Brilliant AktiengesellschaftGnarrenburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024Grundlagen des Unternehmens Die Brilliant Aktiengesellschaft bietet ein umfassendes Sortiment an Innen- und Außenleuchten für Wohnbereiche und Gärten an und zählt damit zu den führenden Marktlieferanten in Europa. Die Produkte der Brilliant AG sind in verschiedenen Vertriebskanälen erhältlich, darunter Bau- und Heimwerkermärkte, Fachhandel, Online-Handel und Möbelhäuser. Das aktuelle Gesamt-Portfolio der Gesellschaft umfasst 2.300 Leuchten. Die Brilliant AG verfolgt die Mission, sich als führender Designer, Hersteller und Lieferant von trendigen, dekorativen Leuchten auf dem europäischen Markt zu etablieren. Daher arbeitet das Unternehmen täglich daran, das Geschäft auszubauen und zu optimieren. Neben den starken Kundenbeziehungen und qualifizierten Mitarbeitern kommt dem Unternehmen dabei auch die strategische Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft aus Großbritannien zugute. Zusätzlich ist der Brilliant-Konzern mit zwei Marken auf dem europäischen Markt erfolgreich vertreten. Neben der Hauptmarke Brilliant bieten wir unseren Kunden auch die Marke BRE-Light an. Zusätzlich wird ab Februar 2025 die Marke Lumi Couture lanciert. Die neue Kollektion umfasst hochwertige Leuchten, die sich durch ein besonderes Design und den Einsatz nachhaltiger Materialien auszeichnen. Ziel ist es, diese Leuchten im Möbel- und Fachhandel zu etablieren. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Geschäftsjahr 2024 war, wie bereits die Vorjahre, geprägt von außerordentlichen geopolitischen Effekten, die starken Einfluss auf die weltwirtschaftliche Entwicklung hatten. Neben dem andauernden Angriffskrieg Russlands in der Ukraine kam Ende 2023 der Krieg im Nahen Osten hinzu, der das Wachstum der Weltwirtschaft und das Konsumklima im Berichtsjahr zusätzlich beeinträchtigte. Eine neue Herausforderung stellte ab Oktober 2023 die Zunahme von Angriffen der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz auf Handelsschiffe im Roten Meer dar. Diese Angriffe, die im Kontext des Konflikts zwischen Israel und der Hamas stehen, führten zu über 90 Attacken mit Raketen und Drohnen. Infolgedessen leiteten viele Länder - darunter auch Deutschland - ihre Schiffe aus Sicherheitsgründen um das Rote Meer herum über das Kap der Guten Hoffnung. Die dadurch verlängerten Transportzeiten und gestörten Lieferketten beeinträchtigten die Versorgungssicherheit. Um dem entgegenzuwirken, wurden die Lagerbestände in Deutschland erhöht, wodurch die Lieferfähigkeit des Konzerns sichergestellt werden konnte. Zur Bekämpfung der Inflation hielt die Europäische Zentralbank das Zinsniveau auf einem im Vergleich zu den Vorjahren höheren Stand. Dies führte zu einer spürbaren Dämpfung der Bautätigkeit, da sich Kredite verteuerten. Zusätzlich belasteten hohe Baukosten und weiterhin steigende Grundstückspreise die Branche. Dennoch konnte die Inflation in der EU deutlich gesenkt werden: Während die durchschnittliche Inflationsrate 2023 noch bei 6,4 % lag, betrug sie 2024 nur noch 2,6 %. Die deutsche Industrie leidet weiterhin unter vergleichsweise hohen Energiekosten. Das Investitionsverhalten bleibt angesichts hoher Zinsen und zunehmender geopolitischer Unsicherheiten verhalten. Auch der private Konsum ging trotz gestiegener Reallöhne zurück - viele Verbraucher bevorzugen Sparen gegenüber Konsum. Die KfW prognostiziert für Deutschland eine wirtschaftliche Stagnation, während für Frankreich ein Wachstum von 0,5 % und für den Euroraum insgesamt 0,8 % erwartet wird. Insgesamt sind die Wachstumsaussichten als sehr verhalten einzuschätzen. Im Jahr 2024 verzeichnete der Einzelhandel einen realen Umsatzanstieg von 1,1 % im Vergleich zum Vorjahr. Die DIY-Branche verzeichnete im Zeitraum Januar bis Dezember 2024 einen Umsatzrückgang von -1,5% in Deutschland. Das Segment „Electric“ wächst im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 %. Allerdings sind in dieser Warengruppe neben der Warengruppe Beleuchtung noch andere Gruppen enthalten, die für die Brilliant AG von untergeordneter Relevanz sind. Der Brilliant AG ist es in diesem Umfeld gelungen, die Umsätze mit innovativen Produkten und neuen Kunden auszuweiten. Die Analyse der Beschaffungsseite zeigt, dass die wirtschaftlichen Rahmendaten in vielen westlichen Ländern derzeit nicht mehr die gleiche Stabilität aufweisen wie in der Vergangenheit. Zudem werden Importe aus dem asiatischen Raum vermehrt mit Zöllen belegt. Die Situation bei den Lieferanten stellt sich für uns vorteilhaft dar, da wir uns um Aufträge bemühen müssen, um vorhandene Produktionskapazitäten nutzen zu können. Im Jahr 2024 hat sich der Wechselkurs zwischen dem Euro (EUR) und dem US-Dollar (USD) deutlich verändert. Der durchschnittliche Wechselkurs lag bei etwa 1,08 USD pro Euro.1 Der höchste Wert wurde am 16. April 2024 mit 1,12 USD pro Euro erreicht, während der niedrigste Wert am 23. August 2024 bei 1,05 USD pro Euro lag. Um die Wechselkurs-Schwankungen und das damit verbundene Preis-Risiko weitestgehend kontrollierbar zu machen, wurden im Geschäftsjahr 2024 umfangreiche Termingeschäfte abgeschlossen. Geschäftsentwicklung Wirtschafliche Eckdaten Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren, die zur Steuerung verwendet werden, sind Umsatzerlöse und Jahresüberschuss. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren spielen eine untergeordnete Rolle.
Umsatz und Ertragslage Im Geschäftsjahr 2024 verzeichnete die Brilliant AG einen Umsatz in Höhe von TEUR 63.759. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von 10,6 % (Vorjahr: TEUR 57.633). Damit wurde das geplante Umsatzziel von TEUR 61.273 übertroffen. Angesichts des Russland-Ukraine-Konflikts sowie des zu Jahresende 2023 ausgebrochenen Krieges im Nahen Osten kann die Umsatzentwicklung der Brilliant AG als erfreulich bewertet werden. Die Umsatzerlöse im Heimatmarkt erhöhten sich um 1,8 % auf TEUR 28.366 (im Vorjahr TEUR 27.864), während sie im Ausland um 18,9 % auf TEUR 35.393 (im Vorjahr TEUR 29.769) anstiegen. Besonders hervorzuheben ist die positive Entwicklung in den Märkten Frankreich, Spanien und Italien, die maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen haben. Das Bruttoergebnis vom Umsatz erreichte aufgrund der gesteigerten Geschäftstätigkeit einen Wert von TEUR 26.915. Im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 24.823) stellt dies eine positive Entwicklung dar. Die Rohertragsmarge, definiert als Verhältnis zwischen Bruttoergebnis und Umsatz, betrug 42,2 %. Diese Zahl zeigt eine Verminderung im Vergleich zum Vorjahreswert von 43,1 %. Wesentliche Gründe waren die gestiegenen Eingangsfrachten sowie ausgebliebene Währungskurseffekte. Die Vertriebskosten beliefen sich insgesamt auf TEUR 19.883 und lagen damit leicht über dem Vorjahreswert von TEUR 18.136. Innerhalb dieser Gesamtzahl entwickelten sich jedoch verschiedene Teilbereiche unterschiedlich, was auf eine differenzierte Kostenstruktur hinweist. Die allgemeinen Verwaltungskosten sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und belaufen sich nun auf TEUR 4.355 (Vorjahr: TEUR 4.181). Dieser Anstieg lässt auf eine Zunahme administrativer Aufgaben schließen. Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf TEUR 292, was im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 517) einem Rückgang entspricht. Die Erträge resultieren aus einer Vielzahl von Effekten, die gemeinsam zu dieser Veränderung beigetragen haben. Die Zinsaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Grund dafür ist das erneut gestiegene Zinsniveau. Sie haben sich von TEUR 959 auf TEUR 1.155 erhöht. Im Vorjahr waren es TEUR 959. Dieser Anstieg ist eine Folge der höheren Zinssätze. Trotz der erschwerten Rahmenbedingungen erzielte die Brilliant AG im Geschäftsjahr 2024 ein zufriedenstellendes Ergebnis nach Steuern in Höhe von TEUR 1.592, was einen Rückgang von TEUR 340 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 1.932) darstellt. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beliefen sich auf TEUR 86 (im Vorjahr TEUR 128), während sich die sonstigen Steuern mit TEUR 64 (im Vorjahr TEUR 58) nur geringfügig veränderten. Infolgedessen resultierte ein Jahresüberschuss von TEUR 1.528 (im Vorjahr waren es TEUR 1.874). Trotz des nicht erreichten geplanten Jahresüberschusses von TEUR 2.803 aufgrund veränderter Marktbedingungen konnte die Brilliant AG den geplanten Umsatz von TEUR 61.273 mit TEUR 63.759 leicht übertreffen. Auch die geplante Marge wurde übertroffen. Allerdings führten im Vergleich zur Planung gestiegene Kosten dazu, dass das geplante Ergebnis verfehlt wurde. Vermögens- und Finanzlage Erläuterung der Bilanzstruktur Zum 31. Dezember 2024 belief sich die Bilanzsumme der Brilliant AG auf TEUR 38.533. Dies entspricht einer Steigerung um TEUR 7.211 im Vergleich zum Vorjahreswert von TEUR 31.323. Es sind jedoch keine grundlegenden strukturellen Veränderungen in der Bilanzstruktur zu verzeichnen. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erhöhten sich im Berichtsjahr um TEUR 225 auf TEUR 2.087 (im Vorjahr waren es TEUR 1.862). Diese Steigerung ist unter anderem auf eine erhöhte Investition in Flurförderfahrzeuge und Handscanner im Lagerbereich sowie auf eine planmäßige Abschreibung zurückzuführen. Zum 31. Dezember 2024 beliefen sich die Vorräte auf TEUR 25.956. Damit lag der Wert über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: TEUR 17.509). Der Anstieg lässt sich im Wesentlichen auf den gestiegenen Umsatz und höhere zu aktivierende Eingangsfrachten sowie dem Ziel der weiteren Verbesserung der Lieferquote zurückführen. Das Umlaufvermögen stieg insgesamt um TEUR 6.538 auf TEUR 35.477 (im Vorjahr lag es bei TEUR 28.939). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich zum 31. Dezember 2024 um TEUR 1.066 auf TEUR 9.346 (im Vorjahr waren es TEUR 10.411). Ein Großteil der Kundenforderungen (TEUR 12.103; Vorjahr: TEUR 12.533) wird im Rahmen eines Factoring-Vertrags unmittelbar nach deren Entstehung an einen Vertragspartner verkauft. Die Brilliant AG kann durch diese Maßnahme ihre Forderungen zeitnah liquidieren und das Working Capital optimieren. Zum Bilanzstichtag erhöhte sich das Eigenkapital der Brilliant AG um den erzielten Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.528 auf TEUR 8.492 (im Vorjahr waren es TEUR 6.964). Die Eigenkapitalquote sank auf 22,0 % (im Vorjahr lag sie bei 22,2 %). Zum 31. Dezember 2024 beliefen sich die Verbindlichkeiten der Brilliant AG insgesamt auf TEUR 28.015 (Vorjahr: TEUR 21.661). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen auf TEUR 8.421 (im Vorjahr TEUR 6.930) und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 10.141 (im Vorjahr TEUR 6.096). Erläuterung der Liquiditätsentwicklung Die Kapitalflussrechnung dient dazu, den Zahlungsmittelfluss der Brilliant AG aus laufender Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit zu ermitteln. Zusätzlich werden die liquiden Mittel zum Ende des Geschäftsjahres dargestellt.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit umfasst die Ergebnisse der getätigten Investitionen, einschließlich der Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen, zusätzlich zu den Ersatzinvestitionen in die IT-Ausstattung der Gesellschaft. Die liquiden Mittel lagen stichtagsbezogen unter dem Vorjahresniveau (TEUR 1.018). Die Finanzierung der laufenden Geschäfte sowie der geplanten Investitionen war zu jedem Zeitpunkt sichergestellt. Die finanzielle Lage der Brilliant AG und des Konzerns ist somit als solide einzustufen. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die Brilliant AG prognostiziert für das Jahr 2024 ein weiterhin belastetes Marktumfeld. Der anhaltende Konflikt zwischen Russland und der Ukraine hat zu einer anhaltenden Steigerung der Energiekosten in Europa geführt, was wiederum die Inflation weiter antreibt. Gleichzeitig ist die EZB gezwungen, die Inflation mit höheren Zinsen zu bekämpfen, was zu höheren Finanzierungskosten u. a. bei Bauprojekten geführt hat. Zusätzlich wird die Verunsicherung der Verbraucher durch einen weiteren Krieg zwischen Israel und der Hamas verstärkt, der das globale Klima eintrübt und die Zuversicht der Verbraucher schwinden lässt. Auf der Beschaffungsseite zeigen sich deutliche Spannungen zwischen China und Taiwan, die unter Umständen massive Auswirkungen auf die Beschaffung der westlichen Welt haben könnten. Zusätzliche Konflikte am Roten Meer führten zu Beginn des Jahres 2024 dazu, dass der Schiffsverkehr diese Region aus Sicherheitsgründen meiden musste und eine deutlich längere Route um das Kap der Guten Hoffnung wählte. Dies hat eine Erhöhung der Containerkosten und eine Verlängerung der Lieferzeiten um zwei bis drei Wochen zur Folge. Trotz der genannten Herausforderungen hat sich das Geschäft der Brilliant AG im Jahr 2024 positiv entwickelt, wenngleich das Ergebnis deutlich hinter den ursprünglich gesteckten Zielen zurückgeblieben ist. Innovation und Produktentwicklung Für die kommenden Jahre ist die weitere Optimierung der internen Prozesse vorgesehen. Im Wesentlichen sind dies Verwaltungs- und Logistikprozesse. Darüber hinaus ist ein umfassenderes Projekt für die Beschaffung geplant. Es ist vorgesehen, dass technische Komponenten und Bauteile in Europa gefertigt werden, um die Abhängigkeit von der Beschaffung aus Fernost zu reduzieren. Dieser Schritt würde gleichzeitig eine weitere Stufe der Wertschöpfungskette einbeziehen, auf die die Brilliant AG bisher keinen Zugriff hatte. Das Projekt ist mittelfristig ausgelegt und soll in einem ersten Schritt mit einem Teilsortiment beginnen. Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten in der Brilliant AG belief sich im Geschäftsjahr 2024 auf 194 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und lag damit auf dem Vorjahresniveau (im Vorjahr: 192 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter). Sowohl im gewerblichen Bereich (2024: 75; 2023: 72) als auch im Angestelltenbereich (2024: 116; 2023: 115) blieb die Anzahl der Arbeitnehmer im Vergleich zum Vorjahr konstant. Die Brilliant AG bildet derzeit fünf Auszubildende im kaufmännischen Bereich aus. Der demografische Wandel ist einer der Gründe, weshalb sich das Unternehmen auch in Krisenzeiten weiterhin intensiv dem Thema Ausbildung widmet. Neben einem proaktiven Umgang mit dem sich abzeichnenden zukünftigen Personalbedarf, ist es der Gesellschaft wichtig, ihrer sozialen Verantwortung in der Region gerecht zu werden. Der Vorstand dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im In- und Ausland für ihren hohen persönlichen Einsatz im Interesse der Gesellschaft. Risikobericht In Zeiten zunehmender Dynamik und sich rapide wandelnder Rahmenbedingungen ist ein effizientes Chancen- und Risikomanagement von entscheidender Bedeutung. Dieses muss mögliche Veränderungen des Umfeldes antizipieren und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, wurde bei der Brilliant AG ein Chancen- und Risikomanagement etabliert. Dieses stellt mögliche Risiken und Chancen in den Unternehmensbereichen Design/Konstruktion/Produktmanagement, Logistik, Einkauf, Vertrieb, Planung/Disposition, Export, Qualitätsmanagement, Personalbereich, EDV und Finanz- und Rechnungswesen detailliert dar. Das Ziel besteht darin, eine Prüfung der einzelnen Bereiche auf potenzielle Risiken und Chancen durchzuführen. Wird ein Risiko identifiziert, erfolgt eine entsprechende Dokumentation der möglichen Gegenmaßnahmen. Im Hinblick auf Chancen ist es von entscheidender Bedeutung, dass Unternehmen den größtmöglichen Nutzen aus sich bietenden Möglichkeiten ziehen. Aus den Abteilungen werden einzelne Risiken, die von den zuständigen Mitarbeitern identifiziert werden, zusammengetragen und in einem tabellarischen Bericht erfasst. Zusätzlich zu den Risiken sollen künftig auch monetäre Bewertungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten der Risiken dokumentiert werden. Die so gewonnenen Informationen werden anschließend in einem Bericht für den Vorstand, die Führungskräfte und den Aufsichtsrat aufbereitet und zusammengestellt. Damit wird sichergestellt, dass alle Entscheidungsträger über ein klares Bild der aktuellen Unternehmenssituation verfügen und diese bei ihren Entscheidungen angemessen berücksichtigen können. Die Wettbewerbsfähigkeit in der weiterhin stark fragmentierten Leuchtenbranche hängt maßgeblich von der Fähigkeit eines Unternehmens ab, zeitnah auf Veränderungen in den Bereichen Design und Technik zu reagieren. Dies ist insbesondere für die Brilliant AG von Bedeutung, da das Unternehmen verschiedene Märkte in Europa bedient, auf denen auch unterschiedliche Design-Präferenzen vorhanden sind. Es ist festzuhalten, dass der Erfolg einzelner Artikel auf den Märkten nicht garantiert werden kann. Zudem ist es unerlässlich, konjunkturelle Veränderungen sorgfältig zu beobachten, um bei Bedarf zeitnah reagieren zu können. Es ist von wesentlicher Bedeutung, darauf zu achten, keine Überbestände im Lager vorzuhalten. Bei zu geringen Beständen besteht die Gefahr, nicht liefern zu können und zu vertraglich vereinbarten Konventionalstrafzahlungen verpflichtet zu sein. Ein weiterer entscheidender Faktor für den Wettbewerbserfolg ist die kontinuierliche Verbesserung der Kostenstruktur. Ein weiterer Aspekt ist die kontinuierliche, kritische Evaluierung aller unternehmensinternen Prozesse. Die Flexibilisierung der Kosten, insbesondere durch die Vermeidung großer Fixkostenblöcke, spielt dabei eine entscheidende Rolle. Die aktuellen Marktprognosen zeigen Wachstumspotenziale und Geschäftschancen in den verschiedenen Märkten, in denen die Brilliant AG tätig ist. Diese sind jedoch mit Risiken verbunden, die sich aus den schwer vorhersehbaren Konjunktureffekten und dem intensiven Wettbewerb ergeben. Ein weiteres Risiko ist die Transparenz im Internet, da es immer schwieriger wird, sich von Marktbegleitern abzuheben. Ein Wettbewerbsvorteil durch innovative Produkte, die der Wettbewerb nicht vorhält, ist mittlerweile nur kurzfristig darstellbar. Durch die zunehmende Transparenz und Vergleichbarkeit der Verkaufspreise ist ein Druck auf die Verkaufspreise einzelner Artikel zu beobachten. Gleichzeitig bietet das Internet auch Chancen für internationales Wachstum, die bisher nur bedingt ausgeschöpft wurden. Bisher ist die Gesellschaft nur in Deutschland im E-Commerce tätig. Hier zeigt sich für die Zukunft ein weiteres potenzielles Wachstumssegment. Zu den zentralen Chancen und Risiken zählen die Auswirkungen, die sich aus der Steuerung und Weiterentwicklung der Produktangebote ergeben. Die Brilliant AG agiert in einem anspruchsvollen Marktumfeld und hat ihr Produktportfolio auf Design und Trends ausgerichtet. Die Entwicklung von zeitgemäßen Produktideen, die dem aktuellen Zeitgeist entsprechen, ist daher von entscheidender Bedeutung. Fehlerhafte Investitionen in Vertriebs- und Marketingkonzepte können signifikante negative Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns haben. Um diesen Risiken zu begegnen, setzen wir auf umfassende Markt- und Wettbewerbsanalysen sowie auf Investitionsentscheidungen, die auf dynamischen Investitionsrechnungen und Sensitivitätsanalysen basieren. Dennoch können wir das Risiko einer nicht angemessenen Umsatzentwicklung aufgrund zusätzlicher interner und externer Einflussfaktoren nicht gänzlich ausschließen. Insbesondere in Märkten mit geringem Wachstum und intensivem Wettbewerb sind kontinuierliche Investitionen unerlässlich, um die Wettbewerbsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Der Vorstand minimiert Produkt-, Umwelt- und Haftungsrisiken durch umfassende Qualitätssicherungsmaßnahmen sowohl direkt im Beschaffungsmarkt China als auch am Standort in Deutschland. Die entsprechenden Prozesse sind detailliert im Qualitätsmanagementhandbuch dokumentiert und unterliegen einer permanenten Überprüfung durch die Qualitätsbeauftragten. Zusätzlich werden die finanziellen Auswirkungen von Schäden durch den Abschluss entsprechender Versicherungspolicen reduziert. In Bezug auf die EU-Richtlinie über die Einführung, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (WEEE) sowie die EU-Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (RoHS) bezieht das Unternehmen ausschließlich Ware von Lieferanten, die sich verpflichten, die geltenden gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten. Im Wesentlichen werden bei der Brilliant AG Produkte aus Asien importiert. Hier ergeben sich Risiken in Bezug auf einzelne Lieferanten und auf die unterschiedlichen Währungen. Darüber hinaus wird die Beschaffung von den Schwankungen der Rohstoffpreise sowie von der zunehmenden Steigerung des Lohnniveaus in den Herstellerländern beeinflusst. Eine Analyse der Lieferantenstruktur zeigt eine ausgewogene Verteilung der Einkaufsvolumina auf die einzelnen Lieferanten. Die Bewertung der Lieferanten erfolgt auf Grundlage einer Lieferantenbeurteilung, die in der ISO-Zertifizierung verankert ist. Der Schwerpunkt des Audits liegt auf der Zuverlässigkeit in Bezug auf einzelne Lieferungen sowie auf die Einhaltung bestehender rechtlicher Verpflichtungen. Diese Verpflichtungen ergeben sich teilweise aus europäischen und teilweise aus nationalen Gesetzen, Erlassen und Bestimmungen. Ein weiteres zu berücksichtigendes Kriterium ist die aus der Geschäftsbeziehung entstehende Abhängigkeit zwischen der Brilliant AG und dem Lieferanten. In diesem Kontext wird besonderer Wert auf eine breite Risikodiversifizierung gelegt. Bitte beachten Sie, dass es sich bei der angefragten Information um eine solche handelt, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist.Um Währungsrisiken möglichst weitgehend abzufedern, werden unterjährig Teile des Devisenbedarfs mit Sicherungsinstrumenten der Hausbanken abgesichert. Die Brilliant AG setzt derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften ein, um das Wechselkursrisiko auf die Zahlungsströme zu minimieren. Durch diese Maßnahmen soll die Kalkulationsbasis möglichst stabil gehalten werden, um negative Effekte aus Währungen auf den Ertrag zu verhindern. Um Ausfallrisiken zu vermeiden, betreibt die Brilliant AG ein konsequentes Forderungsmanagement. Dies erfolgt durch die Festlegung individueller Kreditlimite für einzelne Debitoren. Die eingeräumten Limite entsprechen der Bonitätsauskunft über den jeweiligen Debitor, die bei der bestehenden Warenkreditversicherung regelmäßig abgefragt wird. Die Warenkreditversicherung bildet ebenfalls die Grundlage des bestehenden Factoring-Vertrages. Die Brilliant AG ist verpflichtet, sich an die nationalen Gesetze und Vorschriften der Länder, in denen sie tätig ist, zu halten. Rechtliche Risiken resultieren hauptsächlich aus Reklamations- und Garantieansprüchen sowie rechtlichen Auseinandersetzungen. In diesem Kontext kann das Unternehmen mit gerichtlichen und außergerichtlichen Ansprüchen konfrontiert werden. Derzeit sind keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die wirtschaftliche oder finanzielle Situation zu erwarten. Es wird davon ausgegangen, dass die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen keine signifikanten risikobezogenen Auswirkungen haben werden. Es liegen keine wesentlichen rechtlichen Auseinandersetzungen vor. Das übergeordnete Ziel dieser Maßnahmen ist es, die finanzielle Stabilität des Unternehmens sicherzustellen. Das Finanzmanagement des Unternehmens wird zentral für alle Gruppengesellschaften am Standort der Brilliant AG in Gnarrenburg durchgeführt. Der Finanzbedarf wird zunächst aus der Dreijahresplanung für die Gruppe abgeleitet. Zusätzlich erfolgt eine detaillierte Planung auf der Ebene einzelner Kalenderwochen. Mit den Hausbanken bestehen seit vielen Jahren unbefristete, besicherte und gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen jederzeit kündbare Betriebsmittel-Rahmenkredite. Diese Gegebenheit zeigt, dass ein bestandsgefährdendes Risiko besteht, da die Rahmenkredite gekündigt werden können. Eine Kündigung der Kreditlinien wird auf Grund der geplanten positiven Entwicklung für den Prognosezeitraum verbunden mit einem höheren positiven Cash Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit als nicht wahrscheinlich angesehen. Die erzielten Ergebnisse bis April 2025 liegen hinter dem Budget. Zudem hat die Brilliant AG hat in der zweiten Jahreshälfte 2024 mit der DAL Deutsche Anlagen Leasing GmbH & Co. KG in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Bremen AG Gespräche über eine langfristige Finanzierung aufgenommen. Diese Gespräche wurden im Februar 2025 notariell zum Abschluss gebracht. Ein Sale-and-Lease-Back des bebauten Betriebsgrundstücks in Höhe von 6,0 Mio. EUR mit einer festen Laufzeit von 15 Jahren ist Bestandteil der Vereinbarung. Durch diese Maßnahme wird die Liquiditätsreserve erhöht. Zudem soll hierdurch die Finanzierungsstruktur optimiert werden, so dass die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Finanzierungsrisikos für den Prognosezeitraum als gering einzustufen ist, was durch die positive Geschäftsentwicklung bestätigt wird. Die bestehenden Betriebsmittelrahmenkredite bleiben von dieser Änderung unberührt. Sie sind durch Sicherungsübereignungen von Vermögenswerten und eine Garantieerklärung der Mehrheitsgesellschafterin, der NLC Group of Companies Limited mit Sitz in Poole, Großbritannien (Kurzform: NLC), in Teilen abgesichert. Die oben beschriebenen Risiken können in unterschiedlicher Ausprägung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens einwirken. Der Vorstand und die Geschäftsleitung beobachten diese Risiken mithilfe eines detaillierten Controllingsystems und in Verbindung mit dem oben beschriebenen Risiko-Reporting. Als bedeutsamste Risiken werden dabei eine mögliche Abhängigkeit großer Kunden, Lieferengpässe aus Fernost sowie die Versorgung mit ausreichender Liquidität betrachtet. Das Berichtswesen umfasst quantitative und qualitative Größen und dient dem Vorstand als Informationssystem, das bei Entscheidungen unterstützend wirkt. Bei allen aufgezeigten Risiken bestehen auch umfangreiche Chancen für die Gesellschaft. Diese ergeben sich im Wesentlichen aus der langjährigen Marktkenntnis, der Wahrnehmung als zuverlässiger Partner des Handels, des Angebotes von attraktiven und innovativen Produkten und der engen Zusammenarbeit im Brilliant- und NLC-Konzern im internationalen Umfeld. Vergütungsystem Der Aufsichtsrat hat dem Aufsichtsratsvorsitzenden die Befugnis erteilt, die Verträge mit den Vorstandsmitgliedern zu verhandeln sowie die Vergütung des Vorstands zu überprüfen und festzusetzen. Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats erfolgt in Übereinstimmung mit der Satzung der Brilliant AG, zuzüglich der anfallenden Spesen und Reisekosten. In Bezug auf die Offenlegung der Bezüge der Vorstandsmitglieder wurde im Einklang mit § 286 Abs. 4 HGB auf eine detaillierte Berichterstattung verzichtet. Erklärung gemäß §312 Abs. 3 AktG Der Vorstand hat einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG aufgestellt. Der Bericht schließt mit folgender Erklärung: "Die Brilliant AG hat bei jedem der in dem Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Geschäft vorgenommen wurde, eine angemessene Gegenleistung erhalten. Auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens wurden im Berichtszeitraum keine Maßnahmen getroffen oder unterlassen." Ausblick Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) prognostiziert für Deutschland eine Stagnation des Bruttoinlandsprodukts für das Jahr 2025. Für Frankreich wird ein Wachstum von 0,5 % und für den gesamten Euroraum von 0,8 % erwartet. (KfW-Konjunkturkompasses vom Mai 2025) Vor dem Hintergrund der aktuell gedämpften Konjunkturdynamik bleiben die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch im laufenden Jahr anspruchsvoll. Für die Brilliant AG liegt der Fokus nach wie vor auf dem Ausbau ertragreicher Geschäfte. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der konsequenten Fortsetzung der Sortimentsarbeit mit dem Fokus auf Artikel, die sich schnell verkaufen, um die Lieferfähigkeit und den Umsatz zu sichern. Angesichts der Herausforderungen in den Lieferketten und der angespannten Beziehung zwischen China und Taiwan wird derzeit an einem Projekt gearbeitet, das die Fertigung einzelner Artikel zurück nach Europa verlagert. Dies ist nicht nur ein überzeugendes Verkaufsargument, sondern hat auch Vorteile in Bezug auf das Währungsrisiko, die Bestelllaufzeiten und die Transportkosten. Für die erfolgreiche Umsetzung dieses Projekts ist ein hohes Maß an Automatisierung in der Fertigung erforderlich. Dies erfordert eine hohe Standardisierung einzelner Baugruppen. Die Brilliant-Gruppe verpflichtet sich zu umweltfreundlichen Praktiken, von der Herstellung bis zum Versand, um den CO2 -Fußabdruck zu reduzieren. Die Umweltpolitik des Unternehmens legt den Schwerpunkt auf die regelmäßige Messung und Bewertung des Ressourcenverbrauchs und der Emissionen, um kontinuierliche Verbesserungen zu ermöglichen. Um die Bestrebungen in diesem Bereich umfassend und vollständig dokumentieren zu können und gleichzeitig an der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Ziele zu arbeiten, wurde ein IT-System zur Umsetzung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) eingeführt. Es unterstützt alle Unternehmensbereiche bei der Erhebung aller erforderlichen Informationen, der Identifizierung von Entwicklungspotenzialen und der kontinuierlichen Verbesserung durch gezielte, systematische Maßnahmen. Konkret umfasst dies die Berichterstattung über die Nachhaltigkeitsziele der Brilliant AG, die Verantwortung von Vorstand und Aufsichtsrat, die wesentlichen nachteiligen Auswirkungen des Unternehmens sowie die noch nicht bilanzierten immateriellen Ressourcen. Trotz der unsicheren Verbrauchernachfrage sieht der Vorstand den Ausblick für 2025 positiv. Die Brilliant AG hat Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung eingeleitet und erwartet einen Umsatz von TEUR 65.008 sowie eine Rohertragsmarge auf Vorjahresniveau. Der geplante Jahresüberschuss von TEUR 1.735 ist jedoch von der Stabilität der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig.
Gnarrenburg, 20. Juni 2025 gez. Michael Last gez. Gunther Bonnes BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 20241. Allgemeine Angaben Die Brilliant Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in Gnarrenburg. Die Eintragung im Handelsregister beim Amtsgericht Tostedt erfolgt unter der Nummer HRB 100776.Der Jahresabschluss der Brilliant AG wurde gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. Zusätzlich wurden die Vorschriften des Aktiengesetzes berücksichtigt. Vermerke, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang anzubringen sind, werden weitestgehend im Anhang aufgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung der AG wurde gemäß der Gliederung des Umsatzkostenverfahrens nach § 275 Abs. 3 HGB erstellt. Konzernzugehörigkeit Zum 31. Dezember 2024 hielt die NLC Group of Companies Limited, Poole, UK (kurz: NLC), eine Mehrheitsbeteiligung an der Gesellschaft. Gemäß der Mitteilung nach § 33 Abs. 1 WpHG (Wertpapierhandelsgesetz) ist die NLC seit dem 24. September 2004 Hauptaktionär der Brilliant AG. Zum 31. Dezember 2024 hält sie über 75,0 % der Stimmrechtsanteile. Die Brilliant AG hat zum 31. Dezember 2024 einen Konzernabschluss aufgestellt, in den sämtliche Tochtergesellschaften einbezogen sind (kleinster Kreis von Unternehmen). Der Konzernabschluss der Brilliant AG wird im Unternehmensregister offengelegt. Die Konzernobergesellschaft NLC erstellt einen Konzernabschluss, in den die Brilliant AG einschließlich ihrer Tochtergesellschaften einbezogen wird (größter Kreis von Unternehmen). Der Konzernabschluss wird beim Handelsregister des Companies House in Cardiff, Großbritannien, unter der Registernummer 02986906 eingereicht. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Grundsätzen der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Weitere Angaben dazu finden Sie unter "3. Einzelangaben zur Bilanz" im Unterabschnitt "Verbindlichkeiten". Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgeblich. Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgte zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen. Die Abschreibungen werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer ermittelt. Für geringwertige Vermögensgegenstände kommen Vereinfachungsregeln zur Anwendung. Der Wertansatz der Finanzanlagen erfolgt zu den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert, sofern eine voraussichtlich dauernde Wertminderung im Sinne des § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB gegeben ist. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden mit Anschaffungs- und Nebenkosten ausgewiesen. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten für die in Fremdwährung fakturierten Bestände werden die aktuellen Tageskurse zum Stichtag Wareneingang herangezogen. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Im Vorratsvermögen sind alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. In allen Fällen wurde eine verlustfreie Bewertung vorgenommen. Dies bedeutet, dass die voraussichtlichen Verkaufspreise um Abschläge für noch anfallende Kosten reduziert wurden. Die Forderungen und Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit den Nominalwerten angesetzt. Gemäß § 256a HGB werden Währungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Im Rahmen der Risikomanagement-Strategie werden erkennbare Risiken im Forderungsbestand durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Darüber hinausgehende Risiken sind durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt. Alle übrigen Aktiva sind zum Nennwert angesetzt. Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Das Grundkapital ist mit dem Nominalwert in der Bilanz ausgewiesen. Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken und unsicheren Verbindlichkeiten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen. 3. Einzelangaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel auf Seite 3 zu entnehmen. Anschaffungs- und Herrstellungskosten
Kumulierte Abschreibungen
Buchwerte
Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände umfassen im Wesentlichen Investitionen in das ERP-System und die Online-Plattformen. Die planmäßige Abschreibung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren. Sachanlagenvermögen Die Zugänge zum Sachanlagevermögen betreffen überwiegend Ersatzinvestitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Abschreibungsdauern der Sachanlagen stellen sich wie folgt dar:
Finanzanlagen Unter den Finanzanlagen werden die Anteile an Tochtergesellschaften ausgewiesen. Die Brilliant AG hält jeweils 100,0 % der Anteile. Bitte entnehmen Sie weitere Details der Aufstellung des Anteilsbesitzes, die dem Anhang als Anlage beigefügt ist. Umlaufvermögen Vorräte Seit dem Kalenderjahr 2022 erfolgt die Vorratsbewertung unter Verwendung eines Standardtools aus dem bestehenden ERP-System. Die Bewertung erfolgt zum rollierenden Durchschnittspreis, der dann wiederum die Ausgangsgröße für die Bewertungsroutinen im Zuge des Niederstwertabgleiches ist. Geleistete Anzahlungen auf Bestellungen werden unter den Vorräten ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Ein Großteil der Warenforderungen (31.12.2024: TEUR 11.355; Vorjahr: TEUR 12.533) wird zur Optimierung des Working Capital unmittelbar nach deren Entstehen auf der Basis eines Factoring-Vertrages an einen Vertragspartner verkauft. Hierdurch werden die Cashflows aus den Warenverkäufen früher realisiert, während die Factoringgebühren in die Gewinnermittlung einfließen. Ansprüche gegen den Factor aus dem Verkauf der Forderungen werden unter Berücksichtigung von noch an die Kunden zu erteilende Konditionsgutschriften unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Sie beliefen sich zum 31. Dezember 2024 auf TEUR 3.432 (Vorjahr: TEUR 5.175). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren überwiegend aus Lieferungen und der Abrechnung von konzerninternen Dienstleistungen (31.12.2024: TEUR 3.327; Vorjahr: TEUR 3.193). Die Forderungen gegen Unternehmen der NLC Group of Companies betrugen per 31. Dezember 2024 TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.411). Davon haben im Vorjahr TEUR 675 eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Grundkapital Das Grundkapital der Brilliant AG beläuft sich auf 9.205.200,00 Euro und ist in 360.000 Aktien aufgeteilt. Gemäß den Berechnungen beträgt der rechnerische Anteil pro Stückaktie am Grundkapital 25,57 Euro. Der Anspruch des Aktionärs auf Verbriefung seines Anteils ist ausgeschlossen. Zum Stichtag waren sämtliche Aktien im Freiverkehrssegment Mittelstandsbörse Deutschland der Börse Hamburg zum Handel zugelassen. Am 31. Dezember 2024 hielt die NLC Group of Companies Limited eine Mehrheitsbeteiligung an der Gesellschaft. Gemäß der Mitteilung nach § 33 Abs. 1 WpHG (Wertpapierhandelsgesetz) ist die NLC seit dem 24. September 2004 Hauptaktionär der Brilliant AG. Zum 31. Dezember 2024 hält sie über 75,0 % der Stimmrechtsanteile. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage wurde aus der Einstellung des Agios gebildet, das anlässlich der Kapitalerhöhungen in den Jahren 1985, 1989, 1996 und 1997 zu leisten war. Bilanzverlust Der Bilanzverlust beinhaltet einen Verlustvortrag von TEUR 15.969. Des Weiteren wird auf den Ergebnisverwendungsvorschlag verwiesen. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Vertriebsbereich (Werbekostenzuschüsse, Boni, Garantieverpflichtungen) in Höhe von insgesamt TEUR 997 (im Vorjahr TEUR 1.342) sowie für den Personal- und Sozialbereich (Urlaub, Gleitzeit; Tantiemen, Abfindungen) in Höhe von TEUR 450 (im Vorjahr TEUR 497). Auf alle übrigen sonstigen Rückstellungen entfallen TEUR 366 (im Vorjahr TEUR 778). Der Rückgang bei den Rückstellungen für den Vertriebsbereich ist auf die zwischenzeitliche Erledigung von Altfällen sowie auf die aktualisierten vertraglichen Vereinbarungen mit Kunden zurückzuführen. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 8.566 (im Vorjahr TEUR 7.689) resultieren im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber der NLC, darunter Darlehen in Höhe von TEUR 3.600. Für diese Darlehen besteht auch ohne explizite vertragliche Regelung der Laufzeit derzeit keine Veranlassung davon auszugehen, dass sie innerhalb eines Jahres zurückgezahlt werden. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.651 (im Vorjahr TEUR 3.858) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind neben der Sicherungsübereignung des Warenlagers sowie der Abtretung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Garantien der NLC in Höhe von TEUR 4.700 besichert. Mit den Hausbanken bestehen seit vielen Jahren unbefristete, besicherte und gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen jederzeit kündbare Betriebsmittel-Rahmenkredite. Diese Gegebenheit zeigt, dass ein bestandsgefährdendes Risiko besteht, da die Rahmenkredite gekündigt werden können. Für weitere Ausführungen wird auf den Risikobericht im Lagebericht verwiesen. Die Brilliant AG hat in der zweiten Jahreshälfte 2024 mit der DAL Deutsche Anlagen Leasing GmbH & Co. KG in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Bremen AG Gespräche über eine langfristige Finanzierung aufgenommen. Diese Gespräche wurden im Februar 2025 notariell zum Abschluss gebracht. Ein Sale-and-Lease-Back des Betriebsgrundstücks in Höhe von 6,0 Mio. EUR mit einer festen Laufzeit von 15 Jahren ist Bestandteil der Vereinbarung. Haftungsverhältnisse Wir haben zugunsten einer Tochtergesellschaft eine Einstandspflicht im Sinne des § 264 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB erklärt. Die bis zum Bilanzstichtag eingegangenen Verpflichtungen gegenüber Dritten belaufen sich auf TEUR 219 (im Vorjahr auf TEUR 125). Nach unseren Erkenntnissen sind die betreffenden Gesellschaften in der Lage, die bestehenden Verpflichtungen zu erfüllen. Nach aktuellem Stand ist nicht mit einer Inanspruchnahme zu rechnen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Am 31. Dezember 2024 bestanden Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 425 (im Vorjahr waren es TEUR 453), die in den Jahren 2025 bis 2028 fällig werden. In den Geschäftsjahren 2005 und 2006 wurden zwischen der Brilliant AG und der NLC Vereinbarungen getroffen. In diesen hat die NLC jeweils einen bedingten Verzicht für einen Teil ihrer Forderungen gegen die Brilliant AG ausgesprochen (TEUR 1.300 in 2006 und TEUR 2.500 in 2005). Gemäß den aktuellen vertraglichen Vereinbarungen mit dem Stand von Februar 2017 werden die Forderungen erst wieder aufleben, wenn das Eigenkapital der Brilliant AG 16.200 TEUR beträgt (nach Aufleben der Verbindlichkeit von 3.800 TEUR). Derivative Finanzinstrumente Die Brilliant AG hat zur Absicherung des Währungsrisikos aus Wareneinkäufen, die in US-Dollar zu bezahlen sind, Devisentermingeschäfte auf Basis US-Dollar (USD) abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag wurde folgendes Fremdwährungsvolumen in Form von Devisentermin-Geschäften gehalten:
Der beizulegende Zeitwert der Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2024, beläuft sich auf TEUR 185 (Vorjahr: TEUR 0) beläuft. Die Bewertung erfolgt nach der Mark-to-market-Methode. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden folgende Geschäfte mit verbundenen Unternehmen und nahestehenden Personen getätigt:
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, wurden im Jahr 2024 nicht zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. 4. Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Im Materialaufwand sind Kursgewinne in Höhe von TEUR 308 (Vorjahr: TEUR 831) und Kursverluste in Höhe von TEUR 398 (Vorjahr TEUR 248) enthalten.
Im Berichtsjahr wurden innerhalb der Organisation Personalmaßnahmen umgesetzt, die im Rahmen von Freistellungs- bzw. Abfindungsvereinbarungen zu einem Aufwand von TEUR 9 führten.Der Ausweis erfolgt innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung in den Verwaltungskosten. Neutrale Erträge und Aufwendungen Die nachfolgende Übersicht präsentiert eine detaillierte Aufstellung der wesentlichen periodenfremden bzw. neutralen Aufwendungen und Erträge, die in den einzelnen Posten enthalten sind.
5. Sonstige Angaben Personalbestand Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten entwickelte sich wie folgt:
Ergänzende Angaben ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresüberschuss des Geschäftsjahres wird mit dem bestehenden Bilanzverlust verrechnet und der Bilanzverlust zum 31. Dezember 2024 in Höhe von TEUR 15.969 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Bezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrats Auf die Berichtserstattung über die Vorstandsbezüge ist unter Berücksichtigung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet worden. Die Bezüge und Kostenerstattungen des Aufsichtsrats betragen für das Berichtsjahr TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 35). Angaben über eigene Aktien gemäß §160 Abs. 1 Nr. 2 AktG Im Berichtszeitraum und im Vorjahr wurden von der Brilliant AG keine eigenen Aktien gehalten oder erworben. Angaben des Honorars für den Abschlussprüfer gemäß § 285 Nr. 17 HGB Das im Geschäftsjahr erfasste Honorar belief sich für die Abschlussprüfung (Einzel- und Konzernabschluss) auf TEUR 150. Für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen wurde ein Honorar in Höhe von TEUR 5 erbracht, für Steuerberatungsleistungen ein Honorar in Höhe von TEUR 8 und für sonstige Leistungen ein Honorar in Höhe von TEUR 4. Organe der Brilliant AG Mitglieder des Aufsichtsrats Dr. Torsten Köhne, Aufsichtsratsvorsitzender Privatier- Mitglied des Aufsichtsrats der SIKORA AG in Bremen - Meyer Maslo, stellvertretender Vorsitzender Director The National Lighting Company Ltd.London, Großbritannien- keine weiteren Mandate - Irwin Leo Weiler Director Oakriver Limited/ The National Lighting Company Ltd.London, Großbritannien- keine weiteren Mandate - Als Arbeitnehmervertreter: Adrianus Schijven Kaufmännischer Angestellter im Bereich Verkaufsförderung der Brilliant AG, Gnarrenburg- keine weiteren Mandate - Ingo Bollmeyer Kaufmännischer Angestellter im Bereich Qualitätssicherung der Brilliant AG, Gnarrenburg- keine weiteren Mandate - Mitglieder des Vorstandes Michael Last Director Poole Lighting Limited/The National Lighting Company Ltd.Portsmouth/Großbritannienmit Zuständigkeit für die Koordination übergeordneter Themen innerhalb der Gruppe Gunther Bonnes Cuxhaven mit Zuständigkeit für Finanzen, Vertrieb, Produktmanagement, Design, Einkaufund Logistik Nachtragsbericht Die Brilliant AG hat in der zweiten Jahreshälfte 2024 mit der DAL Deutsche Anlagen Leasing GmbH & Co. KG in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Bremen AG Gespräche über eine langfristige Finanzierung aufgenommen. Diese Gespräche wurden im Februar 2025 notariell zum Abschluss gebracht. Ein Sale-and-Lease-Back in Höhe von 6,0 Mio. EUR mit einer festen Laufzeit von 15 Jahren ist Bestandteil der Vereinbarung. Nach Ende des Geschäftsjahres sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die in der Gewinn- und Verlustrechnung oder in der Bilanz hätten berücksichtigt werden müssen.
Gnarrenburg, 20. Juni 2025 Der Vorstand gez. Michael Last gez. Gunther Bonnes Anlage zum Anhang Aufstellung des Anteilsbesitzes
Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2024 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zugewiesenen Aufgaben sorgfältig wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung und der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens beraten und seine Tätigkeit kontinuierlich überwacht. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat während der Aufsichtsratssitzungen umfassend und detailliert schriftlich und mündlich über die Entwicklung und Lage des Unternehmens. Zwischen den Aufsichtsratssitzungen gab es ebenfalls einen regelmäßigen Austausch von Informationen. Soweit für Entscheidungen oder Maßnahmen der Geschäftsführung aufgrund Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung eine Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, prüften die Mitglieder des Aufsichtsrats die Beschlussvorlagen vor Beschlussfassung intensiv und diskutierten die Beschlussgegenstände ausführlich. Strategische und andere wesentliche Entscheidungen wurden mit dem Aufsichtsrat vor Durchführung hinreichend diskutiert und dessen Empfehlungen regelmäßig berücksichtigt. Es wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr fünf Aufsichtsratssitzungen durchgeführt. Die Sitzungen fanden am 31. Januar, 22. Mai, 05. Juni, 07. August und 05. Dezember 2024 statt. Es wurde ein Finanzausschuss gebildet, der Empfehlungen für den Aufsichtsrat erarbeitete und in Vorbereitung der Aufsichtsratssitzung Themen mit nicht unerheblichen finanziellen, insbesondere liquiditätsmäßigen Auswirkungen diskutierte. In seiner Sitzung im Juni 2025 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit der Prüfung des Jahresabschlusses 2024. Feste Tagungsordnungspunkte der abgehaltenen Sitzungen waren die ausführliche Beratung zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung, die Finanzlage des Unternehmens, die Entwicklung des Lagerbestands und der Logistikkosten, Divisenkurssicherungsgeschäfte, die wesentlichen Beteiligungen des Unternehmens und die Risikolage. Für das Geschäftsjahr 2024 sind der Jahresabschluss der Brilliant AG, der Konzernjahresabschluss, die Buchführung und die Lageberichte durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bremen, geprüft und in Übereinstimmung mit Gesetz und Satzung befunden worden. Der Abschlussprüfer hat jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzaufsichtsratssitzung am 24. Juni 2025 zugestellt. Die Abschlussprüfer haben an dieser Sitzung teilgenommen, die Unterlagen umfassend erörtert und Fragen des Aufsichtsrats beantwortet. Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis zustimmend Kenntnis genommen. Er hat seinerseits sowohl den Jahresabschluss und den Lagebericht der Brilliant AG als auch den Konzernjahresabschluss und den Konzernlagebericht geprüft. Einwendungen haben sich dabei nicht ergeben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Brilliant AG und den Konzernjahresabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der Brilliant AG gemäß § 172 AktG festgestellt. Dem Aufsichtsrat haben der Bericht des Vorstands über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers darüber vorgelegen. Der Abschlussprüfer hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen den Bericht des Vorstands erhoben und den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nichtunangemessen hoch war." Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands ebenfalls geprüft und auf der Bilanzaufsichtsratssitzung am 24. Juni 2025 erörtert. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen den Bericht und die im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen enthaltene Schlusserklärung des Vorstands. Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Vorständen sowie den Arbeitnehmervertretern für ihr Engagement und die geleistete Arbeit im Geschäftsjahr 2024. Unser Dank gilt ebenfalls unseren Handelspartnern sowie Aktionären für das entgegengebrachte Vertrauen und ihre Unterstützung.
Gnarrenburg, im Juni 2025 Der Aufsichtsrat Dr. Torsten Köhne, Aufsichtsratsvorsitzender Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Brilliant AG, Gnarrenburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Brilliant AG, Gnarrenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Brilliant AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Einzelangaben zur Bilanz bezüglich der Verbindlichkeiten im Anhang sowie die Angaben im Abschnitt „Risikobericht“ des Lageberichts, in denen der Vorstand beschreibt, dass mit den Hausbanken unbefristete, besicherte und gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen jederzeit kündbare Betriebsmittel-Rahmenkredite bestehen. Der Vorstand beschreibt weiter, dass der Betriebsmittelrahmenkredit durch Sicherungsübereignungen von Vermögenswerten und einer Garantieerklärung der Mehrheitsgesellschafterin NLC Group of Companies Limited, Poole, UK, in Teilen abgesichert ist. Wie in den Einzelangaben zur Bilanz bezüglich der Verbindlichkeiten im Anhang und Abschnitt „Risikobericht“ des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung des Vorstandes und des Aufsichtrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lagebrichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, den 24. Juni 2025 KPMG AG Schadeck, Wirtschaftsprüfer Meyer, Wirtschaftsprüfer |
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