Wilhelm Kneitz Aktiengesellschaft, TextilwerkeWirsbergJahresabschluss zum 30. Juni 2017Lagebericht FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JULI 2016 BIS 30. JUNI 2017I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Firma Wilhelm Kneitz AG wurde 1912 als Plüsch- und Möbelstoffweberei gegründet und hat heute den Schwerpunkt in der Entwicklung und Herstellung von hochwertigen Textilien für die Automobilindustrie. 2. Forschung und Entwicklung Entsprechend unserer Zielsetzung und um dem Anspruch unserer Premiumkunden gerecht zu werden, werden unsere Produkte entsprechend den Markterfordernissen und Vorgaben unserer OEM-Partner laufend optimiert und in der Entwicklungsabteilung pro Jahr mit über 800 Design- und Bindungsvarianten neu entwickelt. Daneben sorgt unser Betriebslabor mit modernsten Prüfgeräten dafür, dass alle erforderlichen Werte nach entsprechenden Vorgaben eingehalten werden. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die weltwirtschaftlichen und weltpolitischen Unsicherheiten haben sich auch im Jahr 2016/17 fortgesetzt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat der Weltwirtschaft für dieses Jahr ein stärkeres Wachstum vorhergesagt als zunächst angenommen. Dank der wieder anziehenden Wirtschaftsleistung in China, steigende Verbraucherpreise und robuster Finanzmärkte sei 2017 mit einem Wachstum von 3,5 Prozent zu rechnen – nach 3,1 Prozent im Vorjahr. Für die Eurozone erwartet der IWF ein gleichbleibendes Wachstum von 1,7 Prozent, in den USA sollte die Wirtschaftsleistung um 2,3 Prozent zunehmen, während China mit 6,6 Prozent geringfügig unter dem Vorjahr bleiben würde. Probleme erwartet der IWF wegen der zunehmenden Gefahr geopolitischer Spannungen, der Errichtung von Handelshemmnissen und steigenden Zinsen in den USA. 2016 hatte der Automarkt mit einem weltweiten Wachstum von 6,4 Prozent beim Pkw-Absatz das Weltwirtschaftswachstum deutlich übertroffen. 2017 wird prognostiziert, dass der Pkw-Markt langsamer wächst als die Weltkonjunktur und kommt voraussichtlich nur noch auf ein Plus von 2,3 Prozent. Besonders die Entwicklung in China wird in der Branche mit Spannung verfolgt. Der Pkw-Absatz ist dort in den ersten vier Monaten des Jahres 2017 nach 9 Prozent im Vorjahr „nur“ um 4 Prozent gewachsen. 2. Geschäftsverlauf Der Umsatzrückgang im China-Geschäft hat eine Neuorientierung und Neubewertung der Planung für das Geschäftsjahr 2016/17 erforderlich gemacht. Trotz der daraus resultierenden Auswirkungen können wir mit dem vergangenen Geschäftsjahr zufrieden sein. Der Kostendruck der deutschen und internationalen Automobilindustrie hält weiter unvermindert an und wird auch verstärkt durch Auseinandersetzungen der großen Zulieferunternehmen mit den Automobilherstellern. Auch auf der Rohstoffseite ist durch eine Quasi-Monopolstellung der Hersteller keine Entspannung zu erwarten. Diesen Einflüssen können wir nur durch den Einsatz modernster Maschinen, flexiblen Produktionsabläufen und engagierten Mitarbeitern begegnen. 3. Umsatz- und Ertragslage Die Produktion wurde der veränderten Auftragslage angepasst und erreichte eine Ausbringungsmenge von 5,1 Mio. Metern (Vorjahr 5,7 Mio. Meter). Entsprechend dazu wurden Umsatzerlöse von 40,6 Mio. € erzielt (Vorjahr 48,3 Mio. €), die zu einer Gesamtleistung von 40,3 Mio. € (Vorjahr 48,1 Mio. €) und einem Betriebsaufwand von 37,4 Mio. € (Vorjahr 43,8 Mio. €) führten. Der Materialaufwand von 27,7 Mio. € hat sich um 5,4 Mio. € verringert, die Materialaufwandsquote liegt mit 68,3% damit leicht unter Vorjahr von 68,5%. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich von 2,5 Mio. € im Vorjahr auf 2,0 Mio. € im Berichtsjahr. Die Kosten im Personalbereich verringerten sich von 7,3 Mio. auf 6,8 Mio. €, die Mitarbeiterzahl - einschließlich der Auszubildenden - sank von durchschnittlich 154 Personen auf 150 Personen. Wesentliche Entwicklungskosten wurden nicht aktiviert. Die Abschreibungen sind mit 938 T€ gegenüber 1.012 T€ im Vorjahr ausgewiesen. Das Jahresergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) beträgt 3,4 Mio.€, Vorjahr 4,5 Mio. Das Finanzergebnis ist mit 48 T€ ausgewiesen (Vorjahr -85 T€). 4. Vermögens- und Finanzlage Die Vermögens- und Kapitalstruktur stellt sich im vergangenen Geschäftsjahr auch weiterhin gut dar, die Lage des Unternehmens ist nach wie vor zufriedenstellend, wie auch das positive Jahresergebnis von 2,6 Mio. € aufzeigt. Die Bilanzsumme weist 18,1 Mio. € gegenüber 19,3 Mio. € im Vorjahr aus. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verändern sich von 2,7 Mio. € im Vorjahr auf 2,1 Mio. € im Berichtsjahr. Die kurzfristigen Rückstellungen verringern sich von 3,3 Mio. € auf 2,6 Mio. € im Berichtsjahr. Das Eigenkapital von 12,7 Mio. € ist annähernd gleich geblieben. Dies entspricht einer Quote von 70 % (Vorjahr 65 %). Es bestehen zur Zeit keine Kredite bei unseren Finanzinstituten, die Kreditlinien bei unseren Banken werden wie bisher gewährt und haben keine Veränderung erfahren. Ausreichende Liquidität stand und steht dem Unternehmen weiterhin zur Verfügung. III. Chancen- und Risikobericht 1. Chancen künftiger Entwicklung Die durch die Abgasmanipulation ausgelöste Debatte über die Schadstoffbelastung hat durch Strafzahlungen, juristische Auseinandersetzungen und verschärfte gesetzliche Vorgaben eine neue Dynamik erhalten. Der Megatrend „alternative Antriebe“ hat sich so zu einer konkreten Forderung entwickelt, der in der Automobilindustrie höchste Priorität eingeräumt werden sollte. Als flankierende Maßnahmen sollen Steuer- und Preisvorteile, sowie Abwrackprämien den Umstieg auf abgaskonforme Fahrzeuge erleichtern. Durch unsere langjährige innovative Entwicklungsarbeit im Premiumsegment der Automobilindustrie haben wir uns als verlässlicher Partner etabliert und beliefern weltweit eine Vielzahl von Automotive-Kunden und Systempartner. Bei unserem Bestreben neue Geschäftsfelder zu erschließen, sind erste positive Ergebnisse erreicht worden. Der Themenbereich „Nachhaltigkeit in Unternehmen“ zur Verbesserung von Materialeinsatz, Ressourcen- und Energieeffizienz wird in der Wilhelm Kneitz AG unter anderem über Netzwerkprojekte aktiv begleitet. Die stabile Ertragslage der vergangenen Jahre ermöglicht es uns, die bestehenden Arbeitsplätze zu sichern und durch permanente Investitionen und hochwertigen Materialeinsatz den hohen Qualitätsstandard unserer Produkte auch für die Zukunft zu gewährleisten. Das Investitionsprogramm zur Erneuerung und Modernisierung unserer Produktionskapazitäten wird fortgeführt und, wenn nötig, forciert. Hierin liegen die wesentlichen Bestandteile unserer Qualitätssicherung und ein eventuelles Einsparpotential. Für das neue Geschäftsjahr haben wir unsere Umsatzziele und die Gewinnerwartung dem Marktumfeld angepasst und erwarten gegenüber dem Vorjahr einen leichten Rückgang. 2. Risiken künftiger Entwicklung Risiken für den Fortbestand des Unternehmens sind durch die Ausrichtung und Erweiterung im Automobilbereich nicht zu erkennen. Die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage ist nachhaltig nicht gefährdet. Mögliche Betriebs- und Produktionsausfälle sind durch Versicherungsverträge wirtschaftlich abgedeckt. Eventuelle Forderungsausfälle sind größtenteils durch Kreditversicherungen abgedeckt. Wirtschaftliche Risiken und konjunkturelle Entwicklungen können den Geschäftsverlauf beeinflussen, indem Veränderungen in den einzelnen Marktbereichen oder Exportmärkten eintreten können. Eventuelle protektionistische Einflussfaktoren bei einzelnen Ländern sowie wirtschafts- oder umweltpolitische Entscheidungen sind für uns nicht vorhersehbar und können Schwankungen hervorrufen. In der Produktion haben wir Ausfallrisiken unserer Maschinen und Anlagen durch kontinuierliche Instandhaltung und Erneuerung weitgehend minimiert. Das Beschaffungsrisiko im Materialbedarf haben wir durch Auswahl mehrerer Geschäftspartner und eine hohe Qualifizierung unserer Lieferpartner bewertet und ausgewählt. Die Abhängigkeit von einzelnen Hauptlieferanten soll möglichst vermieden werden. Dennoch kann es bei wichtigen Materialien zu Lieferverzögerungen kommen, die wir durch eine eigene Lagerhaltung einschränken wollen. Finanzielle Risiken sehen wir aufgrund unserer guten Eigenkapitalausstattung kurzfristig nicht. Weiterhin bestehen ausreichend Kreditlinien bei unseren Geschäftsbanken, die nicht in Anspruch genommen werden. Die Liquidität für das Unternehmen ist weitreichend gesichert. Zins- und Währungsrisiken bestehen nicht, da wir an unsere Abnehmer ausschließlich in EURO fakturieren. Gleiches gilt für unsere Lieferpartner. Über die genannten Risiken hinaus sind gegenwärtig keine weiteren Risiken bekannt oder erkennbar. 3. Risikomanagement Die Überwachung und das Abwägen von unternehmerischen Risiken ist weiterhin ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmensführung in der operativen Abwicklung unserer Geschäftstätigkeit. Zu unseren weiteren bedeutenden Führungsaufgaben gehören die gezielten, sachgerechten und wirkungsvollen Investitionen zur Steigerung der Leistung und Produktivität, der Modernisierung der Produktionskapazitäten, der Organisation und der fortlaufenden Kosteneinsparung bei Maschinen und Material und dem optimalen Einsatz des Personals. Die Anwendung betriebswirtschaftlicher Planungs-, Überwachungs- und Kontrollsysteme und die laufenden Berichte an Vorstand, Führungskreis, Betriebsrat und Aufsichtsrat dienen der frühzeitigen Erkennung und Verfolgung der Unternehmensrisiken. Diese Maßnahmen dienen der Risikominimierung und Optimierung des Betriebsablaufs. Zusätzlich erfolgt eine stetige Risikoüberwachung durch Einholen von Informationen über Abnehmer- und Lieferpartner mit Beobachtung deren Bonität. Das Betriebsvermögen, die Finanzen und der gesamte Betriebsverlauf werden von der Planungs- und Kostenrechnung durch den aktuellen Geschäfts- und Budgetplan verfolgt, überwacht und abgerechnet. IV. Personelles Das Unternehmen ist bestrebt, den aktuellen Personalstand aufrechtzuerhalten. Auch in Zukunft werden wir unsere soziale Verantwortung für unsere Mitarbeiter und die Region berücksichtigen und eine Sicherung der Arbeitsplätze verfolgen. Der Vorstand dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und Engagement, dem Betriebsrat für seine vertrauensvolle und positive Zusammenarbeit und den leitenden und verantwortlichen Personen für ihren hohen Einsatz zum Wohle der Firma. Ein besonderer Dank gilt dem Aufsichtsrat, der alle notwendigen Entscheidungen mitgetragen hat. Am 30.11.2016 ist Herr Alfred Kneitz aus dem Vorstand ausgetreten und wurde am 02.12.2016 in den Aufsichtsrat gewählt. Die Firma Wilhelm Kneitz AG dankt Herrn Kneitz für seinen außerordentlichen und kurzfristigen Einsatz als Vorstand und die engagierte Begleitung des Unternehmens.
Wirsberg, im September 2017 Der Vorstand Bilanz zum 30. JUNI 2017WILHELM KNEITZ AKTIENGESELLSCHAFT, TEXTILWERKE, WIRSBERGAKTIVA scroll
Gewinn- und Verlustrechnung FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016/17scroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2016/17A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS 1. Grundsätzliche Angaben Die Wilhelm Kneitz Aktiengesellschaft, Textilwerke, hat ihren Sitz in Wirsberg und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bayreuth unter HRB 50 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2017 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes sowie den Regelungen der Satzung aufgestellt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung. 2. Darstellungsstetigkeit Der Jahresabschluss wurde erstmals nach den Vorschriften des BilRUG aufgestellt. Die Vorjahreszahlen der Umsatzerlöse, der sonstigen betrieblichen Erträge sowie der Materialaufwendungen wurden angepasst. Einzelheiten dazu unter D. 1. Umsatzerlöse/ Materialaufwendungen. Im Vorjahr unter Löhnen und Gehältern ausgewiesene Aufwendungen für Fortbildung in Höhe von 12 TEUR wurden im Berichtsjahr in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umgegliedert. B. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS— UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEN Angaben zu Bilanzierungs und Bewertungsmethoden 1. Bilanzierungsmethoden Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 264, 265-266, 268-274, 276-278 HGB, und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB den §§ 150-160 AktG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 2. Bewertungsmethoden Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt: ANLAGEVERMÖGEN Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten wurden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen, voraussichtlichen Nutzungsdauer. Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. Gebäude wurden linear über eine Nutzungsdauer von maximal 50 Jahren abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen, voraussichtlichen Nutzungsdauer. technische Anlagen und Maschinen sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. In den Zugängen des Berichtsjahres sind aktivierte Eigenleistungen in Höhe von TEUR 3 enthalten. Die Umbuchungen erfolgten zu Buchwerten. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen, voraussichtlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben; bei Maschinen der Fertigung wurde bei Nutzung in Doppelschicht ein Abschreibungszuschlag von 25%, bei Nutzung in Dreifachschicht ein Abschreibungszuschlag von 50% berücksichtigt. andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. In den Zugängen des Berichtsjahre sind aktivierte Eigenleistungen in Höhe von TEUR 1 enthalten. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen, voraussichtlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungswert bis EUR 150 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungswert zwischen EUR 150 und EUR 1.000 wurden im Zugangsjahr in einen Sammelposten eingestellt, der über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren gleichmäßig verteilt abgeschrieben wird. Da der steuerliche Sammelposten von untergeordneter Bedeutung ist, wurde er unter Wirtschaftlichkeitsaspekten in die Handelsbilanz übernommen. UMLAUFVERMÖGEN Vorräte Roh, Hilfs und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen wurden entsprechend ihres Fertigungsgrades mit anteiligen Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben direkt zurechenbaren Kosten auch die Fertigungs und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. fertige Erzeugnisse sind mit Herstellungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben direkt zurechenbaren Kosten auch die Fertigungs und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbare und latente Risiken sind mit Einzelwertberichtigungen erfasst. Dem allgemeinen Ausfall und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,5 % auf die NettoForderungen Rechnung getragen. sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten oder Zahlungsbeträgen angesetzt. Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit dem Kurswert zum Bilanzstichtag bewertet und als Deckungsvermögen mit den Pensionsrückstellungen innerhalb des aktiven Unterschiedsbetrags aus Vermögensverrechnung saldiert ausgewiesen. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nennwert bewertet. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN sonstige aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden basierend auf den zugrundeliegenden Sachverhalten berechnet. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS VERMÖGENSVERRECHNUNG Pensionen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 3,88 % (durchschnittlicher Marktzins der vergangenen zehn Jahre gemäß RückAbzinsV der Deutschen Bundesbank) der nach den Richtlinien des deutschen Handelsrechts (BILMOG) mit dem Erfüllungsbetrag bewertet (Berechnungsverfahren PUC). Renten- und Gehaltstrends wurden nicht berücksichtigt. Verwendet wurden die Richttafel 2005 G von Klaus Heubeck. Sie wurden gem. § 246 Abs. 2. S. 2 HGB mit dem Zeitwert der Wertpapierdepots sowie der Festgeldanlagen saldiert und als aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung ausgewiesen. EIGENKAPITAL ist zum Nennwert bewertet. RÜCKSTELLUNGEN Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 3,88 % (durchschnittlicher Marktzins der vergangenen zehn Jahre gemäß RückAbzinsV der Deutschen Bundesbank) der nach den Richtlinien des deutschen Handelsrechts (BILMOG) mit dem Erfüllungsbetrag bewertet (Berechnungsverfahren PUC). Renten- und Gehaltstrends wurden nicht berücksichtigt. Verwendet wurden die Richttafel 2005 G von Klaus Heubeck. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen zehn Jahre (3,88%) zum Ansatz nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Jahre (3,04%) beträgt 79 TEUR. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB. Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des voraussichtlichen Anfalls aufgrund des steuerlichen Gewinns dotiert. sonstige Rückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem Erfüllungsbetrag dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. VERBINDLICHKEITEN Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen im Geschäftsjahr ist im Anlagespiegel dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Restlaufzeiten Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in voller Höhe eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 3. Rechnungsabgrenzungsposten Betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. 4. Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung Pensionen in Höhe von TEUR 1.049, die gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit dem Zeitwert der Wertpapierdepots sowie der Festgeldanlagen in Höhe von insgesamt TEUR 1.178 saldiert wurden, sind als aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung ausgewiesen. 5. Kapitalrücklage / Gewinnrücklage Die Kapital- und Gewinnrücklagen blieben im Geschäftsjahr unverändert. Aufgrund der im Wirtschaftsjahr 2015/16 geänderten Bewertungssystematik bei Berechnung der Pensionsrückstellungen resultiert eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB in Höhe von 79 TEUR. 6. Pensionsrückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 569 wurden unsaldiert ausgewiesen, da diesbezüglich keine Rückdeckungsansprüche abgetreten wurden. 7. sonstige Rückstellungen Angabe und Erläuterung von in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Beträgen, die einen nicht unerheblichen Umfang haben Die sonstigen Rückstellungen (in TEUR) enthalten im Wesentlichen: scroll
8. Verbindlichkeiten Restlaufzeiten und Angaben zur Besicherung Die Verbindlichkeiten haben in voller Höhe (Vj.: in voller Höhe) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind nicht besichert. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN UND VERLUSTRECHNUNG 1. Umsatzerlöse/Materialaufwendungen Die Umsatzerlöse wurden entsprechend der Neudefinition des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG erfasst. Demnach wurden Erträge aus Photovoltaik, Mieten und Kantine erstmals unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Die entsprechenden, im Vorjahr unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesenen Erträge i.H.v. 141 TEUR wurden umgegliedert. Analog zur Umsatzumgliederung wurden hierzugehörige Aufwendungen unter den Materialaufwendungen erfasst und die im Vorjahr unter sonstige betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen Aufwendungen i.H.v. 6 TEUR umgegliedert. 2. Angaben zu saldierten Aufwendungen und Erträgen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB Im Finanzergebnis wurden Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen (TEUR 60) sowie Aufwendungen aus dem Wertpapierdepot (TEUR 4) mit Erträgen aus Festgeldanlagen und aus dem Wertpapierdepot (TEUR 112) saldiert. 3. Überleitung vom Jahresergebnis zum Bilanzgewinn gemäß § 158 AktG scroll
E. GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG Die Vorständin schlägt der Hauptversammlung vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. F. SONSTIGE ANGABEN 1. Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse im Wesentlichen durch die Unterdotierung der Unterstützungskasse i.H. v. TEUR 521. Gemäß Satzung der Unterstützungskasse besteht keine rechtliche Verpflichtung zum Ausgleich der Unterdotierung. Ein Haftungsverhältnis würde sich nur bei freiwilliger Leistungsentrichtung begründen. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Beschaffungskontrakte mit Lieferanten zu marktüblichen Konditionen, die den Bedarf an Rohstoffen absichern. 3. Zusätzliche Bilanzvermerke Das gezeichnete Kapital besteht aus 2.924 Namensaktien sowie 76 Inhaberaktien à DM 1.000,-- (EUR 511,29). 4. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer nach Gruppen scroll
5. Gesellschaftsorgane 5.1 Vorstand Vorstände der Gesellschaft waren im Berichtsjahr: Herr Alfred Kneitz, Betriebswirt bis 30.11.2016 Frau Sibylla Naumann, geb. Kneitz, Vorstand Business Management und Organisation 5.2 Aufsichtsrat Mitglieder des Aufsichtsrats sind bzw. waren im Berichtsjahr: Vorsitz: Herr Egon Fraas, im Ruhestand bis 02.12.2016 Herr Dr. Ralf-Herbert Kneitz, Dr. med. Internist ab 02.12.2016 Stellvertretender Vorsitz: Herr Dr. Ralf-Herbert Kneitz, Dr. med. Internist bis 02.12.2016 Herr Alfred Kneitz, Betriebswirt ab 02.12.2016 Mitglieder: Herr Egon Fraas, im Ruhestand ab 02.12.2016 Herr Matthias Naumann, Architekt 5.3. Gesamtbezüge der aktiven und früheren Organmitglieder Die Angaben der Gesamtbezüge des Vorstands gemäß § 285 Nr. 9a HGB wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats betrug im Berichtsjahr 23 T€. 6. Nachtragsbericht Bis zum heutigen Tag gibt es im neuen Geschäftsjahr 2017/18 keine Ereignisse von besonderer Bedeutung, welche die aktuelle Lage der Gesellschaft oder auch den Jahresabschluss zum 30.06.2017 beeinflussen. G. UNTERSCHRIFT gemäß § 245 HGB Wilhelm Kneitz AG, Textilwerke, Wirsberg Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2016 bis 30. Juni 2017
Wirsberg, 15.09.2017 gez. Sibylla Naumann scroll
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„Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Wilhelm Kneitz Aktiengesellschaft, Textilwerke, Wirsberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2016 bis 30. Juni 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hof, den 17. Oktober 2017 Rödl & Partner GmbH Coenen, Wirtschaftsprüferin Wehrfritz, Wirtschaftsprüfer BERICHT DES AUFSICHTSRATSder WILHELM KNEITZ AG, Textilwerke, in WIRSBERG/OFR. über das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2016 bis 30. Juni 2017Während der Berichtszeit hat uns der Vorstand über die Lage der Gesellschaft und die wesentlichen Geschäftsvorgänge regelmäßig mündlich und schriftlich unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Vorstands behandelt. Die Entwicklung des Unternehmens wurde gemeinsam mit dem Vorstand laufend abgestimmt. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr ist unter Einbeziehung der Buchführung und des Geschäftsberichtes der Gesellschaft von der Wirtschaftsprüfungs-gesellschaft Rödl & Partner, in Hof, geprüft worden. Diese hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Ihr Bericht lag uns vor. Wir haben auch unsererseits den Jahresabschluss, den Geschäftsbericht des Vorstands und seinen Vorschlag zur Verwendung des Bilanzergebnisses überprüft. Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat über die wesent-lichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer treten wir auf Grund unserer eigenen Prüfung bei. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir Beanstandungen nicht zu erheben. Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss. Dieser ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Jahresergebnisses schließen wir uns an. Ein Konzernabschluss und ein Konzerngeschäftsbericht waren nicht zu erstellen.
Wirsberg, 25.10.2017 gez. Dr. Ralf-Herbert Kneitz, Aufsichtsratsvorsitzender Verwendung des BilanzgewinnsBeschluss der Hauptversammlung Die ordentliche Hauptversammlung hat am 01. Dezember 2017 beschlossen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2016 / 2017 in Höhe von € 7.938.308,07 wie folgt zu verwenden: scroll
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