Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft

Augsburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Bilanz zum 31. Dezember 2024

AKTIVA

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31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 113,00 680,00
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 93.765.977,89 93.790.977,89
Anlagevermögen insgesamt 93.766.090,89 93.791.657,89
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.758.169,45 6.679.755,03
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.140,00 5.761.309,45 49.640,48 6.729.395,51
II. Guthaben bei Kreditinstituten 5.556.706,26 1.514.291,87
Umlaufvermögen insgesamt 11.318.015,71 8.243.687,38
C. Rechnungsabgrenzungsposten 74.521,86 72.687,59
105.158.628,46 102.108.032,86
31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 7.200.000,00 7.200.000,00
II. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 720.000,00 720.000,00
2. andere Gewinnrücklagen 86.856.423,00 83.456.423,00
darin Zuführung aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres EUR 1.500.000,00 (Vj. EUR 2.000.000,00) 87.576.423,00 84.176.423,00
darin Zuführung aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres EUR 1.900.000,00 (Vj. EUR 1.350.000,00)
III. Bilanzgewinn 3.514.352,76 3.526.387,75
Eigenkapital insgesamt 98.290.775,76 94.902.810,75
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 368.169,00 684.726,25
2. sonstige Rückstellungen 147.820,00 146.655,00
Rückstellungen insgesamt 515.989,00 831.381,25
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 37.880,75 9.979,53
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.239.100,00 2.289.646,63
3. sonstige Verbindlichkeiten 754.163,95 818.411,70
- davon aus Steuern: EUR 1.142,95 (Vj. EUR 1.155,70)
Verbindlichkeiten insgesamt 3.031.144,70 3.118.037,86
D. Passive latente Steuern 3.320.719,00 3.255.803,00
105.158.628,46 102.108.032,86

PASSIVA

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2024

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2024 2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 1.840,67 2.487,69
2. sonstige betriebliche Erträge 2.492,95 0,00
3. Personalaufwand:
Löhne und Gehälter -14.400,00 -14.400,00
4. Abschreibungen auf Sachanlagen -567,00 -1.396,95
5. sonstige betriebliche Aufwendungen -380.327,40 -352.493,14
6. Erträge aus Beteiligungen 4.581.249,46 4.154.188,05
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 4.581.249,46 (Vj. EUR 4.154.188,05)
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, 290.585,79 144.536,13
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 163.990,30 (Vj. EUR 126.120,76)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -38.012,20 -150.876,89
- an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vj. EUR 39.290,93)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -574.897,20 -1.080.226,69
10. Ergebnis nach Steuern 3.867.965,07 2.701.818,20
11. sonstige Steuern -0,06 -0,06
12. Jahresüberschuss 3.867.965,01 2.701.818,14
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.546.387,75 2.174.569,61
14. Einstellung in andere Gewinnrücklagen -1.900.000,00 -1.350.000,00
15. Bilanzgewinn 3.514.352,76 3.526.387,75

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

1. Allgemeine Angaben

Die Hasen-Immobilien AG hat ihren Sitz in Augsburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg unter HRB 6360 eingetragen.

Die Hasen-Immobilien AG ist eine kleine Kapitalgesellschaft nach § 267 HGB.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches, des Aktiengesetzes und den sie ergänzenden Bestimmungen der Satzung aufgestellt.

Die Bilanz ist nach dem Schema von § 266 Abs. 2 und 3 HGB gegliedert.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB).

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB und AktG aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die anderen Anlagen und Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt.

Die sog. Geringwertigen Wirtschaftsgüter wurden sofort abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu den Anschaffungskosten aktiviert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie Bankguthaben sind mit ihren Nennwerten angesetzt.

Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Die Rückstellungen sind nach dem Erkenntnisstand im Zeitpunkt der Abschlusserstellung jeweils in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt, um die voraussichtliche Inanspruchnahme abzudecken.

Mit Ausnahme der in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen Kaufpreisleibrentenverpflichtungen sind alle Verbindlichkeiten zu ihrem Rückzahlungsbetrag (Erfüllungsbetrag) ohne Abzinsungen angesetzt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.239 resultieren aus latenter Steuerbelastung für Gewerbesteuer der Hasen-Immobilien Grundbesitz GmbH & Co. KG und der Hasen-Immobilien Gastro GmbH & Co. KG aufgrund der Übertragung von steuerlichen Rücklagen nach § 6b EStG von der Hasen-Immobilien AG auf diese beiden Gesellschaften.

Der Ansatz der Verbindlichkeiten aus Kaufpreisleibrenten erfolgt mit den nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Barwerten nach der Projected-Unit-Credit-Methode auf der Basis eines Zinsfußes von 1,96 % und unter Annahme eines Rententrends von 2 % und unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Die latenten Steuern resultieren aus zeitlichen und quasi-permanenten Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz. Es wurde ein Steuersatz von 15,8 % bzw. 32,3 % zugrunde gelegt. Aktive latente Steuern wurden für Bewertungsunterschiede aus Kaufpreisleibrentenverpflichtungen gebildet. Passive latente Steuern wurden für die Bewertungsunterschiede aus Finanzanlagen gebildet. Aktive und passive latente Steuern wurden verrechnet.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem als Beilage 1 beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen besteht Mitzugehörigkeit zu den sonstigen Vermögensgegenstände wie im Vorjahr. Sie haben eine Restlaufzeit unter einem Jahr wie im Vorjahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Gezeichnetes Kapital, Aktien, Stimmrechte

Das Grundkapital beträgt EUR 7.200.000,00. Es ist in 480.000 Stückaktien eingeteilt. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme.

Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage wurde gemäß § 150 AktG gebildet.

Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn 2024 entwickelt sich wie folgt:

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EUR
a) Bilanzgewinn per 31.12.2023 3.526.387,75
b) Ausschüttung in 2024 -480.000,00
c) Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen gemäß Beschluss der Hauptversammlung -1.500.000,00
d) Jahresüberschuss 2024 3.867.965,01
e) Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen gemäß § 58 AktG -1.900.000,00
f) Bilanzgewinn per 31.12.2024 3.514.352,76

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag und betreffen mit TEUR 142 das laufende Geschäftsjahr und mit TEUR 226 Vorjahre.

Die kurzfristigen sonstigen Rückstellungen betreffen v.a. die Kosten der Hauptversammlung TEUR 55 (Vj. TEUR 55) sowie die Kosten der Erstellung und Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses für 2024 TEUR 67 (Vj. TEUR 60) sowie ausstehende Rechnungen TEUR 26 (Vj. TEUR 24).

Verbindlichkeiten

Zu den Verbindlichkeiten wird auf den als Beilage 2 beigefügten Verbindlichkeitenspiegel hingewiesen.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen besteht - wie im Vorjahr - Mitzugehörigkeit zu den sonstigen Verbindlichkeiten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind u.a. enthalten Verpflichtungen aus einer Kaufpreisleibrente (TEUR 735, Vj. TEUR 799).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zum 31. Dezember 2024 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus einem Mietverhältnis in Höhe von insgesamt TEUR 78 (Vj. TEUR 104). Die (Rest)Laufzeit beträgt drei Jahre.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Abschreibungen auf Sachanlagen

Es handelt sich um planmäßige Abschreibungen. Siehe hierzu auch den als Beilage 1 beigefügten Anlagenspiegel.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Enthalten sind u.a. Kosten der Abschlussprüfung, Hauptversammlung und Offenlegung des Jahresabschlusses (insgesamt TEUR 155, Vj. TEUR 138), Aufsichtsratsvergütungen (TEUR 18, Vj. TEUR 18), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 14, Vj. TEUR 10) und sonstige Verwaltungskosten (TEUR 152, Vj. TEUR 146).

Erträge aus Beteiligungen

Es handelt sich um die (anteiligen) Jahresergebnisse der Hasen-Immobilien Gastro GmbH & Co. KG, Hasen-Immobilien Munich Bahnhofsplatz GmbH & Co. KG und der Hasen-Immobilien Grundbesitz GmbH & Co. KG.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Enthalten ist insbesondere der Zinsanteil aus den Kaufpreisleibrentenverpflichtungen (TEUR 37, Vj. TEUR 104).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Es handelt sich um den erwartbaren Aufwand für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag für 2024 in Höhe von TEUR 620 (Vj. TEUR 684) und für Vorjahre in Höhe von TEUR -86 (Vj. TEUR 281) sowie aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 40 (Vj. TEUR 115).

5. Sonstige Angaben

Mehrheitsaktionär

Die INKA GmbH für Beteiligungen (vormals INKA Aktiengesellschaft für Beteiligungen), München, hält mit insgesamt ca. 92,3 % die Mehrheit an der Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft.

Zahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr keine Mitarbeiter.

Aufsichtsrat

Herr Dr. Martin Leibhard, Ingenieur, Emmering, Vorsitzender

Herr Peter Roßbach, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für die Bewertung von bebauten und unbebauten Immobilien, München, stellvertretender Vorsitzender

Herr Klaus-Dieter Metz, Bankdirektor i.R., Wenzenbach (Beiratsmitglied bei GBI Group GMBH, Erlangen-Tennenlohe)

Die feste Vergütung 2024 des Aufsichtsrats einschließlich Auslagenersatz betrug EUR 18.000,00 (Vj. EUR 18.000,00).

Alleinvorstand

Seit 01. Januar 2002 ist Herr Hans-Peter Bauer, Sauerlach, Alleinvorstand. Die Vorstandsvergütungen 2024 betrugen (direkt und über Kostenverrechnungen verbundener Unternehmen) EUR 274.308,50 (Vj. EUR 255.479,96).

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Für das Geschäftsjahr ist eine Ausschüttung in Höhe von brutto EUR 1,00 je Stückaktie vorgesehen.

Vorstand und Aufsichtsrat machen dementsprechend folgenden Vorschlag zur Verwendung des zum 31. Dezember 2024 mit EUR 3.514.352,76 ausgewiesenen Bilanzgewinns:

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EUR
a) Gewinnausschüttung für 480.000 Stückaktien á EUR 1,00 480.000,00
b) Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen 1.500.000,00
c) Vortrag auf neue Rechnung 1.534.352,76
3.514.352,76

Konzernabschluss

Die Gesellschaft stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss auf, der im Unternehmensregister bekannt gemacht wird.

Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr 2024 als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer beträgt für die Abschlussprüfung TEUR 45 (Vj. TEUR 40).

Hinterlegung

Der Jahresabschluss der Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft wird im Unternehmensregister bekannt gemacht.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ereignet.

Auf Grund der neuen Schuldenpolitik in Deutschland, des durch die USA entfachten Handelskrieges und der neuen geopolitischen Lage besteht die Gefahr eines volatilen Zinsmarktes, so dass es zu sprunghaften Zinsanstiegen kommen kann. Des Weiteren können unvorhergesehene Mehraufwendungen in den anstehenden Projekten bzw. steigende Reparaturaufwendungen innerhalb des Bestandes nicht ausgeschlossen werden. Schließlich können die strukturellen, innerstädtischen Probleme zu erhöhten Leerständen führen. Eine Verschlechterung der Ertragssituation in den Tochtergesellschaften bzw. der Beteiligungsergebnisse wären die Folge.

Augsburg, den 23. April 2025

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Der Alleinvorstand
(Hans-Peter Bauer)

Beilage 1: Entwicklung des Anlagevermögens 2024 (Anlagenspiegel)

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2024 Zugänge 2024 Abgänge 2024 Stand 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.217,69 0,00 0,00 18.217,69
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 93.790.977,89 0,00 25.000,00 93.765.977,89
93.809.195,58 0,00 25.000,00 93.784.195,58
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Abschreibungen
Stand 01.01.2024 Zugänge 2024 Abgänge 2024 Stand 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.537,69 567,00 0,00 18.104,69
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
17.537,69 567,00 0,00 18.104,69
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Buchwert Stand 31.12.2024 Buchwert Stand 31.12.2023
EUR EUR
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 113,00 680,00
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 93.765.977,89 93.790.977,89
93.766.090,89 93.791.657,89

Beilage 2: Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2024

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Restlaufzeit
bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
2024 2023 2024 2023 2024 2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 37.880,75 9.979,53 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 25.992,63 0,00 0,00 2.239.100,00 2.263.654,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 121.119,91 121.032,66 387.820,24 389.900,88 245.223,80 307.478,16
159.000,66 157.004,82 387.820,24 389.900,88 2.484.323,80 2.571.132,16
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Restlaufzeit durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert *)
Gesamt
2024 2023 2024 2023
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 37.880,75 9.979,53 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.239.100,00 2.289.646,63 0,00 0,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 754.163,95 818.411,70 0,00 0,00
3.031.144,70 3.118.037,86 0,00 0,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

I. Grundlagen des Unternehmens / Geschäftsmodell

Die Hasen-Immobilien AG (im Folgenden auch "Berichtsgesellschaft" genannt) ist eine Beteiligungsholding, die ausschließlich Immobilienbeteiligungen hält.

Bei den Beteiligungen handelt es sich um die unveränderten Kommanditbeteiligungen von je 90% an der Hasen-Immobilien Munich Bahnhofsplatz GmbH & Co. KG, der Hasen-Immobilien Grundbesitz GmbH & Co. KG sowie an der Hasen-Immobilien Gastro GmbH & Co. KG, drei Gesellschaften, die ausschließlich eigene Immobilien verwalten.

Die Geschäftsführungsaufgaben werden jeweils durch Komplementärgesellschaften ausgeübt, die nicht am Vermögen und am Ergebnis der Kommanditgesellschaften beteiligt sind. Komplementärin an der Hasen-Immobilien Munich Bahnhofsplatz GmbH & Co. KG ist die HasenImmobilien Munich Verwaltungs GmbH; daneben ist die Hasen-Immobilien Verwaltungs GmbH sowohl Komplementärin an der Hasen-Immobilien Grundbesitz GmbH & Co. KG als auch an der Hasen-Immobilien Gastro GmbH & Co. KG. Sämtliche Geschäftsanteile an beiden Komplementärinnen werden durch die Berichtsgesellschaft gehalten.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Schwerpunktthemen innerhalb des Berichtsjahres waren vor allem der seit nunmehr drei Jahre andauernde Ukrainekrieg, die anhaltende wirtschaftliche Schwächephase in Deutschland sowie die politische Krise der Ampelkoalition. Letztere beiden Themen führten schließlich am 16.12.2024 zur Vertrauensfrage sowie zu den vorgezogenen Neuwahlen zum Deutschen Bundestag am 23.02.2025.

Hierbei hat sich gezeigt, dass es zwischenzeitlich zu einer generellen Themenverschiebung bzw. einem Interessenswandel gekommen ist, was sich bereits in der Europawahl Anfang Juni 2024 abzeichnet hat (s. auch Zwischenbericht zum 30. Juni 2024). Die Themen Zuwanderung und Migrationspolitik, die Friedenssicherung und Verteidigungsfähigkeit sowie die soziale Sicherheit hatten das Thema Klimaschutz nahezu verdrängt. Erst die anschließende Diskussion um die milliardenschweren Finanzpakete für Verteidigung und Infrastruktur haben das Thema Klimaschutz wieder stärker in den Fokus gerückt, nachdem im Rahmen des alten Bundestages zwischen CDU, SPD und Grünen eine Einigung unter anderem nur erzielt werden konnte, nachdem auf Druck der Grünen innerhalb des geplanten Sondervermögens für Infrastruktur von 500 Milliarden Euro insgesamt 100 Milliarden fest für den Klimaschutz und den klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft vorgesehen wurden (Tagesschau vom 14.03.2025).

Insgesamt stellt sich die wirtschaftliche Lage Deutschlands im Januar 2025 nach der Pressemitteilung des statistischen Bundesamtes vom 15.01.2025 unter anderem wie folgt dar:

Laut Statistischem Bundesamt ging das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2024 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,1 % zurück. Das vorläufige BIP-Jahresergebnis für das Jahr 2024 weist einen preisbereinigten Rückgang um 0,2 Prozent aus. Während das verarbeitende Gewerbe im Trend weiterhin von Produktionsrückgängen gekennzeichnet ist, stellt sich die Lage in den konsumnahen Dienstleistungen etwas günstiger dar. Eine spürbare konjunkturelle Erholung in Deutschland dürfte erst mit klaren Aussichten für die weiteren wirtschafts-, finanz- und geopolitischen Rahmenbedingungen einsetzen.

Die Produktion hat sich im November 2024 etwas gefestigt, aber die Bestellungen nahmen aufgrund volatiler Großaufträge ab. Bei der Industriekonjunktur zeichnet sich insgesamt noch keine Trendwende ab. So hat die Industrie ihre Ausbringung im aussagekräftigeren Dreimonatsvergleich um 1,3 % gedrosselt, obwohl gleichzeitig die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe um 1,7 % zulegten. Die Stimmungsindikatoren von ifo und S&P Global liegen nach wie vor auf niedrigem Niveau.

Der in den letzten Monaten zu beobachtendem Auftrieb bei den Verbraucherpreisen hat sich zum Jahresende fortgesetzt. Die Inflationsrate ist im Dezember deutlich auf +2,6 % gestiegen, was verschiedene Gründe hat: Der Rückgang der Energiepreise im Vorjahresvergleich ist erwartungsgemäß geringer ausgefallen und der Preisanstieg im Bereich der Dienstleistungen bleibt weiterhin hoch. Dies zeigt sich auch in der Kernrate (ohne Energie und Nahrungsmittel), die ebenfalls weiter anzog.

Trotz anhaltender wirtschaftlicher Stagnation entwickelt sich der Arbeitsmarkt zum Jahresende vergleichsweise stabil, die weiteren Aussichten bleiben jedoch eingetrübt. So stieg die Zahl der Erwerbstätigen im November zwar, gleichzeitig nahm jedoch die registrierte Arbeitslosigkeit im Dezember weiter moderat zu. Auch die Zahl der Kurzarbeitenden hat sich im Dezember abermals erhöht. Die Frühindikatoren deuten auf eine weiter rückläufige Arbeitskräftenachfrage hin, so dass auch zu Jahresbeginn nicht mit einer Umkehr der schwachen Entwicklung am Arbeitsmarkt zu rechnen ist.

Die Unternehmensinsolvenzen sind nach endgültigen Ergebnissen im Oktober 2024 mit 2.012 Fällen um 35,9 % gegenüber Oktober 2023 gestiegen. Von Januar bis Oktober wurden insgesamt 18.234 registriert, 23,6 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Der IWH-Insolvenztrend weist im Dezember einen nahezu unveränderten Wert gegenüber November auf, liegt aber zugleich 24,3 % über dem Vorjahresmonat. Das Insolvenzgeschehen bleibt weiterhin dynamisch.

Soweit es die Finanzmärkte bzw. die Leitzinsen betrifft, hat die EZB mit Beschluss vom 06.03.2025 die drei Leitzinsen um jeweils 25 Basispunkte gesenkt. Dementsprechend belaufen sich die Zinssätze für die Einlagefazilität sowie die Zinssätze für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte und für die Spitzenfinanzierungsfazilität ab dem 12. März 2025 auf 2,5%, 2,65% bzw. auf 2,9 % (Pressemitteilung der Europäischen Zentralbank v. 06.03.2025). Der Zinsschritt war erwartet worden. Es ist die sechste Zinssenkung in Folge, seit die EZB im Juni 2024 erstmals seit der Inflationswelle reduziert hat. Im September, Oktober, Dezember 2024 und Januar 2025 waren jeweils weitere Schritte erfolgt (Tagesschau v. 06.03.2025). Der weitere Zinspfad gilt hingegen als weniger klar. Denn das Hin und Her im Handelskrieg mit den USA, die Aufrüstung in Europa und die in Deutschland geplanten Finanzpakte für Rüstung und Infrastruktur machen den Ausblick auf Inflation und Wirtschaftswachstum immer unsicherer (t-online v. 06.03.2025).

Hinzu kommt mit Blick auf die Immobilienbranche, dass für die Höhe der Bau- bzw. Hypothekenzinsen nicht die Höhe der EZB-Leitzinsen (vgl. unten), sondern die Rendite der Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit maßgeblich ist, da sich diese erfahrungsgemäß parallel bewegen (Handelsblatt v. 12.03.2025). Nachdem die milliardenschweren Finanzpakete für Verteidigung und Infrastruktur bzw. die neue Schuldenpolitik erfahrungsgemäß über den Anleihemarkt finanziert werden, ist bei steigenden Renditeerwartungen im Anleihemarkt mit höheren Zinsen zu rechnen. Wie hoch die Verteuerung bei den Bau- bzw. Hypothekenzinsen sein wird, ist im Zeitpunkt dieser Berichtserstellung auf Grund der volatilen Lage nicht einzuschätzen (vergleiche Handelsblatt v. 14.03.2025 und v. 24.03.2025).

Ausblickend wird man deshalb die Immobilienbranche (trotz des großen Wohnungsbedarfes als wichtige und bedeutsame sozialpolitische Herausforderung) zu den Verlierern der aktuellen politischen Entwicklungen rechnen müssen.

Soweit es den Immobilienmarkt betrifft, ist und bleibt deshalb die Lage angespannt, unsicher und unübersichtlich, obgleich sich der Stabilisierungstrend am deutschen Immobilienmarkt im vierten Quartal 2024 verfestigte. Der vdp-Immobilienpreisindex (Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp)) stieg um 0,6% im Vergleich zum Vorquartal und erreichte nunmehr 178,4 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahresquartal verzeichnete der Index einen Anstieg von 1,8%. Die Entwicklung bleibt vor dem Hintergrund der schwachen konjunkturellen Lage und der geopolitischen Unsicherheiten jedoch mit Vorsicht zu bewerten.

Die Preise von Wohnimmobilien nahmen nach dem vdp-Immobilienpreisindex im Vergleich zum Abschlussquartal 2023 um 2,1 % zu. Vom dritten zum vierten Quartal 2024 betrug das Plus 0,7 %, wobei sich die Preise für Mehrfamilienhäuser jeweils etwas dynamischer entwickelten als die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum. Die Neuvertragsmieten im Wohnbereich stiegen um 4,6 % im Jahresvergleich, während der Index der Liegenschaftszinsen für Mehrfamilienhäuser und damit die Renditen um 1,6 % zulegten.

Bei Gewerbeimmobilien waren nach dem vdp-Immobilienpreisindex im Schlussquartal 2024 mit 0,5 % im Jahres- und 0,3 % im Quartalsvergleich leichte Preisanstiege zu beobachten. Während die Veränderungsraten der Einzelhandels- und Büroimmobilienpreise beim Vergleich mit dem direkten Vorquartal ein ähnliches Niveau erreichten (0,4 % bzw. 0,2 %) zeigten sie sich auf Jahressicht uneinheitlich: Büros verteuerten sich um 0,7 %, die Preise für Handelsobjekte gaben um 0,2 % nach. Die Neuvertragsmieten zogen bei Büroimmobilien um 2,7 % gegenüber dem Schlussquartal 2023 an, bei Einzelhandelsimmobilien um 3,0 %. Auch beim Jahresvergleich der Liegenschaftszinsen bzw. Renditen wiesen Handelsobjekte mit 3,2 % einen höheren Wert aus als Büros (2 %).

Soweit es den Anstieg der Baupreise in 2024 betrifft, haben sich die ungesunden Steigerungsraten aus dem Jahr 2022 inzwischen wieder normalisiert. Wenn es im Mai bzw. August 2022 noch zu Steigerungen von 17,6% bzw. bis 16,5% im Jahresvorvergleich gekommen ist, haben sich die Preissteigerungen im November 2024 zwischenzeitlich abgeflacht. Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Deutschland sind nach der Pressemitteilung des statistischen Bundesamtes vom 10. Januar 2025 im November 2024 um 3,1 % gegenüber November 2023 gestiegen. Im August 2024, dem vorherigen Berichtsmonat der Statistik, hatte der Preisanstieg im Vorjahresvergleich ebenfalls 3,1 % betragen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, erhöhten sich die Baupreise im November 2024 gegenüber August 2024 um 0,4 %. Alle Preisangaben beziehen sich auf Bauleistungen am Bauwerk inklusive Umsatzsteuer.

Hierbei stiegen die Preise für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden von November 2023 bis November 2024 um 2 %. Den größten Anteil an den Rohbauarbeiten und auch am Gesamtindex für den Neubau von Wohngebäuden haben Betonarbeiten und Mauerarbeiten. Während die Preise für Betonarbeiten im Vorjahresvergleich um 1% zunahmen, erhöhten sich die Preise für Mauerarbeiten um 1,2 %. Dachdeckungsarbeiten waren im November 2024 um 3,6 % teurer als im November 2023, die Preise für Erdarbeiten stiegen im gleichen Zeitraum um 4,5 % und die Preise für Zimmer- und Holzbauarbeiten um 2,6 %.

Die Preise für Ausbauarbeiten lagen im November 2024 um 3,8 % über denen des Vorjahresmonats. Hierbei erhöhten sich die Preise für Heizungsanlagen und zentrale Wassererwärmungsanlagen (darunter zum Beispiel Wärmepumpen) um 4,9 %. Diese haben unter den Ausbauarbeiten neben Metallbauarbeiten den größten Anteil am Baupreisindex für Wohngebäude.

2. Geschäftsverlauf

Gemäß den Geschäftsberichten der Vorjahre konzentriert sich die Berichtsgesellschaft als Holding auf die Verwaltung ihrer Tochtergesellschaften, die ausschließlich eigene Immobilien verwalten.

Das Ziel besteht darin, den Immobilienbestand der Tochtergesellschaften im Rahmen einer intelligenten Diversifikation zu konsolidieren und konzentrieren, ihn optimal und umsichtig zu bewirtschaften sowie langfristig qualitativ und zukunftsorientiert zu verbessern. Diese Ausrichtung soll sich hierbei, an den zukünftigen energetischen Anforderungen des Klimaschutzes orientieren, soweit dies technisch machbar und wirtschaftlich vertretbar ist, und sich die Vorteile der Digitalisierung zu Nutze machen. Im Rahmen dieser von Vernunft und Weitsicht getragenen Ausrichtung sind An- und Verkäufe möglich.

Bei den Augsburger Immobilien haben sich die beiden Tochtergesellschaften Hasen-Immobilien Grundbesitz GmbH & Co. KG und Hasen-Immobilien Gastro GmbH & Co. KG im Berichtsjahr weiter auf die beiden Projekte Klausenberg und Karolinenstr. konzentriert; des Weiteren wurden Leerstände im Zentrum von Augsburg, die überwiegend durch Mieterinsolvenzen verursacht wurden, beseitigt.

Zu den laufenden Projekten/Konzepten wird weitestgehend auf die ausführlichen Erläuterungen früherer Lageberichte bzw. Zwischenlageberichte Bezug genommen.

In dem Projekt Klausenberg in Göggingen, das den Abriss und die Neuerrichtung der bekannten und alteingesessenen, traditionellen Gastronomie "Zum Ochsen" sowie die Verdichtung des Grundstücks mit 25 Mietwohnungen und zwei kleineren Gewerbeeinheiten vorsieht, wurde die Werk- und Detailplanung fortgesetzt. Aktuell werden Finanzierungsgespräche mit Banken geführt, um die Hautgewerke vergeben zu können. Weitere Vorbereitungsmaßnahmen wie archäologische Untersuchungen, Baugrunduntersuchungen sowie erste Abrissmaßnahmen erfolgen parallel.

Ebenso werden in der Karolinenstr. die Werk- und Detailplanungen vorangetrieben. Das Projekt sieht vor, die leerstehende Gewerbefläche im Erdgeschoss der Karolinenstr. 6 nach der Insolvenz des Modehauses Rübsamen neu zu vermieten, die übrigen Flächen in Wohnungen umzubauen und bereits vorhandene Wohnungen zu sanieren. Gleichzeitig wird die unmittelbar benachbarte, inzwischen stark in die Jahre gekommene, aber gut eingeführte Gastronomie "John Benton" in der Karolinenstr. 8 mitsaniert. Für die Gewerbefläche im EG der Karolinenstr. 6 mit knapp 645 m² Nutzfläche konnte in 2024 ein neuer Mietvertrag mit einem Bio-Nahversorger abgeschlossen werden. Finanzierungsgespräche mit Banken für das Sanierungskonzept laufen.

Weiterhin wurde im Berichtsjahr ein neuer Mietvertrag über das 4. OG in der Maximilianstr. 13 abgeschlossen. Gegenstand des Mietvertrages ist der Betrieb einer Arztpraxis für plastische Chirurgie. Die Übergabe der Flächen fand bereits am 08.02.2025 statt. Ferner wurden auch die Gewerbeflächen in der Annastr. 4 und Annastr. 5 nach vorangegangenen Insolvenzen der Vormieter wieder neu vermietet. Die Annstr. 5 sieht zukünftig ein modernes, veganes TagesCafé-Konzept vor. Mit der Eröffnung wird bis Mai/Juni 2025 gerechnet. Schließlich konnte zu Beginn des Jahres 2025 in der Annastr. 4 das Konzept "Abgebrüht" wieder neu an den Start gehen.

Soweit es das Objekt Bahnhofplatz 1 in München betrifft, liegen zwei Kündigungen vor. Wie aus der Presse zu entnehmen war, ist die Deutsche Bank im Begriff, sämtliche Filialen der Postbank zu schließen, um diese zukünftig nur noch als Internet-Bank zu führen. Über die Frage des Kündigungszeitpunktes besteht Uneinigkeit sowie derzeit ein Rechtsstreit. Ebenso hat der REWE-Markt die Flächen im UG gekündigt. Die Suche nach entsprechenden Nachmietern für beide Flächen ist im Gange. Besichtigungstermine finden derzeit statt. Neben der konventionellen Nachmietersuche arbeitet die Hasen-Immobilien Munich Bahnhofsplatz GmbH & Co. KG aber auch an neuen, innovativen sowie auf Zukunft gerichteten Konzepten für die freiwerdenden Flächen, um dem kreativen Charakter des Objekts und des im Objekt etablierten Design-Hotels 25hours besonders Rechnung zu tragen.

Der Grundbesitz der Hasen-Immobilien Grundbesitz GmbH & Co. KG und der Hasen-Immobilien Gastro GmbH & Co.KG umfasst zum 31.12.2024, ohne Berücksichtigung von Tiefgaragenplätzen, insgesamt 7 sogenannte Gaststättengrundstücke mit jeweils einer Gaststätte und Wohnungen/sonstige gewerbliche Einheiten bzw. Büros mit einer Gesamtgrundstücksfläche von ca. 7.815 m² (davon 6 Objekte in Augsburg mit 7.176 m²) - die Projekte Klausenberg und Karolinenstr. 8 mit eingerechnet - , eine Gaststätte und eine Wohnung in Teileigentum in Augsburg, elf Wohn- und Geschäftshäuser in Augsburg mit einer Gesamtgrundstücksfläche von 8.610 m², ein Baugrundstück mit 1.474 m², unbebaute, gegenwärtig teilweise landwirtschaftlich genutzte Grundstücke mit insgesamt 44.510 m² sowie das in Haunstetten befindliche Logistikzentrum (Halle und Büroräume) mit 28.408 m² Grundstücksfläche.

Schließlich umfasst der Grundbesitz der Hasen-Immobilien Munich Bahnhofsplatz GmbH & Co. KG zum 31.12.2024 das Hotel- und Geschäftsgebäude Bahnhofplatz 1, München mit einer Grundstücksfläche von 2.260 m² im Zentrum von München.

3. Ertrags-, Finanz-, und Vermögenslage

3.1 Ertragslage

Die ausgewiesenen Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 2) beinhalten überwiegend eine Treuhandvergütung.

Der Personalaufwand betrug im Berichtsjahr unverändert TEUR 14 (Vj. TEUR 14) und betrifft einen Teil der Vorstandsvergütung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 380 und liegen um TEUR 28 höher als im Vorjahr (TEUR 352).

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betragen insgesamt TEUR 291 (Vj. TEUR 145).

Die Zinsaufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 38 (Vj. TEUR 151) beinhalten insbesondere einen Zinsanteil für eine Kaufpreisleibrentenverpflichtung.

Die Erträge aus Beteiligungen 2024 setzen sich zusammen aus den anteiligen Ergebnissen der Hasen-Immobilien Grundbesitz GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 1.160 (Vj. TEUR 1.381), der Hasen-Immobilien Gastro GmbH & Co KG in Höhe von TEUR 5 (Vj. TEUR 33) und dem anteiligen Ergebnis der Hasen-Immobilien Munich Bahnhofsplatz GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 3.416 (Vj. TEUR 2.740).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen TEUR 575 und sind damit gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.080) um TEUR 505 niedriger.

Der Jahresüberschuss beträgt im Berichtsjahr 2024 TEUR 3.868 (Vj. TEUR 2.702).

3.2 Vermögens- und Finanzlage

3.2.1 Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen besteht aus Betriebs- und Geschäftsausstattung.

3.2.2 Beteiligungen

Die Berichtsgesellschaft ist unverändert an der Hasen-Immobilien Munich Bahnhofsplatz GmbH & Co. KG mit einem Kommanditanteil von 90% beteiligt. Deren geschäftsführende Komplementärin ist die Hasen-Immobilien Munich Verwaltungs GmbH, die weder am Vermögen noch am Ergebnis der Kommanditgesellschaft beteiligt ist. Sie wird zu 100% von der Berichtsgesellschaft gehalten.

Des Weiteren ist die Berichtsgesellschaft, wie bisher, mit einem Kommanditanteil von 90% an der Hasen-Immobilien Grundbesitz GmbH & Co. KG beteiligt. Geschäftsführende Komplementärin dieser Kommanditgesellschaft ohne am Ergebnis bzw. Vermögen beteiligt zu sein, ist die HasenImmobilien Verwaltungs GmbH, an der die Hasen-Immobilien AG den einzigen Stammanteil hält.

Schließlich ist die Berichtsgesellschaft mit einem Kommanditanteil von 90% an der HasenImmobilien Gastro GmbH & Co. KG beteiligt. Geschäftsführende Komplementärin dieser Kommanditgesellschaft ohne am Ergebnis bzw. Vermögen beteiligt zu sein, ist ebenso die Hasen-Immobilien Verwaltungs GmbH.

3.2.3 Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen gegen die Tochterunternehmen aus laufenden Verrechnungskonten.

3.2.4 Guthaben bei Kreditinstituten

Die Guthaben beinhalten die laufenden Girokonten sowie Festgelder bei Hausbanken.

3.2.5 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten gegenüber der Hasen-Immobilien Grundbesitz GmbH & Co. KG und gegenüber der HasenImmobilien Gastro GmbH & Co. KG aus latenten Steuern.

3.2.6 Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten vor allem eine Kaufpreisleibrente in Höhe von TEUR 735 (Vj. TEUR 799).

3.2.7 Zusammenfassung

Das Anlagevermögen zum 31.12.2024 mit rund TEUR 93.766 (Vj. TEUR 93.792) ist durch das Eigenkapital in Höhe von insgesamt TEUR 98.291 (Vj. TEUR 94.903) zu 104,8% abgedeckt (Vj. 101,2%).

Dem mittel-/kurzfristigen Fremdkapital in Höhe von insgesamt TEUR 675 (Vj. TEUR 988) steht ein mittel-/kurzfristig gebundenes Vermögen samt aktivem Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 11.393 (Vj. TEUR 8.316) gegenüber.

Die bilanzielle Eigenkapitalquote zum 31.12.2024 beträgt 93,5% (Vj. 92,9%).

Die Berichtsgesellschaft wird aus derzeitiger Sicht auch zukünftig in der Lage sein, ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Die Hasen-Immobilien Grundbesitz GmbH & Co. KG verfügt neben ihren Bankguthaben bei der örtlichen Hausbank über einen Kontokorrentrahmen bis zu 1 Mio. EUR und die Hasen-Munich Bahnhofsplatz GmbH & Co. KG über 10 Mio. EUR. Diese Kontokorrentrahmen wurden zum 31.12.2024 nicht in Anspruch genommen (Vj. TEUR 0).

4. Gesamtaussage

Entgegen der Prognose des Vorjahres hat die Berichtsgesellschaft in 2024 mit TEUR 4.443 das Ergebnis 2023 mit TEUR 3.677 (je vor Steuer und ohne Sondereffekt aus Immobilientransaktion) weit übertroffen. Hintergrund ist, dass höhere Beteiligungsergebnisse erzielt werden konnten als prognostiziert, die betrieblichen Aufwendungen überwiegend gehalten werden konnten und sich das Finanzergebnis verbesserte.

III. Chancen- und Risikobericht

1. Allgemeines

Die Gesellschaft definiert Risikomanagement als ein nachvollziehbares, speziell auf das Berichtsunternehmen und den Kernbereich seiner unternehmerischen Tätigkeit bzw. dem Tätigkeitsbereich seiner Tochtergesellschaften zugeschnittenes System, das auf der Basis einer unternehmensspezifischen Risikostrategie ein systematisches und permanentes Vorgehen mit folgenden Elementen umfasst: Identifikation, Analyse, Bewertung, Steuerung, Dokumentation und Kommunikation von Risiken sowie die Überwachung dieser Aktivitäten.

Vor diesem Hintergrund hat die Gesellschaft ein an ihrem Unternehmensgegenstand, ihrer Größe, ihren Aktivitäten, ihren Tochterbeteiligungen sowie den sonstigen Unternehmensbesonderheiten ausgerichtetes Risikomanagement eingerichtet.

Risikomanagement ist integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse, sowie der Planungs- und Kontrollprozesse. Diese Kontrollprozesse beinhalten ihrerseits ein speziell auf das Unternehmen abgestimmtes Internes Kontrollsystem (IKS).

Die Hasen-Immobilien AG hat verschiedene Steuerungs-, Planungs- und Kontrollsysteme, insbesondere strategische und operative Planung, Kostenkontrolle und Liquiditätsmanagement. Das Risikomanagement und das Interne Kontrollsystem obliegen auf Grund der Struktur der Berichtsgesellschaft als Beteiligungsholding mit ihren finanziellen Beteiligungen zuallererst der Verantwortung des Geschäftsführers, soweit es die operativen Aktivitäten in diesen betrifft, sowie dem Vorstand, soweit es die Beteiligungsverwaltung in der Holding betrifft. Der Vorstand der Hasen-Immobilien AG greift insoweit weitestgehend auf die Informationen aus den Beteiligungen zurück. Des Weiteren werden externe Fachkräfte sowie Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte zur weiteren Unterstützung miteingeschalten.

Soweit es im Übrigen Finanzinstrumente im weiteren Sinn betrifft, fallen hierunter Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

2. Wesentliche Merkmale des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Im Hinblick auf die wesentlichen Merkmale des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Rahmen des Rechnungslegungsprozesses wird ergänzend zu den unter Ziffer 1. vorangestellten allgemeinen Ausführungen Folgendes ausgeführt:

Ziel des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist es, einen für den Erfolg eines Unternehmens unabdingbaren, geordneten Geschäftsablauf und hierin insbesondere die geordnete Aufstellung des Jahresabschlusses bzw. des unterjährigen Emittenten-Berichtes auf der Grundlage der bestehenden Rechtsvorschriften sicherzustellen.

Die Verbuchungen der laufenden Geschäftsvorfälle in der Berichtsgesellschaft sowie in den Beteiligungen werden in den für die Gesellschaften mandantenspezifisch eingerichteten, systemgesteuerten Buchhaltungsprogrammen von DATEV abgebildet.

Die Erledigung von Buchhaltungsaufgaben ist jeweils einer Fachkraft und gegebenenfalls einem Stellvertreter überantwortet. Hierzu sind innerhalb des Buchhaltungssystems Zugangsrechte vergeben, so dass ein Datenzugriff ausschließlich diesen, mit den Aufgaben betrauten Fachkräften möglich ist. Entsprechend festgelegte Zugriffsbeschränkungen sind ebenso im weiteren EDV-System vorgesehen.

Vorhaben und Projekte werden durch entsprechende Kostenschätzungen vorbereitet, die gegebenenfalls durch entsprechende Beschlussvorlagen ergänzt werden.

Rechnungen, insbesondere elektronische Rechnungen werden im Rahmen eines Work-Flows von den jeweiligen Sachbearbeitern geprüft und erst nach deren Prüfung zur Zahlung freigegeben. Damit unterliegen die entsprechenden Abläufe grundsätzlich dem Vier- bzw. Mehr-Augen-Prinzip.

Die Kostenkontrolle bei den jeweiligen Bauvorhaben und Renovierungsmaßnahmen der HasenImmobilien Grundbesitz GmbH & Co. KG sowie der Hasen-Immobilien Gastro GmbH & Co KG wird mittels Tabellenkalkulation unter Abgleichung mit den jeweiligen Kostenvoranschlägen, Ausschreibungen bzw. Vergaben und eingehenden Rechnungen durchgeführt.

Das weitere Interne Kontroll- und Risikomanagementsystem wird ferner durch die Möglichkeit ergänzt, systemgesteuerte Auswertungen zu nutzen. Bei allen Tochtergesellschaften werden insoweit in regelmäßigen Zeitabständen die durch das DATEV Buchhaltungsprogramm direkt generierten Offenen-Posten-Listen abgerufen und die entsprechenden Mieteingänge überprüft.

3. Chancen und Risiken im Einzelnen

Wie bisher sieht die Berichtsgesellschaft ihre Chancen im Rahmen ihrer Beteiligungsverwaltung in den zu erzielenden Beteiligungserträgen sowie in der Wertentwicklung ihrer Beteiligungen als wertbeständige Anlagen auch wenn es temporär zu Abwertungen oder vorübergehenden Bereinigungen kommen kann und gekommen ist.

Bei den Risiken versucht die Berichtgesellschaft zu analysieren, welche negativen Einflüsse es geben kann und welche Auswirkungen diese auf den Geschäftsverlauf und den Wert einer Beteiligung haben können.

Vorweg ist festzustellen, dass eine Chancen- und Risikobetrachtung auch in ihrer Darstellung niemals erschöpfend, lückenlos oder vollständig sein kann. Situationsbedingte Schwerpunkte müssen gebildet werden. Im Übrigen handelt es sich bei der Chancen- und Risikoanalyse um einen ständig fortlaufenden, sich immer wieder verändernden Prozess, der durch eine unüberschaubare Vielzahl äußerer Umstände beeinflusst werden kann. Sachverhalte müssen laufend neu bewertet bzw. beurteilt werden. Naturgemäß wird es auch eine Reihe von Risiken geben, die überhaupt nicht vorhersehbar sind.

Wie bereits oben unter II. Ziffer 1 ausführlich dargestellt ist, können vor dem Hintergrund der neuen Schuldenpolitik in Deutschland, dem durch die USA entfachten Handelskrieg bzw. der neuen geopolitischen Lage, mögliche Gefahren eines volatilen Zinsmarktes nicht ausgeschlossen werden. Insoweit kann es zu einem sprunghaften Anstieg der Zinsen kommen mit dem Risiko hoher Finanzierungs- und Liquiditätsnachteilen. Eine genaue Vorhersage über die zukünftige Entwicklung der Hypothekenzinsen ist schwierig und damit eine abschließende bzw. präzise Einschätzung des Risikos oder eine sichere Prognose zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich. Hypothekenzinsen orientieren sich in der Regel an den Renditen langfristiger Staatsanleihen (s.o.). Allerdings hängt die tatsächliche Entwicklung der Hypothekenzinsen von verschiedenen Faktoren ab einschließlich der Geldpolitik der EZB, der allgemeinen Wirtschaftslage und der Inflationserwartung. Die vertretenen Auffassungen über die Zinsentwicklung sind vielfach kontrovers. Zum Teil wird davon ausgegangen, dass Effekte bereits eingepreist wurden (so Bundesministerium der Finanzen, Handelsblatt 24.03.2025). Des Weiteren werden auch gegenläufige Tendenzen gesehen, wie zum Beispiel ein mittelfristiges Abschwächen der Renditen langfristiger Bundesanleihen (siehe Volkswirtschaft, Konjunktur- und Marktinformation der Stadtsparkasse Augsburg aus dem Makro Research der DEKA-Gruppe für März 2025).

Des Weiteren kann es in den aktuellen Vorhaben, insbesondere in der bevorstehenden Bestandssanierung Karolinenstr., in dem Neubauprojekt Klausenberg aber auch in dem gesamten Immobilienbestand der Gruppe, zu unvorhergesehenen Kostensteigerungen (trotz eingeplanten Risikozuschlages) bzw. Mehraufwendungen für Reparaturen kommen. Insoweit kann dies die Liquidität der betroffenen Tochtergesellschaft aber auch das Ergebnis nachteilig beeinflussen.

Schließlich sind die strukturellen Probleme der Innenstädte nach wie vor ungelöst und deutlich spürbar. Vorübergehende Leerstände und Umsatzeinbußen sind die Folge.

Die Hintergründe sind vielschichtig:

Zum einen verhindert eine inzwischen überbordende und ständig weiter wachsende Bürokratie mit einer zusehends sinnentleerten Regulierungswut, bei gleichzeitig abnehmender Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft der öffentlichen Verwaltung mangels Personal mit immer längeren Verfahrenszeiten in den Bau- und sonstigen Genehmigungsverfahren eine schnelle und praktikable Vermietbarkeit bzw. Vermietungsmöglichkeit.

Des Weiteren springt das Konsumverhalten nach wie vor nicht an. Die Konsumstimmung hat sich vielmehr nach dem schlechten Jahresstart 2025 weiter eingetrübt. Der GfK-Konsumklima-Index lag im Februar 2025 bei einem Indexwert von -22,6 Punkten und wird voraussichtlich im März bei einem Wert von -24,7 Punkten liegen.

Schließlich drückt der starke Wettbewerb aus dem E-Commerce-Bereich nach wie vor auf den Vor-Ort-Handel in den Innenstädten. (s. AZ von Augsburg vom 14.03.2025). Die sichtbare Konsequenz ist, dass es zwar durchaus einen Strom an Besuchern in den Fußgängerzonen gibt, die Produkte anschauen und sich beraten lassen, aber schließlich doch nicht Vor-Ort, sondern im Internet kaufen.

Gleichwohl stellen die Innenstädte die wesentlichen sozialen Begegnungsstätten dar. Dies ist aus Sicht der Gesellschaft der entscheidende Ansatz. Neue Überlegungen und aktives Tun auf Seiten der Kommunen und Städte, wie aber auch auf Seiten der Eigentümer, Vermieter und Mieter sind notwendig, um mit gezielten, attraktiven Anreizen (Kaufangeboten, Events), neuen Ideen (Aufnahme und Präsentation von neuen, innovativen, noch nicht dagewesenen Produkten und persönlichen Dienstleistungen z.B. aus dem Wellness-, Beauty- und Gesundheitsbereich bzw. neuen Ideen aus der alternativen Gesundheitsküche - sog. Erlebnisshoppen) sowie Kombinationen von Nutzungsmöglichkeiten (Einkaufen und Genussgastronomie) die Identifizierung der Innenstädte als interessante Einkaufsmöglichkeit neu ins Bewusstsein zu rücken sowie ihre Anziehungskraft mit hoher Verweildauer und Aufenthaltsqualität entscheidend zu verbessern bzw. zu erhöhen und die Innenstädte als Kern von wesentlicher Interaktion wieder ganz neu zu beleben. Gerade hier nachhaltige Lösungen zu finden, wird eine entscheidende Aufgabe für die Zukunft sein.

Zusammenfassend ist aus Sicht der Berichtsgesellschaft eine abschließende Quantifizierung der aufgezeigten Risiken im gegenwärtigen Zeitpunkt nur sehr eingeschränkt, wenn überhaupt, möglich. Die Berichtsgesellschaft bemüht sich deshalb umsichtig und vorsichtig bei ihren wirtschaftlichen Entscheidungen vorzugehen. Die Berichtsgesellschaft geht nicht davon aus, dass sie in ihrer Existenz bedroht ist.

IV. Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Die Anforderungen des Klimaschutzes werden zukünftig einen wahrnehmbaren, jedoch in ihrer wirtschaftlichen Reichweite noch nicht absehbaren Einfluss auf die Berichtsgesellschaft und ihre Tochtergesellschaften haben. Klimaschutz stellt in seiner generationenübergreifenden Aufgabenstellung als wesentliche Voraussetzung für das Überleben und den Fortbestand von Mensch und Tier auf dieser Erde eine enorme Herausforderung dar. Klimaschutz ist deshalb intensiv zu verfolgen, die getroffenen Maßnahmen dürfen aber anderseits die Menschen und die Unternehmen nicht überfordern.

Wie bereits oben ausgeführt, stellen sich die Berichtsgesellschaft sowie ihre Tochtergesellschaften bereits seit geraumer Zeit den aktuellen energetischen Fragestellungen und Herausforderungen zum Klimaschutz im Immobilienbereich und der in diesem Bereich inzwischen unüberschaubaren Vielzahl von Gesetzen und Ausführungsbestimmungen. Die Gesellschaft möchte insoweit im Rahmen des ihr gesetzlich Gebotenen und gemessen an ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung, die nicht von heute auf morgen, sondern nur Schritt für Schritt die weitreichenden Ziele einer Klimaneutralität erreichen kann, orientiert sich die Gesellschaft an den sogenannten ESG-Regularien (Environmental, Social, Governance).

Hierbei stellt der Bereich des "Environmental" zunächst den Schwerpunkt des unternehmerischen Bemühens der Berichtsgesellschaft dar. Eine gebotene und wirtschaftlich machbare CO 2 Reduzierung wird hierbei angestrebt. Diese Zielsetzung betrifft nicht nur Neu- oder Umbauprojekte, sondern den gesamten Immobilienbestand. Wirtschaftlich vertretbare und technisch sinnvolle Verbesserungen von Gebäudehüllen, die Wahl geeigneter regenerativer Energiequellen und Energieträger, als Hybrid bzw. diversifiziert, sowie wirtschaftlich und technisch umsetzbare Verbesserungen der Gebäudeausstattung zur Versorgung mit Wärme, Kälte und Strom nach den gesetzlichen Vorgaben und Standards zur Energieeinsparung unter Ausnutzung moderner Digitalisierung mit dem Ziel, Folgekosten zu optimieren, sind maßgebliche Schritte. Hierbei sucht die Gesellschaft eine enge Zusammenarbeit mit profilierten und zertifizierten Sachverständigen und Sachverständigenbüros aus den Bereichen Energieplanung und Energiemanagement, um auf durchdachte Energiekonzepte und Energiegutachten aufzubauen sowie auch öffentliche Förderungsmöglichkeiten, soweit vorhanden, miteinzuplanen.

Soweit es den Bereich "Social" betrifft, geht es im Vermietungsbereich in erster Linie um die Miteinbeziehung von Mieterinteressen an einem angemessenen Klimaschutz. Vor dem Hintergrund der mietrechtlich eingeführten unterjährigen Berichtsverpflichtung der Vermieter gegenüber Mietern über deren Energieverbrauch, bemühen sich die Berichtsgesellschaft bzw. ihre Tochtergesellschaften das Metering-System in den Gebäuden nach den gesetzlichen Vorgaben auszurichten bzw. anzupassen. Des Weiteren werden in den Bestandsobjekten sämtliche Heizungen und die Haus- bzw. Anlagentechnik bei den regelmäßigen Wartungen durch Fachingenieure und Fachfirmen unter Einsparungs- und Optimierungsgesichtspunkten überprüft und bei Bedarf neu eingeregelt. In diesem Zuge wurden in 2024 alle Anschlusswerte der an das Fernwärmenetz angeschlossenen Immobilien angepasst. Ferner hat sich die Berichtsgesellschaft bzw. deren Töchter nach den neu eingeführten gesetzlichen Bestimmungen ab 2023 an der CO 2 Umlage zu beteiligen.

Schließlich geht es im Bereich von "Governance" um eine verantwortungsvolle, vorausschauende Unternehmensführung, die den Klimaschutz als zentrales Thema in die Prozess- und Projektabläufe entsprechend miteinbaut.

Vieles ist jedoch weiterhin im Unklaren. Eine Reihe von Vorstößen der bisherigen Ampelkoalition bzw. des bislang grüngeführten Wirtschaftsministeriums im Rahmen der Diskussion um die Sanierungsverpflichtung von Heizungen nach GEG sind schließlich in 2024 auf Grund der Verunsicherung breiter Bevölkerungskreise in Deutschland gescheitert. Eine Verschiebung der Themenschwerpunkte bzw. ein Abwenden vom Klimaschutz als Primärziel waren die Folge (siehe oben).

Gleichwohl wird auch zukünftig der Klimaschutz einen wahrnehmbaren, wirtschaftlichen Einfluss auf die Berichtsgesellschaft ausüben, der bis dato nicht quantifiziert werden kann. Die Berichtsgesellschaft sieht jedoch durch das Thema Klimaschutz keine aktuelle Bedrohung für ihre Existenz.

V. Prognosebericht

Die Berichtsgesellschaft geht für 2025 davon aus, dass sie im Wesentlichen aufgrund der leicht gesunkenen Beteiligungserträge ein Ergebnis vor Steuern von rund EUR 3,9 Mio (ohne Sondereffekte) erzielt. Entscheidend hierfür werden jedoch die Zinsentwicklung, mögliche Baukostensteigerungen sowie die Höhe der Erhaltungsaufwendungen sein. Des Weiteren können Beteiligungsergebnisse durch Leerstände und sinkende Mieten beeinträchtigt sein. Eine abschließende Quantifizierung von möglichen Verschlechterungen ist derzeit nicht möglich.

VI. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Der Vorstand hat einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der mit der Erklärung schließt, dass (1) die Gesellschaft nach den ihr bekannten Umständen zum Zeitpunkt der Vornahme von Rechtsgeschäften mit verbundenen Unternehmen bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt, (2) die Gesellschaft Rechtsgeschäfte mit Dritten auf Veranlassung des herrschenden Unternehmens und mit Dritten im Interesse von verbundenen Unternehmen nicht vorgenommen hat und (3) Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens oder der mit ihm verbundenen Unternehmen, die sich zum Vor- oder Nachteil der Gesellschaft auswirken, weder unterlassen noch getroffen worden sind.

VII. Grundzüge des Vergütungssystems

Ein Anspruch auf erfolgsabhängige Jahresprämie besteht weder bei Vorstand noch Aufsichtsrat.

Die Vergütung des Vorstands erfolgt in einem geringen Umfang direkt in der Berichtsgesellschaft und ansonsten durch Kostenverrechnung zwischen verbundenen Unternehmen im Sinne des Aktiengesetzes. Aufteilungsmaßstab ist der tatsächlich geleistete und erfasste Zeitaufwand. In der Kostenverrechnung sind eine feste Vergütung sowie eine erfolgs- und leistungsabhängige Prämie enthalten, die nach Abschluss eines Kalenderjahres nach billigem Ermessen ohne Rechtsanspruch festgelegt wird. Die Vergütungsregelung trägt dem Umstand Rechnung, dass der Vorstand gesellschafts- und konzernübergreifend tätig ist.

Die Vergütung des Aufsichtsrates ist in der Satzung auf einen festen Betrag fixiert, wobei der Vorsitzende das Doppelte und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache erhält.

Augsburg, 23.04.2025

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Der Alleinvorstand
(Hans-Peter Bauer)

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Hasen-Immobilien Aktiengesellschaft

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der Hasen-Immobilien AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hasen-Immobilien AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der

Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Bericht des Aufsichtsrates und Protokoll der Aufsichtsratssitzung zur Feststellung des Jahresabschlusses und Billigung des Konzernabschlusses zum 31.12.2024 sowie die Wiedergabe der Abhängigkeitsberichtsangabe im Lagebericht (Bestätigung des Vorstands in Kapitel VI des Lageberichts).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

München, den 24. Juni 2025

BANSBACH GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

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Rössler Meußer
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats 2024

Der Aufsichtsrat der Hasen-Immobilien AG hat im Berichtszeitraum 2024 wie bereits in den Vorjahren, eng mit dem Vorstand zusammengearbeitet und sämtliche ihm nach Gesetz und Satzung obliegende Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung sorgfältig geprüft und überwacht. Er hat sich umfassend und zeitnah über den Geschäftsverlauf der Gesellschaft, die Rentabilität und die Finanz- und Ertragslage vom Vorstand informieren lassen und den Vorstand bei der Unternehmensleitung regelmäßig beraten. Der Vorstand ist seinen Berichtspflichten aufgrund Gesetzes und Geschäftsordnung gegenüber dem Aufsichtsrat immer rechtzeitig und vollständig nachgekommen. Die operative Entwicklung im Konzern, sämtliche Geschäftsvorfälle oder Vorgänge von wesentlicher Bedeutung sowie die Weiterentwicklung der Strategie, die Unternehmensplanung und die damit verbundenen Chancen und Risiken wurden eingehend erörtert und Maßnahmen des Vorstandes eng begleitet.

Es wurden vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr einberufen. Auf die Bildung von Ausschüssen wurde aufgrund der Mindestanzahl von drei Aufsichtsratsmitgliedern verzichtet. Der Aufsichtsrat hat auf der Grundlage der detaillierten Berichte und Beschlussvorlagen des Vorstands die Beschlüsse zu Maßnahmen gefasst, die nach Gesetz, Satzung und der für den Vorstand geltenden Geschäftsordnung, der Zustimmung des Aufsichtsrats obliegen. Über Projekte und Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Lage und Entwicklung der HasenImmobilien AG wurde der Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen frühzeitig informiert. Falls erforderlich, wurden dabei Entscheidungen des Aufsichtsrats im Umlaufverfahren herbeigeführt. Darüberhinaus stand der Aufsichtsrat dem Vorstand regelmäßig in persönlichen Gesprächen beratend zur Seite. Interessenskonflikte zwischen dem Vorstand und den Aufsichtsratsmitgliedern traten nicht auf.

Der nach HGB erstellte Jahresabschluss der Hasen-Immobilien AG 2024 und der nach IAS aufgestellte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2024 sowie der Lagebericht für die Hasen-Immobilien AG und den Konzern wurden unter Einbeziehung der Buchführung von der BANSBACH GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer wurde durch die Hauptversammlung am 14.08.2024 gewählt und vom Aufsichtsrat mit der Prüfung beauftragt.

Zum Risikomanagement der Gesellschaft hat der Abschlussprüfer festgestellt, dass der Vorstand der Hasen-Immobilien AG die nach § 91 Abs. 2 Aktiengesetz geforderten Maßnahmen insbesondere zur Einrichtung eines Überwachungssystems in geeigneter Weise getroffen hat, und dass das Überwachungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen.

Sämtliche relevanten Jahresabschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte der BANSBACH GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München wurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig zugeleitet. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, Lagebericht und Konzernlagebericht auf ihre Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft. Der Aufsichtsrat hat hierbei die Berichte des Abschlussprüfers sorgfältig studiert, diese bei der Prüfung von Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht und Konzernlagebericht zu Rate gezogen und die Berichte des Abschlussprüfers mit den Jahresabschlussunterlagen abgeglichen. Aus dem Bericht des Abschlussprüfers ergeben sich keinerlei Hinweise auf Verstöße gegen Gesetz oder Satzung.

Die im Lagebericht getroffenen Aussagen stimmen mit den unterjährigen Berichten des Vorstands an den Aufsichtsrat überein. Sie entsprechen auch den eigenen Einschätzungen des Aufsichtsrats zur Lage der Gesellschaft und des Konzerns.

In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 02.07.2025 haben der Vorstand und die verantwortlichen Abschlussprüfer die Ergebnisse der Prüfung erläutert und standen für ergänzende Ausführungen zur Verfügung. Auf dieser Grundlage wurden die Angaben im Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht und Konzernlagebericht ausführlich im Hinblick auf ihre Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit erörtert.

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind durch den Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den Lagebericht der Hasen-Immobilien AG und des Konzerns oder das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu erheben. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Konzernabschluss wurden ausdrücklich gebilligt. Der Jahresabschluss der Hasen-Immobilien AG für das Geschäftsjahr 2024 ist gemäß § 172 AktG festgestellt.

Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellte Abhängigkeitsbericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2024 wurde vom Abschlussprüfer geprüft. Der Abschlussprüfer erhob keine Einwendungen und hat folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Bericht des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht lag allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor und wurde vom Aufsichtsrat eingehend geprüft. Der Abhängigkeitsbericht und der Bericht des Abschlussprüfers waren Gegenstand der Sitzung vom 02.07.2025 und wurden eingehend mit dem anwesenden Abschlussprüfer besprochen. Im Rahmen seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung gleichfalls festgestellt, dass keine Einwendungen gegen den Bericht und die darin enthaltene Schlusserklärung des Vorstands zu erheben sind.

Der Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns war ebenfalls Gegenstand der Beratungen der Aufsichtsratssitzung am 02.07.2025. Der Aufsichtsrat hat den Vorschlag unter anderem im Hinblick auf das Recht der Aktionäre am Bilanzgewinn, die Bilanzstruktur, Eigenkapital, Finanzkraft/Liquidität sowie Finanz- und Investitionsplanungen geprüft und schließt sich dem

Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands an.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit und spricht ihm seine Anerkennung aus.

Augsburg, 02.07.2025

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Dr. Martin Leibhard
Vorsitzender des Aufsichtsrats