hGears AGSchrambergHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023KENNZAHLENscrollen
WER WIR SINDFÜHRENDER ZULIEFERER VON HOCHPRÄZISIONS GETRIEBEN UND GETRIEBETEILENhGears entwickelt und fertigt hochpräzise Getriebe
und Komponenten mit starkem Fokus auf e-Mobilität und
e-Antriebsanwendungen. Die Historie des Unternehmens geht
zurück bis ins Jahr 1958, was be deutet, dass die
Gruppe mehr als 60 Jahre Erfahrung und einzigartige
Expertise in der maschinellen Metallverarbeitung und in der
Sintertechnologie nach neustem Stand der Technik vereint.
Mit seinen drei Produktionsstandorten in Schramberg
(Deutschland), Padua (Italien) und Suzhou (China) ist
hGears eines der wenigen Unternehmen, das Kunden weltweit
beide Metallverarbeitungsprozesse anbieten kann.
FOKUS AUF DIE SCHNELL WACHSENDE E-MOBILITÄTDie Gruppe ist ein weltweit führender Hersteller
von erstklassigen Präzisionsgetrieben und Komponenten
für e-Mobilitätsanwendungen, insbesondere
e-Bikes. hGears baut seine Position in diesem schnell
wachsenden globalen Geschäft ständig aus, indem
es agile und spezielle
Co-Development-Engineering-Dienstleistungen anbietet. Dank
dieser Dienstleistungen können Neukunden ihre Produkte
schneller am Markt einführen und gleichzeitig
bestehende Kunden ihr Produktangebot erweitern. Dies treibt
hGears' profitables organisches Wachstum voran.
DANK STARKER FORSCHUNG & ENTWICKLUNG FÜHRUNGSROLLE IN DER NACHHALTIGKEITStarke Forschungs- & Entwicklungskapazitäten
gepaart mit einzigartiger Mitentwicklungsexpertise sind die
tragenden Säulen für das Wachstums des
Unternehmens. Zugleich profitiert hGears vom umfangreichen,
über Jahrzehnte gewachsenen fertigungstechnischen
Know-how, das es der Gruppe ermöglicht, auch
höchste Anforderungen an Geräuschentwicklung,
Gewicht und Drehmoment zu erfüllen. hGears ist in
allen seinen Geschäftsbereichen in Bezug auf
Qualität führend, nimmt eine Vorreiterrolle im
Bereich e-Mobilität ein und baut gleichzeitig seine
Rolle als wichtiger Prämiumlieferant aus. Darüber
hinauskonnte sich hGears als Her steller von
funktionskritischen Komponenten für High-End-Produkte
etablieren.
ENGE ZUSAMMENARBEIT MIT UNSEREN KUNDENAufgrund der hohen Spezifizierung der Produkte arbeitet
hGears immer eng mit seinen Kunden in einer
Mitentwickler-Rolle zusammen, um das Produktdesign an die
Anforderungen anzupassen und den Herstellungsprozess in
Bezug auf Qualität und Kosten zu optimieren. hGears
verbessert seine Mitentwicklungsfähigkeiten stetig und
baut sie aus, da dies eines der wichtigsten
Unterscheidungsmerkmale für die Gewinnung neuer
Projekte ist, insbesondere in der schnell wachsenden
e-Mobilitätsbranche. Darüber hinaus vertieft der
Prozess auch die langjährigen Beziehungen zu
bestehenden Kunden.
DAS ERSTE HALBJAHR 2023 IM ÜBERBLICK
EUR 57,2 M
EUR 3,0 M
55,2 %
#1
×3
794
An unsere AktionäreBRIEF VOM VORSTANDLiebe Aktionärinnen und Aktionäre, sehr
geehrte Damen und Herren,
im ersten Halbjahr 2023 agierte hGears weiterhin in
einem herausfordernden gesamtwirtschaftlichen und
geopolitischen Umfeld, das sich in Bezug auf die Trends
wenig von der zweiten Hälfte des Vorjahres
unterschied. Angesichts der aktuellen wid rigen Bedingungen
möchten wir zuallererst unseren Mitarbeitern in
Deutschland, Italien und China für ihr Engagement und
ihren Beitrag zu unserem Erfolg danken. Wir sind weiterhin
bestrebt, die betriebliche Effizienz zu optimieren, das
Kostenmanagement zu verbessern und unser Produktangebot zu
diversifizieren, um kurzfristige Auswirkungen abzumildern
und mittelfristig stärkere Finanzergebnisse und
Wachstum zu gewährleisten.
Am 1. Februar 2023 wurde Pierluca Sartorello von Sven
Arend als neuem Vorstands vorsitzenden (CEO) abgelöst.
Sven bringt mehr als 30 Jahre Erfahrung in den Bereichen
B2B und B2C für On- und Off-Highway-Fahrzeuge sowie
bewährtes strategisches und operatives Knowhow mit. Er
kann auf eine hervorragende Erfolgsbilanz aus seiner Arbeit
bei internationalen Unternehmen verweisen, insbesondere
auch in Asien und Italien. Damit bringt Sven fundierte und
einschlägige Erfahrungen mit und kann auf den
bisherigen Erfolgen von hGears aufbauen. Mit seinem
Vertriebshintergrund konzentriert er sich auf die Akquise
neuer Projekte und Kunden und sorgt gleichzeitig für
ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis sowie eine
effiziente Nutzung der Anlagen, um das Unternehmen optimal
für die nächste Wachstumsphase zu positionieren.
Dieses Wachstum wird nicht nur durch die Stärkung und
Nutzung der Position des Unternehmens als bevorzugter
Partner für Bestands- und Neukunden vorangetrieben,
sondern auch durch das aktive Ausloten von
Möglichkeiten in angrenzenden Märkten.
In der ersten Jahreshälfte 2023 sahen sich die
Geschäftsbereiche e-Tools und e-Mobility mit
Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Abbau von
Lagerbeständen und einer vorübergehenden
Abschwächung der Endverbrauchernachfrage konfrontiert,
während sich unser Geschäftsbereich Conventional
im ersten Halbjahr stark entwickelte und dabei von seiner
strategischen Ausrichtung auf Premium- und Luxusfahrzeuge
profitierte. Die Entwicklung des Geschäftsbereichs
Conventional konnte die Abschwächung in den anderen
Geschäftsbereichen nicht vollständig ausgleichen.
Infolgedessen sank der Umsatz im ersten Halbjahr 2023 um
19,4 % auf EUR 57,2 Mio. nach EUR 70,9 Mio. im Vorjahr. Das
fehlende Volumen in unseren
e-Drive-Geschäftsaktivitäten (e-Tools und
e-Mobility) wirkte sich negativ auf die Rentabilität
des Unternehmens aus. Das bereinigte EBITDA erreichte EUR
3,0 Mio. im Vergleich zu EUR 8,2 Mio. im Jahr zuvor. Der
Rückgang der bereinigten EBITDA-Marge von 11,6 % im
ersten Halbjahr 2022 auf 5,2 % im ersten Halbjahr 2023 ist
das Ergebnis eines fehlenden operativen Leverage sowie des
anhaltenden Inflationsdrucks im Zusammenhang mit Kosten,
die wir nicht weitergeben konnten.
Angesichts der Herausforderungen in der ersten
Jahreshälfte haben wir unseren Ausblick revidiert und
unsere Jahresprognose am 1. Juni 2023 angepasst. Für
das laufende Jahr rechnet der Konzern mit einem Umsatz von
EUR 115 - 123 Mio. und einem bereinigten EBITDA von EUR 5 -
9 Mio., während der Free Cashflow einen negativen Wert
von EUR 9-12 Mio. EUR erreichen dürfte. In Anbetracht
der anhaltenden Herausforderungen im Marktumfeld wird
hGears weiterhin auf Effizienzsteigerung und eine weitere
Optimierung der Kostenstrukturen setzen und sich so
für Wachstum bei besseren Marktbedingungen
positionieren.
Gleichzeitig ist unsere Bilanz nach wie vor sehr solide,
was angesichts des derzeitigen gesamtwirtschaftlichen
Umfelds sehr beruhigend ist. Die niedrige Nettoverschuldung
des Unternehmens von 10,2 Mio. EUR führt zu einem
Verhältnis von Nettoverschuldung/ bereinigtem EBITDA
von 1,0× (Jahresende -0,2×). Darüber
hinaus liegt die Eigenkapitalquote Ende Juni 2023 bei 55,2%
(Ende 2022: 56,1 %), während die liquiden Mittel in
Höhe von EUR 23,4 Mio. weiterhin vollen finanziellen
Spielraum bieten (Ende 2022: EUR 36,3 Mio.). Trotz dieses
widrigen Marktumfelds und eines gewissen Bestandsaufbaus
blieb das Verhältnis zwischen Nettoumlaufvermögen
und Umsatz bei 13,3 % (Jahresende 2022: 7,8 %).
Wir erachten die derzeit schwachen Marktbedingungen
für unseren Geschäftsbereich e-Mobility eindeutig
als temporär und wir sind nach wie vor vom
Wachstumspotenzial von e-Bikes, Cargo-e-Bikes sowie
Elektro-und Hybridfahrzeugen überzeugt. Da der
anhaltende Megatrend zur Urbanisierung unsere Städte
weiterhin prägt und die Verbraucher immer
größeren Wert auf umweltfreundliche
Transportmittel legen, sehen wir in
Mikromobilitätslösungen einen Wendepunkt für
die urbane Logistik im Allgemeinen, während sie
insbesondere für die Zustellung auf der letzten Meile
eine effiziente und nachhaltige Alternativen zu den
herkömmlichen Transportmethoden darstellen. Wir gehen
davon aus, dass der Markt für Elektro- und
Hybridfahrzeuge ein erhebliches Wachstum erfahren wird, da
Regierungen und Verbraucher zunehmend saubere und
nachhaltige Transportmöglichkeiten unterstützen.
Darüber hinaus führt die Leistungsfähigkeit
neuer Elektrosysteme mit höherer Spannung zum Ersatz
hydraulischer Systeme. Wir sind auch weiterhin sehr
zuversichtlich, was das Potenzial des
Geschäftsbereichs e-Tools angesichts der wachsenden
Bedeutung des Trends hin zur Elektrifizierung angeht. Auch
hier werden Umweltbelange und Nachhaltigkeit immer
wichtiger, was die Nachfrage nach elektrisch betriebenen
Handwerker- und Gartengeräten antreibt. Der
Geschäftsbereich Conventional zeigt den Vorteil
unseres diversifizierten Produktangebots und federt damit
die vorübergehende Schwäche der beiden anderen
Geschäftsbereiche ab.
Durch die Nutzung des herausragenden Knowhows unseres
Unternehmens sind wir strategisch gut positioniert, um von
diesen positiven Trends zu profitieren, indem wir
innovative, hochwertige und funktionskritische Komponenten
anbieten. Die Anpassungen, die notwendig sind, um uns
für den zukünftigen Erfolg noch besser zu
positionieren und das Leistungsversprechen unserer Produkte
zu verbessern, befinden sich in der Umsetzung. Wir
konzentrieren uns auf Kapazitätsauslastung,
Kostenoptimierung und den Ausbau von Partnerschaften, um
ein robusteres und nachhaltigeres Geschäftsmodell zu
schaffen.
Wir hoffen weiterhin auf Frieden - insbesondere für
die Menschen, die von Russlands Einmarsch in der Ukraine
direkt betroffen sind - und hoffen, dass die damit
verbundenen weltpolitischen Spannungen bald nachlassen
werden. Unseren Mitarbeitern, Aktionären, Kunden,
Lieferanten und allen Menschen, die hinter unserem
Unternehmen stehen, danken wir nochmals für ihr
Vertrauen und ihren anhaltenden Glauben an hGears. Wir
freuen uns darauf, Sie in Zukunft mit weiteren
Informationen über unsere Fortschritte auf dem
Laufenden zu halten.
Schramberg, den 28. Juli 2023
Der Vorstand,
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HGEARS AM KAPITALMARKTStammdaten der hGears Aktie H1 2023scrollen
Basisinformationen zur hGears Aktiescrollen
Trotz anhaltender geopolitischer Spannungen und
Rezessionsängste verzeichneten die Aktienmärkte
weltweit im ersten Halbjahr 2023 eine insgesamt positive
Entwicklung. Gleichzeitig stiegen die Inflationsraten
global weiter kontinuierlich an, was die Zentralbanken dazu
veranlasste, den starken Erhöhungen im Jahr 2022
weitere Zinserhöhungen folgen zu lassen. Die
US-Notenbank (FED) hob den Leitzins von einem Zielkorridor
von 4,25 - 4,5 % zum Jahresende 2022 auf 5,25 - 5,50 % im
Juli 2023 an und wies darauf hin, dass im Jahresverlauf
zwei weitere Zinserhöhungen folgen könnten.
Unterdessen erhöhte die Europäische Zentralbank
(EZB) den Hauptrefinanzierungssatz für Banken weiter
von 2,5 % im Dezember 2022 auf 4,25 % im Juli 2023.
Vor diesem Hintergrund entwickelten sich die
Aktienmärkte im ersten Quartal des Jahres
überraschend positiv. Im April verzeichneten die
meisten globalen Indizes nach einem vorübergehenden
Rückschlag eine kräftige Erholung, einige
erreichten dabei sogar neue Höchststände. Im
weiteren Verlauf des zweiten Quartals ebbte die positive
Stimmung jedoch ab, da die Inflationsraten nach wie vor
beharrlich anstiegen und Befürchtungen über
weitere Zinserhöhungen und schließlich eine
drohende Rezession auslösten. Im Ergebnis bewegten
sich die meisten Aktienmärkte seitwärts. Seit
Jahresbeginn bis Ende Juni 2023 verbesserten sich sowohl
der deutsche Leitindex DAX Large Caps als auch der breiter
aufgestellte europäische Euro Stoxx 50 um 16,0 %. Im
gleichen Zeitraum legte der SDAX-Index - der deutsche
mittelständische Unternehmen umfasst - um 12,4 %,
während sich der Teilindex DAX Auto Parts &
Equipment um 14,5 % verbesserte.
Im ersten Halbjahr 2023 erreichten die Aktien von hGears
am 4. Januar 2023 einen Höchststand von EUR 8,18, am
28. Juni 2023 einen Tiefststand von EUR 4,21 und am 30.
Juni 2023 einen Schlusskurs von EUR 4,84, was einem
Rückgang von 33,1 % seit Jahresbeginn entspricht. In
den ersten sechs Monaten 2023 wurden täglich
durchschnittlich 7.573 Aktien (Gesamtjahr 2022 4.452
Aktien) gehandelt.
Stand 30. Juni 2023
scrollen
Auf der Hauptversammlung am 13. Juni 2023 in Frankfurt
am Main verabschiedeten die Aktionäre der hGears AG
sämtliche Punkte der Tagesordnung. Die Veranstaltung
fand in einem virtuellen Format statt, bot den
Aktionären jedoch die Möglichkeit, live Fragen zu
stellen. Auf diese Weise wurde sichergestellt, dass sie
ihre Aktionärsrechte in vollem Umfang wahrnehmen
konnten. Auf der Jahreshauptversammlung waren 75,6 % des
Aktienkapitals vertreten. Die zur Abstimmung gestellten
Beschlussvorschläge wurden von einer großen
Mehrheit der Aktionäre angenommen. Außerdem
entlastete die Hauptversammlung den Vorstand und den
Aufsichtsrat mit 99,99 % bzw. 95,18 % der Stimmen und
billigte den Vergütungsbericht mit 79,96 % der
Stimmen. Eine detaillierte Zusammenfassung der einzelnen
Abstimmungsergebnisse sowie die Präsentation des
Vorstandsvorsitzenden Sven Arend finden Sie unter dem Link
"Hauptversammlung" im Bereich "Investor Relations" auf
unserer Website (www.hgears.com).
Konzern-ZwischenlageberichtUNTERNEHMENSGRUNDLAGENGeschäftsmodellDie hGears AG und ihre Tochter- und Enkelgesellschaften
("hGears-Konzern", "Konzern") produzieren, vertreiben und
verkaufen Präzisionsdrehteile, Antriebskomponenten,
Getriebe-Kits sowie komplexe Systemlösungen. Dabei
kombiniert der Konzern Verfahren der traditionellen
Stahlbearbeitung mit Metallpulvertechnologien.
Das Unternehmen entwickelt, fertigt und liefert
hochpräzise Komponenten und Subsysteme sowie komplexe
Gesamtsystemlösungen. Zu den Produkten gehören
Zahnräder, Kettenräder, Wellen, Strukturbauteile,
komplette Getriebe und andere funktionskritische
Komponenten, die vor allem in verbrennungsfreien
elektrischen oder batteriebetriebenen Anwendungen
(e-Antrieben) eingesetzt werden, z. B. in den Bereichen
e-Bikes, Elektro- und Hybridfahrzeuge (EHV) sowie Elektro-
und Gartengeräte. Die funktionskritischen Komponenten
sind wesentliche Bestandteile für die einwandfreie
Funktion des Endprodukts und müssen hohen
Qualitätsanforderungen genügen.
Innerhalb der Lieferkette ist hGears entweder als
Tier-1-oder Tier-2-Zulieferer tätig. Als
Tier-1-Zulieferer fertigt und liefert hGears seine Produkte
direkt an Erstausrüster ("OEMs"), vor allem in der
Elektrowerkzeug- und Gartengeräteindustrie. Als
Tier-2-Zulieferer fertigt hGears Komponenten für
Hersteller, die ihrerseits Systeme zur Integration in
Endprodukte entwickeln (z. B. für e-Bikes und EHV).
Viele der Kunden von hGears sind in ihren jeweiligen
Branchen Marktführer, und das Unternehmen profitiert
von diesen langjährigen, stabilen und nachhaltigen
Kundenbeziehungen. So betreut hGears viele seiner
Schlüsselkunden bereits seit über 15 Jahren.
Die Geschäftstätigkeit von hGears ist in drei
Geschäftsbereiche unterteilt:
e-MobilityIn diesem Geschäftsbereich konzentriert sich hGears
auf hochpräzise Komponenten für e-Bikes sowie
für Elektro- und Hybridfahrzeuge (EHV). Dazu
gehört die (Mit-)Entwicklung und Produktion von
Komponenten für e-Antriebsanwendungen (z. B. Antriebs-
und Kurbelwellen sowie Zahnräder). e-Antriebe
erfordern hochpräzise Komponenten, die hohen
Drehmomenten standhalten, leicht sind und eine geringe
Geräuschentwicklung aufweisen.
e-ToolsDieser Geschäftsbereich fertigt in erster Linie
Komponenten für den Antrieb von Elektrowerkzeugen und
Gartengeräten (e-Drive). Dazu gehört die
Herstellung von hochpräzisen Komponenten, die in dem
Teilbereich des Getriebes zum Einsatz kommen, der für
die Verbindung zwischen Elektromotor und dem eigentlichen
Werkzeug (z. B. Schneid- und Trimmwerkzeug) sorgt.
ConventionalDer Schwerpunkt dieses Geschäftsbereichs liegt auf
Getrieben für verschiedene Anwendungen, wie z. B.
Rollläden und Systeme für Heizung, Lüftung
und Klimaanlagen, Motorräder, Wohnmobile, sowie auf
Teilen für Premium-, Sport- und Luxusfahrzeuge. Dies
umfasst die Herstellung verschiedener
Präzisionskomponenten für herkömmliche Auto
mobil anwendungen (z. B. Antriebe, Lenk- und Bremssysteme
und Karosserien) und andere industrielle Anwendungen.
Die mit e-Antrieben befassten Geschäftsbereiche
(e-Mobility und e-Tools) erwirtschafteten im ersten
Halbjahr 2023 einen Anteil von 56,9 % am Konzernumsatz
(2022: 68,1 %), wobei e-Mobility 30,7 % (1. HJ 2022: 34,8
%) beitrug.
KonzernstrategieDer klare strategische Fokus liegt auf dem
Geschäftsbereich e-Mobility, der aufgrund der starken
Dynamik des Endmarktes die tragende Säule der
Wachstumsstrategie von hGears darstellt. Ziel des
Unternehmens ist es, einer der weltweit führenden
Hersteller von erstklassigen Präzisionsgetriebeteilen
und -komponenten für e-Mobilitätsanwendungen zu
werden.
Starkes profitables Wachstum durch Fokus auf Anwendungen für e-MobilitätIn der aufstrebenden e-Mobilitätsbranche sind
hochpräzise Komponenten entscheidend für die
Entwicklung und Optimierung von Anwendungen für den
e-Antrieb. Für hGears mit seinem Fokus auf hochwertige
Präzisionskomponenten ergibt sich daraus ein
Marktpotenzial.
Durch jahrzehntelange Branchenerfahrung, die
zunächst im Geschäftsbereich e-Tools gesammelt
wurde, hat hGears das Knowhow und die Kompetenzen
entwickelt, um die von diesen Anwendungen geforderten hohen
Anforderungen an Präzisionsgetriebeteile und
-komponenten zu erfüllen, die hohen Drehmomenten
standhalten, ein geringes Gewicht aufweisen und
möglichst geräusch- und verlustarm sein
müssen. Das Unternehmen bedient sich dazu modernster
technologischer Verfahren mit höchsten
Qualitätsstandards in der Fertigung.
Aktuell konzentriert sich hGears auf weiteres
profitables organisches Wachstum der damit verbundenen
Geschäftsaktivitäten und den Ausbau seines
Marktanteils bei e-Mobilitätsanwendungen. In Europa
ist das Unternehmen bereits der führende Anbieter von
hochpräzisen Getrieben und Komponenten für
e-Bikes. So waren nach eigenen Schätzungen von hGears,
die auf fundierten Marktkenntnissen beruhen, die von hGears
hergestellten Komponenten in nahezu jedem zweiten im Jahr
2022 auf dem europäischen Kontinent verkauften e-Bike
enthalten.
Im Mittelpunkt der organischen Wachstumsstrategie von
hGears steht die Erweiterung des Kundenstamms. Dazu
gehört der Ausbau des Produkt- und
Lösungsangebots für Neu- und Bestandskunden im
Bereich der e-Mobilität ebenso wie die
Überführung von Kunden aus dem
Geschäftsbereich Conventional in den
Geschäftsbereich e-Mobility. Mit diesem Ansatz kann
hGears von der anhaltend starken Nachfrage nach e-Bikes und
dem Zukunftstrend der Mikromobilität profitieren. Im
Rahmen der aktuellen technischen Entwicklung werden
e-Motoren und Getriebe zu einem Gesamtsystem kombiniert.
hGears konnte sich aufgrund seiner langjährigen
Erfahrung in der Produktion von Hochpräzisionsteilen
als bevorzugter Partner für solche Systeme etablieren.
In den vergangenen Jahren konnte hGears mehrere
Vereinbarungen zur Prototypenentwicklung abschließen
und ist laufend in Gesprächen mit Bestands- und
Neukunden, um weitere Entwicklungsprojekte in Angriff zu
nehmen.
Um weiteres Wachstum zu ermöglichen, hat hGears
2023 kontinuierlich die entsprechenden Investitionen
getätigt, wobei der Schwerpunkt auf dem Ausbau der
Produktionskapazitäten im Bereich e-Mobility liegt.
Co-DevelopmentUm sein Angebot optimal auf die Kundenbedürfnisse
abzustimmen und die Geschäftsbeziehungen weiter zu
stärken, ist hGears umfassend und sinnvoll in den
Entwicklungsprozess seiner Kunden eingebunden. Das
Unternehmen arbeitet mit seinen Kunden in einer
"Co-Development"-Rolle zusammen, um Komponenten zu
entwickeln und technisch optimale Lösungen zu finden,
die den Spezifikationen des Kunden entsprechen. Grundlage
hierfür sind die langjährige Erfahrung, die
genaue Kenntnis der geltenden Normen und der Einsatz
modernster Berechnungstools durch hGears.
Für die Hersteller von e-Bikes sowie von Elektro-
und Hybridfahrzeugen ist die gemeinsame Entwicklung
besonders wichtig, da funktionskritische Anforderungen in
der Regel mit höheren Qualitäts- und
Präzisionsansprüchen einhergehen und oft
maßgeschneiderte Lösungen erfordern. Die
gemeinsame Entwicklung ist auch ein wichtiges
Unterscheidungsmerkmal, das bei Projekten in neueren
Märkten wie der e-Mobilität für den Zuschlag
ausschlaggebend ist, und wird von den meisten Kunden gerne
angenommen.
Forschung und EntwicklunghGears verfügt über mehr als 60 Jahre
Erfahrung in hochentwickelter zerspanender
Stahlverarbeitung und modernster Sintermetallproduktion.
Seine Forschungs- und Entwicklungsprogramme zielen in
erster Linie darauf ab, die Verwendung neuer Materialien,
fortschrittlicher Simulationsmodelle und innovativer
Produktionsprozesse zu prüfen, zu validieren und in
den Produktionsprozess und das Geschäftsmodell des
Unternehmens zu integrieren.
Dank einem besonderen Fokus auf Innovationen für
e-Mobilitätslösungen in Verbindung mit
kontinuierlichen Qualitäts- und Kostenverbesserungen
ist hGears der festen Überzeugung, dass seine
Forschungs- und Entwicklungskapazitäten und sein
gebündeltes Fachwissen wichtige
Unterscheidungsmerkmale und der Hauptgrund für seine
führende Marktposition sind. Beispielhaft hierfür
stehen die Fähigkeit zur Auslegung auf NVH (Noise,
Vibration,Harshness), Leichtbau und Effizienz, verbunden
mit der Kompetenz des Simultaneous Engineering.
Die Hauptstärke des Engineerings von hGears stellen
seine multinationalen technischen Teams dar. Sie bestehen
aus hochtalentierten und erfahrenen Ingenieuren, die
sämtliche Forschungs- und Entwicklungsphasen abdecken
können - von der fortgeschrittenen Entwicklung bis zur
Anwendungs-und Verfahrenstechnik. Damit sind diese Teams
ein wichtiger strategischer Aktivposten für das
weitere Wachstum des Unternehmens. Im Rahmen von
Co-Development-Projekten stellen die Ingenieure von hGears
ihre Entwicklungskompetenz in enger Zusammenarbeit mit den
Kunden zur Verfügung. Der mit diesen Aktivitäten
verbundene Mehrwert unterstützt auch unsere
Preisgestaltung.
Im ersten Halbjahr 2023 beschäftigte hGears rund 43
Vollzeitmitarbeiter in den Bereichen Forschung und
Entwicklung sowie Engineering in den Abteilungen Advanced
Engineering, Process Engineering und Application
Engineering (1. HJ 2022: 45 Vollzeitmitarbeiter). Damit
blieb die Zahl der Beschäftigten in diesen Abteilungen
nahezu unverändert.
Das Unternehmen nutzt sein verfahrens- und
anwendungstechnisches Knowhow bei e-Antrieben, um deren
Reichweite und Leistung zu erhöhen und gleichzeitig
Kosten zu senken.
Die derzeitigen F&E-Aktivitäten konzentrieren
sich auf die Entwicklung zusätzlicher
Produktionsverfahren sowie die Erweiterung des
Patentbestands des Unternehmens, insbesondere im
Geschäftsbereich e-Mobility.
Standorte und MitarbeiterhGears hat seinen Hauptsitz in Schramberg/Deutschland
und ist weltweit mit Produktionsstätten in Schramberg
/ Deutschland, Padua/Italien und Suzhou/China tätig.
Zum 30. Juni 2023 beschäftigte hGears 794
Mitarbeiter (Juni 2022: 892 Mitarbeiter in Vollzeit, ohne
Vorstandsmitglieder). Die Mitarbeiter verteilten sich wie
folgt auf die verschiedenen Standorte:
Von diesen Beschäftigten waren 695 als
Werksarbeiter und 99 in Verwaltung und Management
tätig.
Um seine strategischen Ziele zu erreichen, wird hGears
weiterhin in sein Team investieren, wobei der Schwerpunkt
auf hochqualifiziertem Personal, insbesondere
CNC-Maschinen-bedienern und Ingenieuren, liegt.
Managementsystem und LeistungsindikatorenUngeachtet der freiwilligen Angabe von Umsatzzahlen
für die drei Geschäftsbereiche ist hGears ein
Ein-Segment-Unternehmen. Informationen zur
Segmentberichterstattung finden sich in Abschnitt 3.5
Segmentberichterstattung im Anhang zum Konzernabschluss.
hGears steuert seine Geschäftstätigkeit anhand
ausgewählter finanzieller Leistungsindikatoren, die
kontinuierlich überwacht werden und in die monatliche
Berichterstattung an den Vorstand einfließen. Die
wichtigsten Kennzahlen, die das Management von hGears zur
Messung des Erfolgs der Geschäftstätigkeit
heranzieht, sind Umsatz, bereinigtes Ergebnis vor Zinsen,
Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) sowie frei
verfügbarer Cashflow.
Vertrieb und MarketingDie Kunden von hGears wählen ihre Lieferanten aus,
indem sie deren technische Fähigkeiten zunächst
im Rahmen einer Ausschreibung prüfen. In der Regel ist
die Anzahl der potenziellen Lieferanten pro Komponente auf
zwei oder drei Anbieter begrenzt, da die Hersteller
über sehr spezifische Produktions- und technische
Fähigkeiten verfügen müssen. Mit zunehmender
Produktkomplexität und höherem Anpassungsgrad
verlagert sich die Kaufentscheidung mehr und mehr in die
Entwicklungsabteilung von OEMs und Tier-1-Lieferanten, und
damit weg vom Einkauf. Dadurch verlängert sich der
Zeitrahmen für den Auswahlprozess, so können
Qualifizierungsprozesse in der Automobilindustrie bis zu
fünf Jahre dauern.
GESCHÄFTSBERICHTWirtschaftliches UmfeldDie Weltwirtschaft begann sich im ersten Halbjahr 2023
zu erholen, jedoch langsamer als angenommen. Die in der
zweiten Jahreshälfte 2022 aufgetretenen Belastungen,
wie steigende Energiekosten, anhaltende Engpässe in
der Lieferkette und die Fortführung der strengen
chinesischen Null-COVID-Politik, ließen im ersten
Quartal merklich nach und klangen schließlich im
zweiten Quartal 2023 ganz ab. Nach Angaben des Kieler
Instituts für Weltwirtschaft (IfW Nr. 103 2023/Q2 vom
15. Juni 2023)
1 stieg die Weltproduktion im ersten Quartal
2023 um 0,8 % und erreichte damit die höchste
Wachstumsrate seit Ende 2021. Der Aufschwung wurde jedoch
hauptsächlich von den Schwellenländern getragen,
während sich die fortgeschrittenen Volkswirtschaften
verhalten entwickelten und im ersten Quartal 2023 -
ähnlich wie im letzten Quartal 2022 - nur ein
BIP-Wachstum von etwa 0,3 % erzielten. Die geopolitische
Lage hat sich nicht verbessert: Während die russische
Invasion in der Ukraine unvermindert anhält und beide
Seiten Gegenoffensiven starten, haben sich die Spannungen
im Handelskrieg zwischen China und den Vereinigten Staaten
verschärft. Doch anders als im Vorjahr wirkten sich
die geopolitischen Spannungen im ersten Halbjahr 2023 nicht
zusätzlich negativ direkt auf die Weltwirtschaft aus.
Mittlerweile haben die Zentralbanken weltweit die
Zinssätze weiter erhöht, um der steigenden
Inflation entgegenzuwirken. Dieser Inflationsdruck war in
erster Linie auf den raschen Anstieg der Rohstoff- und
Energiekosten als Folge des russischen Einmarsches in der
Ukraine zurückzuführen. Am 26. Juli 2023 hob die
US-Notenbank (FED) den Leitzins von einem Zielkorridor von
4,25 - 4,5 % zum Jahresende 2022 auf 5,25 - 5,50 % an, was
den höchsten Stand seit 22 Jahren darstellt.
Unterdessen erhöhte die Europäische Zentralbank
(EZB) am 27. Juli 2023 den Hauptrefinanzierungssatz
für Banken von 2,5 % im Dezember 2022 auf 4,25 %. Die
geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken
führten zusammen mit der starken Abnahme der
Rohstoffpreise und Energiekosten gegenüber den
Höchstständen zu einem Rückgang der
Inflationsraten in der Eurozone von 9,2 % im Dezember 2022
auf 5,5 % im Juni 2023, während die Inflation in den
USA im gleichen Zeitraum von 6,5 % auf 3 % sank.
Branchenspezifisches UmfeldIm Juni 2023 ergab ein neuer Bericht der
Unternehmensberatung EY
2, dass im Jahr 2022 nur noch rund 5,0 Mio.
e-Bikes verkauft wurden, womit der Absatz rund 14 % unter
der bisherigen Annahme der Marktforscher von 5,8 Mio. lag.
Indessen berichtete Conebi
3, der Verband der europäischen
Fahrradindustrie, kürzlich, dass im Jahr 2022
insgesamt 5,4 Mio. e-Bikes in Europa produziert wurden. Die
Zahlen spiegeln wider, dass das Volumenwachstum im
e-Bike-Markt hinter den Erwartungen zurückblieb,
während die Produktion die Nachfrage überstieg
und damit zu einem Überangebot führte.
Während der Pandemie bestand konstant eine sehr hohe
Nachfrage nach e-Bikes, doch Bauteile für e-Bikes und
herkömmliche Fahrräder waren knapp, wohingegen
sich nach Covid Überbestände aufzubauen begannen.
Die e-Bike-Industrie bestellte und lagerte weiterhin
verfügbare Komponenten für die e-BikeProduktion
ein, jedoch sank das Verbrauchervertrauen aufgrund
zunehmender Rezessionsängste gegen Ende des Jahres
2022. Darüber hinaus dämpften die
ungünstigen Witterungsbedingungen auf dem
europäischen Markt im April und Mai eine Erholung der
Nachfrage nach e-Bikes. Zusammengefasst ist der
e-Bike-Markt mit einer geringen Nachfrage und einem
Überangebot in allen Vertriebskanälen in das Jahr
2023 gestartet, das wir daher als eine Phase des
Übergangs sehen. Auf der Grundlage der Marktdaten
verschiedener Beratungsunternehmen (Roland Berger,
Technavio, Baird, EY) sowie Erkenntnissen des Managements,
z. B. anlässlich der Eurobike 2023, dürfte der
Absatz von e-Bikes in Europa im Jahr 2025 bei etwa 8 Mio.
liegen. Damit sollte der europäische e-Bike-Markt
zwischen 2022 und 2025 ein durchschnittliches
jährliches Wachstum (CAGR) von etwa 17,2 % erreichen.
Nach einem Rückgang um 4,6 % im Jahr 2022 stiegen
die Pkw-Neuzulassungen in der Europäischen Union
gemäß europäischem
Automobilherstellerverband ACEA
4 in der ersten Jahreshälfte 2023 um 17,9 %
auf 5,4 Mio. Kfz, was darauf hindeutet, dass sich die
Branche endlich von den durch die COVID-19-Pandemie
verursachten Lieferschwierigkeiten erholt hat. Kumuliert
lagen die Umsätze jedoch immer noch 21 % unter dem
Wert für 2019, also vor der Pandemie. Ähnlich wie
im Gesamtjahr 2022 standen Elektro autos in den
verschiedenen Fahrzeugkategorien erneut ganz oben. Die
Gesamtzulassungen von Elektrofahrzeugen (BEV, PHEV und HEV)
in der EU stiegen im ersten Halbjahr 2023 um 28,2% auf rund
2,5 Mio. Einheiten, was 45,2 % aller Neuzulassungen in der
Europäischen Union im Berichts zeitraum entspricht. In
der ersten Jahreshälfte 2023 verzeichneten BEVs mit
einem Zuwachs von 53,8 % auf 0,7 Mio. Einheiten das
stärkste Wachstum unter allen Kategorien und machten
damit 12,9 % aller Neuzulassungen in der EU aus.
Unterdessen stiegen die Zulassungen von Hybrid elektro
fahrzeugen um 27,9 % auf 1,4 Mio. Einheiten und lediglich
die Zulassungszahlen für Plug-inHybrid elektro
fahrzeuge (PHEV) fielen im gleichen Zeitraum
geringfügig um 0,2% auf 0,4 Mio. Einheiten
zurück, womit die beiden Segmente jeweils einem Anteil
von 24,9 % und 7,4 % an den Zulassungen im ersten Halbjahr
2023 entsprechen.
Der Absatz von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor (ICE)
zeigte weiterhin ein gemischtes Bild. Die Zulassungen von
Diesel-Pkw gingen im ersten Halbjahr 2023 um 1,8 % auf 0,8
Mio. zurück, nachdem sie 2022 um 19,7 % gesunken
waren. Im Juni 2023 stieg der Marktanteil der
batterieelektrischen Fahrzeuge (BEV) von 10,7 % auf 15,1 %
und über holte damit erstmals die Dieselfahrzeuge.
Nach einem Rückgang um 12,8 % im Jahr 2022 erholte
sich die Kategorie der benzinbetriebenen Pkw im ersten
Halbjahr 2023 mit einem Wachstum von 15,9 % auf 2,0 Mio..
Die Inhomogenität unter den Pkw-Segmenten, die Ende
2022 zu beobachten war, ist weitgehend verschwunden, das
Wachstum in den Kategorien Kleinwagen, Mittelklasse- und
Oberklassewagen ist gleichmäßiger. Unseres
Erachtens lässt sich dies damit erklären, dass
die Entscheidung der Automobilhersteller, im Jahr 2022
vorwiegend ihre margen starken Premium- und Luxussegmente
mit begrenzt verfügbaren Fahrzeugkomponenten zu
versorgen, mit einer verbesserten Verfügbarkeit der
zuvor knappen Teile endete.
2
https://assets.ey.com/content/dam/ey-sites/ey-com/de_de/news/2023/06/ey-fahrradstudie-2023-kurz.pdf
GESCHÄFTSVERLAUFUmsatzerlöse
Im ersten Halbjahr 2023 erzielte der hGears-Konzern
einen Umsatz von EUR 57,2 Mio., was einem Rückgang von
19,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht (1. HJ 2022:
EUR 70,9 Mio.). Der Umsatzrückgang ist auf die
Geschäftsbereiche e-Mobility und e-Tools
zurückzuführen, während der
Geschäftsbereich Conventional weiterhin über den
Erwartungen des Managements liegt.
Im Geschäftsbereich e-Mobility sank der Umsatz um
28,6 % von EUR 24,4 Mio. im Jahr 2022 auf EUR 17,4 Mio. im
Berichtszeitraum. Die e-Bike-Branche wurde durch eine
vorübergehend gesunkene Endverbrauchernachfrage
beeinträchtigt, die auch durch ungünstige
Wetterbedingungen im April und Mai auf dem
europäischen Markt verursacht wurde. Gleichzeitig sah
sich die Branche mit einem Überbestand konfrontiert,
nachdem sie in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 zu
viele Komponenten und Teile bestellt hatte. Der
Geschäftsbereich profitierte hingegen weiterhin von
einer soliden Leistung bei EHV-Projekten und einer leichten
Erholung bei e-Bikes, was zu einem Umsatzanstieg von 31 %
im Q2 2023 gegenüber Q1 2023 führte.
Im Geschäftsbereich e-Tools sank der Umsatz im
ersten Halbjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 36,1 % auf
EUR 14,9 Mio. (Vorjahr: EUR 23,3 Mio.). Das negative
wirtschaftliche und geopolitische Umfeld strapazierte das
Verbrauchervertrauen weiterhin, während sich die
steigenden Zinssätze nachteilig auf das Baugewerbe
auswirkten. Dies führte zu einer geringeren Nachfrage
nach Elektrowerkzeugen und Gartengeräten für
Handwerker, während einige Kunden offenbar immer noch
Überbestände abbauen.
Der Geschäftsbereich Conventional verzeichnete im
Jahr 2023 zwei starke Quartale und erwirtschaftete im
ersten Halbjahr 2023 einen Umsatz von EUR 24,4 Mio. im
Vergleich zu EUR 22,3 Mio. im Vorjahr, was einem starken
Anstieg von 9,3 % entspricht. Der Geschäftsbereich
profitierte weiter hin von seiner strategischen Ausrichtung
auf Premium- und Luxusfahrzeuge, die nach wie vor stark
nachgefragt sind. Darüber hinaus setzte sich die in
den anderen Segmenten der Automobilindustrie insbesondere
gegen Ende des Jahres 2022 beobachtete Erholung im ersten
Halbjahr 2023 fort.
Die sonstigen aktivierten Eigenleistungen blieben im
Jahr 2023 mit TEUR 46 auf dem Niveau des Vorjahres (TEUR
48).
AufwendungenDie Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe blieben bei hGears im Verhältnis zur
Gesamtproduktion konstant und erreichten im ersten Halbjahr
2023 49,2 % gegenüber einem Wert von 48,9 % im ersten
Halbjahr 2022. Der Rückgang der Kosten für Roh-,
Hilfs- und Betriebsstoffe um 18,8 % auf EUR 28,6 Mio. im
Vergleich zu EUR 35,2 Mio. im ersten Halbjahr 2022 ist auf
den Produktionsrückgang des Unternehmens
zurückzuführen.
Der Bruttogewinn, definiert als Gesamtleistung
abzüglich der Aufwendungen für Roh- und
Betriebsstoffe, lag im ersten Halbjahr 2023 bei EUR 29,6
Mio. gegenüber EUR 36,8 Mio. im Jahr 2022, was einem
Rückgang von 19,7 % entspricht und weitgehend mit dem
Umsatzrückgang des Unternehmens übereinstimmt.
Die Bruttomarge (Bruttogewinn in Prozent des Umsatzes)
erreichte im ersten Halbjahr 2023 51,7 % und blieb damit
gegenüber dem Vorjahreswert von 52,0 % nahezu
unverändert.
Der Personalaufwand sank im ersten Halbjahr 2023 um 8,3
% auf EUR 21,0 Mio. (Vorjahr: EUR 22,9 Mio.). Der
Rückgang ist das Ergebnis von
Kosteneinsparungsmaßnahmen, z. B. Kurzarbeit und
Abbau von Leiharbeitnehmern, die im Laufe des ersten
Halbjahres 2023 zur Kompensation des Umsatzrückgangs
umgesetzt wurden.
Die betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Jahr
2023 netto auf EUR 7,3 Mio., was einem Rückgang von
5,3 % gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 7,7 Mio.
entspricht. Der Anstieg um 1,9 Prozentpunkte relativ zu den
Umsatzerlösen spiegelt den fehlenden Operating
Leverage und die höheren Dienstleistungs- und
Beratungskosten wider, während die Einsparungen bei
den Wartungskosten dies nicht vollständig ausgleichen
konnten.
Infolgedessen betrug das bereinigte EBITDA auf
Konzernebene im ersten Halbjahr 2023 EUR 3,0 Mio. (Vorjahr:
EUR 8,2 Mio.). Die bereinigte EBITDA-Marge erreichte nach
11,6 % im Vorjahr den Wert von 5,2 %. Die Anpassungen
beinhalten vor allem außerordentliche Personalkosten
(z. B. Abfindungszahlung für den ehemaligen CEO,
einmalige Leistungsprämien für Mitarbeiter) in
Höhe von EUR 1,5 Mio. Weitere Informationen finden Sie
im Anhang 3.5 zur Segmentberichterstattung im Anhang zum
Konzernjahresabschluss.
Der hGears-Konzern erwirtschaftete im ersten Halbjahr
2023 ein EBITDA von EUR 1,3 Mio. (Vorjahr: EUR 6,2 Mio.)
und lag damit unter dem Niveau des Vorjahres. Die
unbereinigte EBITDA-Marge sank von 8,8 % auf 2,2 %, was in
erster Linie auf einen gravierenden Mangel an Operating
Leverage zurückzuführen ist, während sich
der allgemeine Inflationsdruck im Berichtszeitraum vor
allem auf die Kosten auswirkte, die nicht durch die
Weitergabeklauseln des Konzerns gedeckt sind.
Abschreibungen und Wertminderungen beliefen sich im
ersten Halbjahr 2023 auf EUR 5,9 Mio. und stiegen damit
gegenüber dem Vorjahr (EUR 5,5 Mio.) leicht an, was
vor allem den Investitionen in neue
Produktionskapazitäten geschuldet ist.
Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank
im Vergleich zum Vorjahr von EUR 0,7 Mio. im ersten
Halbjahr 2022 auf EUR -4,6 Mio. im ersten Halbjahr 2023,
während die Belastung durch das Finanzergebnis von EUR
0,7 Mio. auf EUR 1,0 Mio. anstieg. Infolgedessen sank das
Konzernergebnis vor Steuern (EBT) auf EUR -5,6 Mio. im Jahr
2023 nach EUR 0,0 Mio. im ersten Halbjahr 2022.
Im ersten Halbjahr 2023 fielen Ertrags- und latente
Steuern in Höhe von EUR 0,0 Mio. an (Vorjahr: EUR -0,9
Mio.).
Der Periodenfehlbetrag belief sich im Jahr 2022 auf EUR
-5,6 Mio. gegenüber einem Gewinn von EUR 0,9 Mio. im
Vorjahr.
VermögenslageDie Bilanzsumme des Unternehmens verringerte sich um 5,5
% auf EUR 148,4 Mio. zum Juni 2023 gegenüber EUR 157,0
Mio. zum Jahresende 2022.
Die langfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum
Ende des ersten Halbjahres 2023 auf EUR 80,6 Mio. und
blieben damit gegenüber den EUR 80,1 Mio. zum Ende des
Geschäftsjahres 2022 nahezu unverändert.
Die kurzfristigen Vermögenswerte sanken zum Juni
2023 um 11,9 % auf EUR 67,8 Mio. im Vergleich zu EUR 76,9
Mio. zum Dezember 2022. Die Hauptursache für diesen
Rückgang sind niedrigere Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von EUR 23,4
Mio. im ersten Halbjahr 2023 (31. Dezember 2022: EUR 36,3
Mio.), da das Unternehmen die Mittel in die Erweiterung der
Produktionskapazität investierte. Die Vorräte
stiegen um 11,3 % auf EUR 22,7 Mio. im Vergleich zu EUR
20,4 Mio. Ende 2022. Der Grund für die höheren
Lagerbestände ist ein Rückgang bei den
Kundenabrufen, während der Konzern weiterhin
Lagerbestände aufbaute, um während der
Sommerpause liefern zu können. Die Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen stiegen im Juni 2023 um 18 % auf
EUR 14,5 Mio. gegenüber dem Jahresende 2022, was auf
höhere Umsätze am Ende des Berichtszeitraums
zurückzuführen ist.
Im Vergleich zum Jahresendwert 2022 in Höhe von EUR
88,1 Mio. verringerte sich das Eigenkapital von hGears
aufgrund der erwirtschafteten Verluste und belief sich im
Juni 2023 auf EUR 81,9 Mio. Gegenüber dem
Jahresendwert 2022 von 56,1 % ging die Eigenkapitalquote
geringfügig auf 55,2 % zurück.
Die langfristigen Verbindlichkeiten verringerten sich
von EUR 31,2 Mio. zum 31. Dezember 2022 auf EUR 30,2 Mio.
im Juni 2023, was vor allem auf einen Rückgang des
langfristigen Finanzierungsleasings
zurückzuführen ist. Die kurzfristigen
Verbindlichkeiten sind mit EUR 36,3 Mio. um 3,7 %
gegenüber dem Jahresendwert 2022 gesunken (31.
Dezember 2022: EUR 37,7 Mio.). Der Rückgang liegt
hauptsächlich an niedrigeren Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen, die von EUR 22,1 Mio. am 31.
Dezember 2022 auf EUR 21,0 Mio. zum Ende des ersten
Halbjahres 2023 fielen.
FinanzlageAm 31. Januar 2022 trat eine Kreditvereinbarung mit
einem Bankenkonsortium über EUR 60 Mio. in Kraft. Die
neue Kreditvereinbarung umfasst ein langfristiges Darlehen
in Höhe von EUR 15 Mio. sowie eine revolvierende
Kreditlinie in Höhe von EUR 45 Mio.. Die Vereinbarung
hat eine Laufzeit von bis zu 5 Jahren. Die revolvierende
Kreditfazilität könnte unter anderem für
Wachstumsinvestitionen im Rahmen der künftigen
Kapazitätsauslastung und des Anlaufs neuer Projekte
genutzt werden.
CashflowhGears verzeichnete im ersten Halbjahr 2023 einen
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von EUR -5,6
Mio.. Im ersten Halbjahr des Vorjahres betrug der Cashflow
aus betrieblicher Tätigkeit EUR -3,8 Mio.. Der
Rückgang ist hauptsächlich auf einen Verlust aus
dem operativen Geschäft zurückzuführen,
während sich die Summe der übrigen im operativen
Cashflow enthaltenen Komponenten im Vergleich zum Vorjahr
deutlich verbessert hat.
Im Vergleich zu den EUR -3,3 Mio. im ersten Halbjahr
2022 stieg der Cashflow aus Investitionstätigkeit im
Berichtszeitraum 2023 auf EUR -5,3 Mio., was
hauptsächlich auf die Umsetzung der
Investitionsplanung aus dem Vorjahr
zurückzuführen ist.
Infolge des Anstiegs des negativen Betriebsergebnisses
und des höheren Cashflows für die
Investitionstätigkeit erreichte der freie Cashflow im
ersten Halbjahr 2023 einen negativen Wert von EUR 10,9 Mio.
(negativer Wert von EUR 7,4 Mio. im ersten Halbjahr 2022).
Nach EUR -3,0 Mio. im Vorjahr belief sich der Cashflow
aus Finanzierungstätigkeit im ersten Halbjahr 2023 auf
EUR -1,7 Mio.
Zusammenfassend hat hGears im ersten Halbjahr 2023 einen
negativen Netto-Cashflow von EUR 12,6 Mio. verzeichnet,
während sich der negative Netto-Cashflow im gleichen
Zeitraum des Vorjahres auf EUR 10,1 Mio. belief.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
betragen zum 30. Juni 2023 insgesamt EUR 23,4 Mio.
(Vorjahr: EUR 37,2 Mio.) und lassen dem h-Gears-Konzern
damit vollen finanziellen Spielraum.
CHANCEN- UND RISIKOBERICHTDie relevanten Risiken und Chancen von hGears wurden im
Geschäftsbericht 2022 umfassend beschrieben und sind
nach wie vor zutreffend (siehe Seite 61 unseres Chancen-
und Risikoberichts im Konzernlagebericht vom Dezember
2022). Hauptursache für die geopolitische Unsicherheit
ist nach wie vor der Einmarsch Russlands in der Ukraine.
PROGNOSEBERICHTGesamtwirtschaftDie Weltwirtschaft kämpft derzeit mit
Rezessionsängsten aufgrund eines Umfelds, das von
geopolitischen Unwägbarkeiten, einer langsamer als
erwarteten Erholung - vor allem in China - und
schließlich von weltweit steigenden Zinsen
geprägt ist. Jedoch scheint sich die Lage etwas
aufzuhellen, und die Weltwirtschaft stabilisiert sich
zumindest. Die Inflationsrate in den USA sank
kontinuierlich von einem Höchststand von 9,1 % im Juni
2022 auf 3 % im Juni 2023
5, während die Inflation in der Eurozone
von einem Höchststand von 10,6 % im Oktober 2022 auf
5,5 % im Juni 2023
6 zurückging. Der Rückgang der
Inflationsraten dürfte durch niedrigere Energie- und
Rohstoffpreise weiter unterstützt werden, während
die Zentralbanken offenbar nach wie vor zur Eindämmung
der Inflation entschlossen sind. Nach der jüngsten
Anhebung der Federal Funds Rate auf einen Zielkorridor von
5,25 - 5,50 % am 26. Juli 2023 ließ sich die
US-Notenbank nach eigener Aussage die Optionen für
eine weitere Erhöhung offen. In der Zwischenzeit
scheint die EZB auch die Möglichkeit in Betracht zu
ziehen, ihren Hauptrefinanzierungssatz für Banken von
dem am 27. Juli 2023 geltenden Niveau von 4,25 % weiter
anzuheben. Angesichts des deutlichen Rückgangs der
Inflationsraten wird jedoch diskutiert, ob die
Zentralbanken die Zinssätze weiter erhöhen
werden. Zu berücksichtigen ist dies vor dem
Hintergrund der jüngsten Ergebnisse von
Wirtschaftsindikatoren wie dem Einkaufsmanagerindex (PMI),
dem Geschäftsklimaindex des deutschen Ifo-Instituts
und dem Ausblick des IWF, die alle auf eine Eintrübung
der Wirtschaft in den USA und der Eurozone hindeuten.
Nachdem der OECD-Verbrauchervertrauensindex (CCI)
7 im September 2022 auf einen Tiefpunkt von 93,7
Punkten gefallen war, stieg er in der ersten
Jahreshälfte 2023 wieder an, erreichte aber nur einen
Wert von 97,6, vergleichbar mit dem Tiefpunkt in der
COVID-19-Pandemie im Mai 2020. Laut dem Kieler Institut
für Weltwirtschaft (IfW)
8 wird das globale Wachstum in diesem Jahr und
im Jahr 2024 voraussichtlich moderat ausfallen. Nach dem
Erreichen von 3,3 % im Jahr 2022, was in etwa der
mittelfristigen Tendenz entspricht, erwartet das IfW
für 2023 ein globales Wachstum von 2,8 %, was einem
Anstieg von 0,3 Prozentpunkten gegenüber seiner
Erwartung im Frühjahr dieses Jahres entspricht. Laut
IfW soll das Wirtschaftswachstum in China im Jahr 2023 5,6
% erreichen, während für die USA ein Wachstum von
1,3 %, für die Eurozone magere 0,6 % und für
Deutschland ein Rückgang von 0,2 % prognostiziert
wird. Unterdessen rechnet das IfW damit, dass die globale
Inflation im Jahr 2023 bei 7,8 % liegen könnte, nach
9,4 % im Jahr 2022 und 7,0 % im Jahr 2021. Leider hält
der russische Krieg in der Ukraine nach mehr als einem Jahr
immer noch an und scheint von einem friedlichen Ende weit
entfernt zu sein. Der Konflikt hat jedoch keine direkten
Auswirkungen auf die Produktion von hGears, kann sich aber
weiterhin indirekt bemerkbar machen, zum Beispiel in Form
volatiler Kosten für Energie, Rohstoffe und
Zwischenprodukte. Dank seiner Weitergabeklauseln hat hGears
die Möglichkeit, einen erheblichen Teil eines
potenziellen Wiederanstiegs der Energie- und Rohstoffkosten
auszugleichen.
5
https://tradingeconomics.com/united-states/inflation-cpi
AusblickFinanzielle LeistungsindikatorenIn Anbetracht der fortbestehenden Unwägbarkeiten
und Herausforderungen auf den Märkten, der
Rezessionsängste, der steigenden Leitzinsen, der
saisonalen Auswirkungen auf die Nachfrage seitens der
Endverbraucher, der langsamer als erwartet eintretenden
Auflösung der aktuellen Überbestände in
allen Vertriebskanälen sowie der anhaltenden
geopolitischen Risiken bleibt der Vorstand von hGears bei
seinem Ausblick vorsichtig. Für das Geschäftsjahr
2023 erwartet hGears einen Umsatz von EUR 115 - 123 Mio..
Gleichzeitig wird sich der Vorstand weiterhin auf die
operative Exzellenz, Umsetzung und Ressourceneinsatz kon
zentrieren und die Kostenstrukturen weiter optimieren.
Schliesslich erwartet der Vorstand für 2023 ein
bereinigtes EBITDA in einem EUR 5 - 9 Mio. Korridor.
Der Vorstand geht von einem negativen freien Cashflow in
einer Bandbreite von EUR 9 - 12 Mio. im Jahr 2023 aus.
Mittelfristig, d. h. in den nächsten zwei bis
fünf Jahren, strebt hGears ein starkes Wachstum vor
allem im Geschäftsbereich e-Mobility an und erwartet
einen Konzernumsatz von ca. EUR 180-200 Mio.. Diesem
Wachstumsziel entsprechend dürfte der
Geschäftsbereich e-Mobility etwa 55 - 60 % des
Gesamtumsatzes des Konzerns ausmachen, was im Einklang mit
den Expansionsbestrebungen und dem strategischen Fokus des
Konzerns steht.
Schramberg, den 28. Juli 2023
scrollen
Konzern-ZwischenabschlussKONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGfür den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juniscrollen
Der beigefügte verkürzte Anhang ist ein
integraler Bestandteil des Konzernzwischenabschlusses.
Zahlen in den Tabellen können gerundet sein.
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGfür den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juniscrollen
KONZERNBILANZAktivascrollen
Der beigefügte verkürzte Anhang ist ein
integraler Bestandteil des Konzernzwischenabschlusses.
Zahlen in den Tabellen können gerundet sein.
Passivascrollen
Der beigefügte verkürzte Anhang ist ein
integraler Bestandteil des Konzernzwischenabschlusses.
Zahlen in den Tabellen können gerundet sein.
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGder hGears AG, Schramberg, für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juniscrollen
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Der beigefügte verkürzte Anhang ist ein
integraler Bestandteil des Konzernzwischenabschlusses.
Zahlen in den Tabellen können gerundet sein.
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGder hGears AG, Schramberg, für den Zeitraum vom 1.
Januar bis zum 30. Juni
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Der beigefügte verkürzte Anhang ist ein
integraler Bestandteil des Konzernzwischenabschlusses.
Zahlen in den Tabellen können gerundet sein.
VERKÜRZTER ANHANG1. ALLGEMEINE ANGABENDie hGears AG (ehemals hGears Holding GmbH) - HRB 778870
- wurde 2011 gegründet und hat ihren Unternehmenssitz
in Schramberg, Deutschland. Die Umwandlung der Rechtsform
der Gesellschaft von einer Gesellschaft mit
beschränkter Haftung in eine Aktiengesellschaft wurde
am 27. April 2021 in das Handelsregister des Amtsgerichts
Stuttgart, Deutschland, eingetragen.
Die Geschäftsadresse ist Brambach 38, 78713
Schramberg.
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss, bestehend aus
den Abschlüssen der hGears AG, ihrer
Tochterunternehmen hGears Schramberg GmbH (ehemals Herzog
GmbH, im Folgenden: "Schramberg"), hGears Padova S. p. A.
(ehemals mG miniGears S. p. A., im Folgenden: "Padova") und
ihrer Enkelgesellschaft mG miniGears (Suzhou) Co., Ltd. (im
Folgenden: "Suzhou"), wurde in Übereinstimmung mit
einheitlichen Konzernbilanzierungsmethoden aufgestellt.
Die hGears AG und ihre Tochter- und Enkelgesellschaften
("hGears-Konzern", "Konzern") produzieren, vertreiben und
verkaufen Hochpräzisionsdrehteile, Antriebselemente,
Getriebe-Kits sowie komplexe Systemlösungen. Dabei
kombiniert der Konzern Verfahren der Stahlbearbeitung mit
Metallpulvertechnologien.
Die Konzernabschlüsse können auf folgender
Website eingesehen werden: www.hgears.com.
2. ZUSAMMENFASSUNG DER WESENTLICHEN RECHNUNGSLEGUNGSMETHODENDer vorliegende Konzernzwischenabschluss des
hGears-Konzerns zum 30. Juni 2023 wurde in
Übereinstimmung mit den Regelungen des IAS 34
"Zwischenberichterstattung", wie sie in der
Europäischen Union anzuwenden sind, und den vom IFRS
Interpretations Committee (IFRS IC) herausgegebenen
Interpretationen aufgestellt, die für gemäß
IFRS berichtende Unternehmen gelten und unter Beachtung
derselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie
Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung
wie im geprüften Konzernabschluss für das
Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2022. Der
Konzernzwischenabschluss wird in Euro (EUR) dargestellt.
Einzelne Posten im Konzernzwischenabschluss und im Anhang
zum Konzernzwischenabschluss werden nach
kaufmännischen Rundungsgrundsätzen auf Tausend
Euro (TEUR) gerundet dargestellt. Das Geschäftsjahr
des hGears-Konzerns endet am 31. Dezember. Die funktionale
Währung der Gesellschaft sowie ihrer
Tochtergesellschaften ist der Euro; ausgenommen hiervon ist
die Enkelgesellschaft Suzhou, deren funktionale
Währung der Renminbi (RMB) ist.
Als "kurzfristig" eingestufte Posten sind innerhalb von
12 Mona ten fällig. Alle Posten mit Laufzeiten von
mehr als 12 Monaten werden als "langfristig" eingestuft.
Der Konzernzwischenabschluss umfasst die Abschlüsse
und Ergebnisse der hGears AG ("hGears") sowie ihrer
Tochtergesellschaften und Enkelgesellschaften (im
Folgenden: Tochtergesellschaften). Tochtergesellschaften
sind alle Unternehmen, bei denen hGears die Beherrschung
("control") über die Finanz- und Geschäftspolitik
besitzt, in der Regel dadurch, dass hGears über mehr
als die Hälfte der Stimmrechte verfügt.
Potenzielle Stimmrechte, die gegenwärtig ausübbar
oder wandelbar sind, werden bei der Beurteilung, ob hGears
ein anderes Unternehmen beherrscht, berücksichtigt.
Tochtergesellschaften werden ab dem Zeitpunkt, an dem
hGears die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert bis zu
dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet. Alle
konzerninternen Geschäftsvorfälle, Salden und
unrealisierte Ergebnisse aus Geschäftsvorfällen
mit Tochtergesellschaften werden eliminiert.
Der Konzernzwischenabschluss wurde nach dem
Anschaffungskostenprinzip erstellt, mit Ausnahme
finanzieller Vermögenswerte und finanzieller
Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet wurden. Die Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren
erstellt. Der Konzernzwischenabschluss wird unter Annahme
der Unternehmens -fort führung aufgestellt.
In einigen Tabellen, die eine Aufgliederung der Posten
der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz enthalten,
wurden einzelne Beträge anders als im Vorjahr zum
Zwecke einer klareren Darstellung zusammengefasst.
Der Ertragssteueraufwand in diesem
Konzernzwischenabschluss wird auf der Grundlage des
effektiven Ertragssteuersatzes berechnet, der für das
gesamte Geschäftsjahr erwartet wird.
Ende Februar 2022 marschierten russische
Streitkräfte in die Ukraine ein. Daraufhin
verhängten die Europäische Union und die
Vereinigten Staaten von Amerika umfangreiche
Finanzsanktionen gegen Russland, wie z. B. den Ausschluss
mehrerer russischer Banken aus dem SWIFT-System sowie
weitreichende Beschränkungen für den Handel und
den Reiseverkehr mit Russland.
Nach einer ersten Einschätzung der Situation sieht
der hGears-Konzern nur sehr begrenzte unmittelbare
Auswirkungen, da der Konzern weder in Russland noch in der
Ukraine wesentliche Lieferanten oder Kunden hat. Der Krieg
in der Ukraine führte jedoch zu einem starken Anstieg
der Rohstoff- und Energiepreise und wirkt sich somit
negativ auf die Weltwirtschaft aus. Darüber hinaus
bedingten die steigenden Rohstoffpreise eine rasant
ansteigende Inflation, und die Zentralbanken begannen im
Sommer 2022, die Zinssätze zu erhöhen. Eine
daraus resultierende Rezession scheint derzeit
auszubleiben, aber das Verbrauchervertrauen hat gelitten.
Daher hatte der Krieg indirekt negative Auswirkungen auf
den hGears-Konzern, wie z. B. aufgrund von schwankenden
Kundenaufträgen und höheren Kosten für
Dienstleistungen, Roh- und Betriebsstoffe,
einschließlich Energie.
Die relevanten Risiken und Chancen von hGears wurden im
Geschäftsbericht 2022 umfassend beschrieben und sind
nach wie vor gültig (siehe Chancen- und Risikobericht
im Konzernlagebericht vom Dezember 2022).
Veröffentlichte, von der EU übernommene IFRS, die im Berichtszeitraum, der am oder nach dem 01. Januar 2023 beginnt, erstmalig anzuwenden sindscrollen
Im Jahr 2023 neu anzuwendende Standards und
Interpretationen hatten in der Berichtsperiode keinen
wesentlichen Einfluss auf den Konzern-Zwischenabschluss.
Veröffentlichte, von der EU übernommene IFRS, die im Berichtszeitraum, der am oder nach dem 01. Januar 2023 beginnt, noch nicht angewendet wurdenscrollen
3. VERKÜRZTER ANHANG ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG SOWIE ZUR KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG3.1 UmsatzerlöseDer hGears-Konzern erzielt Umsätze aus der
Herstellung, dem Vertrieb und dem Verkauf von
Hochpräzisionsdrehteilen, Antriebskomponenten,
Getriebesätzen sowie komplexen Systemlösungen.
Die Umsatzerlöse im 1. Halbjahr 2023 belaufen sich auf
TEUR 57.155 (1. Halbjahr 2022: TEUR 70.871).
Der Konzern realisiert Umsatzerlöse aus seiner
Geschäftstätigkeit zu einem bestimmten Zeitpunkt
in den folgenden wesentlichen Umsatzströmen,
Geschäftsbereichen und geografischen Regionen:
scrollen
Die sonstigen Umsatzerlöse beziehen sich auf den
Verkauf von Schrott, hauptsächlich in Deutschland.
Der hGears-Konzern erzielt seine Umsatzerlöse aus
dem Verkauf von Wirtschaftsgütern durch seine
Geschäftstätigkeit, die aus drei
Geschäftsbereichen besteht. Die folgende Tabelle zeigt
den Verkauf von Wirtschaftsgütern des hGears-Konzerns
nach Geschäftsbereichen:
scrollen
Die Geschäftstätigkeit von hGears ist in drei
Geschäftsbereiche unterteilt:
scrollen
Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich
e-Mobility sanken im ersten Halbjahr 2023 vor allem
aufgrund von Überbeständen in allen Kanälen
des e-Bike-Marktes infolge von der temporär
gedämpfter Verbrauchernachfrage und dem Markt.
Der Rückgang des Warenumsatzes im
Geschäftsbereich e-Tools ist hauptsächlich auf
höhere Lagerbestände bei unseren Kunden
zurückzuführen, die zu Auftragsstornierungen in
der ersten Jahreshälfte führten.
Der Warenumsatz im Geschäftsbereich Conventional
ist gestiegen im Vergleich zur vorherigen Periode.
Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von
Wirtschaftsgütern nach Regionen stellen sich wie folgt
dar:
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Die Umsatzerlöse der EU-Länder enthalten in
Deutschland getätigte Umsätze in Höhe von
insgesamt TEUR 16.940 (1. Halbjahr 2022: TEUR 18.604) sowie
in Ungarn getätigte Umsätze in Höhe von
insgesamt TEUR 10.008 (1. Halbjahr 2022: TEUR 20.935).
Neben Deutschland und Ungarn ist der Umsatz der
EU-Länder stark fragmentiert und übersteigt nicht
mehr als 10 % des Verkaufs von Wirtschaftsgütern.
3.2 Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und BetriebsstoffeDer Posten gliedert sich wie folgt:
scrollen
3.3 PersonalaufwandDieser Posten gliedert sich wie folgt:
scrollen
In der Position Löhne und Gehälter sind
Aufwendungen für beitragsorientierte
Pensionspläne in Höhe von TEUR 1.027 im 1.
Halbjahr 2023 und TEUR 1.056 im 1. Halbjahr 2022 enthalten.
Im 1. Halbjahr 2023 beschäftigte der Konzern
durchschnittlich 812 Arbeitnehmer (1. Halbjahr 2022: 910).
scrollen
Zum 30. Juni 2023 beschäftigte der Konzern 796
Vollzeitkräfte, einschließlich des Vorstands
(30. Juni 2022: 894).
scrollen
3.4 FinanzergebnisDieser Posten gliedert sich wie folgt:
scrollen
In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen
ist hauptsächlich die planmäßige
Abschreibung von Transaktionskosten im Zusammenhang mit dem
Darlehen in Höhe von TEUR 180 (1. Halbjahr 2022: TEUR
83) enthalten. Darüber hinaus sind Factoring-Zinsen in
Höhe von TEUR 131 (1. Halbjahr 2022: TEUR 70)
enthalten.
3.5 SegmentberichterstattungEin Geschäftssegment ist definiert als ein
Unternehmensbestandteil, der Geschäftstätigkeiten
betreibt, mit denen Umsatzerlöse erwirtschaftet werden
und bei denen Aufwendungen anfallen können, dessen
Betriebsergebnisse regelmäßig von der
verantwortlichen Unternehmensinstanz - dem Vorstand -
überprüft werden und für den separate
Finanzinformationen vorliegen.
Basierend auf dieser Definition besteht der hGears-
Konzern aus einem operativen Segment, nämlich der
Produktion von Hochpräzisionsgetrieben und
-komponenten.
Der Vorstand beurteilt den wirtschaftlichen Erfolg des
hGears- Konzerns anhand ausgewählter Kennzahlen, so
dass alle maßgeblichen Erträge und Aufwendungen
erfasst werden. Im Einzelnen wird das Ergebnis des
Geschäftssegments auf Basis des Umsatzes, des
bereinigten EBITDA (Bereinigtes Ergebnis vor Zinsen,
Steuern, Abschreibungen und Wertminderungen) und des frei
verfügbaren Cashflows bemessen, wie sie zu Zwecken der
Berichterstattung vom Vorstand bewertet werden.
Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung des
Segmentumsatzes und des bereinigten EBITDA zum
Konzernergebnis der Periode:
scrollen
Die Bereinigungen des EBITDA betreffen insbesondere
einmalige Effekte, die zu wesentlichen Auswirkungen in
einer Berichtsperiode führen.
Die folgende Tabelle zeigt eine Aufschlüsselung
außerordentlicher Aufwendungen:
scrollen
(1) Darin enthalten sind einmalige Boni für
Mitarbeiter und Abfindungen (enthält in 2023 Abfindung
an ehemaligen Vorstandsvorsitzenden)
Die folgende Tabelle zeigt den frei verfügbaren
Cashflow:
scrollen
Der hGears-Konzern erwirtschaftet mehr als 10 % seines
Umsatzes mit einem Kunden. Zum 30. Juni 2023 belief sich
der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
dieses einzelnen Hauptkunden auf TEUR 642 (30. Juni 2022:
TEUR 2.343), und die mit diesem Kunden erwirtschafteten
Umsatzerlöse betrugen im 1. Halbjahr 2023 TEUR 9.973
(1. Halbjahr 2022: TEUR 20.913).
Der hGears-Konzern erwirtschaftet weltweit
Umsatzerlöse aus der Geschäftstätigkeit. Der
geografische Standort der Umsatzerlöse basiert auf dem
letztendlichen Standort der Lieferung. Die Darstellung der
Umsatzerlöse nach Regionen erfolgt in Anhang 3.1.
Die langfristigen Vermögenswerte (immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen) des hGears-Konzerns
verteilen sich auf die folgenden Regionen:
scrollen
scrollen
(1) Die Überleitung betrifft die
Eliminierung konzerninterner Anlagenverkäufe
3.6 Ergebnis je AktieDas unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt
(wie in IAS 33 "Ergebnis je Aktie" definiert) zum 30. Juni
2023 EUR -0,54 (30. Juni 2022: EUR -0,09). Das Ergebnis je
Aktie wird ermittelt durch Division des
Periodenergebnisses, das auf die Inhaber der
Geschäftsanteile von hGears entfällt, durch die
gewichtete durchschnittliche Anzahl der
Geschäftsanteile, die im 1. Halbjahr 2023 in Umlauf
waren und sich auf 10.400.000 beliefen (1. Halbjahr 2022:
10.400.000).
4. VERKÜRZTE ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ4.1 VorräteZum 30. Juni 2023 betrug der Nettobestandswert TEUR
22.677 (31. Dezember 2022: TEUR 20.372).
scrollen
Zum 30. Juni 2023 betrug der Bruttowert der
wertgeminderten Vorräte TEUR 28.166 (31. Dezember
2022: TEUR 25.318).
Entwicklung der Wertberichtigungen auf Vorräte:
scrollen
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In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden
Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 993 verbucht. Sie
beziehen sich hauptsächlich auf Neubewertungen, die
gemacht wurden, um Vorräte zum
Nettoveräußerungswert anzusetzen. Im Laufe der
Periode verbuchte der Konzern Erträge aus der
Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von
insgesamt TEUR 267. Der Verbrauch bezieht sich
hauptsächlich auf Verschrottungen.
4.2 Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen entsprechen annähernd deren beizulegenden
Zeitwert und belaufen sich auf TEUR 14.514 (31. Dezember
2022: TEUR 12.298).
Der Konzern nimmt an verschiedenen
Lieferantenfinanzierungsprogrammen unserer Kunden teil. Im
Rahmen dieser Vereinbarungen verkauft der Konzern
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an
Finanzinstitute. Bei Übertragung der Forderungen
werden diese von dem Finanzinstitut, bis auf den Abzug
für Zinsen, in voller Höhe ausgezahlt. Da der
Verkauf ohne Rückgriff erfolgt und bei den Unternehmen
kein Risiko verbleibt, wurden die Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen zum 30. Juni 2023 in Höhe
von TEUR 5.590 (31. Dezember 2022: TEUR 8.128) in ihrer
Gesellschaft vollständig ausgebucht.
Weitere zum Verkauf bestimmte Forderungen aus Liefe
rungen und Leistungen in Höhe von TEUR 801waren zum
Bilanzstichtag (31. Dezember 2022: TEUR 682) noch nicht
veräußert.
Zum 30. Juni 2023 wurden Wertberichtigungen in Höhe
von TEUR 148 (31. Dezember 2022: TEUR 125) ausgewiesen.
4.3 Sonstige kurzfristige und langfristige VermögenswerteDie folgende Anhangangabe vermittelt einen
Überblick über die finanziellen und
nicht-finanziellen Vermögenswerte.
scrollen
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte
beinhalten haupt sächlich finanzielle
Vermögenswerte in Form von Barkautionen zur
Absicherung zukünftiger Zahlungen und
Dienstleistungen. Der Posten sonstige langfristige
finanzielle Vermögenswerte enthält die
Umgliederung eines gewährten Darlehens.
scrollen
Die folgende Tabelle vermittelt einen Überblick
über die sonstigen kurzfristigen Forderungen.
scrollen
Die folgende Tabelle enthält eine Aufgliederung der
sonstigen kurzfristigen nicht-finanziellen
Vermögenswerte des Konzerns:
scrollen
4.4 EigenkapitalAm 8. April 2021 wurde das Grundkapital der Gesellschaft
aus Gesellschaftsmitteln von TEUR 63 auf TEUR 8.000
erhöht. Am 21. Mai 2021 wurde das Grundkapital im
Rahmen des Börsengangs auf TEUR 10.400 erhöht.
Zum 31. Dezember 2022 ist das gesamte Grundkapital der
Gesellschaft in 10.400.000 Stammaktien mit einem Nennwert
von 1 Euro eingeteilt.
Abgesehen von dem nach deutschem Recht vorgeschriebenen
Mindestbetrag des Grundkapitals bestehen keine
Ausschüttungsbeschränkungen. Die Gesellschaft
selbst hält keine eigenen Aktien.
Alle ausgegebenen Aktien sind voll eingezahlt.
Die Kapitalrücklage umfasst die Einlagen der
Gesellschafter (TEUR 6.963), die Sacheinlage der
miniGears-Gesellschaften durch die Gesellschaften (TEUR
13.485), vermindert um TEUR 7.938 als Ergebnis der
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln. Der
Erlös aus dem Börsengang beträgt TEUR
60.000, vermindert um bestimmte Rechts-, Beratungs- und
sonstige Fremdkosten, die in direktem Zusammenhang mit dem
Börsengang stehen (TEUR 3.278, im Vergleich zum
Vorjahr um TEUR 7 angestiegen). Aufgrund der fehlenden
Werthaltigkeit der entsprechenden Steuervorteile wurden
keine Steuern im Eigenkapital erfasst.
Die sonstige Rücklage umfasst die bei der Padova
verbuchte gesetzliche Rücklage und entspricht 5 % des
gezeichneten Kapitals.
Die Ergebnisrücklagen umfassen:
scrollen
Die Gewinnrücklagen umfassen das Periodenergebnis
der Berichtsperiode und die Ergebnisse der Vorjahre, die
noch nicht an die Anteilseigner ausgezahlt wurden.
Genehmigtes KapitalDer Vorstand ist kraft Satzung ermächtigt, mit der
Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der
Gesellschaft bis zum 31. März 2026 einmalig oder
mehrmalig um bis zu insgesamt EUR 4.000.000,00 durch
Ausgabe von bis zu insgesamt 4.000.000 neuen, auf den
Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder
Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021).
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des
Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die
Bedingungen der Aktienausgabe und der Durchführung der
Kapitalerhöhungen festzulegen. Der Vorstand wurde
unter anderem auch ermächtigt, unter bestimmten
Voraussetzungen und in definierten Grenzen mit Zustimmung
des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre
auszuschließen. Vom genehmigten Kapital wurde bislang
kein Gebrauch gemacht.
Bedingtes Kapital 2021/IDer Vorstand ist von der Hauptversammlung am 5. Mai 2021
ermächtigt worden, mit Zustimmung des Aufsichtsrats
bis zum 4. Mai 2026 einmalig oder mehrfach Wandel- und/oder
Optionsschuldverschreibungen oder Genussrechte mit oder
ohne Wandlungs- oder Bezugsrechte(n) (gemeinsam nachfolgend
auch "Schuldverschreibungen" genannt) im Gesamtnennbetrag
von bis zu EUR 100.000.000,00 zu begeben. Den Inhabern der
im vorhergehenden Satz genannten Schuldverschreibungen
können Wandlungs- oder Bezugsrechte auf bis zu
3.261.600 auf den Inhaber lautende Stückaktien der
Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital in
Höhe von insgesamt bis zu EUR 3.261.600,00
gewährt werden. Die Wandlungs- und Bezugsrechte
können aus einem in dieser oder künftigen
Hauptversammlungen zu beschließendem bedingtem
Kapital, aus bestehendem oder künftig genehmigten
Kapital und/oder aus Barkapitalerhöhung und/oder aus
bestehenden Aktien bedient werden und/oder einen
Barausgleich anstelle der Lieferung von Aktien vorsehen.
Vom bedingten Kapital 2021/I wurde bislang kein Gebrauch
gemacht.
Bedingtes Kapital 2021/IIDer Vorstand ist von der Hauptversammlung am 5. Mai 2021
ermächtigt worden mit Zustimmung des Aufsichtsrats,
das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR
738.400,00 durch Ausgabe von bis zu 738.400 auf den Inhaber
lautenden Stückaktien bedingt zu erhöhen
(Bedingtes Kapital 2021/II). Das Bedingte Kapital 2021/II
dient ausschließlich der Ausgabe von Aktien der
Gesellschaft zur Bedienung von Bezugsrechten auf Aktien der
Gesellschaft, die an Mitgliedern des Vorstands der
Gesellschaft und ausgewählten Führungskräfte
der Gesellschaft sowie der mit der Gesellschaft im Sinne
von §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen in
Form von Aktienoptionen nach Maßgabe des
Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 5.
Mai 2021 gewährt werden. Die bedingte
Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt,
wie nach Maßgabe des vorgenannten
Ermächtigungsbeschlusses Aktienoptionen gewährt
werden (Aktienoptionsprogramm 2021), die Inhaber der
Aktienoptionen von ihrem Ausübungsrecht Gebrauch
machen und die Gesellschaft zur Bedienung der
Aktienoptionen keine eigenen Aktien gewährt. Die
neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien sind ab
dem Beginn des Geschäftsjahres, für das die
Hauptversammlung zum Zeitpunkt der Ausgabe noch keinen
Beschluss über die Gewinnverwendung gefasst hat,
gewinnanteilberechtigt. Der Aufsichtsrat ist
ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend der
jeweiligen Inanspruchnahme des Bedingten Kapitals 2021/II
und nach Ablauf sämtlicher
Ausübungszeiträume entsprechend anzupassen. Der
Vorstand, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, und
bezüglich der Mitglieder des Vorstands, der
Aufsichtsrat, werden ermächtigt, die weiteren
Einzelheiten über die Ausgabe von Aktien aus dem
Bedingten Kapital 2021/II festzulegen.
Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 22. Juni
2022 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das
Bedingte Kapital 2021/II der Gesellschaft um EUR 190.500,00
durch Einziehung von 190.500 auf den Inhaber lautenden
Stückaktien herabzusetzen. Das Bedingte Kapital 2021
/II beträgt nach der Herabsetzung EUR 547.900,00 und
umfasst 547.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien.
Die sonstigen Bedingungen für das Bedingte Kapital
2021/II bleiben unverändert. Vom bedingten Kapital
2021/II wurde bislang kein Gebrauch gemacht.
Der Vorstand ist von der Hauptversammlung am 13. Juni
2023 ermächtigt worden, mit Zustimmung des
Aufsichtsrats, das bestehende Bedingte Kapital 2021/II
aufzuheben.
Bedingtes Kapital 2022/IDer Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 22. Juni
2022 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das
Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 190.500,00
durch Ausgabe von bis zu 190.500 auf den Inhaber lautenden
Stückaktien bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital
2022/I). Das Bedingte Kapital 2022/I dient
ausschließlich der Ausgabe von Aktien der
Gesellschaft zur Bedienung von Bezugsrechten auf Aktien der
Gesellschaft, die nach Maßgabe des
Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 22.
Juni 2022 an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und
ausgewählte Führungskräfte der Gesellschaft
sowie an mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15
ff AktG verbundene Unternehmen in Form von Aktienoptionen
ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird
nur insoweit durchgeführt, wie nach Maßgabe des
vorgenannten Ermächtigungsbeschlusses Aktienoptionen
gewährt werden (Aktienoptionsprogramm 2022), die
Inhaber der Aktienoptionen von ihrem Ausübungsrecht
Gebrauch machen und die Gesellschaft zur Bedienung der
Aktienoptionen keine eigenen Aktien gewährt. Die neuen
auf den Inhaber lautenden Stückaktien sind ab dem
Beginn des Geschäftsjahres gewinnanteilberechtigt,
für das die Hauptversammlung zum Zeitpunkt der Ausgabe
noch keinen Beschluss bezüglich Gewinnverwendung
gefasst hat. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die
Fassung der Satzung entsprechend der jeweiligen
Inanspruchnahme des Bedingten Kapitals 2022/I und nach
Ablauf sämtlicher Ausübungsfristen zu
ändern. Der Vorstand und - soweit es die Mitglieder
des Vorstands betrifft - der Aufsichtsrat sind
ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die
weiteren Einzelheiten der Ausgabe von Aktien aus dem
Bedingten Kapital 2022/I festzulegen. Bislang wurde das
bedingte Kapital 2022/I noch nicht in Anspruch genommen.
Der Vorstand ist von der Hauptversammlung am 13. Juni
2023 ermächtigt worden, mit Zustimmung des
Aufsichtsrats, das bestehende Bedingte Kapital 2022/I
aufzuheben.
Bedingtes Kapital 2023Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 13. Juni
2023 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das
Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 738.400,00
durch Ausgabe von bis zu 738.400 auf den Inhaber lautenden
Stückaktien bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital
2023). Das Bedingte Kapital 2023 dient ausschließlich
der Ausgabe von Aktien der Gesellschaft zur Bedienung von
Bezugsrechten auf Aktien der Gesellschaft, die nach
Maßgabe des Ermächtigungsbeschlusses der
Hauptversammlung vom 13. Juni 2023 an Mitglieder des
Vorstands der Gesellschaft und ausgewählte
Führungskräfte der Gesellschaft sowie an mit der
Gesellschaft im Sinne der §§ 15 ff AktG
verbundene Unternehmen in Form von Aktienoptionen
ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird
nur insoweit durchgeführt, wie nach Maßgabe des
vorgenannten Ermächtigungsbeschlusses Aktienoptionen
gewährt werden (Aktienoptionsprogramm 2023), die
Inhaber der Aktienoptionen von ihrem Ausübungsrecht
Gebrauch machen und die Gesellschaft zur Bedienung der
Aktienoptionen keine eigenen Aktien gewährt. Die neuen
auf den Inhaber lautenden Stückaktien sind ab dem
Beginn des Geschäftsjahres gewinnanteilberechtigt,
für das die Hauptversammlung zum Zeitpunkt der Ausgabe
noch keinen Beschluss bezüglich Gewinnverwendung
gefasst hat. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die
Fassung der Satzung entsprechend der jeweiligen
Inanspruchnahme des Bedingten Kapitals 2023 und nach Ablauf
sämtlicher Ausübungsfristen zu ändern. Der
Vorstand und - soweit es die Mitglieder des Vorstands
betrifft - der Aufsichtsrat sind ermächtigt, mit
Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der
Ausgabe von Aktien aus dem Bedingten Kapital 2023
festzulegen.
Der Gesamtnennbetrag des bedingten Kapitals der
Gesellschaft einschließlich des Bedingten Kapitals
2021/I in Höhe von EUR 3.261.600,00 (Ziffer 4.3 der
Satzung) sowie des neuen Bedingten Kapitals 2023 in
Höhe von EUR 738.400,00 (Ziffer 4.4 der Satzung), das
an die Stelle des Bedingten Kapitals 2021/II getreten ist,
beträgt insgesamt EUR 4.000.000,00 und übersteigt
damit nicht die Hälfte des zum Zeitpunkt der
Beschlussfassung über die bedingte
Kapitalerhöhung bestehenden Grundkapitals.
5. VERKÜRZTER ANHANG ZUR HALBJAHRES-KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGDie folgende Übersicht beinhaltet die
Überleitung von den Eröffnungs- auf Schlusssalden
der Konzernbilanz im Hinblick auf Verbindlichkeiten aus
Finanzierungstätigkeiten.
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Die im 1. Halbjahr 2023 gezahlten Zinsen in der
Kapitalflussrechnung beinhalten Zinsen aus Factoring in
Höhe von TEUR 131 (1. Halbjahr 2022: TEUR 70), Zinsen
für Darlehen in Höhe von TEUR 446 (1. Halbjahr
2022: TEUR 219) und Zinsen aus Leasing in Höhe von
TEUR 275 (1. Halbjahr 2022: TEUR 267).
6. KAPITALMANAGEMENT UND FINANZRISIKOMANAGEMENT6.1 KapitalmanagementZielsetzung des hGears-Konzerns ist es, eine starke
Eigenkapitalbasis und hinreichende Finanzmittel
vorzuhalten, um das Vertrauen von Anlegern und
Gläubigern zu bewahren und die zukünftige
Entwicklung des Geschäfts zu unterstützen. Die
vorrangigen Ziele des Kapitalmanagements bestehen in der
Sicherung hinreichender Liquidität, um die
Anforderungen bezüglich Working Capital zu
erfüllen, Investitionsausgaben zu finanzieren und die
Unternehmensfortführung sicherzustellen.
Der hGears-Konzern überwacht alle Kapitalpositionen
im Rahmen der Finanzberichterstattung regelmäßig
(mindestens einmal monatlich) und erörtert die
Kapital- und Liquiditätsausstattung in den Sitzungen
des Vorstands und des Aufsichtsrats.
Am 21. Dezember 2021 unterzeichnete hGears eine neue
Kreditvereinbarung mit einem Bankenkonsortium über
einen Gesamtbetrag in Höhe von EUR 60 Mio. und gab
diese bekannt. Der Konzern hat sicherzustellen, dass er
während der Laufzeit der Vereinbarung die
Finanzauflagen, Verschuldungs- und Zinsdeckungskennziffern
auf Konzernebene einhält. Dies wird am 31. März,
30. Juni, 30. September und 31. Dezember eines jeden Jahres
überprüft.
Zum 30. Juni 2023 wurden die vertraglich festgelegten
Finanzauflagen erfüllt.
6.2 FinanzrisikomanagementDer hGears-Konzern ist durch seine laufende
Geschäftstätigkeit zahlreichen Finanzrisiken wie
Markt-, Kreditausfallsund Liquiditätsrisiken
ausgesetzt. Die Finanzabteilung des hGears-Konzerns hat
Steuerungsinstrumente eingerichtet und
Schlüsselkennzahlen aufgestellt, um diese Risiken in
enger Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten zu
identifizieren und zu beurteilen.
Dieser Konzernzwischenabschluss enthält nicht alle
Informationen und Erläuterungen zum finanziellen
Risikomanagement, die im Jahresbericht enthalten sein
müssen.
Weitere Informationen hierzu finden Sie im Anhang zum
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022.
7. SONSTIGE ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN7.1 Bewertung zum beizulegenden ZeitwertDer beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten wird
gemäß einer Fair-Value-Hierarchie aufgrund von
Inputfaktoren ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von
Finanzinstrumenten kann in Übereinstimmung mit den
folgenden Hierarchiestufen kategorisiert werden:
scrollen
Die Buchwerte der Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen und kurzfristigen Verbindlichkeiten entsprechen
aufgrund ihres kurzfristigen Charakters deren beizulegenden
Zeitwerten.
Die Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden
Zeitwert wird nach folgenden Bewertungstechniken
vorgenommen:
scrollen
Der hGears-Konzern erfasst Umgliederungen zwischen den
verschiedenen Stufen zum Ende einer Berichtsperiode.
Für die wiederkehrende Ermittlung der beizulegenden
Zeitwerte wurden keine Umgliederungen zwischen den Stufen 1
und 2 und den Stufen 2 und 3 vorgenommen.
Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen
Finanzinstrumente sowie der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertet (FVPL für englisch fair value through profit
or loss) sind, werden der Stufe 2 zugeordnet.
Finanzinstrumente, die nicht zum beizulegenden Zeitwert
bewertet werden, fallen in Stufe 2.
7.2 Buchwerte, angesetzte Beträge und beizulegende Zeitwerte nach Art und BewertungskategorieDie nachstehenden Tabellen zeigen die Buch- und
beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente nach Art und
Bewertungskategorien.
scrollen
Zahlen in den Tabellen können gerundet sein.
scrollen
n/a* Nach IFRS 7.29(a) sind Angaben zum
beizulegenden Zeitwert nicht erforderlich, wenn der
Buchwert eine sachgerechte Annäherung an den
beizulegenden Zeitwert darstellt (z. B. bei kurzfristigen
Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen). Trifft dies aus Sicht des Konzerns auf
kurzfristige Finanzinstrumente zu, muss der beizulegende
Zeitwert nicht angegeben werden.
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scrollen
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8. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN8.1 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen8.1.1 Künftige Verpflichtungen aus kurzfristigen und geringwertigen LeasingverhältnissenDer hGears-Konzern mietet verschiedene Sachanlagen und
sonstige geringwertige Wirtschaftsgüter im Rahmen von
unkündbaren und kurzfristigen Leasingverträgen
mit geringem Vertragswert. Die Leasingdauer liegt unter
fünf Jahren, und die Verträge können am Ende
der Leasinglaufzeit nicht verlängert werden. Die
künftigen Mindestleasingzahlungen im Rahmen von
unkündbaren und kurzfristigen Leasingverträgen
mit geringem Vertragswert und die bestehenden
Abnahmeverpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
scrollen
8.1.2 Sonstige VerpflichtungenEs besteht kein Bestellobligo für Investitionen in
das Sachanlage vermögen.
8.1.3 HaftungsverhältnisseZum 30. Juni 2023 bestanden keine
Eventualverbindlichkeiten aus Haftungsverhältnissen.
8.2 Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen / PersonenFinatem III GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, ist
mit einem Kapitalanteil der Gesellschaft vom 34,6% der
größte Anteils eigner.
Geschäftsvorfälle innerhalb des
hGears-Konzerns werden in den Erläuterungen nicht
berücksichtigt, da diese im Konzern zwischenabschluss
eliminiert werden.
Mit nahestehenden Unternehmen wurden folgende
Geschäftsvorfälle abgewickelt:
8.2.1 Transaktionen mit AnteilseignernZusammenfassung der Geschäftsvorfälle mit
nicht beherrschenden Anteilseignern:
scrollen
Der Konzern ist der Ansicht, dass alle Transaktionen mit
nahestehenden Personen und Unternehmen im Wesentlichen zu
marktüblichen Konditionen erfolgten.
8.2.2 Geschäfte mit nahestehenden PersonenAls Management in Schlüsselpositionen des Konzerns
gelten diejenigen Personen, die zur Planung, Steuerung und
Kontrolle der Geschäftstätigkeit des Konzerns
befugt und für diese verantwortlich sind. Beim
hGears-Konzern setzt sich das Management in
Schlüsselpositionen aus den Mitgliedern des Vorstands
sowie den Mitgliedern des Aufsichtsrats zusammen.
Im Zuge der Umwandlung der Gesellschaft in eine
Aktiengesellschaft wurde am 27. April 2021 der Aufsichtsrat
der hGears AG neu gewählt. Mit Ausnahme von Matthias
Seidler und Dr. Gabriele Fontane sind alle Mitglieder des
Aufsichtsrates der hGears AG ebenfalls Mitglieder des
Aufsichtsrats von Padova und diese somit Management in
Schlüsselpositionen des Konzerns:
Vorstandscrollen
Aufsichtsratscrollen
Die Aktien der Gesellschaft, die sich im Besitz von
Vorstand und Aufsichtsrat befinden, ergeben sich aus der
folgenden Übersicht:
scrollen
8.3 Aktienbasierte VergütungDas "Aktienoptionsprogramm 2021" der hGears AG wurde mit
Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 5. Mai
2021 durch den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats
und - soweit Mitglieder des Vorstands zu den
bezugsberechtigten Personen gehören - durch den
Aufsichtsrat der Gesellschaft genehmigt. Der
Mitarbeiteroptionsplan soll langfristige Anreize für
Vorstandsmitglieder und ausgewählte
Führungskräfte schaffen, um langfristige Renditen
für die Anteilseigner zu erzielen. Im Rahmen des Plans
werden den Teilnehmern Optionen gewährt, die nur bei
Erfüllung bestimmter Leistungsbedingungen unverfallbar
werden. Die Teilnahme an dem Plan liegt im Ermessen des
Vorstands. Kein Mitarbeiter ist vertraglich zur Teilnahme
am Plan oder zum garantierten Erhalt von Leistungen aus dem
Plan berechtigt.
Die Anzahl der unverfallbar werdenden Optionen ist
abhängig vom Aktienkurs der hGears AG an der
Frankfurter Wertpapierbörse an den letzten 20
Handelstagen vor dem 31. Dezember 2021, 2022 und 2023. Nach
Erreichen der Unverfallbarkeit können die Optionen
nach einer Wartezeit von 48 Monaten für einen Zeitraum
von zwei Jahren ausgeübt werden.
Die Optionen werden im Rahmen des Plans unentgeltlich
gewährt und umfassen keine Dividenden- oder
Stimmrechte.
Bei Ausübung der Option ist der Ausübungspreis
pro Aktie vom ausübenden Bezugsberechtigten für
jede zu beziehende Aktie zu zahlen. Der Ausübungspreis
für alle ausgeübten Optionen ist innerhalb von
zehn Bankarbeitstagen nach dem Ausübungszeitpunkt auf
das im Zuteilungsangebot der Gesellschaft angegebene
Bankkonto zu überweisen.
Der Ausübungspreis der Optionen beträgt EUR
26,16.
Mit Beschluss vom 22. Juni 2022 hat die Hauptversammlung
der Gesellschaft den Vorstand mit Zustimmung des
Aufsichtsrats und - soweit Mitglieder des Vorstands zum
Kreis der Bezugsberechtigten gehören - den
Aufsichtsrat der Gesellschaft ermächtigt, bis zu
190.500 Bezugsrechte zu gewähren.
Mit Beschluss vom 13. Juni 2023 hat die Hauptversammlung
den Vorstand ermächtigt, die Ausgabe von
Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands und
ausgewählte Führungskräfte der Gesellschaft
sowie verbundenen Unternehmen im Rahmen des
Aktienoptionsprogramms 2021 aufzuheben.
Die folgende Tabelle zeigt einen Überblick
über die im Rahmen des oben beschriebenen Plans
gewährten Optionen:
scrollen
Mit Beschluss vom 13. Juni 2023 hat die Hauptversammlung
den Vorstand ermächtigt, bis zu 738.400 Bezugsrechte
zu gewähren ("Aktienoptionsrechte") für bis zu
738.400 auf den Inhaber lautende Stückaktien im Rahmen
des neuen Aktienoptionsprogramms 2023 (SOP 2023),
vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats bis
einschließlich 30. November 2025
("Ermächtigungszeitraum"). Der Aufsichtsrat ist allein
ermächtigt, den Mitgliedern des Vorstands der
Gesellschaft Aktienoptionsrechte zu gewähren.
Das Erfolgsziel für die im Jahr 2022 gewährten
Aktienoptionen wurde nicht erreicht. Daher sind diese
Optionen am 31. Dezember 2022 verfallen.
Für weitere Informationen verweisen wir auf Anhang
8.4.
8.4 Ereignisse nach dem BilanzstichtagDas in Anhang 4.4 genannte Bedingte Kapital 2023 wurde
am 7. Juli 2023 offiziell in das Handelsregister
eingetragen. Die Optionen aus der Tranche 2023/A/B/C
(Aktienoptionsprogramm 2023) wurden innerhalb von 20
Börsenhandelstagen nach Eintragung des Bedingten
Kapitals 2023 ausgegeben.
Nach dem Ende des Berichtszeitraums zum 30. Juni 2023
sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung
eingetreten, über die an dieser Stelle zu berichten
wäre.
8.5 Angaben gemäß §115 (5) WpHGDer vorliegende Konzernzwischenabschluss und
Konzernzwischenlagebericht wurden weder einer
prüferischen Durchsicht noch einer Prüfung durch
einen Abschlussprüfer unterzogen.
Schramberg, den 28. Juli 2023
scrollen
ANHANG 1 - ANLAGENSPIEGEL SACHANLAGENVeränderung im laufenden Geschäftsjahrscrollen
scrollen
scrollen
scrollen
Zahlen in den Tabellen können gerundet sein.
ANHANG 2 - ANLAGENSPIEGEL IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTEVeränderung im laufenden Geschäftsjahrscrollen
scrollen
scrollen
scrollen
Zahlen in den Tabellen können gerundet sein.
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der
Konzern-Zwischenabschluss ein den tat sächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, und die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben
werden.
Schramberg, den 28. Juli 2023 hGears AG
Der Vorstand
scrollen
IMPRESSUMHaftungsausschlussDieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen.
Diese Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen
Erfahrungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstands sowie
den ihm zum Zeitpunkt der Erstellung dieses
Halbjahresfinanzberichts vorliegenden Informationen. Sie
stellen keine Garantie für zukünftige Leistungen
und Ergebnisse dar und unterliegen Risiken und
Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten
von hGears liegen, wie z. B. zukünftige
Marktbedingungen, regulatorische Änderungen oder das
Verhalten anderer Marktteilnehmer. Diese und andere
Faktoren können dazu führen, dass die
tatsächlichen Ergebnisse, Leistungen und die
Finanzlage wesentlich von den hier gemachten Angaben
abweichen. hGears übernimmt keine Verpflichtung, die
in diesem Bericht enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen
zu aktualisieren. Be -stimmte Zahlenangaben,
Finanzinformationen und Markt daten, einschließlich
Prozentsätze, in diesem Dokument wurden nach den
gängigen kaufmännischen Standards gerundet.
Darüber hinaus kann es vorkommen, dass sich diese
gerundeten Zahlen in Tabellen und Diagrammen nicht genau zu
den in den jeweiligen Tabellen und Diagrammen enthaltenen
Gesamtsummen addieren. Der Geschäftsbericht der hGears
AG erscheint in deutscher und englischer Sprache. Bei
Abweichungen gilt die deutsche Fassung. Bei Nennung von
Personen in dieser Veröffentlichung sind immer jeweils
weibliche, männliche und divers e (zum Beispiel trans-
und intersexuelle) Personen gemeint. Aus Gründen der
besseren Lesbarkeit und / oder aus formalen oder tech
nischen Gründen, wie begrenztem Platz oder der
besseren Auffindbarkeit von Webtexten, werden nicht immer
alle Varianten genannt.
Herausgeber
Brambach 38
E-Mail: ir@hgears.com
Design und Satz
Mario Stutz (S. 10); iStock.com (S. 4, 6, 14, 22);
Shutterstock.com (S. 8, 9, 51)
Veröffentlichungsdatum 9. August 2023
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