Cash.Medien AGHamburgZwischenmitteilung nach § 37x WpHGfür das erste Halbjahr 20131. Rahmendaten der Cash-GruppeDie Cash.Medien AG ist die Muttergesellschaft der Cash.Print GmbH (Cash.Print) und der Deutsches Finanzdienstleistungs-Institut GmbH (DFI) und hält jeweils sämtliche Geschäftsanteile. Mit der Cash.Print GmbH besteht ein Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag. Zu den diesbezüglich kürzlich erfolgten Umstrukturierungsmaßnahmen vgl. 6.. Alle Gesellschaften haben ihren Sitz in Hamburg. Die Unternehmen der Cash.-Gruppe beschäftigen sich mit dem Markt der langfristigen Kapitalanlage: Lebensversicherungen, Investmentfonds, Immobilien, geschlossene Fonds und verwandte Themen. Kernzielgruppe sind neben den Entscheidern auf Ebene der Produktanbieter vor allem Finanzdienstleister: Berater, Makler, Verkäufer, Vertriebe. Vertriebsspezifische Themen stellen daher den Schwerpunkt dar und bilden die Klammer um das redaktionelle Informationsangebot. Die Erlöse speisen sich weit überwiegend aus Werbeaufwendungen der Produktanbieter. 2. Wirtschaftliches Umfeld der Cash.GruppeEin nennenswertes Wirtschaftswachstum ist für das laufende Jahr kaum zu erwarten. Daher ist es nicht überraschend, dass auch die Branche der Finanzdienstleistungen ganz überwiegend zumindest keine größeren positiven Impulse erwartet. Die wichtigste Kundengruppe für die Cash.-Unternehmen sind die Versicherungen. Das Anzeigengeschäft mit dieser Branche hat sich in den ersten Monaten 2013 recht positiv entwickelt. Die Versicherungsgesellschaften selbst erwarten nicht, dass die anhaltende Niedrigzinsphase die klassische Kapitallebensversicherung gänzlich unattraktiv werden lässt - trotz aller Schwierigkeiten, die garantierten Zinsen tatsächlich zu erwirtschaften. Den Spekulationen, dass die Garantien in der Lebensversicherung langfristig nicht mehr zu erfüllen seien, trat der Branchenverband GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft) erst jüngst entgegen. Auch für 2013 rechnet der Verband mit einem Beitragsplus auf Höhe des Niveaus von 2012, also etwa zwei Prozent. Die Investmentgesellschaften haben in den ersten drei Monaten 2013 ein Netto-Mittelaufkommen von fast 39 Milliarden Euro erzielt. Das ist weniger als im vierten Quartal 2012, daher sollte noch nicht von einer Trendwende gesprochen werden, allerdings handelt es sich um den besten Jahresauftakt seit 2007. Einen neuerlichen Tiefpunkt verzeichnen die Anbieter geschlossener Fonds. Der Branchenverband VGF (Verband Geschlossene Fonds) zeigt in seinen jüngst veröffentlichten Platzierungszahlen für die ersten drei Monate des Jahres 2013 das schwächste Quartalsergebnis seit Einführung der VGF-Quartalszahlen im Jahr 2009. Das ausgewiesene Platzierungsvolumen von knapp 460 Millionen Euro bedeutet sowohl gegenüber dem Vorquartal (4/2012) als auch gegenüber dem ersten Quartal 2012 einen Rückgang um rund die Hälfte. Wichtigster Grund neben der allgemein schwierigen Marktlage ist das in Kürze anstehende Inkrafttreten gesetzlicher Neuregelungen (vgl. 3.). Der Wohnimmobilienmarkt in Deutschland hat auch im ersten Quartal 2013 seine stabile Entwicklung der jüngeren Vergangenheit fortgesetzt, so das Ergebnis einer jüngst veröffentlichten Umfrage eines großen Maklerunternehmens. Mit einem Einbruch wird nicht gerechnet, da das Interesse an Immobilieninvestitionen als sichere Anlage unverändert hoch sei. 3. ErtragslageDer Vorstand hatte für 2013 eine Planung vorgelegt, die sich in Umsatz und Ergebnis am Jahr 2012 orientierte. Per saldo ist die Cash.Gruppe erfreulich in das laufende Geschäftsjahr gestartet. Das Anzeigengeschäft hat sich positiv entwickelt und liegt über Plan und Vorjahr. Während in den vergangenen beiden Jahren die Akquisition klassischer Formatanzeigen eher schwierig war und lediglich durch das erfolgreiche Sonderformat Cash.-Extra zum Teil ausgeglichen werden konnte, zeigt sich im laufenden Jahr in beiden Bereichen eine erfreuliche Tendenz. Einen guten Start hatten auch die Umsätze des Online-Auftritts www.cash-online.de und des E-Mail-Newsletters Cash.-OnVista-Newsletter. Cash.-TV und DFI sind auf geringem Niveau stabil. Nicht an das seinerseits schon schwache Vorjahr anknüpfen konnte dagegen die G.U.B.. Das Geschäft verläuft außerordentlich zäh, gewiss auch ein Folge des anstehenden Inkrafttretens umfangreicher administrativer Neuregelungen zum 22. Juli 2013. Ab diesem Stichtag werden die geschlossenen Fonds als „Alternative Investments“ einer deutlich stärkeren Regulierung und Aufsicht durch die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) unterworfen und rücken in dieser Hinsicht näher an die offenen Investmentfonds heran. Erst seit Ende April wissen die Anbieter geschlossener Fonds genauer, wie Übergangs- und Bestandsschutzregeln nach dem 22. Juli 2013 aussehen werden. Einige Marktteilnehmer hatten für geschlossene Beteiligungen bisherigen Zuschnitts eine Art Halbjahres-Endgeschäft auf diesen Stichtag hin erwartet oder erhofft, davon ist bislang jedoch nichts zu spüren (siehe auch 2.). Die G.U.B hat Anfang des Jahres mit dem ’Fonds-Profil’ eine Produkterweiterung vorgenommen. Die Module Benchmarking, Plausibilitätsprüfung und Risikoklassifizierung werden einzeln oder im Paket angeboten. Der Start war erfreulich, erste Umsätze wurden bereits realisiert. Ebenfalls wird mit der Premiumpartnerschaft ein ’Online-Abo’ angeboten, das Nutzern verschiedene Features bietet, die nicht öffentlich zugänglich sind. Mit diesen Maßnahmen können bislang aber die fehlenden Kernumsätze nicht ausgeglichen werden. Daher ist für die G.U.B. ein Unterschreiten des Plans und sogar ein Defizit zu erwarten. Insgesamt liegen per Ende April sowohl Umsatz als auch Ergebnis der Gruppe etwas über den Werten des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Eine Erwartung, dass es zu einem insgesamt überplanmäßigen Verlauf des Gesamtjahres kommen wird, kann daraus jedoch noch nicht mit Sicherheit abgeleitet werden. 4. LiquiditätslageDer positiven Geschäftsentwicklung folgend konnte auch der Abtrag an Altverbindlichkeiten in den ersten Monaten des Jahres 2013 unvermindert fortgesetzt werden. Jüngst ist eine weitere solche Verpflichtung abschließend bedient worden. Da die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen inzwischen Normalmaß erreicht haben, wird der Abtrag aus dem operativen Cash Flow 2013 im Wesentlichen Darlehen und darlehensähnliche Verpflichtungen betreffen. Dennoch bestand auch in 2013 noch Bedarf an Prolongationen. Auch (mindestens) noch im kommenden Jahr wird entsprechende Notwendigkeit bestehen. Daher muss die Liquiditätslage trotz der neuerlichen Stabilisierung weiterhin als angespannt und als existenzgefährdendes Risiko bezeichnet werden. Einen Anlass, an fortgesetzter Prolongationsbereitschaft zu zweifeln, sieht der Vorstand jedoch nicht. Bankschulden bestehen nach wie vor nicht. 5. Längerfristige AussichtenOb die derzeit per saldo positive Geschäftsentwicklung die lange erwartete Trendwende markiert, ist offen. In 2011 etwa war auf ein unerwartet gutes erstes Halbjahr ebenso unvermittelt ein schwaches zweites gefolgt. Die anstehende komplette Neuregelung des Geschäfts mit geschlossenen Fonds ab 22. Juli 2013 beurteilt der Vorstand grundsätzlich positiv, weil sie die Professionalisierung der Branche fortsetzt. Dennoch ist zunächst Zurückhaltung bei der Neuemission von Beteiligungen zu erwarten. Auch die bereits seit längerem in Gange befindliche stärkere Regulierung der Finanzdienstleistungsbranche liegt im Interesse nicht nur der Branche, sondern auch der Cash.-Unternehmen, da der Qualifizierungsdruck - wie bereits mehrfach berichtet - den Bedarf an hochwertigen Fachinformationen steigert, wie sie die Cash.-Gruppe bietet. Das vor knapp einem Monat vom Bundestag verabschiedete Gesetz zur Honoraranlageberatung wird sowohl vom Berufsverband als auch von Verbraucherschützern als unzureichend kritisiert, vor allem, weil die Honorarberatung darin nicht ausreichend deutlich von der provisionsbasierten Beratung abgegrenzt sei und intransparente Mischungen möglich seien. Ob eine Nachbesserung erfolgt, bleibt abzuwarten. Ansonsten gibt es hinsichtlich der eher längerfristigen Themen keine nennenswerten Aktualisierungen gegenüber dem Geschäftsbericht 2012 zu berichten. An seiner grundsätzlich positiven Einschätzung für die Zukunftsperspektiven der Gruppe hält der Vorstand fest. 6. Weitere bedeutende EreignisseDer Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrates die Cash.-TV Filmproduktions GmbH auf die Cash.Print GmbH und die G.U.B. mbH auf die DFI GmbH verschmolzen. Hintergründe und Auswirkungen: Die bereits vor Jahren eingeleitete Straffung und effiziente Ausrichtung der Cash.-Gruppe auf interne und Marktgegebenheiten soll mit diesem Schritt weiter vorangetrieben werden. Organisatorisch passen die nun neu gebildeten Einheiten gut zueinander: Die Cash.-TV-Aktivitäten bewegen sich von reinen Filmproduktionen immer mehr hin zu digital nutzbaren, die Online-Auftritte stärkenden, Produkten wie z. B. die Messe-Interviewreihe. G.U.B. und DFI haben durch ihre Analysetätigkeit im Segment der geschlossenen Fonds eine organisatorische Beziehung zueinander. Die Marken Cash.-TV und G.U.B.-Analyse werden jedoch unverändert weiter genutzt. Auch am Zuschnitt der Segmente nach IFRS ändert sich durch eine Verschmelzung nichts. Gleichwohl rücken DFI und G.U.B. - nicht zuletzt aufgrund des durch die Verschmelzung endenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages der Cash.Medien AG mit der G.U.B. - im Rahmen des in einer kleinen Unternehmensstruktur Machbaren etwas weiter vom Rest der Gruppe ab. Dies ist vor dem Hintergrund der inzwischen strengeren Anforderungen für Analyse-Gesellschaften auch durchaus erwünscht. Der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag der Cash.Medien AG mit der Cash.Print GmbH bleibt bestehen. Neu seit Januar 2013 ist das Internet-Stellenanzeigenangebot Finanz.Jobs auf Cash.-Online. Entgegen den üblichen Gepflogenheiten stark differenzierter Preise für unterschiedliche Formate und Belegungsdauern und können bei Finanz.Jobs die Firmen gegen eine Flatrate ein Jahr lang ganz nach Wunsch Anzeigen einstellen. Das Angebot wird gut angenommen, stärkt die Umsatzerlöse und trägt zu einer Verbesserung der Leistungswerte von www.cash-online.de bei.
Hamburg, 21. Mai 2013 Der Vorstand Ulrich Faust |