Ad-hoc | 13 March 1997 14:29
Ad hoc-Service: Brillant AG
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Ad hoc-Service: Brillant AG
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Brilliant auf Expansionskurs in Europa
– Rekorde bei Umsatz, Ergebnis, Invest und Beschäftigung
Unbeeindruckt vom wirtschaftlichen Umfeld setzt der größte
deutsche Wohnraumleuchtenhersteller seinen Wachstumskurs fort.
Ein Umsatzschub ließ die Konzernumsatzerlöse erneut um 12,4% auf
DM 169,9 Mio (AG: +9,8% auf DM 157,6 Mio) anwachsen. Auch der
Konzernjahresüberschuß zog wiederum überproportional um 27,1% auf
DM 8,9 Mio an (AG: +8,0% auf DM 8,2 Mio). Die gute Geschäftslage
schlug sich in einem Beschäftigungsaufbau um 18,4%; auf 733
Mitarbeiter im Konzern zum Jahresende nieder.
Im Gegensatz zum seit 1993 fast zweistellig schrumpfenden
deutschen Leuchtenmarkt – hauptsächlich preisbedingt – schaut die
Brilliant AG im gleichen Dreijahreszeitraum auf ein Wachstum von
59,0% zurück. Die Entwicklung der Designfunktion zum
strategischen Erfolgsfaktor im Brilliantkonzern hat sich als
Motor des Wachstums herauskristallisiert. Über die
Produktgestaltung hinaus drückt sich diese Firmenkultur in einer
Corporate Identity aus, die über die Verpackung, Kataloge,
Warenträger Konzepte, Geschäftsbericht, Gebäude, Arbeitsplatz
usw. den Branchentrend prägt. Am Point of Sale wirkt sie sich
über individuelle Shop-in-the-shop-Lösungen in einer erhöhten
Flächenproduktivität aus.
Die unbefriedigende Binnenkonjunktur spiegelt sich allerdings in
einem moderaten Wachstum der Inlandsumsätze um 3,2% auf DM 107,6
Mio wider. Hinter dieser Wachstumsrate verbergen sich
bemerkenswerterweise sowohl zweistellige Wachstums- als auch
Schrumpfungsraten mit einzelnen Kunden. Investitionen in den
Vorjahren in ein eigenes Vertriebsnetz im europäischen Ausland
sorgten dagegen für einen außerordentlichen Sprung der
Konzernauslandsumsatzerlöse um 32,8% auf DM 62,2 Mio. Die
Exportquote der AG stieg entsprechend von 27,3% auf 31,7%.
Die planmäßige Inbetriebnahme des neuen Logistikzentrums löste
eine Verdoppelung der Investitionen auf DM 10,8 Mio aus. Damit
ist die Brilliant AG nunmehr in der Lage, über verkürzte
Lieferzeiten eine noch effizientere Warenbewirtschaftung für den
Handel sicherzustellen.
Die erfolgreich zur Jahresmitte durchgeführte Kapitalerhöhung um
nominal DM 2,0 Mio (Ausgabepreis DM 220,00 je 50,00 Aktie nom.)
nach dem “Schütt-aus-hol-zurück-Verfahren” stabilisierte die
Eigenkapitalquote im Konzern bei ca. 50% trotz des Anwachsens der
Bilanzsumme um 16,5% auf DM 103,7 Mio.
Da der kräftige Gewinnanstieg im Konzern sich nur teilweise in
der AG niederschlägt, sinkt das Ergebnis 1996 je DM 50,00 Aktie
nach DVFA-Berechnungsmethode um 19,0% auf DM 22,83,
einschließlich Steuerguthaben um 19,1% auf DM 32,61 je Aktie,
bedingt auch durch die auf Grund der Kapitalerhöhung erhöhte
Anzahl der Aktien.
Da in 1997 keine außerordentlichen Investitionen anstehen, werden
Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung aus
Steueroptimierungsgründen nach dem “Schütt-aus-hol-zurück-
Verfahren” wie im Vorjahr die Ausschüttung einer Dividende von DM
10,00 (20%) je Aktie sowie die Ausschüttung eines Bonusses in
Höhe von DM 14,00 (28%) je Aktie vorschlagen, insgesamt also DM
24,00 (48%) je Aktie im Nennbetrag von 50,00 auf das Gezeichnete
Kapital von DM 17,0 Mio. Die entsprechende Kapitalerhöhung wird
allerdings nur in einer Größenordnung von nominal DM 1,0 Mio
liegen, so daß auch den an der Kapitalerhöhung teilnehmenden
Aktionären eine “Nettodividende” verbleibt. Einzelheiten werden
zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt.
Umsatzzuwächse in den ersten beiden Monaten 1997 stimmen
Alleinvorstand Friedrich-Wilhelm Wentrot optimistisch, auch im
laufenden Jahr die Marktanteile im In- und Ausland konsequent
ausbauen zu können unter Stabilisierung der Ertragslage auf hohem
Niveau. Auf Grund der anhaltenden Umstrukturierung der
Einzelhandelslandschaft werden sich die Anforderungen im Markt
jedoch verschärfen, die eine kontinuierliche organische
Expansionsstrategie erschweren werden.
Gnarrenburg, 13.03.1997
Der Vorstand
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