Hasen-Immobilien AktiengesellschaftAugsburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Konzernbilanz zum 31.12.2024 nach IAS/IFRSAKTIVA scroll
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.-31.12.2024 nach IAS/IFRSscroll
Gesamtergebnisrechnung vom 01.01.-31.12.2024 nach IAS/IFRSscroll
Kapitalflussrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2024 nach IFRSscroll
Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2024 nach IFRS Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft, Augsburgscroll
zu f) Dividende entspricht einer Ausschüttung an die Anteilseigner in Höhe von EUR 1,00 je Aktie. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20241. Allgemeine Angaben1.1 Informationen zum UnternehmenDie Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz in Augsburg. Der Konzern ist ausschließlich auf dem Immobiliensektor tätig. Im Mittelpunkt der geschäftlichen Tätigkeit des Konzerns stehen die Verwaltung und Neuordnung des im Großraum Augsburg und in München gelegenen Immobilienbestandes. 1.2 Darstellung des KonzernabschlussesDer vorliegende Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis 31.12.2024 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), der am Abschlussstichtag gültigen Richtlinien des International Accounting Standards Board (IASB), London, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind, erstellt. Ergänzend wurden die nach § 315e (1) HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS). Der Konzernabschluss ist in EUR aufgestellt. Einige Angaben im Anhang erfolgen in TEUR, soweit hierdurch keine Beeinträchtigung der Aussage resultiert. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Gemäß IAS 1.81b hat die Gesellschaft eine gesonderte Gewinn- und Verlustrechnung und eine Überleitung des Gewinns zum Gesamtergebnis in zwei Aufstellungen dargestellt. Die Vergleichsinformationen nach IFRS 1.36 enthalten mindestens ein Jahr. Als Vergleichsjahr wird das Geschäftsjahr 2023 zu Grunde gelegt. Die Veröffentlichung des Konzernabschlusses zum 31.12.2024 wird nach Genehmigung durch den Vorstand voraussichtlich Mitte/Ende Juni 2025 erfolgen. Die Billigung des Konzernabschlusses zum 31.12.2024 durch den Aufsichtsrat ist ebenfalls für Mitte/Ende Juni 2025 vorgesehen. 1.3 Im Geschäftsjahr erstmals angewendete StandardsAus den im Geschäftsjahr 2024 erstmals angewendeten Rechnungslegungsstandards beziehungsweise Überarbeitung von Standards ergeben sich keine wesentlichen Änderungen auf den Konzernabschluss der Hasen-Immobilien AG. Vom IASB herausgegebene, aber noch nicht angewendete RechnungslegungsvorschriftenIm April 2024 hat das International Accounting Standards Board (IASB) den Standard IFRS 18 Presentation and Disclosure in Financiual Statements veröffentlicht. Der Standard ersetzt IAS 1 und enthält neue Regelungen zur Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung, zu von der Unternehmesleitung definierten Leistungskennzahlen sowie zur Zusammenfassung und Aufgliederung von Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung. Die neue Regelungen sind verpflichtend spätestens auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01. Januar 2027 beginnen. Die Hasen-Immobilien AG analysiert die Auswirkungen des IFRS 18 auf den Konzernabschluss. Eine vorzeitige Anwendung ist derzeit nicht beabsichtigt. Zudem veröffentlichte das IASB im Dezember 2024 die Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7 Contracts Referencing Nature-dependent Electricity, die gezielte Anpassungen an IFRS 9 und IFRS 7 hinsichtlich Bilanzierung von Verträgen über naturabhängige Stromversorgung beinhalten. Dies betrifft insbesondere langfristige Energielieferverträge. Die Änderungen an IFRS 9 sollen vor allem aktuelle Herausforderungen bei der Anwendung der Eigenbedarfsausnahme und der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften adressieren. Die Änderungen an IFRS 7 beinhalten zusätzliche Angabepflichten für Verträge über naturabhängige Stromversorgung. Die neuen Regelungen sind vorbehaltich einer Umsetzung durch den europäischen Gesetzgeber verpflichtend spätestens auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01. Januar 2026 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist nicht beabsichtigt. Die Hasen-Immobilien AG erwartet keine Auswirkungen auf ihren Konzernabschluss. Aus den weiteren vom IASB herausgegebenen, aber noch nicht angewendeten Rechnungslegungsstandards beziehungsweise Überarbeitung von Standards werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Hasen-Immobilien AG erwartet. 1.4. Konsolidierungskreis, Konsolidierungsgrundsätze1.4.1In dem Konzernabschluss sind neben der Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft die von ihr gemäß IFRS 10 direkt beherrschten Unternehmen (Konzerngesellschaften) Hasen-Immobilien Grundbesitz GmbH & Co. KG (im Folgenden Hasen-Immobilien KG), Augsburg, Hasen-Immobilien Verwaltungs GmbH (im Folgenden Hasen-Immobilien GmbH), Augsburg, die Hasen-Immobilien Munich Bahnhofsplatz GmbH & Co. KG, München und deren Komplementärin Hasen-Immobilien Munich Verwaltungs GmbH, München und die Hasen-Immobilien Gastro GmbH & Co. KG, Augsburg enthalten. Die im Vorjahr noch vollkonsolidierte Hasen-Real Estate-GmbH, Augsburg, wurde im Berichtszeitraum mit Eintragung im Handelsregister am 19.06.2024 gelöscht. Nach IFRS 10.B2 ff sind in den Konsolidierungskreis alle Tochterunternehmen des Mutterunternehmens eingeschlossen. Eine Beherrschung wird nach IFRS 10.B2 ff dann angenommen, wenn das Mutterunternehmen, entweder direkt oder indirekt über Tochterunternehmen über mehr als die Hälfte ihrer Stimmrechte verfügt. Die direkt beherrschten Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
1.4.2Die Kapitalkonsolidierung erfolgte zum Umstellungszeitpunkt auf IFRS nach den Vorschriften des IFRS 1. Die Erstkonsolidierungen in 2010, 2011, 2015 und 2022 erfolgten nach IFRS 3.4 ff. Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen der Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft, der Hasen-Immobilien KG, der Hasen-Immobilien GmbH, Hasen-Real GmbH (entkonsolidiert in 2024) , der Hasen-Immobilien Munich Bahnhofsplatz GmbH & Co. KG, der Hasen-Immobilien Munich Verwaltungs GmbH sowie der Hasen-Immobilien Gastro GmbH & Co. KG wurden gegeneinander aufgerechnet. Konzerninterne Umsatzerlöse und andere konzerninterne Erträge wurden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Konzerninterne Beteiligungserträge wurden eliminiert. 1.5 Wesentliche Ermessensentscheidungen und SchätzungenDie Aufstellung der in den IFRS-Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse durch die gesetzlichen Vertreter erfordert teilweise Schätzungen und kaufmännisches Ermessen, welche die betragsmäßige Höhe der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten, die Erträge und Aufwendungen in der Berichtsperiode sowie die sonstigen Angaben im Konzernabschluss beeinflussen. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, die heute nicht quantifiziert sind. Wesentliche Sachverhalte, die Schätzungen und kaufmännisches Ermessen erfordern, sind:
1.6 Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Abschluss der Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft als Muttergesellschaft und der Abschluss der einbezogenen Konzerngesellschaften Hasen-Immobilien KG, Hasen-Immobilien GmbH, Hasen-Real GmbH (entkonsolidiert in 2024), Hasen-Immobilien Munich Bahnhofsplatz KG, Hasen-Immobilien Munich Verwaltungs GmbH und Hasen-Immobilien Gastro KG wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. 1.6.1 Aufwands- und ErtragsrealisierungDie Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt grundsätzlich erst dann, wenn die Erzeugnisse geliefert oder übergeben beziehungsweise die Leistungen erbracht wurden und damit der Gefahrenübergang auf den Kunden erfolgt ist. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt ihrer Verursachung als Aufwand erfasst. Der Ertragsteueraufwand erfasst den laufenden Steueraufwand und die latenten Steuern. 1.6.2 Immaterielle VermögenswerteImmaterielle Vermögenswerte werden nach IAS 38 mit den fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bilanziert. Bei Software für kaufmännische und technische Anwendungen wird aufgrund ihrer begrenzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer ein planmäßig linearer Abschreibungsverlauf von drei bis sechs Jahren unterstellt. 1.6.3 SachanlagenSachanlagen nach IAS 16 werden mit den fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert. Die Sachanlagen werden grundsätzlich gemäß IAS 16.50 und IAS 16.62 linear nach ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende konzerneinheitlichen Nutzungsdauern zu Grunde, welche sich an den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern orientieren: scroll
1.6.4 Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienInvestment Properties (als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien) umfassen alle Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen gehalten und nicht in der Produktion oder für Verwaltungszwecke eingesetzt werden. Die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien werden gemäß IAS 40.20 bei ihrem Zugang mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Bezüglich der Folgebewertung wurde nach IAS 40.30 das Wahlrecht für das Modell des beizulegenden Zeitwerts (Fair-Value-Model) gemäß IAS 40.33 bis 40.55 gewählt. Eine Bewertung der Anlage-Immobilien zum fair value erfolgt gemäß IAS 40.38 zu jedem Bilanzstichtag und entspricht in der Regel dem Marktwert am Bilanzstichtag. Bei der Bewertung der Immobilien bis zum Erstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses wurde als fair value der Kaufpreis als Marktpreis angesetzt (Hierarchiestufe 1 nach IFRS 13). Bei den übrigen Anlage-Immobilien wurde der Empfehlung nach IAS 40.32 gefolgt und die Immobilien durch externe, unabhängige Gutachter zum Ende 2024 bewertet (Hierarchiestufe 2 nach IFRS 13). In diesen Gutachten erfolgte die Bodenwertableitung zum Wertermittlungsstichtag auf Basis der Bodenrichtwerte. Bei der Berechnung des (diskontierten) Ertragswertes werden wertbeeinflussende Eigenschaften sowie die Markt- bzw. ortsübliche Vergleichsmiete berücksichtigt. Aus dem so ermittelten Ertragswert wird der Verkehrswert abgeleitet. Erträge und Aufwendungen aus der Veränderung der Zeitwerte von 2023 auf 2024 sind gemäß IAS 40.35 erfolgswirksam erfasst. 1.6.5 Latente SteuernLatente Steuern gemäß IAS 12 resultieren aus temporären und quasi-permanenten Unterschieden zwischen Handels-/Steuerbilanz und den Wertansätzen nach IFRS. Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die zum Realisationszeitpunkt gelten beziehungsweise verabschiedet wurden. 1.6.6 Finanzielle VermögenswerteDie Bilanzierung und Bewertung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt nach IAS 39. Demnach werden finanzielle Vermögenswerte in der Konzernbilanz angesetzt, wenn dem Konzern ein vertragliches Recht zusteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einer anderen Partei zu erhalten. Marktübliche Käufe und Verkäufe von originären finanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte. Änderungen der beizulegenden finanziellen Vermögenswerte dieser Kategorie werden zum Zeitpunkt der Wertsteigerung bzw. Wertminderung erfolgswirksam erfasst. Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem Markt notiert sind. Kredite und Forderungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dieser Bewertungskategorie werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrige Forderungen und Vermögenswerte zugeordnet. Der Zinsertrag aus Positionen dieser Kategorie wird unter Anwendung der Effektivzinsmethode ermittelt, soweit es sich nicht um kurzfristige Forderungen handelt und der Effekt aus der Abzinsung nicht unwesentlich ist. Bezüglich der Einschätzung der Risiken verweisen wir darüber hinaus auf die Ausführungen im Konzernlagebericht. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden nach IAS 39 qualifiziert und mit den Anschaffungskosten bilanziert. Hierbei wurden angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt, um ersichtliche Risiken abzudecken. Übrige Forderungen und sonstige VermögenswerteUnter den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten werden insbesondere das Verrechnungskonto von Herrn Dr. Hans Inselkammer sowie Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. 1.6.7 Finanzielle VerbindlichkeitenDie finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten originäre Verbindlichkeiten. Originäre Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn der Konzern eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer originären Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich gegebenenfalls angefallenen Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt bei den Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. FinanzverbindlichkeitenDie Finanzverbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Sie sind grundsätzlich zum Rückzahlungsbetrag passiviert. Finanzierungskosten werden periodengerecht erfolgswirksam erfasst. Übrige langfristige VerbindlichkeitenDie in den übrigen langfristigen Verbindlichkeiten enthaltene Kaufpreisleibrentenverpflichtung wurde auf Basis eines unabhängigen versicherungsmathematischen Gutachtens unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 3,65% (Vj. 3,63%) p.a. und einer Inflationsrate von 2,00% bzw. einer Rentenanpassung von 2,00% (Vj. 2,00%) p.a. ermittelt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenVerbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zu ihrem jeweiligen Rückzahlungsbetrag ausgewiesen. Übrige kurzfristige VerbindlichkeitenDie sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten Kautionen von Mietern/Pächtern, Sicherheitseinbehalte, Aufsichtsratsvergütungen, Umsatz- und Lohnsteuer und den kurzfristigen Anteil der o.g. Kaufpreisleibrente. Ferner werden die Abfindungsansprüche der TI Immobilien GmbH & Co. KG für ihre 10%-ige Beteiligung an der Hasen-Immobilien GmbH & Co. KG sowie für ihre 10%-ige Beteilgung an der Hasen-Immobilien Gastro GmbH & Co. KG und von Herrn Dr. Inselkammer für seine 10%-ige Beteiligung an der Hasen-Immobilien Munich Bahnhofsplatz GmbH & Co. KG ausgewiesen. Die Bilanzierung erfolgt grundsätzlich zum jeweiligen Rückzahlungsbetrag bzw. zum Nominalwert. 1.6.8 Kurzfristige RückstellungenSonstige Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht. Ein Ausweis erfolgt nur dann, wenn die künftige Wahrscheinlichkeit überwiegt, dass es zu einem Vermögensabfluss kommt, und sich dieser zuverlässig schätzen lässt. Die Bewertung erfolgt zu Vollkosten. Unter Beachtung einer ausreichenden Risikovorsorge sind die Rückstellungen in angemessener Höhe bilanziert. Sie entsprechen betragsmäßig der bestmöglichen Schätzung des wahrscheinlichen Mittelabflusses, der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag notwendig wäre. 2. Erläuterungen der Abschlussposten2.1 Erläuterungen der Bilanz2.1.1. Immaterielle VermögenswerteDie immateriellen Vermögenswerte sind wie im Vorjahr bereits vollständig abgeschrieben und mit einem Restbuchwert von EUR 1,00 bilanziert. 2.1.2 Sachanlagenscroll
2.1.3 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilienscroll
2.1.4 geleistete Anzahlungen und Anlagen im BauEs handelt sich um Baukosten für die Objekte Augsburg, Klausenberg 2, Karolinenstraße 6, Friedberger Str. 103, Steingasse 9, Annastraße 4 und Maxstraße 4 in Augsburg. In den Anlagen im Bau sind auch aktivierte Eigenleistungen in Höhe von TEU 101 (Vj. TEUR 0,00) enthalten. 2.1.5 Latente SteuernDie aktiven latenten Steuern resultieren aus den übrigen langfristigen Verbindlichkeiten. 2.1.6 Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDer Forderungsbestand betrifft im Wesentlichen offene Pachten/Mieten und ergibt sich wie folgt: scroll
2.1.7 übrige Forderungen und Vermögenswertescroll
2.1.8 ZahlungsmittelBei den Zahlungsmitteln handelt es sich um Kassenbestände und Guthaben bei verschiedenen Banken, die zum Nominalwert angesetzt sind und auf EUR lauten. 2.1.9 EigenkapitalDas gezeichnete Kapital der Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr unverändert in 480.000 nennbetragslose Stückaktien eingeteilt. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme. Der Posten Gewinnrücklagen beinhaltet die kumulierten Ergebnisse vorhergehender Perioden und dieser Periode. 2.1.10 Finanzverbindlichkeitenscroll
Die Finanzverbindlichkeiten dienen der Finanzierung von Bestandsimmobilien. Sie sind voll durch Grundschulden besichert. Die Zinsen sind fest vereinbart und lagen im Berichtsjahr bei durchschnittlich 1,80% (Vj. 1,81%) 2.1.11 Übrige langfristige VerbindlichkeitenDie übrigen langfristigen Verbindlichkeiten beinhalten eine Kaufpreisleibrente i.H.v. TEUR 575 (Vj. TEUR 624), die durch eine Grundschuld besichert ist. 2.1.12 Latente SteuernDie passiven latenten Steuern resultieren ausschließlich aus langsfristigen Aktiva. 2.1.13 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren aus dem Inland. 2.1.14 Übrige kurzfristige Verbindlichkeitenscroll
2.1.15 kurzfristige RückstellungenDie kurzfristigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Erstellung, Prüfung und Veröffentlichung des Jahresabschlusses sowie Kosten der Hauptversammlung und für ausstehende Rechnungen. Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich betreffen Urlaubsentgelte. scroll
2.1.16 SteuerverbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten bestehen gegenüber dem Finanzamt aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für 2024 und Vorjahre. 2.2 Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung2.2.1 UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse beinhalten überwiegend Miet- und Pachteinnahmen und resultieren vollständig aus den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien. In den Umsatzerlösen sind Erlöse aus Betriebskosten in Höhe von TEUR 1.609 (Vj. TEUR 1.513) enthalten, die IFRS 15 unterliegen. 2.2.2 andere aktivierte EigenleistungenEs handelt sich um Kosten des eigenen Personals, die im direkten Zusammenhang mit den Bauvorhaben Klausenberg und Karolinenstraße stehen. 2.2.3 sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge teilen sich wie folgt auf: scroll
2.2.4 MaterialaufwandDer Materialaufwand beinhaltet überwiegend Reparaturen und Nebenkosten für eigene Anwesen. Von diesen Kosten entfallen insgesamt EUR 1.685,11 (Vj. EUR 4.366,12) auf Immobilien, mit denen keine Mieterlöse erzielt wurden, der Rest von EUR 2.123.464,75 (Vj. EUR 2.081.831,94) entfällt auf Immobilien, die Mieterlöse erzielt haben. 2.2.5 PersonalaufwandDer Personalaufwand gliedert sich wie nachstehend: scroll
2.2.6 AbschreibungenDie Abschreibungen beinhalten ausschließlich Abschreibungen auf Sachanlagen. 2.2.7 sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten: scroll
Der Aufwand aus der Neutralisierung der im HGB gebuchten Zugänge beträgt in 2024 EUR 341.696,97 (Vorjahr EUR 378.688,99). 2.2.8 FinanzerträgeEs handelt sich um Bankzinsen und um Zinsen aus dem Verrechnungskonto von Herrn Dr. Hans Inselkammer. 2.2.9 FinanzaufwendungenDie Finanzaufwendungen beinhalten: scroll
2.2.10 ErtragsteuernDie Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Der Berechnung der Steuern liegen die nach der derzeitigen Rechtslage zum Realisierungszeitpunkt geltenden oder erwarteten Steuersätze zugrunde. Der Steuersatz von 32,3% (Vj. 32,3%) setzt sich zusammen aus einem Körperschaftsteuersatz in Höhe von 15%, Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5% auf die Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer in Höhe von 16,45% (Vj. 16,45%). Die Ursachen für den Unterschied zwischen erwartetem und tatsächlichem Steueraufwand begründen sich aus unten stehender Tabelle: scroll
2.2.11 Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie wird mittels Division des den Stammaktionären zustehenden Periodenergebnisses in Höhe von TEUR 4.708 (Vj. TEUR - 8.681) durch die (unveränderte) Anzahl der Stückaktien von 480.000 ermittelt. Einflüsse, die zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen würden, bestanden im abgelaufenen Geschäftsjahr und im Vergleichszeitraum nicht. Aus diesem Grund sind das verwässerte Ergebnis und das unverwässerte Ergebnis je Aktie gleich. 3. Erläuterung zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt in Übereinstimmung mit IAS 7, wie sich die Zahlungsmittel im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Die Position der zahlungswirksamen Veränderung des Nettoumlaufvermögens stellt die Veränderungen von kurzfristigen Vermögenswerten mit Ausnahme der Zahlungsmittel, vermindert um die Veränderungen der kurzfristigen Verbindlichkeiten mit Ausnahme der Finanzverbindlichkeiten und Rückstellungen sowie die Veränderung der übrigen langfristigen Verbindlichkeiten dar. Der Finanzmittelbestand umfasst den Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten (Zahlungsmittel). 4. Sonstige Angaben4.1 Eventualschulden, sonstige finanzielle VerpflichtungenEs bestehen zum 31.12.2024 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus einem Mietverhältnis i.H.v. insgesamt TEUR 78 (Vj. TEUR 104). Die (Rest-)Laufzeit beträgt drei Jahre. Zudem bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen i.H.v. TEUR 27 (Vj. TEUR 11). 4.2 Nicht ausgenutzte KreditlinienDer Konzern verfügt über einen nicht in Anpruch genommenen Kontokorrentrahmen in Höhe von TEUR 11.000 (Vj. TEUR 11.000). 4.3 Finanzinstrumente und Risikomanagement4.3.1 GrundlagenZu den Finanzinstrumenten im Sinne von IAS 39 zählen auf der Aktivseite Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die übrigen Forderungen und Vermögenswerte, sowie die Zahlungsmittel, auf der Passivseite finden sich Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige Verbindlichkeiten. Soweit im Erläuterungsteil keine abweichenden Angaben gemacht werden, wird davon ausgegangen, dass der Buchwert des jeweiligen Finanzinstruments seinem beizulegenden Zeitwert entspricht. 4.3.2 Passive FinanzinstrumenteEs sind Finanzverbindlichkeiten zur Finanzierung von Bestandsimmobilien ausgewiesen. Diese haben einen festen Zinssatz und unterliegen demnach keinem Zinsänderungsrisiko. 4.3.3 RisikenWesentliche Kredit-, Liquiditäts- und Marktrisiken werden nicht gesehen. 4.4 KapitalsteuerungVorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung der Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft ist es, sicherzustellen, dass eine solide Bilanzstruktur mit einer angemessenen Eigenkapitalquote realisiert wird. Die Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Die Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft steuert die Kapitalstruktur abhängig von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausschließlich anhand der Eigenkapitalquote. Diese ist definiert als der Quotient aus Eigenkapital und der Summe von Eigenkapital und Schulden. Eine Anpassung der Kapitalstruktur bzw. die Aufrechterhaltung einer erforderlichen Kapitalstruktur kann z.B. erreicht werden durch die Anpassung von Dividendenzahlungen, durch Kapitalrückzahlungen oder durch die Ausgabe neuer bzw. Erwerb und die Einziehung eigener Anteile. Zum 31. Dezember 2024 wurden ebenso wie zum 31. Dezember 2023 keine Änderungen der Ziele oder Verfahren zur Kapitalsteuerung vorgenommen. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 136.912 (Vj. TEUR 132.684). Das langfristige Fremdkapital beläuft sich auf TEUR 62.090 (Vj. TEUR 66.343) und das kurzfristige Fremdkapital beträgt TEUR 23.264 (Vj. TEUR 22.963). Damit beträgt die bilanzielle Eigenkapitalquote 61,6 % (Vj. 59,8 %). 4.5 Beziehungen zu nahe stehenden PersonenAls nahe stehende Personen werden nach IAS 24 folgende Gesellschaften bzw. Personen angesehen: die Muttergesellschaft INKA GmbH für Beteiligungen (92% der Hasen-Aktien), deren Alleingesellschafterin INKA Group GmbH & Co. KG sowie deren Gesellschafter samt nahen Familienangehörigen und alle Unternehmen, die mit diesen Unternehmen bzw. natürlichen Personen verbunden sind. Nahestehende Personen sind auch Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen. scroll
4.6 MehrheitsaktionärDie INKA GmbH für Beteiligungen hält zum 31.12.2024 insgesamt ca. 92% der Aktien der Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft. 4.7 Zahl der ArbeitnehmerDie Zahl der Arbeitnehmer (kaufmännische Angestellte) beläuft sich in 2024 durchschnittlich auf 5 Mitarbeiter (Vj. 4). 4.8 AufsichtsratGemäß Satzung hat der Aufsichtsrat drei Mitglieder, wie folgt:
Die feste Vergütung 2024 des Aufsichtsrats einschließlich Auslagenersatz betrug EUR 18.350,03 (Vj. EUR 18.000,00). 4.9 VorstandSeit 01.01.2002 ist Herr Hans-Peter Bauer, Rechtsanwalt, Sauerlach, Alleinvorstand. Die Vorstandsvergütungen 2024 (direkt und über Kostenverrechnung verbundener Unternehmen betrugen EUR 274.308,50 (Vj. EUR 255.479,96). 4.10 Vorschlag zur Ergebnisverwendungscroll
4.11 Honorar des AbschlussprüfersDas als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt im Berichtsjahr TEUR 45 (Vj. TEUR 40) für die Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfung 2024. 4.12 NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ereignet. Auf Grund der neuen Schuldenpolitik in Deutschland, des durch die USA entfachten Handelskrieges und der neuen geopolitischen Lage ist, besteht die Gefahr eines volatilen Zinsmarktes, so dass es zu sprunghaften Zinsanstiege kommen kann. Des Weiteren können unvorhergesehene Mehraufwendungen in den anstehenden Projekten bzw. steigende Reparaturaufwendungen innerhalb des Bestandes nicht ausgeschlossen werden. Schließlich können die strukturellen, innerstädtischen Probleme zu erhöhten Leerständen führen. Eine Verschlechterung der Ertragssituation wäre die Folge.
Augsburg, den 30.04.2025 Der Alleinvorstand Hans-Peter Bauer Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2024I. Grundlagen des Konzerns / Geschäftsmodell1. Gegenstand des KonzernsDer Hasen-Immobilien Konzern ist ausschließlich im Immobilienbereich tätig und konzentriert sich auf die Verwaltung eigener Immobilien. 2. Struktur der einbezogenen BeteiligungenBei den einbezogenen Beteiligungen handelt es sich um die Hasen-Immobilien Munich Bahnhofsplatz GmbH & Co. KG mit dem Anwesen Bahnhofplatz 1 in München sowie um die Hasen-Immobilien Grundbesitz GmbH & Co. KG und die Hasen-Immobilien Gastro GmbH & Co. KG mit dem überwiegend in Augsburg gelegenen Grundbesitz. Die Kommanditanteile der Hasen-Immobilien AG an der Hasen-Immobilien Munich Bahnhofsplatz GmbH & Co. KG, an der Hasen-Immobilien Grundbesitz GmbH & Co. KG und der Hasen-Immobilien Gastro GmbH & Co. KG betragen jeweils 90%. Die Geschäftsführungsaufgaben werden jeweils durch Komplementärgesellschaften ausgeübt, die nicht am Vermögen und am Ergebnis der Kommanditgesellschaften beteiligt sind. Die Komplementärin an der Hasen-Immobilien Munich Bahnhofsplatz GmbH & Co. KG ist die Hasen-Immobilien Munich Verwaltungs GmbH; daneben ist die Hasen-Immobilien Verwaltungs GmbH Komplementärin sowohl an der Hasen-Immobilien Grundbesitz GmbH & Co. KG als auch an der Hasen-Immobilien Gastro GmbH & Co. KG. Sämtliche Geschäftsanteile an beiden Komplementärinnen hält die Hasen-Immobilien AG. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenSchwerpunktthemen innerhalb des Berichtsjahres waren aus Sicht des Konzerns vor allem der seit nunmehr drei Jahre andauernde Ukrainekrieg, die anhaltende wirtschaftliche Schwächephase in Deutschland sowie die politische Krise der Ampelkoalition. Letztere beiden Themen führten schließlich am 16.12.2024 zu der Vertrauensfrage sowie zu den vorgezogenen Neuwahlen zum Deutschen Bundestag am 23.02.2025. Hierbei hat sich gezeigt, dass es zwischenzeitlich zu einer generellen Themenverschiebung bzw. einem Interessenswandel gekommen ist, was sich bereits in der Europawahl Anfang Juni 2024 abzeichnet hat (s. auch Zwischenbericht zum 30. Juni 2024). Die Themen Zuwanderung und Migrationspolitik, die Friedenssicherung und Verteidigungsfähigkeit sowie die soziale Sicherheit hatten das Thema Klimaschutz nahezu verdrängt. Erst die anschließende Diskussion um die milliardenschweren Finanzpakete für Verteidigung und Infrastruktur haben das Thema Klimaschutz wieder stärker in den Fokus gerückt, nachdem im Rahmen des alten Bundestages zwischen CDU, SPD und Grünen eine Einigung unter anderem nur erzielt werden konnte, nachdem auf Druck der Grünen innerhalb des geplanten Sondervermögens für Infrastruktur von 500 Milliarden Euro insgesamt 100 Milliarden fest für den Klimaschutz und den klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft vorgesehen wurden (Tagesschau vom 14.03.2025). Insgesamt stellt sich die wirtschaftliche Lage Deutschlands im Januar 2025 nach der Pressemitteilung des statistischen Bundesamtes vom 15.01.2025 unter anderem wie folgt dar:
Soweit es die Finanzmärkte bzw. die Leitzinsen betrifft, hat die EZB mit Beschluss vom 06.03.2025 die drei Leitzinsen um jeweils 25 Basispunkte gesenkt. Dementsprechend belaufen sich die Zinssätze für die Einlagefazilität sowie die Zinssätze für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte und für die Spitzenfinanzierungsfazilität ab dem 12. März 2025 auf 2,5%, 2,65% bzw. auf 2,9 % (Pressemitteilung der Europäischen Zentralbank v. 06.03.2025). Der Zinsschritt war erwartet worden. Es ist die sechste Zinssenkung in Folge, seit die EZB im Juni 2024 erstmals seit der Inflationswelle reduziert hat. Im September, Oktober, Dezember 2024 und Januar 2025 waren jeweils weitere Schritte erfolgt (Tagesschau v. 06.03.2025). Der weitere Zinspfad gilt hingegen als weniger klar. Denn das Hin und Her im Handelskrieg mit den USA, die Aufrüstung in Europa und die in Deutschland geplanten Finanzpakte für Rüstung und Infrastruktur machen den Ausblick auf Inflation und Wirtschaftswachstum immer unsicherer (t-online v. 06.03.2025). Hinzu kommt mit Blick auf die Immobilienbranche, dass für die Höhe der Bau- bzw. Hypothekenzinsen nicht die Höhe der EZB-Leitzinsen (vgl. unten), sondern die Rendite der Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit maßgeblich ist, da sich diese erfahrungsgemäß parallel bewegen (Handelsblatt v. 12.03.2025). Nachdem die milliardenschweren Finanzpakete für Verteidigung und Infrastruktur bzw. die neue Schuldenpolitik erfahrungsgemäß über den Anleihemarkt finanziert werden, ist bei steigenden Renditeerwartungen im Anleihemarkt mit höheren Zinsen zu rechnen. Wie hoch die Verteuerung bei den Bau- bzw. Hypothekenzinsen sein wird, ist im Zeitpunkt dieser Berichtserstellung auf Grund der volatilen Lage nicht einzuschätzen (vergleiche Handelsblatt v. 14.03.2025 und v. 24.03.2025). Ausblickend wird man deshalb die Immobilienbranche (trotz des großen Wohnungsbedarfes als wichtige und bedeutsame sozialpolitische Herausforderung) zu den Verlierern der aktuellen politischen Entwicklungen rechnen müssen. Soweit es den Immobilienmarkt betrifft, ist und bleibt deshalb die Lage angespannt, unsicher und unübersichtlich, obgleich sich der Stabilisierungstrend am deutschen Immobilienmarkt im vierten Quartal 2024 verfestigte. Der vdp-Immobilienpreisindex (Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp)) stieg um 0,6% im Vergleich zum Vorquartal und erreichte nunmehr 178,4 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahresquartal verzeichnete der Index einen Anstieg von 1,8%. Die Entwicklung bleibt vor dem Hintergrund der schwachen konjunkturellen Lage und der geopolitischen Unsicherheiten jedoch mit Vorsicht zu bewerten. Die Preise von Wohnimmobilien nahmen nach dem vdp-Immobilienpreisindex im Vergleich zum Abschlussquartal 2023 um 2,1 % zu. Vom dritten zum vierten Quartal 2024 betrug das Plus 0,7 %, wobei sich die Preise für Mehrfamilienhäuser jeweils etwas dynamischer entwickelten als die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum. Die Neuvertragsmieten im Wohnbereich stiegen um 4,6 % im Jahresvergleich, während der Index der Liegenschaftszinsen für Mehrfamilienhäuser und damit die Renditen um 1,6 % zulegten. Bei Gewerbeimmobilien waren nach dem vdp-Immobilienpreisindex im Schlussquartal 2024 mit 0,5 % im Jahres- und 0,3 % im Quartalsvergleich leichte Preisanstiege zu beobachten. Während die Veränderungsraten der Einzelhandels- und Büroimmobilienpreise beim Vergleich mit dem direkten Vorquartal ein ähnliches Niveau erreichten (0,4 % bzw. 0,2 %) zeigten sie sich auf Jahressicht uneinheitlich: Büros verteuerten sich um 0,7 %, die Preise für Handelsobjekte gaben um 0,2 % nach. Die Neuvertragsmieten zogen bei Büroimmobilien um 2,7 % gegenüber dem Schlussquartal 2023 an, bei Einzelhandelsimmobilien um 3,0 %. Auch beim Jahresvergleich der Liegenschaftszinsen bzw. Renditen wiesen Handelsobjekte mit 3,2 % einen höheren Wert aus als Büros (2 %). Soweit es den Anstieg der Baupreise in 2024 betrifft, haben sich die ungesunden Steigerungsraten aus dem Jahr 2022 inzwischen wieder normalisiert. Wenn es im Mai bzw. August 2022 noch zu Steigerungen von 17,6% bzw. bis 16,5% im Jahresvorvergleich gekommen ist, haben sich die Preissteigerungen im November 2024 zwischenzeitlich abgeflacht. Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Deutschland sind nach der Pressemitteilung des statistischen Bundesamtes vom 10. Januar 2025 im November 2024 um 3,1 % gegenüber November 2023 gestiegen. Im August 2024, dem vorherigen Berichtsmonat der Statistik, hatte der Preisanstieg im Vorjahresvergleich ebenfalls 3,1 % betragen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, erhöhten sich die Baupreise im November 2024 gegenüber August 2024 um 0,4 %. Alle Preisangaben beziehen sich auf Bauleistungen am Bauwerk inklusive Umsatzsteuer. Hierbei stiegen die Preise für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden von November 2023 bis November 2024 um 2 %. Den größten Anteil an den Rohbauarbeiten und auch am Gesamtindex für den Neubau von Wohngebäuden haben Betonarbeiten und Mauerarbeiten. Während die Preise für Betonarbeiten im Vorjahresvergleich um 1% zunahmen, erhöhten sich die Preise für Mauerarbeiten um 1,2 %. Dachdeckungsarbeiten waren im November 2024 um 3,6 % teurer als im November 2023, die Preise für Erdarbeiten stiegen im gleichen Zeitraum um 4,5 % und die Preise für Zimmer- und Holzbauarbeiten um 2,6 %. Die Preise für Ausbauarbeiten lagen im November 2024 um 3,8 % über denen des Vorjahresmonats. Hierbei erhöhten sich die Preise für Heizungsanlagen und zentrale Wassererwärmungsanlagen (darunter zum Beispiel Wärmepumpen) um 4,9 %. Diese haben unter den Ausbauarbeiten neben Metallbauarbeiten den größten Anteil am Baupreisindex für Wohngebäude. 2. GeschäftsverlaufGemäß den Geschäftsberichten der Vorjahre konzentriert sich der Konzern auf die Bestandsverwaltung eigener Grundstücke und Immobilien, insbesondere den vorhandenen Immobilienbestand langfristig zu optimieren. Das Ziel besteht darin, den Immobilienbestand im Rahmen einer intelligenten Diversifikation zu konsolidieren und konzentrieren, ihn optimal und umsichtig zu bewirtschaften sowie langfristig qualitativ und zukunftsorientiert zu verbessern. Diese Ausrichtung soll sich hierbei, soweit möglich, an den zukünftigen energetischen Anforderungen der Klimakrise orientieren und sich die Vorteile der Digitalisierung zu Nutze machen. Im Rahmen dieser von Vernunft und Weitsicht getragenen Ausrichtung sind An- und Verkäufe möglich. Bei den Augsburger Immobilien hat sich der Konzern im Berichtsjahr weiter auf die beiden Projekte Klausenberg und Karolinenstr. konzentriert. Des Weiteren wurden Leerstände im Zentrum von Augsburg, die überwiegend durch Mieterinsolvenzen verursacht wurden, beseitigt. Zu den laufenden Projekten/Konzepten wird weitestgehend auf die ausführlichen Erläuterungen früherer Konzernlageberichte bzw. Zwischenlageberichte Bezug genommen. In dem Projekt Klausenberg in Göggingen, das den Abriss und die Neuerrichtung der bekannten und alteingesessenen, traditionellen Gastronomie "Zum Ochsen" sowie die Verdichtung des Grundstücks mit 25 Mietwohnungen und zwei kleineren Gewerbeeinheiten vorsieht, wurde die Werk- und Detailplanung fortgesetzt. Aktuell werden Finanzierungsgespräche mit Banken geführt, um die Hautgewerke vergeben zu können. Weitere Vorbereitungsmaßnahmen wie archäologische Untersuchungen, Baugrunduntersuchungen sowie erste Abrissmaßnahmen erfolgen parallel. Ebenso werden in der Karolinenstr. die Werk- und Detailplanungen vorangetrieben. Das Projekt sieht vor, die leerstehende Gewerbefläche im Erdgeschoss der Karolinenstr. 6 nach der Insolvenz des Modehauses Rübsamen neu zu vermieten, die übrigen Flächen in Wohnungen umzubauen und bereits vorhandene Wohnungen zu sanieren. Gleichzeitig wird die unmittelbar benachbarte, inzwischen stark in die Jahre gekommene, aber gut eingeführte Gastronomie "John Benton" in der Karolinenstr. 8 mitsaniert. Für die Gewerbefläche im EG der Karolinenstr. 6 mit knapp 645 m2 Nutzfläche konnte in 2024 ein neuer Mietvertrag mit einem Bio-Nahversorger abgeschlossen werden. Finanzierungsgespräche mit Banken für das Sanierungskonzept laufen. Weiterhin wurde im Berichtsjahr ein neuer Mietvertrag über das 4. OG in der Maximilianstr. 13 abgeschlossen. Gegenstand des Mietvertrages ist der Betrieb einer Arztpraxis für plastische Chirurgie. Die Übergabe der Flächen fand bereits am 08.02.2025 statt. Ferner wurden auch die Gewerbeflächen in der Annastr. 4 und Annastr. 5 nach vorangegangenen Insolvenzen der Vormieter wieder neu vermietet. Die Annastr. 5 sieht zukünftig ein modernes, veganes Tages-Café-Konzept vor. Mit der Eröffnung wird bis Mai/Juni 2025 gerechnet. Schließlich konnte zu Beginn des Jahres 2025 in der Annastr. 4 das Konzept "Abgebrüht" wieder neu an den Start gehen. Soweit es das Objekt Bahnhofplatz 1 in München betrifft, liegen zwei Kündigungen vor. Wie aus der Presse zu entnehmen war, ist die Deutsche Bank im Begriff, sämtliche Filialen der Postbank zu schließen, um diese zukünftig nur noch als Internet-Bank zu führen. Über die Frage des Kündigungszeitpunktes besteht Uneinigkeit sowie derzeit ein Rechtsstreit. Ebenso hat der REWE-Markt die Flächen im UG gekündigt. Die Suche nach entsprechenden Nachmietern für beide Flächen ist im Gange. Besichtigungstermine finden derzeit statt. Neben der konventionellen Nachmietersuche arbeitet der Konzern aber auch an neuen, innovativen sowie auf Zukunft gerichteten Konzepten für die freiwerdenden Flächen, um dem kreativen Charakter des Objekts und des im Objekt etablierten Design-Hotels 25hours besonders Rechnung zu tragen. Der Grundbesitz des Konzerns umfasst zum 31.12.2024 ohne Berücksichtigung von Tiefgaragenplätzen, insgesamt 7 sogenannte Gaststättengrundstücke mit jeweils einer Gaststätte und Wohnungen/sonstige gewerbliche Einheiten bzw. Büros mit einer Gesamtgrundstücksfläche von ca. 7.815 m2 (davon 6 Objekte in Augsburg mit 7.176 m2 ), eine Gaststätte und eine Wohnung in Teileigentum in Augsburg, elf Wohn- und Geschäftshäuser in Augsburg mit einer Gesamtgrundstücksfläche von 8.610 m2 , ein Baugrundstück mit 1.474 m2 , unbebaute, gegenwärtig teilweise landwirtschaftlich genutzte Grundstücke mit insgesamt 44.510 m2 , das in Haunstetten befindliche Logistikzentrum (Halle und Büroräume) mit 28.408 m2 Grundstücksfläche sowie das Hotel- und Geschäftsgebäude Bahnhofplatz 1, München mit einer Grundstücksfläche von 2.260 m2. 3. Ertrags-, Finanz-, und Vermögenslage3.1 ErtragslageDie Konzernumsatzerlöse von TEUR 10.987 (Vj. TEUR 11.049) beinhalten Mieten und Pachten samt Nebenkosten. Die anderen aktivierten Eigenleistungen belaufen sich auf TEUR 101 (Vj. TEUR 0). Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 179 (Vj. TEUR 40). Der Materialaufwand beträgt insgesamt TEUR 2.125 (Vj. TEUR 2.086) und umfasst Aufwendungen für Reparaturen und Nebenkosten der eigenen Immobilien. Insgesamt macht der Materialaufwand ca. 19,3% der Umsatzerlöse aus (Vj. ca. 18,9%). Der Personalaufwand des Konzerns beträgt im Berichtsjahr TEUR 393 (Vj. TEUR 221). Die Abschreibungen belaufen sich auf TEUR 14 (Vj. TEUR 14) und betreffen Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 3.368.(Vj. TEUR 18.784). Der große Unterschied zum Vorjahr resultiert insbesondere aus den Korrekturen der Zeitwerte für die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien inkl. der Neutralisierung der im HGB gebuchten Zugänge ausgewiesen waren (in 2024 TEUR 1.724, in 2023 TEUR 18.496). Die zugrunde gelegten Zeitwerte werden jährlich durch ein unabhängiges Sachverständigenbüro für Immobilienbewertung festgestellt bzw. fortgeschrieben. Die Finanzaufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 898 (Vj. TEUR 1.081) beinhalten vor allem Bankzinsen mit TEUR 837 (Vj. TEUR 911). Das Konzernergebnis vor Ertragsteuern beträgt TEUR 4.915 und ist damit um TEUR 15.718 höher als im Vorjahr mit TEUR -10.803. In 2024 ergibt sich ein Aufwand aus Ertragsteuern in Höhe von TEUR 207 (Vj. Ertrag in Höhe von TEUR 2.122). 3.2 Vermögens- und Finanzlage3.2.1 Langfristige VermögenswerteBei den Sachanlagen handelt es sich um Betriebs- und Geschäftsausstattung. Bei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sind Objekte ausgewiesen, die langfristig gehalten werden und Mieteinnahmen generieren. Bei den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau handelt es sich um Baukosten für die Objekte Augsburg, Klausenberg 2, Karolinenstraße 6, Friedberger Str. 103, Steingasse 9, Annastraße 4 und Maxstraße 4 in Augsburg. 3.2.2 Kurzfristige VermögenswerteBei den Zahlungsmitteln in Höhe von TEUR 8.075 (Vj. TEUR 8.618) handelt es sich um Kassenbestände und Guthaben bei diversen Banken. 3.2.3 Langfristige VerbindlichkeitenDie langfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalten Darlehen, die der Finanzierung von Bestandsimmobilien dienen und durch entsprechende Grundschulden besichert sind. In den übrigen langfristigen Verbindlichkeiten ist eine Kaufpreisleibrente erfasst. Die passiven latenten Steuern resultieren aus unterschiedlichen Bilanzansätzen nach IFRS und Steuerrecht bei langfristigen Aktiva. 3.2.4 Übrige kurzfristige VerbindlichkeitenDie übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten betreffen vor allem Abfindungsansprüche der Minderheitsbeteiligten an der Hasen-Immobilien GmbH & Co. KG, an der Hasen-Immobilien Munich Bahnhofsplatz GmbH & Co. KG sowie der Hasen-Immobilien Gastro KG. 3.2.5 ZusammenfassungDie langfristigen Vermögenswerte zum 31.12.2024 mit TEUR 205.924 (Vj. TEUR 205.954) sind durch die Summe aus Eigenkapital und langfristigem Fremdkapital in Höhe von insgesamt TEUR 199.002 (Vj. TEUR 199.027) zu rund 96,6% abgedeckt (Vj. 96,6%). Dem kurzfristigen Fremdkapital in Höhe von insgesamt TEUR 23.264 (Vj. TEUR 22.963) steht ein kurzfristig gebundenes Vermögen in Höhe von TEUR 16.343 (Vj. TEUR 16.036) gegenüber. Die bilanzielle Eigenkapitalquote zum 31.12.2024 beträgt ca. 61,6% (Vj. 59,8%). Bezüglich des Cash-Flows wird auf die Kapitalflussrechnung (Anlage III) verwiesen. Der Konzern wird auch zukünftig in der Lage sein, seinen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Der Kontokorrentrahmen von insgesamt 11 Mio. EUR wurde zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. 4. GesamtaussageEntgegen der Prognose des Vorjahres für das Ergebnis 2024 von ca. EUR 5 Mio. hat der Konzern ein Ergebnis von rd. EUR 6,6 Mio. erzielt (jeweils vor Steuern und ohne Berücksichtigung von Zeitwertänderungen). Hintergrund u.a. ist, dass die betrieblichen Aufwendungen überwiegend gehalten werden konnten und sich das Finanzergebnis verbesserte. Wie unter 3.1 ersichtlich, beruht der erhebliche Unterschied zum Vorjahresergebnis insbesondere auf den im Vorjahr vorhandenen Veränderungen der Zeitwerte auf Finanzanlagen in Immobilien. Der Konzern geht insoweit davon aus, dass es zwischenzeitlich bei den Immobilien zu einer entsprechenden Bodenbildung gekommen ist. III. Chancen- und Risikoberichterstattung1. AllgemeinesDer Konzern definiert Risikomanagement als ein nachvollziehbares, auf diesen Konzern zugeschnittenes System, das auf der Basis einer unternehmensspezifischen Risikostrategie, ein systematisches und permanentes Vorgehen mit folgenden Elementen umfasst: Identifikation, Analyse, Bewertung, Steuerung, Dokumentation und Kommunikation von Risiken sowie die Überwachung dieser Aktivitäten. Vor diesem Hintergrund hat der Konzern ein an seinem Unternehmensgegenstand, seiner Größe, seinen Aktivitäten und den sonstigen Unternehmensbesonderheiten ausgerichtetes Risikomanagement eingerichtet. Risikomanagement ist integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse, sowie der Planungs- und Kontrollprozesse. Diese Kontrollprozesse beinhalten ihrerseits ein speziell auf das Unternehmen abgestimmtes Internes Kontrollsystem (IKS). Der Konzern hat verschiedene Steuerungs-, Planungs- und Kontrollsysteme, insbesondere strategische und operative Planung, Kostenkontrolle und Liquiditätsmanagement. Das Risikomanagement und das Interne Kontrollsystem obliegen auf Grund der Größe und Struktur des Konzerns zuallererst der Verantwortung des Geschäftsführers der einbezogenen Beteiligungen sowie den Organen der Hasen-Immobilien AG. Der Vorstand der Hasen-Immobilien AG greift insoweit weitestgehend auf die Informationen aus den Konzerngesellschaften zurück. Des Weiteren werden externe Fachkräfte sowie Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte zur weiteren Unterstützung miteingesetzt. 2. Wesentliche Merkmale des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den RechnungslegungsprozessIm Hinblick auf die wesentlichen Merkmale des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Rahmen des Rechnungslegungsprozesses wird ergänzend zu den unter Ziffer 1. vorangestellten allgemeinen Ausführungen folgendes ausgeführt: Ziel des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist es, einen für den Erfolg eines Konzerns unabdingbaren, geordneten Geschäftsablauf und hierin insbesondere die geordnete Aufstellung von Jahres- und Zwischenabschluss bzw. des unterjährigen Emittenten-Berichtes auf der Grundlage der bestehenden Rechtsvorschriften sicherzustellen. Die Verbuchung der laufenden Geschäftsvorfälle der Konzerngesellschaften wird in den für die Gesellschaften mandantenspezifisch eingerichteten, systemgesteuerten Buchhaltungsprogrammen von DATEV abgebildet. Die Erledigung von Buchhaltungsaufgaben ist jeweils einer Fachkraft und gegebenenfalls einer Vertretung überantwortet. Hierzu sind innerhalb des Buchhaltungssystems Zugangsrechte vergeben, so dass ein Datenzugriff nur diesen, mit den Aufgaben betrauten Fachkräften möglich ist. Entsprechend festgelegte Zugriffsbeschränkungen sind ebenso im weiteren EDV-System vorgesehen. Vorhaben und Projekte werden durch entsprechende Kostenschätzungen vorbereitet, die gegebenenfalls durch entsprechende Beschlussvorlagen ergänzt werden. Rechnungen, insbesondere elektronische Rechnungen werden im Rahmen eines Work-Flows von den jeweiligen Sachbearbeitern geprüft und erst nach deren Prüfung zur Zahlung freigegeben. Damit unterliegen die entsprechenden Abläufe grundsätzlich dem Vier- bzw. Mehr-Augen-Prinzip. Die Kostenkontrolle bei den jeweiligen Bauvorhaben und Renovierungsmaßnahmen im Bereich der Immobilien- und Bestandsverwaltung erfolgt mittels Tabellenkalkulation unter Abgleichung mit den jeweiligen Kostenvoranschlägen, Ausschreibungen, Vergaben und eingehenden Rechnungen. Das weitere interne Kontroll- und Risikomanagementsystem wird ferner durch die Möglichkeit ergänzt, systemgesteuerte Auswertungen zu nutzen. Im Bereich der Immobilienverwaltung werden insoweit in regelmäßigen Zeitabständen die durch das DATEV Buchhaltungsprogramm direkt generierten Offenen-Posten-Listen abgerufen und die entsprechenden Mieteingänge überprüft. 3. Chancen und Risiken im EinzelnenWie bisher sieht der Konzern seine Chancen im Bereich der Bestandsverwaltung darin, den Immobilienbestand weiter langfristig zu optimieren, angemessene Mieten zu erzielen und zukunftsorientierte bzw. wertbeständige Substanzwerte zu schaffen bzw. zu erhalten. Bei den Risiken versucht der Konzern zu analysieren, welche negativen Einflüsse es geben kann und welche Auswirkungen diese auf den Geschäftsverlauf der Immobilien- und Bestandsverwaltung haben können. Vorweg ist festzustellen, dass eine Chancen- und Risikobetrachtung auch in ihrer Darstellung niemals erschöpfend, lückenlos oder vollständig sein kann. Situationsbedingte Schwerpunkte müssen gebildet werden. Im Übrigen handelt es sich bei der Chancen- und Risikoanalyse um einen ständig fortlaufenden, sich immer wieder verändernden Prozess, der durch eine unüberschaubare Vielzahl äußerer Umstände beeinflusst werden kann. Sachverhalte müssen laufend neu bewertet bzw. beurteilt werden. Naturgemäß wird es auch eine Reihe von Risiken geben, die überhaupt nicht vorhersehbar sind. Wie bereits oben unter II. Ziffer 1 ausführlich dargestellt ist, können vor dem Hintergrund der neuen Schuldenpolitik in Deutschland, dem durch die USA entfachten Handelskrieg bzw. der neuen geopolitischen Lage, mögliche Gefahren eines volatilen Zinsmarktes nicht ausgeschlossen werden. Insoweit kann es zu einem sprunghaften Anstieg der Zinsen kommen mit dem Risiko hoher Finanzierungs- und Liquiditätsnachteilen. Eine genaue Vorhersage über die zukünftige Entwicklung der Hypothekenzinsen ist schwierig und damit eine abschließende bzw. präzise Einschätzung des Risikos oder eine sichere Prognose zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich. Hypothekenzinsen orientieren sich in der Regel an den Renditen langfristiger Staatsanleihen (s.o.). Allerdings hängt die tatsächliche Entwicklung der Hypothekenzinsen von verschiedenen Faktoren ab einschließlich der Geldpolitik der EZB, der allgemeinen Wirtschaftslage und der Inflationserwartung. Die vertretenen Auffassungen über die Zinsentwicklung sind vielfach kontrovers. Zum Teil wird davon ausgegangen, dass Effekte bereits eingepreist wurden (so Bundesministerium der Finanzen, Handelsblatt 24.03.2025). Des Weiteren werden auch gegenläufige Tendenzen gesehen, wie zum Beispiel ein mittelfristiges Abschwächen der Renditen langfristiger Bundesanleihen (siehe Volkswirtschaft, Konjunktur- und Marktinformation der Stadtsparkasse Augsburg aus dem Makro Research der DEKA-Gruppe für März 2025). Des Weiteren kann es in den aktuellen Vorhaben, insbesondere in der bevorstehenden Bestandssanierung Karolinenstr., in dem Neubauprojekt Klausenberg aber auch in dem gesamten Immobilienbestand des Konzerns, zu unvorhergesehenen Kostensteigerungen (trotz eingeplanten Risikozuschlages) bzw. Mehraufwendungen für Reparaturen kommen. Insoweit kann dies die Liquidität des Konzerns aber auch das Ergebnis nachteilig beeinflussen. Schließlich sind die strukturellen Probleme der Innenstädte nach wie vor ungelöst und deutlich spürbar. Vorübergehende Leerstände und Umsatzeinbußen sind die Folge. Die Hintergründe sind vielschichtig: Zum einen verhindert eine inzwischen überbordende und ständig weiter wachsende Bürokratie mit einer zusehends sinnentleerten Regulierungswut, bei gleichzeitig abnehmender Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft der öffentlichen Verwaltung mangels Personal mit immer längeren Verfahrenszeiten in den Bau- und sonstigen Genehmigungsverfahren eine schnelle und praktikable Vermietbarkeit bzw. Vermietungsmöglichkeit. Des Weiteren springt das Konsumverhalten nach wie vor nicht an. Die Konsumstimmung hat sich vielmehr nach dem schlechten Jahresstart 2025 weiter eingetrübt. Der GfK-Konsumklima-Index lag im Februar 2025 bei einem Indexwert von -22,6 Punkten und wird voraussichtlich im März bei einem Wert von -24,7 Punkten liegen. Schließlich drückt der starke Wettbewerb aus dem E-Commerce-Bereich nach wie vor auf den Vor-Ort-Handel in den Innenstädten. (s. AZ von Augsburg vom 14.03.2025). Die sichtbare Konsequenz ist, dass es zwar durchaus einen Strom an Besuchern in den Fußgängerzonen gibt, die Produkte anschauen und sich beraten lassen, aber schließlich doch nicht Vor-Ort, sondern im Internet kaufen. Gleichwohl stellen die Innenstädte die wesentlichen sozialen Begegnungsstätten dar. Dies ist aus Sicht des Konzerns der entscheidende Ansatz. Neue Überlegungen und aktives Tun auf Seiten der Kommunen und Städte, wie aber auch auf Seiten der Eigentümer, Vermieter und Mieter sind notwendig, um mit gezielten, attraktiven Anreizen (Kaufangeboten, Events), neuen Ideen (Aufnahme und Präsentation von neuen, innovativen, noch nicht dagewesenen Produkten und persönlichen Dienstleistungen z.B. aus dem Wellness-, Beauty- und Gesundheitsbereich bzw. neuen Ideen aus der alternativen Gesundheitsküche - sog. Erlebnisshoppen) sowie Kombinationen von Nutzungsmöglichkeiten (Einkaufen und Genussgastronomie) die Identifizierung der Innenstädte als interessante Einkaufsmöglichkeit neu ins Bewusstsein zu rücken sowie ihre Anziehungskraft mit hoher Verweildauer und Aufenthaltsqualität entscheidend zu verbessern bzw. zu erhöhen und die Innenstädte als Kern von wesentlicher Interaktion wieder ganz neu zu beleben. Gerade hier nachhaltige Lösungen zu finden, wird eine entscheidende Aufgabe für die Zukunft sein. Zusammenfassend ist aus Sicht des Konzerns eine abschließende Quantifizierung der aufgezeigten Risiken im gegenwärtigen Zeitpunkt nur sehr eingeschränkt, wenn überhaupt, möglich. Der Konzern bemüht sich deshalb umsichtig und vorsichtig bei seinen wirtschaftlichen Entscheidungen vorzugehen. Der Konzern geht nicht davon aus, dass er in seiner Existenz bedroht ist. IV. Klimaschutz und NachhaltigkeitDie Anforderungen des Klimaschutzes werden zukünftig einen wahrnehmbaren, jedoch in ihrer wirtschaftlichen Reichweite noch nicht absehbaren Einfluss auf den Konzern haben. Klimaschutz stellt in seiner generationenübergreifenden Aufgabenstellung als essentielle Voraussetzung für das Überleben und den Fortbestand von Mensch und Tier auf dieser Erde eine enorme Herausforderung dar. Klimaschutz ist deshalb intensiv zu verfolgen, die getroffenen Maßnahmen dürfen aber anderseits die Menschen und die Unternehmen nicht überfordern. Wie bereits oben ausgeführt, stellt sich der Konzern bereits seit geraumer Zeit den aktuellen energetischen Fragestellungen und Herausforderungen zum Klimaschutz im Immobilienbereich und der in diesem Bereich inzwischen unüberschaubaren Vielzahl von Gesetzen und Ausführungsbestimmungen. Der Konzern möchte insoweit im Rahmen des ihm gesetzlich Gebotenen und gemessen an seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung, die nicht von heute auf morgen, sondern nur Schritt für Schritt die weitreichenden Ziele einer Klimaneutralität erreichen kann, orientiert sich der Konzern an den sogenannten ESG-Regularien (Environmental, Social, Governance). Hierbei stellt der Bereich des "Environmental" zunächst den Schwerpunkt des unternehmerischen Bemühens des Konzerns dar. Eine gebotene und wirtschaftlich machbare CO 2 Reduzierung wird hierbei angestrebt. Diese Zielsetzung betrifft nicht nur Neu- oder Umbauprojekte, sondern den gesamten Immobilienbestand des Konzerns. Wirtschaftlich vertretbare und technisch sinnvolle Verbesserungen von Gebäudehüllen, die Wahl geeigneter regenerativer Energiequellen und Energieträger, als Hybrid bzw. diversifiziert, sowie wirtschaftlich und technisch umsetzbare Verbesserungen der Gebäudeausstattung zur Versorgung mit Wärme, Kälte und Strom nach den gesetzlichen Vorgaben und Standards zur Energieeinsparung unter Ausnutzung moderner Digitalisierung mit dem Ziel, auch die Folgekosten zu optimieren, sind maßgebliche Schritte. Hierbei sucht der Konzern eine enge Zusammenarbeit mit profilierten und zertifizierten Sachverständigen und Sachverständigenbüros aus den Bereichen Energieplanung und Energiemanagement, um auf durchdachte Energiekonzepte und Energiegutachten aufzubauen sowie auch öffentliche Förderungsmöglichkeiten, soweit vorhanden, miteinzuplanen. Soweit es den Bereich "Social" betrifft, geht es im Vermietungsbereich in erster Linie um die Miteinbeziehung von Mieterinteressen an einem angemessenen Klimaschutz. Vor dem Hintergrund der mietrechtlich eingeführten unterjährigen Berichtsverpflichtung der Vermieter gegenüber Mietern über deren Energieverbrauch, bemüht sich der Konzern das Metering-System in den Gebäuden nach den gesetzlichen Vorgaben auszurichten bzw. anzupassen. Des Weiteren werden sämtliche Heizungen und die Haus- bzw. Anlagentechnik bei den regelmäßigen Wartungen durch Fachingenieure und Fachfirmen unter Einsparungs- und Optimierungsgesichtspunkten überprüft und bei Bedarf neu eingeregelt. In diesem Zuge wurden in 2024 alle Anschlusswerte der an das Fernwärmenetz angeschlossenen Immobilien angepasst. Ferner hat sich der Konzern nach den neu eingeführten gesetzlichen Bestimmungen ab 2023 an der CO 2 Umlage zu beteiligen. Schließlich geht es im Bereich von "Governance" um eine verantwortungsvolle, vorausschauende Konzernführung, die den Klimaschutz als zentrales Thema in die Prozess- und Projektabläufe entsprechend miteinbaut. Vieles ist jedoch weiterhin im Unklaren. Eine Reihe von Vorstößen der bisherigen Ampelkoalition bzw. des bislang grüngeführten Wirtschaftsministeriums im Rahmen der Diskussion um die Sanierungsverpflichtung von Heizungen nach GEG sind schließlich in 2024 auf Grund der Verunsicherung breiter Bevölkerungskreise in Deutschland gescheitert. Eine Verschiebung der Themenschwerpunkte bzw. ein Abwenden vom Klimaschutz als Primärziel waren die Folge (siehe oben). Gleichwohl wird auch zukünftig der Klimaschutz einen wahrnehmbaren, wirtschaftlichen Einfluss auf den Konzern ausüben, der bis dato nicht quantifiziert werden kann. Der Konzern sieht jedoch durch das Thema Klimaschutz keine aktuelle Bedrohung für seine Existenz. V. PrognoseberichtDer Konzern geht in 2025 davon aus, dass sich die Umsatzerlöse in Höhe von ca. 11 Mio auf Vorjahresniveau bewegen und das Ergebnis vor Steuern und ohne Berücksichtigung der Zeitwertveränderung um ca. EUR 0,5 Mio unter dem Ergebnis aus 2024 mit EUR 6,6 Mio liegen wird. Jedoch kann das Ergebnis in beide Richtungen beeinflusst werden insbesondere durch die Zinsentwicklung, Baukostenveränderungen, abweichende Aufwendungen für Reparaturen und energetische Sanierungen sowie Leerstände. Eine abschließende Quantifizierung möglicher Veränderungen nach oben oder unten ist derzeit nicht möglich. VI. Beziehungen zu verbundenen UnternehmenDer Vorstand hat einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der mit der Erklärung schließt, dass (1) die Gesellschaft nach den ihr bekannten Umständen zum Zeitpunkt der Vornahme von Rechtsgeschäften mit verbundenen Unternehmen bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt, (2) die Gesellschaft Rechtsgeschäfte mit Dritten auf Veranlassung des herrschenden Unternehmens und mit Dritten im Interesse von verbundenen Unternehmen nicht vorgenommen hat und (3) Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens oder der mit ihm verbundenen Unternehmen, die sich zum Vor- oder Nachteil der Gesellschaft auswirken, weder unterlassen noch getroffen worden sind. VII. Grundzüge des VergütungssystemsEin Anspruch auf erfolgsabhängige Jahresprämie besteht weder bei Vorstand noch Aufsichtsrat. Die Vergütung des Vorstands erfolgt in einem geringen Umfang direkt in der Gesellschaft und ansonsten durch Kostenverrechnung zwischen verbundenen Unternehmen im Sinne des Aktiengesetzes. Aufteilungsmaßstab ist der tatsächlich geleistete und erfasste Zeitaufwand. In der Kostenverrechnung sind eine feste Vergütung sowie eine erfolgs- und leistungsabhängige Prämie enthalten, die nach Abschluss eines Kalenderjahres nach billigem Ermessen ohne Rechtsanspruch festgelegt wird. Die Vergütungsregelung trägt dem Umstand Rechnung, dass der Vorstand gesellschafts- und konzernübergreifend tätig ist. Die Vergütung des Aufsichtsrates ist in der Satzung auf einen festen Betrag fixiert, wobei der Vorsitzende das Doppelte und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache erhält.
Augsburg, 30.04.2025 Der Alleinvorstand Hans-Peter Bauer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamteinkommensrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Konzernanhang, einschließlich wesentlicher Informationen zu den Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Bericht des Aufsichtsrates und das Protokoll der Aufsichtsratssitzung zur Feststellung des Jahresabschlusses und Billigung des Konzernabschlusses zum 31.12.2024 sowie die Wiedergabe der Abhängigkeitsberichtsangabe im Konzernlagebericht (Bestätigung des Vorstands im Kapitel VI. des Konzernlageberichts). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS Accounting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 24. Juni 2025 BANSBACH GmbH Rössler, Wirtschaftsprüfer Meußer, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats 2024Der Aufsichtsrat der Hasen-Immobilien AG hat im Berichtszeitraum 2024 wie bereits in den Vorjahren, eng mit dem Vorstand zusammengearbeitet und sämtliche ihm nach Gesetz und Satzung obliegende Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung sorgfältig geprüft und überwacht. Er hat sich umfassend und zeitnah über den Geschäftsverlauf der Gesellschaft, die Rentabilität und die Finanz- und Ertragslage vom Vorstand informieren lassen und den Vorstand bei der Unternehmensleitung regelmäßig beraten. Der Vorstand ist seinen Berichtspflichten aufgrund Gesetzes und Geschäftsordnung gegenüber dem Aufsichtsrat immer rechtzeitig und vollständig nachgekommen. Die operative Entwicklung im Konzern, sämtliche Geschäftsvorfälle oder Vorgänge von wesentlicher Bedeutung sowie die Weiterentwicklung der Strategie, die Unternehmensplanung und die damit verbundenen Chancen und Risiken wurden eingehend erörtert und Maßnahmen des Vorstandes eng begleitet. Es wurden vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr einberufen. Auf die Bildung von Ausschüssen wurde aufgrund der Mindestanzahl von drei Aufsichtsratsmitgliedern verzichtet. Der Aufsichtsrat hat auf der Grundlage der detaillierten Berichte und Beschlussvorlagen des Vorstands die Beschlüsse zu Maßnahmen gefasst, die nach Gesetz, Satzung und der für den Vorstand geltenden Geschäftsordnung, der Zustimmung des Aufsichtsrats obliegen. Über Projekte und Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Lage und Entwicklung der Hasen-Immobilien AG wurde der Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen frühzeitig informiert. Falls erforderlich, wurden dabei Entscheidungen des Aufsichtsrats im Umlaufverfahren herbeigeführt. Darüber hinaus stand der Aufsichtsrat dem Vorstand regelmäßig in persönlichen Gesprächen beratend zur Seite. Interessenskonflikte zwischen dem Vorstand und den Aufsichtsratsmitgliedern traten nicht auf. Der nach HGB erstellte Jahresabschluss der Hasen-Immobilien AG 2024 und der nach IAS aufgestellte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2024 sowie der Lagebericht für die Hasen-Immobilien AG und den Konzern wurden unter Einbeziehung der Buchführung von der BANSBACH GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer wurde durch die Hauptversammlung am 14.08.2024 gewählt und vom Aufsichtsrat mit der Prüfung beauftragt. Zum Risikomanagement der Gesellschaft hat der Abschlussprüfer festgestellt, dass der Vorstand der Hasen-Immobilien AG die nach § 91 Abs. 2 Aktiengesetz geforderten Maßnahmen insbesondere zur Einrichtung eines Überwachungssystems in geeigneter Weise getroffen hat, und dass das Überwachungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen. Sämtliche relevanten Jahresabschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte der BANSBACH GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München wurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig zugeleitet. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, Lagebericht und Konzernlagebericht auf ihre Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft. Der Aufsichtsrat hat hierbei die Berichte des Abschlussprüfers sorgfältig studiert, diese bei der Prüfung von Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht und Konzernlagebericht zu Rate gezogen und die Berichte des Abschlussprüfers mit den Jahresabschlussunterlagen abgeglichen. Aus dem Bericht des Abschlussprüfers ergeben sich keinerlei Hinweise auf Verstöße gegen Gesetz oder Satzung. Die im Lagebericht getroffenen Aussagen stimmen mit den unterjährigen Berichten des Vorstands an den Aufsichtsrat überein. Sie entsprechen auch den eigenen Einschätzungen des Aufsichtsrats zur Lage der Gesellschaft und des Konzerns. In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 02.07.2025 haben der Vorstand und die verantwortlichen Abschlussprüfer die Ergebnisse der Prüfung erläutert und standen für ergänzende Ausführungen zur Verfügung. Auf dieser Grundlage wurden die Angaben im Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht und Konzernlagebericht ausführlich im Hinblick auf ihre Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit erörtert. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind durch den Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den Lagebericht der Hasen-Immobilien AG und des Konzerns oder das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu erheben. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Konzernabschluss wurden ausdrücklich gebilligt. Der Jahresabschluss der Hasen-Immobilien AG für das Geschäftsjahr 2024 ist gemäß § 172 AktG festgestellt. Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellte Abhängigkeitsbericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2024 wurde vom Abschlussprüfer geprüft. Der Abschlussprüfer erhob keine Einwendungen und hat folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Der Bericht des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht lag allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor und wurde vom Aufsichtsrat eingehend geprüft. Der Abhängigkeitsbericht und der Bericht des Abschlussprüfers waren Gegenstand der Sitzung vom 02.07.2025 und wurden eingehend mit dem anwesenden Abschlussprüfer besprochen. Im Rahmen seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung gleichfalls festgestellt, dass keine Einwendungen gegen den Bericht und die darin enthaltene Schlusserklärung des Vorstands zu erheben sind. Der Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns war ebenfalls Gegenstand der Beratungen der Aufsichtsratssitzung am 02.07.2025. Der Aufsichtsrat hat den Vorschlag unter anderem im Hinblick auf das Recht der Aktionäre am Bilanzgewinn, die Bilanzstruktur, Eigenkapital, Finanzkraft/Liquidität sowie Finanz- und Investitionsplanungen geprüft und schließt sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands an. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit und spricht ihm seine Anerkennung aus.
Augsburg, 02.07.2025 Dr. Martin Leibhard, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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