![]() Duisburger Verkehrsgesellschaft AktiengesellschaftDuisburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Registergericht: Duisburg HRB 50 InhaltAbkürzungsverzeichnis Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang für das Geschäftsjahr 2024 Allgemeine Angaben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3. Gezeichnetes Kapital 4. Kapitalrücklage 5. sonstige Rückstellungen 6. Verbindlichkeiten Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 7. Umsatzerlöse 8. Personalaufwand 9. Zinsen Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen 2. Mitglieder des Vorstandes 3. Gesamtbezüge Vorstand 4. Mitglieder des Aufsichtsrates 5. Gesamthonorar Abschlussprüfer (§ 285 Nr. 17 HGB) 6. Latente Steuern (§ 285 Nr. 29 HGB) 7. Mutterunternehmen (§ 285 Nr. 14 HGB) Entwicklung des Anlagevermögens der DVG Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024 Wirtschaftsbericht 1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 1.2. Branchenentwicklung 2. Geschäftsverlauf 2.1. Absatz 2.2. Investitionen 2.3. Finanzierung 2.4. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 2.5. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB 3. Lage 3.1. Ertragslage 3.2. Vermögenslage 3.3. Finanzlage Chancen- und Risikobericht Ausblick und Prognosebericht Abkürzungsverzeichnis
BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2024Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der Duisburger Verkehrsgesellschaft Aktiengesellschaft - nachfolgend kurz „DVG“ genannt - wird nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der aktuellen gültigen Fassung und den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes (AktG) und des Gesellschaftsvertrages sowie nach der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und, soweit zulässig, planmäßig linear abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden die Vorschriften gemäß § 255 Abs. 2 HGB angewendet. Den Abschreibungen liegen grundsätzlich die amtlichen AfA-Tabellen vom Bundesministerium der Finanzen zugrunde. Die Gesellschaft behält sich vor, eine kürzere oder längere Nutzungsdauer für einzelne Vermögensgegenstände zu wählen, sofern dies den GoB und dem tatsächlichen Werteverzehr entspricht. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten werden linear und degressiv abgeschrieben. Der Übergang auf die lineare Methode erfolgt, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. Vermögensgegenstände, die nach dem 31. Dezember 2010 angeschafft worden sind, werden ausschließlich linear abgeschrieben. Aufgrund der Neuregelung der steuerlichen GWG-Regelung werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250,00 und 800,00 EUR, im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Die Gesellschaft setzt erhaltene Investitionszuschüsse gemäß der Stellungnahme des Hauptfachausschusses des IDW 1/1984 i. d. F. 1990 von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten des bezuschussten Vermögensgegenstandes ab. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungsgesellschaften sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Die sonstigen Ausleihungen, bei denen es sich um niedrigverzinsliche Darlehen handelt, sind mit dem Barwert angesetzt. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge in Abhängigkeit der Überfälligkeit berücksichtigt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst. Die Rückstellungen sind nach der versicherungsmathematischen „Projected-Unit-Credit-Methode“ (PUC-Methode) gebildet. Als Rechnungszinsfuß werden 1,90 % (i. Vj. 1,83 %), ein Anwartschaftstrend von 2,50 % und eine Leistungsdynamik von 2,00 % zugrunde gelegt. Die biometrischen Faktoren finden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der „Richttafel RT 2018 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck Berücksichtigung. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beträgt -48.868,00 EUR. Mittelbare Pensionsverpflichtungen nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB werden nicht passiviert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie der Höhe nach noch nicht feststehende Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in der Entwicklung des Anlagevermögens dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
3. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt und aufgeteilt in 14.000 Namensaktien im Nennwert von 1.000,00 DM (511,29 €) je Aktie. 4. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage ist durch die Einzahlung der DVV in Höhe von 25.000 T€ im Zusammenhang mit der Neubeschaffung von Schienenfahrzeugen auf 115.900 T€ erhöht worden. 5. sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von 34.942 T€. 6. Verbindlichkeiten
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist das Darlehen der Bayern LB in Höhe von 10.610 T€ durch Bürgschaften der Stadt Duisburg gesichert. Für die Darlehen der Sparkasse Duisburg in Höhe von 7.000 T€ und der Deutschen Leasing in Höhe von 789 T€ wurden die angeschafften Busse sicherungsübereignet. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung7. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse betreffen neben den kassentechnischen Einnahmen auch Abgeltungsleistungen für die Schülerbeförderung gemäß § 11 a ÖPNVG NRW (Öffentlicher Personennahverkehr Nordrhein-Westfalen) und Ausgleichszahlungen nach § 231 SGB IX, für die Deutsche Bahn AG und Übersteiger. 8. Personalaufwand
Die Angaben nach § 285 Nr. 7 HGB wurden nach Maßgabe des § 267 Abs. 5 HGB ermittelt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Hauptpflichten aus dem Arbeitsverhältnis ruhen, sind ab diesem Zeitpunkt nicht in den Angaben enthalten. Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen 3.039 T€ (i. Vj. 2.447 T€). Die Mitgliedschaft der DVG im Abrechnungsverband I (umlagefinanziert) der Rheinischen Zusatzversorgungskasse (RZVK) ergibt sich aus der Anwendung des TV-N und der damit verbundenen Mitgliedschaft beim KAV-NW (Kommunaler Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen). Bei der Leistung, welche die RZVK erbringt, handelt es sich um eine Rente im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung. Der Umlagesatz für das Jahr 2023 beträgt unverändert 4,25 %. Die Summe der umlagepflichtigen Entgelte belief sich für das Geschäftsjahr 2023 auf 35.088 T€. Aus der Verschmelzung der VSD in 2010 ergibt sich in Verbindung mit der Personalübernahme ein Pflichtbeitragssatz von 6,10 % Arbeitgeberanteil und 0,40 % Arbeitnehmeranteil. Die Summe der meldepflichtigen Entgelte belief sich für das Geschäftsjahr 2023 auf 2.678 T€. Ein Fehlbetrag gemäß Artikel 28 EGHBG ist nicht ausgewiesen. 9. Zinsen Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen 2.140 T€ (i. Vj. 2.245 T€) auf verbundene Unternehmen. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten 1.096 T€ (i. Vj. 271 T€) aus verbundenen Unternehmen. Aus der Aufzinsung der Rückstellungen ergibt sich eine Belastung von 172 T€ (i. Vj. 177 T€). Sonstige Angaben1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB bestehen zum Stichtag nicht. Das Bestellobligo aus bereits erteilten Aufträgen zum 31.12.2024 beträgt 199.969 T€, davon entfallen 2.960 T€ auf verbundene Unternehmen.
Aus Leasing-, Miet-, Wartungs- und sonstigen Dienstleistungsbezugsverhältnissen resultieren Verpflichtungen von 147.462 T€ (p. a. 122.620 T€). Für verbundene Unternehmen sind 32.987 T€ (p. a. 29.270 T€) enthalten. 2. Mitglieder des Vorstandes Direktor Marcus O. Wittig Direktor Axel Prasch Direktor Andreas Gutschek 3. Gesamtbezüge Vorstand Die Tätigkeit von Herrn Wittig und Herrn Prasch wird im Rahmen ihres Dienstverhältnisses bei der DVV vergütet. Die Tätigkeit von Herrn Gutschek wird im Rahmen seines Dienstverhältnisses bei der SWDU vergütet. Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebener für das Geschäftsjahr 2024 betrugen 115 T€ (i. Vj. 127 T€). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber diesem Personenkreis wurden 2.490 T€ (i. Vj. 2.605 T€) zurückgestellt. 4. Mitglieder des Aufsichtsrates
Gesamtbezüge Aufsichtsrat Den einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden für ihre Tätigkeit im Berichtsjahr nach Maßgabe des Gesellschaftsvertrags folgende Gesamtbezüge gewährt:
Eine Aufteilung nach Komponenten im Sinne des § 285 Nr. 9a Satz 5 HGB ist nicht erforderlich, da es sich jeweils um erfolgsunabhängige Komponenten handelt. 5. Gesamthonorar Abschlussprüfer (§ 285 Nr. 17 HGB) Auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet. Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss der DVV. 6. Latente Steuern (§ 285 Nr. 29 HGB) Die Gesellschaft ist Teil des ertragsteuerlichen Organkreises der DVV. Entsprechende Erläuterungen zu den latenten Steuern erfolgen im Anhang der DVV. 7. Mutterunternehmen (§ 285 Nr. 14 HGB) Mutterunternehmen der DVG ist die DVV. Der Jahresabschluss der DVG wird in den Konzernabschluss der DVV einbezogen. Der Konzernabschluss der DVV wird im Unternehmensregister bekannt gemacht. Der Verlust von 75.193 T€ (i. Vj. 64.536 T€) wird aufgrund des bestehenden Beherrschungsvertrages mit Ergebnisabführungsvereinbarung von der DVV übernommen.
Duisburg, den 28.03.2025 DUISBURGER VERKEHRSGESELLSCHAFT AKTIENGESELLSCHAFT Marcus O. Wittig Axel Prasch Andreas Gutschek Entwicklung des Anlagevermögens der DVG(alle Werte in Euro)
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024Die DVG ist ein Unternehmen im Konzernverbund der DVV. Sie erbringt auf Basis des Nahverkehrsplanes für die Stadt Duisburg die Verkehrsleistungen für Duisburg und bedient gleichzeitig Teilstrecken in den Nachbarkommunen. Zum Unternehmenszweck gehören der Betrieb und die Bereitstellung und Instandhaltung von Fahrzeugen, Betriebsanlagen und Infrastruktur sowie die Verwaltung und Nutzung von betriebseigenen Grundstücken. Mit der Erbringung von Verkehrsleistungen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) für Duisburg und die angrenzenden Kommunen erfüllt die DVG den ihr übertragenen öffentlichen Zweck. Wirtschaftsbericht1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) führt in seinem Jahreswirtschaftsbericht 2025 auf, dass sich die deutsche Wirtschaft seit nunmehr zwei Jahren in einer Stagnation befindet. Diese Entwicklung hat nach Ausführung des BMWK sowohl konjunkturelle als auch strukturelle Ursachen. Auf der einen Seite erholt sich die deutsche Wirtschaft konjunkturell nicht so schnell wie erwartet.1 Ursache dafür ist laut BMWK die in der Geschichte der Bundesrepublik einmalige Häufung von exogenen Schocks. Gleichzeitig offenbarten sich auf der anderen Seite strukturelle Probleme der deutschen Wirtschaft, die seit geraumer Zeit abzusehen waren.2 Nach Angaben des Jahreswirtschaftsberichts konnten bis heute die direkten Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie des völkerrechtswidrigen russischen Angriffs auf die Ukraine abgeschwächt werden. Durch umfassende Stabilisierungs- und Stützungsmaßnahmen für Unternehmen und private Haushalte konnten Gewinn- und Kaufkraftverluste, die durch massive Energiepreissteigerungen entstanden sind, verringert werden. Jedoch wirken neben der Erhöhung des gesamtwirtschaftlichen Preisniveaus aufgrund der temporär hohen Inflation und der stark restriktiven Geldpolitik auch die Unsicherheiten in Folge der geopolitischen Entwicklungen nach.3 Den Ausführungen des BMWK zufolge sind strukturelle Gründe für die Wachstumsschwäche u. a. die alternde Bevölkerung in Deutschland, eine aktuelle Investitionsschwäche sowie eine zunehmende geopolitische Fragmentierung. Die von der bisherigen Bundesregierung geplante Wachstumsinitiative konnte laut dem Jahreswirtschaftsbericht auf Grund des vorzeitigen Endes der Koalition nur teilweise umgesetzt werden, so dass eine anhaltende Belastung der wirtschaftlichen Entwicklung durch die aufgeführten strukturellen Probleme erwartet wird.4
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Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2025 (Stand Februar 2025), S. 7. Auch auf dem Arbeitsmarkt war die wirtschaftliche Schwächephase deutlich zu spüren. Die Erwerbstätigkeit erreichte mit 46,1 Millionen Personen im Jahresdurchschnitt zwar einen neuen Höchststand, dennoch kam das Wachstum seit Mitte des Jahres zum Erliegen. Trotz einem weiterhin bestehenden Fachkräftemangel ist eine rückläufige Einstellungsbereitschaft der Unternehmen und somit eine schwächere Arbeitskräftenachfrage zu beobachten. In der Jahresprojektion 2025 geht der Jahreswirtschaftsbericht von einem leichten Rückgang der Erwerbstätigenzahl um 20 Tausend Personen aus.5 Die Arbeitslosenquote lag mit 6,0 % leicht über der Erwartung für das Jahr 2024.6 Für das Jahr 2025 wird eine Arbeitslosenquote von 6,3 % erwartet.7 Der Trend, dass die Inflationsrate seit Anfang 2023 sinkt, hat sich auch im Jahr 2024 fortgesetzt. Diese ging von 5,9 % im Jahresdurchschnitt 2023 auf 2,2 % im Jahr 2024 zurück und lag damit sogar noch unter der prognostizierten Inflationsrate (2,8 %).8 Auch für das Jahr 2025 wird ein Verbraucherpreisanstieg von 2,2 % erwartet.9 In der Jahresprojektion 2024 war die Bundesregierung für das Jahr 2024 von einem leicht steigenden Bruttoinlandsprodukt (+0,2 %) ausgegangen. Doch auf Grund der oben genannten Faktoren ist das preisbereinigte Bruttoinlandprodukt (BIP) im Vorjahr um 0,2 % gesunken.10 Für das Jahr 2025 wird nun ein leichter Anstieg um 0,3 % erwartet. Einen wesentlichen Risikofaktor sieht die Bundesregierung in den von der neuen US-Administration angekündigten Zollerhöhungen.11 Dazu kommt, dass die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie immer weiter abnimmt und diese dadurch Marktanteile auf den internationalen Märkten verliert. Vor allem China wird in den für Deutschland traditionell wichtigen Exportsegmenten Fahrzeug- und Maschinenbau zunehmend konkurrenzfähig.12 Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass die gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2025 in Deutschland von einigen Faktoren abhängt. Dazu zählen u. a. die geopolitische Entwicklung, die Art und Ausprägung der von der neuen US-Administration angedrohten protektionistischen Maßnahmen sowie die zukünftige Ausrichtung der Wirtschafts- und Finanzpolitik der neuen Bundesregierung.13 1.2. Branchenentwicklung Die Nutzung des öffentlichen Personenverkehrs in Deutschland ist 2024 weiterhin durch die Entwicklung und Ausweitung des Angebotes des Deutschlandtickets (Deutschlandticket Semester, Deutschlandticket Sozial und Deutschlandticket Schule) beeinflusst. Die Daten des Statistischen Bundesamtes liegen bisher für die ersten drei Quartale 2024 vor. Die Zahl der beförderten Personen ist in den ersten neun Monaten des Berichtsjahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gemäß den Angaben des Statistischen Bundesamtes um +6,01 % gestiegen. Hierbei sind die beförderten Personen im Liniennahverkehr mit Eisenbahnen, Straßenbahnen und Omnibussen berücksichtigt. Die Entwicklung in Nordrhein-Westfalen zeigt einen vergleichbaren Anstieg (+5,94 %). Die Fahrtenentwicklung im VRR zeigt für die Monate Januar bis einschließlich September 2024 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine Steigerung von ca. +13,7 %, was rd. +95,074 Mio. Fahrten entspricht. Die Entwicklung der DVG ist mit +2,617 Mio. Fahrten (+8,0 %) ebenfalls positiv. Die Beförderungsleistung in Deutschland ist - bezogen auf die ersten drei Quartale der Jahre 2024 und 2023 - insgesamt um +8,482 Mrd. Personenkilometern (+10,79 %) gestiegen. Der Liniennahverkehr mit Eisenbahnen verzeichnet dabei mit +6,072 Mrd. Personenkilometer (+14,78 %) die stärkste Zunahme, gefolgt vom Linienverkehr mit Straßenbahnen (+0,795 Mrd.; +6,81 %) und dem Omnibusverkehr (+1,615 Mrd.; +6,25 %). Die Entwicklung in Nordrhein-Westfalen ist mit +4,52 % (+0,582 Mrd.) ebenfalls steigend.
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Vgl. BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2025 (Stand Februar 2025), S. 134. Die Abonnentenzahlen (ohne SemesterTicket) im VRR sind in den ersten drei Quartalen des Jahres 2024 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen (+30,9 %). Auch die DVG zeigt mit einer Erhöhung der Abo-Tickets um +114.645 (+27,3 %) eine positive Entwicklung. 2. Geschäftsverlauf 2.1. Absatz Die Anzahl der beförderten Fahrgäste im Jahr 2024 übertrifft mit 48,830 Mio. das Vorjahresniveau von 45,504 Mio. Fahrgästen. Den Schwerpunkt bildet die Ticketform der Abo-Monatskarten, die 43,0 % (20,975 Mio.) der Fahrgäste nutzen. Gegenüber dem Vorjahr zeigt sich ein Anstieg von 5,486 Mio. Fahrgästen. Grund für diesen Anstieg ist die steigende Nutzung des Deutschlandtickets. Dieses wird von 20,133 Mio. Fahrgästen genutzt. Im klassischen Bartarif sinkt die Anzahl der Fahrgäste um 20,9 % auf 2,607 Mio. Der entgeltliche Linienverkehr verzeichnet im Jahr 2024 47,188 Mio. Fahrgäste nach 43,969 Mio. Fahrgästen im Jahr 2023. Der Anteil der beförderten Schwerbehinderten steigt um 6,9 % auf 1,642 Mio. Fahrgäste. Der für die Erstattungsleistungen der unentgeltlichen Beförderung schwerbehinderter Personen zugrunde zu legende Anteil von beförderten Fahrgästen mit Schwerbehinderung wurde für das Jahr 2024 vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen auf 3,48 % festgelegt. Die DVG hat für das Jahr 2024 einen Erstattungssatz von 3,49 % zugrunde gelegt. Die für 2024 geplanten Fahrgastzahlen haben 47,852 Mio. betragen und sind um knapp 1,0 Mio. überschritten worden. Die zuletzt prognostizierten Fahrgastzahlen 2024 betragen 48,673 Mio., für 2025 erwartet die DVG Fahrgastzahlen in Höhe von 42,159 Mio. Im Jahr 2024 erbringt die DVG insgesamt 13,8 Mio. Nutzkilometer, davon 9,6 Mio. km mit Bussen und 4,2 Mio. km mit Straßen- und Stadtbahnen. Das Angebot liegt insgesamt leicht über dem Vorjahreswert, jedoch unterhalb des geplanten Wertes (15,5 Mio. Nutzkilometer). Die Personenkilometer liegen im Jahr 2024 bei 270,7 Mio. km (Bus: 145,1 Mio. km, Schiene: 125,6 Mio. km) nach 252,0 Mio. km im Jahr 2023. Der geplante Wert für das Jahr 2024 liegt bei 313,4 Mio. km. Die wesentlichen Änderungen zum Vorjahr und den geplanten Verkehrsleistungen resultieren aus der Abwicklung von Baumaßnahmen, Personalmangel und Fahrzeugmangel im Schienenverkehr. Für das Jahr 2025 sind 15,7 Mio. Nutzkilometer geplant. Bei den Personenkilometern sieht der Plan 2025 eine Leistung von 322,7 Mio. km vor. 2.2. Investitionen Die aus den operativen Investitionsaktivitäten der DVG resultierenden Anlagenzugänge in die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen belaufen sich im Berichtsjahr vor Zuschussverrechnung auf 43,628 Mio. €. Abzüglich der abgesetzten Investitionszuschüsse in Höhe von 6,631 Mio. € ergeben sich Anlagenzugänge nach Zuschussverrechnung in Höhe von 36,997 Mio. €. Im Bereich der Finanzanlagen werden 0,025 Mio. € ausgegeben. Nach Investitionsbereichen gegliedert, liegt der Schwerpunkt der Brutto-Investitionen in der Beschaffung von neuen Bahnen (11,047 Mio. €), von 11 Brennstoffzellenbussen (7,434 Mio. €) sowie dem Vorhaben „Stationäre Wasserstoff-Tankanlage“ (6,467 Mio. €). Die Baumaßnahme „Linie 903, Meiderich, Teilabschnitt 9“ (0,676 Mio. €) dominiert im Gleisbau sowie „zuwendungsfähige Maßnahmen der Linie 903“ (1,969 Mio. €) im Fahrleitungsbau. In Streckenausrüstungs- und -sicherungsanlagen werden 0,763 Mio. € sowie für Betriebsmittel - Bus 7,751 Mio. € investiert. Im Gemeinsamen Bereich dominieren die Vorhaben „Stationäre Wasserstoff-Tankstelle“ (6,467 Mio. €), „Neubau von Haltestellen“ (1,384 Mio. €), „Radsatzdrehmaschine“ (1,310 Mio. €) sowie „Fahrschulsimulator“ (0,683 Mio. €). Die zum Bilanzstichtag bestehenden Investitionsverpflichtungen in das Sachanlagevermögen belaufen sich auf 184,932 Mio. € und betreffen insbesondere die Beschaffung neuer Straßenbahnen sowie Brennstoffzellenbusse. 2.3. Finanzierung Die Finanzierung der Investitionen des abgelaufenen Geschäftsjahres erfolgt durch Eigen- und Fremdmittel sowie Abschreibungen und die Verlustübernahme durch die DVV. Darüber hinaus ist eine Einzahlung der DVV in die Kapitalrücklage der DVG in Höhe von 25,000 Mio. € erfolgt. Zwischen der DVG und der DVV besteht eine Cash-Pooling-Vereinbarung. Die DVG führt Zahlungsmittelüberschüsse an die DVV ab. Auf der Gegenseite stellt die DVV der DVG liquide Mittel zwecks Regulierung ihrer kurzfristigen finanziellen Verpflichtungen zur Verfügung. Die Zahlungsmittel werden zwischen den Gesellschaften marktüblich verzinst. Die DVG hat einen Kreditrahmen von 60,000 Mio. €. Langfristige Finanzierungen werden von der DVG in eigenem Namen aufgenommen. 2.4. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Die DVG hat am 31.12.2024 insgesamt 813 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (nach Köpfen), 27 Beschäftigte mehr als am 31.12.2023. Die Angaben werden nach Maßgabe des § 267 Abs. 5 HGB ermittelt. Dabei sind u. a. Beschäftigte, deren Hauptpflichten aus dem Arbeitsverhältnis ruhen, ab diesem Zeitpunkt nicht in den Angaben enthalten. Teilzeitbeschäftigte sind nicht anteilig umgerechnet. 2.5. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB Am 12.08.2021 ist das Gesetz zur Ergänzung und Änderung der Regelungen für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst (FüPoG II) in Kraft getreten. Es handelt sich hierbei um die Nachfolgeregelung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom 10.05.2015. Ziel des Gesetzes ist es, den Anteil von Frauen in Führungspositionen sowohl im privaten wie auch im öffentlichen Sektor signifikant zu erhöhen und damit die verfassungsrechtlich garantierte gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern auch in diesen Bereichen weiterhin zu fördern. Mit den gesetzlichen Regelungen zur Geschlechterquote und zu den verbindlichen Zielgrößen soll mittelfristig eine signifikante Verbesserung des Frauenanteils an Führungspositionen in der Wirtschaft erreicht werden, die letztlich zu einer Geschlechterparität führen soll. Am 12.05.2022 wurden für die DVG nachfolgend aufgeführte Zielgrößen für den Zeitraum vom 01.07.2022 bis 30.06.2027 gemäß § 111 Abs. 5 AktG für einen Frauenanteil im Aufsichtsrat und der Geschäftsführung wie folgt festgeschrieben.
Die Zielgröße im Aufsichtsrat liegt im Geschäftsjahr bei 13,3 %. Der Vorstand der DVG in seiner jetzigen Besetzung ist mittelfristig bzw. langfristig bestellt. Wieder- und / oder Neubestellung sind erst zum 01.07.2023, 01.10.2026 bzw. 01.01.2028 möglich. Bis dahin liegt eine rechtswirksame Bestellung des Vorstandes vor. Für die nachgelagerten Ebenen 1 und 2 sind die Zielgrößen gemäß § 76 Abs. 4 AktG aufgrund der aktuellen Beschäftigungsstruktur für das Geschäftsjahr 2024 bei der
festgeschrieben. Auf der nachgelagerten Ebene 1 liegt die erreichte Zielgröße bedingt durch den demographischen Wandel bei 40,0 %. Auf der nachgelagerten Ebene 2 liegt die erreichte Zielgröße bedingt durch den demographischen Wandel und den Fachkräftemangel bei 0,0 %. Im Ergebnis werden im Berichtsjahr 2024 die Zielgrößen für den Aufsichtsrat und die Geschäftsführung erreicht sowie für die nachgelagerte Ebene 1 und die Ebene 2 nicht erreicht. 3. Lage Die bedeutsamsten Leistungsindikatoren für die DVG sind die Gesamtleistung sowie der kommunale Deckungsbeitrag, der dem handelsrechtlichen Jahresfehlbetrag entspricht. Gesamtleistung und kommunaler Deckungsbeitrag werden zur internen Steuerung des Unternehmens herangezogen. Neben diesen finanziellen Leistungsindikatoren haben die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren Nutz- und Personenkilometerleistung sowie die Anzahl der Fahrgäste hohen Anteil am Erfolg der DVG. Die Entwicklung der Leistungsindikatoren wird in den Absätzen 2.1. Absatz sowie 3.1 Ertragslage dargestellt. 3.1. Ertragslage Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse betragen 59,968 Mio. € im Geschäftsjahr 2024 (Vorjahr: 56,997 Mio. €). Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Anstieg von 2,971 Mio. € zu verzeichnen. Die in den Umsatzerlösen enthaltenen Erlöse aus Verkehrsleistungen verringern sich um 1,604 Mio. € bzw. 3,4 % gegenüber dem Jahr 2023. Sie betragen im Jahr 2024 45,212 Mio. €. Ausschlaggebend für diesen Rückgang ist der Wechsel vom höherpreisigen Barverkehr zu Zeitkarten. Im Wesentlichen sind die Verkehrseinnahmen des Jahres 2024 durch das Deutschlandticket geprägt. Die Einnahmenminderungen durch den Verkauf dieses Tickets werden durch Billigkeitsleistungen erstattet. Die Einnahmen aus den vom Fahrgast gezahlten Fahrgeldern, die Kassentechnischen Einnahmen, sinken im Jahr 2024 gegenüber dem Jahr 2023 um 0,911 Mio. € bzw. 1,9 % auf 45,895 Mio. €. Die Tarifeinnahmen aus dem Bar- und Zeitkartenverkehr fallen mit 44,727 Mio. € um 1,014 Mio. € oder 2,2 % niedriger aus als im Vorjahr (45,741 Mio. €). Wesentlicher Faktor bei den Veränderungen ist die Weiterführung des Deutschlandtickets. Es ist ein Wechsel vom höherpreisigen Barverkehr auf das Deutschlandticket zu verzeichnen. Auf das Sozialticket (inkl. Deutschlandticket Sozial) entfallen im Jahr 2024 2,202 Mio. € (2023: 2,061 Mio. €) der Einnahmen. Im Jahr 2024 beträgt die Abgeltungszahlung für den Fremdnutzerausgleich, unter Berücksichtigung der Nachzahlungen für Vorjahre und Rückstellungen, -5,148 Mio. € und befindet sich damit auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr (-5,005 Mio. €). Die sonstigen Umsatzerlöse betreffen vorrangig Erlöse aus Hilfsgeschäften, Kostenerstattung für die Unterhaltung und die Nutzung der Stadtbahnanlagen sowie den Auftragsverkehr Mülheim. Diesen Umsatzerlösen stehen Aufwendungen im Materialaufwand gegenüber. Die sonstigen Umsatzerlöse steigen von 7,017 Mio. € im Jahr 2023 auf 11,477 Mio. € im Jahr 2024. Größte Position sind Erlöse im Rahmen der Stadtbahnanlagen, die auch für den Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ursächlich sind. Die sonstigen betrieblichen Umsatzerlöse betragen im Jahr 2024 3,279 Mio. € (Vorjahr: 3,164 Mio. €). Der leichte Anstieg ist insbesondere auf höhere periodenfremde Erträge zurückzuführen. Bestandsveränderungen Die Veränderungen im Bestand an unfertigen Leistungen betragen im Jahr 2024 -1,354 Mio. € (Vorjahr: 1,215 Mio. €). Maßgeblich für die Veränderung sind Bestandsminderungen im Rahmen der Stadtbahnmaßnahmen. Aktivierte Eigenleistungen Die aktivierten Eigenleistungen liegen im Jahr 2024 bei 1,366 Mio. € nach 1,554 Mio. € im Jahr 2023. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen im Jahr 2024 31,064 Mio. € (Vorjahr 23,660 Mio. €). Dazu tragen vor allem die Billigkeitsleistungen zum Ausgleich von Mindereinnahmen im öffentlichen Personennahverkehr im Zusammenhang mit dem Deutschlandticket und Rückstellungsauflösungen bei, die höher als im Vorjahr ausfallen. Materialaufwand Die Materialaufwendungen liegen mit insgesamt 90,999 Mio. € im Jahr 2024 um 9,157 Mio. € (11,2 %) über dem Vorjahr. Bei den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erhöht sich der Aufwand für Strom (vor allem Fahrstrom) auf 4,932 Mio. €. Die Aufwendungen für den Materialverbrauch sinken im Jahresvergleich auf 8,489 Mio. €, hier spielt unter anderem der gesunkene Aufwand für Diesel eine Rolle. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind im Jahr 2024 mit 13,755 Mio. € höher als im Jahr 2023 (12,297 Mio. €). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen verändern sich im Jahr 2024 gegenüber dem Jahr 2023 mit einem Anstieg um 7,699 Mio. € (11,1 %) auf 77,244 Mio. € negativ. Wesentliche Treiber sind unter anderem die Aufwendungen für Stadtbahnmaßnahmen, die Linienfremdvergabe und höhere Aufwendungen aus dem Instandhaltungs- und Wartungsvertrag für die neuen GT8ND-Fahrzeuge. Aufgrund des Flottenzuwachses und der erhöhten Kilometerleistung steigen hier die Aufwendungen. Personalaufwand Der Personalaufwand liegt mit 57,946 Mio. € um 5,942 Mio. € (11,4 %) über dem Vorjahr. Die Erhöhung gegenüber dem Jahr 2023 resultiert insbesondere aus höheren Entgeltzahlungen. Entsprechend des Tarifverhandlungsergebnisses des TV-N im Jahr 2023 erhalten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einen Inflationsausgleich und monatliche Sonderzahlungen bis einschließlich Februar und ab März eine Erhöhung der Tabellenentgelte. Der Personalbestand der DVG liegt im Jahresdurchschnitt 2024, umgerechnet in Vollzeitäquivalente mit 780 Mitarbeitern über dem Vorjahresniveau (Vorjahr 742). Die Angaben zum Personalbestand werden nach Maßgabe des § 267 Abs. 5 HGB ermittelt. Abschreibungen Im Jahr 2024 steigen die Abschreibungen auf 10,354 Mio. €. Der Anstieg ist insbesondere auf höhere Abschreibungen für Fahrzeuge im Personenverkehr zurückzuführen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen hatten im Ist 2024 ein Volumen von 6,339 Mio. €. Dies ist ein Anstieg in Höhe von 0,432 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr. Ursächlich für den Anstieg sind unter anderem gestiegene Versicherungsaufwendungen und höhere Aufwendungen aus Anlagenabgängen. Gesamtleistung und Rohergebnis Im Jahr 2024 überschreitet die Gesamtleistung der DVG die Vorjahresleistung um 7,617 Mio. € (9,1 %) und beträgt 91,044 Mio. €. Die für das Berichtsjahr 2024 geplante Gesamtleistung liegt bei 90,458 Mio. € und damit 0,586 Mio. € niedriger als das Ist 2024. Die unterjährig prognostizierte Gesamtleistung für das Jahr 2024 beträgt 90,617 Mio. €. Beim Rohergebnis (Gesamtleistung vermindert um den Materialaufwand) ist eine Verschlechterung von 1,585 Mio. € im Jahr 2023 auf 0,045 Mio. € im Jahr 2024 zu verzeichnen. Betriebsergebnis vor Finanzergebnis und Steuern Das Betriebsergebnis fällt im Jahr 2024 mit -74,595 Mio. € schlechter aus als im Jahr 2023 (-64,909 Mio. €). Finanzergebnis Das Finanzergebnis liegt bei -0,521 Mio. €. Es verschlechtert sich gegenüber dem Vorjahr um 0,761 Mio. €. Jahresfehlbetrag Das Jahresergebnis für das Jahr 2024 liegt bei -75,193 Mio. € (Prognose 2024 -83,740 Mio. €) nach -64,536 Mio. € im Jahr 2023. Das Gesamtergebnis der DVG ist damit um 10,657 Mio. € (16,5 %) schlechter als das Vorjahresergebnis. Das für das Jahr 2024 geplante Jahresergebnis von -85,645 Mio. € wird übertroffen. Hauptursache für die Verbesserung gegenüber dem geplanten Ergebnis sind u. a. die geringeren Personalaufwendungen, die Auflösung von Rückstellungen, geringere Abschreibungen und das Finanzergebnis. Für das Jahr 2025 wird mit einem Jahresergebnis von -102,113 Mio. € gerechnet. 3.2. Vermögenslage In der nachstehenden Übersicht sind die Bilanzzahlen gruppenweise zusammengefasst: Bilanzstruktur
Zur Beurteilung der Vermögenslage wurden die einzelnen Bilanzposten hinsichtlich ihrer Fristigkeit analysiert und entsprechend dem kurz- oder langfristigen Bereich zugeordnet. Soweit Fremdkapital der Finanzierung von langfristigem Vermögen dient, wurde es vollständig dem langfristigen Bereich zugeordnet. Im Übrigen wurde Fremdkapital mit einer Laufzeit unter einem Jahr als „kurzfristig“ eingeordnet. Die Bilanzsumme erhöht sich im Berichtsjahr von 297,697 Mio. € um 18,394 Mio. € oder 6,2 % auf 316,091 Mio. €. Das Eigenkapital hat sich durch die Einzahlung der DVV in Höhe von 25,000 Mio. € auf 124,465 Mio. € erhöht. Die Eigenkapitalquote steigt somit von 33,4 % auf 39,4 %. Die Deckung des Anlagevermögens durch lang- und mittelfristig gebundenes Kapital beträgt 123,7 % (i. Vj. 130,1 %). In den langfristigen Rückstellungen sind neben den Pensionsrückstellungen auch Rückstellungen für Altersteilzeit, Jubiläen und andere langfristige Verpflichtungen enthalten. Die mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten verringern sich um 4,016 Mio. € auf 143,418 Mio. €. Sie liegen damit bei 45,4 % der Bilanzsumme. 3.3. Finanzlage Einen detaillierten Einblick in die Finanzlage gibt die Kapitalflussrechnung nach Standard 21 (DRS 21) des Deutschen Rechnungslegungs-Standards Committee (DRSC):
Unter Einbeziehung des Cash-Pooling mit Konzernunternehmen ergibt sich nachstehender Zahlungsmittelbestand:
Das Finanzmanagement der DVV verfolgt das Ziel, die Fähigkeit zur Erfüllung ihrer Zahlungsverpflichtungen jederzeit sicherzustellen. Daneben zählen zu den übergeordneten Zielen des Finanzmanagements die Finanzierung unternehmerischer Aktivitäten, das Management finanzieller Risiken, insbesondere Liquiditätsrisiken, Marktpreisrisiken und Adressenausfallrisiken, eine kosten- und risikooptimierte Finanzmittelbeschaffung und -anlage sowie die Optimierung des Zinsergebnisses. Die DVG ist im laufenden Geschäftsjahr zu jedem Zeitpunkt in der Lage gewesen ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Chancen- und RisikoberichtAusgangslage Die DVG als mehrheitliche Tochtergesellschaft der DVV ist unmittelbar in das konzernweite Risikomanagementsystem eingebunden. Die DVV als Beteiligungsunternehmen der Stadt Duisburg ist ein regional verankerter Multidienstleistungskonzern. Ziel der DVV ist es, die Stadt Duisburg als Wirtschaftsstandort zu unterstützen und die Daseinsvorsorge in den wesentlichen infrastrukturellen Themen zu gewährleisten. Die DVV deckt die Bereiche Versorgung, Mobilität, Services sowie IT und Telekommunikation ab, in denen die Leistungserbringung durch die jeweiligen Konzerngesellschaften wie bspw. die SWDU, DVG, octeo und die DCC erfolgt. Jeder Unternehmensbereich und jede Konzerngesellschaft sind in Abhängigkeit von der Geschäftstätigkeit mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen konfrontiert. Ziel der DVV als Holding ist eine übergeordnete Steuerung der sich aus diesen Rahmenbedingungen ergebenden Chancen und Risiken. Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Jahr 2024 ist geprägt von einer leichten Rezession, nachdem das Bruttoinlandsprodukt (BIP) bereits 2023 geschrumpft ist. Der Krieg in der Ukraine und die Spannungen im Nahen Osten haben sowohl direkte wirtschaftliche Auswirkungen als auch indirekte Effekte durch Unsicherheiten in den Energie- und Rohstoffmärkten. Deutschland, als stark exportorientierte Volkswirtschaft, spürt diese Konflikte durch gestörte Lieferketten und erhöhte Energiekosten. Der Konflikt zwischen Israel und Palästina hat zusätzlich Unsicherheiten in den Handelsbeziehungen zur Nahostregion geschaffen. Eine weitere zukünftige geopolitische Gefahrenquelle für die deutsche Wirtschaft ist ein möglicher Konflikt zwischen China und Taiwan. Ein solcher Konflikt würde die deutschen Handelsbeziehungen zu China grundsätzlich stark belasten und hätte zudem massive Lieferprobleme von Halbleitern zur Folge. Große Unsicherheiten für die deutsche Wirtschaft bestehen auch im Hinblick auf die zweite Amtszeit Donald Trumps als US-Präsident. Die zu erwartende Einführung von Importzöllen auf EU- Güter birgt hohe konjunkturelle Risiken für die bereits belastete deutsche Wirtschaft. Neben den derzeit hohen wirtschaftlichen Risiken durch geopolitische Krisen ist in Deutschland und Europa zurzeit eine Verschärfung der Sicherheitslage zu beobachten. Deutsche Geheimdienste haben in jüngster Vergangenheit mehrfach von einem deutlichen Anstieg von Sabotage- Angriffen auf deutschem Boden berichtet. Im Fokus stehen vor allem Sektoren, die der kritischen Infrastruktur zugeordnet werden. Chancen und Risiken ergeben sich aus der Bundestagswahl im Februar 2025. Auf der einen Seite könnte eine neue Bundesregierung für verbesserte politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in Deutschland sorgen. Auf der anderen Seite ist aus Sicht von Verkehrsunternehmen unklar, wie sich eine neue Bundesregierung auf die bestehenden branchenrelevanten politischen Rahmenbedingungen auswirken wird. Die Kriege, die geopolitischen Verwerfungen und ihre Folgen, die auch hierzulande in unserer Gesellschaft spürbar sind, kennzeichnen die aktuellen Rahmenbedingungen des DVV-Konzerns. Für die DVG gilt es zukünftig, die gestiegenen Ansprüche und Anforderungen an den ÖPNV umzusetzen. Im Fokus steht ein verbessertes und vernetztes Mobilitätsangebot, um Menschen eine echte Alternative zum Individualverkehr zu bieten. Risikomanagementsystem Jede unternehmerische Tätigkeit ist mit Chancen und Risiken verbunden. Dies führt zu Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung und damit zu einer Beeinflussung des Unternehmenserfolgs und der Erreichung der gesetzten Ziele. Der Umgang mit dieser Herausforderung ist die zentrale Aufgabe des Risikomanagements. Ein konzernweit implementiertes Risikomanagement sorgt dafür, dass Chancen und Risiken strukturiert erkannt, standardisiert erfasst, bewertet, gesteuert und überwacht werden können. Dies trägt dazu bei, den Fortbestand, das wirtschaftliche Ergebnis sowie die strategische Zielerreichung der DVV und ihrer Tochtergesellschaften sicherzustellen. Das Risikomanagement unterstützt dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen, unerwartete Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren. Um den Fokus auf die wesentlichen Risiken zu legen, wird ein Relevanzkonzept angewandt. Dieses priorisiert Risiken basierend auf ihren möglichen Einfluss auf die Geschäftsziele, die finanzielle Situation und den langfristigen Erfolg der Konzerngesellschaften. Zusätzlich wird im DVV-Konzern die Risikotragfähigkeit bewertet. Die Risikotragfähigkeit ist das maximale Risikoausmaß, welches ein Unternehmen ohne Gefährdung seines Fortbestands tragen kann. Die Risikotragfähigkeit versteht sich also als Gegenüberstellung des Gesamtrisikos mit den zur Risikodeckung verfügbaren finanziellen Mitteln, der sogenannten Risikodeckungsmasse (Risikodeckungspotenzial). Wesentliche Risiken Im DVV-Konzern bestehen in den wesentlichen Geschäftsfeldern (Versorgung, Mobilität und Services) Risiken, welche die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen können. Zur Verbesserung der Transparenz werden identifizierte Risiken der DVG verschiedenen Risikokategorien zugeordnet. Die Hauptkategorien sind Umfeldrisiken, Betriebsrisiken und Finanz-, Anlage- und Kapitalmarktrisiken. Umfeldrisiken (Politische, regulatorische und rechtliche Rahmenbedingungen) Inflationsrisiko Die Inflationsrate in Deutschland entwickelte sich von 2023 auf 2024 deutlich rückläufig. Während sie im Jahr 2023 im Durchschnitt bei etwa 6 % lag, ist diese bis Ende 2024 auf 2,2 % gesunken. Ein wesentlicher Faktor für die hohe Inflation 2023 waren die Energiepreise, die infolge des Ukraine-Kriegs und der Energiekrise stark gestiegen waren. Maßnahmen wie Energiepreisbremsen und sinkende Rohstoffpreise haben ab 2023 preisdämpfend gewirkt. Auch für 2025 wird eine Inflationsrate von 2,2 % prognostiziert. Ein möglicher erneuter Preisanstieg aufgrund geopolitischer Konflikte kann zu Kostensteigerungen auf der Beschaffungsseite führen und sich somit direkt auf das Ergebnis des DVV-Konzerns bzw. der Konzerngesellschaften auswirken. Die Höhe der Effekte ist davon abhängig, inwiefern Kostensteigerungen für Material, Fremdleistungen und Investitionen an Dritte weitergegeben werden können. Betriebsrisiken Informationstechnologische Risiken Für die Informationstechnologie bedeuten geopolitische Konflikte ein erhöhtes Risiko durch gezielte Cyberangriffe. Cyberangriffe stellen eine akute Gefahr für Unternehmen dar. Die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, dass nicht nur kleine mittelständische Unternehmen betroffen sind, sondern auch große Konzerne. Mögliche Arten von Cyberangriffen können Phishing sowie Aktivierung bereits im Netzwerk vorhandener Schadprogramme sein. Infolgedessen sind betriebsbedingte Störungen möglich sowie die Verschlüsselung und/oder der Verlust von betrieblichen Daten. Als Gegenmaßnahmen werden die Sicherheitssysteme kontinuierlich verbessert und die Mitarbeiter über verpflichtende Schulungen sensibilisiert. Lieferanten- und Fremddienstleistungsrisiken Durch eine höhere Inflation könnte es auf der Fremddienstleistungsseite der DVG zu unerwarteten Preissteigerungen kommen. Dies betrifft die Linienleistungen, welche durch Subunternehmer durchgeführt werden. Neben möglichen Preissteigerungen besteht zudem das Risiko, dass einzelne Subunternehmer die Linienleistungen nicht mehr vollständig oder gar nicht mehr gewährleisten können. Aufgrund der bestehenden Rahmenbedingungen wird es für die Subunternehmer eventuell unwirtschaftlicher, entsprechende vertragliche Leistungen anzubieten. Für die DVG bestünde das Risiko, die erforderlichen Linienleistungen zeitnah adäquat zu wirtschaftlich vertretbaren Kosten zu erbringen. Finanz-, Anlage- und Kapitalmarktrisiken Liquiditätsrisiko Die Liquiditätssteuerung der DVG erfolgt übergeordnet im DVV-Konzern, um so den zukünftigen Geldmittelbedarf erkennen und jederzeit sicherstellen zu können. Dazu werden neben einer operativen Liquiditätsreserve zur Abdeckung von erwarteten Schwankungen des Free Cashflows innerhalb eines aktuellen Geschäftsjahres Kreditlinien/Betriebsmittellinien und Linien für Geldmarktkredite bei verschiedenen Banken vorgehalten. Auch für die Zukunft kann aufgrund von Liquiditätsreserven und operativen Cashflows in Kombination mit der Vorhaltung ausreichender Kreditlinien das Liquiditätsrisiko als gering angesehen werden. Marktpreisrisiken Im Zuge der anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine war der Ölpreis in den letzten Jahren starken Schwankungen ausgesetzt. Dies ist im Wesentlichen auf die EU-Sanktionen gegen Russland in Form eines Ölembargos zurückzuführen, da die Nachfrage nach nicht-russischem Öl stark zugenommen hat. Bei der DVG besteht daher ein Marktpreisrisiko aufgrund der gestiegenen Dieselpreise. Aktuell ist eine zuverlässige Prognose für den Preistrend am Öl-Markt schwer einzuschätzen und abhängig von der weiteren Entwicklung infolge des Konflikts und der weltweiten Konjunktur. Der Betrieb von Straßenbahnen im öffentlichen Personennahverkehr begründet einen großen Strombedarf, womit der Strompreis bzw. die Strompreisschwankungen ein weiteres Marktpreisrisiko darstellen. Seitens der DVG werden zur besseren Planungssicherheit bereits vorab Strompreise für die Frontjahre fixiert. Zinsänderungsrisiko Im Jahr 2024 leitete die Europäische Zentralbank (EZB) eine Wende ihrer Zinspolitik ein. Nach einer Phase der Zinserhöhungen mit einem zwischenzeitlichen Einlagezinssatzniveau von rd. 4,0 %, begann die EZB im Juni 2024 mit schrittweisen Zinssenkungen, um so der deutlich zurückgegangenen Inflation und den verbesserten Inflationsaussichten Rechnung zu tragen. Bei perspektivisch steigenden Zinsen kann neben der Vereinbarung von Festzinssatzkrediten der Abschluss von variablen Finanzierungen mit entsprechendem Zinsabsicherungsgeschäft eine sinnvolle Option sein. Gesamtrisikobewertung Gesamtbetrachtend kann die Aussage getroffen werden, dass für das abgelaufene Geschäftsjahr das Risikoportfolio keine Hinweise liefert, dass der Fortbestand der DVG gefährdet ist. Wesentliche Chancen Im Rahmen des ÖPNV wurden besonders in den letzten drei Jahren vermehrt staatliche Eingriffe vorgenommen. Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass ein Gesamtsystem ÖPNV aufgrund seiner volkswirtschaftlichen bedeutenden Rolle seitens der politischen Akteure auch nachhaltig unterstützt wird. Die aktuelle politische Maßnahme, die Weiterführung des Deutschlandtickets, könnte die Attraktivität des ÖPNV steigern und zu einer erhöhten Neukundengewinnung führen. Finanzielle Mindereinnahmen werden kurzfristig über Erstattungszahlungen ausgeglichen, sodass ein bundesweit einheitliches Ticket als langfristige Chance angesehen werden kann. Ausblick und PrognoseberichtUm den ÖPNV nachhaltig attraktiver auszugestalten, gibt es seitens des Bundes, der Länder und der Kommunen das Bemühen, die ÖPNV-Unternehmen finanziell zu unterstützen. Seit 01.05.2023 gibt es das Deutschlandticket als Abo-Fahrausweis zum Monatspreis von 49 Euro. Dieses wird auf allen Angeboten des öffentlichen Nahverkehrs in Deutschland als Fahrtberechtigung anerkannt. Das Deutschlandticket als dauerhaftes Angebot ist Teil des dritten Entlastungspakets der Bundesregierung. Wie schon das 9-Euro-Ticket soll auch das Deutschlandticket die Bürgerinnen und Bürger angesichts der stark gestiegenen Energiepreise finanziell entlasten. Gleichzeitig soll das Ticket die Attraktivität des ÖPNV deutlich erhöhen, einen stärkeren Anreiz zum Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn setzen und somit dazu beitragen, die Klimaziele zu erreichen. Zum 01.01.2025 steigt der Preis für das Deutschlandticket auf 58 Euro. Der zu tragende finanzielle Rahmen für das Deutschlandticket wird hälftig von Bund und Ländern zur Verfügung gestellt. Durch eine Änderung des Regionalisierungsgesetzes wurde die Finanzierung des Deutschlandtickets durch den Bund für die Jahre 2023 bis 2025 gesetzlich festgeschrieben. Bund und Länder verhandeln über die weitere Finanzierung des Deutschlandtickets einschließlich eines Mechanismus zur Fortschreibung des Ticketpreises. Weiterhin wird aktuell an einer vertraglichen Regelung der Einnahmenaufteilung bezogen auf das Deutschlandticket gearbeitet. Zur weiteren Kundengewinnung ist ein attraktives Verkehrsangebot eine Grundvoraussetzung. Die Mobilität in urbanen und suburbanen Räumen ist ein wichtiges Zukunftsthema, das auch für die DVG und die Stadt Duisburg von großer Bedeutung ist. Die Beschlüsse des Rates der Stadt Duisburg zur Taktverdichtung auf den Linien 901 und 903 sowie den Bezirkskonzepten Mitte und Süd tragen wesentlich zur Stärkung des ÖPNV-Angebotes in Duisburg bei. Einen weiteren Beitrag zur Attraktivitätssteigerung werden zusätzlich die neuen Straßenbahnen leisten. Mit vollständiger Auslieferung der Serienfahrzeuge wird sich das Bild des ÖPNV in Duisburg deutlich wandeln. Die ersten neuen Straßenbahnen für die Linien 901 und 903 sind in Duisburg bereits im Einsatz. Die zentrale Zukunftsvision im Bereich Mobilität sieht die „DVG als der Mobilitätsanbieter“ der Stadt Duisburg. Die Verwirklichung der Vision bedeutet, einen Beitrag zum Gelingen der Verkehrswende in Duisburg zu leisten. Um die Qualität des ÖPNV in Duisburg stetig weiter zu verbessern, werden bereits erhebliche Investitionsmittel in die Infrastruktur eingesetzt. Als Mobilitätsanbieter in Duisburg verfolgt die DVG gemeinsam mit der Stadt Duisburg unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen das Ziel eines emissionsarmen Verkehrs. Neben dem geplanten Einsatz bereits beauftragter moderner Straßen- und Stadtbahnen erfolgte Ende 2022 die Entscheidung, die Dieselbusflotte auf Wasserstoffantrieb umzustellen. Bei der Erreichung des Ziels CO2 -frei unterwegs zu sein, wird die DVG flexibel auf wirtschaftliche und förderrechtliche Entwicklungen reagieren. Die Verkehrsunternehmen bekommen nach wie vor die aktuell angespannte Preisentwicklung zu spüren - trotz der Hilfen von Bund und Land. Neben den allgemein steigenden Kosten für Personal sind es die Kosten für Energie und die Antriebswende, die es zu finanzieren gilt. Die Einnahmen aus dem operativen ÖPNV-Geschäft der DVG können den Aufwand für die Aufrechterhaltung des ÖPNV-Systems in Duisburg nur anteilig decken. Der kommunale Deckungsbeitrag, der durch stetige Restrukturierungen in der Vergangenheit kontinuierlich verbessert werden konnte, ist vor allem durch die Investitionen in neue Straßen-/Stadtbahnen bzw. Infrastruktur (erhöhte Abschreibungen) und die Inflationsentwicklung (z. B. Fremdleistungen) wieder deutlich angestiegen. Nationales bzw. europäisches Recht und die Finanzsituation der öffentlichen Hand prägen die Entwicklung der DVG. Die Finanzierung der anstehenden Investitionen in die Infrastruktur der DVG und die damit verbundenen finanziellen Belastungen werden systematisch bewertet. Nicht alle Investitionen sind förderfähig. Zudem stehen Fördermittel aufgrund der Haushaltslage von Bund, Land und Kommunen generell nur begrenzt zur Verfügung. Hier besteht die Anforderung der Verkehrsunternehmen, dass die in den letzten Jahren aufgelegten Unterstützungsprogramme (ÖPNV-Rettungsschirm/Billigkeitsleistungen) von Bund und Land NRW auch auf das Jahr 2025 ausgedehnt werden. Für das Geschäftsjahr 2025 plant die DVG mit einer Gesamtleistung in Höhe von 102,071 Mio. € und einem kommunalen Deckungsbeitrag von 102,113 Mio. €. Die Nutzkilometer liegen in 2025 bis 2029 jeweils bei durchschnittlich 16,100 Mio. km, die Personenkilometer betragen durchschnittlich 327,874 Mio. km. Für die Jahre 2025 bis 2029 wird durchschnittlich mit 42,098 Mio. Fahrgästen gerechnet. Die Fahrgastzahlen werden bei der DVG durch die Hochrechnung der Fahrtenhäufigkeit ermittelt. Die weiteren Auswirkungen des Russland/Ukraine-Konflikts oder externe Einflüsse aufgrund anderer geopolitischer Konflikte (bspw. Gaza-Konflikt) können nur sehr schwer prognostiziert werden. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass das Ergebnis der DVG im Jahr 2025 weiter wesentlich durch exogene Rahmenbedingungen beeinflusst wird.
Duisburg den 28.03.2025 DUISBURGER VERKEHRSGESELLSCHAFT AKTIENGESELLSCHAFT Marcus O. Wittig Axel Prasch Andreas Gutschek BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Duisburger Verkehrsgesellschaft Aktiengesellschaft, Duisburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Duisburger Verkehrsgesellschaft Aktiengesellschaft - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Duisburger Verkehrsgesellschaft Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Duisburg, den 31. März 2025 PKF Fasselt Partnerschaft mbB Hünger, Wirtschaftsprüfer Kawaters, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesEin effizienter Schutz des Klimas ist ohne eine nachhaltige Verkehrswende nicht erreichbar. Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist deshalb vor allem in urbanen Räumen ein entscheidender Hebel, um klimaschädliche Emissionen deutlich zu minimieren. Um mehr Menschen für die Nutzung des ÖPNV zu gewinnen, muss deshalb ein adäquates ÖPNV-Angebot bereitstehen. Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) arbeitet daher intensiv mit der Aufgabenträgerin Stadt Duisburg zusammen, um das Fahrplanangebot in Duisburg weiter auszubauen und gleichzeitig die Fahrzeugflotte modern und klimafreundlich umzustellen. Der Aufsichtsrat unterstützt diese Zielsetzung ausdrücklich. Dafür hat die DVG auch im Geschäftsjahr 2024 entscheidende Schritte unternommen. Die flexible Umstellung der Busflotte auf klimafreundliche Fahrzeuge und deren Beschaffung steht im Zentrum des Verkehrs auf der Straße. Hierzu sind Stadt Duisburg und DVG auf entsprechende Fördermöglichkeiten von Bund und Land angewiesen. Es braucht einen auskömmlichen und verlässlichen politischen Förderrahmen. Der Aufsichtsrat hat die Entwicklung des Konzeptes zur flexiblen Flottenumstellung in allen Projektphasen intensiv begleitet und stand dem Vorstand beratend zur Seite. Hierbei geht es nicht nur um die Beschaffung neuer Fahrzeuge, sondern auch die Bereitstellung einer leistungsfähigen Tank-Infrastruktur, zum Beispiel für die Betankung mit Wasserstoff. Die ersten 11 Wasserstoffbusse sind im Jahr 2024 in Duisburg angekommen und im Linieneinsatz. Die DVG sammelt so erste, wichtige Erfahrungen mit der neuen Antriebstechnologie, um die sukzessive Umstellung der Fahrzeugflotte im laufenden ÖPNV-Betrieb ohne Einschränkungen umsetzen zu können. Gemeinsam mit der Stadt Duisburg wurde in Abhängigkeit der finanziellen Möglichkeiten und Förderprogrammen ein flexibler Projektplan abgestimmt, der die Umstellung der Flotte auf klimafreundliche Antriebstechnologien ermöglicht. Die DVG hat zudem auf der Linie 934 Elektrobusse im Einsatz und sammelt auch hier wichtige Erfahrungen mit dieser Antriebstechnologie. Damit setzt die DVG ein deutliches Zeichen für eine nachhaltige Mobilität im urbanen Raum. Der Aufsichtsrat unterstützt den eingeschlagenen Weg der klimafreundlichen Flottenmodernisierung auf der Straße ausdrücklich und wird laufend über die gewonnenen Erkenntnisse aus dem Betrieb informiert. In seinen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat zudem fortlaufend über die Entwicklungen in den Beschaffungsprojekten für neue Schienenfahrzeuge umfassend informiert. Die Auslieferung der neuen Niederflurstraßenbahnen für die Linien 901 und 903 hat Fahrt aufgenommen, auch wenn sie noch immer nicht verzögerungsfrei läuft. Die neuen Bahnen werden die Altfahrzeuge sukzessive im Stadtbild ablösen und das Bild für einen modernen, komfortablen ÖPNV auf der Schiene in Duisburg prägen. Die vollständige Auslieferung aller neuen Fahrzeuge wird noch Zeit in Anspruch nehmen, aber mit dem parallelen Einsatz von neuen Fahrzeugen und den noch im Betrieb befindlichen Altfahrzeugen ist das Angebot wieder ausgeweitet worden. Auch der jahrelange Schienenersatzverkehr auf der Nordstrecke der Linie 901 konnte im Jahr 2024 beendet werden, so dass die Linie werktags ganztägig wieder mit Schienenfahrzeugen angedient wird. Für den ÖPNV in Duisburg war das ein wichtiger Schritt, um die Akzeptanz des Angebotes wieder deutlich zu erhöhen und einen attraktiven Takt auf der Linie anzubieten. Auch die Beschaffung neuer Hochflurstadtbahnfahrzeuge für die Linie U79 ist auf einem guten Weg. Der Aufsichtsrat wird hier über die Projektfortschritte ebenfalls stets informiert. Die DVG hat für die Übergangszeit bis zur Auslieferung der neuen Fahrzeuge Lösungen in Zusammenarbeit mit der Düsseldorfer Rheinbahn erarbeitet, um auf der wichtigen, städteübergreifenden Linie dauerhaft ein adäquates ÖPNV-Angebot aufrecht zu erhalten. Die beiden Beschaffungsprojekte für neue Schienenfahrzeuge sichern den ÖPNV-Betrieb auf der Schiene in Duisburg auf hohem Niveau für die kommenden Jahrzehnte. Darüber hinaus hat die DVG im Jahr 2024 ein weiteres, wichtiges Projekt für den Schienen-ÖPNV realisiert: die neuen Fahrsimulatoren. Diese ermöglichen eine hochwertige Ausbildung des Fahrpersonals und sind vor allem für die Fahrschule ein wichtiger Meilenstein. Neue Fahrerinnen und Fahrer können hier, ergänzend zur Ausbildung im Streckennetz in der Stadt, in geschützter Umgebung das Fahren von Straßenbahnen erlernen und dabei auch besondere Verkehrs- und Wetterbedingungen ausgiebig trainieren. Damit sind sie gut vorbereitet, wenn sie im aktiven Dienst auf den Linien in nicht alltägliche Situationen kommen. Nicht zuletzt reduziert das Training im Fahrsimulator die Fahrstunden im Streckennetz, so dass der Simulator ebenfalls zur Schonung des Klimas beiträgt. Der Aufsichtsrat wurde über das Projekt informiert, einige Gremienmitglieder haben den neuen Fahrsimulator zudem vor Ort besichtigt und getestet. Auch mit diesem Projekt hat die DVG über die Stadtgrenzen hinaus Beachtung gefunden und zeigt, wie moderne ÖPNV-Ausbildung mit digitaler Unterstützung hochwertiger wird. Erfolgreicher ÖPNV benötigt neben einer modernen Fahrzeugflotte und hochwertiger Personalausbildung zudem ein umfassendes und wachsendes Fahrplanangebot. Die Umsetzung der Bezirkskonzepte für Meiderich/Beeck, Mitte und Süd sind hierbei bedeutende Verbesserungen in den angebotenen Verbindungen und Erweiterungen der Verkehrsleistungen, über die mehr Menschen für die Nutzung des ÖPNV in Duisburg gewonnen werden sollen. Der Aufsichtsrat hat die Planung dieser Bezirkskonzepte bis hin zu ihrer Umsetzung intensiv begleitet. Der moderne Umbau einiger Teilstücke auf dem Nordabschnitt der Linie 903 mit modernen, neuen Haltestellen trägt zudem zur Attraktivität des ÖPNV bei. Der Aufsichtsrat begleitet die Modernisierungsarbeiten im Bereich der Infrastruktur fortlaufend. Ein breites ÖPNV-Angebot ist nur so gut wie der Einsatz aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die dafür sorgen, dass dieses an 365 Tagen im Jahr zuverlässig auf die Straße und die Schiene gebracht wird. Auch im Jahr 2024 hat die Belegschaft der DVG mit großem Einsatz fast rund um die Uhr diese Zuverlässigkeit für die Fahrgäste unter Beweis gestellt. Dafür gebührt allen Beschäftigten der DVG der Dank des gesamten Aufsichtsrates. Das Deutschlandticket hat sich als echter Fahrgastmagnet etabliert. Die Zahl der Abonnements bei der DVG sind seit der Einführung dieses Tickets signifikant gestiegen und zeigen, dass der ÖPNV für viele Menschen eine echte Alternative zum Individualverkehr ist. Das Angebot können die Verkehrsunternehmen aber nur bei auskömmlicher Finanzierung langfristig aufrechterhalten. Daher ist die dauerhafte Unterstützung der Kommunen und ihrer Verkehrsunternehmen durch Bund und Land unbedingt erforderlich, um den eingeschlagenen Weg des klimafreundlichen Aus- und Umbaus des ÖPNV weiter konsequent voranzutreiben. Gegenstand eingehender Beratungen waren zudem Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie Risiken und Sachverhalte von grundsätzlicher Bedeutung und führten zu entsprechenden Entscheidungen des Gremiums. Zudem wurde der Aufsichtsrat in einer gesonderten Informationsveranstaltung über das Risikomanagement im DVV-Konzern umfassend informiert. Dabei wurden gesetzliche wie unternehmerische Anforderungen ebenso betrachtet wie das Bewerten von Risiken und dem dazugehörigen Risikomanagementprozess. An allen wichtigen Entscheidungen im Geschäftsjahr 2024 waren die Mitglieder des Aufsichtsrates beteiligt und wurden vom Vorstand über den Geschäftsverlauf umfassend unterrichtet. Die Zusammenarbeit war dabei jederzeit von Vertrauen und großer Offenheit geprägt. Die DVG als Teil des DVV-Konzerns Mit ihrem Programm „DVV 2035“ hat sich die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV) eine ehrgeizige Zielmarke gesetzt: Bis zum Jahr 2035 soll der gesamte Konzern CO2 -neutral wirtschaften. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden über 100 konkrete Maßnahmen identifiziert. Zehn Maßnahmen sind bereits vollständig umgesetzt, rund 70 weitere Maßnahmen befinden sich derzeit in der Umsetzungsphase, so dass die CO2 -Emissionen aller Konzerngesellschaften nachhaltig sinken werden. Die bereits abgeschlossenen und begonnenen Maßnahmen sorgen für eine Reduktion der CO2 -Emissionen des DVV-Konzerns von rund 100.000 Tonnen pro Jahr. Der Aufsichtsrat der DVG wurde über den Fortschritt im Klimaschutzprogramm „DVV 2035“ fortlaufend informiert. Für alle Unternehmen des DVV-Konzerns ist der Wettbewerb um Fachkräfte eine weiter wachsende Herausforderung. Vollumfängliche Daseinsvorsorge und ihr Um- und Ausbau in Zeiten von Energie- und Verkehrswende braucht in allen Bereichen gut ausgebildete Fachkräfte, um die die Unternehmen des DVV-Konzerns über viele Kanäle werben. Personelle Veränderungen Das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates hat Ratsherr Jürgen Edel zum 22.08.2024 abgegeben. Neuer stellvertretender Vorsitzender des Gremiums ist seit 24.09.2024 Ratsherr Elmar Klein. Zum 22.08.2024 verlassen haben den Aufsichtsrat Ratsherr Uwe Ernst und Ratsherr Karlheinz Hagenbuck. Neu im Gremium seit 22.08.2024 sind Ratsfrau Sabine Dehnen und Ratsherr Matthias Schneider. Wirtschaftsdaten erfolgreich geprüft Der Aufsichtsrat hat im Rahmen seiner Tätigkeit im Geschäftsjahr 2024 den Empfehlungen des „Public Corporate Governance Kodex“ (PCGK) der Stadt Duisburg entsprochen. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Jahr 2024 und der Lagebericht sind von der durch die Hauptversammlung am 22.08.2024 als Abschlussprüfer gewählte PKF Fasselt Partnerschaft mbB, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft • Steuerberatungsgesellschaft • Rechtsanwälte, Duisburg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Jahresabschluss und der Lagebericht haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Von dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer hat er zustimmend Kenntnis genommen. Auch eigene Prüfungen des Aufsichtsrates ergaben keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss und den Lagebericht zum 31.12.2024. Damit ist dieser in der vorliegenden Form festgestellt.
Duisburg, im Juni 2025 Der Aufsichtsrat Ratsherr Dieter Lieske, Vorsitzender Der vom Aufsichtsrat der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG am 02. Juni 2025 festgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 ist der Hauptversammlung am 10. Juli 2025 vorgelegt worden. Der Verlust von 75.193 T€ (i. Vj. 64.536 T€) wird aufgrund des bestehenden Beherrschungsvertrages mit Ergebnisabführungsvereinbarung von der DVV übernommen. |
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