![]() HCI Hammonia Shipping AGHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1.1.2015 bis 31.12.2015Jahresabschluss 2015 HCl HAMMONIA SHIPPING AGBilanz zum 31. Dezember 2015AKTIVAscroll
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Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015scroll
Anhang der HCl HAMMONIA SHIPPING AG für das Geschäftsjahr 20151. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses1.1 Allgemeine AngabenDie HCl HAMMONIA SHIPPING AG mit Firmensitz in der Elbchaussee 370, 22609 Hamburg,
Bundesrepublik Deutschland, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter
HRB 98689 eingetragen. Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 13.641.400,00 EUR ist eingeteilt in
136.414 nennwertlose auf den Namen lautende Stückaktien. Die Aktien der HCI HAMMONIA
SHIPPING AG sind im Segment Mittelstandsbörse der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg
notiert. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 der HCI HAMMONIA SHIPPING AG wurde nach
den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes
aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach der Vorgabe des § 266 HGB. Für die Aufstellung
der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2
HGB angewandt. 1.2 GrößenmerkmaleDie Gesellschaft gilt als kleine Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 1 HGB. Die Aufstellung
des Jahresabschlusses und des Anhangs erfolgte unter teilweiser Inanspruchnahme der
eingeräumten größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 274a und § 288 HGB. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, WährungsumrechnungDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert zum Geschäftsjahr 2014
angewandt. Anlagevermögen2.1 FinanzanlagenDas Finanzanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden
Wert angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Beteiligungen werden vorgenommen,
soweit der anteilige Unternehmenswert dauerhaft unter die Anschaffungskosten gesunken
ist. Umlaufvermögen2.2 Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide MittelDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel sind
mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen und Verbindlichkeiten2.3 RückstellungenDie Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.
Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendig ist. 2.4 VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. 2.5 WährungsumrechnungGeschäftsvorfälle, die in fremder Währung anfallen, werden mit dem Kurs am Tag des
Geschäftsvorfalls umgerechnet. Fremdwährungsforderungen sowie die liquiden Mittel
werden mit dem jeweiligen Kurs am Bilanzstichtag, solche mit einer Restlaufzeit von
mehr als einem Jahr werden jedoch höchstens mit dem Entstehungskurs umgerechnet. Fremdwährungsverbindlichkeiten
werden mit dem Entstehungskurs oder zum höheren Kurs am Bilanzstichtag angesetzt.
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu
einem Jahr werden mit dem jeweiligen Kurs vom Bilanzstichtag bewertet. Konzerninterne
Transaktionen werden mit dem Euro-Referenzkurs bilanziert. 3. Erläuterungen der Bilanz und der Gewinn- und VerlustrechnungErläuterungen der Bilanz3.1 AnlagevermögenUnter dem Posten Anlagevermögen werden im Wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen
ausgewiesen. Aufgrund der Schifffahrtskrise sind bei einzelnen Tochtergesellschaften
in der Vergangenheit z. T. erhebliche Verluste aufgetreten. Zum Bilanzstichtag wurden
deshalb die Buchwerte mit dem wirtschaftlichen Eigenkapital der Tochtergesellschaften
verglichen (Net-Asset-Value-Verfahren). Hierbei wurden die Schiffe der Tochtergesellschaften
grundsätzlich nach dem Ertragswertverfahren bewertet. Als Ergebnis der Überprüfung
mussten die Wertansätze für verschiedene Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr um
insgesamt 21.614.695,98 EUR außerplanmäßig abgeschrieben werden. Darüber hinaus wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe der Zugänge des als
"sonstige Ausleihungen" bilanzierten Darlehens vorgenommen. Das Darlehen hat die HCl
HAMMONIA SHIPPING AG an ein Beteiligungsunternehmen gewährt. 3.2 UmlaufvermögenSämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres
fällig. 3.3 Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital setzt sich zum Abschlussstichtag aus 136.414 auf den Inhaber
lautenden nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital
von jeweils 100,00 EUR zusammen. Die ordentliche Hauptversammlung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG hatte am 19. Juni 2015
beschlossen, den Vorstand zu ermächtigen, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung
des Aufsichtsrats bis zum 18. Juni 2020 um bis zu insgesamt 6.820.700,00 EUR durch
einmalige oder mehrmalige Ausgabe von neuen nennwertlosen Inhaberaktien (Stückaktien)
gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Die neuen Aktien sind den Aktionären grundsätzlich zum Bezug anzubieten. Die neuen
Aktien können auch gemäß §§ 203 Abs. 1 Satz 1, 186 Abs. 5 AktG von einem Kreditinstitut
oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären
zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht
der Aktionäre auszuschließen, (1) für Spitzenbeträge, die sich aufgrund eines Bezugsverhältnisses ergeben; (2) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt, der Ausgabebetrag der neuen
Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung
zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht
wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet
und der auf die Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende
Betrag des Grundkapitals 10 % nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens
noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Bei der Berechnung der 10 %-Grenze
ist der anteilige Betrag am Grundkapital abzusetzen, der auf Aktien entfällt, die
unter Bezugsrechtsausschluss in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von §186
Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert wurden; (3) soweit Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagenleistung zum Zweck der Durchführung
von Unternehmenszusammenschlüssen oder des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen,
Unternehmensbeteiligungen oder sonstiger Vermögensgegenstände, insbesondere von Seeschiffen
oder Forderungen, durchgeführt werden. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren
Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital festzulegen. 3.4 KapitalrücklagenDie Kapitalrücklagen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB resultiert aus Zuzahlungen im Rahmen
einer im Jahr 2007 durchgeführten Kapitalerhöhung durch Ausgabe von 136.364 neuen,
nennwertlosen auf den Namen lautenden Stückaktien und wurde in Höhe von 13.636.400,00
EUR dotiert. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Juni 2010 wurde der Ertrag aus der Herabsetzung
des Grundkapitals in Höhe von 122.772.600,00 EUR in eine Kapitalrücklage im Sinne
des § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB eingestellt. Zur Deckung des Bilanzverlustes wurde der Kapitalrücklage im Sinne des § 272 Abs.
2 Nr. 1 HGB in den Vorjahren Beträge in Höhe von insgesamt 115.999.438,12 EUR entnommen. 3.5 Gesetzliche RücklageGem. § 150 Abs. 2 AktG wurde eine gesetzliche Rücklage in Höhe von EUR 5.000,00 gebildet. 3.6 BilanzverlustDer Bilanzgewinn entwickelte sich in den Vergleichsjahren wie folgt: scroll
3.7 Fristigkeiten und Besicherung der VerbindlichkeitenDie Fristigkeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus folgender
Übersicht: scroll
*)
Sicherheiten: 3.8 GenussrechtskapitalDer Posten Verbindlichkeiten betrifft in Höhe von EUR 6.175.000,00 das Genussrechtskapital. Der Vorstand hat am 17. Dezember 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats 7.450.000 Stück
Genussrechte zum Nennbetrag von jeweils EUR 1,00 ausgegeben. Die Begebung der Genussrechte
erfolgte gegen Sacheinlage. Sie dienen der Finanzierung des Erwerbs der mehrheitlichen
Beteiligung an einer Schifffahrtsgesellschaft. Die Genussrechte sehen in erster Linie
eine feste Verzinsung vor und haben eine Laufzeit von fünf Jahren. Die Genussrechtsinhaberin
ist für einen Zeitraum von 10 Jahren an realisierten stillen Reserven aus der Beteiligung
an der Schifffahrtsgesellschaft beteiligt. Die Genussrechte nehmen nicht am Verlust
der Gesellschaft teil. Nach in den Vorjahren erfolgten planmäßigen Tilgungen betrugen die Genussrechte TEUR
6.550. Im Rahmen einer im Geschäftsjahr zwischen der Genussrechtsinhaberin und der
Muttergesellschaft abgeschlossenen Restrukturierungsvereinbarung verzichtete die Genussrechtsinhaberin
auf die Hälfte des ausstehenden Betrags, so dass die Genussrechte zum 31. Dezember
2015 in Höhe von TEUR 3.275 ausgewiesen werden. Mit Wirkung zum 31. Dezember 2011 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats
5.800.000 Stück Genussrechte zum Nennbetrag von jeweils 1,00 EUR ausgegeben. Die Begebung
der Genussrechte erfolgte in Höhe von 5.367.000,00 EUR gegen Sacheinlage und in Höhe
von 433.000,00 EUR gegen Bareinlage. Die Genussrechte dienen der Finanzierung des
Erwerbs der mehrheitlichen Beteiligung an einer Schifffahrtsgesellschaft. Die Genussrechte
sehen grundsätzlich eine feste Verzinsung vor und haben eine Laufzeit von sieben Jahren.
Während der Laufzeit ist in Abhängigkeit von den aus der Schifffahrtsgesellschaft
erhaltenen Ausschüttungen eine Erfolgsbeteiligung der Genussrechtsinhaberin vorgesehen.
Daneben ist die Genussrechtsinhaberin während der Laufzeit des Genussrechts an realisierten
stillen Reserven aus der Beteiligung an der Schifffahrtsgesellschaft beteiligt. Die
Genussrechte nehmen nicht am Verlust der Gesellschaft teil. Das Genussrecht ist grundsätzlich
endfällig. D.h., regelmäßige Tilgungen des Genussrechts sind während der Laufzeit
nicht vorgesehen. Im Rahmen einer im Geschäftsjahr zwischen der Genussrechtsinhaberin und der Muttergesellschaft
abgeschlossenen Restrukturierungsvereinbarung verzichtete die Genussrechtsinhaberin
auf die Hälfte des ausstehenden Betrags, so dass die Genussrechte zum 31. Dezember
2015 in Höhe von TEUR 2.900 ausgewiesen werden. Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung3.9 Abschreibungen auf FinanzanlagenAufgrund des zum 31. Dezember 2015 durchgeführten Werthaltigkeitstests für die Beteiligungen
ergaben sich außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 21.614.695,98 EUR (im Vj.
50.793.614,40 EUR) auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die Abschreibungen resultieren
aus Verlusten der Beteiligungsgesellschaften im Zuge der Schifffahrtskrise. Weitere
Abschreibungen in Höhe von 12.915,44 EUR (im Vj. 254.934,27 EUR) betreffen sonstige
Ausleihungen. 3.10 Außerordentliches ErgebnisDie außerordentlichen Erträge in Höhe von 6.754.282,91 EUR betreffen Erträge aus der
Ausbuchung von Verbindlichkeiten im Rahmen der im Geschäftsjahr 2015 abgeschlossenen
Restrukturierungsvereinbarungen. Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von 4.922.864,95 EUR ergeben sich aus Zahlungsversprechen
der Gesellschaft an drei verschiedene Kreditinstitute im Rahmen der im Geschäftsjahr
abgeschlossenen Restrukturierungsvereinbarungen. 4. Sonstige Angaben4.1 VorstandZu Vorständen der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2015 sowie im Jahr 2016 bestellt:
4.2 AufsichtsratDer Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
4.3 HaftungsverhältnisseVerbindlichkeiten aus BürgschaftenDie HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat für drei verbundene Unternehmen zur Absicherung von
Kreditfazilitäten eine Höchstbetragsbürgschaft von 46.560.000,00 USD abgegeben. Die
verbundenen Unternehmen hatten zum Bilanzstichtag die Kreditfazilitäten in Höhe von
14.600.000,00 USD (13.410.489,57 EUR) in Anspruch genommen. Desweiteren hat die HCI HAMMONIA SHIPPING AG für diese drei verbundenen Unternehmen
zur Absicherung von Verbindlichkeiten aus Zinssicherungsgeschäften eine Höchstbetragsbürgschaft
von 20.000.000,00 USD abgegeben. Zum Bilanzstichtag hatten sämtliche Zinssicherungsgeschäfte
für die verbundenen Unternehmen negative Marktwerte. Diese betrugen insgesamt -5.485.477,01
USD (-5.038.557,00 EUR). Das Risiko der Inanspruchnahme aus den beiden Haftungsverhältnissen wird als sehr
gering angesehen, da die Schiffe der drei betroffenen verbundenen Unternehmen in langfristiger
Charter bei einer bonitätsstarken Linienreederei fahren und so einen stabilen Cash-Flow
zur Bedienung ihrer Schulden generieren. 4.4 Sonstige finanzielle VerpflichtungenAus mit verschiedenen Dienstleistern bestehenden Service-, Dienstleistungs- und Beratungsverträgen
bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 102 TEUR
pro Jahr. Die Verträge haben eine Restlaufzeit zum Bilanzstichtag von 3 Jahren. Zum
Abschlussstichtag beträgt die Summe der finanziellen Verpflichtungen deshalb insgesamt
306 TEUR. Im Rahmen einer mit verschiedenen Kreditinstituten abgeschlossenen Restrukturierungsvereinbarung
hat die Gesellschaft folgende Besserungsscheine vereinbart:
4.5 Beteiligungsverhältnisse bzw. TochterunternehmenDie Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2015 ist dem Anhang beigefügt. 4.6 KonzernverhältnisseDie HCI HAMMONIA SHIPPING AG, Hamburg, ist Obergesellschaft des Konzerns. Zum 31.
Dezember 2015 wird ein Konzernabschluss und Konzernlagebericht gemäß HGB und den ergänzenden
Vorschriften des Aktiengesetzes erstellt. Dieser wird im Bundesanzeiger (www.bundesanzeiger.de)
veröffentlicht werden. Hamburg, den 29. April 2016 Dr. Karsten Liebing Vorstand Jan Krutemeier Vorstand Aufstellung des Anteilbesitzes zum 31. Dezember 2015scroll
Zusammengefasster Bericht über die Lage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 20151. Grundlagen des Unternehmens1.1 AllgemeinesDie HCI HAMMONIA SHIPPING AG wurde im Jahr 2007 von der HAMMONIA Reederei GmbH & Co.
KG und der HCI Capital AG initiiert. Bis zum 30. Dezember 2014 war die HCI HAMMONIA
SHIPPING AG an der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg im Regulierten Markt notiert.
Seit dem 31. Dezember 2014 ist die Aktie im Segment Mittelstandsbörse der Hanseatischen
Wertpapierbörse Hamburg notiert. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG führt als Konzernobergesellschaft und geschäftsführende
Holding die einzelnen Schiffsinvestments der jeweiligen Tochtergesellschaften. Die Tätigkeit des Konzerns ist auf den Erwerb, den Betrieb und die Veräußerung von
Handelsschiffen ausgerichtet. Der Fokus liegt dabei auf moderner Containerschiffstonnage. Das Geschäftsmodell der HCI HAMMONIA SHIPPING AG und ihrer Tochtergesellschaften besteht
darin, die Schiffe langfristig an bonitätsstarke Linienreedereien zu verchartern und/oder
mit anderen Schiffen der jeweils gleichen Größenklasse die Einnahmen zu poolen, um
die Erlöse gegen schwankende Charterraten und mögliche Beschäftigungsausfälle abzusichern.
Der Konzern erzielt somit im Wesentlichen Erträge aus dem Betrieb von Schiffen. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG hatte zum 31. Dezember 2015 sieben Containerschiffe mit
einer Größe von 2.500 bis 7.800 TEU in Fahrt. Die Anteile an vier dieser Schiffsgesellschaften
werden fast ausschließlich von der HCI HAMMONIA SHIPPING AG gehalten. Bei drei Schiffsgesellschaften
ist die HCI HAMMONIA SHIPPING AG Mehrheitsgesellschafterin. Bei einer weiteren Schiffsgesellschaft ist die HCI HAMMONIA SHIPPING AG Minderheitsgesellschafterin.
Die Gesellschaften in der Rechtsform "GmbH & Co. KG" sind jeweils als sogenannte Einschiffs-Kommanditgesellschaften
zivilrechtliche Eigentümer und Betreiber der einzelnen Schiffe. Des Weiteren ist die HCI HAMMONIA SHIPPING AG an den insgesamt sechs Komplementärgesellschaften
dieser Schiffsgesellschaften beteiligt: bei vier Komplementärgesellschaften ist die
HCI HAMMONIA SHIPPING AG Alleingesellschafterin, bei einer Komplementärgesellschaft
Mehrheitsgesellschafterin und eine weitere wird im Rahmen der Equity-Methode in den
Konzernabschluss einbezogen. Als Führungsholding in der Form einer Aktiengesellschaft beteiligt sich die HCI HAMMONIA
SHIPPING AG an Schiffsgesellschaften in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG, die ihrerseits
die Eigentümer der jeweiligen Schiffe sind. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist ein reiner
Asset-Holder, d.h. es sind keine Mitarbeiter in der Gesellschaft angestellt. Die Bereitstellung
sämtlicher Dienstleistungen erfolgt durch externe Dienstleister. Die HAMMONIA Reederei
GmbH & Co. KG übernimmt alle Aufgaben im Zusammenhang mit dem laufenden Betrieb sämtlicher
Schiffe. Die Schiffsgesellschaften stellen den Mietern der Schiffe, den Charterern,
ein komplett ausgerüstetes, betriebsbereites und bemanntes Schiff zur Verfügung. Nach Umsetzung der Restrukturierung der HCI HAMMONIA SHIPPING im abgelaufenen Geschäftsjahr
konnte die Gesellschaft von Existenz bedrohenden Eventualverbindlichkeiten für die
Finanzierungen verschiedener Schiffsgesellschaften enthaftet werden. Der derzeitig
wesentliche wirtschaftliche Wert der Gesellschaft besteht in den Beteiligungen an
drei 7.800 TEU Schiffen. Hinsichtlich der Tochtergesellschaften und ihrer Standorte wird auf den Konzernanhang
verwiesen. 1.2 SteuerungssystemDie Steuerung des Konzerns basiert auf einem einheitlichen und methodischen Vorgehen.
Dabei werden unterschiedliche finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren
in den Fokus gestellt. Die Prognoserechnungen der Schiffsgesellschaften werden dem Vorstand und dem Aufsichtsrat
regelmäßig auf aggregierter Basis zur Verfügung gestellt, wobei die Veränderungen
des Working Capitals je Schiff in die konsolidierte Rechnung einfließen. Die operative
Steuerung des Konzerns erfolgt auf Basis des operativen Gesamtergebnisses der Schiffsflotte
sowie der Chartereinnahmen pro Tag. Aufgrund der derzeitigen Lage an den internationalen
Containerschiffsmärkten und der daraus resultierenden Auswirkungen auf die HCI HAMMONIA
SHIPPING AG ist derzeit oberstes Ziel, die Zahlungsfähigkeit im Konzern und in den
einzelnen Schiffsgesellschaften jederzeit sicherzustellen, so dass die Liquiditätsentwicklung
die entscheidende Steuerungsgröße darstellt. Die technische Verfügbarkeit der HCI HAMMONIA SHIPPING AG Flotte stellt einen entscheidenden
nicht finanziellen Leistungsindikator dar. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenIn der aktuellen Ausgabe des World Economic Outlook Update vom Januar 2016 schätzt
der Internationale Währungsfonds (IWF) für das Jahr 2015 ein Weltwirtschaftswachstum
von 3,1%. Damit ist das Wachstum im abgelaufenen Jahr signifikant niedriger ausgefallen
als vom IWF noch zu Beginn des Jahres mit 3,5 % erwartet. Die Wachstumsdynamik der Wirtschaft in China ist nachlassend. Die Wachstumsrate war
in 2015 mit 6,9 % aber immer noch deutlich höher als jene der Industrienationen. Dabei
sind innerhalb der chinesischen Wirtschaft allerdings Verschiebungen zu beobachten.
Konsum und Dienstleistungen gewinnen zu Lasten von Investitionen und Produktion. Dies
führt zu geringeren Im- und Exporten, was wiederum Wirtschaftswachstum und Im- und
Exporte anderer Länder beeinflusst. Es ist bezeichnend, dass der Welthandel in 2015
nur mit 2,6 % gewachsen ist und damit deutlich unterproportional im Vergleich zum
Wachstum der Weltwirtschaft. In den letzten 20 Jahren war der Welthandel im Zuge der
Globalisierung dagegen meist signifikant stärker gewachsen als die Weltwirtschaft. Die nachlassende Dynamik des Wachstums des Welthandels wirkt sich auch auf die weltweiten
Containertransporte aus. In 2015 hat sich das Wachstum der Containertransporte auf
See unter Berücksichtigung der Entfernungen ("TEU - miles") auf einen Wert von ca.
1,7 % reduziert. Dies ist der niedrigste Wert seit dem Einbruch der Weltwirtschaft
in 2009. Ursächlich hierfür war unter anderem der Rückgang der transportierten Container
auf den mengenmäßig wichtigen Ostasien - Europa Verkehren um fast 4 %. Hinzu kamen
zwei weitere Effekte: Die Rohstoff exportierenden Schwellenländer der Südhalbkugel
haben aufgrund der niedrigeren Rohstoffpreise und damit geringeren Einnahmen auch
weniger importiert. Und aufgrund der geringeren Wachstumsdynamik in China sind auch
die Intra Asien Verkehre nicht mehr so stark gewachsen. Zugleich ist die weltweite Flotte der Containerschiffe allein in 2015 um rd. 8 % gestiegen.
Diese umfasst nunmehr 5.161 Einheiten mit einer Gesamtkapazität von rd. 20 Mio. TEU
(Stand: März 2016). Das hohe Flottenwachstum im vergangenen Jahr ist auf die Orderaktivitäten
der internationalen Linienreeder in den Vorjahren zurückzuführen. Allein in 2013 sind
Containerschiffe mit einer Kapazität von rund 10 % der damals fahrenden Flotte trotz
der vorhandenen Überkapazitäten bestellt worden. Das entsprach einer mehr als Verdreifachung
gegenüber 2012. In 2014 betrug das Verhältnis von Ordervolumen zu Flottenkapazität
6 %, in 2015 waren es sogar fast 12 %. Hintergrund der Bestellungen von weiteren insbesondere
Großcontainerschiffen ist ein ruinöser Wettkampf der Linienreeder um die günstigsten
Stückkosten und damit um zukünftige Marktanteile. Es ist davon auszugehen, dass diese
Neubaubestellungen zum größten Teil durch staatlich unterstützte Exportfinanzierungen
in den großen Schiffbaunationen Südostasiens ermöglicht worden sind. Auch wenn es sich bei den Neubaubestellungen vornehmlich um Großcontainerschiffe handelt,
so belasten diese weiterhin über den Kaskadeneffekt auch kleinere Containerschiffe,
d.h. die Verdrängung aus angestammten Verkehren durch die jeweils nächstgroße Schiffsklasse.
Einhergehend mit einer Eintrübung der Nachfrage im zweiten Halbjahr 2015 hat dies
dazu geführt, dass die Auflieger - Quote, d.h. der Anteil der unbeschäftigten Containerschiffskapazität,
wieder gestiegen ist. Diese war in den ersten drei Quartalen 2015 mit durchschnittlich
1,7 % verhältnismäßig gering. Im vierten Quartal ist der Anteil der Auflieger dann
aber wieder deutlich gestiegen und lag per Jahresende 2015 bei ca. 6,8 % (zum Vergleich
Vorjahresende: 1,2 %). Bislang ist im laufenden Jahr 2016 keine wesentliche Veränderung
der Marktsituation eingetreten, derzeit liegt die Auflieger - Quote bei rd. 7 %. Der Anstieg des Anteils der unbeschäftigten Schiffe hat wiederum das Niveau der erzielbaren
Charterraten für die beschäftigte Flotte gesenkt. Im ersten Halbjahr 2015 hatten sich
die Charterraten noch deutlich erholt. Im zweiten Halbjahr mussten diese Zuwächse
aber wieder abgeben werden bzw. zum Jahresende wurden in einzelnen Größenklassen Raten
unter dem Jahresanfangsniveau gezahlt. Im Dezember 2015 lagen die Charterraten zwischen
1.000 und 6.000 TEU fast einheitlich bei 6.000 bis 7.000 USD/Tag. Dieses niedrige
Niveau erlaubt Schiffseignern die Schiffsbetriebskosten zu decken, nicht aber einen
substanziellen Deckungsbeitrag für den Schuldendienst zu leisten. 2.2 GeschäftsverlaufFlotteBestandteil des in Ziffer 3.2.3.2. des Lageberichts beschriebenen Restrukturierungskonzeptes
war eine Entlassung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG aus Finanzierungsbürgschaften für
sechs 2.500 TEU Containerschiffe. Im Gegenzug waren bzw. sind unter anderem die jeweils
betroffenen Schiffe zu veräußern. Bereits am 7.7.2015 ist das erste Schiff veräußert
worden, im Gegenzug hatte die finanzierende Bank ihre Beteiligung an dem damals noch
in Verhandlung befindlichen Restrukturierungskonzept zugesagt. Nach Unterzeichnung
des Restrukturierungs-vertrages im August 2015 sind im Oktober 2015 vier weitere Schiffe
an ihre Käufer übergeben worden. Zum Jahresende 2015 sind noch zwei Schiffe der Sub-Panamax-Klasse
mit einer Größe von 2.500 TEU bzw. 2.800 TEU in dem "2.500 TEU Plus" - Einnahmepool
der Peter Döhle Schiffahrts-KG gefahren. In diesem Pool waren zum Ende des Berichtszeitraums
insgesamt 53 Schiffe in Fahrt. Für diese lagen die Poolraten im Jahr 2015 auf Basis
von vorläufigen Zahlen durchschnittlich bei rund 7.600 USD/Tag. Im Vergleich zum Jahr
2014 entspricht dies einem Anstieg von rund 10 %. Die Charterrate für Neuabschlüsse
am Spotmarkt lag im Jahresdurchschnitt bei rund 9.500 USD/Tag brutto (HAMBURG INDEX©),
wobei diese im vergangenen Jahr - wie im voran stehenden Marktbericht skizziert -
stark schwankend gewesen sind: Ausgehend von rd. 8.000 USD/Tag stiegen die Abschlüsse
im 2. Quartal auf rd. 14.000 USD/Tag, um dann alle Zugewinne wieder abzugeben, so
dass am Jahresende die Raten nur noch bei rd. 6.000 - 7.000 USD/Tag lagen. Der Pool
bietet jedoch zumindest den Vorteil eines kontinuierlichen Cashflows, da in dem nach
wie vor schwachen Marktumfeld stets ein gewisser Anteil der Tonnage ohne Beschäftigung
ist (zum Jahresende 2015 rund 9 % der Flotte im Segment zwischen 2.000 und 2.999 TEU). Die zwei Schiffe der Panamax-Klasse mit einer Größe von 3.100 TEU (davon eine Minderheitsbeteiligung)
fahren ebenfalls in einem Einnahmepool der Peter Döhle Schiffahrts-KG. Dieser umfasste
im Berichtszeitraum 13 Schiffe. Die entsprechenden Poolraten lagen im Jahr 2015 bei
durchschnittlich rund 7.900 USD/Tag und somit ca. 13 % über dem Niveau des Vorjahres.
Die Marktraten für Neuabschlüsse am Spotmarkt lagen im Jahr 2015 bei rund 10.000 USD/Tag
brutto (HAMBURG INDEX©), wobei auch die Raten in dieser Größenklasse sehr volatil
gewesen sind. Brancheninformationen zufolge sind zum Jahresende 2015 ca. 7,6 % der
Flotte im Segment zwischen 3.000 und 5.099 TEU ohne Beschäftigung. Somit bietet der
Pool eine gewisse Kontinuität für den Cashflow. Das 4.250 TEU Panamax Containerschiff MS "HAMMONIA PESCARA" war bis zum 3. März 2015
zu 8.400 USD/Tag (brutto) an die japanische Reederei NYK verchartert. Nach einer Aufliegezeit
von rund 8 Tagen hat das Schiff eine neue Charter bei T.S. Shipping Co., Ltd., Hong
Kong zu brutto USD 14.250/Tag angetreten. Mit Charterantritt am 11. März 2015 ist
das Schiff dem Peter Döhle 4.200 TEU Pool mit nunmehr 18 Schiffen beigetreten. Die
Poolrate lag im Durchschnitt des Jahres 2015 bei 11.100 USD/Tag. Die Marktraten für
Neuabschlüsse am Spotmarkt waren wie auch in den anderen Größenklassen sehr volatil
und lagen im Durchschnitt des vergangenen bei rund 11.300 USD/ Tag brutto (HAMBURG
INDEX©). Die drei Post-Panamax Schiffe mit jeweils 7.800 TEU sind bis in das Jahr 2018 an die
weltgrößte Container-Reederei A.P. Moeller-Maersk verchartert und erwirtschafteten
planmäßig die vereinbarten Chartereinnahmen. Gesamtaussage zum GeschäftsverlaufIn den Geschäftszahlen der HCI HAMMONIA SHIPPING AG spiegelt sich einerseits das aktuelle
Marktumfeld wider, andererseits ist der Abschluss stark durch die Restrukturierung
und die damit verbundenen außerordentlichen Effekte geprägt: Das Schiffsbetriebsergebnis
liegt mit rund rd. 33 Mio. EUR weiter auf einem verhältnismäßig niedrigen Niveau,
aufgrund des stärken US-Dollar aber über dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums (28,5
Mio. EUR). Das Konzernergebnis ist mit 1,8 Mio EUR in etwa ausgeglichen (2014: - 99,2
Mio. EUR). Während im Vorjahr nicht liquiditätswirksame Wertminderungen des Anlagevermögens
das Ergebnis belastet haben, haben Buchgewinne im Rahmen der Restrukturierung das
Konzernergebnis im abgeschlossenen Geschäftsjahr positiv beeinflusst. Ohne Berücksichtigung
von außerordentlichen Wertminderungen und dem außerordentlichen Ergebnis betrug der
Konzernjahresfehlbetrag rund 30,6 Mio EUR (Vorjahr: 27,5 Mio. EUR). Dieses Ergebnis
ist sicherlich nach wie vor nicht zufriedenstellend. 2.3 Lage2.3.1 ErtragslageDie wesentlichen Kennzahlen der Ertragslage für das Geschäftsjahr 2015 im Vergleich
zum Vorjahr stellen sich wie folgt dar: scroll
Die Umsatzerlöse wurden aus der Vercharterung von zwölf Containerschiffen (Vergleichszeitraum:
zwölf Containerschiffe) erzielt. Im Laufe des Geschäftsjahres hat der Konzern fünf
Containerschiffe veräußert. Bei den sieben Ende 2015 im Konzern verbliebenen Containerschiffen
blieben die Beschäftigungskonzepte (Mitgliedschaft in drei Einnahmepools bzw. Vercharterung
an bonitätsstarke Linienreedereien ohne Poolmitgliedschaft) gegenüber dem Vorjahreszeitraum
im Wesentlichen unverändert. Die nicht in Einnahmepools fahrenden Containerschiffe tragen durch die langjährigen
Zeitchartern wesentlich zur Stabilisierung der Konzernerlöse bei. Von den gesamten
Umsatzerlösen in Höhe von 61,3 Mio. EUR (Vorjahr: 53,7 Mio. EUR) wurden 67 % (Vorjahr:
71 %) von den in festen Zeitchartern fahrenden Schiffen erzielt. Die Umsatzerlöse
haben sich gegenüber dem Vorjahr um 7,5 Mio. EUR erhöht. Dieser Anstieg resultiert
aus der Veränderung des USD-Wechselkurses, welcher die Minderungen aus dem Verkauf
von fünf Containerschiffen überkompensiert hat. Im Rahmen der im Vorjahr abgegebenen Prognose wurde für die Umsatzerlöse eine leichte
Verringerung gegenüber dem Vorjahr erwartet. Aufgrund des "harten" USD ist diese in
Euro gerechnet nicht eingetreten. Die Schiffsbetriebskosten enthalten im Wesentlichen die Aufwendungen für den Schiffsunterhalt
und die Versicherung der Schiffe. Die Aufwendungen haben sich aufgrund der Schiffsverkäufe
in US-Dollar vermindert. Auch hier ist aber aufgrund des "harten" US-Dollar in Euro
eine Erhöhung zu verzeichnen. Gleiches gilt für die Aufwendungen für das Schiffspersonal. Nach Abzug der Schiffsbetriebskosten erhöhte sich das Schiffsbetriebsergebnis um 16
% auf 33,0 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich um 6,5 Mio. EUR auf 6,5 Mio.
EUR. Im Vorjahr enthielten die sonstigen betrieblichen Erträge 8,1 Mio. EUR (im Geschäftsjahr
0,2 Mio. EUR), die aus der Auflösung von in der Konzernbilanz passivierten Unterschiedsbeträgen
aus der Kapitalkonsolidierung resultierten. Gegenüber dem Vorjahr erhöhten sich die
Kurserträge um 0,8 Mio. EUR und die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen um
0,7 Mio. EUR. Im Übrigen betreffen die sonstigen betrieblichen Erträge Verkäufe von
Treibstoffbeständen im Rahmen des Wechsels von Charterern, Kostenerstattungen der
Charterer für Laschmaterial, Seefunkgebühren und Repräsentationskosten sowie die Erstattung
von Havariekosten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vergleichszeitraum
des Vorjahres um 6,7 Mio. EUR auf 36,6 Mio. EUR erhöht. Wesentlicher Grund für den
erheblichen Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist der Anstieg der Kursaufwendungen
um 6,7 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr. Die Kursaufwendungen resultieren im Wesentlichen
aus der Aufwertung von USD-Schiffshypothekendarlehen aufgrund der Entwicklung des
USD im Verhältnis zum Euro. Weitere Erhöhungen von Aufwandspositionen betreffen im
Wesentlichen Abwicklungskosten in Zusammenhang mit der Liquidation von Tochter-Schifffahrtsgesellschaften
in Höhe von 1,3 Mio. EUR. Die übrigen Aufwandspositionen haben sich gegenüber dem
Vorjahr vermindert. Neben reduzierten Zuführungen zu Drohverlustrückstellungen für
ineffektive Zinssatzswaps (Verminderung von 0,7 Mio. EUR) verminderten sich insbesondere
Gebühren aus Service-, Dienstleistungs- und Beratungsverträgen (Verminderung von 0,5
Mio. EUR). Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG besitzt kein eigenes Personal, sondern bedient
sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben des Personals der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG
sowie einer Tochtergesellschaft der HCI Capital AG. Die übrigen Verwaltungskosten
umfassen unter anderem Aufwendungen für die Jahresabschlussprüfung, Steuer- und Rechtsberatung
sämtlicher Konzerngesellschaften, Kosten der Rechtsform sowie Kosten in Zusammenhang
mit der Registrierung der Konzernschiffe. Insgesamt ergibt sich damit im Geschäftsjahr 2015 ein Reedereiergebnis von 2,8 Mio.
EUR, das um 8,8 Mio. EUR unter dem Wert des Vorjahres liegt. Im Geschäftsjahr wurde ein Containerschiff auf den Marktpreis abgeschrieben, da der
Konzern erwartet, dass das finanzierende Kreditinstitut eine Veräußerung veranlasst.
Bei einem weiteren Containerschiff war aufgrund der unverändert schwierigen Marktsituation
eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren Ertragswert erforderlich. Insgesamt
wurden im Konzern außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 17,9 Mio. EUR erfasst. Nach Verrechnung der Abschreibungen lag das operative Ergebnis, EBIT, im Geschäftsjahr
2015 mit -36,3 Mio. EUR um 46,3 Mio. EUR über dem Wert des Vorjahres. Die Verbesserung
ergibt sich im Wesentlichen aus den gegenüber dem Vorjahr erheblich verminderten außerplanmäßigen
Abschreibungen. Die Zinsaufwendungen haben sich gegenüber dem Vergleichszeitraum um 4,2 Mio. EUR vermindert.
Dies ist zurückzuführen auf den Verkauf von fünf Containerschiffen im Geschäftsjahr,
aufgrund von einmaligen Aufwendungen des Vorjahrs aus der Auflösung von Rechnungsabgrenzungsposten
sowie aufgrund der fortschreitenden Tilgung der Darlehen. Die außerordentlichen Erträge in Höhe von 58,7 Mio. EUR betreffen Erträge aus dem
Verkauf von fünf Containerschiffen des Konzerns (23,8 Mio. EUR), sowie Erträge aus
der Ausbuchung von Verbindlichkeiten (34,9 Mio. EUR) im Rahmen der im Geschäftsjahr
2015 abgeschlossenen Restrukturierungsvereinbarungen. Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von 8,3 Mio. EUR betreffen in Höhe von
4,9 Mio. EUR Zahlungsversprechen der Muttergesellschaft an drei verschiedene Kreditinstitute
im Rahmen der im Geschäftsjahr abgeschlossenen Restrukturierungsvereinbarungen sowie
in Höhe von 3,4 Mio. EUR Rückstellungen für Zahlungsgarantien aus der vorgesehenen
Liquidation von fünf Schifffahrts-Tochtergesellschaften. Insgesamt hat der Konzern im Geschäftsjahr 2015 einen Konzernjahresüberschuss in Höhe
von rd. 1,8 Mio. EUR erwirtschaftet (im Vorjahr Konzernfehlbetrag von -99,2 Mio. EUR).
Die auf nicht beherrschende Anteile entfallenden Ergebnisanteile betreffen Minderheitsgesellschafter
der Schifffahrtsgesellschaften sowie einer Komplementärgesellschaft. Insgesamt sind die Ertragslage des Konzerns und das im Geschäftsjahr 2015 erzielte
Konzernergebnis erheblich durch außerordentliche Vorgänge im Zusammenhang mit der
Restrukturierung des Konzerns sowie von der Schifffahrtskrise gekennzeichnet. 2.3.2 FinanzlageGrundsätze und Ziele der FinanzaktivitätenÜber das Finanzmanagement stellen wir sicher, dass unser Unternehmen dauerhaft liquide
ist und finanzielle Risiken reduziert werden. Aufgrund der derzeitigen Lage an den
internationalen Schifffahrtsmärkten und der daraus resultierenden Auswirkungen auf
die HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist derzeit oberstes Ziel, die Zahlungsfähigkeit im Konzern
und in den einzelnen Schiffsgesellschaften jederzeit sicherzustellen. FinanzierungDie nun bereits acht Jahre andauernde Krise des Containerschiffsmarktes hat für die
HCI HAMMONIA SHIPPING AG weitreichende Restrukturierungsmaßnahmen erforderlich gemacht.
Die Charterraten der in Einnahmepools fahrenden Schiffe hat über einen längeren Zeitraum
neben der Deckung der Schiffsbetriebskosten nur die Leistung eines Teils des Zinsaufwandes
ermöglicht. Bereits in der Vergangenheit von den Banken gewährte Tilgungsstundungen
hatten sich als nicht hinreichend erwiesen. Um den Bestand des Konzerns zu sichern,
war ein nachhaltiges Restrukturierungskonzept mit den Banken zu vereinbaren, das von
beiden Seiten substanzielle Zugeständnisse erforderte. Ursprünglich war vorgesehen,
dass durch weitere Tilgungsstundungen der Banken und einem Eigenkapitalbeitrag der
Gesellschafter, wie beispielsweise einer Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital
oder der Begebung von Genussrechten, eine Fortführung für die gesamte Flotte der Gesellschaft
sichergestellt werden sollte. Die von den Linienreedereien initiierten und seit 2013
deutlich erhöhten Neubaubestellungen haben aber dazu geführt, dass der Vorstand eine
nachhaltige Markterholung kurz- bis mittelfristig nicht mehr erwartet hatte. Somit
war der kalkulierte Liquiditätsbedarf so deutlich gestiegen, dass dieser realistischer
Weise nicht durch eine Kapitalerhöhung gedeckt werden konnte bzw. neue Eigenmittel
einem extrem hohen Verlustrisiko ausgesetzt gewesen wären. Mit Blick auf den in ihrem
Ausmaß unerwarteten weiteren massiven Ausbau des Neubauprogramms der Linienreeder
in den letzten beiden Jahre und den erneuten Markteinbruch, der Anfang März 2016 mit
aufliegenden Containerschiffen mit einer Ladekapazität von rd. 1,6 Mio TEU einen traurigen
historischen Rekord erreicht hat, sieht sich der Vorstand in der Abkehr der ursprünglichen
Restrukturierungszielsetzung im Nachhinein bestätigt. Der nicht durch den Schiffswert gedeckte Teil der Darlehen der sechs 2.500 TEU-Containerschiffe,
für dessen Rückführung die HCI HAMMONIA SHIPPING AG haftete, belief sich im Zuge des
verschlechterten Marktumfelds auf einen hohen zweistelligen Millionenbereich. Ziel
der Verhandlungen war daher eine weitgehende Enthaftung der HCI HAMMONIA SHIPPING
AG bezüglich der Verbindlichkeiten der sechs 2.500 TEU Schiffsgesellschaften. Im Gegenzug
haben die finanzierenden Banken unter anderem Verkaufsbeschlüsse gefordert, die einen
freihändigen Verkauf der Schiffe bei einem gleichzeitigem anteiligen Verzicht der
Banken auf die ausstehenden Kredite ermöglicht haben. Im Zusammenhang mit der finanziellen Restrukturierung der Gesellschaft waren auch
die Vereinbarungen mit den Inhabern von Genussrechten der HCI HAMMONIA SHIPPING AG
und mit der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG als Darlehensgeber eines Langfristdarlehens
neu zu verhandeln. Folglich wurden alle Gläubiger der Holdinggesellschaft in die Restrukturierung
mit einbezogen. Bei den drei 7.800 TEU Schiffsgesellschaften waren die Verzichtsvereinbarungen
hinsichtlich des möglichen Verstoßes bezüglich der Werterhaltungsklauseln zum 31.
Dezember 2014 ausgelaufen. Hier sind ebenfalls Verhandlungen mit den finanzierenden
Banken bezüglich einer Verlängerung der Verzichtsvereinbarungen geführt worden. Da die verschiedenen finanzierenden Banken sehr unterschiedliche Interessenslagen
hatten, waren diese Verhandlungen sehr herausfordernd und langwierig. Seit dem zweiten
Quartal 2014 sind Gespräche mit den Finanzierungpartnern geführt worden. Diese sind
teils von einer externen Beratungsgesellschaft moderiert und unterstützt worden. Am
26. August 2015 konnten die verschiedenen Verträge eines umfassenden Restrukturierungskonzeptes
mit allen beteiligten Finanzierungsgläubigern unterschrieben werden. Dieses Restrukturierungskonzept
besteht aus folgenden Elementen: 1. Freigabe der Bürgschaften der HCI HAMMONIA SHIPPING AG seitens der finanzierenden
Banken der 2.500 TEU-Containerschiffe 2. Im Gegenzug Zahlungsversprechen der HCI HAMMONIA SHIPPING AG in Höhe von 5,6 Mio.
USD, zahlbar im Jahr 2018 3. Vorratsverkaufsbeschlüsse der HCI HAMMONIA SHIPPING AG für die sechs 2.500 TEU-Containerschiffe.
Die drei finanzierenden Banken dieser sechs Schiffe haben die Konsortialfinanzierungen
im Rahmen eines "Credit Swaps" dergestalt aufgelöst, dass jedes Schiff von nur noch
einem Institut finanziert wird. Die Fortführung der Schiffsgesellschaften bzw. der
Verkauf der Schiffe ist dann jeweils bilateral mit der entsprechenden Bank abgestimmt
worden. Zwischenzeitlich sind fünf Schiffe verkauft worden. 4. Neustrukturierung der ausstehenden Genussrechtsverbindlichkeiten dergestalt, dass
u.a. 50 % bzw. rund 6,2 Mio. EUR nur aus etwaigen späteren Ausschüttungen aus den
Schiffsgesellschaften des MS "ANTOFAGASTA" und des MS "HAMMONIA PESCARA" zu bedienen
sind. 5. Rangrücktritt der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG und Zinsfreistellung des Langfristdarlehens. 6. Festlegung einer Reihenfolge hinsichtlich der Bedienung der Verbindlichkeiten 7. Die Gläubiger erhalten für ihre Zugeständnisse einen Besserungsschein in Höhe von
max. 8 Mio. USD für den Fall, dass die HCI HAMMONIA SHIPPING AG wieder Dividenden
zahlen wird . Im Ergebnis ist die HCI HAMMONIA SHIPPING AG aus einem großen Teil ihrer finanziellen
Verpflichtungen entlassen worden und alle wesentlichen verbleibenden Forderungen werden
bis Mitte 2018 gestundet. Die Fortführung der drei 7.800 TEU Schiffsgesellschaften
ist wesentlicher Bestandteil des Fortführungskonzeptes der HCI HAMMONIA SHIPPING AG,
da der Restwert dieser drei Schiffe am Ende der aktuellen Chartern Anfang 2018 den
wesentlichen Zukunftswert der HCI HAMMONIA SHIPPING AG darstellt. Die anderen verbleibenden Schiffe sind wirtschaftlich für die Gesellschaft von untergeordneter
Bedeutung. Sie kann aus diesen Schiffen keine nennenswerten Zuflüsse mehr erwarten.
Das Schicksal dieser Schiffsgesellschaften stellt zugleich kein Risiko für den Bestand
der HCI HAMMONIA SHIPPING AG mehr da. Für das verbleibende 2.500 TEU Schiff, das MS "HAMMONIA ROMA", und für das 3.100 TEU
Schiff MS "SAXONIA" sind Verkaufsbeschlüsse gefasst worden. Die Verkäufe haben derzeit
aber noch nicht stattgefunden, so dass diese Schiffe zunächst weiter in der Flotte
der HCI HAMMONIA SHIPPING AG fahren. Eine Umsetzung der Verkäufe wird im laufenden Jahr 2016 erwartet. Für das 2.800 TEU Schiff MS "ANTOFAGASTA" war mit der finanzierenden Bank die Stundung
von bis zu zwölf Quartalstilgungsraten und die Erhöhung des Betriebsmittelkredits
um rund 1 Mio. EUR vereinbart worden. Die entsprechenden Verträge sind am 1. Oktober
2015 gezeichnet worden. Liquidität (Kapitalflussrechnung)Die Finanzlage des Konzerns kann mit Hilfe der Kapitalflussrechnung veranschaulicht
werden. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet dabei zwischen Zahlungsströmen aus
der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. scroll
Die Ermittlung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten
Methode. Er hat sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig erhöht. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrifft im Wesentlichen Zahlungseingänge
im Zusammenhang mit dem Verkauf von fünf Containerschiffen des Konzerns. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -138,0 Mio. resultiert in
Höhe von 129,5 Mio. EUR (Vorjahr: 18,7 Mio. EUR) aus der Tilgung von Darlehen (davon
108,9 im Zusammenhang mit dem Verkauf von fünf Containerschiffen). 9,2 Mio. EUR (Vorjahr:
8,6 Mio. EUR) betreffen Zinszahlungen. Weitere Liquiditätsabflüsse in Höhe von 0,6
Mio. EUR betreffen Ausschüttungen an konzernfremde Kommanditisten bzw. Gesellschafter.
Demgegenüber standen Zuflüsse aus der Valutierung eines Darlehens (1,3 Mio. EUR). Insgesamt erhöhte sich der Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2015 gegenüber dem 31.
Dezember 2014 um 0,2 Mio. EUR auf 16,8 Mio. EUR. 2.3.3 VermögenslageDie Vermögenslage des Konzerns stellt sich wie folgt dar: scroll
Auf der Aktivseite entfallen 88,5 % der Bilanzsumme auf das Anlagevermögen. Die Veränderung
des Anlagevermögens ist in der folgenden Tabelle zusammengefasst: scroll
Im Rahmen der Restrukturierung des Konzerns wurden im Geschäftsjahr insgesamt fünf
Containerschiffe veräußert. Das Umlaufvermögen in Höhe von 19,0 Mio. EUR umfasst im Wesentlichen liquide Mittel
(16,8 Mio. EUR). Des Weiteren enthält das Umlaufvermögen u.a. Vorräte (0,9 Mio. EUR),
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (0,6 Mio. EUR) und sonstige Vermögensgegenstände
(0,5 Mio. EUR). Das Eigenkapital erhöhte sich durch den im Geschäftsjahr erwirtschafteten Konzernjahresüberschuss.
Die absolute Veränderung des Eigenkapitals ist in der folgenden Tabelle dargestellt: scroll
Der Anstieg der Rückstellungen um 4,1 Mio. EUR auf 6,9 Mio. EUR betrifft im Wesentlichen
Rückstellungen für Zahlungsgarantien aus der vorgesehenen Liquidation von fünf Tochtergesellschaften
sowie Rückstellungen für Abwicklungskosten. Die Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
(Schiffsfinanzierung einschließlich abgegrenzter Zinsen der in Fahrt befindlichen
Container-schiffe) in Höhe von 146,0 Mio. EUR (Vorjahr: 273,0 Mio. EUR). Die Verminderung
der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultiert aus der Rückzahlung bzw.
dem Erlass von Krediten im Zusammenhang mit dem Verkauf von fünf Containerschiffen
im Rahmen der Restrukturierung des Konzerns. Weitere Verminderungen betreffen planmäßige
Tilgungen. Die Verbindlichkeiten umfassen als weitere wesentliche Posten zwei als
Fremdkapital ausgestaltete Genussrechte in Höhe von insgesamt 6,2 Mio. EUR sowie ein
Darlehen eines nahstehenden Unternehmens von 3,5 Mio. EUR. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns insgesamt als geordnet anzusehen. 2.4 Nicht finanzielle LeistungsindikatorenTechnische Verfügbarkeit der HCl HAMMONIA SHIPPING AG Flotte im Berichtszeitraumscroll
Unter Berücksichtigung der technisch bedingten Off-Hire-Tage liegt die Einsatzbereitschaft
der Flotte bei rund 99 %. Bereinigt um die planmäßigen Dockungen der "ANTOFAGASTA"
und der "HAMMONIA HOLSATIA", ergibt sich eine Einsatzbereitschaft von über 99 %. Somit
zeichnet sich die Flotte der HCI HAMMONIA SHIPPING AG weiterhin durch eine sehr hohe
technische Verfügbarkeit aus. Dieses Ergebnis spiegelt den technisch einwandfreien
Zustand der Schiffe und den hohen Ausbildungsgrad der Mannschaften wider und ist auf
die Leistungsfähigkeit der technischen Bereederung zurückzuführen. 3. NachtragsberichtAm 22.2.2016 hat die Geschäftsführung der Schiffsgesellschaft des MS "HAMMONIA PESCARA"
ein Schreiben hinsichtlich des Restrukturierungsbedarfs an die Gesellschafter der
Schiffsgesellschaft versendet. Die Gesellschafter haben keine hinreichenden Absichtserklärungen
für eine Unterstützung der Schiffsgesellschaft abgegeben, jedoch einen Verkaufsbeschluss
gefasst, der unter dem Vorbehalt der solventen Liquidation der Schiffsgesellschaft
steht. Die Geschäftsführung ist somit handlungsfähig, verhandelt derzeit aber noch
mit der finanzierenden Bank hinsichtlich eines alternativen Fortführungskonzeptes.
Aus Vorsichtsgründen ist der Schiffswert auf den Marktwert abgeschrieben worden. Darüber
hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung zwischen dem Ende des Jahres 2015
und dem Datum dieser Berichterstattung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf
den Jahresabschluss haben könnten. 4. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht4.1 PrognoseberichtIn den folgenden Prognosen sind Annahmen enthalten, die auf Basis aller zum jetzigen
Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen worden sind. Sollten die
zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von
den erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr können wir für diese Angaben daher
nicht übernehmen. Die nachfolgenden Prognosen beziehen sich - soweit nicht anderweitig
angegeben - auf die nach dem Berichtsjahr folgenden zwölf Monate. Für das laufende Jahr 2016 und für 2017 prognostiziert der IWF wieder anziehende Wachstumsraten
der Weltwirtschaft von 3,4 % bzw. 3,6 % (im Vergleich 2015: 3,1%). Dabei erwartet
der IWF positive Impulse aus der Region des Mittleren Osten und ab 2017 auch verstärkt
aus Russland und Brasilien, welche dann aus der Phase der Rezession heraustreten sollten.
Allerdings verweisen die Experten des IWF selbst darauf, dass diese Impulse aufgrund
von weiteren wirtschaftlichen oder politischen Schocks ausfallen könnten. Nach einem Wachstum des Welthandels von nur 2,6 % in 2015, erwartet der IWF für 2016
wieder ein deutlich ansteigendes Wachstum des Welthandels in Höhe von 3,4 % und damit
wieder auf dem Niveau des Weltwirtschaftswachstums. Der Prognosewert des Wachstums
des Welthandels für 2017 liegt bei 4,1 % und somit nur leicht oberhalb des erwarteten
Wachstums der Weltwirtschaft. Ein wieder steigendes Wachstum des Welthandelsvolumens sollte auch bei der weltweiten
Nachfrage nach Containertransporten zu einer höheren Wachstumsrate im Vergleich zum
Vorjahr führen. So erwarten die Analysten von Clarksons Research für 2016 und 2017
wieder Wachstumsraten für den weltweiten containerisierten Handel von rd. 4 % p.a.
(zum Vergleich 2015: 1,7 %). Angesichts des Orderbuchs von Containerschiffen dürfte
selbst diese an sich gesunde Wachstumsrate zunächst nicht hinreichend sein, um den
Markt im Laufe des Jahres 2016 wieder in ein Gleichgewicht zu bringen, insbesondere
weil die weltweite Flotte durch Werftablieferungen von Schiffsneubauten weiter wächst. So erwartet der Brancheninformationsdienst Clarksons weiter, dass das Angebot an Containertonnage
in 2016 um 4 % wachsen wird, was somit dem Niveau des prognostizierten Nachfragewachstums
entspricht. Ob in 2017 eine spürbare Marktverbesserung eintreten wird, dürfte maßgeblich
davon abhängen, inwieweit einerseits weitere Neubauten bestellt, Orders storniert
und Werftablieferungen verschoben werden und andererseits wie hoch der Anteil der
älteren Schiffstonnage ist, der einer Verschrottung zugeführt wird. Wir erwarten für die in Einnahmepools fahrenden Schiffe im laufenden Geschäftsjahr
keine nachhaltige Erholung der Einnahmensituation. Hinsichtlich des MS "SAXONIA" und
des MS "HAMMONIA ROMA" erwarten wir zugleich etwa Mitte des Jahres einen Verkauf der
Schiffe, so dass sich nach dem Verkauf von fünf Schiffen in 2015 die Zusammensetzung
des Konzerns im Laufe des Geschäftsjahrs 2016 erneut ändern wird. Hinsichtlich des
MS "HAMMONIA PESCARA" gehen wir trotz des Verkaufsbeschlusses dagegen derzeit davon
aus, dass das Schiff im laufenden Jahr noch in der Flotte verbleibt, da mit der Bank
noch über einen alternativen Fortführungsansatz verhandelt wird. Aufgrund der kleineren
Flotte erwarten wir für das Gesamtjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt einerseits
deutlich sinkende Umsatzerlöse für den Konzern der HCI HAMMONIA SHIPPING AG, andererseits
auch deutlich reduzierte Schiffsbetriebskosten. Per Saldo rechnen wir mit einem deutlich
höheren Reedereiergebnis. Die Zinsaufwendungen werden gegenüber dem Vorjahr aufgrund
der Tilgungsleistungen einerseits und vor allem wegen der kleineren Flotte andererseits
erheblich sinken. Gleiches gilt für die planmäßigen Abschreibungen. Weiterhin rechnen
wir für 2016 mit einem Wechselkurs von 1,15 USD/EUR und damit mit einem im Vergleich
zu 2015 nur leicht schwächeren USD-Jahresdurchschnittswechselkurs. Auf dieser Basis
erwarten wir für das Gesamtjahr 2016 ein negatives Konzernergebnis aus dem ordentlichen
Geschäft nach Abschreibungen, Zinsen und Steuern zwischen - 2,0 und - 4,0 Mio. EUR.
Darin sind bereits rd. 6 Mio EUR nicht liquiditätswirksame Kursverluste aus Darlehenstilgungen
enthalten. Weitere nicht planbare Sondereffekte, wie zum Beispiel im Zusammenhang
mit dem Verkauf weiterer Schiffe, sind dagegen nicht berücksichtigt. Hinsichtlich der Entwicklung der Finanzsituation sehen wir für das Jahr 2016 eine
gegenüber dem Vorjahr starke Abnahme der verfügbaren liquiden Mittel. Dies ist insbesondere
darauf zurückzuführen, dass im Zuge der Liquidation der Schiffsgesellschaften, welche
ihre Schiffe bereits veräußert haben, verbleibende Barmittel für die Abwicklungskosten
verwendet werden bzw. eine etwaige Restliquidität an die jeweilige Bank als außerordentliche
Tilgung zu verwenden ist. Gleiches gilt für die beiden Gesellschaften, deren Schiffe
voraussichtlich im laufenden Jahr verkauft werden. Wir erwarten, dass die Holdinggesellschaft, die HCI HAMMONIA SHIPPING AG, nur aus
den drei 7.800 TEU-Schiffsgesellschaften, die langjährige auskömmliche Chartern mit
dem Marktführer Maersk aufweisen, Beteiligungserträge generieren wird. Da die Ertragslage
der Holdinggesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr von außerordentlichen Wertberichtigungen
gekennzeichnet gewesen ist, erwarten wir im Vergleich zum Vorjahr insgesamt deutlich
steigende Erträge und damit insgesamt einen positiven Jahresüberschuss für 2016 zwischen
1 und 3 Mio. EUR, wobei bereits rd. 6 Mio EUR nicht liquiditätswirksame Kursverluste
aus Darlehenstilgungen auf Ebene der Schiffsgesellschaften berücksichtigt sind, jedoch
keine weiteren nicht planbaren Sondereffekte. Hinsichtlich der Entwicklung der Finanzsituation erwarten wir für das Jahr 2016 im
Einklang mit dem Restrukturierungskonzept keine Zuflüsse von liquiden Mitteln bei
der Holdinggesellschaft. Im Zuge des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs rechnen wir gegenüber
dem Vorjahr mit einer deutlichen Abnahme der verfügbaren liquiden Mittel. Zugleich
gehen wir aber davon aus, dass durch die Umsetzung des Restrukturierungskonzeptes
die Zahlungsfähigkeit der Holdinggesellschaft und der Bestand des Konzerns gesichert
sind, so dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer positiven Fortführung
des Unternehmens ausgegangen werden kann. 4.2 RisikoberichtEin systematisches und effizientes Risikomanagement stellt für den Vorstand der HCI
HAMMONIA SHIPPING AG eine sich ständig weiterentwickelnde Aufgabe dar. Der Konzern verfügt über ein gut ausgebautes, EDV-gestütztes Risikomanagementsystem.
Die integralen Bestandteile und Ziele des Systems sind sowohl die systematische Risikoidentifikation
und Risikobewertung als auch Maßnahmen zur Vermeidung, Verminderung und Begrenzung
von Risiken. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der Früherkennung bestandsgefährdender
Risiken. Die Bewertung der Risiken wird nach einer einheitlichen Skalierung vorgenommen. Die
Überwachung der Risiken erfolgt insbesondere durch die Identifizierung und Bewertung
von Risikotreibern. Diese stellen Frühwarnindikatoren und Einflussgrößen für die Eintrittswahrscheinlichkeit
und das Schadenspotenzial der identifizierten Risiken dar. Die Risikosteuerung ist
eine laufende Aufgabe, deren inhaltliche Gestaltung in der Verantwortung der Risikoverantwortlichen
und der Unternehmensführung liegt. Durch das Risikoreporting wird der Vorstand regelmäßig
über die Entwicklung der Risikosituation unterrichtet. Das Management der mit dem Schiffsbetrieb und der Finanzierung der Schiffe zusammenhängenden
Risiken liegt in der Verantwortung der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, die alle Schiffe
der HCI HAMMONIA SHIPPING AG bereedert. Die Risikoüberwachung sowie aktien- und kapitalmarktrechtliche
Betreuung leistet neben dem Vorstand die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG. Folgende Hauptrisikogruppen werden im Rahmen des Risikomanagementsystems abgebildet: Marktbezogene RisikenDer Konzern erzielt Einkünfte aus dem Betrieb von Schiffen. Daraus resultieren im
Wesentlichen folgende Einzelrisiken:
Die drei 7.800 TEU Containerschiffe, MS "HAMMONIA FIONIA", MS "HAMMONIA DANIA" und
MS "HAMMONIA HAFNIA" sind von der weltgrößten Containerschiffsreederei A.P. Moeller-Maersk
fest eingechartert. Die Charterverträge laufen noch bis mindestens Mitte Februar 2018.
Die weiteren Schiffe der Gesellschaft sind Mitglieder in größenspezifischen Einnahmepools,
die das Risiko der Nichtbeschäftigung oder der Beschäftigung zu nicht auskömmlichen
Charterraten mindern sowie eine Glättung von Markthöhen und -tiefen ermöglichen sollen.
Neuabschlüsse einzelner Schiffe in den Einnahmepools zu unterdurchschnittlichen Raten
können jedoch das Poolergebnis reduzieren. Das gleiche gilt für den Fall, dass Poolmitglieder
zeitweise keine Beschäftigung finden. Als Poolmanager fungiert die Peter Döhle Schiffahrts-KG,
eine der bekanntesten und renommiertesten deutschen Reedereien und Maklereien in Privatbesitz. Aufgrund der langanhaltenden Krise des Containerschiffsmarktes sind aber auch die
Einnahmepools nicht mehr in der Lage ein auskömmliches Einkommensniveau für die Poolmitglieder
zu gewährleisten. Im Zuge des im August 2015 umgesetzten Restrukturierungskonzeptes
konnte sichergestellt werden, dass aktuelle oder zukünftige Zahlungsschwierigkeiten
der in Einnahmepools fahrenden Schiffe den Bestand der Gesellschaft nicht mehr gefährden. Die vertraglich vereinbarten Chartern laufen aus (sogenanntes Charteranschlussrisiko). Die Schiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG fahren in Einnahmepools bzw. sind mittel-
bis langfristig an renommierte Vertragspartner verchartert (vgl. hierzu den vorherigen
Abschnitt). Hierdurch soll das Charteranschlussrisiko zukünftig minimiert werden. Zuletzt ist das MS "HAMMONIA PESCARA" im März 2015 einem Einnahmepool der Peter Döhle
Schiffahrts-KG beigetreten. Die Charterer der Schiffe werden illiquide oder zahlen die vereinbarten Chartern nicht
vertragsgemäß. Der Konzern betreibt seine Containerschiffe in den Größenklassen zwischen 2.500 TEU
und 4.250 TEU in größenspezifischen Einnahmepools, die auch das individuelle Adressrisiko
der einzelnen Charterer reduzieren. Generell kann nicht ausgeschlossen werden, dass
Charterer einzelner Schiffe Charterraten verspätet oder gar nicht bezahlen oder illiquide
werden. Als Mitglieder eines Einnahmepools würde dies mittelbar auch die Schiffe der
HCI HAMMONIA SHIPPING AG betreffen. Zur Minimierung dieses Risikos wird ein Forderungsmanagementsystem
eingesetzt. Die drei 7.800 TEU Containerschiffe sind von der weltgrößten Containerschiffsreederei
A.P. Moeller-Maersk fest eingechartert. Hier ist es in der Vergangenheit zu keinen
Verzögerungen bei der Zahlung der Charterraten gekommen. FinanzierungsrisikenHieraus ergeben sich im Wesentlichen folgende Einzelrisiken: WährungsrisikoAus dem Betrieb der Schiffe werden ausschließlich USD-Einkünfte erzielt. Teile der
Schiffsbetriebs- und der Verwaltungskosten fallen jedoch in EUR an. Aus diesem Grund
betreibt die HCI HAMMONIA SHIPPING AG zur Verminderung von Währungs- und Zinsänderungsrisiken
ein aktives Zins- und Währungsmanagement. Dabei werden die Schiffe weitestgehend währungskongruent
finanziert und verbleibende Wechselkursrisiken, soweit entsprechende Zahlungsvorgänge
schon feststehen, abgesichert. ZinsänderungsrisikoZur Finanzierung der Schiffe wird auch Fremdkapital eingesetzt. Das Zinsänderungsrisiko
wird durch den Abschluss derivativer Zinssicherungsgeschäfte teilweise begrenzt. Für
den nicht über langfristige Zinsfestschreibungen oder den Abschluss derivativer Zinssicherungsgeschäfte
abgesicherten Teil der Fremdfinanzierung besteht ein Zinsänderungsrisiko. FinanzierungsänderungsrisikoDie Finanzierungskonditionen sind grundsätzlich für die gesamte Vertragslaufzeit festgeschrieben.
Bei der Verletzung bestimmter vertraglicher Auflagen hat die finanzierende Bank die
Möglichkeit, die Finanzierungskonditionen nachzuverhandeln, bzw. das Recht, die Finanzierung
fällig zu stellen. Zur Risikominimierung finden regelmäßig und frühzeitig aktive Verhandlungen
mit den Finanzierungspartnern statt. Das Finanzierungsänderungsrisiko wird insbesondere dann immanent, wenn eine Schiffsgesellschaft
den vereinbarten Schuldendienst nicht mehr leisten kann. Dieses Risiko hat sich bei
den in Einnahmepools fahrenden Schiffen der Gesellschaft aufgrund der andauernd herausfordernden
Marktsituation materialisiert. Aufgrund von Bürgschaften der Gesellschaft für die
Finanzierungen der Schiffe war auch der Bestand der HCI HAMMONIA SHIPPING AG gefährdet.
Nach langwierigen Verhandlungen konnte im August 2015 mit den finanzierenden Banken
der Schiffsgesellschaften sowie der HCI HAMMONIA SHIPPING AG ein umfangreiches Restrukturierungskonzept
umgesetzt werden, das im Wirtschaftsbericht im Abschnitt "Finanzierung" näher beschrieben
ist. Damit ist sichergestellt worden, dass aktuelle oder zukünftige Zahlungsschwierigkeiten
der in Einnahmepools fahrenden Schiffe den Bestand der Gesellschaft nicht mehr gefährden. Für das 2.800 TEU Schiff MS "ANTOFAGASTA" sind Verhandlungen mit der finanzierenden
Bank hinsichtlich der Gewährung von Tilgungsstundungen abgeschlossen worden. Ein entsprechender
Nachtrag zum Kreditvertrag ist am 1.10.2015 unterzeichnet worden. Hinsichtlich des
4.250 TEU Schiffes MS "HAMMONIA PESCARA" haben die Gesellschafter der Schiffsgesellschaft
keine hinreichenden Absichtserklärungen für eine Fortführung der Schiffsgesellschaft
mit Eigenmitteln abgegeben, jedoch im 1. Quartal 2016 einen Verkaufsbeschluss gefasst,
der unter dem Vorbehalt der solventen Liquidation der Schiffsgesellschaft steht (siehe
Nachtragsbericht). Die Geschäftsführung ist somit handlungsfähig, verhandelt derzeit
aber noch mit der finanzierenden Bank hinsichtlich eines alternativen Fortführungskonzeptes.
Ein Scheitern dieser Bemühungen oder ein Verkauf des Schiffes hat aber keine Auswirkungen
auf den Bestand der Muttergesellschaft HCI HAMMONIA SHIPPING AG. Das Finanzierungsänderungsrisiko kann sich auch dann materialisieren, wenn bestimmte
vertragliche Auflagen verletzt werden. So waren bei den drei 7.800 TEU Schiffsgesellschaften
die Verzichtsvereinbarungen hinsichtlich des möglichen Verstoßes bzgl. der Werterhaltungsklauseln
zum 31. Dezember 2014 ausgelaufen. Die Verlängerung dieser Verzichtsvereinbarungen
war Teil des Restrukturierungskonzeptes, da die Fortführung dieser drei Schiffsgesellschaften
den wesentlichen Zukunftswert der HCI HAMMONIA SHIPPING AG darstellt. Technische / SchiffsbetriebsrisikenDie Schiffe werden im Betrieb stark beschädigt, sinken oder verursachen Schäden bei
Dritten. Zur Abdeckung der typischen Risiken aus dem Betrieb von Seeschiffen, einer starken
Beschädigung, einem Untergang eines Schiffes oder verursachten Schäden an Dritten
wird durch den Bereederer ein adäquater Versicherungsschutz unterhalten. Unternehmensbezogene Risiken / GeschäftsmodellrisikenNeben den dargestellten spezifischen Risiken aus dem Schiffsbetrieb unterliegt der
Konzern auch unternehmensbezogenen Risiken. Hierbei sind für den Erfolg des Konzerns
die Qualität des Managements und wichtiger Dienstleister sowie die Reputation bei
Investoren, Geschäftspartnern und Marktbeobachtern maßgeblich. In diesem Zusammenhang
hat sich der Konzern durch die langjährige Bestellung der Vorstandsmitglieder abgesichert.
Wichtige operative und administrative Funktionen werden von qualifizierten und erfahrenen
Dienstleistern auf der Grundlage von langfristig geschlossenen Serviceverträgen erbracht. Es bestehen keine Risiken aus der Bestellung spekulativer Neubauten. Gesamtbeurteilung der RisikenDie unverändert hohe Orderaktivität der internationalen Linienreeder hat eine Rückkehr
des Containerschiffsmarktes in ein Marktgleichgewicht bislang verhindert, da aufgrund
des Wachstums der weltweiten Flotte bestehende Überkapazitäten am Markt nicht abgebaut
werden konnten. Die in der Folge anhaltende Krise am Containerschiffsmarkt hatte die
Eintrittswahrscheinlichkeit der in diesem Bericht erläuterten Risiken erhöht. Insbesondere
zu nennen ist hier das Finanzierungsänderungsrisiko. Durch die Umsetzung des im Wirtschaftsbericht
im Abschnitt "Finanzierung" näher beschriebenen Restrukturierungskonzeptes ist die
Voraussetzung für die Unternehmensfortführung geschaffen worden. 4.3 ChancenberichtErholung und Konsolidierung der Schifffahrtsmärkte Die Schifffahrtsmärkte durchlaufen
weiterhin eine schwierige Marktphase, die angebotsseitig durch eine hohe Anzahl an
Neubaubestellungen von Containerschiffen geprägt ist. Im Ergebnis hat dies in den
vergangenen Jahren zu deutlich gesunkenen Charterraten geführt, von denen insbesondere
die in Einnahmepools fahrenden Schiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG betroffen waren. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG geht mittel- bis langfristig von einer Konsolidierung
des Containerschifffahrtsmarktes und in Folge dessen von einer Nachhaltigkeit der
sich abzeichnenden Markterholung aus. Ein wesentlicher Werttreiber der Gesellschaft
ist der Wert der drei 7.800 TEU Schiffe im Anschluss an die Anfang 2018 auslaufende
Maersk Charter. Die Schiffe sind dann 22 Jahre alt und in einem normalisierten Marktumfeld
läge ihr Wert dann deutlich über dem Schrottwert dieser Schiffe, da von einem Fortbetrieb
dieser Schiffe für weitere fünf Jahre ausgegangen werden könnte. Durch die Umsetzung
des Restrukturierungskonzeptes ist die Fortführung des Geschäftsmodells derzeit auf
eine gefestigte Grundlage gestellt worden. Durch eine erfolgreiche Bestandssicherung
ist dem Unternehmen die Möglichkeit eröffnet worden, an einer Markterholung aktiv
zu partizipieren und sich ergebende Marktchancen zu ergreifen. 5. Lage der Holdinggesellschaft HCI HAMMONIA SHIPPING AGAufgrund der Verflechtungen der HCI HAMMONIA SHIPPING AG mit den Konzerngesellschaften
entsprechen die im Abschnitt "Prognose-, Risiko- und Chancenbericht" getroffenen Aussagen
auch auf die Muttergesellschaft zu. Dies gilt auch für die getroffenen Annahmen und
Prämissen. 5.1 ErtragslageDie Ertragslage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG stellt sich wie folgt dar: scroll
Die Ertragslage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist in den Vergleichsjahren im Wesentlichen
gekennzeichnet durch Abschreibungen auf Finanzanlagen sowie in 2015 durch ein außerordentliches
Ergebnis. Die Beteiligungserträge betreffen im Wesentlichen die Restausschüttung aus einer liquidierten
Tochtergesellschaft. Als Folge der Schifffahrtskrise mussten im Geschäftsjahr 2015 erhebliche außerplanmäßige
Abschreibungen auf Beteiligungsansätze in Höhe von insgesamt 21.615 TEUR vorgenommen
werden. Im Rahmen der Veräußerung des MS "WESTPHALIA" durch eine Tochtergesellschaft hatte
die HCI HAMMONIA SHIPPING AG eine Minderheitenbeteiligung an der Erwerbergesellschaft
sowie deren Komplementärin erworben. Daneben wurde ein Darlehen an die Erwerbergesellschaft
gewährt. Aufgrund der negativen wirtschaftlichen Entwicklung der Erwerbergesellschaft
wurde das ausgereichte Darlehen im Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 13 TEUR außerplanmäßig
abgeschrieben. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 232 TEUR betreffen im Wesentlichen
Kurserträge aus der Bewertung von Devisenbeständen. Im Berichtszeitraum fielen sonstige betriebliche Aufwendungen von insgesamt 1.115
TEUR an. Diese resultierten neben Kursverlusten aus der Stichtagsbewertung von Verbindlichkeiten
aus Zahlungsversprechen im Wesentlichen aus Rechtsberatungskosten und Consultingleistungen
im Zusammenhang mit der Restrukturierung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG. Die Zinsaufwendungen in Höhe von 190 TEUR resultieren im Wesentlichen aus Zinsen aus
der Begebung von Genussrechten sowie aus Zinsen aus der Gewährung von Darlehen durch
die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG. Die Verminderung der Zinsaufwendungen ist eine
Folge der im Geschäftsjahr 2015 abgeschlossenen Restrukturierungsvereinbarung. Die außerordentlichen Erträge in Höhe von 6.754 TEUR betreffen Erträge aus der Ausbuchung
von Verbindlichkeiten im Rahmen der im Geschäftsjahr 2015 abgeschlossenen Restrukturierungsvereinbarungen. Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von 4.923 TEUR ergeben sich aus Zahlungsversprechen
der Gesellschaft an drei verschiedene Kreditinstitute im Rahmen der im Geschäftsjahr
abgeschlossenen Restrukturierungsvereinbarungen. Insgesamt ergab sich im Berichtszeitraum ein Jahresfehlbetrag von 20.539 TEUR (im
Vorjahr: 54.122 TEUR). 5.2 FinanzlageDie Finanzlage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG kann mit Hilfe einer Kapitalflussrechnung
veranschaulicht werden. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet dabei zwischen Zahlungsströmen
aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. scroll
Die Ermittlung der Kapitalflussrechnung erfolgte nach dem Deutschen Rechnungslegungs
Standard 21 des DRSC. Die Ermittlung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten
Methode. Im Berichtszeitraum weist die HCI HAMMONIA SHIPPING AG einen Cashflow aus
laufender Geschäftstätigkeit von -636 TEUR aus. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit resultiert aus der Auszahlung
eines Zuschusses an eine Tochtergesellschaft im Zuge der Restrukturierung der Gesellschaft.
Der positive Cashflow aus der Investitionstätigkeit des Vorjahres von 3.199 TEUR resultierte
aus Ausschüttungen einzelner Tochtergesellschaften, denen die Einzahlung weiteren
Eigenkapitals in verschiedene Tochtergesellschaften gegenüberstand. Der positive Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich aus der Aufnahme
eines Darlehens im Zuge der Restrukturierung der Gesellschaft. Dieses diente der Zahlung
eines Zuschusses an eine Tochtergesellschaft. Insgesamt beliefen sich die zahlungswirksamen Veränderungen der liquiden Mittel auf
-835 TEUR. Unter Berücksichtigung währungsbedingter Veränderungen der liquiden Mittel
sowie der liquiden Mittel zu Beginn der Periode ergibt sich zum Ende des Geschäftsjahres
2015 ein Bestand an liquiden Mitteln von 3.063 TEUR. 5.3 VermögenslageDie Vermögenslage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG stellt sich wie folgt dar: scroll
Das Anlagevermögen der Gesellschaft umfasst zum Bilanzstichtag im Wesentlichen Finanzanlagen,
die die Beteiligung an Einschiffsgesellschaften in der Rechtsform einer GmbH & Co.
KG und deren Komplementärgesellschaften betreffen (insgesamt 24.151 TEUR). Das Finanzanlagevermögen
verminderte sich durch außerplanmäßige Abschreibungen auf verschiedene Beteiligungen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände blieben gegenüber dem Vorjahr nahezu
unverändert. Die liquiden Mittel der HCI HAMMONIA SHIPPING AG sind gegenüber dem Vorjahr leicht
gesunken. Die Bilanz der HCI HAMMONIA SHIPPING AG weist zum Abschlussstichtag ein Eigenkapital
in Höhe von 13.517 TEUR aus, welches sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von
13.641 TEUR, den Kapitalrücklagen in Höhe von 20.410 TEUR sowie der gesetzlichen Rücklage
von 5 TEUR abzüglich eines Bilanzverlustes von 20.539 TEUR zusammensetzt. Die Verminderung
gegenüber dem Vorjahr beruht auf dem Jahresfehlbetrag in Höhe von 20.539 TEUR. Die Verbindlichkeiten der HCI HAMMONIA SHIPPING AG haben sich gegenüber dem Vorjahr
um 1.622 TEUR vermindert. Verminderungen aufgrund Darlehensverzichten verschiedener
Gläubiger im Rahmen der Restrukturierungsvereinbarungen in Höhe von 6.754 TEUR standen
Erhöhungen durch von der Gesellschaft abgegebene Zahlungsversprechen in Höhe von 4.923
TEUR gegenüber. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist insgesamt
als geordnet anzusehen. |
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