzweckfregatten F126 mit vier TRS-4D-Radaren im Segment Sensors. Die Umsatzerlöse stiegen um 40,3 % (682 Mio. €; Vorjahr: 486 Mio. €). Das Hochlaufen der wichtigsten Programme entwickelte sich dabei wie erwartet. Die Zunahme des bereinigten EBITDA (61 Mio. €; Vorjahr: 44 Mio. €) ergab sich hauptsächlich aus Volumeneffekten. Trotz gestiegener Umsätze mit einem geringen Wertschöpfungsanteil lag die bereinigte EBITDA-Marge auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Aus den letzten Prognosen der Weltbank geht hervor, dass sich der Welthandel deutlich abschwächen wird. Demnach dürfte der internationale Handel dieses Jahr nur noch um 2,9 % zulegen. Im Oktober 2021 hatte die Welthandelsorganisation ("WTO") noch mit einem Wachstum des Welthandels von 4,7 % gerechnet. Als wesentliche Gründe für diese Entwicklung führt die WTO die weiter steigenden Energiepreise, die erhöhten Lebensmittelpreise sowie geringere Exporte Russlands und der Ukraine an. Dazu kommen noch zahlreiche weitere Probleme für Exporteure wie z. B. Lieferengpässe und stark gestiegene Transportkosten und -zeiten. Letztere resultieren insbesondere aus den erforderlichen Umwegen und Hafenschließungen aufgrund des Krieges sowie der aktuellen Lockdowns in China, der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt, wodurch viele Lieferketten nach wie vor gestört sind.

Die EU Kommission korrigierte die Konjunkturprognose für Deutschland aufgrund des Kriegs in der Ukraine und der anhaltenden COVID-19-Pandemie ebenfalls deutlich nach unten. Für dieses Jahr erwarten die Forscher nur noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 1,4 %, während noch im Januar 2022 ein Wachstum von rund 3,6 % vorhergesagt wurde. Die Inflation in den OECD-Länder wird auf 8,5 % in diesem Jahr steigen.

Rahmenbedingungen in der Verteidigungs- und Sicherheitsbranche

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine erweist sich als Katalysator für eine Neuausrichtung der europäischen Sicherheitsordnung sowie Rüstungspolitik. Gleichzeitig verfestigt der Krieg bestehende Spannungen und den politischen Systemwettbewerb, hat Auswirkungen auf das globale Kräfteverhältnis mit China und hat erhebliche negative Einflüsse auf die Energie- sowie Ernährungssicherheit.

Viele europäische Staaten haben angekündigt, ihre Verteidigungsausgaben deutlich zu erhöhen und haben bereits zahlreiche Beschaffungen von Rüstungsgütern verkündet. Deutschland hat mit dem Beschluss des Sondervermögens für die Bundeswehr als Teil der von Bundeskanzler Olaf Scholz angekündigten "Zeitenwende" eine Liste von über 40 Vorhaben veröffentlicht, die aus den Mitteln des Sondervermögens finanziert werden sollen. Zusätzlich wurde ein Gesetz für die Beschleunigung des Beschaffungsprozesses vom Bundestag verabschiedet. Dabei soll die gemeinsame Beschaffung mit anderen EU-Mitgliedstaaten eine noch größere Rolle spielen. Die Unterstützung der Ukraine mit militärischen Gütern wird in vielen EU-Mitgliedstaaten aufrechterhalten oder verstärkt und beeinflusst damit ebenfalls potentielle Nachbeschaffungen oder Modernisierungsentscheidungen von Ausrüstung in den jeweiligen Ländern.

Die Europäische Union unterstützt die Ukraine militärisch aus der Europäischen Friedensfazilität. Für den Europäischen Verteidigungsfonds ("EVF") wurde im Mai 2022 das Arbeitsprogramm 2022 vorgestellt. Im Rahmen des EVF-Arbeitsprogramms für 2022 werden insgesamt bis zu 924 Mio. € bereitgestellt. Nach den Gipfelbeschlüssen aus dem März 2022 wurden im Mai 2022 konkrete Vorschläge durch die EU-Kommission erbracht, um die gemeinsamen Verteidigungsfähigkeiten sowie die industrielle und technologische Basis weiter zu stärken. Dazu gehört die Einrichtung einer Task Force für die gemeinsame Beschaffung, die mit den Mitgliedstaaten zusammenarbeitet. Aufbauend darauf sollen 500 Mio. € aus dem EU-Haushalt über einen Zeitraum von zwei Jahren für gemeinsame Beschaffungsprojekte bereitgestellt werden. Für das dritte Quartal 2022 will die Kommission eine Verordnung über ein Programm für europäische Verteidigungsinvestitionen ("EDIP" 1 ) vorschlagen.

Die Ausgestaltung einer neuen europäischen Sicherheitsordnung betrifft darüber hinaus die transatlantischen Beziehungen. Die NATO verstärkt ihre Bündnisverteidigung an ihrer Ostflanke deutlich, Finnland und Schweden wollen der NATO beitreten und die Stärkung des EU-Pfeilers innerhalb der NATO wird durch die Investitionsmaßnahmen vorangetrieben.

1 European Defence Investment Programme

3 Ertragslage

Auftragseingang, Umsatzerlöse, Book-to-Bill-Verhältnis und Auftragsbestand

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Auftragseingang Umsatzerlöse Book-to-Bill Auftragsbestand
Erstes Halbjahr Erstes Halbjahr Erstes Halbjahr 30. Jun. 31. Dez.
in Mio. € 2022 2021 % Delta 2022 2021 % Delta 2022 2021 % Delta 2022 2021 % Delta
Sensors 810 1.905 -57,5% 575 376 53,1% 1,4 5,1 <-200% 4.658 4.420 5,4%
Optronics 144 210 -31,2% 109 111 -2,1% 1,3 1,9 -55,9% 714 676 5,6%
Eliminierung/​ Transversal/​ Übrige -5 -3 -2 -1 -8 -4
HENSOLDT 948 2.112 -55,1% 682 486 40,3% 1,4 4,3 <-200% 5.364 5.092 5,3%

Auftragseingang

• Sensors: Der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2022 war vom Servicevertrag C3 für den Eurofighter in der Division Services & Aerospace Solutions geprägt. Auch die Division Radar & Naval Solutions leistete mit Aufträgen für die Ausstattung der Fregatte 126 einen signifikanten Beitrag. Der Vorjahreszeitraum beinhaltete Rekordaufträge im Zusammenhang mit dem luftgestützten PEGASUS-System zur elektronischen Signalaufklärung mit einem Vertragswert von 1,25 Mrd. € in der Division Spectrum Dominance & Airborne Solutions sowie dem Eurofighter Quadriga-Programm in den Divisionen Radar & Naval Solutions und Spectrum Dominance & Airborne Solutions.

• Optronics: Im ersten Halbjahr 2022 konnte weiterhin eine positive Entwicklung bei den Auftragseingängen in den Produktlinien Industrial Commercial Solutions und Naval sowie in der südafrikanischen Einheit verzeichnet werden. Der Vorjahreszeitraum war insbesondere geprägt durch hohe Auftragseingänge in den Produktlinien Ground Based Systems, Industrial Commercial Solutions und in der südafrikanischen Einheit.

Umsatzerlöse

• Sensors: Der signifikante Zuwachs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurde in allen Divisionen erzielt. Wesentliche Treiber waren das luftgestützte System zur elektronischen Signalaufklärung PEGASUS in der Division Spectrum Dominance & Airborne Solutions sowie Eurofighter Radare in der Division Radar & Naval Solutions.

• Optronics: Der Rückgang in der Produktlinie Ground Based Systems wurde durch die südafrikanische Einheit nahezu kompensiert. Die übrigen Produktlinien bewegten sich auf Vorjahresniveau.

Book-to-Bill-Verhältnis 2

Das Book-to-Bill-Verhältnis bewegte sich weiterhin auf hohem Niveau, lag aber aufgrund des herausragenden Auftragseingangs im ersten Halbjahr 2021 unter dem Vorjahreszeitraum.

• Sensors: Im Segment Sensors konnte erneut ein Book-to-Bill-Verhältnis von deutlich über 1,0 erreicht werden. Dabei wurde ein Rückgang in den Divisionen Spectrum Dominance & Airborne Solutions und Radar & Naval Solutions teilweise durch Zuwächse in der Division Services & Aerospace Solutions kompensiert. Das hohe Book-to-Bill-Verhältnis im Vorjahreszeitraum war geprägt von den Aufträgen im Zusammenhang mit dem luftgestützten PEGASUS-System zur elektronischen Signalaufklärung in der Division Spectrum Dominance & Airborne Solutions.

• Optronics: Das Book-to-Bill-Verhältnis lag ebenfalls auf hohem Niveau deutlich über 1,0, war aber verglichen mit dem Vorjahreszeitraum rückläufig. Dies resultierte insbesondere aus hohen Auftragseingängen im ersten Halbjahr des Jahres 2021 in den Produktlinien Ground Based Systems und Industrial Commercial Solutions sowie in der südafrikanischen Einheit.

Auftragsbestand

• Sensors: Der Anstieg im Vergleich zum Jahresende 2021 war hauptsächlich auf die Auftragseingänge in den Divisionen Services & Aerospace Solutions und Radar & Naval Solutions zurückzuführen.

2 Definiert als Verhältnis von Auftragseingang zum Umsatz des Berichtszeitraums

• Optronics: Die Erhöhung gegenüber dem Jahresende 2021 resultierte in erster Linie aus den Auftragseingängen in den Produktlinien Industrial Commercial Solutions und Naval sowie in der südafrikanischen Einheit.

Ergebnis

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Ergebnis Marge
Erstes Halbjahr Erstes Halbjahr
in Mio. € 2022 2021 % Delta 2022 2021
Sensors 52 36 46,1% 9,1% 9,5%
Optronics 9 11 -18,7% 8,0% 9,6%
Eliminierung/​Transversal/​Übrige - -2
Bereinigtes EBITDA 61 44 37,7% 8,9% 9,1%
Abschreibungen -52 -60 14,0%
Einmaleffekte -7 -6 27,4%
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) 2 -22 107,1% 0,2% -4,5%
Finanzergebnis -15 -16 10,7%
Ertragsteuern -3 10 -131,1%
Konzernergebnis -16 -28 43,9% -2,3% -5,9%
Ergebnis je Aktie (in €; unverwässert/​verwässert) -0,15 -0,26 42,6%

Bereinigtes EBITDA

• Sensors: Die signifikante Zunahme im Vergleich zum Vorjahreszeitraum resultierte hauptsächlich aus Volumen- sowie aus Projektmix-Effekten. Diese Effekte wurden teilweise durch niedrigere Projektmargen aus gestiegenen Umsätzen mit einem geringen Wertschöpfungsanteil und aus Projekten im Anfangsstadium des Lebenszyklus kompensiert.

• Optronics: Hier war ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu verzeichnen. Dies war auf das Anlaufen der Produktionslinie in der südafrikanischen Einheit sowie durch die Erschließung neuer Geschäftsfelder wie z. B. Sicherheitslösungen und damit verbundene höhere Funktionskosten zurückzuführen.

Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT)

• Abschreibungen: Hier ergab sich ein Rückgang hauptsächlich aufgrund niedrigerer Abschreibungen auf erworbene immaterielle Vermögenswerte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Teilweise wurde dieser Rückgang durch höhere Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten kompensiert.

• Einmaleffekte 3 : Der leichte Anstieg resultierte hauptsächlich aus Aufwendungen im Rahmen der langfristigen Nachfolgeplanung zur Besetzung des Vorstands.

Konzernergebnis

• Finanzergebnis: Das Finanzergebnis bewegte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf nahezu gleichem Niveau. Die leicht gesunkenen Zinsaufwendungen waren auf eine verbesserte Kapitalstruktur zurückzuführen.

• Ertragsteuern: Die Änderung gegenüber dem Vorjahreszeitraum spiegelt die positive Ergebnisentwicklung der HENSOLDT-Gruppe wider.

Ergebnis je Aktie

• Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von -0,26 € auf -0,15 €, vor allem aufgrund des verbesserten Ergebnisses vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT).

3 Definiert als Transaktionskosten, Aufwendungen für den IPO und andere Einmaleffekte

4 Vermögens- und Finanzlage

Vermögenslage

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30. Jun. 31. Dez.
in Mio. € 2022 2021 % Delta
Langfristige Vermögenswerte 1.315 1.320 -0,4%
davon: Immaterielle Vermögenswerte 387 385 0,5%
davon: Sachanlagen 110 108 2,1%
davon: Aktive latente Steuern 5 11 -53,4%
Kurzfristige Vermögenswerte 1.499 1.629 -8,0%
davon: Vorräte 528 444 18,8%
davon: Vertragsvermögenswerte 225 170 32,6%
davon: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 267 309 -13,5%
davon: Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 302 529 -43,0%
Summe Aktiva 2.814 2.950 -4,6%
Eigenkapital 517 410 26,0%
davon: Kapitalrücklage 557 583 -4,5%
davon: Sonstige Rücklagen 77 -70 >200%
davon: Gewinnrücklagen -234 -218 -7,2%
Langfristige Schulden 1.163 1.284 -9,5%
davon: Langfristige Rückstellungen 313 497 -36,9%
davon: Langfristige Vertragsverbindlichkeiten 33 12 172,2%
davon: Passive latente Steuern 55 4 >200%
Kurzfristige Schulden 1.134 1.255 -9,6%
davon: Kurzfristige Rückstellungen 163 188 -13,3%
davon: Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten 387 500 -22,6%
davon: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 307 269 14,1%
Summe Passiva 2.814 2.950 -4,6%

Summe Aktiva

• Langfristige Vermögenswerte: Die leichte Zunahme der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte aufgrund von aktivierten Entwicklungskosten wurde durch den Rückgang der aktiven latenten Steuern überkompensiert.

• Kurzfristige Vermögenswerte: Der Rückgang resultierte in erster Linie aus der Verringerung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Dies war im Wesentlichen auf den negativen Free Cashflow zurückzuführen. Bedingt durch den üblichen saisonalen Verlauf verringerten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, während sich die Vorräte und die Vertragsvermögenswerte insbesondere durch Großprojekte im ersten Halbjahr erhöhten.

Summe Passiva

• Eigenkapital: Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der Erhöhung der sonstigen Rücklagen, welche insbesondere auf die Bewertung der Pensionsverpflichtungen zurückzuführen war. Dieser Effekt wurde teilweise durch die Verminderung der Kapitalrücklage aufgrund der Dividendenzahlung sowie den Nettoverlust der Berichtsperiode kompensiert.

• Langfristige Schulden: Der Rückgang war in erster Linie auf den Abbau der langfristigen Rückstellungen zurückzuführen. Haupttreiber war der durch höhere Zinsen bedingte Abbau der Pensionsrückstellungen, dem ein entsprechender Aufbau der passiven latenten Steuern sowie ein Anstieg der langfristigen Vertragsverbindlichkeiten gegenüberstand.

• Kurzfristige Schulden: Der Rückgang ergab sich im Wesentlichen aus der Verringerung der kurzfristigen Vertragsverbindlichkeiten im Zusammenhang mit Großprojekten und dem Rückgang der kurzfristigen Rückstellungen. Letztere gingen hauptsächlich aufgrund der Saisonalität der Personalrückstellungen und aufgrund von Bewegungen der projektbezogenen Rückstellungen im Rahmen der üblichen Projektlebenszyklen zurück. Diese Rückgänge wurden zum Teil durch einen Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen kompensiert.

Finanzlage

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Erstes Halbjahr
in Mio. € 2022 2021 € Delta
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -134 -39 -95
Cashflow aus Investitionstätigkeit -46 -61 15
Free Cashflow -180 -100 -81
Einmaleffekte 5 8 -4
Zinsen, Ertragsteuern und M&A-Aktivitäten 19 34 -15
Bereinigter Free Cashflow vor Steuern und Zinsen -157 -57 -100
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -49 -264 216

Free Cashflow

• Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergab sich primär aus dem Aufbau (Vorjahr: Abbau) der Vertragssalden im Rahmen der planmäßigen Umsetzung von Großprojekten. Diese Effekte wurden zum Teil durch geringere Geleistete Anzahlungen ausgeglichen.

• Cashflow aus Investitionstätigkeit: Die Verringerung der Mittelabflüsse resultierte in erster Linie aus niedrigeren Zahlungen für M&A-Aktivitäten.

Bereinigter Free Cashflow vor Steuern und Zinsen

• Einmaleffekte 4 : Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum war im Wesentlichen durch geringere nachlaufende andere Einmaleffekte im Zusammenhang mit dem Börsengang der HENSOLDT AG bedingt.

• Zinsen 5 , Ertragsteuern 6 und M&A-Aktivitäten7: Der Rückgang war hauptsächlich auf niedrigere Mittelabflüsse aus M&A-Aktivitäten und niedrigere Zinszahlungen zurückzuführen.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbessert. Der Vorjahreszeitraum war geprägt von der teilweisen Rückführung der revolvierenden Kreditfazilität sowie von Mittelabflüssen durch die Verringerung sonstiger Finanzierungsverbindlichkeiten. Letztere betraf im Wesentlichen planmäßige Zahlungen im ersten Halbjahr 2021 an eine Factoring-Gesellschaft für zum 31. Dezember 2020 erhaltene, aber noch nicht zur Weiterleitung an den Factoring-Geber fällige Zahlungen aus Factoring-Vereinbarungen. Des Weiteren lag die Dividendenzahlung an die Aktionäre der HENSOLDT AG im ersten Halbjahr 2022 über der Dividendenzahlung des Vorjahreszeitraumes.

4 Definiert als Transaktionskosten, Aufwendungen für den IPO und andere Einmaleffekte
5 Definiert als "Gezahlte Zinsen" (einschließlich Zinsen auf Leasingverbindlichkeiten), wie in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesen
6 Definiert als "Zahlungen/​Rückerstattungen von Ertragsteuern", wie in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesen
D efiniert als Summe von "Ergebnisanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden", "Erwerb von assoziierten Unternehmen, sonstigen Beteiligungen und übrigen langfristigen Finanzanlagen", "Einzahlungen aus dem Verkauf von Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen", "Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener liquider Mittel" sowie dem "Sonstiger Cashflow aus Investitionstätigkeit", wie in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesen

5 Ausblick

Der Vorstand geht von einem starken Umsatzwachstum für das Geschäftsjahr 2022 aus. Für den Auftragseingang im Geschäftsjahr 2022 erwartet das Management aufgrund der sehr hohen Auftragseingänge im Vorjahr einen starken Rückgang. Insgesamt erwartet das Management ein Book-to-Bill-Verhältnis zwischen 1,1 und 1,2. Für das bereinigte EBITDA wird ein starker Anstieg für das Geschäftsjahr 2022 erwartet.

Unser Ausblick unterliegt der Annahme, dass es zu keinen wesentlichen weiteren Wellen und Lockdowns im Rahmen der globalen COVID-19-Pandemie kommt.

Darüber hinaus können wir derzeit die Auswirkungen durch den Krieg in der Ukraine für HENSOLDT nicht abschließend abschätzen. Es wird unterstellt, dass der Krieg in der Ukraine zu keinen wesentlichen Auswirkungen für HENSOLDT im Geschäftsjahr 2022 führt. Mit dem Sondervermögen in Höhe von 100 Mrd. € sollen insbesondere bedeutsame und komplexe mehrjährige Ausrüstungsvorhaben der Bundeswehr finanziert werden. Die konkrete Ausgestaltung und Umsetzung möglicher Beschaffungsprogramme sowie Schwerpunkte bei der Beschaffung sind dabei noch offen, sodass HENSOLDT im Geschäftsjahr 2022 von lediglich geringfügigen Auswirkungen auf die Auftragseingänge ausgeht. Inflation, höhere Energiekosten und Lieferengpässe haben derzeit keine wesentlichen Effekte auf das Geschäft von HENSOLDT als spezialisiertem Anbieter von Verteidigungs- und Sicherheitselektroniklösungen.

Abgesehen von der Konkretisierung der Erwartung zum Book-to-Bill-Verhältnis bleibt der Ausblick gegenüber dem Jahresende 2021 unverändert.

6 Chancen und Risiken

Im zusammengefassten Konzernlagebericht der HENSOLDT AG für das am 31. Dezember 2021 abgeschlossene Geschäftsjahr haben wir die Grundsätze des HENSOLDT-Risikomanagementsystems, bestimmte Risiken, die eine negative Wirkung auf HENSOLDT haben könnten, sowie unsere wichtigsten Chancen beschrieben.

In den letzten Monaten hat HENSOLDT weiterhin die Situation rund um die COVID-19-Pandemie an allen Standorten verfolgt, um die Gesundheit und das Wohlbefinden aller Mitarbeiter, Kunden und Partner sowie auch das Geschäft zu schützen. Die bislang konsequent umgesetzten Maßnahmen sind unter Berücksichtigung der derzeitigen Lage aufgehoben worden. Jedoch werden bereits jetzt Vorbereitungen getroffen, um auch im kommenden Herbst und Winter auf mögliche Lageänderungen reagieren zu können.

Neben der COVID-19-Pandemie verfolgt HENSOLDT die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine. Dieser wirkt sich deutlich verschärfend auf die ohnehin bereits erhöhte Inflationsrate in Deutschland aus, insbesondere aufgrund von Lieferengpässen von Materialien und Preisanstiegen bei Energieprodukten, aber auch bei anderen Waren und Dienstleistungen. HENSOLDT ist in eingerichteten Task Forces weiterhin dabei, die Auswirkungen auf Lieferketten und Kundenverträge bei HENSOLDT zu analysieren und ggf. notwendige Maßnahmen zur frühzeitigen Mitigation von Risiken zu ergreifen. Für den Umgang mit dem weltweit erhöhten Risiko aus Cyberangriffen bedingt durch den Krieg in der Ukraine und den damit verbundenen Sanktionen gegen Russland, setzt eine Task Force seit dem ersten Quartal verstärkt Maßnahmen auf und um, damit solche Angriffe und ihre Auswirkungen verhindert werden können.

Zudem werden die Auswirkungen des Bundestagsbeschlusses zur Errichtung eines Sondervermögens für die Bundeswehr in Höhe von 100 Mrd. € und der Erhöhung der deutschen Verteidigungsausgaben auf 2 % des Bruttoinlandsprodukts auf HENSOLDT untersucht. Mit dem Sondervermögen sollen insbesondere bedeutsame und komplexe mehrjährige Ausrüstungsvorhaben der Bundeswehr finanziert werden. Die konkrete Ausgestaltung und Umsetzung möglicher Beschaffungsprogramme sowie Schwerpunkte bei der Beschaffung sind dabei noch offen.

Der Vorstand bewertet daher im Wesentlichen derzeit die gesamte Chancen- und Risikosituation von HENSOLDT als unverändert gegenüber dem Jahresende 2021. Obwohl aufgrund der veränderten Situation und der angespannten Lage insbesondere aufgrund von Preisanstiegen bei Energieprodukten sowie der Materialverfügbarkeit auf dem Weltmarkt derzeit ein moderater Anstieg des Beschaffungsrisikos und möglicher Folgen zu verzeichnen ist, stellt dies kein wesentliches Risiko für HENSOLDT dar. Mit leicht steigenden Tendenzen in der Risikowahrscheinlichkeit und in den Auswirkungen wird nur noch vereinzelt gerechnet; diese werden nur bei wenigen Sachverhalten aus der akuten geopolitischen Situation und ihren Konsequenzen erwartet. Weitere Chancen aus dem Sondervermögen für die Bundeswehr und dem Beitrag von HENSOLDT zu Sicherheit und Nachhaltigkeit sind dem gegenüberzustellen. Speziell eingerichtete Task Forces analysieren und beobachten derzeit im Detail mögliche weitere Auswirkungen aus den genannten Risiken.

B Verkürzter Konzernzwischenabschluss

1 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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Erstes Halbjahr
in Mio. € 2022 2021
Umsatzerlöse 682 486
Umsatzkosten -568 -414
Bruttoergebnis vom Umsatz 114 72
Vertriebskosten -53 -49
Verwaltungskosten -43 -39
Forschungs- und Entwicklungskosten -17 -15
Sonstige betriebliche Erträge 10 19
Sonstige betriebliche Aufwendungen -9 -8
Anteil am Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen - -2
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) 2 -22
Zinsertrag 3 4
Zinsaufwand -22 -24
Sonstiges Finanzergebnis 5 3
Finanzergebnis -15 -16
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) -13 -38
Ertragsteuern -3 10
Konzernergebnis -16 -28
davon entfallen auf die Eigentümer der HENSOLDT AG -16 -27
davon entfallen auf die nicht beherrschenden Anteile -0 -1
Ergebnis je Aktie
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) -0,15 -0,26

2 Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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Erstes Halbjahr
in Mio. € 2022 2021
Konzernergebnis -16 -28
Sonstiges Ergebnis
Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen/​Planvermögen 201 51
Steuer auf Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden -57 -14
Zwischensumme 144 36
Posten, die zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Unterschied aus der Währungsumrechnung der Abschlüsse ausländischer Unternehmen 5 4
Absicherung von Zahlungsströmen - Unrealisierte Gewinne/​Verluste -0 0
Absicherung von Zahlungsströmen - Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung -0 -
Steuereffekt auf unrealisierte Gewinne/​Verluste - 0
Zwischensumme 5 5
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 149 41
Gesamtergebnis 133 13
davon entfallen auf die Eigentümer der HENSOLDT AG 132 14
davon entfallen auf die nicht beherrschenden Anteile 1 -1

3 Konzernbilanz

AKTIVA

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30. Jun. 31. Dez.
in Mio. € 2022 2021
Langfristige Vermögenswerte 1.315 1.320
Goodwill 652 651
Immaterielle Vermögenswerte 387 385
Sachanlagen 110 108
Nutzungsrechte 136 141
Sonstige Beteiligungen und übrige langfristige Finanzanlagen 21 21
Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 1 1
Langfristige sonstige Vermögenswerte 3 3
Aktive latente Steuern 5 11
Kurzfristige Vermögenswerte 1.499 1.629
Übrige langfristige Finanzanlagen, kurzfristig fällig 1 1
Vorräte 528 444
Vertragsvermögenswerte 225 170
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 267 309
Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 15 7
Kurzfristige sonstige Vermögenswerte 157 167
Ertragsteuerforderungen 3 2
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 302 529
Summe Aktiva 2.814 2.950

PASSIVA

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30. Jun. 31. Dez.
in Mio. € 2022 2021
Gezeichnetes Kapital 105 105
Kapitalrücklage 557 583
Sonstige Rücklagen 77 -70
Gewinnrücklagen -234 -218
Eigenkapital der Anteilseigner der HENSOLDT AG 505 399
Nicht beherrschende Anteile 12 11
Eigenkapital, gesamt 517 410
Langfristige Schulden 1.163 1.284
Langfristige Rückstellungen 313 497
Langfristige Finanzierungsverbindlichkeiten 618 622
Langfristige Vertragsverbindlichkeiten 33 12
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 135 139
Langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0 0
Langfristige sonstige Verbindlichkeiten 8 10
Passive latente Steuern 55 4
Kurzfristige Schulden 1.134 1.255
Kurzfristige Rückstellungen 163 188
Kurzfristige Finanzierungsverbindlichkeiten 167 166
Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten 387 500
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 18 16
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 307 269
Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4 10
Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten 80 94
Steuerverbindlichkeiten 9 11
Summe Passiva 2.814 2.950

4 Konzern-Kapitalflussrechnung

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Erstes Halbjahr
in Mio. € 2022 2021
Konzernergebnis -16 -28
Abschreibungen 52 60
Wertberichtigungen (+) /​ Wertaufholungen (-) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte 1 -3
Ergebnisanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden - 2
Netto-Finanzierungsaufwendungen 16 17
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen /​ Erträge -5 -9
Veränderung der
Rückstellungen -9 -11
Vorräte -83 -93
Vertragssalden -148 49
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 45 47
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 37 25
Sonstige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten -10 -62
Gezahlte Zinsen -13 -19
Ertragsteueraufwand (+) /​ -ertrag (-) 3 -10
Zahlungen (-) /​ Rückerstattungen (+) von Ertragsteuern -4 -5
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -134 -39
Erwerb /​ Aktivierung von Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -44 -48
Einzahlungen aus dem Verkauf von Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 0 0
Erwerb von assoziierten Unternehmen, sonstigen Beteiligungen und übrigen langfristigen Finanzanlagen -2 -5
Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener liquider Mittel -0 -8
Sonstige -0 -0
Cashflow aus Investitionstätigkeit -46 -61
Rückzahlung von Finanzierungsverbindlichkeiten gegenüber Banken - -150
Veränderung sonstiger Finanzierungsverbindlichkeiten -13 -90
Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten -9 -8
Dividendenzahlungen -26 -14
Gezahlte Transaktionskosten aus der Ausgabe von Aktien - -3
Sonstige 0 0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -49 -264
Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel /​ Zahlungsmitteläquivalente 2 0
Netto-Änderungen in Zahlungsmittel /​ Zahlungsmitteläquivalente -227 -364
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Bestand zum 1. Januar 529 645
Bestand zum 30. Juni 302 282

5 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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Den Eigentümern der HENSOLDT AG zurechenbar
Sonstige Rücklagen
in Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapital-
rücklage
Gewinn-
rücklage
Bewertung Pensionspläne Cashflow Hedge Währungs-
umrechnung
Zwischen-
summe
Nicht beherr-
schende Anteile
Summe
Stand 01.01.2022 105 583 -218 -51 -5 -14 399 11 410
Konzernergebnis - - -16 - - - -16 -0 -16
Sonstiges Ergebnis - - - 144 0 4 148 1 149
Gesamtergebnis des Geschäftsjahres - - -16 144 0 4 132 1 133
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen und Erwerb durch Unternehmens-
zusammenschlüsse
- - - - - - - 0 0
Dividendenzahlungen - -26 - - - - -26 - -26
Stand 30.06.2022 105 557 -234 93 -5 -10 505 12 517
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Den Eigentümern der HENSOLDT AG zurechenbar
Sonstige Rücklagen
in Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapital-
rücklage
Gewinn-
rücklage
Bewertung Pensionspläne Cashflow Hedge
Stand 01.01.2021 105 597 -282 -67 -5
Konzernergebnis - - -27 - -
Sonstiges Ergebnis - - - 36 1
Gesamtergebnis des Geschäftsjahres - - -27 36 1
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen und Erwerb durch Unternehmenskauf - - - - -
Dividenden-
zahlungen
- -14 - - -
Sonstiges - 0 - - -
Stand 30.06.2021 105 583 -309 -30 -4
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Den Eigentümern der HENSOLDT AG zurechenbar
Sonstige Rücklagen
in Mio. € Währungs-
umrechnung
Zwischen-
summe
Nicht beherrschende Anteile Summe
Stand 01.01.2021 -15 334 13 347
Konzernergebnis - -27 -1 -28
Sonstiges Ergebnis 4 41 1 41
Gesamtergebnis des Geschäftsjahres 4 14 -1 13
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen und Erwerb durch Unternehmenskauf - - -1 -1
Dividenden-
zahlungen
- -14 - -14
Sonstiges - 0 - 0
Stand 30.06.2021 -11 334 11 345

C Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss

1 Die Gesellschaft

HENSOLDT ist ein plattformunabhängiger Anbieter von Sensorlösungen im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich mit Sitz in Taufkirchen, Deutschland.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss der HENSOLDT AG und ihrer Tochtergesellschaften umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2022.

2 Rechnungslegungsgrundsätze

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss für das erste Halbjahr 2022 wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 und den dazugehörigen Interpretationen erstellt, welche beide vom International Accounting Standards Board ("IASB") herausgegeben und von der Europäischen Union ("EU") für die Zwischenberichterstattung zum 30. Juni 2022 übernommen wurden.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde vom Vorstand der HENSOLDT AG am 2. August 2022 zur Veröffentlichung freigegeben.

Dieser verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält somit alle Informationen und Angaben, die nach den International Financial Reporting Standards ("IFRS") in einem verkürzten Konzernzwischenabschluss dargestellt werden müssen, und ist im Zusammenhang mit dem IFRS Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 zu lesen.

Die für den verkürzten Konzernzwischenabschluss angewendeten Bilanzierungsgrundsätze basieren im Allgemeinen auf den gleichen Rechnungslegungsgrundsätzen sowie den gleichen Berechnungsmethoden, die im Konzernabschluss 2021 verwendet wurden. Ausnahmen sind neue oder geänderte Standards, die im Geschäftsjahr 2022 erstmalig angewendet werden müssen. Diese hatten jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss.

3 Schätzungen und Beurteilungen

Die Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses in Übereinstimmung mit IAS 34 erfordert vom Management Beurteilungen, Schätzungen und Annahmen, die einen Einfluss auf die Anwendung der Konzernrechnungslegungsgrundsätze und die Darstellung seiner Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen haben. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die in der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs 2022 erzielten Ergebnisse geben nicht unbedingt einen Hinweis auf die künftige Entwicklung des Konzerns.

In der ersten Jahreshälfte 2022 steht das Geschäft von HENSOLDT und insbesondere das wirtschaftliche Umfeld noch immer unter dem Einfluss der COVID-19-Pandemie, auch wenn dem durch Maßnahmen von Regierungen oder Staaten weltweit, wie z. B. durch günstige finanzielle Unterstützung für die Volkswirtschaften, entgegengewirkt wird.

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat neben globalen Auswirkungen auf die Energiepreise und den Außenhandel maßgeblichen Einfluss auf die geopolitische Situation und somit auf die zukünftige Entwicklung der Verteidigungs- und Sicherheitsbranche. Wie stark die Effekte insbesondere hinsichtlich der Ausgestaltung möglicher Beschaffungsprogramme sein werden und wie sie sich im Einzelnen niederschlagen, lässt sich derzeit noch nicht verlässlich abschätzen.

4 Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen

Die Gesellschaft hat im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit verschiedene Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen getätigt.

Umsatzerlöse und sonstige Erträge, empfangene Lieferungen und Leistungen und sonstige Aufwendungen mit nahestehenden Unternehmen für den Zeitraum bis zum 30. Juni:

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Erstes Halbjahr
in Mio. € 2022 2021
Umsatzerlöse und sonstige Erträge 322 47
davon mit Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss 288 10
Empfangene Lieferungen und Leistungen und sonstige Aufwendungen 45 14
davon mit Unternehmen mit Beherrschung 0 3
davon mit Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss 34 1

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen zum Bilanzstichtag:

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30. Jun. 31. Dez.
in Mio. € 2022 2021
Forderungen 153 167
davon gegen Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss 49 54
Verbindlichkeiten 19 22
davon gegenüber Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss 4 4
davon gegenüber nicht einbezogenen Unternehmen 5 6

Am 3. Januar 2022 wurde der im Vorjahr geschlossene Aktienkaufvertrag zur Übernahme von 25,1 % der Aktien der HENSOLDT AG durch den italienischen Raumfahrt- und Rüstungskonzern Leonardo S.p.A., Italien, nach Erfüllung von aufschiebenden Bedingungen vollzogen. Damit sind Leonardo sowie die von Leonardo kontrollierten Unternehmen nahestehende Unternehmen der HENSOLDT AG mit maßgeblichem Einfluss. HENSOLDT und Leonardo sowie von Leonardo kontrollierten Unternehmen unterhalten diverse Geschäftsbeziehungen und arbeiten bei einer Reihe von Programmen zusammen. Leonardo sowie die von Leonardo kontrollierten Unternehmen sind zum einen Kunden von HENSOLDT, welche Produkte und Dienstleistungen von HENSOLDT beziehen bzw. nutzen. Zum anderen steht HENSOLDT seinerseits als Kunde mit Leonardo und den von Leonardo kontrollierten Unternehmen in einer Geschäftsbeziehung.

Am 26. Mai 2021 hat der Bund mittelbar über die Kreditanstalt für Wiederaufbau ("KfW"), einem öffentlich-rechtlichen Kreditinstitut, das vom Bund beherrscht wird, insgesamt 26.355.000 Aktien der HENSOLDT AG erworben. Dies entspricht einer Beteiligung von 25,1 %. Damit ist der Bund ein der HENSOLDT AG nahestehendes Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss. HENSOLDT unterhält verschiedene Beziehungen zum Bund und zu anderen Unternehmen, die unter dessen Kontrolle stehen. Der Bund, mit ihm verbundene Regierungsbehörden und Ämter sowie andere vom Bund kontrollierte Unternehmen sind Kunden von HENSOLDT und erwerben bzw. nutzen als solche die Produkte und Dienstleistungen von HENSOLDT.

Transaktionen mit nahestehenden Personen

Die Beziehungen mit nahestehenden Personen sind im Vergütungsbericht 2021 dargestellt. Die im Wesentlichen in der zweiten Jahreshälfte wirksam werdenden Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat sind im Konzernzwischenlagebericht beschrieben.

5 Segmentberichterstattung

Die Gruppe ist in den zwei operativen Unternehmensbereichen Sensors und Optronics tätig.

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Erstes Halbjahr
in Mio. € 2022
Sensors Optronics Eliminierung/​ Transversal/​ Übrige Konzern
Auftragseingang 810 144 -5 948
Auftragsbestand 4.658 714 -8 5.364
Book-to-Bill-Verhältnis 1,4 1,3 1,4
Außenumsatz 574 108 - 682
Intersegmentäre Umsätze 1 1 -2 -
Segmentumsätze 575 109 -2 682
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Erstes Halbjahr
in Mio. € 2022
Sensors Optronics Eliminierung/​ Transversal/​ Übrige Konzern
Wesentliche nicht zahlungswirksame Posten außer Abschreibungen
Zuführungen zu sonstigen Rückstellungen -36 -16 - -53
Auflösung von sonstigen Rückstellungen 3 11 0 13
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Erstes Halbjahr
in Mio. € 2022
Sensors Optronics Eliminierung/​ Transversal/​ Übrige Konzern
EBITDA 52 9 -7 53
Transaktionskosten 0 - - 0
Andere Einmaleffekte - - 7 7
Bereinigtes EBITDA 52 9 - 61
Marge bereinigtes EBITDA 9,1% 8,0% 8,9%
Abschreibungen -41 -11 0 -52
EBIT 11 -2 -7 2
Ergebniseffekte aus Kaufpreisallokationen 16 2 - 18
Transaktionskosten 0 - - 0
Andere Einmaleffekte - - 7 7
Bereinigtes EBIT 27 0 - 27
Marge bereinigtes EBIT 4,7% 0,0% 4,0%
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Erstes Halbjahr
in Mio. € 2022
Sensors Optronics Eliminierung/​ Transversal/​ Übrige Konzern
EBIT 11 -2 -7 2
Finanzergebnis -15
EBT -13
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Erstes Halbjahr
in Mio. € 2021
Sensors Optronics Eliminierung/​ Transversal/​ Übrige Konzern
Auftragseingang 1.905 210 -3 2.112
Auftragsbestand 4.324 703 -3 5.024
Book-to-Bill-Verhältnis 5,1 1,9 4,3
Außenumsatz 375 111 - 486
Intersegmentäre Umsätze 1 0 -1 -
Segmentumsätze 376 111 -1 486
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Erstes Halbjahr
in Mio. € 2021
Sensors Optronics Eliminierung/​ Transversal/​ Übrige Konzern
Wesentliche nicht zahlungswirksame Posten außer Abschreibungen
Zuführungen zu sonstigen Rückstellungen -35 -14 0 -48
Auflösung von sonstigen Rückstellungen 5 7 0 12
Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert bereits vorhandener Anteile an nunmehr konsolidierungspflichtigen Unternehmen 10 - - 10
Anteile am Ergebnis von assoziierten Unternehmen und Joint Ventures, die nach der Equity-Methode bewertet werden - - -2 -2
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Erstes Halbjahr
in Mio. € 2021
Sensors Optronics Eliminierung/​ Transversal/​ Übrige Konzern
EBITDA 36 11 -8 38
Transaktionskosten - - 0 0
Aufwendungen für den IPO - - 1 1
Andere Einmaleffekte 0 - 5 5
Bereinigtes EBITDA 36 11 -2 44
Marge bereinigtes EBITDA 9,5% 9,6% 9,1%
Abschreibungen -48 -13 - -60
EBIT -12 -2 -8 -22
Ergebniseffekte aus Kaufpreisallokationen 27 5 - 32
Transaktionskosten - - 0 0
Aufwendungen für den IPO - - 1 1
Andere Einmaleffekte 0 - 5 5
Bereinigtes EBIT 15 3 -2 16
Marge bereinigtes EBIT 3,9% 3,0% 3,2%
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Erstes Halbjahr
in Mio. € 2021
Sensors Optronics Eliminierung/​ Transversal/​ Übrige Konzern
EBIT -12 -2 -8 -22
Finanzergebnis -16
EBT -38

6 Umsatzerlöse

Die Geschäftstätigkeit und die wichtigsten Kategorien der Umsatzrealisierung der Gruppe sind im Konzernabschluss 2021 beschrieben.

Im ersten Halbjahr 2022 stieg der Umsatz insgesamt um 196 Mio. € auf 682 Mio. € im Vergleich zu 486 Mio. € im ersten Halbjahr 2021.

Umsatzerlöse (Sales /​ Aftersales)

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Erstes Halbjahr
in Mio. € Sensors Optronics übrige 2022
Erlöse aus Verträgen mit Kunden
Sales 446 95 - 540
Aftersales 133 14 - 147
Wechselkurseffekte -5 -0 -0 -5
Gesamt 574 108 -0 682
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Erstes Halbjahr
in Mio. € Sensors Optronics übrige 2021
Erlöse aus Verträgen mit Kunden
Sales 262 101 - 363
Aftersales 114 12 - 126
Wechselkurseffekte -1 -1 -0 -2
Gesamt 375 111 -0 486

Umsatzerlöse (Geographische Informationen)

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Erstes Halbjahr
in Mio. € 2022 2021
Europa 577 398
(davon Deutschland) 419 272
Naher Osten 50 36
Asien-Pazifik 15 18
Nordamerika 19 16
Afrika 25 20
LATAM 2 8
Übrige Regionen /​ Konsolidierung -5 -10
Gesamt 682 486

Umsatzerlöse (Zeitpunkt der Umsatzrealisierung)

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Erstes Halbjahr
in Mio. € Sensors Optronics übrige 2022
Zeitpunkt der Umsatzrealisierung
Zeitpunktbezogene Umsatzlegung 201 106 - 307
Zeitraumbezogene Umsatzlegung 378 3 - 380
Wechselkurseffekte -5 -0 -0 -5
Gesamt 574 108 -0 682
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Erstes Halbjahr
in Mio. € Sensors Optronics übrige 2021
Zeitpunkt der Umsatzrealisierung
Zeitpunktbezogene Umsatzlegung 169 113 - 282
Zeitraumbezogene Umsatzlegung 207 -1 - 207
Wechselkurseffekte -1 -1 -0 -2
Gesamt 375 111 -0 486

Saisonalität und Zyklizität der Geschäftstätigkeit

Ein beträchtliches Volumen des regulären Jahresumsatzes beider Berichtssegmente Sensors und Optronics wird - abgesehen von den laufenden Großprojekten - aufgrund des Zeitpunkts vieler Haushaltsentscheidungen der öffentlichen Auftraggeber typischerweise in den letzten Monaten des Jahres realisiert. Die erste Hälfte unseres Geschäftsjahres ist üblicherweise durch einen Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und entsprechende Mittelzuflüsse aufgrund von Kundenzahlungen charakterisiert. Dem stehen ein Aufbau der unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen und Erzeugnisse und entsprechende Mittelabflüsse gegenüber.

7 Anteil am Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen

Im ersten Halbjahr 2022 wurden keine Beteiligungen nach der Equity-Methode bilanziert. Der Verlustanteil an der HENSOLDT Cyber GmbH, einer bis Mai 2021 nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung, betrug -2 Mio. € im ersten Halbjahr 2021.

8 Sonstige betriebliche Erträge /​ Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich um 9 Mio. € auf 10 Mio. €, verglichen mit 19 Mio. € im ersten Halbjahr 2021. Grund dafür war im Wesentlichen die Anpassung an den beizulegenden Zeitwert bereits vorhandener Anteile an der HENSOLDT Cyber GmbH im Segment Sensors im ersten Halbjahr 2021 im Rahmen der Erstkonsolidierung, die zu einem Ertrag in Höhe von 10 Mio. € führte.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen nur geringfügig auf -9 Mio. € im Vergleich zu -8 Mio. € im ersten Halbjahr 2021. Dies ergab sich aus höheren Projektkosten, die an andere Gesellschaften weiterverrechnet wurden.

9 Finanzergebnis

Beim Finanzergebnis war eine leichte Verbesserung auf -15 Mio. € im ersten Halbjahr 2022 zu verzeichnen. Die leicht gesunkenen Zinsaufwendungen waren auf eine verbesserte Kapitalstruktur zurückzuführen.

10 Konzernergebnis

Das Konzernergebnis verbesserte sich um 13 Mio. € auf -16 Mio. € gegenüber -28 Mio. € im ersten Halbjahr 2021.

11 Ertragsteuern

Der erfasste Ertragsteueraufwand ergab sich durch Multiplikation des Gewinns oder Verlusts vor Steuern für die Berichtsperiode mit der bestmöglichen Schätzung des Managements für den gewichteten, durchschnittlichen Ertragsteuersatz, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet wurde. Dieser wurde bereinigt um den Steuereffekt von bestimmten Einzelposten, der in der Berichtsperiode vollständig verbucht wurde. Daher kann der effektive Steuersatz in der Berichtsperiode von der Schätzung des effektiven Steuersatzes für das gesamte Geschäftsjahr abweichen.

Die Umkehr in den Ertragsteuern von 10 Mio. € Steuerertrag im ersten Halbjahr 2021 um -13 Mio. € hin zu -3 Mio. € Steueraufwand spiegelt die positive Ergebnisentwicklung der HENSOLDT-Gruppe wider.

12 Immaterielle Vermögenswerte, Goodwill, Sachanlagen sowie Nutzungsrechte

Im Vergleich zum Vorjahr sind die immateriellen Vermögenswerte nahezu unverändert geblieben. Geringe Abweichungen ergaben sich durch einen Nettoanstieg der aktivierten Entwicklungskosten.

Die erstmalige Konsolidierung der HENSOLDT Cyber GmbH im Vorjahr führte zu einem Goodwill von 14 Mio. €, der dem Segment Sensors zugeordnet wurde.

13 Sonstige Beteiligungen und übrige Finanzanlagen

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in Mio. € 30. Jun. 2022 31. Dez. 2021
Sonstige Beteiligungen 21 21
Übrige langfristige Finanzanlagen 0 0
Sonstige Beteiligungen und übrige langfristige Finanzanlagen 21 21
Übrige langfristige Finanzanlagen, kurzfristig fällig 1 1
Gesamt 21 21

14 Vorräte

Die Vorräte stiegen um 83 Mio. € auf 528 Mio. € gegenüber 444 Mio. € zum 31. Dezember 2021, was hauptsächlich auf einen saisonal bedingten Aufbau der unfertigen Lieferungen und Erzeugnisse zurückzuführen war.

15 Vertragsvermögenswerte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Vertragsvermögenswerte stiegen insbesondere durch Großprojekte um 55 Mio. € auf 225 Mio. €.

Dem üblichen saisonalen Verlauf folgend kam es bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im ersten Halbjahr 2022 zu einem Abbau um -42 Mio. € auf 267 Mio. €.

16 Rückstellungen

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in Mio. € 30. Jun. 2022 31. Dez. 2021
Rückstellungen für Pensionen 263 444
Sonstige Rückstellungen 214 240
Gesamt 476 685
davon langfristiger Anteil 313 497
davon kurzfristiger Anteil 163 188

Die Rückstellungen für Pensionen sanken um -182 Mio. € auf 263 Mio. €, vorwiegend aufgrund des deutlich gestiegenen Zinssatzes.

Die sonstigen Rückstellungen gingen um -27 Mio. € auf 214 Mio. € zurück, was hauptsächlich auf personalbezogene Rückstellungen aufgrund saisonaler Entwicklungen zurückzuführen war.

17 Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

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in Mio. € 30. Jun. 2022 31. Dez. 2021
Positive beizulegende Zeitwerte derivativer Finanzinstrumente 0 0
Übrige langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 1 1
Summe langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 1 1
Positive beizulegende Zeitwerte derivativer Finanzinstrumente 8 2
Forderungen gegen Mitarbeiter 2 1
Übrige kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 6 4
Summe kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 15 7
Gesamt 16 8

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

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in Mio. € 30. Jun. 2022 31. Dez. 2021
Übrige langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0 0
Summe langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0 0
Negative beizulegende Zeitwerte derivativer Finanzinstrumente 4 4
Verbindlichkeiten aus Factoring Verträgen 1 0 6
Summe kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4 10
Gesamt 4 10

1 Die Verbindlichkeiten aus Factoringverträgen resultieren daraus, dass der Einzug der Zahlungen zum Bilanzstichtag durch den Factor noch nicht fällig war.

18 Sonstige Vermögenswerte und Sonstige Verbindlichkeiten

Sonstige Vermögenswerte

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in Mio. € 30. Jun. 2022 31. Dez .2021
Sonstige 3 3
Summe langfristige sonstige Vermögenswerte 3 3
Geleistete Anzahlungen 133 147
Umsatzsteuer 20 17
Übrige kurzfristige sonstige Vermögenswerte 5 3
Summe kurzfristige sonstige Vermögenswerte 157 167
Gesamt 160 169

Sonstige Verbindlichkeiten

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in Mio. € 30. Jun. 2022 31. Dez. 2021
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 8 10
Sonstige 1 -
Summe langfristige sonstige Verbindlichkeiten 8 10
Steuerverbindlichkeiten (ohne Ertragsteuern) 21 47
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 40 32
Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträger 6 7
Sonstige 12 9
Summe kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten 80 94
Gesamt 88 104

19 Finanzinstrumente

In den folgenden Tabellen werden die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten einschließlich ihrer Stufen in der Zeitwert-Hierarchie gezeigt. Bei einigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ist der Buchwert ein angemessener Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert.

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30. Jun. 2022
in Mio. € Kategorie Buchwert Beizulegender Zeitwert Stufe
Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen und übrige langfristige Finanzanlagen 1 FVtOCI 21 21 -
Übrige langfristige Finanzanlagen, kurzfristig fällig AC 1 1 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 224 224 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (zum Factoring vorgesehen) 1 FVtOCI 44 44 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte:
Sonstige derivative Instrumente FVtPL 8 8 2
Nicht derivative Instrumente 1 AC 8 8 -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 302 302 1
Summe finanzielle Vermögenswerte 607 607
Verbindlichkeiten
Finanzierungsverbindlichkeiten:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 785 774 2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 307 307 -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten:
Derivative Instrumente für Cashflow-Hedges FVtOCI 0 0 2
Sonstige derivative Instrumente FVtPL 3 3 2
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 0 0 -
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 1.096 1.085

1 Der beizulegende Zeitwert entspricht aus Wesentlichkeitsüberlegungen den fortgeführten Anschaffungskosten.

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31. Dez. 2021
in Mio. € Kategorie Buchwert Beizulegender Zeitwert Stufe
Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen und übrige langfristige Finanzanlagen1 FVtOCI 21 21 -
Übrige langfristige Finanzanlagen, kurzfristig fällig AC 1 1 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 257 257 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (zum Factoring vorgesehen) 1 FVtOCI 52 52 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte:
Sonstige derivative Instrumente FVtPL 3 3 2
Nicht derivative Instrumente 1 AC 6 6 -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 529 529 1
Summe finanzielle Vermögenswerte 868 868
Verbindlichkeiten
Finanzierungsverbindlichkeiten:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 788 791 2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 269 269 -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten:
Derivative Instrumente für Cashflow-Hedges FVtOCI 0 0 2
Sonstige derivative Instrumente FVtPL 4 4 2
Verbindlichkeit aus Put Option FVtPL - - 3
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 6 6 -
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 1.067 1.070

1 Der beizulegende Zeitwert entspricht aus Wesentlichkeitsüberlegungen den fortgeführten Anschaffungskosten.

Bewertung zum beizulegenden Zeitwert

Die verwendeten Inputfaktoren und die angewandten Bewertungsmethoden sind im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 beschrieben.

20 Rechtsstreitigkeiten und Ansprüche

Die Gesellschaften der Gruppe sind im Rahmen ihres normalen Geschäftsbetriebs von Zeit zu Zeit an verschiedenen Gerichts- und Schiedsgerichtsverfahren beteiligt, von denen die wichtigsten nachfolgend beschrieben werden. Darüber hinaus sind der Gruppe keine wesentlichen behördlichen, gerichtlichen oder schiedsgerichtlichen Verfahren (einschließlich schwebender oder angedrohter Verfahren) bekannt, die wesentliche Auswirkungen auf die finanzielle Lage oder Rentabilität der Gruppe haben könnten bzw. in der Berichtsperiode gehabt haben.

Das in früheren Veröffentlichungen erwähnte Schiedsverfahren wurde im Juni 2022 durch einen vertraulichen Schiedsspruch ohne weitere nennenswerte Auswirkungen beendet.

21 Anzahl der Mitarbeiter

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Erstes Halbjahr
2022 2021
Produktion, Forschung und Entwicklung, Service 4.710 4.637
Vertrieb 197 210
Verwaltung und allgemeine Dienste 871 686
Azubis, Trainees etc. 586 546
Gesamt 1 6.364 6.078

1 Seit dem Geschäftsjahresende 2021 werden die Durchschnittszahlen auf Kopf-Basis berichtet. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst.

22 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es gibt keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

D Bericht zur prüferischen Durchsicht

An die HENSOLDT AG, Taufkirchen, Landkreis München

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzernbilanz, der Konzern-Kapitalflussrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und dem Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss - und den Konzernzwischenlagebericht der HENSOLDT AG, Taufkirchen, Landkreis München für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2022, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach dem International Accounting Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

 

München, den 3. August 2022

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Koeplin, Wirtschaftsprüfer

Schieler, Wirtschaftsprüfer

E Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Der Vorstand der HENSOLDT AG erklärt hiermit, nach bestem Wissen und Gewissen,

dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

 

Taufkirchen, den 2. August 2022

HENSOLDT AG

Der Vorstand

Thomas Müller

Christian Ladurner

Peter Fieser

Celia Pelaz Perez

F Rechtliche Angaben und Kontakt

HENSOLDT AG

Investor Relations

Willy-Messerschmitt-Straße 3

82024 Taufkirchen

Deutschland

Telefon: +49 89 51518-2499

E-Mail: investorrelations@hensoldt.net

Vorstand: Thomas Müller (Vorsitzender), Christian Ladurner, Peter Fieser und Celia Pelaz Perez

Registergericht: Amtsgericht München, HRB 258711

Haftungsausschluss

Dieser Bericht enthält Prognosen, die auf Annahmen und Schätzungen des Managements von HENSOLDT beruhen. Diese auf Annahmen und Schätzungen basierenden Aussagen sind zukunftsgerichtete Aussagen, in denen Begriffe wie "glauben", "annehmen", "erwarten" und dergleichen verwendet werden. Auch wenn das Management der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen korrekt sind, können tatsächliche Ergebnisse in der Zukunft aufgrund einer Vielzahl von Faktoren erheblich von diesen Annahmen und Schätzungen abweichen. Dazu können Veränderungen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld, in den gesetzlichen und behördlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und der EU sowie Veränderungen innerhalb der Branche gehören. HENSOLDT übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung oder Verantwortung für jegliche Abweichungen zwischen zukünftigen Entwicklungen und den tatsächlichen Ergebnissen einerseits und den in diesem Halbjahresfinanzbericht genannten Annahmen und Schätzungen andererseits.

HENSOLDT hat nicht die Absicht und übernimmt keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren, um sie an tatsächliche Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.

Der Halbjahresfinanzbericht wurde in Euro (€) aufgestellt. Alle Beträge in diesem Bericht sind gerundet auf Millionen oder Milliarden Euro. Aufgrund von Rundungen können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben in diesem sowie anderen Dokumenten geringfügige Abweichungen von den absoluten Zahlen ergeben.

Dieser Bericht ist ein Halbjahresfinanzbericht gemäß § 52 der Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse.

Der Bericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Bei Widersprüchen ist das deutschsprachige Dokument allein maßgebend und allgemein gültig.