![]() HCI HAMMONIA SHIPPING AGHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Jahresabschluss 2014Bilanz zum 31. Dezember 2014Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014scroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2014der HCI HAMMONIA SHIPPING AG1. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses1.1 Allgemeine AngabenBis einschließlich 30. Dezember 2014 wurden die Aktien der HCI HAMMONIA SHIPPING AG im Regulierten Markt an der Wertpapierbörse Hamburg gehandelt. Auf Antrag der Gesellschaft ist die entsprechende Zulassung widerrufen worden. Ab 2015 werden die Aktien im Freiverkehr an der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg gehandelt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 der HCI HAMMONIA SHIPPING AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach der Vorgabe des § 266 HGB. Für die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt. 1.2 GrößenmerkmaleDie Gesellschaft gilt als kleine Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 1 HGB (im Vorjahr: große Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 3 S. 2 HGB). Die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Anhangs erfolgte unter teilweiser Inanspruchnahme der eingeräumten größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 274a und § 288 HGB. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, WährungsumrechnungDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert zum Geschäftsjahr 2013 angewandt. Die größenabhängigen Erleichterungen werden im Geschäftsjahr erstmalig in Anspruch genommen. Anlagevermögen2.1 FinanzanlagenDas Finanzanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Beteiligungen werden vorgenommen, soweit der anteilige Unternehmenswert dauerhaft unter die Anschaffungskosten gesunken ist. Umlaufvermögen2.2 Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide MittelDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Geschäftsjahr auf den niedrigeren beizulegenden Wert einzelwertberichtigt worden. Rückstellungen und Verbindlichkeiten2.3 RückstellungenDie Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. 2.4 VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. 2.5 WährungsumrechnungGeschäftsvorfälle, die in fremder Währung anfallen, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Fremdwährungsforderungen sowie die liquiden Mittel werden mit dem jeweiligen Kurs am Bilanzstichtag, solche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden jedoch höchstens mit dem Entstehungskurs umgerechnet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Entstehungskurs oder zum höheren Kurs am Bilanzstichtag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem jeweiligen Kurs vom Bilanzstichtag bewertet. Konzerninterne Transaktionen werden mit dem Euro-Referenzkurs bilanziert. 3. Erläuterungen der Bilanz und der Gewinn- und VerlustrechnungErläuterungen der Bilanz3.1 AnlagevermögenUnter dem Posten Anlagevermögen werden im Wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Aufgrund der Schifffahrtskrise sind bei einzelnen Tochtergesellschaften in den Geschäftsjahren 2013 und 2014 z. T. erhebliche Verluste aufgetreten. Zum Bilanzstichtag wurden deshalb die Buchwerte mit dem wirtschaftlichen Eigenkapital der Tochtergesellschaften verglichen (Net-Asset-Value-Verfahren). Hierbei wurden die Schiffe der Tochtergesellschaften grundsätzlich nach dem Ertragswertverfahren bewertet. Als Ergebnis der Überprüfung mussten die Wertansätze für verschiedene Tochtergesellschaften um insgesamt 50.745.362,40 EUR außerplanmäßig abgeschrieben werden. Im Geschäftsjahr 2014 hat die HCI HAMMONIA SHIPPING AG jeweils 100 % der Anteile an zwei neuen Komplementärgesellschaften erworben. Ebenfalls wurde zum Bilanzstichtag der Wertansatz einer im Vorjahr erworbenen Beteiligung aufgrund der anhaltenden Schifffahrtskrise und der infolgedessen aufgetretenen Verluste um 48.250,00 EUR außerplanmäßig abgeschrieben. Darüber hinaus wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in voller Höhe des Buchwertes des als "sonstige Ausleihungen" bilanzierten Darlehens vorgenommen. Das Darlehen hat die HCI HAMMONIA SHIPPING AG im Vorjahr an die ebenfalls im Vorjahr erworbene Beteiligung gewährt. 3.2 UmlaufvermögenSämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Unter dem Posten Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden im Wesentlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Sie betreffen Forderungen aus Gewinnansprüchen aus der Beteiligung an Schiffskommanditgesellschaften sowie Forderungen aus dem Leistungsverkehr mit den Tochtergesellschaften. Aufgrund der schwierigen Liquiditätslage von sieben Tochtergesellschaften sind im Geschäftsjahr Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 2.786.074,00 einzelwertberichtigt worden. 3.3 Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital setzt sich zum Abschlussstichtag aus 136.414 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils 100,00 EUR zusammen. Die ordentliche Hauptversammlung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG hatte am 11. Juni 2010 beschlossen, den Vorstand zu ermächtigen, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 10. Juni 2015 um bis zu insgesamt 6.820.700,00 EUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von neuen nennwertlosen Inhaberaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Die neuen Aktien sind den Aktionären grundsätzlich zum Bezug anzubieten. Die neuen Aktien können auch gemäß §§ 203 Abs. 1 Satz 1, 186 Abs. 5 AktG von einem Kreditinstitut oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, (1) für Spitzenbeträge, die sich aufgrund eines Bezugsverhältnisses ergeben; (2) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt, der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag des Grundkapitals 10 % nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Bei der Berechnung der 10 %-Grenze ist der anteilige Betrag am Grundkapital abzusetzen, der auf Aktien entfällt, die unter Bezugsrechtsausschluss in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von §186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert wurden; (3) soweit Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagenleistung zum Zweck der Durchführung von Unternehmenszusammenschlüssen oder des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Unternehmensbeteiligungen oder sonstiger Vermögensgegenstände, insbesondere von Seeschiffen oder Forderungen, durchgeführt werden. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital festzulegen. 3.4 KapitalrücklagenDie Kapitalrücklagen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB resultiert aus Zuzahlungen im Rahmen einer im Jahr 2007 durchgeführten Kapitalerhöhung durch Ausgabe von 136.364 neuen, nennwertlosen auf den Namen lautenden Stückaktien und wurde in Höhe von 13.636.400,00 EUR dotiert. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Juni 2010 wurde der Ertrag aus der Herabsetzung des Grundkapitals in Höhe von 122.772.600,00 EUR in eine Kapitalrücklage im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB eingestellt. Zur Deckung des Bilanzverlustes wurde der Kapitalrücklage im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB im Vorjahr ein Betrag in Höhe von 61.877.478,72 EUR entnommen. Auch in 2014 wurde der Kapitalrücklage ein entsprechender Betrag in Höhe von 54.121.959,40 EUR entnommen. 3.5 Gesetzliche RücklageGem. § 150 Abs. 2 AktG wurde eine gesetzliche Rücklage in Höhe von EUR 5.000,00 gebildet. 3.6 BilanzgewinnDer Bilanzgewinn entwickelte sich in den Vergleichsjahren wie folgt: scroll
3.7 Fristigkeiten und Besicherung der VerbindlichkeitenDie Fristigkeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus folgender Übersicht: scroll
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Sicherheiten: Verpfändung von Kommanditanteilen 3.8 GenussrechtskapitalDer Posten Verbindlichkeiten betrifft in Höhe von EUR 12.350.000 das Genussrechtskapital. Die ordentliche Hauptversammlung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat am 11. Juni 2010 beschlossen, den Vorstand zu ermächtigen, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 10. Juni 2015 einmalig oder mehrmals auf den Namen und/oder auf den Inhaber lautende Genussrechte ohne Wandel- und Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft, mit oder ohne Laufzeitbeschränkung zu begeben. Die Laufzeit der Genussrechte kann bis zu 30 Jahre betragen. Die Genussrechte können auf Euro oder auf eine andere gesetzliche Währung eines OECD-Mitgliedslandes lauten. Bei Ausgabe in einer anderen Währung ist der entsprechende Gegenwert, berechnet nach dem EZB-Referenzkurs am Tag der Beschlussfassung über die Begebung der Genussrechte, maßgebend. Der Gesamtnennbetrag der Genussrechte darf 75.000.000 EUR oder den jeweiligen Gegenwert in einer anderen Währung eines OECD-Staates nicht übersteigen. Die Ausgabe der Genussrechte erfolgt gegen Bar- oder Sachleistung. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Genussrechte zu. Die Genussrechte können auch gemäß §§ 221 Abs. 4 Satz 2, 186 Abs. 5 AktG von einem Kreditinstitut oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Genussrechte auszuschließen, (1) für Spitzenbeträge, die sich aufgrund eines Bezugsverhältnisses ergeben; (2) wenn die Genussrechte obligationsähnlich ausgestaltet sind, d.h. keine Mitgliedschaftsrechte in der Gesellschaft begründen, keine Beteiligung am Liquidationserlös gewähren und die Höhe der Verzinsung nicht auf Grundlage der Höhe des Jahresüberschusses, des Bilanzgewinns oder der Dividende berechnet wird; (3) soweit Genussrechte gegen Erbringung von Sachleistungen zum Zweck der Durchführung von Unternehmenszusammenschlüssen oder des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Unternehmensbeteiligungen oder sonstiger Vermögensgegenstände, insbesondere Seeschiffen oder Forderungen, ausgegeben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Genussrechte, insbesondere deren Übertragbarkeit, den Zinssatz, den Ausgabekurs, die Stückelung, die Laufzeit, die Höhe der jährlichen Ausschüttung, die Kündigung sowie die Teilhabe an der Verteilung des Gewinns und des Liquidationserlöses festzulegen. In teilweiser Ausnutzung der Ermächtigung hat der Vorstand am 17. Dezember 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats 7.450.000 Stück Genussrechte zum Nennbetrag von jeweils EUR 1,00 ausgegeben. Die Begebung der Genussrechte erfolgte gegen Sacheinlage. Sie dienen der Finanzierung des Erwerbs der mehrheitlichen Beteiligung an einer Schifffahrtsgesellschaft. Die Genussrechte sehen in erster Linie eine feste Verzinsung vor und haben eine Laufzeit von fünf Jahren. Für die Jahre 2014 und 2015 ist in Abhängigkeit von den aus der Schifffahrtsgesellschaft erhaltenen Ausschüttungen eine Erfolgsbeteiligung der Genussrechtsinhaberin vorgesehen. Daneben ist die Genussrechtsinhaberin für einen Zeitraum von 10 Jahren an realisierten stillen Reserven aus der Beteiligung an der Schifffahrtsgesellschaft beteiligt. Die Genussrechte nehmen nicht am Verlust der Gesellschaft teil. Mit Wirkung zum 31. Dezember 2011 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats 5.800.000 Stück Genussrechte zum Nennbetrag von jeweils 1,00 EUR ausgegeben. Die Begebung der Genussrechte erfolgte in Höhe von 5.367.000,00 EUR gegen Sacheinlage und in Höhe von 433.000,00 EUR gegen Bareinlage. Die Genussrechte dienen der Finanzierung des Erwerbs der mehrheitlichen Beteiligung an einer Schifffahrtsgesellschaft. Die Genussrechte sehen grundsätzlich eine feste Verzinsung vor und haben eine Laufzeit von sieben Jahren. Während der Laufzeit ist in Abhängigkeit von den aus der Schifffahrtsgesellschaft erhaltenen Ausschüttungen eine Erfolgsbeteiligung der Genussrechtsinhaberin vorgesehen. Daneben ist die Genussrechtsinhaberin während der Laufzeit des Genussrechts an realisierten stillen Reserven aus der Beteiligung an der Schifffahrtsgesellschaft beteiligt. Die Genussrechte nehmen nicht am Verlust der Gesellschaft teil. Das Genussrecht ist grundsätzlich endfällig. D.h., regelmäßige Tilgungen des Genussrechts sind während der Laufzeit nicht vorgesehen. Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung3.9 Abschreibungen auf FinanzanlagenAufgrund des zum 31. Dezember 2014 durchgeführten Werthaltigkeitstests für die Beteiligungen ergaben sich außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 51.048.548,67 EUR (im Vj. 61.447.317,04 EUR) auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die Abschreibungen resultieren aus Verlusten der Beteiligungsgesellschaften im Zuge der Schifffahrtskrise. 4. Sonstige Angaben4.1 VorstandZu Vorständen der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2014 sowie im Jahr 2015 bestellt:
4.2 AufsichtsratDer Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
4.3 HaftungsverhältnisseVerbindlichkeiten aus BürgschaftenDie HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat für drei verbundene Unternehmen zur Absicherung von Kreditfazilitäten eine Höchstbetragsbürgschaft von 46.560.000,00 USD abgegeben. Die verbundenen Unternehmen hatten zum Bilanzstichtag die Kreditfazilitäten in Höhe von 22.100.000,00 USD (18.202.783,96 EUR) in Anspruch genommen. Des Weiteren hat die HCI HAMMONIA SHIPPING AG für diese drei verbundenen Unternehmen zur Absicherung von Verbindlichkeiten aus Zinssicherungsgeschäften eine Höchstbetragsbürgschaft von 20.000.000,00 USD abgegeben. Zum Bilanzstichtag hatten sämtliche Zinssicherungsgeschäfte für die verbundenen Unternehmen negative Marktwerte. Diese betrugen insgesamt -9.293.500,32 USD (-7.654.641,56 EUR). Das Risiko der Inanspruchnahme aus den beiden Haftungsverhältnissen wird als sehr gering angesehen, da die Schiffe der drei betroffenen verbundenen Unternehmen in langfristiger Charter bei einer bonitätsstarken Linienreederei fahren und so einen stabilen Cash-Flow zur Bedienung ihrer Schulden generieren. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat für sechs verbundene Unternehmen im Rahmen von deren Stundungsvereinbarungen jeweils betragsmäßig unbegrenzte selbstschuldnerische Bürgschaften abgegeben, die der Sicherstellung sämtlicher Verbindlichkeiten unter dem jeweiligen Darlehensvertrag dienen. Die Verbindlichkeiten valutieren zum 31. Dezember 2014 in Höhe von insgesamt 181.539.452,63 USD (149.525.947,31 EUR). Die von diesen Unternehmen aus der Mitgliedschaft in einem Einnahmepool vereinnahmten Erlöse sind aufgrund der Schifffahrtskrise derzeit als nicht auskömmlich anzusehen. Der Schuldendienst kann daher derzeit nicht bedient werden. Aktuell werden weitere Gespräche mit den finanzierenden Banken geführt. Unter der Voraussetzung, dass als Ergebnis der aktuellen Verhandlungen mit den schiffsfinanzierenden Banken eine konstruktive Lösung erreicht wird, wird das Risiko der Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen als gering angesehen. 4.4 Beteiligungsverhältnisse bzw. TochterunternehmenDie Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2014 ist dem Anhang beigefügt. 4.5 KonzernverhältnisseDie HCI HAMMONIA SHIPPING AG, Hamburg, ist Obergesellschaft des Konzerns. Zum 31. Dezember 2014 wird ein Konzernabschluss und Konzernlagebericht gemäß HGB und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes erstellt. Dieser wird im Bundesanzeiger (www.bundesanzeiger.de) veröffentlicht werden.
Hamburg, den 24. April 2015 Dr. Karsten Liebing, Vorstand Jan Krutemeier, Vorstand Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2014scroll
Zusammengefasster Bericht über die Lage und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2014der HCI HAMMONIA SHIPPING AG1. Grundlagen des Konzerns1.1. AllgemeinesDie HCI HAMMONIA SHIPPING AG wurde im Jahr 2007 von der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG und der HCI Capital AG initiiert. Bis zum 30. Dezember 2014 war die HCI HAMMONIA SHIPPING AG an der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg im Regulierten Markt notiert. Seit dem 31. Dezember 2014 ist die Aktie im Segment Mittelstandsbörse der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg notiert. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG führt als Konzernobergesellschaft und geschäftsführende Holding die einzelnen Schiffsinvestments der jeweiligen Tochtergesellschaften. Die Tätigkeit des Konzerns ist auf den Erwerb, den Betrieb und die Veräußerung von Handelsschiffen ausgerichtet. Der Fokus liegt dabei auf moderner Containerschiffstonnage. Das Geschäftsmodell der HCI HAMMONIA SHIPPING AG und ihrer Tochtergesellschaften besteht darin, die Schiffe langfristig an bonitätsstarke Linienreedereien zu verchartern und/oder mit anderen Schiffen der jeweils gleichen Größenklasse die Einnahmen zu poolen, um die Erlöse gegen schwankende Charterraten und mögliche Beschäftigungsausfälle abzusichern. Der Konzern erzielt somit im Wesentlichen Erträge aus dem Betrieb von Schiffen. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG hatte zum 31. Dezember 2014 zwölf Containerschiffe mit einer Größe von 2.500 bis 7.800 TEU in Fahrt. Die Anteile an neun dieser Schiffsgesellschaften werden fast ausschließlich von der HCI HAMMONIA SHIPPING AG gehalten. Bei drei Schiffsgesellschaften ist die HCI HAMMONIA SHIPPING AG Mehrheitsgesellschafterin. Bei einer weiteren Schiffsgesellschaft ist die HCI HAMMONIA SHIPPING AG Minderheitsgesellschafterin. Die Gesellschaften in der Rechtsform "GmbH & Co. KG" sind jeweils als sogenannte Einschiffs-Kommanditgesellschaften zivilrechtliche Eigentümer und Betreiber der einzelnen Schiffe. Des Weiteren ist die HCI HAMMONIA SHIPPING AG an den insgesamt sechs Komplementärgesellschaften dieser Schiffsgesellschaften beteiligt: bei vier Komplementärgesellschaften ist die HCI HAMMONIA SHIPPING AG Alleingesellschafterin, bei einer Komplementärgesellschaft Mehrheitsgesellschafterin und eine weitere wird im Rahmen der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Als Führungsholding in der Form einer Aktiengesellschaft beteiligt sich die HCI HAMMONIA SHIPPING AG an Schiffsgesellschaften in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG, die ihrerseits die Eigentümer der jeweiligen Schiffe sind. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist ein reiner Asset-Holder, d.h. es sind keine Mitarbeiter in der Gesellschaft angestellt. Die Bereitstellung sämtlicher Dienstleistungen erfolgt durch externe Dienstleister. Die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG übernimmt alle Aufgaben im Zusammenhang mit dem laufenden Betrieb sämtlicher Schiffe. Die Schiffsgesellschaften stellen den Mietern der Schiffe, den Charterern, ein komplett ausgerüstetes, betriebsbereites und bemanntes Schiff zur Verfügung. Die Fortführung der Geschäftstätigkeit ist im derzeitigen Marktumfeld im Wesentlichen von der Bewältigung der finanziellen Herausforderungen abhängig, die durch die anhaltende Schifffahrtskrise auch in der Flotte der HCI HAMMONIA SHIPPING AG bestehen. Hinsichtlich der Tochtergesellschaften und ihrer Standorte wird auf den Konzernanhang verwiesen. 1.2. SteuerungssystemDie Steuerung des Konzerns basiert auf einem einheitlichen und methodischen Vorgehen. Dabei werden unterschiedliche finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren in den Fokus gestellt. Die Prognoserechnungen der Schiffsgesellschaften werden dem Vorstand und dem Aufsichtsrat regelmäßig auf aggregierter Basis zur Verfügung gestellt, wobei die Veränderungen des Working Capitals je Schiff in die konsolidierte Rechnung einfließen. Die operative Steuerung des Konzerns erfolgt auf Basis des operativen Gesamtergebnisses der Schiffsflotte sowie der Chartereinnahmen pro Tag. Aufgrund der derzeitigen Lage an den internationalen Containerschiffsmärkten und der daraus resultierenden Auswirkungen auf die HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist derzeit oberstes Ziel, die Zahlungsfähigkeit im Konzern und in den einzelnen Schiffsgesellschaften jederzeit sicherzustellen, so dass die Liquiditätsentwicklung die entscheidende Steuerungsgröße darstellt. Die technische Verfügbarkeit der HCI HAMMONIA SHIPPING AG Flotte stellt einen entscheidenden nicht finanziellen Leistungsindikator dar. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDas Wachstum der Weltwirtschaft ist nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit 3,3 % im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben. Das Welthandelsvolumen verzeichnet im Jahr 2014 mit 3,1 % eine gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %-Punkte niedrigere Wachstumsrate. Sowohl die Erwartungen für die Wachstumsrate der Weltwirtschaft als auch für die des Welthandelsvolumens waren noch zu Anfang des Jahres 2014 leicht positiver, wurden dann aber ab dem zweiten Quartal eingetrübt. Die internationale Containerschiffsflotte umfasst nach Analystenangaben 5.048 Einheiten mit einer Gesamtkapazität von rund 18,6 Mio. TEU (Stand: März 2015). Die Aufliegerquote, d.h. der Anteil der unbeschäftigten Containerschiffskapazität, hat sich im Berichtszeitraum verringert. In der ersten Jahreshälfte ist die Quote, ausgehend von einem Startwert von 4 %, kontinuierlich gesunken und hat sich dann ab Mitte des Jahres auf einem niedrigen Niveau stabilisiert und betrug zum Jahresende 1,2 %. Auf der Angebotsseite nennen Analysten für das Jahr 2014 eine Wachstumsrate der gesamten Containerschiffsflotte von 6,3 % (Alphaliner) bzw. 5,6 % (Clarkson Research Service Limited). Das Wachstum der Nachfrage nach Containertransporten beträgt 5,4 % (Alphaliner) bzw. 6,1 % (Clarkson). Die von den Werften neu abgelieferten Schiffe konnten daher von der gestiegenen Nachfrage absorbiert werden. Für einen vollständigen Abbau der am Markt noch vorhandenen Überkapazitäten wäre allerdings ein Flottenwachstum notwendig, das hinter dem Nachfragewachstum zurückbleibt. Auch in den kommenden Jahren wird eine Vielzahl weiterer Schiffe in den Markt geliefert werden. Das gesamte Orderbuch an Containerschiffstonnage beträgt nach Angaben von Alphaliner 460 Schiffe bzw. rund 3,5 Mio. TEU. Dies entspricht rund 18,8 % der fahrenden Flotte. Die Neubaubestellungen fanden dabei vornehmlich in den größeren Schiffsklassen statt -so betrafen rund 61 % der Bestellungen Schiffe mit einer Größe von über 10.000 TEU. Durch den sogenannten Kaskadeneffekt, d.h. die Verdrängung kleinerer durch jeweils größere Schiffsklassen, sind aber auch die kleineren Schiffe vom starken Wachstum der größeren Einheiten betroffen. Begrenzt werden diese negativen Auswirkungen teilweise durch technische und wirtschaftliche Beschränkungen in den Häfen bzw. auf den Fahrtrouten. Bei den Frachtraten ist im Jahr 2014 eine nachhaltige Erholung ausgeblieben. So startete der Shanghai Containerized Freight Index (SCFI) mit einem Jahresanfangswert von 1.176 Punkten, gab dann nach und erreichte im August seinen Jahreshöchstwert. Im Oktober wurde der Tiefstwert mit 911 Punkten erreicht. Bis zum Jahresende fand eine erneute Erholung auf 1.077 Punkte statt. Bei den Charterraten haben sich im Jahr 2014, abgesehen von kleinen Schwankungen, in den meisten Größenklassen keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Insgesamt verharren die Charterraten weiterhin auf einem Niveau, welches meist nicht ausreichend ist, den vollen Kapitaldienst zu decken. 2.2 GeschäftsverlaufFlotteSieben Schiffe der Sub-Panamax-Klasse mit einer Größe von 2.500 bis 2.800 TEU fahren in einem Einnahmepool der Peter Döhle Schifffahrts-KG mit zum Ende des Berichtszeitraums 60 Schiffen in Fahrt. Für diese lagen die Poolraten im Jahr 2014 durchschnittlich bei rund 6.900 USD/Tag. Im Vergleich zum Jahr 2013 entspricht dies einem Rückgang von rund 9 %. Die Charterrate für Neuabschlüsse am Spotmarkt lag im Jahresdurchschnitt bei rund 7.850 USD/Tag brutto (HAMBURG INDEX©, Containership T/C-Rates, Results 1999 - 2015). Der Pool bietet jedoch die Sicherheit eines kontinuierlichen Cashflows, welcher im derzeitig schwachen Marktumfeld von entscheidender Bedeutung ist. Brancheninformationen zufolge sind zum Jahresende 2014 rund 4,3 % der Flotte im Segment zwischen 2.000 und 2.999 TEU ohne Beschäftigung. Die zwei Schiffe der Panamax-Klasse mit einer Größe von 3.100 TEU (davon eine Minderheitsbeteiligung) fahren ebenfalls in einem Einnahmepool der Peter Döhle Schifffahrts-KG. Dieser umfasste zum Ende des Berichtszeitraums 13 Schiffe. Die entsprechenden Poolraten lagen im Jahr 2014 bei durchschnittlich rund 7.000 USD/Tag für Schiffe ohne Kräne und somit auf Niveau des Vorjahres. Die Marktraten für Neuabschlüsse am Spotmarkt lagen im Jahr 2014 bei rund 7.900 USD/Tag brutto (HAMBURG INDEX©, Containership T/C-Rates, Results 1999 - 2015). Brancheninformationen zufolge sind zum Jahresende 2014 rund 1,6 % der Flotte im Segment zwischen 3.000 und 5.099 TEU ohne Beschäftigung. Somit bietet der Pool eine Kontinuität für den Cashflow. Das MS "HAMMONIA PESCARA" war bis Ende Mai 2014 an die United Arab Shipping Company ("UASC") zu einer sehr auskömmlichen Rate verchartert. Im Anschluss an die ausgelaufene Charter konnte eine neue Beschäftigung für das Schiff mit der Linienreederei "K" Line vereinbart werden. Diese Charter mit einer Brutto-Rate von 9.500 USD/Tag begann am 21. Juni und endete am 4. August 2014. Nach einer kurzen Aufliegezeit trat das Schiff vom 26. August 2014 bis zum 3. März 2015 eine Charter zu 8.400 USD/Tag (brutto) bei NYK an. Die drei Post-Panamax Schiffe mit jeweils 7.800 TEU sind bis in das Jahr 2018 an die weltgrößte Container-Reederei A.P. Moeller-Maersk verchartert und erwirtschafteten planmäßig die vereinbarten Chartereinnahmen. Ende 2014 wurde bei diesen drei Schiffen die Reinigung der Tanks für die Umstellung des Treibstoffs vorgenommen, um weiterhin in denen von der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) als "Emission Controlled Area (ECA)" bezeichneten Regionen verkehren zu können. In diesen Regionen gelten spezielle Umweltrichtlinien zu Emissionen wie zum Beispiel den Ausstoß von Schwefeloxid. Gesamtaussage zum GeschäftsverlaufDie allgemeine wirtschaftliche Entwicklung sowie die derzeitige Situation an den internationalen Schifffahrtsmärkten schlagen sich entsprechend in den Geschäftszahlen der HCI HAMMONIA SHIPPING AG nieder: Das Schiffsbetriebsergebnis liegt mit rund 28,5 Mio. EUR deutlich unter dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums (32,2 Mio. EUR). Das Konzernergebnis ist mit rund -99,2 Mio. EUR deutlich negativ (Vorjahr: -51,6 Mio. EUR). Ursächlich hierfür waren erneut im Wesentlichen nicht direkt liquiditätswirksame Wertminderungen des Anlagevermögens. Im Rahmen des Impairment-Tests, bei dem die Wertansätze des Schiffsvermögens überprüft werden, ergaben sich Abwertungen in Höhe von rund 71,7 Mio. EUR. Ohne Berücksichtigung dieser außerordentlichen Wertminderungen betrug der Konzernverlust rund 27,4 Mio. EUR. Dieses Ergebnis ist nach wie vor nicht zufriedenstellend. 2.3 LageDie HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 nach den vom International Accounting Standards (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte der Wechsel der Aktie vom Regulierten Markt in das Segment Mittelstandsbörse Deutschland an der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg. Dadurch entfiel die Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach den IFRS. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 sowie die Vorjahresangaben wurden entsprechend nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Aus diesem Grund ist die Vergleichbarkeit mit der Darstellung der Lage zuvor veröffentlichter Geschäftsberichte nur in eingeschränktem Maße möglich. Sämtliche in der folgenden Darstellung aufgeführten Werte beziehen sich ausschließlich auf handelsrechtliche Angaben. 2.3.1. ErtragslageDie wesentlichen Kennzahlen der Ertragslage des Konzerns für das Geschäftsjahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr stellen sich wie folgt dar: scroll
Die Umsatzerlöse wurden aus der Vercharterung von zwölf Containerschiffen (Vergleichszeitraum: dreizehn Containerschiffe) erzielt. Bei den zwölf im Konzern verbliebenen Containerschiffen gab es keine wesentlichen Änderungen der Beschäftigungskonzepte (Mitgliedschaft in zwei Einnahmepools bzw. Vercharterung an bonitätsstarke Linienreedereien ohne Poolmitgliedschaft) gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die nicht in Einnahmepools fahrenden Containerschiffe tragen durch die überwiegend langjährigen Zeitchartern wesentlich zur Stabilisierung der Konzernerlöse bei. Von den gesamten Umsatzerlösen in Höhe von 53,7 Mio. EUR (Vorjahr: 60,5 Mio. EUR) wurden 71 % (Vorjahr: 72 %) von den in festen Zeitchartern fahrenden Schiffen erzielt. Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um 6,8 Mio. EUR vermindert. Die Verminderung der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahreszeitraum hat im Wesentlichen folgende Ursachen:
Im Rahmen der im Vorjahr getroffenen Prognose wurde für die Umsatzerlöse aufgrund niedriger Poolraten und einer nur leichten Erholung der Charterraten ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr erwartet. Dieser ist wie erwartet eingetreten. Die Schiffsbetriebskosten enthalten im Wesentlichen die Aufwendungen für den Schiffsunterhalt und die Versicherung der Schiffe. Die Aufwendungen haben sich im Wesentlichen aufgrund des Verkaufs des MS "WESTPHALIA" vermindert. Die Aufwendungen für das Schiffspersonal haben sich ebenfalls im Wesentlichen aufgrund des Verkaufs des MS "WESTPHALIA" vermindert. Nach Abzug der Schiffsbetriebskosten verminderte sich das Schiffsbetriebsergebnis um 11 % auf 28,5 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 2,3 Mio. EUR auf 13,0 Mio. EUR. Hiervon betreffen 8,1 Mio. EUR (im Vorjahr 0,7 Mio. EUR) die Auflösung von in der Konzernbilanz passivierten Unterschiedsbeträgen aus der Kapitalkonsolidierung. Die Unterschiedsbeträge resultieren u.a. aus der Aufdeckung von stillen Reserven im Rahmen der Erstkonsolidierung der 2.500 TEU Schifffahrtsgesellschaften. Aufgrund der in diesen Schifffahrtsgesellschaften im Geschäftsjahr 2014 entstandenen hohen Verluste wurden die diesen Schifffahrtsgesellschaften im Rahmen der HGB-Bilanzierung zugeordneten passiven Unterschiedsbeträge vollständig aufgelöst. Andererseits verminderte sich der Posten durch gesunkene Kurserträge und geringere Verkäufe von Treibstoffbeständen im Rahmen des Wechsels von Charterern. Die vergleichsweise hohen Kurserträge des Vorjahres resultierten hauptsächlich aus der Bewertung von Tranchen der Schiffshypothekendarlehen, welche -abweichend von der überwiegenden Finanzierung der Schiffe in US-Dollar -auf den japanischen Yen lauteten. Diese Yen Tranchen sind im Geschäftsjahr 2014 vollständig in US-Dollar konvertiert worden. Im Übrigen betreffen die sonstigen betrieblichen Erträge Kostenerstattungen der Charterer für Laschmaterial, Seefunkgebühren und Repräsentationskosten sowie die Erstattung von Havariekosten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 12,3 Mio. EUR auf 29,9 Mio. EUR erhöht. Wesentlicher Grund für den erheblichen Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist der Anstieg der Kursaufwendungen um 16,1 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr. Die Kursaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus der Aufwertung von USD-Schiffshypothekendarlehen aufgrund der Entwicklung des USD im Verhältnis zum Euro. In den Vorjahren waren bei den Schifffahrtsgesellschaften in den in Euro aufgestellten Jahresabschlüssen im Einklang mit den Bilanzierungsregeln des HGB Bewertungseinheiten zwischen den USD-Schiffshypothekendarlehen und den in USD erzielten Charter- bzw. Pooleinnahmen der Containerschiffe gebildet worden, wodurch die Schiffshypothekendarlehen -sofern die Bewertungseinheiten als effektiv anzusehen waren -zu Einstandskursen bewertet wurden. Durch die erforderliche Restrukturierung der Darlehen einiger Schifffahrtsgesellschaften waren die Bewertungseinheiten bei diesen Gesellschaften nicht mehr effektiv und mussten beendet werden. Dies führte zu erheblichen Kursverlusten. Weitere Erhöhungen von Aufwandspositionen betreffen im Wesentlichen Verluste aus Zinssatzswaps (Anstieg von 0,8 Mio. EUR). Hier waren in den Vorjahren Bewertungseinheiten gebildet worden, die im Geschäftsjahr ineffektiv wurden. Die übrigen Aufwandspositionen haben sich gegenüber dem Vorjahr vermindert. Neben Kosten des Erwerbs von Treibstoffen im Zusammenhang mit Chartererwechseln (Verminderung von 1,9 Mio. EUR) und einmaligen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Einwerbung von Anlagekapital bei einer Schifffahrtsgesellschaft (Vorjahr Aufwendungen von 1,6 Mio. EUR) verminderten sich insbesondere Gebühren aus einem zwischen der HCI HAMMONIA SHIPPING AG und der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG bestehenden Service-, Dienstleistungs- und Beratungsvertrag (Verminderung von 0,7 Mio. EUR). Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG besitzt kein eigenes Personal, sondern bedient sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben des Personals der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG. Die übrigen Verwaltungskosten umfassen unter anderem Aufwendungen für Jahresabschlussprüfung, Steuer- und Rechtsberatung sämtlicher Konzerngesellschaften, Kosten der Rechtsform sowie Kosten in Zusammenhang mit der Registrierung der Konzernschiffe. Insgesamt ergibt sich damit im Geschäftsjahr 2014 ein Reedereiergebnis von 11,7 Mio. EUR, welches um 13,7 Mio. EUR unter dem Wert des Vorjahres liegt. Die noch zum vorhergehenden Bilanzstichtag gehegten Erwartungen an eine langsame aber kontinuierliche Erholung der Charterraten haben sich im vergangenen Geschäftsjahr noch nicht erfüllt. Auch wenn sich nun am Markt eine Erholung abzeichnet, so haben die Poolschiffe aufgrund der Verzögerung der Markterholung weitere substanzielle Rückstände bei Zins- und Tilgungsleistungen hinnehmen müssen. Ferner muss im Zuge der Restrukturierung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG davon ausgegangen werden, dass die Schiffe auch vor dem Ende ihrer maximal technischen Nutzungsdauer veräußert werden müssen und potenzielle Erwerber derzeit von einer wirtschaftlichen Gesamtnutzungsdauer von nicht mehr als 25 Jahren ausgehen. Als Folge dieser Entwicklungen war eine erhebliche außerplanmäßige Abschreibung auf das bilanzierte Schiffsvermögen unvermeidbar. Im Rahmen der Restrukturierung von Schiffshypothekendarlehen werden für zwei Containerschiffe konkrete Verkaufsverhandlungen geführt. Die beiden Containerschiffe wurden deshalb auf den erwarteten Verkaufspreis abgeschrieben. Insgesamt wurden im Konzern außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 71,7 Mio. EUR erfasst. Der Verkauf der beiden Containerschiffe steht unter der Bedingung, dass die Schiffshypothekengläubiger hinsichtlich des nicht durch den Schiffskaufpreis gedeckten Darlehensteils einen Verzicht aussprechen. Aufgrund dieses Verzichts wird für das Geschäftsjahr 2015 ein außerordentlicher Ertrag im niedrigen zweistelligen Millionenbereich erwartet. Insgesamt ergibt sich hinsichtlich dieser beiden Containerschiffe die besondere Situation, dass aufgrund des Imparitätsprinzips die außerplanmäßigen Abschreibungen auf den erwarteten Verkaufspreis bereits im Geschäftsjahr 2014 zu erfassen sind, die außerordentlichen Erträge aus einem Darlehensverzicht jedoch erst im Zeitpunkt des tatsächlichen Verzichts. Nach Verrechnung der Abschreibungen lag das operative Ergebnis, EBIT, im Geschäftsjahr 2014 mit -82,6 Mio. EUR um 47,1 Mio. EUR unter dem Wert des Vorjahres. Die Verminderung ergibt sich im Wesentlichen aus den gegenüber dem Vorjahr erheblich gestiegenen außerplanmäßigen Abschreibungen, aus den verminderten Umsatzerlösen sowie aus den Kursverlusten aus Darlehensbewertungen. Im Rahmen der Veräußerung des MS "WESTPHALIA" hat der Konzern im Jahr 2013 eine Minderheitenbeteiligung an der Erwerbergesellschaft sowie deren Komplementärin erworben. Daneben wurde ein Darlehen an die Erwerbergesellschaft gewährt. Die Beteiligungen wurden als Anteile an assoziierten Unternehmen eingestuft. Die Einbeziehung der Gesellschaften erfolgt deshalb zum anteiligen Wert des Eigenkapitals (at equity). Die anteiligen Ergebnisse der assoziierten Unternehmen werden in die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns einbezogen. Aufgrund der negativen wirtschaftlichen Entwicklung der Erwerbergesellschaft wurde das ausgereichte Darlehen im Geschäftsjahr 2014 außerplanmäßig abgeschrieben. Die Zinsaufwendungen haben sich gegenüber dem Vergleichszeitraum geringfügig erhöht. Erhöhend hat sich die außerplanmäßige Auflösung von aktiven Rechnungsabgrenzungen aus Restrukturierungsgebühren ausgewirkt. Sie verminderten sich durch die fortschreitende Tilgung der Darlehen, insbesondere der drei 7.800 TEU-Schiffe, sowie aufgrund des Verkaufs des MS "WESTPHALIA". Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag liegt der Konzernjahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2014 bei -99,2 Mio. EUR, nach -51,6 Mio. EUR im Vorjahr. Die auf Anteile anderer Gesellschafter entfallenden Ergebnisanteile betreffen Minderheitsgesellschafter der Schifffahrtsgesellschaften sowie einer Komplementärgesellschaft. Wie zuvor dargestellt, wurde das Ergebnis des Geschäftsjahres 2014 durch das Imparitätsprinzip dahingehend verzerrt, dass zwei Schiffe bereits auf den im Jahr 2015 erwarteten Verkaufserlös abgeschrieben wurden. Der dafür erforderliche anteilige Darlehensverzicht wird aber erst bei erfolgreicher Umsetzung im Jahr 2015 gebucht. Korrigiert um diese Verzerrung liegt der Konzernjahresfehlbetrag im Rahmen des Prognosekorridors des Halbjahresabschlusses zum 30. Juni 2014. Das Ergebnis ist in jedem Fall unbefriedigend. Insgesamt sind die Ertragslage des Konzerns und das im Geschäftsjahr 2014 erzielte Konzernergebnis wie auch im Vorjahr erheblich von der Schifffahrtskrise gekennzeichnet. 2.3.2 FinanzlageGrundsätze und Ziele der FinanzaktivitätenÜber das Finanzmanagement stellen wir sicher, dass unser Unternehmen dauerhaft liquide ist und finanzielle Risiken reduziert werden. Aufgrund der derzeitigen Lage an den internationalen Schifffahrtsmärkten und der daraus resultierenden Auswirkungen auf die HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist derzeit oberstes Ziel, die Zahlungsfähigkeit im Konzern und in den einzelnen Schiffsgesellschaften jederzeit sicherzustellen. FinanzierungAufgrund der andauernd herausfordernden Marktsituation wurden mit den finanzierenden Banken der Schiffsgesellschaften der HCI HAMMONIA SHIPPING AG diverse Restrukturierungsbausteine bereits umgesetzt. Hierzu gehörten u.a. die Stundung von Tilgungen und die zeitlich befristete Aussetzung von Auflagen der Kreditverträge. Für das 3.100 TEU Schiff MS "SAXONIA" haben Vorstand und Aufsichtsrat als Folge der Verhandlungen mit den finanzierenden Banken bezüglich weiterer Tilgungsstundungen bereits einen Verkaufsbeschluss gefasst. Der Verkauf hat derzeit noch nicht stattgefunden, so dass das Schiff bis auf weiteres in der Flotte der HCI HAMMONIA SHIPPING AG fährt. Für das 2.800 TEU Schiff MS "ANTOFAGASTA" wurden Verhandlungen mit der finanzierenden Bank hinsichtlich der Stundung von bis zu zwölf Quartalstilgungsraten und der Erhöhung des Betriebsmittelkredits um rund 1 Mio. EUR abgeschlossen. Das Verhandlungsergebnis steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Entscheidungsgremien der Bank. Die negative Entwicklung des Containerschiffsmarktes hat jedoch für die HCI HAMMONIA SHIPPING AG noch weitreichendere Restrukturierungsmaßnahmen erforderlich gemacht, insbesondere aufgrund der Situation der sechs 2.500 TEU-Containerschiffe. Die aktuelle Poolrate deckt nicht die Summe aus Schiffsbetriebskosten und Zinsaufwand, so dass trotz der in der Vergangenheit vereinbarten Tilgungsaussetzungen auf die Liquiditätsreserven des Konzerns zurückgegriffen werden muss bzw. fällige Zinsen nicht gezahlt werden können. Gleiches gilt für die Tilgungen, die ab dem vierten Quartal 2014 wieder regulär zu leisten gewesen wären. Ursprünglich war vorgesehen, dass die bereits mit den finanzierenden Banken vereinbarten Restrukturierungsvereinbarungen durch eine Finanzierungsmaßnahme, wie beispielsweise eine Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder die Begebung weiterer Genussrechte, flankiert werden muss. Die von den Linienreedereien initiierten massiven Neubaubestellungen der letzten zwei Jahre haben aber dazu geführt, dass eine nachhaltige Markterholung kurzfristig nicht mehr erwartet werden konnte. Somit war der Liquiditätsbedarf so deutlich gestiegen, dass dieser realistischer Weise nicht durch eine Kapitalerhöhung gedeckt werden konnte. Um den Bestand des Konzerns zu sichern, war eine konstruktive und in der Praxis umsetzbare Lösung mit den Banken zu vereinbaren, die von beiden Seiten substanzielle Zugeständnisse erfordert. Vor diesem Hintergrund sind zahlreiche Gespräche bereits seit dem zweiten Quartal 2014 geführt worden. Am 9. Mai 2014 ist einer externen Beratungsgesellschaft ein Mandat erteilt worden, die Verhandlungen mit den Banken zu moderieren und zu unterstützen. Der nicht durch den Schiffswert gedeckte Teil der Darlehen der sechs 2.500 TEU-Containerschiffe, für dessen Rückführung die HCI HAMMONIA SHIPPING AG haftet, beläuft sich im aktuellen Marktumfeld auf einen hohen zweistelligen Millionenbereich. Ziel der Verhandlungen war daher eine weitgehende Enthaftung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG bezüglich der Verbindlichkeiten der sechs 2.500 TEU Schiffsgesellschaften. Auf Ebene der sechs Schiffsgesellschaften sind weitreichende Zugeständnisse der finanzierenden Banken (Zins- und Tilgungsstundungen) erforderlich, um den Verkauf der Schiffe abzuwenden. Im Zusammenhang mit der finanziellen Restrukturierung der Gesellschaft waren auch die Vereinbarungen mit den Inhabern von Genussrechten der HCI HAMMONIA SHIPPING AG und mit der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG als Darlehensgeber eines Langfristdarlehens neu zu verhandeln. Folglich wurden alle Gläubiger der Holdinggesellschaft in die Restrukturierung mit einbezogen. Dies soll eine nachhaltige Restrukturierungslösung sicherstellen. Bei den drei 7.800 TEU Schiffsgesellschaften sind die Verzichtsvereinbarungen hinsichtlich des möglichen Verstoßes bezüglich der Werterhaltungsklauseln zum 31. Dezember 2014 ausgelaufen. Hier sind ebenfalls Verhandlungen mit den finanzierenden Banken bezüglich einer Verlängerung der Verzichtsvereinbarungen geführt worden, da die Fortführung dieser drei Schiffsgesellschaften den wesentlichen Zukunftswert der HCI HAMMONIA SHIPPING AG darstellt. Im Ergebnis ist mit den Finanzierungsgläubigern ein Restrukturierungskonzept entwickelt worden, das aus folgenden Elementen besteht: 1. Freigabe der Bürgschaften der HCI HAMMONIA SHIPPING AG seitens der finanzierenden Banken der 2.500 TEU-Containerschiffe. 2. Im Gegenzug Zahlungsversprechen der HCI HAMMONIA SHIPPING AG in Höhe von 5,6 Mio. USD, zahlbar im Jahr 2018. 3. Vorratsverkaufsbeschluss der HCI HAMMONIA SHIPPING AG für die sechs 2.500 TEU-Containerschiffe. Die drei finanzierenden Banken dieser sechs Schiffe beabsichtigen, die Konsortialfinanzierungen dergestalt aufzulösen, dass nach Implementierung von "Credit Swaps" jedes Schiff von nur noch einem Institut finanziert wird. Die Fortführung der Schiffsgesellschaften bzw. der Verkauf der Schiffe wird dann jeweils bilateral mit der entsprechenden Bank abgestimmt. 4. Neustrukturierung der ausstehenden Genussrechtsverbindlichkeiten dergestalt, dass u.a. 50 % bzw. rund 6 Mio. EUR nur aus etwaigen späteren Ausschüttungen aus den Schiffsgesellschaften des MS "ANTOFAGASTA" und des MS "HAMMONIA PESCARA" zu bedienen sind. 5. Rangrücktritt der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG und Zinsfreistellung des Langfristdarlehens. 6. Die Gläubiger vereinbaren eine Reihenfolge hinsichtlich der Bedienung der Verbindlichkeiten. 7. Die Gläubiger erhalten für ihre Zugeständnisse einen Besserungsschein in Höhe von max. 8 Mio. USD für den Fall, dass die HCI HAMMONIA SHIPPING AG wieder dividendenfähig wird. 8. Alle wesentlichen Forderungen, die nach Umsetzung der Restrukturierung gegenüber der HCI HAMMONIA SHIPPING AG noch bestehen, werden bis Mitte 2018 gestundet. Zum Bilanzstichtag war dieses Konzept noch nicht final abgestimmt. Wir verweisen zum weiteren Vorgehen auf den Nachtragsbericht. Liquidität (Kapitalflussrechnung)Die Finanzlage des Konzerns kann mit Hilfe der Kapitalflussrechnung veranschaulicht werden. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet dabei zwischen Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. scroll
Die Ermittlung des Cash-Flows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode und hat sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig vermindert. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit betrifft im Wesentlichen nachträgliche Anschaffungskosten bei einzelnen Containerschiffen des Konzerns. Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -27,6 Mio. EUR resultiert in Höhe von -18,7 Mio. EUR (Vorjahr: -44,0 Mio. EUR, davon 18,3 Mio. EUR Sondertilgungen aufgrund des Verkaufs eines Containerschiffes) aus der Tilgung von Darlehen. 8,6 Mio. EUR (Vorjahr: 16,8 Mio. EUR) betreffen Zinszahlungen. Weitere Liquiditätsabflüsse in Höhe von -0,7 Mio. EUR betreffen Ausschüttungen an konzernfremde Kommanditisten bzw. Gesellschafter. Demgegenüber standen Liquiditätszuflüsse aus der Aufnahme von Darlehen (0,4 Mio. EUR). Insgesamt erhöhte sich der Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2014 gegenüber dem 31. Dezember 2013 um 0,7 Mio. EUR auf 16,6 Mio. EUR. 2.3.3 VermögenslageDie Vermögenslage des Konzerns stellt sich wie folgt dar: scroll
Auf der Aktivseite entfallen nahezu unverändert zum Vorjahr 92 % der Bilanzsumme auf das Anlagevermögen. Die Veränderung des Anlagevermögens ist in der folgenden Tabelle zusammengefasst: scroll
Das Umlaufvermögen in Höhe von 20,5 Mio. EUR umfasst im Wesentlichen liquide Mittel (16,6 Mio. EUR). Des Weiteren enthält das Umlaufvermögen u.a. Vorräte (1,4 Mio. EUR), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (1,1 Mio. EUR) und sonstige Vermögensgegenstände (1,1 Mio. EUR). Das Eigenkapital verminderte sich durch den im Geschäftsjahr erwirtschafteten Konzernjahresfehlbetrag. Das Konzerneigenkapital in Höhe von 559 TEUR ergibt sich aus dem Saldo von 3.063 TEUR konzernfremden Gesellschaftern zuzurechnendem Konzerneigenkapital und -2.504 TEUR Aktionären der HCI HAMMONIA SHIPPING AG zuzuordnendem Eigenkapital. Entsprechend verminderte sich die Konzerneigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr von 25,4 % auf 0,2 %. Die absolute Veränderung des Eigenkapitals ist in der folgenden Tabelle dargestellt: scroll
Die Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Schiffsfinanzierung einschließlich abgegrenzter Zinsen der in Fahrt befindlichen Containerschiffe) in Höhe von 273,0 Mio. EUR (Vorjahr: 263,2 Mio. EUR). Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultiert aus der Aufwertung einzelner Schiffshypothekendarlehen aufgrund der Entwicklung des EUR/USD-Kurses in Verbindung mit der oben genannten Auflösung von Bewertungseinheiten sowie aus der Stundung von anstehenden Zinszahlungen. Demgegenüber standen planmäßige Tilgungen. Die Verbindlichkeiten umfassen als weitere wesentliche Posten zwei als Fremdkapital ausgestaltete Genussrechte in Höhe von insgesamt 12,4 Mio. EUR sowie ein Darlehen eines nahstehenden Unternehmens von 3,5 Mio. EUR. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns ist nach Umsetzung der aufgezeigten Restrukturierungsmaßnahmen insgesamt als geordnet anzusehen. 2.4 Nicht finanzielle LeistungsindikatorenTechnische Verfügbarkeit der HCI HAMMONIA SHIPPING AG Flotte im Berichtszeitraumscroll
Unter Berücksichtigung der technisch bedingten Off-Hire-Tage liegt die Einsatzbereitschaft der Flotte bei über 99 %. Bereinigt um den Zwischenfall im Zusammenhang mit dem mS "ANTOFAGASTA" und den daraus resultierenden langen Reparaturzeiten, ergibt sich eine Einsatzbereitschaft von 99,9 %. Somit zeichnet sich die Flotte der HCI HAMMONIA SHIPPING AG weiterhin durch eine sehr hohe technische Verfügbarkeit aus. Dieses Ergebnis spiegelt den technisch einwandfreien Zustand der Schiffe und den hohen Ausbildungsgrad der Mannschaften wider und ist auf die Leistungsfähigkeit der technischen Bereederung zurückzuführen. 3 NachtragsberichtDie Absichtsvereinbarung (Letter of Intent bzw. "LoI") zur Umsetzung der Restrukturierung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist am 16. Januar 2015 finalisiert worden. Zwischenzeitlich ist der LoI von allen Finanzierungspartnern unterzeichnet worden, die Unterschrift der letzten Vertragspartei ist am 9. April 2015 geleistet worden. Die Restrukturierung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Entscheidungsgremien aller Vertragsparteien sowie einer für alle Parteien akzeptablen Vertragsdokumentation der verschiedenen Restrukturierungselemente. Das MS "HAMMONIA PESCARA" ist mit Wirkung zum 12. März 2015 dem Peter Döhle 4.250 TEU-Pool beigetreten. Der Pool bietet die Sicherheit eines kontinuierlichen Cashflows, welcher im derzeitig schwachen Marktumfeld von entscheidender Bedeutung ist. Für das MS "HAMMONIA POMERENIA" ist am 6. März 2015 ein sogenanntes "Recap" zum Verkauf des Schiffes zu 12 Mio. USD abgeschlossen worden. Dies ist ein Vorvertrag, dessen Umsetzung noch unter bestimmten Vorbehalten steht. Dieses sind die Umsetzung des Credit Swaps, so dass das Schiff nur noch von einem Kreditinstitut finanziert wird, die Zusage des Kreditinstituts, auf die Restverbindlichkeiten nach Verkauf zu verzichten, sowie die verbindliche Zusage des Kreditinstituts das im Kapitel "Finanzierung" beschriebene Restrukturierungskonzept der Gesellschaft zu begleiten. Darüber hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung zwischen dem Ende des Jahres 2014 und dem Datum dieser Berichterstattung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss haben könnten. 4 Prognose-, Risiko- und Chancenbericht4.1 PrognoseberichtIn den folgenden Prognosen sind Annahmen enthalten, die auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen worden sind. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von den erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr können wir für diese Angaben daher nicht übernehmen. Die nachfolgenden Prognosen beziehen sich auf die nach dem Berichtsjahr folgenden zwölf Monate. Bei der Entwicklung der Weltwirtschaft erwarten Analysten für die beiden kommenden Jahre eine leichte Zunahme der Wachstumsrate. So wird für das Jahr 2015 ein Wachstum von 3,5 % und für das Jahr 2016 ein Zuwachs der Weltwirtschaft von 3,7 % erwartet (IWF). Positive wirkt sich dabei der niedrige Ölpreis aus. Dieser kompensiert die niedrigeren Wachstumsprognosen für nahezu alle großen Volkswirtschaften -mit Ausnahme der USA. Bei dem für die internationale Containerschifffahrt besonders relevanten Welthandelsvolumen wird nach einem moderaten Anstieg der Wachstumsrate von 3,1 % im Jahr 2014 auf 3,8 % im Jahr 2015 und für das Jahr 2016 ein großer Anstieg auf 5,3 % erwartet. Für das Wachstum der Nachfrage nach Containerschiffstransporten gehen Analysten von einer konstanten bzw. leicht steigenden Rate für die kommenden Jahre aus: So prognostiziert Alphaliner ein Wachstum von 5,2 % und Clarksons von 6,7 % im Jahr 2015. Dieser Trend setzt sich auch im Jahr 2016 fort. Auf der Angebotsseite des Containerschiffsmarktes, d.h. dem Flottenwachstum, gehen die Analystenmeinungen für das Jahr 2015 auseinander: während Alphaliner von einem Wachstum von 7,9 % ausgeht, prognostiziert Clarksons lediglich 5,8 % (Vorjahr: 6,3 % bzw. 5,5 %)1) . Für das Jahr 2016 gehen beide angebotsseitig von einem Rückgang der Wachstumsrate aus. Die genaue Höhe des Rückgangs hängt auch von dem Bestellverhalten der Linienreeder in diesem Jahr ab. Derzeit ist auf den Chartermärkten eine Erholung der Charterraten zu beobachten. Für eine Fortsetzung dieses Trends und einer Nachhaltigkeit der Markterholung müssen die Überkapazitäten am Markt weitestgehend abgebaut werden. Dies kann einerseits durch eine Belebung des Welthandels und andererseits durch einen Rückgang des Angebotswachstums erfolgen. Letzteres setzt im Wesentlichen eine stärkere Zurückhaltung bei den Neubaubestellungen voraus. Für den 2.500 TEU-Pool liegen die Neuabschlüsse im zweiten Quartal 2015 bei 10.000 bis 12.000 USD/Tag, was einer Steigerung von gut 50 % entspricht, aber noch nicht auf dem Niveau einer vollvollständig den Kapitaldienst deckenden Charterrate liegt. Ob sich diese Erholung fortsetzt hängt von den oben genannten Faktoren ab und ist dementsprechend unsicher. Wir erwarten eine sukzessive Fortsetzung der Erholung der Chartermärkte im laufenden Jahr, so dass wir für die in Einnahmepools fahrenden Schiffe im Jahr 2015 zumindest leicht höhere Erlöse im Jahresdurchschnitt gegenüber dem Vorjahr erwarten. Hinsichtlich des MS "SAXONIA" und des MS "HAMMONIA POMERENIA" erwarten wir zugleich bis Mitte des Jahres einen Verkauf der Schiffe, so dass sich die Zusammensetzung des Konzerns im Laufe des Geschäftsjahrs 2015 ändern wird. Hinzu kommt dass das MS "HAMMONIA PESCARA" noch bis Mai 2014 zu einer sehr auskömmlichen Rate verchartert war, jedoch im laufenden Jahr, auch nach dem Poolbeitritt, nur Einnahmen auf dem derzeitigen Marktniveau erzielen wird. Daher erwarten wir für das Gesamtjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt geringfügig sinkende Umsatzerlöse für den Konzern der HCI HAMMONIA SHIPPING AG. Mit der Reduzierung der Flotte erwarten wir für das Gesamtjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr auch deutlich reduzierte Schiffsbetriebskosten. Per Saldo rechnen wir daher mit einem moderat verminderten Schiffsbetriebsüberschuss. Die Zinsaufwendungen werden gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Tilgungsleistungen einerseits und der kleineren Flotte andererseits erheblich sinken. Gleiches gilt für die planmäßigen Abschreibungen. Weiterhin rechnen wir für 2015 mit einem Wechselkurs von 1,15 USD/EUR und damit mit einem im Vergleich zu 2014 deutlich stärkeren USD-Jahresdurchschnittswechselkurs. Auf dieser Basis erwarten wir für das Gesamtjahr 2015 ein negatives Konzernergebnis aus dem ordentlichen Geschäft nach Abschreibungen, Zinsen und Steuern zwischen 13,0 und 16,0 Mio. EUR. Darin bereits enthalten sind nicht liquiditätswirksame Kursverluste aus der Bewertung der Darlehen in Höhe von rund 8 Mio. EUR zum nächsten Bilanzstichtag. Weitere mögliche Sondereffekte im Rahmen der Restrukturierung sind hierbei noch nicht berücksichtigt. Die Holdinggesellschaft soll im Zuge der Restrukturierung nicht nur aus Eventualverbindlichkeiten gegen Ausgabe eines zukünftigen Zahlungsversprechens enthaftet werden, sondern es ist auch vorgesehen, dass Verbindlichkeiten der Gesellschaft dergestalt umstrukturiert werden, dass die Rückzahlungsverpflichtung von der Realisierung bestimmter Beteiligungserträge abhängig gemacht wird. Im Zuge der Restrukturierung können gegebenenfalls auch bereits im laufenden Jahr weitere, neben den bereits oben genannten, Schiffe veräußert werden. Dies würde mit außerordentlichen Verlusten einhergehen, da aktuell die Marktpreise der Schiffe deutlich niedriger als die Buch- bzw. Nutzungswerte der Schiffe sind. Gleichzeitig würde dies aber auch mit außerordentlichen Restrukturierungserträgen im Zuge von Restschuldverzichten bei diesen Schiffsverkäufen verbunden sein. Hinsichtlich der Entwicklung der Finanzsituation sehen wir für das Jahr 2015 eine gegenüber dem Vorjahr starke Abnahme der verfügbaren liquiden Mittel. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass im Zuge der in Verhandlung befindlichen Verzichtsvereinbarung hinsichtlich von Financial Covenants bei den drei 7.800 TEU Schiffsgesellschaften Sondertilgungen aus der vorhandenen Liquidität dieser drei Schiffsgesellschaften vorgesehen sind. Des Weiteren gehen wir davon aus, dass die Entscheidungsgremien der Gläubiger der Gesellschaft dem im Abschnitt "Finanzierung" beschriebenen Restrukturierungskonzept zustimmen und dieses im laufenden Jahr umgesetzt werden kann. Die Gesellschaften der sechs 2.500 TEU Schiffe und des MS "SAXONIA" sind daher bis zu einem etwaigen Verkauf fast liquiditätsneutral. Die Schiffsbetriebskosten können aus den Einnahmen gedeckt werden. Im Rahmen von Stillhaltevereinbarungen werden Zinsen nur insoweit geleistet, wie diese auch verdient werden. Auch wenn sich die Chartermärkte im laufenden Jahr beginnen zu erholen, wird sich die Ertragssituation der in Einnahmepools fahrenden Schiffe im Jahr 2015 nicht so deutlich verbessern, dass die Holdinggesellschaft, die HCI HAMMONIA SHIPPING AG, Beteiligungserträge aus diesen Schiffsgesellschaften erzielen wird. Wir erwarten vielmehr, dass die Holdinggesellschaft nur aus den drei 7.800 TEU-Schiffsgesellschaften, die langjährige auskömmliche Chartern mit dem Marktführer Maersk aufweisen, Beteiligungserträge generieren wird. Da auch diese Schiffsgesellschaften im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 von außerordentlichen Wertberichtigungen betroffen waren, erwarten wir aus dem operativen Geschäft im Vergleich zum Vorjahr insgesamt deutlich steigende Erträge und damit insgesamt einen positiven Jahresüberschuss für 2015 zwischen 3 und 5 Mio. EUR. Wie auch bei der Prognose des Konzernergebnisses wurden die im Rahmen der Restrukturierung vorgesehenen Zinsverzichte berücksichtigt. Mögliche außerordentliche nicht liquiditätswirksame Sondereinflüsse im Zuge des Restrukturierungprozesses, wie Abschreibungen und bedingte Kapitalverzichte sind dabei jedoch nicht geplant worden. Hinsichtlich der Entwicklung der Finanzsituation erwarten wir für das Jahr 2015 im Einklang mit dem Restrukturierungskonzept keine Zuflüsse von liquiden Mitteln bei der Holdinggesellschaft. Im Zuge des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs einerseits und den außerordentlichen Aufwendungen für die Restrukturierung andererseits erwarten wir gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Abnahme der verfügbaren liquiden Mittel bei der Holdinggesellschaft. Zugleich erwarten wir aber, dass die Zahlungsfähigkeit durch die Umsetzung des Restrukturierungskonzeptes jederzeit sichergestellt ist. Der Bestand der HCI HAMMONIA SHIPPING AG und des Konzerns kann nur sichergestellt werden, wenn dieses im Letter of Intent mit den Gläubigern vereinbarte Restrukturierungskonzept umgesetzt wird. Aufgrund des weit fortgeschrittenen Verhandlungsstands mit allen maßgeblichen Gläubigern geht der Vorstand derzeit davon aus, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer positiven Fortführung des Unternehmens ausgegangen werden kann. 4.2 RisikoberichtEin systematisches und effizientes Risikomanagement stellt für den Vorstand der HCI HAMMONIA SHIPPING AG eine sich ständig weiterentwickelnde Aufgabe dar. Der Konzern verfügt über ein gut ausgebautes, DV-gestütztes Risikomanagementsystem. Die integralen Bestandteile und Ziele des Systems sind sowohl die systematische Risikoidentifikation und Risikobewertung als auch Maßnahmen zur Vermeidung, Verminderung und Begrenzung von Risiken. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der Früherkennung bestandsgefährdender Risiken. Die Bewertung der Risiken wird nach einer einheitlichen Skalierung vorgenommen. Die Überwachung der Risiken erfolgt insbesondere durch die Identifizierung und Bewertung von Risikotreibern. Diese stellen Frühwarnindikatoren und Einflussgrößen für die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadenspotenzial der identifizierten Risiken dar. Die Risikosteuerung ist eine laufende Aufgabe, deren inhaltliche Gestaltung in der Verantwortung der Risikoverantwortlichen und der Unternehmensführung liegt. Durch das Risikoreporting wird der Vorstand regelmäßig über die Entwicklung der Risikosituation unterrichtet. Das Management der mit dem Schiffsbetrieb und der Finanzierung der Schiffe zusammenhängenden Risiken liegt in der Verantwortung der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, die alle Schiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG bereedert. Die Risikoüberwachung sowie aktien- und kapitalmarktrechtliche Betreuung leistet neben dem Vorstand die HCI Hanseatische Capitalberatungsgesellschaft mbH & Co. KG. Folgende Hauptrisikogruppen werden im Rahmen des Risikomanagementsystems abgebildet: Marktbezogene RisikenDer Konzern erzielt Einkünfte aus dem Betrieb von Schiffen. Daraus resultieren im Wesentlichen folgende Einzelrisiken: Die aus der Vercharterung der Schiffe erzielten Erlöse decken nicht die Schiffsbetriebskosten, den Kapitaldienst oder ermöglichen keine angemessene Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals. Die 2.500 TEU bis 3.100 TEU Containerschiffe des Konzerns waren im gesamten Berichtsjahr 2014 Mitglieder in größenspezifischen Einnahmepools, die das Risiko der Nichtbeschäftigung oder der Beschäftigung zu nicht auskömmlichen Charterraten mindern sowie eine Glättung von Markthöhen und -tiefen ermöglichen. Neuabschlüsse einzelner Schiffe in den Einnahmepools zu unterdurchschnittlichen Raten können jedoch das Poolergebnis reduzieren. Das gleiche gilt für den Fall, dass Poolmitglieder zeitweise keine Beschäftigung finden. Als Poolmanager fungiert die Peter Döhle Schifffahrts-KG, eine der bekanntesten und renommiertesten deutschen Reedereien und Maklereien in Privatbesitz. Die drei 7.800 TEU Containerschiffe, MS "HAMMONIA FIONIA", MS "HAMMONIA DANIA" und MS "HAMMONIA HAFNIA" sind von der weltgrößten Containerschiffsreederei A.P. Moeller-Maersk fest eingechartert. Die Charterverträge laufen noch bis mindestens Mitte Februar 2018. Das Containerschiff MS "HAMMONIA PESCARA" war bis Ende Mai 2014 an die United Arab Shipping Company ("UASC") zu einer sehr auskömmlichen Rate verchartert. Im Anschluss erhielt das Schiff mehrfach kurze Zeitchartern. Die vertraglich vereinbarten Chartern laufen aus (sogenanntes Charteranschlussrisiko). Die Schiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG fahren in Einnahmepools bzw. sind mittel- bis langfristig an renommierte Vertragspartner verchartert (vgl. hierzu den vorherigen Abschnitt). Hierdurch soll das Charteranschlussrisiko zukünftig minimiert werden. Lediglich das MS "HAMMONIA PESCARA" hatte somit ein Charteranschlussrisiko im Geschäftsjahr 2014. Es haben laufend Verhandlungen bzgl. einer Verlängerung der bestehenden Charter bzw. einer anderen Anschlussbeschäftigung stattgefunden. Zur Reduzierung des Risikos ist das MS "HAMMONIA PESCARA" im März 2015 ebenfalls einem Einnahmepool der Peter Döhle Schifffahrts-KG beigetreten. Die Charterer der Schiffe werden illiquide oder zahlen die vereinbarten Chartern nicht vertragsgemäß. Der Konzern betreibt seine Containerschiffe in den Größenklassen zwischen 2.500 TEU und 3.100 TEU in größenspezifischen Einnahmepools, die auch das individuelle Adressrisiko der einzelnen Charterer reduzieren. Generell kann nicht ausgeschlossen werden, dass Charterer einzelner Schiffe Charterraten verspätet oder gar nicht bezahlen oder illiquide werden. Als Mitglieder eines Einnahmepools würde dies mittelbar auch die Schiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG betreffen. Zur Minimierung dieses Risikos wird ein Forderungsmanagementsystem eingesetzt. Die drei 7.800 TEU Containerschiffe sind von der weltgrößten Containerschiffsreederei A.P. Moeller-Maersk fest eingechartert. Hier ist es in der Vergangenheit zu keinen Verzögerungen bei der Zahlung der Charterraten gekommen. Das MS "HAMMONIA PESCARA" war im Geschäftsjahr 2014 bei unterschiedlichen Charterern fest eingechartert. Auch hier ist es zu keinen Verzögerungen bei der Zahlung der Charterraten gekommen. FinanzierungsrisikenHieraus ergeben sich im Wesentlichen folgende Einzelrisiken: WährungsrisikoAus dem Betrieb der Schiffe werden ausschließlich USD-Einkünfte erzielt. Teile der Schiffsbetriebs- und der Verwaltungskosten fallen jedoch in EUR an. Aus diesem Grund betreibt die HCI HAMMONIA SHIPPING AG zur Verminderung von Währungs- und Zinsänderungsrisiken ein aktives Zins- und Währungsmanagement. Dabei werden die Schiffe weitestgehend währungskongruent finanziert und verbleibende Wechselkursrisiken, soweit entsprechende Zahlungsvorgänge schon feststehen, abgesichert. Die Schiffsgesellschaften des MS "ANTOFAGASTA" und des MS "HAMMONIA PESCARA" waren teilweise durch JPY-Darlehen finanziert. Bei diesen Schiffsgesellschaften ergab sich daher eine zusätzliche Divergenz zwischen dem operativen Cashflow, dem Schiffswert in US-Dollar und der anteiligen Finanzierung in japanischen Yen. Im vierten Quartal 2014 wurden die JPY-Darlehen vollständig in USD konvertiert, so dass dieses Risiko nunmehr nicht mehr besteht. ZinsänderungsrisikoZur Finanzierung der Schiffe wird auch Fremdkapital eingesetzt. Das Zinsänderungsrisiko wird durch den Abschluss derivativer Zinssicherungsgeschäfte teilweise begrenzt. Für den nicht über langfristige Zinsfestschreibungen oder den Abschluss derivativer Zinssicherungsgeschäfte abgesicherten Teil der Fremdfinanzierung besteht ein Zinsänderungsrisiko. FinanzierungsänderungsrisikoDie Finanzierungskonditionen sind grundsätzlich für die gesamte Vertragslaufzeit festgeschrieben. Bei der Verletzung bestimmter vertraglicher Auflagen hat die finanzierende Bank die Möglichkeit, die Finanzierungskonditionen nachzuverhandeln, bzw. das Recht, die Finanzierung fällig zu stellen. Zur Risikominimierung finden regelmäßig und frühzeitig aktive Verhandlungen mit den Finanzierungspartnern statt. Das Finanzierungsänderungsrisiko kann sich insbesondere dann materialisieren, wenn eine Schiffsgesellschaft den vereinbarten Schuldendienst nicht mehr leisten kann. Aufgrund der andauernd herausfordernden Marktsituation wurden mit den finanzierenden Banken der Schiffsgesellschaften der HCI HAMMONIA SHIPPING AG diverse Restrukturierungsbausteine bereits umgesetzt. Für das 2.800 TEU Schiff MS "ANTOFAGASTA" sind Verhandlungen mit der finanzierenden Bank hinsichtlich der Gewährung von Tilgungsstundungen abgeschlossen worden. Das Finanzierungsänderungsrisiko kann sich aber noch materialisieren, da das Verhandlungsergebnis noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Entscheidungsgremien der Bank steht. Für die HCI HAMMONIA SHIPPING AG, insbesondere aufgrund der Situation der sechs 2.500 TEU-Containerschiffe, ein Restrukturierungskonzept erforderlich geworden, das im Wirtschaftsbericht im Abschnitt "Finanzierung" näher beschrieben ist. Das im Ergebnis mit den Finanzierungsgläubigern in einem Letter of Intent abgestimmte Restrukturierungskonzept steht insbesondere noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Entscheidungsgremien der Gläubiger. Diese Zustimmungen sind erforderlich, um den Bestand des Konzerns zu sichern. Das Finanzierungsänderungsrisiko kann sich auch dann materialisieren, wenn bestimmte vertragliche Auflagen verletzt werden. So sind bei den drei 7.800 TEU Schiffsgesellschaften die Verzichtsvereinbarungen hinsichtlich des möglichen Verstoßes bzgl. der Werterhaltungsklauseln zum 31. Dezember 2014 ausgelaufen. Die Verlängerung dieser Verzichtsvereinbarungen ist Teil des Restrukturierungskonzeptes, da die Fortführung dieser drei Schiffsgesellschaften den wesentlichen Zukunftswert der HCI HAMMONIA SHIPPING AG darstellt. Technische / SchiffsbetriebsrisikenDie Schiffe werden im Betrieb stark beschädigt, sinken oder verursachen Schäden bei Dritten. Zur Abdeckung der typischen Risiken aus dem Betrieb von Seeschiffen, einer starken Beschädigung, einem Untergang eines Schiffes oder verursachten Schäden an Dritten wird durch den Bereederer ein adäquater Versicherungsschutz unterhalten. Unternehmensbezogene Risiken / GeschäftsmodellrisikenNeben den dargestellten spezifischen Risiken aus dem Schiffsbetrieb unterliegt der Konzern auch unternehmensbezogenen Risiken. Hierbei sind für den Erfolg des Konzerns die Qualität des Managements und wichtiger Dienstleister sowie die Reputation bei Investoren, Geschäftspartnern und Marktbeobachtern maßgeblich. In diesem Zusammenhang hat sich der Konzern durch die langjährige Bestellung der Vorstandsmitglieder abgesichert. Wichtige operative und administrative Funktionen werden von qualifizierten und erfahrenen Dienstleistern auf der Grundlage von langfristig geschlossenen Serviceverträgen erbracht. Es bestehen keine Risiken aus der Bestellung spekulativer Neubauten. Gesamtbeurteilung der RisikenDie unverändert hohe Orderaktivität der internationalen Linienreeder hat eine Rückkehr des Containerschiffsmarktes in ein Marktgleichgewicht bislang verhindert, da aufgrund des Wachstums der weltweiten Flotte bestehende Überkapazitäten am Markt kurzfristig nicht abgebaut werden konnten. Die in der Folge anhaltende Krise am Containerschiffsmarkt hat die Eintrittswahrscheinlichkeit der in diesem Bericht erläuterten Risiken erhöht. Insbesondere zu nennen ist hier das Finanzierungsänderungsrisiko. Eine Umsetzung des mit den finanzierenden Banken in dem Letter of Intent abgestimmten Restrukturierungskonzeptes ist Voraussetzung für die Unternehmensfortführung. 4.3 ChancenberichtErholung und Konsolidierung der SchifffahrtsmärkteDie Schifffahrtsmärkte durchlaufen weiterhin eine schwierige Marktphase, die angebotsseitig durch eine hohe Anzahl an Neubaubestellungen von Containerschiffen geprägt ist. Im Ergebnis hat dies in den vergangenen Jahren zu deutlich gesunkenen Charterraten geführt, von denen insbesondere die in Einnahmepools fahrenden Schiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG betroffen waren. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG geht mittel- bis langfristig von einer Konsolidierung des Containerschifffahrtsmarktes und in Folge dessen von einer Nachhaltigkeit der sich abzeichnenden Markterholung aus. Ein wesentlicher Werttreiber der Gesellschaft ist der Wert der drei 7.800 TEU Schiffe im Anschluss an die Anfang 2018 auslaufende Maersk Charter. Die Schiffe sind dann 22 Jahre alt und in einem normalisierten Marktumfeld läge ihr Wert dann deutlich über dem Schrottwert dieser Schiffe, da von einem Fortbetrieb dieser Schiffe für weitere fünf Jahre ausgegangen werden könnte. Umsetzung des RestrukturierungskonzeptesDie HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat sich mit ihren Gläubigern auf ein weitreichendes Restrukturierungskonzept geeinigt. Zur Reduktion der Risiken für die HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist die Umsetzung dieses Restrukturierungskonzeptes von elementarer Bedeutung. Die Restrukturierung stellt die Fortführung des Geschäftsmodells auf eine solide Grundlage. Durch eine erfolgreiche Bestandssicherung wird dem Unternehmen die Chance eröffnet, am Markt aktiv zu partizipieren und sich ergebende Marktchancen zu ergreifen. 5 Lage der Holdinggesellschaft HCI HAMMONIA SHIPPING AGAufgrund der Verflechtungen der HCI HAMMONIA SHIPPING AG mit den Konzerngesellschaften entsprechen die im Abschnitt "Prognose-, Risiko- und Chancenbericht" getroffenen Aussagen auch auf die Muttergesellschaft zu. Dies gilt auch für die getroffenen Annahmen und Prämissen. 5.1 ErtragslageDie Ertragslage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG stellt sich wie folgt dar: scroll
Die Ertragslage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist in den Vergleichsjahren im Wesentlichen gekennzeichnet durch Abschreibungen auf Finanzanlagen und Forderungen sowie Erträge aus Beteiligungen. Die Abschreibungen auf das Umlaufvermögen betreffen die Wertberichtigung von Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die aufgrund deren wirtschaftlicher Situation als nicht mehr werthaltig anzusehen sind. Die Beteiligungserträge stellen sich wie folgt dar: scroll
Als Folge der Schifffahrtskrise wurden bei dem überwiegenden Teil der Tochtergesellschaften der HCI HAMMONIA SHIPPING AG im Geschäftsjahr 2014 Verluste erwirtschaftet. Die Verluste resultierten zum Teil aus außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Schiffsvermögen. Als Folge der wirtschaftlichen Situation der Tochtergesellschaften mussten im Geschäftsjahr 2014 erhebliche außerplanmäßige Abschreibungen auf deren Beteiligungsansätze in Höhe von insgesamt 50.746 TEUR vorgenommen werden. Dies ist auch der Grund, warum die zu Beginn des Geschäftsjahres 2014 aufgestellte Prognose eines Jahresüberschusses für 2014 von 3 bis 5 Mio. EUR deutlich verfehlt worden ist. Im Rahmen der Veräußerung des MS "WESTPHALIA" durch eine Tochtergesellschaft hatte die HCI HAMMONIA SHIPPING AG eine Minderheitenbeteiligung an der Erwerbergesellschaft sowie deren Komplementärin erworben. Daneben wurde ein Darlehen an die Erwerbergesellschaft gewährt. Aufgrund der negativen wirtschaftlichen Entwicklung der Erwerbergesellschaft wurde deren Beteiligungsansatz sowie das ausgereichte Darlehen im Geschäftsjahr 2014 in Höhe von insgesamt 303 TEUR außerplanmäßig abgeschrieben. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 245 TEUR betreffen im Wesentlichen Kurserträge aus der Bewertung von Devisenbeständen. Im Berichtszeitraum fielen sonstige betriebliche Aufwendungen von insgesamt 1.272 TEUR an. Diese resultierten im Wesentlichen aus Servicekosten (643 TEUR) sowie Prüfungs-, Steuerberatungskosten, Rechtsberatungskosten und Beratungsleistungen im Zusammenhang mit der Restrukturierung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG (486 TEUR). Die Zinsaufwendungen in Höhe von 604 TEUR resultieren im Wesentlichen aus Zinsen aus der Begebung von Genussrechten sowie aus Zinsen aus der Gewährung von Darlehen durch die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG. Der Anstieg der Zinsaufwendungen resultiert aus der Valutierung der Darlehen der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG in den Jahren 2013 und 2014. Insgesamt ergab sich im Berichtszeitraum ein Jahresfehlbetrag von 54.122 TEUR (im Vorjahr: 58.658 TEUR). Dieser wurde durch eine entsprechende Entnahme aus den Kapitalrücklagen gedeckt. Im Ergebnis beträgt der Bilanzgewinn somit 0 EUR. 5.2 FinanzlageDie Finanzlage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG kann mit Hilfe einer Kapitalflussrechnung veranschaulicht werden. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet dabei zwischen Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. scroll
Die Ermittlung der Kapitalflussrechnung erfolgte nach dem neuen Deutschen Rechnungslegungs Standard 21 des DRSC. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Die Ermittlung des Cash-Flows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Im Berichtszeitraum weist die HCI HAMMONIA SHIPPING AG einen Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von -757 TEUR aus. Der positive Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit von 3.199 TEUR resultiert aus Ausschüttungen einzelner Tochtergesellschaften, denen die Einzahlungen weiteren Eigenkapitals in verschiedene Tochtergesellschaften gegenüberstehen. Der negative Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit von -456 TEUR resultiert im Wesentlichen aus Zins- und Tilgungsleistungen auf Genussrechte. Demgegenüber stand die weitere Valutierung eines Darlehens der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG. Insgesamt beliefen sich die zahlungswirksamen Veränderungen der liquiden Mittel auf 1.986 TEUR. Unter Berücksichtigung währungsbedingter Veränderungen der liquiden Mittel sowie der liquiden Mittel zu Beginn der Periode ergibt sich zum Ende des Geschäftsjahres 2014 ein Bestand an liquiden Mitteln von 3.667 TEUR. 5.3 VermögenslageDie Vermögenslage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG stellt sich wie folgt dar: scroll
Das Anlagevermögen der Gesellschaft umfasst zum Bilanzstichtag im Wesentlichen Finanzanlagen, die die Beteiligung an Einschiffsgesellschaften in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG und deren Komplementärgesellschaften betreffen (insgesamt 45.766 TEUR). Das Finanzanlagevermögen verminderte sich durch außerplanmäßige Abschreibungen auf verschiedene Beteiligungen und Ausleihungen sowie durch Liquiditätsausschüttungen von Tochtergesellschaften. Demgegenüber standen Erhöhungen durch weitere Einzahlungen in das Eigenkapital von Tochtergesellschaften. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich durch Einlage von Forderungen in das Eigenkapital von Tochtergesellschaften sowie die Wertberichtigung von Forderungen gegen verbundene Unternehmen vermindert. Die liquiden Mittel der HCI HAMMONIA SHIPPING AG sind gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen. Die Bilanz der HCI HAMMONIA SHIPPING AG weist zum Abschlussstichtag ein Eigenkapital in Höhe von 34.056 TEUR aus, welches sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 13.641 TEUR, den Kapitalrücklagen in Höhe von 20.410 TEUR sowie der gesetzlichen Rücklage von 5 TEUR zusammensetzt. Die Verminderung gegenüber dem Vorjahr beruht auf dem Jahresfehlbetrag in Höhe von 54.122 TEUR. Zur Deckung des Bilanzverlustes wurde bei Aufstellung des Jahresabschlusses den Kapitalrücklagen ein Betrag von 54.122 TEUR entnommen. Die Verbindlichkeiten der HCI HAMMONIA SHIPPING AG blieben gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Minderungen der Verbindlichkeiten durch die planmäßige Tilgung eines Genussrechts stand ein Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten aus der Gewährung eines weiteren Darlehens durch die Vertragsreederin der Einschiffsgesellschaften die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG gegenüber. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist nach Umsetzung der beschriebenen Restrukturierungsmaßnahmen insgesamt als geordnet anzusehen. |
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