![]() HCI Hammonia Shipping AGHamburgGeschäftsbericht 2011ECKDATENSchiffsportfolioscroll
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KurzportraitHCI HAMMONIA SHIPPING AGDas Unternehmenskonzept der HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist auf den Erwerb, den Betrieb und die Veräußerung von Handelsschiffen ausgerichtet. Der Fokus liegt dabei auf moderner Containerschiffstonnage. Die derzeitige Flotte der HCI HAMMONIA SHIPPING AG besteht aus insgesamt 13 Containerschiffen in den Größenklassen 2.500 TEU, 2.870 TEU, 3.100 TEU, 4.250 TEU und 7.800 TEU. Als Führungsholding in der Form einer börsennotierten Aktiengesellschaft beteiligt sich die HCI HAMMONIA SHIPPING AG an Schiffsgesellschaften in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG, die ihrerseits die Eigentümer der jeweiligen Schiffe sind. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist ein reiner Asset-Holder, d. h. es sind keine Mitarbeiter in der Gesellschaft angestellt. Die Abdeckung sämtlicher Dienstleistungen erfolgt durch Outsourcing. Die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG übernimmt alle Aufgaben im Zusammenhang mit dem laufenden Betrieb sämtlicher Schiffe, die sogenannte Bereederung. Die Schiffsgesellschaften stellen den Mietern der Schiffe, den Charterern, ein komplett ausgerüstetes, betriebsbereites und bemanntes Schiff zur Verfügung. Das Geschäftsmodell der HCI HAMMONIA SHIPPING AG besteht darin, die Schiffe langfristig an bonitätsstarke Linienreedereien zu verchartern und / oder mit anderen Schiffen der jeweils gleichen Größenklasse die Einnahmen zu poolen, um die Erlöse gegen schwankende Charterraten und mögliche Beschäftigungsausfälle abzusichern. Die Einnahmepools werden dabei von der renommierten Reederei Peter Döhle Schiffahrts-KG gemanagt. Durch das insgesamt genehmigte zusätzliche Aktienkapital von 6,8 Mio. EUR (bezogen auf das Grundkapital) und das insgesamt genehmigte Genussrechtskapital in Höhe von 75,0 Mio. EUR besteht für die HCI HAMMONIA SHIPPING AG die Möglichkeit, durch den Ausbau der Flotte weiter zu wachsen. Speziell in dem derzeitig noch schwierigen Umfeld für geschlossene Schiffsfonds ergeben sich Möglichkeiten, Schiffe zu vorteilhaften Konditionen anzubinden. Nachdem diese Strategie bereits im Geschäftsjahr 2010 mit dem Erwerb einer mehrheitlichen Beteiligung an der MS "HAMMONIA PESCARA" umgesetzt werden konnte, wurden auch im Jahr 2011 Gespräche zur Anbindung eines weiteren Schiffes geführt. Hierbei handelt es sich um das Containerschiff MS "ANTOFAGASTA". Diese Transaktion wurde im Februar 2012 erfolgreich zum Abschluss gebracht. Durch die Struktur der HCI HAMMONIA SHIPPING AG bleiben die spezifischen mit der Rechtsform der GmbH & Co. KG verbundenen Vorteile, z. B. die sogenannte "Tonnagesteuer", der Schiffsbetreibergesellschaften erhalten. Gleichzeitig erschließt sich die HCI HAMMONIA SHIPPING AG den Kapitalmarkt als Finanzierungsquelle für das zukünftige Unternehmenswachstum. Über die Börsennotierung können neue Anlegergruppen erreicht werden, die bisher keinen Zugang zu einer Beteiligung an Schifffahrtsgesellschaften hatten. 1. BEGRÜSSUNGSehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,die HCI HAMMONIA SHIPPING AG sieht sich weiterhin einem schwierigen Marktumfeld in der Containerschifffahrt ausgesetzt. Dabei war das erste Halbjahr 2011 in der Trampschifffahrt zunächst noch von einer fortgesetzten Erholung der Zeitcharterraten geprägt. Auch die Anzahl der beschäftigungslosen Containerschiffe ging weiter deutlich zurück und erreichte Mitte des Jahres mit 0,5 % der Gesamtflottenkapazität einen Tiefststand seit Beginn der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise im dritten Quartal 2008. In der zweiten Jahreshälfte 2011 entwickelte sich der Markt dagegen deutlich rückläufig. Hintergrund war die nachlassende Wachstumsdynamik des Welthandels nicht zuletzt durch die erneute Verunsicherung der Konsumenten in Europa hinsichtlich der mittel- bis langfristigen Auswirkungen der Staatsschuldenkrise. Die noch deutlich positive aber geringere Wachstumsrate auf der Nachfrageseite traf auf eine weiter wachsende Flotte von Containerschiffen, insbesondere durch Werftablieferungen von Großcontainerschiffen, welche die Linienreedereien noch in der Vorkrisenzeit bestellt hatten. In der Folge ist die Zahl der beschäftigungslosen Containerschiffe in der zweiten Jahreshälfte wieder angestiegen und lag zum Jahresende 2011 bei rund 4 % der weltweiten Flottenkapazität. Gleichzeitig sind die Frachtraten, die Transportkosten für einen einzelnen Container, im Laufe des Jahres zunehmend unter Druck geraten und lagen in der zweiten Jahreshälfte deutlich unter einem Kosten deckenden Niveau. Diese Entwicklung ist vor allem auf den starken Wettbewerb der großen Linienreedereien zurückzuführen, um die vorhandenen Kapazitäten auszulasten und Marktanteile auszubauen bzw. zu verteidigen. Dies führte einerseits zu Verlusten bei den Linienreedereien, andererseits haben sich mit einem zeitlichen Verzug auch die Charterraten für Containerschiffe wieder deutlich reduziert. Derzeit ist eine Bodenbildung bei den Charterraten auf einem Niveau oberhalb der jüngsten Tiefstände zu beobachten. Allerdings liegen die Charterraten noch weit unterhalb des langfristigen Durchschnitts und sind für die Schiffseigner nicht auskömmlich. Positiv zu werten ist, dass die Linienreedereien nach substanziellen Verlusten im vergangenen Jahr derzeit augenscheinlich wieder eine nachhaltige Profitabilität ihres Geschäftsmodells anstreben. Die jüngst im Markt durchgesetzten Frachtratenerhöhungen sind eine wesentliche Voraussetzung für mittelfristig wieder anziehende Charterraten. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG konnte mit ihrem Konzept einer Mischung von mittel- bis langfristigen Festchartern einerseits sowie Poolbeschäftigungen andererseits die negative Marktentwicklung zum Teil abmildern, sich von dieser jedoch nicht vollständig abkoppeln. Das Schiffsbetriebsergebnis stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 2 % auf 41,7 Mio. EUR. Hierzu beigetragen hat auch die Mehrheitsbeteiligung an dem 4.250 TEU Containerschiff MS "HAMMONIA PESCARA", das Ende 2010 erworben werden konnte. Das Konzernperiodenergebnis ist mit rund - 0,2 Mio. EUR geringfügig negativ, während im Vorjahr mit 4,8 Mio EUR ein Gewinn ausgewiesen werden konnte. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen nicht liquiditätswirksame sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen. Während das Vorjahresergebnis positiv durch Zuschreibungen im Sachanlagevermögen sowie Währungskursgewinne beeinflusst wurde, fließen in das Ergebnis des Berichtsjahres Kursverluste aus der Bewertung von Euro-Verbindlichkeiten sowie von japanischen Yen-Darlehen ein. Im Februar 2012 konnte die HCI HAMMONIA SHIPPING AG die Mehrheitsbeteiligung an einem 2.872 TEU Containerschiff in einer der Akquisition des MS "HAMMONIA PESCARA" vergleichbaren Transaktionsstruktur erwerben. Das MS "ANTOFAGASTA" wurde im Jahr 2008 gebaut und fährt derzeit zu einer auskömmlichen Festcharter mit einem bonitätsstarken Charterer. Finanziert wurde auch dieser Anteilserwerb durch die Ausgabe von Genussrechtskapital. Die Flotte besteht nunmehr aus 13 Containerschiffen der Sub-Panamax bis Post-Panamax-Klassen. Die Übernahme dieser beiden Schiffsbeteiligungen wurde durch die im Jahr 2010 beschlossenen Kapitalmaßnahmen ermöglicht und leistet einen Beitrag, die Flotte zu diversifizieren und zukünftige Ertragspotenziale zu erschließen. Die weiteren Perspektiven werden maßgeblich von der Entwicklung des Angebots- und Nachfrageverhältnisses beeinflusst. Auf Sicht der nächsten zwei Jahre wird von einem in etwa ausgeglichenen Verhältnis ausgegangen, was eine Markterholung zunächst dämpft. Das Wachstum der Containerschiffsflotte findet aber überwiegend bei den Großcontainerschiffen - größer 10.000 TEU Stellplätze - statt. In dem Maße wie das Nachfragewachstum sich auch in Zulieferverkehren fortsetzt, in denen die Feederschiffe aufgrund technischer Restriktionen in den Häfen vor der Verdrängung durch die größeren Containerschiffen geschützt sind, kann eine Erholung der Poolraten der 2.500 TEU und 3.100 TEU Schiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG mittelfristig erwartet werden. Im laufenden Jahr ist die Entwicklung der derzeit komfortablen Liquiditätsausstattung jedoch laufend zu beobachten. Hierzu wird die Gesellschaft in Verhandlungen mit den die Poolschiffe finanzierenden Banken hinsichtlich der Möglichkeit weiterer Tilgungsstundungen eintreten. Das Ziel ist, die HCI HAMMONIA SHIPPING AG so aufzustellen, dass sie von einer einsetzenden nachhaltigen Markterholung optimal profitieren kann.
Hamburg, den 17. April 2012 Dr. Karsten Liebing, Vorstand Jan Krutemeier, Vorstand 2. UNTERNEHMEN2.1 Unternehmensziele und -strategieAttraktive Rendite für unsere AktionäreZiel der HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist das Erwirtschaften einer attraktiven und nachhaltigen Rendite für unsere Aktionäre. Mittel- und langfristig soll ein Wertsteigerungspotenzial für die Aktie geschaffen werden. Mit ihrer Flotte moderner Seeschiffe und deren Betrieb mit qualifiziertem Personal ist die HCI HAMMONIA SHIPPING AG auf gutem Wege, sich als zuverlässiger Anbieter für qualitativ hochwertige Transportkapazitäten in den Schiffsmärkten zu positionieren. Zusätzliche Renditechancen bietet die gezielte Ausnutzung zyklischer Marktschwankungen beim An- und Verkauf von Schiffen. Fokussierung auf die ContainerschifffahrtDie HCI HAMMONIA SHIPPING AG fokussiert sich mit ihren Schiffsinvestitionen auf das Segment der Containerschifffahrt. In den vergangenen 20 Jahren hat der weltweite Containerumschlag Wachstumsraten von durchschnittlich rund 9 % pro Jahr verzeichnet. Die zunehmende internationale Arbeitsteilung im Zuge der Liberalisierung des Handels und der Dezentralisierung der Produktionsprozesse sorgte in dieser Zeit für ein überproportionales Wachstum des Welthandels, der zu über 90 % per Seeschiff abgewickelt wird. Vom steigenden Volumen der Warenströme profitiert die Containerschifffahrt am stärksten. Nach dem starken Einbruch des Handelsvolumens im Jahr 2009 ist der weltweite Containerumschlag im Jahr 2010 um knapp 13 % gestiegen. Auch für das Jahr 2011 wird eine Steigerung von rund 9 % angenommen. Mittel- und langfristig wird die internationale Arbeitsteilung weiter zunehmen und so zu einem nachhaltigen Wachstum des Containerumschlags führen. Auf der Nachfrageseite gewinnen Güter an Bedeutung, für deren Transport Container ideal geeignet sind. Auf der Angebotsseite spielen die deutliche Ausweitung der Containerschiffsflotte und das schnellere Be- und Entladen von Containerschiffen eine wichtige Rolle, da dies kurze Liegezeiten in den Häfen ermöglicht. Ähnlich der Entwicklung in der internationalen Luftfahrt entstehen auch im Seehandel Strukturen mit großen Containerumschlagshäfen (sogenannte Hubs), die einen wachsenden Anteil von Containern durch Zubringerdienste (Feeder-Verkehr) angeliefert bekommen. Anschließend werden die Schiffsladungen neu zusammengestellt und zu anderen Hubs oder an die eigentlichen Bestimmungshäfen weitertransportiert (Hub-and-Spoke-Konzept). Die treibenden Kräfte für die Entstehung dieser Strukturen und ihren steigenden Umschlagsanteil liegen in den Kostenvorteilen größerer Containerschiffe auf den Langstrecken im interkontinentalen Handel sowie dem zunehmenden Grad der Containerisierung auch in kleineren Häfen. Diese grundsätzlichen Wachstumstreiber für den Seehandel werden auch durch konjunkturelle Schwankungen nicht außer Kraft gesetzt, sondern allenfalls vorübergehend gedämpft. Professionelles ManagementDer Erfolg der Geschäftstätigkeit wird im Wesentlichen durch den Zugang zu attraktiven Investitionsobjekten beeinflusst. Dies wird unter anderem durch die langfristig gewachsenen Geschäftsbeziehungen des Vorstands und des Bereederers, der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, die Branchenkenntnis der HCI Concept GmbH & Co. KG (vormals HCI Hanseatische Schiffsconsult GmbH) und den guten Zugang zu den Chartermärkten der Peter Döhle Schiffahrts-KG, die für die Beschäftigung der Schiffe sorgt und zugleich als Poolmanager fungiert, sichergestellt. Die Finanzierung der Flotte der HCI HAMMONIA SHIPPING AG weist eine solide Kapitalstruktur von rund 30 % Eigenkapital und rund 70 % Fremdkapital auf. Das Eigenkapital wurde überwiegend aus dem Mittelzufluss durch die Kapitalerhöhung im Zuge des Börsengangs der HCI HAMMONIA SHIPPING AG generiert. Das Fremdkapital wurde langfristig durch schiffsfinanzierende Banken gewährt. Rund zwei Drittel des Fremdkapitals sind mittelfristig zinsgesichert. 2.2 GeschäftsmodellMarktchancenDie wachsende Weltbevölkerung, die fortschreitende Globalisierung und die internationale Arbeitsteilung sowie die Wandlung der bisherigen Entwicklungs- und Schwellenländer zu Industrienationen haben in den vergangenen Jahren zu einem stetigen Anwachsen der weltweiten Handelsvolumina geführt. So lag die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate im weltweiten Containerumschlag im Zeitraum von 1985 bis 2011 bei rund 9 %. Unternehmensstruktur, Schiffsportfolio und Management![]() Das Schiffsportfolio umfasst derzeit 13 Containerschiffe der Größenklassen Sub-Panamax, Panamax und Post-Panamax mit einer Gesamtkapazität von 52.017 TEU. Die sechs Schiffe der Sub-Panamax-Klasse werden zwischen Asien und Afrika, auf Europa-Afrika-Routen sowie zwischen Nord- und Mittelamerika und Europa eingesetzt. Die Panamax-Schiffe MS "WESTPHALIA" und MS "SAXONIA" verkehren zwischen China und Indien, das MS "ANTOFAGASTA" zwischen Mittelamerika und dem Schwarzen Meer und das MS "HAMMONIA PESCARA" zwischen dem Roten Meer und dem Arabischen Golf. Die drei Post-Panamax-Schiffe verkehren auf Ost-West-Strecken zwischen Asien und Europa bzw. der Ostküste Nordamerikas. Die Bereederung der Schiffe wird exklusiv durch die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG übernommen. Diese umfasst alle Geschäfte und Rechtshandlungen von der Versorgung der Schiffe mit Schmierstoffen, Ersatzteilen, Verbrauchsmaterialien und Ausrüstungen über die Bemannung, die Instandhaltung bis hin zur Finanzierung und zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs und dem Abschluss erforderlicher Versicherungen. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Werterhaltung der Schiffe durch einen hohen Qualitätsanspruch an die Maßnahmen zur Wartung und Instandhaltung. Ein überdurchschnittlich guter technischer Zustand der Schiffe bedeutet eine erhöhte Attraktivität auf dem Charter- und Secondhandmarkt. Die Schifffahrt ist ein zyklisches Geschäft mit zum Teil hoher Volatilität auf den Charter- sowie An- und Verkaufsmärkten. Um möglichst stabile Erträge aus der Vercharterung der Schiffe zu erzielen, wird die Volatilität der Chartermärkte durch langfristige Chartern und Poolkonzepte geglättet. Die Volatilität an den An- und Verkaufsmärkten soll dagegen langfristig gezielt zum Generieren von Erträgen aus dem An- und Verkauf von Schiffen genutzt werden. 2.3 AktieDie HCI HAMMONIA SHIPPING AG Aktie hat in den ersten Monaten des Jahres 2011 von der anfänglichen Hoffnung auf einen konjunkturellen Aufschwung und von steigenden Chartermärkten profitiert. Der Aktienkurs konnte sich deutlich von 550 EUR am Anfang des Jahres auf über 660 EUR am 16. Mai erholen. Die Schuldenkrise in den USA und Europa führte im weiteren Jahresverlauf zu erheblichen Verunsicherungen und Befürchtungen, dass einige Volkswirtschaften erneut in eine Rezession abgleiten könnten. Diese Entwicklung führte weltweit zu einem Rückgang der Aktienkurse auf breiter Front. So verloren der DAX im Berichtszeitraum rund 16 % und der MSCI World Index rund 8 %. Diesem Trend konnte sich auch die HCI HAMMONIA SHIPPING Aktie nicht entziehen. Zum Jahresende 2011 notierte die HCI HAMMONIA SHIPPING Aktie bei 437,77 EUR. Die - insbesondere im zweiten Halbjahr - schwache Performance der HCI HAMMONIA SHIPPING Aktie ist vor dem Hintergrund der Branchenentwicklung zu sehen. Neben dem eingetrübten konjunkturellen Umfeld wirkten sich die aufgrund des starken Wettbewerbs um Marktanteile in der Containerschifffahrt rückläufigen Charterraten zusätzlich belastend auf den Aktienkurs aus. So büßte der ShipInx, der Referenzindex für die Schifffahrtsbranche, im Jahr 2011 rund 36 % seines Wertes ein. Mit einem Kursrückgang um rund 20 % konnte sich die HCI HAMMONIA SHIPPING Aktie immerhin von der äußerst schwachen Entwicklung des ShipInx abkoppeln. Die Gründe hierfür dürften in den stabilisierenden Effekten durch die langfristigen Charterverträge mit bonitätsstarken Linienreedereien und der Poolbeschäftigung liegen. Kursentwicklung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG (in EUR)![]() Da die Schifffahrt, und somit die HCI HAMMONIA SHIPPING AG, von jeher stark von der globalen wirtschaftlichen Entwicklung abhängt, sind positive Impulse für die Aktie erst mit einer sich nachhaltig aufhellenden Erwartung für die Weltwirtschaft zu erwarten. Durch die überwiegende Platzierung bei langfristig orientierten institutionellen Investoren weist die Aktie der HCI HAMMONIA SHIPPING AG im Börsenhandel eine geringe Liquidität auf. Die Anteile der HCI HAMMONIA SHIPPING AG werden zu rund 20 % von Sparkassen, Raiffeisenbanken und Volksbanken, zu rund 27 % von Versicherungen und Pensionskassen, zu rund 27 % von anderen Banken, zu rund 10 % von der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, zu rund 9 % von Vermögensverwaltungsgesellschaften und zu rund 3 % von anderen institutionellen Investoren gehalten. Die restlichen rund 4 % der Aktien befinden sich im Streubesitz. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG hält keine eigenen Aktien. Relative Kursentwicklung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG zu ausgewählten Aktienindizes (in %)![]() Basisdaten zur HCI HAMMONIA SHIPPING AG Aktiescroll
3. KONZERNLAGEBERICHT3.1 Wesentliche Geschäfts- und Rahmenbedingungen3.1.1 AllgemeinesAls börsennotierte Schiffsbeteiligungsgesellschaft wird die HCI HAMMONIA SHIPPING AG in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft geführt und ist an der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg im Regulierten Markt sowie an den anderen deutschen Börsen im Freiverkehr notiert. Das Ziel der HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist der Aufbau einer Flotte moderner Seeschiffe und deren Betrieb in wachstumsstarken Segmenten der Containerschifffahrt, um eine nachhaltige Rendite für die Aktionäre zu erwirtschaften. Der Konzern erzielt somit Erträge aus dem Betrieb von Schiffen. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG hatte im Geschäftsjahr 2011 zwölf Seeschiffe in Fahrt. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG führt als Konzernobergesellschaft und geschäftsführende Holding die einzelnen Schiffsinvestments der jeweiligen Tochtergesellschaften. Zum 31. Dezember 2011 ist die HCI HAMMONIA SHIPPING AG an insgesamt 14 Gesellschaften unmittelbar mit folgender Pflichteinlage gemäß jeweiligem Gesellschaftsvertrag beteiligt: scroll
Die genannten Beteiligungen und die HCI HAMMONIA SHIPPING AG selbst bilden den gesamten Konsolidierungskreis des Konzerns, wobei die Gesellschaften in der Rechtsform "GmbH & Co. KG" jeweils als sogenannte Einschiffs-Kommanditgesellschaften zivilrechtliche Eigentümer und Betreiber des einzelnen Schiffes sind. Die Verwaltung MS "HAMMONIA PESCARA" GmbH hat die Stellung der persönlich haftenden Gesellschafterin (Komplementärin) in der MS "HAMMONIA PESCARA" Schiffahrts GmbH & Co. KG. Die Verwaltung HCI HAMMONIA Schiffahrts GmbH hat die Stellung der persönlich haftenden Gesellschafterin (Komplementärin) in den übrigen Kommanditgesellschaften. 3.1.2 GeschäftsverlaufFlotteDie Flotte der HCI HAMMONIA SHIPPING AG umfasste zum Ende des Jahres 2011 zwölf moderne Containerschiffe mit einer Größe von 2.500 bis 7.800 TEU. Die sechs Schiffe der Sub-Panamax-Klasse mit einer Größe von 2.500 TEU fahren in einem Einnahmepool der Peter Döhle Schiffahrts-KG mit insgesamt im Jahresdurchschnitt 2011 55 Schiffen. Für das Geschäftsjahr 2012 ist eine Ausweitung der Poolmitglieder auf 63 Schiffe geplant. Für die 2.500 TEU Schiffe lagen die Poolraten im Jahr 2011 - einschließlich einer Vorauszahlung im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung einer Charter - bei rund 13.500 USD / Tag (inklusive Erlöse aus der Restrukturierung von CSAV / CCNI). Im Vergleich zu 2010 entspricht dies einem Rückgang von rund 1 %. Die vergleichbare Charterrate am Spotmarkt lag im Jahresdurchschnitt bei rund 12.900 USD / Tag (HAMBURG INDEX©, Containership T / C-Rates, Results 1999 - 2012). Die im Januar 2012 geschlossenen Charterraten für vergleichbare Schiffe lagen vor dem Hintergrund einer steigenden Anzahl aufliegender Schiffe zwischen 7.500 und 8.000 USD / Tag. Somit liegt der Pool bei stabiler Beschäftigung der Schiffe im ersten Quartal 2012 mit rund 11.800 USD / Tag wieder über dem Marktniveau. Die zwei Schiffe der Panamax-Klasse mit einer Größe von 3.100 TEU fahren ebenfalls in einem Einnahmepool der Peter Döhle Schiffahrts-KG. Dieser umfasste im Jahresdurchschnitt 2011 16 vergleichbare Schiffe. Die Poolraten lagen im Jahr 2011 bei rund 14.500 USD / Tag und somit 24 % über dem Durchschnitt des Vorjahres. Die vergleichbaren Marktraten am Spotmarkt lagen im Jahr 2011 bei rund 15.000 USD / Tag. Aber auch in dieser Schiffsgröße sind die Charterraten mittlerweile auf 7.500 USD / Tag pro Tag zurückgegangen und haben damit wieder ein Niveau erreicht, welches unter der Poolrate von rund 12.100 USD / Tag im 1. Quartal des laufenden Jahres liegt. Die anderen vier Schiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG-Flotte haben mehrjährige Zeitchartern mit namhaften Linienreedereien. So ist das MS "HAMMONIA PESCARA" mit 4.250 TEU bis Mitte 2014 an die United Arab Shipping Company ("UASC") verchartert. Die UASC zählt zu den 20 größten Container-Linienreedereien weltweit. An der Schiffsgesellschaft des MS "HAMMONIA PESCARA" hält die HCI HAMMONIA SHIPPING AG eine Mehrheitsbeteiligung in Höhe von rund 56 %. Die drei Post-Panamax Schiffe mit jeweils 7.800 TEU sind bis in das Jahr 2018 an die weltgrößte Container-Reederei A.P. Moeller-Maersk verchartert. Alle vier Schiffe mit Zeitchartern erwirtschaften planmäßig die vereinbarten Chartereinnahmen. Die Kombination von in Einnahmepools fahrenden Schiffen und langfristig vercharterten Schiffen verringert die Volatilität der Chartereinnahmen und minimiert das Risiko von Einnahmeausfällen durch eine zeitweilige Nichtbeschäftigung der Schiffe. Somit zeichnet sich die HCI HAMMONIA SHIPPING AG durch ein solides Beschäftigungskonzept aus. Bei dem MS "HAMMONIA DANIA" gab es Mitte März 2011 einen Schaden am Turbolader der Hauptmaschine. Dieser wurde im Rahmen einer sechs Tage dauernden Reparatur behoben. Die Kosten belaufen sich auf rund 1.200.000 USD. Für die Gesellschaft sind aus diesem Schaden Kosten in Höhe der Franchise (Selbstbeteiligung) von 150.000 USD entstanden. Bei demselben Schiff kam es Anfang Juli 2011 zu einem Defekt an einer Ölleitung, welcher dazu führte, dass Teile des Maschinenraums von ausgelaufenem Öl gereinigt werden mussten. Die entstandenen Gesamtkosten belaufen sich auf rund 450.000 USD. Auch hier fallen voraussichtlich die Kosten in Höhe der Franchise von 150.000 USD an. Bei der übrigen Flotte verlief der Schiffsbetrieb weitestgehend störungsfrei und die Charterer sind mit der technischen Performance der Schiffe sehr zufrieden. FinanzierungFür sämtliche Schiffe der Flotte bestehen langfristige Finanzierungsverträge mit in der Schiffsfinanzierung etablierten Banken. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat am 31. Januar 2011 mit den beteiligten Banken ein Addendum zu den bestehenden Kreditverträgen unterzeichnet, welches den Erfordernissen der 2.500 TEU Schiffe aufgrund der stärkeren Marktvolatilitäten Rechnung trägt. So konnten die Schiffsgesellschaften vier Quartalstilgungen aussetzen und ein Liquiditätspolster aufbauen. Die derzeitige Liquiditätssituation lässt eine Tilgung der kommenden Raten zu. Bei weiter andauernden, schlechten Marktverhältnissen, ist aus heutiger Sicht nicht auszuschließen, dass weitere Tilgungsstundungen bei den Banken beantragt werden müssen. Im Gegenzug für die Anpassung der Kreditverträge wurden die Margen der Kredite erhöht, und die HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat sich bereit erklärt, eine Mindestliquidität auf Ebene der Holdinggesellschaft vorzuhalten und begrenzte Garantien zugunsten der Schiffsgesellschaften abzugeben. Das Margenniveau der angepassten Kreditvereinbarungen liegt immer noch deutlich unter dem aktuellen Marktniveau für neue Schiffsfinanzierungen. Darüber hinaus ist eine Reduktion der neuen Marge vorgesehen, sobald die Schiffe das ursprünglich vorgesehene Tilgungsprofil wieder erreicht haben. Auch für das 3.100 TEU Schiff MS "WESTPHALIA" konnte Ende April 2011 ein Addendum zum Kreditvertrag unterzeichnet werden. Dieses erlaubt, bis zu acht Quartalstilgungen auszusetzen und sieht zur Aufholung der in Anspruch genommenen Tilgungsstundungen eine "Pay-as-you-earn"-Struktur vor. Zum 31. Dezember 2011 wurden die acht möglichen Stundungen der Quartalstilgungen in Anspruch genommen. Auch hier ist es nicht auszuschließen, dass weitere Stundungen beantragt werden müssen, sollte sich der Markt in nächster Zeit nicht deutlich erholen. Im Gegenzug für die Anpassung des Kreditvertrags wurde die Marge des Kredits erhöht, und die HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat sich bereit erklärt, eine Mindestliquidität auf Ebene der Holdinggesellschaft vorzuhalten und begrenzte Garantien zugunsten der Schiffsgesellschaft abzugeben. Darüber hinaus ist eine Reduktion der neuen Marge vorgesehen, sobald das Schiff das ursprünglich vorgesehene Tilgungsprofil wieder erreicht hat. Für das zweite 3.100 TEU Schiff MS "SAXONIA" liegt nach langen Verhandlungen ebenfalls ein Gremienbeschluss der finanzierenden Bank vor. Die Konditionen sind ähnlich wie bei dem MS "WESTPHALIA". Danach ist es möglich, bis zu acht Quartalstilgungen auszusetzen. Zum 31. Dezember 2011 wurden die acht möglichen Stundungen der Quartalstilgungen in Anspruch genommen. Sollte sich der Markt in nächster Zeit nicht deutlich erholen, sind weitere benötigte Tilgungsstundungen nicht auszuschließen. Ein Entwurf des Nachtrags zum Darlehensvertrag sowie der Sicherheitendokumentation wird derzeit mit der Bank abgestimmt und soll zeitnah gezeichnet werden. Bei den Finanzierungen für die drei 7.800 TEU Containerschiffe befindet sich die HCI HAMMONIA SHIPPING AG seit längerer Zeit in Verhandlungen mit den betreffenden Banken bezüglich einer Verlängerung des bestehenden Waivers der "Loan-To-Value"-Klausel. Diese Klausel verlangt, dass der Schiffswert ohne Berücksichtigung des Chartervertrags einen bestimmten Schwellenwert nicht unterschreitet. Aufgrund der in letzter Zeit gesunkenen Schiffspreise wurde nach Ansicht der finanzierenden Banken dieser Wert unterschritten. Der HCI HAMMONIA SHIPPING AG liegt ein Entwurf der finanzierenden Banken für einen Nachtrag zum Darlehensvertrag vor, deren Bedingungen allerdings teilweise noch zu verhandeln sind. 3.1.3 MarktentwicklungDie Weltwirtschaft hat ihren Wachstumskurs nach dem starken Wachstum von 5,2 % im Jahr 2010 im Jahr 2011 - wenn auch verlangsamt - fortgesetzt. Der internationale Währungsfonds ("IWF") erwartet in seinem World Economic Outlook vom 24. Januar 2012 ein - im Vergleich zur vorherigen Prognose vom September 2011 leicht reduziertes - annualisiertes Wachstum der Weltwirtschaftsleistung von 3,8 % für 2011. Zu dieser Wachstumsrate tragen die Schwellenländer mit einer Steigerung von 6,2 % deutlich stärker bei als die Industrieländer mit lediglich 1,6 %. Das für die Containerschifffahrt wichtige Welthandelsvolumen hat ebenfalls weiter zugenommen, wenn auch in geringerem Umfang als noch in der letzten Prognose des IWF angenommen. Aktuell prognostiziert der IWF für das Jahr 2011 ein Wachstum des Welthandels um 6,9 %. Folglich hat die Wachstumsdynamik auch im Containerverkehr im Jahr 2011 nachgelassen. So wird für das Jahr 2011 mit einem Wachstum des Containerumschlags von 7,9 % gerechnet, nach 12,8 % im Vorjahr (Clarkson Container Intelligence Monthly, Januar 2012). Den höchsten Zuwachs wiesen dabei die Nord-Süd-Strecken sowie die Ost-West-Verkehre aus dem und in Richtung mittleren Osten sowie indischen Subkontinent aus. Nachdem die Zahl der aufliegenden Containerschiffe von Anfang 2010 bis Mitte 2011 von 11,6 % auf 0,5 % der gesamten Containerflottenkapazität und somit auf den niedrigsten Stand im Geschäftsjahr 2011 zurückgegangen war, stieg die Zahl der aufliegenden Schiffe seit Mitte Juni 2011 wieder deutlich an. Ende des Jahres 2011 waren 3,9 % der weltweiten Flottenkapazität (246 Schiffe) ohne Beschäftigung (Alphaliner Monthly Monitor, Januar 2012). Hintergrund für diese Entwicklung war die große Anzahl der von den Schiffswerften abgelieferten Neubauten mit einer Kapazität über 8.000 TEU bei gleichzeitig nachlassendem Wachstum des Welthandels. Konnten die Linienreedereien im Jahr 2010 noch ein Rekordjahr bezüglich ihrer Gewinnsituation vermelden, waren die Frachtraten, d. h. die Transportpreise je Container, im vergangenen Jahr aufgrund des intensiven Wettbewerbs stark rückläufig. Der hieraus entstandene Kostendruck wirkte sich ab Sommer 2011 zunehmend auch negativ auf die Charterraten aus. Nachdem sich die Charterraten für kleinere und mittlere Schiffsgrößen bis zu 4.500 TEU im ersten Halbjahr 2011 noch positiv entwickelt hatten, stagnierte der Chartermarkt im Juni 2011 zunächst. Zwischenzeitlich haben die Charterraten in allen Größenklassen eine deutliche Korrektur erfahren. Der Containership Timecharter Rate Index (New Contex), ein firmenunabhängiger Index, der von einer Gruppe international tätiger Schiffsmakler zusammengestellt wird, verzeichnete vom Jahresbeginn 2011 bis Anfang Juni 2011 einen starken Anstieg von 557 Punkten auf 700 Punkte (+26 %). Seitdem sank der Index kontinuierlich und lag zum Jahresende 2011 bei nur noch 405 Punkten (-42 %). Im Ergebnis sank der Index im Laufe des Jahres 2011 um 26 %. Die rückläufige Marktentwicklung spiegelt sich ebenfalls in der Anzahl der Bauaufträge wider. Nachdem die Bestellungen von Schiffsneubauten im ersten und im zweiten Quartal 2011 ihren Höhepunkt seit Beginn der Wirtschafts- und Schifffahrtskrise Ende 2008 erreicht hatten, gingen sie im dritten und vierten Quartal nach Angaben von Alphaliner spürbar zurück. Maersk Broker (Maersk Broker Container Charter Market, November / Dezember 2011, Maersk Broker Container Fleet, Januar 2012) geht für das gesamte Jahr 2011 von einem Ordervolumen von maximal rund 1,7 Mio. TEU aus, welches überwiegend auf die großen Schiffsklassen entfällt. Das gesamte Orderbuch beträgt damit rund 28 % der Kapazität der derzeit in Fahrt befindlichen Vollcontainerflotte. Die bislang im Jahr 2011 ermittelten Ablieferungen belaufen sich auf rund 1,2 Mio. TEU. Bei den Ablieferungen handelt es sich etwa zur Hälfte um Schiffsgrößen über 10.000 TEU (Alphaliner und Maersk Broker). 3.2 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns (nach IFRS)3.2.1 ErtragslageDie wesentlichen Kennzahlen der Ertragslage für das Geschäftsjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr stellen sich wie folgt dar: scroll
1)
Minderheitsgesellschafter der Verwaltung
MS "HAMMONIA PESCARA" GmbH. Für den Berichtszeitraum wurde mit einem durchschnittlichen EUR / USD - Wechselkurs von 1,3920 gerechnet (Vorjahr: 1,3257). Durch den Erwerb des MS "HAMMONIA PESCARA" zum Ende des Jahres 2010 hatte sich die Anzahl der vom Konzern insgesamt betriebenen Containerschiffe von elf auf zwölf erhöht. Von den zwölf Containerschiffen fahren acht in Einnahmepools (MS "WESTPHALIA" und MS "SAXONIA" im 3.100 TEU Pool und MS "HAMMONIA POMERENIA", MS "HAMMONIA TEUTONICA"/ MS "HAMMONIA HOLSATIA", MS "HAMMONIA BAVARIA", MS "HAMMONIA ROMA" sowie MS "HAMMONIA MASSILIA" im 2.S00 TEU Pool). Die drei 7.800 TEU Containerschiffe MS "HAMMONIA DANIA", MS "HAMMONIA HAFNIA" und MS "HAMMONIA FIONIA" fahren in einer zehnjährigen Zeitcharter für A.P Moeller-Maersk und sind keinem Einnahmepool angeschlossen. Das 4.2S0 TEU Containerschiff MS "HAMMONIA PESCARA" ist bis Mitte 2014 an die United Arab Shipping Company verchartert. Die nicht in Einnahmepools fahrenden Containerschiffe tragen durch die langjährigen Zeitchartern wesentlich zur Stabilisierung der Konzernerlöse bei. Von den gesamten Umsatzerlösen in Höhe von 67,8 Mio. EUR (Vorjahr: 62,6 Mio. EUR) wurden 58 % (Vorjahr: 54 %) von den in festen Zeitchartern fahrenden Schiffen erzielt. Der Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,2 % auf 67,8 Mio. EUR beruht im Wesentlichen auf dem Zugang des MS "HAMMONIA PESCARA". Die Einnahmen der 3.100 TEU Containerschiffe haben sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum durch die Erholung der entsprechenden Schifffahrtsmärkte erhöht. Für die übrige Flotte waren dagegen wechselkursbedingte Minderungen der Umsatzerlöse zu verzeichnen, da die Erlöse in US-Dollar erzielt wurden und der Euro im Durchschnitt des Jahres gegenüber dem US-Dollar aufgewertet hat. Die Umsatzerlöse beinhalten Erlöse aus Poolcharter in Höhe von TEUR 479 (im Vorjahr enthalten: 5.455 TEUR), die aus der Restrukturierung der Linienreedereien CSAV und CCNI im Vorjahr resultieren und einmaligen Charakter haben. Die Schiffsbetriebskosten enthalten neben den Aufwendungen für den Schiffsunterhalt und die Versicherung der Schiffe die Aufwendungen für das Schiffspersonal. Der Anstieg der Schiffsbetriebskosten um rund 4,4 Mio. EUR ist im Wesentlichen auf den Zugang des MS "HAMMONIA PESCARA" zurückzuführen. Bei den übrigen Containerschiffen erhöhten sich die Personalkosten durch die Rückkehr zur normalen Besatzungsstärke. Nach Abzug der Schiffsbetriebskosten verbesserte sich das Schiffsbetriebsergebnis um 1,9 % auf 41,7 Mio. EUR. Das sonstige betriebliche Ergebnis lag aufgrund geringerer sonstiger betrieblicher Erträge und erhöhter sonstiger betrieblicher Aufwendungen um 2,1 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich um 1,4 Mio. EUR auf 2,7 Mio. EUR, maßgeblich aufgrund der Verminderung der Kurserträge. Im Wesentlichen setzen sich die sonstigen betrieblichen Erträge aus laufenden Kostenerstattungen der Charterreedereien (1,0 Mio. EUR), Kurserträgen (0,6 Mio. EUR), einer Projektgebühr im Zusammenhang mit der Begebung eines Genussrechts (0,4 Mio. EUR) sowie Erlösen aus dem Treibstoffverkauf bei Charterwechseln (0,4 Mio. EUR) zusammen. Die Kurserträge resultieren hauptsächlich aus der Bewertung von Devisenbeständen. Die laufenden Kostenerstattungen betreffen u.a. die Erstattung von Kosten für Sicherheitspersonal bei der Durchfahrt von Krisengebieten (ab 2011) sowie die Erstattung von Laschmaterial, Seefunkgebühren und Repräsentationskosten. Sie verringerten sich gegenüber dem Vorjahr, da im Geschäftsjahr 2010 in dieser Position die Sondererstattungen für Kranaufbauten enthalten waren. Die Erlöse aus dem Verkauf von Treibstoffen im Zusammenhang mit Charterwechseln haben sich gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mio. EUR vermindert. Weitere sonstige betriebliche Erträge resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen, aus Versicherungserstattungen sowie aus der Abwicklung von Garantieansprüchen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 0,7 Mio. EUR auf 3,9 Mio. EUR erhöht. Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf gestiegenen nicht liquiditätswirksamen Kursverlusten. Neben Kursverlusten aus der Bewertung eines in japanischen Yen denominierten Darlehens sind die Kursverluste im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Schiffsgesellschaften in ihrer funktionalen Währung US-Dollar bilanzieren und die Verbindlichkeiten bei der Umrechnung in Euro mit dem jeweiligen Stichtagskurs zu bewerten haben. Die Euro-Verbindlichkeiten betrafen u.a. nicht entnommene Gewinnansprüche der HCI HAMMONIA SHIPPING AG, die bei den Tochtergesellschaften als Verbindlichkeiten bilanziert und zu jedem Abschlussstichtag mit dem jeweiligen Stichtagskurs zu bewerten waren. Die Verbindlichkeiten wurden im zweiten Quartal in das Eigenkapital der Tochtergesellschaften eingelegt. Daher entfällt zum 31. Dezember 2011 und auch künftig eine Bewertung zu den jeweiligen Stichtagen. Weitere betriebliche Aufwendungen betreffen in Höhe von 1,5 Mio. EUR Gebühren aus einem zwischen der HCI HAMMONIA SHIPPING AG und der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG bestehenden Service-, Dienstleistungs- und Beratungsvertrag. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG besitzt kein eigenes Personal, sondern bedient sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben des Personals der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG. Die übrigen Verwaltungskosten umfassen unter anderem Aufwendungen für die Jahresabschlussprüfung, Steuer- und Rechtsberatung sämtlicher Konzerngesellschaften, Kosten der Börsennotierung und Rechtsform sowie Kosten in Zusammenhang mit der Registrierung der Konzernschiffe. Insgesamt ergibt sich damit im Geschäftsjahr 2011 ein Reedereiergebnis von 40,6 Mio. EUR, das um 1,3 Mio. EUR unter dem Wert des Vorjahres liegt. Die planmäßige Abschreibung der sechs in den Jahren 2007 bis 2009 neu erworbenen 2.500 TEU Containerschiffe sowie des Ende 2010 gebraucht erworbenen MS "HAMMONIA PESCARA" erfolgt linear über eine Gesamtnutzungsdauer von 25 Jahren. Die im Jahr 2007 gebraucht erworbenen Containerschiffe MS "SAXONIA" und MS "WESTPHALIA" werden über eine Restnutzungsdauer von jeweils 21 Jahren abgeschrieben. Die drei im Jahr 2008 gebraucht erworbenen 7.800 TEU-Containerschiffe (MS "HAMMONIA FIONIA", MS "HAMMONIA HAFNIA" und MS "HAMMONIA DANIA") werden unter Zugrundelegung einer Restnutzungsdauer von 19 Jahren linear abgeschrieben. Insgesamt erhöhte sich die Abschreibungen des Konzerns im Geschäftsjahr 2011 gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig um 0,5 Mio. EUR auf 22,9 Mio. EUR, da die Erhöhung aus dem Zugang des MS "HAMMONIA PESCARA" durch den im Jahresdurchschnitt gesunkenen US-Dollar-Wechselkurs teilweise kompensiert wurde. Im Geschäftsjahr wurden die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 0,4 Mio. EUR erhöht. Die neu gebildeten Wertberichtigungen betrafen Erstattungsansprüche gegen einzelne Charterer von Konzernschiffen. Nach Verrechnung der Abschreibungen lag das operative Ergebnis, EBIT, im Geschäftsjahr 2011 mit 17,2 Mio. EUR um 3,9 Mio. EUR unter dem Wert des Vorjahres. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich im Vorjahr eine Wertaufholung in Höhe von 1,6 Mio. EUR sowie um 1,0 Mio. EUR über dem Wert des Geschäftsjahres liegende Kursgewinne (im Wesentlichen aus der Bewertung von Euro-Verbindlichkeiten in den Abschlüssen der Tochtergesellschaften) positiv ausgewirkt hatten. Die Zinserträge liegen trotz gestiegener liquider Mittel unter dem Niveau des Vorjahres. Der Vorjahresbetrag war in deutlich stärkerem Maße von der Aufzinsung von Vorauszahlungen von Servicegebühren beeinflusst. Bis zum Geschäftsjahr 2010 wurden innerhalb der Zinserträge konzernfremden Kommanditisten zugewiesene Verlustanteile ausgewiesen. Seit diesem Geschäftsjahr erfolgt ein gesonderter Ausweis der auf konzernfremde Gesellschafter entfallenden Ergebnisanteile. Der Vorjahresbetrag wurde entsprechend angepasst. Die Zinsaufwendungen sind gegenüber dem Vergleichszeitraum nahezu unverändert. Erhöhend wirkten sich die Schiffsfinanzierung des MS "HAMMONIA PESCARA" sowie Zinsen auf ein Ende 2010 im Zusammenhang mit dem Erwerb dieser Beteiligung begebenes Genussrecht aus. Demgegenüber verminderten sich die Zinsaufwendungen bei den 7.800 TEU-Containerschiffen durch die fortschreitende Tilgung der Schiffsfinanzierungen. Bei den Pool-Schiffen haben sich die Zinsaufwendungen aufgrund von Margenerhöhungen der finanzierenden Kreditinstitute im Zusammenhang mit der Gewährung von Tilgungsstundungen erhöht. Aufgrund der Aussetzung von Tilgungen hat sich die Basis zur Berechnung der Zinsen nicht reduziert, so dass sich hieraus keine Zinsreduzierung ergeben hat. Bis zum Geschäftsjahr 2010 wurden innerhalb der Zinsaufwendungen konzernfremden Kommanditisten zugewiesene Gewinnanteile ausgewiesen. Seit diesem Geschäftsjahr erfolgt ein gesonderter Ausweis der auf konzernfremde Gesellschafter entfallenden Ergebnisanteile. Der Vorjahresbetrag wurde entsprechend angepasst. Die Finanzaufwendungen aus Gewinnanteilen konzernfremder Kommanditisten resultieren aus den Kommanditbeteiligungen von Minderheitsgesellschaftern an den Schifffahrtsgesellschaften des Konzerns. Nach dem IFRS-Regelwerk sind diese Minderheitenanteile an Kommanditgesellschaften als Fremdkapital auszuweisen, obwohl sie wirtschaftlich betrachtet aus der Sicht des Konzerns Eigenkapital darstellen. Auf die Minderheiten entfallende Ergebnisanteile sind dementsprechend erfolgswirksam innerhalb des Finanzergebnisses zu erfassen. Der erhebliche Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert aus dem Zugang des MS "HAMMONIA PESCARA" zum Konzern mit einem Minderheitenanteil am Kommanditkapital von rund 44 %. Um den Einfluss auf das Ergebnis vor Steuern zu verdeutlichen, haben wir in der Darstellung der Ertragslage ein Ergebnis vor Ergebnisanteilen konzernfremder Kommanditisten und Steuern eingefügt. Es lag mit 0,7 Mio. EUR um 4,3 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Nach Berücksichtigung der Ergebnisanteile konzernfremder Kommanditisten ergibt sich für das Geschäftsjahr 2011 ein Ergebnis vor Steuern von 0,3 Mio. EUR, nach 4,9 Mio. EUR im Jahr 2010. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen Gewerbesteuern der Einschiffs-Kommanditgesellschaften. Aufgrund von Umstrukturierungen bei einem mittelbaren Gesellschafter dieser Kommanditgesellschaften haben sich die den steuerlichen Ergebnissen der Gesellschaften hinzuzurechnenden Sonderbetriebseinnahmen erhöht. Die Steueraufwendungen enthalten ebenfalls erhebliche Nachbelastungen für das Jahr 2010, so dass der zukünftige jährliche Anstieg gegenüber dem Jahr 2010 deutlich geringer ausfällt. Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und Ertrag liegt das Konzernperiodenergebnis im Jahr 2011 bei -0,2 Mio. EUR, nach einem positiven Ergebnis im Vorjahr von 4,8 Mio. EUR. Die auf nicht beherrschende Anteile entfallenden Ergebnisanteile betreffen Minderheitsgesellschafter der 2011 erstmalig konsolidierten Verwaltung MS "HAMMONIA PESCARA" GmbH. Insgesamt ist die Ertragslage des Konzerns und das im Geschäftsjahr 2011 erzielte Konzernergebnis wie auch im Vorjahr noch erheblich von der Schifffahrtskrise gekennzeichnet. 3.2.2 FinanzlageZiel des Finanzmanagements ist es, eine optimale Kapitalstruktur des Konzerns sowie eine möglichst effiziente Verwendung der verfügbaren Finanzmittel zu gewährleisten. Im Spannungsfeld zwischen dem sogenannten Leverage-Effekt einerseits und den Beleihungsgrenzen der schiffsfinanzierenden Banken andererseits hat sich eine optimale Kapitalstruktur herausgebildet, die in etwa bei einer Relation von 30 % Eigenkapital zu 70 % Fremdkapital im Investitionszeitpunkt (Zeitpunkt der Ablieferung des Schiffs) liegt. Die Mittelverwendung erfolgt auf Ebene der einzelnen Einschiffskommanditgesellschaften. Die Finanzlage des Konzerns kann mit Hilfe der Kapitalflussrechnung veranschaulicht werden. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet dabei zwischen Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. scroll
Der EUR / USD - Wechselkurs zum Bilanzstichtag betrug 1,2939 (Vorjahr: 1,3362). Für den Berichtszeitraum wurde mit einem durchschnittlichen EUR / USD - Wechselkurs von 1,3920 gerechnet (Vorjahr: 1,3257). Die Ermittlung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Die Veränderung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit um -6,4 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr resultiert neben einer Verminderung des liquiditätswirksamen Periodenergebnisses aus der Veränderung des Working Capitals (das Working Capital umfasst hierbei kurzfristige Vermögenswerte abzüglich kurzfristiger Schulden). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit resultiert aus Erstattungen von Zulieferern der in den Jahren 2008 und 2009 abgelieferten Neubauten. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit im Jahr 2010 resultierte aus dem Nettokaufpreis (Kaufpreis abzüglich unbarer Transaktionskomponenten) für die Gesellschaftsanteile an der MS "HAMMONIA PESCARA" sowie der Beteiligung an der Komplementärgesellschaft zuzüglich (aus Konzernsicht) erworbener liquider Mittel. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -20,4 Mio. resultiert in Höhe von 19,9 Mio. EUR (Vorjahr: 20,7 Mio. EUR) aus der Tilgung von Darlehen. Weitere Auszahlungen betreffen Transaktionskosten für Darlehen (0,4 Mio. EUR) und an nicht beherrschende Anteilseigner gezahlte Dividenden (0,1 Mio. EUR). Aufgrund des niedrigen Charterratenniveaus wurden im Jahr 2011 mit den finanzierenden Kreditinstituten der 3.100 TEU und der 2.500 TEU Containerschiffe Vereinbarungen bzw. Absprachen über die Aussetzung von Tilgungen getroffen. Die vereinbarten Stundungen umfassen bei einem 3.100 TEU Containerschiff bis zu acht Tilgungen und bei den sechs 2.500 TEU Containerschiffen vier Tilgungen. Bei einem weiteren 3.100 TEU Containerschiff steht die vertragliche Vereinbarung über die Tilgungsstundung noch aus. Die Aussetzung der Tilgungen erfolgte jedoch auch bei diesem Containerschiff im Einvernehmen mit dem beteiligten Kreditinstitut. Die operativen Kosten und die Zinsen der betroffenen Containerschiffe wurden durch die Pooleinnahmen gedeckt. Zur Absicherung der Stundungsvereinbarungen hat sich die HCI HAMMONIA SHIPPING AG gegenüber den schiffsfinanzierenden Banken verpflichtet, auf Holdingebene Festgeldguthaben in Höhe von 4.000 TUSD (3.091 TEUR) nachzuweisen. Der Betrag wurde in der Kapitalflussrechnung als Fristenänderung des Finanzmittelfonds dargestellt. Weitere Geldbestände der Konzernholding in Höhe von 916 TEUR resultieren aus Anschaffungskostenzuschüssen zum Erwerb einer mehrheitlichen Beteiligung an einer Schiffskommanditgesellschaft. Sie unterliegen einer Mittelverwendungsabrede und sind bedingt rückzahlbar, sofern es nicht zum Erwerb der Beteiligung kommt. Im Geschäftsjahr erhöhte sich der Finanzmittelfonds um 55 TEUR durch die Erstkonsolidierung der Verwaltung MS "HAMMONIA PESCARA" GmbH zum 1. Januar 2011. Insgesamt erhöhte sich der Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2011 gegenüber dem 31. Dezember 2010 um 1,5 Mio. EUR auf 27,6 Mio. EUR. Die Überleitung des Finanzmittelfonds auf den Bilanzposten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ergibt sich wie folgt: scroll
Die Cashflow-Kennzahlen enthalten als wesentlichen unbaren Investitions- und Finanzierungsvorgang die Begebung eines Genussrechts in Höhe von 5,8 Mio. EUR im Wege der Sacheinlage einer Darlehensforderung sowie der Gewährung eines Anspruchs auf einen Baranteil in Höhe von 0,4 Mio. EUR. Zum 31. Dezember 2011 verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene Kontokorrentkreditlinien von 0,7 Mio. EUR. 3.2.3 VermögenslageDie Vermögenslage des Konzerns stellt sich wie folgt dar: scroll
Der EUR / USD - Wechselkurs zum Bilanzstichtag betrug 1,2939 (Vorjahr: 1,3362) Auf der Aktivseite entfallen zum 31. Dezember 2011 weitgehend unverändert 93 % der Bilanzsumme auf langfristige Vermögenswerte. Neben zwölf in Fahrt befindlichen Containerschiffen betreffen diese in Höhe von 5,4 Mio. EUR eine Darlehensforderung gegenüber der FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG aus einer von einem Kreditinstitut übernommenen Eigenkapitalzwischenfinanzierung. Der Konzern erwarb die Darlehensforderung im Wege der Sacheinlage im Rahmen der Begebung eines Genussrechts. Im Februar 2012 wurde die Darlehensforderung in Kommanditkapital umgewandelt (Debt-to-Equity-Swap). Die Veränderung der langfristigen Vermögenswerte ist in der folgenden Tabelle zusammengefasst: scroll
Die kurzfristigen Vermögenswerte umfassen liquide Mittel in Höhe von 31,6 Mio. EUR (31. Dezember 2010: 26,1 Mio. EUR). Das Eigenkapital erhöhte sich wechselkursbedingt im Rahmen der Umrechnung der in der funktionalen Währung USD geführten Schifffahrtsgesellschaften. Die Konzerneigenkapitalquote beträgt nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr 31 %. Die absolute Veränderung des Eigenkapitals ist in der folgenden Tabelle dargestellt: scroll
Die langfristigen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen den langfristigen Teil der Schiffsfinanzierung der zwölf in Fahrt befindlichen Seeschiffe in Höhe von 264,0 Mio. EUR (Vorjahr: 298,0 Mio. EUR). Die Verminderung des langfristigen Teils der Schiffsfinanzierung resultiert neben der laufenden Tilgung sowie wechselkursbedingter Verminderungen aus Umgliederungen in den kurzfristigen Teil der Schiffsfinanzierungen. Die Umgliederungen erfolgten aus formalen Gründen aufgrund von IFRS-Vorschriften, da die Verlängerung einer Waiver-Vereinbarung hinsichtlich der Nichteinhaltung bestimmter Kreditbedingungen (loan-to-value-Klausel) bei den 7.800 TEU Schiffen derzeit noch aussteht. Die Umgliederung erfolgte in Höhe der nicht durch die Schiffsbewertungen (auf charterfreier Basis) gedeckten Darlehensteile. Die langfristigen Verbindlichkeiten umfassen außerdem Verpflichtungen aus derivativen Finanzinstrumenten in Höhe von 14,2 Mio. EUR, zwei als Fremdkapital ausgestaltete Genussrechte in Höhe von insgesamt 13,0 Mio. EUR sowie Kapitalanteile im Fremdbesitz in Höhe von 3,9 Mio. EUR. Ende 2011 wurde ein Genussrecht in Höhe von 5,8 Mio. EUR begeben. Die Begebung erfolgte im Wesentlichen im Wege der Sacheinlage. Die Kapitalanteile im Fremdbesitz sind aus formalen Gründen nach den IFRS als Fremdkapital auszuweisen, stellen wirtschaftlich betrachtet gleichwohl Eigenkapital dar. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus dem kurzfristigen Teil der Schiffsfinanzierung in Höhe von 70,9 Mio. EUR (Vorjahr: 46,0 Mio. EUR). Hinsichtlich des Anstiegs der kurzfristigen Schiffsfinanzierung gegenüber dem Vorjahr verweisen wir die Ausführungen zur langfristigen Schiffsfinanzierung. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns ist insgesamt als geordnet anzusehen. 3.3 Nicht finanzielle Leistungsindikatorenscroll
Die Flotte der HCI HAMMONIA SHIPPING AG zeichnete sich durch eine sehr hohe technische Verfügbarkeit aus. Nach Berücksichtigung der technisch bedingten Off-hire Tage liegt die Einsatzbereitschaft der Flotte bei über 99 %. Dieses Ergebnis spiegelt den technisch einwandfreien Zustand der Schiffe und den hohen Ausbildungsgrad der Mannschaften wider und ist auf die Leistungsfähigkeit der technischen Bereederung zurückzuführen. 3.4 NachtragsberichtObwohl schon zum Ende des Jahres 2011 die Verhandlungen im Zusammenhang mit der Übernahme der Mehrheit an der Schiffsgesellschaft des MS "ANTOFAGASTA" abgeschlossen werden konnten, verzögerte sich der Beitritt zur Gesellschaft um einige Wochen aufgrund eines technischen Zwischenfalls: Am 12. Dezember 2011 gelangte Wasser in das Schmieröl der Hauptmaschine des MS "ANTOFAGASTA" und verursachte eine Beschädigung von Lagern in verschiedenen Bereichen der Hauptmaschine. Vor diesem Hintergrund wurde der Beitritt der HCI HAMMONIA SHIPPING AG zur Schiffsgesellschaft unter den Vorbehalt gestellt, dass die Schadensursache eindeutig festgestellt und der Schaden abschließend repariert werden kann, die bestehende Charter mit A.P Moeller-Maersk bestehen bleibt und der aufgetretene Schaden von der Versicherung gedeckt ist. Sämtliche Bedingungen wurden erfüllt, so dass die HCI HAMMONIA SHIPPING AG mit Wirkung vom 10. Februar 2012 eine mehrheitliche Beteiligung in Höhe von 51 % an der Schiffsgesellschaft des MS "ANTOFAGASTA" hält. Darüber hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung zwischen dem Ende des Jahres 2011 und dem Datum dieser Berichterstattung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss haben könnten. 3.5 Risiko- und Chancenbericht3.5.1 RisikoberichtEin systematisches und effizientes Risikomanagement stellt für den Vorstand der HCI HAMMONIA SHIPPING AG eine sich ständig weiterentwickelnde Aufgabe dar. Der Konzern verfügt über ein gut ausgebautes, DV-gestütztes Risikomanagementsystem. Die integralen Bestandteile des Systems sind sowohl die systematische Risikoidentifikation und Risikobewertung als auch Maßnahmen zur Vermeidung, Verminderung und Begrenzung von Risiken. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der Früherkennung bestandsgefährdender Risiken. Wesentliche Risiken resultieren aus dem Schiffsbetrieb, aus der Finanzierungstätigkeit, aus Wechselkursänderungen sowie aus der Rechtsform und der Börsennotierung. Das Management der mit dem Schiffsbetrieb und der Finanzierung zusammenhängenden Risiken liegt in der Verantwortung der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, die alle Schiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG bereedert. Die Risikoüberwachung sowie aktien- und kapitalmarktrechtliche Betreuung leistet neben dem Vorstand die HCI Concept GmbH & Co. KG. Folgende Hauptrisikogruppen werden im Rahmen des Risikomanagementsystems abgebildet: Marktbezogene RisikenDer Konzern erzielt Einkünfte aus dem Betrieb von Schiffen. Daraus resultieren im Wesentlichen folgende Einzelrisiken: Die aus der Vercharterung der Schiffe erzielten Erlöse decken nicht die Schiffsbetriebskosten, den Kapitaldienst oder ermöglichen keine angemessene Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals Die 2.500 TEU und 3.100 TEU Containerschiffe des Konzerns sind Mitglieder in größenspezifischen Einnahmepools, die das Risiko der Nichtbeschäftigung oder der Beschäftigung zu nicht auskömmlichen Charterraten mindern sowie eine Glättung von Markthöhen und -tiefen ermöglichen. Neuabschlüsse einzelner Schiffe in den Einnahmepools zu unterdurchschnittlichen Raten können jedoch das Poolergebnis reduzieren. Das gleiche gilt für den Fall, dass Poolmitglieder zeitweise keine Beschäftigung finden. Als Poolmanager fungiert die Peter Döhle Schiffahrts-KG, eine der bekanntesten und renommiertesten deutschen Reedereien und Maklereien in Privatbesitz. Das Containerschiff "HAMMONIA PESCARA" ist bis Juli 2014 an die Reederei United Arab Shipping Company S.A.G. fest verchartert. Die drei 7.800 TEU Containerschiffe, die "HAMMONIA FIONIA", "HAMMONIA DANIA" und "HAMMONIA HAFNIA", sowie das Containerschiff "ANTOFAGASTA" sind von der weltgrößten Containerschiffsreederei A.P. Moeller-Maersk fest eingechartert. Die drei erstgenannten bis Mitte Februar 2018, das MS "ANTOFAGASTA" bis Mitte März 2013. Hierdurch wird eine mittel- bzw. langfristige Stabilisierung der Ertragssituation gewährleistet. Die Charterer der Schiffe werden illiquide oder zahlen die vereinbarten Chartern nicht vertragsgemäß Der Konzern betreibt seine Containerschiffe in den Größenklassen 2.500 TEU und 3.100 TEU in größenspezifischen Einnahmepools, die auch das individuelle Adressrisiko der einzelnen Charterer reduzieren. Generell kann nicht ausgeschlossen werden, dass Charterer einzelner Schiffe Charterraten verspätet oder gar nicht bezahlen oder illiquide werden. Als Mitglieder eines Einnahmepools würde dies mittelbar auch die Schiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG betreffen. Zur Risikominderung werden Charterer, die sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden, vom Poolmanager und den Schiffseigentümern bei ihren Restrukturierungsbemühungen aktiv begleitet. Die Schiffe werden im Betrieb stark beschädigt, sinken oder verursachen Schäden bei Dritten Für die typischen Risiken aus dem Betrieb von Seeschiffen, der starken Beschädigung, aus Untergang oder verursachten Schäden an Dritten, wird durch den Bereederer ein adäquater Versicherungsschutz eingedeckt. WechselkursrisikoAus dem Betrieb der Schiffe werden ausschließlich USD-Einkünfte erzielt, Teile der Schiffsbetriebskosten sowie in Zukunft zu zahlende Dividenden fallen jedoch in EUR an. Aus diesem Grund betreibt die HCI HAMMONIA SHIPPING AG zur Verminderung von Währungs- und Zinsänderungsrisiken ein aktives Zins- und Währungsmanagement. Dabei werden die Schiffe weitestgehend währungskongruent finanziert und verbleibende Wechselkursrisiken, soweit entsprechende Zahlungsvorgänge schon feststehen, abgesichert. Die Schiffsgesellschaften des MS "ANTOFAGASTA" und des MS "HAMMONIA PESCARA" sind teilweise durch JPY-Darlehen finanziert. Neben der Divergenz zwischen der Dividenden- und der Einnahmenwährung ergibt sich auch ein Währungsrisiko aus der Divergenz zwischen dem operativen Cashflow und dem Schiffswert in US-Dollar und der Finanzierung in japanischen Yen. Daraus resultieren Liquiditätsrisiken aus den laufenden Tilgungs- und Zinsleistungen und Finanzierungsrisiken bzgl. sogenannter "Währungsklauseln". Da die betreffenden Darlehen nur teilweise in japanischen Yen valutieren und die betreffenden Schiffe feste Chartern haben, ist das Risiko eines Liquiditätsengpasses aufgrund eines stärker werdenden japanischen Yen als gering einzuschätzen. Die Währungsklauseln sind derzeit außer Kraft gesetzt oder so angepasst, dass kein unmittelbares Risiko besteht. ZinsänderungsrisikoZur Finanzierung der Schiffe wird auch Fremdkapital eingesetzt. Das Zinsänderungsrisiko wird durch Abschluss derivativer Zinssicherungsgeschäfte teilweise begrenzt. Für den nicht über langfristige Zinsfestschreibungen oder den Abschluss derivativer Zinssicherungsgeschäfte abgesicherten Teil der Fremdfinanzierung besteht ein Zinsänderungsrisiko. FinanzierungsänderungsrisikoDie Finanzierungskonditionen sind grundsätzlich für die gesamte Vertragslaufzeit festgeschrieben. Bei der Verletzung bestimmter vertraglicher Auflagen hat die finanzierende Bank die Möglichkeit, die Finanzierungskonditionen nachzuverhandeln bzw. das Recht, die Finanzierung fällig zu stellen. Zur Risikominimierung finden regelmäßig und frühzeitig aktive Verhandlungen mit den Finanzierungspartnern statt. Unternehmensbezogene RisikenNeben den dargestellten spezifischen Risiken aus dem Schiffsbetrieb unterliegt der Konzern auch unternehmensbezogenen Risiken. Hierbei sind für den Erfolg des Konzerns die Qualität des Managements und wichtiger Dienstleister sowie die Reputation bei Investoren, Geschäftspartnern und Marktbeobachtern maßgeblich. In diesem Zusammenhang hat sich der Konzern durch die langjährige Bestellung der Vorstandsmitglieder abgesichert. Wichtige operative und administrative Funktionen werden von qualifizierten und erfahrenen Dienstleistern auf der Grundlage von langfristig geschlossenen Serviceverträgen erbracht. Zusätzlich werden innovative Finanzierungskonzepte erarbeitet, rechtzeitige und umfassende Aktionärsinformationen durchgeführt sowie auf Änderungen des Umfeldes schnell reagiert. Es bestehen keine Risiken aus der Bestellung spekulativer Neubauten. Des Weiteren sind die Finanzierungen für die Flotte durch langfristige Kreditverträge mit in der Schiffsfinanzierung etablierten Banken gesichert. Bestandsgefährdungspotenziale wie Überschuldung, Zahlungsunfähigkeit oder sonstige Risiken mit besonderem oder schwerwiegendem Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage liegen nicht vor. 3.5.2 Internes Kontroll-System (IKS)Das interne Kontroll-System des Konzerns der HCI HAMMONIA SHIPPING AG bestimmt die erforderlichen Maßnahmen zur zeitnahen, vollständigen und korrekten Übermittlung von Belegen, Daten und Informationen, die für die Aufstellung der Jahresabschlüsse der Konzerngesellschaften, des Konzernabschlusses nach IFRS und des Konzernlageberichts erforderlich sind. Durch das verwendete interne Kontroll-System sollen Risiken einer fehlerhaften Darstellung im internen als auch im externen Rechnungswesen weitestgehend vermieden werden. Allerdings muss darauf hingewiesen werden, dass das System keine absolute Sicherheit auf fehlerfreie Darstellung bieten kann und insoweit ein Restrisiko bestehen bleibt. Die Buchhaltung stellt die Basis des internen und externen Rechnungswesens dar. Die Buchhaltungen, d. h. die Abbildung der laufenden Geschäftsvorfälle und Verträge der Konzerntöchter als Basis für den darauf aufbauenden Konzernabschluss nach IFRS, werden in der erforderlichen IFRS-Hauswährung USD erfasst und verbucht. Die Buchhaltung wird von der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG im Rahmen des jeweils zwischen den Konzerntochtergesellschaften und der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG bestehenden Bereederungsvertrags durchgeführt. Die hieraus resultierenden finalen Summen- und Saldenlisten der einzelnen Konzerntochtergesellschaften werden danach mit einer Schnittstelle für den Daten-Import in ein separates Konzernbuchhaltungsprogramm aufbereitet. Dabei werden die für den HCI HAMMONIA SHIPPING AG Konzern aufgestellten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konzernbilanzierungsgrundsätze entsprechend angewendet und einheitliche Anforderungen zur Darstellung und Erfassung konzerninterner Geschäftsvorfälle berücksichtigt. Die Konzernbuchhaltung und Konzernbilanzerstellung nach IFRS wird von einem extern beauftragten Wirtschaftsprüfer auf Grundlage der für das Mutterunternehmen geltenden IFRS-Vorschriften und den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konzernrichtlinien der AG erstellt. Als wesentliche Kontrollinstrumente für die korrekte und vollständige Abbildung der Geschäftsvorfälle der Konzerngesellschaften sind folgende Mechanismen implementiert:
3.5.3 Chancen der zukünftigen EntwicklungTrotz derzeit sinkender Frachtraten und der aktuellen Korrektur der Charterraten ist das Verhältnis von Angebots- und Nachfragewachstum im Bereich der für die HCI HAMMONIA SHIPPING AG wichtigen Schiffsgrößen bis zu 4.500 TEU aus Sicht der Schiffseigner vorteilhaft. Für die HCI HAMMONIA SHIPPING AG ergeben sich Chancen aus der mittel- und langfristig steigenden Nachfrage nach Schiffstonnage und entsprechend höheren Chartererlösen. Die Gesellschaft verfügt über moderne Schiffe, die den hohen Anforderungen der Kunden - insbesondere im Hinblick auf die geltenden Sicherheitsstandards - gerecht werden. Aufgrund der noch zu erwartenden langen Nutzungsdauer der Flotte können Krisen in guten Marktphasen kompensiert werden. Zudem bietet das auf der letztjährigen Hauptversammlung geschaffene genehmigte Kapital die Möglichkeit, weitere Schiffstonnage zu vorteilhaften Konditionen anzubinden. Dadurch könnte die Schiffstonnage insgesamt verbilligt und das zukünftige Ertragspotenzial gesteigert werden. Die Umsetzbarkeit solcher Konzepte wurde mit der erfolgreichen Anbindung zweier Containerschiffe in den Jahren 2010 und 2011 bewiesen. Ähnlich wie im Fall des MS "ANTOFAGASTA" und des MS "HAMMONIA PESCARA", besteht bei Banken und Emissionshäusern weiterhin die Notwendigkeit, Schiffe aufgrund notleidender Kredite zu veräußern bzw. in alternative Finanzierungskonzepte zu überführen. Da die Kapitalbeschaffung über den deutschen KG-Markt derzeit nur begrenzt möglich ist und Banken aus firmenpolitischen und regulatorischen Gründen kein Interesse daran haben, die Schiffe komplett in Ihr Eigentum zu übernehmen, kann die HCI HAMMONIA SHIPPING AG mit den genehmigten Mitteln, d. h. Ausgabe neuer Aktien oder Ausgabe von Genussrechten gegen Bareinlage und / oder Sacheinlage, von der aktuell angespannten Finanzierungssituation profitieren. Eine weitere Chance liegt in der Erstarkung des US-Dollars gegenüber dem Euro. Da der Großteil der Zahlungsströme und Sachwerte in US-Dollar nominiert ist, wird die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage von einem stärkeren US-Dollar positiv beeinflusst. Auch eine Abschwächung des historisch gesehen starken Japanischen Yen birgt Chancen. 3.6 PrognoseberichtIn den folgenden Prognosen sind Annahmen enthalten, die auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen worden sind. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von den erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr können wir für diese Angaben daher nicht übernehmen. Die nachfolgenden Prognosen beziehen sich auf die nach dem Berichtsjahr folgenden 24 Monate. In seiner neuesten Ausgabe des World Economic Outlook Update vom Januar 2012 hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognosen für das Wachstum der Weltwirtschaft für die Jahre 2012 und 2013 erneut geringfügig gesenkt. So liegt die aktuelle Prognose des IWF für das Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2012 bei 3,3 %. Das Weltwirtschaftswachstum ist weiter positiv, wird voraussichtlich jedoch um 0,7 Prozentpunkte geringer ausfallen als noch im September 2011 erwartet. Die Steigerung der Wirtschaftsleistung wird dabei erneut in den Schwellenländern mit 5,4 % höher ausfallen als in den Industrieländern, für die ein durchschnittliches Wachstum von 1,2 % prognostiziert wird. Für das Jahr 2013 rechnet der IWF mit einem moderaten Anstieg der Wachstumsrate auf 3,9 %. Vor diesem Hintergrund wird auch bei dem für die Containerschifffahrt wichtigen Welthandelsvolumen mit einer weiteren Zunahme gerechnet, wenn auch mit gegenüber der Prognose vom September 2011 geringeren Zuwachsraten. So prognostiziert der IWF für das Jahr 2012 ein Wachstum des Welthandelsvolumens von lediglich 3,8 %. Für das Jahr 2013 wird wieder von einem höheren Wachstum von 5,4 % ausgegangen. Diese Erwartungen für die Konjunkturentwicklung stehen allerdings unter dem Vorbehalt, dass es zu keiner erneuten Zuspitzung der Staatsschuldenkrise mit negativen Auswirkungen auf die realwirtschaftliche Entwicklung kommt. Für die Jahre 2012 und 2013 geht Clarkson ins seinem Container Intelligence Monthly Report aus Januar 2012 von einer Zunahme des Containerumschlags von 6,5 % bis 7,7 % für 2012 und von 7,5 % bis 8,3 % für 2013 aus. Die größten Zuwächse werden dabei für die Nord-Süd-Strecken prognostiziert. Die Erwartungen für das Flottenwachstum bewegen sich für das Jahr 2012 zwischen 6,0 % und 9,2 % und für das Jahr 2013 zwischen 8,0 % und 11,0 % (Clarkson, Alphaliner Monthly Monitor Januar 2012, Maersk Broker Container Charter Market November / Dezember 2011 sowie Howe Robinson Shipbrokers Annual Containership Review 2011). Die größere Bandbreite der Prognosen für das Flottenwachstum resultiert daraus, dass von den einzelnen Analysehäusern unterschiedliche Faktoren wie Verschiebungen von Ablieferungsterminen, Verschrottung von Schiffen sowie Slow Steaming in die Prognosen einbezogen werden. Den größten Kapazitätszuwachs werden die großen Containerschiffsegmente verzeichnen. So betreffen gemäß Alphaliner 79 % des aktuellen Orderbuchs Einheiten über 5.000 TEU. In Abhängigkeit der oben genannten adjustierenden Faktoren kann für das Jahr 2012 im Großen und Ganzen noch von einem Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage ausgegangen werden. Da das starke Angebotswachstum vorrangig die großen Containerschiffe ab 5.000 TEU betrifft, bestehen mittelfristig Marktchancen vor allem für kleine bis mittelgroße Containerschiffe, die in den Zuliefererverkehren eingesetzt werden. Somit sind die Aussichten für die 2.500 und 3.100 TEU Poolschiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG mittelfristig weiterhin gut. Die mittelgroßen und teilweise mit Kränen versehenen Einheiten sind sehr gut geeignet für die stark wachsenden Feederverkehre und die regionalen Dienste Südasiens und Afrikas. Vor diesem Hintergrund erwarten wir eine überproportionale Zunahme der Nachfrage, der ein knappes Angebot gegenüber steht. Diese Marktlage sollte mittelfristig wieder Charterratenerhöhungen erlauben, die - mit der poolbedingten Verzögerung - auch zu einer deutlich verbesserten Ertragslage der Gesellschaft insgesamt führen. Die relativ jungen 2.500 TEU und 3.100 TEU Schiffe, die über einen vergleichsweise geringen Treibstoffverbrauch sowie über ausreichend viele Kühlcontaineranschlüsse verfügen, sollten zuerst von der Verbesserung des Chartermarktes profitieren. Allerdings ist zu erwarten, dass der Markt in den nächsten Jahren stark von dem sogenannten Kaskadeneffekt beeinflusst wird, d. h. der Verdrängung kleinerer Schiffe durch größere Schiffsklassen. Die Frachtraten für Container steigen derzeit an, da die Linienreedereien den ruinösen Preiskampf um Containermarktanteile augenscheinlich beendet haben. Anfang des Jahres kündigten alle führenden Linienreedereien an, die Frachtraten für Container Anfang März deutlich zu erhöhen. Die Frachtraten von China nach Europa haben sich im März um 700-800 USD / TEU auf ungefähr 1.500 USD / TEU gesteigert. Ende Februar kündigte der Weltmarktführer Maersk an, die Frachtraten im April um zusätzliche 400 USD / TEU zu erhöhen. Eine erfolgreiche Umsetzung der geplanten Frachtratenerhöhungen ist Voraussetzung für eine Erholung der Charterraten. In dem Maße, wie sich die Finanzmärkte beruhigen und damit eine weitere Konjunkturerholung nicht länger behindern, rechnen wir auch mit einer Erholung der Nachfrage nach Containertransporten. Gleichzeitig ist angesichts des geringen Orderbuchs für Schiffe unter 5.000 TEU und der eingeschränkten Finanzierungsmöglichkeiten für Neubauten eine kurz- und mittelfristige Ausweitung der Kapazitäten begrenzt. Jede signifikante Erhöhung der Transportnachfrage würde damit auf ein begrenztes Angebot treffen. Folglich dürfte eine nachhaltige konjunkturelle Erholung zu einer überproportionalen Erholung der Charterraten führen. Angesichts der neuerlichen positiven Entwicklung der Finanzmärkte und der Wirtschaftserholung in den USA sollte der Zeitpunkt für eine solche Erholung nah sein. Allerdings ist die wirtschaftliche Entwicklung in Europa und China immer noch schwer abzuschätzen. Die Umsatzerlöse werden sich trotz des Zugangs des MS "ANTOFAGASTA" aufgrund der im Vergleich zu 2011 für 2012 erwarteten niedrigeren durchschnittlichen Charterraten und des durch die Poolbeschäftigung bedingten Verzögerungseffekts voraussichtlich insgesamt leicht verringern. Demgegenüber werden die Schiffsbetriebskosten in 2012, hauptsächlich aufgrund des Zugangs des MS "ANTOFAGASTA", ansteigen. Per Saldo rechnen wir daher mit einem verminderten Schiffsbetriebsüberschuss. Weiterhin werden die Zinsaufwendungen ebenfalls durch den Neuzugang des Tochterunternehmens und die dadurch bedingte Erhöhung der Finanzverbindlichkeiten sowie eine erwartete Zinssteigerung trotz der Tilgungsleistungen ebenfalls zunehmen. Gleiches gilt für die Abschreibungen aufgrund des neu hinzugekommenen Schiffs. Weiterhin rechnen wir für 2012 im Vergleich zu 2011 mit einem geringfügig stärkeren USD-Jahresdurchschnittswechselkurs. Auf dieser Basis erwarten wir für das Jahr 2012 insgesamt ein positives Ergebnis vor Zinsen, jedoch ein negatives Konzernergebnis nach Zinsen und Steuern. Mögliche Sondereinflüsse sind hierbei nicht berücksichtigt. Für das Jahr 2013 rechnen wir mit einem Anstieg der Umsatzerlöse aufgrund einer weiteren Markterholung sowie des Nachzieheffektes aus den Poolchartererlösen bei ansonsten nur moderat steigenden Kosten. Lediglich bei den Zinsaufwendungen erwarten wir aufgrund der Tilgungen eine Reduzierung gegenüber dem Planjahr 2012. Insgesamt gehen wir daher für das Jahr 2013 von einem leicht negativen bis ausgeglichenen Konzernergebnis vor Sondereffekten aus. Hinsichtlich der Entwicklung der Finanzsituation sehen wir für das Jahr 2012 eine Abnahme der verfügbaren liquiden Mittel aufgrund der wieder voll zu erbringenden Tilgungsleistungen bei allen Tochterunternehmen bei gleichzeitig nicht auskömmlichen Chartererlösen aus den Einnahmepools. Trotz der Abnahme der liquiden Mittel rechnen wir für 2012 mit einer noch ausreichenden Liquidität, um den Schuldendienst der Schiffe zu leisten, der jederzeitige Nachweis vereinbarter Liquiditätsreserven ist dagegen von der Dynamik der Markterholung abhängig. Für das Jahr 2013 rechnen wir in Abhängigkeit von der weiteren Marktentwicklung dagegen mit notwendigen weiteren Tilgungsstundungen. Daher sollen mit den finanzierenden Banken Verhandlungen aufgenommen werden, um die Liquiditätssituation des Unternehmens nachhaltig zu sichern. Wir erwarten, dass diese Verhandlungen erneut mit einem konstruktiven Ergebnis geführt werden können. Darüber hinaus werden weitere Finanzierungsmaßnahmen, wie beispielsweise eine Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder die Begebung weiterer Genussrechte noch näher geprüft. Auf Basis der vorgenannten Maßnahmen wird die Liquidität jederzeit ausreichend sein, um allen Zahlungsverpflichtungen der Konzerngesellschaften nachzukommen. Liquiditätsrisiken, die den Bestand des Konzerns gefährden könnten, sehen wir derzeit nicht. 3.7 Grundzüge des VergütungssystemsMitglieder des Aufsichtsrats erhalten gemäß Satzung eine feste jährliche Vergütung von 5.000,00 EUR für jedes Mitglied. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Eineinhalbfache dieses Betrages. Der Vorstand erhält keine Vergütung. 3.8 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Holdinggesellschaft HC! HAMMONIA SHIPPING AG3.8.1 ErtragslageDie Ertragslage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG stellt sich wie folgt dar: scroll
Die Ertragslage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist im Wesentlichen gekennzeichnet durch Erträge aus Beteiligungen. Die Beteiligungserträge aus den Einschiffskommanditgesellschaften stellen sich wie folgt dar: scroll
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 703 TEUR betreffen im Wesentlichen eine Projektgebühr aus der Begebung eines Genussrechts (400 TEUR) sowie Kurserträge aus der Bewertung von Devisenbeständen (355 TEUR). Der vergleichsweise hohe Vorjahresbetrag von 5.487 TEUR resultierte aus Zuschreibungen auf Finanzanlagen (Schiffsbeteiligungen) in Höhe von 5.184 TEUR. Im Berichtszeitraum fielen sonstige betriebliche Aufwendungen von insgesamt 2.179 TEUR an. Diese resultierten im Wesentlichen aus Servicekosten (1.525 TEUR) sowie Prüfungs-, Steuerberatungs- und Rechtsberatungskosten (371 TEUR). Die Zinsaufwendungen in Höhe von 323 TEUR resultieren aus Zinsen und Bearbeitungsgebühren aus der Begebung von Genussrechten. Insgesamt ergab sich im Berichtszeitraum ein Jahresüberschuss von 4.508 TEUR. Unter Einbeziehung des Gewinnvortrages aus dem Vorjahr von 11.307 TEUR, ergibt sich ein Bilanzgewinn von 15.815 TEUR. 3.8.2 FinanzlageDie Finanzlage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG kann mit Hilfe einer Kapitalflussrechnung veranschaulicht werden. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet dabei zwischen Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. scroll
Die Ermittlung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Im Berichtszeitraum weist die HCI HAMMONIA SHIPPING AG einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 395 TEUR aus. Bei einem Cashflow aus der Investitionstätigkeit von +3.107 TEUR und einer währungsbedingten Veränderung der liquiden Mittel von +291 TEUR sowie unter Berücksichtigung der liquiden Mittel vom Anfang der Periode in Höhe von 992 TEUR, ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Bestand an liquiden Mitteln von 4.785 TEUR. Der positive Cashflow aus der Investitionstätigkeit resultiert aus der Rückzahlung frei verfügbarer Kapitalrücklagen einzelner Schiffskommanditgesellschaften sowie aus einer Liquiditätsausschüttung einer Schiffskommanditgesellschaft. Die Cashflow-Kennzahlen enthalten als wesentlichen unbaren Investitions- und Finanzierungsvorgang die Begebung eines Genussrechts in Höhe von 5.800 TEUR im Wege der Sacheinlage einer Darlehensforderung sowie der Gewährung eines Anspruchs auf einen Baranteil. Die liquiden Mittel resultieren in Höhe von 915 TEUR aus Anschaffungskostenzuschüssen zum Erwerb einer mehrheitlichen Beteiligung an einer Schiffskommanditgesellschaft. Diese unterliegen einer Mittelverwendungsabrede und sind bedingt rückzahlbar, sofern es nicht zum Erwerb der Beteiligung kommt. Weitere 4.000 TUSD (3.091 TEUR) stehen der HCI HAMMONIA SHIPPING AG nur eingeschränkt zur Verfügung, da sie der Absicherung von Stundungsvereinbarungen bei sieben Schiffskommanditgesellschaften dienen. 3.8.3 VermögenslageDie Vermögenslage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG stellt sich wie folgt dar: scroll
Das Anlagevermögen der Gesellschaft umfasst zum Bilanzstichtag ausschließlich Finanzanlagen, welche in Höhe von 164.051 TEUR die Beteiligungen an Einschiffsgesellschaften in der Rechtsform der GmbH & Co. KG und deren Komplementärgesellschaften betreffen. Weitere 5.367 TEUR ergeben sich aus der Einlage der Eigenkapitalzwischenfinanzierung an der FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG durch das die Einschiffsgesellschaft finanzierende Kreditinstitut im Rahmen der Begebung eines Genussrechts. Daneben erhöhte sich das Finanzanlagevermögen gegenüber dem Vorjahr durch die Einlage von Gewinnansprüchen in das Eigenkapital (freie Kapitalrücklagen) einzelner Tochtergesellschaften. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verminderten sich entsprechend durch die Einlage der Gewinnansprüche. Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Ansprüche in Höhe von insgesamt 833 TEUR im Zusammenhang mit der Begebung eines Genussrechts. Die Verminderung des Rechnungsabgrenzungspostens resultiert aus dem Verbrauch der Vorauszahlung von Verwaltungskosten aus einem Servicevertrag. Die liquiden Mittel der HCI HAMMONIA SHIPPING AG haben sich gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen durch Zuflüsse aus den Tochtergesellschaften erhöht. Weitere Liquiditätszuflüsse resultieren aus der Auszahlung von Zuschüssen zum Erwerb einer mehrheitlichen Beteiligung an der FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG. Die Anschaffungskostenzuschüsse unterliegen einer Mittelverwendungsabrede und sind bedingt rückzahlbar, sofern es nicht zum Erwerb der Beteiligung kommt. Die Bilanz der HCI HAMMONIA SHIPPING AG weist zum Abschlussstichtag ein Eigenkapital in Höhe von 165.870 TEUR aus, welches sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 13.641 TEUR, den Kapitalrücklagen in Höhe von 136.409 TEUR, der gesetzlichen Rücklage von 5 TEUR und dem Bilanzgewinn von 15.815 TEUR zusammensetzt. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr beruht auf dem Jahresüberschuss in Höhe von 4.508 TEUR. Die Verbindlichkeiten der HCI HAMMONIA SHIPPING AG haben sich im Wesentlichen durch die Begebung eines weiteren Genussrechts in Höhe von 5.800 TEUR gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 7.040 TEUR erhöht. Die Begebung des Genussrechts erfolgte im Wesentlichen unbar im Wege der Einlage einer Darlehensforderung gegenüber einer Einschiffsgesellschaft. Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um 796 TEUR resultiert aus der Vereinnahmung von bedingt rückzahlbaren Anschaffungskostenzuschüssen im Rahmen des Abschlusses eines Rahmenvertrags in Zusammenhang mit der Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an der FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist insgesamt als geordnet anzusehen. 3.9 Berichterstattung nach § 289 Abs. 4 bzw. § 315 Abs. 4 HGBDas Grundkapital beträgt 13.641.400,- EUR und ist eingeteilt in 136.414 Stück nennwertlose Inhaberaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils 100 EUR. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Alle ausgegebenen Aktien sind mit denselben Rechten ausgestattet. Der Verkauf oder die Übertragung der Aktien ist nicht beschränkt. Beschränkungen, die Stimmrechte betreffen, gibt es nicht. Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die zum 31. Dezember 2011 10 % der Stimmrechte überschreiten, bestehen zu Gunsten der HSH Nordbank AG, Martensdamm 6, Kiel (18,69 %). Die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, Elbchaussee 370, Hamburg, hält eine Beteiligung in Höhe von 9,97 %. Die Peter Döhle Schiffahrts-KG, Elbchaussee 370, Hamburg, die über eine Tochtergesellschaft indirekt 3,36 % hält, ist an der HAMMONIA Reederei zu 32 % beteiligt und rechnet sich die Anteile der HAMMONIA Reederei zu. Die Peter Döhle Schiffahrts KG überschreitet mit 13,10 % die Grenze von 10 % der Stimmrechte. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht. Arbeitnehmer, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, sind nicht am Grundkapital beteiligt. Nach § 84 AktG obliegt dem Aufsichtsrat die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern. Die Satzung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG enthält keine hiervon abweichenden Bestimmungen. Für Satzungsänderungen ist nach § 179 AktG grundsätzlich eine Dreiviertelmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals erforderlich. Die Satzung kann laut Gesetz eine andere, im Falle einer Änderung des Unternehmensgegenstands jedoch nur eine größere, Kapitalmehrheit vorsehen. In dieser Hinsicht bestimmt die allgemeine Regelung des § 11 Abs. 2 der Satzung: "Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit nicht zwingend gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst." Für bestimmte Beschlussgegenstände sieht das Gesetz zwingend höhere Kapitalmehrheiten und / oder weitere Erfordernisse vor. Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen, können gemäß § 14 der Satzung vom Aufsichtsrat beschlossen werden. Der Vorstand wurde mit Beschlussfassung der ordentlichen Hauptversammlung vom 11. Juni 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 10. Juni 2015 das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 6.820.700,- EUR durch ein- oder mehrmaliges Angebot von nennwertlosen Inhaberaktien (Stückaktien) gegen Bar- und / oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Der Vorstand wird zusammen mit dem Aufsichtsrat über den Zeitpunkt der Durchführung einer Kapitalerhöhung beschließen. Weiteres genehmigtes Kapital existiert nicht. Bedingtes Kapital besteht nicht. Weiterhin wurde mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 11. Juni 2010 der Vorstand zur Ausgabe von Genussrechten gegen Bar- oder Sachleistung in Höhe von bis zu 75 Millionen EUR ermächtigt. Der Vorstand wird zusammen mit dem Aufsichtsrat über die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Genussrechte beschließen. Von dieser Ermächtigung wurde bereits mit Beschluss vom 9. / 17. Dezember 2010 in Höhe von 7.450.000 EUR sowie mit Beschluss vom 8. / 29. Dezember 2011 in Höhe von 5.800.000 EUR Gebrauch gemacht. Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels in Folge eines Übernahmeangebots stehen und die nach Maßgabe des § 289 Abs. 4 Nr. 8 HGB offenlegungspflichtig sind. Es existieren keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind. 3.10 Erklärung zur Unternehmensführung3.10.1 Arbeitsweise von Vorstand und AufsichtsratVorstandDie Führungs- und Kontrollstruktur der HCI HAMMONIA SHIPPING AG weist eine duale Unternehmensverfassung gemäß dem deutschen Aktienrecht auf. Die zwei Mitglieder des Vorstands leiten das Unternehmen eigenverantwortlich unter der Zielsetzung, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Der Vorstand trifft sich in der Regel alle vier Wochen zu turnusmäßigen Vorstandssitzungen und steht auch darüber hinaus laufend in einem intensiven Kontakt. Der gesamte Vorstand entscheidet in allen Angelegenheiten, in denen nach dem Gesetz, der Satzung oder der Geschäftsordnung des Vorstands eine Beschlussfassung durch den gesamten Vorstand vorgeschrieben ist. Geschäfte, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, sind im Rahmen der Geschäftsordnung des Vorstands festgelegt. Der Vorstand unterrichtet den Vorsitzenden des Aufsichtsrats regelmäßig über die geschäftliche Lage des Unternehmens. Bei sonstigen wichtigen Anlässen, die erheblichen Einfluss auf die Geschäftslage entfalten können, hat er dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats unverzüglich zu berichten. AufsichtsratDer Aufsichtsrat der HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist in überwachender und beratender Funktion tätig. Er besteht aus drei Mitgliedern. Der Aufsichtsrat zeichnet unter anderem für die Billigung und damit Feststellung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses der HCI HAMMONIA SHIPPING AG verantwortlich und steht hierzu in engem Kontakt mit den Abschlussprüfern. Die Mitglieder des Aufsichtsrats stehen in keinen geschäftlichen oder persönlichen Beziehungen zum Unternehmen, die einen Interessenkonflikt und eine damit eingeschränkte Unabhängigkeit bedeuten würden. Zusammenarbeit von Vorstand und AufsichtsratDer Vorstand arbeitet mit dem Aufsichtsrat zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Er stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und erörtert mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand der Strategieumsetzung. Der regelmäßige Kontakt zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ist integraler Bestandteil einer effektiven Zusammenarbeit im Interesse des Unternehmens. In den vier turnusmäßigen Sitzungen des Aufsichtsrats berichtet der Vorstand über die beabsichtigte Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen des Unternehmens, insbesondere die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, die Risikolage, das Risikomanagement und das Risikocontrolling. Außerdem berichtet der Vorstand mindestens einmal jährlich über grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung. Auftretende Interessenkonflikte werden von den Vorstandsmitgliedern unverzüglich an den Aufsichtsrat berichtet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine Interessenkonflikte einzelner Vorstandsmitglieder aufgetreten. Der Aufsichtsratsvorsitzende hält mit dem Vorstand regelmäßig Kontakt und berät und überwacht mit ihm die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement der HCI HAMMONIA SHIPPING AG. Der Aufsichtsratsvorsitzende wird über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, unverzüglich durch den Vorstand informiert. Soweit dies erforderlich ist, unterrichtet der Aufsichtsratsvorsitzende den Aufsichtsrat umgehend und beruft gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung ein. 3.10.2 Angaben zu UnternehmensführungspraktikenÜber die gesetzlichen Anforderungen hinaus sind innerhalb der HCI HAMMONIA SHIPPING AG keine speziellen Richtlinien für bestimmte Unternehmensführungspraktiken festgeschrieben. 3.11 Corporate Governance BerichtDer Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) benennt Regeln und Leitlinien für die Unternehmensführung und -überwachung börsennotierter Unternehmen in Deutschland. Der DCGK stärkt dabei die Transparenz und Effizienz der Unternehmensleitung und soll das Vertrauen nationaler und internationaler Anleger sowie anderer Stakeholder in die Leitung und Überwachung börsennotierter Gesellschaften fördern. Vorstand und Aufsichtsrat der HCI HAMMONIA SHIPPING AG bekennen sich zu den grundlegenden Zielen des Kodex. Die spezifische Ausgestaltung der Unternehmensaktivitäten führt jedoch zu einer Reihe an Abweichungen von den Empfehlungen des Kodex. Vorstand und Aufsichtsrat der HCI HAMMONIA SHIPPING AG verfolgen das Ziel, eine attraktive und nachhaltige Rendite für die Aktionäre der Gesellschaft zu erwirtschaften und den Wert des Unternehmens langfristig zu steigern. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist eine Managementholding für Schiffsinvestments. Die Börsennotierung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG verfolgt den Zweck, insbesondere institutionellen Investoren den einfachen und flexiblen Zugang zu der attraktiven Anlageklasse der Schiffsinvestments zu ermöglichen. Vorstand und AufsichtsratDer Vorstand und der Aufsichtsrat der HCI HAMMONIA SHIPPING AG sind dem verantwortlichen Handeln zum Wohle der Aktionäre und weiterer Stakeholder der Gesellschaft verpflichtet. Der Vorstand besteht aus zwei Personen, die das Unternehmen eigenverantwortlich leiten. Das Vorstandsmitglied Dr. Karsten Liebing ist Geschäftsführer der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, die Vertragsreeder und Management-Kommanditistin der über Schiffskommanditgesellschaften für die AG angekauften Schiffe ist. Das Vorstandsmitglied Jan Krutemeier ist Geschäftsführer der HCI Concept GmbH & Co. KG, die u.a. die Konzeption von Vermögensanlagen im Bereich geschlossener Schiffsfonds zum Geschäftsgegenstand hat. Die HCI Concept GmbH & Co. KG erbringt umfangreiche Service-, Controlling- und Verwaltungsdienstleistungen für die HCI HAMMONIA SHIPPING AG. Dies ermöglicht die enge Anbindung der Dienstleistungen und des jeweiligen Knowhows dieser Gesellschaften an die HCI HAMMONIA SHIPPING AG. Hieraus potenziell bestehende Interessenkonflikte von Mitgliedern des Vorstands sind im Emissionsprospekt der Gesellschaft detailliert dargelegt. Der Anhang des Geschäftsberichts 2011 enthält Angaben zu den Transaktionen mit nahestehenden Personen und Unternehmen. Die bestehende feste Kooperation der HCI HAMMONIA SHIPPING AG, der HCI Concept GmbH & Co. KG und der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG bildet unserer Auffassung nach ein zentrales Element für die erfolgreiche Umsetzung der Strategie und die Erreichung der Ziele des Unternehmens. Dem dreiköpfigen Aufsichtsrat der HCI HAMMONIA SHIPPING AG gehören derzeit die von der HCI Gruppe und der HAMMONIA Reederei unabhängigen Herren Werner Berg, Michael Hummel und Andreas Uibeleisen an. Ein Mitglied verfügt über langjährige internationale Erfahrung. Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand. Aufgrund seiner geringen Mitgliederzahl hat der Aufsichtsrat keine Ausschüsse gebildet und behandelt die relevanten Themen im gesamten Gremium. Dem Aufsichtsrat steht Herr Werner Berg vor. Der Aufsichtsrat hat mit Blick auf Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex die nachfolgenden Ziele für seine zukünftige Zusammensetzung beschlossen:
Im Geschäftsjahr 2011 stellte sich die Frage nicht, ob die vorgenannten Zielsetzungen für die Wahl des Aufsichtsrats erfüllt worden sind, da keine Aufsichtsratswahl stattgefunden hat. Bei der Frage ob für die im Geschäftsjahr 2012 anstehende Wahl die vorgenannten Zielsetzungen umgesetzt worden sind, ist festzuhalten, dass Frauen in den Auswahlprozess einbezogen worden sind, was sich jedoch nicht in einem Wahlvorschlag konkretisiert hat. AktienbesitzDie Mitglieder des Vorstands sowie des Aufsichtsrats halten keine Anteile in nennenswertem Umfang. KommunikationDie HCI HAMMONIA SHIPPING AG berichtet über das laufende Geschäft in Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen. Detaillierte Angaben erfolgen mit den Jahres- bzw. Halbjahresfinanzberichten. Zu den Entwicklungen im Quartal informiert die Gesellschaft durch Zwischenmitteilungen. Die Website des Unternehmens enthält die relevanten Informationen und Angaben zur Aktie, zur Hauptversammlung sowie den Finanzkalender. Für Fragen stehen Ihnen unsere Ansprechpartner jederzeit unter den angegebenen Kontaktdaten zur Verfügung. 3.11.1 Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktGVorstand und Aufsichtsrat der HCI HAMMONIA SHIPPING AG (die "Gesellschaft") erklären, dass die Gesellschaft den vom Bundesministerium der Justiz am 2. Juli 2010 im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 (im Folgenden "Kodex") mit folgenden Einschränkungen seit der Abgabe der letzten Entsprechenserklärung entsprochen hat und auch in Zukunft entsprechen wird: Ziffer 3.8 Abs. 3 enthält die Empfehlung, dass für Aufsichtsratsmitglieder ein näher bestimmter Selbstbehalt vereinbart werden soll, wenn die Gesellschaft für den Aufsichtsrat eine D&O-Versicherung abschließt. Für die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft besteht eine D&O-Versicherung, die keinen Selbstbehalt vorsieht. Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass die Vereinbarung eines Selbstbehalts für die Aufsichtsratsmitglieder nicht geeignet ist, das Verantwortungsbewusstsein zu verbessern, mit dem die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft die ihnen übertragenen Aufgaben und Funktionen wahrnehmen. Es ist daher auch für die Zukunft nicht geplant, einen Selbstbehalt für die Aufsichtsratsmitglieder einzuführen. Gemäß Ziffer 4.1.5 soll der Vorstand bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity) achten und eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben. Da die Gesellschaft keine eigenen Mitarbeiter beschäftigt, ist diese Empfehlung des Kodex nicht anzuwenden. Gemäß Ziffer 4.2.1 soll der Vorstand einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Eine Ressortzuständigkeit einzelner Vorstandsmitglieder ist bei der Gesellschaft nicht vorgesehen. Da der Vorstand lediglich aus zwei Mitgliedern besteht, die aus Sicht der Gesellschaft gleichberechtigt sein sollen, ist es nicht gewünscht, einen Vorsitzenden zu benennen. Die Ziffern 4.2.2. und 4.2.3. enthalten die Empfehlung, dass das Aufsichtsratsplenum die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder festsetzt sowie das Vergütungssystem für den Vorstand beschließt und regelmäßig überprüft. Weiterhin werden Empfehlungen für die Gestaltung der Vergütung bei vorzeitiger Beendigung von Vorstandsverträgen oder bei Kontrollwechsel ausgesprochen. Da die Mitglieder des Vorstands mit der Gesellschaft keine Vorstandsverträge abgeschlossen haben und für ihre Tätigkeit auch keine Vergütung erhalten, ist nach wie vor über Höhe, Struktur und eingesetzte Instrumente der Vorstandsvergütung nicht zu entscheiden. Auch in den Fällen des vorzeitigen Ausscheidens oder des Kontrollwechsels würden die Vorstandsmitglieder der Gesellschaft keine Vergütung erhalten. Dementsprechend sind die Empfehlungen des Kodex für die konkrete Ausgestaltung der Vorstandsvergütung nicht anwendbar. Gemäß der Ziffern 4.2.4. und 4.2.5. soll die Gesamtvergütung jedes Vorstandsmitglieds in einem Vergütungsbericht offengelegt werden. Da die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft für ihre Tätigkeit für die Gesellschaft keine Vergütung erhalten, kann auch auf die Veröffentlichung verzichtet werden. Gemäß Ziffer 4.3.4 sollen Interessenkonflikte des Vorstands dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offengelegt werden. Aufgrund der vertraglichen Konstellationen der Gesellschaft zu dritten Vertragspartnern bestehen teilweise Interessenkonflikte, diese wurden alle bereits im Börsenzulassungsprospekt umfassend offengelegt. Der Kodex empfiehlt in Ziffer 5.1.2 Abs. 1 S. 2 bei der Zusammensetzung des Vorstands, auf Vielfalt zu achten und eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben. Zudem wird gemäß Ziffer 5.1.2 Abs. 1 S. 3 eine langfristige Nachfolgeplanung für Vorstandsmitglieder empfohlen. Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass der Aspekt der Vielfalt, der die Berücksichtigung von Frauen einschließt, kein ausschlaggebendes Kriterium für die Besetzung des Vorstands ist. Im Interesse des Unternehmens kommt es vielmehr vorrangig auf Managementfähigkeiten und -erfahrung sowie Fachkompetenz an. Da der Vorstand nur aus zwei Mitgliedern besteht, kann zudem auf Vielfalt nur eingeschränkt geachtet werden. Eine langfristige Nachfolgeplanung ist bei der Gesellschaft nicht generell geplant. Aufgrund des Lebensalters der bestehenden Vorstandsmitglieder sehen Vorstand und Aufsichtsrat zurzeit keine Notwendigkeit für die Ausarbeitung einer langfristigen Nachfolgeplanung. Für den Fall kurzfristig ausscheidender Vorstandsmitglieder kann es keine langfristige Planung für die Nachfolge geben. Gemäß Ziffer 5.1.2 Abs. 2 S. 3 des Kodex soll für Vorstandsmitglieder eine Altersgrenze festgelegt werden. Eine pauschale Altersgrenze für Vorstandsmitglieder der Gesellschaft war und ist nicht vorgesehen. Die Gesellschaft hält eine solche Beschränkung für nicht adäquat, da es im Vorstand vor allem auf Kenntnisse, Fähigkeiten und fachliche Erfahrung ankommt, die für das Unternehmen entscheidend sind. Gemäß Ziffern 5.3.1 bis 5.3.3 des Kodex soll der Aufsichtsrat abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder fachlich qualifizierte Ausschüsse bilden. Im Hinblick darauf, dass der Aufsichtsrat der Gesellschaft satzungsgemäß nur aus drei Personen besteht, ist die Bildung von Ausschüssen nicht vorgesehen. Gemäß Ziffer 5.4.1 des Kodex soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die u. a. eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt berücksichtigen sowie eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen. Die Zielsetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung sind im Corporate Governance Bericht (S. 25 des Geschäftsberichts 2010) veröffentlicht worden. Gemäß Ziffer 5.4.6 Abs. 2 S. 1 des Kodex sollen die Mitglieder des Aufsichtsrats neben einer festen eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten. Eine erfolgsorientierte Vergütung war und ist in der Satzung der Gesellschaft für die Mitglieder des Aufsichtsrats nicht vorgesehen. Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass eine erfolgsorientierte Vergütung nicht geeignet ist, die Kontrollfunktion des Aufsichtsrats zu fördern. Zudem sieht § 7 Abs. 1 Satz 4 der Satzung der Gesellschaft vor, dass durch Beschluss der Hauptversammlung dem Aufsichtsrat eine höhere Vergütung als die in der Satzung vorgesehene bewilligt werden kann, so dass hinreichend Flexibilität besteht. Gemäß Ziffer 6.3 S. 2 des Kodex sollen sämtliche neuen Tatsachen, die Finanzanalysten und vergleichbaren Adressaten mitgeteilt worden sind, unverzüglich allen Aktionären zur Verfügung gestellt werden. Die Gesellschaft behält sich vor, im Einzelfall hiervon abzuweichen. Sensible Firmendaten, die nicht der ad hoc-Pflicht unterliegen, können für die Arbeit von Finanzanalysten wichtig sein. Jedoch muss im Einzelfall entschieden werden, ob diese Daten der Öffentlichkeit und damit auch Wettbewerbern zugänglich gemacht werden sollen. Selbstverständlich wird sich die Gesellschaft an die Regelungen des Wertpapierhandelsgesetzes zum Insiderhandel halten. Gemäß Ziffer 7.1.2 S. 2 des Kodex sollen der Konzernabschuss binnen 90 Tagen und die Zwischenberichte jeweils binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht werden. Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass hier die gesetzlichen Regelungen zur Veröffentlichung ausreichend sind. Ein engerer Zeitplan bei der Erstellung und Prüfung der Abschlüsse würde möglicherweise deren Qualität belasten. Vorstand und Aufsichtsrat der HCI HAMMONIA SHIPPING AG
Dresden, den 8. Dezember 2011 für den Vorstand: Jan Krutemeier für den Aufsichtsrat: Werner Berg 3.11.2 VergütungsberichtMitglieder des Aufsichtsrats erhalten gemäß Satzung eine feste jährliche Vergütung von 5.000,00 EUR für jedes Mitglied. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Eineinhalbfache dieses Betrags. Weiterhin werden Auslagen erstattet, die mit der Ausübung der Tätigkeit als Aufsichtsrat verbunden sind. Der Vorstand erhält keine Vergütung. Angaben zur Vergütung finden sich ebenfalls im Lagebericht auf Seite 23.
Hamburg, den 17. April 2012 Dr. Karsten Liebing, Vorstand Jan Krutemeier, Vorstand 4. KONZERNABSCHLUSSKonzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
KonzernbilanzAKTIVAscroll
PASSIVAscroll
Konzernkapitalflussrechnungscroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
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Konzern-Anlagenspiegel - Entwicklung der immateriellen Vermögenswertescroll
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Konzern-Anlagenspiegel - Entwicklung der Sachanlagenscroll
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Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen stellen einen Bestandteil des Konzernanhangs dar KonzernanhangAllgemeine AngabenDie HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist eine bei der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg notierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg, Deutschland. Die Adresse lautet: Burchardstraße 8, 20095 Hamburg. Die Gesellschaft ist unter der Nr. HRB 98689 beim Amtsgericht Hamburg eingetragen. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG sowie ihre Tochterunternehmen sind im Bereich der internationalen Seeschifffahrt tätig. Intention der HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist es, sich als internationaler Anbieter auf dem Gebiet des Containerschiffcharter-Geschäftes zu positionieren. Dieses soll durch den Kauf und Betrieb von Seeschiffen, den Verkauf dieser Seeschiffe und den Abschluss von Charterverträgen über die Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG realisiert werden. Zum Abschlussstichtag waren zwölf (Vorjahr: zwölf) Tochtergesellschaften im Schiffsbetrieb tätig. Die von den Tochtergesellschaften betriebenen Seeschiffe sind in der weltweiten Fahrt eingesetzt. Das Geschäftsjahr des Konzerns entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzern beschäftigte in den Jahren 2011 und 2010 keine eigenen Mitarbeiter. (1) GrundlagenDer Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 der HCI HAMMONIA SHIPPING AG wurde in Anwendung der Regelungen der Verordnung (EG) Nr. 1606 / 2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards i. V. m. § 315a Abs. 1 HGB nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Es wurden alle IFRS angewendet, die von der Europäischen Union anerkannt wurden und im Geschäftsjahr 2011 verpflichtend anzuwenden waren. Die Anforderungen der IFRS wurden vollständig erfüllt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des HCI HAMMONIA SHIPPING Konzerns. Zusätzlich wurden die gemäß § 315a Abs. 3 HGB i. V. m. § 315a Abs. 1 HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt. Entsprechend des in IAS 1 enthaltenen Wahlrechts stellt die Gesellschaft die ergebniswirksam erfassten Aufwendungen und Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung dar, während die Überleitung vom Periodenergebnis zum Gesamtergebnis aufgrund der erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen in der Gesamtergebnisrechnung gezeigt wird. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich auf der Basis einer Bilanzierung der Vermögenswerte und Schulden zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Davon ausgenommen sind immaterielle Vermögenswerte aus dem Erwerb der Tochtergesellschaften, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sowie derivative Finanzinstrumente. Diese werden zu den jeweils am Bilanzstichtag beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Dem Konzernabschluss liegt die Annahme der Unternehmensfortführung zugrunde. Der Konzernabschluss wurde in TEUR aufgestellt. Die Angaben im Konzernanhang erfolgen ebenfalls in TEUR. Bei geringfügigen Abweichungen oder scheinbaren Additionsfehlern handelt es sich um Rundungsdifferenzen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. (2) Konsolidierung(a) KonsolidierungsgrundsätzeIn den Konzernabschluss wurden neben der HCI HAMMONIA SHIPPING AG alle Tochterunternehmen einbezogen. Bei den einbezogenen Tochterunternehmen handelt es sich um Unternehmen, deren Finanz- und Geschäftspolitik die HCI HAMMONIA SHIPPING AG direkt oder indirekt beherrschen kann. Grundsätzlich werden Tochtergesellschaften von der HCI HAMMONIA SHIPPING AG als reine Vorratsgesellschaften erworben. Bei solchen Erwerben finden die Regelungen des IFRS 3 zu Unternehmenszusammenschlüssen keine Anwendung. Insbesondere sind keine Geschäfts- und Firmenwerte zu erfassen und fortzuführen. Zum Teil werden jedoch Tochtergesellschaften erworben, die bereits wirtschaftliche Aktivitäten entfaltet haben. Die Kapitalkonsolidierung dieser Unternehmen erfolgt zum Erwerbszeitpunkt nach der Erwerbsmethode. Im Rahmen der Erwerbsmethode werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem anteiligen Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und Schulden der Tochterunternehmen zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Ein aus der Verrechnung entstehender positiver Unterschiedsbetrag wird als derivativer Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Negative Unterschiedsbeträge, die aus der Kapitalkonsolidierung zum Erwerbszeitpunkt entstehen, werden nach nochmaliger Überprüfung der Wertansätze sofort erfolgswirksam aufgelöst. Der Erwerbszeitpunkt stellt den Zeitpunkt dar, an dem die Möglichkeit der Beherrschung des Reinvermögens und der finanziellen und operativen Handlungen des erworbenen Unternehmens auf den Konzern übergeht. Die bei der Zeitwertbewertung der Vermögenswerte und Schulden im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden in den Folgeperioden entsprechend der Entwicklung der Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben bzw. aufgelöst. Ein derivativer Geschäfts- oder Firmenwert wird in den Folgeperioden hinsichtlich seiner Werthaltigkeit mindestens einmal im Jahr überprüft und bei vorliegender Wertminderung außerplanmäßig auf den niedrigeren erzielbaren Betrag abgeschrieben. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen, an dem die Kontrolle auf die HCI HAMMONIA SHIPPING AG übergegangen ist. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Zwischenergebnisse sind, sofern wesentlich, herausgerechnet. Die Abschlüsse der HCI HAMMONIA SHIPPING AG sowie der einbezogenen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Abschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen sind auf den Abschlussstichtag der HCI HAMMONIA SHIPPING AG erstellt worden. Bei den Anteilen anderer Gesellschafter an Tochterunternehmen handelt es sich um die Beteiligung von Minderheitskommanditisten an den Schiffskommanditgesellschaften. Sie werden unter der Bezeichnung "Kapitalanteile im Fremdbesitz" unter den Verbindlichkeiten in Höhe des anteiligen Kommanditkapitals ausgewiesen. (b) KonsolidierungskreisGegenüber dem Vorjahr wurde der Konsolidierungskreis um die Verwaltung MS "HAMMONIA PESCARA" GmbH erweitert. Zum 31. Dezember 2011 umfasst der Konsolidierungskreis nunmehr die folgenden voll konsolidierten Unternehmen. Der Anteil am Kapital ist bei den Tochtergesellschaften in Klammern dargestellt und entspricht dem Stimmrecht: Mutterunternehmen• HCI HAMMONIA SHIPPING AG/ Hamburg Komplementär-Tochtergesellschaftenscroll
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(c) Umrechnung von FremdwährungsabschlüssenAufgrund der gesetzlichen Vorschriften (§§ 315a Abs. 1, 298 Abs. 1, i. V. m. 244 HGB) ist der Konzernabschluss in Euro (Darstellungswährung) aufgestellt. Die funktionale Währung im Sinne von IAS 21 der Schiffskommanditgesellschaften ist der US-Dollar (USD). Die funktionale Währung (USD) ergibt sich aus dem Umstand, dass sowohl der Ankauf der Schiffe, die Fremdfinanzierung, der Chartermarkt und die wesentlichen Schiffsbetriebskosten in USD abgewickelt werden. Dementsprechend werden in den Schifffahrts-Tochtergesellschaften gemäß IAS 21 alle in der lokalen Währung Euro bzw. in anderen Währungen erfolgten Transaktionen mit dem zum Zeitpunkt der Transaktion geltenden Kurs in USD umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden werden an den USD-Kurs zum Bilanzstichtag angepasst. Die Vermögenswerte und Schulden von Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden zum geltenden Währungskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Durchschnittskurs des jeweiligen Jahres umgerechnet. Eigenkapitalkomponenten der Tochterunternehmen werden zum entsprechenden historischen Kurs bei Entstehung umgerechnet. Die aus der Umrechnung resultierenden Währungsdifferenzen werden als Ausgleichsposten für Währungsumrechnung innerhalb des Konzerneigenkapitals erfasst. Die Kurse für die Umrechnung der Fremdwährungsabschlüsse haben sich im Verhältnis zum Euro wie folgt entwickelt: scroll
(3) Erläuterung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden(a) Ertrags- und AufwandsrealisierungDie Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt zum Zeitpunkt der Leistungserbringung, sofern die Höhe der Erlöse zuverlässig ermittelbar ist und der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich zufließen wird. Betriebliche Aufwendungen werden bei Inanspruchnahme der Leistung bzw. im Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Zinsen werden periodengerecht als Aufwand bzw. Ertrag erfasst. Zinsaufwendungen, die im Zusammenhang mit der Anschaffung und Herstellung qualifizierter Vermögenswerte entstehen, werden im Konzern aktiviert. In den Geschäftsjahren 2010 und 2011 waren keine entsprechenden Aktivierungen erforderlich. Auf Kapitalanteile im Fremdbesitz entfallene Ergebnisanteile werden auf der Grundlage des nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsgrundsätzen ermittelten Ergebnisses ermittelt. (b) Immaterielle VermögenswerteErworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert. Erworbene immaterielle Vermögenswerte, die eine bestimmbare Nutzungsdauer aufweisen, werden ab dem Zeitpunkt der Bereitstellung linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer liegen im Konzern mit Ausnahme derivativer Geschäfts- oder Firmenwerte nicht vor. Die Buchwerte der derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden im Jahr der Entstehung vollständig abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2011 werden im HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern deshalb keine derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte bilanziert. Im Konzern bestehen keine selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte. (c) SachanlagenVermögenswerte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und planmäßig linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den erwarteten Nutzungsdauern im Konzern. Die Sachanlagen des Konzerns betreffen ausschließlich Seeschiffe (Containerschiffe). Die Nutzungsdauern betragen bei Neubauten 25 Jahre. Bei gebraucht erworbenen Seeschiffen wird die Restnutzungsdauer anhand des jeweiligen technischen Zustands des Seeschiffs zum Erwerbszeitpunkt geschätzt. Wesentliche Bestandteile von Sachanlagen (Seeschiff sowie regelmäßig anfallende größere Wartungen) werden getrennt abgeschrieben (Komponentenansatz). Gewinne oder Verluste aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen ausgewiesen. (d) Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und SachanlagenDer HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern überprüft die Vermögenswerte des Anlagevermögens auf die Notwendigkeit außerplanmäßiger Abschreibungen. Derivative Geschäfts- oder Firmenwerte werden für die Durchführung der Werthaltigkeitstests den Berichtseinheiten zugeordnet, für die auch im internen Berichtssystem des Konzerns eine Allokation des Geschäfts- oder Firmenwertes erfolgt. Diese Berichtseinheiten entsprechen in der Regel den einzelnen Konzerngesellschaften. Die Zahlungsströme der Berichtseinheiten werden mit einem Kapitalkostensatz, der sich an Vergleichsunternehmen orientiert, diskontiert. Eine außerplanmäßige Abschreibung wird vorgenommen, wenn der Kapitalwert der Zahlungsströme kleiner ist als der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen sowie des Netto-Umlaufvermögens der Berichtseinheit inkl. der zugeordneten derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte. Eine außerplanmäßige Abschreibung auf sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen wird vorgenommen, sofern aufgrund bestimmter Ereignisse oder Entwicklungen der Buchwert der Vermögenswerte nicht mehr durch den zu erwartenden Veräußerungserlös bzw. den diskontierten Netto-Zahlungsstrom aus einer weiteren Nutzung gedeckt ist. Die Zahlungsströme werden ebenfalls mit einem Kapitalkostensatz, der sich an Vergleichsunternehmen orientiert, diskontiert. Sofern eine Ermittlung des erzielbaren Betrages für einzelne Vermögenswerte nicht möglich ist, erfolgt die Bestimmung der Zahlungsströme für die nächst höhere Gruppe von Vermögenswerten, für die ein derartiger Zahlungsstrom ermittelt werden kann. Zuschreibungen werden vorgenommen, sofern in den Folgeperioden die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung entfallen sind. Die Zuschreibung erfolgt dabei höchstens auf denjenigen Betrag, der sich ohne die Vornahme der außerplanmäßigen Abschreibung ergeben hätte. Im Vorjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1.607 TEUR im Wege der Zuschreibung zurückgenommen. Eine Zuschreibung auf einen außerplanmäßig abgeschriebenen Geschäfts- oder Firmenwert erfolgt nicht. Die Durchführung des Werthaltigkeitstests erfolgt dabei zum Ende des Geschäftsjahres. Der im Berichtsjahr 2011 für die Diskontierung verwendete Zinssatz im Rahmen der Ermittlung des Nutzungswertes der Seeschiffe beträgt je nach Schiff und dessen Restnutzungsdauer zwischen 6,36 % und 6,64 % (Vorjahr: 6,87 % und 7,23 %). Die Ermittlung der Netto-Cashflows wird auf der Grundlage der operativen Planung für die einzelnen Seeschiffe vorgenommen. Für die Perioden nach dem Detailplanungszeitraum wurde sowohl für die Kosten als auch die Erlöse ein Wachstum von 2,5 % unterstellt. (Vorjahr: 2,5 %). (e) FinanzinstrumenteFinanzielle Vermögenswerte werden in dem HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern grundsätzlich bei Lieferung, d. h. zum Erfüllungstag, bilanziert. Die Finanzinstrumente des HCI HAMMONIA SHIPPING Konzerns umfassen flüssige Mittel, Forderungen, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, finanzielle Verbindlichkeiten und Kredite sowie derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswap- und Devisensicherungsgeschäften. Die erstmalige Erfassung eines finanziellen Vermögenswertes erfolgt zum Zeitwert zuzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten, sofern die finanziellen Vermögenswerte nicht der Kategorie "at fair value through profit and loss" zugeordnet werden. Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "at fair value through profit and loss" werden im Rahmen der Erst- und Folgebewertung mit dem Zeitwert bilanziert. Die Folgebewertung der übrigen finanziellen Vermögenswerte erfolgt entweder zu Zeitwerten oder zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode in Abhängigkeit von der Zuordnung der einzelnen Finanzinstrumente zu den Kategorien nach IAS 39. Finanzielle Schulden werden im Zeitpunkt der Erstbilanzierung zum Zeitwert abzüglich Transaktionskosten bewertet und in der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. für finanzielle Schulden der Kategorie "at fair value through profit and loss" zu Zeitwerten bilanziert. Der HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern hat zum Bilanzstichtag keine originären finanziellen Verbindlichkeiten, die dieser Kategorie zuzuordnen sind. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, sofern entweder die Rechte auf die aus den Vermögenswerten generierbaren Zahlungsströme erloschen sind oder nahezu alle Risiken in einer Form auf einen Dritten übertragen wurden, dass die Kriterien für eine Ausbuchung erfüllt sind. Finanzielle Schulden werden ausgebucht, wenn die Verpflichtungen entweder erloschen, aufgehoben oder abgelaufen sind. (i) Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Guthaben auf Girokonten und Festgeldanlagen mit einer Laufzeit von wenigen Tagen. (ii) Forderungen und sonstige finanzielle VermögenswerteForderungen und sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte, die der Kategorie "Kredite und Forderungen" (loans and receivables) zugeordnet werden, werden bei erstmaliger Erfassung mit ihren Zeitwerten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Wertminderungen von Forderungen und sonstigen originären finanziellen Vermögenswerten werden unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Wertberichtigungen werden gebildet, sofern objektive Hinweise dahingehend vorliegen, dass ein Ausfallrisiko bei dem finanziellen Vermögenswert besteht. Die Höhe der Wertberichtigung richtet sich dabei nach Erfahrungswerten bzw. individuellen Risikoeinschätzungen. Im Geschäftsjahr 2011 wurden aufgrund dieser Einschätzungen Wertberichtigungen in Höhe von 464 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) vorgenommen. (iii) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle VermögenswerteDie zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte umfassen Anteile an Tochterunternehmen, die aufgrund ihrer Unwesentlichkeit nicht konsolidiert wurden. Anteile an Tochterunternehmen, die aufgrund ihrer Unwesentlichkeit nicht konsolidiert wurden, werden gemäß IAS 39 für Bewertungszwecke in die Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" (available for sale financial assets) klassifiziert. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden am Bilanzstichtag mit dem Zeitwert bzw., sofern dieser nicht bzw. nicht zuverlässig zu ermitteln ist, mit den Anschaffungskosten bilanziert. Sofern sich die Zeitwerte der Anteile an Tochterunternehmen, die aufgrund ihrer Unwesentlichkeit nicht konsolidiert werden, nicht über geeignete Bewertungsmethoden ableiten lassen, werden diese zu Anschaffungskosten bilanziert. Zeitwertänderungen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Im Falle, dass der Zeitwert wesentlich und nachhaltig gesunken ist, wird die Wertminderung erfolgswirksam erfasst. Sollten die Umstände, die zu einer Wertminderung geführt haben, in den Folgeperioden nicht mehr zutreffen, erfolgt für die finanziellen Vermögenswerte mit Fremdkapitalcharakter die Zuschreibung, ebenso wie die Wertminderung in den Vorperioden, erfolgswirksam. Für Eigenkapitalinstrumente wird die Zuschreibung erfolgsneutral vorgenommen. Bei Finanzinstrumenten, die zu Anschaffungskosten bilanziert werden, werden Wertminderungen ergebniswirksam erfasst. Zuschreibungen werden bei derartigen Finanzinstrumenten nicht vorgenommen. (iv) Finanzielle VerbindlichkeitenFinanzielle Verbindlichkeiten werden bei erstmaligem Ansatz mit ihrem Zeitwert angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode. (v) Derivative FinanzinstrumenteBei den vom Konzern eingesetzten Derivaten handelt es sich um Zinsswap- sowie Devisensicherungsgeschäfte, die zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken eingesetzt werden. Der Ansatz der derivativen Finanzinstrumente erfolgt dabei zum Zeitwert. Die Bilanzierung von Zeitwertänderungen der derivativen Finanzinstrumente hängt davon ab, ob diese Instrumente als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden und die Voraussetzungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 vorliegen. Sind diese Voraussetzungen trotz eines bestehenden wirtschaftlichen Sicherungszusammenhangs nicht gegeben, werden die Zeitwertänderungen der derivativen Finanzinstrumente unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Der effektive Teil der Zeitwertänderung eines derivativen Finanzinstrumentes, das als Sicherungsinstrument bestimmt wurde und die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung für die Absicherung von Zahlungsströmen erfüllt (Cashflow-Hedge), wird unter Berücksichtigung des darauf entfallenden steuerlichen Effektes unmittelbar im kumulierten übrigen Eigenkapital bilanziert. Der ineffektive Teil wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der effektive Teil wird nur dann ergebniswirksam, wenn auch das Grundgeschäft ergebniswirksam realisiert wird. (vi) Zeitwerte der FinanzinstrumenteDie Zeitwerte der Finanzinstrumente werden auf Basis entsprechender Marktwerte oder Bewertungsmethoden bestimmt. Für flüssige Mittel und andere kurzfristige originäre Finanzinstrumente entsprechen die Zeitwerte den zu den jeweiligen Stichtagen bilanzierten Buchwerten. Bei langfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten sowie langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten erfolgt die Bestimmung des Zeitwertes auf Grundlage der erwarteten Zahlungsströme unter Anwendung der zum Bilanzstichtag gültigen Referenzzinssätze. Die Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden auf Grundlage der zum Bilanzstichtag bestehenden Referenzzinssätze ermittelt. (f) VorräteDie Vorräte betreffen die Bordbestände der Seeschiffe. Sie werden auf der Grundlage einer Bestandsaufnahme der Bordbestände zum Stichtag ermittelt. Die Anschaffungskosten werden nach der FIFO-Methode ermittelt. Die Bewertung erfolgt zum jeweils niedrigeren Betrag von Anschaffungskosten und realisierbarem Nettoveräußerungswert. Bei Wegfall der Gründe, die zu einer Wertminderung der Vorräte geführt haben, wird eine entsprechende Wertaufholung vorgenommen. (g) RückstellungenRückstellungen werden gebildet, soweit gegenüber Dritten eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung besteht, die zu einem wahrscheinlichen Vermögensabfluss in der Zukunft führt, sofern sich diese Vermögensbelastung zuverlässig schätzen lässt. Musste die Rückstellungsbildung unterbleiben, weil eines der genannten Kriterien nicht erfüllt ist, werden die entsprechenden Verpflichtungen unter den Eventualschulden ausgewiesen, es sei denn, die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme ist sehr gering. Rückstellungen für Verpflichtungen, die voraussichtlich nicht bereits im Folgejahr zu einer Vermögensbelastung führen, werden abgezinst. Der Wertansatz der Rückstellungen wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft. (h) Steuern vom Einkommen und ErtragLaufende Steuern werden zum Zeitpunkt ihrer Verursachung in Höhe des geschuldeten Betrages aufwandswirksam erfasst. Latente Steuern werden zur Berücksichtigung zukünftiger steuerlicher Folgen von temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Bemessungsgrundlagen der Vermögenswerte und Schulden und deren Wertansätzen im IFRS-Abschluss sowie auf Verlustvorträge gebildet. Die Bemessung der latenten Steuern erfolgt dabei auf Grundlage der vom Gesetzgeber zum Ende des jeweiligen Geschäftsjahres erlassenen Regelungen für die Geschäftsjahre, in denen sich die Differenzen ausgleichen bzw. die Verlustvorträge wahrscheinlich genutzt werden. Aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen bzw. Verlustvorträge werden nur angesetzt, sofern ihre Realisierbarkeit hinreichend gesichert erscheint. Auf temporäre Unterschiede, die aus der Zeitwertbilanzierung von Vermögenswerten und Schulden im Rahmen von Unternehmenserwerben resultieren, werden latente Steuern bilanziert. Latente Steuern werden auf in der Folgebewertung entstehende temporäre Unterschiede bei derivativen Geschäfts- oder Firmenwerten nur dann angesetzt, wenn die derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte steuerlich geltend gemacht werden können. Im Zusammenhang mit Ergebnisanteilen, die im Rahmen der gesonderten und einheitlichen Gewinnermittlung der Einschiffsgesellschaften durch die Besteuerung nach § 5a EStG (Tonnagesteuer) abgegolten sind, werden Verlustvorträge im Rahmen der Ermittlung latenter Steueransprüche nicht berücksichtigt. Aufgrund der Tonnagebesteuerung wurden im Zusammenhang mit den Schiffskommanditgesellschaften auftretende Unterschiede zwischen den steuerlichen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden und deren Wertansätzen im IFRS-Abschluss als permanent angesehen. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch teilweise verwendet werden kann. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn die Gesellschaft einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjektes beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden. (i) Transaktionen in FremdwährungEinkäufe und Verkäufe in Fremdwährungen werden mit dem zum Zeitpunkt der Transaktion geltenden Tageskurs umgerechnet. Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem Wechselkurs zum Bilanzstichtag in die funktionale Währung umgerechnet. Der dem Konzernabschluss der HCI HAMMONIA SHIPPING AG zugrunde gelegte Mittelkurs des USD zum 31. Dezember 2011 beträgt 1,2939 USD / EUR (Vorjahr: 1,3362 USD / EUR), derjenige des JPY 77,44 JPY / USD (Vorjahr: 81,31 JPY / USD). Die aus diesen Umrechnungen entstandenen Fremdwährungsgewinne und -verluste werden ergebniswirksam erfasst. (j) Verwendung von SchätzungenDie der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses zugrunde gelegten Schätzungen und Annahmen wirken sich auf die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zu den jeweiligen Bilanzstichtagen sowie auf die Höhe von Erträgen und Aufwendungen der Berichtsperiode aus. Insbesondere für den Ansatz von latenten Steuerposten müssen Schätzungen vorgenommen werden. Es bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der Auslegung komplexer steuerlicher Sachverhalte. Daher können Unterschiede zwischen den tatsächlichen Ergebnissen und unseren Annahmen oder künftige Änderungen unserer Einschätzungen Veränderungen des Steuerergebnisses in künftigen Perioden zur Folge haben. Aufgrund unserer Einschätzung der steuerlichen Situation des HCI HAMMONIA SHIPPING Konzerns wurden im Konzernabschluss keine latenten Steuern berücksichtigt, insbesondere wurden keine Vorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen aktiviert. Weitere wesentliche Schätzungen und Annahmen betreffen insbesondere die Festlegung der Nutzungsdauer der Seeschiffe, deren Restwert am Ende der Nutzungsdauer sowie die Schätzung von Cashflows im Rahmen der Durchführung von Werthaltigkeitstests (Buchwert der Seeschiffe einschließlich Wartungskomponente zum Bilanzstichtag: 498.915 TEUR; Vorjahr: 507.318 TEUR). Der Konzern trifft im Rahmen der Bilanzierung Einschätzungen und Annahmen über erwartete zukünftige Entwicklungen. Die hieraus abgeleiteten Schätzungen werden naturgemäß in den seltensten Fällen den späteren tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen. (4) Neu herausgegebene Rechnungslegungsvorschriften des IASBGrundlage der Rechnungslegung nach IFRS des HCI HAMMONIA SHIPPING Konzerns sind entsprechend der EU-Verordnung Nr. 1606 / 2002 i. V. m. § 315a Abs. 1 HGB die von der Kommission der Europäischen Gemeinschaften im Rahmen des Endorsement-Verfahrens für die Europäische Union übernommenen Rechnungslegungsstandards des IASB. Die im Geschäftsjahr 2011 durch das IASB neu herausgegebenen IFRS bzw. Überarbeitungen von IFRS sind durch den HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern erst nach einem entsprechenden Beschluss der Kommission im Rahmen des Endorsement-Verfahrens verpflichtend anzuwenden. Im Konzernabschluss der HCI HAMMONIA SHIPPING AG zum 31. Dezember 2011 waren nachfolgende Standards und Interpretationen erstmals verpflichtend anzuwenden:
Die Anwendung dieser Standards hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des HCI HAMMONIA SHIPPING Konzerns. Die folgenden Standards und Interpretationen sind bereits von der EU endorsiert, werden jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend anzuwenden sein:
Die Anwendung dieser Regelungen erfolgt im HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung. Der HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern geht derzeit davon aus, dass sich aus der Anwendung dieser Standards keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des HCI HAMMONIA SHIPPING Konzerns ergeben werden. Die durch das IASB bzw. IFRIC veröffentlichten Standards und Interpretationen, deren Anwendung in einem IFRS-Konzernabschluss nach § 315a HGB noch der Anerkennung durch die EU bedarf, stellen sich dabei wie folgt dar:
Die erstmalige Anwendung dieser Standards und Interpretationen wird vorbehaltlich der Anerkennung durch die EU zum Zeitpunkt der erstmalig verpflichtenden Anwendung erfolgen. Der HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern geht derzeit davon aus, dass sich aus der Anwendung dieser Standards keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben werden. Erläuterungen zur Konzernbilanz(5) Immaterielle VermögenswerteDie Entwicklung der einzelnen Posten der immateriellen Vermögenswerte des HCI HAMMONIA SHIPPING Konzerns ist im Anlagenspiegel dargestellt. Die in den Vergleichsjahren ausgewiesenen Werte betreffen ausschließlich erworbene immaterielle Vermögenswerte. (6) SachanlagenDas Sachanlagevermögen des Konzerns besteht aus Seeschiffen (technische Anlagen und Maschinen). Die Seeschiffe werden im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen an Linienreedereien verchartert. scroll
Sachanlagen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Seeschiffe werden als einheitlicher Gegenstand angesehen, wobei für die Kosten der großen Klasse, welche regelmäßig nach 5 Jahren fällig wird, ein entsprechender Betrag abgespalten und als gesonderte Komponente über 5 Jahre abgeschrieben wird. Für noch nicht gedockte Schiffe werden die Klassekosten in Abhängigkeit von der Größenklasse entsprechend geschätzt und über die verbleibende Zeit bis zur Dockung abgeschrieben, wobei die Aktivierung nur zeitanteilig erfolgt, sofern die Dockung planmäßig früher als nach 5 Jahren erfolgen soll. Für bereits gedockte Schiffe werden die tatsächlich angefallenen Klassekosten bis zur nächsten Dockung abgeschrieben. Die Bestimmung der Nutzungsdauer wird unter Beachtung der voraussichtlichen physischen Abnutzung, der technischen Veralterung sowie rechtlicher und vertraglicher Beschränkungen vorgenommen. Die so ermittelte Nutzungsdauer beträgt für Neubauten 25 Jahre. Bei gebraucht erworbenen Seeschiffen wird die Restnutzungsdauer anhand des jeweiligen technischen Zustands des Seeschiffs zum Erwerbszeitpunkt geschätzt. Des Weiteren wird die Höhe der planmäßigen Abschreibungen durch die zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer eines Vermögenswertes erzielbaren Restwerte bestimmt. Der Restwert der Seeschiffe entspricht dem Schrottwert. Der Schrottwert unterliegt erheblichen Marktschwankungen. Zum Bilanzstichtag wurde bei der Ermittlung der Restwerte ein Schrottwert von 450,00 USD je Tonne (Vorjahr: 450,00 USD je Tonne) zugrunde gelegt. Hinsichtlich der Entwicklung des Sachanlagevermögens wird auf den beigefügten Anlagenspiegel verwiesen. Aufgrund der Auswirkungen der Finanzkrise auf die Schifffahrt wurde die Werthaltigkeit der Seeschiffe mit Hilfe von Impairment-Tests überprüft. Die Durchführung der Werthaltigkeitstests erfolgte zum Ende des Geschäftsjahres. Beim Werthaltigkeitstest wird der erzielbare Betrag der Seeschiffe bestimmt. Dieser ist definiert als der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten einerseits und Nutzungswert andererseits. Aufgrund der seit Mitte 2008 beobachtbaren Verwerfungen an den An- und Verkaufsmärkten für Containerschiffe, ist davon auszugehen, dass die am Markt zu beobachtenden Transaktionen zu Preisen abgewickelt werden, die deutlich unter den Nutzungswerten liegen. Insgesamt wurde deshalb von der Konzernleitung der Nutzungswert als der erzielbare Betrag bestimmt. Wertbestimmende Faktoren des Nutzungswertes sind die künftigen Cashflows aus der künftigen Nutzung der zu bewertenden Vermögenswerte sowie die Diskontierungssätze einschließlich der Wachstumsrate. Zum Bilanzstichtag lag der Nutzungswert bei drei Containerschiffen (Vorjahr: drei Seeschiffe) unverändert unter dem Buchwert des Konzerns. Bei diesen drei Containerschiffen wurden deshalb die in den Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen beibehalten. Der Nutzungswert wird auf der Grundlage eines Unternehmensbewertungsmodells ermittelt, das auf der unternehmensinternen Sicht aufbaut. Grundlage ist eine operative Cashflow-Planung. Die Planung wurde unter Berücksichtigung der Erfahrungen der Vergangenheit sowie der Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Marktentwicklung aufgestellt. Die Erwartungen der Poolmanager sowie Veröffentlichungen externer Charterbroker bilden die Grundlage für die Prognose der Zeitchartern. Die Schiffsbetriebskosten wurden vom Vertragsreeder auf Basis der Erfahrungen der Vergangenheit geschätzt. Der Cashflow unterliegt Schwankungen, da er von zahlreichen Faktoren, wie z. B. der Entwicklung der Weltwirtschaft, dem Bedarf an Transportleistungen und der Verfügbarkeit alternativer Transportkapazitäten und deren Kosten abhängig ist. Die prognostizierten Free Cashflows stehen zur Bedienung der Fremdkapitalgeber sowie zur Eigenkapitalverzinsung zur Verfügung und werden mit dem gewogenen Kapitalkostensatz diskontiert. Durch die Verwendung eines gewogenen Kapitalkostensatzes als Diskontierungssatz werden neben der aktuellen Kapitalstruktur der Beta-Faktor sowie die Marktrisikoprämie berücksichtigt. Der Beta-Faktor wurde auf der Grundlage einer Peergroup-Analyse berücksichtigt. Bei der Marktrisikoprämie wurde auf Stellungnahmen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) zurückgegriffen. Im Ergebnis wurden den Werthaltigkeitstests je nach erwarteter Restnutzungsdauer des jeweiligen Seeschiffs und unter Berücksichtigung der individuell erwarteten Free Cashflows gewogene Kapitalkostensätze zwischen 6,36 % und 6,64 % (Vorjahr: zwischen 6,87 % und 7,23 %) zugrunde gelegt. (7) FinanzanlagenDie zum Bilanzstichtag in Höhe von 1 TEUR (Vorjahr: 15 TEUR) ausgewiesenen Finanzanlagen betreffen ausschließlich nicht konsolidierte Anteile an Tochterunternehmen. Die Verminderung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der im Geschäftsjahr erstmals erfolgten Konsolidierung einer im Vorjahr nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaft. Für die nicht konsolidierten Anteile an einem Tochterunternehmen erfolgt der Wertansatz zum Bilanzstichtag zum Zeitwert bzw., sofern dieser aufgrund des Fehlens eines aktiven Marktes oder über andere Bewertungsmethoden nicht verlässlich ermittelt werden kann, zu Anschaffungskosten. Die nicht konsolidierten Anteile an Tochterunternehmen wurden zum Bilanzstichtag zu Anschaffungskosten bilanziert. Im Geschäftsjahr wurden keine Wertminderungen vorgenommen. (8) Sonstige Vermögenswerte (langfristig)Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat Ende 2011 von einem Kreditinstitut eine Eigenkapitalzwischenfinanzierung in Höhe von 5.367 TEUR für eine Schiffskommanditgesellschaft im Wege der Sacheinlage durch die Begebung eines Genussrechts übernommen. Hinsichtlich weiterer Erläuterungen verweisen wir auf die Ziffern (12), (44) und (45). (9) VorräteUnter dem Posten Vorräte werden solche aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ausgewiesen, die sich auf Basis der Bestandsaufnahmen zum Abschlussstichtag ergeben haben. Die Zusammensetzung der Vorräte ergibt sich wie folgt: scroll
In den dargestellten Geschäftsjahren bestand für Vorräte kein Wertberichtigungsbedarf. (10) Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen an Kunden werden mit ihren Anschaffungskosten vermindert um Einzelwertberichtigungen bilanziert. Die am Bilanzstichtag vorhandenen Forderungen bestehen im Wesentlichen gegen zwei Einnahmepools sowie darüber hinaus gegen Linienreedereien aufgrund von Nebenleistungen zur vereinbarten Zeitcharter. Die Brutto-Forderungen in Höhe von 3.014 TEUR (Vorjahr: 1.608 TEUR) sind in Höhe von 1.592 TEUR (Vorjahr: 1.059 TEUR) einzelwertberichtigt. Die Einzelwertberichtigungen betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen einen Einnahmepool, da in diesem die Forderungen gegen eine Linienreederei als ausfallgefährdet angesehen werden. Weitere Wertberichtigungen betreffen zweifelhafte Forderungen gegen Linienreedereien aus Nebenleistungen. Hinsichtlich der Entwicklung der Einzelwertberichtigungen vgl. Ziffer (44) (b) (ii). Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (11) Forderungen gegen nahestehende Personen und UnternehmenDie zum 31. Dezember 2011 ausgewiesenen Forderungen bestehen gegenüber der ATLANTIC Gesellschaft zur Vermittlung internationaler Investitionen mbH & Co. KG und resultieren aus einer Gutschrift für eine Platzierungsgarantie. Die im Vorjahr ausgewiesenen Forderungen bestanden gegenüber der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG als Vertragsreederin aus dem laufenden Verrechnungsverkehr. Wertberichtigungen für erkennbare Ausfallrisiken waren nicht notwendig. Die Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Weitere Erläuterungen zu den Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen finden sich unter Ziffer (44). (12) Forderungen aus Steuern vom Einkommen und ErtragDie Forderungen betreffen Erstattungsansprüche aus Kapitalertragsteuer. Die Forderungen aus Steuern vom Einkommen und Ertrag haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (13) Sonstige Vermögenswerte (kurzfristig)Die kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt: scroll
Hinsichtlich der Abgrenzung von Servicekosten verweisen wir auf Ziffer (8) in Verbindung mit Ziffer (45) und (46). Die kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. (14) Forderungen aus FinanzderivatenDie im Vorjahr ausgewiesenen Forderungen aus Finanzderivaten betrafen positive Marktwerte von Devisentermingeschäften. Im Übrigen verweisen wir hinsichtlich weiterer Erläuterungen auf Ziffer (43). (15) Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betreffen Guthaben bei Kreditinstituten. Sie setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Guthaben und Festgeldanlagen sind zum Nennwert bewertet. Die Festgeldanlagen haben Laufzeiten von wenigen Tagen. Guthaben auf laufenden Geschäftskonten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Festgeldanlagen werden mit den jeweils aktuellen Zinssätzen für kurzfristige Geldanlagen verzinst. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente unterliegen folgenden Verfügungsbeschränkungen:
(16) EigenkapitalDie Veränderung der Eigenkapitalkomponenten ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. (a) Gezeichnetes KapitalUnverändert zum Vorjahr setzt sich das gezeichnete Kapital aus 136.414 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils 100,00 EUR zusammen. Die Anteile sind voll stimm- und dividendenberechtigt. Die ordentliche Hauptversammlung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat am 11. Juni 2010 beschlossen, den Vorstand zu ermächtigen, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 10. Juni 2015 um bis zu insgesamt 6.820.700,00 EUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von neuen nennwertlosen Inhaberaktien (Stückaktien) gegen Bar- und / oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Die neuen Aktien sind den Aktionären grundsätzlich zum Bezug anzubieten. Die neuen Aktien können auch gemäß §§ 203 Abs. 1 Satz 1, 186 Abs. 5 AktG von einem Kreditinstitut oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen 1. für Spitzenbeträge, die sich aufgrund eines Bezugsverhältnisses ergeben; 2. wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt, der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag des Grundkapitals 10 % nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Bei der Berechnung der 10 %-Grenze ist der anteilige Betrag am Grundkapital abzusetzen, der auf Aktien entfällt, die unter Bezugsrechtsausschluss in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert wurden; 3. soweit Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagenleistung zum Zweck der Durchführung von Unternehmenszusammenschlüssen oder des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Unternehmensbeteiligungen oder sonstiger Vermögensgegenstände, insbesondere von Seeschiffen oder Forderungen, durchgeführt werden. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital festzulegen. b) KapitalrücklageDie Kapitalrücklagen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Kapitalrücklagen gem. § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB resultieren aus Zuzahlungen im Rahmen einer im Jahr 2007 durchgeführten Kapitalerhöhung durch Ausgabe von 136.364 neuen, nennwertlosen auf den Namen lautenden Stückaktien und wurden in Höhe von 13.636 TEUR dotiert. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Juni 2010 wurde der Ertrag aus der ordentlichen Herabsetzung des Grundkapitals in Höhe von 122.772 TEUR in eine Kapitalrücklage im Sinne von § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB eingestellt. Gemäß IAS 32.37 wurde das zugegangene Eigenkapital um die Emissionskosten für die Eigenkapitalbeschaffung in Höhe von 3.864 TEUR gekürzt. Diese sind gemäß IAS 32.37 grundsätzlich um die damit verbundenen Ertragsteuervorteile zu kürzen. Da aufgrund des Geschäftsmodells der HCI HAMMONIA SHIPPING AG unter dem derzeit geltenden Steuerrecht für die Gesellschaft keine Steuerzahlungen erwartet werden, wurden die Eigenkapitalbeschaffungskosten ungekürzt vom zugegangenen Eigenkapital abgezogen. (c) Erwirtschaftetes KonzerneigenkapitalDas erwirtschaftete Konzerneigenkapital umfasst die in den vergangenen sowie in der laufenden Periode erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital schließt die von dem Mutterunternehmen gebildeten Gewinnrücklagen ein. Gemäß § 150 Abs. 2 AktG wurde die gesetzliche Rücklage bei der HCI HAMMONIA SHIPPING AG in den Vorjahren mit 5 TEUR dotiert. (d) Kumuliertes übriges EigenkapitalIm kumulierten übrigen Eigenkapital werden die Zeitwertänderungen von Derivaten in Cashflow-Hedges sowie ein Währungsumrechnungsposten ausgewiesen. Die Zeitwertänderungen von Derivativen in Cashflow-Hedges betreffen Zinsswaps, die von den Tochtergesellschaften zur Sicherung variabel verzinslicher Darlehen eingesetzt und nach IAS 39 als Cashflow-Hedges designiert wurden. Im Geschäftsjahr wurden aus diesem Posten 6.112 TEUR (im Vorjahr: 6.851 TEUR) bisher im kumulierten übrigen Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Die erfolgsneutral in diesem Eigenkapitalposten erfassten Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf -9.724 TEUR (im Vorjahr: Aufwendungen in Höhe von -10.227 TEUR). Der Währungsumrechnungsposten resultiert aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen von deren funktionaler Währung (USD) in die Darstellungswährung (EUR). Im Geschäftsjahr wurden aus der Währungsumrechnung dieser Unternehmen Erträge in Höhe von 6.213 TEUR (im Vorjahr: Erträge in Höhe von 10.955 TEUR) erfolgsneutral erfasst. (e) Nicht beherrschende AnteileDer im Konzernabschluss erstmals ausgewiesene Posten resultiert aus der Erstkonsolidierung der Verwaltung MS "HAMMONIA PESCARA" GmbH und betrifft nicht beherrschende Anteile in Höhe von 43 % an dieser Gesellschaft. Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurden den Minderheitsgesellschaftern Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaft in Höhe von 107 TEUR zugewiesen. Aufgrund von im Rahmen des Erwerbs der mehrheitlichen Beteiligungen an der MS "HAMMONIA PESCARA" Schiffahrts GmbH & Co. KG sowie der MS "HAMMONIA PESCARA" GmbH getroffenen Vereinbarungen wurden im Geschäftsjahr an die Minderheitsgesellschafter 87 TEUR ausgeschüttet. Vom bei der MS "HAMMONIA PESCARA" GmbH im Geschäftsjahr entstandenen Jahresüberschuss entfielen auf die Fremdgesellschafter 204 TEUR. (17) Finanzverbindlichkeiten (langfristig)Der Ausweis betrifft Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und beinhaltet im Wesentlichen Darlehen aus der Schiffsankauffinanzierung. Zum Bilanzstichtag bestehen die folgenden wesentlichen Darlehen: scroll
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Die Schiffshypothekendarlehen sind durch abstrakte Schuldversprechen der jeweiligen Schifffahrtsgesellschaft besichert. Diese sind durch erstrangige Schiffshypotheken zugunsten der finanzierenden Kreditinstitute gesichert. Daneben haben die Schifffahrtsgesellschaften sämtliche Ansprüche aus der gegenwärtigen und künftigen Beschäftigung der Schiffe sowie aus den Versicherungen an die finanzierenden Banken abgetreten. Der Buchwert der Vermögenswerte, die als Sicherheit für Verbindlichkeiten dienen, beträgt insgesamt 501.329 TEUR (Vorjahr: 508.418 TEUR). Hiervon betreffen 498.915 TEUR (Vorjahr: 507.318 TEUR) die Buchwerte der durch Hypotheken belasteten Seeschiffe, 1.422 TEUR (Vorjahr: 549 TEUR) die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und 992 TEUR (Vorjahr: 551 TEUR) Ansprüche gegenüber Versicherungen. Die Restlaufzeiten der langfristigen Finanzverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar: scroll
(18) GenussrechtskapitalDie ordentliche Hauptversammlung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat am 11. Juni 2010 beschlossen, den Vorstand zu ermächtigen, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 10. Juni 2015 einmalig oder mehrmals auf den Namen und / oder auf den Inhaber lautende Genussrechte ohne Wandel- und Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft mit oder ohne Laufzeitbeschränkung zu begeben. Die Laufzeit der Genussrechte kann bis zu 30 Jahre betragen. Die Genussrechte können auf Euro oder auf eine andere gesetzliche Währung eines OECD-Mitgliedslandes lauten. Bei Ausgabe in einer anderen Währung ist der entsprechende Gegenwert, berechnet nach dem EZB-Referenzkurs am Tag der Beschlussfassung über die Begebung der Genussrechte, maßgebend. Der Gesamtnennbetrag der Genussrechte darf 75.000 TEUR oder den jeweiligen Gegenwert in einer anderen Währung eines OECD-Staates nicht übersteigen. Die Ausgabe der Genussrechte erfolgt gegen Bar- oder Sachleistung. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Genussrechte zu. Die Genussrechte können auch gemäß §§ 221 Abs. 4 Satz 2, 186 Abs. 5 AktG von einem Kreditinstitut oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Genussrechte auszuschließen 1. für Spitzenbeträge, die sich aufgrund eines Bezugsverhältnisses ergeben; 2. wenn die Genussrechte obligationsähnlich ausgestaltet sind, d. h. keine Mitgliedschaftsrechte in der Gesellschaft begründen, keine Beteiligung am Liquidationserlös gewähren und die Höhe der Verzinsung nicht auf Grundlage der Höhe des Jahresüberschusses, des Bilanzgewinns oder der Dividende berechnet wird; 3. soweit Genussrechte gegen Erbringung von Sachleistungen zum Zweck der Durchführung von Unternehmenszusammenschlüssen oder des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Unternehmensbeteiligungen oder sonstiger Vermögensgegenstände, insbesondere Seeschiffen oder Forderungen, ausgegeben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Genussrechte, insbesondere deren Übertragbarkeit, den Zinssatz, den Ausgabekurs, die Stückelung, die Laufzeit, die Höhe der jährlichen Ausschüttung, die Kündigung sowie die Teilhabe an der Verteilung des Gewinns und des Liquidationserlöses festzulegen. In teilweiser Ausnutzung der Ermächtigung hat der Vorstand am 17. Dezember 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats 7.450.000 Stück Genussrechte zum Nennbetrag von jeweils 1,00 EUR ausgegeben. Die Begebung der Genussrechte erfolgte gegen Sacheinlage. Sie dienen der Finanzierung des Erwerbs der mehrheitlichen Beteiligung an einer Schifffahrtsgesellschaft. Die Genussrechte sehen in erster Linie eine feste Verzinsung vor und haben eine Laufzeit von fünf Jahren. Für die Jahre 2014 und 2015 ist in Abhängigkeit von den aus der Schifffahrtsgesellschaft erhaltenen Ausschüttungen eine Erfolgsbeteiligung der Genussrechtsinhaberin vorgesehen. Daneben ist die Genussrechtsinhaberin für einen Zeitraum von 10 Jahren an realisierten stillen Reserven aus der Beteiligung an der Schifffahrtsgesellschaft beteiligt. Die Genussrechte nehmen nicht am Verlust der Gesellschaft teil. Mit Wirkung zum 31. Dezember 2011 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats Genussrechte zum Nennbetrag von jeweils 1,00 EUR ausgegeben. Die Begebung der Genussrechte erfolgte in Höhe von 5.367 TEUR gegen Sacheinlage und in Höhe von 433 TEUR gegen Bareinlage. Die Genussrechte dienen der Finanzierung des Erwerbs der mehrheitlichen Beteiligung an einer Schifffahrtsgesellschaft. Die Genussrechte sehen grundsätzlich eine feste Verzinsung vor und haben eine Laufzeit von sieben Jahren. Während der Laufzeit ist in Abhängigkeit von den aus der Schifffahrtsgesellschaft erhaltenen Ausschüttungen eine Erfolgsbeteiligung der Genussrechtsinhaberin vorgesehen. Daneben ist die Genussrechtsinhaberin während der Laufzeit der Genussrechte an realisierten stillen Reserven aus der Beteiligung an der Schifffahrtsgesellschaft beteiligt. Die Genussrechte nehmen nicht am Verlust der Gesellschaft teil. Die Genussrechte sind grundsätzlich endfällig. D. h. regelmäßige Tilgungen der Genussrechte sind während der Laufzeit grundsätzlich nicht vorgesehen. (19) Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten (langfristig)Der Ausweis betrifft die Marktwerte von Zinsswaps, die der Absicherung variabler Zinszahlungen aus Darlehen dienen. Im Übrigen verweisen wir hinsichtlich weiterer Erläuterungen auf Ziffer (43). Die Restlaufzeiten der Finanzderivate ergeben sich wie folgt: scroll
(20) Kapitalanteile im FremdbesitzDie Kapitalanteile im Fremdbesitz betreffen die Kommanditbeteiligung von Minderheitengesellschaftern an derzeit 12 Schiffskommanditgesellschaften. Der Posten ergibt sich wie folgt: scroll
Wie im Vorjahr wurden die Anteile der Fremdgesellschafter am Konzernergebnis im Zinsergebnis erfasst. Die Restlaufzeiten der Kapitalanteile im Fremdbesitz ergeben sich wie folgt: scroll
Die Restlaufzeiten der Kapitalanteile im Fremdbesitz von unter einem Jahr betreffen bereits entstandene Gewinnansprüche der Fremdgesellschafter. Somit sind dies wirtschaftlich keine Verbindlichkeiten. Entnahmen aus den Schiffskommanditgesellschaften können nur bei hinreichender Liquidität sowie einem Gesellschafterbeschluss, bei dem die HCI HAMMONIA SHIPPING AG mitwirken muss, getätigt werden. (21) Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig)Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Hinsichtlich der Schiffshypothekendarlehen vgl. Ziffer (17). Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (22) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 1.887 TEUR (Vorjahr: 1.553 TEUR) haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Der Ausweis beinhaltet Abgrenzungen in Höhe von 991 TEUR (Vorjahr: 1.044 TEUR). (23) Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und UnternehmenDie Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Weitere Erläuterungen zu den Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen finden sich unter Ziffer (46). (24) Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen und ErtragUnter den laufenden Ertragsteuerverbindlichkeiten werden Verpflichtungen aus Gewerbesteuern in Höhe von 306 TEUR (Vorjahr: 270 TEUR) sowie solche aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von 4 TEUR (Vorjahr: 3 TEUR) gezeigt. Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (25) Sonstige Verbindlichkeiten (kurzfristig)Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (26) Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten (kurzfristig)Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten betreffen ausschließlich Marktwerte von Verpflichtungen aus Zinssatzswapgeschäften. Die Zinssatzswapgeschäfte wurden als Teil von Sicherungsgeschäften designiert. Im Übrigen verweisen wir hinsichtlich weiterer Erläuterungen auf Ziffer (43). Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung(27) UmsatzerlöseUnter den Umsatzerlösen werden Chartererträge der Schifffahrtsgesellschaften ausgewiesen, die sich wie folgt zusammensetzen: scroll
Die Umsatzerlöse beinhalten Erlöse aus Poolchartern in Höhe von 479 TEUR (Vorjahr: 5.455 TEUR), die aus der Restrukturierung der Linienreedereien CSAV und CCNI resultieren und einmaligen Charakter haben. (28) SchiffsbetriebskostenDie Schiffsbetriebskosten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
(29) Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt: scroll
Der im Vorjahr ausgewiesene Ertrag aus der Vereinnahmung eines negativen Unterschiedsbetrags resultierte aus der Erstkonsolidierung der MS "HAMMONIA PESCARA" Schiffahrts GmbH & Co. KG. (30) Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
(31) Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle VermögenswerteUnter diesem Posten werden im HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte erfasst. Die Abschreibungen teilen sich wie folgt auf: scroll
(32) Wertminderungen (Impairment)Der Ausweis betrifft Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Vgl. Ziffer (6) (Sachanlagen) und Ziffer (10) (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen). (33) ZinserträgeDer Posten Zinserträge gliedert sich wie folgt: scroll
Bis zum Geschäftsjahr 2010 wurden innerhalb des Postens "Zinserträge" konzernfremden Kommanditisten zugewiesene Verlustanteile ausgewiesen. Seit dem Geschäftsjahr 2011 erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung ein gesonderter Ausweis der auf konzernfremde Kommanditisten entfallenden Ergebnisanteile (vgl. Ziffer 35). Der Vorjahresbetrag wurde entsprechend um 27 TEUR angepasst. (34) ZinsaufwendungenDie Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus der Finanzierung der Seeschiffe und setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Bis zum Geschäftsjahr 2010 wurden innerhalb des Postens "Zinsaufwendungen" konzernfremden Kommanditisten zugewiesene Gewinnanteile ausgewiesen. Seit dem Geschäftsjahr 2011 erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung ein gesonderter Ausweis der auf konzernfremde Kommanditisten entfallenden Ergebnisanteile (vgl. Ziffer 35). Der Vorjahresbetrag wurde entsprechend um 141 TEUR angepasst. (35) Finanzaufwendungen aus Ergebnisanteilen konzernfremder KommanditistenDer Posten betrifft Ergebniszuweisungen an Minderheitsgesellschafter von derzeit 12 Schiffskommanditgesellschaften. Die Kommanditanteile der Minderheitsgesellschafter wurden gemäß den IFRS-Vorschriften als Verbindlichkeiten ausgewiesen. Im Geschäftsjahr erfolgte Ergebniszuweisungen sind entsprechend innerhalb des Finanzergebnisses auszuweisen. Die Ergebnisanteile konzernfremder Kommanditisten wurden bisher innerhalb der Zinserträge (Verlustanteile) bzw. Zinsaufwendungen (Gewinnanteile) ausgewiesen. Aufgrund der zum Ende des Vorjahres erfolgten Erstkonsolidierung der MS "HAMMONIA PESCARA" Schiffahrts GmbH & Co. KG haben sich die den Minderheitsgesellschaftern zugewiesenen Ergebnisanteile gegenüber dem Vorjahr erheblich erhöht. Zur Verbesserung des Einblicks in die Ertragslage des Konzerns werden die Ergebnisanteile konzernfremder Kommanditisten deshalb nunmehr als gesonderter Posten innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die Vorjahresausweise der Zinserträge und Zinsaufwendungen wurden entsprechend angepasst. Die Zusammensetzung des Postens ergibt sich wie folgt: scroll
(36) Steuern vom Einkommen und ErtragAls Steuern vom Einkommen und Ertrag sind die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuern erfasst. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich dabei aus Gewerbeertragsteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag zusammen. Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und Ertrag gliedert sich nach der Herkunft wie folgt auf: scroll
Der laufende Ertragsteueraufwand bezieht sich in Höhe von 514 TEUR (Vorjahr: 86 TEUR) auf Gewerbesteuern von Schiffskommanditgesellschaften. Daneben werden Körperschaft- und Gewerbesteuerverpflichtungen bei der Komplementärgesellschaft ausgewiesen. Bei in Deutschland ansässigen Unternehmen in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft fällt Körperschaftsteuer in Höhe von 15 % (Vorjahr: 15 %) sowie ein Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % (Vorjahr: 5,5 %) der geschuldeten Körperschaftsteuer an. Zusätzlich unterliegen diese Gesellschaften sowie Tochterunternehmen in der Rechtsform einer Personengesellschaft der Gewerbesteuer, deren Höhe sich in Abhängigkeit gemeindespezifischer Hebesätze bestimmt. Der fiktive Aufwand für Steuern vom Einkommen und Ertrag, der sich bei Anwendung des Steuersatzes der Konzernobergesellschaft HCI HAMMONIA SHIPPING AG in Höhe von 32,28 % (Vorjahr: 32,28 %) auf das IFRS-Konzernergebnis vor Steuern ergeben hätte, lässt sich wie folgt auf die Steuern vom Einkommen und Ertrag laut Gewinn- und Verlustrechnung überleiten: scroll
Die permanenten Differenzen beinhalten die Auswirkungen der mit der Tonnagebesteuerung abgegoltenen Anteile am Konzernergebnis. Körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge können nur eingeschränkt genutzt werden. Dabei ist eine positive steuerliche Bemessungsgrundlage bis zu 1.000 TEUR unbeschränkt um einen Verlustvortrag zu reduzieren, darüber hinausgehende Beträge sind nur bis maximal 60 % um einen vorhandenen Verlustvortrag zu kürzen. Aktive latente Steuern werden auf temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge angesetzt, sofern deren Realisierung in der näheren Zukunft hinreichend gesichert erscheint. Im Geschäftsjahr wurden für temporäre Differenzen sowie für Verlustvorträge für körperschaftsteuerliche Zwecke in Höhe von 8.771 TEUR (Vorjahr: 7.657 TEUR) bzw. für gewerbesteuerliche Zwecke in Höhe von 9.939 TEUR (Vorjahr: 8.381 TEUR) keine aktiven latenten Steuern bilanziert, da für diese Beträge die Generierung ausreichenden steuerlichen Einkommens in der näheren Zukunft nicht wahrscheinlich ist. Die Vortragsfähigkeit der steuerlichen Verlustvorträge im Inland ist nach jetziger Rechtslage unbeschränkt möglich. (37) Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie gibt an, welcher Teil des in einer Periode erwirtschafteten Ergebnisses auf eine Aktie entfällt. Hierzu wird der Konzernerfolg durch die gewichtete Zahl der ausgegebenen Aktien dividiert. Eine Verwässerung dieser Kennzahl kann durch sog. potenzielle Aktien auftreten (bspw. Wandelanleihen, Aktienoptionen). Der HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern hat keine solchen verwässernden Aktienerwerbsvereinbarungen. Das verwässerte und das unverwässerte Ergebnis je Aktie entsprechen sich. Das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie bestimmt sich wie folgt: scroll
Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung(38) GrundlagenDie Kapitalflussrechnung unterscheidet zwischen Zahlungsströmen aus operativer Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. (39) Zusammensetzung des FinanzmittelfondsDie Geldbestände des Mutterunternehmens resultieren in Höhe von 916 TEUR aus Anschaffungskostenzuschüssen zum Erwerb einer mehrheitlichen Beteiligung an einer Schiffskommanditgesellschaft. Sie unterliegen einer Mittelverwendungsabrede und sind bedingt rückzahlbar, sofern es nicht zum Erwerb der Beteiligung kommt. Die Beteiligung wurde im Februar 2012 erworben. Weitere Festgeldguthaben der Muttergesellschaft in Höhe von 4.000 TUSD (3.091 TEUR) dienen der Absicherung von Stundungsvereinbarungen bei sieben Schiffskommanditgesellschaften (vgl. Ziffer(44) (a) (iv)). Die Überleitung des Finanzmittelfonds auf den Posten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ergibt sich wie folgt: scroll
Die Zahlungsmitteläquivalente betreffen Festgeldanlagen mit Ursprungslaufzeiten von wenigen Tagen. (40) Erläuterung der CashflowsDie Ermittlung des Cashflows aus operativer Tätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Er beträgt 22.948 TEUR (Vorjahr: 29.382 TEUR). Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden nach der direkten Methode ermittelt. (41) Nicht zahlungswirksame GeschäftsvorfälleWährend des aktuellen Geschäftsjahres hat der Konzern die folgenden nicht zahlungswirksamen Investitions- und Finanzierungstätigkeiten aufgenommen, die nicht in der Kapitalflussrechnung Niederschlag finden:
(42) Sonstige Angaben zur KapitalflussrechnungBis zum 30. November 2011 bestand eine Waiver-Vereinbarung mit einem Bankenkonsortium (vgl. Ziffer (43) (a) (iv)). In der Waiver-Vereinbarung war festgelegt, dass drei Tochterunternehmen nur dann Liquiditätsausschüttungen an ihre Gesellschafter - und damit auch die HCI HAMMONIA SHIPPING AG als Mutterunternehmen - tätigen dürfen, wenn die Barbestände sowie die nicht gezogenen Kontokorrentkredite einen Betrag von jeweils 3.250 TUSD übersteigen. Gemäß der Vereinbarung stehen den betroffenen Tochtergesellschaften die Barbestände jeweils uneingeschränkt zur Verfügung. Die betroffenen Tochtergesellschaften befinden sich in Verhandlungen über eine weitere Verlängerung der Waiver-Vereinbarung. Es besteht mit dem Bankenkonsortium Einigkeit, dass die Regelung über die Vorhaltung einer Liquiditätsreserve in der oben genannten Höhe unverändert Bestand hat. Den betroffenen Tochtergesellschaften stehen die Barbestände jeweils uneingeschränkt zur Verfügung. Von der Vereinbarung sind insgesamt Zahlungsmittel in Höhe von 7.535 TEUR (Vorjahr: 7.297 TEUR) betroffen. Zum Bilanzstichtag verfügte der Konzern unverändert zum Vorjahr über nicht in Anspruch genommene Kontokorrentkreditlinien von 0,7 Mio. EUR. Erläuterungen zur Segmentberichterstattung(43) GrundlagenNach IFRS 8 sind die einzelnen Segmente des Konzerns nach dem so genannten "management approach" abzugrenzen. Entscheidend ist dabei, für welche Segmente dem "chief operating decision maker", d. h. der verantwortlichen Unternehmensinstanz des Konzerns, separate Finanzinformationen zur Leistungsbeurteilung und Ressourcenallokation zur Verfügung gestellt werden. Aufgrund einer Vielzahl von zustimmungsbedürftigen Geschäften - auch auf Ebene der Schiffskommanditgesellschaften - sind der Vorstand und der Aufsichtsrat der Muttergesellschaft gemeinschaftlich als verantwortliche Unternehmensinstanz anzusehen. Vorstand und Aufsichtsrat erhalten regelmäßig Finanzinformationen auf konsolidierter Basis. Soll-Ist-Vergleiche werden ebenfalls auf konsolidierter Basis erstellt. Die Prognoserechnungen werden auf aggregierter Basis zur Verfügung gestellt, wobei lediglich die Veränderungen des Working Capital je Schiff einfließen. Separate Informationen zu den einzelnen Schiffen sind grundsätzlich nicht Gegenstand der regelmäßigen Berichterstattung an den Aufsichtsrat. Dies wird als nicht notwendig angesehen, da es sich bei dem Konzern um ein Ein-Produktunternehmen mit einem einheitlichen "Produktionsprozess" (Vercharterung von Containerschiffen an Linienreedereien) handelt. Die operative Steuerung des Konzerns erfolgt allein auf Basis des operativen Gesamtergebnisses der Schiffsflotte sowie der Chartereinnahmen je Tag. Als Ergebnis entfällt eine Segmentberichterstattung. IFRS 8 schreibt auch für Konzerne, die nur aus einem Segment bestehen, Segmentangaben vor. Hierbei handelt es sich um Folgende: Aus der Vercharterung von Containerschiffen an externe Linienreedereien hat der Konzern im Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 67.804 TEUR (Vorjahr: 62.647 TEUR) erzielt. Für sämtliche 12 (Vorjahr: 12) Schiffe des Konzerns bestehen jeweils separate Chartervereinbarungen mit Linienreedereien. Allerdings ist der Konzern mit 8 (Vorjahr: 8) Schiffen so genannten Einnahmepools beigetreten. Hierbei werden die Einnahmen sämtlicher Poolmitglieder gepoolt und an die einzelnen Beteiligten ein Pooldurchschnitt weitergegeben. Die Pooleinnahme entspricht insofern nicht den mit den einzelnen Linienreedereien vereinbarten Chartern. Im Ergebnis können für die in Einnahmepools fahrenden Schiffe keine länderspezifischen Angaben berichtet werden. Wie im Vorjahr sind 3 nicht in Einnahmepools fahrende Containerschiffe an eine Linienreederei aus Dänemark verchartert. Hieraus wurden Umsatzerlöse in Höhe von 31.895 TEUR (Vorjahr: 34.111 TEUR) erzielt. Ein Ende 2010 im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenes Containerschiff fährt in Zeitcharter für eine in Kuwait ansässige Linienreederei. Die erzielten Umsatzerlöse betrugen 7.159 TEUR. Unverändert zum Vorjahr betreffen die Sachanlagen des Konzerns in Höhe von 498.915 TEUR (Vorjahr: 507.318 TEUR) ausschließlich Containerschiffe. Diese sind weltweit in wechselnden Fahrtgebieten eingesetzt. Die Besitzgesellschaften dieser Containerschiffe haben sämtlich ihren Sitz in dem Land, in dem das Mutterunternehmen seinen Sitz hat. 47 % (Vorjahr: 54 %) der Umsatzerlöse stammen von einem einzigen Kunden. Hierbei handelt es sich um die weltgrößte Linienreederei für Containerschiffe. Weitere 11 % (Vorjahr: 0 %) stammen von einem weiteren Kunden. Sonstige Angaben(44) Finanzinstrumente und finanzielles Risikomanagement(a) Finanzinstrumente(i) Angaben zu den FinanzinstrumentenDer HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern verwendet eine Vielzahl von Finanzinstrumenten. In der folgenden Tabelle sind finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entsprechend der Kategorien der Finanzinstrumente nach IAS 32 / 39 bzw. die Klassifizierung nach IFRS 7 dargestellt. Die Klassifizierung nach IFRS 7 entspricht beim Konzern den Kategorien von Finanzinstrumenten nach IAS 32 / 39. Um eine Überleitung auf die Bilanzwerte zu ermöglichen, werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten außerhalb des Definitionsbereichs des IAS 32 / 39, bzw. die keiner Bewertungskategorie nach IAS 32 / 39 zugeordnet werden, gesondert als Non financial assets / Non financial liabilities (NFA / NFL) ausgewiesen. scroll
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Die Kategorie "Financial assets at fair value through profit and loss (AFV)" wird mit dem Zeitwert bewertet. Die Kategorie "Available for sale financial assets" (AFS) wird mit dem Zeitwert, sofern dieser nicht bzw. nicht zuverlässig zu ermitteln ist, mit den Anschaffungskosten bilanziert. Die Kategorien AFV bzw. LFV enthalten keine finanziellen Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gemäß IAS 39 gehalten werden, sondern ausschließlich finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten, die beim erstmaligen Ansatz dieser Kategorie zugeordnet wurden. Derivate in Sicherungsbeziehungen werden keiner Bewertungskategorie nach IAS 39 zugeordnet. Sie wurden deshalb der Klasse "Derivate in Sicherungsbeziehungen" (DS) zugewiesen. Die Kategorien "Loans and receivables (LAR)" und "Financial liabilities measured at amortised cost (LAC)" werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Reklassifizierungen zwischen den verschiedenen Kategorien von Finanzinstrumenten haben im Geschäftsjahr nicht stattgefunden. In der nachfolgenden Tabelle werden für jede Klasse von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten Buch- und beizulegende Zeitwerte gegenübergestellt: scroll
Für nicht notierte Finanzinstrumente mit kurzen Restlaufzeiten, wie kurzfristige Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und kurzfristige Verbindlichkeiten, entsprechen die Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem Zeitwert. Für nicht notierte Finanzinstrumente mit langen Restlaufzeiten, wie langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten, entspricht der Zeitwert dem Barwert des jeweiligen Finanzinstruments unter Anwendung aktueller Zinsparameter. Die zum Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Schulden verteilen sich auf die nach IFRS 7 definierten Zeitwerthierarchieebenen zum 31. Dezember 2011 wie folgt: scroll
Zum 31. Dezember 2010 ergaben sich folgende Zuordnungen: scroll
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Die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten teilen sich wie folgt auf die einzelnen Bewertungskategorien bzw. Klassen des IAS 39 auf: scroll
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Das Ergebnis aus der Währungsumrechnung in der Kategorie LAR betrifft im Wesentlichen flüssige Mittel. Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Die nach der Effektivzinsmethode berechneten Zinserträge bzw. Zinsaufwendungen für finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert berechnet wurden, beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf: scroll
Erträge und Aufwendungen aus Gebühren und Provisionen, die nicht in die Berechnung des Effektivzinssatzes einbezogen wurden, sind wie im Vorjahr nicht angefallen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren ebenso wie im Vorjahr keine Zinserträge, die nach IAS 39.AG 93 auf wertgeminderte finanzielle Vermögenswerte abgegrenzt wurden, zu erfassen. (ii) Angaben zu den derivativen FinanzinstrumentenDer HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern ist aufgrund seiner internationalen Aktivitäten insbesondere Risiken aus Zins- und Währungskursänderungen ausgesetzt. Zur Begrenzung dieser Risiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente ist durch entsprechende Richtlinien im HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern geregelt und erfolgt allein zur Absicherung bestehender Grundgeschäfte sowie geplanter Transaktionen mit hinreichend hoher Eintrittswahrscheinlichkeit. Durch diese Richtlinien werden die Verantwortlichkeiten, die Handlungsrahmen und die Berichterstattung verbindlich festgelegt. Der Abschluss von Handelsgeschäften im Zusammenhang mit derivativen Finanzinstrumenten ist gemäß dieser Richtlinie nur mit Banken erstklassiger Bonität erlaubt. Der HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern nutzt Devisentermingeschäfte zur Absicherung abgeschlossener bzw. erwarteter Geschäfte. Im Rahmen der Zinssicherung werden die Risiken durch Zinsderivate in Form von Zinsswaps begrenzt. Die Nominal- und Zeitwerte der Zins- und Devisenderivate setzen sich wie folgt zusammen: scroll
(iii) Angaben zu SicherungsbeziehungenDer HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern bilanziert bestimmte Derivate, die die Kriterien des IAS 39 hinsichtlich der Abbildung von Sicherungsbeziehungen erfüllen, als Cashflow-Hedges gemäß IAS 39. Cashflow-Hedges werden zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos im Zusammenhang mit variablen Zahlungsströmen abgeschlossen. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zum Stichtag unter Anwendung der Dollar-Offset-Methode (Benchmarkansatz) geprüft. Zum 31. Dezember 2011 bestehen die folgenden wesentlichen Sicherungsbeziehungen, die die Kriterien des IAS 39 hinsichtlich der Abbildung als Cashflow-Hedges erfüllen: scroll
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Zum 31. Dezember 2010 bestanden die folgenden wesentlichen Sicherungsbeziehungen, die die Kriterien des IAS 39 hinsichtlich der Abbildung als Cashflow-Hedges erfüllen: scroll
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Die Ermittlung der Marktwerte der Zinsswaps erfolgte anhand der Mark-to-Market-Methode. Den Bewertungen liegen Zinsstrukturkurven von rund 1,3 % (1 Jahr; Vorjahr: 0,8 %), rund 0,7 % (2 Jahre; Vorjahr: 0,8 %), rund 1,2 % (5 Jahre; Vorjahr: 2,2 %) bis rund 2,0 % (10 Jahre; Vorjahr: 3,4 %) zugrunde. Im Geschäftsjahr wurden Zeitwertänderungen der Zinsswaps in Höhe von -9.724 TEUR (Vorjahr: -10.227 TEUR) direkt im Eigenkapital erfasst. Aus dem Eigenkapital wurden im Geschäftsjahr 6.112 TEUR (Vorjahr: 6.851 TEUR) in die Gewinn- und Verlustrechnung (Posten Zinsaufwendungen) überführt. In den Vergleichsjahren waren bei den Sicherungsbeziehungen keine Ineffektivitäten zu erfassen. (iv) Angaben zu Zahlungsverzögerungen und VertragsverletzungenDer Konzern hatte in den Geschäftsjahren 2009 und 2010 mit einem Bankenkonsortium eine Einigung über vermeintliche Verletzungen von Verpflichtungen in einzelnen Schiffshypothekendarlehen erzielt. Die Vereinbarung lief zum 30. November 2011 aus. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG und die drei betroffenen Tochtergesellschaften befinden sich derzeit in Verhandlungen über eine erneute Verlängerung des bestehenden Waivers der "Loan-To-Value"-Klausel. Diese Klausel verlangt, dass der Schiffswert ohne Berücksichtigung des Chartervertrags einen bestimmten Schwellenwert nicht unterschreitet. Aufgrund der in letzter Zeit gesunkenen Schiffspreise wurde nach Ansicht der finanzierenden Banken dieser Wert unterschritten. Um einen eventuell möglichen Rechtsstreit mit einem wichtigen Finanzierungspartner zu vermeiden, hatte der Konzern ohne Präjudiz für die eigene Rechtsposition einer Waiver-Vereinbarung zugestimmt. Im Gegenzug verzichtete das Bankenkonsortium auf die Einklage von möglichen kreditvertraglichen Verpflichtungen für die Laufzeit des Waivers. Neben einer Erhöhung der Kreditmarge war in dieser Vereinbarung festgelegt, dass die HCI HAMMONIA SHIPPING AG als Muttergesellschaft der betroffenen Tochterunternehmen nur dann Liquiditätsentnahmen tätigen darf, wenn die in der jeweiligen Tochtergesellschaft verbleibenden Barbestände sowie die nicht gezogenen Kontokorrentkredite einen Betrag von insgesamt 3.250 TUSD übersteigen. Den betroffenen Tochtergesellschaften stehen die Barbestände jeweils uneingeschränkt zur Verfügung. Auch wenn der Waiver Ende 2011 auslief, werden die in ihm festgelegten Bedingungen unverändert angewandt. Den betroffenen Konzernunternehmen liegt ein Entwurf der finanzierenden Banken für einen Nachtrag zum Darlehensvertrag vor, dessen Bedingungen allerdings teilweise noch zu verhandeln sind. Hinsichtlich der Finanzierung der sechs 2.500 TEU Schiffe hat die HCI HAMMONIA SHIPPING AG gemeinsam mit den betroffenen Schifffahrtsgesellschaften mit Addenden zu den bestehenden Kreditverträgen unterzeichnet. Gemäß den Addenden ist den betroffenen Schifffahrtsgesellschaften jeweils die Aussetzung von vier Quartalstilgungen gestattet. Die Schifffahrtsgesellschaften haben in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 hiervon vollständig Gebrauch gemacht. Die ausgesetzten Tilgungen belaufen sich zum Ende des Geschäftsjahres auf insgesamt 13.380 TUSD (Vorjahr: 5.582 TUSD). Die von den Tilgungsaussetzungen betroffenen Darlehen valutierten zum 31. Dezember 2011 inklusive der gestundeten Beträge insgesamt mit 170.422 TUSD (Vorjahr: 176.004 TUSD). Die Vereinbarungen beinhalten im Gegenzug eine Anhebung der Zinsmarge um 0,75 %-Punkte hinsichtlich der sechs Schiffshypothekendarlehen und der dazugehörigen Kontokorrentkredite. Die gestundeten Beträge wurden mit einem weiteren Margenzuschlag belegt. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat Bürgschaften zu Gunsten der Banken abgegeben und sich bereit erklärt, eine Mindestliquidität in Höhe von 4.000 TUSD auf Ebene der Holdinggesellschaft vorzuhalten. Sobald die Schiffe das ursprünglich vorgesehene Tilgungsprofil wieder erreicht haben, ist eine Reduktion der neuen Marge vorgesehen. Auch für das 3.100 TEU Schiff MS "WESTPHALIA" konnte gemeinsam von der Schifffahrtsgesellschaft und der HCI HAMMONIA SHIPPING AG Ende April 2011 ein Addendum zum Kreditvertrag unterzeichnet werden. Dieses erlaubt, bis zu acht Quartalstilgungen zu stunden und sieht zur Aufholung der in Anspruch genommenen Tilgungsstundungen eine "Pay-as-you-earn"-Struktur vor. Zum 31. Dezember 2011 wurden die acht möglichen Stundungen der Quartalstilgungen in Anspruch genommen. Die ausgesetzten Tilgungen belaufen sich zum Ende des Geschäftsjahres auf insgesamt 4.616 TUSD (Vorjahr: 2.885 TUSD). Die von den Tilgungsaussetzungen betroffenen Darlehen valutierten zum 31. Dezember 2011 inklusive der gestundeten Beträge insgesamt mit 25.961 TUSD (Vorjahr: 26.538 TUSD). Im Gegenzug für die Anpassung des Kreditvertrags wurde die Marge des Kredits um 1,25 %-Punkte erhöht, wobei für die gestundeten Beträge zusätzlich ein Liquiditätszuschlag vereinbart wurde. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat sich bereit erklärt, eine Mindestliquidität in Höhe von 4.000 TUSD auf Ebene der Holdinggesellschaft vorzuhalten und Garantien zugunsten der Schiffsgesellschaft abzugeben. Eine Reduktion der neuen Marge ist vorgesehen, sobald das Schiff das ursprünglich vorgesehene Tilgungsprofil wieder erreicht hat. Für das zweite 3.100 TEU Schiff MS "SAXONIA" liegt nach langen Verhandlungen ebenfalls ein Gremienbeschluss der finanzierenden Bank vor. Die Konditionen sind ähnlich wie bei dem MS "WESTPHALIA". Danach ist es möglich, bis zu acht Quartalstilgungen auszusetzen. Zum 31. Dezember 2011 wurden die acht möglichen Stundungen der Quartalstilgungen in Anspruch genommen. Ein Entwurf des Nachtrags zum Darlehensvertrag sowie der Sicherheitendokumentation wird derzeit mit der Bank abgestimmt und soll zeitnah gezeichnet werden. Die ausgesetzten Tilgungen belaufen sich zum Ende des Geschäftsjahres auf insgesamt 4.144 TUSD (Vorjahr: 2.590 TUSD). Die von den Tilgungsaussetzungen betroffenen Darlehen valutierten zum 31. Dezember 2011 inklusive der gestundeten Beträge insgesamt mit 25.856 TUSD (Vorjahr: 26.374 TUSD). Da zum Stichtag kein unterzeichnetes Addendum zum Kreditvertrag vorlag, werden die ausgesetzten Tilgungen unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. (b) Finanzielles RisikomanagementDer HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern hat ein zentrales Risikomanagementsystem zur Identifizierung, Messung und Steuerung von Risiken. Die Risikopositionen ergeben sich aus den konzernweit vorgenommenen und geplanten zahlungswirksamen Ein- und Ausgängen als Marktrisiken (Zinsrisiken und Währungsrisiken), Kreditrisiken und Liquiditätsrisiken. Zinsrisiken werden durch die Mischung von variabel verzinslichen Positionen sowie festverzinslichen Positionen (über den Abschluss von Zinssicherungsgeschäften) gesteuert. Währungsrisiken aus antizipierten Fremdwährungsausgaben werden über Devisensicherungsgeschäfte u.ä. begrenzt. Die sich aus Schwankungen an den Chartermärkten ergebenden Risiken werden durch den Einsatz der Seeschiffe in Einnahmepools und die sorgfältige Auswahl von Charterern reduziert. Liquiditätsrisiken werden durch ein konzernweites Controlling der erwarteten Einnahmen und Ausgaben sowie Kreditlinien gesteuert. (i) FinanzrisikenAufgrund der internationalen Aktivitäten bestehen für den HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern eine Reihe von finanziellen Risiken. Hierzu zählen insbesondere die Auswirkungen aus Änderungen von Wechselkursen und Zinssätzen. Im Rahmen des bestehenden Risikomanagementprozesses werden diese Risiken reduziert. WährungsrisikoAufgrund der Tatsache, dass die wesentlichen im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit stehenden Einnahmen und Ausgaben innerhalb eines Währungsraumes - des USD - stattfinden, stellt sich für den Konzern das Währungsrisiko aufgrund von Wechselkursschwankungen insgesamt begrenzt dar. Für die Schiffskommanditgesellschaften ist die funktionale Währung der USD. Währungsrisiken betreffen hier grundsätzlich nur die Bewertung von in EUR gehaltenen flüssigen Mitteln sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die auf EUR lauten. Bei einer Schiffskommanditgesellschaft gibt es ein begrenztes Währungsrisiko aufgrund eines auf den JPY lautenden Schiffshypothekendarlehens. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat als funktionale Währung den EUR. Die Deckung ihrer Verwaltungskosten und insbesondere die Ausschüttungen an die Aktionäre der HCI HAMMONIA SHIPPING AG erfolgen in EUR. Wesentliche Währungsrisiken bestehen für den Konzern zum einen in der Transformation des auf Ebene der HCI HAMMONIA SHIPPING AG im Rahmen von Kapitalerhöhungen eingeworbenen Eigenkapitals in den USD als Eigenmitteleinsatz im Rahmen des Ankaufs von Seeschiffen. Zum anderen bestehen Währungsrisiken dergestalt, dass die auf Ebene der Schiffskommanditgesellschaften in USD anfallenden Überschüsse bei Verwendung durch die HCI HAMMONIA SHIPPING AG zur Begleichung von eigenen Kosten sowie als Ausschüttung an die Aktionäre in EUR transformiert werden müssen. Weitere Währungsrisiken entstehen aus Festgeldanlagen in USD. Zur Begrenzung dieser Risiken setzt der Konzern grundsätzlich Devisensicherungsinstrumente ein. Währungsrisiken im Sinne des IFRS 7 entstehen durch monetäre originäre und derivative Finanzinstrumente, deren Ausgabewährung von der funktionalen Währung des Unternehmens abweicht. Zur Ermittlung der nachfolgend dargestellten Sensitivitäten wird eine hypothetische Auf- bzw. Abwertung des EUR gegenüber dem USD bzw. des JPY gegenüber dem USD zum 31. Dezember 2011 bzw. 31. Dezember 2010 um 10 % angenommen. Alle anderen Variablen bleiben unverändert. Unter diesen Bedingungen hätten sich folgende wesentliche Auswirkungen auf Ergebnis (EBT) und damit auf das erwirtschaftete Eigenkapital des HCI HAMMONIA SHIPPING Konzerns ergeben: scroll
ZinsrisikoRisiken aus Zinsänderungen existieren für den HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern grundsätzlich in Zusammenhang mit der Aufnahme von Darlehen zur Finanzierung des Ankaufs von Seeschiffen. In den Darlehensverträgen wurde überwiegend eine variable Verzinsung der künftigen Darlehensverbindlichkeiten vereinbart. Zur Reduzierung des Risikos von Zinsänderungen aufgrund der variablen Verzinsung der kontrahierten Darlehen hat der Konzern Zinssicherungsgeschäfte (Zinsswaps) abgeschlossen. Die Zinssicherungsgeschäfte sind als Cashflow-Hedges designiert und wurden zum Bilanzstichtag als vollständig effektiv angesehen. Bei einer hypothetischen Erhöhung bzw. Senkung des Marktzinsniveaus um jeweils 50 Basispunkte (Parallelverschiebung der Zinskurven) und gleichzeitig unveränderten sonstigen Variablen hätten sich folgende Auswirkungen auf das Ergebnis (EBT) und das Eigenkapital ergeben, die ergebnisseitig das Finanzergebnis beeinflussen: scroll
Aufgrund der in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 herrschenden niedrigen Zinsniveaus mit Zinssätzen für 3-Monats-Libor von unter 0,5 % differiert die Auswirkung einer Verschiebung des Zinsniveaus um 50 Basispunkte nach oben bzw. unten. Die überproportionale Auswirkung einer Erhöhung bzw. Senkung des Marktzinsniveaus auf das Eigenkapital resultiert aus der ergebnisneutralen Abbildung von Marktwerten von Zinsswaps im Eigenkapital, sofern diese als Sicherungsinstrumente in Cashflow-Hedges designiert sind. (ii) AusfallrisikoFür den HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern besteht das Risiko, dass Geschäftspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können. Zur Verminderung des Ausfallrisikos, dessen Maximalbetrag den bei den jeweiligen finanziellen Vermögenswerten bilanzierten Buchwerten entspricht, werden Bonitätsprüfungen vorgenommen. Für erkennbare Ausfallrisiken, insbesondere bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, werden angemessene Wertberichtigungen gebildet. Die Entwicklung der Wertberichtigungen für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich wie folgt: scroll
Als Kriterien für die Bildung von Wertberichtigungen werden die Dauer der Überfälligkeit der einzelnen Forderung sowie im Einzelfall die Einschätzung der finanziellen Situation des Kunden (Charterers) und das bisherige Zahlungsverhalten des Kunden herangezogen. Die gebildeten Wertberichtigungen betreffen Forderungen gegen Charterer, die gemäß der vorgenannten Kriterien wertberichtigt wurden. Die Ausbuchung einer im Wert geminderten Forderung erfolgt, wenn Tatsachen darauf schließen lassen, dass die Forderung als uneinbringlich zu klassifizieren ist. Dies ist beispielsweise bei Insolvenz eines Kunden der Fall. Für die Frage, ob eine Risikokonzentration vorliegt, werden ausfallgefährdete Forderungen gegen einzelne Kunden zusammengefasst, wenn bekannt ist, dass es sich bei den Kunden um verbundene Unternehmen einer Unternehmensgruppe handelt. Neben den bereits vollständig wertberichtigten Forderungen wurden keine weiteren Ausfallrisiken bzw. Risikokonzentrationen identifiziert. Das maximale theoretische Ausfallrisiko besteht in folgender Höhe: scroll
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen gegen Einnahmepools und Linienreedereien Sie sind nicht durch spezielle Instrumente gesichert. Einlagen bei Banken werden nur bei Partnern unterhalten, die eine einwandfreie Bonität aufweisen. Hinsichtlich der finanziellen Vermögenswerte, die zum Stichtag nicht wertgemindert, jedoch überfällig waren, ergibt sich folgende Zusammensetzung: scroll
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(iii) LiquiditätsrisikoDas Liquiditätsmanagement sichert die jederzeitige Aufrechterhaltung der Liquidität im HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern. Darüber wird sichergestellt, dass für das operative Geschäft und für Investitionen immer ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen. Die Minimierung der Finanzierungskosten ist dabei eine wesentliche Nebenbedingung für ein effizientes Finanzierungsmanagement. Grundsätzlich gilt, offene Positionen fristenkongruent zu refinanzieren. Als Refinanzierungsinstrumente können Geld- und Kapitalmarktprodukte wie zum Beispiel Kredite und Avale verwendet werden. Die erforderlichen Basisdaten werden über eine monatliche Liquiditätsplanung mit einem Planungshorizont bis zum Ende eines laufenden Jahres sowie darüber hinaus jährlich ermittelt. Die Planung wird regelmäßig einer Abweichungsanalyse unterzogen. Aus der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit negativen Zeitwerten bzw. Derivate in Sicherungsbeziehungen ersichtlich: scroll
Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2011 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2011 gefixten Zinssätze ermittelt. Die Nettozahlungen aus Zinsswaps wurden unter Bezugnahme der der Bewertung zugrunde liegenden Terminsätze berechnet. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraum zugeordnet. Nachfolgend sind die entsprechenden Daten zum 31. Dezember 2010 dargestellt: scroll
(iv) KapitalmanagementDas Kapitalmanagement des HCI HAMMONIA SHIPPING Konzerns ist insbesondere auf die Beibehaltung einer starken Eigenkapitalbasis ausgelegt. Der Vorstand überprüft regelmäßig die Nettoverschuldung. Die nachfolgende Tabelle zeigt das Eigenkapital, die Eigenkapitalquote und die Nettofinanzverschuldung: scroll
Die Nettofinanzverschuldung bestimmt sich dabei aus der Differenz zwischen Finanzverbindlichkeiten und liquiden Mitteln. Die Verminderung der Nettofinanzverschuldung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der fortlaufenden Tilgung der Schiffshypothekendarlehen. In den Vergleichsjahren wurden die Ziele des Kapitalmanagements als erfüllt angesehen. Des Weiteren stellt das Kapitalmanagement des HCI HAMMONIA SHIPPING Konzerns auch auf die Höhe der Dividende ab, da der HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern seinen Aktionären eine angemessene Dividendenrendite bereitstellen möchte. In den Geschäftsjahren 2010 und 2011 hat die HCI HAMMONIA SHIPPING AG aufgrund der Auswirkungen der Schifffahrtskrise an ihre Aktionäre keine Dividenden ausgeschüttet. Mittelfristig strebt der Vorstand - bezogen auf das Grundkapital und die Kapitalrücklage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG - eine Dividendenrendite von 6,5 % an. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Die Gesellschaft hat insbesondere keine Verpflichtungen zur Veräußerung oder sonstigen Ausgabe von Aktien im Zusammenhang mit bestehenden aktienbasierten Vergütungsplänen oder Wandelschuldverschreibungen. Bezüglich des genehmigten Kapitals wird auf Ziffer (16) (a) verwiesen. (45) Operating-LeasingverhältnisseBei den unter dem Posten Umsatzerlöse erfassten Chartergeschäften liegen gemäß IAS 17.10 i. V. m. IAS 17.12 so genannte Operating-Leasingverhältnisse (Mietleasing) vor. Die Operating-Leasingverhältnisse betreffen unterschiedliche Typen von Chartergeschäften. Die Schiffe der 7.800 TEU Klasse sind langfristig fest an die weltgrößte Containerlinienreederei verchartert. Ein im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses Ende 2010 erworbenes 4.250 TEU Containerschiff ist mittelfristig an eine große Linienreederei verchartert. Die Schiffe der Klassen 2.500 TEU bzw. 3.100 TEU fahren jeweils in einem Einnahmepool. Hierbei schließen die einzelnen Schiffe zwar individuelle Charterverträge mit Linienreedereien ab, allerdings werden die Einnahmen aller im Pool fahrenden Schiffe zusammengefasst und an die einzelnen Poolmitglieder eine Charterrate, die sich als Durchschnitt aller beteiligten Poolpartner ergibt, ausgezahlt. Die künftigen Poolraten hängen von den Anschlussbeschäftigungen der beteiligten Poolpartner ab. Deshalb ist die genaue Höhe der in den nächsten Jahren vom HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern aus der Beteiligung an den beiden Einnahmepools erzielbaren Poolraten ungewiss. Nachfolgend werden die zukünftigen Mindestcharterraten gemäß IAS 17.56 (a) ausschließlich auf Basis der in den Pools bereits zum Stichtag fest kontrahierten Charterverträge (ohne Anschlusschartern) sowie der direkt erzielten Festchartern gegliedert nach den Laufzeiten aufgeführt: scroll
Die Charterverträge werden zu branchenüblichen Bedingungen abgeschlossen und beinhalten die Kostenübernahme für die Schiffsbesatzung, Versicherungen und sonstige Schiffsbetriebskosten, jedoch ohne Treibstoff und weitere Schiffsreisekosten, seitens des Eigentümers. Aus den Operating-Leasingverhältnissen hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 67.804 TEUR (Vorjahr: 62.647 TEUR) vereinnahmt. (46) Sonstige finanzielle VerpflichtungenAus dem mit der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, Hamburg bestehenden Service-, Dienstleistungs- und Beratungsvertrag bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 1.659 TEUR (Vorjahr: 1.614 TEUR) pro Jahr. Diese ergeben sich aus 1,0 % p. a. auf Basis des jeweiligen Eigenkapitals der HCI HAMMONIA SHIPPING AG. Der Vertrag hat eine Restlaufzeit zum Bilanzstichtag von 15,5 Jahren. Zum Abschlussstichtag beträgt die Summe der finanziellen Verpflichtungen deshalb insgesamt 25.710 TEUR. (47) Beziehungen und Transaktionen zu nahestehenden Unternehmen und Personen(a) GrundlagenAls nahestehende Personen und Unternehmen gemäß IAS 24 gelten für den HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern die Personen und Unternehmen, die den Konzern beherrschen bzw. einen maßgeblichen Einfluss auf diesen ausüben oder durch den Konzern beherrscht bzw. maßgeblich beeinflusst werden. Salden und Geschäftsvorfälle zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, die untereinander nahestehende Unternehmen und Personen sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangangabe nicht erläutert. Einzelheiten zu Geschäftsvorfällen zwischen dem Konzern und anderen nahestehenden Unternehmen und Personen sind nachfolgend angegeben. Ein Geschäftsführer der HCI Concept GmbH & Co. KG ist in Personalunion Vorstand der HCI HAMMONIA SHIPPING AG. Die HCI Concept GmbH & Co. KG und die mit ihr verbundenen Unternehmen der HCI Gruppe werden deshalb als nahestehende Unternehmen angesehen. Die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG und die mit ihr verbundenen Unternehmen werden aufgrund ihrer Stellung als Vertragsreederin und geschäftsführende Kommanditistin der Schiffskommanditgesellschaften sowie der Tatsache, dass einer ihrer Geschäftsführer in Personalunion Vorstand der HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist, als nahestehende Unternehmen definiert. Ein leitender Mitarbeiter des Emissionshauses ATLANTIC Gesellschaft zur Vermittlung internationaler Beteiligungen mbH & Co. KG (im Folgenden "Atlantic" genannt) war bis zum 30. August 2011 Geschäftsführer der Komplementärin der MS "HAMMONIA PESCARA" Schiffahrts GmbH & Co. KG. Atlantic und die mit ihr verbundenen Unternehmen werden deshalb als nahestehende Person angesehen. Des Weiteren stellen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der HCI HAMMONIA SHIPPING AG sowie die Tochterunternehmen des HCI HAMMONIA SHIPPING Konzerns nahestehende Personen und Unternehmen dar. Neben den Geschäftsbeziehungen zu den in den Konzernabschluss im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen Tochterunternehmen bestanden die folgenden Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen und Unternehmen. (b) Beziehungen zur HCI Concept GmbH & Co. KGDie HCI HAMMONIA SHIPPING AG hatte ursprünglich mit der Vorgängergesellschaft der HCI Concept GmbH & Co. KG einen Vertrag über die Erbringung von Service-, Controlling- und Verwaltungsleistungen mit einer Laufzeit von 20 Jahren (Servicevertrag) mit Wirkung ab dem 1. Juli 200l abgeschlossen, nach dem die HCI Concept GmbH & Co. KG eine Vergütung in Höhe von 1,0 % p. a. des jeweiligen Eigenkapitals der Gesellschaft im Sinne von § 266 Abs. 3 Buchstabe A HGB zuzüglich etwaiger gesetzlicher Umsatzsteuer erhält. Die Vergütung war jeweils anteilig am Ende eines Quartals auf der Basis des Eigenkapitals der Gesellschaft zum Ende des vorangegangenen Quartals, wie es sich aus dem diesbezüglichen Quartalsabschluss ergibt, zu zahlen. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2009 hatte die HCI Concept GmbH & Co. KG die Rechte aus dem Vertrag an die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG abgetreten. Die HCI Concept GmbH & Co. KG hat sich bis zum 30. Dezember 2014 gegenüber der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG verpflichtet, die aufgrund des Vertrages zu erbringenden Dienstleistungen weiterhin für die HCI HAMMONIA SHIPPING AG zu erbringen. Die HCI Concept GmbH & Co. KG hat im Zeitraum vom 1. Oktober 2010 bis zum 31. Dezember 2014, vorbehaltlich der Zustimmung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG, das Recht, den Servicevertrag von der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG zurückzukaufen und zu übernehmen. (c) Beziehungen zur HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KGIn den Vergleichsjahren bestanden die folgenden Geschäftsbeziehungen mit der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG sowie deren verbundenen Unternehmen: scroll
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Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat mit der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG einen Vertrag über eine Kooperation auf der Ebene der Schiffskommanditgesellschaften (im Folgenden "Kooperationsvertrag") abgeschlossen. Hierin ist vorgesehen, dass die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG mit den Schiffskommanditgesellschaften Bereederungsverträge abschließt, in denen sie die üblichen Bereederungsleistungen erbringt. Hierfür erhält sie eine Vergütung von 4 % der vereinnahmten Bruttofrachten. Bei Neubauten erhält die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG als Vertragsreederin im ersten Betriebsjahr einen erhöhten Bereederungsaufwand von 125 TEUR von der jeweiligen Schiffskommanditgesellschaft. Für die vorbereitende Bereederung erhält die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG von den jeweiligen Schiffskommanditgesellschaften je 25 TEUR, unabhängig davon, ob es sich um Neubauten oder gebraucht erworbene Schiffe handelt. Als Gegenleistung für den erhöhten Bereederungsaufwand und für die beratende Tätigkeit bei Veräußerung eines Schiffs bzw. im Rahmen der Abwicklung nach einem Totalverlust erhält die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG von der jeweiligen Tochtergesellschaft eine pauschale Vergütung von 2 % des Bruttoverkaufserlöses bzw. der Versicherungszahlung zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Die Vergütung fällt nicht an, wenn das Schiff an die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG oder eine der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG nahestehende Gesellschaft oder Person verkauft wird. Dies gilt auch, wenn die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG ein etwaiges Vorkaufsrecht ausüben sollte. Ein Beschluss über die Veräußerung der Schiffe bedarf während der ersten 10 Jahre nach Übernahme der Schiffe der Zustimmung aller Gesellschafter. Die Gesellschafter der Schiffskommanditgesellschaften haben festgelegt, dass während des vorgenannten Zeitraums ein Verkauf der Schiffe nur im Ausnahmefall erfolgen soll. Die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG ist im Hinblick auf ihre Stellung als Vertragsreeder während dieses Zeitraums auch dann stets berechtigt, ihre Zustimmung zu einem Verkauf der Schiffe zu verweigern, sofern nicht der Erwerber bereit ist, den Bereederungsvertrag sowie den mit der Peter Döhle Schiffahrts-KG abgeschlossenen Befrachtungsvertrag zu übernehmen oder zu gleichen Konditionen neu abzuschließen und diese Übernahmeverpflichtung dabei auch etwaigen Rechtsnachfolgern auferlegt. Nach Ablauf der 10-Jahresfrist bedarf ein gefasster Beschluss über die Veräußerung der Schiffe der Zustimmung der Servicegesellschaft HCI Concept GmbH & Co. KG. Diese hat ihre Zustimmung zu verweigern, wenn die Vorschriften über das zu Gunsten der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG bestehende Vorkaufsrecht nicht beachtet worden sind oder der im Beschluss festzusetzende Mindestverkaufspreis für das Schiff unter dem aktuellen Marktwert liegt. Die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG hat als Management-Kommanditistin bei 11 Schiffskommanditgesellschaften deren Geschäftsführung und rechtsgeschäftliche Vertretung übernommen. Als Gegenleistung für die Geschäftsführung erhält die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG von den jeweiligen Schiffskommanditgesellschaften einen Gewinnvorab. In den Vergleichsjahren waren keine Ansprüche auf Gewinnvorab entstanden. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2009 hat die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG von der HCI Concept GmbH & Co. KG die Rechte aus einem Servicevertrag mit der HCI HAMMONIA SHIPPING AG erworben. Hinsichtlich der Einzelheiten zum Servicevertrag vgl. Ziffer (46) (b). (d) Beziehungen zur ATLANTIC Gesellschaft zur Vermittlung internationaler Beteiligungen mbH & Co. KGIn den Vergleichsjahren bestanden die folgenden Geschäftsbeziehungen mit der ATLANTIC Gesellschaft zur Vermittlung internationaler Beteiligungen mbH & Co. KG sowie deren verbundenen Unternehmen: scroll
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(e) Beziehungen zu nahestehenden Personenscroll
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Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten gemäß Satzung eine feste jährliche Vergütung von 5.000,00 EUR für jedes Mitglied. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Eineinhalbfache dieses Betrages. Daneben werden Auslagen, die mit der Aufsichtsratstätigkeit zusammenhängen, sowie die auf die Vergütung entfallende Umsatzsteuer erstattet. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2011 betragen 18 TEUR (Vorjahr: 18 TEUR). Der Vorstand erhielt in den Geschäftsjahren 2011 und 2010 keine Bezüge. Des Weiteren wurden den oben genannten Personen keine Vorschüsse und Kredite gewährt sowie Haftungsverhältnisse zugunsten dieser Personen eingegangen. (48) Erwerb von Tochterunternehmen(a) Erworbene TochterunternehmenDer Konzern hat Ende 2011 bzw. Anfang 2012 Verträge über den Erwerb mehrheitlicher Beteiligungen an zwei Gesellschaften unterzeichnet. Die Kaufverträge standen unter verschiedenen aufschiebenden Bedingungen. Die Bedingungen wurden mit Wirkung zum 10. Februar 2012 erfüllt. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses lagen die für eine Erstkonsolidierung erforderlichen Unterlagen noch nicht vollständig vor. Insbesondere lag lediglich ein vorläufiger, noch ungeprüfter, Jahresabschluss für die FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG zum 31. Dezember 2011 vor. Ein IFRS-Abschluss der Gesellschaft auf den Erwerbszeitpunkt stand dem Konzern zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses noch nicht zur Verfügung. Die Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden zum Zeitpunkt des Unternehmenserwerbs konnten deshalb für die folgenden Angaben nur geschätzt werden. Die folgenden Angaben haben deshalb insgesamt nur vorläufigen Charakter. Vorläufig ist insbesondere die Ermittlung eines negativen Unterschiedsbetrages aus der Erstkonsolidierung der FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG. Für die Verwaltung FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH lag zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses kein aktueller Abschluss vor. Der Erwerb betrifft die folgenden Gesellschaften: scroll
An der FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG hat der Konzern Kommanditanteile in Höhe von 7.429 TEUR des insgesamt 14.500 TEUR betragenen Kommanditkapitals erworben. Bei der Komplementärin hat der Konzern das Stammkapital in Höhe von 25 TEUR vollständig übernommen. Die mehrheitlichen Beteiligungen an der FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG und deren Komplementärin wurden mit dem Ziel erworben, die Aktivitäten des Konzerns in Bezug auf die Containerschifffahrt auszuweiten. (b) Übertragene GegenleistungZum Erwerb der Tochterunternehmen wurden folgende Gegenleistungen übertragen: scroll
Im Rahmen der Begebung eines Genussrechts gegen Sacheinlage hatte die HCI HAMMONIA SHIPPING AG von einem Kreditinstitut per 31. Dezember 2011 ein Darlehen in Höhe von nominal 5.367 TEUR (der Zeitwert entspricht dem Nominalbetrag) zur Vorfinanzierung des noch zu platzierenden Eigenkapitals der FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG übernommen. Mit Wirkung zum 10. Februar 2012 wurde das Darlehen in Kommanditkapital umgewandelt (Debt-to-Equity-Swap). Transaktionskosten in Höhe von rd. 200 TEUR wurde von der übertragenen Gegenleistung ausgenommen und werden als Aufwand des Geschäftsjahres 2012 erfasst werden und innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Jahr 2012 ausgewiesen. (c) Erworbene Vermögenswerte und SchuldenDie folgende Tabelle zeigt die erworbenen Vermögenswerte und Schulden, die zum Erwerbszeitpunkt angesetzt wurden: scroll
(d) Anteile nicht beherrschender GesellschafterDie nicht beherrschenden Anteile (48,77% der Kommanditanteile an der FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG) wurden zum Erwerbszeitpunkt bilanziert und unter Bezugnahme auf deren beizulegenden Zeitwert mit 87 TEUR bewertet. Die Bewertung der nicht beherrschenden Anteile erfolgte in Höhe von deren Anteil am Zeitwert des Nettovermögens. Die nicht beherrschenden Anteile werden als Fremdkapital in den Posten Kapitalanteile im Fremdbesitz einbezogen. (e) Mit dem Erwerb entstandener negativer UnterschiedsbetragDer durch den Erwerb entstandene negative Unterschiedsbetrag ermittelt sich wie folgt: scroll
Der mit dem Erwerb der Beteiligung an der FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG entstandene negative Unterschiedsbetrag wurde einer Neubewertung ("Reassessment") unterzogen und wird im Geschäftsjahr 2012 als Ertrag vereinnahmt werden (Posten sonstige betriebliche Erträge). Aufgrund der Vorläufigkeit der Angaben kann sich im Rahmen der endgültigen Erstkonsolidierung die Höhe des mit dem Erwerb entstandenen negativen Unterschiedsbetrags noch verändern. Der als Gewinn des Geschäftsjahres 2012 zu vereinnahmende Unterschiedsbetrag entsteht, da die Zeitwerte des übernommenen Vermögens unter deren bisherigen Buchwerten liegen. (f) Nettoabfluss von Zahlungsmitteln aus dem ErwerbAus dem Erwerb der beiden Tochterunternehmen resultierte folgender Nettozufluss von Zahlungsmitteln: scroll
(g) Auswirkung des Erwerbs auf die Ergebnisse des KonzernsWäre der Unternehmenszusammenschluss zum 1. Januar 2011 erfolgt, hätte der Konzernumsatz rd. 73 Mio. EUR und der Konzernperiodenüberschuss rd. 0,1 Mio. EUR betragen. Bei der Bestimmung des Pro-forma-Umsatzes und Pro-forma-Periodenüberschusses des Konzerns unter der Annahme, dass die FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG zu Beginn der aktuellen Berichtsperiode erworben worden wäre, hat die Geschäftsführung
(49) Organe der Gesellschaft(a) VorstandZu Vorständen der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr bestellt:
(b) AufsichtsratDer Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Herr Werner Berg ist in folgenden Gesellschaften als Mitglied des Aufsichtsrats tätig:
Herr Werner Berg ist in folgenden Gesellschaften als Mitglied des Beirats tätig:
Herr Michael Hummel ist in folgenden Gesellschaften als Mitglied des Verwaltungsrats bzw. Beirats tätig:
Herr Andreas Uibeleisen ist in folgenden Gesellschaften als Mitglied des Beirats bzw. Verwaltungsrats tätig:
(50) Kosten für die AbschlussprüfungDie Gesamthonorare des Abschlussprüfers HANSA PARTNER GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Angabe zu den Abschlussprüfungsleistungen des Geschäftsjahres 2011 (2010) enthält 5 TEUR (6 TEUR) für die Prüfung des Vorjahres. Die anderen Bestätigungsleistungen betreffen die prüferische Durchsicht des Konzernabschlusses zum 30. Juni 2011 bzw. zum 30. Juni 2010. (51) Corporate Governance KodexVorstand und Aufsichtsrat der HCI HAMMONIA SHIPPING AG erklären, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" mit wenigen Ausnahmen entsprochen wurde und auch in Zukunft entsprochen wird. Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat am 8. Dezember 2011 abgegeben und auf der Website der HCI HAMMONIA SHIPPING AG unter http://www.hci-hammonia-shipping. de / userfiles / downloads / ir_downloads / 2011-12-08_Entsprechenserklaerung %202011.pdf den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht. (52) Angaben zu Beteiligungen gemäß §§ 21f. WpHGDer HCI HAMMONIA SHIPPING AG sind bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses folgende Mitteilungen gemäß § 21 WpHG meldepflichtiger Beteiligungen zugegangen: scroll
Weitere Meldungen lagen der Gesellschaft nicht vor. (53) Ereignisse nach dem BilanzstichtagMit Wirkung vom 19. Februar 2012 hat die HCI HAMMONIA SHIPPING AG mehrheitliche Beteiligungen an der FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG sowie deren Komplementärin Verwaltung FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH erworben. Hinsichtlich weiterer Erläuterungen siehe Ziffer 48. (54) Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift nach § 264b HGBFür folgende konsolidierte Tochterunternehmen wird die Befreiungsvorschrift gemäß § 264b HGB hinsichtlich der Offenlegung des Jahresabschlusses in Anspruch genommen:
(55) Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 Abs. 2 bis 4 HGBDie Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2011 der HCI HAMMONIA SHIPPING AG und des Konzerns wird gemäß § 287 und § 313 HGB im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Konzernabschluss wurde vom Vorstand am 17. April 2012 aufgestellt und damit zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Konzernabschluss wird dem Aufsichtsrat in der Aufsichtsratsitzung vom 25. April 2012 zur Billigung vorgelegt werden.
Hamburg, den 17. April 2012 HCI HAMMONIA SHIPPING AG Dr. Karsten Liebing, Vorstand Jan Krutemeier, Vorstand Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Hamburg, den 17. April 2012 HCI HAMMONIA SHIPPING AG Dr. Karsten Liebing, Vorstand Jan Krutemeier, Vorstand Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der HCI HAMMONIA SHIPPING AG, Hamburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzernkapitalflussrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen in der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 17. April 2012 HANSA PARTNER GmbH Arp, Wirtschaftsprüfer ppa. Keßler, Wirtschaftsprüfer 5. AG-JAHRESABSCHLUSSGewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011scroll
BilanzAKTIVA scroll
Entwicklung des Anlagevermögensscroll
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Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2011scroll
6. BERICHT DES AUFSICHTSRATSSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,mit der Beteiligung an der Schiffsgesellschaft, MS "HAMMONIA PESCARA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, zum Jahresende 2010, besteht die Flotte der HCI HAMMONIA SHIPPING AG nun aus zwölf Schiffen. Diese erwirtschaften über bestehende mittel- bis langfristige Festcharterverträge bzw. eine Beschäftigung in Einnahmepools einen stabilen Cashflow. Insgesamt verlief die Entwicklung des Container-Schiffsmarktes im Jahr 2011 uneinheitlich. Nach deutlichen Erholungstendenzen in der ersten Jahreshälfte kam es ab Mitte Juni 2011 zu einer erneuten Abschwächung am Containerschiffsmarkt. Diese hält auch zu Beginn des Jahres 2012 an. Der Vorstand hat im Geschäftsjahr 2011 weitere Gespräche mit Banken zur möglichen Anbindung weiterer Schiffsbeteiligungen geführt. In diesem Zusammenhang wurden Ende Dezember 2011 Genussrechte in Höhe von EUR 5,8 Mio. zur Anbindung eines weiteren Containerschiffs herausgegeben. Es handelt sich dabei um eine mehrheitliche Beteiligung an einer Schiffsgesellschaft, die Eigentümerin eines im Jahr 2008 abgelieferten 2.872 TEU Containerschiffs ist. Somit besteht die Flotte der HCI HAMMONIA SHIPPING AG seit Mitte Februar aus 13 Schiffen. Auf der Aufsichtsratssitzung am 8. Dezember 2012 wurden die derzeitigen Vorstandsmitglieder für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren bestellt. Ihre Amtszeit endet jeweils am 17. Februar 2017. Der Aufsichtsrat besteht aus den drei Mitgliedern: Werner Berg (Vorsitzender), Michael Hummel und Andreas Uibeleisen Er hat den Vorstand im Geschäftsjahr 2011 bei der Leitung des Unternehmens überwacht und in allen wichtigen Fragen beraten. Der Aufsichtsrat hat sich zeitnah und eingehend über die wirtschaftliche Entwicklung und finanzielle Lage der Gesellschaft informiert. Gemeinsam haben Vorstand und Aufsichtsrat die mittelfristige Unternehmensplanung erörtert. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand mit dem Vorstand auch außerhalb der regulären Sitzungen kontinuierlich in engem Kontakt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr kam der Aufsichtsrat zu vier Sitzungen zusammen. Die inhaltlichen Schwerpunkte dabei waren:
Die HANSA PARTNER GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Kehrwieder 11, 20457 Hamburg, wurde durch die Jahreshauptversammlung für das Geschäftsjahr 2011 zum Jahresabschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählt. Der Wirtschaftsprüfer hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der HCI HAMMONIA SHIPPING AG zum 31. Dezember 2011 nach HGB sowie den Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2011 nach IFRS / IAS unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Abschlussprüfung und der Testaterteilung durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zugestimmt und die Prüfungsberichte für den Jahres- und Konzernabschluss zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 25. April 2012 den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 der HCI HAMMONIA SHIPPING AG und des Konzerns gebilligt. Der Jahresabschluss war damit festgestellt. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen weiteren Beteiligten, die mit ihrem Engagement das Unternehmen im Jahr 2011 unterstützt haben.
Hamburg, den 25. April 2012 Werner Berg, Vorsitzender des Aufsichtsrats Finanzkalenderscroll
KontaktHCI HAMMONIA SHIPPING AG Burchardstraße 8 D-20105 Hamburg Tel.: +49 (0) 40 88 88 1-0 Fax: +49 (0) 40 88 88 1-199 www.hci-hammonia-shipping.de e-mail: kontakt@hci-hammonia-shipping.de ImpressumHerausgeber: HCI HAMMONIA SHIPPING AG · Burchardstraße 8 · D-20105 Hamburg Konzeption und Redaktion: PvF Investor Relations · Hauptstraße 129 · 65760 Eschborn Gestaltung: HCI HAMMONIA SHIPPING AG · Burchardstraße 8 · D-20105 Hamburg Druck und Verarbeitung: Druck- und Verlagshaus FROMM GmbH & Co. KG · Breiter Gang 10-16 · D-49009 Osnabrück Unser Geschäftsbericht erscheint in deutscher und englischer Sprache © HCI HAMMONIA SHIPPING AG, 2012 DisclaimerClarkson Research Servcies LimitedClarkson Research Services Limited (CRSL) have not reviewed the context of any of the statistics or information contained in the commentaries and all statistics and information were obtained by HCI HAMMONIA SHIPPING AG from standard CRSL published sources. Furthermore, CRSL have not carried out any form of due diligence exercise on the information, as would be the case with finance raising documentation such as Initial Public Offering (IPOs) or Bond Placements. Therefore reliance on the statistics and information contained within the commentaries will be for the risk of the party relying on the information and CRSL does not accept any liability whatsoever for relying on the statistics or information. HCI HAMMONIA SHIPPING AGBurchardstraße 8 D-20105 Hamburg Tel.: +49 (0) 40 88 88 1-0 Fax: +49 (0) 40 88 88 1-199 www. hci-hammonia-shipping.de E-Mail: kontakt@hci-hammonia-shipping.de |
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