![]() HOFTEX GROUP AGHofKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20181. Grundlagen des Konzerns1.1. GeschäftsmodellDie 1853 gegründete HOFTEX GROUP AG mit Hauptsitz in Hof (Bayern) ist eine international agierende Unternehmensgruppe der Textilindustrie. Die Hoftex Group zählt zu Europas großen Textilunternehmen und prägt seit rund 160 Jahren die internationale Textilindustrie. In dieser Zeit hat sie sich vom Standard-Textilproduzenten in mehreren Schritten zum diversifizierten Nischenanbieter innovativer Textilprodukte entwickelt. Die Unternehmensgruppe ist in die drei Geschäftsbereiche HOFTEX, NEUTEX und TENOWO gegliedert, deren Schwerpunkt in Entwicklung, Produktion und Vertrieb innovativer Textilprodukte für verschiedene Anwendungen liegt. Die Unternehmen der Hoftex Group sind auf 3 Kontinenten in 5 Ländern an insgesamt 11 Standorten mit Produktion und Vertrieb vertreten und stehen ihren Kunden weltweit als Partner zur Verfügung. Der Geschäftsbereich HOFTEX stellt den Ursprung der heutigen Hoftex Group dar und bietet klassische Spinnereiprodukte, wie Garne und Zwirne mit Schwerpunkt für die Anwendung in technischen Textilprodukten und Bekleidung an. Zugeschnitten auf die Bedürfnisse seiner Kunden entwickelt und produziert HOFTEX neben klassischen Garnen und Zwirnen auch zahlreiche Spezialtextilien, wie zum Beispiel Garne für die Reifenherstellung. Die zentral in Deutschland gelegene Produktion und Entwicklung sichert den Kunden kurze Produktionszeiten und termingerechte Lieferung. Der Geschäftsbereich NEUTEX bündelt die Segmente Dekorationsstoffweberei, Färberei und Ausrüstung und behauptet seit rund 50 Jahren seine Position in einer Branche, in der Kreativität, eine stetige Anpassung an den Zeitgeist der lokalen Märkte, kurze Entwicklungs- und Produktionszeiten sowie eine hohe Innovationskraft und -geschwindigkeit entscheidend für den Erfolg sind. Heute produziert und vertreibt NEUTEX als Premium-Systemlieferant weltweit Dekostoffe als Meterware sowie fertig konfektionierte Heimtextilien und liefert neuartige textile Sonnenschutzlösungen an die weiterverarbeitende Industrie. Der Geschäftsbereich TENOWO nimmt mit Standorten in Europa, Nordamerika und China eine marktführende Stellung für die Entwicklung und Herstellung innovativer technischer Textilprodukte und Vliesstoffe ein und beweist mit kontinuierlichen Wachstumsraten, dass die moderne Textilindustrie auch in Deutschland weiterhin erfolgreich sein kann. TENOWO entwickelt und produziert dabei Produkte wie Akustikvliesstoffe für die Automobilbranche, Vliesstoffe für die Bauindustrie, die Kabelindustrie oder die Bekleidungsbranche. 1.2. KonzernstrukturDie Hoftex Group wird über strategische Geschäftseinheiten in Form von Geschäftsbereichen gesteuert. Diese sind nach ihren spezifischen Herstellungstechnologien und Produkten in die Bereiche HOFTEX (yarns & fabrics), NEUTEX (home deco) und TENOWO (nonwovens) gegliedert. Die HOFTEX GROUP AG ist in ihrer Funktion als Holdinggesellschaft für die strategische Gesamtausrichtung des Konzerns verantwortlich. Darüber hinaus übernimmt die HOFTEX GROUP AG mit den bei ihr angesiedelten zentralen Funktionen Einkauf, Personal, Konzernrechnungswesen, Steuern und Finanzen, Konzerncontrolling, IT, Recht und Betriebstechnik übergreifende Aufgaben für die Unternehmen der Gruppe. Der Aufsichtsrat, bestehend aus neun Mitgliedern, berät den Vorstand und überwacht dessen Geschäftsführung. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen ist der Aufsichtsrat einzubeziehen. Insbesondere prüft er den Jahres- und Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht. In der Hauptversammlung erläutert der Aufsichtsratsvorsitzende den schriftlichen Bericht des Aufsichtsrats. Der Vorstand setzt sich aus zwei Mitgliedern zusammen, während die Geschäftsbereiche in den einzelnen Tochtergesellschaften von den Geschäftsführern geführt werden. Die Geschäftsführer werden dabei unterstützt von einem Management-Team, bestehend aus den Bereichen Vertrieb, Produktion/Technik und Rechnungswesen/Controlling. Zum 31. Dezember 2018 gehörten 15 inländische (Vorjahr: 16) und 4 ausländische (Vorjahr: 3) Gesellschaften zur Hoftex Group. Die nachstehende Grafik gibt einen Überblick über die Geschäftsbereiche und deren Standorte: ![]() Abb. 1: Konzernübersicht 1.3. Ziele und StrategieAls mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen will die Hoftex Group ihre Strategie eines ertragsorientierten und nachhaltigen Wachstums weiter fortsetzen. Um die Position als weltweiter Lieferant und Partner unserer Kunden auszubauen, wollen wir international wachsen und bauen unsere globale Präsenz aus. Dadurch profitieren die Kunden von kürzeren Entwicklungs- und Lieferzeiten, was einen entscheidenden Vorteil im internationalen Wettbewerb darstellt. In bestehenden Märkten wollen wir unsere Marktpositionen durch innovative Produkte zu bestmöglicher Qualität ausbauen. Unser Produktportfolio wollen wir durch Entwicklung neuer Geschäftsfelder ausbauen. Unter Berücksichtigung der diversifizierten Märkte der einzelnen Geschäftsbereiche wird die strategische Ausrichtung im Rahmen der strategischen Konzern-Vorgaben individuell entwickelt. Dabei fokussieren sich die Geschäftsbereiche darauf, innovative Produkte zu besten Qualitätsstandards herzustellen. Um auch zukünftig operative Profitabilität zu ermöglichen, fokussieren wir uns darauf, die Auslastung aller Standorte zu optimieren und die Effizienz interner Abläufe deutlich zu steigern. Hierfür richten wir unsere Prozesse nach den Prinzipien des Lean Management aus und leben ein gemeinsames Qualitätsverständnis. Der Ausbau unserer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und die Bündelung unseres im Konzern vorhandenen einmaligen textilen Know-how's sehen wir als elementare Aufgabe und als Erfolgsfaktor. Unsere Mitarbeiter sichern den nachhaltigen Erfolg unseres Unternehmens. Durch Professionalität, Qualitätsbewusstsein, Loyalität, unternehmerisches Handeln und Motivation tragen sie entscheidend zur Erreichung unserer strategischen Ziele bei. An unseren weltweiten Standorten sind Menschen unterschiedlichster Nationalitäten für uns tätig. Als Hoftex Group sehen wir uns als eine Familie mit gemeinsamen Werten, die auf Vertrauen, Fairness, Integrität, Einfühlungsvermögen, Kommunikation, Zusammenarbeit und Verantwortungsbewusstsein und Wertschätzung basieren. Wir fördern die fachliche und soziale Kompetenz unserer Mitarbeiter und richten unsere strategische Personalpolitik auf kontinuierliche Förderungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sowie einen integrativen Führungsstil aus. Die beständige Eigentümerstruktur der HOFTEX GROUP AG und ihr balanciertes Produkt- und Leistungsportfolio gewährleisten eine langfristig ausgerichtete, stabile Unternehmensentwicklung und die Verfolgung der Unternehmensstrategie. Die Kunden der Hoftex Group haben somit über mehrjährige Produktzyklen hinweg die Sicherheit, einen verlässlichen und liefertreuen Partner an ihrer Seite zu wissen. 1.4. NachhaltigkeitIm Fokus unseres Nachhaltigkeitsmanagements stehen jene Themen, die sich aus unserem täglichen Geschäft ableiten:
Seit Jahren wird in den Unternehmen der Hoftex Group systematisches Energiemanagement betrieben. Die Einführung eines zertifizierten Energiemanagementsystems macht es uns möglich, kontinuierlich sämtliche Prozesse hinsichtlich ihrer Energieeffizienz zu überprüfen, Schwachstellen zu erkennen und zu beseitigen und somit immer energieeffizienter und damit sparsamer zu werden. Mit der Auditierung nach dem anspruchsvollen Standard ISO 50001 setzen wir an allen unseren deutschen Standorten Maßstäbe. Unsere Produktoptimierungen und Neuentwicklungen sind auf die Verwendung umweltschonender Einsatzstoffe ausgerichtet. So werden z.B. bei TENOWO seit Jahren recycelte bzw. regenerative Fasern eingesetzt. Weltweit verzichtet TENOWO komplett auf den Einsatz von halogen- und antimonhaltigen Flammschutzmitteln. Die Unternehmen der Hoftex Group unterziehen sich regelmäßigen Audits, um Sicherheit, Qualität und Nachhaltigkeit permanent zu sichern und systematisch zu verbessern und um letztlich dadurch auch effizienter und profitabler zu werden. Die verschiedenen Zertifizierungen sind für unsere Stakeholder Beleg und Garant für unser Engagement und wir werden zudem als zuverlässiger Partner anerkannt und geschätzt. Die Unternehmen der Hoftex Group haben sich verpflichtet, an allen Standorten die gesetzlichen Anforderungen zu Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz einzuhalten. Die Gesundheit unserer Mitarbeiter und die Arbeitsplatz-Sicherheit ist unser oberstes Anliegen. Wir arbeiten an der kontinuierlichen Verbesserung von Arbeitsprozessen und Anlagensicherheit. Unsere Mitarbeiter werden regelmäßig geschult, um Risiken am Arbeitsplatz zu erkennen und zu vermeiden. 1.5. SteuerungssystemZu den für die Unternehmenssteuerung wichtigen finanziellen Leistungsindikatoren gehören Umsatz, EBITDA und Investitionssumme. Darüber hinaus sind das operative Ergebnis und der operative Cash Flow sowie die Zahl der Mitarbeiter pro Geschäftsbereich wichtige Kennzahlen. Das finanzielle Steuerungssystem ermöglicht es, die Erreichung der Geschäftsbereichs-Ziele zu messen. Der Vorstand wird durch die Geschäftsführung der Geschäftsbereiche mittels detaillierter Berichte regelmäßig über den Geschäftsverlauf informiert. Dadurch kann der Vorstand nicht zufriedenstellenden Entwicklungen zeitnah entgegenwirken. Neben den zur Unternehmenssteuerung verwendeten finanziellen Leistungsindikatoren werden zusätzlich nichtfinanzielle Indikatoren wie z.B. Reklamationskosten, Energieverbrauch und Pünktlichkeit der Auslieferungen mit den Management-Teams besprochen. 1.6. Forschung & EntwicklungEin Baustein in der Gesamtstrategie sind die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in innovative Textillösungen, um sich auch zukünftig als weltweiter Lieferant und Partner am Markt zu positionieren. Dabei ist die Kooperation mit Forschungseinrichtungen und Instituten genauso wichtig wie die gemeinsame Entwicklungsarbeit mit den Kunden. Der Fokus liegt darauf, den Kunden optimale Produkte mit hohen Qualitätsstandards zu wettbewerbsfähigen Preisen zu liefern. Hierzu definiert unser anwendungsorientierter Vertrieb frühzeitig spezifische Kundenbedürfnisse und lässt dies in die Entwicklungsarbeit bereits etablierter Produkte, aber auch in Neuentwicklungen einfließen. Zu unseren langjährigen Kooperationspartnern zählen unter anderem die Hochschule Hof, die DITF Denkendorf, das Sächsische Textilforschungsinstitut Chemnitz, die Technische Universität Dresden oder die RWTH Aachen. In gemeinsamen Projekten wird unsere Entwicklungs-Kompetenz ebenso wie unsere Technologie-Kompetenz sinnvoll ergänzt. Im Mittelpunkt der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Berichtsjahr standen die Weiterentwicklung der Produkt-Qualitäten, die Identifizierung neuer Anwendungen für unsere Produkte und der ressourcenschonendere Einsatz von Rohstoffen. Immer größere Bedeutung gewinnt der Einsatz recycelter oder biologisch abbaubarer Rohstoffe. Im Geschäftsbereich TENOWO wurden in speziellen Fertigungsverfahren Vliesstoffe aus recycelten Carbonfasern entwickelt, wodurch Produkte mit besonderen Eigenschaften hinsichtlich Festigkeit und Weiterverarbeitbarkeit für neue Anwendungsbereiche geschaffen wurden. Im Rahmen dieser Entwicklungsarbeit ist für TENOWO die neue Produktgruppe "Carbon compound" entstanden. Die Entwicklungsarbeit im Geschäftsbereich NEUTEX konzentriert sich neben der Kreation neuer Designs auf zusätzliche Produkteigenschaften durch neue Bindungstechniken oder den Einsatz neuer Materialien. Der Schwerpunkt im Geschäftsbereich HOFTEX liegt in der kundenspezifischen Weiterentwicklung von Garnen und Zwirnen. Zum weiteren Ausbau unserer Technologie-Expertise im Bereich Vliesstoff-Herstellung hat sich die Hoftex Group entschlossen, am Standort Mittweida ein Technologie-Zentrum für Nähwirkvliesstoffe zu errichten. Durch die Konzentration der Produkt- und Verfahrensentwicklung an diesem Standort wird es möglich sein, die Entwicklungszeiten zu verkürzen und die dort gewonnenen Erkenntnisse zügig in die Serienproduktion an den verschiedenen Standorten zu transferieren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden insgesamt 1,4 Mio. € (Vorjahr: 1,8 Mio. €) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Insgesamt waren 28 Mitarbeiter in diesem Bereich beschäftigt. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten finden ausschließlich bei den Tochtergesellschaften der Hoftex Group statt. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche EntwicklungNachdem sich die Weltkonjunktur 2017 festigen konnte und seit längerer Zeit zum ersten Mal in nahezu allen großen Volkswirtschaften gleichzeitig aufwärtsgerichtet war, konnte die wirtschaftliche Dynamik in 2018 mit einer Wachstumsrate von 3,6 % entgegen den Prognosen des internationalen Währungsfonds nicht ganz aufrechterhalten werden. ![]() Quelle: Darstellung des statistischen Bundesamts, basierend auf den jeweils veröffentlichten Jahreszahlen des IWF Abb. 2: Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 2011 bis 2018 In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften blieb die konjunkturelle Dynamik weiterhin moderat - die Wachstumsrate der Industrieländer lag bei 2,2 %. Im Vergleich zu 2017 zeigte sich allerdings auf geografischer Ebene ein weniger ausgewogenes Bild. Die Konjunktur im Euroraum konnte nicht an das Vorjahr anknüpfen und verlangsamte sich 2018 auf 1,8 % (Vorjahr: 2,4 %). Vor allem Deutschland, Italien und Frankreich entwickelten sich schwächer als im Vorjahr. Das Wachstum der USA lag dagegen mit 2,9 % wieder klar über dem Vorjahresniveau (2,2 %) und konnte von kräftigen Konjunkturmaßnahmen profitieren. Bei den Schwellen- und Entwicklungsländern zeigt sich ein ähnliches Bild. Die chinesische Wirtschaft verlor 2018 etwas an Fahrt und konnte mit einer Wachstumsrate von 6,6 % nicht ganz an die positive Entwicklung des Vorjahres anschließen (2017: 6,9 %). Die zwei Haupttreiber hierfür waren der anhaltende Handelskonflikt mit den USA sowie eine strengere Finanzregulierung. Im Gegensatz zu China konnte sich die indische Konjunktur in diesem Jahr mit einer Wachstumsrate von 7,1 % weiter beschleunigen (Vorjahr: 6,7 %). Der Verband südostasiatischer Nationen ASEAN verzeichnete ein Wachstum von 5,2 % und blieb damit etwas unter den Erwartungen (2017: 5,3 %). Russland konnte die seit 2016 anhaltende Erholung auch in 2018 weiter fortsetzen und erzielte ein Wachstum von 2,3 % (Vorjahr: 1,5 %). Die lateinamerikanischen Staaten konnten die im vergangenen Jahr eingesetzte Erholung insgesamt nicht fortsetzen und mussten ebenfalls eine Abkühlung verzeichnen (von 1,3 % im Vorjahr auf 1,0 % in 2018). 2.2. BranchenentwicklungDas Geschäftsklima in der Textil- und Modeindustrie hat sich entgegen der Erwartungen verschlechtert. Der Gesamtumsatz der deutschen Textil- und Bekleidungsindustrie (bezogen auf Unternehmen mit 50 und mehr Beschäftigten) lag 2018 bei 17,4 Milliarden €. Nach dem Konjunkturbericht des Gesamtverbands textil+mode verzeichnete die Industrie somit einen Umsatzeinbruch von -1,9 % (Vorjahr: +1,8 %). Maßgeblich für die negative Entwicklung waren vor allem ein rückläufiges Konsumverhalten und nachteilige Preisentwicklungen auf Beschaffungs- und Absatzseite. ![]() Abb. 3: Entwicklung Umsatz, Beschäftigung, Exporte in der Textil- und Modeindustrie 2018 Das Textilsegment konnte nicht an das Niveau des Vorjahres anknüpfen und blieb mit einem leichten Umsatzminus von -0,4 % (Vorjahr: +1,3 %) hinter den Erwartungen zurück. Nachdem im Bereich der Vliesstoffe 2017 mit einem Wachstum von 2,4 % eine leichte Erholung eingesetzt hatte, musste im Berichtsjahr ein Umsatzeinbruch von -5,4 % verzeichnet werden. Auch der Bereich technische Textilien musste einen Rückgang von -2,1 % hinnehmen. Ein Grund für die negative Entwicklung der beiden Bereiche dürfte in der teilweise hohen Abhängigkeit von der Automobilbranche liegen, welche aufgrund der Abgasthematik selbst hohe Rückschläge verkraften musste. Positive Entwicklungen konnten vor allem in den Bereichen Spinnerei (+8,5 %) und konfektionierte Textilien (+5,0 %) beobachtet werden. Der Verband der deutschen Heimtextilienindustrie meldete für den Bereich Dekostoffe einen Umsatzrückgang von -4,1 %. Somit setzte sich auch im Berichtsjahr der Einbruch in diesem Bereich weiter fort. ![]() Quelle: Gesamtverband textil+mode, Konjunkturbericht Februar 2019 Abb. 4: Umsatzveränderungen der Textilsegmente 2018 Nachdem im vergangenen Jahr noch eine Wachstumsrate von +2,5 % erreicht werden konnte, verzeichnete das Bekleidungssegment in 2018 ein schwaches Jahr und musste einen Umsatzrückgang von -4,4 % hinnehmen. Maßgeblich für diese Entwicklung war der Einbruch im Bereich der sonstigen Oberbekleidung (-5,4 %), welcher den größten Teil des Bekleidungssegments ausmacht. Zudem musste der Bereich Wäsche große Einbußen verzeichnen, hier betrug der Umsatzrückgang -18,2 %. Diese Einbrüche konnten auch nicht durch die positiven Entwicklungen in den Bereichen der Arbeits- und Berufsbekleidung (+4,0 %), der Strumpfwaren (+3,4 %) und der Wirk- und Strickwaren (+44,0 %) kompensiert werden. ![]() Quelle: Gesamtverband textil+mode, Konjunkturbericht Februar 2019 Abb. 5: Umsatzveränderungen der Bekleidungssegmente 2018 Das Beschäftigungsniveau in der deutschen Textil- und Modeindustrie war in diesem Jahr aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen leicht rückläufig (-0,5 %). Im Segment Textil standen 0,9 % mehr Beschäftigte zu Buche, das Bekleidungssegment verzeichnete dagegen einen Rückgang von -3,5 %. Die Lohn- und Gehaltssummen stiegen im Gegensatz zur Beschäftigung um +1,3 % an. Das Textilsegment zahlte +2,9 % mehr als noch im Vorjahr, dagegen sanken die Bezüge im Bekleidungssegment um -1,7 %. Die Exporte entwickelten sich auch in diesem Jahr nach oben (+5,3 %). Das Exportvolumen im Textilsegment blieb auf dem Niveau des Vorjahres (-0,1 %), das Bekleidungssegment konnte dagegen ein Exportwachstum von +8,7 % verzeichnen. 2.3. Überblick über den GeschäftsverlaufDas Marktumfeld im Geschäftsjahr 2018 gestaltete sich für die Unternehmen der Hoftex Group insgesamt schwierig. Die allgemeine Schwäche in der Automobilindustrie schlug sich weltweit, aber insbesondere auf die deutsche Wirtschaft nieder. Mit weit mehr als der Hälfte unserer Umsatzerlöse ist das Geschäft mit der Automobilzuliefererindustrie auch für die Hoftex Group ein wichtiger Bestandteil. Unser größter Geschäftsbereich TENOWO erreichte nach 136,4 Mio. € im Vorjahr im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 133,9 Mio. €, das ist ein Rückgang um 2 %. Als Spezialist für die Entwicklung und Herstellung von Vliesstoffen hat sich TENOWO über die letzten Jahrzehnte als bedeutender Partner für technische Anwendungen im Bereich Automotive etabliert. Insbesondere die schwache Entwicklung am US-Automobilmarkt führte jedoch dazu, dass im stärksten Absatzsegment Automotive die geplanten Absatz- und Umsatzsteigerungen nicht erreicht werden konnten. Der seit 2017 anhaltende Nachfragerückgang in USA hielt über das gesamte Jahr 2018 weiterhin an, so dass am Standort Lincolnton die Umsatzziele verfehlt wurden. Die Drosselung der deutschen Automobilproduktion im zweiten Halbjahr 2018 machte sich teilweise auch an unseren deutschen Standorten bemerkbar. Der leichte Rückgang der geplanten Absatzmengen ermöglichte es TENOWO jedoch, im Bereich Produktion zusätzliche Kapazitäten für Entwicklung und Prozessoptimierungen freizusetzen. Am chinesischen Standort Huzhou konnten sowohl die Vorjahres- als auch die Planzahlen übertroffen werden. Der traditionelle Bereich Interlinings, in dem sämtliche Bekleidungsanwendungen zusammengefasst sind, entwickelte sich plangemäß und konnte seine Absatz- und Umsatzzahlen gegenüber dem Vorjahr erhöhen. In diesem, in Europa seit Jahren rückläufigen Markt kann sich TENOWO weiterhin erfolgreich behaupten und seine Umsatzanteile stabil halten. Das Marktsegment Industrial entwickelt sich weiterhin positiv. In allen Bereichen konnten Zuwächse erzielt werden und nicht nur die Vorjahreszahlen, sondern auch die Absatz- und Umsatzziele konnten übertroffen werden. Industrial ist mit seinen verschiedenen Anwendungen wie z.B. Filtration, Bau, Medical inzwischen ein weiteres wichtiges Segment für TENOWO. Um diesen Bereich weiter zu stärken, erwarb die TENOWO Gruppe im September 2018 den italienischen Vliesstoffproduzenten Resintex Industriale S.r.l. mit Sitz in Mailand. Resintex Industriale S.r.l. ist Spezialist für die Herstellung und den Vertrieb von Vliesstoffen für Bekleidungs- und Medical-Anwendungen. Durch die Übernahme der Resintex Industriale S.r.l. möchte TENOWO das technische und Entwicklungs-Know-how beider Unternehmen optimal verbinden und das bisherige Produktportfolio von Resintex weiterentwickeln und vermarkten. Im Rahmen der zukünftigen strategischen Fokussierung unterzeichnete TENOWO zudem am 20. April 2018 eine Vereinbarung zum Verkauf der 49 %igen Beteiligung an der Supreme Nonwoven Industries Pvt. Ltd. an die indischen Mitgesellschafter. Für die TENOWO Gruppe stellte die 2006 erworbene Beteiligung an Supreme eine strategische Entscheidung dar. Durch die Investition in eine eigene Produktionsstätte in China im Jahr 2014 und verschiedene Erweiterungsinvestitionen an unserem US-amerikanischen Standort hat TENOWO seither einen erfolgreichen internationalen Wachstumskurs eingeschlagen. Im Rahmen der Geschäftsbereichsstrategie von TENOWO wurde entschieden, sich strategisch auf die europäischen, asiatischen und amerikanischen Märkte zu fokussieren und die Anteile an Supreme an die bisherigen Mitgesellschafter zu veräußern. Darüber hinaus investierte TENOWO auch an seinen bestehenden Produktionsstandorten in Deutschland und USA und erweiterte seine Kapazitäten im Bereich der Nähwirktechnologien. Der Geschäftsbereich HOFTEX erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 22,7 Mio. € (Vorjahr: 27,3 Mio. €). Der Rückgang um insgesamt 16 % ist sowohl auf den im Zuge der Veräußerung des operativen Geschäftes (Asset Deal) der Hoftex Max Süss GmbH entfallenden Umsatzes, als auch auf Umsatz- und Absatzrückgänge in den beiden verbliebenen Bereichen Spinnen und Färben zurückzuführen. Neben dem seit Jahrzehnten starken Preisdruck durch Produkte aus der Türkei und Asien, gegen den sich die HOFTEX behaupten muss, verzeichnete HOFTEX außerdem einen Nachfragerückgang bei verschiedenen Kunden aus dem Bekleidungs- und Dekobereich. Zudem stellte das schwankende Nachfrageverhalten, das sich in unregelmäßigen Abrufzyklen bei größtmöglicher Flexibilität für den Kunden ausdrückt, wiederum die große Herausforderung für Produktion, Technik und Entwicklung dar, was sich nachteilig auf Effizienz und Effektivität auswirkte. Zusätzlich erschwerte der Mangel an geeignetem Fachpersonal im Produktionsbereich der Spinnerei und auch der Färberei die Situation. Aufgrund der nach wie vor schwierigen Rahmenbedingungen konnte der Geschäftsbereich HOFTEX seine Umsatz- und Ergebnisziele 2018 nicht erreichen. Im Geschäftsbereich NEUTEX, Produzent und Lieferant von Dekostoffen, innenliegenden Sonnenschutzlösungen und technischen Geweben hat sich auch im zweiten Halbjahr 2018 die Kaufzurückhaltung fortgesetzt. Insgesamt erwirtschaftete NEUTEX 15,2 Mio. € Umsatz (Vorjahr: 16,8 Mio. €). Die gesamte Heimtextilienbranche verzeichnet trotz anhaltendem Bauboom in Deutschland seit Jahren rückläufige Zahlen, was sich auch in den Branchenzahlen widerspiegelt. Auch bei NEUTEX war in 2018 der Inlandsumsatz in den verschiedenen Segmenten rückläufig. Seit mehreren Jahren fokussiert sich NEUTEX mit ihrer Vertriebsstrategie zunehmend auf internationale Märkte. Während der Geschäftsbereich NEUTEX seine Marktanteile in Westeuropa und USA weiter ausbauen konnte, geht jedoch der Umsatz am russischen Markt aufgrund der politischen Rahmenbedingungen und deren Auswirkung auf die russische Wirtschaft und den Konsum seit Jahren kontinuierlich zurück. Die in 2017 eingeleiteten Einsparmaßnahmen und Strukturanpassungen wirkten sich in 2018 positiv auf die Kostenseite aus, so dass die Ertragslage trotz Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr verbessert werden konnte. Das Geschäft der beiden Immobilienbereiche entwickelte sich plangemäß. Die Büro-, Produktions- und Logistik-Flächen der verschiedenen Gewerbeimmobilien sind nahezu vollständig vermietet und die erzielten Mietumsätze lagen bei 2,2 Mio. € (Vorjahr: 2,0 Mio. €). Nach der Realisierung von umfangreichen Sanierungsmaßnahmen am Standort Hof-Moschendorf ist die Ertragslage weitestgehend konstant. 2.4. WirtschaftslageErtragslagescroll
Die Hoftex Group konnte in 2018 mit Absatz und Umsatz nicht an das Vorjahr anknüpfen. Der Umsatz ging um rund 5 % auf 174,1 Mio. € zurück. Bereits im ersten Halbjahr lagen die Umsatzerlöse leicht unter dem Vorjahresniveau, jedoch wurden alle Geschäftsbereiche entgegen unseren Erwartungen im zweiten Halbjahr von einer sich mehr und mehr abzeichnenden Geschäftsabkühlung auf den Zielmärkten getroffen. Der Umsatz verteilte sich regional ausgewogen: Den höchsten Anteil steuerte Deutschland mit 40 % bei, gefolgt vom übrigen Ausland mit 31 % sowie Rest-EU mit 29 %. ![]() Abb. 6: Aufgliederung der Umsätze nach Regionen in Mio. € Mit einem erwirtschafteten Rohertrag von 91,0 Mio. € in 2018 lag die Hoftex Group leicht unter dem Vorjahrswert von 91,9 Mio. €, dies entspricht einem Rückgang von 1 % und ist auf die gesunkene Gesamtleistung zurückzuführen. Der Abbau an fertigen und unfertigen Erzeugnissen betrug nach -1,6 Mio. € im Jahr 2017 im Berichtsjahr -0,5 Mio. €. Die Rohertragsmarge ist jedoch von 51 % in 2017 auf 52 % in 2018 gestiegen. Positiv beeinflusst wurde diese Entwicklung durch die Reduzierung der Materialaufwandsquote von 51 % im Vorjahr auf 50 % in 2018. Hier konnten wir von günstigeren Beschaffungspreisen an internationalen Rohstoffmärkten und Effizienzsteigerungen im Produktionsbereich profitieren. Darüber hinaus erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Erträge von 3,3 Mio. € in 2017 auf 4,6 Mio. € im Berichtsjahr 2018. Hier wirkt sich der Einmaleffekt aus dem Verkauf der Beteiligung an Supreme Nonwoven Industries Pvt. Ltd. in Höhe von 1,7 Mio. € ertragsverbessernd aus. Letztmalig wurde ein Ergebnis im Rahmen der Equity-Bewertung der Beteiligung an Supreme Nonwoven Industries Pvt. Ltd. für das Geschäftsjahr 1.4.2017 bis 31.3.2018 in Höhe von 0,7 Mio. € erfasst. Die in den letzten Jahren durchgeführten Kostensenkungsprogramme in den verschiedenen Geschäftsbereichen und eine stabile Produktionsauslastung an den einzelnen Standorten schlugen sich positiv auf der Kostenseite nieder: sowohl der Personalaufwand als auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen leicht zurück. Im Gesamtjahr 2018 lagen die Abschreibungen mit 10,5 Mio. € leicht unter dem Vorjahresniveau (10,6 Mio. €) und enthalten ausschließlich planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände. Aufgrund der komfortablen Finanzsituation der Hoftex Group verbesserte sich das Zinsergebnis von -2,1 Mio. € auf -1,8 Mio. €. Insgesamt resultiert hieraus ein Konzernjahresüberschuss von 8,0 Mio. € (Vorjahr: 6,8 Mio. €) und ein EBITDA in Höhe von 20,8 Mio. €, welches leicht über dem Vorjahresniveau von 20,4 Mio. € lag. Dies entspricht einem Ergebniswachstum von 2,0 %. Obwohl das prognostizierte Umsatzwachstum für 2018 nicht vollständig realisiert werden konnte, ist es gelungen, die gesetzten Ertragsziele zu erreichen. FinanzlageMit einer Quote des bilanziellen Eigenkapitals von 54,5 % zum 31.12.2018, den Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von 50,0 Mio. € sowie den Betriebsmittelkreditlinien im Umfang von 14,0 Mio. € verfügt der Konzern über eine tragfähige Finanzierungsstruktur. Dies gibt der Hoftex Group die Flexibilität sowie den finanziellen Spielraum, um das künftige organische Wachstum und weitere umfangreiche Investitionen zu finanzieren und so die internationale Wachstumsstrategie durchzusetzen. Die 2016 begebenen Schuldscheindarlehen mit einer Laufzeit von drei bis sieben Jahren werden variabel bzw. fix verzinst. Damit sichert sich die Hoftex Group auch weiterhin eine Finanzierungsstruktur im mittelfristigen Bereich. Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 18,4 Mio. € ist gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Mio. € gestiegen, vor allem infolge des Konzernjahresüberschusses von 8,0 Mio. € und des positiven Effekts aus der Veränderung des Working Capitals sowie der geringeren Ertragsteuerzahlungen aufgrund gesunkener Nachzahlungen. Damit konnten die Investitionen in das Anlagevermögen aus dem operativen Cashflow finanziert werden. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag 2018 bei 4,5 Mio. € (Vorjahr: -17,9 Mio. €). Die Einzahlungen für die Veräußerung der Anteile an Supreme Nonwoven Industries Pvt. Ltd. in Höhe von 10,1 Mio. € waren ein wesentlicher Grund für den Anstieg. Aber auch die vollständige Rückzahlung der an die ERWO Holding AG gewährten kurzfristigen Betriebsmittelkredite von per saldo 9,0 Mio. € beeinflussten den Cashflow. Die Auszahlungen resultieren hauptsächlich aus dem Erwerb des italienischen Vliesstoffherstellers Resintex Industriale S.r.l. von 3,3 Mio. € und den Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und in das Sachanlagevermögen von insgesamt 12,4 Mio. €. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2018 -5,7 Mio. € (Vorjahr: -5,1 Mio. €). In diesem Posten ist die Darlehenstilgung von 2,0 Mio. € gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten. Die liquiden Mittel, die uns am 31.12.2018 zur Verfügung standen, belaufen sich auf 30,9 Mio. €. Die konzernweite Nettobankverschuldung hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 38,6 Mio. € auf 20,7 Mio. € vermindert. ![]() Abb. 7: Cash-Flow Entwicklung Hoftex Group in Mio. € VermögenslageZum 31. Dezember 2018 erhöhte sich die Bilanzsumme gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres um 5,7 Mio. € (Vorjahr: 188,6 Mio. €). Das Anlagevermögen reduzierte sich um 1,8 Mio. € auf 101,0 Mio. € (Vorjahr: 102,8 Mio. €). Die Verminderung ist im Wesentlichen durch planmäßige Abschreibungen von 10,5 Mio. € bedingt. Gegenläufig wirkten die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände von 0,6 Mio. €, die vor allem die Optimierung und Erweiterung des ERP-Systems betreffen, sowie getätigte Sachanlageinvestitionen von 11,8 Mio. €. Letztere sind hauptsächlich durchgeführte Erweiterungsinvestitionen bei der Tenowo GmbH am Vliesstandort Mittweida und bei der US-Tochter Tenowo Inc. Der Rückgang der Finanzanlagen um 7,7 Mio. € ist durch die Veräußerung der Beteiligung an der Supreme Nonwoven Industries Pvt. Ltd. verursacht. Die deutliche Zunahme der liquiden Mittel auf 30,9 Mio. € (Vorjahr: 13,6 Mio. €) ist vor allem eine Folge des erzielten Erlöses aus der Veräußerung der Supreme Nonwoven Industries Pvt. Ltd. und der Rückführung gewährter Betriebsmittelkredite durch die ERWO Holding AG. Die Rückführung von 9,0 Mio. € hat gleichzeitig zu einem Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen geführt. Das bilanzielle Eigenkapital ist gegenüber dem Vorjahr von 98,0 Mio. € auf 105,8 Mio. € angestiegen. Die Erhöhung resultiert aus dem erwirtschafteten Konzernjahresüberschuss und erfassten Währungskurseffekten. Gegenläufig wirkte die erfolgte Dividendenzahlung von 1,2 Mio. €. Die Höhe der ausgewiesenen Pensionsrückstellungen ist mit 9,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert geblieben. Von den Pensionsrückstellungen wurden die zurechenbaren Werte aus Ansprüchen an Versicherungen abgezogen. Die Steuerrückstellungen haben um 0,1 Mio. € zugenommen, wohingegen die sonstigen Rückstellungen um 1,0 Mio. € gesunken sind. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf insgesamt 66,0 Mio. € (Vorjahr: 67,9 Mio. €). Ursache für den Rückgang ist vor allem die Verminderung der übrigen Verbindlichkeiten von 2,2 Mio. €. Diese beinhalten auch kurzfristige Finanzmittel von verbundenen Unternehmen für die chinesische Tochtergesellschaft Tenowo Huzhou New Materials Co. Ltd. Im Berichtsjahr erfolgte hierzu eine Tilgung in Höhe von 2,0 Mio. €. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um 0,6 Mio. € vermindert, wobei die Abnahme im Wesentlichen aus der Rückführung kurzfristiger Bankkredite durch die Tenowo Huzhou New Materials Co. Ltd. resultiert. Wichtiger Bestandteil der langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind die Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von 50,0 Mio. €. Die erste Tilgung der Schuldscheindarlehen wird planmäßig Ende 2019 in Höhe von 9,0 Mio. € erfolgen. Da umfangreiche Investitionsprojekte noch nicht abgeschlossen sind, haben die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 0,9 Mio. € zugenommen. 2.5. MitarbeiterDie Mitarbeiterzahl in der Hoftex Group ging im Jahr 2018 um 2 % auf 1.197 Personen zurück. Infolge der Akquisition von Resintex Industriale S.r.l. traten 32 neue Beschäftigte in den Konzern ein. Aufgrund des Verkaufs des operativen Geschäftes der Hoftex Max Süss GmbH traten 27 Mitarbeiter aus der Gruppe aus. Zum Stichtag 31. Dezember 2018 waren insgesamt 1.213 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt. Zum Jahresende waren 76 % unserer Mitarbeiter in Deutschland angestellt. Der größte Geschäftsbereich der Hoftex Group, die TENOWO, hatte in 2018 auch die meisten Beschäftigten mit 739 (Vorjahr: 690). Der nach Mitarbeitern größte Standort ist der Stammsitz Hof mit 364 Mitarbeitern. ![]() Abb. 8: Mitarbeiter zum Stichtag 31.12.2018 nach Ländern 3. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB für das Geschäftsjahr 2018Festlegungen zur Förderung der Teilhabe von Frauen an Führungspositionen nach §§ 76 Abs. 4, 111 Abs. 5 AktG Entsprechend dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst haben Vorstand und Aufsichtsrat die angestrebten Frauenquoten definiert. Die Zielgröße des Aufsichtsrats für die Frauenquote des Zwei-Personen-Vorstands liegt weiterhin bei 0 %. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat beschlossen, dass ihm bis zum 31. Dezember 2021 mindestens zwei Frauen angehören. Aktuell sind mit Renate Dempfle und Melanie Liebert auf Anteilseignerseite sowie Johanna Falasa und Carmen Teismann auf Arbeitnehmerseite vier Frauen im Aufsichtsrat vertreten. Für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands hat der Vorstand der HOFTEX GROUP AG eine Zielgröße von 20 % innerhalb einer Umsetzungsfrist bis zum 31. Dezember 2021 beschlossen. Die Frauenquote in der ersten Führungsebene liegt aktuell bei 40 %. Eine Zielgröße für die zweite Führungsebene wurde nicht festgelegt, da die HOFTEX GROUP AG als Holdinggesellschaft über flache Führungsstrukturen verfügt und es daher keine durchgehende zweite Führungsebene gibt. 4. Risiko- und ChancenberichtDie Hoftex Group sieht sich ständig einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die mit dem unternehmerischen Handeln der einzelnen Geschäftsfelder und demnach auch der einzelnen Tochtergesellschaften verbunden sind oder sich aus externen Einflüssen ergeben. Gleichzeitig ist es für die HOFTEX GROUP AG von Bedeutung, Chancen für das Unternehmen zu identifizieren, um diese für die Ziele des Unternehmens zu nutzen und um die Wettbewerbsfähigkeit der HOFTEX GROUP AG und ihrer Tochtergesellschaften zu sichern und auszubauen. Es ist die Aufgabe des Managements die Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen mit entsprechenden Maßnahmen rechtzeitig begegnen zu können. Um dies zu ermöglichen, hat die Hoftex Group ein geeignetes Risikomanagementsystem etabliert. Die Risiken und Chancen der Hoftex Group lassen sich allgemein in folgender Matrix darstellen: Strategie und Markt
Operativ
Finanziell
Compliance
Im Folgenden wird nicht auf jeden einzelnen Punkt eingegangen. Es werden lediglich diejenigen Bereiche erläutert, in denen es relevante Risiken und Chancen zu nennen gibt. 4.1. RisikomanagementsystemDie Hoftex Group verfügt über ein mehrstufiges Risikomanagementsystem (RMS) sowie über weitere unterstützende Kontrollsysteme. Die zentrale Überwachung und Koordinierung der Prozesse des RMS erfolgt durch die Konzernleitung Finanz- und Rechnungswesen und ist ein integraler Bestandteil in den bestehenden Planungs-, Controlling- und Informationssystemen. Das interne Kontrollsystem umfasst die vom Management eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung
Im Geschäftsjahr 2018 wurde darüber hinaus begonnen, das bereits bestehende interne Kontrollsystem zu überarbeiten und zu aktualisieren, um es an die aktuellen Risiken und wirtschaftlichen Herausforderungen sowie internen Veränderungen anzupassen. Das RMS beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischen Handelns. Im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess sind im Konzern Strukturen hinterlegt, die die Gesamtverantwortung über das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem auf den Vorstand überträgt. Über eine geeignete und definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle Unternehmens- und Geschäftsbereiche in das RMS eingebunden. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in internen Richtlinien festgeschrieben. Folgende Elemente sind in Bezug auf das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem relevant, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Jahres- und Konzernabschlusses einschließlich des Konzernlageberichts maßgeblich beeinflussen können:
Im Folgenden werden diejenigen Risiken und Chancen beschrieben, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Hoftex Group haben können. Grundsätzlich erfolgt die Berichterstattung über die Risiken und Chancen bezogen auf alle Geschäftsbereiche der Hoftex Group. Sofern kein Unternehmen explizit hervorgehoben wird, betreffen die beschriebenen Risiken und Chancen alle Tochtergesellschaften der Hoftex Group. 4.2. Risiken und ChancenDie Weltwirtschaft kann im Geschäftsjahr 2019 zu großen Teilen von regierungspolitischen Entscheidungen geprägt werden. Bereits zum Ende des vergangenen Jahres hin verlangsamte sich das weltweite Wirtschaftswachstum. Als eines der Hauptrisiken für eine weitere Abschwächung kann sich mittelfristig eine weitere Verschärfung des amerikanisch-chinesischen Handelsstreits herausstellen. Da wir in China einen Produktionsstandort betreiben, können wir direkt von höheren Importzöllen in die USA betroffen sein. Weitere Handelsbarrieren können sich ebenfalls auf unsere Wertschöpfungskette auswirken. So stellt ein "ungeordneter" Brexit für uns, wie auch für viele andere Unternehmen in der Europäischen Union und in Großbritannien, ein Risiko dar. Eine Zurückhaltung neuer Investitionen könnte auch unsere Auftragslage aus Großbritannien reduzieren. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, verfolgt das Management die Brexit-Verhandlungen kontinuierlich und erarbeitet und koordiniert geeignete Maßnahmen. Generell ist die globale Ausrichtung und die internationale Positionierung der Hoftex Group eine Chance und bietet Möglichkeiten, den weltwirtschaftlichen Risiken entgegenzuwirken. Markt und StrategieDie Hoftex Group ist abhängig von der Dynamik verschiedener Branchen. Kundenseitig sind die wichtigsten Branchen die Automobilindustrie, die Bekleidungs- sowie die Heimtextilienindustrie. Auf der Lieferantenseite ist die Hoftex Group unmittelbar abhängig von der Branche der Faserproduzenten. Ein Abschwung in den genannten Branchen kann allgemein zu einem Risiko für die Hoftex Group führen. Durch eine kontinuierlich an die aktuellen Gegebenheiten angepasste Vertriebs- und Marketingstrategie versuchen wir neue Märkte und neue Kunden zu gewinnen, um dem genannten Risiko entgegenzuwirken und um unsere Absatzstrategie weiter zu diversifizieren. Wir sehen uns weltweit mit starken Wettbewerbern aus der Textilindustrie konfrontiert. Ein weiterer Anstieg des Wettbewerbsdrucks, flankiert von steigenden Rohstoffpreisen und steigendem Preisdruck seitens der Kunden kann signifikante Auswirkungen auf unsere Ertrags- und Vermögenslage haben. Als Gegenmaßnahme streben wir kontinuierlich nach guten und engen Kundenbeziehungen und analysieren stetig die für uns relevanten Märkte. Weiterhin ist die Digitalisierung ein nicht zu unterschätzender Treiber in der Weltwirtschaft und demnach auch in der Textilbranche und in großem Maße auch für uns relevant. Durch Digitalisierungsinitiativen sowohl in der Produktion wie auch in der Verwaltung und im Vertrieb versuchen wir der Branche einen Schritt voraus zu sein und sehen es als eine wichtige zukunftsweisende Chance an, hier auf dem aktuellen Stand zu sein und eine Vorreiterposition in der Branche zu übernehmen. Die zunehmende Digitalisierung von Prozessen und Technologien ermöglicht es uns, unsere Qualitätssicherungssysteme und -instrumente entlang unserer Wertschöpfungskette zu verbessern, welche dem Reklamationsrisiko vorbeugen können. OperativForschung und EntwicklungUnsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten erstrecken sich über vielseitige Produkt- und Anwendungsbereiche innerhalb der Textilwelt. Durch wesentliche Investitionen kann hier ein erhöhtes Verlustrisiko entstehen, welches sich auf unsere Vermögens- und Ertragslage auswirken kann. Dennoch ist die innovative und kreative Arbeit unseres Teams für Forschung und Entwicklung ein signifikanter Chancenbringer für den gesamten Konzern und unabdinglich in Bezug auf die Wettbewerbsfähigkeit. Des Weiteren lassen sich durch enge Entwicklungskooperationen mit Kunden und Lieferanten Synergien heben und Chancen realisieren, die sich auch auf die Teams Einkauf/Beschaffung und Vertrieb ausdehnen können. Darüber hinaus ist unser Team für Forschung und Entwicklung beständig im engen Austausch mit seinen internen Kunden im Konzern. Dadurch haben wir die Chance auf einen vernetzten Wissenstransfer untereinander und wir können gezielt auf relevante und geeignete Märkte, Produkte und Lösungen eingehen, die zukunftsweisend und erfolgskritisch für unsere gesamten Tochtergesellschaften sind. Einkauf/BeschaffungAls ein sehr von der Rohstoffbeschaffung abhängiger Konzern ist die Hoftex Group einigen Risiken auf dem Beschaffungsmarkt ausgesetzt. Generell sind vor allem Preisschwankungen und Qualitätsschwankungen ein großes Risiko. In den Geschäftsbereichen der Hoftex Group unterliegen die Rohstoffpreise regelmäßigen Schwankungen und durch einen generellen Anstieg der weltweiten Rohstoffnachfrage einem kontinuierlichen Anstieg der Preise. Das Risiko von Qualitätsschwankungen wird in der Hoftex Group durch ein fortlaufendes Monitoring der Lieferanten abgefangen. Das Beschaffungsteam arbeitet eng mit den jeweiligen Lieferanten zusammen und strebt auch hier nach immer weiteren Entwicklungsmöglichkeiten zur Minimierung von Beschaffungsrisiken auf beiden Seiten. Durch eine enge Zusammenarbeit zwischen unserem Beschaffungsteam und unseren Lieferanten lässt sich der anhaltende Trend nach immer mehr Transparenz in Bezug auf Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette als Chance für die Zukunft nutzen. ProduktionDer Produktionsbereich der Hoftex Group ist von einer detaillierten und weit vorausschauenden Planung abhängig. Gibt es Abweichungen zum Plan durch interne oder externe Einflüsse wie Lieferverzögerungen durch den Lieferanten oder kurzfristige Änderungswünsche vom Kunden, besteht das Risiko der Produktionsverzögerung. Das kann wiederum zu einer punktuellen Über- oder Unterproduktion führen. Durch eine enge Kommunikation der Produktionsstätten untereinander und durch unsere internationale Ausrichtung lassen sich Produktionskapazitäten innerhalb der Hoftex Group bei Bedarf verlagern und somit kann kurzfristig auf Probleme reagiert werden, um das genannte Risiko zu minimieren. Darüber hinaus ist im Bereich der Produktion mit Risiken im Rahmen der Qualität, Sicherheit und Umwelt zu rechnen. Diesen Risiken wird mit geeigneten Managementsystemen, Arbeits- und Umweltsicherungsschulungen sowie entsprechenden Versicherungen entgegengewirkt. Neue Produktionstechnologien, welche durch die Digitalisierung begünstigt werden, bieten für uns eine große Chance. Durch eine vernetzte Produktion über alle Standorte hinweg kann es möglich sein, anhand geeigneter Datenanalysen zukünftig vorausschauender und damit effizienter zu produzieren, die Qualität zu verbessern und Kosteneinsparungen zu realisieren. VertriebFür die Hoftex Group können verschiedene Risiken und Chancen im Bereich der Nachfrage von Bedeutung sein. Eine mögliche Kaufzurückhaltung unserer Kunden kann durch eine negative Berichterstattung in Bezug auf die Textilindustrie im Allgemeinen und speziell in Bezug auf die Automobilindustrie entstehen. Gleichzeitig kann jedoch eine positive Berichterstattung in den Medien eine Chance für Teilbereiche und die gesamte Hoftex Group bedeuten. PersonalDer Wettbewerb um hoch qualifizierte Mitarbeiter und Talente für spezielle Bereiche z.B. die Digitalisierung und Automatisierung in Produktion ist in den Regionen, in denen wir tätig sind und in der Textilindustrie im Allgemeinen weiterhin sehr stark. Generell besteht das Risiko, dass Mitarbeiter das Unternehmen verlassen und es dadurch in der Produktion sowie in der Verwaltung zu Know-how-Verlust kommen kann. Hier bietet uns die Digitalisierung und neue Technologien die Chance Mitarbeiter durch eine interessante, moderne und flexible Arbeitsatmosphäre sowie Arbeitsmethoden an uns zu binden, zu motivieren und neue potenzielle Bewerber zu finden und für uns zu begeistern. ITIm Zusammenhang mit der Digitalisierung unserer Geschäftsmodelle und Prozesse spielt die Systemlandschaft der Hoftex Group eine wichtige Rolle. Als global agierendes Unternehmen ist es für uns relevant, dass Informationen aktuell, vollständig und korrekt vorhanden sind und ausgetauscht werden können. Um dies zu gewährleisten, investieren wir kontinuierlich in unsere IT-Infrastruktur und bauen diese fortlaufend aus, um sie den aktuellen Bedingungen, intern wie extern, anzupassen. Darauf aufbauend wird sich auch unser Projektmanagement ausdehnen und entsprechend anpassen. Aufgrund stetig wachsender Anforderungen an Vertraulichkeit und Verfügbarkeit von Daten, hat die Hoftex Group präventive Maßnahmen definiert, um damit verbundene Risiken zu minimieren und um mögliche Schäden zu reduzieren. Dennoch können trotz aller Vorkehrungen die Risiken von Störungen und Angriffen auf unsere IT-Systeme sowie der unsachgemäße Umgang mit ihnen nicht komplett vermieden werden. Ausfälle der IT-Systeme können den Geschäftsbetrieb signifikant stören. FinanziellWechselkurse und ZinsenDie Hoftex Group ist aufgrund ihrer globalen Geschäftstätigkeit Risiken und Chancen in Bezug auf Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Diese resultieren in besonderem Umfang aus Schwankungen des US-Dollars (USD) und des Chinesischen Yen (CNY) sowie anderen Währungen gegenüber dem Euro. Risiken und Chancen im operativen Geschäft entstehen vor allem, wenn Umsatzerlöse in einer anderen Währung generiert werden als die dazugehörigen Kosten (Transaktionsrisiko). Das daraus resultierende Risiko wird intensiv beobachtet und bei Bedarf werden Devisentermingeschäfte zur Absicherung abgeschlossen. Des Weiteren bestehen Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Umrechnung der Einzelabschlüsse von Konzerngesellschaften außerhalb der Eurozone in die Konzernwährung Euro (Translationsrisiko). Zinsrisiken und -chancen können für die Hoftex Group durch steigende oder sinkende Finanzierungskosten infolge eines Zinsniveauanstiegs oder Zinsniveaurückgangs entstehen. Zur Absicherung gegen mögliche Risiken, werden Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen und die Zinsentwicklungen kontinuierlich beobachtet. ForderungenAusstehende Forderungen von Kunden oder anderweitige Zahlungsverpflichtungen von Drittparteien, denen nicht nachgekommen wird, bilden für die Hoftex Group ein nicht unerhebliches Risiko. Dem steuern wir entgegen, indem wir ein striktes Monitoring der Ausfallrisiken durch unser Konzerncontrolling durchführen. Weiter werden ausstehende Forderungen durch Warenkreditversicherungen gegen Ausfälle und Zahlungsunfähigkeiten der Kunden abgesichert. Die Bonitäten unserer Kunden werden regelmäßig über die Warenkreditversicherer geprüft sowie durch unser Credit-Insurance-Team überwacht und kontrolliert. LiquiditätFür die Hoftex Group können Liquiditätsrisiken darin bestehen, dass ausstehenden Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen werden kann. Eine fortlaufende Liquiditätsplanung sowie eine mehrjährige Finanzplanung ermöglichen es der Hoftex Group langfristige Kreditlinien und liquide Mittel vorzuhalten. Dadurch wird auch die Zahlungsfähigkeit und finanzielle Flexibilität des Konzerns sichergestellt. KapitalmarktMit der Notierung im Freiverkehr an der Börse München ist die Hoftex Group Regulierungsrichtlinien und Gesetzen unterworfen, woraus entsprechende Risiken entstehen können. Um den Kapitalmarktrisiken entgegenzuwirken, stehen wir in engem Kontakt zu einer Rechtsanwaltskanzlei, die uns unterstützt. ComplianceWie andere international agierende Unternehmen auch, ist die Hoftex Group verschiedenen Rechts- und Compliance-Risiken ausgesetzt. Dabei geht es um Risiken aus möglichen Rechtsstreitigkeiten und Compliance-Verstößen sowie aus der Nichteinhaltung von regulatorischen Vorgaben. Darüber hinaus unterliegen wir weltweit vielfältigen staatlichen Regulierungen im Bereich des Umweltschutzes, Datenschutzes und weiterer gesetzlicher Vorgaben. Die Nichteinhaltung kann zu erheblichen Strafen, Schadensersatz und Reputationsverlusten führen. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, arbeiten wir eng mit einer beratenden Anwaltskanzlei zusammen. Des Weiteren haben wir Datenschutzbeauftragte, Datenschutzkoordinatoren sowie Arbeitsschutzbeauftragte in den verschiedenen Standorten und arbeiten eng mit einem externen Berater zusammen. 5. Schlusserklärung zum AbhängigkeitsberichtDer Vorstand der Hoftex Group hat nach § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen der Hoftex Group zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2018 erstellt und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Vorstand erklärt am Schluss des Berichts: "Die Gesellschaft hat nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit dem herrschenden und mit diesem verbundenen Unternehmen vorgenommen wurden, jeweils eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen wurden nicht vorgenommen oder unterlassen." 6. Prognosebericht6.1. Ausblick gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDie Konjunkturexperten erwarten für 2019 eine Abkühlung der wirtschaftlichen Wachstumsdynamik: Der internationale Währungsfonds prognostiziert in seinem Jahresausblick ein globales Wirtschaftswachstum von 3,3 %. Maßgebliche Einflussfaktoren sind die weiterhin anhaltenden Handelskonflikte, eine von Unsicherheit geprägte politische Landschaft sowie zunehmend straffere finanzielle Rahmenbedingungen. Die konjunkturelle Dynamik des Euroraums bleibt auch 2019 moderat und soll sich im Vergleich zum Vorjahr verlangsamen. Die bislang ungeklärte Brexit-Situation bringt weiterhin große Unsicherheit mit sich und birgt große Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung Europas. Die vorübergehenden fiskalpolitischen Impulse aufgrund der in den USA im Vorjahr verabschiedeten Steuerreform werden allmählich nachlassen. Richtet man den Blick zudem auf den Handelskonflikt mit China, der schlechteren Verfügbarkeit von Arbeitskräften sowie den rückläufigen Investitionsausgaben, steuern auch die USA auf eine Abkühlung zu. Insgesamt geht der IWF davon aus, dass sich das Wachstum der fortgeschrittenen Volkswirtschaften auf 1,8 % verlangsamen wird. Auch die chinesische Wirtschaft wird in 2019 nicht mehr so schnell wachsen. Maßgeblich für die Verlangsamung sind der Handelskonflikt mit den USA, die Begrenzung des Kreditwachstums sowie voraussichtlich rückläufige Investitionen. Insgesamt erwartet der IWF auch für die Schwellen- und Entwicklungsländer eine Abkühlung und prognostiziert ein Wachstum von 4,4 %. 6.2. Ausblick branchenbezogene RahmenbedingungenDie Ergebnisse der ifo Konjunkturumfragen zu den Segmenten Textil und Bekleidung zeigen eine zunehmend negative Erwartungshaltung für die Zukunft. Mögliche Gründe könnten in der erwarteten allgemeinen Abkühlung der Weltkonjunktur, dem damit verbundenen Rückgang des Konsumklimas, politischen Unsicherheiten wie dem Brexit oder den protektionistischen Tendenzen im Welthandel oder auch den teils erheblich gestiegenen Preisen auf den Beschaffungsmärkten liegen. Herstellung von Textilien![]() Herstellung von Bekleidung![]() Quelle: ifo Konjunkturumfragen für 2019 Abb. 9: Konjunkturentwicklung Deutschland Auch im ersten Quartal 2019 setzt sich der Trend des Vorjahres fort. Sowohl der Bekleidungs- als auch der Textilsektor entwickeln sich aktuell nicht zufriedenstellend. Auftragslage, Umsätze und die Konjunkturindikatoren sind weiterhin rückläufig. Sollte sich das schwache Konsumklima auch in 2019 fortsetzen, droht eine Fortsetzung der schwachen Entwicklung des vergangenen Jahres. 6.3. Ausblick GeschäftsverlaufDas aktuelle Marktumfeld und die Konjunkturprognosen für das Weltwirtschaftswachstum 2019 deuten auch in der Textil- und Bekleidungsindustrie auf eine stagnierende oder rückläufige Entwicklung hin. Der weitere Kurs in den internationalen Handelsbeziehungen zwischen USA und China wird unser Umsatzwachstum ebenso wie die Entwicklung der Automobilbranche beeinflussen. Die konjunkturellen Rahmenbedingungen für die Automobilindustrie bleiben auch in 2019 herausfordernd: nachdem sich die Fahrzeugnachfrage in den drei großen Automärkten der Welt bereits im letzten Jahr verlangsamt hat, dürfte sich dieser Trend auch in 2019 fortsetzen. Daneben ist die Entwicklung alternativer Antriebstechnologien und Technologien für autonomes Fahren die Herausforderung der Zukunft. Die bereits im letzten Quartal 2018 verzeichnete Marktberuhigung bei TENOWO setzt sich auch aktuell fort. Unter diesen Voraussetzungen sehen wir unsere für 2019 geplante Absatz- und Umsatzsteigerung, die im Wesentlichen durch die weitere Auslastung unserer neu installierten Maschinenkapazitäten bedient werden soll, aus heutiger Sicht als sehr anspruchsvoll an. Eine Stoßrichtung ist neben der intensiven und individuellen Betreuung unserer Kunden die noch stärkere Fokussierung unserer Vertriebsaktivitäten auf neue Geschäftsfelder und Anwendungen. Hierfür stärken wir unsere weltweiten Vertriebsteams. Erste Erfolge zeigen sich bereits. Jedoch können sich diese Anstrengungen nur zum Teil kurzfristig auswirken und sind vor allem als mittelfristige Maßnahme zur Sicherung des Unternehmenserfolgs anzusehen. Durch den Erwerb der Resintex Industriale s.r.l. haben wir zudem Zugang zu neuen Märkten, die wir intensiv betreuen werden. Im Bereich Technik und Produktion haben wir bereits im Jahr 2018 begonnen, uns personell zu verstärken und neu aufzustellen, um zum einen die Bestands-Anlagen und zum anderen die geplanten Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen bestmöglich zu betreuen, aber auch um weitere Qualitäts- und Effizienzsteigerungen zu erzielen. Hier sehen wir noch große Chancen und Potential für weitere Kostenoptimierungen. Die NEUTEX hat auf der jährlich stattfindenden Leitmesse "Heimtextil" im Januar 2019 mit einem neuen Messekonzept ihre Neuausrichtung als moderner, innovativer und internationaler Anbieter von Heimtextilien unterstrichen. Die Resonanz war sehr gut und die internationale Vertriebsorientierung wird von der Marktseite positiv aufgenommen. Trotz alledem kann sich auch die NEUTEX nicht dem Markttrend entziehen und für unsere gegenüber dem Vorjahr geplanten Umsatzzuwächse benötigen wir eine wesentliche Konjunkturbelebung der Branche. Im für uns sehr interessanten Markt USA sehen wir Potentiale, allerdings erschweren die politischen Unsicherheiten konkrete Wachstumsprognosen für uns. Als weiteres Ziel für 2019 wurde die operative Verbesserung durch Optimierung von Betriebsabläufen, Prozessen und Logistik definiert. Nach einem nicht zufriedenstellenden Geschäftsjahr 2018 startete der Geschäftsbereich HOFTEX auch in das neue Jahr eher verhalten. Die Kundenabrufe sind zögerlich und Aussagen hinsichtlich Prognosen von Abnahmemengen eher zurückhaltend. Hier spiegelt sich die generelle Unsicherheit der Wirtschaft stark wider. Die Vertriebsteams arbeiten seit Jahren daran, gemeinsam mit Technik und Produktion Kundenwünsche individuell und bestmöglich umzusetzen und dabei kosteneffiziente Abläufe zu gewährleisten. Durch sukzessive Investitionen in neue Anlagen und Technik richtet sich die Färberei auf den Trend kleinerer Losgrößen und kürzerer Lieferzyklen ein. Vor allem am Standort Drebach haben wir zunehmend Probleme, geeignetes Fachpersonal im Produktionsbereich zu finden. Unsere Anstrengungen gehen hier in die Ausbildung und Qualifizierung von Mitarbeitern aus anderen Bereichen. Aufgrund der großen politischen Unsicherheiten, der konjunkturellen Lage und den Geschäftsaussichten in den für die Unternehmen der Hoftex Group relevanten Märkten und Branchen erwarten wir für das aktuelle Geschäftsjahr insgesamt einen stagnierenden Umsatz in der Größenordnung zwischen -5 % bis +5 % gegenüber dem Vorjahr (174,1 Mio. €). Das EBITDA wird voraussichtlich zwischen 17,0 Mio. € bis 19,0 Mio. € und damit unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Für 2019 planen wir Investitionen in Höhe von 16 Mio. €, der Großteil wird in die TENOWO Standorte Hof und Mittweida fließen. Während in Hof die bereits länger geplanten Investitionen in die umfassende Modernisierung bestehender Anlagen beginnen, werden in Mittweida ein neues Verwaltungsgebäude und ein Technikum errichtet. Aufgrund der Erweiterungsinvestitionen im Geschäftsbereich TENOWO wurden an den verschiedenen TENOWO-Standorten in den letzten Jahren kontinuierlich neue Mitarbeiter eingestellt. Für das laufende Geschäftsjahr 2019 ist kein Personalabbau geplant, so dass die Mitarbeiterzahl konstant bleiben wird. Wichtige Voraussetzung für das Eintreffen unserer Erwartungen ist jedoch, dass sich die weltweiten politischen Unsicherheiten nicht weiter wesentlich auf die angenommenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und somit nachhaltig negativ auf die Konjunktur auswirken.
Hof, den 29. März 2019 HOFTEX GROUP AG Der Vorstand Klaus Steger Robert Seibold Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018in Tausend EURAktiva scroll
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2018scroll
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2018(1) Darstellung des KonzernabschlussesDie HOFTEX GROUP AG ist eine in der Bundesrepublik registrierte Kapitalgesellschaft, die im Handelsregister des Amtsgerichts Hof unter HRB 50 als Aktiengesellschaft registriert ist. Die Adresse lautet Fabrikzeile 21, D-95028 Hof. Sie ist die Holdinggesellschaft des Hoftex Group Konzerns. Der Geschäftsgegenstand entspricht dem Eintrag im Handelsregister. Die Hauptaktivitäten der Hoftex Group sind die Produktion von Vliesstoffen für technische Anwendungen und für Bekleidung, die Herstellung von Roh-, Buntgeweben und Dekostoffen, die Fertigung von Roh- und Farbgarnen sowie von Spezialgarnen und -zwirnen. Die Aktien der Gesellschaft werden seit dem 29. Juni 2009 im Freiverkehr an der Börse München im Marktsegment M:access gehandelt; seither gilt die HOFTEX GROUP AG nicht mehr als "börsennotiert" oder "kapitalmarktorientiert" im Sinne des Handelsgesetzbuches (HGB) bzw. des Aktiengesetzes (AktG). Der Konzernabschluss der HOFTEX GROUP AG zum 31. Dezember 2018 wurde nach den am Abschlussstichtag gültigen Vorschriften des HGB sowie des AktG aufgestellt. Die Pflicht zur Aufstellung des Konzernabschlusses ergibt sich aus § 290 HGB. Der Konzernabschluss ist in den ersten fünf Monaten des neuen Geschäftsjahres für das vorausgegangene Geschäftsjahr aufzustellen. Der Konzernabschluss ist in Euro (€) aufgestellt. Alle Angaben erfolgen - soweit nicht explizit anders vermerkt - in Tausend Euro (T€). Die einzelnen Jahresabschlüsse der Konzernunternehmen und der Konzernabschluss sind auf den Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Der Jahresabschluss der HOFTEX GROUP AG und die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen Tochtergesellschaften für das Geschäftsjahr 2018 wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes bzw. des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Für Zwecke der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die Jahresabschlüsse der ausländischen Gesellschaften gegebenenfalls auf die Vorschriften des HGB übergeleitet. Einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung zusammengefasst. Diese Posten sind im Konzernanhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren ausgewiesen. (2) KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss zum 31.12.2018 sind neben der HOFTEX GROUP AG 15 (Vorjahr: 16) inländische und 4 (Vorjahr: 3) ausländische Gesellschaften einbezogen, bei denen der HOFTEX GROUP AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht und sie somit die Kontrolle über diese Unternehmen ausübt. Weiterhin ist die Unterstützungskasse der Hoftex Group, die Wohlfahrtseinrichtung der Vogtländischen Baumwollspinnerei AG e.V., in den Konzernabschluss gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB i.V.m. DRS 19 einbezogen. Wegen untergeordneter Bedeutung für den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurde auf die Einbeziehung von 1 (Vorjahr: 1) inländischen Tochterunternehmen nach § 296 Abs. 2 HGB verzichtet. Die Veränderung des Konsolidierungskreises ergab sich zum einen aus einem im Geschäftsjahr 2018 getätigten Erwerb von 100 % der Anteile der Resintex Industriale S.r.l. Die Gesellschaft produziert Vliesstoffe für Bekleidungs- und Medical-Anwendungen und hat ihren Sitz in Mailand, Italien. Des Weiteren erfolgte mit Wirkung zum 30.9.2018 eine konzerninterne Verschmelzung der Hoftex Max Süss GmbH auf die Hoftex GmbH. Mit Kaufvertrag vom 20.4.2018 und Nachtrag vom 18.9.2018 hat die Tenowo GmbH zudem sämtliche Anteile an der Supreme Nonwoven Industries Private Limited an die indischen Mehrheitseigentümer veräußert. Die Entkonsolidierung des assoziierten Unternehmens erfolgte zum 30.9.2018. Die Tochterunternehmen Hoftex GmbH, Hoftex CoreTech GmbH, Hoftex Färberei GmbH, Hoftex Färberei Betriebs GmbH, Neutex Home Deco GmbH, Neutex Betriebs GmbH, Tenowo GmbH, Tenowo Hof GmbH, Tenowo Reichenbach GmbH, Tenowo Mittweida GmbH und die Hoftex Immobilien I GmbH sind über Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit der Muttergesellschaft HOFTEX GROUP AG verbunden. Alle diese Unternehmen sind auch in den Konzernabschluss der HOFTEX GROUP AG einbezogen. Von diesen 11 (Vorjahr: 12) Unternehmen machen 5 (Vorjahr: 6) von der Erleichterungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB in vollem Umfang und 6 (Vorjahr: 6) teilweise Gebrauch. Die Hoftex Immobilien II GmbH & Co. KG wird in den Konzernabschluss der HOFTEX GROUP AG einbezogen. Sie macht daher von den Erleichterungsvorschriften des § 264b HGB in vollem Umfang Gebrauch. Der Konsolidierungskreis der HOFTEX GROUP AG umfasst zum 31. Dezember 2018 die folgenden Gesellschaften: scroll
1)
96 % der Anteile hält die HOFTEX GROUP AG, 4 % die Hof Garn Verwaltungs GmbH. (3) KonsolidierungsgrundsätzeFür Erstkonsolidierungen aus der Zeit vor dem 1.1.2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung gemäß Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB nach der Buchwertmethode. Für Erstkonsolidierungen ab diesem Zeitpunkt erfolgt diese ausschließlich nach der Neubewertungsmethode, bei der das Eigenkapital des Tochterunternehmens im Erstkonsolidierungszeitpunkt vollständig zum beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten bewertet wird. Ein aus einem Unternehmenserwerb auf der Aktivseite verbleibender Unterschiedsbetrag ist als Geschäfts- oder Firmenwert auszuweisen. Aus der zum 30.9.2018 durchgeführten Erstkonsolidierung des italienischen Tochterunternehmens Resintex Industriale S.r.l. ergab sich ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 566, der als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und planmäßig über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben wird. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer begründet sich hauptsächlich in der kurzfristigen Vertragsdisposition mit den Abnehmerkreisen. Verbleibende passive Unterschiedsbeträge sind als gesonderte Position nach dem Eigenkapital auszuweisen. Vor dem 1.1.2010 entstandene passive Unterschiedsbeträge wurden gemäß § 309 Abs. 2 HGB vereinnahmt. Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden entsprechend vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt oder bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzernabschluss einheitlich zur Anwendung kommenden Methoden anzugleichen. Sämtliche Forderungen und Schulden zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse, konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften sowie Rückstellungsbildungen zwischen den Konzernunternehmen werden eliminiert. (4) Bilanzierungs- und BewertungsmethodenImmaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit sie gegen Entgelt erworben wurden, zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände besteht nach § 248 Abs. 2 HGB ein Aktivierungswahlrecht in Höhe der Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 3 Sätze 1 und 2 HGB, soweit es sich hierbei nicht um selbst geschaffene Marken, Drucktitel, Verlagsrechte, Kundenlisten oder vergleichbare immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens handelt. Das Wahlrecht wurde nicht in Anspruch genommen. Unter den immateriellen Vermögensgegenständen werden vor allem von Dritten erworbene Software und Lizenzen ausgewiesen. Diese werden ab dem Anschaffungszeitpunkt planmäßig linear über 5 Jahre abgeschrieben. Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten und angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Voraussichtlich dauernde Wertminderungen, die über den planmäßigen Werteverzehr hinausgehen, wird erforderlichenfalls durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für diese Abschreibungen nicht mehr vorliegen, werden Wertaufholungen vorgenommen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen konzerneinheitlich, grundsätzlich linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Das Finanzanlagevermögen wird grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. bei einer dauernden Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag angesetzt. Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Wenn die Gründe für die Beibehaltung eines niedrigeren Wertansatzes entfallen sind, erfolgt eine Wertaufholung gemäß § 253 Abs. 5 HGB. Von der Ausnahmeregelung des § 313 Abs. 3 Satz 4 HGB wird Gebrauch gemacht. Anteile an einem assoziierten Unternehmen werden gemäß § 312 HGB nach der Equity-Methode bewertet. Für nach dem 31.12.2008 erworbene Anteile an assoziierten Unternehmen bzw. Erhöhungen der Anteile an bereits bestehenden assoziierten Unternehmen wurden sich ergebende aktive Unterschiedsbeträge, soweit diese aus einem Firmenwert resultierten, planmäßig auf eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Ausleihungen sind mit dem Nennwert oder gegebenenfalls dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. In den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren zu Anschaffungskosten bei Anwendung der Durchschnittsmethode oder zum niedrigeren Tagespreis des Beschaffungs- oder Absatzmarktes angesetzt. Fertige und unfertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten und Sondereinzelkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden in angemessenem Umfang einbezogen. Fremdkapitalkosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Niedrigere Wiederbeschaffungskosten oder realisierbare Preise am Bilanzstichtag werden durch Abschreibungen auf den niedrigsten Wert berücksichtigt. Für Verwertungsrisiken werden angemessene und ausreichende Abschreibungen vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen berücksichtigt, die grundsätzlich auf Erfahrungswerten der Vergangenheit beruhen. Die liquiden Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Latente Steuern werden auf Basis des Temporary-Konzepts gebildet. Dementsprechend wird in den Einzelabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften ein Passivposten für latente Steuern gebildet, wenn sich zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen ergeben, die sich in Zukunft voraussichtlich abbauen, und sich daraus eine Steuerbelastung ergibt. Ergeben sich aus den unterschiedlichen Wertansätzen künftig Steuerentlastungen, so erfolgt eine Berücksichtigung maximal bis zur Höhe passiver latenter Steuern aus anderen Bewertungsdifferenzen. Ein Überhang der aktiven latenten Steuern über die passiven latenten Steuern wird nicht aktiviert. Auch werden keine aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge bilanziert. Bei inländischen Gesellschaften wurden die latenten Steuern unter Zugrundelegung eines Ertragsteuersatzes von 29 % (Körperschaftsteuer 15 %, Gewerbesteuer 14 %) ermittelt. Bei den ausländischen Tochtergesellschaften wurde der im jeweiligen Land gültige Steuersatz, der zwischen 16 % und 28 % liegt, verwendet. Soweit sich aus den Vorschriften zur Vollkonsolidierung (§§ 300 bis 307 HGB) zusätzliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätze ergeben, die sich in späteren Zeiträumen voraussichtlich ausgleichen, wurden aktive und passive latente Steuern angesetzt, die mit der pauschalen Steuerquote von 29 % ermittelt wurden. Gemäß dem Wahlrecht nach § 306 HGB werden diese saldiert. Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung im Rahmen von Gehaltsumwandlungen wurden Kapitallebensversicherungen abgeschlossen, die an die berechtigten Mitarbeiter verpfändet und somit dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind. Die Bewertung erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2009 zum beizulegenden Zeitwert, welcher dem Konzern vom Versicherer mitgeteilt wird. Der Zeitwert wird gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Versicherungsansprüche die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte liegen annähernd auf Höhe der Zeitwerte von T€ 3.088 (Vorjahr: T€ 3.189), der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt T€ 4.447 (Vorjahr: T€ 4.430). Es ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag (Rückstellung) aus der Vermögensverrechnung in Höhe von T€ 1.359 (Vorjahr: T€ 1.241). Im Zinsergebnis sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen sowie Aufwendungen infolge von Änderungen des Marktzinssatzes erfasst. Den Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 366 (Vorjahr: T€ 426) stehen Vermögenserträge von T€ 31 (Vorjahr: T€ 29) gegenüber. Pensionsrückstellungen werden für die Versorgungsansprüche einzelner Mitarbeiter und Pensionäre nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage verbindlicher Zusagen zum Bilanzstichtag gebildet. Der Barwert wird mit einem Rechnungszinsfuß von 3,21 % und einer Rentendynamik von 1,5 % ermittelt. Bei dem zugrunde gelegten Rechnungszinsfuß für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen handelt es sich gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB um den von der Deutschen Bundesbank nach RückAbzinsV ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Der sich zum 31. Dezember 2018 aus der sieben- und zehnjährigen Durchschnittsbetrachtung ergebende Unterschiedsbetrag beläuft sich auf T€ 703 (Vorjahr: T€ 725). Der entsprechende Betrag bei der HOFTEX GROUP AG von T€ 569 (Vorjahr: T€ 585) unterliegt der Ausschüttungssperre. Die betriebliche Altersversorgung ist seit dem Jahr 1976 für Neuzugänge geschlossen. Gemäß einer Betriebsvereinbarung vom 14. Dezember 1994 wurden mit Wirkung ab 31. Dezember 1994 sowohl bereits unverfallbare als auch die noch verfallbaren Versorgungsanwartschaften in ihrer Höhe als DM-Betrag festgeschrieben und garantiert. Für die biometrischen Wahrscheinlichkeiten wurden die in 2018 veröffentlichten Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die Gehälter werden nicht mehr erhöht, da sie bereits festgeschrieben wurden. Durch die Schließung der Altersvorsorge ist die Fluktuationsrate hinfällig. Nach § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB und dessen Auslegung DRS 19 (Bekanntmachung 18. Februar 2011) sind Unterstützungskassen in den Konzernabschluss einzubeziehen. Diese Rechtsauffassung hat zur Folge, dass auch die Unterstützungskasse der Hoftex Group in den Konzernabschluss einzubeziehen ist. Die Unterstützungskasse hat einen Großteil ihrer Verpflichtungen über Lebensversicherungen ausfinanziert. Die Ansprüche an die Versicherung haben zum Bilanzstichtag einen Zeitwert von T€ 1.816 (Vorjahr: T€ 1.921). Die Pensionsverpflichtungen, bewertet nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB belaufen sich auf T€ 2.694 (Vorjahr: T€ 2.717). Der verbleibende Verpflichtungsüberhang in Höhe von T€ 878 (Vorjahr: T€ 796) wird in der Konzernbilanz gemäß Art. 28 Abs. 1 EGHGB nicht angesetzt. Sonstige Rückstellungen sind für ungewisse Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden. Weiterhin sind sonstige Rückstellungen zu bilden für unterlassene Instandhaltung, die im folgenden Geschäftsjahr innerhalb von drei Monaten nachgeholt werden, und für Gewährleistungen, die ohne rechtliche Verpflichtung erbracht werden. Wir bilden die Rückstellungen in Höhe des Betrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um diese zu erfüllen. Bei der Bemessung der Rückstellungen haben wir allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Die Werte für Eventualverbindlichkeiten aus Haftungsvereinbarungen entsprechen den am Bilanzstichtag tatsächlich in Anspruch genommenen Kreditbeträgen. Soweit Bewertungseinheiten nach § 254 HGB gebildet werden, werden diese nach der sog. "Einfrierungsmethode" bilanziert. (5) WährungsumrechnungAuf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Soweit die Restlaufzeit weniger als ein Jahr beträgt, stellen die Anschaffungskosten keine Wertobergrenze dar und Gewinne sind ertragswirksam zu berücksichtigen. Im Konzern erfolgt die Umrechnung der Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen zum Stichtagskurs. Auf die Eigenkapitalpositionen werden die historischen Kurse angewendet. Aufwendungen und Erträge werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. (6) Entwicklung des Anlagevermögens vom 1.1. bis zum 31.12.2018scroll
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(7) Anteile an assoziierten UnternehmenIm Mai 2006 hat die Tenowo GmbH einen Anteilskaufvertrag mit einer indischen Firmengruppe aus dem Vliesstoffmarkt unterzeichnet. Es wurde vereinbart, dass die Tenowo GmbH sich zu 25 % an der Firmengruppe beteiligt. Der Kaufpreis belief sich umgerechnet auf T€ 3.113. Die Hauptaktivitäten dieser Gruppe liegen in der Schwestergesellschaft Supreme Nonwovens. Nach Abschluss der Umstrukturierung dieser Firmengruppe zum 1. April 2007 wurde die Beteiligung zu diesem Stichtag erstmals "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen und aus der Bilanzposition "Beteiligungen" in die Bilanzposition "Anteile an assoziierten Unternehmen" umgegliedert. Durch die Übernahme von weiteren Geschäftsanteilen wurde die Beteiligungsquote im Jahr 2008 auf 44,9 % und im Jahr 2010 auf 49,0 % erhöht. Das Geschäftsjahr des assoziierten Unternehmens läuft vom 1. April bis zum 31. März des Folgejahres. Mit Kaufvertrag vom 20.4.2018 und Nachtrag vom 18.9.2018 hat die Tenowo GmbH sämtliche Anteile an der Supreme Nonwoven Industries Private Limited an die indischen Mehrheitseigentümer veräußert. Die Entkonsolidierung der Equity-Beteiligung erfolgte zum 30.9.2018. Ein bei der Erstkonsolidierung erfolgsneutral verrechneter Firmenwert von T€ 3.536 wurde im Rahmen der Entkonsolidierung ebenfalls erfolgsneutral behandelt. Für das am 31. März 2018 endende Wirtschaftsjahr wurde ein Jahresabschluss vorgelegt und das zu diesem Stichtag anteilige Jahresergebnis (49,0 %) im Rahmen der letztmaligen Equity-Bewertung mit T€ 650 (Vorjahr: T€ 347) abzüglich einer Gewinnausschüttung in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 152) im Bilanzansatz mit T€ 650 (Vorjahr: T€ 195) erfasst. (8) Vorrätescroll
(9) Forderungen und sonstige Vermögensgegenständescroll
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: T€ 33). Das im Vorjahr ausgewiesene kurzfristige Darlehen an die Mehrheitsaktionärin ERWO Holding AG von T€ 9.000 wurde im Berichtsjahr vollständig getilgt. (10) Liquide MittelUnter liquiden Mitteln werden der Kassenbestand, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesen. (11) Latente SteuernZeitliche Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen ergeben sich im Wesentlichen bei den Sachanlagen, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Finanzanlagen, sonstigen Rückstellungen und Pensionsrückstellungen. Darüber hinaus bestehen steuerliche Verlustvorträge. In den Jahresabschlüssen der Konzernunternehmen wurden latente Steuern nur angesetzt, wenn sich insgesamt ein Überhang der passiven latenten Steuern über die aktiven latenten Steuern ergab. Die Erhöhung der passiven latenten Steuern um T€ 672 ist auf die Erweiterung des Konsolidierungskreises zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2018 wurden aktive latente Steuern auf Konsolidierungsbuchungen von T€ 1.107 gebildet. Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr 2018 wie folgt entwickelt: scroll
(12) Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital der HOFTEX GROUP AG beträgt € 13.919.988,69 und ist eingeteilt in 5.444.800 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien, von denen jede Aktie zur Ausübung einer Stimme berechtigt. Eine Aktie gewährt einen rechnerischen Anteil von gerundet € 2,56 am Gesellschaftskapital. (13) Genehmigtes KapitalDer Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Juli 2014 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 6. Juli 2019 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu T€ 5.000 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann. Von der Ermächtigung, das Grundkapital zu erhöhen, wurde bisher kein Gebrauch gemacht. (14) KapitalrücklageAls Kapitalrücklage des Konzerns wird die Kapitalrücklage der HOFTEX GROUP AG in Höhe von T€ 41.158 ausgewiesen. Sie beinhaltet nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB das Ausgabeaufgeld von T€ 2.199 aus der im Jahr 2008 durchgeführten Kapitalerhöhung sowie Einlagen der Altgesellschafter. (15) Gewinnrücklagenscroll
(16) Ergebnisverwendungscroll
(17) Rückstellungenscroll
In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich, Gewährleistungen, Rechts- und Beratungskosten sowie ausstehende Rechnungen enthalten. (18) Verbindlichkeitenscroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten T€ 6.174 (Vorjahr: T€ 109) gegenüber der Mehrheitsaktionärin ERWO Holding AG und anderen Unternehmen des ERWO-Konzernverbundes. Davon sind T€ 4.354 von der Zhangjiagang Yangtse Spinning Co. (ZYS) in China an die Tenowo Huzhou Ltd. bis auf Weiteres zur Verfügung gestellte Betriebsmittelkredite, die zu einem marktkonformen Zinssatz verzinst werden. Aufgrund einer auf Ebene der ERWO Holding AG mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2018 erfolgten Verschmelzung gilt die ZYS im Gegensatz zum Vorjahr als verbundenes Unternehmen. Der im Vorjahr mit T€ 6.343 unter den sonstigen Verbindlichkeiten erfolgte Ausweis hat sich entsprechend geändert. Mit T€ 205 (Vorjahr: T€ 116) betreffen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen den Liefer- und Leistungsverkehr und mit T€ 1.620 (Vorjahr: T€ 0) sonstige Verbindlichkeiten. scroll
Die HOFTEX GROUP AG und ihre Tochtergesellschaften bilden gegenüber den kreditgebenden Banken einen gesamtschuldnerischen Haftungsverbund. (19) Aufgliederung der Umsätzescroll
(20) Sonstige betriebliche Erträgescroll
Die Erträge aus Anlagenabgängen enthalten in Höhe von T€ 1.691 den kumulierten Veräußerungsgewinn in Zusammenhang mit der Entkonsolidierung eines assoziierten Unternehmens. (21) Materialaufwandscroll
Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung beträgt 50,2 % (Vorjahr: 51,0 %). (22) Personalaufwandscroll
Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt: scroll
(23) Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
(24) Beteiligungsergebnisscroll
(25) Zinsergebnisscroll
Der Ertrag aus dem Deckungsvermögen beträgt T€ 31 (Vorjahr: T€ 29). (26) Steuern vom Einkommen und vom Ertragscroll
(27) Sonstige Steuernscroll
(28) Honorare des AbschlussprüfersDer Abschlussprüfer Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat für das Geschäftsjahr Honorare von insgesamt T€ 344 (Vorjahr: T€ 335) berechnet. Das Gesamthonorar ist wie folgt aufzuschlüsseln: scroll
(29) Bezüge des Aufsichtsrats und des VorstandsDie Angabe der Vorstandsgesamtbezüge gemäß § 314 Nr. 6a HGB unterbleibt unter analoger Anwendung der Befreiungsvorschrift der §§ 314 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. 286 Abs. 4 HGB. Die Bezüge des Aufsichtsrats betragen T€ 90 (Vorjahr: T€ 89). Die Bezüge für frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen betragen T€ 332 (Vorjahr: T€ 382). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebene sind T€ 3.309 (Vorjahr: T€ 3.509) zurückgestellt. (30) Konzern-KapitalflussrechnungDer ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst die kurzfristig verfügbaren liquiden Mittel. Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode aufgestellt. Ausgehend vom Konzern-Jahresergebnis wurden die wesentlichen nicht auszahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge sowie Änderungen im Netto-Umlaufvermögen berücksichtigt, um den Mittelzufluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit zu ermitteln. Weiter wurden die Mittelzu- und -abflüsse aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit dargestellt. Aufgrund von Konsolidierungskreisveränderungen ist die Konzernbilanz nur eingeschränkt mit der Kapitalflussrechnung vergleichbar. (31) Haftungsverhältnissescroll
Aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit ist mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen nicht zu rechnen. (32) Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen aus Mietverträgen und aus Bestellobligen in Höhe von insgesamt T€ 5.513 (Vorjahr: T€ 6.123). (33) Derivative FinanzinstrumenteDie HOFTEX GROUP AG schließt nur derivative Finanzinstrumente ab, die in einem eindeutigen Sicherungszusammenhang stehen und mit entsprechenden Grundgeschäften zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst werden. Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken von variabel verzinslichen langfristigen Bankverbindlichkeiten wurden sechs Zinsswaps in Höhe von zusammen T€ 28.500 abgeschlossen, um das Risiko aus künftigen Zinssteigerungen zu begrenzen. Die im Bestand befindlichen Zinssicherungsgeschäfte mit Restlaufzeiten von 9 Monaten und 36 Monaten, deren Fälligkeit innerhalb der Fälligkeiten der Grundgeschäfte liegen, wurden mit diesen Grundgeschäften in Bewertungseinheiten zusammengefasst. Zum Bilanzstichtag waren aus diesen Transaktionen daher keine Rückstellungen aus Bewertungseinheiten zu bilden; d.h. in Höhe der beizulegenden negativen Zeitwerte von insgesamt T€ 350 wurden Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften vermieden. Für die von der Gesellschaft abgeschlossenen Zinssicherungsgeschäfte ergeben sich zum 31. Dezember 2018 folgende beizulegende Zeitwerte: scroll
Die Zeitwerte der Zinsbegrenzungsgeschäfte werden von den Kontrahentenbanken anhand von anerkannten Berechnungsmodellen unter Zugrundelegung der jeweiligen Zinsstrukturkurve ermittelt. (34) NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag sind nicht eingetreten. (35) Mitglieder des AufsichtsratsWaltraud Hertreiter (bis 06.07.2018) Vorsitzende Selbstständige Unternehmensberaterin Neubeuern Tom Steger Vorsitzender (seit 06.07.2018) Selbstständiger Rechtsanwalt Nürnberg Martin Steger Stellv. Vorsitzender Selbstständiger Immobilienkaufmann Nürnberg Werner Berlet IT-Manager Bad Homburg Renate Dempfle Geschäftsführerin der PDV Inter-Media GmbH Augsburg Johanna Falasa * Kaufmännische Angestellte Münchberg Melanie Liebert (seit 06.07.2018) Selbstständige Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin Augsburg York Riedel Selbstständiger Rechtsanwalt Nürnberg Wolfgang Schmidt * Vorsitzender Betriebsrat Tenowo Hof und Reichenbach Hof Carmen Teismann * Laborangestellte Schwarzenbach/Saale
*
von den Arbeitnehmern gewählt (36) Mitglieder des VorstandsKlaus Steger Vorstandsvorsitzender, Chief Executive Officer Nürnberg Jacques van den Burg (bis 31.07.2018) Chief Financial Officer Wendelstein Robert Seibold (seit 01.08.2018) Chief Financial Officer Abenberg (37) KonzernverbindungDie HOFTEX GROUP AG, Hof, eine i.S.v. § 267 HGB kleine Kapitalgesellschaft, ist als Konzernmutterunternehmen selbst Tochterunternehmen der ERWO Holding AG, Schwaig bei Nürnberg. Die zwei Gesellschaften erstellen jeweils als Konzernmutterunternehmen einen Konzernabschluss unter Einbeziehung ihrer jeweiligen Tochterunternehmen; auf eine Inanspruchnahme von § 291 HGB wird verzichtet. In ihrem Anhang zum Jahresabschluss berichtet die HOFTEX GROUP AG, dass sie in den Konzernabschluss der ERWO Holding AG einbezogen ist. Dazu ergänzt sie, dass die ERWO Holding AG den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt (§ 285 Nr. 14 HGB), und die HOFTEX GROUP AG den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen (§ 285 Nr. 14a HGB). Beide Konzernabschlüsse sind jeweils im Bundesanzeiger verfügbar. (38) Gewinnverwendungsvorschlag des MutterunternehmensMit Zustimmung des Aufsichtsrats wird der Hauptversammlung vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der HOFTEX GROUP AG wie folgt zu verwenden: scroll
Hof, 29. März 2019 HOFTEX GROUP AG Der Vorstand Steger Seibold Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2018scroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2018scroll
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Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die HOFTEX GROUP AG, Hof/Saale PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der HOFTEX GROUP AG, Hof/Saale, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der HOFTEX GROUP AG, Hof/Saale, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB, die im Abschnitt 3 des Konzernlageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDer Vorstand ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDer Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 30. April 2019 Deloitte GmbH Klaus Löffler, Wirtschaftsprüfer Tanja Markert, Wirtschaftsprüferin Bericht des AufsichtsratsIm Geschäftsjahr 2018 hat der Aufsichtsrat der HOFTEX GROUP AG den Vorstand gemäß Aktiengesetz, Satzung und Geschäftsordnung bei allen wesentlichen Geschäftsvorfällen und strategischen Entscheidungen, die das Unternehmen und den Konzern betrafen, überwacht und beratend begleitet. Vom Vorstand wurde der Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend, sowohl durch schriftliche als auch mündliche Berichte über die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft sowie deren Geschäftsbereiche und wesentliche Tochtergesellschaften unterrichtet und über Projekte mit erheblicher Bedeutung informiert. Anhand des periodischen Berichtswesens war der Aufsichtsrat ebenso in die Investitions-, Finanz- und Personalplanung eingebunden. Hierzu gehörten weiter Berichte über Auftragseingang, Mitarbeiterentwicklung, Umsatz, Cashflow, Ertragslage, Plan- / Ist-Abweichungen und die Liquiditätslage mit denen sich der Aufsichtsrat intensiv befasst hat. Alle Maßnahmen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden in den Aufsichtsratssitzungen intensiv mit dem Vorstand diskutiert und vom Aufsichtsrat eingehend und pflichtgemäß geprüft. Zusätzlich zur Berichterstattung durch den Vorstand in den Aufsichtsratssitzungen hat sich sowohl die im Berichtsjahr scheidende Aufsichtsratsvorsitzende Frau Waltraud Hertreiter als auch deren Nachfolger Herr Tom Steger darüber hinaus außerhalb der Sitzungen in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand über die aktuelle Situation und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informieren lassen. Im Berichtsjahr fanden vier turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen statt. Daneben kam der Aufsichtsrat nach der Neuwahl durch die Hauptversammlung zu einer konstituierenden Sitzung zusammen. Außerordentliche Sitzungen wurden nicht einberufen. Mit Ausnahme von einer Sitzung, bei der ein Mitglied entschuldigt fehlte, nahm der Aufsichtsrat geschlossen an den Beratungen teil. Der Aufsichtsrat bildete im abgelaufenen Berichtsjahr weiterhin keine Ausschüsse, da er auch mit neun Mitgliedern noch die geeignete Größe hat, sämtliche Angelegenheiten im Gesamtaufsichtsrat zu erörtern und zu entscheiden. Neben den wiederkehrenden Themen stellte der Vorstand in der Sitzung am 26. März 2018 die mittelfristigen Perspektiven des Konzerns vor. Weiter ließ sich das Gremium ausführlich über den Geschäftsbereich Neutex informieren. Nach einem Überblick zum aktuellen Geschäftsverlauf stellte der Vorstand den Forecast 2018 sowie Maßnahmen zur strategischen Weiterentwicklung der Neutex vor. Auf der Agenda standen außerdem die Berichterstattung zu einzelnen Akquisitionsprojekten des Geschäftsbereichs Tenowo. Am 17. Mai 2018 hat sich der Aufsichtsrat ausführlich mit den Jahresabschlüssen und Prüfungsberichten für die HOFTEX GROUP AG und den Konzern zum 31. Dezember 2017 befasst. Die Tagesordnung zur Hauptversammlung mit den verschiedenen Beschlussvorlagen wurde gebilligt. Neben der Berichterstattung des Vorstands über die aktuelle Geschäftsentwicklung widmete sich das Gremium der Genehmigung der Anteilsveräußerung an der indischen Vliesstoffgesellschaft Supreme Nonwoven. Diese wurde nach umfassender Erörterung vom Aufsichtsrat verabschiedet. Schwerpunkte der Beratungen in der Sitzung vom 17. September 2018 waren neben der ausführlichen Erläuterung der Konzernzahlen per Juli 2018 die angestrebte Akquisition des italienischen Vliesstoffherstellers Resintex s.r.l. mit Sitz in Mailand durch die Tenowo GmbH. Anhand der vorgelegten Unterlagen wurde der geplante Erwerb ausführlich erörtert. Auf dieser Informationsbasis wurde anschließend einstimmig die Genehmigung erteilt. In seiner letzten Sitzung des Berichtsjahres am 7. Dezember 2018 haben dem Aufsichtsrat die Unterlagen über die aktuelle Geschäftssituation per Oktober 2018, der Forecast 2018 und die Unternehmensplanung für 2019 vorgelegen. Die Planung fand die Zustimmung des Aufsichtsrats, nachdem sie eingehend geprüft und darin enthaltene Chancen und Risiken mit dem Vorstand intensiv diskutiert wurden. Darüber hinaus wurde der vorgelegte Investitionsplan für das Geschäftsjahr 2019 durch den Aufsichtsrat bewilligt. Daneben ließ sich der Aufsichtsrat ausführlich über das implementierte Risikomanagement im Hoftex Group Konzern sowie über den Status der Einführung des neuen ERP-Systems informieren. Als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018 hatte die Hauptversammlung die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt. Diese hat den Jahresabschluss der HOFTEX GROUP AG und den Konzernabschluss zum 31.12.2018 sowie den Konzernlagebericht unter Einschluss der Buchführung und des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Prüfungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern unverzüglich nach Fertigstellung übersandt. Der Aufsichtsrat hat die Bilanzsitzung am 20. Mai 2019 gemeinsam mit dem Abschlussprüfer der Gesellschaft durchgeführt. Dabei wurden der Jahresabschluss der HOFTEX GROUP AG und der Konzernabschluss zum 31.12.2018, der Lagebericht des Konzerns, der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte mit dem Abschlussprüfer ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat nahm die Prüfungsergebnisse zustimmend zur Kenntnis. Er hat seinerseits den Jahres- und Konzernabschluss, den Konzernlagebericht sowie den Gewinnverwendungsvorschlag geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung sind auch von ihm keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der HOFTEX GROUP AG per 31.12.2018 gebilligt und damit festgestellt. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurden ebenfalls gebilligt. Das Gremium schließt sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns an. Der für das Geschäftsjahr 2018 vorgelegte Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) und der diesbezügliche Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht mit folgendem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Der Aufsichtsrat hat diesen Bericht und das Ergebnis der Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer zur Kenntnis genommen, beide Berichte geprüft und beide Ergebnisse mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer besprochen. Dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer schließt sich der Aufsichtsrat an. Der Vorstand hat am Schluss des Berichts erklärt, dass nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit dem herrschenden und mit diesem verbundenen Unternehmen vorgenommen wurden, die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens Maßnahmen weder getroffen noch unterlassen hat. Gegen diese Erklärung sind seitens des Aufsichtsrats nach dem abschließenden Ergebnis der Erörterungen und seiner Prüfung des Abhängigkeitsberichts keine Einwendungen zu erheben. Über Veränderungen im Aufsichtsrat und Vorstand der HOFTEX GROUP AG ist Folgendes zu berichten: Der seit 1. März 2016 amtierende Vorstand Jacques van den Burg ist zum 31. Juli 2018 aus dem Vorstand ausgeschieden. Der Aufsichtsrat dankt Herrn van den Burg für sein Engagement und die geleistete Arbeit. Gleichzeitig hat der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. August 2018 Herrn Robert Seibold zum Vorstandsmitglied und Nachfolger von Herrn van den Burg als Finanzvorstand bestellt. Mit Wirkung zum Ablauf der am 6. Juli 2018 stattgefundenen Hauptversammlung hat Frau Waltraud Hertreiter ihr Aufsichtsratsmandat niedergelegt. Für die Restlaufzeit der Amtsdauer des ausgeschiedenen Mitglieds hat die Hauptversammlung Frau Melanie Liebert als Vertreterin der Anteilseigner neu in den Aufsichtsrat gewählt. Der Aufsichtsrat dankt Frau Hertreiter für ihre langjährige profunde Unterstützung und engagierte Arbeit. Bei der anschließenden konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats wurde Herr Tom Steger zum Vorsitzenden gewählt. Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Herr Martin Steger wurde in seinem Amt bestätigt. Der ausdrückliche Dank des Aufsichtsrats gilt ferner dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für ihre engagierte und erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2018.
Hof, im Mai 2019 der HOFTEX GROUP AG Der Aufsichtsrat Tom Steger, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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