HENSOLDT AGTaufkirchenHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2024 bis zum 30.06.2024A Konzernzwischenlagebericht1 Geschäftsverlauf und wesentliche Ereignisse Das sicherheitspolitische Umfeld Deutschlands ist in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Krisen und Konflikte weltweit noch komplexer und volatiler geworden. Insbesondere der Krieg Russlands gegen die Ukraine und der weiter anhaltende Nahost-Konflikt beeinflussen die Rahmenbedingungen der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in Deutschland, in der EU sowie in der NATO. Die globale Ordnung ist im Umbruch und dieser hat tiefe Spuren hinterlassen - in der Politik, der Wirtschaft und bei den Menschen. Die im Jahr 2022 von der Bundesrepublik Deutschland ("Bund"), dem Hauptkunden der HENSOLDT-Gruppe (im Folgenden auch "HENSOLDT" oder "die Gruppe"), ausgerufene Zeitenwende in der Sicherheitspolitik birgt für HENSOLDT nach wie vor umfangreiche Chancen. Insgesamt war das operative Geschäft von HENSOLDT im ersten Halbjahr 2024 von einer weiterhin positiven Entwicklung geprägt und es konnten erneut starke Auftragseingänge verzeichnet werden. Mit einem Auftragsvolumen von 1.359 Mio. € konnten die hohen Auftragseingänge des Vorjahreszeitraums in Höhe von 1.071 Mio. € übertroffen werden. Haupttreiber waren insbesondere Aufträge für das Luftverteidigungssystem Nah- und Nächstbereichsschutz (LVS NNbS), Auftragseingänge für weitere TRML-4D-Radare zur Unterstützung der Ukraine sowie im Rahmen der European Sky Shield Initiative (ESSI) für Lettland und Slowenien. Die Umsatzerlöse, die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich weniger Umsätze mit niedrigem Wertschöpfungsanteil enthielten, konnten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,0 % (849 Mio. €; Vorjahr: 726 Mio. €) gesteigert werden. Die ESG-Gruppe trug mit 82 Mio. € zu diesem Wachstum bei. Das Kerngeschäft bereinigt um die Geschäftsaktivitäten der ESG-Gruppe wuchs um 10 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zu diesem dynamischen Wachstum im Kerngeschäft trugen insbesondere auch die TRML-4D-Radare bei. Die wichtigsten Großprojekte entwickelten sich weiterhin wie erwartet. Die starke Zunahme des bereinigten EBITDA um 26,2 % (103 Mio. €; Vorjahr: 82 Mio. €) ergab sich hauptsächlich aus einem, im Wesentlichen durch das Kerngeschäft getriebenen, gesteigerten Umsatzvolumen und daraus resultierenden Skaleneffekten sowie aus dem erstmaligen Einbezug der ESG-Gruppe. Oliver Dörre hat mit Wirkung zum 1. April 2024 den Vorstandsvorsitz der HENSOLDT-Gruppe übernommen. Als Mitglied des Vorstands hatte Oliver Dörre bereits seit Jahresbeginn eng mit seinem Vorgänger Thomas Müller zusammengearbeitet, um eine reibungslose Nachfolge zu gewährleisten. Im Rahmen einer veränderten Aufgabenverteilung ist Oliver Dörre als CEO unter anderem für alle Divisionen von HENSOLDT sowie für die Außen- und Kundenbeziehungen und die Internationalisierungsstrategie verantwortlich. Gemeinsam mit Oliver Dörre bilden Finanzvorstand (CFO) Christian Ladurner, Personalvorstand (CHRO) Dr. Lars Immisch und Chief Operating Officer (COO) Celia Pelaz Perez das Führungsgremium von HENSOLDT. Am 10. Juli 2024 wurde bekanntgegeben, dass Celia Pelaz Perez ihr Amt als Mitglied des Vorstands der HENSOLDT AG zum 31. August 2024 niederlegen wird. Mit Wirkung zum 2. April 2024 hat HENSOLDT die bereits im vergangenen Jahr vereinbarte Übernahme von 100 % der Anteile der ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH ("ESG GmbH" oder "ESG-Gruppe" zusammen mit den Tochtergesellschaften der ESG GmbH) vollzogen. Die ESG-Gruppe ist ein plattform- und herstellerunabhängiger Systemintegrator sowie Technologie- und Innovationspartner für Verteidigung und Sicherheit. HENSOLDT erwartet durch den Erwerb Kostensynergien sowie Umsatzsynergien aus der gemeinsamen Positionierung am Markt. Am 17. Mai 2024 hielt die HENSOLDT AG ihre Jahreshauptversammlung in Präsenz ab. Es wurde beschlossen, eine Dividende in Höhe von 0,40 € je Aktie (Gesamtbetrag in Höhe von 46,2 Mio. €) für das Geschäftsjahr 2023 an die Aktionäre der HENSOLDT AG auszuschütten. 2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Laut dem neuesten, im Juni 2024 erschienenen Bericht der Weltbank zu den globalen Wirtschaftsaussichten stabilisiert sich die Weltwirtschaft im Jahr 2024 trotz geopolitischer Spannungen und hoher Zinsen erstmals seit drei Jahren wieder - allerdings auf niedrigem Niveau. So prognostiziert die Weltbank ein globales Wachstum von voraussichtlich 2,6 % im Jahr 2024, das bis 2025/2026 auf durchschnittlich 2,7 % steigen wird. Diese Vorhersage liegt jedoch weiterhin deutlich unter den Einschätzungen des Internationalen Währungsfonds ("IWF"), der in seiner April-Studie für diesen Zeitraum ein globales Wirtschaftswachstum von 3,2 % prognostizierte. Als potentielle Abwärtsrisiken nennt die Weltbank insbesondere die Konflikte im Nahen Osten und der Ukraine, welche die erreichten Fortschritte zur Bekämpfung der globalen Inflation im schlimmsten Fall blockieren könnten und Unsicherheiten für die Rohstoffmärkte bergen. Die weltweite Inflation soll voraussichtlich auf 3,5 % im Jahr 2024 und auf 2,9 % im Jahr 2025 zurückgehen, allerdings langsamer als noch vor wenigen Monaten prognostiziert. Angesichts des anhaltenden Inflationsdrucks geht die Weltbank davon aus, dass die Zentralbanken ihre straffe Geldpolitik und restriktiven Kreditbedingungen vorerst beibehalten werden, womit die durchschnittlichen Leitzinsen in den kommenden Jahren etwa doppelt so hoch sein werden wie im Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2019. Für die europäische Wirtschaft prognostiziert die EU-Kommission in ihrer Frühjahrsprognose ein BIP-Wachstum im Jahr 2024 von 1,0 % und für das Jahr 2025 von 1,6 % während das Investitionswachstum zunehmend abnimmt. Die Inflation soll laut der Brüsseler Behörde in der EU von 6,4 % im Jahr 2023 auf 2,7 % im Jahr 2024 und 2,2 % im Jahr 2025 zurückgehen. Die Beschleunigung des Wirtschaftswachstums wird vor allem durch einen stetigen Anstieg des privaten Konsums, der vor dem Hintergrund eines anhaltenden Reallohn- und Beschäftigungswachstums und eines damit verbundenen Anstiegs der real verfügbaren Einkommen getragen wird, erwartet. Allerdings werden in der Frühjahrsprognose auch die Unsicherheiten und Abwärtsrisiken für die Wirtschaftsaussichten, die in den letzten Monaten weiter zugenommen haben, genannt. Dazu gehören neben den globalen geopolitischen Spannungen und Konflikten auch die mit dem Klimawandel verbundenen Risiken, die die Aussichten zunehmend belasten. Laut der jüngsten, im Juni 2024 erschienenen Prognose des ifo-Instituts wird das deutsche BIP im Jahr 2024 um 0,4 % und im kommenden Jahr um 1,5 % zunehmen, während die Inflationsrate laut der Prognose von 5,9 % im Jahr 2023 spürbar auf 2,2 % im Jahr 2024 und auf 1,7 % im Jahr 2025 sinken dürfte. Damit zeigt die deutsche Konjunktur Anzeichen einer Erholung. Den Experten zufolge dürfte die schrittweise Verbesserung des Klimas auf den deutschen Absatzmärkten sowie die damit einhergehende Erwartung steigender Neuaufträge im Verarbeitenden Gewerbe dazu beitragen. Zudem setzten die Energiekosten für Industrieunternehmen ihren Abwärtstrend fort und erreichten den Stand von 2020. Dies macht die Produktion in Deutschland erneut profitabler, wodurch Unternehmen ihre hohen Auftragsbestände zunehmend abarbeiten und energieintensive Branchen ihre Produktion ausbauen können. Rahmenbedingungen in der Verteidigungs- und Sicherheitsbranche Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine und die Lage im Nahen Osten bestimmen weiterhin das sicherheitspolitische Umfeld in Deutschland, in der EU sowie in der NATO. Seit 23. Mai 2024 ist der neue Beschaffungsprozess der Bundeswehr unter dem Begriff der "Allgemeinen Regelung zur Projektbezogenen Bedarfsdeckung und Nutzung (PBN)" gültig. Dabei werden im Lichte der Zeitenwende marktverfügbare Lösungen bevorzugt. Der Faktor Zeit ist handlungsleitend. Im Juli 2024 hat die Bundesregierung ihren Kabinettsentwurf für den Bundeshaushalt 2025 und die mittelfristige Finanzplanung bis 2028 vorgestellt. Neben einer Erhöhung des Verteidigungshaushalts (Einzelplan 14) um ca. 1,2 Mrd. € auf 53,2 Mrd. € für 2025 wurde eine signifikante Erhöhung des Einzelplans 14 auf ca. 80 Mrd. € im Jahr 2028 angekündigt. Mit den geplanten Ausgaben aus dem Sondervermögen in Höhe von ca. 22 Mrd. € in 2025 und dem regulären Haushalt will Deutschland auch in den kommenden Jahren das 2 %-Ziel der NATO erfüllen. Im ersten Halbjahr des Jahres 2024 hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages 42 sogenannter 25-Millionen-Euro-Vorlagen mit einem Gesamtwert von ca. 27 Mrd. € freigegeben. Das entspricht im Wesentlichen der Planung des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg), wonach ursprünglich 43 solcher Vorlagen für das erste Halbjahr 2024 geplant waren. Auch im zweiten Halbjahr 2024 sollen zahlreiche weitere Vorlagen parlamentarisch freigegeben werden. Auch im Jahr 2024 steigen die Verteidigungsausgaben innerhalb der NATO- und der EU-Mitgliedstaaten weiterhin. Die NATO erwartet einen Mittelwert von 2,1 % des BIP an Verteidigungsausgaben ihrer Mitgliedstaaten für 2024. 23 der 32 Mitgliedstaaten sollen dabei insgesamt das 2 %-Ziel erreichen. Im Durchschnitt übererfüllen die NATO-Mitglieder auch die geforderte Quote von 20 % rüstungsinvestiven Anteils an den Verteidigungsausgaben mit einem durchschnittlichen Anteil von ca. 30 %. Die europäischen NATO-Mitglieder und Kanada erhöhen ihre Verteidigungsausgaben nach den NATO-Schätzungen in 2024 um ca. 18 % im Vergleich zu 2023. Dieser anhaltende signifikante Zuwachs bei Verteidigungsausgaben zeigt sich auch bei der Beschaffung von Großprogrammen. So stehen neben nationalen Beschaffungen ebenfalls Kooperationsprogramme weiterhin im Fokus und neben kooperativen Beschaffungen wird auch die strategische industrielle Verteidigungskooperation weiter gestärkt. Bei europäischen sowie bi- und multilateralen Beschaffungskooperationen konnten weitere konkrete Fortschritte erzielt werden. Polen plant, als dann 22. Staat der European Sky Shield Initiative (ESSI) beizutreten. HENSOLDT profitiert bereits vor allem bei seinen Kernkompetenzen im Bereich Radar von ESSI. Bei deutsch-polnischen Regierungskonsultationen im Juli 2024 wurde in einem Aktionsplan eine Intensivierung der Zusammenarbeit bei Beschaffungen, Rüstungsprojekten sowie Forschungs- und Entwicklungsprogrammen festgelegt. Auf der Rüstungsmesse "Eurosatory 2024" haben die Geschäftsführer der Unternehmen KNDS Deutschland, KNDS France, Rheinmetall Landsysteme und Thales am 18. Juni eine Absichtserklärung (Letter of Intent) unterzeichnet, in der die Gründung einer Projektgesellschaft für eine zielgerichtete Umsetzung der Entwicklungsarbeit an dem deutschfranzösischen Rüstungsprojekt Main Ground Combat System (MGCS) vereinbart wird. Die entsprechenden Verträge für die Umsetzung des Programms sollen bis Ende des Jahres 2024 finalisiert und im Jahr 2025 unterzeichnet werden. Italien könnte ein weiterer europäischer Partner im MGCS-Projekt werden. Für HENSOLDT ergeben sich hier unterschiedliche Möglichkeiten einer Beteiligung an den sogenannten Pillars im Programm, mit einem starken Fokus auf den Pillar 6 zu Sensorik, vergleichbar zum Programm FCAS. Neben dieser Kernkompetenz im Bereich Sensorik und Sensorfusion ergeben sich auch Potentiale bei Schutz oder Logistik. HENSOLDT ist auf beinahe allen fliegenden, schwimmenden und fahrenden Plattformen der Bundeswehr vertreten und profitiert von großvolumigen Beschaffungen von Plattformen in Deutschland. Mit dem Fokus des PBN auf zeitlich schnell am Markt verfügbare Produkte, mit der Sicherstellung des Zugangs zu Schlüsseltechnologien sowie aus der Teilhabe an nationalen und kooperativen Entwicklungsprojekten wie dem Future Combat Air System (FCAS) und MGCS, bieten sich für HENSOLDTs Produkt- und Kompetenzportfolio eine Vielzahl an Geschäftsmöglichkeiten bei Produkten und Entwicklungslösungen. Diese ergeben sich im Rahmen eines sich zunehmend verbessernden Marktumfelds in allen militärischen Dimensionen und zahlreichen Zukunftstechnologien insbesondere vor dem Hintergrund eines wachsenden europäischen Marktes. 3 Ertragslage Auftragseingang, Umsatzerlöse, Book-to-Bill-Verhältnis und Auftragsbestand scrollen
scrollen
In der Ertragslage wirkt sich der Erwerb der ESG-Gruppe auf das Segment Sensors aus; deren Aktivitäten werden ab dem zweiten Quartal 2024 als eigene Division innerhalb des Segments Sensors dargestellt. Auftragseingang • Sensors: Der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2024 betrug 1.253 Mio. €. Damit konnte der starke Vorjahreszeitraum um 53,4 % übertroffen werden. Geprägt war der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2024 insbesondere durch das für die deutsche Bundeswehr beauftragte LVS NNbS, an dem nahezu alle Divisionen - Radar & Naval Solutions, Optronics & Land Solutions sowie Services & Aerospace Solutions - beteiligt sind. Des Weiteren konnten Auftragseingänge in der Division Radar & Naval Solutions für weitere TRML-4D-Radare zur Unterstützung der Ukraine sowie Auftragseingänge im Rahmen von ESSI für Lettland und Slowenien verzeichnet werden. Ab dem zweiten Quartal 2024 sind die Auftragseingänge der erstmalig einbezogenen ESG Division in Höhe von 166 Mio. € im Segment Sensors für drei Monate enthalten. Der Vorjahreszeitraum beinhaltete unter anderem Aufträge für TRML-4D-Radare zur Unterstützung der Ukraine und für die deutsche Bundeswehr. • Optronics: Der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2024 lag mit 139 Mio. € deutlich unter dem starken Auftragseingang des Vorjahreszeitraums. Das erste Halbjahr 2024 umfasste insbesondere Aufträge im Rahmen des Laser-Entfernungsmessgeräts für den Kampfpanzer M1 Abrams, einen Auftrag im Rahmen des Projekts LVS NNbS in der Produktlinie Ground Based Systems sowie Aufträge in der Produktlinie Industrial Commercial Solutions in Verbindung mit der Final Focus Metrology (FFM). Das Vorjahr war geprägt durch Auftragseingänge unter anderem für die Plattform Leopard 2 in der Produktlinie Ground Based Systems. Umsatzerlöse • Sensors: Im Segment Sensors betrugen die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2024 744 Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 23,4 % oder 141 Mio. €, wovon 82 Mio. € aus den zusätzlichen Umsatzerlösen der Geschäftsaktivitäten der ESG Division resultierten. Zu einem dynamischen Wachstum im Kerngeschäft im ersten Halbjahr 2024 trugen insbesondere die TRML-4D-Radare zur Luftverteidigung in der Division Radar & Naval Solutions bei. Die beiden Großprojekte PEGASUS (luftgestütztes System zur elektronischen Signalaufklärung) in der Division Spectrum Dominance & Airborne Solutions und die Eurofighter-Radare in der Division Radar & Naval Solutions entwickelten sich wie erwartet, die Umsatzerlöse mit niedrigem Wertschöpfungsanteil lagen deutlich unter dem Vorjahreswert. • Optronics: Der Rückgang der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahreszeitraum um -13,7 % auf 108 Mio. € resultierte hauptsächlich aus einem geringeren Umsatzvolumen in der südafrikanischen Einheit, bedingt durch eine Marktrefokussierung und Umstellung des Produktportfolios durch Investitionen in die Digitalisierung. Dieser Rückgang konnte nur teilweise durch einen Anstieg der Umsatzerlöse in der Produktlinie Ground Based Systems der deutschen Gesellschaft kompensiert werden. Book-to-Bill-Verhältnis 1 Das Book-to-Bill-Verhältnis bewegte sich weiterhin auf hohem Niveau und lag mit 1,6x leicht über dem Vorjahreszeitraum. • Sensors: Im Segment Sensors konnte ein Book-to-Bill-Verhältnis von 1,7x erreicht werden. Der Anstieg um 0,3x im Vergleich zum Vorjahreszeitraum resultierte hauptsächlich aus den hohen Auftragseingängen vor allem für das Projekt LVS NNbS sowie für weitere TRML-4D-Radare in der Division Radar & Naval Solutions. Darüber hinaus hat der erstmalige Einbezug des Auftragseingangs der ESG Division in Höhe von 166 Mio. € zu dem Anstieg beigetragen. • Optronics: Das Book-to-Bill-Verhältnis von 1,3x lag deutlich unter dem starken Book-to-Bill-Verhältnis des Vorjahreszeitraums von 2,0x. Dieser Rückgang resultierte im Wesentlichen aus den im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geringeren Auftragseingängen in der Produktlinie Ground Based Systems. Auftragsbestand • Sensors: Aufgrund der hohen Auftragseingänge insbesondere in der Division Radar & Naval Solutions und durch die erstmalige Einbeziehung des Auftragsbestands der ESG Division in Höhe von 579 Mio. € konnte der Auftragsbestand im ersten Halbjahr 2024 um 21,8 % auf 5.714 Mio. € zum 30. Juni 2024 gesteigert werden. • Optronics: Die Erhöhung des Auftragsbestands um 3,8 % auf 884 Mio. € gegenüber dem Jahresende 2023 resultierte in erster Linie aus den Auftragseingängen in den Produktlinien Ground Based Systems. Ergebnis scrollen
1 Die Margen errechnen sich durch den Bezug auf
die jeweiligen Umsatzerlöse
Bereinigtes EBITDA • Sensors: Die signifikante Zunahme des bereinigten EBITDA im Vergleich zum Vorjahreszeitraum resultierte mit einem Beitrag von 9 Mio. € aus der ESG Division sowie aus einem weiteren Wachstum im Kerngeschäft bei einem geringeren Anteil an Umsätzen mit niedrigem Wertschöpfungsanteil bei den Großprojekten. Darüber hinaus ergab sich ein positiver Effekt auf das bereinigte EBITDA durch die Realisierung von Skaleneffekten aufgrund einer gesteigerten Produktion. • Optronics: Beim bereinigten EBITDA war im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Rückgang zu verzeichnen. Diese Verminderung war hauptsächlich auf einen stärkeren Rückgang bei den Umsatzerlösen in der südafrikanischen Einheit, bedingt durch eine Marktrefokussierung und Umstellung des Produktportfolios durch Investitionen in die Digitalisierung, zurückzuführen.
1 Definiert als Verhältnis von
Auftragseingang zum Umsatz des Berichtszeitraums
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) • Abschreibungen: In den Abschreibungen ergab sich ein Anstieg hauptsächlich aufgrund höherer Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten sowie auf Nutzungsrechte, die im Rahmen der Erstkonsolidierung der ESG-Gruppe angestiegen sind. • Sondereffekte 2 : Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergab sich unter anderem aufgrund von Aufwendungen für Beratungsleistungen und Transaktionskosten, die in Zusammenhang mit dem Erwerb und der Integration der ESG-Gruppe angefallen sind. Darüber hinaus sind Aufwendungen in Zusammenhang mit dem Aufbau neuer Infrastruktur für HENSOLDTs Forschung und Entwicklung (F&E), Produktion und Logistik wie beispielsweise für Umzüge und Ersteinrichtungen sowie OneSAPnow-bezogene Aufwendungen in Zusammenhang mit der Business-Transformation für SAP S/4HANA angefallen. Diese Aufwendungen sind im Wesentlichen in den Verwaltungskosten enthalten. Im Vorjahreszeitraum waren Wertberichtigungen auf erworbene immaterielle Vermögenswerte aus der Kaufpreisallokation der HENSOLDT Cyber GmbH enthalten. Konzernergebnis • Finanzergebnis: Die signifikante Verbesserung des Finanzergebnisses resultierte in erster Linie aus Erträgen aus der Stichtagsbewertung von Zinsswapgeschäften sowie aus höheren Zinserträgen für Geldanlagen. • Ertragsteuern: Der Anstieg der Ertragsteuern setzte sich sowohl aus gestiegenen laufenden wie aus gestiegenen latenten Steuern zusammen. Ergebnis je Aktie Der Rückgang des Konzernergebnisses spiegelt sich entsprechend in einem niedrigeren Ergebnis je Aktie mit -0,21 € wider (Vorjahr: -0,16 €). 4 Vermögens- und Finanzlage Vermögenslage 3 scrollen
Zum 30. Juni 2024 beläuft sich die Bilanzsumme auf 4.238 Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg von 19,0 % im Vergleich zum 31. Dezember 2023, der insbesondere auf die Übernahme von 100 % der Anteile der ESG GmbH zurückzuführen ist. Veränderungen der Vermögens- und Finanzlage, die aus der Erstkonsolidierung der ESG-Gruppe zum 2. April 2024 resultieren, sind gesondert im Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss unter "4. Akquisitionen" dargestellt. Summe Aktiva • Langfristige Vermögenswerte: Die Zunahme der langfristigen Vermögenswerte um 834 Mio. € auf 2.238 Mio. € war im Wesentlichen auf die Erstkonsolidierung der ESG-Gruppe zurückzuführen. Die vorläufige Kaufpreisallokation für die ESG-Gruppe führte unter anderem zur Aktivierung eines Goodwills in Höhe von 463 Mio. € und von immateriellen Vermögenswerten wie insbesondere von Kundenbeziehungen in Höhe von 182 Mio. €. • Kurzfristige Vermögenswerte: Der Rückgang der kurzfristigen Vermögenswerte um 156 Mio. € resultierte in erster Linie aus der Verringerung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, welche im Wesentlichen auf den Mittelabfluss im Rahmen der Bezahlung des fixen Kaufpreisbestandteils in Höhe von 635 Mio. € und der Bezahlung der ersten Tranche des variablen Kaufpreises in Höhe von 32,5 Mio. € für den Erwerb der ESG-Gruppe zurückzuführen war. Darüber hinaus erfolgte die Zahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 46 Mio. €. Demgegenüber stand die Inanspruchnahme des Darlehens ("Term Facility") zur teilweisen Finanzierung des Kaufpreises für den Erwerb der Anteile an der ESG-Gruppe in Höhe von 450 Mio.€ sowie der zum Kontrollübergang von der ESG-Gruppe übernommene Bestand der liquiden Mittel in Höhe von 125 Mio. €. Dem üblichen saisonalen Verlauf folgend verringerten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, während sich die Vertragsvermögenswerte insbesondere durch die Übernahme der Vertragsvermögenswerte aus Kundenverträgen der ESG-Gruppe sowie durch die Großprojekte im ersten Halbjahr 2024 erhöhten. Neben dem üblichen saisonalen Aufbau des Vorratsvermögens spielten darüber hinaus auch Investitionen zur Absicherung und Steigerung der Produktion unter anderem von TRML-4D-Radaren eine Rolle. Summe Passiva • Eigenkapital: Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus der Verminderung der Gewinnrücklagen aufgrund der Dividendenzahlung sowie aus dem Nettoverlust des Berichtszeitraums. Aus der Kapitalrücklage wurde ein Betrag in Höhe von 140 Mio. € entnommen und in die Gewinnrücklagen eingestellt. • Langfristige Schulden: Die Zunahme der langfristigen Schulden resultierte neben der Akquisition der ESG-Gruppe insbesondere aus der Inanspruchnahme des Darlehens gemäß dem im Dezember 2023 abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag ("Term Facility").
3 Erläutert werden nur wesentliche
Veränderungen von Bilanzpositionen
• Kurzfristige Schulden: Der Anstieg der kurzfristigen Schulden ergab sich im Wesentlichen bei den kurzfristigen Vertragsverbindlichkeiten und den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ist insbesondere auf den Erwerb der ESG-Gruppe zurückzuführen. Die kurzfristigen Vertragsverbindlichkeiten erhöhten sich darüber hinaus im Zusammenhang mit Anzahlungen für TRML-4D-Radaren. Teilweise kompensiert wurde der Anstieg der kurzfristigen Schulden durch einen Rückgang der kurzfristigen Finanzierungsverbindlichkeiten und der kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten. Letzteres resultierte insbesondere aus einer Umsatzsteuerverbindlichkeit, die im ersten Halbjahr 2024 beglichen wurde. Der Anstieg der kurzfristigen Rückstellungen infolge der Übernahme der Verpflichtungen der ESG-Gruppe wurde nahezu vollständig durch die im zweiten Quartal 2024 erfolgten Bonuszahlungen an Mitarbeiter kompensiert. Finanzlage scrollen
Free Cashflow • Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit: Der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht höhere negative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit umfasste im Wesentlichen neben Geldeingängen aus der Begleichung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aus den Vertragssalden Investitionen in das Working Capital, um das geplante Geschäftsvolumen in den folgenden Quartalen zu bewältigen. • Cashflow aus Investitionstätigkeit: Die deutliche Erhöhung der Mittelabflüsse reflektiert insbesondere die Kaufpreiszahlung für den Erwerb von 100% der Anteile an der ESG-Gruppe. Darüber hinaus wurden Investitionen in Sachanlagen, in Entwicklungsleistungen sowie für die Business-Transformation für SAP S/4HANA getätigt. Bereinigter Free Cashflow • Transaktionskosten: Die Mittelabflüsse für Transaktionskosten im ersten Halbjahr 2024 fielen überwiegend im Rahmen des Erwerbs der Anteile an der ESG-Gruppe an. • OneSAPnow-bezogene Sondereffekte: Der erhöhte Mittelabfluss spiegelt die gestiegenen Investitionen aufgrund des Fortschritts der Business-Transformation im Rahmen von SAP S/4HANA wider. • M&A-Aktivitäten 4 : Im ersten Halbjahr 2024 sind insbesondere die Mittelabflüsse im Zusammenhang mit der Bezahlung des Kaufpreises für den Erwerb der Anteile an der ESG-Gruppe enthalten. • Andere Sondereffekte: Der Anstieg der anderen Sondereffekte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum war im Wesentlichen auf Mittelabflüsse, die in Zusammenhang mit dem Aufbau neuer Infrastruktur für HENSOLDTs F&E, Produktion und Logistik, wie beispielsweise für Umzüge und Ersteinrichtungen, angefallen sind, zurückzuführen. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Der starke Anstieg des Cashflow aus Finanzierungstätigkeit war auf die Mittelzuflüsse aus der Inanspruchnahme des Darlehens gemäß dem Konsortialkreditvertrag ("Term Facility") zur Finanzierung des Kaufpreises für den Erwerb der ESG-Gruppe zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich die Mittelabflüsse für die Dividendenzahlung in Höhe von 46,2 Mio. € an die Aktionäre der HENSOLDT AG im ersten Halbjahr 2024 aus. 5 Prognose Aufgrund der mit Wirkung zum 2. April 2024 vollzogenen Übernahme der Anteile an der ESG GmbH berücksichtigt die Prognose den Einbezug der ESG-Gruppe ab Beginn des zweiten Quartals für neun Monate im Geschäftsjahr 2024. Der Vorstand erwartet weiterhin für das Geschäftsjahr 2024 jeweils ein starkes Wachstum des Auftragseingangs, des Umsatzes und des bereinigten EBITDA, wobei die ESG-Gruppe jeweils zu mehr als der Hälfte zu diesem Wachstum beitragen soll. Das Management erwartet weiterhin ein Book-to-Bill-Verhältnis auf Vorjahresniveau zwischen 1,1x und 1,2x. Diese Erwartungen gehen von unveränderten Rahmenbedingungen gegenüber dem Jahresende 2023 aus. Die Prognose hängt stark von den im Chancen- und Risikobericht genannten Gegebenheiten ab und basiert neben den dargestellten makroökonomischen Entwicklungen auf dem mehrjährigen Geschäftsplan des Konzerns. Dieser wurde im zusammengefassten Lagebericht der HENSOLDT AG für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr beschrieben. In der Gesamtschau ist der Vorstand zuversichtlich, dass HENSOLDT an das erfolgreiche Geschäftsjahr 2023 anknüpfen kann und erwartet für das Geschäftsjahr 2024 eine erneut positive Entwicklung. Der Ausblick bleibt somit unverändert gegenüber dem Jahresende 2023. 6 Chancen und Risiken Im zusammengefassten Lagebericht der HENSOLDT AG für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr wurden die wesentlichen Merkmale des Risiko- und Kontrollmanagements von HENSOLDT beschrieben. Die detaillierten Ausführungen umfassten die rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollen, das Risikomanagement, bestimmte Risiken, die eine negative Wirkung auf HENSOLDT haben könnten, sowie die wichtigsten Chancen. Mit der Übernahme der Anteile der ESG GmbH sind diverse Risiken einerseits aus der Integration als auch andererseits aus dem operativen Geschäft verbunden. Möglichen Risiken wie bspw. dem Abwandern von Know-How der ESG Gruppe oder auch geringeren Synergieeffekten in Kombination mit einem reduzierten operativen Geschäft wird mit einem strukturierten Integrationsprozess im Rahmen eines Integration Management Offices mit verschiedenen funktionalen und operativen Workstreams unter Einbeziehung beider Seiten begegnet. HENSOLDT muss komplexe und langlaufende Projekte mit hohen technischen Anforderungen und großen Volumina bewältigen. Die entsprechenden, im zusammengefassten Lagebericht der HENSOLDT AG für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr berichteten operativen Risiken blieben im Wesentlichen unverändert. Der Status der Großprojekte wird regelmäßig dem Aufsichtsrat berichtet. Bei Bedarf werden darüber hinaus externe Prüfungen mit unterschiedlichen Prüfungsschwerpunkten beauftragt. Die Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt, hochqualifiziertes technisches Personal für beide Segmente sowie qualifizierte Vertriebsmitarbeiter und ein leistungsfähiges Management zu gewinnen und zu halten, stellen für HENSOLDT nach wie vor ein Risiko dar, bei dem gegenüber dem Jahresende 2023 ein leichter Anstieg zu verzeichnen ist. Aufgrund der weltweit zu erwartenden sehr viel höher frequentierten Angriffsversuche auf IT-Netzwerke bedingt durch die sich nach wie vor verschärfende geopolitische Lage, insbesondere zwischen Russland, den USA, China und Europa, wird die Wahrscheinlichkeit erfolgreicher Cyberangriffe im Grundsatz höher als bisher eingeschätzt. Dieses weltweit erhöhte Risiko aus Cyberangriffen stellt auch für HENSOLDT ein erhöhtes Risiko dar. Um dem entgegenzuwirken, werden angemessene Maßnahmen definiert und implementiert. Darüber erweitert die HENSOLDT-Gruppe stetig ihre Cyber-Sicherheitsmaßnahmen. Dazu gehört die Vergrößerung des Cyber-Sicherheitsteams, die Erweiterung des Budgets, Sicherheitsüberwachungen, ein konzernweites Sicherheitsteam, Penetrationstests sowie regelmäßige interne IT-Audits und externe Assessments. HENSOLDT verfolgt kontinuierlich die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und im Nahen Osten. Die auch weiterhin bestehenden Folgen hieraus sind nach wie vor mögliche Auswirkungen auf Lieferengpässe von Materialien und steigende Preise bei spezifischen Komponenten. Diese Folgen stellen Einflussfaktoren für die Risikosituation von HENSOLDT im funktionalen und operativen Bereich dar, können sich auf die Lieferketten auswirken und steigende Herstellkosten herbeiführen. Das Beschaffungsrisiko sowie mögliche Folgen aufgrund der veränderten Situation und der Materiallage auf dem Weltmarkt bestehen weiterhin - jedoch mit sinkender Tendenz: Die Konsequenzen der Inflation sind seit Ende 2023 in beiden Segmenten rückläufig und nunmehr auf niedrigem Niveau. Die Risiken aus der Lieferkettensituation sind seit Ende 2023 in beiden Segmenten ebenfalls rückläufig. Dennoch erfolgt weiterhin ein enges Monitoring, damit im Bedarfsfall entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können und um den Auswirkungen aus der Lieferkettensituation entgegenzuwirken. Speziell eingerichtete Arbeits- und Expertengruppen analysieren und beobachten kontinuierlich im Detail mögliche weitere Auswirkungen aus der sich weiterhin verschlechternden geopolitischen Lage und mögliche Folgen, die sich daraus für HENSOLDT ergeben könnten. Beispielsweise bietet die angestrebte Konsolidierung der Rüstungs- und Verteidigungsbranche Chancen zur Mitwirkung in großen Programmen, bei Produkten und Entwicklungslösungen. Für HENSOLDT ergeben sich Chancen in allen militärischen Dimensionen und zahlreichen Zukunftstechnologien aus zunehmenden militärischen Investitionen weltweit und aus einem wachsenden sowie sich kontinuierlich verbessernden europäischen Marktumfeld. Die Ableitungen aus den geopolitischen Entwicklungen, die Erhöhungen der Verteidigungsbudgets und zunehmende militärische Investitionen weltweit, die Schwerpunktsetzungen der NATO in ihrem strategischen Konzept und veränderte Einsatzdoktrinen von Streitkräften stärken in Verbindung mit der verteidigungstechnologischen Entwicklung HENSOLDTs Chancen zusätzlich. Die schnelle Erstellung eines umfassenden Lagebilds, Informationen in einem Netzwerk verbundener Sensoren und Effektoren missionsgerecht zu verteilen und die Kontrolle über das elektromagnetische Spektrum sind stark nachgefragte Fähigkeiten, für die HENSOLDT mit seinem Portfolio außerordentlich gut positioniert ist. Die Chance zur Diversifizierung der Produktpalette, der Ausbau des Servicegeschäfts und die Fähigkeit von HENSOLDT, als Innovationsführer in der Branche zu agieren, bleiben erhalten und wirken als Multiplikator. Der Vorstand bewertet die gesamte Chancen- und Risikosituation von HENSOLDT derzeit im Wesentlichen als stabil und damit unverändert gegenüber dem Jahresende 2023. B Verkürzter Konzernzwischenabschluss 1 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscrollen
2 Konzern-Gesamtergebnisrechnungscrollen
3 KonzernbilanzAKTIVA scrollen
PASSIVA scrollen
4 Konzern-Kapitalflussrechnungscrollen
5 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscrollen
scrollen
scrollen
scrollen
C Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss1 Die Gesellschaft HENSOLDT ist ein plattformunabhängiger Anbieter von Sensorlösungen sowie Systemintegrator im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich mit Sitz in Taufkirchen, Deutschland. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss umfasst den Abschluss der HENSOLDT AG und alle Abschlüsse wesentlicher von der HENSOLDT AG kontrollierten direkten und indirekten Tochtergesellschaften für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2024. Ab dem 2. April 2024 wurden die wesentlichen Gesellschaften der ESG-Gruppe sowie ab dem 30. Juni 2024 die HENSOLDT Analytics GmbH im Wege der Vollkonsolidierung in den HENSOLDT Konzern einbezogen. Damit wurden 36 (Vorjahr: 30) Unternehmen einschließlich der Muttergesellschaft vollkonsolidiert. 2 Rechnungslegungsgrundsätze Der verkürzte Konzernzwischenabschluss für das erste Halbjahr 2024 wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 und den dazugehörigen Interpretationen erstellt, welche beide vom International Accounting Standards Board ("IASB") herausgegeben und von der Europäischen Union ("EU") für die Zwischenberichterstattung zum 30. Juni 2024 übernommen wurden. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde vom Vorstand der HENSOLDT AG am 22. Juli 2024 zur Veröffentlichung freigegeben. Dieser verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält somit alle Informationen und Angaben, die nach den International Financial Reporting Standards ("IFRS") in einem verkürzten Konzernzwischenabschluss dargestellt werden müssen, und ist im Zusammenhang mit dem IFRS Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 zu lesen. Die für den verkürzten Konzernzwischenabschluss angewendeten Bilanzierungsgrundsätze basieren grundsätzlich auf den gleichen Rechnungslegungsgrundsätzen sowie den gleichen Berechnungsmethoden, die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 verwendet wurden. Ausnahmen sind neue oder geänderte Standards, die im Geschäftsjahr 2024 erstmalig angewendet werden müssen. Diese hatten jedoch keinen wesentlichen Einfluss auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss. Dieser Halbjahresfinanzbericht wird in Euro (€), der funktionalen Währung der HENSOLDT AG, dargestellt. Alle in € dargestellten Finanzinformationen wurden, soweit nicht anders angegeben, nach etablierten kaufmännischen Grundsätzen auf die nächsten Millionen € gerundet. Aufgrund von Rundungen können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen von den absoluten Zahlen ergeben. Absolute Beträge kleiner 500.000 € und größer Null € werden je nach Vorzeichen mit 0 oder -0 dargestellt. Demgegenüber wird für Posten, die keinen Wert aufweisen, die Angabe einer Fehlanzeige mit vorgenommen. 3 Schätzungen und Beurteilungen Die Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses in Übereinstimmung mit IAS 34 erfordert vom Management Beurteilungen, Schätzungen und Annahmen, die einen Einfluss auf die Anwendung der Konzernrechnungslegungsgrundsätze und die Darstellung seiner Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen haben. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die in der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs 2024 erzielten Ergebnisse geben nicht unbedingt einen Hinweis auf die künftige Entwicklung des Konzerns. Die Beurteilungen, Schätzungen und Annahmen sind grundsätzlich unverändert gegenüber den im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 beschriebenen Sachverhalten. Für die versicherungsmathematische Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt eine Anpassung auf den zum Stichtag gültigen Zinssatz. Für die Erläuterung der Veränderung der Rückstellungen für Pensionen zum 30. Juni 2024 wird auf das Kapitel "16. Rückstellungen" verwiesen. 4 Akquisitionen HENSOLDT hat mit Wirkung zum 2. April 2024 100% der Anteile und Stimmrechte an der ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH Fürstenfeldbruck, Deutschland, ("ESG GmbH" oder "ESG-Gruppe" zusammen mit den Tochtergesellschaften der ESG GmbH) erworben. Die ESG-Gruppe ist ein plattform- und herstellerunabhängiger Systemintegrator sowie Technologie- und Innovationspartner für Verteidigung und Sicherheit. Der Erwerb stärkt die Präsenz des Konzerns insbesondere in Deutschland, verbessert den Kundenzugang und ermöglicht die Erweiterung des Produktportfolios. Weiterhin erwartet HENSOLDT mit dem Erwerb Kostensynergien sowie Umsatzsynergien aus der gemeinsamen Positionierung am Markt. Der Kaufpreis besteht aus einem fixen Anteil in Höhe von 635 Mio. € und einem variablen Anteil in Höhe von bis zu 55 Mio. €. Die Zahlung des fixen Kaufpreisbestandteils wurde durch die am 7. Dezember 2023 durchgeführte Kapitalerhöhung gegen Bareinlage, die am 8. Dezember 2023 in das Handelsregister eingetragen wurde, sowie durch die Inanspruchnahme eines Darlehens ("Term Facility") über 450 Mio. € - gemäß dem im Dezember 2023 abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag - finanziert. Der variable Anteil des Kaufpreises ist ebenfalls in bar zu entrichten und ist in zwei Tranchen fällig. Die erste Tranche war im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024 zu zahlen, die zweite Tranche ist im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 fällig. Die bereits bezahlte erste Tranche des variablen Kaufpreises belief sich auf 32,5 Mio. €. Die Bandbreite der zweiten Tranche liegt zwischen null und 22,5 Mio. € und wird zum 30. Juni 2024 unter den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Wesentliche Einflussgröße für den jeweiligen variablen Kaufpreisbestandteil ist der Auftragseingang der ESG-Gruppe. Der beizulegende Zeitwert des geschätzten variablen Kaufpreisbestandteils zum Erwerbszeitpunkt betrug 44 Mio. € und wurde durch die Berechnung des Barwerts der erwarteten zukünftigen Cashflows ermittelt. Die erwerbsbezogenen Kosten betrugen 10 Mio. € im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024. Diese Kosten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Verwaltungskosten ausgewiesen. Die Buchwerte bzw. beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte der ESG-Gruppe zum Erwerbszeitpunkt stellten sich wie folgt dar: scrollen
Die vorläufige Kaufpreisallokation führte vor allem zur Aktivierung von Kundenbeziehungen in Höhe von 182 Mio. €, zu einem Auftragsbestand in Höhe von 43 Mio. €, zur Aktivierung von Zertifizierungen in Höhe von 8 Mio. € sowie von technologiebezogenen Vermögenswerten in Höhe von 16 Mio. €. Der Restbetrag entspricht einem Goodwill in Höhe von 463 Mio. €. Dieser stellt hauptsächlich die erwarteten Zukunftsaussichten aus der Marktposition sowie dem Know-How der Mitarbeiter der erworbenen ESG-Gruppe als auch die erwarteten Synergien dar, die durch die Integration der ESG-Gruppe in das bestehende Geschäft der HENSOLDT- Gruppe erzielt werden sollen. Von dem erfassten Geschäfts- oder Firmenwert ist grundsätzlich nichts steuerlich abzugsfähig. Zum Zeitpunkt des Kontrollübergangs verfügte die erworbene Gruppe über liquide Mittel in Höhe von 125 Mio. € und hatte einen Bruttobetrag von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 31 Mio. €, von denen 0,1 Mio. € als voraussichtlich uneinbringbar geschätzt wurden. In den drei Monaten vom 2. April 2024 (Akquisitionszeitpunkt) bis zum 30. Juni 2024 trug die ESG-Gruppe mit einem Umsatz von 82 Mio. € und einem Ergebnis von 1 Mio. € zum Ergebnis der HENSOLDT-Gruppe bei. Ohne die zusätzliche Abschreibung der Vermögenswerte resultierend aus der vorläufigen Kaufpreisallokation in Höhe von -8 Mio. € wäre der Ergebnisbeitrag nach Steuern -7 Mio. € gewesen. Wäre die Übernahme am 1. Januar 2024 erfolgt, hätte dies nach Einschätzung des Vorstands zu einem weiteren Anstieg des Konzernumsatzes um 67 Mio. € und einem niedrigeren Konzernergebnis von 14 Mio. € einschließlich der Abschreibung der Vermögenswerte aus der Kaufpreisallokation in Höhe von 8 Mio. € geführt. Bei der Ermittlung dieser Beträge hat der Vorstand angenommen, dass die ermittelten Anpassungen der beizulegenden Zeitwerte, die zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen wurden, auch im Falle eines Erwerbs am 1. Januar 2024 gültig gewesen wären. 5 Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Parteien Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen Die Gesellschaft hat im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit verschiedene Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen getätigt. Umsatzerlöse und sonstige Erträge, empfangene Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Aufwendungen mit nahestehenden Unternehmen für den Zeitraum bis zum 30. Juni: scrollen
Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen zum Bilanzstichtag: scrollen
Die Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen sind im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 dargestellt und unverändert zum 30. Juni 2024. Veränderungen im Kreis der nicht konsolidierten verbundenen Tochterunternehmen sowie der assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen des Konzerns sind im Abschnitt "1 Die Gesellschaft" dargestellt. Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen Die Beziehungen mit nahestehenden Personen sind im Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2023 dargestellt. Die Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat sind im Konzernzwischenlagebericht im Abschnitt "1 Geschäftsverlauf und wesentliche Ereignisse" beschrieben. 6 Segmentberichterstattung Die Gruppe ist in den zwei operativen Geschäftssegmenten Sensors und Optronics tätig. Ab dem zweiten Quartal werden die Aktivitäten der ESG-Gruppe als eigene Division innerhalb des Segments Sensors ausgewiesen. scrollen
scrollen
scrollen
1 OneSAPnow-bezogene Sondereffekte beinhalten
Aufwendungen im Zusammenhang mit der
Business-Transformation für SAP S/4HANA.
scrollen
scrollen
scrollen
scrollen
1 OneSAPnow-bezogene Sondereffekte beinhalten
Aufwendungen im Zusammenhang mit der
Business-Transformation für SAP S/4HANA.
scrollen
7 Umsatzerlöse Die Geschäftstätigkeit und die wichtigsten Kategorien der Umsatzrealisierung der Gruppe sind im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 beschrieben. Im ersten Halbjahr 2024 stieg der Umsatz insgesamt um 123 Mio. € auf 849 Mio. € im Vergleich zu 726 Mio. € im ersten Halbjahr 2023. Umsatzerlöse (Sales / Aftersales) scrollen
scrollen
Umsatzerlöse (Geographische Information) scrollen
Umsatzerlöse (Zeitpunkt der Umsatzrealisierung) scrollen
scrollen
Saisonalität und Zyklizität der Geschäftstätigkeit Ein beträchtliches Volumen des regulären Jahresumsatzes beider Berichtssegmente Sensors und Optronics wird - abgesehen von den laufenden Großprojekten - aufgrund des Zeitpunkts vieler Haushaltsentscheidungen der öffentlichen Auftraggeber typischerweise in den letzten Monaten des Jahres realisiert. Die erste Hälfte des Geschäftsjahres ist üblicherweise durch einen Aufbau der Vorräte und entsprechende Mittelabflüsse charakterisiert. Demgegenüber steht ein Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und entsprechende Mittelzuflüsse aufgrund von Kundenzahlungen. 8 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge mit 8 Mio. € und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 10 Mio. € (ab dem zweiten Quartal einschließlich der ESG-Gruppe) sind im Wesentlichen unverändert im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Diese enthalten im Wesentlichen weiterverrechnete Dienstleistungen und Kosten. 9 Sonstiges Beteiligungsergebnis Im ersten Halbjahr des Vorjahres erhielt der Konzern von einem assoziierten Unternehmen einen Gewinnanteil in Höhe von 4 Mio. €, der im sonstigen Beteiligungsergebnis erfasst wurde. 10 Finanzergebnis Das Finanzergebnis ging von -27 Mio. € im ersten Halbjahr 2023 auf -13 Mio. € im ersten Halbjahr 2024 zurück. Hierbei wurden höhere Zinserträge für Geldanlagen sowie höhere Erträge aus der Stichtagsbewertung von Zinsswapgeschäften erfasst. Demgegenüber standen höhere Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit den in Anspruch genommenen Darlehen (Term Loan und Term Facility). Im sonstigen Finanzergebnis wurden höhere Erträge aus Fremdwährungseffekten sowie aus der Stichtagsbewertung von Devisentermingeschäften erfasst. 11 Ertragsteuern Der erfasste Ertragsteueraufwand ergab sich durch Multiplikation des Ergebnisses vor Steuern für die Berichtsperiode mit der bestmöglichen Schätzung des Managements für den gewichteten, durchschnittlichen Ertragsteuersatz, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet wurde. Dieser wurde bereinigt um den Steuereffekt von bestimmten Einzelposten, der in der Berichtsperiode vollständig verbucht wurde. Daher kann der effektive Steuersatz in der Berichtsperiode von der Schätzung des effektiven Steuersatzes für das gesamte Geschäftsjahr abweichen. Der Ertragsteueraufwand im ersten Halbjahr 2024 in Höhe von 18 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €) resultierte aus laufendem Steueraufwand von 7 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €), insbesondere aus der größten operativen Gesellschaft. Zusätzlicher Steueraufwand ergibt sich aus latenten Steueraufwendungen von 10 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. € latenter Steuerertrag). HENSOLDT analysiert derzeit potentielle Auswirkungen der internationalen Mindestbesteuerung (Pillar 2). Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss sind daraus nach derzeitigem Stand nicht zu erwarten. 12 Konzernergebnis Das negative Konzernergebnis hat sich mit -26 Mio. € im ersten Halbjahr 2024 um -10 Mio. € gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöht. 13 Sonstige Beteiligungen und übrige langfristige Finanzanlagen scrollen
Die sonstigen Beteiligungen betreffen im Wesentlichen die Beteiligung an der Deutschen Elektronik Gesellschaft für Algerien mbH sowie aus Wesentlichkeitsgründen nicht konsolidierte Tochtergesellschaften. 14 Vorräte Die Vorräte stiegen um 124 Mio. € auf 749 Mio. € gegenüber 625 Mio. € zum 31. Dezember 2023, was einerseits auf den üblichen saisonal bedingten Aufbau der unfertigen Leistungen und Erzeugnisse und andererseits auf höhere Investitionen zur Absicherung und Steigerung der Produktion unter anderem von TRML-4D-Radaren sowie weitere Vorleistungen im Zusammenhang mit erwarteten Beschaffungen zurückzuführen war. 15 Vertragsvermögenswerte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Vertragsvermögenswerte erhöhten sich im ersten Halbjahr 2024 um 179 Mio. € auf 375 Mio. € insbesondere durch die Übernahme der Vertragsvermögenswerte aus Kundenverträgen der ESG-Gruppe sowie durch die Großprojekte, während es bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dem üblichen saisonalen Verlauf folgend zu einem Abbau um 79 Mio. € auf 304 Mio. € kam. 16 Rückstellungen scrollen
Die Rückstellungen für Altersvorsorgeleistungen stiegen trotz des leicht auf 3,86 % gestiegenen Zinssatzes im Wesentlichen aufgrund des erstmaligen Einbezugs der Verpflichtungen der ESG-Gruppe um 44 Mio. € auf 348 Mio. €. Die sonstigen Rückstellungen, die im Wesentlichen Rückstellungen für sonstige Risiken und Kosten, Rückstellungen für Gewährleistungen sowie personalbezogene Rückstellungen beinhalten, waren mit einem Anstieg um 15 Mio. € auf 279 Mio. € zum 30. Juni 2024 nahezu auf dem Niveau zum 31. Dezember 2023. 17 Sonstige finanzielle Vermögenswerte und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Sonstige finanzielle Vermögenswerte scrollen
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten scrollen
18 Sonstige Vermögenswerte und sonstige Verbindlichkeiten Sonstige Vermögenswerte scrollen
Sonstige Verbindlichkeiten scrollen
19 Finanzinstrumente In den folgenden Tabellen werden die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten einschließlich ihrer Stufen in der Zeitwert-Hierarchie gezeigt. Bei einigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ist der Buchwert ein angemessener Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert. scrollen
1 Aus Wesentlichkeitsüberlegungen zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird das mit dem Vollzug der Übernahme der Anteile an der ESG GmbH in Anspruch genommene Darlehen ("Term Facility") über 450 Mio. € ausgewiesen. scrollen
1 Aus Wesentlichkeitsüberlegungen zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
Bewertung zum beizulegenden Zeitwert Die verwendeten Inputfaktoren und die angewandten Bewertungsmethoden sind im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 beschrieben. 20 Rechtsstreitigkeiten und Ansprüche Die Gesellschaften der Gruppe sind im Rahmen ihres normalen Geschäftsbetriebs von Zeit zu Zeit an verschiedenen Gerichts- und Schiedsgerichtsverfahren beteiligt. Darüber hinaus sind der Gruppe keine wesentlichen behördlichen, gerichtlichen oder schiedsgerichtlichen Verfahren (einschließlich schwebender oder angedrohter Verfahren) bekannt, die wesentliche Auswirkungen auf die finanzielle Lage oder Rentabilität der Gruppe haben könnten bzw. in der Berichtsperiode gehabt haben. 21 Anzahl der Mitarbeiter scrollen
1 Durchschnittszahlen auf Kopf-Basis
22 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Am 10. Juli 2024 wurde bekanntgegeben, dass Celia Pelaz Perez ihr Amt als Mitglied des Vorstands der HENSOLDT AG zum 31. August 2024 niederlegen wird. Darüber hinaus gab es keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag. D Versicherung der gesetzlichen Vertreter Der Vorstand der HENSOLDT AG erklärt hiermit, nach bestem Wissen und Gewissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Taufkirchen, den 22. Juli 2024 HENSOLDT AG Der Vorstand Oliver Dörre Christian Ladurner Dr. Lars Immisch Celia Pelaz Perez E Bericht zur prüferischen Durchsicht An die HENSOLDT AG, Taufkirchen, Landkreis München Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzernbilanz, der Konzern-Kapitalflussrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und dem Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss - und den Konzernzwischenlagebericht der HENSOLDT AG, Taufkirchen, Landkreis München, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2024, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach dem International Accounting Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
München, den 25. Juli 2024 KPMG
AG
Koeplin, Wirtschaftsprüfer Schieler, Wirtschaftsprüfer F Rechtliche Angaben und Kontakt HENSOLDT AG Investor Relations Willy-Messerschmitt-Straße 3 82024 Taufkirchen Deutschland Telefon: +49 89 51518-2057 E-Mail: investorrelations@hensoldt.net Vorstand: Oliver Dörre (Vorsitzender), Christian Ladurner, Dr. Lars Immisch und Celia Pelaz Perez Registergericht: Amtsgericht München, HRB 258711Haftungsausschluss Dieser Bericht enthält Prognosen, die auf Annahmen und Schätzungen des Managements von HENSOLDT beruhen. Diese auf Annahmen und Schätzungen basierenden Aussagen sind zukunftsgerichtete Aussagen, in denen Begriffe wie "glauben", "annehmen", "erwarten" und dergleichen verwendet werden. Auch wenn das Management der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen korrekt sind, können tatsächliche Ergebnisse in der Zukunft aufgrund einer Vielzahl von Faktoren erheblich von diesen Annahmen und Schätzungen abweichen. Dazu können Veränderungen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld, in den gesetzlichen und behördlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und der EU sowie Veränderungen innerhalb der Branche gehören. HENSOLDT übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung oder Verantwortung für jegliche Abweichungen zwischen zukünftigen Entwicklungen und den tatsächlichen Ergebnissen einerseits und den in diesem Halbjahresfinanzbericht genannten Annahmen und Schätzungen andererseits. HENSOLDT hat nicht die Absicht und übernimmt keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren, um sie an tatsächliche Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen. Dieser Halbjahresfinanzbericht wird in Euro (€), der funktionalen Währung der HENSOLDT AG, dargestellt. Alle in € dargestellten Finanzinformationen wurden, soweit nicht anders angegeben, nach etablierten kaufmännischen Grundsätzen auf die nächsten Millionen € gerundet. Aufgrund von Rundungen können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen von den absoluten Zahlen ergeben. Absolute Beträge kleiner 500.000 € und größer Null € werden je nach Vorzeichen mit 0 oder -0 dargestellt. Demgegenüber wird für Posten, die keinen Wert aufweisen, die Angabe einer Fehlanzeige mit "-" vorgenommen. Dieser Bericht ist ein Halbjahresfinanzbericht gemäß § 52 der Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse. Der Bericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Bei Widersprüchen ist das deutschsprachige Dokument allein maßgebend und allgemein gültig. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||