Duisburger Verkehrsgesellschaft AktiengesellschaftDuisburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Lagebericht für das Geschäftsjahr 20141. Wirtschaftsbericht1.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1.1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Im Gesamtjahr 2014 hat sich die gesamtwirtschaftliche Leistung der deutschen Volkswirtschaft relativ kräftig um preisbereinigt 1,5 % und damit wieder deutlich stärker als in den beiden vorangegangenen Jahren erhöht. Nach dem dynamischen Wachstum im Winterhalbjahr 2013/2014 schwächt sich die Konjunktur allerdings im Frühjahr und Sommer 2014 ab. Zum Jahresende 2014 hat die Erholung wieder verhalten eingesetzt. Die Stimmungsindikatoren haben sich spürbar aufgehellt. Die Auftragseingänge, die Umsätze und die Produktion in der Industrie dürften im vierten Quartal zugenommen haben. Die Beschäftigung ist in den vergangenen Monaten recht dynamisch weiter angestiegen. Der Rückgang der Mineralölpreise wirkt auf die Verbraucherpreise durch und stärkt die real verfügbaren Einkommen. Die Zurückhaltung bei den Investitionen hat sich zwar noch nicht gelegt, die Aufhellung der Geschäftserwartungen in der gewerblichen Wirtschaft verspricht aber Besserung. Insgesamt mehren sich Signale, die für eine sich verstärkende Erholung sprechen. Die privaten Konsumausgaben bleiben eine wichtige Stütze der Konjunktur. Sie liefern im Jahre 2014 einen Wachstumsbeitrag von 0,6 Prozentpunkten. Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt hat im letzten Jahr einen Anstieg der verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte um 2,2 % ermöglicht. Gleichzeitig entwickeln sich die Verbraucherpreise – auch aufgrund der rückläufigen Energiepreise – sehr moderat. Dies stärkt die Kaufkraft der Verbraucher und liefert so wichtige Impulse für den privaten Konsum. Aufgrund der guten Rahmenbedingungen – ein robuster Arbeitsmarkt, steigende Realeinkommen und ein niedriges Zinsniveau – wird der private Konsum auch im Jahr 2015 wichtige positive Impulse für die Konjunktur liefern. Der Arbeitsmarkt hat sich trotz der konjunkturellen Abschwächung ab dem Frühjahr 2014 im Gesamtjahr 2014 positiv entwickelt. Die Erwerbstätigkeit ist im Jahresdurchschnitt um 372.000 auf einen neuen Höchststand von 42,65 Mio. Erwerbstätigen gestiegen. Die Arbeitslosigkeit geht um 52.000 auf jahresdurchschnittlich 2,898 Mio. Personen zurück. Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit zeigt zum 31.12.2014 eine Arbeitslosenquote für Nordrhein-Westfalen in Höhe von 8,7 % und damit im Vergleich zum Vorjahr (9,0 %) eine positive Entwicklung. Die Arbeitslosenquote der Stadt Duisburg sinkt leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 13,8 % im Vergleich zum Vorjahr (13,9 %). Die Wirtschaft im Ruhrgebiet zeigt sich im Herbst 2014 mit ihrer Lage weiterhin zufrieden. Die Hoffnungen auf Impulse, die die Konjunktur weiter beleben, sind allerdings spürbar gesunken. Nach wie vor gibt es eine breite Basis von Unternehmen, die von einer stabilen oder besseren Geschäftslage berichtet. Rückläufige Auftragszahlen und ausbleibende Impulse von den ausländischen Märkten sowie eine nachlassende Konsumfreude auf Verbraucherseite lassen die Unternehmenseinschätzungen verhaltener ausfallen als noch vor einem halben Jahr. Die gesunkenen Erwartungen deuten darauf hin, dass sich die wirtschaftliche Dynamik der letzten zwei Jahre abschwächt und verhaltener tendiert. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hatte seine Wachstumsprognose für 2015 bereits im August gesenkt. Auch Bundesregierung und Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Erwartungen an die kommenden Monate inzwischen nach unten korrigiert. 1.1.2. Branchenentwicklung Die Entwicklung des öffentlichen Personenverkehrs in Deutschland stagniert. Die Zahl der beförderten Personen ist in den ersten drei Quartalen des Berichtsjahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gemäß den Angaben des Statistischen Bundesamtes leicht um ca. 0,6 % gestiegen. Hierbei sind die beförderten Personen im Liniennahverkehr mit Eisenbahnen, Straßenbahnen und Omnibussen berücksichtigt. Die Entwicklung in Nordrhein-Westfalen ist gegenläufig und weist einen geringen Abwachs von ca. -0,4 % (6.179) aus. Die Fahrtenentwicklung im VRR zeigt für die Monate Januar bis einschließlich September 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Rückgang von ca. 0,2 %, was rd. 1,632 Mio. Fahrten entspricht. Die Entwicklung der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (kurz: DVG) verläuft ebenfalls negativ mit einen Fahrtenabwachs von rd. 0,3 Mio. (-0,6 %). Die Beförderungsleistung in Deutschland ist – bezogen auf die ersten drei Quartale der Jahre 2014 und 2013 insgesamt leicht um 676.894 Personenkilometer (0,9 %) gestiegen. Der Liniennahverkehr mit Eisenbahnen (765.031; 2,0 %) und Straßenbahnen (118.123; 1,0 %) verzeichnen einen leichten Zuwachs, während im Omnibusverkehr die Personenkilometerleistung um -0,8 % (206.250) sinkt. Die Abonnentenzahlen (ohne SemesterTicket) im VRR entwickeln sich in den ersten drei Quartalen 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum negativ (-2,3 %). Auch die DVG kann eine vergleichbare Entwicklung bei einem absoluten Abwachs der Abo-Tickets von 8.709 (-1,9 %) verzeichnen. 1.2. Absatz Fahrgäste Die Zahl der Fahrgäste bei der DVGentwickelt sich in 2014 gegenüber 2013 rückläufig. Lag die Zahl der Fahrgäste in 2013 noch bei 63,631 Mio., nutzen in 2014 63,290 Mio. Fahrgäste das Angebot der DVG. Das sind insgesamt 0,341 Mio. Personen oder 0,5 % weniger. ![]() Der Anteil der beförderten Schwerbehinderten wird statistisch durch Zählungen als Vomhundertsatz an der Gesamtzahl aller Fahrgäste ermittelt. Für 2014 wird ein unternehmensindividueller Erstattungssatz von 6,89 % angesetzt. Die Zahl der Fahrgäste im Barverkehr beträgt im Berichtsjahr 2014 4.828.315 (i. Vj. 4.928.525). Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Rückgang von 100.210 Fahrgästen oder 2,0 %. Im Zeitkartenverkehr beträgt 2014 die Zahl der Fahrgäste 53.538.209 (i. Vj. 53.794.254). Damit ergibt sich im Vergleich zu 2013 eine Abnahme um 256.045 Fahrgäste oder 0,5 %. Die Monatskarten im Abonnement verzeichnen einen Anstieg von 1,0 % oder 128.069 Fahrgästen auf 12.718.843 Fahrgäste. 1.3. Investitionen Die aus den operativen Investitionsaktivitäten der DVG resultierenden Anlagenzugänge in das Anlagevermögen belaufen sich im Berichtsjahr auf 4,204 Mio. €. Dies entspricht einer Reduzierung gegenüber dem Vorjahr von 3,844 Mio. €. Abzüglich der verrechneten Investitionszuschüsse von 1,893 Mio. € ergeben sich Anlagenzugänge von 2,311 Mio. €. Nach Investitionsbereichen gegliedert liegt der Schwerpunkt der Brutto-Investitionen mit 0,785 Mio. € in der Gleisbaumaßnahme „Linie 903 Süd, Wanheimer Str., Karl-Jarres-Str. bis Wörthstr." sowie mit 1,174 Mio. € in dem Vorhaben „ITCS Leitstelle und Digitalfunk". Im Bereich Betriebstechnische Betriebs- und Geschäftsausstattung werden 1,099 Mio. € investiert, wovon 0,877 Mio. € auf die Investitionsvorhaben „Fahrausweisdrucker sowie -automaten" entfallen. Die Investitionsverpflichtung aus Obligo besteht zum Stichtag in Höhe von ca. 2,749 Mio. €. ![]() 1.4. Finanzierung Die Finanzierung der Investitionen des abgelaufenen Geschäftsjahres erfolgt durch Eigen- und Fremdmittel sowie Abschreibungen und die Verlustübernahme durch die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (kurz: DVV). Zwischen der DVG und der DVV besteht eine Cash-Pooling Vereinbarung. Die DVG führt Zahlungsmittelüberschüsse an die DVV ab. Auf der Gegenseite stellt die DVV der DVG liquide Mittel zwecks Regulierung ihrer kurzfristigen finanziellen Verpflichtungen zur Verfügung. Die Zahlungsmittel werden zwischen den Gesellschaften marktüblich verzinst. 1.5. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Die DVG beschäftigt am 31.12.2014 einschließlich Auszubildender, Praktikanten und befristet Beschäftigter insgesamt 849 Mitarbeiter, einen Beschäftigten weniger als am 31.12.2013. Bei den Angaben sind Teilzeitbeschäftigte nicht anteilig umgerechnet. 2. LageDie DVG ist ein Unternehmen im Konzernverbund der DVV. Sie erbringt auf Basis des Nahverkehrsplanes für die Stadt Duisburg die Verkehrsleistungen für Duisburg und bedient gleichzeitig Teilstrecken in den Nachbarkommunen. Die DVG hat sich mit der Essener Verkehrs-AG (kurz: EVAG) und der Mülheimer VerkehrsGesellschaft mbH (kurz: MVG) zur Kooperationsgesellschaft Via Verkehrsgesellschaft mbH (kurz: Via) zusammengeschlossen. Grundsätzlich fallen in Via alle mit dem Erbringen der operativen Verkehrsleistung im Zusammenhang stehenden Aufwendungen an. Mit diesen Aufwendungen wird die DVG zum einen über die Linienbündelrechnung und zum anderen über gesonderte Rechnungen im Zusammenhang mit der Abrechnung von Sondermaßnahmen für die Stadt Duisburg belastet. Die Einbeziehung des Personalaufwandes der DVG in Via erfolgt nach Maßgabe der Verrechnungssystematik des Personaleinsatz- und Verrechnungsvertrages. Zudem stellt die DVG Via zur Erbringung der operativen Verkehrsleistung die notwendige Infrastruktur sowie die Linienfahrzeuge unentgeltlich bei. Die daraus resultierenden Kapitalkosten verbleiben bei der DVG. Die Einnahmeverantwortung und damit die Verkehrserträge verbleiben bei der DVG. 2.1. Ertragslage Einnahmen Die unter den Umsatzerlösen ausgewiesenen Verkehrseinnahmen der DVG haben sich gegenüber dem Vorjahr um 0,496 Mio. € auf 51,366 Mio. € verbessert. Insgesamt steigen die VRR-Verkehrseinnahmen im Vergleich zu 2013 um 0,523 Mio. € auf 50,144 Mio. €. Die Einnahmen im Bar- und Zeitkartenverkehr im Bereich des VRR erhöhen sich insgesamt um 1,046 Mio. € auf 49,908 Mio. €. Auf das Sozialticket entfallen in 2014 2,618 Mio. € (i. Vj. 2,356 Mio. €) der Einnahmen. Die Verkehrseinnahmen im Bereich der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein (VGN) nehmen um 0,183 Mio. € ab und liegen bei 0,178 Mio. €. In 2013 wurden insgesamt höhere Einnahmen aus Vorjahren erfasst, vor allem Ausgleichszahlungen für Übersteiger. Die sonstigen Verkehrseinnahmen der DVG steigen in 2014 um 0,155 Mio. € auf 1,044 Mio. €. Dabei entfallen auf die Einnahmen für das Erhöhte Beförderungsentgelt 0,990 Mio. € nach 0,837 Mio. € in 2013. Erstattungs- und Ausgleichsbeträge Im Geschäftsjahr 2014 sinken die Abgeltungszahlungen für Schwerbehinderten- und Schülerbeförderung inklusive der Berücksichtigung von Nachzahlungen für Vorjahre und Rückstellungen um 1,697 Mio. € auf 2,980 Mio. €. Die von der DVG zu leistenden Abgeltungszahlungen für die Deutsche Bahn und Übersteiger fallen mit 4,830 Mio. € in 2014, inklusive Nachzahlungen für Vorjahre und Rückstellungen, um 0,553 Mio. € niedriger aus als in 2013. Die Ausgleichszahlung für das Sozialticket liegt in 2014 bei 1,611 Mio. €, ebenfalls inklusive der Nachzahlungen für Vorjahre. In 2013 betrug die Ausgleichszahlung für das Sozialticket 1,184 Mio. €. Sonstige Umsatzerlöse Die Position sonstige Umsatzerlöse umfasst Erlöse aus Hilfsgeschäften und Gleisnutzung, Reklameerlösen und Auftragsverkehr Mülheim. Den Hilfsgeschäftserträgen, der Abrechnung Stadtbahn und dem Auftragsverkehr Mülheim stehen entsprechende Aufwendungen in den Bereichen Materialaufwand und Fremdleistungen gegenüber. Die sonstigen Umsatzerlöse vermindern sich von 5,236 Mio. € in 2013 auf 4,543 Mio. € im Ist 2014. Zwei in 2013 abgerechnete umfangreiche Sondermaßnahmen für die Instandhaltung Stadtbahn führen zu der Abweichung zwischen 2014 und 2013. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge steigen im Ist 2014 gegenüber dem Plan 2013 und dem Vorjahr. Sie liegen im Ist 2014 bei 55,710 Mio. € (Plan 54,430 Mio. €). Gegenüber dem gleichen Zeitraum in 2013 erhöhen sie sich um 2,300 Mio. €. Seit der Ingangsetzung von Via-SAP erfolgt die Verrechnung des Personals von DVG an Via (37,599 Mio. €, i. Vj. 36,208 Mio. €). Die zugrunde gelegten Verrechnungssätze werden jährlich fortgeschrieben. In 2014 liegen die Erträge aus der Verrechnung von Leistungsscheinen zwischen DVG und Via nahezu auf Vorjahresniveau (2014: 8,203 Mio. €, 2013: 8,142 Mio. €). Diesen Erträgen stehen entsprechende Aufwendungen gegenüber. Die Erträge aus Zuschüssen erhöhen sich im Ist 2014 mit insgesamt 3,217 Mio. € nach 1,419 Mio. € in 2013. Der Grund des Anstiegs liegt in der Neuregelung der ÖPNV-Pauschale. Die Pauschale setzt sich aus der ehemaligen Fahrzeugförderung und der ÖPNV-Aufgabenträgerpauschale zusammen. Da in 2014 keine Neubeschaffung von Fahrzeugen erfolgt, kann die OPNV-Pauschale in Höhe von 2,515 Mio. € in 2014 komplett ergebniswirksam vereinnahmt werden. Des weiteren werden in 2014 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 2,102 Mio. € ausgewiesen. Im Vorjahr waren es 2,781 Mio. €. Materialaufwand Der Materialaufwand umfasst Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für Fremdleistungen. Er nimmt in 2014 im Vergleich zu 2013 um 3,270 Mio. € zu und liegt bei 82,784 Mio. €. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betragen in 2014 3,209 Mio. €. Dabei entfallen 3,180 Mio. € auf den Energiebezug (vor allem für Fahrstrom). Die Aufwendungen für Fremdleistungen liegen unter Plan, jedoch über dem Vorjahr. Die Aufwendungen für das Linienbündel betragen in 2014 57,074 Mio. € nach 55,946 Mio. € in 2013. Die bereits erwähnten höheren Verrechnungssätze aus dem Personaleinsatz- und Verrechnungsvertrag zwischen DVG und Via führen zu der Abweichung zwischen 2014 und 2013. Die Aufwendungen für die Linienfremdvergabe haben sich gegenüber 2013 im Ist 2014 ebenfalls erhöht. Sie liegen bei 12,837 Mio. €. In 2014 werden Sondermaßnahmen für die Stadt Duisburg in Höhe von 1,112 Mio. € unter den Fremdleistungen ausgewiesen. In 2013 waren die Aufwendungen für Sondermaßnahmen Bestandteil der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Personalaufwand Die Aufwendungen für Löhne, Gehälter und Entgelte sowie die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung vermindern sich im Vergleich zum Plan 2014 und liegen bei 43,471 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahr mit 43,619 Mio. € ist in 2014 ein Rückgang zu verzeichnen. Die Entwicklung resultiert auch aus dem Ergebnisstabilisierungsprogramm „RePower". In 2013 gab es eine Rückstellungszuführung für Altersteilzeit inklusive vorzeitige Freistellungen von 1,038 Mio. €. In 2014 beträgt sie 3,251 Mio. €. Die Zahl der Mitarbeiter (Beschäftigte, Auszubildende und Praktikanten) liegt 2014 im Durchschnitt bei 817 Personen nach 801 Personen in 2013. Dabei werden die Teilzeitbeschäftigten entsprechend ihrer wöchentlichen Arbeitszeit auf Vollzeitbeschäftigte umgerechnet. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 18,117 Mio. € und liegen 1,0 % über dem Plan von 17,936 Mio. €. Die Abweichung zum Plan 2014 resultiert unter anderem aus rückstellungsbedingten Aufwendungen für die im Tarifvertrag verankerten Maßnahmen zur Bewältigung des demografischen Wandels. Der Vorjahreswert von 18,340 Mio. € wird um 1,2 % unterschritten. Geringere Aufwendungen für die Konzernumlage und die Instandhaltung von Liegenschaften sind die Hauptursachen der Abweichung gegenüber 2013. Die Nachberechnung von Stundenaufschreibungen in der Automatenwerkstatt in Via kann gegenüber dem Plan nahezu aufgefangen werden. Gesamtleistung und Rohergebnis Die Gesamtleistung der DVG steigt gegenüber dem Vorjahr von 109,516 Mio. € um 2,104 Mio. € oder 1,9 % auf 111,620 Mio. € in 2014 an. Das Rohergebnis (Gesamtleistung vermindert um Materialaufwand) verschlechtert sich von 30,002 Mio. € in 2013 auf 28,836 Mio. € in 2014. Betriebsergebnis Das Betriebsergebnis verschlechtert sich im Jahresvergleich 2013 zu 2014 von 38,836 Mio. € um 0,374 Mio. € auf 39,210 Mio. €. Finanzergebnis Das Finanzergebnis liegt bei -1,198 Mio. €. Es verschlechtert sich gegenüber dem Plan. Auslöser für die Verschlechterung ist die Verzinsung von Rückstellungen nach BilMoG. Gegenüber dem Vorjahr mit -1,747 Mio. € ist das Finanzergebnis um 0,549 Mio. € besser. Vor allem die Verzinsung von Rückstellung ist in 2014 geringer als in 2013. Jahresfehlbetrag Das Jahresergebnis weist für 2014 einen Verlust von 40,680 Mio. € nach 40,899 Mio. € im Vorjahr aus. Das Gesamtergebnis der DVG verbessert sich damit absolut um 0,219 Mio. € oder 0,5 %. Die im Ist 2014 unter dem Plan liegenden Aufwendungen für Materialaufwand, Personal und Finanzaufwendungen sowie die überplanmäßigen sonstigen betrieblichen Erträge führen zu dem guten Ergebnis. Das für 2014 angestrebte Jahresergebnis von -42,966 Mio. € wird somit übertroffen. Der Geschäftsverlauf hat die Erwartungen erfüllt. 2.2. Vermögenslage In der nachstehenden Übersicht sind die Bilanzzahlen gruppenweise zusammengefasst: scroll
Die Bilanzsumme verringert sich im Berichtsjahr von 126,472 Mio. € um 1,021 Mio. € oder 0,8 % auf 125,451 Mio. €. Die Eigenkapitalquote erhöht sich geringfügig von 28,0 % auf 28,3 %. Die Deckung des Anlagevermögens durch lang- und mittelfristig gebundenes Kapital beträgt 167,5 % (i. Vj. 162,8 %). ![]() Das Eigenkapital ist unverändert zum Vorjahr. In den Rückstellungen sind Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen und Altersteilzeit enthalten. Die kurzfristigen Schulden erhöhen sich um 2,977 Mio. € auf 20,314 Mio. €. Sie liegen damit bei 16,2 % der Bilanzsumme. 2.3. Finanzlage Einen detaillierten Einblick in die Finanzlage gibt die Kapitalflussrechnung in Anlehnung an die Richtlinie 2 des Deutschen Rechnungslegungs-Standards Comitee (DRSC). scroll
Unter Einbeziehung der im Rahmen des Cash-Managements bei Konzernunternehmen kurzfristig angelegten liquiden Mittel ergibt sich nachstehender Zahlungsmittelüberschuss: scroll
Das Finanzmanagement der DVV verfolgt das Ziel, die Fähigkeit zur Erfüllung ihrer Zahlungsverpflichtungen jederzeit sicherzustellen. Daneben zählen zu den übergeordneten Zielen des Finanzmanagements, die Finanzierung unternehmerischer Aktivitäten, das Management finanzieller Risiken – insbesondere Liquiditätsrisiken, Marktpreisrisiken und Adressenausfallrisiken, eine kosten- und risikooptimierte Finanzmittelbeschaffung und -anlage sowie die Optimierung des Zinsergebnisses. Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen lässt sich keine negative Veränderung der Liquiditätssituation erkennen, so dass die Fähigkeit zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit vorhanden war. 3. Chancen- und RisikoberichtRisikomanagementsystem Die DVG versteht das Risikomanagement als einen bedeutenden Baustein des Managementsystems, mit der Zielsetzung den Unternehmenserfolg und die Unternehmensziele langfristig zu sichern. Die DVG als mehrheitliche Tochtergesellschaft der DVV, ist unmittelbar in das konzernweite Risikomanagementsystem eingebunden. Das Risikomanagement des DVV-Konzerns steht dabei im Einklang mit den Regelungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz (KonTraG). Das Risikomanagement ist als kontinuierliche Aufgabe in die betrieblichen Prozesse integriert. Strategische Entscheidungen im Unternehmen erfolgen immer auf der Grundlage betriebswirtschaftlich begründeter Informationen, was wiederum eine fortlaufende Identifikation, Analyse und Bewertung von unternehmensweiten Risiken und deren Steuerung voraussetzt. Diese Aufgaben werden von der zentralen Organisationseinheit, dem Konzernrisikomanagement, sowie den dezentralen Risikomanagern und Risikoverantwortlichen innerhalb der einzelnen Unternehmenseinheiten wahrgenommen. Mit Hilfe des Risikomanagement-Informationssystems ist die Zusammenarbeit des Konzernrisikomanagements mit den Unternehmenseinheiten, sowie der Risikomanagementprozess (Identifikation – Analyse – Bewertung – Steuerung – Kommunikation) sichergestellt. Eine effektive Durchführung der Identifikation und Neubewertung von Risiken ist nur mit genauer und umfassender Kenntnis der operativen Geschäftsprozesse möglich. Durch die Zuordnung sämtlicher Risiken zu den entsprechenden Risikoverantwortlichen in den Unternehmenseinheiten ist die Voraussetzung für eine effektive Durchführung gewährleistet. Risikoverantwortlich sind Leiter einer Stabs-/Hauptabteilung, in deren Unternehmenseinheit ein Risiko einschlägig werden könnte und gesteuert werden kann. Risikoverantwortliche werden durch die dezentralen Risikomanager unterstützt, welche die ständige Beobachtung ihrer Unternehmenseinheit im Hinblick auf neu entstehende und sich ändernde Risikolagen wahrnehmen. Auf Basis der Rollenverteilung erfolgt eine regelmäßige Risikoinventur sowie die monatliche Aktualisierung bereits identifizierter Risiken mit anschließender Berichterstattung durch das Konzernrisikomanagement an die Geschäftsführung, welche wiederum die Ergebnisse quartalsweise dem Aufsichtsrat präsentiert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden alle Risiken im Risikomanagement-Informationssystem erfasst und regelmäßig aktualisiert. Durch die lückenlose Dokumentation der Entwicklung der Risikolage werden die Anforderungen an die Rechnungslegung in Bezug auf Nachvollziehbarkeit und Unveränderbarkeit der Risikobewertung durch die DVG erfüllt. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses der DVG übernehmen 4 Ebenen Verantwortung:
![]() Hauptfokus des Risikomanagements ist das aktive Managen von Risiken, also die kontinuierliche Identifikation, Bewertung, Überwachung und Steuerung aller wesentlichen Risiken, die den Fortbestand, das wirtschaftliche Ergebnis sowie die strategische Zielerreichung der DVG oder ihrer Tochtergesellschaften gefährden können. Als Überwachungssystem soll das Risikomanagement insbesondere alle Entwicklungen frühzeitig erkennen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Dabei ist zu beachten, dass im Risikomanagement des DVV-Konzerns der Begriff Risiko so konkretisiert ist, dass darunter alle „unerwarteten" Effekte zu verstehen sind, die zu einer negativen Abweichung der originären Wirtschafts- und Mittelfristplanung führen können. Dementsprechend stellen Chancen positive Abweichungen dar. Das Risikomanagement ist ein bedeutender Prozess im Rahmen der Unternehmenssteuerung. Auf Grund dieses hohen Stellenwertes hat sich der DVV-Konzern das Ziel gesetzt, das Risikomanagementsystem auch in 2015 ff. als Managementinstrument weiterzuentwickeln, welches die Geschäftsentwicklung des DVV-Konzerns aktiv mitgestaltet. Parallel zu den Entwicklungsschritten des Risikomanagements im DVV-Konzern, ist im Rahmen der Gemeinschaftskooperation Via zwischen DVG, EVAG und MVG für die Jahre 2015 ff. das Ziel, die bereits initiierte Harmonisierung des Risikomanagementsystems weiter zu professionalisieren. Gefordert wird eine Via-weit standardisierte Erfassung der Risiken sowie eine abgestimmte Kommunikation zwischen den zentralen Risikomanagern der beteiligten Unternehmen. Risikolage Im Bereich des ÖPNV beeinflussen die politischen sowie gesetzlichen Rahmenbedingungen den Geschäftsverlauf wesentlich. Diesen Entwicklungen kann sich auch die DVG nicht entziehen. Besonders wird hier das Leistungsangebot in den kommenden Jahren in einem erheblichen Maße von Investitionen des Aufgabenträgers Stadt Duisburg in die Verkehrsinfrastruktur beeinflusst. Die Risiken der DVG lassen sich in verschiedene Kategorien klassifizieren:
Marktrisiken Preisänderungsrisiken Für die DVG wurden Marktpreisrisiken für den Betriebsstoff Diesel im Busbetrieb identifiziert. Aufgrund der fortschreitenden Kooperation im Rahmen der Via, erfolgte eine Neuausrichtung des Dieselbeschaffungskonzepts und der damit einhergehenden Absicherungsstrategie. Innerhalb der neuen Sicherungsstrategie der Via erfolgt die Preisabsicherung durch die Via mit direktem Bezug zur physischen Beschaffung. Umfeldrisiken Liberalisierung des öffentlichen Nahverkehrs Die politisch-/rechtlichen Rahmenbedingungen prägen die Entwicklung der DVG entscheidend mit. Existenzgrundlage bildet die Betrauung der DVG mit der Erbringung der Verkehrsleistung durch den Aufgabenträger Stadt Duisburg. Mit Beschluss des Rates der Stadt Duisburg wurde die DVG bis zum 31.12.2019 mit der Verkehrsleistung betraut. Wie für alle anderen Verkehrsunternehmen besteht auch für die DVG das Risiko Linienkonzessionen zu verlieren. Im Extremfall könnte die Gesellschaft dadurch in ihrem wirtschaftlichen Bestand gefährdet werden. Mit Inkrafttreten der neuen EU-Verordnung 1370/2007 ist die Möglichkeit geschaffen worden, die DVG als internen Betreiber der Stadt Duisburg mit der Erbringung der Nahverkehrsleistungen direkt zu beauftragen und damit den Bestand der Gesellschaft zu sichern. Der Aufgabenträger Stadt Duisburg hat sich im Zusammenhang mit der Beschlussfassung zur Via-Kooperation schon für die Direktvergabe an die DVG ausgesprochen und damit der DVG eine langfristige Perspektive eröffnet. Die Ausschreibung von Linien stellt somit zum gegenwärtigen Zeitpunkt kaum ein Risiko dar. Ersatzinvestitionen Bei den Verkehrsträgern des ÖPNV, insbesondere im Ruhrgebiet, sind enorme Investitionsbedarfe in den nächsten 20 Jahren ermittelt worden, will man einen gewissen Mindeststandard an Verkehrsleistung aufrechterhalten. Die DVG hat den Investitionsbedarf nur für Ersatzinvestitionen in Duisburg (Zugsicherungssystem, Infrastruktur etc.) für einen Zeitraum von 20 Jahren auf einen dreistelligen Millionenbetrag geschätzt. Beispielhaft kann hier eine mögliche fehlende Investition der Stadt Duisburg in ein neues Zugsicherungssystem für die fahrgaststärkste Linie U79 angeführt werden. Das seit 1991 in Funktion stehende Zugsicherungssystem muss dringend erneuert werden, da der Hersteller die Ersatzteillieferung aufgekündigt hat. Ein gesicherter Weiterbetrieb ist somit nur noch maximal bis 2024 zu gewährleisten. Zur Aufrechterhaltung der gemeinsamen Stadtbahnlinie U79 mit der Stadt Düsseldorf ist für beide Städte der Einsatz eines kompatiblen Zugsicherungssystems zwingend erforderlich. Sollten erforderliche Investitionsmittel nicht fristgerecht bereitgestellt werden, besteht die Gefahr die Linie U79 an der Stadtgrenze Duisburg/Düsseldorf trennen zu müssen, so dass keine gemeinsame Linie mehr betrieben werden kann. Dies birgt die Gefahr von enormen Fahrgast- bzw. zu Einnahmeverlusten, da die Fahrgäste umsteigen müssten und stärker auf alternative Verkehrsmittel zurückgreifen könnten. Da die Umrüstung eine lange Vorlaufzeit erfordert, ist bereits bis Ende 2015 eine entsprechende Ausschreibung der Erneuerung des Zugsicherungssystems notwendig. Daher ist bis spätestens Ende 2015 eine Ratsentscheidung erforderlich, um den Prozess der Modernisierung des Zugsicherungssystems fristgerecht zu initiieren. Sollte dies nicht gewährleistet werden, droht eine Einstellung der unterirdischen Liniennutzung. Als Konsequenz hätte dies, je nach Szenario, eine Rückzahlung von Fördermitteln sowie Investitionskosten im dreistelligen Millionenbereich. Eine Rückzahlung von Fördermitteln kann aufgrund des Volumens faktisch zu einer Kreditunfähigkeit der DVG/DVV führen. Die Finanzierung der Zugsicherung ist noch nicht gewährleistet, da es keine gesicherte Aussage seitens der Stadt Duisburg gibt. Der VRR fördert 80 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten. Damit ist es nun möglich, die Ausschreibung für das Zugsicherungssystem auf den Weg zu bringen, um die notwendigen Auftragsvergaben zur Systemerneuerung zeitgerecht leisten zu können. In einem engen technischen Zusammenhang zur Erneuerung des Zugsicherungssystems steht für die DVG die Strategie bei der Sanierung der vorhandenen GT10NC-Fahrzeuge sowie die Beschaffungsstrategie neuer Schienenfahrzeuge. Die Auslieferung der Ersatzbeschaffung für die Fahrzeugserie GT10NC wurde aufgrund der fehlenden Beschlussfassung des Rates der Stadt Duisburg zur Erneuerung des Zugsicherungssystems von 2017 (ursprünglich angedachter Liefertermin der Fahrzeuge) auf die Jahre 2020 ff verschoben. Die damit einhergehende Anforderung, die bestehende Fahrzeugserie GT10NC weiter zu betreiben, erfordert umfassende Sanierungsmaßnahmen an den Fahrzeugen. Die Bahnen haben ihr durchschnittliches Lebensalter erreicht. Ein Weiterbetrieb war nicht abzusehen und erfordert entsprechende Sanierungsmaßnahmen. Der Rat der Stadt Duisburg hat in seiner Sitzung am 24.11.2014 folgenden Beschluss gefasst: Der Zuschuss an den DVV-Konzern wird für die Reparatur von Schienenfahrzeugen um sechs Millionen Euro jährlich erhöht. Nach jetziger Kenntnis steht dieser Zuschuss in den Jahren 2015 bis Ende 2017 zur Verfügung. Diese Summe kann vollumfänglich im Rahmen der Sanierung umgesetzt werden und ist somit eine Reaktion auf das eingetroffene Risiko. Innerhalb dieses Zuschusses seitens der Stadt Duisburg sind auch die notwendigen Brandschutzmaßnahmen der B80C-Fahrzeuge bereits berücksichtigt. Aus den Kürzungen von sicherheitsrelevanten Maßnahmen in der Wirtschafts- bzw. Mittelfristplanung 2015 bis 2017 ergibt sich ein weiterer Finanzierungsbedarf, der noch nicht gedeckt ist und nach aktueller Einschätzung in der Höhe von 3,5 Mio. € im Jahr 2015 (2016: 4,2 Mio. €, 2017: 4,6 Mio. €) eintreten wird. Da die wirtschaftlichen Folgen nicht im Wirtschaftsplan berücksichtigt sind, ergeben sich daraus entsprechend wirtschaftliche Risiken für die DVG. Die Stadt Duisburg wird gebeten, die Finanzierung dieser sicherheitsrelevanten Maßnahmen sicherzustellen. Sollten insbesondere systemrelevante Ersatzinvestitionen aufgrund fehlender Finanzierung zukünftig nicht getätigt werden können, droht ein teilweiser Ausfall des Schienensystems und damit unseres leistungsfähigsten Verkehrsträgers. Gemäß der Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) ist eine Barrierefreiheit der Infrastruktur (Fahrzeuge, Haltestellen) bis 2022 herzustellen. Hier sind entsprechende zusätzliche Investitionen sowohl von der DVG als auch von der Stadt Duisburg notwendig. Bewilligung von Investitionen Eine der größten gemeinsam geplanten Investition von der Stadt Duisburg und der DVG stellt die Beschleunigungsmaßnahme der Straßenbahnlinie 901 dar. Die für den öffentlichen Verkehr (ÖV) zuständige Bewilligungsbehörde (VRR) hat den Teilverwendungsnachweis für die bereits realisierten Teilabschnitte auf der Linie 901 geprüft. Ein Abrechnungsbescheid liegt vor. Mit der Einreichung des Teilverwendungsnachweises beginnt somit auch die Zweckbindung (25 Jahre) für die neu erstellten Anlagen. Die Prüfung des 2. ÖV – Änderungsantrages ist seitens des Zuwendungsgebers erfolgt. Ein entsprechender Zuwendungsbescheid wird jedoch voraussichtlich erst in 2015 erteilt, da der VRR hier eine Abhängigkeit für die noch herbeizuführende Finanzierungszusage für die Zugsicherung sieht. Operative Risiken Einnahmenrückgang Ein Verkehrsangebot, dass den Bedürfnissen der Fahrgäste nicht in ausreichendem Maße gerecht wird, stellt für die DVG ein großes Risiko dar. Das Verkehrsangebot der DVG befindet sich auf einem für Großstädte verhältnismäßig niedrigem Niveau. Weitere durch den Anteilseigner geforderte Einsparmaßnahmen führen zu Angebotsreduzierungen. Dadurch verschlechtert sich die Attraktivität des ÖPNV. Die Fahrgäste reagieren möglicherweise mit Unzufriedenheit und sinkender Nachfrage. Die DVG hat in den letzten Jahren erfolgreich Kosten gesenkt bei gleichzeitiger Sicherung des Angebotsniveaus. Dennoch ist es wahrscheinlich, dass auf Grund der angespannten Situation des städtischen Haushalts weitere Einsparmaßnahmen von der DVG gefordert werden. Finanzwirtschaftliche Risiken Durch das zentrale Treasury Management des DVV-Konzerns werden potentielle Finanzierungs- und Anlagerisiken konstant gesteuert. Die Finanzierungs- und Anlagepolitik basiert auf einer risikoadjustierten und diversifizierten Finanzierungsstrategie. Liquiditätsrisiko Unter Liquiditätsrisiko sind Risiken zu verstehen, die die Fähigkeit, Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt der Fälligkeit nachkommen zu können, negativ beeinflussen. Die Liquiditätssteuerung der DVG erfolgt übergeordnet in der DVV-Gruppe mittels einer rollierenden Liquiditätsplanung, um so den zukünftigen Geldmittelbedarf zu erkennen und jederzeit sicherstellen zu können. Finanzierungsrisiko Unter dem Finanzierungsrisiko wird das Risiko verstanden, dass zum Zeitpunkt des Bedarfs an Geldmitteln diese nicht bzw. nicht zu erwarteten Konditionen beschafft werden können. Diese Risiken entstehen häufig als Folge von Bonitätsverschlechterungen oder durch Verwerfungen an den Finanzmärkten. Bestehende Finanzierungen beruhen auf der Einhaltung von Covenants, welche im Rahmen eines konzernweiten Covenant Managements einer ständigen Überwachung unterliegen. Zinsrisiko Zinsrisiken entstehen durch die Veränderung von Zinsen. Auf Grund von bestehenden Festzinsvereinbarungen bestehen keine Zinsänderungsrisiken für bestehende Finanzierungen der DVG. Gesamtrisikobewertung Derzeit sind weder Einzelrisiken noch aggregierte Risiken bekannt, die den Fortbestand der DVG gefährden. Zukünftige Perspektiven/Chancen für die DVG Marktpotential Absatzentwicklung Das immer stärker werdende Klima- und Umweltschutzbewusstsein der Gesellschaft begünstigt in hohem Maße den ÖPNV als umweltfreundliche Mobilitätsvariante. Mit steigendem Nachhaltigkeitsdenken werden auch immer intensiver umweltfreundliche Mobilitätskonzepte erarbeitet und umgesetzt, wie dies teilweise bereits im Rahmen der Kooperationen zwischen Automobilindustrie und ÖPNV sichtbar wird. Schon jetzt sind sich die beteiligten Parteien darüber einig, dass die gesetzten Klimaziele bei der Energiewende nur durch eine begleitende Verkehrswende und den Ausbau verkehrsträgerübergreifender Mobilitätslösungen erreichbar sind. So ist auch speziell im Bereich der Elektromobilität eine enge Verzahnung von privater und öffentlicher Mobilität zu beobachten. Der ÖPNV allein bietet keine umfassende Mobilität in einer Region. Das erfolgreiche Konzept des klassischen ÖPNV-Verkehrsverbundes wird künftig auf das gesamte Mobilitätsspektrum ausgedehnt. Dieser Schritt bedeutet die Entwicklung eines umfassenden „Mobilitätsverbundes" von Bussen und Bahnen, Carsharing und Fahrradverleihsystemen. Des Weiteren bietet ein Zusammenführen verschiedener Angebote zu einem umfassenden Mobilitätsverbund die Möglichkeit eine vereinfachte und flexible Kombination und Nutzung. Aus einem Angebotsportfolio von Mobilitätsoptionen können sich die Kunden ihren optimalen Verkehrsmittelmix zusammenstellen. Dabei ist es von grundlegender Bedeutung, Angebote zu entwickeln und diesen den Zielgruppen nahezubringen, um Nutzungshemmnisse entsprechend zu minimieren. Bei der kundenorientierten Kombination von Angeboten im Rahmen eines Mobilitätsverbundes geht es also darum, die Mobilität für die Bürger zu vereinfachen und zu verbessern und durch attraktive Komplettangebote das Mobilitätsverhalten der Bürger zugunsten einer flexiblen und umweltorientierten Verkehrsmittelwahl zu verändern. Umfeldpotential Investitionsbedarf Um die steigende Nachfrage auch angebotsseitig zu bedienen hat der Bereich Verkehr das Ziel das Leistungsangebot dauerhaft bei konstanter Qualität sicherstellen. Dies erfordert insbesondere eine Finanzierungsfähigkeit der notwendigen zukünftigen Investitionen in die ÖPNV Infrastruktur. Eine politische Regelung ist dabei unverzichtbar, da die Verkehrsbetriebe die Kosten nicht auffangen können. Gemeinsam mit dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) werden hierzu entsprechende Lösungsstrategien erarbeitet. Diese Thematik wurde insbesondere auch innerhalb der vom Land NRW gegründeten Arbeitsgruppe Zukunftskommission ÖPNV behandelt und im Rahmen eines Abschlussberichts bewertet. 4. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von FinanzinstrumentenDie DVG verfolgt eine konservative Risikopolitik mit einer geringen Risikobereitschaft. Für die DVG wurden Marktpreisrisiken für den Betriebsstoff Diesel im Busbetrieb identifiziert. Aufgrund der fortschreitenden Kooperation im Rahmen der Via, erfolgt eine Neuausrichtung des Dieselbeschaffungskonzept und der damit einhergehenden Absicherungsstrategie durch die Via. Die Absicherung durch die Via erfolgt nicht auf Basis eines handelbaren Dieselkraftstoff-Äquivalents, sondern auf Basis des tatsächlichen Beschaffungspreises. Dies führt zu einer ganzheitlichen Neutralisation der Preisänderungsrisiken und wird den Vorgaben, eine hohe Planungssicherheit zu erreichen, gerecht. 5. NachtragsberichtDie nach Abschluss des Geschäftsjahres aufgetretenen Vorgänge von besonderer Bedeutung werden unter 6. Ausblick dargestellt. 6. Ausblick und PrognoseberichtÖPNV als Unterstützer und Mitgestalter der Entwicklung der Stadt Duisburg Für die Stadt Duisburg, eine Großstadt mit rund 490.000 Einwohnern, betreibt die DVG als führender Mobilitätsanbieter in Duisburg mit eigener ÖPNV-Infrastruktur, mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln ein leistungsfähiges öffentliches Nahverkehrssystem. Das Rückgrat des städtischen ÖPNV in Duisburg bilden Busse, Stadt- und Straßenbahnen. Die DVG ist Inhaber der Linienkonzessionen, ist der Vertragspartner der Kunden und stellt die Betriebsleitung. Sie ist als Organgesellschaft im kommunalen Querverbund voll in die Strukturen des DVV-Konzerns integriert. Die DVG versteht sich als aktiver Unterstützer und Mitgestalter im ÖPNV für die Stadt Duisburg und deren Einwohner. Sie unterstützt u. a. die Stadtentwicklungsprojekte und die Modal-Split-Ziele der Stadtverwaltung. Im Rahmen des DVV-Projektes „New Power" unterstützt die DVG das Zielbild 2027, unter anderem, indem sie die Bedürfnisse ihrer Kunden nach öffentlicher Mobilität kennt und ihr Angebot mit optimaler Wertschöpfung auf einer soliden technischen Basis gestaltet. Trotz der erwarteten rückläufigen Einwohnerentwicklung in Duisburg wird eine deutliche ÖPNV-Nachfragesteigerung sowie steigende Kundenanforderungen an Angebots- und Servicequalität erwartet. Um der weiter steigenden Nachfrageentwicklung gerecht zu werden, ist es unabdingbar, die Infrastruktur des Nahverkehrssystems in Duisburg zu erhalten und weiter auszubauen sowie neue, zukunftsgerichtete Mobilitätskonzepte anzubieten. Nur so kann weiterhin ein sicherer, störungsfreier, leistungsfähiger und attraktiver Nahverkehr in Duisburg angeboten werden. Rahmenbedingungen der ÖPNV-Infrastruktur in Duisburg Wie bereits im Chancen- und Risikobericht dargestellt, ist in den kommenden Jahren die Modernisierung der mehr als 40 Jahre alten Tunnelinfrastruktur und des rund 30 Jahre alten Zugsicherungssystems (Weiterbetrieb der U79 sowie aller Straßenbahnlinien) der Stadt erforderlich. Hierzu sind die erforderlichen Ratsentscheidungen der Stadt Duisburg über die Finanzierung bereits im Jahr 2015 zu treffen, um z. B. die rechtzeitige Beschaffung und Installation des neuen Zugsicherungssystems bis zum Jahr 2020 und die anschließende Migration bis 2024 nicht zu gefährden. Die Instandhaltung und Erneuerung der Brückeninfrastruktur (u. a. Oberbürgermeister Karl-Lehr Brückenzug) belastet das Ergebnis der DVG, da sie – trotz Förderung des Anteils des öffentlichen Verkehrs – einen Eigenanteil für die Streckenausrüstung erbringen muss. Die Beschaffung von 47 Straßenbahnfahrzeugen nach mehr als 30 Jahren ist unvermeidbar. Die vorhandenen GT 10 NC Fahrzeuge sind altersbedingt zu sanieren (z. B. Drehgestelle, Wagenkästen), damit sie bis zum Zeitpunkt der Neuinstallation des Zugsicherungssystems im Betrieb eingesetzt werden können. Ferner muss bis zu diesem Zeitpunkt auch eine neue Fahrzeugflotte zur Verfügung stehen. Zudem sind Investitionen in kundenorientierte Infrastruktureinrichtungen, die heutigen Qualitätsansprüchen, Übersichtlichkeit und Barrierefreiheit genügen, erforderlich. Teile der Fahrwegetechnik, u. a. Gleisanlagen, Fahrleitungen und Bahnstromversorgung, sind in den kommenden 10 Jahren (Beschleunigungsmaßnahmen) zu erneuern und Investitionen aufgrund geänderter gesetzlicher Vorgaben, z. B. Brandschutz in Fahrzeugen und Tunnelinfrastruktur, zu tätigen. Die technischen Rahmenbedingungen stellen für die DVG und die Stadt Duisburg eine große Herausforderung dar, die nur im engen Schulterschluss und mit zusätzlichen Fördermitteln von Bund/Land/EU zu bewältigen ist. Wirtschaftliche Situation von DVG und Stadt Duisburg Konträr zu den Anforderungen entwickeln sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Betrieb des ÖPNV in Duisburg. DVG Die Einnahmen aus dem operativen ÖPNV-Geschäft der DVG können den Aufwand für die Aufrechterhaltung des ÖPNV-Systems in Duisburg nur anteilig decken. In den vergangenen Jahren konnte die DVG den kommunalen Deckungsbeitrag von 53,1 Mio. € im Jahre 2002 auf rund 41 Mio. € im Jahr 2014 senken. Dies erreichte die DVG aus eigener Kraft nur mit konsequenter Umsetzung von Restrukturierungsprogrammen, wie z. B. dem Zukunftsprogramm mit ca. 10,1 Mio. € Einsparvolumen bei gleichzeitiger Steigerung der Fahrgastzahlen. Mit der Kooperationsgesellschaft Via haben sich EVAG, MVG und DVG mit dem Ziel der Erschließung weiterer Kostensenkungspotenziale durch Synergien zusammengeschlossen. Das „Via-Optimal" genannte Programm soll insgesamt 13,5 Mio. € an nachhaltigen, jährlichen Einsparungen bis zum Jahr 2020 erzielen. Davon entfallen rund 4,4 Mio. € auf die DVG. Abgesehen von den internen Einsparbemühungen ist das System der Finanzierung des ÖPNV in den vergangenen Jahren angepasst worden. Neben rechtlichen Eingriffen durch u. a. das EU- und das Beihilferecht wurde die bisherige Förderungspraxis eingeschränkt bzw. soll gänzlich eingestellt werden. Hieraus ergeben sich folgende, auch durch den Branchenverband VDV kommunizierten Forderungen der DVG:
Stadt Duisburg Die Haushaltslage der Stadt Duisburg ist seit Jahren mehr als nur angespannt. So beläuft sich die Höhe der Kassenkredite auf 1,7 Mrd. €. Aus dem Stärkungspaketgesetz des Landes NRW erhält die Stadt Duisburg seit 2012 Finanzhilfen in Höhe von zurzeit 52,5 Mio. € nur, wenn die Stadt Duisburg im Gegenzug mit nachhaltigen Einsparungen zur Haushaltskonsolidierung beiträgt. Nur wenn der Haushaltssanierungsplan mit einem derzeitigen Gesamtvolumen von bis zu 269,5 Mio. € vollständig umgesetzt wird, erhält die Stadt Duisburg die Stärkungspaktmittel für den gesamten Zeitraum bis 2020. Auf der Basis der Nutzung des steuerlichen kommunalen Querverbundes der Verrechnung der Gewinne der Stadtwerke Duisburg AG (SWDU) mit den Verlusten der DVG findet durch die Stadt Duisburg ein abgekürzter Zahlungsweg in Form eines Verlustvergleichs der DVG über die DVV statt. In der aktuellen Finanzplanung der Stadt Duisburg ist derzeit ein Verlustausgleich zwischen 2,0 und 2,5 Mio. € p. a. auf DVV-Ebene vorgesehen. Darüber hinaus hat der Rat der Stadt Duisburg beschlossen, den Zuschuss an den DVV-Konzern für die Reparatur von Schienenfahrzeugen ab dem Jahr 2015 um 6 Mio. € jährlich zu erhöhen. Im Wesentlichen bedingt durch die sich kontinuierlich verschlechternden externen Rahmenbedingungen für die konventionelle Energieerzeugung reduzieren sich im Bereich der SWDU die Gewinne drastisch. Damit verschlechterte sich in den letzten Jahren zudem auch die Finanzierungssituation des DVV-Konzerns insgesamt erheblich, was eine Finanzierung von kapitalintensiven Investitionen sehr schwierig gestaltet. Der DVV-Konzern hat im Jahr 2012 das Projekt „RePower" initiiert, um die wirtschaftliche Situation der DVV-Konzerngesellschaften, insbesondere in der Versorgungssparte zu verbessern. Die Zielsetzung des Projektes, konzernweit Maßnahmen von mindestens 30 Mio. € bis zum Jahr 2014 zur nachhaltigen Ergebnisstabilisierung im DVV-Konzern zu definieren, wurde erreicht. Angesichts der sich weiter verschlechternden Rahmenbedingungen haben die Geschäftsleitungen von DVV, SWDU und DVG beschlossen, das Projekt RePower auch in den Jahren 2015 ff weiter fortzusetzen, um die Konsolidierung der Ergebnisse der Konzernunternehmen zu erreichen. Unter anderem haben sich die DVG und die Stadt Duisburg im Rahmen des RePower-Programms in einem Projekt „Zukunft ÖPNV" zum Ziel gesetzt, Lösungsoptionen für das ÖPNV-Angebot in Duisburg, die Erneuerungsbedarfe der ÖPNV-Infrastruktur und die gesamte Finanzierung des ÖPNV gemeinsam zu erarbeiten. Konzernweit soll unter RePower 2015 ein Restrukturierungsprogramm erarbeitet werden, dass einen Liquiditätseffekt von mindestens 45 Mio. € beinhaltet. Dieses Programm soll nach derzeitiger Planung in 2015 mit den Mitbestimmungsgremien, Aufsichtsräten und Anteilseignern in Form eines Vertragswerkes beschlossen werden, damit in den nächsten Jahren (voraussichtlich 2015 – 2017) die Maßnahmen konzernweit umgesetzt werden. Im Gegenzug zu diesen Maßnahmen müssen alle Beteiligten Klarheit über den Weg, damit zusammenhängende Veränderungen, handelsrechtliche sowie auch liquiditätswirksame Wirkungen und darüber hinaus auch Kenntnis über die Finanzierungsbedarfe sowie -lösungen im Rahmen der Restrukturierungsumsetzung haben. Wirtschafts- und Mittelfristplanung Der Wirtschaftsplan der DVG sieht für das Geschäftsjahr 2015 eine Gesamtleistung von 117,356 Mio. EUR vor und schließt mit einem kommunalen Deckungsbeitrag von 43,549 Mio. EUR ab. Für das Geschäftsjahr 2016 plant die DVG mit einer Gesamtleistung in Höhe von 110,110 Mio. EUR und einem kommunalen Deckungsbeitrag von 42,122 Mio. EUR. Risiken Die vorgelegte Wirtschafts- und Mittelfristplanung (Erfolgs-, Investitions- und Finanzplan) ist mit erheblichen Risiken behaftet, die im Laufe des Planungszeitraums zu Abweichungen von den vorgestellten Planergebnissen führen können. Beispielhaft werden hier einige wesentliche Risiken erläutert. Zu der bis spätestens im Jahr 2024 erforderlichen Erneuerung des Zugsicherungssystem mit einem Investitionsvolumen von mindestens 36,0 Mio. € gibt es bisher noch keine gesicherte Aussage der Stadt Duisburg hinsichtlich der Finanzierung. Die Erneuerung des Zugsicherungssystems ist nicht in der Mittelfristplanung der DVG enthalten, da die Stadt Duisburg Eigentümer des Systems ist. In einem engen technischen Kontext steht für die DVG die Strategie zur Sanierung der vorhandenen GT 10 NC Fahrzeuge sowie die Beschaffungsstrategie neuer Schienenfahrzeuge. Die externen gutachterlichen Untersuchungsergebnisse der GT 10 NC Fahrzeuge weisen einen sehr unterschiedlichen Zustand der Fahrzeuge aus. Daher wurde auf Basis der Untersuchungsergebnisse und des erarbeiteten Sanierungskonzeptes sowie in Abstimmung mit der Technischen Aufsichtsbehörde (TAB) festgelegt, dass nochmals alle Fahrzeuge unter Beteiligung eines externen Gutachters überprüft werden. Der Gutachter hat im Januar 2015 mit der Oberprüfung der Straßenbahnen begonnen. Die Diagnose über notwendige Sanierungsmaßnahmen kann je Fahrzeug erst nach entsprechender Freilegung der Wagenkästen erfolgen und wird voraussichtlich bis Ende April 2015 abgeschlossen sein. Bereits heute ist ein finanzieller Mehraufwand von einem höheren einstelligen Millionen-Euro-Betrag durch z. B. Teilsanierungen der Fahrzeuge, Schienenersatzverkehr, Anmietung externer Hallen sowie der Beauftragung von Dienstleistungen für das Jahr 2015 prognostizierbar. Für den Neubau des Oberbürgermeister Karl-Lehr-Brückenzuges ist in der vorliegenden Wirtschaftsplanung der vertragliche vereinbarte Eigenanteil der DVG eingeplant. Auch hier besteht das latente Risiko einer Ergebnisverschlechterung sobald der Anteilseigner und Vertragspartner einen höheren Eigenanteil fordert. Veränderungen in der Wirtschafts- und Mittelfristplanung 2015 bis 2017 können sich neben den bereits oben genannten Sachverhalten u. a. aus den Brandschutzmaßnahmen in den B80-Fahrzeugen, gekürzten sowie ungeplanten Instandhaltungsaufwendungen der Infrastruktur sowie Nachrüstung von Partikelfiltern an 15 Bussen ergeben. Darüber hinaus führen Einsparungen bei Reinigungs- und Bewachungsleistungen (z. B. Null-Toleranz-Kampagne) aus Kundensicht zu deutlichen Qualitätseinbußen. Leistungen, wie z. B. Fahrzeugbegleiter (Servicekräfte) werden aufgrund fehlender Finanzmittel ersatzlos eingestellt. Weitere Risiken, die aus Gesetzesänderungen oder sonstigen sich verändernden Rahmenbedingungen, auch im Beihilferecht von außen entstehen, können sich ebenfalls negativ auf die Zielerreichung auswirken. Die Finanzierungssituation für ÖPNV-Investitionen ist allgemein, wie auch bei der DVG, als angespannt zu bezeichnen. Ohne adäquate kommunale Sicherheitsleistung wird sich in den kommenden Jahren die Finanzierung von notwendigen Investitionen äußerst schwierig darstellen. Kundenzufriedenheit In Duisburg nutzt statistisch mehr als ein Drittel der rund 490.000 Einwohner den öffentlichen Nahverkehr in der Stadt. Die Tendenz ist stetig steigend. Für die DVG ist es Ansporn, die zur Verfügung stehenden Mittel so einzusetzen, dass ein größtmöglicher Kundennutzen entsteht. Jedoch ist durch die bereits in den Risiken beschriebenen Kürzungen von Leistungen durch die DVG mit einer abnehmenden Kundenzufriedenheit zu rechnen. Direktvergabe Die bis zum Jahr 2019 geltende Betrauung der DVG durch den Aufgabenträger soll im Anschluss durch die Direktvergabe des Aufgabenträgers Stadt Duisburg gemäß EU-VO 1370/2007 abgelöst werden. Zur Umsetzung des Ratsbeschlusses aus dem Jahre 2009 und nach Novellierung des PBefG, welches eine Stärkung der Aufgabenträgerrolle vorsieht, haben die Aufgabenträger der Städte Duisburg, Essen und Mülheim an der Ruhr gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen DVG, EVAG und MVG sowie Via eine Projektgruppe gebildet, um die notwendigen vorbereitenden Arbeiten zu koordinieren. In diesem Projekt wird die Vorbereitung der Schritte zur Direktvergabe unter Berücksichtigung der nach EU-Verordnung vorgegebenen Fristen sowie die notwendigen Prüfungen und Entscheidungen koordiniert. Hinsichtlich der Direktvergabe nach EU-VO 1370/2007 kommt dem VRR-Finanzierungssystem eine entscheidende Bedeutung zu, da die Aufgabenträger die Finanzierung des ÖPNV auf den VRR übertragen und sich damit einem EU-konformen und mit der EU-Kommission sowie der nationalen Finanzbehörde abgestimmten Finanzierungssystem angeschlossen haben. Die DVG arbeitet daran, in einem engen Schulterschluss mit ihrem Aufgabenträger und ihren Anteilseignern, den Kunden, der Belegschaft, dem Betriebsrat und der Gewerkschaft in der Öffentlichkeit sowie in der Politik für die dringende Notwendigkeit von Investitionen in die Erneuerung der Infrastruktur zu werben. Nur wenn es gemeinsam gelingt, neue öffentliche Förderungsmöglichkeiten, insbesondere bei Land, Bund und EU zu erschließen, kann die Leistungsfähigkeit des OPNV erhalten und ausgebaut werden.
Duisburg, den 31.03.2015 Duisburger Verkehrsgesellschaft AG Wittig Karpathy Wandelenus BilanzAktiva scroll
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Anhang für das Geschäftsjahr 2014Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG wird nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes sowie nach der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen aufgestellt. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten erfasst und – sofern zulässig – planmäßig abgeschrieben. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen nach der linearen Abschreibungsmethode bewertet. Den Abschreibungen liegen grundsätzlich die amtlichen AfA-Tabellen vom Bundesministerium der Finanzen zugrunde. Die Gesellschaft behält sich vor eine kürzere oder längere Nutzungsdauer für einzelne Vermögensgegenstände zu wählen, sofern dies den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) und dem tatsächlichen Wertverzehr entspricht. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten werden linear abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr in einen Sammelposten eingestellt und linear über 5 Jahre abgeschrieben. Die Gesellschaft setzt erhaltene Investitionszuschüsse gemäß der Stellungnahme des Hauptfachausschusses des IDW 1/1984 i. d. F. 1990 von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten des bezuschussten Vermögensgegenstandes ab. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungsgesellschaften sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Die sonstigen Ausleihungen, bei denen es sich um niedrig verzinsliche Darlehen handelt, sind mit dem Barwert ausgewiesen. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzipes bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach der versicherungsmathematischen Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) gebildet. Als Rechnungszinsfuß werden 4,54 % (i. Vj. 4,89 %) und eine Leistungsdynamik von 2,00 % zu Grunde gelegt. Die Sterbetafeln von Prof. Heubeck 2005 G wurden angewendet. Mittelbare Pensionsverpflichtungen nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wurden nicht passiviert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie der Höhe oder dem Zeitpunkt nach noch nicht feststehende Verbindlichkeiten. Die Gesellschaft hat Aufwandsrückstellungen auf Grund des Ansatzwahlrechtes nach § 249 Abs. 2 HGB a. F. passiviert und das Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB wahrgenommen. Diese Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückbauverpflichtungen für stillgelegte Gleisanlagen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern gemäß § 285 Nr. 29 HGB werden bei der DVG weder ausgewiesen noch erläutert, da die DVG Teil des ertragsteuerlichen Organkreises der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV) ist. Entsprechende Erläuterungen zu den latenten Steuern erfolgen im Anhang der DVV. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände scroll
* RLZ = Restlaufzeit Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich im Wesentlichen aus der Abrechnung des Schwerbehindertenausgleichs in Höhe von 1.061 T€ und den Forderungen aus dem Semesterticket mit 412 T€ zusammen. Hinzu kommen Forderungen aus der Wartehallenreklame der Deutschen Städte Medien GmbH mit 294 T€ und dem erhöhten Beförderungsentgelt in Höhe von 171 T€. Außerdem beinhalten die Forderungen 163 T€ aus dem geleisteten Auftragsverkehr des Streckenabschnitts der Linie 901. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen weisen im Wesentlichen Ansprüche aus der Verlustübernahme von 38.196 T€ und aus einem Kassenkredit i. H. v. 19.308 T€ gegen die DVV aus. Dem stehen die Verrechnungen von gegenseitigen Lieferungen und Leistungen in Höhe von 156 T€ und Umsatzsteuer aus Betriebsprüfung mit 85 T€ entgegen. Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen überwiegend Forderungen aus Fahrausweisen der Verkaufsstellen mit 377 T€ und Forderungen aus Schadenersatzansprüchen in Höhe von 649 T€. 3. Rechnungsabgrenzungsposten Der Posten beinhaltet im Wesentlichen die Abgrenzung für eine Einmalzahlung an die Rheinische Zusatzversorgungskasse. 4. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt und aufgeteilt in 14.000 Namensaktien im Nennwert von 1.000,00 DM (511,29 €) je Aktie. Die DVV, mit der ein Beherrschungsvertrag mit Ergebnisabführungsvereinbarung besteht, ist mit 74,0 %, die Stadt Duisburg mit 25,8 %, der Kreis Wesel und die Stadt Dinslaken sind mit je 0,1 % am gezeichneten Kapital beteiligt. 5. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage in Höhe von 26,9 Mio. € ist unverändert. 6. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen mit 14.428 T€ Verpflichtungen im Personalbereich einschließlich der Restrukturierung, mit 2.623 T€ den Bereich Service und Sicherheit, mit 1.758 T€ Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung, mit 1.315 T€ Verpflichtungen aus dem Gleisrückbau und mit 2.098 T€ den Ausgleich für Übersteiger/fremdgenutzter Fahrausweise. Hinzu kommen Rückstellungen für die Verpflichtungen aus der Erstattung von Fahrgeldausfällen aus unentgeltlicher Beförderung schwerbehinderter Menschen gemäß § 148 SGB IX in Höhe von 2.174 T€. 7. Verbindlichkeiten scroll
* RLZ = Restlaufzeit Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollständig durch Bürgschaften der Stadt Duisburg gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten überwiegend Liefer- und Leistungsverrechnungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten u. a. lang- und mittelfristige Darlehen der Rheinischen Zusatzversorgungskasse von 2.301 T€ und Zuschüsse des Bundes und des Landes auf unfertige Anlagen mit 3.991 T€. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung8. Umsatzerlöse scroll
Die Umsatzerlöse betreffen neben den kassentechnischen Einnahmen auch Abgeltungsleistungen für die Schülerbeförderung gemäß § 11 a ÖPNV NRW und Ausgleichszahlungen nach § 148 SGB IX sowie für die Deutsche Bahn AG und Übersteiger. In den Umsatzerlösen sind Erlöse aus Vorjahren in Höhe von 724 T€ enthalten. 9. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Arbeiten für Fremde in Höhe von 39.171 T€ (i. Vj. 37.874 T€), wovon 39.170 T€ (i. Vj. 37.779 T€) auf die Personalüberlassung entfallen. Darüber hinaus sind in diesem Posten Erträge aus der Weiterbelastung von Dienstleistungen an Konzernunternehmen und die Via von 8.401 T€ (i. Vj. 8.346 T€) enthalten. Des Weiteren handelt es sich um Erträge aus Zuwendungen aus der ÖPNV-Pauschale (2.515 T€), der Auflösung von Rückstellungen (2.102 T€), abgerechnete Schadenersatzleistungen (1.100 T€) und Provisionserträge auf Ausgleichsbeträge für Übersteiger (437 T€). 10. Materialaufwand Die deutliche Erhöhung des Materialaufwandes in dem Posten Aufwendungen für bezogene Leistungen resultiert hauptsächlich aus dem Verkehrs- und Infrastrukturnutzungsvertrag mit der Via im Bereich der Linienbündelrechnung in Höhe von 57.074 T€ (i. Vj. 55.946 T€), korrespondierend mit der Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge. 11. Personalaufwand scroll
In obiger Tabelle sind die Teilzeitbeschäftigten entsprechend ihrer wöchentlichen Arbeitszeit auf Vollzeitbeschäftigte umgerechnet. Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen 4.059 T€ (i. Vj. 4.113 T€). Die DVG ist Mitglied in der Rheinischen Zusatzversorgungskasse. Der Umlagesatz für das Jahr 2013 beträgt unverändert 4,25 %. Die Summe der umlagepflichtigen Entgelte belief sich für das Geschäftsjahr 2013 auf 29.067 T€. Ein Fehlbetrag gemäß Artikel 28 EGHGB ist nicht ausgewiesen. 12. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten mit 7.295 T€ (i. Vj. 7.457 T€) den Aufwand aus Produktverrechnung und Konzernumlage. Der Unterhaltungsaufwand des Verwaltungsgebäudes weist einen Betrag in Höhe von 2.816 T€ (i. Vj. 4.674 T€) aus. Außerdem sind freiwillige Sozialaufwendungen, in der Hauptsache Aufwendungen für das Firmenticket, in Höhe von 1.434 T€ (i. Vj. 1.633 T€) erfasst. 13. Zinsen Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen 1.535 T€ (i. Vj. 1.702 T€) auf verbundene Unternehmen. Aus der Abzinsung der Rückstellungsbewertung sind 255 T€ (i. Vj. 11 T€) ausgewiesen. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten 18 T€ (i. Vj. 37 T€) aus verbundenen Unternehmen. Aus der Aufzinsung der Rückstellungsbewertung ergibt sich eine Belastung von 1.272 T€ (i. Vj. 1.408 T€). Sonstige Angaben1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Das Bestellobligo aus bereits erteilten Aufträgen beträgt zum 31.12.2014 78.320 T€, davon entfallen 6.559 T€ auf verbundene Unternehmen. Aus Leasing-, Miet-, Wartungs- und sonstigen Dienstleistungsbezugsverträgen resultieren Verpflichtungen von rund 151.882 T€ (p. a. 86.815 T€). Für verbundene Unternehmen sind 23.889 T€ (p. a. 18.620 T€) enthalten. 2. Mitglieder des Aufsichtsrates scroll
3. Gesamtbezüge nach Maßgabe von § 108 Abs. 1 Nr. 9 GO NRW Den einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden für ihre Tätigkeit im Berichtsjahr nach Maßgabe von § 109 Abs. 1 Nr. 9 GO NRW folgende Gesamtbezüge im Sinne des § 285 Nr. 9 HGB gewährt: scroll
Eine Aufteilung nach Komponenten im Sinne des § 285 Nr. 9a Satz 5 HGB ist nicht erforderlich, da es sich jeweils um erfolgsunabhängige Komponenten handelt. 4. Mitglieder des Vorstandes
5. Angaben gemäß § 108 Abs. 1 Nr. 9 GO NRW für Vorstände Den einzelnen Mitgliedern des Vorstandes wurden für ihre Tätigkeit im Berichtsjahr nach Maßgabe von § 108 Abs. 1 Nr. 9 GO NRW folgende Gesamtbezüge im Sinne des § 285 Nr. 9 HGB gewährt: scroll
6. Zusätzliche Angaben gemäß § 285 Ziffer 9 HGB Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebener für das Geschäftsjahr 2014 betrugen 163 T€. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber diesem Personenkreis wurden 1.090 T€ zurückgestellt. Die Bezüge der Vorstandsmitglieder Herr Wittig und Herr Karpathy werden bei der Muttergesellschaft DVV ausgewiesen. 7. Angaben gemäß § 285 Ziffer 17 HGB Auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet. Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss der DVV. 8. Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen Mit nahestehenden Personen haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 folgende wesentliche Geschäfte bestanden: scroll
Die Bereitstellung von Liquidität erfolgt für die DVG über das konzernweite Cash-Pooling der DVV. 9. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen scroll
Die festgestellten Jahresergebnisse 2014 lagen noch nicht vor. Die DVG ist von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, nach § 291 Abs. 1 HGB befreit. 10. Mutterunternehmen Mutterunternehmen der DVG ist die DVV. Der Jahresabschluss der DVG ist in den Konzernabschluss der DVV einbezogen. Der Konzernabschluss der DVV wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Der Verlust von 40.680 T€ wird aufgrund des bestehenden Beherrschungsvertrages mit Ergebnisabführungsvereinbarung von der DVV übernommen.
Duisburg, den 31.03.2015 Duisburger Verkehrsgesellschaft AG Wittig Karpathy Wandelenus Entwicklung des Anlagevermögensscroll
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Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Duisburger Verkehrsgesellschaft Aktiengesellschaft, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Duisburger Verkehrsgesellschaft Aktiengesellschaft, Duisburg. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, den 10. April 2015 KPMG AG zur Mühlen, Wirtschaftsprüfer Biermann, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG hat sich während des Geschäftsjahres in regelmäßigen Vollsitzungen und in Sitzungen seines Arbeitsausschusses vom Vorstand über den Geschäftsverlauf unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat hat im Rahmen seiner Tätigkeit im Geschäftsjahr 2014 den Empfehlungen des „Public Corporate Governance Kodex" der Stadt Duisburg entsprochen. Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie alle wesentlichen Geschäftsvorfälle wurden eingehend beraten. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Jahr 2014 und der Lagebericht sind von der durch die Hauptversammlung am 20. August 2014 als Abschlussprüfer gewählten KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Jahresabschluss und der Lagebericht haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Von dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer hat er zustimmend Kenntnis genommen. Auch eigene Prüfungen des Aufsichtsrates ergaben keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat billigt den Lagebericht und den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014. Damit ist dieser in der vorliegenden Form festgestellt. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, dem Betriebsrat und allen Mitarbeitern für die erfolgreiche Arbeit seinen Dank aus.
Duisburg, im Juni 2015
Der Aufsichtsrat Herbert Mettler, Vorsitzender Der vom Aufsichtsrat der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG am 01. Juni 2015 festgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 ist der Hauptversammlung am 18. August 2015 vorgelegt worden. Der Verlust von 40.680 T€ wird aufgrund des bestehenden Beherrschungsvertrages mit Ergebnisabführungsvereinbarung von der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH übernommen. |
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