![]() HAMMONIA Schiffsholding AGHamburgHalbjahresbericht 2017 - HAMMONIA Schiffsholding AGDie HAMMONIA Schiffsholding AG wurde im Jahr 2007 von der HAMMONIA Reederei GmbH &
Co. KG und der HCI Capital AG (jetzt Ernst Russ AG) als HCI HAMMONIA SHIPPING AG initiiert.
Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 14.07.2017 beschlossen, die Gesellschaft
in HAMMONIA Schiffsholding AG umzufirmieren. 1. AKTIEAuch im 1. Halbjahr 2017 hat sich die Aktie der HAMMONIA Schiffsholding AG bei geringen
Umsätzen auf niedrigem Niveau mit deutlicher Volatilität bewegt. Insgesamt war in
der Berichtsperiode ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Am 30.06.2017 notierte
die Aktie bei 10,10 EUR und somit rund 35 % unter dem Jahresanfangskurs. Durch die überwiegende Platzierung bei langfristig orientierten institutionellen Investoren
weist die Aktie der HAMMONIA Schiffsholding AG im Börsenhandel eine geringe Liquidität
auf. Die Anteile der HAMMONIA Schiffsholding AG werden zu rund 17 % von Sparkassen, Raiffeisenbanken
und Volksbanken, zu rund 14 % von Versicherungen und Pensionskassen, zu rund 27 %
von anderen Banken, zu rund 21 % von der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, zu rund
5 % von Vermögensverwaltungsgesellschaften und zu rund 6 % von anderen institutionellen
Investoren gehalten. Die restlichen rund 10 % der Aktien befinden sich im Streubesitz.
Die HAMMONIA Schiffsholding AG hält keine eigenen Aktien. Kursentwicklung der HAMMONIA Schiffsholding AG (in EUR)![]() Relative Kursentwicklung der HAMMONIA Schiffsholding AG zu ausgewählten Aktienindizien (in %)![]() Basisdaten zur HAMMONIA Schiffsholding AG Aktie
2. KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT2.1 Grundlagen des Unternehmens (Geschäftsmodell)Die HAMMONIA Schiffsholding AG wurde im Jahr 2007 von der HAMMONIA Reederei GmbH &
Co. KG und der HCI Capital AG (jetzt Ernst Russ AG) als HCI HAMMONIA SHIPPING AG initiiert.
Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 14.07.2017 beschlossen, die Gesellschaft
in HAMMONIA Schiffsholding AG umzufirmieren. Seit dem 31. Dezember 2014 ist die Aktie
der Gesellschaft im Segment Mittelstandsbörse der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg
notiert. Die HAMMONIA Schiffsholding AG führt als Konzernobergesellschaft und geschäftsführende
Holding die einzelnen Schiffsinvestments der jeweiligen Tochtergesellschaften. Die Tätigkeit des Konzerns ist auf den Erwerb, den Betrieb und die Veräußerung von
Handelsschiffen ausgerichtet. Der Fokus liegt dabei auf moderner Containerschiffstonnage.
Das Geschäftsmodell der HAMMONIA Schiffsholding AG und ihrer Tochtergesellschaften
besteht darin, die Schiffe langfristig an bonitätsstarke Linienreedereien zu verchartern
und / oder mit anderen Schiffen der jeweils gleichen Größenklasse die Einnahmen zu
poolen, um die Erlöse gegen schwankende Charterraten und mögliche Beschäftigungsausfälle
abzusichern. Der Konzern erzielt somit im Wesentlichen Erträge aus dem Betrieb von
Schiffen. Der Konzern hatte zum 30. Juni 2017 fünf Containerschiffe mit einer Größe von 2.500
bis 7.800 TEU in Fahrt. Die Anteile an vier dieser Schiffsgesellschaften werden fast
ausschließlich von der HAMMONIA Schiffsholding AG gehalten. Bei einer Schiffsgesellschaft
ist die Holding Mehrheitsgesellschafterin. Als Führungsholding in der Form einer Aktiengesellschaft beteiligt sich die HAMMONIA
Schiffsholding AG an Schiffsgesellschaften in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG,
die ihrerseits die Eigentümer der jeweiligen Schiffe sind. Die HAMMONIA Schiffsholding
AG ist ein reiner Asset-Holder, d. h. es sind keine Mitarbeiter in der Gesellschaft
angestellt. Die Bereitstellung sämtlicher Dienstleistungen erfolgt durch externe Dienstleister.
Die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG übernimmt alle Aufgaben im Zusammenhang mit dem
laufenden Betrieb sämtlicher Schiffe. Die Schiffsgesellschaften stellen den Mietern
der Schiffe, den Charterern, ein komplett ausgerüstetes, betriebsbereites und bemanntes
Schiff zur Verfügung. Nach Umsetzung der Restrukturierung der HAMMONIA Schiffsholding AG im Geschäftsjahr
2015 konnte die Gesellschaft von Existenz bedrohenden Eventualverbindlichkeiten für
die Finanzierungen verschiedener Schiffsgesellschaften enthaftet werden. Der derzeitig
wesentliche wirtschaftliche Wert der Gesellschaft besteht in den Beteiligungen an
drei 7.800 TEU Schiffen. 2.2 Wirtschaftsbericht2.2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenFür das Jahr 2017 wird nach Angaben des Internationale Währungsfonds (IWF) in seiner
aktuellsten Ausgabe des World Economic Outlook aus Juli 2017 ein Wachstum der Weltwirtschaft
von 3,5 % erwartet. Für das Welthandelsvolumen prognostiziert der IWF einen Zuwachs
von 4 % im Jahr 2017 und damit nach zwei Jahren wieder einen Anstieg oberhalb des
Niveaus des Weltwirtschaftswachstums. Die internationale Containerschiffsflotte umfasst nach Analystenangaben von Alphaliner
5.987 Schiffe mit einer Gesamtkapazität von rund 21 Mio. TEU (Stand: Juli 2017). Die
Aufliegerquote, d. h. der Anteil der unbeschäftigten Containerschiffskapazität, hat
sich im Berichtszeitraum von rd. 7 % am Jahresanfang zur Mitte des Jahres auf 2,6
% reduziert. Auch für die kommenden Jahre haben die internationalen Linienreeder weitere Schiffsneubauten
projektiert. Das gesamte Orderbuch beträgt nach Angaben von Alphaliner aktuell rd.
13 % der fahrenden Flotte. Hervorzuheben ist, dass rund 82 % des Orderbuches Schiffsklassen
mit einer Stellplatzkapazität von mehr als 10.000 TEU betreffen. Die schwache Dynamik des Wachstums des Welthandels hat sich in den beiden vergangenen
Jahren auch auf die weltweiten Containertransporte ausgewirkt. Dies hat neben dem
hohen Flottenwachstum zu einer weiteren deutlichen Reduzierung der Charterraten geführt.
Das wieder ansteigende Wachstum des Welthandelsvolumens sollte auch bei der weltweiten
Nachfrage nach Containertransporten zu einer höheren Wachstumsrate im Vergleich zum
Vorjahr führen. So haben die Analysten von Alphaliner die Wachstumsrate für 2017 mit
einem Wert von 5 % deutlich nach oben angepasst. Angesichts des Orderbuchs von Containerschiffen
dürfte aber selbst diese Wachstumsrate noch nicht hinreichend sein, um den Markt im
Laufe des Jahres 2017 wieder in ein Gleichgewicht zu bringen, da die weltweite Flotte
durch Werftablieferungen von Schiffsneubauten weiter wächst. Die Charterraten konnten aufgrund der positiven Nachfrageentwicklung deutlich anziehen.
Im Juni 2017 lagen die Charterraten für jene Schiffe zwischen 1.000 und 8.500 TEU,
die Beschäftigung finden konnten, bei 6.500 bis 11.500 USD / Tag. Diese Raten erlauben
den Schiffseignern die Schiffsbetriebskosten und einen substanziellen Teil der Zinsen
zu decken. Die Deckung des vollständigen Schuldendienstes dürfte für die meisten Schiffseigner
weiterhin nicht möglich sein. 2.2.2 GeschäftsverlaufDie drei 7.800 TEU Containerschiffe, HAMMONIA DA-NIA, HAMMONIA HAFNIA und HAMMONIA
FIONIA sind bis in das Jahr 2018 an die weltgrößte Container-Reederei Maersk Line
A / S verchartert und erwirtschafteten planmäßig die vereinbarten Chartereinnahmen
von 41.300 USD / Tag brutto. Wir erwarten, dass der Charterer die Schiffe aufgrund
der deutlich über dem Marktniveau liegenden Charterrate frühestmöglich, das heißt
voraussichtlich bereits im Februar 2018, zurückliefern wird. Vor dem Hintergrund des
aktuellen Marktniveaus ist - wie wir bereits im Geschäftsbericht 2016 dargestellt
hatten - nicht mehr davon auszugehen, dass die HAMMONIA Schiffsholding AG oder ein
potentieller Käufer der drei 7.800 TEU Schiffe, diese im nächsten Jahr docken wird,
um einen Weiterbetrieb zu ermöglichen. Der Chartermarkt rechtfertigt eine solche Investition
derzeit nicht. Die entsprechenden Verkaufserlöse für die drei Schiffe sind für die
HAMMONIA Schiffsholding entscheidend, um alle Verbindlichkeiten sowohl auf Ebene der
drei Schiffsgesellschaften als auch auf Ebene der Holding zurückführen zu können,
und damit nicht auf die im Restrukturierungskonzept vereinbarten Rangrücktritte der
Gläubiger zurückgreifen zu müssen. Dies würde zwar die Insolvenz der Gesellschaft
abwenden, könnte aber faktisch zu einer solventen Liquidation der Gesellschaft führen.
Um die Fortführung der Gesellschaft in jedem Fall sicherzustellen, sind im 1. Halbjahr
2017 Vereinbarungen mit Käufern für die drei Schiffe getroffen worden, die eine Übergabe
der Schiffe im Anschluss an die aktuellen Chartern vorsehen. Der jeweilige Kaufpreis
ist dabei letztlich abhängig vom Übergabezeitpunkt, eine Rückführung der Kredite der
drei Schiffsgesellschaften und aller wesentlichen Verbindlichkeiten der Holding ist
aber gewährleistet. Auf Ebene der Holding verbleiben lediglich die Besserungsscheine
für die Gläubiger aus der Restrukturierungsvereinbarung von 2015 in Höhe von bis zu
8 Mio. USD. Diese werden aber nur fällig und zahlbar, falls die HAMMONIA Schiffsholding
AG in der Zukunft Dividenden an ihre Aktionäre ausschüttet. Die vorgenannten Verkaufsvereinbarungen enthalten einen Öffnungsmechanismus, falls
der Chartermarkt doch noch einen wirtschaftlich sinnvollen Weiterbetrieb ermöglicht. Die "HAMMONIA ROMA" mit einer Kapazität von 2.500 TEU fährt seit Mai 2016 in einer
ca. vierjährigen Charter bei der Maersk Line zu 9.500 USD / Tag brutto. Wir befinden
uns mit der finanzierenden Bank weiterhin in Verhandlungen um für die Finanzierung
auf Basis dieser Charter eine tragfähige Lösung zu finden. Die "ANTOFAGASTA" ist auch im laufenden Jahr in dem "2.500 TEU Plus" - Einnahmepool
der Peter Döhle Schiffahrts-KG gefahren. Die Schiffsgesellschaft, an welcher die HAMMONIA
Schiffsholding AG eine Mehrheitsbeteiligung hält, musste im März aufgrund der unverändert
herausfordernden Marktbedingungen Insolvenz anmelden. Das Schiff ist im Mai 2017 vom
Insolvenzverwalter veräußert worden. Die Beteiligung an der Schiffsgesellschaft ist
folglich zum 1.6.2017 entkonsolidiert worden. Die HAMMONIA Schiffsholding AG hatte
sie bereits zuvor abgeschrieben. Über die Beteiligung hinaus besteht kein Haftungsverhältnis,
so dass die Insolvenz und der nicht die Verbindlichkeiten deckende Verkauf des Schiffes
keinen Einfluss auf das Ergebnis oder die Liquidität der Holding haben. Auch für die Schiffsgesellschaft des 3.100 TEU Containerschiffes "SAXONIA" musste
bereits im November 2016 Insolvenz angemeldet werden. Auch hier war die Beteiligung
an der Schiffsgesellschaft von der HAMMONIA Schiffsholding AG bereits zuvor abgeschrieben
worden. Über die Beteiligung hinaus besteht kein Haftungsverhältnis, so dass die Insolvenz
keinen Einfluss auf das Ergebnis oder die Liquidität der Holding hat. Der eingesetzte
vorläufige Insolvenzverwalter hat in Abstimmung mit der finanzierenden Bank einer
weiteren Beschäftigung des Schiffes zugestimmt. Für die "SAXONIA" sind daher mehrere
konsekutive Zeitchartern mit der russischen Reederei FESCO abgeschlossen worden. Zuletzt
konnte ab 1.6.2017 eine Charter zu 9.000 USD / Tag mit einer Laufzeit bis mindestens
März 2018 vereinbart werden. Wir gehen daher davon aus, dass das Schiff bis auf Weiteres
in der Flotte der Gesellschaft fährt. Für die Schiffsgesellschaft des 4.250 TEU Panamax Containerschiff MS "HAMMONIA PESCARA"
musste im Dezember 2016 Insolvenz angemeldet werden. Mit Eröffnung des regulären Insolvenzverfahrens
am 21.12.2016 ist die Schiffsgesellschaft entkonsolidiert worden. Der eingesetzte
Insolvenzverwalter hat die bereits eingeleiteten Verkaufsbemühungen finalisiert und
das Schiff vor dem Jahresende 2016 zu 6,3 Mio. USD an eine koreanische Reederei veräußert.
Die Übergabe des Schiffes erfolgte im Januar 2017. Die Beteiligung an der Schiffsgesellschaft
der "HAMMONIA PESCARA" hatte die HAMMONIA Schiffsholding AG bereits zuvor abgeschrieben.
Über die Beteiligung hinaus besteht kein Haftungsverhältnis, so dass die Insolvenz
keinen Einfluss auf das Ergebnis oder die Liquidität der Holdinggesellschaft hat. Am 1. Juni 2017 hat die HAMMONIA Schiffsholding AG sich mit 6.300 EUR bzw. 63 % mit
wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2017 an einer Projektgesellschaft beteiligt,
die zwar zu diesem Zeitpunkt noch kein Schiff im Eigentum hatte, aber im Rahmen eines
Ein- und Auscharterungsgeschäftes (Sublet) Chartererträge erzielt und Charteraufwendungen
zu leisten hat. Dies diente der Vorbereitung eines Schiffserwerbs, der im 2. Halbjahr
2017 erfolgt (s. Anhang Ziffer 13). 2.2.3 LageDie Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage basiert auf den handelsrechtlichen
Werten im Konzernabschluss, erfolgt jedoch nach betriebswirtschaftlichen Kriterien. 2.2.3.1 VermögenslageDie Vermögenslage des Konzerns stellt sich zum Stichtag 30. Juni 2017 im Vergleich
zum Bilanzstichtag, dem 31. Dezember 2016, wie folgt dar:
Auf der Aktivseite entfallen zum 30. Juni 2017 rund 80 % der Bilanzsumme auf das Anlagevermögen.
Die Veränderung des Anlagevermögens ergibt sich wie folgt:
Das Umlaufvermögen in Höhe von 14,2 Mio. EUR umfasst im Wesentlichen liquide Mittel
(12,8 Mio. EUR). Des Weiteren enthält das Umlaufvermögen u. a. Vorräte (0,6 Mio. EUR),
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (0,2 Mio. EUR) und sonstige Vermögensgegenstände
(0,6 Mio. EUR). Das Konzerneigenkapital erhöhte sich um 16,9 Mio. EUR durch den im 1. Halbjahr 2017
realisierten Konzernperiodenüberschuss in Höhe von 7,5 Mio. EUR sowie durch den Abgang
von mit Verlusten belasteten Anteilen anderer Gesellschafter am Konzerneigenkapital
von 9,4 Mio. EUR. Das Konzerneigenkapital in Höhe von -15,9 Mio. EUR ergibt sich aus
dem Saldo von -17,9 Mio. EUR Aktionären der HAMMONIA Schiffsholding AG zuzuordnendem
Konzerneigenkapital und von 2,0 Mio. EUR konzernfremden Gesellschaftern zuzurechnendem
Konzerneigenkapital. Die Konzerneigenkapitalquote verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr
von -37,2 % auf -21,6 %. Die Verbindlichkeiten umfassen in Höhe von 72,2 Mio. EUR (31. Dezember 2016: 106,2
Mio. EUR) im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, welche die
Schiffsfinanzierungen einschließlich abgegrenzter Zinsen der in Fahrt befindlichen
Containerschiffe betreffen. Die Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
resultiert neben der Entkonsolidierung einer Schifffahrtsgesellschaft im Wesentlichen
aus planmäßigen Tilgungen sowie aus der Abwertung einzelner Schiffshypothekendarlehen
aufgrund der Entwicklung des EUR / USD-Kurses. Die Verbindlichkeiten umfassen als
weitere wesentliche Posten zwei als Fremdkapital ausgestaltete Genussrechte in unveränderter
Höhe von insgesamt 6,2 Mio. EUR, ein Darlehen (einschließlich aufgelaufener Zinsen)
eines nahstehenden Unternehmens von 3,5 Mio. EUR sowie Anzahlungen aufgrund des bereits
erfolgten Verkaufs von drei Containerschiffen von 3,2 Mio. EUR. 2.2.3.2 FinanzlageGrundsätze und Ziele der FinanzaktivitätenÜber das Finanzmanagement stellen wir sicher, dass unser Unternehmen dauerhaft liquide
ist und finanzielle Risiken reduziert werden. Aufgrund der derzeitigen Lage an den
internationalen Schifffahrtsmärkten und der daraus resultierenden Auswirkungen auf
die HAMMONIA Schiffsholding AG ist derzeit oberstes Ziel, die Zahlungsfähigkeit im
Konzern und in den einzelnen Schiffsgesellschaften jederzeit sicherzustellen. FinanzierungDie nun bereits neun Jahre andauernde Krise des Containerschiffsmarktes hat für die
HAMMONIA Schiffsholding AG weitreichende Restrukturierungsmaßnahmen erforderlich gemacht.
Im August 2015 konnte nach langen Verhandlungen mit den finanzierenden Banken ein
umfangreiches Restrukturierungskonzept vereinbart werden. Im Ergebnis ist die HAMMONIA
Schiffsholding AG aus einem großen Teil ihrer finanziellen Verpflichtungen entlassen
worden und alle wesentlichen verbleibenden Forderungen werden bis Mitte 2018 gestundet.
Die Fortführung der drei 7.800 TEU Schiffsgesellschaften war wesentlicher Bestandteil
des Fortführungskonzeptes der HAMMONIA Schiffsholding AG, da der Restwert dieser drei
Schiffe am Ende der aktuellen Chartern Anfang 2018 den wesentlichen Zukunftswert der
HAMMONIA Schiffsholding AG darstellte. Dieser ermöglicht die vorgenannten Zahlungsversprechen
zu bedienen, die im Gegenzug für die Bürgschaftsverzichte ausgestellt werden mussten,
ebenso wie die sonstigen verbleibenden Verbindlichkeiten des Unternehmens. Bei einer
Positiventwicklung des Marktes wäre es möglich gewesen, nach Bedienung aller Verbindlichkeiten
noch einen substanziellen Überschuss zu generieren. Da eine Markterholung allerdings
ausgeblieben ist und stattdessen im vergangenen Jahr ein weiterer Markteinbruch zu
verzeichnen gewesen ist, mussten die Schiffswerte der drei 7.800 TEU Containerschiffe
bereits im Jahresabschluss 2016 deutlich korrigiert werden. Im derzeitigen Marktumfeld
war und ist nicht davon auszugehen, dass die HAMMONIA Schiffsholding AG oder ein potentieller
Käufer der drei Schiffe, diese im nächsten Jahr docken wird, um einen Weiterbetrieb
zu ermöglichen. Der Chartermarkt rechtfertigt eine solche Investition derzeit nicht.
Dies hatte den beizulegenden Wert der Schiffe deutlich reduziert. Die Solvenz der
HAMMONIA Schiffsholding AG war bzw. ist aber nicht gefährdet. Eine mögliche negative
Marktentwicklung war im Restrukturierungskonzept bereits berücksichtigt worden. Selbst bei einer noch weiteren negativen Entwicklung ermöglichen die Zusagen hinsichtlich
von qualifizierten Rangrücktritten mindestens eine solvente Liquidation der Gesellschaft. Um die Fortführung der Gesellschaft aber in jedem Fall sicherzustellen, sind im 1.
Halbjahr 2017 Vereinbarungen mit Käufern für die drei Schiffe getroffen worden, die
eine Übergabe der Schiffe im Anschluss an die aktuellen Chartern vorsehen. Der jeweilige
Kaufpreis ist dabei letztlich abhängig vom Übergabezeitpunkt, eine Rückführung der
Kredite der drei Schiffsgesellschaften und aller wesentlichen Verbindlichkeiten der
Holding ist aber gewährleistet. Auf Ebene der Holding verbleiben lediglich die Besserungsscheine
aus der Restrukturierungsvereinbarung von 2015 für die Gläubiger in Höhe von bis zu
8 Mio. USD. Diese werden aber nur fällig und zahlbar, falls die HAMMONIA Schiffsholding
AG in der Zukunft Dividenden an ihre Aktionäre ausschüttet. Die vorgenannten Verkaufsvereinbarungen enthalten einen Öffnungsmechanismus, falls
der Chartermarkt doch noch einen wirtschaftlich sinnvollen Weiterbetrieb ermöglicht. Die anderen verbleibenden Schiffe sind wirtschaftlich für die Gesellschaft von untergeordneter
Bedeutung. Sie kann aus diesen Schiffen keine nennenswerten Zuflüsse mehr erwarten.
Das Schicksal dieser Schiffsgesellschaften stellt zugleich kein Risiko für den Bestand
der HAMMONIA Schiffsholding mehr dar. Für die Schiffsgesellschaft des 3.100 TEU Containerschiffes "SAXONIA" musste bereits
im November 2016 Insolvenz angemeldet werden. Die Beteiligung an der Schiffsgesellschaft
war von der HAMMONIA Schiffsholding AG bereits zuvor abgeschrieben worden. Über die
Beteiligung hinaus besteht kein Haftungsverhältnis, so dass die Insolvenz keinen Einfluss
auf das Ergebnis oder die Liquidität der Holding hat. Der eingesetzte vorläufige Insolvenzverwalter
hat in Abstimmung mit der finanzierenden Bank einer weiteren Beschäftigung des Schiffes
zugestimmt. Wir gehen daher davon aus, dass das Schiff bis auf Weiteres in der Flotte
der Gesellschaft fährt. Hinsichtlich des 2.500 TEU Schiffes, das MS "HAMMONIA ROMA", waren wir in der Vergangenheit
davon ausgegangen, dass dieses ebenfalls verkauft werden muss. Derzeit befinden wir
uns aber in Verhandlungen mit der finanzierenden Bank hinsichtlich eines Fortführungskonzeptes,
so dass wir davon ausgehen, dass die "HAMMONIA ROMA" weiter in der Flotte verbleibt. LiquiditätDie Entwicklung der Finanzlage des Konzerns wird mit Hilfe der Kapitalflussrechnung
dargestellt. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet zwischen Zahlungsströmen aus der
laufenden Geschäftstätigkeit sowie der Investitions- und Finanzierungstätigkeit.
Die Ermittlung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten
Methode. Der positive Cashflow aus der Investitionstätigkeit (3,2 Mio. EUR) ergibt sich aus
Anzahlungen aus dem Verkauf von drei Containerschiffen. Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert aus der Tilgung von
Darlehen (9,9 Mio. EUR) und der Zahlung von Zinsen (1,8 Mio. EUR). Aufgrund der Entkonsolidierung einer Gesellschaft verminderte sich der Finanzmittelfonds
um 0,2 Mio. EUR. Insgesamt erhöhte sich der Finanzmittelfonds zum 30. Juni 2017 gegenüber dem 31. Dezember
2016 um 1,9 Mio. EUR auf 12,8 Mio. EUR. 2.2.3.3 ErtragslageDie Ertragslage für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2017 stellt sich im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum wie folgt dar:
Die Umsatzerlöse wurden aus der Vercharterung von sieben Containerschiffen (Vorjahresvergleichszeitraum:
sieben Containerschiffe) erzielt. Die Anzahl der Containerschiffe reduzierte sich
durch die Ende 2016 erfolgte Entkonsolidierung einer Schifffahrtsgesellschaft. Gleichzeitig
erhöhte sich die Anzahl um ein Containerschiff aufgrund der Erstkonsolidierung einer
Gesellschaft, die ein Containerschiff im Rahmen eines Sublet-Geschäftes ein- und ausgechartert
hat. Abweichend vom Vorjahresvergleichszeitraum fahren nunmehr nahezu sämtliche Containerschiffe
in Zeitcharter bei verschiedenen Linienreedereien. Lediglich ein Containerschiff,
dessen Gesellschaft aufgrund Insolvenzeröffnung zum 1. Juni entkonsolidiert wurde,
fuhr im ersten Halbjahr 2017 noch in einem Einnahmepool. Die Schiffsbetriebskosten enthalten die Aufwendungen für den Schiffsunterhalt und
die Versicherung der Schiffe. Die Aufwendungen haben sich u. a. aufgrund im Vorjahr
angefallener Kosten für die Dockung eines Containerschiffes im Rahmen dessen Klasseerneuerung
vermindert. Die Aufwendungen für das Schiffspersonal haben sich im Wesentlichen aufgrund der Ende
2016 erfolgten Entkonsolidierung einer Schifffahrtsgesellschaft vermindert. Nach Abzug der Schiffsbetriebskosten verbesserte sich das Schiffsbetriebsergebnis
um 20 % auf 16,5 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum
deutlich erhöht. Wesentlicher Grund ist der Anstieg der Kurserträge um 3,0 Mio. EUR
auf 6,0 Mio. EUR. Der Posten enthält außergewöhnliche Erträge aus der Entkonsolidierung
einer Schifffahrtsgesellschaft von 1,9 Mio. EUR sowie aus Zuschreibungen auf den Buchwert
eines Containerschiffes von 1,6 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum
mit 5,9 Mio. EUR nahezu unverändert. Wesentlicher Bestandteil der sonstigen betrieblichen
Aufwendungen sind Kursaufwendungen mit 5,4 Mio. EUR. Diese haben sich gegenüber dem
Vorjahr um 0,9 Mio. EUR erhöht. Neben den Kursaufwendungen umfasst der Posten diverse
Verwaltungskosten der einzelnen Gesellschaften des Konzerns. Die planmäßigen Abschreibungen haben sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum
aufgrund der Verkürzung der Nutzungsdauer bei drei Containerschiffen um 2,5 Mio. EUR
auf 10,8 Mio. EUR erhöht. Die Verkürzung der Nutzungsdauer wurde bereits Ende 2016
bei der Bemessung von außerplanmäßigen Abschreibungen berücksichtigt und geht von
einem Verkauf dieser Containerschiffe im Frühjahr 2018 aus. Die Zinsaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum im Wesentlichen
aufgrund der fortschreitenden Tilgung der Schiffshypothekendarlehen bei drei Containerschiffen
um 1,2 Mio. EUR auf 2,3 Mio. EUR vermindert. Weitere Minderungen resultieren aus der
Ende 2016 erfolgten Entkonsolidierung einer Schifffahrtsgesellschaft. Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag liegt das Konzernperiodenergebnis
des Berichtszeitraumes bei 7,5 Mio. EUR, nach -1,4 Mio. EUR im Vorjahresvergleichszeitraum.
Die auf andere Gesellschafter entfallenden Ergebnisanteile betreffen Minderheitsgesellschafter
der Schifffahrtsgesellschaften. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns ist insgesamt von der andauernden
Schifffahrtskrise geprägt. 2.2.3.4 Nicht finanzielle LeistungsindikatorenTechnische Verfügbarkeit der HAMMONIA Schiffsholding AG Flotte im Berichtszeitraum
2.3 PrognoseberichtIn den folgenden Prognosen sind Annahmen enthalten, die auf Basis aller zum jetzigen
Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen worden sind. Sollten die
zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, können
die tatsächlichen Ergebnisse von den erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr
können wir für diese Angaben daher nicht übernehmen. Für die Entwicklung der Weltwirtschaft erwarten Experten eine langsame Erholung. So
prognostiziert der IWF für das Jahr 2017 ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,5 %
und von 3,6 % für das Jahr 2018. Bei dem für die Containerschifffahrt besonders relevanten
Welthandelsvolumen wird ein Zuwachs von 4 % im Jahr 2017 und damit nach zwei Jahren
wieder einen Anstieg oberhalb des Niveaus des Weltwirtschaftswachstums prognostiziert.
Auch in 2018 liegt die vorhergesagte Wachstumsrate von 3,9 % oberhalb des erwarteten
Wachstums der Weltwirtschaft. Das wieder ansteigende Wachstum des Welthandelsvolumens sollte auch bei der weltweiten
Nachfrage nach Containertransporten zu einer höheren Wachstumsrate im Vergleich zum
Vorjahr führen. So haben die Analysten von Alphaliner die Wachstumsrate für 2017 mit
einem Wert von 5 % deutlich nach oben angepasst, allerdings erwarten sie für 2018
ein Wachstum von 3,2 %. Angesichts des Orderbuchs von Containerschiffen dürften diese
Wachstumsraten noch nicht hinreichend sein, um den Markt im Laufe des Jahres 2017
oder im nächsten Jahr wieder in ein Gleichgewicht zu bringen, da die weltweite Flotte
durch Werftablieferungen von Schiffsneubauten weiter wächst. Für das Erreichen eines
Marktgleichgewichts bedarf es einer weiterhin deutlichen Erholung der weltweiten Nachfrage
sowie einer disziplinierten Zurückhaltung der Reeder hinsichtlich weiterer Tonnagebestellungen. Bezüglich der technischen Verfügbarkeit erwarten wir für das Gesamtjahr 2017 eine
ähnlich hohe Einsatzbereitschaft der Flotte wie im Gesamtjahr 2016. Hinsichtlich des MS "HAMMONIA ROMA" erwarten wir, eine Restrukturierung der Finanzierung
im laufenden Jahr noch abschließen zu können, so dass das Schiff in der Flotte verbleibt
und im Konzern im Jahr 2017 durchgängig fünf Schiffe fahren werden. Aufgrund der kleineren
Flotte im Vergleich zum Vorjahr erwarten wir für das Gesamtjahr 2017 insgesamt einerseits
deutlich sinkende Umsatzerlöse für den Konzern der HAMMONIA Schiffsholding AG, andererseits
auch deutlich reduzierte Schiffsbetriebskosten. Per Saldo rechnen wir mit einem deutlich
niedrigeren Reedereiergebnis. Die Zinsaufwendungen werden gegenüber dem Vorjahr aufgrund
der Tilgungsleistungen einerseits und vor allem wegen der kleineren Flotte andererseits
erheblich sinken. Die planmäßigen Abschreibungen steigen dagegen an, da hinsichtlich
der drei 7.800 TEU Containerschiffe nur noch von einer geringeren Betriebsdauer ausgegangen
werden kann. Auf dieser Basis erwarten wir für das Gesamtjahr 2017 ein negatives Konzernergebnis
aus dem ordentlichen Geschäft nach Abschreibungen, Zinsen und Steuern zwischen -2,0
und -4,0 Mio. EUR. Darin sind bereits rd. 6 Mio. EUR nicht liquiditätswirksame Kursverluste
aus Darlehenstilgungen enthalten. Weitere nicht planbare Sondereffekte sind dagegen
nicht berücksichtigt. Hinsichtlich der Entwicklung der Finanzsituation sehen wir für das Jahr 2017 im Konzern
einen gegenüber dem Vorjahr in etwa gleichbleibenden Bestand an verfügbaren liquiden
Mitteln. Wir erwarten, dass die Holdinggesellschaft, die HAMMONIA Schiffsholding AG, im laufenden
Jahr keine nennenswerte Beteiligungserträge generieren wird, da die Abschreibungen
der drei 7.800 TEU-Schiffsgesellschaften aufgrund der verkürzten erwarteten Nutzungsdauer
deutlich steigen werden. Da die Ertragslage der Holdinggesellschaft im abgelaufenen
Geschäftsjahr von außerordentlichen Wertberichtigungen gekennzeichnet gewesen ist,
erwarten wir im Vergleich zum Vorjahr insgesamt deutlich geringere Aufwendungen und
damit insgesamt einen Jahresverlust für 2017 zwischen 0,3 und 0,4 Mio. EUR, wobei
jedoch keine nicht planbaren Sondereffekte berücksichtigt sind. Hinsichtlich der Entwicklung der Finanzsituation erwarten wir für das Jahr 2017 im
Einklang mit dem Restrukturierungskonzept Zuflüsse von liquiden Mitteln bei der Holdinggesellschaft
in Höhe der Holdingkosten, so dass wir im Zuge des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs
gegenüber dem Vorjahr mit etwa gleichbleibenden verfügbaren liquiden Mittel rechnen.
Zugleich gilt weiterhin, dass durch die Umsetzung des Restrukturierungskonzeptes die
Zahlungsfähigkeit der Holdinggesellschaft und der Bestand des Konzerns gesichert sind,
so dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer positiven Fortführung des Unternehmens
ausgegangen werden kann. 2.4 RisikoberichtEin systematisches und effizientes Risikomanagement stellt für den Vorstand der HAMMONIA
Schiffsholding AG eine sich ständig weiterentwickelnde Aufgabe dar. Der Konzern verfügt
über ein gut ausgebautes, DV-gestütztes Risikomanagementsystem. Die integralen Bestandteile
des Systems sind sowohl die systematische Risikoidentifikation und Risikobewertung
als auch Maßnahmen zur Vermeidung, Verminderung und Begrenzung von Risiken. Besonderes
Augenmerk liegt hierbei auf der Früherkennung bestandsgefährdender Risiken. Wesentliche
Risiken resultieren aus dem Schiffsbetrieb, aus der Finanzierungstätigkeit, aus Wechselkursänderungen
sowie aus der Rechtsform. Zu den Grundsätzen des Risikomanagementsystems sowie den wesentlichen Risiken für
die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns wird auf den Geschäftsbericht
2016, Seite 20 ff. verwiesen. Die Finanzierungskonditionen der Schiffshypothekendarlehen sind grundsätzlich für
die gesamte Vertragslaufzeit festgeschrieben. Bei der Verletzung bestimmter vertraglicher
Auflagen haben die finanzierenden Banken die Möglichkeit, die Finanzierungskonditionen
nachzuverhandeln, bzw. das Recht, die Finanzierung fällig zu stellen. Zur Risikominimierung
finden regelmäßig und frühzeitig aktive Verhandlungen mit den Finanzierungspartnern
statt. Das Finanzierungsänderungsrisiko kann sich insbesondere dann materialisieren,
wenn eine Schiffsgesellschaft den vereinbarten Schuldendienst nicht mehr leisten kann.
Aufgrund der andauernd herausfordernden Marktsituation waren mit den finanzierenden
Banken der Schiffsgesellschaften der HAMMONIA Schiffsholding AG diverse Restrukturierungsbausteine
bereits umgesetzt worden. Insbesondere aufgrund der Situation der ursprünglich sechs
2.500 TEU-Containerschiffe ist für den Konzern ein umfassendes Restrukturierungskonzept
erforderlich geworden, das im August 2015 verbindlich vereinbart werden konnte und
das im Wirtschaftsbericht des Geschäftsberichts 2016 im Abschnitt "Finanzierung" näher
beschrieben worden ist. Seit dem 31. Dezember 2016 haben sich keine wesentlichen Änderungen bezüglich der
Risikobewertung für die HAMMONIA Schiffsholding AG ergeben. 2.4 ChancenberichtWesentliche Chancen bestehen in der Erholung und Konsolidierung der Schifffahrtsmärkte.
Seit dem 31. Dezember 2016 haben sich keine wesentlichen Änderungen bezüglich der
Chancensituation ergeben. Es wird auf den Geschäftsbericht 2016, Seite 22 verwiesen. 3. KONZERNZWISCHENABSCHLUSSKONZERNBILANZ ZUM 30.06.2017AKTIVA
PASSIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG
ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS
4. VERKÜRZTER KONZERNANHANG DER HAMMONIA SCHIFFSHOLDING AG FÜR DEN KONZERNZWISCHENABSCHLUSS ZUM 30. JUNI 2017Allgemeine Angaben(1) Informationen zu Gesellschaft und KonzernDie HAMMONIA Schiffsholding AG nunmehr mit Firmensitz in Neumühlen 9, 22763 Hamburg,
Bundesrepublik Deutschland, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter
HRB 98689 eingetragen. Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 13.641.400,00 EUR ist eingeteilt in
136.414 nennwertlose auf den Namen lautende Stückaktien. Die Aktie der HAMMONIA Schiffsholding
AG ist im Segment Mittelstandsbörse der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg notiert. Die HAMMONIA Schiffsholding AG sowie ihre Tochterunternehmen (im Folgenden "HAMMONIA
Schiffsholding Konzern") sind im Bereich der internationalen Seeschifffahrt tätig.
Intention der HAMMONIA Schiffsholding AG ist es, sich als internationaler Anbieter
auf dem Gebiet des Containerschiffcharter-Geschäftes zu positionieren. Dieses soll
durch den Kauf und Betrieb von Seeschiffen, den Verkauf dieser Seeschiffe und den
Abschluss von Charterverträgen über die Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer
GmbH & Co. KG realisiert werden. Zum Abschlussstichtag waren sechs Tochtergesellschaften
im Schiffsbetrieb tätig. Die von den Tochtergesellschaften betriebenen Seeschiffe
sind in der weltweiten Fahrt eingesetzt. Der Konzernzwischenabschluss und der Konzernzwischenlagebericht sind weder einer Prüfung
noch einer prüferischen Durchsicht entsprechend § 317 HGB durch einen Abschlussprüfer
unterzogen worden. (2) Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Konzernzwischenabschluss der HAMMONIA Schiffsholding AG zum 30. Juni 2017 wird
nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die für den Konzernzwischenabschluss des HAMMONIA Schiffsholding Konzerns angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen unverändert den im Konzernabschluss
der HAMMONIA Schiffsholding AG zum 31. Dezember 2016 dargestellten Methoden. Der Konzernzwischenabschluss
zum 30. Juni 2017 ist daher im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember
2016 zu lesen. Erläuterungen zur Konzernbilanz(3) EigenkapitalDie Veränderung der Eigenkapitalkomponenten ist in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals
dargestellt. Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital setzt sich zum Abschlussstichtag aus 136.414 auf den Inhaber
lautenden nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital
von jeweils 100,00 EUR zusammen. Die ordentliche Hauptversammlung der HAMMONIA Schiffsholding
AG hat am 19. Juni 2015 beschlossen, den Vorstand zu ermächtigen, das Grundkapital
der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 18. Juni 2020 um bis zu
insgesamt 6.820.700,00 EUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von neuen nennwertlosen
Inhaberaktien (Stückaktien) gegen Bar- und / oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes
Kapital). Die neuen Aktien sind den Aktionären grundsätzlich zum Bezug anzubieten. Die neuen
Aktien können auch gemäß §§ 203 Abs. 1 Satz 1, 186 Abs. 5 AktG von einem Kreditinstitut
oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären
zum Bezug anzubieten (mittel-bares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht
der Aktionäre auszuschließen, (1) für Spitzenbeträge, die sich aufgrund eines Bezugsverhältnisses ergeben; (2) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt, der Ausgabebetrag der neuen
Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten bzw. im Freiverkehr gehandelten
Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des
Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und
2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die Aktien, für die das Bezugsrecht
ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag des Grundkapitals 10 % nicht übersteigt,
und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser
Ermächtigung. Bei der Berechnung der 10-%-Grenze ist der anteilige Betrag am Grundkapital
abzusetzen, der auf Aktien entfällt, die unter Bezugsrechtsausschluss in unmittelbarer
oder entsprechender Anwendung von §186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert
wurden; (3) soweit Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagenleistung zum Zweck der Durchführung
von Unternehmenszusammenschlüssen oder des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen,
Unternehmensbeteiligungen oder sonstiger Vermögensgegenstände, insbesondere von Seeschiffen
oder Forderungen, durchgeführt werden. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, mit Zustimmung
des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhungen
aus dem Genehmigten Kapital festzulegen. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung(4) UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Die Containerschiffe sind in weltweiter Fahrt eingesetzt, weshalb keine Angaben hinsichtlich
der geographischen Verteilung der Umsatzerlöse erfolgen. (5) Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge betragen 9.978 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum:
3.379 TEUR) und beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung von
5.975 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 3.016 TEUR), Erträge aus der Entkonsolidierung
einer Gesellschaft von 1.910 TEUR, Erträge aus Zuschreibungen auf den Buchwert eines
Containerschiffes sowie Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen von
410 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 161 TEUR). (6) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und BetriebsstoffeDie Aufwendungen aus Roh-. Hilfs- und Betriebsstoffen betreffen den Verbrauch von
Schmierstoffen von 584 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 846 TEUR) sowie den Ankauf
von Treibstoffen bei Chartererwechseln und den Verbrauch von Treibstoffen während
Offhire-Zeiten bzw. beschäftigungsloser Zeiten von insgesamt 432 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum:
70 TEUR). (7) Aufwendungen für bezogene LeistungenDie Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten Reparatur- und Ausrüstungskosten
von 1.819 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 3.934 TEUR), Bereederungsgebühren und
Kommissionen von 1.398 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 1.215 TEUR), Chartermiete
für Fremdtonnage von 664 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum 0 TEUR), Aufwendungen für
Versicherungen von 626 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 791 TEUR), übrige Kosten
des Schiffsbetriebs von 361 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 449 TEUR) und Schiffsreisekosten
von 64 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum 0 TEUR). (8) PersonalaufwandDie Personalaufwendungen betreffen unverändert zum Vorjahresvergleichszeitraum im
Wesentlichen Heuern für fremde Seeleute. (9) PersonalaufwandDer Posten betrifft planmäßige Abschreibungen auf Containerschiffe von 10.814 TEUR
(Vorjahresvergleichszeitraum: 8.328 TEUR) sowie die Abschreibung eines Firmenwertes
von 3 TEUR, der im Rahmen der Erstkonsolidierung einer Gesellschaft entstanden war. 10) Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 5.996 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum:
5.882 TEUR) und beinhalten in Höhe von 5.374 TEUR Aufwendungen aus der Währungsumrechnung
(Vorjahresvergleichszeitraum: 4.514 TEUR). Diese betreffen im Wesentlichen Kursaufwendungen
aus Schiffshypotheken. Im Übrigen betrifft der Posten im Wesentlichen Rechts-, Prüfungs-
und Beratungskosten von 143 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 133 TEUR), Gebühren
aus Service-, Controlling- und Verwaltungsleistungen von 51 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum:
51 TEUR) und Aufwendungen für die Registrierung der Containerschiffe des Konzerns
von 134 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 149 TEUR). Der Posten enthielt im Vorjahr
in Höhe von 656 TEUR außergewöhnliche Aufwendungen in Form einer Zuführung zur Rückstellung
für erwartete Kosten der Abwicklung einer Schifffahrtsgesellschaft aufgrund der bevorstehenden
Veräußerung deren Containerschiffes. (11) Zinsen und ähnliche AufwendungenDie Zinsaufwendungen betreffen Zinsen auf Schiffshypothekendarlehen von 1.594 TEUR
(Vorjahres-vergleichszeit-raum: 2.406 TEUR), Zinsen aus Zinssicherungsgeschäften von
637 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 1.064 TEUR), übrige Bankgebühren wie Restrukturierungsgebühren
von 34 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 53 TEUR), sonstige Zinsen von 6 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum:
6 TEUR). Sonstige Angaben(12) Sonstige finanzielle VerpflichtungenAus mit verschiedenen Dienstleistern bestehenden Service-, Dienstleistungs- und Beratungsverträgen
bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 102 TEUR
pro Jahr. Die Verträge haben eine Restlaufzeit zum Bilanzstichtag von 1,5 Jahren.
Zum Abschlussstichtag beträgt die Summe der finanziellen Verpflichtungen deshalb insgesamt
153 TEUR. Im Rahmen einer mit verschiedenen Kreditinstituten abgeschlossenen Restrukturierungsvereinbarung
hat die Muttergesellschaft des Konzerns folgende Besserungsscheine vereinbart:
(13) NachtragsberichtAm 25.08.2017 hat die MS "HAMMONIA INCEPTUM IV" Schiffahrts GmbH & Co. KG, eine Gesellschaft
an der sich die HAMMONIA Schiffsholding AG nunmehr mit 300 Tsd. EUR bzw. 63 % beteiligt
hat, das 2007 gebaute 2.500 TEU Containerschiff "HAMMONIA BEROLINA" für 9 Mio. USD
erworben. Es handelt sich dabei um ein Schwesterschiff der "HAMMONIA ROMA". Darüber hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung zwischen dem 30. Juni
2017 und dem Datum dieser Berichterstattung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen
auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns haben könnten. Hamburg, den 23. August 2017
HAMMONIA Schiffsholding AG KontaktHAMMONIA Schiffsholding AG Neumühlen 9 D-22763 Hamburg Tel.: +49 (0) 40 88 88 1-0 Fax: +49 (0) 40 88 88 1-199 www.hammonia-schiffsholding.de E-Mail: kontakt@hammonia-schiffsholding.de |
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