fashionette AGDüsseldorfKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHTDieser Lagebericht umfasst sowohl den IFRS-Konzernlagebericht als auch den Lagebericht der fashionette AG zum 31. Dezember 2021. Wir berichten darin über den Geschäftsverlauf sowie die Lage und die voraussichtliche Entwicklung des fashionette AG Konzerns sowie der fashionette AG. Sofern nicht ausdrücklich anders angegeben, beziehen sich alle Darstellungen im Geschäftsbericht auf konsolidierte IFRS Zahlen (einschließlich der Übernahme von Brandfield und der Konsolidierung ab dem 1. Juli 2021). Mit Brandfield sind im Weiteren die Brandfield Holding B.V. Groningen, NL, sowie die Fastylo Holding B.V., Groningen, NL, gemeint. Die im weiteren Verlauf angegebenen Pro-Forma Zahlen sind Werte, die sich ergeben würden, wenn Brandfield anstelle des 1. Juli 2021 bereits am 1. Januar 2021 von der fashionette AG in den Konzernabschluss einbezogen worden wäre. Die Ausführungen zum handelsrechtlichen HGB-Jahresabschluss der fashionette AG sind im Abschnitt "Ergänzender Lagebericht der fashionette AG" enthalten. Außerdem werden die Ergebnisse für das Geschäftsjahr und die Jahre davor nach IFRS ausgewiesen und weichen daher vom Geschäftsbericht 2020 ab. ÜBERBLICK ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2021 Im Jahr 2021 hat fashionette weiterhin das Ziel verfolgt, mit der kontinuierlichen Erweiterung des Sortiments und der geografischen Expansion schneller als der Markt zu wachsen. Die Übernahme von Brandfield zu Beginn des dritten Quartals 2021 unterstützte die beim Börsengang im Vorjahr angekündigte Expansion und trug erheblich dazu bei, das dynamische und profitable Wachstum zu beschleunigen. Mit der Akquisition von Brandfield, insbesondere tätig in den Benelux-Ländern, hat fashionette die eigene geografische Präsenz erweitert und das Marketing und die Kund*innenakquise in Europa vorangetrieben. Im vierten Quartal 2021 führte die Online-Plattform fashionette.com Beauty Produkte des Premium- und Luxussegments von mehr als 100 etablierten und unabhängigen Beauty-Marken ein, um von starken Cross-Selling-Möglichkeiten zu profitieren, die Kauffrequenz zu erhöhen und das profitable Wachstum voranzutreiben. Die Herausforderungen, die sich aus dem Wechsel des Logistikdienstleisters ergaben, wurden überwunden, und nach der raschen Rückkehr zum ursprünglichen Lieferversprechen wuchs die Zahl der Neukund*innen um 27 % (auf Pro-forma-Basis) gegenüber dem Vorjahr. Der neue Logistikdienstleister ermöglicht eine stärkere Internationalisierung und Skalierbarkeit des Geschäfts. Finanzielle Leistungsindikatoren scrollen
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2022 Der Ausblick basiert auf der Annahme eines stabilen Portfolios. Die relevanten Chancen und Risiken, die den Ausblick beeinflussen, werden im Chancen- und Risikobericht erläutert. Der Ausblick basiert auf der aktuellen Einschätzung der Auswirkungen, die sich aus der geopolitischen Lage und der Weltwirtschaft ergeben. Er geht davon aus, dass es zu keiner weiteren wesentlichen Verschlechterung kommt. Die Unsicherheiten, die sich aus der Entwicklung der aktuellen geopolitischen Lage ergeben, könnten wesentliche Auswirkungen auf die operative und finanzielle Leistung von fashionette haben. Weitere zu berücksichtigende Faktoren: scrollen
Umsatz Der Vorstand der fashionette AG erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein Wachstum der Nettoumsätze von 16 % bis 21 % (2021: 154,8 Mio. EUR) auf Pro-forma-Basis bzw. 34 % bis 40 % des Konzernumsatzes (2021: 133,8 Mio. EUR). Dieses Wachstum wird in beiden Segmenten DACH und BENELUX & SONSTIGE erwartet. Ertrag Der Vorstand erwartet weiterhin ein bereinigtes EBITDA von 5 Mio. EUR bis 7,5 Mio. EUR (2021: 5,7 Mio. EUR auf Pro-Forma-Basis bzw. 4,4 Mio. EUR auf konsolidierter Basis), davon ca. 75 % in der DACH-Region und ca. 25 % in der Region BENELUX & SONSTIGE. Es wird erwartet, dass die Zahl der Neukund*innen im Jahr 2022 um etwa 18 % bis 25 % (2021: 26,7 % auf Proforma-Basis) über dem Vorjahr liegen wird und der aktive Kund*innenstamm weiter ausgebaut wird. Auch die übrigen nicht-finanziellen Leistungsindikatoren werden sich voraussichtlich wie im Vorjahr weiter positiv entwickeln. DIE FASHIONETTE-GRUPPE scrollen
Die fashionette-Gruppe ist als Marke und Plattform im Bereich des Premium- und Luxus-E-Commerce in Europa tätig. fashionette wurde 2008 gegründet und unter fashionette.de erfolgte 2009 der offizielle Start der Website. Der Fokus des Sortiments lag von Anfang an auf Premium- und Luxus-Modeaccessoires. Bereits 2013 erreichte fashionette mit Nettoumsatzerlösen von 13 Mio. EUR operativ die Gewinnschwelle.
Geschäftsmodell und Geschäftstätigkeit fashionette ist eine der führenden Anlaufstellen für Premium- und Luxus-Modeaccessoires in der DACH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz) und den Benelux-Ländern (Belgien, die Niederlande und Luxemburg). Mit ihren Handelsmarken und Online-Plattformen "fashionette" und "Brandfield" ist die fashionette-Gruppe in 13 europäischen Ländern aktiv. Ende 2021 beschäftigte das Unternehmen 266 Mitarbeitende in Deutschland und den Niederlanden und erzielte trotz der negativen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie Nettoumsatzerlöse in Höhe von 134 Mio. EUR. Durch die erfolgreiche Übernahme von Brandfield stieg der Anteil der außerhalb der DACH-Region erzielten Nettoumsatzerlöse auf 28 %. Mit 976 Tsd. aktiven Kund*innen und mehr als 300 Premium- und Luxusmarken unter einem Dach ist fashionette eine der führenden E-Commerce-Gruppen für Premium- und Luxus-Modeaccessoires in Europa. Die Gruppe bietet ihren Kund*innen eine kuratierte Auswahl an hochwertigen Premium- und Luxus-Modeaccessoires, wie Handtaschen, Schuhe, Kleinlederwaren, Sonnenbrillen, Uhren, Schmuck und Beauty-Produkte, fashionette verfolgt ein datengesteuertes Geschäftsmodell, das auf intelligenten Algorithmen für eine effiziente Bestandsverwaltung und ein personalisiertes Einkaufserlebnis basiert. Die Identität des Unternehmens beschreibt die Mission der fashionette-Gruppe: Wir ermöglichen personalisiertes Online-Shopping von Premium- und Luxus-Modeaccessoires für alle, die ihr Outfit vervollständigen, akzentuieren und individualisieren möchten. Wir glauben, dass jede Person die Möglichkeit haben sollte, ihre Persönlichkeit auszudrücken und ihre Individualität hervorzuheben. Darum kombinieren wir ein breites und vielfältiges Angebot an Modeaccessoires und Designern mit attraktiven Preisen für jedes Budget, vielfältige Zahlungsoptionen und einem einzigartigen Einkaufserlebnis. fashionette zielt auf zwei attraktive Märkte ab, den europäischen Luxusgüter- und den europäischen Accessoires-Markt 8. Für den Zeitraum von 2020 bis 2023 wird ein Wachstum des europäischen Luxusgütermarktes auf 100,9 Mrd. EUR prognostiziert, bei einer Online-Durchdringung von 13,1 %. Der europäische Accessoires-Markt wird wird schätzungsweise von 2020 bis 2023 auf 78,9 Mrd. EUR Marktumsatz anwachsen. Im gleichen Zeitraum wird die Online-Durchdringung voraussichtlich 17,8 % erreichen und mit einer CAGR von 11,1 % wachsen. Die Corporate Governance und der Geschäftserfolg von fashionette basieren auf den gemeinsamen Unternehmenswerten und dem Verhaltenskodex, der im Oktober 2021 verfasst wurde. Gruppenstruktur An der Spitze der Gruppe steht ihre Holdinggesellschaft, die fashionette AG, eine börsennotierte Gesellschaft mit Sitz in Düsseldorf, Deutschland, die im Handelsregister unter der Nummer HRB 91139 eingetragen ist. Die Geschäftsadresse des Unternehmens ist Lierenfelder Straße 45, 40231 Düsseldorf, Deutschland. fashionette ist seit dem 29. Oktober 2020 an der Frankfurter Wertpapierbörse (Scale) notiert. Der Vorstand der fashionette AG besteht aus zwei Mitgliedern, die gemeinsam für die Leitung der Gruppe verantwortlich sind. Daniel Raab, Vorstandsvorsitzender, ist verantwortlich für Strategie, Category Management, Finanzen, Markenführung, Personal, Investor Relations und Nachhaltigkeit. COO/CTO Thomas Buhl verantwortet die Bereiche Operations, Performance Marketing, Business Intelligence, Produktmanagement und IT, wobei er seine Erfahrungen aus führenden Positionen in der E-Commerce-Branche erfolgreich einbringt. Leistungs- und Steuerungssystem fashionette steuert sein operatives Geschäft über die beiden Segmente DACH und Benelux & Sonstige anhand der Kennzahlen Nettoumsatzerlöse, Bruttoergebnis und Bruttoergebnismarge, bereinigtes EBITDA und bereinigte EBITDA-Marge. Das DACH-Segment umfasst die Länder Deutschland, Österreich und die Schweiz. Das Segment Benelux & Sonstige umfasst hauptsächlich die Benelux-Region (Niederlande, Belgien und Luxemburg) Wichtige Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung der fashionette AG sind Nettoumsatzerlöse, Bruttoergebnis und Bruttoergebnismarge, berichtetes EBITDA und berichtete EBITDA-Marge. fashionette definiert das berichtete EBITDA als die Summe der Gewinne vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Wertminderungen. Das berichtete EBITDA wird bereinigt um Aufwendungen und Erträge für aktienbasierte Vergütungen, einmalige Erträge und Aufwendungen sowie Erträge und Aufwendungen, die nicht der operativen Tätigkeit zuzurechnen sind. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Die wichtigsten nicht-finanziellen Leistungsindikatoren für die Geschäftsführung der fashionette AG sind Anzahl der Bestellungen, durchschnittlicher Warenkorb, Anzahl der aktiven Kund*innen und Anzahl der Neukund*innen. scrollen
Anzahl der Bestellungen - Definiert als die Anzahl der Kund*innenbestellungen, die im Berichtszeitraum auf einer der Websites der Gruppe oder auf Marktplätzen Dritter aufgegeben wurden, nach Stornierungen und vor Retouren. Die Erfassung erfolgt am Tag der Bestellung, sodass erfasste und ausgelieferte Bestellungen voneinander abweichen können. Durchschnittlicher Bestellwert - Definiert als Verhältnis des Bestellwerts zur Anzahl der Bestellungen im Berichtszeitraum. Aktive Kund*innen - Definiert als die Anzahl der Kund*innen, die in den letzten zwölf Monaten mindestens eine nicht stornierte Bestellung auf einer der Websites der Gruppe oder auf Marktplätzen Dritter im Berichtszeitraum aufgegeben haben, unabhängig von Retouren. Neukund*innen - Definiert als die Anzahl der Bestellungen von Kundinnen, die im Berichtszeitraum eine erste nicht stornierte Bestellung auf einer der Websites der Gruppe oder auf Marktplätzen Dritter aufgegeben haben, unabhängig von Retouren. WIRTSCHAFTSBERICHT scrollen
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung fashionette ist in 13 europäischen Ländern im Online-Handel mit Premium- und Luxus-Modeaccessoires tätig. Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und Europa sowie die Rahmenbedingungen im Marktsegment für Premium- und Luxus-Modeaccessoires sind daher für fashionette von entscheidender Bedeutung. Globale Wirtschaft Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat sich die Weltwirtschaft im Jahr 2021 weiter von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie erholt, obwohl Infektionsraten trotz wirksamer Impfstoffe erneut angestiegen sind. Während eine zweite und dritte Infektionswelle die Dynamik nach erneuten Einschränkungen in der ersten Jahreshälfte verringerte, erhöhte die schnelle Ausbreitung der Delta-Variante die Unsicherheit über eine nachhaltige Reaktion auf die Pandemie im weiteren Verlauf des Jahres. Die Lieferunterbrechungen setzten sich im vierten Quartal fort und behinderten die weltweite Produktion, insbesondere in Europa und den USA 9. 2021 betrug das weltweite Wirtschaftswachstum laut IWF 5,9 %, nach einem Rückgang von 3,1 % im Vorjahrs 10. Für die Eurozone hob der IWF seine Einschätzung um 0,6 Prozentpunkte gegenüber der ursprünglichen Zahl an. Dementsprechend lag das Wachstum im Jahr 2021 bei 5,0 %, was auf die allmählich steigenden Impfraten und die makroökonomische Politik zurückzuführen ist. Insgesamt hat sich der Konsum der privaten Haushalte in der Eurozone dank der verbesserten Beschäftigungsaussichten erholt. 11 Deutschland In Deutschland erwartet der IWF für 2021 einen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 3,1 %. Die Wachstumsaussichten in Deutschland für 2021 wurden gegenüber der Juli-Prognose um 0,5 Prozentpunkte nach unten korrigiert. Grund dafür sind Engpässe in der Lieferkette, höhere Rohstoffpreise und das Auslaufen einer vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung . Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Rückgang im Vorjahr jedoch trotz der anhaltenden Pandemielage und zunehmender Engpässe in der Lieferkette erholen. Die Wirtschaftsleistung ist noch nicht auf das Niveau vor der Krise zurückgekehrt. Im Jahr 2021 stabilisierten sich die Verbraucher*innenausgaben, lagen jedoch weiterhin unter dem Vorkrisenniveau. Die Beschäftigungszahlen blieben in einem anhaltend schwierigen Umfeld mit stabilen Zahlen auf dem Niveau des Vorjahres robust 13. Branchenbedingungen
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https://www.imf.org/-/media/Files/Publications/WEO/2022/Update/January/English/text.ashx
Nach Angaben des Beratungsunternehmens Bain & Company erlebte der globale Luxusgütermarkt im Jahr 2021 eine V-förmige Erholung. Ausgehend von den niedrigen Niveaus des Jahres 2020 wuchs der Umsatz mit Luxusgütern um rund 29 % und erreichte 283 Mrd. EUR, was einem Anstieg von rund 1 % gegenüber dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019 entspricht. Der europäische Markt verzeichnete ein Umsatzwachstum von 20 % gegenüber 2020 auf 71 Mrd. EUR, wobei die Ausgaben der europäischen Verbraucher*innen etwas weniger stark stiegen als die der chinesischen Verbraucher*innen. 14 Beauty Nach Angaben der Unternehmensberatungen The Business of Fashion und McKinsey & Company wird der globale Markt für Schönheitsprodukte nach dem Einbruch im Vorjahr bis 2021 um 13 % auf 518 Mrd. USD wachsen und damit noch leicht unter dem Niveau vor der Pandemie liegen. Hautpflegeprodukte verzeichneten mit 22 % das stärkste Wachstum. In Bezug auf die Kanäle ist der digitale Handel weiterhin schnell gewachsen und gewinnt Anteile vom stationären Einzelhandel. Damit war E-Commerce der am schnellsten wachsende Vertriebskanal für Schönheitsprodukte. 15 Online-Kanal Der globale Trend vom Offline- zum Online-Handel setzte sich im Luxusgütermarkt fort und wird laut den Unternehmensberatungen The Business of Fashion und McKinsey & Company einen Schlüsselkanal der Erholung darstellen. Der Online-Handel mit Luxusgütern wird im Jahr 2021 um 27 % auf 62 Mrd. EUR steigen. Zu den am besten abschneidenden Kategorien gehörten die Produkte, die für fashionette von Bedeutung sind, wie Lederwaren, Schmuck und Hautpflege. 16 Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) stellt fest, dass E-Commerce im zweiten Pandemiejahr zur neuen Normalität für Kund*innen und Einzelhändler geworden ist. Der E-Commerce-Umsatz stieg in Deutschland im Jahr 2021 um 19 % auf ein Rekordhoch von rund 100 Mrd. EUR. Die E-Commerce-Umsätze stiegen in allen Altersgruppen der deutschen Gesellschaft, wobei vor allem die über 50-Jährigen zur größten Kund*innengruppe wurden. Den Zahlen zufolge stabilisiert sich das Wachstum nach der anfänglichen Volatilität zu Beginn der COVID-19-Pandemie auf einem hohen Niveau. E-Commerce bietet eine größere Auswahl und mehr zusätzliche Dienstleistungen und wird sich deshalb langfristig behaupten. Der über Mobiltelefone erwirtschaftete Umsatz stieg um 56,5 % auf rund 40 Mrd. EUR. 17 Geschäftsentwicklung Im Geschäftsjahr 2021 erzielte die fashionette AG ein Wachstum der Nettoumsatzerlöse von 40,3 % auf 133.757 TEUR (2020: 95.339 TEUR) mit Steigerungen in allen Produktkategorien. Der absolute Anstieg der Nettoumsatzerlöse von 38.418 TEUR enthält 24.832 TEUR aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises im Zusammenhang mit der Übernahme von Brandfield. Die Zahl der Neukund*innen stieg um 130 % auf 552 Tsd. und die Zahl der aktiven Kund*innen wuchs von 357 Tsd. auf 976 Tsd., unter anderem bedingt durch die Übernahme von Brandfield. Mit einem Anteil am Nettoumsatz von 72,2 % (2020: 85,0 %) bleibt die DACH-Region mit einer Wachstumsrate von 19,2 % der wichtigste geografische Markt für fashionette. Der Anteil von Brandfield am Nettoumsatz in der DACH-Region beträgt dabei 5,0 %. Infolge des Zusammenschlusses mit Brandfield hat sich der Anteil der Nettoumsatzerlöse in die nicht-deutschsprachigen Länder verlagert, hauptsächlich in die Benelux-Länder. Eine Wachstumsrate von 359,6 % auf 24.539 TEUR (2020: 5.339 TEUR) in der Benelux-Region untermauert die strategische Expansion. Der Anteil des Nettoumsatzes in der Benelux-Region am Gesamtumsatz beträgt 18,3 % (2020: 5,6 %); bezogen auf den Umsatz in nicht-deutschsprachigen Ländern liegt der Anteil der Benelux-Region bei 66,0 % (2020: 37,4 %). Davon entfällt auf Brandfield ein Anteil von 66,7 %. Insgesamt konnte in den nichtdeutschsprachigen Ländern ein Wachstum um 160,1 % auf 37.155 TEUR (2020: 14.286 TEUR) verzeichnet werden. Der Anteil des Nettoumsatzes in den übrigen Ländern, hauptsächlich in Europa, hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert und beträgt 9,4 %, dennoch liegt das Wachstum der Nettoumsätze bei 41,0 % auf 12.616 TEUR (2020: 8.947 TEUR).
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https://altagamma.it/media/source/Altagamma%20-%20Bain%20Luxury%20Market%20Monitor%202021_1.pdf
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Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), im Wesentlichen bereinigt um einmalige Beratungskosten, um nicht dem operativen Geschäft zuordenbare Aufwendungen und Abschreibungen der aufgedeckten stillen Reserven in den Vorräten, sank um 52,7 % auf 4.381 TEUR (2020: 9.270 TEUR) bei einer bereinigten EBITDA-Marge von 3,3 % (2020: 9,7 %). Das berichtete EBITDA sank um 73 % auf 1.586 TEUR (2020: 5.872 TEUR) mit einer berichteten EBITDA-Marge von 1,2 % (2020: 6,2 %). Der Rückgang des EBITDA (berichtet) um 4.286 TEUR resultiert im Wesentlichen aus den im Vorjahr angekündigten Investitionen in das weitere Wachstum, insbesondere in Marketingaufwendungen, aus dem Wechsel des Logistikdienstleisters mit negativem Effekt auf das Bruttoergebnis sowie aus Aufwendungen im Rahmen der Brandfield Akquisition. Bei den Sondereffekten handelt es sich hauptsächlich um Beratungskosten im Zusammenhang mit der Übernahme von Brandfield und der IFRS-Umstellung. Darüber hinaus wurden einmalige Aufwendungen aus dem Wechsel des Logistikdienstleisters bereinigt. Im Rahmen der Kaufpreisallokation von Brandfield wurden stille Reserven in den Vorräten aufgedeckt. Die im 2. Halbjahr 2021 im Materialaufwand enthaltene Abschreibung wurde bereinigt. Diese Einmaleffekte werden im bereinigten EBITDA nicht berücksichtigt. Die Überleitung auf das bereinigte EBITDA und die Verteilung der Sondereffekte auf die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung stellt sich wie folgt dar: Überleitung EBITDA scrollen
Wirtschaftliche Lage Im Geschäftsjahr 2021 erzielte die fashionette AG ein Wachstum des Nettoumsatzes von 40,3 % auf 133.757 TEUR (2020: 95.339 TEUR), einschließlich des Zuwachses durch Brandfield. Der Materialaufwand stieg um 42,9 % auf 82.343 TEUR (2020: 57.606 TEUR) aufgrund höherer Volumina sowie der Akquisition von Brandfield (13.060 TEUR). Der Materialaufwand von Brandfield beinhaltet die Abschreibung der im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckten stillen Reserven im Vorratsvermögen in Höhe von 723 TEUR mit einem negativen Effekt auf die Bruttoergebnismarge von 0,5 Prozentpunkten. Der Materialaufwand von fashionette enthält eine Bestandsminderung in Höhe von 926 TEUR aufgrund von Inventurdifferenzen und Diebstahl. Dies führte zu Schadenersatzforderungen, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen Forderungen ausgewiesen sind. Daraus ergibt sich ein weiterer negativer Effekt auf die Bruttoergebnismarge von 0,8 Prozentpunkten. Bereinigt um diese beiden Effekte liegt die operative Bruttoergebnismarge im Geschäftsjahr 2021 bei 39,7 % und damit auf dem Niveau des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um mehr als 100 % auf 2.438 TEUR (2020: 950 TEUR), was hauptsächlich auf den Schadenersatz aus Inventurdifferenzen und Diebstahl zurückzuführen ist. Die Personalausgaben stiegen im Berichtsjahr um 30,9 % auf insgesamt 9.887 TEUR (2020: 7.555 TEUR), davon 1.526 TEUR durch den Zuwachs von Brandfield. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeitenden stieg um 45,9 % auf 216 (31. Dezember 2020: 148), einschließlich 88 Mitarbeitende von Brandfield. Im Rahmen der IFRS-Umstellung wurden der nach HGB vorhandene Geschäfts- oder Firmenwert und die damit verbundene Abschreibung eliminiert. Im Geschäftsjahr 2021 belaufen sich die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen auf 2.097 TEUR (2020:1.361 TEUR). Darin enthalten sind 221 TEUR aus dem Zugang von Brandfield und 320 TEUR Abschreibung auf die aktivierten Marken- und Kund*innenbeziehungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 67,8 % auf 42.378 TEUR (2020: 25.266 TEUR). Der absolute Anstieg von 17.121 TEUR beinhaltet 10.051 TEUR durch den Zugang von Brandfield. Die Kosten gliedern sich in Vertriebskosten in Höhe von 16.665 TEUR (2020: 10.035 TEUR), Marketingkosten in Höhe von 19.333 TEUR (2020: 8.772 TEUR), Technologiekosten in Höhe von 1.645 TEUR (2020: 1.074 TEUR) und nicht bereinigte Allgemeine- und Verwaltungskosten in Höhe von 4.737 TEUR (2020: 5.385 TEUR). Im Verhältnis zum Nettoumsatz stiegen die Vertriebskosten um 1,9 Prozentpunkte auf 12,5 %, die Marketingkosten um 5,3 Prozentpunkte auf 14,5 %, die Technologiekosten um 0,1 Prozentpunkte auf 1,2 %, während die Allgemeinen- und Verwaltungskosten um 2,1 Prozentpunkte auf 3,5 % sanken. Ergebnisse nach Segmenten Die verkürzten Segmentergebnisse zeigen insbesondere die Verschiebung von der DACH-Region zu Benelux & Sonstige aufgrund des Zusammenschlusses mit Brandfield. Der Anteil der Segmente am Nettoumsatz und am Ergebnis lässt sich wie folgt zusammenfassen: scrollen
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Infolge des Zusammenschlusses mit Brandfield hat sich der Anteil der Nettoumsätze in die nichtdeutschsprachigen Länder verlagert, hauptsächlich in die Benelux-Länder. Der Nettoumsatz in der Benelux-Region beläuft sich auf 24.539 TEUR und stellt einen Großteil des Segments Benelux & Sonstige dar. Der Nettoumsatz von Brandfield in der Benelux-Region beläuft sich auf 16.371 TEUR, dies entspricht 66,7 % des Gesamtumsatzes in den Benelux-Ländern. Das bereinigte EBITDA im Segment Benelux & Sonstige wurde hauptsächlich von Brandfield erwirtschaftet, während das bereinigte EBITDA in der DACH-Region im Wesentlichen von fashionette erwirtschaftet wurde. Finanzlage Das Finanz- und Liquiditätsmanagement spielt eine wichtige Rolle für das Wachstum der fashionette AG sowie für die Begrenzung der finanziellen Risiken und die Optimierung der Kapitalkosten. Die Finanzierungsstrategie ist darauf ausgerichtet, die Liquidität für die Umsetzung der Unternehmensstrategie zu sichern und den operativen Finanzierungsbedarf zu decken. Cashflows Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 erwirtschaftete die fashionette AG einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von -13.813 TEUR (2020: 5.628 TEUR), hauptsächlich getrieben durch einen Anstieg des Working Capital in Höhe von 15.410 TEUR, davon Aufbau von Vorratsvermögen in Höhe von 16.438 TEUR. Brandfield steuerte einen positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 1.319 TEUR bei. Der Cashflow enthält einmalige Beratungsaufwendungen in Höhe von 1.210 TEUR und einmalige nicht wiederkehrende Aufwendungen in Höhe von 589 TEUR. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf -18.226 TEUR (2020: -685 TEUR) und spiegelt in erster Linie die Übernahme von Brandfield wider. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 7.344 TEUR (2020: 33.191 TEUR) beinhaltet hauptsächlich die teilweise Refinanzierung der Übernahme von Brandfield sowie die Tilgung der in diesem Zusammenhang von den Altgesellschaftern übernommen Darlehensverbindlichkeit von 2.477 TEUR scrollen
Im Jahr 2021 verzeichnete die fashionette AG einen Abfluss von liquiden Mitteln von -24.694 TEUR (2020: Zufluss: 38.134 TEUR). Der Finanzmittelfonds belief sich zum 31. Dezember 2021 auf 7.177 TEUR (31. Dezember 2020: 31.829 TEUR). Zum Bilanzstichtag bestanden mit 20 TEUR keine nennenswerten Inanspruchnahmen von Kreditlinien bei Kreditinstituten (31. Dezember 2020: 6 TEUR). Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Banken belaufen sich auf 11.550 TEUR (31. Dezember 2020: 0 TEUR) und die Verbindlichkeiten aus Mietverträgen auf 4.309 TEUR (31. Dezember 2020: 974 TEUR). Bei den Hausbanken bestehen unausgeschöpfte kurzfristige Kreditlinien von insgesamt 13.000 TEUR. Die fashionette AG verfügt aus Sicht des Vorstands über ausreichend liquide Mittel zur Finanzierung der weiteren Wachstumspläne. Kreditfazilität Im vierten Quartal 2021 wurde eine Teilrefinanzierung der Übernahme von Brandfield mit zwei Banken erfolgreich umgesetzt. In diesem Prozess wurde die Landesbank Baden-Württemberg als neue Hausbank hinzugefügt. Der Finanzierungsbetrag beläuft sich auf 12 Mio. EUR mit einer Laufzeit von 5 Jahren. Die Deutsche Bank und die Landesbank Baden-Württemberg sind jeweils zur Hälfte an der Refinanzierung beteiligt. Die Zinssätze sind fest und variabel und liegen derzeit zwischen 1,2 % und 1,9 %. Die Kredite sind unbesichert. Außerdem wurden die Betriebsmittelkredite umstrukturiert. Die bisherigen Kontokorrentkredite mit der Deutschen Bank und der HypoVereinsbank in Höhe von jeweils 7,5 Mio. EUR wurden durch drei neue Kontokorrentkredite mit einer Höhe von insgesamt 11 Mio. EUR ersetzt. Die bisherige Finanzierung von Brandfield durch einen Betriebsmittelkredit bei der ABN AMRO in Höhe von 2 Mio. EUR besteht weiterhin. Die fashionette-Gruppe hat Kontokorrentkredite in Höhe von insgesamt 13 Mio. EUR. Finanzlage Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist in der nachstehenden verkürzten Bilanz dargestellt: scrollen
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Zum Ende des Geschäftsjahres 2021 erhöhte sich die Bilanzsumme der fashionette AG um 37,8 % auf 96.410 TEUR (31. Dezember 2020: 69.964 TEUR), davon 18.963 TEUR durch die Akquisition von Brandfield. Das Anlagevermögen erhöhte sich um >100 % auf 22.789 TEUR (31. Dezember 2020: 3.209 TEUR), hauptsächlich aufgrund des Unternehmenszusammenschlusses mit Brandfield und aufgrund der Eliminierung des aus dem Einzelabschluss der fashionette AG stammenden Geschäfts- oder Firmenwerts im Rahmen der IFRS-Umwandlung zum 1. Januar 2019. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme stieg auf 23,6 % (31. Dezember 2020: 4,6 %). Das Umlaufvermögen erhöhte sich im Geschäftsjahr 2021 um 6.866 TEUR auf 73.621 TEUR (31. Dezember 2020: 66.755 TEUR), davon 13.134 TEUR durch den Zukauf von Brandfield. Das Vorratsvermögen stieg um 22.651 TEUR auf 44.268 TEUR (31. Dezember 2012: 21.617 TEUR), der Anteil von Brandfield betrug 7.548 TEUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen stiegen um 6.483 TEUR auf 17.519 TEUR (31. Dezember 2020: 11.036 TEUR), davon entfallen 2.348 TEUR auf Brandfield. Die liquiden Mittel verringerten sich im Geschäftsjahr 2021 um 24.637 TEUR auf 7.198 TEUR (31. Dezember 2020: 31.835), im Wesentlichen durch Aufbau des Working Capital und der Übernahme von Brandfield. Im Rahmen der IFRS-Umstellung zum 01.01.2019 wurde der Geschäfts- oder Firmenwert eliminiert und reduzierte das Eigenkapital zum Stichtag 31.12.2020 um einen absoluten Betrag von 14.149 TEUR. Dadurch sank das Eigenkapital auf 52.511 TEUR und die Eigenkapitalquote von 83,9 % auf 75,1 % zu Ende Dezember 2020. Zum Ende des Geschäftsjahres 2021 verringerte sich das Eigenkapital um 1.466 TEUR auf 51.065 TEUR, was hauptsächlich auf den Verlust aus dem Jahr 2021 zurückzuführen ist. Aufgrund der Übernahme von Brandfield und der entsprechenden Bilanzierung des Geschäfts- oder Firmenwerts und der immateriellen Vermögenswerten sank die Eigenkapitalquote um 22,1 Prozentpunkte auf 53,0 % zum 31. Dezember 2021. Die langfristigen Verbindlichkeiten stiegen um 14.092 TEUR auf 15.181 TEUR (31. Dezember 2020: 1.089 TEUR), hauptsächlich bedingt durch die Refinanzierung der Übernahme von Brandfield (9.750 TEUR) und die Erhöhung der Leasingverbindlichkeiten aufgrund des neuen Büros von fashionette (2.822 TEUR). Die latenten Steuerverbindlichkeiten erhöhten sich im Zusammenhang mit dem Unternehmenszusammenschluss mit Brandfield um 1.366 TEUR auf 1.653 TEUR (31. Dezember 2020: 287 TEUR). Der Anteil der langfristigen Verbindlichkeiten am Gesamtkapital stieg auf 15,7 % (31. Dezember 2020:1,6 %). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten stiegen um 11.584 TEUR auf 27.140 TEUR (31. Dezember 2020: 15.556 TEUR), wobei der Zugang von Brandfield einen Anteil von 8.104 TEUR ausmacht. Die kurzfristigen Darlehen erhöhten sich um 2.322 TEUR auf 2.495 TEUR (31. Dezember 2020: 173 TEUR), davon 1.800 TEUR kurzfristiger Anteil der Refinanzierung Brandfield und 512 TEUR Leasingverbindlichkeiten. Die gesamten kurzfristigen Verbindlichkeiten belaufen sich zum 31. Dezember 2021 auf 30.164 TEUR (31. Dezember 2020: 16.364 TEUR) und der Anteil am Gesamtkapital stieg auf 31,3 % (31. Dezember 2020: 23,4%). Gesamtaussage des Vorstands zur wirtschaftlichen Entwicklung Obwohl die COVID-19-Pandemie und ihre Auswirkungen auch an uns nicht spurlos vorbeigegangen sind, hatten wir ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2021 mit starken Ergebnissen. Der Unternehmenszusammenschluss von fashionette und Brandfield ist ein Erfolg. Die erstmalige Einbeziehung von Brandfield hat uns auf eine neue Ebene gebracht: Wir sind nun eine Gruppe mit zwei Plattformen und einem Umsatz von 134 Mio. EUR. Wir haben unsere Erfolgsgeschichte in Europa fortgesetzt. Außerdem haben wir im Hinblick auf unsere Bemühungen um Nachhaltigkeit nicht innegehalten. Wir arbeiten weiter an Themen wie Wiederverkauf und Beschaffung und haben in diesem Jahr Beschaffungsrichtlinien zur Unterstützung des Tier- und Artenschutzes festgelegt. Wir freuen uns darauf, unsere Nachhaltigkeitsstrategie weiter auszubauen und sie im nächsten Geschäftsbericht mit Ihnen zu teilen. Wir haben unseren angepassten Ausblick für 2021, veröffentlicht in August 2021, mit einem Anstieg des Nettoumsatzes um 40 % auf 134 Mio. EUR erreicht. Auf Pro-forma-Basis stieg der Nettoumsatz um 21 %, d.h. konstant mit der Portfoliologik. Dies ist das Ergebnis unserer kontinuierlichen Bemühungen, das Einkaufserlebnis zu verbessern und dadurch das Wachstum zu fördern. Die sehr positive Entwicklung der aktiven Kund*innen mit einem Anstieg von 173 % (Pro-forma-Basis 32 %) ist insbesondere auf den deutlichen Zuwachs der Neukund*innen um 130 % (Pro-forma-Basis 27 %) zurückzuführen. Angesichts des allgemeinen Umfelds entwickelte sich das Geschäft in den Regionen DACH und Benelux aus unserer Sicht gut. Das Segment Sonstige hingegen wurde durch den Brexit und das daraus resultierende geminderte Einkaufserlebnis der Kund*innen beeinträchtigt. Das bereinigte EBITDA im Jahr 2021 betrug 4,4 Mio. EUR, was einer bereinigten EBITDA-Marge von 3,3 % entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Ergebnis um 53 % gesunken. Der Hauptgrund für diese Entwicklung ist ein Wechsel des Logistikdienstleisters mit negativem Effekt auf das Bruttoergebnis auf Seiten von fashionette sowie weitere Investitionen in das Marketing. Trotz der Herausforderungen, die im Jahr 2022 auf uns zukommen, wie z. B. die angespannte und schwierig einzuschätzendes Stimmung der Verbraucher*innen und das inflationäre Umfeld, sind wir überzeugt, dass wir die richtige Grundlage geschaffen haben, um unsere Versprechen zu erfüllen. Dank unserer kontinuierlichen Weiterentwicklung bekräftigen wir unser Ziel, die führende datengesteuerte E-Commerce-Gruppe für Premium- und Luxus-Modeaccessoires in Europa zu werden. Wir wollen unseren Kund*innen ein herausragendes, personalisiertes Einkaufserlebnis mit einer innovativen Technologie dahinter bieten. Denn nur wenn wir die Anforderungen und Wünsche unserer Kund*innen erfüllen, können wir langfristig den Unternehmenswert steigern. Das profitable Wachstum wird durch ein sorgfältiges Management unserer internen Ressourcen und der sich ständig verändernden Dynamik unserer Verbraucher*innen ermöglicht. Wir ermöglichen personalisiertes Online-Shopping von Premium- und Luxus-Modeaccessoires für alle, die ihr Outfit vervollständigen, akzentuieren und individualisieren möchten. Daran glauben wir und darauf arbeiten wir hin. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses für das Jahr 2021 sind dem Vorstand und dem Aufsichtsrat keine Risiken bekannt, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ist von verschiedenen branchentypischen Chancen und Risiken abhängig. Im vorliegenden Risiko- und Chancenbericht werden die für fashionette und Brandfield als wesentlich erachteten Chancen und Risiken dargestellt sowie ein Überblick über das implementierte Risiko- und Chancenmanagementsystem gegeben. Als Instrument für den Vorstand und Aufsichtsrat haben fashionette und Brandfield ein Risikomanagementsystem mit den folgenden Elementen implementiert:
ZIEL DES RMS Ziel des Risikomanagementsystems ist es, Transparenz für Vorstand und Aufsichtsrat bezüglich Risiken und Chancen zu schaffen, ein gemeinsames Verständnis von Risiken und Chancen innerhalb des Unternehmens aufzubauen, unsere Risiko- und Chancenkultur zu fördern sowie risikobewusstes Handeln zu gewährleisten. IDENTIFIKATION UND ÜBERWACHUNG VON CHANCEN UND RISIKEN Die Identifizierung der Chancen und Risiken findet halbjährlich in Workshops statt und dient dazu, alle möglichen internen sowie externen Risiken zu erkennen, zu bewerten, zu dokumentieren und im Anschluss alle Mitarbeitenden dafür zu sensibilisieren. BEWERTUNG VON CHANCEN UND RISIKEN Alle identifizierten Risiken werden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer potenziellen Auswirkungen innerhalb eines Zeitraumes von einem Jahr bewertet und inventarisiert. Die Inventarisierung erfolgt in unternehmensspezifischen Clustern. Die Zusammenfassung der einzelnen Cluster wird unter Verwendung der folgenden Heatmap dargestellt:
Die Eintrittswahrscheinlichkeit gibt die Höhe der Wahrscheinlichkeit wieder, mit der ein bestimmtes Risiko innerhalb von einem Jahr eintreten könnte. Die Bewertung der möglichen Auswirkung erfolgt mittels qualitativer Skalen. Die qualitative Bewertung bezieht sich auf die potenziellen operativen, finanziellen und rechtlichen Auswirkungen auf den Konzern. Auf Basis der Bewertung und der jeweiligen Kombination aus Wahrscheinlichkeit und Auswirkung werden Chancen und Risiken als sehr gering, gering, mittel, hoch und sehr hoch eingestuft. Die wesentlichen Chancen und Risiken werden in diesem Bericht ausführlich beschrieben. DARSTELLUNG VON RISIKEN Im Berichtszeitraum wurden keine Risiken identifiziert, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten. In der folgenden Tabelle werden die Risikocluster inklusive Vorjahresvergleich dargestellt: scrollen
1. MÄRKTE UND WETTBEWERB 1.1 Markt- und Wettbewerbsstruktur fashionette ist in einem dynamischen, fragmentierten und wettbewerbsintensiven Marktsegment tätig. Die vielfältigen Wettbewerber operieren unter verschiedenen Marken und umfassen sowohl im Online- als auch Offline-Handel Mode-Generalisten ebenso wie Spezialisten für Accessoires. Zudem sind die Lieferanten von fashionette überwiegend selbst Hersteller oder Händler mit einem eigenen Endkundenvertrieb. Daher ist mit zusätzlicher Wettbewerbsintensität zu rechnen, falls Lieferanten den kostengünstigeren Warenzugang für den Auf- und/oder Ausbau von Online-Shops nutzen sollten. Ein zunehmender Wettbewerb im europäischen Markt für Premium- und Luxus-Modeaccessoires könnte sich negativ auf das Unternehmenswachstum sowie die Umsatz- und Ertragslage und damit auch die Wettbewerbssituation auswirken. fashionette ist überzeugt, mit dem proprietären, datengesteuerten Geschäftsmodell dynamisch und flexibel neue Trends, Nachfrageänderungen oder technologischen Fortschritt antizipieren zu können sowie Marktanteile gegenüber bestehenden und neuen Wettbewerbern zu sichern und auszubauen. 1.2 COVID-19-PANDEMIE fashionette vertreibt Premium- und Luxus-Modeaccessoires in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in ausgewählten Ländern der EU und in Großbritannien. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und in Rezessionen könnten wirtschaftliche Rahmenbedingungen der entsprechenden Märkte Kaufkraft und Konsumverhalten der Verbraucher*innen beeinträchtigen und sich infolge geringerer Online-Bestellungen negativ auf das Unternehmenswachstum und die Entwicklung der operativen Profitabilität auswirken. Insbesondere durch die COVID-19-Pandemie ist die weitere wirtschaftliche Entwicklung ungewiss und könnte zu Änderungen im Nachfrageverhalten führen. fashionette ist überzeugt, mögliche Marktveränderungen bewältigen zu können und auch künftig vom Trend zum Online-Shopping sowie von Veränderungen im Einkaufsverhalten im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie profitieren zu können. 2. OPERATIV 2.1 Logistik Als Online-Plattform ist fashionette von der Belieferung durch Bezugsquellen als auch von einem externen Logistikdienstleister abhängig, um ein ansprechendes Sortiment gewährleisten und zeitnah ausliefern zu können. Die Covid-19-Pandemie beeinträchtigt die Lieferkette sowie die Logistik und erhöht die Unsicherheit in Bezug auf Lagerhaltung und Fulfillment als auch auf eine schnelle Lieferung. Verzögerungen in der Bestellabwicklung aufgrund von Personalmangel durch hohe Infektionszahlen oder Quarantäne können zu Umsatzverlusten, höheren Kosten in der Logistik sowie sinkender Zufriedenheit seitens unserer Kund*innen führen. Um Lieferengpässe zu vermeiden, basiert der Beschaffungsprozess von fashionette auf langfristig im Voraus aufgestellten Planungen. Somit stellen wir sicher, dass der größte Teil der Saisonware frühzeitig vor der jeweiligen Verkaufssaison bestellt und angeliefert wird. Zusätzlich haben wir das Monitoring unserer Bestände intensiviert, um flexibel und frühzeitig auf Unterbrechungen in der Lieferkette reagieren zu können. Um unsere Lager- und Logistikkapazitäten auf einem hohen Niveau zu halten, haben wir mit unserem Logistikdienstleister eine Reihe zusätzlicher vorbeugender Maßnahmen für Sicherheit und Gesundheitsschutz eingeführt. 2.2 IT-Infrastruktur und -systeme fashionette investiert kontinuierlich erhebliche Mittel und interne Ressourcen in die Weiterentwicklung der eigenen IT-Plattform und IT-Infrastruktur. Um erfolgreich zu arbeiten, haben wir eine umfangreiche Infrastruktur mit verschiedenen komplexen IT-Lösungen und -Schnittstellen entwickelt. Dieser hohe Grad an Interkonnektivität könnte ein erhebliches Risiko für das Unternehmen darstellen, wenn Daten aufgrund eines Systemausfalls nicht übertragen werden können. Darüber hinaus könnten Bedrohungen der Cybersicherheit wie unbefugter Zugriff von Innen oder Außen unsere internen Tools oder kundenorientierten Anwendungen stören. Wenn ein Cyberangriff erfolgreich ist, könnte fashionette einen schweren Schaden erleiden, der zu Umsatzverlusten, Rufschädigung oder nicht unerheblichem Wiederherstellungsaufwand führen kann. Derzeit beschäftigt fashionette ein qualifiziertes IT-Team von zehn Vollzeitmitarbeitenden und bis zu zehn externe Spezialisten. Dadurch sind wir in der Lage, unsere interne IT-Infrastruktur und die Support-Lösungen unserer Drittanbieter ständig zu überwachen, weiterzuentwickeln und zu verbessern. Im Jahr 2021 haben sich keine limitierenden Vorfälle ergeben. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, werden wir weiterhin erhebliche Investitionen in unsere IT tätigen. 3. FINANZEN 3.1 Liquiditäts-, Ausfall-, Währungs- und Zinsrisiko Finanzielle Risiken (Ausfallrisiko und Liquiditätsrisiko) sind aufgrund der aktuellen Liquiditätssituation nicht gegeben: fashionette verfügt zusätzlich zu den vorhandenen langfristigen Darlehen über Kontokorrentkredite von insgesamt 13.000 TEUR. Dem Risiko variabler Zinsen (Zinsrisiko) aus ausgewählten langfristig variabel verzinsten Darlehen wurde durch im Berichtsjahr abgeschlossene laufzeitkongruente Zinsderivate begegnet. Im Rahmen des Liquiditätsmanagements hat die Gesellschaft auch Vereinbarungen mit Factoring-Gesellschaften abgeschlossen, die das Ausfallrisiko der Schuldner tragen. Die Beendigung bestehender Factoring-Vereinbarungen könnte sich negativ auf die Liquiditätssituation und auch auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken. fashionette ist überzeugt, auch künftig steigende Gewinne durch Umsatzwachstum und Profitabilitätssteigerungen zu erzielen und somit die laufende Geschäftstätigkeit und Investitionen in die internationale Expansion finanzieren zu können. 4. RECHT 4.1 Compliance Die fashionette AG ist im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet und unterliegt somit einer Vielzahl von zusätzlichen gesetzlichen Regelungen und Pflichten. Compliance-Risiken lassen sich ganz allgemein als Risiken verstehen, die aus Regelverstößen hervorgehen. Dabei können Risiken bezüglich der Unternehmensreputation, der Haftung, des Rechts sowie der Wirtschaftlichkeit auftreten. Diese können wiederum ernsthafte finanzielle Schäden zur Folge haben. Denn bei der Missachtung von Compliance-Richtlinien drohen Bußgelder, Umsatzeinbußen aufgrund von Reputationsverlust oder Schadensersatzforderungen. Wir verfolgen die laufende Rechtsprechung zu relevanten Themen und holen uns diesbezüglich Einschätzungen von erfahrenen Anwälten ein. Im Vorjahr wurden zwei interne Compliance-Officer damit beauftragt, den Aufbau eines umfassenden Compliance Management Systems für die Gesellschaft zu starten, um auf diese Weise in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung eine Compliance-Kultur zu etablieren, aus der sich feste Compliance-Ziele ableiten lassen. Im Jahr 2021 hat man bereits erste Schritte unternommen die Mitarbeitenden für Compliance-Themen zu sensibilisieren u.a. in Form von Schulungen zum Daten- und Arbeitsschutz. GESAMTCHANCENSITUATION Die wesentlichen Chancen für die Gesellschaft haben sich seit der Veröffentlichung des Wertpapierprospekts nicht verändert. Chancen, die zur signifikanten Übererfüllung der ehrgeizigen Ziele führen könnten, sind nicht bekannt. Darstellung wesentlicher Chancen Risiken, die sich auf die Wettbewerbssituation und wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft auswirken können, stehen Chancen gegenüber, die das Potenzial darstellen, auch Wachstum und Profitabilität zu begünstigen. Nachfrage für Premium- und Luxus-Modeaccessoires fashionette verfügt mit der Positionierung im europäischen Markt für Premium- und Luxus-Modeaccessoires über ein bewährtes und profitables Geschäftsmodell. Dabei gilt fashionette laut Marktforschungsunternehmen Statista als erste Anlaufstelle in Deutschland beim Kauf einer Designer-Handtasche. Das Unternehmen kann davon sowie von einem beschleunigten Trend zum Online-Shopping mit Umsatz- und Ergebnissteigerungen profitieren. Dabei bietet der europäische Markt für Premium- und Luxus-Modeaccessoires aufgrund der geringeren Online-Durchdringung ein höheres Wachstumspotenzial gegenüber generalisierten Produktsegmenten und Märkten. Proprietäre, datengesteuerte Plattform Für die Nachfrage nach Premium- und Luxus-Modeaccessoires der Gesellschaft sind folgende Fähigkeiten der proprietären, datengesteuerten Online-Plattform entscheidend: Bereitstellung eines relevanten und breiten Produktangebots, Schnelligkeit in der Auslieferung von Bestellungen, Attraktivität der Premium- und Luxus- Modeaccessoires und des Preisangebots sowie erfolgreiche Vermarktung der Produkte und Exzellenz des Services gegenüber den Kund*innen. Durch die Erweiterung des Angebots an Premium- und Luxus-Modeaccessoires, die Optimierung des Einkaufserlebnisses und die kontinuierliche Fokussierung auf operative Exzellenz und hochwertigen Service ist fashionette überzeugt, weiter von einem Anstieg der Nachfrage nach Premium- und Luxus-Modeaccessoires profitieren zu können. Markenbekanntheit fashionette ist eine führende Online-Plattform für Premium- und Luxus-Modeaccessoires in Deutschland mit hoher Markenbekanntheit. Laut Marktforschungsunternehmen Statista ist fashionette der bekannteste Online-Shop für Designer-Handtaschen in Deutschland. Die langjährige Marktpräsenz der Marke "fashionette" und die kontinuierlichen Investitionen in Marketing und Markenaufbau haben es dem Unternehmen ermöglicht, viele langfristige Beziehungen zu zahlreichen Designermarken und Lieferanten in Europa aufzubauen und damit Markteintrittsbarrieren für neue Wettbewerber zu schaffen. Die Möglichkeit, Premium- und Luxus-Modeaccessoires verschiedener Designermarken zu vergleichen, aktuelle Trends zu erkennen und dabei das Risiko von Produktfälschungen zu minimieren, trägt zum Vertrauen in die Marke "fashionette" und damit zu deren Bekanntheit bei. fashionette ist überzeugt, dass Website-Besucher*innen durch das Einkaufserlebnis zu aktiven Kund*innen werden sowie entsprechende Wiederholungskäufe gestärkt werden und damit entscheidend zu Umsatz und operativem Ergebnis beitragen können. Kund*innenbindung fashionette ist überzeugt, mit einem inspirierenden Einkaufserlebnis die Kund*innenbindung zu erhöhen sowie loyale und dauerhafte Beziehungen zu seinen Kund*innen aufzubauen. Die Kund*innenbindung ist maßgeblich, um die Häufigkeit von Wiederholungskäufen und infolgedessen das Auftragsvolumen bei geringeren Marketingkosten im Verhältnis zum Umsatz zu steigern. Zur Erhöhung des durchschnittlichen Bestellwerts erweitert die Gesellschaft die Auswahl der bestehenden Produktkategorien kontinuierlich und investiert zusätzlich in nutzenbringende Inhalte sowie ein kontinuierlich verbessertes Einkaufserlebnis. fashionette ist überzeugt, bei der Steigerung des durchschnittlichen Bestellwerts gleichzeitig sowohl beträchtliche Marketinginvestitionen tätigen zu können als auch die operative Profitabilität zu steigern. PROGNOSEBERICHT • Künftige gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Lage • Ausblick Künftige gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Lage Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) steht die Weltwirtschaft Anfang 2022 schwächer da als im Oktober 2021 erwartet. Das globale Wachstum wird sich voraussichtlich von 5,9 % im Vorjahr auf 4,4 % im Jahr 2022 abschwächen - ein halber Prozentpunkt weniger als in der Prognose von Oktober. Die Hauptgründe dafür waren Abwärtskorrekturen in den beiden größten Volkswirtschaften, die insbesondere auf die frühere Rücknahme der akkommodierenden Geldpolitik und die anhaltenden Angebotsengpässe in den USA zurückzuführen waren, sowie pandemiebedingte Störungen im Zusammenhang mit der COVID-19- Nulltoleranzpolitik und anhaltende finanzielle Spannungen bei Immobilienentwicklern in China. Im Oktober ging der IWF außerdem davon aus, dass hohe Inflationsraten länger als angenommen fortbestehen werden, da die Unterbrechungen der Lieferketten und die hohen Energiepreise auch 2022 noch anhalten werden. Es wird erwartet, dass der Inflationsdruck im Laufe des Jahres 2022 nachlässt und sich die Versorgungsengpässe und die Rohstoffpreise wieder normalisieren. Für die Eurozone erwartet der IWF einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,9 % nach einer Abwärtskorrektur von 0,4 Prozentpunkte. Hier fiel die Korrektur der Wirtschaftswachstumsprognose für Deutschland um 0,8 Prozentpunkte auf 3,8 % auf, die vor allem die Anfälligkeit der exportorientierten Wirtschaft für Schocks in der Lieferkette widerspiegelt. 18 Nach Angaben der Unternehmensberatung Bain & Company wird der globale Markt für Luxusgüter bis 2022 um bis zu 9,5 % auf 310 Mrd. EUR anwachsen. Der globale Trend vom Offline- zum Online-Handel wird sich auch im Luxusgütermarkt weiter beschleunigen und in den kommenden Jahren unter allen Vertriebskanälen das stärkste Wachstum verzeichnen 19. Die Unternehmensberatungen The Business of Fashion und McKinsey & Company gehen davon aus, dass die globale Beauty-Branche im Jahr 2022 das Niveau vor der COVID-19-Pandemie übertreffen und einen Wert von 560 Mrd. USD übersteigen wird, was einem jährlichen Wachstum von 8 % entspricht. Das Beauty-Segment mit dem stärksten erwarteten Wachstum ist Parfüms mit 18 %, gefolgt von Hautpflege mit 10 % und Haarpflege mit 6 %. Es wird erwartet, dass nicht-digitale Kanäle Marktanteile verlieren werden, wobei der Online-Verkauf bis 2022 23 % des Beauty-Marktes ausmachen wird, was einem Wachstum von 20 % gegenüber dem Vorjahr entspricht 20. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) erwartet, dass die verlässliche Leistung der digitalen Händler dazu beitragen wird, den Umsatzanteil des E-Commerce am gesamten Einzelhandel bis 2022 weiter zu erhöhen. Er prognostiziert ein Umsatzwachstum von 12,0 % auf über 110 Mrd. EUR 21. Ausblick Der Vorstand der fashionette AG geht mit Zuversicht in das Jahr 2022. Das signifikante Wachstum der letzten Jahre unterstreicht nach Ansicht des Vorstands das große Expansionspotenzial der Gruppe. Für fashionette steht das Einkaufserlebnis der Kund*innen im Mittelpunkt. Den Kund*innen wird nicht nur angeboten, was sie suchen, sondern sie erhalten auch Ideen, wie sie diese Artikel mit anderen Modeprodukten kombinieren können, um den perfekten Look zu finden oder zu ergänzen. Der Vorstand ist davon überzeugt, dass ein personalisiertes Einkaufserlebnis und eine kuratierte Produktauswahl über die firmeneigene Online-Plattform der fashionette AG den Unterschied in einem dynamisch wachsenden Markt ausmachen werden.
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https://www.imf.org/-/media/Files/Publications/WEO/2022/Update/January/English/text.ashx
In diesem Zusammenhang schafft die firmeneigene Technologieplattform in Verbindung mit dem für Kund*innen relevanten Angebot hervorragende Rahmenbedingungen, um das profitable Wachstum von fashionette weiter voranzutreiben. Der Vorstand geht davon aus, dass die Gruppe weiterhin von der beschleunigten Verlagerung des stationären Einzelhandels hin zum E-Commerce im europäischen Marktsegment für Premium- und Luxus-Modeaccessoires profitieren wird. Die fashionette AG verfolgt daher das Ziel, deutlich schneller als der Online-Modemarkt zu wachsen und den Marktanteil der Gruppe weiter auszubauen, um Europas führende E-Commerce-Gruppe für Premium- und Luxus-Modeaccessoires zu werden. Der Vorstand ist überzeugt, dass diese Strategie den Wert des Unternehmens langfristig maximieren wird. Der Ausblick basiert auf der Annahme eines stabilen Portfolios. Die relevanten Chancen und Risiken, die den Ausblick beeinflussen, werden im Chancen- und Risikobericht dieses Lageberichts erläutert. Der Ausblick basiert auf der aktuellen Einschätzung der Auswirkungen, die sich aus der geopolitischen Lage und der Weltwirtschaft ergeben. Er geht davon aus, dass es zu keiner weiteren wesentlichen Verschlechterung kommt. Die Unsicherheiten, die sich aus der Entwicklung der aktuellen geopolitischen Lage ergeben, könnten wesentliche Auswirkungen auf die operative und finanzielle Leistung von fashionette haben. Weitere zu berücksichtigende Faktoren: scrollen
Umsatz Der Vorstand der fashionette AG erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein Wachstum der Nettoumsätze von 16 % bis 21 % (2021: 154,8 Mio. EUR) auf Pro-forma-Basis bzw. 34 % bis 40 % des Konzernumsatzes (2021: 133,8 Mio. EUR). Dieses Wachstum wird in beiden Segmenten DACH und Benelux & Sonstige erwartet. Ertrag Der Vorstand erwartet weiterhin ein bereinigtes EBITDA von 5 Mio. EUR bis 7,5 Mio. EUR (2021: 5,7 Mio. EUR auf Pro-forma-Basis oder 4,4 Mio. EUR auf konsolidierter Basis), davon ca. 75 % in der DACH-Region und ca. 25 % in der Region Benelux & Sonstige. Es wird erwartet, dass die Zahl der Neukund*innen im Jahr 2022 um etwa 18 % bis 25 % (2021: 26,7 % auf Proforma-Basis) über dem Vorjahr liegen wird und der aktive Kund*innenstamm weiter ausgebaut wird. Auch die übrigen nicht-finanziellen Leistungsindikatoren werden sich voraussichtlich wie im Vorjahr weiter positiv entwickeln. ERGÄNZENDER LAGEBERICHT DER FASHIONETTE AG Der Jahresabschluss der fashionette AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Die fashionette AG ist die Muttergesellschaft des fashionette-Konzerns und ist ebenfalls operativ tätig. Steuerungssystem Finanzielle Leistungsindikatoren Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung der fashionette AG sind Nettoumsatzerlöse, Bruttoergebnis und Bruttoergebnismarge, berichtetes EBITDA und berichtete EBITDA-Marge sowie bereinigtes EBITDA und bereinigte EBITDA-Marge. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die wichtigsten nicht finanziellen Leistungsindikatoren für die Steuerung der fashionette AG sind Anzahl Bestellungen, durchschnittlicher Warenkorb, Anzahl aktive Kund*innen sowie Anzahl Neukund*innen. scrollen
Anzahl der Bestellungen Anzahl der Kund*innenbestellungen auf einer der Websites der fashionette AG nach Stornierungen und vor Retouren. Die Erfassung erfolgt am Tag der Bestellung, sodass erfasste und ausgelieferte Bestellungen voneinander abweichen können. Durchschnittlicher Warenkorb Verhältnis des Bestellwerts zur Anzahl der Bestellungen. Aktive Kund*innen (Vergangene zwölf Monate, LTM) Anzahl von Kunden*innen mit mindestens einer Bestellung in den vergangenen zwölf Monaten über eine Website der fashionette AG vor Retouren. Neukund*innen Anzahl von Kund*innen mit Erstbestellungen über eine Website der fashionette AG vor Retouren. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2021 erzielte die fashionette AG mit Steigerungen in allen Produktkategorien ein Wachstum der Nettoumsatzerlöse nach Gutschriften für Retouren und Rabatte von 14,9% auf TEUR 108.925 (2020: TEUR 94.812). Zum Umsatzwachstum trugen die um 25,9 % gestiegenen Neukund*innenzahlen bei sowie der Anstieg aktiver Kunden*innen um 27,2 % bei. Mit einem Anteil am Nettoumsatz von 84,2 % (2020: 85,0 %) verzeichnete die DACH-Region als wichtigster geografischer Markt für fashionette ein Wachstum von 13,8 %. Die nicht-deutschsprachigen Länder wuchsen um 21,3 % auf TEUR 17.158 (2020: TEUR 14.150). Die Anzahl der Bestellungen stieg um 27,3 % auf 773.842 (2020: 607.687). Zum Ende des Geschäftsjahres 2021 verzeichnete fashionette 454.167 aktive Kunden*innen (31. Dezember 2020: 357.084). scrollen
Das im Wesentlichen um Einmaleffekte für Beratungsaufwendungen und nicht der Geschäftstätigkeit zuordenbaren Aufwendungen bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 um 75,0 % auf TEUR 2.226 (2020: TEUR 8.894) bei einer bereinigten EBITDA-Marge von 2,0 % (2020: 9,4 %). Das berichtete EBITDA sank um 78,7 % auf TEUR 1.254 (2020: TEUR 5.881) bei einer berichteten EBITDA-Marge von 1,2 % (2020: 6,2 %). Sondereffekte sind im Wesentlichen in Form von Einmal-Aufwendungen in Verbindung mit dem Wechsel des Logistikdienstleisters und Beratung in Verbindung mit der Umstellung auf den IFRS-Standard von insgesamt TEUR 973 (2020: TEUR 3.013) enthalten. Diese Sondereffekte werden im bereinigten EBITDA nicht berücksichtigt. Die Überleitung auf das bereinigte EBITDA und die Verteilung der Sondereffekte auf die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung stellt sich wie folgt dar: scrollen
Ertragslage Im Geschäftsjahr 2021 erzielte die fashionette AG ein Wachstum der Nettoumsatzerlöse nach Gutschriften für Retouren und Rabatte von 14,9 % auf TEUR 108.925 (2020: TEUR 94.812). Zum Umsatzwachstum trugen insbesondere die um 25,9 % gestiegenen Neukund*innenzahlen bei. Die Abweichung in den Nettoumsatzerlöse zur Prognose des Vorjahres resultiert aus in noch im Jahr 2021 überwundenen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Wechsel des Logistikdienstleisters. Der Materialaufwand erhöhte sich volumenbedingt um 21,4 % auf TEUR 69.550 (2020: TEUR 57.298). Der Materialaufwand beinhaltet eine Bestandsminderung in Höhe von TEUR 926 aufgrund von Inventurdifferenzen und Diebstahl. Dies führt zu Schadensersatzforderungen gegenüber dem Logistikdienstleister, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen Forderungen ausgewiesen sind. Daraus ergibt sich ein negativer Effekt auf die Rohertragsmarge von 0,9 Prozentpunkten. Bereinigt um diesen Effekt liegt die operative Rohertragsmarge im Geschäftsjahr 2021 bei 37,0 %. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen insbesondere durch Schadenersatzansprüche aus Inventurdifferenzen und Diebstahl um 36,5 % auf TEUR 2.327 (2020: TEUR 1.705). Der Personalaufwand erhöhte sich im Berichtsjahr aufgrund des Anstiegs der durchschnittlichen Mitarbeiter*innenzahlen um 16,2 % auf 172 Beschäftigte (31. Dezember 2020: 148) um 7,9 % auf insgesamt TEUR 8.089 (2020: TEUR 7.500). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen lagen mit TEUR 2.503 auf Vorjahresniveau (2020: TEUR 2.434). Davon entfielen TEUR 1.415 auf die nach HGB linear vorzunehmenden Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwerts (2020: TEUR 1.415). Sonstige betriebliche Aufwendungen erhöhten sich in Relation zum Umsatzwachstum im Wesentlichen durch den Anstieg der Vertriebs- und Marketingkosten sowie der übrigen betrieblichen Kosten um 25,2% auf TEUR 32.360 (2020: TEUR 25.838). Die oben genannten Bewegungen resultieren in einem Jahresfehlbetrag von TEUR 2.394 (2020: Jahresüberschuss TEUR 872). Finanzlage Die fashionette AG verfügte zum 31. Dezember 2021 über liquide Mittel in Höhe von TEUR 5.386 (31. Dezember 2020: TEUR 21.835). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entwickelten sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt: scrollen
Im Geschäftsjahr 2021 verbuchte die fashionette AG einen Abfluss an liquiden Mitteln von TEUR 26.405 (2020: Zufluss TEUR 38.134). Der Abfluss resultiert im Wesentlichen aus der Brandfield Akquisition und dem Aufbau des Vorratsvermögens. Der Finanzmittelfonds betrug am 31.12.2021 TEUR 5.375 (31. Dezember 2020: TEUR 31.829). Zum Abschlussstichtag bestanden Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 11.561 (31. Dezember 2020: TEUR 6), wovon TEUR 1.811 (Vorjahr: TEUR 6) eine Restlaufzeit von einem Jahr haben und TEUR 9.750 (Vorjahr: TEUR 0) eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahre. Im Rahmen der Refinanzierung der Brandfield Akquisition wurde die Betriebsmittelfinanzierung im vierten Quartal 2021 neu strukturiert. Die bisherigen Kontokorrentkredite mit fester Laufzeit bei der Deutschen Bank und der HypoVereinsbank in Höhe von jeweils 7,5 Millionen Euro wurden durch drei neue Kontokorrentkredite in Höhe von insgesamt 11 Millionen Euro ersetzt. Die Kredite sind unbefristet und unbesichert. Die fashionette AG verfügt aus Sicht des Vorstandes über ausreichend liquide Mittel zur Finanzierung der weiteren Wachstumspläne. Vermögenslage Die Vermögenslage ist in der folgenden verkürzten Bilanz dargestellt: scrollen
Die Bilanzsumme der fashionette AG erhöhte sich zum Ende des Geschäftsjahres 2021 insbesondere infolge der Akquisition der Brandfield Gruppe um 14,3 % auf TEUR 90.405 (31. Dezember 2020: TEUR 79.078). Der Unternehmenskauf Brandfield führte zu einem Anstieg des Anlagevermögens um 115,8 % auf TEUR 35.079 (31. Dezember 2020: TEUR 16.253). Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen stieg auf 38,8 % (31. Dezember 2020: 20,6 %). Das Umlaufvermögen hat sich im Geschäftsjahr 2021 um TEUR 7.649 auf TEUR 54.463 (31. Dezember 2020: TEUR 62.112) reduziert. Das Vorratsvermögen stieg dabei um TEUR 15.038 auf TEUR 36.891 (31. Dezember 2019: TEUR 21.852). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenständen stiegen um TEUR 3.763 auf TEUR 12.187 (31.12.2020: TEUR 8.424). Die liquiden Mittel inklusive der sonstigen kurzfristigen Wertpapiere (31.12.2021: TEUR 0, Vorjahr TERU: 10.000) sanken im Geschäftsjahr 2021 um TEUR 26.450 auf TEUR 5.386 (31. Dezember 2020: TEUR 21.835) im Wesentlichen bedingt durch die Unternehmensakquisition von Brandfield sowie durch den Aufbau von Working Capital. Das Eigenkapital sank um 3,6 % auf TEUR 63.975 (31. Dezember 2020: TEUR 66.369), im Wesentlichen bedingt durch den Jahresverlust 2021. Die Eigenkapitalquote liegt zum 31.12.2021 bei 70,8 % (31. Dezember 2020: 83,9 %). Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich im Wesentlichen durch ausstehende Rechnungen sowie Prüfungs- und Abschlusskosten auf insgesamt TEUR 1.697 (31. Dezember 2020: TEUR 1.074). Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um >100 % auf TEUR 24.733 (31. Dezember 2020: TEUR 11.635), im Wesentlichen bedingt durch die Refinanzierung der Brandfield-Akquisition. Damit stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 11.550 auf TEUR 11.561 (31.12.2020: TEUR 6). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen und sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 13,3 % auf TEUR 13.172 (31. Dezember 2020: TEUR 11.629). Der Anteil der Verbindlichkeiten am Gesamtkapital stieg auf 27,4 % (31. Dezember 2020: 14,7 %). Chancen und Risiken Die Chancen und Risiken der fashionette AG sind dieselben wie für den Konzern. Wir verweisen daher auf den Chancen- und Risikobericht dieses zusammengefassten Lageberichts. Ausblick fashionette AG Die Prognose für die fashionette AG in Bezug auf das wirtschaftliche Umfeld und die Erwartungen für das operative Geschäft entspricht im Wesentlichen der Prognose für den fashionette-Konzern, siehe Kapitel Ausblick dieses zusammengefassten Lageberichts. Für 2022 erwartet der Vorstand der fashionette AG einen Anstieg des Nettoumsatzes von rund 16 % bis 21 %. Die Anzahl Neukund*innen soll dabei ca. 18 % - 25 % über dem Vorjahr liegen, auch bei den übrigen nicht finanziellen Leistungsindikatoren wird von einer Entwicklung wie im Geschäftsjahr 2021 ausgegangen. Die bereinigte EBITDA-Marge (bereinigter Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) soll im mittleren einstelligen Prozentbereich liegen.
Düsseldorf, den 31. März 2022 gez. Daniel Raab gez. Thomas Buhl KonzernbilanzIFRS Konzernbilanz scrollen
KonzerngesamtergebnisrechnungIFRS Konzerngesamtergebnisrechnung (Gesamtkostenverfahren) scrollen
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Anhang zum KonzernabschlussAllgemeine Informationen Die fashionette AG ("fashionette" oder "die Gesellschaft") ist eine in Deutschland gegründete Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Düsseldorf unter der Nummer HRB 91139 eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in der Lierenfelder Straße 45, 40231 Düsseldorf, Deutschland. Der vorliegende Konzernabschluss umfasst die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften (zusammen als "der Konzern" oder "fashionette" bezeichnet). fashionette ist eine führende europäische datengesteuerte Online-Plattform für Premium- und Luxus-Modeaccessoires. Ziel von fashionette ist es, allen Kunden in Europa ein personalisiertes Online-Shopping-Erlebnis im Bereich Premium- und Luxus-Modeaccessoires zu bieten. Mit Wirkung zum 1. Juli 2021 hat die Gesellschaft alle Anteile an den folgenden Gesellschaften erworben: scrollen
Alle Gesellschaften wurden ab dem jeweiligen Erwerbszeitpunkt voll konsolidiert und damit in den vorliegenden Konzernabschluss einbezogen. Weitere Informationen über den Erwerb von Tochtergesellschaften finden Sie in Anhangangabe 6. Mit dieser Transaktion ist der Konzern der fashionette AG entstanden. Entsprechend beinhalten die Konzernergebnisrechnung und die Kapitalflussrechnung der Vorjahre nur die Beträge der fashionette AG und sind daher nicht mit dem Geschäftsjahr 2021 vergleichbar. Grundlagen der Aufstellung Bestätigung der Übereinstimmung mit IFRS Der vorliegende Konzernabschluss ist der erste Konzernabschluss von fashionette. Er umfasst das aktuelle Berichtsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 mit Vergleichszeiträumen vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie einer Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2019. Die Konzernbilanz, die Konzerngesamtergebnisrechnung, die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und die Konzernkapitalflussrechnung sowie die Anhangangaben zum Konzernabschluss, einschließlich der wesentlichen Rechnungslegungsmethoden und sonstiger erläuternder Angaben, sind für den aktuellen Berichtszeitraum und die beiden Vergleichszeiträume sowie für die Eröffnungsbilanz dargelegt. Der Konzernabschluss von fashionette wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht und von der Europäischen Union mit Wirkung zum 31. Dezember 2021 übernommen wurden, aufgestellt. Der Begriff IFRS umfasst auch alle geltenden International Accounting Standards (IAS) sowie die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC). Der Abschluss wurde vom Management am 31. März 2022 genehmigt und dem Aufsichtsrat zur Prüfung und Billigung weitergeleitet. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der Konzernbilanz wurden gemäß IAS 1 nach den in IAS 1.54 ff. definierten Kriterien als kurzfristig/langfristig klassifiziert. fashionette hat sich für die Darstellung der Konzerngesamtergebnisrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren entschieden. fashionette hat sich für die Darstellung der Konzerngesamtergebnisrechnung in einem "one-statement approach" entschieden. Die Konzernbilanz entspricht den Gliederungsanforderungen von IAS 1 "Darstellung des Abschlusses". Bei der Darstellung der Posten des sonstigen Ergebnisses werden die Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden, getrennt von den Posten dargestellt, die niemals umgegliedert werden. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind nach Fälligkeit gegliedert, fashionette erfasst die konsolidierten Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit nach der indirekten Methode. Einzelne Posten der Konzerngesamtergebnisrechnung und der Konzernbilanz werden zur besseren Übersichtlichkeit der Darstellung zusammengefasst. Diese Posten werden in den Anhangangaben zum Konzernabschluss erläutert. Soweit nichts anderes angegeben ist, wurden alle Beträge auf den nächsten Tausender gerundet. Da Beträge in Tausend Euro angegeben sind, kann die Rundung nach kaufmännischen Grundsätzen zu Rundungsdifferenzen führen. In einigen Fällen entsprechen solche gerundeten Beträge und Prozentsätze bei der Addition nicht zu 100 % den angegebenen Summen und die Zwischensummen in den Tabellen können geringfügig von den nicht gerundeten Zahlen abweichen. Abschluss Der Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Der Konzern hat seinen ersten Konzernabschluss nach IFRS erstellt und IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" zugrunde gelegt. Dementsprechend hat die Gruppe einen Abschluss erstellt, der den zum 31. Dezember 2021 geltenden IFRS entspricht, zusammen mit den Daten des Vergleichszeitraums für das am 31. Dezember 2020 und 31. Dezember 2019 endende Jahr, wie in der Zusammenfassung der wesentlichen Rechnungslegungsgrundsätze beschrieben. Bei der Erstellung des Abschlusses wurde die Eröffnungsbilanz der Gruppe zum 1. Januar 2019, dem Datum des Übergangs der Gruppe auf IFRS, erstellt. Die Schätzungen zum 1. Januar 2019 und zum 31. Dezember 2019 stimmen mit den Schätzungen überein, die für dieselben Zeitpunkte gemäß den HGB vorgenommen wurden. Die von der Gruppe verwendeten Schätzungen zur Darstellung dieser Beträge gemäß IFRS spiegeln die Bedingungen zum 1. Januar 2019, dem Datum des Übergangs zu IFRS, wider. Mangels eines mit dem vorliegenden Konzernabschluss vergleichbaren Abschlusses entfällt die Verpflichtung nach IFRS 1.23 in Verbindung mit IFRS 1.24 ff zur Angabe von Überleitungsrechnungen für den Übergang zur Rechnungslegung nach IFRS. Unternehmensfortführung Der Konzernabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung gemäß IAS 1.25 erstellt. Bewertungsgrundlagen Der Konzernabschluss wurde auf Grundlage historischer Kosten erstellt. Dies gilt in der Regel nicht für derivative Finanzinstrumente, da diese zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag erfasst werden. Eine entsprechende Erläuterung wird im Rahmen der jeweiligen Rechnungslegungsmethoden angeführt. Funktions- und Darstellungswährung Der Konzernabschluss ist in Euro, der funktionalen Währung von fashionette, aufgestellt. Soweit nichts anderes angegeben ist, wurden alle Beträge auf den nächsten Tausender gerundet. Einstufung als kurz- oder langfristig Ein Vermögenswert wird als kurzfristig eingestuft, wenn davon ausgegangen wird, dass er innerhalb des normalen Geschäftszyklus von fashionette von einem Jahr realisiert oder verbraucht wird. Alle sonstigen Vermögenswerte werden als langfristig eingestuft. Eine Verbindlichkeit wird als kurzfristig eingestuft, wenn davon ausgegangen wird, dass sie innerhalb des normalen Geschäftszyklus von fashionette beglichen wird. Alle sonstigen Verbindlichkeiten werden als langfristig eingestuft. Wesentliche Rechnungslegungsmethoden Der Konzern hat die folgenden Rechnungslegungsmethoden einheitlich auf alle in diesem Konzernabschluss dargestellten Perioden angewandt. Konsolidierung Unternehmenszusammenschlüsse Der Konzern bilanziert Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode, wenn die erworbenen Aktivitäten und Vermögenswerte die Kriterien eines Unternehmens erfüllen und die Kontrolle auf den Konzern übergegangen ist. Um festzustellen, ob eine bestimmte Gruppe von Aktivitäten und Vermögenswerten ein Unternehmen darstellt, prüft der Konzern, ob die erworbene Gruppe von Vermögenswerten und Aktivitäten mindestens einen Ressourceneinsatz und ein substanzielles Verfahren umfasst und ob die erworbene Gruppe die Fähigkeit hat, Leistungen zu erzeugen. Die beim Erwerb übertragene Gegenleistung wird in der Regel zum beizulegenden Zeitwert bewertet, ebenso wie die erworbenen identifizierbaren Nettovermögenswerte. Ein entstehender Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich auf Wertminderung geprüft und bei auslösenden Ereignissen auf Ad-hoc-Basis. Gewinne aus einem Erwerb zu einem Preis unter Marktwert werden nach weiterer Prüfung ergebniswirksam erfasst. Transaktionskosten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens als Aufwand verbucht, es sei denn, sie stehen im Zusammenhang mit der Ausgabe von Schuldtiteln oder Aktienpapieren. Tochtergesellschaften Tochtergesellschaften sind Gesellschaften, die von dem Konzern beherrscht werden. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er schwankenden Renditen aus seinem Engagement in dem Unternehmen ausgesetzt ist oder Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen durch seine Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Die Abschlüsse von Tochterunternehmen sind im Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt enthalten, an dem die Beherrschung beginnt und bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet. Im Rahmen der Konsolidierung eliminierte Geschäftsvorfälle Konzerninterne Salden und Geschäftsvorfälle sowie alle nicht realisierten Erträge und Aufwendungen (mit Ausnahme von Gewinnen oder Verlusten aus Geschäftsvorfällen in Fremdwährung) aus konzerninternen Geschäftsvorfällen werden eliminiert. Fremdwährungen Geschäftsvorfälle in Fremdwährungen Geschäftsvorfälle in Fremdwährungen werden unter Verwendung des zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls geltenden Wechselkurses in die funktionale Währung des Konzerns umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die auf Fremdwährungen lauten, werden mit dem Kurs zum Abschlussstichtag in die funktionale Währung umgerechnet. Nicht monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden zu dem Kurs in die funktionale Währung umgerechnet, der am Tag der Ermittlung des Zeitwertes gültig war. Nicht monetäre Posten, die auf Basis von historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden zum Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden im Allgemeinen erfolgswirksam erfasst und unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Sachanlagen Ansatz und Bewertung Sachanlagen werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und bei Folgebewertung abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen bewertet. Wenn wesentliche Teile einer Sachanlage eine unterschiedliche Nutzungsdauer haben, werden sie als gesonderte Posten (Hauptkomponenten) innerhalb der Sachanlagen bilanziert. Gewinne oder Verluste aus dem Abgang einer Sachanlage werden erfolgswirksam erfasst. Nachträgliche Aufwendungen Nachträgliche Aufwendungen werden nur aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass der mit dem Aufwand verbundene künftige wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird. Alle anderen Ausgaben für Sachanlagen werden unmittelbar als Aufwand erfasst. Planmäßige Abschreibung Planmäßige Abschreibungen werden berechnet, um die Anschaffungs- und Herstellungskosten von Sachanlagen abzüglich ihres geschätzten Restwerts linear über den Zeitraum ihrer geschätzten Nutzungsdauer abzuschreiben, und werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Die geschätzte Nutzungsdauer von Sachanlagen für das Berichtsjahr und die Vergleichsjahre lautet wie folgt: scrollen
Abschreibungsmethoden, Nutzungsdauer und Restwerte werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Ausbuchung Sachanlagen werden entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus ihrer weiteren Nutzung kein künftiger wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Gewinne oder Verluste, die bei Veräußerung oder Stilllegung von Sachanlagen entstehen, werden als Unterschiedsbetrag zwischen dem Veräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts bestimmt und erfolgswirksam unter den sonstigen Erträgen oder den sonstigen Aufwendungen erfasst. Immaterielle Vermögenswerte Geschäfts- oder Firmenwert Der Geschäfts- oder Firmenwert, der sich aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften ergibt, wird mit den Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Sonstige immaterielle Vermögenswerte Sonstige immaterielle Vermögenswerte, einschließlich Patente, Lizenzen sowie ähnliche Rechte und Werte, Marken und Kundenbeziehungen, die von dem Konzern erworben werden und eine begrenzte Nutzungsdauer haben, werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und bei der Folgebewertung abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen bewertet. Nachträgliche Aufwendungen Nachträgliche Aufwendungen werden nur aktiviert, wenn sie den zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen des Vermögenswerts erhöhen, auf den sie sich beziehen. Alle anderen Aufwendungen, einschließlich Aufwendungen für einen selbst geschaffenen Geschäfts- oder Firmenwert und selbst geschaffene Marken, werden in der Berichtsperiode, in der sie entstehen, erfolgswirksam erfasst. Amortisationen Amortisationen werden berechnet, um die Anschaffungs- und Herstellungskosten immaterieller Vermögenswerte abzüglich ihres geschätzten Restwerts linear über den Zeitraum ihrer geschätzten Nutzungsdauer abzuschreiben, und werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht abgeschrieben. Die geschätzte Nutzungsdauer für das Berichtsjahr und die Vergleichsjahre lautet wie folgt: scrollen
Amortisationsmethoden, Nutzungsdauer und Restwerte werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Ausbuchung Ein immaterieller Vermögenswert ist bei Abgang oder wenn kein weiterer wirtschaftlicher Nutzen aus seiner Nutzung oder seinem Abgang zu erwarten ist, auszubuchen. Die aus der Ausbuchung eines immateriellen Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste, gemessen als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts, werden bei der Ausbuchung des Vermögenswerts erfolgswirksam erfasst. Die Erfassung erfolgt unter den sonstigen Erträgen oder sonstigen Aufwendungen. Leasingverhältnisse Der Konzern beurteilt bei Vertragsbeginn, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag den Konzern dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren. Der Konzern tritt ausschließlich als Leasingnehmer auf. Zu Bereitstellungsbeginn oder bei Änderung eines Vertrages, der eine Leasingkomponente enthält, teilt der Konzern das vertraglich vereinbarte Entgelt jeder Leasingkomponente auf der Grundlage ihrer relativen Einzelveräußerungspreise zu. Der Konzern erfasst Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten zum Zeitpunkt des Bereitstellungsbeginns. Nutzungsrechte werden bei der erstmaligen Bewertung zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, die sich aus dem Anfangsbetrag der Leasingverbindlichkeit, bereinigt um alle bei oder vor der Bereitstellung geleisteten Leasingzahlungen, zuzüglich aller ursprünglich angefallenen direkten Kosten und einer Schätzung der Kosten für Demontage und Beseitigung des zugrunde liegenden Vermögenswerts oder für die Wiederherstellung des zugrunde liegenden Vermögenswerts oder des Standorts, an dem er sich befindet, abzüglich aller etwaigen erhaltenen Leasinganreize, zusammensetzen. Das Nutzungsrecht wird anschließend vom Bereitstellungsbeginn bis zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses linear abgeschrieben, es sei denn, das Eigentum an dem zugrunde liegenden Vermögenswert geht zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses auf den Konzern über oder es ist in den Kosten des Nutzungsrechts berücksichtigt, dass der Konzern eine Kaufoption wahrnehmen wird. In diesem Fall wird das Nutzungsrecht über die Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswerts abgeschrieben, wobei die Nutzungsdauer auf der gleichen Grundlage wie bei den Sachanlagen festgelegt wird. Darüber hinaus wird das Nutzungsrecht regelmäßig um etwaige Wertminderungen verringert und bei bestimmten Neubewertungen der Leasingverbindlichkeiten angepasst. Die Leasingverbindlichkeit wird bei der erstmaligen Bewertung zum Barwert der zu Bereitstellungsbeginn noch nicht geleisteten Leasingzahlungen bewertet, abgezinst mit dem dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz oder, sollte sich dieser Satz nicht ohne Weiteres bestimmen lassen, mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Konzerns. Im Allgemeinen verwendet der Konzern seinen Grenzfremdkapitalzinssatz als Abzinsungssatz. Der Konzern bestimmt seinen Grenzfremdkapitalzinssatz anhand der Zinssätze von verschiedenen externen Finanzierungsquellen, an denen er bestimmte Anpassungen vornimmt, um die Bedingungen des Leasingverhältnisses und die Art des geleasten Vermögenswerts zu berücksichtigen. Bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeit werden folgende Leasingzahlungen berücksichtigt: scrollen
Die Leasingverbindlichkeit wird zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Sie wird neu bewertet, wenn bei den künftigen Leasingzahlungen bedingt durch eine Veränderung bei einem Index oder (Zins-)Satz eine Veränderung eintritt, wenn bei den vom Konzern geschätzten Beträgen, die im Rahmen einer Restwertgarantie voraussichtlich zu entrichten sind, eine Änderung eintritt, wenn der Konzern seine Einschätzung ändert, ob er eine Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoption ausüben wird, oder wenn eine Änderung der de facto festen Leasingzahlungen stattfindet. Bei einer solchen Neubewertung der Leasingverbindlichkeit wird eine entsprechende Anpassung des Buchwerts des Nutzungsrechts vorgenommen oder erfolgswirksam erfasst, wenn sich der Buchwert des Nutzungsrechts auf null verringert. Um zu beurteilen, ob ein Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren, prüft der Konzern, ob: scrollen
Der Konzern weist seine Leasingverhältnisse in der Bilanz unter "Sachanlagen" aus. Der Konzern hat sich dafür entschieden, Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten für Leasingverhältnisse über geringwertige Wirtschaftsgüter und kurzfristige Leasingverhältnisse, einschließlich IT-Ausrüstung, nicht zu erfassen. Der Konzern erfasst die mit diesen Leasingverhältnissen verbundenen Leasingzahlungen linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand. Vorräte Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten Vertriebskosten. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten der Vorräte beruhen, soweit möglich, auf den Kosten der einzelnen Vorräte. Andernfalls beruhen sie auf dem einfachen gewichteten Durchschnittspreis. Wertminderungen aufgrund der eingeschränkten Vermarktbarkeit von Posten werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Wertminderung Nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte Finanzinstrumente Der Konzern bewertet die Wertberichtigungen in der Regel mit einem Betrag, der den nach zwölf Monaten erwarteten Kreditverlusten entspricht (allgemeiner Ansatz), in Bezug auf Folgendes: scrollen
Der Konzern erfasst Wertberichtigungen in Höhe der erwarteten Kreditverluste über die Laufzeit (vereinfachter Ansatz) in Bezug auf Folgendes: scrollen
Bei der Feststellung, ob sich das Ausfallrisiko eines finanziellen Vermögenswerts seit dem erstmaligen Ansatz wesentlich erhöht hat, und bei der Schätzung der erwarteten Kreditverluste berücksichtigt der Konzern angemessene und belastbare Informationen, die relevant und ohne unangemessenen Kosten oder Arbeitsaufwand verfügbar sind. Dies umfasst sowohl quantitative als auch qualitative Informationen und Analysen, die auf den historischen Erfahrungen des Konzerns und einer informierten Bonitätsbeurteilung beruhen, die auch zukunftsgerichtete Informationen enthält. Der Konzern geht davon aus, dass sich das Ausfallrisiko bei einem finanziellen Vermögenswert wesentlich erhöht hat, wenn er mehr als 30 Tage überfällig ist. Der Konzern erachtet einen finanziellen Vermögenswert als ausgefallen, wenn: scrollen
Über die Laufzeit erwartete Kreditverluste sind die erwarteten Kreditverluste, die aus allen möglichen Ausfallereignissen über die erwartete Laufzeit eines Finanzinstruments resultieren. Die für die nächsten zwölf Monate erwarteten Kreditverluste sind der Anteil der erwarteten Kreditverluste, die innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag entstehen können (oder eines kürzeren Zeitraums, wenn die erwartete Laufzeit des Instruments weniger als zwölf Monate beträgt). Der maximale Zeitraum, über den die erwarteten Kreditverluste bemessen werden, entspricht der maximalen Vertragslaufzeit, über die der Konzern dem Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Bemessung der erwarteten Kreditverluste Die erwarteten Kreditverluste sind eine wahrscheinlichkeitsgewichtete Schätzung der Kreditverluste. Die Kreditverluste werden als Barwert aller Zahlungsausfälle gemessen (d. h. als Differenz zwischen den Zahlungen, die dem Unternehmen vertragsgemäß geschuldet werden, und den Zahlungen, die der Konzern voraussichtlich erhalten wird). Erwartete Kreditverluste werden mit dem Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts abgezinst. Finanzielle Vermögenswerte mit beeinträchtigter Bonität Der Konzern prüft zu jedem Abschlussstichtag, ob die Bonität von zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzten finanziellen Vermögenswerten beeinträchtigt ist. Die Bonität eines finanziellen Vermögenswerts ist beeinträchtigt, wenn ein oder mehrere Ereignisse mit nachteiligen Auswirkungen auf die erwarteten künftigen Zahlungsströme dieses finanziellen Vermögenswerts eingetreten sind. Indikatoren für eine beeinträchtigte Bonität eines finanziellen Vermögenswerts sind u. a. die folgenden beobachtbaren Daten: scrollen
Darstellung der Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste in der Bilanz Wertberichtigungen für zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte werden vom Bruttobuchwert der Vermögenswerte abgezogen. Abschreibung Der Bruttobuchwert eines finanziellen Vermögenswerts wird abgeschrieben, wenn der Konzern nach angemessener Einschätzung nicht davon ausgeht, dass ein finanzieller Vermögenswert ganz oder teilweise realisierbar ist. Bei Einzelkunden schreibt der Konzern den Bruttobuchwert ab, wenn der finanzielle Vermögenswert zwei Jahre überfällig ist. Dies stützt sich auf historische Erfahrungen mit der Realisierung ähnlicher Vermögenswerte. Bei Firmenkunden beurteilt der Konzern individuell den Zeitpunkt und die Höhe der Abschreibung, je nachdem, ob der Konzern nach angemessener Einschätzung davon ausgeht, dass ein finanzieller Vermögenswert realisierbar ist. Der Konzern erwartet keine signifikante Realisierung des abgeschriebenen Betrags. Abgeschriebene finanzielle Vermögenswerte können jedoch weiterhin Vollstreckungsmaßnahmen unterliegen, um die Verfahren des Konzerns zur Realisierung fälliger Beträge einzuhalten. Nicht-finanzielle Vermögenswerte Die Buchwerte der nicht finanziellen Vermögenswerte des Konzerns (mit Ausnahme von Vorräten und latenten Steueransprüchen) werden an jedem Bilanzstichtag daraufhin überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Wenn ein solcher Anhaltspunkt vorliegt, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswerts geschätzt. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich auf Wertminderung geprüft und bei auslösenden Ereignissen auf Ad-hoc-Basis. Zur Überprüfung auf Wertminderung werden die Vermögenswerte in die kleinste Gruppe von Vermögenswerten zusammengefasst, die Mittelzuflüsse aus der fortgesetzten Nutzung erzeugen und weitgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder zahlungsmittelgenerierender Einheiten (ZGEs) sind. Der aus einem Unternehmenszusammenschluss entstehende Geschäfts- oder Firmenwert wird den ZGEs oder den Gruppen von ZGEs zugeordnet, die voraussichtlich einen Nutzen aus den Synergien des Zusammenschlusses ziehen werden. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts oder einer ZGE ist der höhere Wert aus dem Nutzungswert und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Bei der Beurteilung des Nutzungswerts werden die erwarteten künftigen Cashflows auf ihren Barwert abgezinst, wobei ein Abzinsungssatz vor Steuern angewendet wird, der gegenwärtige Marktbewertungen des Zinseffekts und der speziellen Risiken des Vermögenswerts oder der ZGE widerspiegelt. Ein Wertminderungsaufwand wird angesetzt, wenn der Buchwert eines Vermögenswerts oder einer ZGE seinen bzw. ihren erzielbaren Betrag übersteigt. Ein Wertminderungsaufwand wird erfolgswirksam erfasst. Er wird so zugeordnet, dass zuerst der Buchwert des der ZGE zugewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerts reduziert wird und dann die Buchwerte der sonstigen Vermögenswerte der ZGE anteilig vermindert werden. Ein Wertminderungsaufwand in Bezug auf den Firmen- oder Geschäftswert wird nicht aufgeholt. Bei sonstigen Vermögenswerten kann ein Wertminderungsaufwand nur insoweit aufgeholt werden, als dass der Buchwert des Vermögenswerts nicht den Betrag des Buchwerts übersteigt, der für den Vermögenswert bestimmt worden wäre, abzüglich der Abschreibung oder Amortisation, wenn kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Gezeichnetes Kapital Bei der Ausgabe der Stammaktien werden die angefallenen, direkt zurechenbaren Kosten gemäß IAS 32 eigenkapitalmindernd erfasst. Die gesamten Transaktionskosten werden als zusätzliche Kosten auf Grundlage des Verhältnisses zwischen den neu ausgegebenen Anteilen und der Summe aller Anteile zugewiesen. Lediglich der der Ausgabe neuer Anteile zugeordnete Betrag wird eigenkapitalmindernd erfasst. Die Ertragsteuer für die Transaktionskosten einer Eigenkapitaltransaktion wird gemäß IAS 12 bilanziert. Rückstellungen Eine Rückstellung ist eine Schuld, die bezüglich ihrer Fälligkeit oder ihrer Höhe ungewiss ist. Der Konzern bildet Rückstellungen, wenn er auf Grundlage eines vergangenen Ereignisses eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten hat, ein Abfluss von Mitteln zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist und die Höhe der Verpflichtung verlässlich geschätzt werden kann. Rückstellungen werden abgezinst, wenn die Wirkung wesentlich ist. Rückstellungen, bei denen der Abfluss von Mitteln wahrscheinlich innerhalb des nächsten Jahres erfolgen wird, werden als kurzfristig eingestuft, alle anderen Rückstellungen als langfristig. Die Höhe der Rückstellungen wird ermittelt, indem die zu erwartenden zukünftigen Cashflows mit einem Zinssatz vor Steuern abgezinst werden, der die gegenwärtigen Marktbewertungen im Hinblick auf den Zinseffekt und die spezifischen Risiken der Schuld widerspiegelt. Eine Aufzinsung wird als Finanzierungsaufwand erfasst. Eine Rückstellung für Gewährleistungen wird gebildet, wenn die zugrunde liegenden Produkte oder Dienstleistungen verkauft werden, basierend auf den historischen Gewährleistungsdaten sowie der Gewichtung möglicher Ergebnisse nach ihren damit verbundenen Wahrscheinlichkeiten. Finanzinstrumente Ansatz und erstmalige Bewertung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erstmals bei ihrem Entstehen erfasst. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten werden erstmals erfasst, wenn der Konzern Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Ein finanzieller Vermögenswert (es sei denn, es handelt sich um eine Forderung aus Lieferungen und Leistungen ohne signifikante Finanzierungskomponente) oder eine finanzielle Verbindlichkeit wird bei der erstmaligen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert bewertet, zuzüglich oder abzüglich der Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb oder der Ausgabe des finanziellen Vermögenswerts bzw. der finanziellen Verbindlichkeit zuzurechnen sind, sofern es sich nicht um einen erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Posten handelt. Eine Forderung aus Lieferungen und Leistungen ohne signifikante Finanzierungskomponente wird anfänglich mit dem Transaktionspreis bewertet. Einstufung und Folgebewertung Finanzielle Vermögenswerte Beim erstmaligen Ansatz wird ein finanzieller Vermögenswert als zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet; erfolgsneutrale Bewertung zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis - Schuldinstrument; erfolgsneutrale Bewertung zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis - Eigenkapitalinstrument; oder erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Finanzielle Vermögenswerte werden nach ihrem erstmaligen Ansatz nicht umgegliedert, es sei denn, der Konzern ändert sein Geschäftsmodell für die Verwaltung finanzieller Vermögenswerte; in diesem Fall werden alle betroffenen finanziellen Vermögenswerte am ersten Tag der ersten Berichtsperiode nach der Änderung des Geschäftsmodells umgegliedert. Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn beide folgenden Bedingungen erfüllt sind und er nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert ist: scrollen
Ein Schuldinstrument wird erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet, wenn beide folgenden Bedingungen erfüllt sind und es nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert ist: scrollen
Alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht als zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet sind, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dazu gehören alle derivativen finanziellen Vermögenswerte. Beim erstmaligen Ansatz kann der Konzern einen finanziellen Vermögenswert, der ansonsten die Voraussetzungen für eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten oder eine erfolgsneutrale Bewertung zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis erfüllt, unwiderruflich als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet einstufen, wenn dadurch eine ansonsten entstehende Rechnungslegungsanomalie beseitigt oder signifikant verringert wird. Finanzielle Vermögenswerte - Folgebewertung und Gewinne und Verluste Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden Diese Vermögenswerte werden bei der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Nettogewinne und -verluste, einschließlich etwaiger Zins- oder Dividendenerträge, werden erfolgswirksam erfasst. Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden Diese Vermögenswerte werden in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die fortgeführten Anschaffungskosten werden um Wertminderungsaufwendungen reduziert. Zinserträge, Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung und Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst. Gewinne oder Verluste bei einer Ausbuchung werden erfolgswirksam erfasst. Schuldinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet werden Diese Vermögenswerte werden bei der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Nach der Effektivzinsmethode berechnete Zinserträge, Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung und Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst. Sonstige Nettogewinne und -verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei Ausbuchung werden die im sonstigen Ergebnis kumulierten Gewinne und Verluste in den Gewinn oder Verlust umgegliedert. Finanzielle Verbindlichkeiten - Einstufung, Folgebewertung und Gewinne und Verluste Finanzielle Verbindlichkeiten werden als zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft, wenn sie als zu Handelszwecken gehalten eingestuft ist, es sich um ein Derivat handelt oder sie beim erstmaligen Ansatz als solches designiert wird. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und Nettogewinne und -verluste, einschließlich etwaiger Zinsaufwendungen, werden erfolgswirksam erfasst. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten werden im Rahmen der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Zinsaufwendungen sowie Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung werden erfolgswirksam erfasst. Gewinne oder Verluste bei einer Ausbuchung werden ebenfalls erfolgswirksam erfasst. Ausbuchung Finanzielle Vermögenswerte Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte an den Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er die Rechte zum Erhalt der Cashflows in einer Transaktion überträgt, in der auch alle wesentlichen mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden, oder der Konzern im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des übertragenen Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen weder überträgt noch behält und er keine Verfügungsmacht über den finanziellen Vermögenswert behält. Finanzielle Verbindlichkeiten Der Konzern bucht eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn seine vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, gekündigt oder abgelaufen sind. Der Konzern bucht eine finanzielle Verbindlichkeit ebenfalls aus, wenn sich ihre Bedingungen ändern und die Cashflows der geänderten Verbindlichkeit substanziell verschieden sind. In diesem Fall wird eine neue finanzielle Verbindlichkeit auf Grundlage der geänderten Bedingungen zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Bei der Ausbuchung einer finanziellen Verbindlichkeit wird die Differenz zwischen dem getilgten Buchwert und dem erhaltenen Entgelt (einschließlich übertragener unbarer Vermögenswerte oder übernommener Verbindlichkeiten) erfolgswirksam erfasst. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente und Bilanzierung von Sicherungsgeschäften Der Konzern setzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung eines Teils seiner Zinsrisiken ein. Eingebettete Derivate werden vom Basisvertrag getrennt und getrennt bilanziert, wenn es sich bei dem Basisvertrag nicht um einen finanziellen Vermögenswert handelt und bestimmte Kriterien erfüllt sind. Derivate werden bei der erstmaligen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Rahmen der Folgebewertung werden Derivate zum beizulegenden Zeitwert bewertet; Veränderungen dieses Werts werden im Allgemeinen erfolgswirksam erfasst. Der Konzern designiert bestimmte Derivate als Sicherungsinstrumente zur Absicherung der Schwankungen von Zahlungsströmen im Zusammenhang mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Geschäftsvorfällen, die sich aus Zinsänderungen ergeben. Zu Beginn der designierten Sicherungsbeziehungen dokumentiert der Konzern die Risikomanagementziele und -strategien für die Absicherung. Der Konzern dokumentiert ebenfalls die wirtschaftliche Beziehung zwischen dem gesicherten Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument, einschließlich einer Einschätzung, ob sich die Änderungen der Zahlungsströme des gesicherten Grundgeschäfts und des Sicherungsinstruments gegenseitig ausgleichen werden. Absicherung von Zahlungsströmen Bei Derivaten, die der Absicherung von Zahlungsströmen dienen, wird der wirksame Teil der Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts des Derivats im sonstigen Ergebnis erfasst und kumuliert in der Rücklage aus Sicherungsgeschäften ausgewiesen. Der wirksame Teil der Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts des Derivats, der im sonstigen Ergebnis erfasst ist, beschränkt sich auf die kumulierte Veränderung des beizulegenden Zeitwerts des abgesicherten Grundgeschäfts, die auf Barwertbasis ab Beginn der Absicherung ermittelt wird. Der unwirksame Teil der Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts des Derivats wird unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Der in der Rücklage aus Sicherungsgeschäften kumulierte Betrag wird in derselben Periode oder denselben Perioden in den Gewinn oder Verlust umgegliedert, in denen die abgesicherten künftigen Zahlungsströme den Gewinn oder Verlust beeinflussen. Wenn das Sicherungsgeschäft die Voraussetzungen für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften nicht mehr erfüllt oder das Sicherungsinstrument ausläuft, veräußert, beendet oder ausgeübt wird, wird die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften prospektiv eingestellt. Wenn die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften zur Absicherung von Zahlungsströmen eingestellt wird, verbleibt der in der Rücklage aus Sicherungsgeschäften kumulierte Betrag im Eigenkapital, bis er in derselben Periode oder denselben Perioden in den Gewinn oder Verlust umgegliedert wird, in denen sich die abgesicherten erwarteten Zahlungsströme auf den Gewinn oder Verlust auswirken. Wenn nicht länger erwartet wird, dass die abgesicherten künftigen Zahlungsströme eintreten, werden die in der Rücklage aus Sicherungsgeschäften kumulierten Beträge unverzüglich in den Gewinn oder Verlust umgegliedert. Umsatzerlöse Umsatzerlöse werden auf Grundlage der in einem Vertrag mit einem Kunden zugesagten Gegenleistung bewertet. Hiervon ausgenommen sind Beträge, die im Namen Dritter eingezogen werden. Der Konzern erfasst Umsatzerlöse, wenn er die Verfügungsgewalt über ein Gut auf einen Kunden überträgt. Weitere Informationen über die Art und den Zeitpunkt der Erfüllung von Leistungsverpflichtungen aus Verträgen mit Kunden, einschließlich wesentlicher Zahlungsbedingungen, und die damit verbundenen Grundsätze für die Umsatzrealisation sind in Anhangangabe 20 beschrieben. Anteilsbasierte Vergütung Der beizulegende Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt von gegenüber Mitarbeitern gewährten anteilsbasierten Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente wird allgemein über den erwarteten Erdienungszeitraum mit einer einhergehenden Eigenkapitalerhöhung aufwandswirksam erfasst. Der als Aufwand erfasste Betrag wird angepasst, um der Anzahl der Prämien Rechnung zu tragen, bei denen davon ausgegangen wird, dass die damit verbundenen Dienst- und nicht marktbezogenen Bedingungen erfüllt werden. Der letztendlich erfasste Betrag richtet sich nach der Anzahl der Prämien, die bei Eintritt der Unverfallbarkeit die entsprechenden Dienst- und nicht marktbezogenen Bedingungen erfüllen. Personalaufwand Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der die zugrunde liegende Arbeitsleistung erbracht wurde. Der Konzern setzt eine Verbindlichkeit an, wenn aufgrund von vom Arbeitnehmer in der Vergangenheit erbrachten Arbeitsleistungen eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung zur Zahlung dieses Betrags besteht und die Höhe der Verpflichtung verlässlich geschätzt werden kann. Finanzerträge und Finanzaufwendungen Die Finanzaufwendungen des Konzerns umfassen Zinsen aus Krediten und Fremdkapitalaufnahmen, Zinsen aus Factoring und Zinsen aus Leasing. Zinsaufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens unter Anwendung der Effektivzinsmethode im Abschluss bilanziert. Der Effektivzinssatz ist derjenige Kalkulationszinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Ein- und Auszahlungen über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments exakt abgezinst werden auf: scrollen
Bei der Berechnung von Zinserträgen und -aufwendungen wird der Effektivzinssatz auf den Bruttobuchwert des Vermögenswerts (wenn die Bonität des Vermögenswerts nicht gefährdet ist) oder auf die fortgeführten Anschaffungskosten der Verbindlichkeit angewandt. Bei finanziellen Vermögenswerten, die nach dem erstmaligen Ansatz eine beeinträchtigte Bonität aufweisen, werden die Zinserträge durch Anwendung des Effektivzinssatzes auf die fortgeführten Anschaffungskosten des finanziellen Vermögenswerts berechnet. Ist die Bonität des Vermögenswerts nicht mehr beeinträchtigt, werden die Zinserträge wieder auf Bruttobasis berechnet. Ertragsteuern Der Steueraufwand umfasst tatsächliche und latente Steuern. Tatsächliche Steuern und latente Steuern werden im Gewinn oder Verlust erfasst, ausgenommen in dem Umfang, in dem sie mit einem Unternehmenszusammenschluss oder mit einem direkt im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfassten Posten verbunden sind. Der Konzern hat festgelegt, dass Zinsen und Strafen auf Ertragsteuern, einschließlich unsicherer Steuerposten, nicht die Definition von Ertragsteuern erfüllen und deshalb nach IAS 37 bilanziert werden. Tatsächliche Steuern Tatsächliche Steuern sind die erwartete Steuerschuld oder Steuerforderung auf das für das Geschäftsjahr zu versteuernde Einkommen oder den steuerlichen Verlust, und zwar auf der Grundlage von Steuersätzen, die am Abschlussstichtag gelten oder in Kürze gelten werden, sowie alle Anpassungen der Steuerschuld für frühere Jahre. Der Betrag der erwarteten Steuerschuld oder Steuerforderung spiegelt den Betrag wider, der unter Berücksichtigung steuerlicher Unsicherheiten, sofern vorhanden, die beste Schätzung darstellt. Tatsächliche Steuerschulden beinhalten auch alle Steuerschulden, die als Folge der Festsetzung von Dividenden entstehen. Erwartete Auswirkungen ungewisser latenter und laufender Ertragsteuerpositionen werden gemäß IFRIC 23 (Unsicherheiten bei der ertragsteuerlichen Behandlung) anhand der besten Schätzung bzw. des wahrscheinlichsten Betrags geschätzt. Es wird jeweils das Best-Estimate-Verfahren verwendet. Die mit Abstand wichtigste Ursache für Schätzungsunsicherheiten bei unsicheren Steuerpositionen sind Betriebsprüfungen, bei denen die zuständigen Finanzbehörden eine von der Rechtslage von fashionette abweichende Auffassung vertreten können. Unsichere Steuerpositionen werden unter der Annahme berücksichtigt, dass die Steuerbehörden alle relevanten Angelegenheiten untersuchen werden und dass sie über alle relevanten Informationen verfügen. Tatsächliche Steueransprüche und -schulden werden nur unter bestimmten Bedingungen saldiert. Latente Steuern Latente Steuern werden hinsichtlich temporärer Differenzen ausgewiesen, die zwischen dem Buchwert von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zum Zwecke der Finanzberichterstattung und dem steuerlichen Wertansatz bestehen. Latente Steuern werden nicht bilanziert für: scrollen
Temporäre Differenzen in Bezug auf ein Nutzungsrecht und eine Leasingverbindlichkeit für ein bestimmtes Leasingverhältnis werden zum Zwecke der Erfassung latenter Steuern zusammengefasst (das Leasingverhältnis) betrachtet. Latente Steueransprüche für noch nicht genutzte steuerliche Verluste, ungenutzte Steuergutschriften und abzugsfähige temporäre Differenzen werden nur in dem Umfang bilanziert, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der noch nicht genutzte Steueranspruch verwendet werden kann. Künftige zu versteuernde Gewinne werden auf Grundlage der Auflösung entsprechender zu versteuernder temporärer Differenzen ermittelt. Wenn der Betrag der zu versteuernden temporären Differenzen nicht ausreicht, um einen latenten Steueranspruch in voller Höhe zu bilanzieren, werden auf Grundlage der Geschäftspläne der einzelnen Tochtergesellschaften des Konzerns künftige zu versteuernde Gewinne berücksichtigt, bereinigt um die Auflösung der bestehenden temporären Differenzen. Latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und entsprechend vermindert, sofern es nicht mehr als wahrscheinlich gilt, dass die Steuervorteile genutzt werden. Diese Minderungen werden zurückgenommen, wenn die Wahrscheinlichkeit künftiger zu versteuernder Gewinne steigt. Nicht bilanzierte latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und entsprechend erfasst, sofern es wahrscheinlich geworden ist, dass ein zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die Steueransprüche verwendet werden können. Latente Steuern werden anhand der Steuersätze bewertet, deren Gültigkeit für die Periode, in der die temporären Differenzen sich auflösen werden, erwartet wird, basierend auf den Steuersätzen, die zum Abschlussstichtag gültig oder gesetzlich angekündigt sind, und unter Berücksichtigung etwaiger Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Ertragsteuern. Die Bewertung latenter Steuern berücksichtigt die steuerlichen Konsequenzen, die daraus resultieren, in welcher Art und Weise der Konzern zum Bilanzstichtag erwartet, den Buchwert seiner Vermögenswerte zu realisieren oder seiner Schulden zu erfüllen. Latente Steueransprüche und latente Steuerverbindlichkeiten werden nur saldiert, wenn bestimmte Kriterien von IAS 12.74 erfüllt sind. Neue und geänderte IFRS Bis zum Abschlussstichtag wurden eine Reihe neuer und überarbeiteter Standards und Änderungen an Standards veröffentlicht, die für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen, in Kraft treten. Sie können auch frühzeitig angewendet werden. fashionette hat auf die Anwendung der neuen oder geänderten Standards bei der Erstellung dieses Konzernabschlusses verzichtet. Die folgende Tabelle zeigt die jüngsten Änderungen der IFRS, die für Geschäftsjahre, die nach dem Zeitpunkt des Inkrafttretens beginnen, angewendet werden müssen. Es wird erwartet, dass die geänderten Standards und Interpretationen keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss von fashionette haben werden. scrollen
Verwendung von Ermessensentscheidungen und Schätzungen Beim Erstellen des Konzernabschlusses hat die Geschäftsführung Ermessensentscheidungen und Schätzung zugrunde gelegt, die sich auf die Anwendung der Rechnungslegungsmethoden und die ausgewiesenen Beträge der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen auswirken. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen der Schätzungen werden prospektiv erfasst. Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet der Konzern, soweit möglich, am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen der Fair Value-Hierarchie eingeordnet: scrollen
Dieser Konzernabschluss enthält die folgenden wesentlichen Posten, deren Buchwerte in hohem Maße von Ermessensentscheidungen und den zugrunde liegenden Annahmen und Schätzungen abhängen: Ermessensentscheidungen Informationen über Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden, die die Beträge im Konzernabschluss am stärksten beeinflussen, sind in folgenden Anhangangaben enthalten: scrollen
Annahmen und Schätzungsunsicherheiten Informationen über Annahmen und Schätzungsunsicherheiten zum 31. Dezember 2021, die ein signifikantes Risiko beinhalten, im nächsten Geschäftsjahr zu einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zu führen, sind in folgenden Anhangangaben enthalten: scrollen
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Geschäftssegmente Segmentstruktur Der Konzern verfügt über die drei strategische Bereiche, die seine operativen Segmente darstellen. Diese Bereiche bieten ähnliche Produkte an, werden aber aufgrund unterschiedlicher Marketingstrategien getrennt verwaltet. Die operativen Segmente BENELUX und SONSTIGE werden aufgrund ähnlicher ökonomischer Charakteristika zu einem gemeinsamen berichtspflichtigen Segment BENELUX & SONSTGE aggregiert. Im Folgenden wird die betriebliche Tätigkeit der einzelnen berichtspflichtigen Segmente beschrieben: scrollen
Der Vorstandsvorsitzende des Konzerns überprüft mindestens vierteljährlich die internen Managementberichte der einzelnen Bereiche. Informationen über berichtspflichtige Segmente Nachfolgend sind Informationen zu den einzelnen berichtspflichtigen Segmenten aufgeführt, wie sie dem Vorstand übermittelt werden Die Leistung der Segmente wird vom Vorstand anhand der Segmentumsatzerlöse sowie des bereinigten Segment EBITDA gemessen, da diese Informationen nach Ansicht des Managements für die Bewertung der Ertragskraft der entsprechenden Segmente im Vergleich zu anderen Unternehmen derselben Branche am relevantesten sind. (EBITDA = Ergebnis or Zinsen, Abschreibungen und Ertragssteuern). Die Zuordnung der Segmentumsatzerlöse und Aufwendungen erfolgt auf Grundlage des geografischen Standorts der Kunden. Die Umsatzerlöse zwischen den Segmenten entsprechen Art und Zeitpunkt der Erfüllung der Leistungsverpflichtung, einschließlich wesentlicher Zahlungsbedingungen, wie in Angabe Nr. 20 beschrieben. scrollen
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Angaben zu Regionen Der Konzern vertreibt seine Produkte weltweit, insbesondere jedoch in Deutschland und den Niederlanden. In den Angaben zu Regionen werden die Umsatzerlöse des Konzerns nach dem Sitzland der Gesellschaft und sonstigen Ländern aufgegliedert. Hierbei wurden die Segmentumsatzerlöse auf Grundlage des geografischen Standorts der Kunden ermittelt. Umsatzerlöse scrollen
Wichtige Kunden fashionette verfügt über keine Kunden, auf die mindestens 10 % des Gesamtumsatzes entfällt. Erwerb von Tochtergesellschaften Siehe Anhangangabe 0 für eine zusätzliche Beschreibung der erworbenen Unternehmen. Erwerb der Brandfield Group Das Management und die Aktionäre versprechen sich von den Zukäufen ein dynamisches Wachstum in Form von steigenden Umsätzen und Ergebnissen und eine damit verbundene Steigerung des Unternehmenswertes. Die folgende Tabelle zeigt alle im Berichtszeitraum 2021 direkt erworbenen Tochtergesellschaften: scrollen
In der nachfolgenden Tabelle sind die Umsatzerlöse und der Gewinn (Verlust) des zusammengeschlossenen Unternehmens für den Berichtszeitraum so dargestellt, als ob der Erwerbszeitpunkt für alle Unternehmenszusammenschlüsse, die während des Geschäftsjahres stattfanden, am Anfang des Geschäftsjahres gewesen wäre: scrollen
Das Management hat diese Beträge unter der Annahme bestimmt, dass die Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts, die zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen wurden, die gleichen gewesen wären wie bei einem Erwerb zum 1. Januar 2021. Brandfield Group Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die erfassten Beträge der erworbenen Vermögenswerte und der übernommenen Schulden sowie der übertragenen Gegenleistung zum 1. Juli 2021: scrollen
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Der Geschäfts- oder Firmenwert ist hauptsächlich dem Know-how der Mitarbeiter und den Wachstumschancen mit potenziellen Kunden zurechenbar. Der erfasste Geschäfts- oder Firmenwert wird erwartungsgemäß nicht für Steuerzwecke abzugsfähig sein. Zum Erwerbszeitpunkt belief sich der beizulegende Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf einen Betrag von 1.066 TEUR, dessen vollständige Realisierung erwartet wird. In den sechs Monaten bis zum 31. Dezember 2021 trug die Brandfield Group Umsatzerlöse von 25.169 TEUR und ein Ergebnis von 225 TEUR zum Ergebnis von fashionette bei. Dem Konzern sind mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten in Höhe von 653 TEUR entstanden, hauptsächlich für Rechtsberatung und Due Diligence. Diese Kosten sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Sachanlagen Die Sachanlagen (einschließlich Nutzungsrechte) gliedern sich in die folgenden Posten: scrollen
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Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwert Überleitung des Buchwerts und Amortisationen Die immateriellen Vermögenswerte gliedern sich in die folgenden Posten: scrollen
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Der Geschäfts- oder Firmenwert, die Marke und die aktivierten Kundenbeziehungen, die bei dem Unternehmenszusammenschluss im Jahr 2021 erworben wurden, stellen den Großteil der immateriellen Vermögenswerte dar. Wertminderungsprüfung Der Konzern besteht aus zwei zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE). Einmal die ZGE "fashionette" und einmal die ZGE "Brandfield". Der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb der Brandfield Group ist in vollem Umfang der ZGE "Brandfield" zurechenbar und wurde daher auf dieser Ebene auf Wertminderung geprüft. Im Berichtszeitraum gab es keine auslösenden Ereignisse. In den Berichtszeiträumen wurde keine Wertminderung erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich auf Wertminderung geprüft und bei auslösenden Ereignissen auf Ad-hoc-Basis. Der erzielbare Betrag der ZGE basiert auf dem Nutzungswert, der anhand des abgezinsten Cashflows geschätzt wird. Die Gesellschaft geht von einer deutlichen Nachfragesteigerung infolge zusätzlicher Marktdurchdringung und weiterer etablierter Märkte sowie von stabilen Einkaufspreisen aus. Im Folgenden werden die wesentlichen Annahmen zur Schätzung der erzielbaren Beträge dargelegt. Die den wesentlichen Annahmen zugeordneten Werte entsprechen der Einschätzung des Managements hinsichtlich der künftigen Entwicklungen in der betreffenden Branche und beruhen auf Erfahrungswerten aus externen und internen Quellen. Außerdem wurde das erwartete Umsatzwachstum durch die Optimierung des Einkaufserlebnisses der Kundinnen, den Ausbau des Marken- und Produktangebotes und die kontinuierliche Fokussierung auf operative Excellenz und hochwertigen Kund*innenservice berücksichtigt. scrollen
Bei den Abzinsungssätzen handelt es sich um Vorsteuerwerte, die auf Grundlage des historischen Durchschnitts der gewichteten Kapitalkosten der Branche geschätzt werden. Die Cashflow-Prognosen enthielten spezifische Schätzungen für eine Detaillierungsphase von drei Jahren, einer Grobplanungsphase von drei Jahren, einem normalisierten Jahr und eine anschließende ewige Wachstumsrate. Leasingverhältnisse fashionette mietet sieben Geschäftsgebäude sowie vier Lagerhallen und zwei Ladengeschäfte. Die Mietdauer beträgt zwischen zwei und acht Jahren. Einige Mietverträge für Immobilien enthalten eine Verlängerungsoption, die vom Konzern bis zu fünf Jahre vor Ablauf der unkündbaren Vertragslaufzeit ausgeübt werden kann. Der Konzern versucht mit Blick auf die operative Flexibilität, wo immer möglich, Verlängerungsoptionen in neue Mietverträge aufzunehmen. Die bestehenden Verlängerungsoptionen können nur vom Konzern und nicht von den Leasinggebern ausgeübt werden. Der Konzern prüft zu Beginn des Leasingverhältnisses, ob es hinreichend sicher ist, dass die Verlängerungsoptionen ausgeübt werden. fashionette prüft erneut, ob es hinreichend sicher ist, dass die Optionen ausgeübt werden, wenn ein wesentliches Ereignis oder eine wesentliche Änderung der Umstände in ihrem Einflussbereich eintritt. Der Konzern schätzt, dass die potenziellen zukünftigen Leasingzahlungen bei Ausübung der Verlängerungsoption zu einer Erhöhung der Leasingverbindlichkeit in Höhe von 2.576 TEUR führen würden. Darüber hinaus mietet der Konzern weitere Lagerhallen mit Vertragslaufzeiten von bis zu einem Jahr oder unbefristeten Verträgen mit der Option auf fristgerechte Kündigung. Da es sich um kurzfristige Leasingverhältnisse handelt, hat der Konzern beschlossen, für diese Leasingverhältnisse keine Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten zu erfassen. Informationen über Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind nachstehend aufgeführt. scrollen
Bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten zinst fashionette die Leasingzahlungen mit einem risikolosen Zinssatz zuzüglich eines für jeden Vertrag individuellen Credit-Spreads ab. Für die Berechnung der risikofreien Zinssätze wird bei jedem Leasingverhältnis der Kassakurs für eine europäische AAA-Anleihe herangezogen. Die gewählte Laufzeit für den Kassakurs entspricht der Hälfte der Laufzeit des Leasingvertrags. Der Grund hierfür ist, dass die AAA-Anleihen Festdarlehen mit voller Amortisation sind und die Mietzahlungen monatlich erfolgen. Die Verwendung der halben Laufzeit anstelle der gesamten Laufzeit des Leasingverhältnisses dient somit als Fälligkeitsanpassung. Zur Ermittlung der Ausfallrisikoprämie wurden zunächst die Credit-Spreads der einzelnen Kredite von fashionette bestimmt. Zur Berechnung der Credit-Spreads wurden zunächst die Kassakurse (risikofreie Zinssätze) zum Ausgabedatum der Kredite ermittelt. Die gewählte Laufzeit für den Kassakurs entspricht der Hälfte der Laufzeit des Kreditvertrags. Anschließend wurde der Kassakurs vom Sollzins des Kreditvertrags abgezogen, um die jeweiligen Credit-Spreads zu erhalten. Anschließend wurden die Spreads auf der Grundlage des jeweiligen Kreditvolumens gewichtet. Schließlich wurde der Abzinsungssatz für jede Leasingverbindlichkeit als individueller risikofreier Zinssatz zuzüglich des Credit-Spreads bestimmt. In der folgenden Tabelle sind die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Beträge für Leasingverhältnisse dargestellt: scrollen
Vorräte Die Vorräte gliedern sich in die folgenden Posten: scrollen
Im Jahr 2021 wurden aufwandswirksame Abschreibungen auf Vorräte in Höhe von 7 TEUR vorgenommen (2020: 113 TEUR, 2019: 79 TEUR). Zum 31. Dezember 2021 wurde ein Teil der Vorräte von fashionette als Sicherheit für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 10 TEUR (31.12.2020: 0 TEUR, 31.12.2019: 8.487 TEUR, 01.01.2019: 8.545 TEUR) abgetreten. Die Sicherheit umfasst die Abtretung des Eigentums an der Lagerhalle mit einem wechselnden Bestand an fertigen Gütern sowie die offenen Forderungen. Sonstige Sicherheiten für Verbindlichkeiten wurden weder im Geschäftsjahr noch in den Vorjahren gewährt. Weitere Einzelheiten sind Anhangangabe 16 zu entnehmen. Rückgaberecht Die Rückgaberechte betragen zum 31.12.2021 3.372 TEUR (31.12.2020: 1.982 TEUR, 31.12.2019: 2.078 TEUR, 01.01.2019: 1.828 TEUR). Der Anstieg zwischen den Geschäftsjahren ist im Wesentlichen auf das gestiegene Geschäftsvolumen von fashionette zurückzuführen. Der Anstieg in Höhe von 1.390 TEUR im Geschäftsjahr 2021 ist in Höhe von 548 TEUR auf die Akquisition von Brandfield zurückzuführen. Die korrespondierenden Rückerstattungsverbindlichkeiten sind innerhalb der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Angabe Nr. 17) ausgewiesen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen setzen sich wie folgt zusammen: scrollen
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Der Konzern nimmt an einem Factoring-Programm teil, in dessen Rahmen er von einer Bank vorzeitig für seine Rechnungen bezahlt wird und gleichzeitig seine Forderungen gegenüber Kunden abtritt. Im Rahmen dieser Vereinbarung verpflichtet sich eine Bank zur Zahlung ausstehender Rechnungsbeträge qualifizierender Kunden, die dem Konzern geschuldet werden, und wird vom Kunden zu einem späteren Zeitpunkt bezahlt. Das Hauptziel dieses Programms ist eine effiziente Zahlungsabwicklung und die Verbesserung der Liquidität des Konzerns, indem Zahlungen von Kunden vor Fälligkeit ermöglicht werden. Der Konzern bucht die ursprünglich ausstehenden Forderungen gegenüber seinen Kunden gemäß IFRS 9 aus. Zum 31. Dezember 2021 hatte der Konzern Forderungen aus Factoring gegenüber der Bank in Höhe von 2.774 TEUR (31.12.2020: 828 TEUR, 31.12.2019: 3.564 TEUR). Die Zahlungen der Bank sind in den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit einzubeziehen, da sie weiterhin Teil des normalen Geschäftszyklus des Konzerns und grundsätzlich operativer Natur sind, d. h. Zahlungen für den Verkauf von Waren. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld, Bankguthaben und kurzfristige Wertpapieranlagen. In der folgenden Tabelle sind die einzelnen Beträge der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aufgeführt: scrollen
Bei der kurzfristigen Wertpapieranlage in Höhe von 10.000 TEUR handelt es sich um eine kurzfristige risikolose Geldanlage mit einer Laufzeit von drei Monaten zur Reduzierung der Depotgebühren. Eigenkapital Die Veränderungen der verschiedenen Komponenten des Eigenkapitals vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 sind in der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung von fashionette dargestellt. Gezeichnetes Kapital Im Jahr 2021 gab es 6.200.000 gezeichnete Aktien (31.12.2020: 6.200.000 gezeichnete Aktien, 31.12.2019: 25.000 gezeichnete Aktien, 01.01.2019: 25.000 gezeichnete Aktien). Der Nennwert jeder Aktie entspricht einem Euro. Alle Aktien sind vollständig eingezahlt. Im Geschäftsjahr 2020 wurde fashionette mit Umwandlungsbeschluss vom 22. September 2020 und der entsprechenden Eintragung im Handelsregister am 1. Oktober 2020 von einer GmbH in eine Aktiengesellschaft (AG) umgewandelt. Infolgedessen wurden 4.975 TEUR der Kapitalrücklage in gezeichnetes Kapital umgewandelt. Die Kapitalerhöhung wurde durch Schaffung neuer Aktien mit einem Nennwert von 1 EUR vorgenommen. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 16. Oktober 2020 wurde im Rahmen des geplanten und durchgeführten Börsengangs (Initial Public Offering, IPO) eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage durch Ausgabe von 1.200.000 neuen Aktien mit einem Nennwert von 1 EUR je Aktie beschlossen. Kapitalrücklage Mit Beschluss vom 22. September 2020 wurden 4.975 TEUR in gezeichnetes Kapital umgewandelt. Infolge der Ausgabe von 1.200.000 neuen Aktien zum Ausgabepreis von 31 EUR wurde der den Nennwert von 1 EUR je Aktie übersteigende Betrag in Höhe von 36.000 TEUR in der Kapitalrücklage erfasst. Das im Geschäftsjahr 2021 gewährte Aktienoptionsprogramm (SOP) wurde gemäß IFRS 2 als anteilsbasierter Vergütungsplan mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente eingestuft. Entsprechend wurden im Geschäftsjahr 2021 273 TEUR in der Kapitalrücklage erfasst (2020: 55 TEUR, 2019: 0 TEUR). Weitere Informationen über das Aktienoptionsprogramm finden sich in Anhangangabe 22. Rücklagen Im Rahmen des Börsengangs im Jahr 2020 sind fashionette Kosten in Höhe von 2.834 TEUR entstanden. Gemäß IAS 32 wurden diese Kosten im Hinblick auf ihre Abzugsfähigkeit vom Eigenkapital bewertet (sog. qualifizierte Kosten). Infolgedessen wurden 544 TEUR dieser Kosten als Verringerung des Eigenkapitals in der Rücklage für Transaktionskosten erfasst. Der korrespondierende Effekt latenter Steuern in Höhe von 170 TEUR wurde ebenfalls in der Rücklage für Transaktionskosten erfasst. Entsprechend einer Kostenumlagevereinbarung wurden von den bestehenden Aktionären 618 TEUR an fashionette erstattet, die als Kapitaleinlage behandelt und daher in der Rücklage für Transaktionskosten erfasst wurden. Im Geschäftsjahr 2021 wurden 27 TEUR mit einem korrespondierenden Effekt latenter Steuern in Höhe von 8 TEUR in der Rücklage aus Sicherungsgeschäften erfasst. Der Effekt resultiert aus einem Zinsswap, der im Rahmen eines Darlehensvertrags per November 2021 vereinbart wurde. Weitere Einzelheiten sind Anhangangabe 19 zu entnehmen. Kapitalmanagement Der Konzern verfolgt die Strategie, durch eine solide Kapitalbasis das Vertrauen von Investoren, Gläubigern und Marktteilnehmern zu wahren und eine nachhaltige künftige Geschäftsentwicklung sicherzustellen. Im Rahmen des Kapitalmanagements strebt der Konzern neben der Sicherstellung der Unternehmensfortführung die langfristige Steigerung des Unternehmenswertes an. Die Eigenkapitalquote des Konzerns sank von 75 % im Jahr 2020 auf 53 % im Jahr 2021 aufgrund des Erwerbs von Brandfield und der damit einhergehenden Erfassung des Geschäfts- oder Firmenwerts und der immateriellen Vermögenswerte. Der Konzern plant, seine Eigenkapitalquote in Zukunft zu erhöhen. Der Konzern verfügte zum Ende des Geschäftsjahres 2021 über ungenutzte Kreditfazilitäten in Höhe von 12.990 TEUR bei einer Gesamtkreditlinie von 13.000 TEUR. Zusätzliche Kreditlinien und Finanzierungen wurden erfolgreich ausgehandelt und ab Ende 2021 umgesetzt. Der Konzern konnte im Berichtsjahr und der Folgezeit jederzeit seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen. Weitere Einzelheiten sind Anhangangabe 16 zu entnehmen. Kredite und Fremdkapitalaufnahmen Die Kredite und Fremdkapitalaufnahmen setzen sich wie folgt zusammen: scrollen
Weitere Informationen über Zinsrisiken, Währungsrisiken und Liquiditätsrisiken des Konzerns sind Anhangangabe 19.2 zu entnehmen. Laufzeiten und Tilgungsplan scrollen
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Zum 31. Dezember 2021 hatte fashionette ausstehende Kreditfazilitäten aus besicherten und unbesicherten Bankdarlehen in Höhe von 12.990 TEUR (31.12.2020: 15.000 TEUR, 31.12.2019: 11.513 TEUR, 01.01.2019: 11.455 TEUR). Angaben zur Begebung von Vorräten als Sicherheiten für Bankverbindlichkeiten finden sich in Anhangangabe 10. Kreditauflagen (Covenants) fashionette muss die Erfüllung ihrer finanziellen Verpflichtungen und die Einhaltung der finanziellen Auflagen aus den Kreditverträgen sicherstellen. Zum 31. Dezember 2021 hatte fashionette besicherte Bankdarlehen mit einem Buchwert von 10 TEUR (31.12.2020: OTEUR, 31.12.2019: 8.487 TEUR, 01.01.2019: 8.545 TEUR) und unbesicherte Bankdarlehen mit einem Buchwert von 11.550 TEUR (31.12.2020: 0 TEUR, 31.12.2019: 0 TEUR, 01.01.2019: 0 TEUR). fashionette verpflichtet sich in Bezug auf die besicherten Bankdarlehen mehrere Finanzkennzahlen einzuhalten. Die Nichteinhaltung einer finanziellen Auflage begründet einen wichtigen Grund für die Kündigung des Darlehens und berechtigt ersatzweise dazu, die Bereitstellung oder Erhöhung von Sicherheiten zu verlangen. Dies kann zur sofortigen Rückzahlung des ausstehenden Betrags führen. Überleitung der Bewegungen der Schulden auf die Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung zwischen den Eröffnungs- und Schlusssalden in der Konzernbilanz. Die Veränderungen der Cashflows aus der Finanzierung, von Krediten und Fremdkapitalaufnahmen sowie von Leasingverbindlichkeiten werden gesondert dargestellt. scrollen
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Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scrollen
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Weitere Informationen über die Währungs- und Liquiditätsrisiken von fashionette finden sich in Anhangangabe 19.2. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: scrollen
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Finanzinstrumente und Risikomanagement Finanzinstrumente Die folgende Tabelle stellt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, einschließlich deren Stufen in der Fair-Value-Hierarchie. Sie enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Die beizulegenden Zeitwerte werden auf der Grundlage stochastischer Modelle unter Berücksichtigung der abgezinsten erwarteten künftigen Cashflows der gegenseitigen Zahlungsverpflichtungen zum Bewertungsstichtag berechnet. scrollen
Der Konzern verzichtet gemäß IFRS 7.29 auf die Angabe beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten, wenn die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten einen angemessenen Näherungswert für die beizulegenden Zeitwerte darstellen. Der beizulegende Zeitwert von Zinsswaps auf Grundlage von Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie wird als Barwert der geschätzten künftigen Cashflows berechnet. Die Schätzungen der künftigen variabel verzinsten Cashflows beruhen auf veröffentlichten Swap-Sätzen, Terminkursen und Interbanken-Kreditzinsen. Die geschätzten Cashflows werden anhand einer Zinskurve aus vergleichbaren Quellen abgezinst, die den entsprechenden Referenzindex für Interbankensätze widerspiegelt, der von den Marktteilnehmern bei der Bepreisung von Zinsswaps verwendet wird. Die Schätzung des beizulegenden Zeitwerts unterliegt einer Anpassung des Ausfallrisikos, die das Ausfallrisiko des Konzerns und der Gegenpartei widerspiegelt; diese wird auf Grundlage von Credit-Spreads berechnet, die von den aktuellen Preisen für Credit Default Swaps oder Anleihen abgeleitet werden. Sind Umgliederungen in andere Stufen der Bewertungshierarchie erforderlich, so werden sie am Ende des Geschäftsjahres vorgenommen, in dem das die Umgliederung erfordernde Ereignis eintritt. In keiner Periode fand eine Umgliederung statt. Finanzrisikomanagement Die Geschäftsführung von fashionette trägt die Hauptverantwortung für die Aufstellung und Aufsicht der Grundsätze des Risikomanagements von fashionette. Die Geschäftsführung ist auch für die Ausarbeitung und Überwachung der Managementrichtlinien verantwortlich. Die Risikomanagementrichtlinien von fashionette wurden zur Identifizierung und Analyse der Risiken des Konzerns entwickelt, um geeignete Risikolimits und Kontrollen einzuführen und die Entwicklung der Risiken und die Einhaltung der Limits zu überwachen. Durch Schulungen und die Festlegung von Managementstandards und -verfahren wird ein diszipliniertes und konstruktives Kontrollumfeld geschaffen, in dem alle Mitarbeiter ihre Aufgaben und Pflichten kennen. Der Konzern hat sein internes Risikomanagement und seine internen Kontrollverfahren an die Anforderungen einer Aktiengesellschaft angepasst. Dies beinhaltet eine detaillierte Dokumentation der Prozesse, der durchgeführten Kontrollen und der damit verbundenen Prüfungen des Managements. Bei Bedarf werden die Prozesse angepasst und zusätzliche Kontrollen eingeführt. Die wichtigsten finanziellen Verbindlichkeiten von fashionette umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Kredite und Fremdkapitalaufnahmen, bestehend aus besicherten und unbesicherten Bankdarlehen sowie Leasingverbindlichkeiten. Der Hauptzweck dieser Finanzverbindlichkeiten besteht in der Finanzierung der Geschäftstätigkeit von fashionette und in der Bereitstellung von Garantien zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit. Der Konzern verfügt darüber hinaus über sonstige Verbindlichkeiten und Zahlungsmittel, die in direktem Zusammenhang mit seiner Geschäftstätigkeiten stehen, fashionette ist hauptsächlich einem Liquiditätsrisiko ausgesetzt sowie einem niedrigen Ausfall- und Marktrisiko. Ausfallrisiko Das Ausfallrisiko ist das Risiko von finanziellen Verlusten, falls ein Kunde oder die Vertragspartei eines Finanzinstruments seinen bzw. ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Das maximale Ausfallrisiko entsteht grundsätzlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen finanziellen Vermögenswerten sowie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten des Konzerns. Der Konzern überwacht ihre Risiken regelmäßig. Erwartete Kreditverluste bei Gegenparteien Der Konzern ordnet jeder Kategorie ein Ausfallrisiko zu. Dies geschieht auf Grundlage von Daten, die für die Vorhersage des Verlustrisikos als geeignet erachtet werden. Das maximale Ausfallrisiko ist in folgender Tabelle dargestellt: scrollen
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte umfassen hauptsächlich Kautionen, geleistete Anzahlungen und Forderungen gegenüber Zahlungsdienstleistern. Das Ausfallrisiko dieser Vermögenswerte wird als sehr gering angesehen. Daher wurden für keinen der Berichtszeiträume wesentliche Wertminderungsaufwendungen für sonstige finanzielle Vermögenswerte identifiziert. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bankguthaben und kurzfristige Wertpapieranlagen. Die entsprechende Bonität wird regelmäßig überwacht. Aufgrund der sehr guten Bonität der Banken haben die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ein sehr geringes Ausfallrisiko. Daher wurden für keinen der Berichtszeiträume wesentliche Wertminderungsaufwendungen identifiziert. Der Konzern wendet auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen den so genannten "vereinfachten Ansatz" an und erfasst die erwarteten Kreditverluste bereits bei Zugang über die gesamte Restlaufzeit. Im Rahmen des vereinfachten Ansatzes ermittelt der Konzern die erwarteten Kreditverluste der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Kategorien. Dabei werden die historischen Ausfallquoten auf Basis historischer Ausfälle der letzten drei Geschäftsjahre sowie unter Berücksichtigung zukunftsorientierter makroökonomischer Indikatoren ermittelt. Der Konzern unterscheidet nicht zwischen Forderungen gegen Unternehmen und Forderungen gegen Einzelkunden. Im Rahmen des vereinfachten Ansatzes wird eine Wertberichtigung auf Einzelbasis vorgenommen, wenn ein oder mehrere Ereignisse eingetreten sind, die sich negativ auf die Bonität des Schuldners auswirken. Diese Ereignisse sind unter anderem Zahlungsverzögerungen, eine drohende Insolvenz oder Konzessionen des Schuldners aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden direkt abgeschrieben, wenn ihre Realisierbarkeit nach vernünftigem Ermessen nicht mehr zu erwarten ist. Dies ist z.B. der Fall, wenn der Schuldner als zahlungsunfähig eingestuft wird. Die erfolgswirksam erfassten erwarteten Kreditverluste auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich wie folgt dar: scrollen
Die folgenden Tabellen enthalten Informationen über das Ausfallrisiko und die erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Kunden für jeden Abschlussstichtag: scrollen
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Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass fashionette möglicherweise nicht in der Lage ist, seine finanziellen Verbindlichkeiten vertragsgemäß durch Lieferung von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten zu erfüllen. Das Ziel des Konzerns ist es, den Bestand an Zahlungsmitteln auf einem Niveau zu halten, das über den erwarteten Mittelabflüsse aus finanziellen Verbindlichkeiten liegt. Bedeutung des Liquiditätsrisikos In der folgenden Tabelle sind die verbleibenden vertraglichen Fälligkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten von fashionette zum Abschlussstichtag dargestellt. Die Beträge werden brutto und nicht abgezinst dargestellt und beinhalten die vertraglichen Zinszahlungen: scrollen
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fashionette hat ein tägliches Cash-Reporting eingeführt, um einen Überblick über die kurzfristige Liquidität im Vergleich zu den geplanten Mittelabflüssen sicherzustellen. Darüber hinaus unterhält der Konzern Kreditlinien um kurzfristige Liquiditätsprobleme ausgleichen zu können. Die Zinszahlungen für die besicherten und unbesicherten Bankdarlehen in der obigen Tabelle entsprechen dem Zinssatz zum Abschlussstichtag. Der Zinssatz kann sich ändern, wenn sich die Marktzinsen ändern und eine bestimmte Verschuldungsquote nicht eingehalten wird. Marktrisiko Das Marktrisiko bezeichnet das Risiko, dass die Erträge von fashionette oder der Wert seines Bestands an Finanzinstrumenten durch Veränderungen der Marktpreise, wie z. B. Wechselkurse oder Zinssätze, nachteilig beeinflusst werden. Die vom Marktrisiko betroffenen Finanzinstrumente umfassen im Wesentlichen finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Zinsrisiko Das Risiko spiegelt das Risiko wider, dass sich der beizulegende Zeitwert oder die künftigen Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Schwankungen der Marktzinssätze verändern. fashionette verfügte über Kredite und Fremdkapitalaufnahmen in der Bilanz, die Zinssätze mit variablen Parametern aufweisen. Die folgende Tabelle zeigt die festverzinslichen oder unverzinslichen Verbindlichkeiten und die variabel verzinslichen Verbindlichkeiten: scrollen
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Die Zinssensitivität stellt sich für die besicherten und unbesicherten Bankdarlehen wie folgt dar: scrollen
fashionette unterliegt Zinsrisiken, die sich aus dem Eingehen variabel verzinslicher Verbindlichkeiten ergeben. Zur Reduzierung der Volatilität der Zinszahlungen sieht die Risikomanagement-Strategie die Umwandlung von Zinszahlungen in Festzinszahlungen durch Abschluss von Payer Swaps vor. Zur Vermeidung von Rechnungslegungsanomalien setzt fashionette auf die Absicherung von Zahlungsströmen für diese Swaps und die entsprechenden Verbindlichkeiten. Das abgesicherte Risiko beschränkt sich auf das Zinsrisiko. Das Ausfallrisiko aus den finanziellen Verbindlichkeiten wird nicht als Teil der Sicherungsbeziehung designiert. fashionette wendet ein Absicherungsverhältnis von 1:1 an. In Bezug auf die Beurteilung der wirtschaftlichen Beziehung zwischen dem gesicherten Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument wendet fashionette die "Critical Terms Match" Methode an. Dabei werden die entsprechenden Referenzzinssätze, Laufzeiten, Zinsbindungen sowie die Nominalbeträge berücksichtigt. Die retrospektive Bestimmung der Unwirksamkeit von Sicherungsgeschäften erfolgt auf der Grundlage der Methode der hypothetischen Derivate. Potenzielle Quellen der Unwirksamkeit ergeben sich aus dem Ausfallrisiko der Gegenpartei und von fashionette. Die folgende Tabelle zeigt das Fälligkeitsprofil der zum 31. Dezember 2021 gehaltenen Sicherungsinstrumente: scrollen
Zum 31. Dezember 2020 wurden keine Sicherungsinstrumente gehalten. Die Auswirkungen der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage von fashionette sind in folgender Tabelle dargestellt: scrollen
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Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung der Rücklage aus Sicherungsgeschäften vom Eröffnungssaldo auf den Schlusssaldo: scrollen
Währungsrisiko fashionette ist bei Geschäftsvorfällen insoweit einem Fremdwährungsrisiko ausgesetzt, als dass die Währungen, auf die die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lauten, und die jeweilige funktionale Währung von fashionette nicht übereinstimmen. Die funktionale Währung von fashionette ist der Euro. Die Umsatzerlöse lauten teilweise auf CHF, GBP, SEK, DKK und USD, während der größte Teil der Umsatzerlöse nach wie vor in Euro erzielt wird. Auch die Beschaffung erfolgt zum Teil in ähnlichen Währungen. Die folgende Tabelle zeigt die Währungsrisiken von fashionette (in Tsd. jeder Währung): scrollen
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Die folgenden wesentlichen Wechselkurse wurden in den folgenden Abschlüssen angewendet: scrollen
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Im Jahr 2021 ergaben sich aus der Währungsumrechnung Erträge in Höhe von 494 TEUR (2020: 368 TEUR, 2019: 215 TEUR) und Aufwendungen in Höhe von 480 TEUR (2020: 529 TEUR, 2019: 255 TEUR). Eine nach vernünftigem Ermessen mögliche Aufwertung (Abwertung) des CHF, des GBP, der SEK, der DKK und des USD gegenüber allen anderen Währungen zum 31. Dezember hätte sich auf die Bewertung der auf eine Fremdwährung lautenden Finanzinstrumente ausgewirkt und das Periodenergebnis um die unten aufgeführten Beträge beeinflusst. Bei dieser Analyse wurde angenommen, dass alle anderen Einflussfaktoren konstant bleiben. scrollen
Sonstige Marktrisiken fashionette ist keinen sonstigen wesentlichen Marktrisiken ausgesetzt. Umsatzerlöse In den folgenden Tabellen sind die Erlöse aus Verträgen mit Kunden aufgeschlüsselt nach geografischen Hauptmärkten und Hauptprodukten dargestellt. scrollen
Vertragsverbindlichkeiten Die Vertragsverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die von Kunden erhaltenen Entgelte für zum Abschlussstichtag noch nicht ausgelieferte Produkte in Höhe von 74 TEUR (2020: 0 TEUR, 2019: 0 TEUR) sowie die erhaltenen Zahlungen für verkaufte und von den Kunden noch nicht eingelöste Geschenkkarten in Höhe von 140 TEUR (2020: 0 TEUR, 2019: 0 TEUR). Leistungsverpflichtungen und Methoden für die Erfassung der Umsatzerlöse Umsatzerlöse werden auf Grundlage der in einem Vertrag mit einem Kunden zugesagte Gegenleistung bewertet. fashionette erfasst Umsatzerlöse, wenn sie die Verfügungsgewalt über ein Gut auf einen Kunden überträgt. Etwaige Rückgabeoptionen werden in entsprechenden Fällen und bei Wesentlichkeit berücksichtigt. Die folgende Tabelle enthält Informationen über die Art und den Zeitpunkt der Erfüllung von wesentlichen Leistungsverpflichtungen aus Verträgen mit Kunden, einschließlich wesentlicher Zahlungsbedingungen, und die damit verbundene Methodik für die Umsatzrealisierung. scrollen
Zusätzlich werden in geringem Umfang Marketingdienstleistungen mit B2B Kunden erbracht. Die Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die Marketingleistung vollständig erbracht ist (2021: 1.086 TEUR, 2020: 547 TEUR, 2019: 370 TEUR) Materialaufwand Im Geschäftsjahr 2021 belief sich der Materialaufwand auf 82.343 TEUR (2020: 57.606 TEUR, 2019: 42.989 TEUR). Der Anstieg ergibt sich hauptsächlich aus dem Geschäftswachstum des Konzerns sowie aus dem Erwerb von Brandfield im Geschäftsjahr 2021. Anteilsbasierte Vergütungsvereinbarungen Im Geschäftsjahr 2020 hat die fashionette AG ihren Vorständen und Mitarbeitern insgesamt bis zu 310.000 Bezugsrechte im Rahmen eines Aktienoptionsprogramms (SOP) gewährt. Von diesen 310.000 Bezugsrechten wurden im Geschäftsjahr 2020 insgesamt 247.968 Stück ausgegeben. Dieser variable Vergütungsplan beginnt im Jahr 2020 und berechtigt die Begünstigten nach einer vierjährigen Wartezeit zum Bezug von Aktien, vorbehaltlich der Erreichung bestimmter Leistungsziele. Die Anzahl und der gewichtete Durchschnitt der Ausübungspreise der Aktienoptionen im Rahmen der Aktienoptionsprogramme entwickelten sich wie folgt: scrollen
Die zum 31. Dezember 2021 ausstehenden Optionen hatten einen Ausübungspreis von 30 EUR und eine gewichtete durchschnittliche Vertragslaufzeit von 2,87 Jahren. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wurde anhand der Black-Scholes-Formel ermittelt. Die mit den Geschäftsvorfällen verbundenen Dienst- und marktunabhängigen Leistungsbedingungen wurden bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts nicht berücksichtigt. Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Gewährung der Aktien wurden die folgenden Parameter zugrunde gelegt: scrollen
Die Volatilität wurde auf der Grundlage der historischen Schlusskurse der Aktien der fashionette AG ermittelt. Die Aufwendungen für das Aktienoptionsprogramm betrugen im Geschäftsjahr 2021 273 TEUR (2020: 55 TEUR; 2019: 0 TEUR). Personalaufwand Im Geschäftsjahr 2021 beschäftigt fashionette im Durchschnitt 216 Mitarbeiter (2020: 148; 2019: 136). Die Personalaufwendungen setzen sich aus den folgenden Posten zusammen: scrollen
Sonstige Erträge Die sonstigen Erträge setzen sich aus den folgenden Posten zusammen: scrollen
Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge ist im Wesentlichen auf Schadensersatzleistungen aus dem Verlust von Vorräten in Höhe von 1.218 TEUR und Versicherungsentschädigungen in Höhe von 468 TEUR im Jahr 2021 zurückzuführen. Sonstige Aufwendungen Die sonstigen Aufwendungen setzen sich aus den folgenden Posten zusammen: scrollen
Der Anstieg der sonstigen Aufwendungen ergibt sich hauptsächlich aus dem Geschäftswachstum des Konzerns sowie aus dem Erwerb von Brandfield im Geschäftsjahr 2021. Finanzerträge und Finanzaufwendungen Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen: scrollen
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Alle Finanzerträge und -aufwendungen ergeben sich aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Zinsen aus Darlehen Weitere Informationen über das Zinsrisiko von fashionette befinden sich in Anhangangabe 19.2.3. Ertragsteuern Im Gewinn oder Verlust erfasste Beträge Folgende Beträge wurden im Gewinn oder Verlust erfasst: scrollen
Im Jahr 2021 betrug der geltende Ertragssteuersatz im Sitzland der Muttergesellschaft 31,225 % (2020: 31,225 %, 2019: 31,225 %). Zum 31. Dezember 2021 beliefen sich die Steuerschulden auf 1 TEUR (31.12.2020: 467 TEUR, 31.12.2019: 1.081 TEUR, 01.01.2019: 286 TEUR). IFRIC 23 muss angewendet werden bei der Bestimmung des zu versteuernden Gewinns (steuerlichen Verlusts), der steuerlichen Basis, der noch nicht genutzten steuerlichen Verluste, der noch nicht genutzten Steuergutschriften und der Steuersätze, wenn Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung nach IAS 12 besteht. In diesem Zusammenhang ist der Konzern davon ausgegangen, dass eine Steuerbehörde sämtliche Beträge prüfen wird, zu deren Prüfung sie befugt ist, und dass sie für deren Prüfung über alle einschlägigen Informationen verfügt. Darüber hinaus hat der Konzern beurteilt, ob es wahrscheinlich ist, dass die entsprechende Steuerbehörde jede steuerliche Behandlung oder Gruppe von steuerlichen Behandlungen akzeptiert, die sie in ihren Einkommenssteuererklärungen verwendet hat bzw. zu verwenden beabsichtigt. Infolgedessen erwartet der Konzern keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Im sonstigen Ergebnis erfasste Beträge Im Geschäftsjahr 2021 wurde ein latenter Steueraufwand in Höhe von 8 TEUR im sonstigen Ergebnis erfasst, der sich aus dem Ansatz eines latenten Steueranspruchs für die Auswirkungen des wirksamen Teils des bestehenden Zinsswaps ergibt. Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge Im Geschäftsjahr 2020 wurde ein latenter Steuerertrag in Höhe von 170 TEUR direkt im Eigenkapital erfasst, entsprechend der Aktivierung von Transaktionskosten nach IAS 32. Überleitung des effektiven Steuersatzes Die Überleitung des effektiven Steuersatzes ist wie folgt: scrollen
Veränderung der latenten Steuern in der Bilanz während des Jahres Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden gliedern sich in die folgenden Posten: scrollen
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Nicht erfasste latente Steueransprüche Sämtliche latenten Steueransprüche wurden erfasst. Ergebnis je Aktie Unverwässertes Ergebnis je Aktie Die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie erfolgte auf Grundlage des den Stammaktionären zurechenbaren Gewinns und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien: scrollen
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Verwässertes Ergebnis je Aktie In den Geschäftsjahren 2020 und 2019 gab es keine Verwässerungseffekte. Zum 31. Dezember 2021 wurden 33.103 aus der anteilsbasierten Vergütungsvereinbarung des Konzerns resultierende Optionen von der Berechnung der verwässerten gewichteten durchschnittlichen Anzahl von Stammaktien ausgeschlossen, da ihre Auswirkungen einer Verwässerung entgegengewirkt hätten. Der durchschnittliche Marktwert der Aktien der Gesellschaft zum Zwecke der Berechnung des Verwässerungseffekts der Aktienoptionen wurde auf Grundlage der notierten Marktpreise in dem Jahr ermittelt, in dem die Optionen ausstehend waren. Nahestehende Unternehmen und Personen A. Mutterunternehmen und oberstes beherrschendes Unternehmen Seit dem Börsengang im Geschäftsjahr 2020 hat fashionette kein oberstes beherrschendes Unternehmen mehr. Das vorherige oberste beherrschende Unternehmen war die Genui Fund GmbH & Co. KG. fashionette wird derzeit nicht als Tochtergesellschaft in anderen Konzernabschlüssen einbezogen. B. Geschäftsvorfälle mit Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen Zum 31. Dezember 2021 bestand die Geschäftsführung aus Daniel Raab (Chief Executive Officer) und Thomas Buhl (Chief Operating Officer / Chief Technology Officer). Bis zum 31. März 2019 leiteten Dr. Fabio Labriola, Dr. Sebastian Siebert und Ronald Reschke das Unternehmen. Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen Die Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen umfasste Folgendes: scrollen
Die Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen umfasst Gehälter, Sachleistungen und anteilsbasierte Vergütung. Aufsichtsrat Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wird durch die Satzung der fashionette AG geregelt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste Grundvergütung für jedes Geschäftsjahr des Unternehmens in Höhe von 25 TEUR. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält eine feste Grundvergütung von 40 TEUR, der stellvertretende Vorsitzende von 30 TEUR. Die Vergütung ist nach Ablauf der Hauptversammlung, die den Jahresabschluss über das Geschäftsjahr, für das die Vergütung gezahlt wird, fällig. Aufsichtsratsmitglieder, die nur für einen Teil des Geschäftsjahres im Amt sind, erhalten eine entsprechende anteilsmäßige Vergütung. Neben den festen Bezügen erstattet die fashionette AG den Mitgliedern des Aufsichtsrats ihre im Rahmen der Ausübung ihrer Pflichten entstandenen angemessenen Auslagen sowie die auf ihre Vergütung und Auslagen entfallene Umsatzsteuer. Ferner werden die Mitglieder des Aufsichtsrats in die D & O-Haftpflichtversicherung für Vorstandsmitglieder einbezogen, die eine Absicherung gegen finanzielle Schäden bietet. Die Prämien für diese Versicherungspolice werden vom Unternehmen gezahlt. Gemäß der Satzung (§ 11 Abs. 1) setzt sich der Aufsichtsrat aus fünf Mitgliedern zusammen. Er unterliegt keiner Mitbestimmung durch Arbeitnehmer. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats werden von der Hauptversammlung als Anteilseigner Vertreter gewählt. Weitere Einzelheiten zu den Aufsichtsratsmitgliedern werden im Folgenden aufgeführt. Im Geschäftsjahr 2021 hat der Aufsichtsrat keine Ausschüsse gebildet. Während des Geschäftsjahres setzte sich der Aufsichtsrat aus den folgenden Mitgliedern zusammen: scrollen
Dr. Oliver Serg und Christian van der Bosch verzichten auf den Anspruch der Aufsichtsratvergütung, solange die Genui GmbH Aktionär der fashionette AG ist. Die Aufsichtsratsmitglieder der fashionette AG sind darüber hinaus in Aufsichtsräten sowie Kontrollgremien der folgenden Gesellschaften vertreten: Stefan Schütze: scrollen
Dr. Oliver Serg: scrollen
Rolf Sigmund: scrollen
Ingo Arnold: scrollen
Sonstige Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen einer Kostenumlagevereinbarung erstattete Genui fashionette im Geschäftsjahr 2020 618 TEUR für Transaktionskosten im Zusammenhang mit dem Börsengang. Diese Rückerstattung wurde als Kapitaleinlage behandelt und in der Rücklage für Transaktionskosten erfasst. In den in diesem Abschluss dargestellten Geschäftsjahren fanden keine weiteren Geschäftsvorfälle mit Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen oder anderen nahe stehenden Unternehmen und Personen statt. Eventualverbindlichkeiten Zum 31. Dezember 2021 ging der Konzern zwei separate Bürgschaften mit Finanzinstituten ein. Zur Absicherung des Zahlungsanspruchs eines Dienstleisters gegenüber dem Konzern für erbrachte vertragliche Leistungen ging fashionette eine Bürgschaft in Höhe von 600 TEUR ein. Zur Absicherung sämtlicher Ansprüche aus einem Mietverhältnis, wie z.B. Ansprüche auf Erstattung von Umbau- und Ausbaukosten sowie Schadensersatzansprüche, ging der Konzern gegenüber dem Vermieter eine selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe von 152 TEUR ein. Honorar des Abschlussprüfers Die Gesamthonorare für die vom Abschlussprüfer erbrachten Dienstleistungen für die Geschäftsjahre 2021, 2020 und 2019 beliefen sich auf: scrollen
Anteilsbesitzliste In der folgenden Tabelle sind die Finanzkennzahlen der einzelnen Gesellschaften gemäß den jeweils geltenden lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgeführt: scrollen
Bei den aufgeführten Gesellschaften liegt ein verkürztes Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 31.12.2021 vor. Die Angaben zu Ergebnis und Eigenkapital beziehen sich auf die Finanzkennzahlen der einzelnen Gesellschaften gemäß den jeweils geltenden lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die folgenden Ereignisse sind nach dem Ende des Geschäftsjahres 2021 eingetreten. Mit Wirkung zum 1. Januar 2022 wurde die Brandfield Holding B.V. auf die Brandfield B.V. abwärts verschmolzen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2022 wurde die Favorite Brands B.V. auf die Fastylo Holding B.V. aufwärts verschmolzen. Am 31. März 2022 gab fashionette-CEO Daniel Raab bekannt, dass er das Unternehmen mit Wirkung zum Ende September 2022 verlassen wird. Nach dem Ende des Geschäftsjahres sind keine weiteren Ereignisse mit wesentlichen Auswirkungen auf das Nettovermögen, die Finanzlage und die Betriebsergebnisse von fashionette eingetreten.
Düsseldorf, 31. März 2022 Geschäftsführung gez. Daniel Raab gez. Thomas Buhl BERICHT DES AUFSICHTSRATSLiebe Aktionärinnen, liebe Aktionäre, im Namen des gesamten Aufsichtsrats möchte ich an dieser Stelle allen Mitarbeitenden der fashionette-Gruppe unseren besonderen Dank aussprechen. Ihr unermüdlicher Einsatz und ihre enorme Leidenschaft - trotz aller beruflichen und privaten Einschränkungen - haben den Grundstein für die erfolgreiche Bewältigung der mit der Pandemie verbundenen Herausforderungen gelegt. Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Vorstand Der Aufsichtsrat war und ist jederzeit eng in die Verfahren und Maßnahmen des Vorstands zur Weiterentwicklung des Unternehmens eingebunden und hat sich angemessen unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat hat im vergangenen Geschäftsjahr die offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Vorstand fortgesetzt. Auch zwischen den Sitzungen stand der Aufsichtsratsvorsitzende in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand und wurde über alle wesentlichen Entwicklungen und anstehenden Entscheidungen, die für das Unternehmen von besonderer Bedeutung waren, in Kenntnis gesetzt. Der Vorstandsvorsitzende hat den Aufsichtsratsvorsitzenden unverzüglich über alle wichtigen Ereignisse informiert, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung waren. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats wurden vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats umfassend über kritische Themen informiert. Darüber hinaus hat der Vorstand den Aufsichtsrat monatlich per Videokonferenz über die Finanz- und Geschäftsentwicklung informiert. Im vergangenen Geschäftsjahr gab es keine Veränderungen im Vorstand. Zusammensetzung des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat der fashionette AG setzt sich aus fünf Mitgliedern zusammen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden auf der Hauptversammlung des Jahres 2021 bis zur Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 beschließt, bestellt. Im Anschluss an die Hauptversammlung vom 25. Juni 2021 hat der Aufsichtsrat Stefan Schütze zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats und Dr. Oliver Serg als stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Wir bedanken uns herzlich bei Christian van der Bosch, dessen Mandat mit der ordentlichen Hauptversammlung 2021 endete. Angesichts der anstehenden Wachstumsphase des Unternehmens freuen wir uns, dass Ingo Arnold den Aufsichtsrat als Finanzexperte im Sinne von Art. 100 Abs. 5 Aktiengesetz (AktG) ergänzt. Darüber hinaus wurden Karoline Huber und Rolf Sigmund erneut gewählt und bleiben Mitglieder des Aufsichtsrats. Der neu konstituierte Aufsichtsrat verfügt in seiner Zusammensetzung über langjährige Vorstandserfahrung, umfassende Marktkenntnisse, insbesondere im Luxusmarktsegment, sowie Börsenerfahrung und Finanzkompetenz. Mit Ingo Arnold als Finanzexperten werden bereits Anforderungen erfüllt, die nur für Unternehmen im regulierten Markt vorgeschrieben sind. Sitzungen des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat der fashionette AG hat im Geschäftsjahr 2021 die Aufgaben, die ihm nach dem Gesetz und der Satzung obliegen, vollumfänglich wahrgenommen und den Vorstand regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die regelmäßigen schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstands zu allen für das Unternehmen und den Konzern relevanten Fragen der Unternehmensplanung, der Geschäftsentwicklung, insbesondere der Geschäfts- und Finanzlage, der Übernahmestrategie, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Falls erforderlich, hat der Aufsichtsrat die Vorschläge und Angelegenheiten des Vorstands ohne den Vorstand erörtert. Im Geschäftsjahr 2021 fanden insgesamt fünf Aufsichtsratssitzungen statt. Aufgrund der COVID-19-Anforderungen wurden einige der Aufsichtsratssitzungen auch als Telefon- oder Videokonferenzen abgehalten. In der nachfolgenden Tabelle legen wir die Teilnahme der Mitglieder des Aufsichtsrats in individualisierter Form offen: scrollen
In seinen Sitzungen hat der Aufsichtsrat die Berichte und Beschlussvorlagen des Vorstands eingehend erörtert und geprüft. Darüber hinaus fanden verschiedene Gespräche zwischen einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern und dem Vorstand statt, um dessen Tätigkeit fachlich zu unterstützen. Der Vorstand berichtete sowohl schriftlich als auch mündlich in den unterjährigen Sitzungen und Besprechungen sowie in Telefonkonferenzen über die Erstellung der Finanzberichterstattung sowie die Prognoseanpassung aufgrund von Herausforderungen beim Übergang nach dem Wechsel des Logistikpartners. Der Aufsichtsrat hat diese Angelegenheiten erörtert und, soweit erforderlich, die entsprechenden Beschlüsse gefasst. Nach §15 Abs. 4 der Satzung können Beschlüsse auch außerhalb von Sitzungen gefasst werden. Im Geschäftsjahr 2021 hat der Aufsichtsrat allen zustimmungspflichtigen Angelegenheiten zugestimmt, nachdem sie eingehend geprüft und mit dem Vorstand erörtert worden waren. Schwerpunktthemen In der ersten Sitzung des Jahres am 3. Februar 2021 erörterte der Aufsichtsrat das vom Vorstand erstellte Budget für das Jahr 2021. Insbesondere die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und die damit verbundenen Unsicherheiten bei der Planung der Geschäftsentwicklung wurden intensiv besprochen. Der Vorstand hat zu diesem Zweck verschiedene Szenarien vorgestellt, die dem Aufsichtsrat als Grundlage für dessen Beratungen dienten. Im Hinblick auf die Vergütung des Vorstands wurden in der Aufsichtsratssitzung am 3. Februar 2021 auch die Ziele für die Bonusvereinbarungen mit den Vorstandsmitgliedern für das Geschäftsjahr 2021 beschlossen. In der Aufsichtsratssitzung zur Feststellung des Jahresabschlusses am 29. April 2021 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 eingehend erörtert. Der Abschlussprüfer stand für Fragen des Aufsichtsrats zur Verfügung. Auf der Grundlage des festgestellten Jahresabschlusses fasste der Aufsichtsrat die erforderlichen Beschlüsse zur Festlegung des Leistungsbonus für den Vorstand für das Geschäftsjahr 2020. In dieser Sitzung wurden auch die strategischen Ziele der Übernahme der Brandfield-Gruppe, die Ergebnisse der Due Diligence und der Stand der Kaufpreisverhandlungen besprochen. Nach intensiver Beratung fasste der Aufsichtsrat die notwendigen Beschlüsse zur Fortsetzung des Transaktionsprozesses. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat in seinen Sitzungen am 29. April 2021 und 6. Mai 2021 mit den Tagesordnungspunkten und dem Ablauf der Hauptversammlung befasst. Nach intensiven Beratungen haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, von der Möglichkeit einer virtuellen Hauptversammlung Gebrauch zu machen und die entsprechenden Voraussetzungen dafür geschaffen. Darüber hinaus haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, die Satzung an die Anforderungen der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) anzupassen. Im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung am 25. Juni 2021 fand die vierte Sitzung des Aufsichtsrats der fashionette AG statt. In dieser Sitzung wählte der Aufsichtsrat Stefan Schütze zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats und Dr. Oliver Serg zu seinem Stellvertreter. Der Vorstand hat auch weitere Informationen über die logistische Lage nach dem Wechsel des Logistikpartners zur Verfügung gestellt. In der Aufsichtsratssitzung am 11. November 2021 konzentrierte sich der Aufsichtsrat auf die Besprechung des Budgets für das Jahr 2022. Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand vorgelegte Unternehmensplanung intensiv erörtert und sich dabei insbesondere mit den Marktperspektiven im Zuge der geplanten Internationalisierungsstrategie befasst. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die Refinanzierungsverträge erörtert und genehmigt. Außerdem hat der Vorstand ein Update zur logistischen Lage gegeben. Der Aufsichtsrat hat sich auch mit der Frage befasst, welche Auswirkungen das Finanzmarktintegritätsstärkungsgesetz (FISG) auf seine Tätigkeit und die Tätigkeit gegenüber dem Vorstand und dem Abschlussprüfer haben könnte. Mit Umlaufbeschluss vom 23. Dezember 2021 wurde das Grundgehalt für die beiden Vorstandsmitglieder nach vorheriger Diskussion angepasst und erhöht und das Bonusziel für 2022 festgelegt. Corporate Governance Die fashionette AG ist im Scale-Segment des Freiverkehrs (Open Market) an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert und unterliegt daher nicht den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Ungeachtet dessen ist eine gute Corporate Governance eine wesentliche Grundlage für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung. Der Aufsichtsrat hat derzeit keine Ausschüsse gebildet. Der Aufsichtsrat vertritt jedoch die Auffassung, dass eine fokussierte und strategische Begleitung des Unternehmens die Erfahrung und Kompetenzen des gesamten Gremiums erfordert, das gezielt auf die unternehmensrelevanten Zielsetzungen des Unternehmens zusammengestellt wurde. Im Berichtszeitraum sind keine Interessenkonflikte von Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten. Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der fashionette AG, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht der fashionette AG für das Geschäftsjahr 2021 sind unter Einbeziehung der Buchführung von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die von der ordentlichen Hauptversammlung am 25. Juni 2021 zum Abschlussprüfer gewählt wurde, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Abschlussprüfer hat die geforderte Unabhängigkeitserklärung dem Aufsichtsrat vor Beginn der Prüfung vorgelegt. Die zu prüfenden Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen jedem Mitglied des Aufsichtsrats in der Bilanzsitzung am 25. April 2022 vor und wurden jedem Mitglied des Aufsichtsrats rechtzeitig zur Vorbereitung weitergeleitet. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung teil, um den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zu prüfen und zu erörtern. Der Abschlussprüfer berichtete über die wichtigsten Ergebnisse der Prüfungen und stand für zusätzliche Informationen zur Verfügung. In seiner Sitzung am 25. April 2022 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss festgestellt und den Konzernabschluss nach eingehender Prüfung der Unterlagen und unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte gebilligt. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die Planungsunterlagen, die Risikolage und das Risikomanagementsystem der fashionette AG geprüft. Es wurden alle aus Sicht des Vorstands und des Aufsichtsrats erkennbaren Risikobereiche erörtert. Das Risikomanagementsystem wurde vom Abschlussprüfer intensiv geprüft. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass der Vorstand der Gesellschaft die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen in geeigneter Weise getroffen hat, insbesondere durch die Einrichtung eines Überwachungssystems. Darüber hinaus bestätigte er, dass das Überwachungssystem grundsätzlich geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen und gegen festgestellte Fehlentwicklungen vorzugehen. Abschließend möchte der Aufsichtsrat dem Vorstand sowie allen Mitarbeitenden von fashionette seinen Dank für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit im vergangenen Jahr aussprechen. Ferner gilt der Dank des Aufsichtsrats auch allen Aktionär*innen für das entgegengebrachte Vertrauen sowie ihre Unterstützung.
Düsseldorf, den 25. April 2022 Für den Aufsichtsrat Stefan Schütze, Vorsitzender des Aufsichtsrats Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss 2021 der fashionette AG, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittel t und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Düsseldorf, den 31. März 2022 Daniel Raab, CEO Thomas Buhl, COO/CTO Sonstige Berichtsbestandteile Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 24.6.2022 festgestellt/gebilligt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die fashionette AG PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Konzernabschluss der fashionette AG, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der fashionette AG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse scrollen
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufs- pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. SONSTIGE INFORMATIONEN Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen folgende, für den Geschäftsbericht vorgesehene Bestandteile, von denen wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt haben: den Bericht des Aufsichtsrats nach § 171 Abs. 2 und 3 oder 4 AktG, Informationen zum Unternehmen und Aktie (Brief des Vorstands, die fashionette AG auf dem Kapitalmarkt, Ziele und Strategien) sowie der Abschnitt "fashionette auf einen Blick". Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen scrollen
VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 3 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungs- mäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus scrollen
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Dortmund, 28. April 2022 Ernst
& Young GmbH
gez. Muzzu, Wirtschaftsprüfer gez. Schmolders, Wirtschaftsprüfer |
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