![]() Hasen-Immobilien AGAugsburgKonzernabschluss 2010HinweisEs wird darauf hingewiesen, dass eine Abschlussprüfung noch nicht stattgefunden hat, so dass der Bestätigungsvermerk noch nicht offen gelegt werden kann. Sollte es durch die gesetzliche Pflichtprüfung noch zu Änderungen kommen, werden die geänderten Unterlagen entsprechend veröffentlicht. Die Feststellung des Jahresabschlusses nach § 172 AktG durch den Aufsichtsrat ist für Mitte Juni 2011 vorgesehen. Konzernbilanz zum 31.12.2010 nach IAS/IFRSAKTIVA scroll
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.-31.12.2010 nach IAS/IFRSscroll
Gesamtergebnisrechnung vom 01.01.-31.12.2010 nach IAS/IFRSscroll
Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2010 nach IFRSscroll
Kapitalflussrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010 nach IFRSscroll
Überleitungsrechnung des Finanzmittelbestandes auf die flüssigen Mittel in der Bilanzscroll
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20101. Allgemeine Angaben1.1 Informationen zum UnternehmenDie Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz in Augsburg. Geschäftsadresse ist die Armenhausgasse 9 in 86150 Augsburg. Der Konzern ist ausschließlich auf dem Immobiliensektor tätig. Im Mittelpunkt der geschäftlichen Tätigkeit des Konzerns stehen die Durchführung von Bauträgermaßnahmen im Großraum München sowie die Verwaltung und Neuordnung des im Großraum Augsburg gelegenen Immobilienbestandes. Die Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft wird auch in den Konzernabschluss ihres Mutternehmens INKA Aktiengesellschaft für Beteiligungen, München (Amtsgericht München, HRB 144562), einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. 1.2 Darstellung des KonzernabschlussesDer vorliegende Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis 31.12.2010 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), der am Abschlussstichtag gültigen Richtlinien des International Accounting Standard Board (IASB), London, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind, erstellt. Ergänzend wurden die nach § 315a (1) HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS). Der Konzernabschluss ist in EUR aufgestellt. Einige Angaben im Anhang erfolgen in TEUR, soweit hierdurch keine Beeinträchtigung der Aussage resultiert. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Gemäß IAS 1.81b hat die Gesellschaft eine gesonderte Gewinn- und Verlustrechnung und eine Überleitung des Gewinns zum Gesamtergebnis in zwei Aufstellungen dargestellt. Im Rahmen ihrer Segmentberichterstattung definiert die Gesellschaft drei operative Segmente "Immobilienverwaltung" (Vermietung, Verpachtung und Verwaltung des eigenen Immobilienvermögens), "Bauträgerfinanzierung" sowie "Bauträgertätigkeit". Eine regionale Segmentierung entfällt, da es keine vergleichbaren Geschäftsbereiche in unterschiedlichen Regionen gibt. Die Vergleichsinformationen nach IFRS 1.36 enthalten mindestens ein Jahr. Als Vergleichsjahr wird das Geschäftsjahr 2009 zu Grunde gelegt. Die Vorjahreswerte wurden nach IFRIC 15 angepasst (siehe hierzu 2.1). Der vorläufige Konzernabschluss zum 31.12.2010 wurde am 29.04.2011 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. Die Billigung des endgültigen Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat ist für Mitte Juni vorgesehen. Im Falle von Veränderungen oder Ergänzungen sind diese zu veröffentlichen. 1.3 Im Geschäftsjahr erstmals angewandte neue und geänderte StandardsDie im Konzernabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den zum 31.12.2010 verpflichtend anzuwendenden IFRS. Erstmals angewendet wurden folgende Standards:
Mit Ausnahme von IFRIC 15 ergaben sich keine Auswirkungen auf die Gesellschaft. Die Auswirkungen des IFRIC 15 ergeben sich aus Ziffer 2.1. 1.4 Nicht vorzeitig angewandte Standards/InterpretationenDie folgenden (bis zum 31.12.2010 veröffentlichten) neuen oder geänderten IFRS waren für das Geschäftsjahr 2010 noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden vom Konzern nicht angewandt:
Diese Standards werden voraussichtlich keine Auswirkungen auf die Gesellschaft haben. 1.5. Konsolidierungskreis, Konsolidierungsgrundsätze1.5.1In den Konzernabschluss ist neben der Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft die von ihr gemäß IAS 27 direkt beherrschte HI Wohnbau GmbH einbezogen. Im Berichtsjahr hat sich der Konsolidierungskreis um die neu gegründete Hasen-Immobilien Grundbesitz GmbH & Co. KG, Augsburg sowie um die neu gegründete Hasen-Immobilien Verwaltungs GmbH, Augsburg erweitert. scroll
Nach IAS 27.12 sind in den Konsolidierungskreis alle Tochterunternehmen des Mutterunternehmens eingeschlossen. Nach IAS 27.4 handelt es sich bei einem Tochterunternehmen um ein Unternehmen, das von einem anderen Unternehmen beherrscht wird. Eine Beherrschung wird nach IAS 27.13 dann angenommen, wenn das Mutterunternehmen, entweder direkt oder indirekt über Tochterunternehmen über mehr als die Hälfte ihrer Stimmrechte verfügt. 1.5.2Die Kapitalkonsolidierung erfolgte zum Umstellungszeitpunkt auf IFRS nach den Vorschriften des IFRS 1 B. 2j. Die Erstkonsolidierungen in 2010 erfolgten nach IAS 27.18. Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten beziehungsweise Rückstellungen zwischen der Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft, der Hasen-Immobilien KG, der Hasen-Immobilien GmbH und der HI Wohnbau GmbH wurden gegeneinander aufgerechnet. Haftungsverhältnisse zwischen den verbundenen Unternehmen wurden im Konzern eliminiert. Konzerninterne Umsatzerlöse und andere konzerninterne Erträge wurden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Konzerninterne Beteiligungserträge wurden eliminiert. 1.6 Wesentliche Ermessensentscheidungen und SchätzungenDie Aufstellung der in den IFRS-Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse durch die gesetzlichen Vertreter erfordert teilweise Schätzungen und kaufmännisches Ermessen, welche die betragsmäßige Höhe der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten, die Erträge und Aufwendungen in der Berichtsperiode sowie die sonstigen Angaben im Konzernabschluss beeinflussen. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, die heute nicht quantifiziert sind. Wesentliche Sachverhalte, die Schätzungen und kaufmännisches Ermessen erfordern, sind:
1.7 Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Abschluss der Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft als Muttergesellschaft und der Abschluss der einbezogenen Tochtergesellschaften Hasen-Immobilien KG, Hasen-Immobilien GmbH sowie HI Wohnbau GmbH wurden gemäß IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. 1.7.1 Aufwands- und ErtragsrealisierungDie Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt grundsätzlich erst dann, wenn die Erzeugnisse geliefert oder übergeben beziehungsweise die Leistungen erbracht wurden und damit der Gefahrenübergang auf den Kunden erfolgt ist. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt ihrer Verursachung als Aufwand erfasst. Der Ertragsteueraufwand erfasst den laufenden Steueraufwand und die latenten Steuern. 1.7.2 Immaterielle VermögenswerteImmaterielle Vermögenswerte werden nach IAS 38 mit den fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bilanziert. Bei Software für kaufmännische und technische Anwendungen wird aufgrund ihrer begrenzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer ein planmäßig linearer Abschreibungsverlauf von drei bis sechs Jahren unterstellt. 1.7.3 SachanlagenSachanlagen nach IAS 16 werden mit den fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert. Die Sachanlagen werden grundsätzlich gemäß IAS 16.50 und IAS 16.62 linear nach ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende konzerneinheitlichen Nutzungsdauern zu Grunde, welche sich an den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern orientieren: scroll
1.7.4 Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienInvestment Properties (als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien) umfassen alle Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen gehalten und nicht in der Produktion oder für Verwaltungszwecke eingesetzt werden. Die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien werden gemäß IAS 40.20 bei ihrem Zugang mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Bezüglich der Folgebewertung wurde nach IAS 40.30 das Wahlrecht für das Modell des beizulegenden Zeitwerts (Fair-Value-Model) gemäß IAS 40.33 bis 40.55 gewählt. Eine Bewertung der Anlage-Immobilien zum fair value erfolgt gemäß IAS 40.38 zu jedem Bilanzstichtag und entspricht in der Regel dem Marktwert am Bilanzstichtag. Hierzu wurde der Empfehlung nach IAS 40.32 gefolgt und die Immobilien durch externe, unabhängige Gutachter zum Ende 2010 bewertet. Erträge und Aufwendungen aus der Veränderung der Zeitwerte von 2009 auf 2010 sind gemäß IAS 40.35 erfolgswirksam erfasst. 1.7.5 Latente SteuernLatente Steuern gemäß IAS 12 resultieren aus temporären und quasi-permanenten Unterschieden zwischen Handels-/Steuerbilanz und den Wertansätzen nach IFRS. Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die zum Realisationszeitpunkt gelten beziehungsweise verabschiedet wurden. 1.7.6 FertigungsaufträgeBisher wurden kundenspezifische Fertigungsaufträge nach dem Fertigungsfortschritt bilanziert. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad wurde entsprechend den angefallenen Aufwendungen ermittelt als Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen projektspezifischen Kosten. Es wurden nur die verkauften Einheiten als Fertigungsaufträge erfasst. Der Bilanzausweis der Aufträge erfolgte bisher aktivisch unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Durch die erstmalige Anwendung des IFRIC 15 verändert sich die Bilanzierung, da die Käufer der Berichtsgesellschaft nur begrenzt die Möglichkeit haben, die Baupläne zu beeinflussen. Daher handelt es sich um Verträge über den Verkauf von Gütern, die in den Anwendungsbereich von IAS 18 fallen. Somit sind die Umsatzerlöse erst dann zu realisieren, wenn die in IAS 18.14 genannten Voraussetzungen erfüllt sind:
Die erhaltenen Anzahlungen werden als eigene Position unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. 1.7.7 VorräteDie fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden mit ihren Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten wurden aktiviert. Liegt der am Abschlussstichtag erwartete Nettoveräußerungswert unter den Herstellungskosten, so wird eine Abwertung auf den niedrigeren Wert vorgenommen. Der Nettoveräußerungserlös ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten, notwendigen Vertriebskosten. 1.7.8 Finanzielle VermögenswerteDie Bilanzierung und Bewertung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt nach IAS 39. Demnach werden finanzielle Vermögenswerte in der Konzernbilanz angesetzt, wenn dem Konzern ein vertragliches Recht zusteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einer anderen Partei zu erhalten. Marktübliche Käufe und Verkäufe von originären finanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte. Änderungen der beizulegenden finanziellen Vermögenswerte dieser Kategorie werden zum Zeitpunkt der Wertsteigerung bzw. Wertminderung erfolgswirksam erfasst. Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem Markt notiert sind. Kredite und Forderungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dieser Bewertungskategorie werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrige Forderungen und Vermögenswerte zugeordnet. Der Zinsertrag aus Positionen dieser Kategorie wird unter Anwendung der Effektivzinsmethode ermittelt, soweit es sich nicht um kurzfristige Forderungen handelt und der Effekt aus der Abzinsung nicht unwesentlich ist. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen und einer festen Laufzeit, über die sie gehalten werden. Diese werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen lagen im Konzern im Geschäftsjahr 2010 nicht vor. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte umfassen diejenigen nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte, die nicht einer der zuvor genannten Kategorien zugeordnet wurden. Dies sind insbesondere mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitaltitel oder Schuldtitel. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und erst bei Veräußerung oder Wertminderung erfolgswirksam erfasst. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten ausgelaufen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden nach IAS 39 qualifiziert und mit den Anschaffungskosten bilanziert. Hierbei wurden angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt, um ersichtliche Risiken abzudecken. Übrige Forderungen und sonstige VermögenswerteUnter den übrigen Forderungen und Vermögenswerte werden v.a. Umsatzsteuerguthaben sowie Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Zur Veräußerung gehaltene langfristige VermögenswerteGemäß IFRS 5 wird die Position "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte gesondert ausgewiesen. Die Bewertung erfolgte mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert. Eventuell entstehende Veräußerungskosten wurden wegen Geringfügigkeit außer Acht gelassen (siehe 2.2.10). 1.7.9 ErtragsteuerforderungenEs handelt sich um Guthaben aus laufenden Ertragsteuern. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. 1.7.10 Finanzielle VerbindlichkeitenDie finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich aus originären Verbindlichkeiten und den negativen beizulegenden Zeitwerten derivativer Finanzinstrumente zusammen. Originäre Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn der Konzern eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer originären Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich gegebenenfalls angefallenen Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt bei den Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. FinanzverbindlichkeitenDie Finanzverbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Sie sind grundsätzlich zum Rückzahlungsbetrag passiviert. Finanzierungskosten werden periodengerecht erfolgswirksam erfasst. Übrige langfristige VerbindlichkeitenDie in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen Kaufpreisleibrentenverpflichtungen wurden auf Basis eines unabhängigen versicherungsmathematischen Gutachtens unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 4,75% (Vj. 4,85%) p.a. und einer Inflationsrate von 2,0% bzw. einer Rentenanpassung von 1,0% p.a. ermittelt. Der langfristige Anteil der vorausbezahlten Erbbauzinsen ist zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Er wird linear über die Laufzeit von noch 53 Jahren aufgelöst. Ferner ist enthalten die Verpflichtung aus einer Pensionszusage. Die Bewertung erfolgte nach der "projected unit credit method" (Methode der laufenden Einmalprämie). Ihre Höhe wurde aufgrund eines unabhängigen versicherungsmathematischen Gutachtens unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 4,75% p.a. (Vj. 4,85%), einer Inflationsrate von 2,0% und einem Anwartschaftstrend von 0% ermittelt. Der Aktivwert der dazugehörigen Rückdeckungsversicherung wurde saldiert. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenVerbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zu ihrem jeweiligen Rückzahlungsbetrag ausgewiesen. Übrige kurzfristige VerbindlichkeitenDie sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten Kautionen von Mietern/Pächtern, Sicherheitseinbehalte, Aufsichtsratsvergütungen, Umsatz- und Lohnsteuer und den kurzfristigen Anteil der o.g. Kaufpreisleibrenten sowie der Einmalzahlung des Erbbauzinses. Die Bilanzierung erfolgt grundsätzlich zum jeweiligen Rückzahlungsbetrag bzw. zum Nominalwert. 1.7.11 Kurzfristige RückstellungenSonstige Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht. Ein Ausweis erfolgt nur dann, wenn die künftige Wahrscheinlichkeit überwiegt, dass es zu einem Vermögensabfluss kommt, und sich dieser zuverlässig schätzen lässt. Die Bewertung erfolgt zu Vollkosten. Unter Beachtung einer ausreichenden Risikovorsorge sind die Rückstellungen in angemessener Höhe bilanziert. Sie entsprechen betragsmäßig der bestmöglichen Schätzung des wahrscheinlichen Mittelabflusses, der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag notwendig wäre. 2. Erläuterungen der Abschlussposten2.1 Korrekturbetrag für die Vorjahres-Berichtsperiode (2009) in Folge der erstmaligen Anwendung des IFRIC 152.1.1 Auswirkungen auf die Bilanzscroll
2.1.2 Auswirkungen in der Gewinn- und Verlustrechnungscroll
2.2 Erläuterungen der Bilanz2.2.1 Immaterielle Vermögenswertescroll
2.2.2 Sachanlagenscroll
2.2.3 Finanzanlagen in Immobilienscroll
Von diesen Buchwerten dienen als Sicherheit in Form von Grundschuldeneintragungen für langfristige Finanz- und übrige Verbindlichkeiten TEUR 16.580 (Vj. TEUR 16.390). Die Umgliederung des neuen Büros erfolgte i.H.v. TEUR 320 von Finanzanlagen in Immobilien zu den Sachanlagen. Die Umgliederung des ehemaligen Büros erfolgte i.H.v. TEUR 136 von den Sachanlagen zu den Finanzanlagen in Immobilien. Weiterhin wurden sieben Immobilien in Augsburg mit dem Zeitwert i.H.v. insgesamt TEUR 1.344, die zum Verkauf bestimmt sind, in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte umgegliedert. Eine Immobilie wurde veräußert. 2.2.4 Latente SteuernDie aktiven latenten Steuern resultieren aus den übrigen langfristigen Verbindlichkeiten. 2.2.5 Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDer Forderungsbestand betrifft im Wesentlichen offene Pachten/Mieten sowie Verkaufserlöse aus Bauträgerprojekten und ergibt sich wie folgt: scroll
2.2.6 VorräteEs handelt sich um die Teile der Bauträgerprojekte, für die bis zum Bilanzstichtag kein Übergang von Chancen und Risiken erfolgt ist. Es handelt sich hier um unfertige und fertige Erzeugnisse. Darin sind TEUR 388 (Vj. TEUR 613) aktivierte Bauzeitzinsen enthalten. Die Vorräte dienen als Sicherheit für die Bauträgerdarlehen. Der zugrundeliegende Finanzierungssatz liegt bei 2,08% p.a. (Vj. 1,94% p.a.). 2.2.7 übrige Forderungen und Vermögenswertescroll
2.2.8 ErtragsteuerforderungenDie Ertragsteuerforderungen beinhalten laufende Steuererstattungsansprüche für 2010 und Vorjahre. 2.2.9 ZahlungsmittelBei den Zahlungsmitteln handelt es sich um Kassenbestände und Guthaben bei verschiedenen Banken, die zum Nominalwert angesetzt sind und auf EUR lauten. Bankguthaben i.H.v. TEUR 40.201 (Vj. TEUR 16.340) sind als Sicherheit für die Bauträgerdarlehen abgetreten bzw. verpfändet. 2.2.10 zur Veräußerung gehaltene langfristige VermögenswerteEs handelt sich hierbei um neun Objekte im Raum Augsburg, die im Jahr 2011 zum Verkauf stehen bzw. die bereits im Berichtsjahr veräußert wurden, Nutzen und Lasten aber erst im Jahr 2011 übergehen. Die Objekte wurden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte aktiviert. Maximale Zuschreibungen bis zur vorherigen Abwertung sowie Abwertungen werden als sonstiges Ergebnis in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. 2.2.11 EigenkapitalDas gezeichnete Kapital der Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr unverändert in 480.000 nennbetragslose Stückaktien eingeteilt. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme. Am 06.08.2009 hat die Hauptversammlung den Vorstand ermächtigt, das gezeichnete Kapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 31.07.2014 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Inhaber-Stückaktien gegen Bareinlage um bis zu EUR 3.600.000,00 zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Von dieser Genehmigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht. Die Posten Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn beinhalten die kumulierten Ergebnisse vorhergehender Perioden und dieser Periode. Die Anteile anderer Gesellschafter betreffen zum einen die 20%ige Beteiligung der immosens GmbH, München, an der HI Wohnbau GmbH und zum anderen die 10%ige Beteiligung der TI Immobilien GmbH & Co. KG an der Hasen-Immobilien Grundbesitz GmbH & Co. KG . 2.2.12 Finanzverbindlichkeitenscroll
Die Darlehen im Rahmen der Bauträgertätigkeit sind i.H.v. TEUR 57.130 kurzfristig und i.H.v. TEUR 5.082 langfristig, sie sind alle durch Grundschulden und Abtretung künftiger Kaufpreisforderungen und Bankguthaben besichert. Die Zinsen sind variabel und lagen im Berichtsjahr zwischen 2,08% und 7,75% (Vj. zwischen 1,98% und 7,75 %). Die übrigen langfristigen Darlehen (über ein Jahr) dienen v.a. der Finanzierung von Bestandsimmobilien. Sie sind ebenfalls voll durch Grundschulden besichert. Die Zinsen sind fest vereinbart und lagen im Berichtsjahr bei durchschnittlich 4,8% (Vj. 4,6%). 2.2.13 Übrige langfristige VerbindlichkeitenDie übrigen langfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Kaufpreisleibrenten sind durch Grundschulden besichert. 2.2.14 Latente SteuernDie passiven latenten Steuern resultieren aus: scroll
2.2.15 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren vollständig aus dem Inland. 2.2.16 Übrige kurzfristige VerbindlichkeitenDie übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen den kurzfristigen Anteil der Kaufpreisleibrenten, Kautionen, Sicherheitseinbehalte, Guthaben von Kunden und Umsatz- sowie Lohnsteuer. 2.2.17 kurzfristige RückstellungenEinen wesentlichen Bestandteil der kurzfristigen Rückstellungen bilden die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen aus Bauträgerprojekten und Erstellung, Prüfung und Veröffentlichung des Jahresabschlusses sowie Kosten der Hauptversammlung. Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich betreffen Urlaubsentgelte und Tantiemen. scroll
2.2.18 SteuerverbindlichkeitenDie Verbindlichkeit besteht gegenüber dem Finanzamt aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Geschäftsjahres. 2.3 Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung2.3.1 UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt: scroll
2.3.2 BestandsveränderungEs handelt sich um die Veränderung der mit den Herstellungskosten bilanzierten Vorräte. 2.3.3 sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge teilen sich wie folgt auf: scroll
2.3.4 MaterialaufwandDer Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen: scroll
zu lit. a)Von diesen Kosten entfallen insgesamt EUR 2.141,07 (Vj. EUR 20.730,57) auf Immobilien, mit denen keine Mieterlöse erzielt wurden, der Rest von EUR 1.696.106,77 (Vj. EUR 1.233.344,56) entfällt auf Immobilien, die Mieterlöse erzielt haben. 2.3.5 PersonalaufwandDer Personalaufwand gliedert sich wie nachstehend: scroll
2.3.6 AbschreibungenDie Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
2.3.7 Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten: scroll
2.3.8 FinanzerträgeDie Finanzerträge gliedern sich wie folgt: scroll
2.3.9 FinanzaufwendungenDie Finanzaufwendungen beinhalten: scroll
2.3.10 ErtragsteuernDie Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Der Berechnung der Steuern liegen die nach der derzeitigen Rechtslage zum Realisierungszeitpunkt geltenden oder erwarteten Steuersätze zugrunde. Der Steuersatz von 32% (gerundet) setzt sich zusammen aus einem Körperschaftsteuersatz in Höhe von 15%, Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5% und Gewerbesteuer in Höhe von 16,17%. Die Ursachen für den Unterschied zwischen erwartetem und tatsächlichem Steueraufwand (Vj. Ertrag) begründen sich aus unten stehender Tabelle: scroll
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2.3.11 Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie wird mittels Division des den Stammaktionären zustehenden Periodenergebnisses in Höhe von TEUR 2.296 (Vj. TEUR 1.409) durch die (unveränderte) Anzahl der Stückaktien von 480.000 ermittelt. Einflüsse, die zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen würden, bestanden im abgelaufenen Geschäftsjahr und im Vergleichszeitraum nicht. Aus diesem Grund sind das verwässerte Ergebnis und das unverwässerte Ergebnis je Aktie gleich. 2.3.12 Sonstiges ErgebnisEs handelt sich grundsätzlich um die Marktwertänderungen der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte. In 2010 gab es keine. Im Ergebnis 2009 in Höhe von TEUR -23 waren latente Steuern in Höhe von TEUR 11 enthalten. 3. Erläuterung zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt in Übereinstimmung mit IAS 7, wie sich Zahlungsmittel im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Die Position der zahlungswirksamen Veränderung des Nettoumlaufvermögens stellt die Veränderungen von kurzfristigen Vermögenswerten mit Ausnahme der Zahlungsmittel, vermindert um die Veränderungen der kurzfristigen Verbindlichkeiten mit Ausnahme der Finanzverbindlichkeiten und Rückstellungen sowie die Veränderung der übrigen langfristigen Verbindlichkeiten dar. Die Veränderung der verpfändeten Kaufpreiszahlungen aus dem Bauträgerbereich wird als kurzfristige Finanzinvestitionen im Cashflow der Investitionstätigkeit separat dargestellt. Die Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten ergeben sich aus der Aufnahme von Krediten für die Projekte im Bauträgerbereich. Die Tilgungen resultieren im Wesentlichen aus dem Abschluss von Bauträgerprojekten. Der Finanzmittelbestand umfasst den Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten (Zahlungsmittel) abzüglich der verpfändeten liquiden Mittel aus der Bauträgerfinanzierung. 4. Sonstige Angaben4.1 Erläuterungen zur SegmentberichterstattungDer Konzernabschluss beinhaltet eine Segmentberichterstattung nach IFRS 8. Die am Anfang des Konzernanhangs dokumentierten Bilanzierungs- und Ansatzangaben gelten ebenfalls für die Segmentberichterstattung (IFRS 8.27). Die Segmentberichterstattung gliedert sich nach den im Konzern vorhandenen Segmenten, nämlich die Immobilienverwaltung (Vermietung und Verpachtung von Immobilien), Finanzierung der Bauträgertätigkeit sowie die Erbringung von Bauträgerleistungen im Immobilienbereich. Eine regionale Segmentierung entfällt, da es keine vergleichbaren Geschäftsbereiche in unterschiedlichen Regionen gibt. Es gibt keine aufgegebenen Geschäftsbereiche. Die Segmenterlöse erfassen die durch den Konzern erzielten Umsatzerlöse. Mit zwei vermieteten Objekten wird jeweils ein Umsatz von mehr als 10% des Gesamtumsatzes aus dem Segment Immobilienverwaltung erreicht. In den Segmenterlösen ausgewiesen sind ebenfalls die innerhalb des Konzerns getätigten Erlöse. Soweit es das Segment "Finanzierung der Bauträgertätigkeit betrifft, sind hierin die Zinserträge aus den ausgereichten Darlehen sowie die Haftungsvergütung enthalten. In diesem Segment sind im Rahmen der Segmentaufwendungen ebenfalls die Zinsaufwendungen zur Refinanzierung der Bauträgerfinanzierung berücksichtigt. Der Ertragsteueraufwand enthält laufende und latente Steuern. Das Segmentvermögen beinhaltet im Einzelnen bei den langfristigen Aktiva die Immateriellen Vermögenswerte, die Sachanlagen und die Finanzanlagen in Immobilien. Diese Positionen wurden den einzelnen Segmenten zugeordnet. Nicht ausgewiesen wurden die Forderungen aus latenten Steuern. Die einbezogenen kurzfristigen Aktiva setzen sich zusammen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den übrigen Forderungen und Vermögenswerten, den Zahlungsmitteln und den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten. Nicht erfasst sind Ertragssteuerforderungen. Bei den Segmentverbindlichkeiten sind keine Verbindlichkeiten aus latenten Steuern enthalten. Investitionen betreffen Sachanlagen und Finanzanlagen in Immobilien. 4.2 Eventualschulden, sonstige finanzielle VerpflichtungenEs handelt sich um Verpflichtungen aus Mietverträgen mit TEUR 736 (Vj. TEUR 867) und aus zehn (Vj. acht ) Leasingverträgen mit TEUR 116 (Vj. TEUR 93). Davon werden aus Mietverbindlichkeiten TEUR 173 innerhalb eines Jahres und TEUR 563 bis in fünf Jahren fällig. Aus Leasingverbindlichkeiten werden TEUR 52 innerhalb eines Jahres und TEUR 65 bis in fünf Jahren fällig. 4.3 LeasingverhältnisseEs sind zehn Leasingvereinbarungen für Pkw und Büromaschinen abgeschlossen. Dabei handelt es sich um "Operating-Leasing" i.S.d. IAS 17. Die Leasingzahlungen werden im Periodenergebnis linear über die Vertragslaufzeit verteilt und sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Die Leasingverträge haben eine Laufzeit von 3 bis 4,5 Jahren. Im Berichtsjahr sind Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 54 (Vj. TEUR 42) angefallen. 4.4 Finanzinstrumente und Risikomanagement4.4.1 GrundlagenZu den Finanzinstrumenten im Sinne von IAS 39 zählen auf der Aktivseite Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die übrigen Forderungen und Vermögenswerte, sowie die Zahlungsmittel, auf der Passivseite finden sich Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige Verbindlichkeiten. Soweit im Erläuterungsteil keine abweichenden Angaben gemacht werden, wird davon ausgegangen, dass der Buchwert des jeweiligen Finanzinstruments seinem beizulegenden Zeitwert entspricht. 4.4.2. Aktive FinanzinstrumenteEin maßgebender Ausfallfaktor aufgrund der nominalen Höhe ergibt sich im Rahmen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die überwiegend mit den Bauträgertätigkeiten in Zusammenhang stehen. 4.4.3 Passive FinanzinstrumenteAls größte Position sind hierin enthalten die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Soweit es die Finanzverbindlichkeiten aus dem Bauträgergeschäft betrifft, handelt es sich um die zur Finanzierung der einzelnen Projekte aufgenommenen Bankdarlehen. Soweit variable Zinsvereinbarungen auf Basis Euribor bzw. Eonia mit festem Aufschlag getroffen wurden, besteht ein Zinsänderungsrisiko. 4.4.4 RisikenKreditrisiken gegenüber Dritten sind durch die erhaltenen Anzahlungen gedeckt, es bestehen zum Bilanzstichtag keine wesentlichen Überfälligkeiten. Das Liquiditätsrisiko ist dadurch begrenzt, dass die Inanspruchnahme der Bauträgerdarlehen an Baufortschritt und Verkaufszahlen gekoppelt ist. Zudem ist die Liquidität durch die mit dem Baufortschritt eingehenden Kaufpreisraten gedeckt. Das Marktrisiko wird vor allem im Bauträgerbereich gesehen, hier insbesondere in steigenden Rohstoff-/Herstellungskosten, Zinsänderungen sowie der zeitlichen Verzögerung der Abverkäufe. Insgesamt wird hier auf eine quantitative Darstellung mangels Repräsentativität verzichtet. 4.5 KapitalsteuerungVorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung der Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft ist es, sicherzustellen, dass eine solide Bilanzstruktur mit einer angemessenen Eigenkapitalquote realisiert wird. Die Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Die Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft steuert die Kapitalstruktur abhängig von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausschließlich anhand der Eigenkapitalquote. Diese ist definiert als der Quotient aus Eigenkapital und der Summe von Eigenkapital und Schulden. Eine Anpassung der Kapitalstruktur bzw. die Aufrechterhaltung einer erforderlichen Kapitalstruktur kann z.B. erreicht werden durch die Anpassung von Dividendenzahlungen, durch Kapitalrückzahlungen oder durch die Ausgabe neuer bzw. Erwerb und die Einziehung eigener Anteile. Zum 31. Dezember 2010 wurden ebenso wie zum 31. Dezember 2009 keine Änderungen der Ziele oder Verfahren zur Kapitalsteuerung vorgenommen. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 33.961 (Vj. TEUR 28.137). Das langfristige Fremdkapital beläuft sich auf TEUR 21.568 (Vj. TEUR 16.154) und das kurzfristige Fremdkapital beträgt TEUR 100.749 (Vj. TEUR 48.725). Damit beträgt die bilanzielle Eigenkapitalquote 21,7% (Vj. 30,3%). 4.6 Beziehungen zu nahe stehenden PersonenAls nahe stehende Personen werden nach IAS 24 folgende Gesellschaften bzw. Personen angesehen: die Muttergesellschaft INKA AG für Beteiligungen (rund 88,5% der Hasen-Aktien), deren Alleingesellschafterin INKA Holding GmbH & Co. KG sowie deren Gesellschafter samt nahen Familienangehörigen und alle Unternehmen, die mit diesen Unternehmen bzw. natürlichen Personen verbunden sind. Nahestehende Personen sind auch Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen. scroll
zu lit. c)Es handelt sich um die festen Zahlungen/Gehälter und ergebnisabhängige Prämien des Managements. Zudem bestehen Pensionsverpflichtungen des Managements in Höhe von TEUR 91 (Vj. TEUR 88). Die Verrechnungssätze für Waren- und Dienstleistungen entsprechen dem Fremdvergleich. 4.7 MehrheitsaktionärDie INKA Aktiengesellschaft für Beteiligungen hält zum 31.12.2010 insgesamt ca. 88,5% der Aktien der Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft. 4.8 Zahl der ArbeitnehmerDie Zahl der Arbeitnehmer (kaufmännische Angestellte) beläuft sich in 2010 durchschnittlich auf 19 Mitarbeiter (Vj. 19). 4.9 Aufsichtsrat
Die feste Vergütung 2010 des Aufsichtsrats einschließlich Auslagenersatz betrug EUR 24.724,74 (Vj. TEUR 25). 4.10 VorstandSeit 01.01.2002 ist Herr Hans-Peter Bauer, Rechtsanwalt, Sauerlach, Alleinvorstand. Die festen Vorstandsvergütungen 2010 (direkt und über Kostenverrechnung verbundener Unternehmen betrugen EUR 139.706,52 (Vj. EUR 140.238,24). 4.11 Vorschlag zur Ergebnisverwendungscroll
4.12 Erklärung des Vorstandes und Aufsichtsrates zum Corporate Governance Kodex gem. § 161 AktGDie nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung ist abgegeben und den Aktionären unter www.hasen-ag.de zugänglich gemacht worden. 4.13 Honorar des AbschlussprüfersDas als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt im Berichtsjahr EUR 30.000,00 (Vj. EUR 29.000,00) für die Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfung 2010. Augsburg, den 29. April 2011 Der Alleinvorstand (Hans-Peter Bauer) Beilage zum Anhang: Segmentberichterstattungscroll
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Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2010I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen1. Gegenstand des KonzernsDer Konzern ist ausschließlich auf dem Immobiliensektor tätig. Im Mittelpunkt der geschäftlichen Tätigkeiten des Konzerns stehen die Durchführung von Bauträgermaßnahmen im Großraum München sowie die Verwaltung des überwiegend im Raum Augsburg gelegenen Immobilienbestandes. 2. Struktur der einbezogenen BeteiligungenDie Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft (im Folgenden Hasen-Immobilien AG) ist am Stammkapital der HI Wohnbau GmbH, München in Höhe von EUR 1 Mio. mit einem Stammanteil von 80% beteiligt. Mitgesellschafterin an der HI Wohnbau GmbH ist die Firma immosens GmbH, München mit einem Stammanteil von 20%. Schwerpunkt der HI Wohnbau GmbH ist die Durchführung von Bauträgerprojekten im Großraum München. Des Weiteren ist die Hasen-Immobilien AG an der Hasen-Immobilien Grundbesitz GmbH & Co. KG mit einem Kommanditanteil von 90% beteiligt. Die Gesellschaft wurde auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 02.08.2010 mit Handelsregistereintragung am 03.12.2010 gegründet. Weitere Kommanditistin ist die TI Immobilien GmbH & Co. KG mit einem Kommanditanteil von 10%. Geschäftsführende Komplementärin der Hasen-Immobilien Grundbesitz GmbH & Co. KG ist die Hasen-Immobilien Verwaltungs GmbH, an der die Hasen-Immobilien AG den alleinigen Stammanteil hält. Schwerpunkt der Hasen-Immobilien Grundbesitz GmbH & Co KG ist die Immobilienverwaltung des vor allem in Augsburg vorhandenen Immobilienbesitzes. 3. Geschäftliche Aktivitäten während des Berichtsjahres3.1 Allgemeine Geschäfts- und RahmenbedingungenSoweit es das gesamtwirtschaftliche bzw. konjunkturelle Umfeld betrifft, ist es im Laufe des Berichtsjahres 2010 zu einer spürbaren wirtschaftlichen Erholung gekommen mit einem kräftigen Konjunkturaufschwung und einer entsprechenden Entspannung auf dem Arbeitsmarkt. Hingegen war der Banken- und Finanzsektor in 2010 vor allem durch Nervosität geprägt. Innerhalb des nationalen Bankensektors standen vor allem die Themen um eine Bankenabgabe, Bankenbelastungschecks sowie die Krisen diverser Landesbanken im Zentrum der Diskussion und bei den internationalen Finanzmärkten vor allem die Hilfskredite für Griechenland durch EU und IWF u.ä.. Im Bereich der Rohstoffmärkte sind vor allem Ende des Berichtsjahres deutliche Anstiege der Rohstoffpreise zu verzeichnen u.a. ausgelöst durch die hohe Nachfrage und den Bedarf in den Schwellenländern. Beim Endverbraucher macht sich dies vor allem in den steigenden Benzinpreisen und den steigenden Lebensmittelpreisen bemerkbar. Dies führt vor allem in jüngerer Zeit wieder zu einer intensiven Diskussion um die Gefahren einer Inflation (vgl. Focus Nr.6/2011, Handelsblatt Nr.34/2011, S.17) und die Frage nach der Notwendigkeit von Zinserhöhungen durch die Notenbanken. Nachdem das im Rahmen der Finanz- und Wirtschaftskrise eingetretene Anlegerverhalten, in Immobilien als sichere und wertbeständige Anlageform zu investieren, in dem vorangegangenen Geschäftsjahr 2009 zu entsprechend hohen Verkaufszahlen im Bauträgerbereich führte, hat die eingetretene gesamtwirtschaftliche Entspannung aus Sicht des Konzerns bislang zu keiner einschneidenden Veränderung der bisherigen Situation in die eine oder andere Richtung geführt, nachdem die Nachfrage nach Immobilien weiterhin ordentlich ist und der Konzern sein selbstgestecktes Ziel im Bauträgerbereich mit insgesamt 202 verkauften Einheiten in 2010 erreichen konnte. Der Immobilienmarkt in und um München hat sich demzufolge weiterhin als stabil erwiesen. Letztlich ist dies vor allem durch das nach wie vor günstige Zinsniveau und die durch eine virulente Inflationsangst begründete sicherheitsorientierte Verhaltensweise von Anlegern zu verstehen, in Immobilien als wertbeständige und hinsichtlich des Cashflows kalkulierbare Anlageform zu investieren. Des Weiteren verfügen viele Einwohner Münchens und Umgebung auf Grund der vergleichsweisen hohen Prosperität der Region über ausreichendes Kapital zur Anlage. Bezüglich der Struktur des potentiellen Käuferkreises von Immobilien stehen neben den sogenannten klassischen Selbstbeziehern, die Gruppe von Kapitalanlegern, die sich nicht nur aus den Kapitalanlegern im herkömmlichen Sinne und/oder institutionellen Anlegern zusammensetzt, sondern immer häufiger auch aus sogenannten "family offices" also Familienverbänden, die Wohnungen und Häuser zum Teil "en bloc" erwerben (SZ v. 15.10.2010, Nr. 239). Wenngleich einerseits, wie oben beschrieben, der Konzern den Münchner Immobilienmarkt Ende 2010 als robust einschätzt, hat sich andererseits der Markt an geeigneten Bauträgergrundstücken in zentralen Lagen merklich verschlechtert. Insbesondere im zweiten Halbjahr 2010 konnte ein deutlicher Preisanstieg bei Bauträgergrundstücken wahrgenommen werden. Da die Erhöhung von Grundstückskosten letztlich beim Endkunden einzupreisen ist, wurde hierauf entsprechend reagiert und die Verkaufspreise erhöht. Weitere Preiserhöhungen können nicht ausgeschlossen werden (siehe dazu auch den Chancen- und Risikobericht). Soweit es den Vermietungsmarkt in Augsburg betrifft, beurteilt der Konzern diesen nach dem eingangs beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Aufschwung wieder zusehends fester. Bei dieser Beurteilung differenziert die Gesellschaft grundsätzlich zwischen den gewerblichen Vermietungen und den Wohnungsvermietungen, weil beide Bereiche durch konjunkturelle Veränderungen in ganz unterschiedlicher Weise und in ganz unterschiedlicher Intensität beeinflusst werden (siehe hierzu ebenfalls den Chancen- und Risikobericht). 3.2 Bauträgermaßnahmen3.2.1In 2010 waren insgesamt sechs Bauträgerprojekte im laufenden Vertrieb: Im Projekt "Grüne Mitte" am Giesinger Bahnhof wurden in 2010 die letzten 43 von insgesamt 143 Wohnungen des freifinanzierten Bereiches veräußert. Zurückbehalten wurden lediglich die Wohnungen aus der einkommensorientierten Förderung. Im Projekt "Emeran Bogen" in Feldkirchen mit 37 Erbbaurechtswohnungen erfolgten 31 Verkäufe. Im Zeitpunkt der Berichtserstellung gab es nur noch eine unverkaufte Wohnung. Im Projekt "Am Burgerfeld" in Markt Schwaben wurden alle 35 Wohnungen notariell verbrieft. Im Projekt "Wohnen an der Waldkolonie" in Putzbrunn wurden alle Doppelhaushälften in 2010 veräußert. Ein ähnlicher Verkaufserfolg konnte im Projekt "Zauberwinkel" in Poing erzielt werden. Alle 22 Häuser wurden während des Berichtsjahres verkauft. Schließlich fanden im Projekt "PANORAMAWOHNEN" in der Schussenriederstr., München-Lochhausen 51 Veräußerungen statt, so dass sich der Verkaufstand an Wohnungen zum 31.12.2010 auf 61% beläuft. Damit hat der Konzern sein Planziel in 2010 mit insgesamt 202 Verkäufen (Vj. 229) erreicht. 3.2.2Neben den oben beschriebenen Verkäufen, wurden in 2010 auch eine Vielzahl von Einheiten an die Endkunden übergeben. Insgesamt fanden im Berichtszeitraum 139 Übergaben (Vj. 136) statt. 3.2.3Aufgrund der fortschreitenden Abverkäufe und um auch in Zukunft ein entsprechendes Verkaufsvolumen generieren zu können, ist man laufend damit befasst, bei den in Planung befindlichen Projekten die Entwicklung der Baurechte weiter voranzutreiben, neue Bauträgerprojekte vorzubereiten bzw. neue Bauträgergrundstücke zu lokalisieren und gegebenenfalls hinzuzuerwerben. Insoweit wird auf die bereits früheren Darstellungen zu den Projekten "Alte Ziegelei" in München und "Stiergarten" in Höhenkirchen / Siegertsbrunn verwiesen, bei denen sich die Bebauungsplanverfahren weit länger hingezogen haben, als ursprünglich erwartet, bei denen aber in Kürze die Baurechte erwartet werden. Neu hinzugekommen ist ein Projekt im Münchener Stadtteil Lochhausen in der Federseestr., das in zwei Bauabschnitte "südlicher Bereich" und "Mitte" aufgeteilt ist und jeweils ca. 40 Wohneinheiten beinhaltet. Soweit es den Bauabschnitt "südlicher Bereich" betrifft, wurde zwischenzeitlich mit dem Vertrieb begonnen. Im Zeitpunkt der Berichtserstellung lagen hierfür bereits 17 Reservierungen vor. Für den Bauabschnitt "Mitte" liegt ein genehmigter Vorbescheid vor. Vertriebsbeginn in dem zweiten Bauabschnitt ist für Mitte 2011 geplant. Ansonsten wurden drei weitere Grundstücke hinzuerworben. Es handelt sich um ein Grundstück in München-Bogenhausen/Englschalking für die Errichtung eines Hochhauses mit ca. 75 Wohnungen, ein Grundstück in Vaterstetten für ca. 40 Wohnungen und 8 Reihenhäuser (mit geplantem Vertriebsbeginn Ende Mai 2011 und geplantem Baubeginn Herbst 2011) und ein weiteres Grundstück in Vaterstetten für ca. 35 Wohnungen. Bei dem Grundstück in München- Bogenhausen/Englschalking wird das Baurecht frühestens Ende 2011 und bei dem zu letztgenannten Grundstück in Vaterstetten erst in ca. 2 Jahren erwartet. 3.3 ImmobilienverwaltungDer Konzern hat, wie bereits eingangs geschildert, den in der Hauptversammlung vom 02.08.2010 gefassten Beschluss umgesetzt, eine eigene Immobilienverwaltungsgesellschaft als weitere Konzerngesellschaft zu gründen, und in diese den überwiegenden Immobilienbestand einzubringen. Mit Handelsregistereintragung am 03.12.2010 wurde hierzu die Hasen-Immobilien Grundbesitz GmbH & Co. KG gegründet und am 20.12.2010 die entsprechenden Verträge zur Übertragung des Grundbesitzes zwischen der Hasen-Immobilien AG und der Hasen-Immobilien Grundbesitz GmbH & Co. KG unterzeichnet. Gleichzeitig hat die TI Immobilien GmbH & Co. KG mehrere, für die neue Gesellschaft strategisch günstig gelegene Immobilien in die neue Gesellschaft eingebracht. Bei der Hasen-Immobilien AG sind lediglich einzelne Immobilien zurückgeblieben, die entweder bereits konkret zum Verkauf vorgesehen sind oder über deren sonstige wirtschaftliche Verwertung eine unmittelbare Entscheidung ansteht. Die Übertragung der Bestandsimmobilien innerhalb des Konzerns erfolgte unter anderem mit dem Ziel, den Geschäftsbereich der Immobilienverwaltung in einer eigens dafür vorgesehenen, marktnahen Konzerngesellschaft weiter zu konzentrieren und um das Leistungsspektrum in diesem Bereich mit einer entsprechenden Marktnähe und Flexibilität erweitern zu können. Vor diesem Hintergrund steht innerhalb des Konzerns das bisherige Ziel, den vorhandenen Immobilienbestand weiter zu optimieren. Auf die bereits in den früheren Veröffentlichungen beschriebenen Ziele wird hierbei ausdrücklich verwiesen:
3.3.1Im Rahmen des verfolgten Sanierungs- und Renovierungskonzeptes wurden in dem Objekt Konrad-Adenauer-Allee 33 zwei weitere Privatarztpraxen (Kinderarztpraxis und Gynäkologen Praxis) integriert. Die Umbaumaßnahmen wurden termingerecht Ende Oktober abgeschlossen, so dass die Privatarztpraxen zum 15. November 2010 wunschgemäß eröffnen konnten. Damit ist die Generalsanierung der Häuser Konrad-Adenauer-Allee 31 und 33 vorerst abgeschlossen. Ebenso wurde in 2010 die Sanierung und der Umbau des Objekts Blücherstr.1 mit der Erweiterung der Stadtteilbücherei sowie der Einrichtung einer Schülerbetreuung und eines Generationstreffpunktes der Stadt Augsburg mit den durchgeführten Fassadenarbeiten beendet. Die offizielle Eröffnung fand am 23.04.2010 mit einer Festveranstaltung der Stadt Augsburg unter Anwesenheit des Oberbürgermeisters der Stadt Augsburg, Herrn Dr. Griebl, statt. Ferner wurde die Gaststätten- und Objektsanierung in der Leitershoferstr. zum Abschluss gebracht. Die Eröffnung des in Augsburg bereits eingeführten, italienischen Feinschmeckerlokals "Orlando" fand am 01.05.2010 statt. Des Weiteren wurden in der sehr bekannten Traditionsgaststätte "Zum Ochsen", Klausenberg 2 umfassende Renovierungsmaßnahmen durchgeführt, die noch nicht abgeschlossen sind. Die vorstehende Aufzählung von getroffenen Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Nutzbarkeit der Anwesen ist nicht abschließend. Vielmehr sind eine Reihe weiterer notwendiger Renovierungen und Sanierungen durchgeführt worden bzw. in Planung. So wurden z.B. in einer Reihe von Objekten sämtliche Fenster ausgetauscht. Bei allen entsprechenden Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen ist es das grundsätzliche Bestreben des Konzerns, neben der baulichen Aufwertung des jeweiligen Objekts mittel- und langfristige Nutzungskonzepte neu zu gestalten. 3.3.2In Fortführung der oben dargestellten Zielsetzung wurden in 2010 drei Objekte verkauft. Es handelte sich um stark renovierungsbedürftige Anwesen. Auf Grund der sehr schlechten Substanz und auch zum Teil abgelegenen Lage hatte sich bereits in der Vergangenheit ein Wiederaufleben früherer gastronomischer Nutzung in diesen Objekten als wirtschaftlich nicht tragfähig erwiesen und nach eingehender Überprüfung eine dahingehende Sanierung als wirtschaftlich außer Verhältnis gezeigt. Ebenfalls hatte sich eine Generalsanierung für den Bestand unter neuen Nutzungsgesichtspunkten als wirtschaftlich unrentabel und risikoreich dargestellt. Mit Ausnahme eines Verkaufs wurden alle Verkäufe mit den entsprechenden Zahlungseingängen noch in 2010 realisiert. Lediglich ein Verkauf wurde zwar noch in 2010 protokolliert, auf Grund von Verzögerungen in grundbuchrechtlichen Löschungsvorgängen, erfolgte jedoch die Kaufpreiszahlung erst Anfang 2011. Ebenso wurde in 2010 der Verkaufserlös eines in 2009 bereits verkauften Teileigentumsobjekts eingenommen. 3.3.3Nachdem bislang eine Reihe von Verkäufen getätigt wurde und unrentable Objekten abgestoßen werden konnten, besteht die Absicht des Konzerns im Rahmen der Bestandsverwaltung die eingenommenen Kaufpreise wieder in Neuanschaffungen zu investieren. Man ist deshalb laufend damit befasst, mögliche Ankaufsobjekte zu sichten und zu überprüfen. Ein gesteigertes Augenmerk wird vor allem auf Immobilien im Zentrum Augsburgs gelegt. Besonders in diesem Bereich ist der Markt für Objekte in entsprechendem gutem Zustand, mit einer gehobenen Ausstattung und einer bestmöglichen Vermietung, begrenzt. Auf Basis der langjährigen Erfahrung und der einschlägigen Kontakte wird deshalb auch mit Grundstückseigentümern verhandelt, deren Immobilien derzeit nicht am Markt sind. Auf Grund der laufenden und vielfach vertraulichen Gespräche wird deshalb auf weitere Ausführungen verzichtet. 3.3.4Der zur Immobilienverwaltung des Konzerns gehörende Grundbesitz umfasst zum 31.12.2010 insgesamt 22 Gaststättengrundstücke mit jeweils einer Gaststätte und Wohnungen mit insgesamt ca. 18.271 m2 Grundstücksflächen (davon 18 Objekte in Augsburg mit 15.926 m2 ), sechs Gaststätten (teilweise mit Wohnungen) im Teileigentum (davon vier Objekte in Augsburg), zwei in Erbpacht z.T. noch langfristig vergebene Grundstücke in Augsburg mit insgesamt 9.175 m2 , fünf Wohn- und Geschäftshäuser in Augsburg mit 4.658 m2 Grundstücksfläche, acht Eigentumswohnungen im Zentrum Augsburg, drei Baugrundstücke mit 3.512 m2 (davon zwei in Augsburg mit 1.577 m2 ) sowie unbebaute, gegenwärtig teilweise landwirtschaftlich genutzte Grundstücke mit insgesamt 50.588 m2 sowie das in Haunstetten befindliche Logistikzentrum (Halle und Büroräume) mit 28.408 m2 Grundstücksfläche. II. Ertrags-, Finanz-, Vermögenslage1. ErtragslageDie Konzernumsatzerlöse von TEUR 39.958 (Vj. TEUR 36.631) beinhalten Mieten/Pachten/Erbbauzinsen samt Nebenkosten in Höhe von TEUR 2.266 (Vj. TEUR 2.205) sowie Umsätze in Höhe von TEUR 37.692 (Vj. TEUR 45.813) aus Bauträgertätigkeit. Die Bestandserhöhung beträgt TEUR 27.356 (Vj. TEUR 729). Die in der Konzern - Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Erträge 2010 belaufen sich auf TEUR 1.731 (Vj. TEUR 1.719). Der Materialaufwand beträgt insgesamt TEUR 57.062 (Vj. TEUR 28.741). Dieser umfasst überwiegend die Aufwendungen für Fertigungsaufträge i.H.v. TEUR 55.364 (Vj. TEUR 27.486) und Reparaturen und Nebenkosten der eigenen Immobilien mit TEUR 1.698 (Vj. TEUR 1.254). Insgesamt macht der Materialaufwand ca. 85% der Gesamtleistung (Umsatzerlöse plus Bestandsveränderung) aus (Vj. ca. 77%). Der Personalaufwand des Konzerns beträgt im Berichtsjahr TEUR 1.592 (Vj. TEUR 1.282). Vorstand und Geschäftsführer erhalten feste Vergütungen, der Geschäftsführer der HI Wohnbau GmbH zudem eine Tantieme, die auf dem Jahresergebnis basiert. Die Abschreibungen belaufen sich auf TEUR 37 (Vj. TEUR 27) und betreffen ein selbstgenutztes Büro sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 5.924 im Vorjahr auf TEUR 5.243 gesunken. Die Finanzerträge belaufen sich auf insgesamt TEUR 63 (Vj. TEUR 62). Die Finanzaufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 710 (Vj. TEUR 776) beinhalten überwiegend Bankzinsen mit TEUR 633 (Vj. TEUR 612). Das Konzernergebnis vor Ertragsteuern beträgt TEUR 4.464 und ist damit um TEUR 2.073 höher als im Vorjahr. Die Ertragsteuern betragen TEUR 1.656 und sind damit gegenüber dem Vorjahr mit TEUR 699 um TEUR 957 höher. 2. Vermögens- und Finanzlage2.1 Langfristige VermögenswerteBei den Sachanlagen handelt sich um Betriebs- und Geschäftsausstattung und um ein selbstgenutztes Büro. Bei den Finanzanlagen in Immobilien sind Immobilien ausgewiesen, die langfristig gehalten werden und Mieteinnahmen generieren. 2.2 Kurzfristige VermögenswerteDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten insbesondere die Verkaufserlöse aus Bauträgerprojekten. In den Vorräten sind die anteiligen Baukosten für die noch nicht übergebenen Einheiten aus Bauträgerprojekten aktiviert. Die Ertragssteuerforderungen beinhalten laufende Steuererstattungsansprüche für 2009 und 2010. Bei den Zahlungsmitteln handelt es sich um Kassenbestände und Guthaben bei diversen Banken, die mit TEUR 40.201 als Sicherheit für die Darlehen aus der Bauträgertätigkeit abgetreten sind. 2.3 Langfristige VerbindlichkeitenDie langfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalten Darlehen mit einer Laufzeit von über einem Jahr, die unter anderem zur Finanzierung von Immobilien dienen und durch entsprechende Grundschulden besichert sind. In den übrigen langfristigen Verbindlichkeiten sind insbesondere Kaufpreisleibrenten, Erbbauzinsvorauszahlungen sowie eine Pensionsverpflichtung erfasst. Die passiven latenten Steuern resultieren vor allem aus der unterschiedlichen Bewertung von langfristigen und kurzfristigen Aktiva. 2.4 Kurzfristige VerbindlichkeitenDie kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten betreffen insbesondere die Darlehen der Bauträgertätigkeit, die durch Grundschulden sowie Abtretungen künftiger Kaufpreisforderungen und Bankguthaben besichert werden. 2.5 ZusammenfassungDie langfristigen Vermögenswerte zum 31.12.2010 mit TEUR 38.186 (Vj. TEUR 35.667) sind durch die Summe aus Eigenkapital und langfristigem Fremdkapital in Höhe von insgesamt TEUR 55.529 (Vj. TEUR 44.292) zu rund 145% abgedeckt (Vj. 124 %). Dem kurzfristigen Fremdkapital in Höhe von insgesamt TEUR 100.749 (Vj. TEUR 48.725) steht ein kurzfristig gebundenes Vermögen in Höhe von TEUR 118.092 (Vj. TEUR 57.349) gegenüber. Die bilanzielle Eigenkapitalquote zum 31.12.2010 beträgt ca. 21,7% (Vj. 30,3%). 3. Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGBDas Grundkapital der Gesellschaft beträgt Euro 7.200.000,00 und ist eingeteilt in 480.000 nennbetragslose Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Die Aktien notieren am Börsenplatz München im Regulierten Markt sowie an den Börsenplätzen Stuttgart und Hamburg im Freiverkehr. Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern richten sich nach §§ 84 f. AktG i. V. m. § 7 der Satzung der Hasen-Immobilien AG. Änderungen der Satzung erfolgen nach §§ 179 ff. AktG i. V. m. § 21 der Satzung der Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft Dem Vorstand ist nur eine Beteiligung am Kapital bekannt, die 10% der Stimmrechte überschreitet. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist die INKA Aktiengesellschaft für Beteiligungen, München mit ca. 88,5% an der Berichtsgesellschaft beteiligt. Der Vorstand ist berechtigt, das Grundkapital bis zum 31.07.2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlage einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt Euro 3.600.000,00 zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Den Aktionären ist ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihre Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen. Von dieser Ermächtigung wurde bis zum Zeitpunkt der Berichterstattung kein Gebrauch gemacht. III. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Konzerngeschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben. IV. Chancen- und Risikoberichterstattung1. AllgemeinesDie Gesellschaft definiert Risikomanagement als ein nachvollziehbares, an ihren Unternehmensaktivitäten ausgerichtetes umfassendes System, das auf der Basis einer unternehmensspezifischen Risikostrategie ein systematisches und permanentes Vorgehen mit folgenden Elementen umfasst: Identifikation, Analyse, Bewertung, Steuerung, Dokumentation und Kommunikation von Risiken sowie die Überwachung dieser Aktivitäten. Vor diesem Hintergrund hat der Konzern ein an seine Größe, seinen Aktivitäten und den sonstigen unternehmensbezogenen Besonderheiten ausgerichtetes Risikomanagement eingerichtet. Risikomanagement ist integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse, sowie der Planungs- und Kontrollprozesse. Diese Kontrollprozesse beinhalten ihrerseits ein speziell auf das Unternehmen abgestimmtes Internes Kontrollsystem (IKS). Das Risikomanagement und das interne Kontrollsystem sind auf Grund der Größe des Konzerns unmittelbar der Verantwortung des Vorstandes und den Geschäftsführern der einbezogenen Beteiligungen unterstellt. Diese bedienen sich zum Teil externer, mit Fachkräften ausgestatteter Dienstleister sowie externer Steuerberater/Wirtschaftsprüfer. Der Konzern verfügt über eine Reihe von verschiedenen Steuerungs-, Planungs- und Kontrollsystemen, insbesondere strategische und operative Planung, monatliches Berichtswesen, Kostenkontrolle und Liquiditätsmanagement. 2. Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den RechnungslegungsprozessIm Hinblick auf die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Rahmen des Rechnungslegungsprozesses wird ergänzend zu den unter Ziffer 1. vorangestellten allgemeinen Ausführungen zum Risikomanagement und IKS folgendes ausgeführt: Ziel des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist es, einen für den Erfolg eines Unternehmens unabdingbaren, geordneten Geschäftsablauf und hierin insbesondere die geordnete Erstellung der Zwischenabschlüsse sowie des Jahresabschlusses auf der Grundlage der bestehenden Rechtsvorschriften sicherzustellen. Die Verbuchung der laufenden Geschäftsvorfälle der Konzerngesellschaften wird in den für die Gesellschaften mandantenspezifisch eingerichteten, systemgesteuerten Buchhaltungsprogrammen von DATEV abgebildet. Die Erledigung sämtlicher Buchhaltungsaufgaben ist jeweils einer Fachkraft und einer festgelegten Vertretung überantwortet. Hierzu sind innerhalb des Buchhaltungssystems Zugangsrechte vergeben, so dass ein Datenzugriff nur diesen, mit den Aufgaben betrauten Fachkräften möglich ist. Entsprechend festgelegte Zugriffsbeschränkungen sind ebenso im weiteren EDV-System vorhanden. Der Vorstand und die Geschäftsführer haben jederzeit die Möglichkeit, Abrufe oder betriebswirtschaftliche Auswertungen über die jeweilige Fachkraft zu veranlassen. Soweit es die eingehenden Rechnungen und deren Überprüfung betrifft, erfolgt die Überprüfung ausschließlich im Vier-Augen-Prinzip. Des Weiteren werden Zahlungen nur im Wege des Vier-Augen-Prinzip veranlasst. Soweit es die Kostenkontrolle bei den jeweiligen Bauvorhaben und Renovierungsmaßnahmen im Bereich der Immobilienverwaltung betrifft, erfolgt eine Kostenerfassung mittels Tabellenkalkulation unter Abgleichung mit den jeweiligen Kostenvoranschlägen und unter externer Abgleichung mit der Buchhaltung. Die Kostenkontrolle innerhalb der Bauträgermaßnahmen erfolgt durch das systemgesteuerte spezielle Kostenkontrollprogramm Amadeus. Hierbei erfolgt extern in regelmäßigen Zeitabständen die Abgleichung mit der Buchhaltung sowie den jeweiligen Kostenkalkulationen. Das weitere interne Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wird insbesondere durch die Überprüfung der monatlichen betriebswirtschaftlichen Auswertungen ergänzt. Ansonsten werden regelmäßig die Verkaufsstände für die laufenden Bauträgerprojekte verfolgt und am Ende jeden Monats nochmals festgestellt. Des Weiteren erfolgt in regelmäßigen Zeitabständen der Abruf der jeweiligen Erwerberlisten, der Soll-Ist-Vergleiche im Rahmen der Baukostenkontrolle und des monatlichen Liquiditätsstatus. Ferner sind feste Jour-Fix-Termine eingerichtet, an denen die Geschäftsleiter der Konzerngesellschaften teilnehmen, in denen laufend ein intensiver Informationsaustausch zu möglichen neuen Projekten, Verlauf der aktuellen Projekte, Fragen der Kostensicherheit, besonderen Vorkommnissen oder Ähnlichem stattfindet. Der Vorstand ist laufend damit befasst, das Risikomanagement zu optimieren, auf seine Effizienz zu überprüfen sowie neu auftretende Risiken zu identifizieren und zu beurteilen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass unmittelbar wesentliche Risiken frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden können. 3. Chancen und Risiken im EinzelnenDer Hasen-Immobilien-Konzern sieht seine Chancen und Risiken in den beiden Hauptgeschäftsbereichen, nämlich dem Bauträgerbereich sowie dem Immobilienmanagement. Die im Folgenden aufgelisteten Risiken sind keine abschließende oder starre Aufzählung, da es sich um einen lebendigen Betrieb handelt; vielmehr kann der Konzern auch Risiken ausgesetzt sein, die derzeit noch nicht bekannt sind oder die derzeit als gering eingestuft werden, tatsächlich aber größere Auswirkungen haben als bislang erwartet. Bzgl. der bedeutendsten Risiken und Chancen unterscheidet der Konzern wie folgt: 3.1 Chancen und Risiken aus dem Bauträgerbereich3.1.1Der Konzern sieht seine Chancen in den zu erzielenden Erträgen. 3.1.2Die Risiken bestehen für den Konzern vor allem im finanzwirtschaftlichen Bereich auf Grund der Höhe der bestehenden Gesamtverbindlichkeiten aus Darlehen für die Bauträgervorhaben. Insoweit hat eine Verschlechterung der Absatzlage erhebliche Auswirkungen auf die finanzwirtschaftliche Situation des Konzerns. (1)Eine die Existenz des Konzerns bedrohende Krisensituation im Bauträgerbereich ist derzeit nicht ersichtlich. (2)Die Gesamtverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus den Bauträgervorhaben belaufen sich zum 31.12.2010 auf insgesamt TEUR 62.212 (Vj. TEUR 28.622). Bei dieser ausschließlich stichtagsbezogenen Betrachtungsweise bleibt jedoch der tatsächliche Ablauf von Bauträgervorhaben, insbesondere die bei der jeweiligen finanzierenden Bank eingehenden Kaufpreisraten unberücksichtigt. Unter Einbeziehung der zur Sicherheit verpfändeten Bankguthaben ergibt sich ein rechnerischer Valutenstand zum 31.12.2010 in Höhe von insgesamt TEUR 22.011 (Vj. TUER 12.282). Ferner sind im Rahmen dieser Haftungsbetrachtung nicht eingerechnet die in den Vorräten aktivierten Einheiten und die Kaufpreisforderungen. (3)Durch den hohen Einsatz von Fremdkapital im Rahmen der Bauträgerprojekte kann der Konzern Zinsänderungs- und Refinanzierungsrisiken ausgesetzt sein. Soweit es das Zinsniveau betrifft, weist das derzeitige Leitzinsniveau noch auf eine ausweitende Geldpolitik hin, mit dem Zweck, Kredite zu verbilligen und die Konjunktur zu beleben, so dass im Zeitpunkt dieser Berichtserstellung insgesamt ein günstiges Zinsniveau besteht. Zwar ist nach der schweren Banken- und Finanzkrise die Bereitschaft der Banken wieder gewachsen, Bauträgerprojekte zu finanzieren, es werden jedoch nach wie vor deutlich höhere Sicherheiten und die Erbringung eines deutlich höheren Eigenanteils an flüssigen Mitteln gefordert. (4)Soweit es das Liquiditätsrisiko betrifft, wird der laufende Kapitalbedarf durch Aufnahme von Bankdarlehen und aus den erzielten Überschüssen aus Abverkäufen gedeckt. Insoweit kann eine Verschlechterung der Absatzlage Einfluss auf die Liquidität des Konzerns haben. (5)Das Ergebnis aus dem Bauträgerbereich kann durch eine Vielzahl weiterer Faktoren beeinflusst werden. Mit Rückblick auf 2010 wird nachfolgende, nicht abschließende Untergliederung getroffen: (a)Einzelrisiken bei der Vorbereitung von Bauträgervorhaben, bei der Entwicklung von Baurechten und bei der sonstigen Umsetzung bzw. Durchführung: Bei der Entwicklung von Baurechten kann es vor allem während der Aufstellung von Bebauungsplänen zu unvorhergesehenen zeitlichen Verzögerungen kommen. Da es sich bei der Bauleitplanung um hoheitliche Aufgabengebiete handelt, gibt es hier keinen oder nur einen sehr eingeschränkten Einfluss. Verzögerungen im Aufstellungsverfahren oder bei Behördenabläufen und/oder Behördenentscheidungen können zu nicht unerheblichen Auswirkungen führen, da wichtige Anschlussprojekte nicht rechtzeitig gestartet werden können. In weitreichenden Fällen sind gegebenenfalls kleinere Ersatzprojekte zu beschaffen bzw. dazwischen zu schieben. Des Weiteren können im Rahmen der baulichen Umsetzung von Bauträgermaßnahmen unvorhersehbare technische Probleme auftreten. Zur Ausräumung von auftretenden, technischen Problemen müssen höhere Herstellungskosten aufgewandt werden, die zu Lasten des Deckungsbeitrages gehen, soweit sie nicht durch anderweitige Optimierungen oder über höhere Verkaufspreise aufgefangen werden können. (b)Rechtliche Risiken: Derzeit sind keine wesentlichen Rechtsstreitigkeiten oder Schadenersatzansprüche bekannt, die eine wesentliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage des Konzerns erwarten lassen. (c)Gesamtwirtschaftliche Veränderungen: Konjunkturelle Entwicklungen, wirtschaftspolitische Entscheidungen, Veränderungen an den Rohstoff-, Kapital-, und Finanzmärkten haben vielfältigen Einfluss auf die Ergebnissituation sowie den Erfolg des Bauträgerbereiches. Die Art und Weise dieser Einflüsse, ihre Auswirkungen und ihre Zusammenhänge sind vielfach unterschiedlich und sehr komplex. So führen in der Regel ansteigende Rohstoffpreise oder Negativentwicklungen in der Baubranche zu steigenden Herstellungskosten, die entweder zu Lasten der Deckungsbeiträge gehen oder zu entsprechenden Preiserhöhungen führen. Die dramatischen Veränderungen an den Finanzmärkten, die Beinahe-Zusammenbrüche von Banken, die zum Teil nur durch die Stützung von außen abgewendet werden konnten, haben zwangsläufig auf der Ebene der Banken zu einer Verschärfung des Risikomanagements, Erschwernissen in der Vergabepraxis von Krediten sowie dem Erfordernis einer Erhöhung der Eigenkapitalunterlegung bei Kreditnehmern bzw. Stellung von zusätzlichen Sicherheiten geführt. Wie bereits in den allgemeinen Wirtschafts- und Rahmenbedingungen ausführlich dargestellt wurde, hat sich der Immobilienmarkt in München auch in 2010 als stabil erwiesen, so dass der Bauträgerbereich wieder das gesteckte Ziel von 202 verkauften Einheiten erreichen konnte. Aus Sicht des Konzerns ist dies vor allem auf das nach wie vor günstige Zinsniveau und die durch eine virulente Inflationsangst begründete sicherheitsorientierte Verhaltensweise von Anlegern zurückzuführen, in Immobilien als wertbeständige und kalkulierbare Anlageform zu investieren. Des Weiteren führen die Entspannung auf dem Arbeitsmarkt und damit die verbesserten Aussichten der Arbeitnehmer auf gesicherte Einnahmen dazu, dass wieder mehr konsumiert und investiert wird. Die Gesellschaft betrachtet diese Punkte als wichtige Parameter, die im Falle ihrer Veränderung auch zu Veränderungen oder Anpassungen des Immobilienmarktes führen können, sei es, dass auf Grund einer ansteigenden Inflation die Notenbanken die Zinsen zwangsweise erhöhen und sich hierdurch die Rahmenbedingungen für Immobilienfinanzierungen vergleichsweise verschlechtern, sei es, dass Familien wieder enger zusammenrücken, um vorhandenen Wohnraum noch besser auszunutzen. Wie weitreichend diese Auswirkungen auf den Immobilienmarkt sein werden und ob es hierdurch auch zu Anpassungen bei den Verkaufszahlen innerhalb des Bauträgerbereiches kommen wird, kann nur spekuliert werden, da vor allem auch die Bedingungen des regionalen Marktes Münchens miteinbezogen werden müssen bei dem es einen hohen Wohnungsbedarf und eine vergleichsweise hohe Kaufkraft gibt. (d)Internationale / nationale Marktsituationen Inwieweit Veränderungen auf den internationalen Immobilienmärkten, insbesondere den Häusermärkten in den USA und den EU-Ländern, Auswirkungen auf den deutschen Häusermarkt haben und auf den Konzern durchschlagen, ist nicht abschließend zu beantworten, da der Bauträgerbereich vor allem durch die regionalen Besonderheiten des "Speckgürtel" Münchens beeinflusst wird. Die Auswirkungen und Ausstrahlungen nach dem Platzen der Immobilienblase in den USA auf die internationalen Finanzmärkte und damit auf das Inland sind nach den gemachten Erfahrungen der Finanz- und Wirtschaftskrise hinlänglich bekannt. Die Stabilisierung und Normalisierung der Häusermärkte gilt als wichtige Voraussetzung für die weitere Erholung und Stabilität der Weltwirtschaft, nachdem sie immerhin der Auslöser für die Finanzkrise waren. Zur Frage der Situation von Hauspreisen im internationalen Vergleich hat die DT Bank in 2010 Studien vorgelegt, in dem sie die Hauspreise zu den jeweiligen Einkommen ins Verhältnis gesetzt hat und daraus insbesondere weiteren Korrekturbedarf in den Ländern Spanien, Irland und den Niederlanden ableitet (Handelsblatt vom 30.03.2010). Nach diesen Studien ist der deutsche Markt ein Ausreißer, da das Preis-Einkommensverhältnis um fast 30% unter dem langfristigen Schnitt liegt. Insgesamt entwickeln sich die Hauspreise in den Industriestaaten nach wie vor ganz uneinheitlich, was darauf schließen lässt, dass die Immobilienmärkte vieler Industriestaaten noch nicht wieder gesund sind (Patrizia Wohnungsmarktbericht Europa 2010/2011). Soweit es die USA betrifft, sind im Januar 2011 mehr Eigenheime verkauft worden als erwartet. Aufs Jahr hochgerechnet, stieg ihre Zahl um 2,7 % auf 5,36 Millionen, wie die Vereinigung der US-Immobilienmakler mitteilte. 37 % der Verkäufe sind hierbei Zwangsversteigerungen. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag um 3,7% unter dem Niveau vom Januar 2010 und auf dem niedrigsten Stand seit April 2002 (Handelsblatt vom 24.02.2011). Ebenso sind weitere rückläufige Hauspreise vor allem in Irland und Spanien zu verzeichnen (siehe Presseschau Handelsblatt v. 09.11.2010). Die Berichtsgesellschaft verfolgt weiterhin die Entwicklung der internationalen Märkte. Letztlich sind jedoch für sie die regionalen Marktbedingungen von entscheidender Bedeutung. (e)Regionale Marktbedingungen: Die regionalen Marktbedingungen Münchens werden vor allem durch die Sonderstellung als Landeshauptstadt und größtes Ballungszentrum im süddeutschen Raum geprägt. Im Mittelpunkt steht hierbei insbesondere ein immer größer werdender Wohnraumbedarf. Dieser ergibt sich zum einen durch einen laufenden Bevölkerungsanstieg, zum anderen daraus, dass die Anzahl an fertiggestellten Wohnungen weit hinter der Anzahl notwendiger Wohnungen zurückbleibt. So ist die Bevölkerung Münchens von 2007 bis Ende 2009 um über 10.000 Einwohner weiter gewachsen. Die Bevölkerungsprognosen sagen ein weiteres Wachstum bis mindestens 2030 voraus. Die Landeshauptstadt München kann den freifinanzierten Wohnungsneubau hauptsächlich über die kontinuierliche Bereitstellung von Baurechten beeinflussen. Im Zeitraum 1.-3. Quartal 2010 wurde jedoch weniger Baurecht geschaffen als ursprünglich angestrebt wurde. Im 5-jährigen Mittel konnte so die Zielzahl von 3.500 Wohneinheiten nur knapp (rd. 3.400 Wohneinheiten) erreicht werden. In den Jahren 2005-2009 wurden durchschnittlich Baugenehmigungen für ca. 6.350 Wohneinheiten jährlich erteilt. Damit wurde die Voraussetzung für die erforderlichen 7000 fertiggestellten Wohneinheiten gemäß dem wohnungspolitischen Handlungsprogramm "Wohnen in München IV" nicht erreicht (Bericht der Landeshauptstadt München zum Immobilienmarkt in München, Ausgabe 4/2010). Des Weiteren werden nach dem vorgestellten Bericht der Landeshauptstadt München die mittel- und langfristigen Flächenpotentiale im Stadtgebiet Münchens für den Wohnungsbau knapp. Es wird davon ausgegangen, dass sie nur noch für rund 50.000 Wohneinheiten reichen. Derzeit wird die Anspannung auf dem Münchner Wohnungsmarkt von den Umlandgemeinden nicht mehr ausgeglichen. Aus diesem Grund arbeitet das Referat für Stadtplanung und Bauordnung an dem Projekt "langfristige Siedlungsentwicklung". Erste Ergebnisse werden 2011 erwartet. Damit bestätigt sich das Konzept der HI Wohnbau GmbH, die bereits mit verschiedenen Projekten sehr erfolgreich Bauträgervorhaben in unmittelbar angrenzenden, verkehrstechnisch gut angebundenen Nachbargemeinden durchgeführt hat (siehe hierzu die Projekte in Feldkirchen, Poing, Markt Schwaben und Höhenkirchen/Siegertsbrunn). Soweit es die Umsatzentwicklungen auf dem Münchner Grundstücksmarkt für unbebaute Grundstücke (Baulandmarkt) betrifft, stiegen nach dem Bericht der Landeshauptstadt München zum Immobilienmarkt, Ausgabe 4/2010 im ersten bis dritten Quartal 2010 alle Marktzahlen von Baugrundstücken des mehrgeschossigen Wohnungsbaus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich an. In diesem Marktsegment gab es im ersten bis dritten Quartal 2010 rund 42 % mehr Grundstücksverkäufe als im Vergleichszeitraum 2009. Dabei stiegen der Geldumsatz um plus 28 % und der Flächenumsatz um plus 44 %. In Einzelfällen kam es hier, insbesondere in neu strukturierten Bebauungsplangebieten, zu Preissteigerungen gegenüber langjährigen Bodenrichtwertniveaus von 100% und teilweise auch darüber. Von 68 Verkäufen im ersten bis dritten Quartal 2010 waren 57 Grundstücke dem freifinanzierten Wohnungsbau (33 Verkäufe in 2009) und 11 Grundstücke dem öffentlich geförderten Wohnungsbau zugeordnet (15 Verkäufe in 2009). Auf dem Markt der Einfamilien-, Reihen- und Doppelhäuser wurden nach den Veröffentlichungen der Stadt München im ersten bis dritten Quartal 2010 insgesamt 7 % weniger Verkäufe als im Vorjahreszeitraum registriert. Bei nahezu gleich hohem Flächenumsatz stieg im Vergleichszeitraum 2010 der Geldumsatz um plus 6 %. Hierbei entwickeln sich die einzelnen Teilmärkte von Einfamilien-, Reihen- und Doppelhäusern zum Teil unterschiedlich. Auf dem Markt der Eigentumswohnungen und Teileigentumsobjekte wurden die Rekord-Geldumsätze der letzten Jahre noch übertroffen. Nach dem Marktbericht der Landeshauptstadt München stieg die Anzahl der Verkäufe von Wohnungs- und Teileigentumsobjekten im Vergleichszeitraum 2010 um rund 295 Kauffälle (plus 3%). Dabei kann die absolute Höhe des Geldumsatzes und eine genaue Zuordnung in die Kategorien Neubauobjekte und gebrauchte Wohnungen oder Teileigentumsobjekte vorläufig nur aufgrund einer Hochrechnung geschätzt werden, da noch nicht alle beim Gutachterausschuss eingegangenen Verträge komplett ausgewertet und in die Kaufpreissammlung aufgenommen werden konnten. Anhand der Hochrechnung lag der Geldumsatz in 2010 etwa 4 % über dem Niveau des Vorjahres. Unter den insgesamt rund 9.665 Kauffällen waren ca. 2.870 Neubau-, Eigentumswohnungen bzw. Teileigentumsobjekte. 3.2 Chancen und Risiken aus der Immobilienverwaltung3.2.1Der Konzern sieht die Chancen darin, sich mittelfristig von dem alten, sanierungsbedürftigen Immobilienbestand zu trennen bzw. Sanierungsmaßnahmen durchzuführen, und durch Neuanschaffungen langfristig entsprechende Mieterträge bzw. Substanzwerte zu schaffen und zu erhalten. 3.2.2Demgegenüber sieht der Konzern seine Risiken insbesondere in einem Rückgang der Miet- und Pachteinnahmen und im Anstieg von Reparatur bzw. sonstigen Kosten. (1)Der Konzern sieht in seinem Vermietungs- und Verpachtungsgeschäft der im Raum Augsburg gelegenen Immobilien kein die Existenz bedrohendes Risiko. (2)Das Ergebnis kann jedoch durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden. Insoweit unterscheidet der Konzern nicht abschließend wie folgt: (a)Leerstände: Soweit es die Verpachtung von kleineren, dezentral gelegenen Gaststätten im Raum Augsburg betrifft, ist es in der Vergangenheit immer wieder zu temporären Leerständen gekommen, da sich Gaststättenbetreiber ohne besonderes tragfähiges Unternehmenskonzept aufgrund der starken Konkurrenzsituation nicht halten konnten und zur Aufgabe gezwungen waren. (b)Mietausfallrisiko: Die wirtschaftlich schwierige Situation von Mietern führt verschiedentlich zu verspäteten Zahlungen bis hin zu Mietausfällen. Ebenso kommt es im Bereich von Nebenkosten gelegentlich zu Zahlungsverweigerungen. Innerhalb der Immobilienverwaltung ist man deshalb regelmäßig damit befasst, die Mieteingänge zu überwachen und ausbleibenden Zahlungen nachzugehen. Es ist hierzu ein festes System verschiedener Mahnstufen eingerichtet. Die Einleitung darüber hinausgehender rechtlicher Schritte wird laufend intern abgestimmt. (c)Mietzinsentwicklung: Soweit es die Mietzinsentwicklung für Mietwohnungen in Augsburg betrifft, sind die hierzu vorhanden Quellen und Meinungen uneinheitlich (Augsburger Allgemein vom 17.09.2010). Nach dem Immobilienverband Deutschland (IVD) und des ifs Städtebauinstituts sollen die Wohnungsmieten spürbar steigen. Nach dem IVD stieg die Quadratmeter-Kaltmiete bei Erstbezug um sieben Prozent auf bis zu zehn Euro. Bei Wiederbezug ging die Miete von durchschnittlich EUR 6,40 auf EUR 7,15 (gehobener Wohnwert), von EUR 5,60 auf EUR 6,15 (mittlerer Wohnwert) und von EUR 4,75 auf EUR 5,15 (einfache Wohnwert). Grund hierfür seien die Münchner Pendler, die günstige Wohnungen suchen. Verschiedene Anbieter von Mietwohnungen in Augsburg vertreten dagegen die Ansicht, dass der Augsburger Mietmarkt immer noch von den Mietern bestimmt werde. Der Augsburger Haus und Grundbesitzerverein sieht ebenfalls keinen Trend zu Mietsteigerungen. Vor allem kämen durch die früheren US-Kasernen viele neue Wohnungen auf den Markt. Danach hätten die Vermieter eher Angst vor Mietnomaden und wollten ihre guten Mieter nicht verprellen. Lediglich hochwertige Wohnungen erzielten jetzt höhere Preise. Das liege am verstärkten Zuzug aus München und an Pendlern, die gezielt gute Wohnungen in der Nähe der Bahnhöfe oder der Autobahn suchten. Außerdem stünden jetzt Modernisierungen vieler nach dem Zweiten Weltkrieg gebauter Häuser an. Moderate Mieterhöhungen in den vergangenen Jahren wurden aber eingeräumt. Aus Sicht der Immobilienverwaltung sind vor allem die Lage, die Art, die Ausstattung sowie der Zustand, d.h. die Attraktivität des Objekts für die Höhe der erzielbaren Miete ausschlaggebend. Dabei hat man im Bereich der Immobilienverwaltung ebenfalls die Erfahrung gemacht, dass die Vermietung von Neubauwohnungen mit gehobener Ausstattung in zentraler Innenstadtlage bis hin zu den oben genannten Mieten im Wohnbereich möglich ist. Bei Immobilien in dezentraler Lage mit Renovierungsstau sind Mietzinsentwicklungen Grenzen gesetzt, um Leerstände zu vermeiden. Soweit es die Mietzinsentwicklung im Bereich der Vermietung von Gewerbeflächen betrifft, sind noch die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise sowie der Überhang von gewerblichen Flächen spürbar. Anderseits zeigt der Konjunkturaufschwung, wie die Belebung der Wirtschaft zu einem deutlichen Anstieg der Nachfrage nach guten Gewerbeflächen führt. Auch in diesem Bereich sind jedoch vor allem die Lage, die Art, die Ausstattung und der Zustand der Gewerbeobjekte von entscheidender Bedeutung. Soweit es die tatsächlichen, gesetzlichen bzw. vertraglichen Erhöhungsmöglichkeiten betrifft, ist es das grundsätzliche Bestreben der Immobilienverwaltung hiervon Gebrauch zu machen. (d)Erhöhung der Reparaturaufwendungen: Soweit es den Bereich der Immobilienverwaltung betrifft, möchte der Konzern grundsätzlich mit dem Sanierungskonzept fortfahren. Aus diesen Gründen ist deshalb weiterhin mit erhöhten Reparaturaufwendungen zu rechnen, da es noch eine Reihe von Objekten mit Renovierungsstau gibt. Dies kann zunächst die Ertragslage der Gesellschaft schmälern, wobei den entsprechenden Renovierungsaufwendungen schließlich höhere Mieten gegenüberstehen, siehe hierzu Mietzinsentwicklung (c). (e)Rechtliche Risiken: Soweit es die Vermietung und Verpachtung betrifft, ist der Konzern laufenden Mietstreitigkeiten ausgesetzt. Diese Rechtsstreitigkeiten sind jedoch nicht außerhalb des Branchenüblichen. (f)Liquiditätsrisiko: Der laufende Kapitalbedarf wird über die Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung gedeckt. Im Übrigen steht im Rahmen der Immobilienverwaltung bei der Hausbank ein Kontokorrentrahmen bis zu EUR 1 Mio zur Verfügung, falls es wegen nicht eingehender Mieteinnahmen bzw. Zahlungsausfällen zu einer temporären Deckungslücke kommen sollte. Dieser Kontokorrentrahmen war zum 31.12.2010 nicht in Anspruch genommen. (g)Regionale Marktbedingungen: Der Augsburger Immobilienmarkt kann in keiner Weise mit dem Münchener Immobilienmarkt verglichen werden. Durch den Ausbau der Autobahn A8 und den wesentlich höheren und weiter ansteigenden Lebenshaltungskosten/Mieten in München, erwartet die Berichtsgesellschaft eine weitere Belebung des Mietmarktes in Augsburg insbesondere durch Pendler. Ansonsten hofft die Berichtsgesellschaft, dass vor allem die strukturpolitischen Fehler und Versäumnisse der Vergangenheit weiter ausgeräumt werden können durch die verstärkte Ansiedlung wichtiger Gewerbe- und Industriezweige und deren Unterstützung. Verschiedene Beispiele zeigen in die richtige Richtung. Die geographisch günstige Lage an der Achse München/Ulm/Stuttgart ist hierbei ebenso von entscheidender Bedeutung wie die verkehrstechnisch gute Anbindung. Ein Manko stellt jedoch das Fehlen unmittelbarer Fluganbindungen dar. V. PrognoseberichtDie Entwicklung des Ergebnisses im Bereich der Immobilienverwaltung in 2011 und 2012 hängt vor allem an zwei Komponenten: Zum einen an der Durchführung der geplanten Reinvestitionen, zum anderen an der Höhe der Aufwendungen für weitere Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen. Mit der Anschaffung eines neuen Objekts wird ein deutlicher Anstieg bei den Vermietungsumsätzen erwartet. Gleichzeitig bedeutet dies eine Erhöhung des Zinsaufwands, da der Kaufpreis für ein weiteres Objekt teilweise fremd finanziert wird. Des Weiteren ist geplant, das Sanierungs- und Renovierungskonzept bei den vorhandenen Objekten fortzuführen. Hierdurch wird der Materialaufwand weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau bleiben, wenngleich daneben höhere Mieteinnahmen stehen. Aus diesen Gründen geht der Konzern im Zeitpunkt der Berichtserstellung im Bereich der Immobilienverwaltung für 2011 und 2012 von grundsätzlich positiven Ergebnissen aus, die jedoch auf Grund der erwähnten Faktoren begrenzt sein werden. Soweit es die Ergebnisse für 2011 und 2012 aus dem Bauträgerbereich betrifft, sind vor allem die Anzahl der zu erwartenden Übergaben und die Vorlaufkosten für Anschlussprojekte von Bedeutung. Für 2011 erwartet die Berichtsgesellschaft bis zu ca. 200 Übergaben. Damit läge die Anzahl der Übergaben um fast 44 % über dem Niveau des Berichtsjahres 2010. Aus diesen Gründen geht die Berichtsgesellschaft für 2011 davon aus, dass sich das Konzernergebnis nochmals wesentlich verbessern wird. Soweit es die Prognose für 2012 betrifft, kann diese noch nicht abschließend getroffen werden. Nachdem es in verschiedenen Anschlussprojekten zu Verzögerungen in der Aufstellung von Bebauungsplänen und bei den Behördenentscheidungen gekommen ist, werden sich auch die geplanten Baubeginne zeitlich nach hinten verschieben. Aus diesen Gründen kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine Reihe von Übergaben, die noch für Ende 2012 vorgesehen waren, erst zu Beginn des Jahres 2013 vorgenommen werden können. In diesem Fall kommt es zu Phasenverschiebungen. Die Gesellschaft geht aber im Zeitpunkt der Berichtserstellung für den Bauträgerbereich davon aus, dass in 2012 zumindest ein mit 2010 vergleichbares Ergebnis erzielt werden kann. VI. Beziehungen zu verbundenen UnternehmenDer Vorstand hat einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der mit der Erklärung schließt, dass (1) die Gesellschaft nach den ihr bekannten Umständen zum Zeitpunkt der Vornahme von Rechtsgeschäften mit verbundenen Unternehmen bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt, (2) die Gesellschaft Rechtsgeschäfte mit Dritten auf Veranlassung des herrschenden Unternehmens und mit Dritten im Interesse von verbundenen Unternehmen nicht vorgenommen hat und (3) Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens oder der mit ihm verbundenen Unternehmen, die sich zum Vor- oder Nachteil der Gesellschaft auswirken, weder unterlassen noch getroffen worden sind. VII. Grundzüge des VergütungssystemsDie Vergütung des Vorstands erfolgt vollständig durch Festbeträge. Die Vergütung des Aufsichtsrates ist in der Satzung auf einen festen Betrag fixiert, wobei der Vorsitzende das Doppelte und der Stellvertreter das Eineinhalbfache erhält.
Augsburg, 29.04.2011 Der Alleinvorstand Hans-Peter Bauer BilanzeidIch versichere nach bestem Wissen und Gewissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Augsburg, 29.04.2011 Der Alleinvorstand Hans-Peter Bauer |
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