HCI Hammonia Shipping AG

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2012

DER HCI HAMMONIA SHIPPING AG

1. Wesentliche Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1 Allgemeines

Als börsennotierte Schiffsbeteiligungsgesellschaft wird die HCI HAMMONIA SHIPPING AG in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft geführt und ist an der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg im regulierten Markt sowie an den anderen deutschen Börsen im Freiverkehr notiert.

Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG führt als Konzernobergesellschaft und geschäftsführende Holding die einzelnen Schiffsinvestments der jeweiligen Tochtergesellschaften.

Zum 31. Dezember 2012 ist die HCI HAMMONIA SHIPPING AG an insgesamt 16 Gesellschaften unmittelbar beteiligt:

MS "SAXONIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG

MS "WESTPHALIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG

MS "HAMMONIA POMERENIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG

MS "HAMMONIA HOLSATIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG

MS "HAMMONIA MASSILIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG

MS "HAMMONIA TEUTONICA" Schiffahrts GmbH & Co. KG

MS "HAMMONIA BAVARIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG

MS "HAMMONIA ROMA" Schiffahrts GmbH & Co. KG

MS "HAMMONIA FIONIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG

MS "HAMMONIA DANIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG

MS "HAMMONIA HAFNIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG

MS "HAMMONIA PESCARA" Schiffahrts GmbH & Co. KG

FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG

Verwaltung MS "HAMMONIA PESCARA" GmbH

Verwaltung HCI HAMMONIA Schiffahrts GmbH

Verwaltung FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH

Die genannten Beteiligungen bilden das gesamte Beteiligungsportfolio der HCI HAMMONIA SHIPPING AG.

Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG erzielt Erträge aus der Beteiligung an den einzelnen Schiffsgesellschaften

Die Bereederung der Schiffe wird exklusiv durch die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG übernommen. Diese umfasst alle Geschäfte und Rechtshandlungen von der Versorgung der Schiffe mit Schmierstoffen, Ersatzteilen, Verbrauchsmaterialien und Ausrüstungen über die Bemannung, die Instandhaltung bis hin zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs und dem Abschluss erforderlicher Versicherungen.

Die Befrachtung der Schiffe übernimmt die Peter Döhle Schiffahrts-KG. Die kaufmännische Begleitung sowie aktien- und kapitalmarktrechtliche Betreuung erfolgt durch die HCI Hanseatische Capitalberatungsgesellschaft mbH & Co. KG (vormals HCI Concept GmbH & Co. KG).

1.2 Geschäftsverlauf

Beteiligungen

Die Beteiligungen der HCI HAMMONIA SHIPPING AG zum 31. Dezember 2012 umfassen im Wesentlichen dreizehn Einschiffsgesellschaften. Davon sind sechs Gesellschaften in Schiffe der Sub-Panamax-Klasse mit einer Größe von 2.500 TEU investiert. Diese Schiffe fahren in einem Einnahmepool der Peter Döhle Schiffahrts-KG mit zum Ende des Berichtszeitraums 61 Schiffen. Für die 2.500 TEU Schiffe lagen die Poolraten im Jahr 2012 bei rund 9.000 USD/Tag. Im Vergleich zu 2011 entspricht dies einem Rückgang von rund 32 %. Die vergleichbare Charterrate am Spotmarkt lag im Jahresdurchschnitt bei rund 7.300 USD/Tag (HAMBURG INDEX©, Containership T/C-Rates, Results 1999 - 2013). Der Pool bietet somit nicht nur Einnahmen über dem Markt, sondern auch die Sicherheit eines kontinuierlichen Cashflows, was in einem derzeitig schwachen Markumfeld besonders wichtig ist: Brancheninformationen zufolge ist Ende 2012 über 10 % der Flotte im Segment 2.000 bis 2.999 TEU ohne Beschäftigung.

Zwei weitere Einschiffsgesellschaften sind Eigentümer von Schiffen der Panamax-Klasse mit einer Größe von 3.100 TEU, die ebenfalls in einem Einnahmepool der Peter Döhle Schiffahrts-KG fahren. Dieser umfasste zum Ende des Berichtszeitraums 17 vergleichbare Schiffe. Die entsprechenden Poolraten lagen im Jahr 2012 bei rund 8.800 USD/Tag und somit 39 % unter dem Durchschnitt des Vorjahres. Die vergleichbaren Marktraten am Spotmarkt lagen im Jahr 2012 bei rund 8.000 USD/Tag (HAMBURG INDEX©, Containership T/C-Rates, Results 1999 - 2013). Der Vorteil des Pools wird auch in dieser Größenklasse bei Betrachtung der beschäftigungslosen Schiffe im Markt deutlich: Anfang 2013 waren nach Brancheninformationen über 14 % der Flotte im Segment 3.000 bis 3.999 TEU im Markt ohne Beschäftigung.

Die anderen fünf Einschiffsgesellschaften haben Schiffe mit mehrjährigen Zeitchartern mit namhaften Linienreedereien. So ist das Panamax-Schiff mit 4.250 TEU der MS "HAMMONIA PESCARA" Schiffahrts GmbH & Co. KG bis Mitte 2014 an die United Arab Shipping Company ("UASC") verchartert. Die UASC zählt zu den 20 größten Container-Linienreedereien weltweit. Das 2.870 TEU Containerschiff der FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG war bis Anfang 2013 an die weltgrößte Container-Reederei A.P Moeller-Maersk verchartert. Die restlichen drei Schiffsgesellschaften sind in Post-Panamax Schiffe mit 7.800 TEU investiert. Diese Schiffe sind bis in das Jahr 2018 an A.P. Moeller-Maersk verchartert. Alle fünf Schiffe mit Zeitchartern erwirtschaften planmäßig die vereinbarten Chartereinnahmen.

Die Kombination von in Einnahmepools fahrenden Schiffen und langfristig vercharterten Schiffen verringert die Volatilität der Chartereinnahmen und minimiert das Risiko von Einnahmeausfällen durch eine zeitweilige Nichtbeschäftigung der Schiffe. Aufgrund dieses Beschäftigungskonzeptes konnte die HCI HAMMONIA SHIPPING AG verhältnismäßig gut die Auswirkungen der Schifffahrtskrise bewältigen. Da diese aber nunmehr seit über vier Jahren andauert, und die Einnahmepools letztlich den Märkten folgen, sind weitere Restrukturierungsmaßnahmen bei den Poolschiffen der Gesellschaft erforderlich.

Bei der MS "HAMMONIA DANIA", MS "HAMMONIA FIONIA" und MS "HAMMONIA HAFNIA" wurde im Jahr 2012 eine Trockendockung als Vorbereitung auf die Klasseerneuerung im Jahr 2013 durchgeführt. Einen Teil der Kosten sowie des Verdienstausfalls aufgrund der Off-Hire-Zeit wurde vom Charterer erstattet. Die bei den Gesellschaften verbleibenden Dockungskosten belaufen sich auf 500 bis 650 TEUR pro Schiff, die Off-Hire-Zeit auf jeweils sechs bis zehn Tage.

Bei der MS "HAMMONIA POMERENIA" war für 2013 ebenfalls eine Trockendockung zur Erneuerung der Klassezertifikate geplant. Aufgrund des Schiffstyps und des guten Zustands des Schiffes konnte in Absprache mit der Klassifikationsgesellschaft und dem zuständigen Flaggenstaat jedoch ein sogenanntes "extended dry docking" vereinbart werden, wodurch die kostenintensive Trockendockung um 2,5 Jahre auf das Jahr 2015 verschoben werden konnte. Damit konnten sowohl Off Hire-Tage als auch Kosten reduziert werden. Für die Schwesterschiffe wird nun ebenfalls geprüft, ob diese Regelung angewendet werden kann, um damit die Gesellschaften in den nächsten zwei bis vier Jahren liquiditätsmäßig zu entlasten.

Bei der MS "ANTOFAGASTA" traten unvorhergesehene Reparaturen und Wartungsarbeiten an Hauptmaschine, Hilfsdiesel und Ausrüstung auf, die insgesamt in Höhe von rund 175 TEUR zusätzliche Kosten verursachten.

Bei der übrigen Flotte verlief der Schiffsbetrieb weitestgehend störungsfrei und die Charterer sind mit der technischen Performance der Schiffe sehr zufrieden.

Finanzierung

Für sämtliche Schiffe der Flotte bestehen langfristige Finanzierungsverträge mit in der Schiffsfinanzierung etablierten Banken. Es gibt für die HCI HAMMONIA SHIPPING AG keine Verpflichtung weitere Schiffe abzunehmen, so dass für den Konzern keine damit verbundenen Finanzierungsrisiken bestehen.

Aufgrund der niedrigen Poolerlöse muss derzeit davon ausgegangen werden, dass sämtliche 2.500 TEU und 3.100 TEU Schiffe ihre Tilgungen im laufenden Jahr 2013 sowie in 2014 nicht planmäßig leisten können. Daher wurden mit den finanzierenden Banken frühzeitig in der ersten Jahreshälfte des vergangenen Jahres 2012 Verhandlungen hinsichtlich weiterer Tilgungsstundungen aufgenommen.

Bereits im 4. Quartal 2012 haben einzelne Schiffsgesellschaften ihre jeweiligen Tilgungsraten nicht leisten können.

Die Banken haben dies aufgrund der laufenden Verhandlungen bis auf weiteres geduldet, sich ihre jeweiligen Rechte jedoch vorbehalten. Von Seiten der Banken wird weiterhin ein substanzieller Beitrag der Eigenkapitalseite im Rahmen der finanziellen Neuordnung der Finanzierung dieser Schiffe erwartet. Daher haben wir in der Finanzberichterstattung in 2012 darüber informiert, dass als flankierende Maßnahme eine Kapitalmaßnahme wie eine Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital geplant wird.

Da der Containerschifffahrtsmarkt im vergangenen Jahr kontinuierlich rückläufig gewesen ist, mussten die Sanierungskonzepte mehrfach angepasst werden. Fortschritte in den Verhandlungen mit den finanzierenden Banken konnten daher nur langsam erzielt werden.

Im 4. Quartal 2012 wurde hinsichtlich der sechs 2.500 TEU Containerschiffe ein Term Sheet (unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Entscheidungsgremien der Banken) unterzeichnet. Dieses Term Sheet sieht die Aussetzung von jeweils weiteren acht Quartalstilgungen ab dem 4. Quartal 2012 vor, nachdem auf Basis einer Vereinbarung vom Januar 2011 bereits jeweils vier Quartalstilgungen gestundet worden waren. Die neuerlichen Stundungen entsprechen einem Tilgungsvolumen von rd. 4,4 bis 4,7 Mio USD je Schiff bzw. 26,8 Mio USD für die sechs Schiffe. Der sofort zahlbare Eigenkapitalbeitrag der HCI HAMMONIA SHIPPING AG konnte auf umgerechnet 0,5 Mio. USD je Schiff, d.h. insgesamt 3 Mio. USD, reduziert werden. Weitere Eigenkapitalbeiträge in Summe von 7 Mio. USD sind verteilt über die Laufzeit bis Ende 2015 einzubringen. Die Einzahlungstermine tragen dem im Zeitablauf entstehenden Liquiditätsbedarf Rechnung, zugleich kann nun der Zeitpunkt der flankierenden Kapitalmaßnahme flexibler in Abhängigkeit der Marktentwicklung gewählt werden. Die Höhe der Marge ist unverändert gegenüber der Vereinbarung hinsichtlich der bereits in 2011 vereinbarten Tilgungsstundungen bzw. wurde reduziert hinsichtlich der Stundungstranchen. Im Gegenzug ist eine Restrukturierungsgebühr in Höhe von 0,95 Mio. USD je Schiff zu entrichten, die jedoch nur bei hinreichender Liquidität zahlbar wird, spätestens aber zum Ende der fest verzinsten Darlehenstranchen im Jahr 2020 bzw. 2021. Die Gesamtbelastung aus Gebühren und Marge entspricht damit dem aktuellen Marktniveau, die liquide Belastung konnte aber an die Erfordernisse der Schiffsgesellschaften angepasst werden. Im Rahmen dieses Konzeptes haftet die HCI HAMMONIA SHIPPING AG gesamtschuldnerisch für die Kreditverbindlichkeiten der sechs Einschiffsgesellschaften.

Da die finanzierenden Banken hinsichtlich der beiden 3.100 TEU Containerschiffe bereits jeweils acht Quartalstilgungen gestundet haben, sind die Verhandlungen bezüglich weiterer Tilgungsstundungen deutlich anspruchsvoller. Bei einem Schiff wurde im Berichtszeitraum eine weitere Quartalstilgung mit Duldung der Bank ausgesetzt. Zum Bilanzstichtag konnte daher noch keine Einigung erzielt werden. Die Verhandlungen verlaufen aber konstruktiv, so dass wir erwarten, dass eine Lösung erzielt werden kann, die insbesondere der Liquiditätssituation der Gesellschaften Rechnung trägt.

Bei den Finanzierungen für die drei 7.800 TEU Containerschiffe konnte die HCI HAMMONIA SHIPPING AG eine Verlängerung der bestehenden Verzichtsvereinbarung hinsichtlich der "Loan-To-Value (LTV)"-Klausel erreichen: Zum Bilanzstichtag befand sich ein entsprechendes Kreditvertragsaddendum im Unterschriftenumlauf. Die LTV-Klausel verlangt, dass das Verhältnis von ausstehender Darlehensvaluta zum Schiffswert ohne Berücksichtigung des Chartervertrags einen bestimmten Schwellenwert nicht überschreitet. Aufgrund der gesunkenen Schiffspreise wurde diese Kreditvertragsbedingung verletzt. Die nunmehr geschlossene Verzichtsvereinbarung sieht eine erhöhte Marge sowie zusätzliche Tilgungen auf das Darlehen vor. Der vereinbarte Tilgungsplan wurde dabei so ausgestaltet, dass die Gesellschaften der in langfristigen Chartern beschäftigten 7.800 TEU Schiffe im Ergebnis einen Teil ihrer Liquidität zur Stützung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG bzw. der in den Einnahmepools fahrenden Schiffe verwenden können. Die kontinuierliche Umsetzung dieser Vereinbarung setzt die erfolgreiche finanzielle Neuordnung des Gesamtunternehmens voraus.

Des Weiteren ist mit den finanzierenden Banken hinsichtlich der MS "HAMMONIA HAFNIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, eine der drei 7.800 TEU Schiffsgesellschaften, die Aufnahme weiterer Gesellschafter abgestimmt worden. Über die neuen Eigenkapitalmittel soll im Wesentlichen eine Sondertilgung finanziert werden, im Gegenzug reduziert sich bei dieser Gesellschaft die Marge und weitere verpflichtende Zusatztilgungen entfallen. Im Ergebnis kann die Einschiffsgesellschaft des MS "HAMMONIA HAFNIA" die HCI HAMMONIA SHIPPING AG mit zusätzlicher Liquidität unterstützen. Diese Vereinbarung stand zum Bilanzstichtag noch unter einem Gremienvorbehalt der finanzierenden Banken sowie einem Dokumentationsvorbehalt.

2. Marktentwicklung

Die Weltkonjunktur hat sich im Verlauf des Jahres 2012 abgekühlt. In der aktuellen Ausgabe des World Economic Outlook vom 23. Januar 2013 erwartet der Internationale Währungsfonds ein im Vergleich zur Prognose aus Oktober 2012 geringfügig reduziertes Wachstum der Weltwirtschaft von 3,2 % für das Jahr 2012. Das Wachstumstempo in den einzelnen Weltregionen ist fortwährend sehr unterschiedlich. Für positive Impulse sorgen weiterhin die Entwicklungs- und Schwellenländer, deren Wachstumsrate mit erwarteten 5,1 % deutlich über dem Wachstum der Industrieländer von 1,3 % liegt.

Das für die Containerschifffahrt wichtige Welthandelsvolumen bleibt 2012 mit einer Zunahme von 2,8 % deutlich hinter dem starken Wachstum von 12,6 % im Jahr 2010 und 5,9 % im Jahr 2011 zurück. Vor diesem Hintergrund hat auch die Wachstumsdynamik im Containerverkehr im Jahr 2012 nachgelassen. So wird für das Jahr 2012 mit einem Wachstum des Containerumschlags von 3,6 % gerechnet, nach 7,2 % im Jahr 2011 und 12,8 % im Jahr 2010.

Die Nachfrageentwicklung nach Transportkapazitäten ist somit weiterhin positiv, die geringere Wachstumsrate ist aber nicht ausreichend, um den nach wie vor bestehenden Angebotsüberhang abzubauen. Eine nachhaltige Erholung des Containerschiffsmarktes war damit im abgelaufenen Jahr nicht möglich. Die Containerschiffsflotte umfasst weltweit derzeit 4.956 Einheiten mit einer Gesamtkapazität von rund 16,4 Mio. TEU (Stand: Februar 2013). Nachdem die Aufliegerquote, d.h. der Anteil der unbeschäftigten Containerschiffskapazität, im zweiten Quartal 2012 zunächst stetig zurückging und bis Juni einen Wert von 2,7 % erreichte, nahm der Anteil der Schiffe ohne Beschäftigung in der zweiten Jahreshälfte wieder deutlich zu und lag per Ende Dezember 2012 bei 5,0 %.

Zumindest die Entwicklung der Orderbücher für Containerschiffe zeigt einen positiven Trend. Zu Beginn der Schifffahrtskrise vor fast fünf Jahren betrug das Verhältnis der bestellten Transport-kapazitäten zu denen der fahrenden Flotte noch rund 60 %. Nachdem ein erheblicher Teil der bestellten Schiffe inzwischen geliefert und in Fahrt gesetzt wurde, hat sich das Orderbuch deutlich abgebaut. Anfang 2012 lag das Verhältnis noch bei 28 %, dieser Wert hat sich bis Ende Dezember auf rund 21 % der derzeitigen Flottenkapazität weiter reduziert. In der für die HCI HAMMONIA SHIPPING AG besonders relevanten Größenklasse der Schiffe zwischen 2.000 und 3.000 TEU beträgt das Verhältnis Orderbuch zu fahrender Flotte lediglich 4,9 %. Der Anteil dieser Größenklasse am gesamten Orderbuch beläuft sich auf 2,4 %, während er für die Tonnage oberhalb 7.500 TEU bei 73,0 % liegt. Dementsprechend ist der Zuwachs an Tonnage in den für die HCI HAMMONIA SHIPPING AG relevanten Größenklassen für die nächsten Jahre begrenzt.

Obwohl die Altersstruktur der Containerschiffsflotte lediglich ein relativ geringes Verschrottungspotential bietet, nur 4,6 % der Kapazität der fahrenden Flotte ist älter als 20 Jahre, wurde im Jahr 2012 mit rund 336.000 TEU fast viermal so viel Containerschiffskapazität verschrottet wie im Vorjahr, dabei werden im aktuellen Marktumfeld auch jüngere Schiffe verschrottet, die unter technischen Gesichtspunkten deutlich länger betrieben werden könnten.

Nach einem ruinösen Preiswettbewerb der Linienreedereien im Jahr 2011 haben sich die Frachtraten in der ersten Jahreshälfte 2012 erholt. In der zweiten Jahreshälfte fielen die Frachtraten jedoch wieder kontinuierlich und stabilisierten sich auf einem Niveau deutlich über den Tiefstständen in 2011. Anders als in der Vergangenheit konnten die Charterraten aber von dem gestiegenen Niveau der Frachtraten nicht profitieren. Dies ist in erster Linie auf die hohen Überkapazitäten zurückzuführen. Hinzu kommt, dass die gestiegenen Treibstoffpreise den Spielraum der Linienreeder begrenzen, trotz gestiegener Frachtraten auch wieder höhere Charterraten zahlen zu können. Nachdem der Containership Timecharter Index (New Contex) Anfang Juni 2012 mit 417 Punkten den Jahreshöchststand erreichte, sank er bis Ende des Jahres wieder auf 351 Punkte. Die Charterraten verharren somit weiterhin auf einem Niveau, das nicht auskömmlich ist, um die Schiffsbetriebskosten und den vollen Kapitaldienst zu decken.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2012

3.1 Ertragslage

Die Ertragslage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG stellt sich wie folgt dar:

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in TEUR 2012 2011 Veränderung
Umsatzerlöse 1.272 132 1.140
Sonstige betriebliche Erträge 36 704 -668
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.232 -2.179 -53
Erträge aus Beteiligungen 5.994 6.096 -102
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 39 78 -39
Abschreibungen auf Finanzanlagen -23.609 0 -23.609
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -534 -323 -211
Jahresfehlbetrag (im Vorjahr: Jahresüberschuss) -19.034 4.508 -23.542

Die Ertragslage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist im Wesentlichen gekennzeichnet durch Erträge aus Beteiligungen und Abschreibungen auf Finanzanlagen. Die Beteiligungserträge aus den Einschiffskommanditgesellschaften stellen sich wie folgt dar:

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Beteiligungen an Einschiffsgesellschaften Erträge aus Beteiligungen 2012
in TEUR
Erträge aus Beteiligungen 2011
in TEUR
Veränderung
ANTOFAGASTA 512 0 512
HAMMONIA PESCARA 2.027 494 1.533
HAMMONIA FIONIA 879 1.584 -705
HAMMONIA DANIA 1.479 1.588 -109
HAMMONIA HAFNIA 1.097 2.430 -1.333
Summe 5.994 6.096 -102

Als Folge der Schifffahrtskrise wurden bei einigen Tochtergesellschaften der HCI HAMMONIA SHIPPING AG im Geschäftsjahr 2012 Verluste erwirtschaftet. Dies betraf Gesellschaften, deren Schiffe in Pools fuhren. Die Verluste resultierten zum Teil aus außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Schiffsvermögen. Im Ergebnis mussten acht Beteiligungen außerplanmäßig anteilig um insgesamt 23.609 TEUR abgeschrieben werden.

Der Anstieg der Umsatzerlöse resultiert aus der Anpassung der Kostenumlagen der HCI HAMMONIA SHIPPING AG an ihre Tochtergesellschaften.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 36 TEUR betreffen im Wesentlichen Kurserträge aus der Bewertung von Devisenbeständen. Der deutlich höhere Vorjahresbetrag war von einer Projektgebühr sowie höheren Kurserträgen geprägt.

Im Berichtszeitraum fielen sonstige betriebliche Aufwendungen von insgesamt 2.232 TEUR an. Diese resultierten im Wesentlichen aus Servicekosten (1.650 TEUR) sowie Prüfungs-, Steuerberatungs- und Rechtsberatungskosten (389 TEUR).

Die Zinsaufwendungen in Höhe von 534 TEUR resultieren aus Zinsen aus der Begebung von Genussrechten. Der Anstieg der Zinsaufwendungen ergibt sich aus dem Zugang eines Genussrechts Ende 2011.

Insgesamt ergab sich im Berichtszeitraum ein Jahresfehlbetrag von 19.034 TEUR (im Vorjahr: Jahresüberschuss von 4.508 TEUR). Unter Einbeziehung des Gewinnvortrages aus dem Vorjahr von 15.815 TEUR, ergibt sich ein Bilanzverlust von 3.219 TEUR.

3.2 Finanzlage

Die Finanzlage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG kann mit Hilfe einer Kapitalflussrechnung veranschaulicht werden. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet dabei zwischen Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

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in TEUR 2012 2011 Veränderung
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -223 395 -618
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.124 3.107 -6.231
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 133 0 133
Zahlungswirksame Veränderungen der liquiden Mittel -3.214 3.502 -6.716
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel 33 291 -258
Liquide Mittel am Anfang der Periode 4.785 992 3.793
Liquide Mittel am Ende der Periode 1.604 4.785 -3.181

Die Ermittlung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Im Berichtszeitraum weist die HCI HAMMONIA SHIPPING AG einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von -223 TEUR aus. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit von -3.124 TEUR betrifft die Einzahlung weiteren Eigenkapitals in fünf Tochtergesellschaften sowie den Baranteil aus dem Erwerb einer mehrheitlichen Beteiligung an der MS "ANTOFAGASTA". Beim Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von 133 TEUR stehen sich planmäßige Tilgungen eines Genussrechts und der Baranteil eines Ende 2011 begebenen Genussrechts gegenüber. Unter Berücksichtigung währungsbedingter Veränderungen der liquiden Mittel sowie der liquiden Mittel zu Beginn der Periode ergibt sich zum Ende des Geschäftsjahres 2012 ein Bestand an liquiden Mitteln von 1.604 TEUR.

In den Cashflow-Kennzahlen findet der folgende wesentliche unbare Investitions- und Finanzierungsvorgang keinen Niederschlag: Umwandlung einer Darlehensforderung in Kommanditkapital in Höhe von 5.367 TEUR (Debt-to-Equity-Swap).

3.3 Vermögenslage

Die Vermögenslage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG stellt sich wie folgt dar:

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  31.12.2012 31.12.2011 Veränderung
  in TEUR in % in TEUR in % in TEUR
Vermögen          
Anlagevermögen 154.534 95 % 169.418 93 % -14.884
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.437 4 % 6.514 4 % -77
Liquide Mittel 1.604 1 % 4.785 3 % -3.181
Rechnungsabgrenzungsposten 24 0 % 24 0 % 0
  162.599 100 % 180.741 100 % -18.142
Kapital          
Eigenkapital 146.836 90 % 165.870 92 % -19.034
Rückstellungen 156 0 % 133 0 % 23
Verbindlichkeiten 15.607 10 % 14.738 8 % 869
  162.599 100 % 180.741 100 % -18.142

Das Anlagevermögen der Gesellschaft umfasst zum Bilanzstichtag ausschließlich Finanzanlagen, die die Beteiligung an Einschiffsgesellschaften in der Rechtsform der GmbH & Co. KG und deren Komplementärgesellschaften betreffen. Im Vorjahr wurde außerdem unter den Finanzanlagen eine Darlehensforderung von 5.367 TUER aus einer Eigenkapitalzwischenfinanzierung gegenüber der FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG ausgewiesen. Im Rahmen des Erwerbs einer mehrheitlichen Beteiligung an dieser Gesellschaft wurde die Eigenkapitalzwischenfinanzierung in Kommanditkapital umgewandelt (Debt-to-Equity-Swap). Das Finanzanlagevermögen verminderte sich durch außerplanmäßige Abschreibungen auf Beteiligungen an insgesamt acht Tochtergesellschaften. Demgegenüber standen Erhöhungen aus weiteren Einzahlungen bzw. Einlagen von Gewinnansprüchen in das Eigenkapital von Tochtergesellschaften sowie der Erwerb einer mehrheitlichen Beteiligung an einer Schiffskommanditgesellschaft.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände blieben gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Minderungen aus der Einlage von bereits bestehenden Gewinnansprüchen standen Erhöhungen aus Gewinnansprüchen für das Geschäftsjahres 2012 gegenüber.

Die liquiden Mittel der HCI HAMMONIA SHIPPING AG haben sich gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen durch Einzahlungen in das Eigenkapital verschiedener Tochtergesellschaften vermindert.

Die Bilanz der HCI HAMMONIA SHIPPING AG weist zum Abschlussstichtag ein Eigenkapital in Höhe von 146.836 TEUR aus, welches sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 13.641 TEUR, den Kapitalrücklagen in Höhe von 136.409 TEUR, der gesetzlichen Rücklage von 5 TEUR und dem Bilanzverlust von 3.219 TEUR zusammensetzt. Die Verminderung gegenüber dem Vorjahr beruht auf dem Jahresfehlbetrag in Höhe von 19.034 TEUR.

Die Verbindlichkeiten der HCI HAMMONIA SHIPPING AG haben sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig um insgesamt 869 TEUR erhöht. Der Anstieg betrifft im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der Stundung von Gebühren aus einem Service-, Dienstleistungs- und Beratungsvertrag.

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist insgesamt als geordnet anzusehen.

4. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

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Technische Verfügbarkeit der HCI HAMMONIA SHIPPING AG Flotte im Berichtszeitraum  
Theoretisch mögliche technische Verfügbarkeit in Tagen 4.758
Geplante technische Verfügbarkeit in Tagen 4.681
Ist-Verfügbarkeit in Tagen 4.718
Technisch bedingte Off-hire Tage 40
Technische Verfügbarkeit der Flotte 99,2 %

Die Flotte der HCI HAMMONIA SHIPPING AG zeichnete sich durch eine sehr hohe technische Verfügbarkeit aus. Nach Berücksichtigung der technisch bedingten Off-Hire-Tage liegt die Einsatzbereitschaft der Flotte bei über 99 %. Dieses Ergebnis spiegelt den technisch einwandfreien Zustand der Schiffe und den hohen Ausbildungsgrad der Mannschaften wider und ist auf die Leistungsfähigkeit der technischen Bereederung zurückzuführen.

5. Nachtragsbericht

Für die sechs 2.500 TEU Containerschiffe wurde im 4. Quartal 2012 ein Term Sheet bezüglich der Aussetzung von jeweils acht weiteren Quartalstilgungen - beginnend im 4. Quartal 2012 - unterzeichnet. Dieses Term Sheet stand zum Bilanzstichtag noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Entscheidungsgremien der Banken (siehe Kapitel 1.2. Geschäftsverlauf, Abschnitt "Finanzierung"). Nachdem die Entscheidungsgremien der Banken sich mit dieser Finanzierung befasst haben konnte am 11. März 2013 ein Term Sheet nunmehr ohne Gremienvorbehalt vereinbart werden. Die Umsetzung dieses Term Sheets steht jetzt nur noch unter dem Vorbehalt einer den Banken genehmen Dokumentation im Rahmen eines Nachtrags zu den Kreditverträgen.

Das Kreditvertragsaddendum hinsichtlich der Finanzierung der drei 7.800 TEU Containerschiffe, in dem eine Verlängerung der bestehenden Verzichtsvereinbarung hinsichtlich der "Loan-To-Value"-Klausel dokumentiert wird und welches sich zum Bilanzstichtag im Unterschriftenumlauf befand, ist am 10. Januar 2013 von allen Parteien unterzeichnet worden. Die getroffene Vereinbarung erlaubt in einem gewissen Rahmen eine liquiditätsmäßige Unterstützung der Poolschiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG durch die in langfristigen Chartern beschäftigten 7.800 TEU Schiffe.

Des Weiteren war mit den finanzierenden Banken hinsichtlich der MS "HAMMONIA HAFNIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, eine der drei 7.800 TEU Schiffsgesellschaften, die Aufnahme weiterer Gesellschafter abgestimmt worden. Diese Vereinbarung stand zum Bilanzstichtag noch unter einem Gremienvorbehalt der finanzierenden Banken sowie einem Dokumentationsvorbehalt. Zwischenzeitlich haben die finanzierenden Banken diesen Gremienvorbehalt aufgehoben und am 28. März 2013 ist ein entsprechender Nachtrag zu dem Kreditvertrag von allen Parteien unterzeichnet worden. Auf Basis eines sogenannten Private Placement Memorandums haben durch die HCI Gruppe vermittelte Anleger zugesagt, insgesamt 8 Mio. EUR als Vorzugskommanditkapital in die MS "HAMMONIA HAFNIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG zu investieren. Die frischen Mittel werden vorrangig für eine Sondertilgung des Darlehens genutzt. Die finanzierenden Banken sind im Gegenzug bereit, substanzielle Zugeständnisse bei den Kreditvertragskonditionen zu gewähren, d.h. im Gegensatz zu den Schwesterschiffen keine weiteren laufenden Sondertilgungen, eine geringere Zinsmarge (2 % statt 3 % p.a.) sowie ein längeres Aussetzen der Werterhaltungsklausel (LTV-Klausel) bis Ende 2014. Diese Konditionen erlauben neben einer laufenden Verzinsung für das Vorzugskommanditkapital auch noch substanzielle nachrangige Ausschüttungen an die HCI HAMMONIA SHIPPING AG. Durch die Umsetzung des Vorzugskommanditkapitals vermindert sich der Kapitalanteil der Holdinggesellschaft der HCI HAMMONIA SHIPPING AG an dieser Schiffsgesellschaft. Der Anteil konzernfremder Kommanditisten in der Konzernbilanz erhöht sich entsprechend. Die Umsetzung dieser Transaktion ist ein wesentlicher Baustein bei der Restrukturierung der Gesellschaft, die aufgrund der gesunkenen Einnahmen der in den Einnahmepools fahrenden Schiffe erforderlich geworden ist.

Das MS "ANTOFAGASTA" war seit Übernahme bis Ende Januar 2013 an A.P Moeller-Maersk verchartert. Nach der Beendigung der Charterlaufzeit lag das Schiff rund sieben Wochen auf. Am 10. März 2013 hat das MS "ANTOFAGASTA" eine fünf- bis achtmonatige Zeitcharter bei der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd zu einer Rate von 6.600 USD pro Tag brutto angetreten. Um einen kontinuierlichen Cashflow sicherzustellen, hat die Schiffsgesellschaft einen Antrag zur Aufnahme in den Peter Döhle 2.500 bis 2.800 TEU Einnahmepool gestellt. Am 18. März 2013 hat der Poolmanager die Gesellschaft informiert, dass die Poolmitglieder der Aufnahme des MS "ANTOFAGASTA" in den Einnahmepool zugestimmt haben, so dass zukünftig die Poolrate relevant für die Einnahmesituation des Schiffes ist. Da die aktuelle Charterrate zum Zeitpunkt des Poolbeitritts niedriger ist, als die Poolnettorate, hat die Schiffsgesellschaft eine einmalige Ausgleichszahlung in Höhe von 228 TUSD zu leisten.

Am 24. März 2013 ist auf der MS "ANTOFAGASTA" auf dem Weg von Spanien nach Südamerika ein Feuer im Deckshaus ausgebrochen. Es ist der Mannschaft gelungen, das Feuer zu löschen. Zwei Mannschaftsmitglieder sind bei dem tragischen Zwischenfall jedoch tödlich verunglückt. Das Schiff hat Kurs nach Las Palmas (Kanarische Inseln) aufgenommen, wo die Schäden begutachtet und das Schiff instandgesetzt werden soll.

Darüber hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung zwischen dem Ende des Jahres 2012 und dem Datum dieser Berichterstattung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss haben könnten.

6. Risiko- und Chancenbericht

6.1 Risikobericht

Ein systematisches und effizientes Risikomanagement stellt für den Vorstand der HCI HAMMONIA SHIPPING AG eine sich ständig weiterentwickelnde Aufgabe dar. Der Konzern verfügt über ein gut ausgebautes, DV-gestütztes Risikomanagementsystem. Die integralen Bestandteile des Systems sind sowohl die systematische Risikoidentifikation und Risikobewertung als auch Maßnahmen zur Vermeidung, Verminderung und Begrenzung von Risiken. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der Früherkennung bestandsgefährdender Risiken. Wesentliche Risiken resultieren aus dem Schiffsbetrieb, aus der Finanzierungstätigkeit, aus Wechselkursänderungen sowie aus der Rechtsform und der Börsennotierung.

Das Management der mit dem Schiffsbetrieb und der Finanzierung der Schiffe zusammenhängenden Risiken liegt in der Verantwortung der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, die alle Schiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG bereedert. Die Risikoüberwachung sowie aktien- und kapitalmarktrechtliche Betreuung leistet neben dem Vorstand die HCI Hanseatische Capitalberatungsgesellschaft mbH & Co. KG (vormals HCI Concept GmbH & Co. KG).

Folgende Hauptrisikogruppen werden im Rahmen des Risikomanagementsystems abgebildet:

Marktbezogene Risiken

Der Konzern erzielt Einkünfte aus dem Betrieb von Schiffen. Daraus resultieren im Wesentlichen folgende Einzelrisiken:

Die aus der Vercharterung der Schiffe erzielten Erlöse decken nicht die Schiffsbetriebskosten, den Kapitaldienst oder ermöglichen keine angemessene Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals

Die 2.500 TEU und 3.100 TEU Containerschiffe des Konzerns sind Mitglieder in größenspezifischen Einnahmepools, die das Risiko der Nichtbeschäftigung oder der Beschäftigung zu nicht auskömmlichen Charterraten mindern sowie eine Glättung von Markthöhen und -tiefen ermöglichen. Neuabschlüsse einzelner Schiffe in den Einnahmepools zu unterdurchschnittlichen Raten können jedoch das Poolergebnis reduzieren. Das gleiche gilt für den Fall, dass Poolmitglieder zeitweise keine Beschäftigung finden. Als Poolmanager fungiert die Peter Döhle Schiffahrts-KG, eine der bekanntesten und renommiertesten deutschen Reedereien und Maklereien in Privatbesitz.

Das Containerschiff MS "HAMMONIA PESCARA" ist bis Juli 2014 an die Reederei United Arab Shipping Company S.A.G. fest verchartert. Die drei 7.800 TEU Containerschiffe, MS "HAMMONIA FIONIA", MS "HAMMONIA DANIA" und MS "HAMMONIA HAFNIA" sind, und das Containerschiff MS "ANTOFAGASTA" war im Berichtsjahr von der weltgrößten Containerschiffsreederei A.P Moeller-Maersk fest eingechartert. Die Charterverträge der drei erstgenannten Schiffe laufen noch bis mindestens Mitte Februar 2018, die Charter des MS "ANTOFAGASTA" lief Ende Januar 2013 aus. Nach einer kurzen Aufliegezeit hat das Schiff im März 2013 eine fünf bis acht monatige Charter bei der Hamburger Linienreederei Hapag Lloyd angetreten, mit der sie in den 2.500- 2.800 TEU Einnahmepool der Peter Döhle Schiffahrts-KG aufgenommen worden ist.

Die vertraglich vereinbarten Chartern laufen aus (sogenanntes Charteranschlussrisiko)

Die Schiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG fahren in Einnahmepools bzw. sind mittel- bis langfristig an renommierte Vertragspartner verchartert (vgl. hierzu den vorherigen Abschnitt). Die Charter des MS "ANTOFAGASTA" lief im Januar 2013 aus. Zwischenzeitlich ist die Schiffsgesellschaft im 2.500 bis 2.800 TEU Einnahmepool der Peter Döhle-Schiffahrts-KG aufgenommen worden. Hierdurch soll das Charteranschlussrisiko zukünftig minimiert werden.

Die Charterer der Schiffe werden illiquide oder zahlen die vereinbarten Chartern nicht vertragsgemäß

Der Konzern betreibt seine Containerschiffe in den Größenklassen 2.500 TEU und 3.100 TEU in größenspezifischen Einnahmepools, die auch das individuelle Adressrisiko der einzelnen Charterer reduzieren. Generell kann nicht ausgeschlossen werden, dass Charterer einzelner Schiffe Charterraten verspätet oder gar nicht bezahlen oder illiquide werden. Als Mitglieder eines Einnahmepools würde dies mittelbar auch die Schiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG betreffen.

Finanzierungsrisiken

Hieraus ergeben sich im Wesentlichen folgende Einzelrisiken:

Währungsrisiko

Aus dem Betrieb der Schiffe werden ausschließlich USD-Einkünfte erzielt, Teile der Schiffsbetriebskosten und der Verwaltungskosten fallen jedoch in EUR an. Aus diesem Grund betreibt die HCI HAMMONIA SHIPPING AG zur Verminderung von Währungs- und Zinsänderungsrisiken ein aktives Zins- und Währungsmanagement. Dabei werden die Schiffe weitestgehend währungskongruent finanziert und verbleibende Wechselkursrisiken, soweit entsprechende Zahlungsvorgänge schon feststehen, abgesichert.

Die Schiffsgesellschaften des MS "ANTOFAGASTA" und des MS "HAMMONIA PESCARA" sind teilweise durch JPY-Darlehen finanziert. Bei diesen Schiffsgesellschaften ergibt sich daher eine zusätzliche teilweise Divergenz zwischen dem operativen Cashflow und dem Schiffswert in US-Dollar und der anteiligen Finanzierung in japanischen Yen. Daraus resultieren Liquiditätsrisiken aus den laufenden Tilgungs- und Zinsleistungen und Finanzierungsrisiken bzgl. sogenannter "Währungsklauseln". Da die betreffenden Darlehen nur teilweise in japanischen Yen valutieren und die betreffenden Schiffe feste Chartern haben bzw. die Aufnahme in einen Einnahmepool geplant ist, ist das Risiko eines Liquiditätsengpasses aufgrund eines stärker werdenden japanischen Yen derzeit als gering einzuschätzen. Die Währungsklauseln sind derzeit außer Kraft gesetzt oder so angepasst, dass kein unmittelbares Risiko besteht.

Zinsänderungsrisiko

Zur Finanzierung der Schiffe wird auch Fremdkapital eingesetzt. Das Zinsänderungsrisiko wird durch Abschluss derivativer Zinssicherungsgeschäfte teilweise begrenzt. Für den nicht über langfristige Zinsfestschreibungen oder den Abschluss derivativer Zinssicherungsgeschäfte abgesicherten Teil der Fremdfinanzierung besteht ein Zinsänderungsrisiko.

Finanzierungsänderungsrisiko

Die Finanzierungskonditionen sind grundsätzlich für die gesamte Vertragslaufzeit festgeschrieben. Bei der Verletzung bestimmter vertraglicher Auflagen hat die finanzierende Bank die Möglichkeit, die Finanzierungskonditionen nachzuverhandeln bzw. das Recht, die Finanzierung fällig zu stellen. Zur Risikominimierung finden regelmäßig und frühzeitig aktive Verhandlungen mit den Finanzierungspartnern statt.

Das Finanzierungsänderungsrisiko kann sich insbesondere dann materialisieren, wenn eine Schiffsgesellschaft den vereinbarten Schuldendienst nicht mehr leisten kann. Aufgrund der aktuellen Marktlage benötigen die sechs 2.500 TEU Containerschiffe weitere Tilgungsstundungen seitens der Banken. Diesbezüglich wurden bereits im letzten Jahr Verhandlungen mit den Banken aufgenommen. Zwischenzeitlich konnte ein entsprechendes Term Sheet unterzeichnet werden, das nur noch unter dem Vorbehalt einer den Banken genehmen Dokumentation im Rahmen eines Nachtrags zu den Kreditverträgen steht.

Wie im Kapitel 1.2 zum Geschäftsverlauf im Abschnitt "Finanzierung" dargestellt, benötigen auch die beiden 3.100 TEU Containerschiffe aufgrund der Marktentwicklung weitere Tilgungsaussetzungen für ca. zwei Jahre. Da die finanzierenden Banken diesen beiden Schiffsgesellschaften bereits jeweils acht Quartalstilgungen gestundet haben, sind die Verhandlungen deutlich anspruchsvoller. Zum Bilanzstichtag sowie zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses konnte noch keine Vereinbarung mit den Banken geschlossen werden. Es besteht das Risiko, dass im Ergebnis weniger Tilgungsstundungen gewährt werden oder dass im schlimmsten Fall die Verhandlungen scheitern. Da die Verhandlungen von beiden Seiten konstruktiv geführt werden, erwarten wir eine einvernehmliche Lösung, die der aktuellen wirtschaftlichen Lage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG Rechnung trägt. Sollten weniger Tilgungsstundungen als beantragt gewährt werden, würde sich der erforderliche Eigenkapitalbeitrag der Gesellschaft entsprechend erhöhen oder ein Verkauf erforderich werden.

Bei den Finanzierungen für die drei 7.800 TEU Containerschiffe hat sich die HCI HAMMONIA SHIPPING AG seit längerer Zeit in Verhandlungen mit den betreffenden Banken bezüglich einer Verlängerung der bestehenden Verzichtsvereinbarung bezüglich der Werterhaltungsklausel (LTV -Klausel) befunden, wonach der Schiffswert ohne Berücksichtigung des Chartervertrages ein bestimmtes Verhältnis zum ausstehenden Darlehen nicht unterschreiten darf. Zum Bilanzstichtag befand sich ein Addendum zum bestehenden Kreditvertrag bezüglich der Verlängerung der bestehenden Verzichtvereinbarung im Unterschriftenumlauf. Dies beinhaltet die Aussetzung der Werterhaltungsklausel bis zum 30. September 2013. Die getroffene Vereinbarung erlaubt in einem gewissen Rahmen eine liquiditätsmäßige Unterstützung der Poolschiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG durch die in langfristigen Chartern beschäftigten 7.800 TEU Schiffe. Dies ist ein wesentliches Element der Restrukturierung der Gesellschaft. Diese Möglichkeit der liquiditätsmäßigen Unterstützung der Poolschiffe steht zudem unter bestimmten auflösenden Bedingungen, unter anderem die erfolgreiche Restrukturierung der Poolschiffe. Es besteht zudem das Risiko, dass nach Ansicht der finanzierenden Banken die Werterhaltungsklausel auch nach der bis zum 30. September 2013 laufenden Verzichtsperiode nicht eingehalten wird und dass die Banken nicht zu einer Verlängerung der Verzichtsperiode bereit sind. Da im Rahmen der langandauenden Verhandlungen der aktuellen Verzichtsvereinbarung ein für beide Seiten akzeptabler Kompromiss geschlossen worden ist, gehen wir davon aus, dass diese Verzichtsvereinbarung bei Bedarf auch über den 30. September 2013 hinaus verlängert wird.

Technische / Schiffsbetriebsrisiken

Die Schiffe werden im Betrieb stark beschädigt, sinken oder verursachen Schäden bei Dritten

Für die typischen Risiken aus dem Betrieb von Seeschiffen, der starken Beschädigung, aus Untergang oder verursachten Schäden an Dritten, wird durch den Bereederer ein adäquater Versicherungsschutz eingedeckt.

Unternehmensbezogene Risiken / Geschäftsmodellrisiken

Neben den dargestellten spezifischen Risiken aus dem Schiffsbetrieb unterliegt der Konzern auch unternehmensbezogenen Risiken. Hierbei sind für den Erfolg des Konzerns die Qualität des Managements und wichtiger Dienstleister sowie die Reputation bei Investoren, Geschäftspartnern und Marktbeobachtern maßgeblich. In diesem Zusammenhang hat sich der Konzern durch die langjährige Bestellung der Vorstandsmitglieder abgesichert. Wichtige operative und administrative Funktionen werden von qualifizierten und erfahrenen Dienstleistern auf der Grundlage von langfristig geschlossenen Serviceverträgen erbracht.

Es bestehen keine Risiken aus der Bestellung spekulativer Neubauten. Des Weiteren sind die Finanzierungen für die Flotte durch langfristige Kreditverträge mit in der Schiffsfinanzierung etablierten Banken gesichert.

Bestandsgefährdungspotenziale wie Überschuldung, Zahlungsunfähigkeit oder sonstige Risiken mit besonderem oder schwerwiegendem Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage liegen derzeit nicht vor.

6.2 Internes Kontrollsystem (IKS)

Das interne Kontrollsystem der HCI HAMMONIA SHIPPING AG bestimmt die erforderlichen Maßnahmen zur zeitnahen, vollständigen und korrekten Übermittlung von Belegen, Daten und Informationen, die für die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts erforderlich sind.

Durch das verwendete interne Kontrollsystem sollen sowohl Risiken einer fehlerhaften Darstellung im internen als auch im externen Rechnungswesen weitestgehend vermieden werden. Allerdings muss darauf hingewiesen werden, dass das System keine absolute Sicherheit auf fehlerfreie Darstellung bieten kann und insoweit ein Restrisiko bestehen bleibt.

Die Buchhaltung stellt die Basis des internen sowie des externen Rechnungswesens dar. Die Buchhaltung wird von der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG im Rahmen eines bestehenden Servicevertrages durchgeführt. Dabei werden die für den HCI HAMMONIA SHIPPING Konzern aufgestellten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewendet sowie einheitliche Anforderungen zur Darstellung und Erfassung konzerninterner Geschäftsvorfälle berücksichtigt.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt durch einen extern beauftragten Wirtschaftsprüfer auf Grundlage der Konzernrichtlinien des HCI HAMMONIA SHIPPING Konzerns sowie der Vorgaben des Vorstands.

Als wesentliche Kontrollinstrumente für die korrekte und vollständige Abbildung der Geschäftsvorfälle sind folgende Mechanismen implementiert:

Einheitlich definierter und eingehaltener Beleg- und Rechnungsfluss zwischen den einzelnen zuständigen Abteilungen

Abgrenzung und Abstufung der Zuständigkeit der verschiedenen Verantwortungsbereiche innerhalb des Konzerns

Einheitliches Controlling für alle Tochterunternehmen des Konzerns

Das "Vier-Augen-Prinzip"

Jahresabschlusserstellung durch einen externen Wirtschaftsprüfer

6.3 Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die Schifffahrtsmärkte durchlaufen aktuell eine schwierige Marktphase, die angebotsseitig durch hohe Überkapazitäten und auf der Nachfrageseite von einem abgeschwächten Wachstum sowie von einem intensiven Wettbewerb um Marktanteile geprägt ist. Im Ergebnis hat dies in den vergangenen Jahren zu deutlich gesunkenen Charterraten geführt, von denen insbesondere die in Einnahmepools fahrenden Schiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG betroffen waren.

Diese Entwicklung wird auch von dem Aktienkurs der HCI HAMMONIA SHIPPING AG reflektiert. Seit Beginn des Jahres 2012 sank der Kurs von rund 425 EUR auf rund 150 EUR zum Jahresende. Im Vorjahr 2011 konnte sogar noch ein Höchststand von rund 660 EUR verzeichnet werden.

Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG geht mittel- bis langfristig von einer Konsolidierung des Containerschifffahrtsmarktes und in Folge dessen einer Markterholung aus. Da das derzeit noch vorhandene Angebotswachstum im Containerschiffsmarkt vorrangig die großen Containerschiffe ab 7.500 TEU betrifft, bestehen mittelfristig Marktchancen vor allem für kleine bis mittelgroße Containerschiffe. In dem Maße wie die Zulieferverkehre und die regionalen Dienste Südasiens und Afrikas wachsen, in denen Restriktionen in der Hafenstruktur eine Verdrängung durch Großcontainerschiffe auf absehbare Zeit einschränken, besteht insbesondere für die mit Kränen ausgestatteten Schiffe nachhaltiges Erholungspotenzial. Die in den Einnahmepools fahrenden Schiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG, die von der derzeitigen Marktsituation nachhaltig betroffen sind, sind noch verhältnismäßig jung und haben somit die Möglichkeit bei einer erfolgreichen Restrukturierung der Gesellschaft von einer Marktnormalisierung mittelfristig zu partizipieren.

Mittel- bis langfristig ergibt sich somit ein nachhaltiges Erholungspotential für den Aktienkurs der HCI HAMMONIA SHIPPING AG.

7. Prognosebericht

In den folgenden Prognosen sind Annahmen enthalten, die auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen worden sind. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von den erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr können wir für diese Angaben daher nicht übernehmen. Die nachfolgenden Prognosen beziehen sich auf die nach dem Berichtsjahr folgenden 24 Monate.

Für die Entwicklung der Weltwirtschaft gehen Analysten von einer leichten Erholung im Jahr 2013 aus. Die Staatsschuldenkrise in den Ländern der Eurozone stellt nach wie vor ein großes Risiko für die Entwicklung der Weltkonjunktur dar und die Entwicklungs- und Schwellenländer werden auch im Jahr 2013 für einen Großteil des Weltwirtschaftswachstums verantwortlich sein. Der Internationale Währungsfonds ("IWF") erwartet in seiner neuesten Ausgabe des World Economic Outlook vom 23. Januar 2013 ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,5 % im Jahr 2013 - und somit ein gegenüber dem Jahr 2012 um 0,3 %-Punkte gestiegenes Wachstum. Die Steigerung der Wirtschaftsleistung wird erneut in den Entwicklungs- und Schwellenländern mit 5,5 % deutlich höher ausfallen als in den Industrieländern, für die ein durchschnittliches Wachstum von 1,4 % prognostiziert wird. Vor diesem Hintergrund wird auch bei dem für die Containerschifffahrt wichtigen Welthandelsvolumen mit einer Zunahme gerechnet. Während der IWF für das Jahr 2012 eine Rate von lediglich 2,8 % angibt, prognostiziert er für das Jahr ein Wachstum von 3,8 %.

Für das Jahr 2013 wird die Zunahme des Containerumschlags mit 6,1 % bzw. für 2014 mit rund 7 % prognostiziert. Dieser erwartete Zuwachs stammt vor allem aus den Nord-Süd-Verkehren und nicht aus den Hauptrouten zwischen Asien und Europa bzw. Nordamerika. Für einen nachhaltigen Abbau des weiterhin bestehenden Angebotsüberhangs bei den Containerschiffen wird auch diese gestiegene Wachstumsrate noch nicht ausreichen, da die Flotte aufgrund der geplanten Ablieferungen insbesondere von Großcontainerschiffen in 2013 voraussichtlich um ca. 7,3 % bzw. in 2014 um ca. 7,0 % wachsen wird. Der Tonnagezuwachs in der für den Konzern besonders relevanten Größenklasse von 2.000 bis 3.000 TEU ist demgegenüber sehr begrenzt und wird für 2013 und 2014 mit jeweils nur ca. 2 % erwartet. Somit kann mit einer Wiederherstellung des Gleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage im Gesamtmarkt erst in den folgenden Jahren gerechnet werden. Eine weitere Zunahme der Verschrottungsaktivitäten könnte den Tonnagezuwachs in den Jahren 2013 und 2014 zumindest noch etwas verringern.

Da das starke Angebotswachstum vorrangig die großen Containerschiffe jenseits von 7.500 TEU betrifft, bestehen mittelfristig Marktchancen vor allem für kleine bis mittelgroße Containerschiffe, die in den Zuliefererverkehren eingesetzt werden. Derzeit wird der Markt dieser Größenklassen durch den sogenannten Kaskadeneffekt belastet, d.h. die Verdrängung durch jeweils größere Containerschiffseinheiten. In dem Maße aber wie Zulieferverkehre und die regionalen Dienste Südasiens und Afrikas weiter stark wachsen, in denen die mittelgroßen und teilweise mit Kränen versehenen Einheiten aufgrund von Restriktionen der Hafeninfrastruktur gegen die Verdrängung größerer Einheiten geschützt sind, werden die Poolschiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG von der Marktentwicklung profitieren. Dies wird - mit der poolbedingten Verzögerung - auch zu einer deutlich verbesserten Ertragslage der Gesellschaft insgesamt führen.

Mittel- bis langfristig stellen sich die Perspektiven für die Flotte der HCI HAMMONIA SHIPPING AG somit positiv dar. Kurzfristig rechnen wir jedoch nicht mit einer nachhaltigen Erholung der Containerschiffsmärkte und die sich bereits über vier Jahre hinziehende Krise wird auch noch über das Jahr 2013 hinaus andauern. Der Abbau der bestehenden Überkapazitäten wird aufgrund der sich nur langsam erholenden Wachstumsdynamik der Nachfrage eine längere Zeit erfordern. Ab dem Jahr 2014 wird aufgrund des begrenzten Zuwachses an Tonnage mit einem sukzessiven Abbau der Überkapazitäten und einer Belebung des Chartermarktes gerechnet.

Für das Jahr 2013 erwarten wir - trotz insgesamt sinkender Ergebnisse der Tochterunternehmen - ein positives handelsrechtliches Ergebnis für die HCI HAMMONIA SHIPPING AG im mittleren einstelligen Millionenbereich. Dies begründet sich vor allem dadurch, dass die für das Beteiligungsergebnis maßgeblichen handelsrechtlichen Gewinne von vier Tochterunternehmen aufgrund von fest vereinbarten Charterraten trotz schwachem Marktumfeld stabil bleiben, so dass diese positive Beteiligungsergebnisse liefern werden.

Für das Jahr 2014 rechnen wir mit einem positiven handelsrechtlichen Ergebnis für die HCI HAMMONIA SHIPPING AG auf gleichem Niveau wie für 2013.

Sowohl für das Jahr 2013 als auch für das Jahr 2014 kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich auf Ebene der Holding ein außerplanmäßiger Abschreibungsbedarf auf die Beteiligungsansätze ergeben könnte, wenn die Marktentwicklung ungünstiger als erwartet ausfällt. Die Bewertung der Beteiligungen hängt dabei vor allem auch von der Entwicklung der mittel- bis langfristigen Aussichten des Chartermarktes ab.

Hinsichtlich der Finanzlage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG erwarten wir für das Jahr 2013 eine weitere Verminderung der verfügbaren Liquidität aufgrund der mit den Banken vereinbarten Kapitaleinlagen in den Tochterunternehmen. Für das Jahr 2014 rechnen wir in Abhängigkeit von der weiteren Marktentwicklung mit einer Verbesserung der Liquidität. Darüber hinaus werden weitere Finanzierungsmaßnahmen, wie eine Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder die Begebung weiterer Genussrechte noch näher geprüft, die nach erfolgreicher Restrukturierung der Finanzierungen der Tochterunternehmen sowie bei Einsetzen der mittelfristig erwarteten Markterholung umgesetzt werden soll.

Auf Basis der vorgenannten Maßnahmen wird die geplante Liquidität jederzeit ausreichend sein, um allen Zahlungsverpflichtungen der HCI HAMMONIA SHIPPING AG nachzukommen. Liquiditätsrisiken, die den Bestand unserer Gesellschaft gefährden könnten, sehen wir bei erfolgreicher Umsetzung der beschrieben Restrukturierungsmaßnahmen derzeit nicht.

8. Grundzüge des Vergütungssystems

Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten gemäß Satzung eine feste jährliche Vergütung von 5.000,00 EUR für jedes Mitglied. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Eineinhalbfache dieses Betrages.

Der Vorstand erhält keine Vergütung.

9. Berichterstattung nach § 289 Abs. 4 HGB

Das Grundkapital beträgt 13.641.400,00 EUR und ist eingeteilt in 136.414 Stück nennwertlose Inhaberaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils 100 EUR. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Alle ausgegebenen Aktien sind mit denselben Rechten ausgestattet.

Der Verkauf oder die Übertragung der Aktien ist nicht beschränkt. Beschränkungen, die Stimmrechte betreffen, gibt es nicht.

Zu den direkten bzw. indirekten Beteiligungen am Kapital wird auf den Anhang (4.7) verwiesen.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.

Arbeitnehmer, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, sind nicht am Grundkapital beteiligt.

Nach § 84 AktG obliegt dem Aufsichtsrat die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern. Die Satzung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG enthält keine hiervon abweichenden Bestimmungen.

Für Satzungsänderungen ist nach § 179 AktG grundsätzlich eine Dreiviertelmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals erforderlich. Die Satzung kann laut Gesetz eine andere, im Falle einer Änderung des Unternehmensgegenstands jedoch nur eine größere, Kapitalmehrheit vorsehen. In dieser Hinsicht bestimmt die allgemeine Regelung des § 11 Abs. 2 der Satzung: "Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit nicht zwingend gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst." Für bestimmte Beschlussgegenstände sieht das Gesetz zwingend höhere Kapitalmehrheiten und/oder weitere Erfordernisse vor. Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen, können gemäß § 14 der Satzung vom Aufsichtsrat beschlossen werden.

Der Vorstand wurde mit Beschlussfassung der ordentlichen Hauptversammlung vom 11. Juni 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 10. Juni 2015 das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 6.820.700,00 EUR durch ein- oder mehrmaliges Angebot von nennwertlosen Inhaberaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Der Vorstand wird zusammen mit dem Aufsichtsrat über den Zeitpunkt der Durchführung einer Kapitalerhöhung beschließen.

Weiteres genehmigtes Kapital existiert nicht. Bedingtes Kapital besteht nicht.

Weiterhin wurde mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 11. Juni 2010 der Vorstand zur Ausgabe von Genussrechten gegen Bar- oder Sachleistung in Höhe von bis zu 75 Millionen EUR ermächtigt. Der Vorstand wird zusammen mit dem Aufsichtsrat über die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Genussrechte beschließen. Von dieser Ermächtigung wurde bereits mit Beschluss vom 9./17. Dezember 2010 in Höhe von 7.450.000 EUR sowie mit Beschluss vom 8./29. Dezember 2011 in Höhe von 5.800.000 EUR Gebrauch gemacht.

Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels in Folge eines Übernahmeangebots stehen und die nach Maßgabe des § 289 Abs. 4 Nr. 8 HGB offenlegungspflichtig sind.

Es existieren keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind.

10. Erklärung zur Unternehmensführung

10.1 Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand

Die Führungs- und Kontrollstruktur der HCI HAMMONIA SHIPPING AG weist eine duale Unternehmensverfassung gemäß dem deutschen Aktienrecht auf. Die zwei Mitglieder des Vorstands leiten das Unternehmen eigenverantwortlich unter der Zielsetzung, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Der Vorstand trifft sich in der Regel alle vier Wochen zu turnusmäßigen Vorstandssitzungen und steht auch darüber hinaus laufend in einem intensiven Kontakt.

Der gesamte Vorstand entscheidet in allen Angelegenheiten, in denen nach dem Gesetz, der Satzung oder der Geschäftsordnung des Vorstands eine Beschlussfassung durch den gesamten Vorstand vorgeschrieben ist. Geschäfte, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, sind im Rahmen der Geschäftsordnung des Vorstands festgelegt.

Der Vorstand unterrichtet den Vorsitzenden des Aufsichtsrats regelmäßig über die geschäftliche Lage des Unternehmens. Bei sonstigen wichtigen Anlässen, die erheblichen Einfluss auf die Geschäftslage entfalten können, hat er dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats unverzüglich zu berichten.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist in überwachender und beratender Funktion tätig. Er besteht aus drei Mitgliedern. Der Aufsichtsrat zeichnet unter anderem für die Billigung und damit Feststellung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses der HCI HAMMONIA SHIPPING AG verantwortlich und steht hierzu in engem Kontakt mit den Abschlussprüfern. Die Mitglieder des Aufsichtsrats stehen in keinen geschäftlichen oder persönlichen Beziehungen zum Unternehmen, die einen Interessenkonflikt und eine damit eingeschränkte Unabhängigkeit bedeuten würden.

Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand arbeitet mit dem Aufsichtsrat zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Er stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und erörtert mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand der Strategieumsetzung.

Der regelmäßige Kontakt zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ist integraler Bestandteil einer effektiven Zusammenarbeit im Interesse des Unternehmens. In den vier turnusmäßigen Sitzungen des Aufsichtsrats berichtet der Vorstand über die beabsichtigte Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen des Unternehmens, insbesondere die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, die Risikolage, das Risikomanagement und das Risikocontrolling. Außerdem berichtet der Vorstand mindestens einmal jährlich über grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung. Auftretende Interessenkonflikte werden von den Vorstandsmitgliedern unverzüglich an den Aufsichtsrat berichtet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine Interessenkonflikte einzelner Vorstandsmitglieder aufgetreten.

Der Aufsichtsratsvorsitzende hält mit dem Vorstand regelmäßig Kontakt und berät und überwacht mit ihm die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement der HCI HAMMONIA SHIPPING AG. Der Aufsichtsratsvorsitzende wird über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, unverzüglich durch den Vorstand informiert. Soweit dies erforderlich ist, unterrichtet der Aufsichtsratsvorsitzende den Aufsichtsrat umgehend und beruft gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung ein.

10.2 Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Über die gesetzlichen Anforderungen hinaus sind innerhalb der HCI HAMMONIA SHIPPING AG keine speziellen Richtlinien für bestimmte Unternehmensführungspraktiken festgeschrieben.

11. Corporate Governance Bericht

Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) benennt Regeln und Leitlinien für die Unternehmensführung und -überwachung börsennotierter Unternehmen in Deutschland. Der DCGK stärkt dabei die Transparenz und Effizienz der Unternehmensleitung und soll das Vertrauen nationaler und internationaler Anleger sowie anderer Stakeholder in die Leitung und Überwachung börsennotierter Gesellschaften fördern. Vorstand und Aufsichtsrat der HCI HAMMONIA SHIPPING AG bekennen sich zu den grundlegenden Zielen des Kodex. Die spezifische Ausgestaltung der Unternehmensaktivitäten führt jedoch zu einer Reihe von Abweichungen von den Empfehlungen des Kodex.

Vorstand und Aufsichtsrat der HCI HAMMONIA SHIPPING AG verfolgen das Ziel, die Gesellschaft durch das derzeitig schwierige Marktumfeld zu steuern, um sie mittel- bis langfristig wieder profitabel aufzustellen und den Wert des Unternehmens somit langfristig wieder zu steigern.

Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist eine Managementholding für Schiffsinvestments. Die Börsennotierung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG verfolgt den Zweck, insbesondere institutionellen Investoren den einfachen und flexiblen Zugang zu der attraktiven Anlageklasse der Schiffsinvestments zu ermöglichen.

Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der HCI HAMMONIA SHIPPING AG sind dem verantwortlichen Handeln zum Wohle des Unternehmens sowie der Aktionäre und weiterer Stakeholder der Gesellschaft verpflichtet. Der Vorstand besteht aus zwei Personen, die das Unternehmen eigenverantwortlich leiten. Das Vorstandsmitglied Dr. Karsten Liebing ist Geschäftsführer der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, die Vertragsreeder und Management-Kommanditistin der über Schiffskommanditgesellschaften für die AG angekauften Schiffe ist. Das Vorstandsmitglied Jan Krutemeier war im Geschäftsjahr 2012 in der HCI Gruppe beschäftigt und hat unter anderem die Geschäftsführungsfunktion in der HCI Concept GmbH & Co. KG ausgeübt. Die HCI Concept GmbH & Co. KG erbringt als Dienstleister Service-, Controlling- und Verwaltungsdienstleistungen für die HCI HAMMONIA SHIPPING AG. Per 5. Dezember 2012 wurde die HCI Concept GmbH & Co. KG auf die HCI Hanseatische Capitalberatungsgesellschaft mbH & Co. KG verschmolzen, welche die Verpflichtungen aus dem Dienstleistungsvertrag fortführt. Herr Krutemeier hat zum 31. Dezember 2012 die HCI Gruppe verlassen und ist seit dem 1. Januar 2013 als Prokurist bei der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG tätig.

Die Zusammenarbeit der oben genannten Gesellschaften ermöglicht die enge Anbindung der Dienstleistungen und des jeweiligen Knowhows dieser Gesellschaften an die HCI HAMMONIA SHIPPING AG. Hieraus potenziell bestehende Interessenkonflikte von Mitgliedern des Vorstands sind im Emissionsprospekt der Gesellschaft detailliert dargelegt. Der Anhang des Geschäftsberichts 2012 enthält Angaben zu den Transaktionen mit nahestehenden Personen und Unternehmen. Die bestehende feste Kooperation der HCI HAMMONIA SHIPPING AG, der HCI Hanseatische Capitalberatungsgesellschaft mbH & Co. KG (vormals HCI Concept GmbH & Co. KG) und der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG bildet unserer Auffassung nach ein zentrales Element für die erfolgreiche Umsetzung der Strategie und die Erreichung der Ziele des Unternehmens.

Dem dreiköpfigen Aufsichtsrat der HCI HAMMONIA SHIPPING AG gehören derzeit die von der HCI Gruppe und der HAMMONIA Reederei unabhängigen Herren Werner Berg, Michael Hummel und Andreas Uibeleisen an. Ein Mitglied verfügt über langjährige internationale Erfahrung. Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand. Aufgrund seiner geringen Mitgliederzahl hat der Aufsichtsrat keine Ausschüsse gebildet und behandelt die relevanten Themen im gesamten Gremium. Dem Aufsichtsrat steht Herr Werner Berg vor.

Der Aufsichtsrat hat mit Blick auf Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex die nachfolgenden Ziele für seine zukünftige Zusammensetzung beschlossen:

Der Aufsichtsrat der HCI HAMMONIA SHIPPING AG soll so besetzt sein, dass eine qualifizierte Kontrolle und Beratung des Vorstands durch den Aufsichtsrat sichergestellt ist. Die zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagenen Kandidatinnen und Kandidaten sollen aufgrund ihrer Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen in der Lage sein, die Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds wahrzunehmen. Dabei soll insbesondere auf die Persönlichkeit, Integrität, Leistungsbereitschaft, Professionalität und Unabhängigkeit der zur Wahl vorgeschlagenen Personen geachtet werden. Ziel ist es, dass im Aufsichtsrat insgesamt sämtliche Kenntnisse und Erfahrungen vorhanden sind, die angesichts der Aktivitäten der Gesellschaft als wesentlich erachtet werden.

Der Geschäftsmittelpunkt der HCI HAMMONIA SHIPPING AG liegt aufgrund des Unternehmenssitzes, der Investoren und der Vertragspartner in Deutschland. Daher ist internationale Erfahrung kein entscheidendes Kriterium für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats.

Dem Aufsichtsrat soll eine ausreichende Anzahl an unabhängigen Mitgliedern angehören. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte, zum Beispiel durch Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens, sollen vermieden werden.

Wie in der Entsprechenserklärung vom 13. Dezember 2012 dargelegt, war und ist eine pauschale Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder der Gesellschaft nicht vorgesehen. Der Aufsichtsrat hält eine solche Beschränkung für nicht adäquat, da es im Aufsichtsratsgremium vor allem auf Kenntnisse, Fähigkeiten und fachliche Erfahrung ankommt, die für das Unternehmen entscheidend sind. Da der Aufsichtsrat nur aus drei Mitgliedern besteht, kann auf Vielfalt nur eingeschränkt geachtet werden.

Bei den Wahlvorschlägen soll der Aufsichtsrat zudem auf eine angemessene Beteiligung von Frauen achten. Bereits bei der Prüfung potenzieller Kandidaten für eine Neuwahl oder Nachbesetzung vakant werdender Aufsichtsratspositionen sollen qualifizierte Frauen in den Auswahlprozess einbezogen und bei den Wahlvorschlägen angemessen berücksichtigt werden. Gegenwärtig sind keine Frauen im Aufsichtsrat der Gesellschaft vertreten. Im Vordergrund der Entscheidung soll auch zukünftig die Qualifikation der Kandidaten stehen, nicht das Geschlecht.

Bei der Frage ob die vorgenannten Zielsetzungen für die Wahl des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2012 erfüllt worden sind, ist festzuhalten, dass Frauen in den Auswahlprozess einbezogen worden sind, was sich jedoch nicht in einem Wahlvorschlag konkretisiert hat.

Aktienbesitz

Die Mitglieder des Vorstands sowie des Aufsichtsrats halten keine Anteile in nennenswertem Umfang.

Kommunikation

Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG berichtet über das laufende Geschäft in Presse- und Adhoc-Mitteilungen. Detaillierte Angaben erfolgen mit den Jahres- bzw. Halbjahresfinanzberichten. Zu den Entwicklungen im Quartal informiert die Gesellschaft durch Zwischenmitteilungen. Die Website des Unternehmens enthält die relevanten Informationen und Angaben zur Aktie, zur Hauptversammlung sowie den Finanzkalender. Für Fragen stehen Ihnen unsere Ansprechpartner jederzeit unter den angegebenen Kontaktdaten zur Verfügung.

11.1 Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der HCI HAMMONIA SHIPPING AG (die "Gesellschaft") erklären, dass die Gesellschaft den vom Bundesministerium der Justiz am 15. Juni 2012 im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 (im Folgenden "Kodex") mit folgenden Einschränkungen seit der Abgabe der letzten Entsprechenserklärung entsprochen hat und auch in Zukunft entsprechen wird:

Ziffer 3.8 Abs. 3 enthält die Empfehlung, dass für Aufsichtsratsmitglieder ein näher bestimmter Selbstbehalt vereinbart werden soll, wenn die Gesellschaft für den Aufsichtsrat eine D&O-Versicherung abschließt.

Für die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft besteht eine D&O-Versicherung, die keinen Selbstbehalt vorsieht.

Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass die Vereinbarung eines Selbstbehalts für die Aufsichtsratsmitglieder nicht geeignet ist, das Verantwortungsbewusstsein zu verbessern, mit dem die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft die ihnen übertragenen Aufgaben und Funktionen wahrnehmen. Es ist daher auch für die Zukunft nicht geplant, einen Selbstbehalt für die Aufsichtsratsmitglieder einzuführen.

Gemäß Ziffer 4.1.5 soll der Vorstand bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity) achten und eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben.

Da die Gesellschaft keine eigenen Mitarbeiter beschäftigt, ist diese Empfehlung des Kodex nicht anzuwenden.

Gemäß Ziffer 4.2.1 soll der Vorstand einen Vorsitzenden oder Sprecher haben.

Eine Ressortzuständigkeit einzelner Vorstandsmitglieder ist bei der Gesellschaft nicht vorgesehen. Da der Vorstand lediglich aus zwei Mitgliedern besteht, die aus Sicht der Gesellschaft gleichberechtigt sein sollen, ist es nicht gewünscht, einen Vorsitzenden zu benennen.

Die Ziffern 4.2.2. und 4.2.3. enthalten die Empfehlung, dass das Aufsichtsratsplenum die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder festsetzt sowie das Vergütungssystem für den Vorstand beschließt und regelmäßig überprüft. Weiterhin werden Empfehlungen für die Gestaltung der Vergütung bei vorzeitiger Beendigung von Vorstandsverträgen oder bei Kontrollwechsel ausgesprochen.

Da die Mitglieder des Vorstands mit der Gesellschaft keine Vorstandsverträge abgeschlossen haben und für ihre Tätigkeit auch keine Vergütung erhalten, ist nach wie vor über Höhe, Struktur und eingesetzte Instrumente der Vorstandsvergütung nicht zu entscheiden. Auch in den Fällen des vorzeitigen Ausscheidens oder des Kontrollwechsels würden die Vorstandsmitglieder der Gesellschaft keine Vergütung erhalten. Dementsprechend sind die Empfehlungen des Kodex für die konkrete Ausgestaltung der Vorstandsvergütung nicht anwendbar.

Gemäß den Ziffern 4.2.4. und 4.2.5. soll die nach den gesetzlichen Vorschriften offenzulegende Gesamtvergütung jedes Vorstandsmitglieds in einem Vergütungsbericht als Teil des Lageberichts näher erläutert werden.

Da die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft für ihre Tätigkeit für die Gesellschaft keine Vergütung erhalten, kann auch auf die Veröffentlichung und eine nähere Erläuterung verzichtet werden.

Gemäß Ziffer 4.3.4 sollen Interessenkonflikte des Vorstands dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offengelegt werden.

Aufgrund der vertraglichen Konstellationen der Gesellschaft zu dritten Vertragspartnern bestehen teilweise Interessenkonflikte, diese wurden alle bereits im Börsenzulassungsprospekt umfassend offengelegt.

Der Kodex empfiehlt in Ziffer 5.1.2 Abs. 1 S. 2 bei der Zusammensetzung des Vorstands, auf Vielfalt zu achten und eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben. Zudem wird gemäß Ziffer 5.1.2 Abs. 1 S. 3 eine langfristige Nachfolgeplanung für Vorstandsmitglieder empfohlen.

Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass der Aspekt der Vielfalt, der die Berücksichtigung von Frauen einschließt, kein ausschlaggebendes Kriterium für die Besetzung des Vorstands ist. Im Interesse des Unternehmens kommt es vielmehr vorrangig auf Managementfähigkeiten und -erfahrung sowie Fachkompetenz an. Da der Vorstand nur aus zwei Mitgliedern besteht, kann zudem auf Vielfalt nur eingeschränkt geachtet werden.

Eine langfristige Nachfolgeplanung ist bei der Gesellschaft nicht generell geplant. Aufgrund des Lebensalters der bestehenden Vorstandsmitglieder sehen Vorstand und Aufsichtsrat zurzeit keine Notwendigkeit für die Ausarbeitung einer langfristigen Nachfolgeplanung. Für den Fall kurzfristig ausscheidender Vorstandsmitglieder kann es keine langfristige Planung für die Nachfolge geben.

Gemäß Ziffer 5.1.2 Abs. 2 S. 3 des Kodex soll für Vorstandsmitglieder eine Altersgrenze festgelegt werden.

Eine pauschale Altersgrenze für Vorstandsmitglieder der Gesellschaft war und ist nicht vorgesehen. Die Gesellschaft hält eine solche Beschränkung für nicht adäquat, da es im Vorstand vor allem auf Kenntnisse, Fähigkeiten und fachliche Erfahrung ankommt, die für das Unternehmen entscheidend sind.

Gemäß Ziffern 5.3.1 bis 5.3.3 des Kodex soll der Aufsichtsrat abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder fachlich qualifizierte Ausschüsse bilden.

Im Hinblick darauf, dass der Aufsichtsrat der Gesellschaft satzungsgemäß nur aus drei Personen besteht, ist die Bildung von Ausschüssen nicht vorgesehen.

Gemäß Ziffer 5.4.1 Satz 2 bis 5 des Kodex soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die u. a. eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt berücksichtigen sowie eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen. Die Zielsetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung sind im Corporate Governance Bericht (S. 28 ff. des Geschäftsberichts 2011) veröffentlicht worden.

Gemäß Ziffer 5.4.1 Satz 6 bis 8 des Kodex soll der Aufsichtsrat bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung die persönlichen und die geschäftlichen Beziehungen eines jeden Kandidaten zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär offenlegen. Die Empfehlung beschränkt sich dabei auf solche Umstände, die nach der Einschätzung des Aufsichtsrats ein objektiv urteilender Aktionär für seine Wahlentscheidung als maßgebend ansehen würde.

Bei der Einberufung der diesjährigen Hauptversammlung, die am 4. Mai 2012 im Bundesanzeiger bekannt gemacht worden ist, sind für die Wahlvorschläge der dort gewählten neuen Aufsichtsratsmitglieder keine entsprechenden Angaben gemacht worden, weil die fragliche Empfehlung erst später in den Kodex aufgenommen worden ist. Für die Zukunft geht die Gesellschaft davon aus, dieser Empfehlung grundsätzlich zu folgen. Allerdings behält sich die Gesellschaft vor, hiervon im Einzelfall abzuweichen.

Gemäß Ziffer 6.3 S. 2 des Kodex sollen sämtliche neuen Tatsachen, die Finanzanalysten und vergleichbaren Adressaten mitgeteilt worden sind, unverzüglich allen Aktionären zur Verfügung gestellt werden.

Die Gesellschaft behält sich vor, im Einzelfall hiervon abzuweichen. Sensible Firmendaten, die nicht der ad hoc-Pflicht unterliegen, können für die Arbeit von Finanzanalysten wichtig sein. Jedoch muss im Einzelfall entschieden werden, ob diese Daten der Öffentlichkeit und damit auch Wettbewerbern zugänglich gemacht werden sollen. Selbstverständlich wird sich die Gesellschaft an die Regelungen des Wertpapierhandelsgesetzes zum Insiderhandel halten.

Gemäß Ziffer 7.1.2. S. 2 des Kodex sollen der Konzernabschuss binnen 90 Tagen und die Zwischenberichte jeweils binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht werden.

Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass hier die gesetzlichen Regelungen zur Veröffentlichung ausreichend sind. Ein engerer Zeitplan bei der Erstellung und Prüfung der Abschlüsse würde möglicherweise deren Qualität belasten.

Vorstand und Aufsichtsrat der HCI HAMMONIA SHIPPING AG

 

Hamburg, den 13. Dezember 2012

für den Vorstand

Jan Krutemeier

für den Aufsichtsrat

Werner Berg

11.2 Vergütungsbericht

Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten gemäß Satzung eine feste jährliche Vergütung von 5.000,00 EUR für jedes Mitglied. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Eineinhalbfache dieses Betrages. Weiterhin werden Auslagen erstattet, die mit der Ausübung der Tätigkeit als Aufsichtsrat verbunden sind. Der Vorstand erhält keine Vergütung.

Angaben zur Vergütung finden sich ebenfalls im Anhang unter Ziffer 4.4.

 

Hamburg, den 05. April 2013

Dr. Karsten Liebing, Vorstand

Jan Krutemeier, Vorstand

Jahresabschluss

Bilanz zum 31. Dezember 2012

AKTIVA

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in EUR   31.12.2012 31.12.2011
A. Anlagevermögen      
Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 154.534.204,25   164.050.912,60
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 154.534.204,25 5.367.000,00
B. Umlaufvermögen      
I. Forderungen und sonstige vermögensgegenstände      
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.431.742,17   5.601.467,69
2. Sonstige Vermögensgegenstände 5.564,21 6.437.306,38 912.421,63
II. Guthaben bei Kreditinstituten   1.604.165,52 4.785.491,53
C. Rechnungsabgrenzungsposten   23.325,35 4.785.491,53
    162.599.001,50 180.741.248,80

Passiva

     
in EUR   31.12.2012 31.12.2011
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   13.641.400,00 13.641.400,00
II. Kapitalrücklage   136.409.000,00 136.409.000,00
III. Gewinnrücklagen      
Gesetzliche Rücklage   5.000,00 5.000,00
IV. Bilanzverlust (im Vorjahr: Bilanzgewinn)   -3.219.040,54 15.814.802,71
    146.836.359,46 165.870.202,71
B. Rückstellungen      
Sonstige Rückstellungen   156.155,00 133.275,00
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 501.248,62   334.430,14
2. Genussrechtskapital 12.950.000,00   13.250.000,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.000.746,55   237.681,37
4. Sonstige Verbindlichkeiten 154.491,87 15.606.487,04 915.659,58
    162.599.001,50 180.741.248,80

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012

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in EUR 2012 2011
1. Umsatzerlöse 1.272.497,51 132.000,00
2. Sonstige betriebliche Erträge 36.049,21 703.769,39
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.232.609,99 2.179.335,90
4. Erträge aus Beteiligungen 5.994.487,80 6.096.410,43
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 39.137,55 77.979,34
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen 23.609.000,00 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 534.405,33 323.000,00
8. Jahresfehlbetrag (im Vorjahr: Jahresüberschuss) -19.033.843,25 4.507.823,26
9. Gewinnvortrag 15.814.802,71 11.306.979,45
10. Bilanzverlust (im Vorjahr: Bilanzgewinn) -3.219.040,54 15.814.802,71

Entwicklung des Anlagevermögens

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  Anschaffungs- und Herstellungskosten
in EUR 01.01.2012 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2012
Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 164.050.912,60 8.725.291,65 0,00 5.367.000,00 178.143.204,25
2. Sonstige Ausleihungen 5.367.000,00 0,00 0,00 -5.367.000,00 0,00
  169.417.912,60 8.725.291,65 0,00 0,00 178.143.204,25
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  Kumulierte Abschreibungen
in EUR 01.01.2012 Zugänge Abgänge Zuschreibungen 31.12.2012
Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 23.609.000,00 0,00 0,00 23.609.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 23.609.000,00 0,00 0,00 23.609.000,00
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  Buchwert
in EUR 31.12.2011 31.12.2012
Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 164.050.912,60 154.534.204,25
2. Sonstige Ausleihungen 5.367.000,00 0,00
  169.417.912,60 154.534.204,25

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2012

DER HCI HAMMONIA SHIPPING AG

1. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

1.1 Allgemeine Angaben

Die Aktien der HCI HAMMONIA SHIPPING AG werden im regulierten Markt an der Wertpapierbörse Hamburg gehandelt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 der HCI HAMMONIA SHIPPING AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach der Vorgabe des § 266 HGB. Für die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt.

1.2 Größenmerkmale

Die Gesellschaft gilt als große Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 3 S. 2 HGB.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Währungsumrechnung

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert zum Geschäftsjahr 2011 angewandt.

Anlagevermögen

2.1 Finanzanlagen

Das Finanzanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Beteiligungen werden vorgenommen, soweit der anteilige Unternehmenswert dauerhaft unter die Anschaffungskosten gesunken ist.

Umlaufvermögen

2.2 Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

2.3 Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

2.4 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

2.5 Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle, die in fremder Währung anfallen, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Fremdwährungsforderungen werden mit dem jeweiligen Kurs am Bilanzstichtag, solche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden jedoch höchstens mit dem Entstehungskurs umgerechnet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Entstehungskurs oder zum höheren Kurs am Bilanzstichtag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem jeweiligen Kurs vom Bilanzstichtag bewertet. Konzerninterne Transaktionen werden mit dem Euro-Referenzkurs bilanziert.

3. Erläuterungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterungen der Bilanz

Anlagevermögen

Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den beigefügten Anlagenspiegel verwiesen.

3.1 Anteile an verbundenen Unternehmen

Unter diesem Posten werden die Anteile an folgenden Unternehmen ausgewiesen (Buchwerte in Klammern):

MS "HAMMONIA TEUTONICA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg, (8.945.284,84 EUR),

MS "HAMMONIA MASSILIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg, (8.391.048,00 EUR),

MS "HAMMONIA HOLSATIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg, (9.005.244,23 EUR),

MS "HAMMONIA ROMA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg, (7.610.918,63 EUR),

MS "WESTPHALIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg, (12.244.635,58 EUR),

MS "SAXONIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg, (10.967.681,46 EUR),

MS "HAMMONIA POMERENIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg, (9.154.903,94 EUR),

MS "HAMMONIA BAVARIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg, (7.116.942,89 EUR),

MS "HAMMONIA FIONIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg, (21.288.606,38 EUR),

MS "HAMMONIA HAFNIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg, (23.734.385,34 EUR),

MS "HAMMONIA DANIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg, (22.374.796,54 EUR),

MS "HAMMONIA PESCARA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg, (7.965.541,74 EUR),

FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG, Hamburg, (5.679.748,33 EUR),

Verwaltung MS "HAMMONIA PESCARA" GmbH, Hamburg, (14.466,35 EUR),

Verwaltung HCI HAMMONIA Schiffahrts GmbH, Hamburg, (12.500,00 EUR),

Verwaltung FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH, Hamburg, (27.500,00 EUR).

Aufgrund der Schifffahrtskrise sind bei einzelnen Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr 2012 zum Teil erhebliche Verluste aufgetreten. Zum Bilanzstichtag wurden deshalb die Buchwerte mit dem wirtschaftlichen Eigenkapital der Tochtergesellschaften verglichen (Net-Asset-Value-Verfahren). Hierbei wurden die Schiffe der Tochtergesellschaften nach dem Ertragswertverfahren bewertet. Als Ergebnis der Überprüfung mussten die Wertansätze für verschiedene Tochtergesellschaften um insgesamt 23.609.000,00 EUR außerplanmäßig abgeschrieben werden.

3.2 Sonstige Ausleihungen

Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG hatte Ende 2011 von einem Kreditinstitut eine Eigenkapitalzwischenfinanzierung in Höhe von 5.367.000,00 EUR für eine Schiffskommanditgesellschaft im Wege der Sacheinlage durch die Begebung eines Genussrechts übernommen. Anfang 2012 wurde die Eigenkapitalzwischenfinanzierung in Kommanditkapital umgewandelt (Debt-to-Equity-Swap) und eine mehrheitliche Beteiligung an der Schiffskommanditgesellschaft erworben.

Umlaufvermögen

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

3.3 Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Gewinnansprüchen aus der Beteiligung an Schiffskommanditgesellschaften sowie Forderungen aus dem Leistungsverkehr mit den Tochtergesellschaften.

3.4 Sonstige vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Umsatzsteuerguthaben und anrechenbare Steuern.

3.5 Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktive Rechnungsabgrenzung betrifft im Wesentlichen die Abgrenzung von Versicherungsbeiträgen.

3.6 Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital setzt sich zum Abschlussstichtag aus 136.414 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils 100,00 EUR zusammen.

Die ordentliche Hauptversammlung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG hatte am 11. Juni 2010 beschlossen, den Vorstand zu ermächtigen, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 10. Juni 2015 um bis zu insgesamt 6.820.700,00 EUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von neuen nennwertlosen Inhaberaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).

Die neuen Aktien sind den Aktionären grundsätzlich zum Bezug anzubieten. Die neuen Aktien können auch gemäß §§ 203 Abs. 1 Satz 1, 186 Abs. 5 AktG von einem Kreditinstitut oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

(1) für Spitzenbeträge, die sich aufgrund eines Bezugsverhältnisses ergeben;

(2) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt, der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag des Grundkapitals 10 % nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Bei der Berechnung der 10 %-Grenze ist der anteilige Betrag am Grundkapital abzusetzen, der auf Aktien entfällt, die unter Bezugsrechtsausschluss in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von §186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert wurden;

(3) soweit Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagenleistung zum Zweck der Durchführung von Unternehmenszusammenschlüssen oder des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Unternehmensbeteiligungen oder sonstiger Vermögensgegenstände, insbesondere von Seeschiffen oder Forderungen, durchgeführt werden.

Der Vorstand ist weiter ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital festzulegen.

3.7 Kapitalrücklagen

Die Kapitalrücklagen setzten sich wie folgt zusammen:

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in EUR 2012 2011
Kapitalrücklagen gem. § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB 13.636.400,00 13.636.400,00
Kapitalrücklagen im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB 122.772.600,00 122.772.600,00
Kapitalrücklagen insgesamt 136.409.000,00 136.409.000,00

Die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB resultiert aus Zuzahlungen im Rahmen einer im Jahr 2007 durchgeführten Kapitalerhöhung durch Ausgabe von 136.364 neuen, nennwertlosen auf den Namen lautenden Stückaktien und wurde in Höhe von 13.636.400,00 EUR dotiert.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Juni 2010 wurde der Ertrag aus der Herabsetzung des Grundkapitals in Höhe von 122.772.600,00 EUR in eine Kapitalrücklage im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB eingestellt.

3.8 Gesetzliche Rücklage

Gem. § 150 Abs. 2 AktG wurde eine gesetzliche Rücklage in Höhe von EUR 5.000,00 gebildet.

3.9 Bilanzverlust (im Vorjahr: Bilanzgewinn)

Der Bilanzverlust (im Vorjahr: Bilanzgewinn) entwickelte sich in den Vergleichsjahren wie folgt:

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in EUR 2012 2011
Jahresfehlbetrag (im Vorjahr: Jahresüberschuss) -19.033.843,25 4.507.823,26
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 15.814.802,71 11.306.979,45
Bilanzverlust (im Vorjahr: Bilanzgewinn) -3.219.040,54 15.814.802,71

3.10 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Kosten für die Abschlussprüfung (103.000,00 EUR), Kosten für die Erstellung von Jahres- und Konzernabschluss (22.500,00 EUR), Kosten für die Erstellung des Geschäftsberichtes (25.655,00 EUR) sowie für Aufsichtsratsvergütungen für das Geschäftsjahr (5.000,00 EUR).

3.11 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen abgegrenzte Zinsen aus Genussrechten.

3.12 Genussrechtskapital

Die ordentliche Hauptversammlung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat am 11. Juni 2010 beschlossen, den Vorstand zu ermächtigen, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 10. Juni 2015 einmalig oder mehrmals auf den Namen und/oder auf den Inhaber lautende Genussrechte ohne Wandel- und Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft, mit oder ohne Laufzeitbeschränkung zu begeben.

Die Laufzeit der Genussrechte kann bis zu 30 Jahre betragen. Die Genussrechte können auf Euro oder auf eine andere gesetzliche Währung eines OECD-Mitgliedslandes lauten. Bei Ausgabe in einer anderen Währung ist der entsprechende Gegenwert, berechnet nach dem EZB-Referenzkurs am Tag der Beschlussfassung über die Begebung der Genussrechte, maßgebend.

Der Gesamtnennbetrag der Genussrechte darf 75.000.000 EUR oder den jeweiligen Gegenwert in einer anderen Währung eines OECD-Staates nicht übersteigen.

Die Ausgabe der Genussrechte erfolgt gegen Bar- oder Sachleistung.

Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Genussrechte zu. Die Genussrechte können auch gemäß §§ 221 Abs. 4 Satz 2, 186 Abs. 5 AktG von einem Kreditinstitut oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Genussrechte auszuschließen,

(1) für Spitzenbeträge, die sich aufgrund eines Bezugsverhältnisses ergeben;

(2) wenn die Genussrechte obligationsähnlich ausgestaltet sind, d.h. keine Mitgliedschaftsrechte in der Gesellschaft begründen, keine Beteiligung am Liquidationserlös gewähren und die Höhe der Verzinsung nicht auf Grundlage der Höhe des Jahresüberschusses, des Bilanzgewinns oder der Dividende berechnet wird;

(3) soweit Genussrechte gegen Erbringung von Sachleistungen zum Zweck der Durchführung von Unternehmenszusammenschlüssen oder des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Unternehmensbeteiligungen oder sonstiger Vermögensgegenstände, insbesondere Seeschiffen oder Forderungen, ausgegeben werden.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Genussrechte, insbesondere deren Übertragbarkeit, den Zinssatz, den Ausgabekurs, die Stückelung, die Laufzeit, die Höhe der jährlichen Ausschüttung, die Kündigung sowie die Teilhabe an der Verteilung des Gewinns und des Liquidationserlöses festzulegen.

In teilweiser Ausnutzung der Ermächtigung hat der Vorstand am 17. Dezember 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats 7.450.000 Stück Genussrechte zum Nennbetrag von jeweils 1,00 EUR ausgegeben. Die Begebung der Genussrechte erfolgte gegen Sacheinlage. Sie dienen der Finanzierung des Erwerbs der mehrheitlichen Beteiligung an einer Schifffahrtsgesellschaft. Die Genussrechte sehen in erster Linie eine feste Verzinsung vor und haben eine Laufzeit von fünf Jahren. Für die Jahre 2014 und 2015 ist in Abhängigkeit von den aus der Schifffahrtsgesellschaft erhaltenen Ausschüttungen eine Erfolgsbeteiligung der Genussrechtsinhaberin vorgesehen. Daneben ist die Genussrechtsinhaberin für einen Zeitraum von 10 Jahren an realisierten stillen Reserven aus der Beteiligung an der Schifffahrtsgesellschaft beteiligt. Die Genussrechte nehmen nicht am Verlust der Gesellschaft teil.

Mit Wirkung zum 31. Dezember 2011 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats 5.800.000 Stück Genussrechte zum Nennbetrag von jeweils 1,00 EUR ausgegeben. Die Begebung der Genussrechte erfolgte in Höhe von 5.367.000,00 EUR gegen Sacheinlage und in Höhe von 433.000,00 EUR gegen Bareinlage. Die Genussrechte dienen der Finanzierung des Erwerbs der mehrheitlichen Beteiligung an einer Schifffahrtsgesellschaft. Die Genussrechte sehen grundsätzlich eine feste Verzinsung vor und haben eine Laufzeit von sieben Jahren. Während der Laufzeit ist in Abhängigkeit von den aus der Schifffahrtsgesellschaft erhaltenen Ausschüttungen eine Erfolgsbeteiligung der Genussrechtsinhaberin vorgesehen. Daneben ist die Genussrechtsinhaberin während der Laufzeit des Genussrechts an realisierten stillen Reserven aus der Beteiligung an der Schifffahrtsgesellschaft beteiligt. Die Genussrechte nehmen nicht am Verlust der Gesellschaft teil. Das Genussrecht ist grundsätzlich endfällig. D.h. regelmäßige Tilgungen des Genussrechts sind während der Laufzeit nicht vorgesehen.

3.13 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus Gebühren aus einem Service-, Dienstleistungs- und Beratungsvertrag.

3.14 Fristigkeiten und Besicherung der Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus Gebühren aus einem Service-, Die Fristigkeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus folgender Übersicht:

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Bilanzposten 31.12.2012 (31.12.2011) davon mit einer Restlaufzeit Sicherheiten
    bis zu 1 Jahr
in EUR
zwischen 1 u. 5 Jahren
in EUR
über 5 Jahre
in EUR
in EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 501.248,62 501.248,62 0,00 0,00 501.248,621)
  (334.430,14) (334.430,14) (0,00) (0,00) (334.430,14)
2. Genussrechtskapital 12.950.000,00 300.000,00 6.850.000,00 5.800.000,00 12.950.000,001)
  (13.250.000,00) (300.000,00) (7.150.000,00) (5.800.000,00) (13.250.000,00)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.000.746,55 2.000.746,55 0,00 0,00 0,00
  (237.681,37) (237.681,37) (0,00) (0,00) (0,00)
4. sonstige Verbindlichkeiten 154.491,87 154.491,87 0,00 0,00 0,00
  (915.659,58) (915.659,58) (0,00) (0,00) (0,00)
  15.606.487,04 2.956.487,04 6.850.000,00 5.800.000,00 13.451.248,62
  (14.737.771,09) (1.787.771,09) (7.150.000,00) (5.800.000,00) (13.584.430,14)

1) Sicherheiten: Verpfändung von Kommanditanteilen.

Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung

3.15 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren aus der Vereinnahmung von Managementgebühren u.a.

3.16 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 32.919,49 EUR (im Vorjahr: 291.043,40 EUR).

3.17 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Servicegebühren, Kosten für die Prüfung und Erstellung von Einzel- und Konzernabschluss, Rechts- und Beratungskosten sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0,00 EUR (im Vorjahr: 3.132,07 EUR).

3.18 Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen die Übernahme der anteiligen Gewinne der verbundenen Unternehmen.

3.19 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinserträge stammen in Höhe von 0,00 EUR (im Vorjahr: 70.245,70 EUR) aus der Aufzinsung von Vorauszahlungen aus einem Servicevertrag.

3.20 Abschreibungen auf Finanzanlagen

Aufgrund des zum 31. Dezember 2012 durchgeführten Werthaltigkeitstests für die Beteiligungen ergaben sich außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 23.609.000,00 EUR (im Vorjahr: 0,00 EUR) auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die Abschreibungen resultieren aus Verlusten der Beteiligungsgesellschaften im Zuge der Schifffahrtskrise.

3.21 Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Ausgewiesen werden Zinsaufwendungen und Gebühren in Zusammenhang mit der Begebung von Genussrechten.

4. Sonstige Angaben

4.1 Anzahl der Arbeitnehmer

Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat im Geschäftsjahr 2012 wie im Vorjahr keine eigenen Mitarbeiter beschäftigt.

4.2 Vorstand

Zu Vorständen der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2012 sowie im Jahr 2013 bestellt:

Herr Dr. Karsten Liebing, Geschäftsführer der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, Hamburg.

Herr Jan Krutemeier, Leiter Investment Management der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, Hamburg.

4.3 Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Herr Werner Berg, Geschäftsführer der AKTIVA Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH und der PROKURATOR GmbH, beide Berlin (Vorsitzender)

Herr Michael Hummel, Leiter zentrale Anlage der Sparkasse Vogtland, Auerbach (stellvertretender Vorsitzender)

Herr Andreas Uibeleisen, Bankdirektor der KfW i.R., Bad Homburg

Herr Werner Berg ist in folgenden Gesellschaften als Mitglied des Beirats tätig:

CENTRO PARK KG KAWI Grundstücksverwaltungs-GmbH & Co. (Vorsitzender)

Schiffahrtsgesellschaft "HANSA CENTAUR" mbH & Co. KG (Vorsitzender)

CTO Gesellschaft für Containertransport mbH &Co. KG MS "NAUPLIUS" (Vorsitzender)

CTO Gesellschaft für Containertransport mbH &Co. KG MS "TEGESOS" (Vorsitzender)

CTO Gesellschaft für Containertransport mbH &Co. KG MS "CHAMPION" (Vorsitzender)

Beteiligungs-Kommanditgesellschaft MS BUXHANSA Verwaltungs- und Bereederungs GmbH & Co.

Beteiligungs-Kommanditgesellschaft MS BUXFAVOURITE Verwaltungs- und Bereederungs GmbH & Co.

Beteiligungs-Kommanditgesellschaft MS BRÜSSEL Verwaltungs- und Bereederungs GmbH & Co.

Beteiligungsgesellschaft LARENTIA + MINERVA mbH & Co. KG (Vorsitzender)

MT "BEATRICE" GmbH & Co. KG

MS "E. R. SEOUL" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG (Vorsitzender)

MS "E. R. SHENZHEN" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG (Vorsitzender)

MS "E. R. YANTIAN" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG (Vorsitzender)

MS "E. R. LONG BEACH" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG

MS "E. R. TIANSHAN" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG

MS "E. R. TEXAS" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG

Reederei MS "E. R. LOS ANGELES" Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG (Vorsitzender)

Reederei MS "E. R. SWEDEN" Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG

Reederei MS "E. R. LONDON" Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG

Schiffsportfolio Global 1 (Vorsitzender)

Schiffsportfolio Global 2 (Vorsitzender)

NORDCAPITAL Offshore Fonds 1

MS "HAMMONIA PESCARA" Schiffahrts GmbH & Co. KG (Vorsitzender)

FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG

Herr Michael Hummel ist in folgenden Gesellschaften als Mitglied des Verwaltungsrats bzw. Beirats tätig:

Sparkasse Vogtland

MS "HAMMONIA PESCARA" Schiffahrts GmbH & Co. KG

FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH &Co. KG

Herr Andreas Uibeleisen ist in folgenden Gesellschaften als Mitglied des Beirats bzw. Verwaltungsrats tätig:

Schiffahrtsgesellschaft "Wappen von Frankfurt" mbh & Co.KG

Reederei MS "Reinbek" GmbH & Co. KG

Conti 7. Beteiligungsfonds GmbH & Co. KG

Conti 2. Container Schiffahrts-GmbH & Co.KG MS "Conti Taipeh"

Conti 174. Schiffahrts-GmbH & Co. Bulker KG MS "Conti Almandin"

HCI Shipping Select XVIII

HCI Hammonia I GmbH & Co. KG

Conti 23. Container Schiffahrts-GmbH & Co. KG MS "Conti Chivalry"

Conti 17. Container Schiffahrts-GmbH & Co. KG MS "Conti Conquest"

MS "HAMMONIA PESCARA" Schiffahrts GmbH & Co. KG

FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG

4.4 Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Der Vorstand erhielt im Geschäftsjahr 2012 keine Bezüge.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2012 betragen 17.500,00 EUR (im Vorjahr: 17.500,00 EUR). Hiervon entfallen auf Herrn Berg 7.500,00 EUR, auf Herrn Andreas Uibeleisen 5.000,00 EUR und auf Michael Hummel 5.000,00 EUR. Von den Gesamtbezügen wurden im Geschäftsjahr 2012 5.000,00 EUR (im Vorjahr: 12.500,00 EUR) noch nicht ausgezahlt, sondern in eine Rückstellung eingestellt bzw. als Verbindlichkeit ausgewiesen.

Den Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrats wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt. Es wurden keine Haftungsverhältnisse zu Gunsten dieser Personen eingegangen.

4.5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Verträgen mit nahestehenden Personen

Aus dem mit der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, Hamburg bestehenden Service-, Dienstleistungs- und Beratungsvertrag bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 1.468.363,59 EUR (Vorjahr: 1.658.702,03 EUR) pro Jahr. Diese ergeben sich aus 1,0 % p.a. auf Basis des jeweiligen Eigenkapitals der HCI HAMMONIA SHIPPING AG. Der Vertrag hat eine Restlaufzeit zum Bilanzstichtag von 14,5 Jahren. Zum Abschlussstichtag beträgt die Summe der finanziellen Verpflichtungen deshalb insgesamt 21.291.272,06 EUR.

4.6 Haftungsverhältnisse

Verbindlichkeiten aus Bürgschaften

Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat für drei verbundene Unternehmen zur Absicherung von Kreditfazilitäten eine Höchstbetragsbürgschaft von 46.560.000,00 USD abgegeben. Die verbundenen Unternehmen hatten zum Bilanzstichtag die Kreditfazilitäten in Höhe von 35.250.000,00 USD (26.716.689,40 EUR) in Anspruch genommen.

Desweiteren hat die HCI HAMMONIA SHIPPING AG für diese drei verbundenen Unternehmen zur Absicherung von Verbindlichkeiten aus Zinssicherungsgeschäften eine Höchstbetragsbürgschaft von 20.000.000,00 USD abgegeben. Zum Bilanzstichtag hatten sämtliche Zinssicherungsgeschäfte für die verbundenen Unternehmen negative Marktwerte. Diese betrugen insgesamt -17.136.313,21 USD (-12.987.959,08 EUR).

Das Risiko der Inanspruchnahme aus den beiden Haftungsverhältnissen wird als sehr gering angesehen, da die Schiffe der drei betroffenen verbundenen Unternehmen in langfristiger Charter bei einer bonitätsstarken Linienreederei fahren und so einen stabilen Cashflow zur Bedienung ihrer Schulden generieren.

Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat für ein verbundenes Unternehmen im Rahmen von dessen Stundungsvereinbarungen eine selbstschuldnerische Bürgschaft über einen Betrag von 3.230.000,00 USD (2.448.082,46 EUR) abgeben, die der Absicherung aller gegenwärtigen, künftigen und bedingten Tilgungsverpflichtungen der Darlehensnehmerin dienen. Die Bürgschaft gilt, bis die gewährten Stundungen durch die Darlehensnehmerin aufgeholt worden sind.

Des Weiteren hat die HCI HAMMONIA SHIPPING AG für dieses verbundene Unternehmen eine betragsmäßig unbegrenzte selbstschuldnerische Bürgschaft herausgelegt, mit der die Erbringung des Zinsdienstes der Darlehensnehmerin sichergestellt wird. Die Bürgschaft endet mit der vollumfänglichen Erbringung des Tilgungsrückstandes durch die Darlehensnehmerin.

Die von diesem Unternehmen aus der Mitgliedschaft in einem Einnahmepool vereinnahmten Erlöse sind aufgrund der Schifffahrtskrise derzeit als nicht auskömmlich anzusehen. Der Schuldendienst kann derzeit nicht vollständig bedient werden. Um die Solvenz des betroffenen verbundenen Unternehmens mittel- bis langfristig abzusichern, werden derzeit Verhandlungen über eine Gewährung weiterer Stundungen von Tilgungsleistungen geführt. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG geht von einem erfolgreichen Abschluss dieser Verhandlungen aus. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den beiden Haftungsverhältnissen wird deshalb als relativ gering angesehen.

Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat für sechs verbundene Unternehmen im Rahmen von deren Stundungsvereinbarungen jeweils betragsmäßig unbegrenzte selbstschuldnerische Bürgschaften abgegeben, die der Sicherstellung der Erbringung der Schiffsbetriebskosten und der Zinszahlungen dienen. Die Zahlungsgarantien gelten, bis die gewährten Stundungen jeweils durch die Darlehensnehmerinnen aufgeholt wurden.

Des Weiteren hat die HCI HAMMONIA SHIPPING AG für diese sechs verbundenen Unternehmen jeweils zu Gunsten von deren schiffsfinanzierenden Banken selbstschuldnerische Bürgschaften über einen Betrag in Höhe von jeweils 1.700.000,00 USD abgegeben (Garantien in Höhe von insgesamt 10.200.000,00 USD bzw. 7.730.786,72 EUR). Die Garantien gelten bis zur Rückzahlung der ausstehenden Stundungen.

Die von diesen Unternehmen aus der Mitgliedschaft in einem Einnahmepool vereinnahmten Erlöse sind aufgrund der Schifffahrtskrise derzeit als nicht auskömmlich anzusehen. Der Schuldendienst kann daher derzeit nicht vollständig bedient werden. Um die Solvenz der betroffenen verbundenen Unternehmen auch mittel- bis langfristig abzusichern, wurden Verhandlungen über eine Gewährung weiterer Stundungen von Tilgungsleistungen geführt, die im Februar 2013 abgeschlossen wurden. Die neuen Stundungsvereinbarungen stehen lediglich noch unter einem Dokumentationsvorbehalt. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird deshalb als gering angesehen.

Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen

Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat für ein verbundenes Unternehmen eine betragsmäßig unbegrenzte (harte) Patronatserklärung abgegeben, mit der die Erbringung aller Betriebskosten (Operational Expenditures, Opex) durch die Darlehensnehmerin sichergestellt wird, wobei Leistungen in Zusammenhang mit der Finanzierung (z.B. Zins- und Tilgungsleistungen) nicht abgesichert werden. Die Patronatserklärung endet mit der vollumfänglichen Erbringung des Tilgungsrückstandes durch die Darlehensnehmerin.

Die von diesem Unternehmen aus der Mitgliedschaft in einem Einnahmepool vereinnahmten Erlöse sind derzeit hinreichend, um die Betriebskosten zu decken. Da des Weiteren von einer Markterholung ausgegangen wird, wird das Risiko der Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung als gering angesehen.

4.7 Meldungen gemäß § 26 Abs. 1 WpHG

Der HCI HAMMONIA SHIPPING AG sind bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses folgende Mitteilungen gemäß § 21 WpHG meldepflichtiger Beteiligungen zugegangen:

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Anteilseigner Datum Veröffentlichung Vorgang (Schwellenwert in %) Neuer Stimmrechtsanteil
in %
Debeka Lebensversicherungsverein a.G., Koblenz, Deutschland 04.12.2007 Schwellenüberschreitung 5 % 6,66 %
Debeka Krankenversicherungsverein a.G., Koblenz, Deutschland 04.12.2007 Schwellenüberschreitung 5 % 6,66 %
Sparkasse Singen-Radolfzell, Singen, Deutschland 05.12.2007 Schwellenüberschreitung 3 % 3,33 %
Deutscher Ring Lebensversicherungs-AG, Hamburg, Deutschland 06.12.2007 Schwellenüberschreitung 5 % 5,996 %
Deutscher Ring Krankenversicherungsverein a.G., Hamburg, Deutschland 06.12.2007 Schwellenüberschreitung 3 % 3,995 %
HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland 06.12.2007 Schwellenüberschreitung 5 % 9,86 % (Der Stimmrechtsanteil ist der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 und Nr. 6 WpHG von der HSH Nordbank AG, Hamburg, Deutschland, zuzurechnen)
Döhle ICL Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, Deutschland 06.12.2007 Schwellenüberschreitung 3 % 3,33 %
Peter Döhle Schiffahrts-KG, Hamburg, Deutschland 06.12.2007 Schwellenüberschreitung 10 % 13,19 % (davon 3,33 % gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen von der Döhle ICL Beteiligungsgesellschaft mbH mit Sitz in Hamburg, Deutschland, an der die Peter Döhle Schiffahrts-KG, Hamburg, Deutschland, zu 100 % beteiligt ist; weitere 9,86 % zuzurechnen gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 und Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zuzurechnen von der HSH Nordbank AG, Hamburg, Deutschland)
Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft Peter Döhle mbH, Hamburg, Deutschland 06.12.2007 Schwellenüberschreitung 10 % 13,19 % (davon 3,33 % gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen von der Döhle ICL Beteiligungsgesellschaft mbH mit Sitz in Hamburg, Deutschland, an der die Peter Döhle Schiffahrts-KG, Hamburg, Deutschland, deren geschäftsführende Gesellschafterin die Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft Peter Döhle mbH ist, zu 100 % beteiligt ist; weitere 9,86 % zuzurechnen gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 und Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zuzurechnen von der HSH Nordbank AG, Hamburg, Deutschland)
Herr Jochen Döhle, Deutschland 06.12.2007 Schwellenüberschreitung 10 % 13,56 % (davon 3,33 % gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen von der Döhle ICL Beteiligungsgesellschaft mbH mit Sitz in Hamburg, Deutschland, an der die Peter Döhle Schiffahrts-KG, Hamburg, Deutschland, zu 100 % beteiligt ist, wobei Herr Jochen Döhle an der geschäftsführenden Gesellschafterin der Peter Döhle Schiffahrts-KG, der Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft Peter Döhle mbH, Hamburg, Deutschland, zu 100 % beteiligt ist; weitere 9,86 % zuzurechnen gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 und Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zuzurechnen von der HSH Nordbank AG, Hamburg, Deutschland)
Ärzteversorgung Westfalen-Lippe, Münster, Deutschland 21.01.2008 Schwellenüberschreitung 3 % 3,67 % (davon 3,67 % zuzurechnen nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 WpHG über die Ferrum Pension Management S.a.r.l.)
Internationale Kapitalanlagegesellschaft, Düsseldorf, Deutschland 10.10.2011 Schwellenüberschreitung 3 % 3,665 % (davon 3,665 % zuzurechnen über die Ärzteversorgung Westfalen-Lippe)
Norddeutsche Landesbank Girozentrale, Hannover, Deutschland 12.02.2008 Schwellenunterschreitung 10 % 8,771 %
Sparkasse Vogtland, Plauen, Deutschland 20.06.2008 Schwellenüberschreitung 3 % 3,30 %
Sachsen-Finanzgruppe, Leipzig, Deutschland 18.03.2010 Schwellenüberschreitung 3 % 3,30 % (davon 3,30 % zuzurechnen nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Sparkasse Vogtland)
HSH Nordbank AG, Hamburg, Deutschland 07.08.2008 Schwellenunterschreitung 20 % 19,75 %
Freie und Hansestadt Hamburg, Deutschland 01.07.2009 Schwellenüberschreitung 3 %, 5 %, 10 % und 15 % 19,41 % (davon zuzurechnen gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Abs. 3 WpHG sämtliche Stimmrechte der HSH Finanzfonds AöR (Mutterunternehmen der HSH Nordbank AG) - HSH Nordbank AG)
Land Schleswig-Holstein, Kiel, Deutschland 02.07.2009 Schwellenüberschreitung 3 %, 5 %, 10 % und 15 % 19,41 % (davon zuzurechnen gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Abs. 3 WpHG sämtliche Stimmrechte der HSH Finanzfonds AöR (Mutterunternehmen der HSH Nordbank AG) - HSH Nordbank AG)
HSH Finanzfonds AöR, Hamburg, Deutschland 02.07.2009 Schwellenüberschreitung 3 %, 5 %, 10 % und 15 % 19,41 % (davon zuzurechnen gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Abs. 3 WpHG sämtliche Stimmrechte der HSH Finanzfonds AöR (Mutterunternehmen der HSH Nordbank AG) - HSH Nordbank AG)
Sparkasse Hildesheim, Hildesheim, Deutschland 27.04.2010 Schwellenüberschreitung 3 % 3,30 %
Sparkassenzweckverband Hildesheim, Hildesheim, Deutschland 20.07.2010 Schwellenüberschreitung 3 % 3,30 % (davon 3,30 % zuzurechnen nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Sparkasse Hildesheim)
Helaba Invest Kapitalanlagegesellschaft mbH, Frankfurt, Deutschland 29.06.2010 Schwellenunterschreitung 5 % 4,54 % (davon 4,54 % gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen: Stimmrechte der Sparkasse Hildesheim)

Weitere Meldungen lagen der Gesellschaft nicht vor.

4.8 Beteiligungsverhältnisse bzw. Tochterunternehmen

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2012 ist dem Anhang beigefügt.

4.9 Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der HCI HAMMONIA SHIPPING AG erklären, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" mit wenigen Ausnahmen entsprochen wurde und auch in Zukunft entsprochen wird. Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat am 13. Dezember 2012 abgegeben und auf der Website der HCI HAMMONIA SHIPPING AG unter

http://www.hci-hammonia-shipping.de/userfiles/downloads/ir_downloads/Entsprechenserklaerung_13_12_2012.pdf

den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

4.10 Konzernverhältnisse

Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG, Hamburg, ist Obergesellschaft des Konzerns. Zum 31. Dezember 2012 wird ein Konzernabschluss und Konzernlagebericht gemäß IFRS und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes sowie den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Dieser wird im Bundesanzeiger (www.bundesanzeiger.de) veröffentlicht werden.

4.11 Honorare des Abschlussprüfers

Für die HANSA PARTNER GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, als Abschlussprüfer des Jahres- und Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2012 sind Honorare in Höhe von 166.000,00 EUR angefallen. Hiervon betreffen 3.000,00 EUR die Prüfung des Vorjahresabschlusses.

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Honorare des Abschlussprüfers in EUR
Abschlussprüfungsleistungen 106.000,00
andere Bestätigungsleistungen 60.000,00
Steuerberatungsleistungen 0,00
sonstige Leistungen 0,00
Summe 166.000,00

 

Hamburg, den 05. April 2013

Dr. Karsten Liebing, Vorstand

Jan Krutemeier, Vorstand

AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2012

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  Sitz Eigenkapital
in EUR
Beteiligungshöhe
in %
Ergebnis 2012
in EUR
MS "HAMMONIA POMERENIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG Hamburg 9.456.894,04 97,60 % -2.320.570,51
MS "SAXONIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG Hamburg 8.497.495,22 97,39 % -1.848.383,31
MS "WESTPHALIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG Hamburg 9.691.134,00 97,39 % -1.867.731,69
MS "HAMMONIA ROMA" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG Hamburg 8.554.963,33 97,64 % -2.202.782,16
MS "HAMMONIA HOLSATIA" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG Hamburg 6.602.689,56 97,61 % -2.763.240,35
MS "HAMMONIA TEUTONICA" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG Hamburg 7.476.427,49 97,62 % -2.355.215,91
MS "HAMMONIA MASSILIA" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG Hamburg 8.852.523,06 97,64 % -1.982.580,08
MS "HAMMONIA BAVARIA" Schiffahrts-GmbH & Co. KG Hamburg 8.039.172,33 97,72 % -3.181.912,07
MS "HAMMONIA FIONIA" Schiffahrts-GmbH & Co. KG Hamburg 21.534.076,48 98,56 % 891.206,01
MS "HAMMONIA HAFNIA" Schiffahrts-GmbH & Co. KG Hamburg 23.979.738,44 98,56 % 1.112.283,05
MS "HAMMONIA DANIA" Schiffahrts-GmbH & Co. KG Hamburg 22.620.230,68 98,56 % 1.499.937,33
MS "HAMMONIA PESCARA" Schiffahrts GmbH & Co. KG Hamburg 15.235.081,18 55,68 % 3.873.649,36
FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG Hamburg 10.254.977,78 51,23 % 1.464.852,09
Verwaltung HCI HAMMONIA Schiffahrts GmbH Hamburg 139.578,14 100,00 % 24.875,21
Verwaltung MS "HAMMONIA PESCARA" GmbH Hamburg 625.045,04 57,00 % 256.016,26
Verwaltung FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH Hamburg 27.167,62 100,00 % 877,67

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

Hamburg, den 05. April 2013

Dr. Karsten Liebing, Vorstand

Jan Krutemeier, Vorstand

Disclaimer

Clarkson Research Servcies Limited

Clarkson Research Services Limited (CRSL) have not reviewed the context of any of the statistics or information contained in the commentaries and all statistics and information were obtained by HCI HAMMONIA SHIPPING AG from standard CRSL published sources. Furthermore, CRSL have not carried out any form of due diligence exercise on the information, as would be the case with finance raising documentation such as Initial Public Offering (IPOs) or Bond Placements. Therefore reliance on the statistics and information contained within the commentaries will be for the risk of the party relying on the information and CRSL does not accept any liability whatsoever for relying on the statistics or information.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der HCI HAMMONIA SHIPPING AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hamburg, den 05. April 2013

HANSA PARTNER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Arp, Wirtschaftsprüfer

ppa. Ulmer, Wirtschaftsprüferin

HCI HAMMONIA SHIPPING AG

Burchardstraße 8

D-20095 Hamburg

Tel.: +49 (0) 40 88 88 1-2106

Fax: +49 (0) 40 88 88 1-2249

www.hci-hammonia-shipping.de

E-Mail: kontakt@hci-hammonia-shipping.de