HCI Hammonia Shipping AG

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1.1.2015 bis 31.12.2015

Jahresabschluss 2015 HCl HAMMONIA SHIPPING AG

Bilanz zum 31. Dezember 2015

AKTIVA

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A. Anlagevermögen 31.12.2014 €

Finanzanlagen



1. Anteile an verbundenen Unternehmen 24.151.218,04
45.765.914,02

2. Beteiligungen 6.250,00 24.157.468,04 6.250,00
B. Umlaufvermögen



I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände



1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.155.158,91
1.096.226,56

2. Sonstige Vermögensgegenstände 75.569,11 1.230.728,02 98.466,51

II. Guthaben bei Kreditinstituten
3.063.023,50 3.667.113,35
C. Rechnungsabgrenzungsposten
27.167,52 25.067,13

28.478.387,08 50.659.037,57

PASSIVA

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A. Eigenkapital 31.12.2014 €

I. Gezeichnetes Kapital
13.641.400,00 13.641.400,00

II. Kapitalrücklage
20.409.561,88 20.409.561,88

III. Gewinnrücklagen



Gesetzliche Rücklage
5.000,00 5.000,00

IV. Bilanzverlust
-20.538.707,76 0,00



13.517.254,12 34.055.961,88
B. Rückstellungen



Sonstige Rückstellungen
115.000,00 135.000,00
C. Verbindlichkeiten



1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.143.749,43
504.208,40

2. Genussrechtskapital 6.175.000,00
12.350.000,00

3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.707,97
42.681,81

5. Sonstige Verbindlichkeiten 3.506.675,56 14.846.132,96 3.571.185,48



28.478.387,08 50.659.037,57

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

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2014


1. Umsatzerlöse 208.201,80 1.074.574,00
2. Sonstige betriebliche Erträge 231.597,06 245.327,17

- davon Erträge aus der Währungsumrechnung
€ 231.518,97 (€ 242.915,85)


3. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens,
soweit diese die in der Kapitalgesellschaft



üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 2.786.074,00
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.115.078,89 1.272.380,66

- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung
€ 258.703,86 (€ 27.671,77)


5. Erträge aus Beteiligungen 110.044,33 258.595,40
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12.915,44 10.407,16
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen 21.627.611,42 51.048.548,67
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 190.242,78 603.859,80
9. Ergebnis der gewöhnlichen\nGeschäftstätigkeit ./. 22.370.174,46 ./. 54.121.959,40
10. Außerordentliche Erträge 6.754.282,91 0,00
11. Außerordentliche Aufwendungen 4.922.864,95 0,00
12. Außerordentliches Ergebnis 1.831.417,96 0,00
13. Steuern vom Einkommen und\nvom Ertrag 48,74 0,00
14. Jahresfehlbetrag ./. 20.538.707,76 ./. 54.121.959,40
13. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0,00 54.121.959,40
14. Bilanzverlust (im Vj. Bilanzgewinn) ./. 20.538.707,76 ./. 0,00

Anhang der HCl HAMMONIA SHIPPING AG für das Geschäftsjahr 2015

1. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

1.1 Allgemeine Angaben

Die HCl HAMMONIA SHIPPING AG mit Firmensitz in der Elbchaussee 370, 22609 Hamburg, Bundesrepublik Deutschland, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 98689 eingetragen.

Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 13.641.400,00 EUR ist eingeteilt in 136.414 nennwertlose auf den Namen lautende Stückaktien. Die Aktien der HCI HAMMONIA SHIPPING AG sind im Segment Mittelstandsbörse der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg notiert.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 der HCI HAMMONIA SHIPPING AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach der Vorgabe des § 266 HGB. Für die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt.

1.2 Größenmerkmale

Die Gesellschaft gilt als kleine Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 1 HGB. Die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Anhangs erfolgte unter teilweiser Inanspruchnahme der eingeräumten größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 274a und § 288 HGB.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Währungsumrechnung

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert zum Geschäftsjahr 2014 angewandt.

Anlagevermögen

2.1 Finanzanlagen

Das Finanzanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Beteiligungen werden vorgenommen, soweit der anteilige Unternehmenswert dauerhaft unter die Anschaffungskosten gesunken ist.

Umlaufvermögen

2.2 Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

2.3 Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

2.4 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

2.5 Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle, die in fremder Währung anfallen, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Fremdwährungsforderungen sowie die liquiden Mittel werden mit dem jeweiligen Kurs am Bilanzstichtag, solche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden jedoch höchstens mit dem Entstehungskurs umgerechnet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Entstehungskurs oder zum höheren Kurs am Bilanzstichtag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem jeweiligen Kurs vom Bilanzstichtag bewertet. Konzerninterne Transaktionen werden mit dem Euro-Referenzkurs bilanziert.

3. Erläuterungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterungen der Bilanz

3.1 Anlagevermögen

Unter dem Posten Anlagevermögen werden im Wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Aufgrund der Schifffahrtskrise sind bei einzelnen Tochtergesellschaften in der Vergangenheit z. T. erhebliche Verluste aufgetreten. Zum Bilanzstichtag wurden deshalb die Buchwerte mit dem wirtschaftlichen Eigenkapital der Tochtergesellschaften verglichen (Net-Asset-Value-Verfahren). Hierbei wurden die Schiffe der Tochtergesellschaften grundsätzlich nach dem Ertragswertverfahren bewertet. Als Ergebnis der Überprüfung mussten die Wertansätze für verschiedene Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr um insgesamt 21.614.695,98 EUR außerplanmäßig abgeschrieben werden.

Darüber hinaus wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe der Zugänge des als "sonstige Ausleihungen" bilanzierten Darlehens vorgenommen. Das Darlehen hat die HCl HAMMONIA SHIPPING AG an ein Beteiligungsunternehmen gewährt.

3.2 Umlaufvermögen

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

3.3 Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital setzt sich zum Abschlussstichtag aus 136.414 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils 100,00 EUR zusammen.

Die ordentliche Hauptversammlung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG hatte am 19. Juni 2015 beschlossen, den Vorstand zu ermächtigen, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 18. Juni 2020 um bis zu insgesamt 6.820.700,00 EUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von neuen nennwertlosen Inhaberaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).

Die neuen Aktien sind den Aktionären grundsätzlich zum Bezug anzubieten. Die neuen Aktien können auch gemäß §§ 203 Abs. 1 Satz 1, 186 Abs. 5 AktG von einem Kreditinstitut oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

(1) für Spitzenbeträge, die sich aufgrund eines Bezugsverhältnisses ergeben;

(2) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt, der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag des Grundkapitals 10 % nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Bei der Berechnung der 10 %-Grenze ist der anteilige Betrag am Grundkapital abzusetzen, der auf Aktien entfällt, die unter Bezugsrechtsausschluss in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von §186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert wurden;

(3) soweit Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagenleistung zum Zweck der Durchführung von Unternehmenszusammenschlüssen oder des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Unternehmensbeteiligungen oder sonstiger Vermögensgegenstände, insbesondere von Seeschiffen oder Forderungen, durchgeführt werden.

Der Vorstand ist weiter ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital festzulegen.

3.4 Kapitalrücklagen

Die Kapitalrücklagen setzen sich wie folgt zusammen:

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in EUR 2015 2014
Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB 13.636.400,00 13.636.400,00
Kapitalrücklage im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB 6.773.161,88 6.773.161,88
Kapitalrücklagen insgesamt 20.409.561,88 20.409.561,88

Die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB resultiert aus Zuzahlungen im Rahmen einer im Jahr 2007 durchgeführten Kapitalerhöhung durch Ausgabe von 136.364 neuen, nennwertlosen auf den Namen lautenden Stückaktien und wurde in Höhe von 13.636.400,00 EUR dotiert.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Juni 2010 wurde der Ertrag aus der Herabsetzung des Grundkapitals in Höhe von 122.772.600,00 EUR in eine Kapitalrücklage im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB eingestellt.

Zur Deckung des Bilanzverlustes wurde der Kapitalrücklage im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in den Vorjahren Beträge in Höhe von insgesamt 115.999.438,12 EUR entnommen.

3.5 Gesetzliche Rücklage

Gem. § 150 Abs. 2 AktG wurde eine gesetzliche Rücklage in Höhe von EUR 5.000,00 gebildet.

3.6 Bilanzverlust

Der Bilanzgewinn entwickelte sich in den Vergleichsjahren wie folgt:

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In EUR 2015 2014
Jahresfehlbetrag ./. 20.538.707,76 ./. 54.121.959,40
Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0,00 54.121.959,40
Bilanzverlust ./. 20.538.707,76 0,00

3.7 Fristigkeiten und Besicherung der Verbindlichkeiten

Die Fristigkeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus folgender Übersicht:

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davon mit einer Restlaufzeit Sicherheiten
Bilanzposten 31.12.2015 bis zu 1 Jahr zwischen 1 u. 5 Jahren über 5 Jahre

(31.12.2014) EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
5.143.749,43 0,00 5.143.749,43 0,00 5.143.749,43*)

( 504.208,40 ) ( 504.208,40 ) ( 0,00 ) ( 0,00 ) ( 504.208,40 )*)
2. Genussrechtskapital 6.175.000,00 0,00 6.175.000,00 0,00 6.175.000,00*)

( 12.350.000,00 ) (6.550.000,00 ) (5.800.000,00 ) ( 0,00 ) ( 12.350.000,00 )*)
3. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
20.707,97 20.707,97 0,00 0,00 0,00

( 42.681,81 ) ( 42.681,81 ) ( 0,00 ) ( 0,00 ) ( 0,00 )
5. sonstige Verbindlichkeiten 3.506.675,56 19.716,66 3.486.958,90 0,00 0,00

( 3.571.185,48 ) ( 122.175,10 ) ( 3.449.010,38 ) ( 0,00 ) ( 0,00 )

14.846.132,96 40.424,63 14.805.708,33 0,00 11.318.749,43

( 16.468.075,69 ) (7.219.065,31 ) ( 9.249.010,38 ) ( 0,00 ) ( 12.854.208,40 )

*) Sicherheiten:
Verpfändung von Kommanditanteilen

3.8 Genussrechtskapital

Der Posten Verbindlichkeiten betrifft in Höhe von EUR 6.175.000,00 das Genussrechtskapital.

Der Vorstand hat am 17. Dezember 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats 7.450.000 Stück Genussrechte zum Nennbetrag von jeweils EUR 1,00 ausgegeben. Die Begebung der Genussrechte erfolgte gegen Sacheinlage. Sie dienen der Finanzierung des Erwerbs der mehrheitlichen Beteiligung an einer Schifffahrtsgesellschaft. Die Genussrechte sehen in erster Linie eine feste Verzinsung vor und haben eine Laufzeit von fünf Jahren. Die Genussrechtsinhaberin ist für einen Zeitraum von 10 Jahren an realisierten stillen Reserven aus der Beteiligung an der Schifffahrtsgesellschaft beteiligt. Die Genussrechte nehmen nicht am Verlust der Gesellschaft teil.

Nach in den Vorjahren erfolgten planmäßigen Tilgungen betrugen die Genussrechte TEUR 6.550. Im Rahmen einer im Geschäftsjahr zwischen der Genussrechtsinhaberin und der Muttergesellschaft abgeschlossenen Restrukturierungsvereinbarung verzichtete die Genussrechtsinhaberin auf die Hälfte des ausstehenden Betrags, so dass die Genussrechte zum 31. Dezember 2015 in Höhe von TEUR 3.275 ausgewiesen werden.

Mit Wirkung zum 31. Dezember 2011 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats 5.800.000 Stück Genussrechte zum Nennbetrag von jeweils 1,00 EUR ausgegeben. Die Begebung der Genussrechte erfolgte in Höhe von 5.367.000,00 EUR gegen Sacheinlage und in Höhe von 433.000,00 EUR gegen Bareinlage. Die Genussrechte dienen der Finanzierung des Erwerbs der mehrheitlichen Beteiligung an einer Schifffahrtsgesellschaft. Die Genussrechte sehen grundsätzlich eine feste Verzinsung vor und haben eine Laufzeit von sieben Jahren. Während der Laufzeit ist in Abhängigkeit von den aus der Schifffahrtsgesellschaft erhaltenen Ausschüttungen eine Erfolgsbeteiligung der Genussrechtsinhaberin vorgesehen. Daneben ist die Genussrechtsinhaberin während der Laufzeit des Genussrechts an realisierten stillen Reserven aus der Beteiligung an der Schifffahrtsgesellschaft beteiligt. Die Genussrechte nehmen nicht am Verlust der Gesellschaft teil. Das Genussrecht ist grundsätzlich endfällig. D.h., regelmäßige Tilgungen des Genussrechts sind während der Laufzeit nicht vorgesehen.

Im Rahmen einer im Geschäftsjahr zwischen der Genussrechtsinhaberin und der Muttergesellschaft abgeschlossenen Restrukturierungsvereinbarung verzichtete die Genussrechtsinhaberin auf die Hälfte des ausstehenden Betrags, so dass die Genussrechte zum 31. Dezember 2015 in Höhe von TEUR 2.900 ausgewiesen werden.

Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung

3.9 Abschreibungen auf Finanzanlagen

Aufgrund des zum 31. Dezember 2015 durchgeführten Werthaltigkeitstests für die Beteiligungen ergaben sich außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 21.614.695,98 EUR (im Vj. 50.793.614,40 EUR) auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die Abschreibungen resultieren aus Verlusten der Beteiligungsgesellschaften im Zuge der Schifffahrtskrise. Weitere Abschreibungen in Höhe von 12.915,44 EUR (im Vj. 254.934,27 EUR) betreffen sonstige Ausleihungen.

3.10 Außerordentliches Ergebnis

Die außerordentlichen Erträge in Höhe von 6.754.282,91 EUR betreffen Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten im Rahmen der im Geschäftsjahr 2015 abgeschlossenen Restrukturierungsvereinbarungen.

Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von 4.922.864,95 EUR ergeben sich aus Zahlungsversprechen der Gesellschaft an drei verschiedene Kreditinstitute im Rahmen der im Geschäftsjahr abgeschlossenen Restrukturierungsvereinbarungen.

4. Sonstige Angaben

4.1 Vorstand

Zu Vorständen der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2015 sowie im Jahr 2016 bestellt:

Herr Dr. Karsten Liebing, Geschäftsführer der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG Hamburg,

Herr Jan Krutemeier, Leiter Investment Management der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, Hamburg.

4.2 Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Herr Werner Berg, Geschäftsführer der AKTIVA Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH und der PROKURATOR GmbH, beide Berlin (Vorsitzender),

Herr Michael Hummel, Leiter zentrale Anlage der Sparkasse Vogtland, Auerbach (stv. Vorsitzender),

Herr Andreas Uibeleisen, Bankdirektor der KfW i.R., Bad Homburg.

4.3 Haftungsverhältnisse

Verbindlichkeiten aus Bürgschaften

Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG hat für drei verbundene Unternehmen zur Absicherung von Kreditfazilitäten eine Höchstbetragsbürgschaft von 46.560.000,00 USD abgegeben. Die verbundenen Unternehmen hatten zum Bilanzstichtag die Kreditfazilitäten in Höhe von 14.600.000,00 USD (13.410.489,57 EUR) in Anspruch genommen.

Desweiteren hat die HCI HAMMONIA SHIPPING AG für diese drei verbundenen Unternehmen zur Absicherung von Verbindlichkeiten aus Zinssicherungsgeschäften eine Höchstbetragsbürgschaft von 20.000.000,00 USD abgegeben. Zum Bilanzstichtag hatten sämtliche Zinssicherungsgeschäfte für die verbundenen Unternehmen negative Marktwerte. Diese betrugen insgesamt -5.485.477,01 USD (-5.038.557,00 EUR).

Das Risiko der Inanspruchnahme aus den beiden Haftungsverhältnissen wird als sehr gering angesehen, da die Schiffe der drei betroffenen verbundenen Unternehmen in langfristiger Charter bei einer bonitätsstarken Linienreederei fahren und so einen stabilen Cash-Flow zur Bedienung ihrer Schulden generieren.

4.4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus mit verschiedenen Dienstleistern bestehenden Service-, Dienstleistungs- und Beratungsverträgen bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 102 TEUR pro Jahr. Die Verträge haben eine Restlaufzeit zum Bilanzstichtag von 3 Jahren. Zum Abschlussstichtag beträgt die Summe der finanziellen Verpflichtungen deshalb insgesamt 306 TEUR.

Im Rahmen einer mit verschiedenen Kreditinstituten abgeschlossenen Restrukturierungsvereinbarung hat die Gesellschaft folgende Besserungsscheine vereinbart:

Im Falle einer Dividendenzahlung der Gesellschaft erhalten die beiden Genussrechtsinhaber einen zusätzlichen Betrag in Abhängigkeit von der Dividendenhöhe bis insgesamt maximal USD 4.000.000,00

Im Falle einer Dividendenzahlung der Gesellschaft erhalten die drei weitere Kreditinstitute einen zusätzlichen Betrag in Abhängigkeit von der Dividendenhöhe bis insgesamt maximal USD 4.000.000,00

Im Falle des Erhalts von Ausschüttungen aus zwei Tochter-Schifffahrtsgesellschaften erhalten die beiden Genussrechtsinhaber jeweils maximal einen Betrag in Höhe der jeweils ausstehenden Beträge (zum 31. Dezember 2015 insgesamt maximal EUR 6.175.000,00; sogenannte schifffahrtsbezogene Besserungsscheine)

4.5 Beteiligungsverhältnisse bzw. Tochterunternehmen

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2015 ist dem Anhang beigefügt.

4.6 Konzernverhältnisse

Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG, Hamburg, ist Obergesellschaft des Konzerns. Zum 31. Dezember 2015 wird ein Konzernabschluss und Konzernlagebericht gemäß HGB und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes erstellt. Dieser wird im Bundesanzeiger (www.bundesanzeiger.de) veröffentlicht werden.

Hamburg, den 29. April 2016

Dr. Karsten Liebing

Vorstand

Jan Krutemeier

Vorstand

Aufstellung des Anteilbesitzes zum 31. Dezember 2015

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Eigenkapital Beteiligungshöhe Ergebnis 2015
Firma Sitz EUR
EUR
MS "HAMMONIA POMERENIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG Hamburg 44.182,59 97,60% 13.299.305,42
MS "SAXONIA" Schiffahrts GmbH + Co. KG Hamburg -12.398.397,33 97,39% -3.401.108,09
MS "HAMMONIA ROMA" Schiffahrtsgesellschaft mbH + Co. KG Hamburg -8.452.434,99 97,64% -2.795.807,46
MS "HAMMONIA HOLSATIA" Schiffahrtsgesellschaft mbH + Co. KG Hamburg 9.831,11 97,61% 4.482.271,73
MS "HAMMONIA TEUTONICA" Schiffahrtsgesellschaft mbH + Co. KG Hamburg 9.045,92 97,62% 3.944.342,74
MS "HAMMONIA MASSILIA" Schiffahrtsgesellschaft mbH + Co. KG Hamburg 9.253,56 97,64% 4.689.160,91
MS "HAMMONIA BAVARIA" Schiffahrts-GmbH + Co. KG Hamburg 9.238,95 97,72% 6.324.332,73
MS "HAMMONIA FIONIA" Schiffahrts-GmbH + Co. KG Hamburg 14.076.465,38 98,56% 1.347.545,03
MS "HAMMONIA HAFNIA" Schiffahrts-GmbH + Co. KG Hamburg 20.049.456,90 67,33% 1.281.606,87
MS "HAMMONIA DANIA" Schiffarts-GmbH + Co. KG Hamburg 14.956.819,40 98,56% 930.173,10
MS "HAMMONIA PESCARA" Schiffahrts GmbH & Co. KG Hamburg -12.740.298,72 55,86% -25.203.707,73
FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG Hamburg -1.919.179,19 51,23% -5.122.593,98
Verwaltung 3.100 TEU GmbH Hamburg 95.072,92 100,00% 3.337,97
Verwaltung MS "HAMMONIA PESCARA" GmbH Hamburg 188.380,37 57,00% 11.276,63
Verwaltung FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH Hamburg 29.817,84 100,00% 911,20
MS "HAMMONIA WESTPHALIA NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG Hamburg -1.405.749,16 48,24% -1.992.781,171
Verwaltung MS "HAMMONIA WESTPHALIA NOVA" GmbH Hamburg 14.758,01 50,00% 1.683,40
Verwaltung 2.500 TEU GmbH Hamburg 48.186,31 100,00% 14.828,66
Verwaltung 7.800 TEU GmbH Hamburg 33.658,40 100,00% 6.620,73

1 Ergebnis 2014

Zusammengefasster Bericht über die Lage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2015

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Allgemeines

Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG wurde im Jahr 2007 von der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG und der HCI Capital AG initiiert. Bis zum 30. Dezember 2014 war die HCI HAMMONIA SHIPPING AG an der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg im Regulierten Markt notiert. Seit dem 31. Dezember 2014 ist die Aktie im Segment Mittelstandsbörse der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg notiert.

Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG führt als Konzernobergesellschaft und geschäftsführende Holding die einzelnen Schiffsinvestments der jeweiligen Tochtergesellschaften.

Die Tätigkeit des Konzerns ist auf den Erwerb, den Betrieb und die Veräußerung von Handelsschiffen ausgerichtet. Der Fokus liegt dabei auf moderner Containerschiffstonnage.

Das Geschäftsmodell der HCI HAMMONIA SHIPPING AG und ihrer Tochtergesellschaften besteht darin, die Schiffe langfristig an bonitätsstarke Linienreedereien zu verchartern und/oder mit anderen Schiffen der jeweils gleichen Größenklasse die Einnahmen zu poolen, um die Erlöse gegen schwankende Charterraten und mögliche Beschäftigungsausfälle abzusichern. Der Konzern erzielt somit im Wesentlichen Erträge aus dem Betrieb von Schiffen.

Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG hatte zum 31. Dezember 2015 sieben Containerschiffe mit einer Größe von 2.500 bis 7.800 TEU in Fahrt. Die Anteile an vier dieser Schiffsgesellschaften werden fast ausschließlich von der HCI HAMMONIA SHIPPING AG gehalten. Bei drei Schiffsgesellschaften ist die HCI HAMMONIA SHIPPING AG Mehrheitsgesellschafterin.

Bei einer weiteren Schiffsgesellschaft ist die HCI HAMMONIA SHIPPING AG Minderheitsgesellschafterin. Die Gesellschaften in der Rechtsform "GmbH & Co. KG" sind jeweils als sogenannte Einschiffs-Kommanditgesellschaften zivilrechtliche Eigentümer und Betreiber der einzelnen Schiffe.

Des Weiteren ist die HCI HAMMONIA SHIPPING AG an den insgesamt sechs Komplementärgesellschaften dieser Schiffsgesellschaften beteiligt: bei vier Komplementärgesellschaften ist die HCI HAMMONIA SHIPPING AG Alleingesellschafterin, bei einer Komplementärgesellschaft Mehrheitsgesellschafterin und eine weitere wird im Rahmen der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Als Führungsholding in der Form einer Aktiengesellschaft beteiligt sich die HCI HAMMONIA SHIPPING AG an Schiffsgesellschaften in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG, die ihrerseits die Eigentümer der jeweiligen Schiffe sind. Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist ein reiner Asset-Holder, d.h. es sind keine Mitarbeiter in der Gesellschaft angestellt. Die Bereitstellung sämtlicher Dienstleistungen erfolgt durch externe Dienstleister. Die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG übernimmt alle Aufgaben im Zusammenhang mit dem laufenden Betrieb sämtlicher Schiffe. Die Schiffsgesellschaften stellen den Mietern der Schiffe, den Charterern, ein komplett ausgerüstetes, betriebsbereites und bemanntes Schiff zur Verfügung.

Nach Umsetzung der Restrukturierung der HCI HAMMONIA SHIPPING im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Gesellschaft von Existenz bedrohenden Eventualverbindlichkeiten für die Finanzierungen verschiedener Schiffsgesellschaften enthaftet werden. Der derzeitig wesentliche wirtschaftliche Wert der Gesellschaft besteht in den Beteiligungen an drei 7.800 TEU Schiffen.

Hinsichtlich der Tochtergesellschaften und ihrer Standorte wird auf den Konzernanhang verwiesen.

1.2 Steuerungssystem

Die Steuerung des Konzerns basiert auf einem einheitlichen und methodischen Vorgehen. Dabei werden unterschiedliche finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren in den Fokus gestellt.

Die Prognoserechnungen der Schiffsgesellschaften werden dem Vorstand und dem Aufsichtsrat regelmäßig auf aggregierter Basis zur Verfügung gestellt, wobei die Veränderungen des Working Capitals je Schiff in die konsolidierte Rechnung einfließen. Die operative Steuerung des Konzerns erfolgt auf Basis des operativen Gesamtergebnisses der Schiffsflotte sowie der Chartereinnahmen pro Tag. Aufgrund der derzeitigen Lage an den internationalen Containerschiffsmärkten und der daraus resultierenden Auswirkungen auf die HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist derzeit oberstes Ziel, die Zahlungsfähigkeit im Konzern und in den einzelnen Schiffsgesellschaften jederzeit sicherzustellen, so dass die Liquiditätsentwicklung die entscheidende Steuerungsgröße darstellt.

Die technische Verfügbarkeit der HCI HAMMONIA SHIPPING AG Flotte stellt einen entscheidenden nicht finanziellen Leistungsindikator dar.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In der aktuellen Ausgabe des World Economic Outlook Update vom Januar 2016 schätzt der Internationale Währungsfonds (IWF) für das Jahr 2015 ein Weltwirtschaftswachstum von 3,1%. Damit ist das Wachstum im abgelaufenen Jahr signifikant niedriger ausgefallen als vom IWF noch zu Beginn des Jahres mit 3,5 % erwartet.

Die Wachstumsdynamik der Wirtschaft in China ist nachlassend. Die Wachstumsrate war in 2015 mit 6,9 % aber immer noch deutlich höher als jene der Industrienationen. Dabei sind innerhalb der chinesischen Wirtschaft allerdings Verschiebungen zu beobachten. Konsum und Dienstleistungen gewinnen zu Lasten von Investitionen und Produktion. Dies führt zu geringeren Im- und Exporten, was wiederum Wirtschaftswachstum und Im- und Exporte anderer Länder beeinflusst. Es ist bezeichnend, dass der Welthandel in 2015 nur mit 2,6 % gewachsen ist und damit deutlich unterproportional im Vergleich zum Wachstum der Weltwirtschaft. In den letzten 20 Jahren war der Welthandel im Zuge der Globalisierung dagegen meist signifikant stärker gewachsen als die Weltwirtschaft.

Die nachlassende Dynamik des Wachstums des Welthandels wirkt sich auch auf die weltweiten Containertransporte aus. In 2015 hat sich das Wachstum der Containertransporte auf See unter Berücksichtigung der Entfernungen ("TEU - miles") auf einen Wert von ca. 1,7 % reduziert. Dies ist der niedrigste Wert seit dem Einbruch der Weltwirtschaft in 2009. Ursächlich hierfür war unter anderem der Rückgang der transportierten Container auf den mengenmäßig wichtigen Ostasien - Europa Verkehren um fast 4 %. Hinzu kamen zwei weitere Effekte: Die Rohstoff exportierenden Schwellenländer der Südhalbkugel haben aufgrund der niedrigeren Rohstoffpreise und damit geringeren Einnahmen auch weniger importiert. Und aufgrund der geringeren Wachstumsdynamik in China sind auch die Intra Asien Verkehre nicht mehr so stark gewachsen.

Zugleich ist die weltweite Flotte der Containerschiffe allein in 2015 um rd. 8 % gestiegen. Diese umfasst nunmehr 5.161 Einheiten mit einer Gesamtkapazität von rd. 20 Mio. TEU (Stand: März 2016). Das hohe Flottenwachstum im vergangenen Jahr ist auf die Orderaktivitäten der internationalen Linienreeder in den Vorjahren zurückzuführen. Allein in 2013 sind Containerschiffe mit einer Kapazität von rund 10 % der damals fahrenden Flotte trotz der vorhandenen Überkapazitäten bestellt worden. Das entsprach einer mehr als Verdreifachung gegenüber 2012. In 2014 betrug das Verhältnis von Ordervolumen zu Flottenkapazität 6 %, in 2015 waren es sogar fast 12 %. Hintergrund der Bestellungen von weiteren insbesondere Großcontainerschiffen ist ein ruinöser Wettkampf der Linienreeder um die günstigsten Stückkosten und damit um zukünftige Marktanteile. Es ist davon auszugehen, dass diese Neubaubestellungen zum größten Teil durch staatlich unterstützte Exportfinanzierungen in den großen Schiffbaunationen Südostasiens ermöglicht worden sind.

Auch wenn es sich bei den Neubaubestellungen vornehmlich um Großcontainerschiffe handelt, so belasten diese weiterhin über den Kaskadeneffekt auch kleinere Containerschiffe, d.h. die Verdrängung aus angestammten Verkehren durch die jeweils nächstgroße Schiffsklasse. Einhergehend mit einer Eintrübung der Nachfrage im zweiten Halbjahr 2015 hat dies dazu geführt, dass die Auflieger - Quote, d.h. der Anteil der unbeschäftigten Containerschiffskapazität, wieder gestiegen ist. Diese war in den ersten drei Quartalen 2015 mit durchschnittlich 1,7 % verhältnismäßig gering. Im vierten Quartal ist der Anteil der Auflieger dann aber wieder deutlich gestiegen und lag per Jahresende 2015 bei ca. 6,8 % (zum Vergleich Vorjahresende: 1,2 %). Bislang ist im laufenden Jahr 2016 keine wesentliche Veränderung der Marktsituation eingetreten, derzeit liegt die Auflieger - Quote bei rd. 7 %.

Der Anstieg des Anteils der unbeschäftigten Schiffe hat wiederum das Niveau der erzielbaren Charterraten für die beschäftigte Flotte gesenkt. Im ersten Halbjahr 2015 hatten sich die Charterraten noch deutlich erholt. Im zweiten Halbjahr mussten diese Zuwächse aber wieder abgeben werden bzw. zum Jahresende wurden in einzelnen Größenklassen Raten unter dem Jahresanfangsniveau gezahlt. Im Dezember 2015 lagen die Charterraten zwischen 1.000 und 6.000 TEU fast einheitlich bei 6.000 bis 7.000 USD/Tag. Dieses niedrige Niveau erlaubt Schiffseignern die Schiffsbetriebskosten zu decken, nicht aber einen substanziellen Deckungsbeitrag für den Schuldendienst zu leisten.

2.2 Geschäftsverlauf

Flotte

Bestandteil des in Ziffer 3.2.3.2. des Lageberichts beschriebenen Restrukturierungskonzeptes war eine Entlassung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG aus Finanzierungsbürgschaften für sechs 2.500 TEU Containerschiffe. Im Gegenzug waren bzw. sind unter anderem die jeweils betroffenen Schiffe zu veräußern. Bereits am 7.7.2015 ist das erste Schiff veräußert worden, im Gegenzug hatte die finanzierende Bank ihre Beteiligung an dem damals noch in Verhandlung befindlichen Restrukturierungskonzept zugesagt. Nach Unterzeichnung des Restrukturierungs-vertrages im August 2015 sind im Oktober 2015 vier weitere Schiffe an ihre Käufer übergeben worden. Zum Jahresende 2015 sind noch zwei Schiffe der Sub-Panamax-Klasse mit einer Größe von 2.500 TEU bzw. 2.800 TEU in dem "2.500 TEU Plus" - Einnahmepool der Peter Döhle Schiffahrts-KG gefahren. In diesem Pool waren zum Ende des Berichtszeitraums insgesamt 53 Schiffe in Fahrt. Für diese lagen die Poolraten im Jahr 2015 auf Basis von vorläufigen Zahlen durchschnittlich bei rund 7.600 USD/Tag. Im Vergleich zum Jahr 2014 entspricht dies einem Anstieg von rund 10 %. Die Charterrate für Neuabschlüsse am Spotmarkt lag im Jahresdurchschnitt bei rund 9.500 USD/Tag brutto (HAMBURG INDEX©), wobei diese im vergangenen Jahr - wie im voran stehenden Marktbericht skizziert - stark schwankend gewesen sind: Ausgehend von rd. 8.000 USD/Tag stiegen die Abschlüsse im 2. Quartal auf rd. 14.000 USD/Tag, um dann alle Zugewinne wieder abzugeben, so dass am Jahresende die Raten nur noch bei rd. 6.000 - 7.000 USD/Tag lagen. Der Pool bietet jedoch zumindest den Vorteil eines kontinuierlichen Cashflows, da in dem nach wie vor schwachen Marktumfeld stets ein gewisser Anteil der Tonnage ohne Beschäftigung ist (zum Jahresende 2015 rund 9 % der Flotte im Segment zwischen 2.000 und 2.999 TEU).

Die zwei Schiffe der Panamax-Klasse mit einer Größe von 3.100 TEU (davon eine Minderheitsbeteiligung) fahren ebenfalls in einem Einnahmepool der Peter Döhle Schiffahrts-KG. Dieser umfasste im Berichtszeitraum 13 Schiffe. Die entsprechenden Poolraten lagen im Jahr 2015 bei durchschnittlich rund 7.900 USD/Tag und somit ca. 13 % über dem Niveau des Vorjahres. Die Marktraten für Neuabschlüsse am Spotmarkt lagen im Jahr 2015 bei rund 10.000 USD/Tag brutto (HAMBURG INDEX©), wobei auch die Raten in dieser Größenklasse sehr volatil gewesen sind. Brancheninformationen zufolge sind zum Jahresende 2015 ca. 7,6 % der Flotte im Segment zwischen 3.000 und 5.099 TEU ohne Beschäftigung. Somit bietet der Pool eine gewisse Kontinuität für den Cashflow.

Das 4.250 TEU Panamax Containerschiff MS "HAMMONIA PESCARA" war bis zum 3. März 2015 zu 8.400 USD/Tag (brutto) an die japanische Reederei NYK verchartert. Nach einer Aufliegezeit von rund 8 Tagen hat das Schiff eine neue Charter bei T.S. Shipping Co., Ltd., Hong Kong zu brutto USD 14.250/Tag angetreten. Mit Charterantritt am 11. März 2015 ist das Schiff dem Peter Döhle 4.200 TEU Pool mit nunmehr 18 Schiffen beigetreten. Die Poolrate lag im Durchschnitt des Jahres 2015 bei 11.100 USD/Tag. Die Marktraten für Neuabschlüsse am Spotmarkt waren wie auch in den anderen Größenklassen sehr volatil und lagen im Durchschnitt des vergangenen bei rund 11.300 USD/ Tag brutto (HAMBURG INDEX©).

Die drei Post-Panamax Schiffe mit jeweils 7.800 TEU sind bis in das Jahr 2018 an die weltgrößte Container-Reederei A.P. Moeller-Maersk verchartert und erwirtschafteten planmäßig die vereinbarten Chartereinnahmen.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

In den Geschäftszahlen der HCI HAMMONIA SHIPPING AG spiegelt sich einerseits das aktuelle Marktumfeld wider, andererseits ist der Abschluss stark durch die Restrukturierung und die damit verbundenen außerordentlichen Effekte geprägt: Das Schiffsbetriebsergebnis liegt mit rund rd. 33 Mio. EUR weiter auf einem verhältnismäßig niedrigen Niveau, aufgrund des stärken US-Dollar aber über dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums (28,5 Mio. EUR). Das Konzernergebnis ist mit 1,8 Mio EUR in etwa ausgeglichen (2014: - 99,2 Mio. EUR). Während im Vorjahr nicht liquiditätswirksame Wertminderungen des Anlagevermögens das Ergebnis belastet haben, haben Buchgewinne im Rahmen der Restrukturierung das Konzernergebnis im abgeschlossenen Geschäftsjahr positiv beeinflusst. Ohne Berücksichtigung von außerordentlichen Wertminderungen und dem außerordentlichen Ergebnis betrug der Konzernjahresfehlbetrag rund 30,6 Mio EUR (Vorjahr: 27,5 Mio. EUR). Dieses Ergebnis ist sicherlich nach wie vor nicht zufriedenstellend.

2.3 Lage

2.3.1 Ertragslage

Die wesentlichen Kennzahlen der Ertragslage für das Geschäftsjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr stellen sich wie folgt dar:

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in TEUR 1.1.-31.12.2015 1.1.-31.12.2014 Veränderung
Umsatzerlöse 61.276 53.734 7.542
Schiffsbetriebskosten -17.334 -14.514 -2.820
Personalkosten -10.955 -10.703 -252
Schiffsbetriebsergebnis 32.987 28.517 4.470
sonstige betriebliche Erträge 6.494 13.022 -6.528
- davon Kurserträge 3.365 2.522 843
sonstige betriebliche Aufwendungen -36.630 -29.889 -6.741
- davon Kursaufwendungen -31.554 -24.906 -6.648
Reedereiergebnis 2.851 11.650 -8.799
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen


- Planmäßig -21.175 -22.467 1.292
- Außerplanmäßig -17.947 -71.734 53.787
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -36.271 -82.551 46.280
Zinserträge 26 58 -32
Abschreibungen auf Finanzanlagen -12 -255 243
Zinsaufwendungen -12.289 -16.450 4.161
Ergebnis vor Steuern und außerordentlichen Posten (EBT) -48.546 -99.198 50.652
Außerordentliche Erträge 58.655 0 58.655
Außerordentliche Aufwendungen -8.262 0 -8.262
Außerordentliches Ergebnis 50.393 0 50.393
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -79 21 -100
Konzernperiodenergebnis 1.768 -99.177 100.945
- davon entfielen auf Aktionäre der Muttergesellschaft 13.451 -92.435 105.886
- davon entfielen auf andere Gesellschafter -11.683 -6.742 -4.941

Die Umsatzerlöse wurden aus der Vercharterung von zwölf Containerschiffen (Vergleichszeitraum: zwölf Containerschiffe) erzielt. Im Laufe des Geschäftsjahres hat der Konzern fünf Containerschiffe veräußert. Bei den sieben Ende 2015 im Konzern verbliebenen Containerschiffen blieben die Beschäftigungskonzepte (Mitgliedschaft in drei Einnahmepools bzw. Vercharterung an bonitätsstarke Linienreedereien ohne Poolmitgliedschaft) gegenüber dem Vorjahreszeitraum im Wesentlichen unverändert.

Die nicht in Einnahmepools fahrenden Containerschiffe tragen durch die langjährigen Zeitchartern wesentlich zur Stabilisierung der Konzernerlöse bei. Von den gesamten Umsatzerlösen in Höhe von 61,3 Mio. EUR (Vorjahr: 53,7 Mio. EUR) wurden 67 % (Vorjahr: 71 %) von den in festen Zeitchartern fahrenden Schiffen erzielt. Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um 7,5 Mio. EUR erhöht. Dieser Anstieg resultiert aus der Veränderung des USD-Wechselkurses, welcher die Minderungen aus dem Verkauf von fünf Containerschiffen überkompensiert hat.

Im Rahmen der im Vorjahr abgegebenen Prognose wurde für die Umsatzerlöse eine leichte Verringerung gegenüber dem Vorjahr erwartet. Aufgrund des "harten" USD ist diese in Euro gerechnet nicht eingetreten.

Die Schiffsbetriebskosten enthalten im Wesentlichen die Aufwendungen für den Schiffsunterhalt und die Versicherung der Schiffe. Die Aufwendungen haben sich aufgrund der Schiffsverkäufe in US-Dollar vermindert. Auch hier ist aber aufgrund des "harten" US-Dollar in Euro eine Erhöhung zu verzeichnen. Gleiches gilt für die Aufwendungen für das Schiffspersonal.

Nach Abzug der Schiffsbetriebskosten erhöhte sich das Schiffsbetriebsergebnis um 16 % auf 33,0 Mio. EUR.

Die sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich um 6,5 Mio. EUR auf 6,5 Mio. EUR. Im Vorjahr enthielten die sonstigen betrieblichen Erträge 8,1 Mio. EUR (im Geschäftsjahr 0,2 Mio. EUR), die aus der Auflösung von in der Konzernbilanz passivierten Unterschiedsbeträgen aus der Kapitalkonsolidierung resultierten. Gegenüber dem Vorjahr erhöhten sich die Kurserträge um 0,8 Mio. EUR und die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen um 0,7 Mio. EUR. Im Übrigen betreffen die sonstigen betrieblichen Erträge Verkäufe von Treibstoffbeständen im Rahmen des Wechsels von Charterern, Kostenerstattungen der Charterer für Laschmaterial, Seefunkgebühren und Repräsentationskosten sowie die Erstattung von Havariekosten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 6,7 Mio. EUR auf 36,6 Mio. EUR erhöht. Wesentlicher Grund für den erheblichen Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist der Anstieg der Kursaufwendungen um 6,7 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr. Die Kursaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus der Aufwertung von USD-Schiffshypothekendarlehen aufgrund der Entwicklung des USD im Verhältnis zum Euro. Weitere Erhöhungen von Aufwandspositionen betreffen im Wesentlichen Abwicklungskosten in Zusammenhang mit der Liquidation von Tochter-Schifffahrtsgesellschaften in Höhe von 1,3 Mio. EUR. Die übrigen Aufwandspositionen haben sich gegenüber dem Vorjahr vermindert. Neben reduzierten Zuführungen zu Drohverlustrückstellungen für ineffektive Zinssatzswaps (Verminderung von 0,7 Mio. EUR) verminderten sich insbesondere Gebühren aus Service-, Dienstleistungs- und Beratungsverträgen (Verminderung von 0,5 Mio. EUR). Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG besitzt kein eigenes Personal, sondern bedient sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben des Personals der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG sowie einer Tochtergesellschaft der HCI Capital AG. Die übrigen Verwaltungskosten umfassen unter anderem Aufwendungen für die Jahresabschlussprüfung, Steuer- und Rechtsberatung sämtlicher Konzerngesellschaften, Kosten der Rechtsform sowie Kosten in Zusammenhang mit der Registrierung der Konzernschiffe.

Insgesamt ergibt sich damit im Geschäftsjahr 2015 ein Reedereiergebnis von 2,8 Mio. EUR, das um 8,8 Mio. EUR unter dem Wert des Vorjahres liegt.

Im Geschäftsjahr wurde ein Containerschiff auf den Marktpreis abgeschrieben, da der Konzern erwartet, dass das finanzierende Kreditinstitut eine Veräußerung veranlasst. Bei einem weiteren Containerschiff war aufgrund der unverändert schwierigen Marktsituation eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren Ertragswert erforderlich. Insgesamt wurden im Konzern außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 17,9 Mio. EUR erfasst.

Nach Verrechnung der Abschreibungen lag das operative Ergebnis, EBIT, im Geschäftsjahr 2015 mit -36,3 Mio. EUR um 46,3 Mio. EUR über dem Wert des Vorjahres. Die Verbesserung ergibt sich im Wesentlichen aus den gegenüber dem Vorjahr erheblich verminderten außerplanmäßigen Abschreibungen.

Die Zinsaufwendungen haben sich gegenüber dem Vergleichszeitraum um 4,2 Mio. EUR vermindert. Dies ist zurückzuführen auf den Verkauf von fünf Containerschiffen im Geschäftsjahr, aufgrund von einmaligen Aufwendungen des Vorjahrs aus der Auflösung von Rechnungsabgrenzungsposten sowie aufgrund der fortschreitenden Tilgung der Darlehen.

Die außerordentlichen Erträge in Höhe von 58,7 Mio. EUR betreffen Erträge aus dem Verkauf von fünf Containerschiffen des Konzerns (23,8 Mio. EUR), sowie Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten (34,9 Mio. EUR) im Rahmen der im Geschäftsjahr 2015 abgeschlossenen Restrukturierungsvereinbarungen.

Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von 8,3 Mio. EUR betreffen in Höhe von 4,9 Mio. EUR Zahlungsversprechen der Muttergesellschaft an drei verschiedene Kreditinstitute im Rahmen der im Geschäftsjahr abgeschlossenen Restrukturierungsvereinbarungen sowie in Höhe von 3,4 Mio. EUR Rückstellungen für Zahlungsgarantien aus der vorgesehenen Liquidation von fünf Schifffahrts-Tochtergesellschaften.

Insgesamt hat der Konzern im Geschäftsjahr 2015 einen Konzernjahresüberschuss in Höhe von rd. 1,8 Mio. EUR erwirtschaftet (im Vorjahr Konzernfehlbetrag von -99,2 Mio. EUR). Die auf nicht beherrschende Anteile entfallenden Ergebnisanteile betreffen Minderheitsgesellschafter der Schifffahrtsgesellschaften sowie einer Komplementärgesellschaft.

Insgesamt sind die Ertragslage des Konzerns und das im Geschäftsjahr 2015 erzielte Konzernergebnis erheblich durch außerordentliche Vorgänge im Zusammenhang mit der Restrukturierung des Konzerns sowie von der Schifffahrtskrise gekennzeichnet.

2.3.2 Finanzlage

Grundsätze und Ziele der Finanzaktivitäten

Über das Finanzmanagement stellen wir sicher, dass unser Unternehmen dauerhaft liquide ist und finanzielle Risiken reduziert werden. Aufgrund der derzeitigen Lage an den internationalen Schifffahrtsmärkten und der daraus resultierenden Auswirkungen auf die HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist derzeit oberstes Ziel, die Zahlungsfähigkeit im Konzern und in den einzelnen Schiffsgesellschaften jederzeit sicherzustellen.

Finanzierung

Die nun bereits acht Jahre andauernde Krise des Containerschiffsmarktes hat für die HCI HAMMONIA SHIPPING AG weitreichende Restrukturierungsmaßnahmen erforderlich gemacht. Die Charterraten der in Einnahmepools fahrenden Schiffe hat über einen längeren Zeitraum neben der Deckung der Schiffsbetriebskosten nur die Leistung eines Teils des Zinsaufwandes ermöglicht. Bereits in der Vergangenheit von den Banken gewährte Tilgungsstundungen hatten sich als nicht hinreichend erwiesen. Um den Bestand des Konzerns zu sichern, war ein nachhaltiges Restrukturierungskonzept mit den Banken zu vereinbaren, das von beiden Seiten substanzielle Zugeständnisse erforderte. Ursprünglich war vorgesehen, dass durch weitere Tilgungsstundungen der Banken und einem Eigenkapitalbeitrag der Gesellschafter, wie beispielsweise einer Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital oder der Begebung von Genussrechten, eine Fortführung für die gesamte Flotte der Gesellschaft sichergestellt werden sollte. Die von den Linienreedereien initiierten und seit 2013 deutlich erhöhten Neubaubestellungen haben aber dazu geführt, dass der Vorstand eine nachhaltige Markterholung kurz- bis mittelfristig nicht mehr erwartet hatte. Somit war der kalkulierte Liquiditätsbedarf so deutlich gestiegen, dass dieser realistischer Weise nicht durch eine Kapitalerhöhung gedeckt werden konnte bzw. neue Eigenmittel einem extrem hohen Verlustrisiko ausgesetzt gewesen wären. Mit Blick auf den in ihrem Ausmaß unerwarteten weiteren massiven Ausbau des Neubauprogramms der Linienreeder in den letzten beiden Jahre und den erneuten Markteinbruch, der Anfang März 2016 mit aufliegenden Containerschiffen mit einer Ladekapazität von rd. 1,6 Mio TEU einen traurigen historischen Rekord erreicht hat, sieht sich der Vorstand in der Abkehr der ursprünglichen Restrukturierungszielsetzung im Nachhinein bestätigt.

Der nicht durch den Schiffswert gedeckte Teil der Darlehen der sechs 2.500 TEU-Containerschiffe, für dessen Rückführung die HCI HAMMONIA SHIPPING AG haftete, belief sich im Zuge des verschlechterten Marktumfelds auf einen hohen zweistelligen Millionenbereich. Ziel der Verhandlungen war daher eine weitgehende Enthaftung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG bezüglich der Verbindlichkeiten der sechs 2.500 TEU Schiffsgesellschaften. Im Gegenzug haben die finanzierenden Banken unter anderem Verkaufsbeschlüsse gefordert, die einen freihändigen Verkauf der Schiffe bei einem gleichzeitigem anteiligen Verzicht der Banken auf die ausstehenden Kredite ermöglicht haben.

Im Zusammenhang mit der finanziellen Restrukturierung der Gesellschaft waren auch die Vereinbarungen mit den Inhabern von Genussrechten der HCI HAMMONIA SHIPPING AG und mit der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG als Darlehensgeber eines Langfristdarlehens neu zu verhandeln. Folglich wurden alle Gläubiger der Holdinggesellschaft in die Restrukturierung mit einbezogen. Bei den drei 7.800 TEU Schiffsgesellschaften waren die Verzichtsvereinbarungen hinsichtlich des möglichen Verstoßes bezüglich der Werterhaltungsklauseln zum 31. Dezember 2014 ausgelaufen. Hier sind ebenfalls Verhandlungen mit den finanzierenden Banken bezüglich einer Verlängerung der Verzichtsvereinbarungen geführt worden.

Da die verschiedenen finanzierenden Banken sehr unterschiedliche Interessenslagen hatten, waren diese Verhandlungen sehr herausfordernd und langwierig. Seit dem zweiten Quartal 2014 sind Gespräche mit den Finanzierungpartnern geführt worden. Diese sind teils von einer externen Beratungsgesellschaft moderiert und unterstützt worden. Am 26. August 2015 konnten die verschiedenen Verträge eines umfassenden Restrukturierungskonzeptes mit allen beteiligten Finanzierungsgläubigern unterschrieben werden. Dieses Restrukturierungskonzept besteht aus folgenden Elementen:

1. Freigabe der Bürgschaften der HCI HAMMONIA SHIPPING AG seitens der finanzierenden Banken der 2.500 TEU-Containerschiffe

2. Im Gegenzug Zahlungsversprechen der HCI HAMMONIA SHIPPING AG in Höhe von 5,6 Mio. USD, zahlbar im Jahr 2018

3. Vorratsverkaufsbeschlüsse der HCI HAMMONIA SHIPPING AG für die sechs 2.500 TEU-Containerschiffe. Die drei finanzierenden Banken dieser sechs Schiffe haben die Konsortialfinanzierungen im Rahmen eines "Credit Swaps" dergestalt aufgelöst, dass jedes Schiff von nur noch einem Institut finanziert wird. Die Fortführung der Schiffsgesellschaften bzw. der Verkauf der Schiffe ist dann jeweils bilateral mit der entsprechenden Bank abgestimmt worden. Zwischenzeitlich sind fünf Schiffe verkauft worden.

4. Neustrukturierung der ausstehenden Genussrechtsverbindlichkeiten dergestalt, dass u.a. 50 % bzw. rund 6,2 Mio. EUR nur aus etwaigen späteren Ausschüttungen aus den Schiffsgesellschaften des MS "ANTOFAGASTA" und des MS "HAMMONIA PESCARA" zu bedienen sind.

5. Rangrücktritt der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG und Zinsfreistellung des Langfristdarlehens.

6. Festlegung einer Reihenfolge hinsichtlich der Bedienung der Verbindlichkeiten

7. Die Gläubiger erhalten für ihre Zugeständnisse einen Besserungsschein in Höhe von max. 8 Mio. USD für den Fall, dass die HCI HAMMONIA SHIPPING AG wieder Dividenden zahlen wird .

Im Ergebnis ist die HCI HAMMONIA SHIPPING AG aus einem großen Teil ihrer finanziellen Verpflichtungen entlassen worden und alle wesentlichen verbleibenden Forderungen werden bis Mitte 2018 gestundet. Die Fortführung der drei 7.800 TEU Schiffsgesellschaften ist wesentlicher Bestandteil des Fortführungskonzeptes der HCI HAMMONIA SHIPPING AG, da der Restwert dieser drei Schiffe am Ende der aktuellen Chartern Anfang 2018 den wesentlichen Zukunftswert der HCI HAMMONIA SHIPPING AG darstellt.

Die anderen verbleibenden Schiffe sind wirtschaftlich für die Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung. Sie kann aus diesen Schiffen keine nennenswerten Zuflüsse mehr erwarten. Das Schicksal dieser Schiffsgesellschaften stellt zugleich kein Risiko für den Bestand der HCI HAMMONIA SHIPPING AG mehr da.

Für das verbleibende 2.500 TEU Schiff, das MS "HAMMONIA ROMA", und für das 3.100 TEU Schiff MS "SAXONIA" sind Verkaufsbeschlüsse gefasst worden. Die Verkäufe haben derzeit aber noch nicht stattgefunden, so dass diese Schiffe zunächst weiter in der Flotte der HCI HAMMONIA SHIPPING AG fahren.

Eine Umsetzung der Verkäufe wird im laufenden Jahr 2016 erwartet.

Für das 2.800 TEU Schiff MS "ANTOFAGASTA" war mit der finanzierenden Bank die Stundung von bis zu zwölf Quartalstilgungsraten und die Erhöhung des Betriebsmittelkredits um rund 1 Mio. EUR vereinbart worden. Die entsprechenden Verträge sind am 1. Oktober 2015 gezeichnet worden.

Liquidität (Kapitalflussrechnung)

Die Finanzlage des Konzerns kann mit Hilfe der Kapitalflussrechnung veranschaulicht werden. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet dabei zwischen Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

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in TEUR 1.1.-31.12.2015 1.1.-31.12.2014 Veränderung
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 27.117 26.589 528
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 109.504 -49 109.553
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -137.969 -27.618 -110.351
zahlungswirksame Veränderungen


des Finanzmittelfonds -1.348 -1.078 -270
wechselkursbedingte Änderung


des Finanzmittelfonds 1.559 1.736 -177
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 16.618 15.960 658
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 16.829 16.618 211

Die Ermittlung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Er hat sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig erhöht.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrifft im Wesentlichen Zahlungseingänge im Zusammenhang mit dem Verkauf von fünf Containerschiffen des Konzerns.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -138,0 Mio. resultiert in Höhe von 129,5 Mio. EUR (Vorjahr: 18,7 Mio. EUR) aus der Tilgung von Darlehen (davon 108,9 im Zusammenhang mit dem Verkauf von fünf Containerschiffen). 9,2 Mio. EUR (Vorjahr: 8,6 Mio. EUR) betreffen Zinszahlungen. Weitere Liquiditätsabflüsse in Höhe von 0,6 Mio. EUR betreffen Ausschüttungen an konzernfremde Kommanditisten bzw. Gesellschafter. Demgegenüber standen Zuflüsse aus der Valutierung eines Darlehens (1,3 Mio. EUR).

Insgesamt erhöhte sich der Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2015 gegenüber dem 31. Dezember 2014 um 0,2 Mio. EUR auf 16,8 Mio. EUR.

2.3.3 Vermögenslage

Die Vermögenslage des Konzerns stellt sich wie folgt dar:

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in TEUR 31.12.2015 % 31.12.2014 % Veränderung
Aktiva




Anlagevermögen 149.508 88,5 274.299 92,3 -124.791
Umlaufvermögen 19.002 11,2 20.505 6,9 -1.503
Rechnungsabgrenzungsposten 471 0,3 2.268 0,8 -1.797
Bilanzsumme 168.981 100,0 297.072 100,0 -128.091
Passiva




Eigenkapital 1.864 1,1 559 0,2 1.305
Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 2.080 1,2 2.323 0,8 -243
Rückstellungen 6.887 4,1 2.821 0,9 4.066
Verbindlichkeiten 158.150 93,6 291.299 98,1 -133.149
Rechnungsabgrenzungsposten 0 0,0 70 0,0 -70
Bilanzsumme 168.981 100,0 297.072 100,0 -128.091

Auf der Aktivseite entfallen 88,5 % der Bilanzsumme auf das Anlagevermögen. Die Veränderung des Anlagevermögens ist in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

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in TEUR
Stand 31. Dezember 2014 274.299
planmäßige Abschreibungen -21.175
außerplanmäßige Abschreibungen -17.947
Abgänge von Sachanlagen -85.669
Stand 31. Dezember 2015 149.508

Im Rahmen der Restrukturierung des Konzerns wurden im Geschäftsjahr insgesamt fünf Containerschiffe veräußert.

Das Umlaufvermögen in Höhe von 19,0 Mio. EUR umfasst im Wesentlichen liquide Mittel (16,8 Mio. EUR). Des Weiteren enthält das Umlaufvermögen u.a. Vorräte (0,9 Mio. EUR), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (0,6 Mio. EUR) und sonstige Vermögensgegenstände (0,5 Mio. EUR).

Das Eigenkapital erhöhte sich durch den im Geschäftsjahr erwirtschafteten Konzernjahresüberschuss. Die absolute Veränderung des Eigenkapitals ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

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in TEUR
Stand 31. Dezember 2014 559
Konzernperiodenergebnis 1.768
Ausschüttungen an konzernfremde Gesellschafter -560
Übrige Veränderungen 97
Stand 31. Dezember 2015 1.864

Der Anstieg der Rückstellungen um 4,1 Mio. EUR auf 6,9 Mio. EUR betrifft im Wesentlichen Rückstellungen für Zahlungsgarantien aus der vorgesehenen Liquidation von fünf Tochtergesellschaften sowie Rückstellungen für Abwicklungskosten.

Die Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Schiffsfinanzierung einschließlich abgegrenzter Zinsen der in Fahrt befindlichen Container-schiffe) in Höhe von 146,0 Mio. EUR (Vorjahr: 273,0 Mio. EUR). Die Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultiert aus der Rückzahlung bzw. dem Erlass von Krediten im Zusammenhang mit dem Verkauf von fünf Containerschiffen im Rahmen der Restrukturierung des Konzerns. Weitere Verminderungen betreffen planmäßige Tilgungen. Die Verbindlichkeiten umfassen als weitere wesentliche Posten zwei als Fremdkapital ausgestaltete Genussrechte in Höhe von insgesamt 6,2 Mio. EUR sowie ein Darlehen eines nahstehenden Unternehmens von 3,5 Mio. EUR.

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns insgesamt als geordnet anzusehen.

2.4 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Technische Verfügbarkeit der HCl HAMMONIA SHIPPING AG Flotte im Berichtszeitraum

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Theoretisch mögliche technische Verfügbarkeit in Tagen 3.934
Geplante technische Verfügbarkeit in Tagen 3.859
- Ist-Verfügbarkeit in Tagen 3.886
- Technisch bedingte Off-Hire-Tage 48
- Tage ohne Beschäftigung/ohne Pool 8
Technische Verfügbarkeit der Flotte 98,8%

Unter Berücksichtigung der technisch bedingten Off-Hire-Tage liegt die Einsatzbereitschaft der Flotte bei rund 99 %. Bereinigt um die planmäßigen Dockungen der "ANTOFAGASTA" und der "HAMMONIA HOLSATIA", ergibt sich eine Einsatzbereitschaft von über 99 %. Somit zeichnet sich die Flotte der HCI HAMMONIA SHIPPING AG weiterhin durch eine sehr hohe technische Verfügbarkeit aus. Dieses Ergebnis spiegelt den technisch einwandfreien Zustand der Schiffe und den hohen Ausbildungsgrad der Mannschaften wider und ist auf die Leistungsfähigkeit der technischen Bereederung zurückzuführen.

3. Nachtragsbericht

Am 22.2.2016 hat die Geschäftsführung der Schiffsgesellschaft des MS "HAMMONIA PESCARA" ein Schreiben hinsichtlich des Restrukturierungsbedarfs an die Gesellschafter der Schiffsgesellschaft versendet. Die Gesellschafter haben keine hinreichenden Absichtserklärungen für eine Unterstützung der Schiffsgesellschaft abgegeben, jedoch einen Verkaufsbeschluss gefasst, der unter dem Vorbehalt der solventen Liquidation der Schiffsgesellschaft steht. Die Geschäftsführung ist somit handlungsfähig, verhandelt derzeit aber noch mit der finanzierenden Bank hinsichtlich eines alternativen Fortführungskonzeptes. Aus Vorsichtsgründen ist der Schiffswert auf den Marktwert abgeschrieben worden. Darüber hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung zwischen dem Ende des Jahres 2015 und dem Datum dieser Berichterstattung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss haben könnten.

4. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

4.1 Prognosebericht

In den folgenden Prognosen sind Annahmen enthalten, die auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen worden sind. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von den erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr können wir für diese Angaben daher nicht übernehmen. Die nachfolgenden Prognosen beziehen sich - soweit nicht anderweitig angegeben - auf die nach dem Berichtsjahr folgenden zwölf Monate.

Für das laufende Jahr 2016 und für 2017 prognostiziert der IWF wieder anziehende Wachstumsraten der Weltwirtschaft von 3,4 % bzw. 3,6 % (im Vergleich 2015: 3,1%). Dabei erwartet der IWF positive Impulse aus der Region des Mittleren Osten und ab 2017 auch verstärkt aus Russland und Brasilien, welche dann aus der Phase der Rezession heraustreten sollten. Allerdings verweisen die Experten des IWF selbst darauf, dass diese Impulse aufgrund von weiteren wirtschaftlichen oder politischen Schocks ausfallen könnten.

Nach einem Wachstum des Welthandels von nur 2,6 % in 2015, erwartet der IWF für 2016 wieder ein deutlich ansteigendes Wachstum des Welthandels in Höhe von 3,4 % und damit wieder auf dem Niveau des Weltwirtschaftswachstums. Der Prognosewert des Wachstums des Welthandels für 2017 liegt bei 4,1 % und somit nur leicht oberhalb des erwarteten Wachstums der Weltwirtschaft.

Ein wieder steigendes Wachstum des Welthandelsvolumens sollte auch bei der weltweiten Nachfrage nach Containertransporten zu einer höheren Wachstumsrate im Vergleich zum Vorjahr führen. So erwarten die Analysten von Clarksons Research für 2016 und 2017 wieder Wachstumsraten für den weltweiten containerisierten Handel von rd. 4 % p.a. (zum Vergleich 2015: 1,7 %). Angesichts des Orderbuchs von Containerschiffen dürfte selbst diese an sich gesunde Wachstumsrate zunächst nicht hinreichend sein, um den Markt im Laufe des Jahres 2016 wieder in ein Gleichgewicht zu bringen, insbesondere weil die weltweite Flotte durch Werftablieferungen von Schiffsneubauten weiter wächst.

So erwartet der Brancheninformationsdienst Clarksons weiter, dass das Angebot an Containertonnage in 2016 um 4 % wachsen wird, was somit dem Niveau des prognostizierten Nachfragewachstums entspricht. Ob in 2017 eine spürbare Marktverbesserung eintreten wird, dürfte maßgeblich davon abhängen, inwieweit einerseits weitere Neubauten bestellt, Orders storniert und Werftablieferungen verschoben werden und andererseits wie hoch der Anteil der älteren Schiffstonnage ist, der einer Verschrottung zugeführt wird.

Wir erwarten für die in Einnahmepools fahrenden Schiffe im laufenden Geschäftsjahr keine nachhaltige Erholung der Einnahmensituation. Hinsichtlich des MS "SAXONIA" und des MS "HAMMONIA ROMA" erwarten wir zugleich etwa Mitte des Jahres einen Verkauf der Schiffe, so dass sich nach dem Verkauf von fünf Schiffen in 2015 die Zusammensetzung des Konzerns im Laufe des Geschäftsjahrs 2016 erneut ändern wird. Hinsichtlich des MS "HAMMONIA PESCARA" gehen wir trotz des Verkaufsbeschlusses dagegen derzeit davon aus, dass das Schiff im laufenden Jahr noch in der Flotte verbleibt, da mit der Bank noch über einen alternativen Fortführungsansatz verhandelt wird. Aufgrund der kleineren Flotte erwarten wir für das Gesamtjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt einerseits deutlich sinkende Umsatzerlöse für den Konzern der HCI HAMMONIA SHIPPING AG, andererseits auch deutlich reduzierte Schiffsbetriebskosten. Per Saldo rechnen wir mit einem deutlich höheren Reedereiergebnis. Die Zinsaufwendungen werden gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Tilgungsleistungen einerseits und vor allem wegen der kleineren Flotte andererseits erheblich sinken. Gleiches gilt für die planmäßigen Abschreibungen. Weiterhin rechnen wir für 2016 mit einem Wechselkurs von 1,15 USD/EUR und damit mit einem im Vergleich zu 2015 nur leicht schwächeren USD-Jahresdurchschnittswechselkurs. Auf dieser Basis erwarten wir für das Gesamtjahr 2016 ein negatives Konzernergebnis aus dem ordentlichen Geschäft nach Abschreibungen, Zinsen und Steuern zwischen - 2,0 und - 4,0 Mio. EUR. Darin sind bereits rd. 6 Mio EUR nicht liquiditätswirksame Kursverluste aus Darlehenstilgungen enthalten. Weitere nicht planbare Sondereffekte, wie zum Beispiel im Zusammenhang mit dem Verkauf weiterer Schiffe, sind dagegen nicht berücksichtigt.

Hinsichtlich der Entwicklung der Finanzsituation sehen wir für das Jahr 2016 eine gegenüber dem Vorjahr starke Abnahme der verfügbaren liquiden Mittel. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass im Zuge der Liquidation der Schiffsgesellschaften, welche ihre Schiffe bereits veräußert haben, verbleibende Barmittel für die Abwicklungskosten verwendet werden bzw. eine etwaige Restliquidität an die jeweilige Bank als außerordentliche Tilgung zu verwenden ist. Gleiches gilt für die beiden Gesellschaften, deren Schiffe voraussichtlich im laufenden Jahr verkauft werden.

Wir erwarten, dass die Holdinggesellschaft, die HCI HAMMONIA SHIPPING AG, nur aus den drei 7.800 TEU-Schiffsgesellschaften, die langjährige auskömmliche Chartern mit dem Marktführer Maersk aufweisen, Beteiligungserträge generieren wird. Da die Ertragslage der Holdinggesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr von außerordentlichen Wertberichtigungen gekennzeichnet gewesen ist, erwarten wir im Vergleich zum Vorjahr insgesamt deutlich steigende Erträge und damit insgesamt einen positiven Jahresüberschuss für 2016 zwischen 1 und 3 Mio. EUR, wobei bereits rd. 6 Mio EUR nicht liquiditätswirksame Kursverluste aus Darlehenstilgungen auf Ebene der Schiffsgesellschaften berücksichtigt sind, jedoch keine weiteren nicht planbaren Sondereffekte.

Hinsichtlich der Entwicklung der Finanzsituation erwarten wir für das Jahr 2016 im Einklang mit dem Restrukturierungskonzept keine Zuflüsse von liquiden Mitteln bei der Holdinggesellschaft. Im Zuge des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs rechnen wir gegenüber dem Vorjahr mit einer deutlichen Abnahme der verfügbaren liquiden Mittel. Zugleich gehen wir aber davon aus, dass durch die Umsetzung des Restrukturierungskonzeptes die Zahlungsfähigkeit der Holdinggesellschaft und der Bestand des Konzerns gesichert sind, so dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer positiven Fortführung des Unternehmens ausgegangen werden kann.

4.2 Risikobericht

Ein systematisches und effizientes Risikomanagement stellt für den Vorstand der HCI HAMMONIA SHIPPING AG eine sich ständig weiterentwickelnde Aufgabe dar.

Der Konzern verfügt über ein gut ausgebautes, EDV-gestütztes Risikomanagementsystem. Die integralen Bestandteile und Ziele des Systems sind sowohl die systematische Risikoidentifikation und Risikobewertung als auch Maßnahmen zur Vermeidung, Verminderung und Begrenzung von Risiken. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der Früherkennung bestandsgefährdender Risiken.

Die Bewertung der Risiken wird nach einer einheitlichen Skalierung vorgenommen. Die Überwachung der Risiken erfolgt insbesondere durch die Identifizierung und Bewertung von Risikotreibern. Diese stellen Frühwarnindikatoren und Einflussgrößen für die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadenspotenzial der identifizierten Risiken dar. Die Risikosteuerung ist eine laufende Aufgabe, deren inhaltliche Gestaltung in der Verantwortung der Risikoverantwortlichen und der Unternehmensführung liegt. Durch das Risikoreporting wird der Vorstand regelmäßig über die Entwicklung der Risikosituation unterrichtet.

Das Management der mit dem Schiffsbetrieb und der Finanzierung der Schiffe zusammenhängenden Risiken liegt in der Verantwortung der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, die alle Schiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG bereedert. Die Risikoüberwachung sowie aktien- und kapitalmarktrechtliche Betreuung leistet neben dem Vorstand die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG.

Folgende Hauptrisikogruppen werden im Rahmen des Risikomanagementsystems abgebildet:

Marktbezogene Risiken

Der Konzern erzielt Einkünfte aus dem Betrieb von Schiffen. Daraus resultieren im Wesentlichen folgende Einzelrisiken:

Die aus der Vercharterung der Schiffe erzielten Erlöse decken nicht die Schiffsbetriebskosten, den Kapitaldienst oder ermöglichen keine angemessene Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals.

Die drei 7.800 TEU Containerschiffe, MS "HAMMONIA FIONIA", MS "HAMMONIA DANIA" und MS "HAMMONIA HAFNIA" sind von der weltgrößten Containerschiffsreederei A.P. Moeller-Maersk fest eingechartert. Die Charterverträge laufen noch bis mindestens Mitte Februar 2018. Die weiteren Schiffe der Gesellschaft sind Mitglieder in größenspezifischen Einnahmepools, die das Risiko der Nichtbeschäftigung oder der Beschäftigung zu nicht auskömmlichen Charterraten mindern sowie eine Glättung von Markthöhen und -tiefen ermöglichen sollen. Neuabschlüsse einzelner Schiffe in den Einnahmepools zu unterdurchschnittlichen Raten können jedoch das Poolergebnis reduzieren. Das gleiche gilt für den Fall, dass Poolmitglieder zeitweise keine Beschäftigung finden. Als Poolmanager fungiert die Peter Döhle Schiffahrts-KG, eine der bekanntesten und renommiertesten deutschen Reedereien und Maklereien in Privatbesitz.

Aufgrund der langanhaltenden Krise des Containerschiffsmarktes sind aber auch die Einnahmepools nicht mehr in der Lage ein auskömmliches Einkommensniveau für die Poolmitglieder zu gewährleisten. Im Zuge des im August 2015 umgesetzten Restrukturierungskonzeptes konnte sichergestellt werden, dass aktuelle oder zukünftige Zahlungsschwierigkeiten der in Einnahmepools fahrenden Schiffe den Bestand der Gesellschaft nicht mehr gefährden.

Die vertraglich vereinbarten Chartern laufen aus (sogenanntes Charteranschlussrisiko).

Die Schiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG fahren in Einnahmepools bzw. sind mittel- bis langfristig an renommierte Vertragspartner verchartert (vgl. hierzu den vorherigen Abschnitt). Hierdurch soll das Charteranschlussrisiko zukünftig minimiert werden.

Zuletzt ist das MS "HAMMONIA PESCARA" im März 2015 einem Einnahmepool der Peter Döhle Schiffahrts-KG beigetreten.

Die Charterer der Schiffe werden illiquide oder zahlen die vereinbarten Chartern nicht vertragsgemäß.

Der Konzern betreibt seine Containerschiffe in den Größenklassen zwischen 2.500 TEU und 4.250 TEU in größenspezifischen Einnahmepools, die auch das individuelle Adressrisiko der einzelnen Charterer reduzieren. Generell kann nicht ausgeschlossen werden, dass Charterer einzelner Schiffe Charterraten verspätet oder gar nicht bezahlen oder illiquide werden. Als Mitglieder eines Einnahmepools würde dies mittelbar auch die Schiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG betreffen. Zur Minimierung dieses Risikos wird ein Forderungsmanagementsystem eingesetzt.

Die drei 7.800 TEU Containerschiffe sind von der weltgrößten Containerschiffsreederei A.P. Moeller-Maersk fest eingechartert. Hier ist es in der Vergangenheit zu keinen Verzögerungen bei der Zahlung der Charterraten gekommen.

Finanzierungsrisiken

Hieraus ergeben sich im Wesentlichen folgende Einzelrisiken:

Währungsrisiko

Aus dem Betrieb der Schiffe werden ausschließlich USD-Einkünfte erzielt. Teile der Schiffsbetriebs- und der Verwaltungskosten fallen jedoch in EUR an. Aus diesem Grund betreibt die HCI HAMMONIA SHIPPING AG zur Verminderung von Währungs- und Zinsänderungsrisiken ein aktives Zins- und Währungsmanagement. Dabei werden die Schiffe weitestgehend währungskongruent finanziert und verbleibende Wechselkursrisiken, soweit entsprechende Zahlungsvorgänge schon feststehen, abgesichert.

Zinsänderungsrisiko

Zur Finanzierung der Schiffe wird auch Fremdkapital eingesetzt. Das Zinsänderungsrisiko wird durch den Abschluss derivativer Zinssicherungsgeschäfte teilweise begrenzt. Für den nicht über langfristige Zinsfestschreibungen oder den Abschluss derivativer Zinssicherungsgeschäfte abgesicherten Teil der Fremdfinanzierung besteht ein Zinsänderungsrisiko.

Finanzierungsänderungsrisiko

Die Finanzierungskonditionen sind grundsätzlich für die gesamte Vertragslaufzeit festgeschrieben. Bei der Verletzung bestimmter vertraglicher Auflagen hat die finanzierende Bank die Möglichkeit, die Finanzierungskonditionen nachzuverhandeln, bzw. das Recht, die Finanzierung fällig zu stellen. Zur Risikominimierung finden regelmäßig und frühzeitig aktive Verhandlungen mit den Finanzierungspartnern statt.

Das Finanzierungsänderungsrisiko wird insbesondere dann immanent, wenn eine Schiffsgesellschaft den vereinbarten Schuldendienst nicht mehr leisten kann. Dieses Risiko hat sich bei den in Einnahmepools fahrenden Schiffen der Gesellschaft aufgrund der andauernd herausfordernden Marktsituation materialisiert. Aufgrund von Bürgschaften der Gesellschaft für die Finanzierungen der Schiffe war auch der Bestand der HCI HAMMONIA SHIPPING AG gefährdet. Nach langwierigen Verhandlungen konnte im August 2015 mit den finanzierenden Banken der Schiffsgesellschaften sowie der HCI HAMMONIA SHIPPING AG ein umfangreiches Restrukturierungskonzept umgesetzt werden, das im Wirtschaftsbericht im Abschnitt "Finanzierung" näher beschrieben ist. Damit ist sichergestellt worden, dass aktuelle oder zukünftige Zahlungsschwierigkeiten der in Einnahmepools fahrenden Schiffe den Bestand der Gesellschaft nicht mehr gefährden.

Für das 2.800 TEU Schiff MS "ANTOFAGASTA" sind Verhandlungen mit der finanzierenden Bank hinsichtlich der Gewährung von Tilgungsstundungen abgeschlossen worden. Ein entsprechender Nachtrag zum Kreditvertrag ist am 1.10.2015 unterzeichnet worden. Hinsichtlich des 4.250 TEU Schiffes MS "HAMMONIA PESCARA" haben die Gesellschafter der Schiffsgesellschaft keine hinreichenden Absichtserklärungen für eine Fortführung der Schiffsgesellschaft mit Eigenmitteln abgegeben, jedoch im 1. Quartal 2016 einen Verkaufsbeschluss gefasst, der unter dem Vorbehalt der solventen Liquidation der Schiffsgesellschaft steht (siehe Nachtragsbericht). Die Geschäftsführung ist somit handlungsfähig, verhandelt derzeit aber noch mit der finanzierenden Bank hinsichtlich eines alternativen Fortführungskonzeptes. Ein Scheitern dieser Bemühungen oder ein Verkauf des Schiffes hat aber keine Auswirkungen auf den Bestand der Muttergesellschaft HCI HAMMONIA SHIPPING AG.

Das Finanzierungsänderungsrisiko kann sich auch dann materialisieren, wenn bestimmte vertragliche Auflagen verletzt werden. So waren bei den drei 7.800 TEU Schiffsgesellschaften die Verzichtsvereinbarungen hinsichtlich des möglichen Verstoßes bzgl. der Werterhaltungsklauseln zum 31. Dezember 2014 ausgelaufen. Die Verlängerung dieser Verzichtsvereinbarungen war Teil des Restrukturierungskonzeptes, da die Fortführung dieser drei Schiffsgesellschaften den wesentlichen Zukunftswert der HCI HAMMONIA SHIPPING AG darstellt.

Technische / Schiffsbetriebsrisiken

Die Schiffe werden im Betrieb stark beschädigt, sinken oder verursachen Schäden bei Dritten.

Zur Abdeckung der typischen Risiken aus dem Betrieb von Seeschiffen, einer starken Beschädigung, einem Untergang eines Schiffes oder verursachten Schäden an Dritten wird durch den Bereederer ein adäquater Versicherungsschutz unterhalten.

Unternehmensbezogene Risiken / Geschäftsmodellrisiken

Neben den dargestellten spezifischen Risiken aus dem Schiffsbetrieb unterliegt der Konzern auch unternehmensbezogenen Risiken. Hierbei sind für den Erfolg des Konzerns die Qualität des Managements und wichtiger Dienstleister sowie die Reputation bei Investoren, Geschäftspartnern und Marktbeobachtern maßgeblich. In diesem Zusammenhang hat sich der Konzern durch die langjährige Bestellung der Vorstandsmitglieder abgesichert. Wichtige operative und administrative Funktionen werden von qualifizierten und erfahrenen Dienstleistern auf der Grundlage von langfristig geschlossenen Serviceverträgen erbracht.

Es bestehen keine Risiken aus der Bestellung spekulativer Neubauten.

Gesamtbeurteilung der Risiken

Die unverändert hohe Orderaktivität der internationalen Linienreeder hat eine Rückkehr des Containerschiffsmarktes in ein Marktgleichgewicht bislang verhindert, da aufgrund des Wachstums der weltweiten Flotte bestehende Überkapazitäten am Markt nicht abgebaut werden konnten. Die in der Folge anhaltende Krise am Containerschiffsmarkt hatte die Eintrittswahrscheinlichkeit der in diesem Bericht erläuterten Risiken erhöht. Insbesondere zu nennen ist hier das Finanzierungsänderungsrisiko. Durch die Umsetzung des im Wirtschaftsbericht im Abschnitt "Finanzierung" näher beschriebenen Restrukturierungskonzeptes ist die Voraussetzung für die Unternehmensfortführung geschaffen worden.

4.3 Chancenbericht

Erholung und Konsolidierung der Schifffahrtsmärkte Die Schifffahrtsmärkte durchlaufen weiterhin eine schwierige Marktphase, die angebotsseitig durch eine hohe Anzahl an Neubaubestellungen von Containerschiffen geprägt ist. Im Ergebnis hat dies in den vergangenen Jahren zu deutlich gesunkenen Charterraten geführt, von denen insbesondere die in Einnahmepools fahrenden Schiffe der HCI HAMMONIA SHIPPING AG betroffen waren.

Die HCI HAMMONIA SHIPPING AG geht mittel- bis langfristig von einer Konsolidierung des Containerschifffahrtsmarktes und in Folge dessen von einer Nachhaltigkeit der sich abzeichnenden Markterholung aus. Ein wesentlicher Werttreiber der Gesellschaft ist der Wert der drei 7.800 TEU Schiffe im Anschluss an die Anfang 2018 auslaufende Maersk Charter. Die Schiffe sind dann 22 Jahre alt und in einem normalisierten Marktumfeld läge ihr Wert dann deutlich über dem Schrottwert dieser Schiffe, da von einem Fortbetrieb dieser Schiffe für weitere fünf Jahre ausgegangen werden könnte. Durch die Umsetzung des Restrukturierungskonzeptes ist die Fortführung des Geschäftsmodells derzeit auf eine gefestigte Grundlage gestellt worden. Durch eine erfolgreiche Bestandssicherung ist dem Unternehmen die Möglichkeit eröffnet worden, an einer Markterholung aktiv zu partizipieren und sich ergebende Marktchancen zu ergreifen.

5. Lage der Holdinggesellschaft HCI HAMMONIA SHIPPING AG

Aufgrund der Verflechtungen der HCI HAMMONIA SHIPPING AG mit den Konzerngesellschaften entsprechen die im Abschnitt "Prognose-, Risiko- und Chancenbericht" getroffenen Aussagen auch auf die Muttergesellschaft zu. Dies gilt auch für die getroffenen Annahmen und Prämissen.

5.1 Ertragslage

Die Ertragslage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG stellt sich wie folgt dar:

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in TEUR 2015 2014 Veränderung
Umsatzerlöse 208 1.075 -867
Sonstige betriebliche Erträge 232 245 -13
Abschreibungen auf Umlaufvermögen, soweit unüblich 0 -2786 2.786
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.115 -1.272 157
Erträge aus Beteiligungen 110 259 -149
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13 10 3
Abschreibungen auf Finanzanlagen -21.628 -51.049 29.421
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -190 -604 414
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -22.370 -54.122 31.752
Außerordentliche Erträge 6.754 0 6.754
Außerordentliche Aufwendungen -4.923 0 -4.923
Außerordentliches Ergebnis 1.831 0 1.831
Jahresfehlbetrag -20.539 -54.122 33.583

Die Ertragslage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist in den Vergleichsjahren im Wesentlichen gekennzeichnet durch Abschreibungen auf Finanzanlagen sowie in 2015 durch ein außerordentliches Ergebnis.

Die Beteiligungserträge betreffen im Wesentlichen die Restausschüttung aus einer liquidierten Tochtergesellschaft.

Als Folge der Schifffahrtskrise mussten im Geschäftsjahr 2015 erhebliche außerplanmäßige Abschreibungen auf Beteiligungsansätze in Höhe von insgesamt 21.615 TEUR vorgenommen werden.

Im Rahmen der Veräußerung des MS "WESTPHALIA" durch eine Tochtergesellschaft hatte die HCI HAMMONIA SHIPPING AG eine Minderheitenbeteiligung an der Erwerbergesellschaft sowie deren Komplementärin erworben. Daneben wurde ein Darlehen an die Erwerbergesellschaft gewährt. Aufgrund der negativen wirtschaftlichen Entwicklung der Erwerbergesellschaft wurde das ausgereichte Darlehen im Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 13 TEUR außerplanmäßig abgeschrieben.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 232 TEUR betreffen im Wesentlichen Kurserträge aus der Bewertung von Devisenbeständen.

Im Berichtszeitraum fielen sonstige betriebliche Aufwendungen von insgesamt 1.115 TEUR an. Diese resultierten neben Kursverlusten aus der Stichtagsbewertung von Verbindlichkeiten aus Zahlungsversprechen im Wesentlichen aus Rechtsberatungskosten und Consultingleistungen im Zusammenhang mit der Restrukturierung der HCI HAMMONIA SHIPPING AG.

Die Zinsaufwendungen in Höhe von 190 TEUR resultieren im Wesentlichen aus Zinsen aus der Begebung von Genussrechten sowie aus Zinsen aus der Gewährung von Darlehen durch die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG. Die Verminderung der Zinsaufwendungen ist eine Folge der im Geschäftsjahr 2015 abgeschlossenen Restrukturierungsvereinbarung.

Die außerordentlichen Erträge in Höhe von 6.754 TEUR betreffen Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten im Rahmen der im Geschäftsjahr 2015 abgeschlossenen Restrukturierungsvereinbarungen.

Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von 4.923 TEUR ergeben sich aus Zahlungsversprechen der Gesellschaft an drei verschiedene Kreditinstitute im Rahmen der im Geschäftsjahr abgeschlossenen Restrukturierungsvereinbarungen.

Insgesamt ergab sich im Berichtszeitraum ein Jahresfehlbetrag von 20.539 TEUR (im Vorjahr: 54.122 TEUR).

5.2 Finanzlage

Die Finanzlage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG kann mit Hilfe einer Kapitalflussrechnung veranschaulicht werden. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet dabei zwischen Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

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in TEUR 2015 2014 Veränderung
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -636 -757 121
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.345 3.199 -4.544
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 1.146 -456 1.602
Zahlungswirksame Veränderungen der liquiden Mittel -835 1.986 -2.821
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel 231 243 -12
Liquide Mittel am Anfang der Periode 3.667 1.438 2.229
Liquide Mittel am Ende der Periode 3.063 3.667 -604

Die Ermittlung der Kapitalflussrechnung erfolgte nach dem Deutschen Rechnungslegungs Standard 21 des DRSC.

Die Ermittlung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Im Berichtszeitraum weist die HCI HAMMONIA SHIPPING AG einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von -636 TEUR aus.

Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit resultiert aus der Auszahlung eines Zuschusses an eine Tochtergesellschaft im Zuge der Restrukturierung der Gesellschaft. Der positive Cashflow aus der Investitionstätigkeit des Vorjahres von 3.199 TEUR resultierte aus Ausschüttungen einzelner Tochtergesellschaften, denen die Einzahlung weiteren Eigenkapitals in verschiedene Tochtergesellschaften gegenüberstand.

Der positive Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich aus der Aufnahme eines Darlehens im Zuge der Restrukturierung der Gesellschaft. Dieses diente der Zahlung eines Zuschusses an eine Tochtergesellschaft.

Insgesamt beliefen sich die zahlungswirksamen Veränderungen der liquiden Mittel auf -835 TEUR. Unter Berücksichtigung währungsbedingter Veränderungen der liquiden Mittel sowie der liquiden Mittel zu Beginn der Periode ergibt sich zum Ende des Geschäftsjahres 2015 ein Bestand an liquiden Mitteln von 3.063 TEUR.

5.3 Vermögenslage

Die Vermögenslage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG stellt sich wie folgt dar:

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31.12.2015 31.12.2014 Veränderung

in TEUR % in TEUR %
Vermögen




- Anlagevermögen 24.157 85 45.772 91 -21.615
- Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.231 4 1.195 2 36
- Liquide Mittel 3.063 11 3.667 7 -604
- Rechnungsabgrenzungsposten 27 0 25 0 2

28.478 100 50.659 100 -22.181
Kapital




- Eigenkapital 13.517 48 34.056 67 -20.539
- Rückstellungen 115 0 135 0 -20
- Verbindlichkeiten 14.846 52 16.468 33 -1.622

28.478 100 50.659 100 -22.181

Das Anlagevermögen der Gesellschaft umfasst zum Bilanzstichtag im Wesentlichen Finanzanlagen, die die Beteiligung an Einschiffsgesellschaften in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG und deren Komplementärgesellschaften betreffen (insgesamt 24.151 TEUR). Das Finanzanlagevermögen verminderte sich durch außerplanmäßige Abschreibungen auf verschiedene Beteiligungen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände blieben gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.

Die liquiden Mittel der HCI HAMMONIA SHIPPING AG sind gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken.

Die Bilanz der HCI HAMMONIA SHIPPING AG weist zum Abschlussstichtag ein Eigenkapital in Höhe von 13.517 TEUR aus, welches sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 13.641 TEUR, den Kapitalrücklagen in Höhe von 20.410 TEUR sowie der gesetzlichen Rücklage von 5 TEUR abzüglich eines Bilanzverlustes von 20.539 TEUR zusammensetzt. Die Verminderung gegenüber dem Vorjahr beruht auf dem Jahresfehlbetrag in Höhe von 20.539 TEUR.

Die Verbindlichkeiten der HCI HAMMONIA SHIPPING AG haben sich gegenüber dem Vorjahr um 1.622 TEUR vermindert. Verminderungen aufgrund Darlehensverzichten verschiedener Gläubiger im Rahmen der Restrukturierungsvereinbarungen in Höhe von 6.754 TEUR standen Erhöhungen durch von der Gesellschaft abgegebene Zahlungsversprechen in Höhe von 4.923 TEUR gegenüber.

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HCI HAMMONIA SHIPPING AG ist insgesamt als geordnet anzusehen.