Wilhelm Kneitz Aktiengesellschaft, TextilwerkeWirsbergJahresabschluss zum 30. Juni 2016Lagebericht FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015/16I. Grundlagen des Unternehmens1. Geschäftsmodell Die Firma Wilhelm Kneitz AG wurde 1912 als Plüsch- und Möbelstoffweberei gegründet und hat heute den Schwerpunkt in der Entwicklung und Herstellung von hochwertigen Textilien für die Automobilindustrie. 2. Forschung und Entwicklung Entsprechend unserer Zielsetzung und um dem Anspruch unserer Premium-kunden gerecht zu werden, werden unsere Produkte entsprechend den Markterfordernissen und Vorgaben unserer OEM-Partner laufend optimiert und in der Entwicklungsabteilung pro Jahr mit über 800 Design- und Bindungsvarianten neu entwickelt. Daneben sorgt unser Betriebslabor mit modernsten Prüfgeräten dafür, dass alle erforderlichen Werte nach entsprechenden Vorgaben eingehalten werden. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Wirtschaftsjahr 2015/16 war weltwirtschaftlich und weltpolitisch schwierig, der selbsttragende, investitionsgetriebene Aufschwung ist ausgeblieben. Im Sog der Konjunkturabkühlung in China verliert die Weltwirtschaft nach Ansicht des IWF an Fahrt und das Brexit-Votum trübt die Perspektiven zusätzlich ein. So wurde die Prognose für dieses Jahr um 0,2 Punkte auf 3,1 Prozent Wachstum zurückgenommen. Für Deutschland und die Euro-Zone wird für dieses und nächstes Jahr eine Steigerung von 1,5 bzw. 1,6 Prozent erwartet. Großbritannien ist Deutschlands drittgrößter Exportmarkt und mit diesem Schwerpunkt lässt sich das Risiko des Brexit-Referendums und seine Folgen nur schwer abschätzen. Insgesamt geht es der Wirtschaft im Euroraum erstaunlich gut. Die Konsumlaune der Verbraucher, eine verbesserte Beschäftigungslage, die abklingende Unsicherheit über den EU-Austritt Großbritanniens haben hier maßgeblichen Anteil. Die Konjunktur in Deutschland bleibt stark, die Wirtschaft ist weiter auf Wachstumskurs. Ebenfalls auf Wachstumskurs sind die PKW-Märkte Westeuropa und China. Die Märkte haben sich schon in den vergangenen Jahren gut entwickelt und zeigen auch für 2016 erneute Steigerungsraten. Für Westeuropa wird ein Absatzplus von 5 % erwartet und der chinesische Markt dürfte um etwa 8 % zulegen. 2. Geschäftsverlauf Wir können zufrieden auf ein Geschäftsjahr 2015/16 zurückblicken. Der Kostendruck der deutschen und internationalen Automobilindustrie hält weiter unvermindert an und wird auch verstärkt durch eine zusätzliche Planungsunsicherheit. Auch auf der Rohstoffseite ist durch eine Quasi-Monopolstellung der Hersteller keine Entspannung zu erwarten. Diesen Einflüssen können wir nur durch den Einsatz modernster Maschinen, flexiblen Produktionsabläufen und engagierten Mitarbeitern begegnen. 3. Umsatz- und Ertragslage In der Produktion herrschte im gesamten Geschäftsjahr Vollauslastung, ergänzt durch zeitweise Sonderschichten, was insgesamt zu einer Ausbringungsmenge von 5,7 Mio. Verkaufsmetern führte und eine Steigerung um 1 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Entsprechend dazu erhöhten sich die Umsatzerlöse um 713 T€ auf 48,2 Mio.€, die zu einer Gesamtleistung von 48,4 Mio.€ und einem Betriebsaufwand von 43,9 Mio.€ führten. Der Materialaufwand von 33,1 Mio.€ hat sich um 653 T€ erhöht, die Materialaufwandsquote liegt mit 68,5% damit leicht über Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich von 3,2 Mio.€ im Vorjahr auf 2,5 Mio. € im Berichtsjahr. Die Kosten im Personalbereich bleiben mit 7,3 Mio.€ nahezu unverändert, die Mitarbeiterzahl sank von 155 Personen auf 154 Personen. Wesentliche Entwicklungskosten wurden nicht aktiviert. Das Jahresergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) beträgt 4,5 Mio.€, Vorjahr 5,5 Mio. €. 4. Vermögens- und Finanzlage Die Vermögens- und Kapitalstruktur stellt sich im vergangenen Geschäftsjahr auch weiterhin sehr gut dar, die Lage des Unternehmens ist nach wie vor gut, wie auch das positive Jahresergebnis aufzeigt. Die Bilanzsumme weist 19,3 Mio.€ gegenüber 19,8 Mio.€ im Vorjahr aus. Das Finanzergebnis ist mit -85 T€ ausgewiesen und betrifft im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verändern sich von 2,6 Mio.€ im Vorjahr auf 2,7 Mio.€ im Berichtsjahr. Die kurzfristigen Rückstellungen verringern sich von 3,8 Mio.€ auf 3,3 Mio.€. Die Abschreibungen sind mit 1.012 T€ gegenüber 952 T€ im Vorjahr ausgewiesen. Das Eigenkapital hat sich von 12,5 Mio.€ auf 12,6 Mio.€ erhöht. Dies entspricht einer Quote von 65 % (Vorjahr 63 %). Es bestehen zur Zeit keine Kredite bei unseren Finanzinstituten, die Kreditlinien bei unseren Banken werden wie bisher gewährt und haben keine Veränderung erfahren. Ausreichende Liquidität stand und steht dem Unternehmen weiterhin zur Verfügung. III. Chancen- und Risikobericht1. Chancen künftiger Entwicklung Wie risikobehaftet und kurzlebig Prognosen sein können, wurde in den vergangenen Monaten deutlich. Konjunktursteuerung in China, Abgas-Skandal der Automobilindustrie, das Brexit-Votum in Großbritannien, die Flüchtlingspolitik sind einige Beispiele von deren Auswirkung kaum belastbare Maßnahmen abzuleiten sind. Die Freihandelsabkommen CETA und TTIP würden die Handelsbeziehungen mit zwei der wichtigsten Wirschaftsräume stärken. Davon würden auch besonders die exportstarken deutschen Unternehmen und ihre Mitarbeiter profitieren. Denn der Abbau von Handelsbarrieren spart Zeit und Geld. Doch steht deren Realisierung aufgrund von intransparenten Verhandlungen und zunehmendem Protektionismus weiterhin aus. Die Unternehmen in der Automobilindustrie – Hersteller wie Zulieferer – stehen im Fokus einer Mobilitätswende, die von den beiden Megatrends alternative Antriebe sowie dem Vernetzten und Autonomen Fahren getrieben wird. Es ist erkennbar, dass sich dadurch die automobile Wertschöpfungskette massiv verändern und neu ordnen wird. So unternehmen die großen Automobilhersteller verstärkte Anstrengungen, um ihre erreichte Marktposition abzusichern und zu verbessern. Durch unsere langjährige Entwicklungsarbeit im Premiumsegment der Automobilindustrie haben wir unser Spektrum bei Modellen unserer OEM weiter vergrößert und beliefern weltweit eine Vielzahl von Automotive-Kunden und Systempartner. Die stabile Ertragslage der vergangenen Jahre ermöglicht es uns, die bestehenden Arbeitsplätze zu sichern und durch permanente Investitionen den hohen Qualitätsstandard unserer Produkte auch für die Zukunft zu gewährleisten. Weiterhin sind wir bestrebt in neuen Geschäftsfeldern Aktivitäten zu entwickeln. Der Themenbereich „Nachhaltigkeit in Unternehmen“ zur Verbesserung von Materialeinsatz, Ressourcen- und Energieeffizienz wird in der Wilhelm Kneitz AG unter anderem über Netzwerkprojekte aktiv begleitet. Das Investitionsprogramm zur Erneuerung und Modernisierung unserer Produktionskapazitäten wird fortgeführt, und wenn nötig, forciert. Hierin liegen die wesentlichen Bestandteile unserer Qualitätssicherung und ein eventuelles Einsparpotential. Für das neue Geschäftsjahr haben wir unsere Umsatzziele dem Marktumfeld angepasst und gegenüber den Vorjahresumsätzen leicht reduziert. Wir rechnen weiterhin mit einem positiven Jahresergebnis. 2. Risiken künftiger Entwicklung Risiken für den Fortbestand des Unternehmens sind durch die Ausrichtung und Erweiterung im Automobilbereich nicht zu erkennen. Die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage ist nachhaltig nicht gefährdet. Mögliche Betriebs- und Produktionsausfälle sind durch Versicherungsverträge wirtschaftlich abgedeckt. Eventuelle Forderungsausfälle sind größtenteils durch Kreditversicherungen abgedeckt. Wirtschaftliche Risiken und konjunkturelle Entwicklungen können den Geschäftsverlauf beeinflussen, indem Veränderungen in den einzelnen Marktbereichen oder Exportmärkten eintreten können. Eventuelle protektionistische Einflussfaktoren bei einzelnen Ländern sowie wirtschafts- oder umweltpolitische Entscheidungen sind für uns nicht vorhersehbar und können Schwankungen hervorrufen. In der Produktion haben wir Ausfallkriterien unserer Maschinen und Anlagen durch kontinuierliche Instandhaltung und Erneuerung weitgehend minimiert. Das Beschaffungsrisiko im Materialbedarf haben wir durch Auswahl mehrerer Geschäftspartner und eine hohe Qualifizierung unserer Lieferpartner bewertet und ausgewählt. Die Abhängigkeit von einzelnen Hauptlieferanten soll möglichst vermieden werden. Dennoch kann es bei wichtigen Materialien zu Lieferverzögerungen kommen, die wir durch eine eigene Lagerhaltung einschränken wollen. Finanzielle Risiken sehen wir aufgrund unserer guten Eigenkapitalausstattung kurzfristig nicht. Weiterhin bestehen ausreichend Kreditlinien bei unseren Geschäftsbanken, die nicht in Anspruch genommen werden. Die Liquidität für das Unternehmen ist weitreichend gesichert. Zins- und Währungsrisiken bestehen nicht, da wir an unsere Abnehmer ausschließlich in EURO fakturieren. Gleiches gilt für unsere Lieferpartner. Über die genannten Risiken hinaus sind gegenwärtig keine weiteren Risiken bekannt oder erkennbar. 3. Risikomanagement Die Überwachung und das Abwägen von unternehmerischen Risiken ist weiterhin ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmensführung in der operativen Abwicklung unserer Geschäftstätigkeit. Zu unseren weiteren bedeutenden Führungsaufgaben gehören die gezielten, sachgerechten und wirkungsvollen Investitionen zur Steigerung der Leistung und Produktivität, der Modernisierung der Produktionskapazitäten, der Organisation und der fortlaufenden Kosteneinsparung bei Maschinen und Material und dem optimalen Einsatz des Personals. Die Anwendung betriebswirtschaftlicher Planungs-, Überwachungs- und Kontrollsysteme und die laufenden Berichte an Vorstand, Führungskreis, Betriebsrat und Aufsichtsrat dienen der frühzeitigen Erkennung und Verfolgung der Unternehmensrisiken. Diese Maßnahmen dienen der Risikominimierung und Optimierung des Betriebsablaufs. Zusätzlich erfolgt eine stetige Risikoüberwachung durch Einholen von Informationen über Abnehmer- und Lieferpartner mit Beobachtung deren Bonität. Zur Absicherung unseres Kontrollsystems wurde eine zertifizierte IT-Prüfung in Auftrag gegeben und durchgeführt. Das Betriebsvermögen, die Finanzen und Betriebsergebnisse werden von der Planungs- und Kostenrechnung durch den aktuellen Geschäfts- und Budgetplan verfolgt, überwacht und abgerechnet. IV. PersonellesDas Unternehmen ist bestrebt, den aktuellen Personalstand aufrechtzuerhalten. Auch in Zukunft werden wir unsere soziale Verantwortung für unsere Mitarbeiter und die Region berücksichtigen und eine Sicherung der Arbeitsplätze verfolgen. Der Vorstand dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und Engagement, dem Betriebsrat für seine vertrauensvolle und positive Zusammen-arbeit und den leitenden und verantwortlichen Personen für ihren hohen Einsatz zum Wohle der Firma. Ein besonderer Dank gilt dem Aufsichtsrat, der alle notwendigen Entscheidungen mitgetragen hat. Die Firma Wilhelm Kneitz AG freut sich, dass ab 01.10.2015 Frau Sibylla Naumann als Vorstand eingetreten ist und dass so mit der 4. Generation Kneitz ein Grundstein für die weitere erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens gelegt ist.
Wirsberg, im September 2016
Der Vorstand Bilanz zum 30. JUNI 2016WILHELM KNEITZ AG, WIRSBERGAKTIVA scroll
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Gewinn- und Verlustrechnung FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015/16scroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2015/16A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSSGrundsätzliche Angaben Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2016 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes sowie den Regelungen der Satzung aufgestellt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246 251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß § 264, §§ 268 274a, 276 278, und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB und den §§ 150-160 AKtG erstellt. B. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEN1. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1.1 Bilanzierungsmethoden Die Ansatzwahlrechte wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert ausgeübt. 1.2 Bewertungsmethoden Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt: ANLAGEVERMÖGEN Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten wurden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen, voraussichtlichen Nutzungsdauer. Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. Gebäude wurden linear über eine Nutzungsdauer von maximal 50 Jahren abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen, voraussichtlichen Nutzungsdauer. technische Anlagen und Maschinen sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. In den Zugängen des Berichtsjahres sind aktivierte Eigenleistungen in Höhe von TEUR 8 enthalten. Die Umbuchungen erfolgten zu Buchwerten. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen, voraussichtlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben; bei Maschinen der Fertigung wurde bei Nutzung in Doppelschicht ein Abschreibungszuschlag von 25%, bei Nutzung in Dreifachschicht ein Abschreibungszuschlag von 50% berücksichtigt. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen, voraussichtlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungswert bis EUR 150 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungswert zwischen EUR 150 und EUR 1.000 wurden im Zugangsjahr in einen Sammelposten eingestellt, der über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren gleichmäßig verteilt abgeschrieben wird. Da der steuerliche Sammelposten von untergeordneter Bedeutung ist, wurde er unter Wirtschaftlichkeitsaspekten in die Handelsbilanz übernommen. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen bewertet. Die Umbuchungen erfolgten zu Buchwerten. UMLAUFVERMÖGEN Vorräte Roh- , Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen wurden entsprechend ihres Fertigungsgrades mit anteiligen Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben direkt zurechenbaren Kosten auch die Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. fertige Erzeugnisse sind mit Herstellungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben direkt zurechenbaren Kosten auch die Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbare und latente Risiken sind mit Einzelwertberichtigungen erfasst. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,5 % auf die Netto Forderungen Rechnung getragen. sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten oder Zahlungsbeträgen angesetzt. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nennwert bewertet. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN sonstige aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden basierend auf den zugrundeliegenden Sachverhalten berechnet. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS VERMÖGENSVERRECHNUNG Pensionen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 4,17% (durchschnittlicher Marktzins der vergangenen zehn Jahre gemäß RückAbzinsV der Deutschen Bundesbank) der nach den Richtlinien des deutschen Handelsrechts (BILMOG) mit dem Erfüllungsbetrag bewertet (Berechnungsverfahren PUC). Renten- und Gehaltstrends wurden nicht berücksichtigt. Verwendet wurden die Richttafel 2005 G von Klaus Heubeck. Die Pensionsrückstellungen wurden gem. § 246 Abs. 2. S. 2 HGB mit dem Zeitwert des Wertpapierdepots sowie der Festgeldanlagen saldiert und als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Die im Wertpapierdepot gehaltenen Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit dem Kurswert zum Bilanzstichtag bewertet. EIGENKAPITAL ist zum Nennwert bewertet. RÜCKSTELLUNGEN Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 4,17% (durchschnittlicher Marktzins der vergangenen zehn Jahre gemäß RückAbzinsV der Deutschen Bundesbank) der nach den Richtlinien des deutschen Handelsrechts (BILMOG) mit dem Erfüllungsbetrag bewertet (Berechnungsverfahren PUC). Renten- und Gehaltstrends wurden nicht berücksichtigt. Verwendet wurden die Richttafel 2005 G von Klaus Heubeck. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen zehn Jahre (4,17%) zum Ansatz nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Jahre (3,52%) beträgt 64 TEUR. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB. Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des voraussichtlichen Anfalls aufgrund des steuerlichen Gewinns dotiert. sonstige Rückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem Erfüllungsbetrag dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. VERBINDLICHKEITEN Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ1. Anlagevermögen Die Entwicklung der Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen im Geschäftsjahr ist im Anlagespiegel dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Restlaufzeiten Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in voller Höhe (TEUR 6.054) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 3. Rechnungsabgrenzungsposten Betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält keine Beträge aus abgegrenzten Disagien. 4. Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung Pensionen in Höhe von TEUR 1.074, die gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit dem Zeitwert der Wertpapierdepots sowie der Festgeldanlagen in Höhe von insgesamt TEUR 1.083 saldiert wurden, sind als aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung ausgewiesen. 5. Kapitalrücklage / Gewinnrücklage Die Kapital- und Gewinnrücklagen blieben im Geschäftsjahr unverändert. Aufgrund der geänderten Bewertungssystematik bei Berechnung der Pensionsrückstellung resultiert eine Ausschüttungssperre in Höhe von 64 TEUR. 6. Pensionsrückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 596 wurden unsaldiert ausgewiesen, da diesbezüglich keine Rückdeckungsansprüche abgetreten wurden. 7. sonstige Rückstellungen Angabe und Erläuterung von in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Beträgen, die einen nicht unerheblichen Umfang haben Die sonstigen Rückstellungen (in TEUR) enthalten im Wesentlichen: Tantiemen: 830 Weihnachtsgeld und Sonderzahlung: 431 Urlaubslöhne/Freizeitausgleich: 278 Nutzungsentschädigung: 578 Eventualverbindlichkeit: 244 Garantien: 92 Instandhaltung: 158 Abnahmeverpflichtung: 260 Berufsgenossenschaft: 44 8. Verbindlichkeiten Restlaufzeiten und Angaben zur Besicherung Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr bestehen in Höhe von TEUR 2.837, davon gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 0, aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.671 und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 166. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten in TEUR: Inland: 10.726 EU-Ausland: 17.776 Drittland (nicht EU): 19.701 2. periodenfremdes Ergebnis 2.1 periodenfremde Erträge Die periodenfremden Erträge (in TEUR) betreffen im Wesentlichen: Erträge aus Auflösung von Rückstellungen: 61 Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen: 15 Erträge aus der Auflösung der Sonderposten: 6 2.2 periodenfremde Aufwendungen Die periodenfremden Aufwendungen (in TEUR) betreffen im Wesentlichen: Zuführung zu Wertberichtigungen auf Forderungen: 94 Zuführung zu sonstigen Rückstellungen: 4 3. Angaben zu saldierten Aufwendungen und Erträgen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB Im Finanzergebnis wurden Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen (TEUR 67) mit Erträgen aus Festgeldanlagen und aus Wertpapierdepot (TEUR 34), sowie Aufwendungen aus dem Wertpapierdepot (TEUR 57) saldiert. 4. Überleitung vom Jahresergebnis zum Bilanzgewinn gemäß § 158 AktG Jahresergebnis: TEUR 3.106 Gewinnvortrag: TEUR 7.754 Ausschüttungen: TEUR -3.000 Bilanzgewinn: TEUR 7.860 E. GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG Die Vorstände schlagen der Hauptversammlung vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. F. SONSTIGE ANGABEN 1. Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse im Wesentlichen durch die Unterdotierung der Unterstützungskasse i.H. v. TEUR 557. Gemäß Satzung der Unterstützungskasse besteht keine rechtliche Verpflichtung zum Ausgleich der Unterdotierung. Ein Haftungsverhältnis würde sich nur bei freiwilliger Leistungsentrichtung begründen. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Beschaffungskontrakte mit Lieferanten zu marktüblichen Konditionen, die den Bedarf an Rohstoffen absichern. 3. Zusätzliche Bilanzvermerke Das gezeichnete Kapital besteht aus 2.924 Namensaktien sowie 76 Inhaberaktien à DM 1.000,-- (EUR 511,29). 4. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer nach Gruppen Arbeiter: 96 Angestellte (ohne Geschäftsführung) 53 Auszubildende: 5 Mitarbeiter: 154 5. Gesellschaftsorgane 5.1 Vorstand Vorstände der Gesellschaft waren im Berichtsjahr: Herr Alfred Kneitz, Betriebswirt Frau Sibylla Naumann, geb. Kneitz, Vorstand Business Management und Organisation (ab 01.10.2015) 5.2 Aufsichtsrat Mitglieder des Aufsichtsrats sind bzw. waren im Berichtsjahr: Vorsitz: Herr Egon Fraas, im Ruhestand Stellvertretender Vorsitz: Herr Dr. Ralf-Herbert Kneitz, Dr. med. Internist Mitglieder: Frau Sibylla Naumann, geb. Kneitz, Apothekerin, bis 25.09.2015 Herr Matthias Naumann, Architekt, ab 25.09.2015 5.3. Gesamtbezüge der aktiven und früheren Organmitglieder Die Angaben der Gesamtbezüge des Vorstands gemäß § 285 Nr. 9a HGB wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats betrug im Berichtsjahr 19 T€. F. UNTERSCHRIFT gemäß § 245 HGB
Wirsberg Wilhelm Kneitz AG, Textilwerke
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2015 bis 30. Juni 2016
Wirsberg, 16.09.2016 gez. Alfred Kneitz, Vorstand gez. Sibylla Naumann, Vorstand scroll
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BestätigungsvermerkDer vorstehend zur Veröffentlichung bestimmte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Gemäß § 328 Abs. 1 Nr. 1 S. 3 HGB weisen wir darauf hin, dass sich der Bestätigungsvermerk auf den vollständigen Jahresabschluss bezieht. Zu dem vollständigen Jahresabschluss haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Wilhelm Kneitz AG, Wirsberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2015 bis 30. Juni 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hof, den 16. September 2016 Rödl & Partner GmbH Coenen, Wirtschaftsprüferin Wehrfritz, Wirtschaftsprüfer BERICHT DES AUFSICHTSRATSder WILHELM KNEITZ AG, Textilwerke, in WIRSBERG/OFR. über das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2015 bis 30. Juni 2016 Während der Berichtszeit hat uns der Vorstand über die Lage der Gesellschaft und die wesentlichen Geschäftsvorgänge regelmäßig mündlich und schriftlich unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Vorstands behandelt. Die Entwicklung des Unternehmens wurde gemeinsam mit dem Vorstand laufend abgestimmt. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr ist unter Einbeziehung der Buchführung und des Geschäftsberichtes der Gesellschaft von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner, in Hof, geprüft worden. Diese hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Ihr Bericht lag uns vor. Wir haben auch unsererseits den Jahresabschluss, den Geschäftsbericht des Vorstands und seinen Vorschlag zur Verwendung des Bilanzergebnisses überprüft. Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer treten wir auf Grund unserer eigenen Prüfung bei. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir Beanstandungen nicht zu erheben. Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss. Dieser ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Jahresergebnisses schließen wir uns an. Ein Konzernabschluss und ein Konzerngeschäftsbericht waren nicht zu erstellen.
Wirsberg, 16.11.2016 gez. Egon Fraas, Aufsichtsratsvorsitzender |
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