![]() HAMMONIA Schiffsholding AGHamburgHAMMONIA Schiffsholding AG - Halbjahresfinanzbericht 20181. AKTIEDie Aktie der HAMMONIA Schiffsholding AG notiert im Marktsegment Freiverkehr - Mittelstandsbörse
Deutschland am Börsenplatz Hamburg. Auch in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2018 konnte die Aktie den positiven
Trend des Vorjahres fortsetzten. Zwar wurde mit 11,00 EUR im ersten Quartal noch ein
Kurs unter dem Eröffnungskurs von 17,00 EUR erreicht, allerdings kehrte sich das Momentum
mit Beginn des zweiten Quartals um und die Aktie gewann schnell an Wert. Die Erholung
wurde womöglich durch die zwei Ad-hoc-Mitteilungen im April bzgl. höher als erwartet
ausgefallene Buchgewinne auf Konzernebene und Ebene der HAMMONIA Schiffsholding getragen.
In der Spitze erzielte die Aktie einen Wert von 55,50 EUR im Juni 2018. Allerdings
stellte sich diese Marke als nicht nachhaltig heraus und der Kurs fiel auf moderate
30,00 EUR in der zweiten Hälfte des Monats und markierte damit den Schlusskurs der
ersten Jahreshälfte. Gegenüber dem Jahresanfangskurs ist das ein Plus von über 70
%. Über das erste Quartal hinweg entwickelte sich die Aktie der HAMMONIA Schiffsholding
AG vergleichbar zu den großen Indizes DAX, DAXglobal Shipping und MSCI World Index.
Die positiven Kursausschläge der Aktie im zweiten Quartal sind erwartungsgemäß bei
den Indizes nicht zu finden. Letztendlich beendete der DAXglobal Shipping die erste
Jahreshälfte mit über -10 % deutlich im Minus. Der DAX schloss im selben Zeitraum
ebenfalls mit -4 % im Minus. Leicht positiv entwickeln konnte sich der MSCI World
Index mit 2 % über dem Anfangskurs. Somit lag die Aktie im direkten Vergleich mit
den Indizes obenauf. Die Aktien der HAMMONIA Schiffsholding AG werden seit dem 31. Dezember 2014 nicht
mehr im regulierten Markt, sondern nur noch im Freiverkehr gehandelt. Folglich gibt
es keine Stimmrechtsmeldungen der Aktionäre mehr. Daher liegen der HAMMONIA Schiffsholding
AG keine aktuellen Informationen zur Aktionärsstruktur vor. Allerdings geht der Vorstand
weiterhin davon aus, dass die Aktien der Gesellschaft überwiegend von langfristig
orientierten institutionellen Investoren gehalten werden. Der größte Aktionär ist
nach dem derzeitigen Kenntnisstand die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG mit einem Anteil
von knapp 21 %. Die HAMMONIA Schiffsholding AG hält keine eigenen Aktien. Kursentwicklung der HAMMONIA Schiffsholding AG (in EUR)![]() Relative Kursentwicklung der HAMMONIA Schiffsholding AG zu ausgewählten Aktienindizes (in %)![]() Basisdaten zur Aktie der HAMMONIA Schiffsholding AGscroll
Aktienkurs (01.01. - 30.06.2018)scroll
2. KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT2.1 Grundlagen des Unternehmens2.1.1 HistorieDie HAMMONIA Schiffsholding AG wurde im Jahr 2007 als HCI HAMMONIA SHIPPING AG von
der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG und der HCI Capital AG (heute Ernst Russ AG) initiiert.
Bis zum 30. Dezember 2014 war die Gesellschaft an der Hanseatischen Wertpapierbörse
Hamburg im Regulierten Markt notiert. Seit dem 31. Dezember 2014 ist die Aktie im
Segment Mittelstandsbörse der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg notiert. Mit Wirkung
vom 14. Juli 2017 wurde die HCI HAMMONIA SHIPPING AG in HAMMONIA Schiffsholding AG
umbenannt. 2.1.2 AllgemeinesDie Tätigkeit des Konzerns ist auf den Erwerb, den Betrieb und die Veräußerung von
Seeschiffen ausgerichtet. Der Fokus liegt dabei auf modernen Containerschiffen. Beim
Betrieb der Schiffe besteht das Geschäftsmodell darin, die Schiffe langfristig an
bonitätsstarke Linienreedereien zu verchartern und/oder mit anderen Schiffen der jeweils
gleichen Größenklasse die Einnahmen zu poolen, um die Erlöse gegen schwankende Charterraten
und mögliche Beschäftigungsausfälle abzusichern. Der Konzern erzielt somit im Wesentlichen
Erträge aus dem Betrieb von Seeschiffen. Die HAMMONIA Schiffsholding AG steuert als Konzernobergesellschaft und geschäftsführende
Holding die einzelnen Schiffsinvestments der jeweiligen Tochtergesellschaften. Die
Tochtergesellschaften in der Rechtsform "GmbH & Co. KG" sind Einschiffsgesellschaften
und zivilrechtlich die Eigentümer und Betreiber einzelner Schiffe. Des Weiteren ist
die HAMMONIA Schiffsholding AG an den jeweiligen Komplementärgesellschaften, in der
Rechtsform "GmbH", der Schiffsgesellschaften als Alleingesellschafterin beteiligt.
Diese Struktur erlaubt die Nutzung der steuerlich vorteilhaften Gewinnermittlungsmethode
nach § 5a EStG (sog. "Tonnagesteuer"). In der HAMMONIA Schiffsholding AG sind keine Mitarbeiter angestellt. Im Konzern waren
während des Berichtszeitraums durchschnittlich drei eigene Seeleute beschäftigt. Die
Bereitstellung sämtlicher Dienstleistungen erfolgt durch externe Dienstleister. Die
HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG übernimmt alle Aufgaben im Zusammenhang mit dem laufenden
Betrieb sämtlicher Schiffe. Die Schiffsgesellschaften stellen somit den Mietern der
Schiffe, den Charterern, ein komplett ausgerüstetes, betriebsbereites und bemanntes
Schiff zur Verfügung. 2.2 Wirtschaftsbericht2.2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenIm ersten Halbjahr 2018 haben sich die Charterraten deutlich besser als erwartet entwickelt.
Der New ConTex, ein unternehmensunabhängiger Index für Zeitcharterraten für Containerschiffe
in den Größenklassen 1.100 TEU bis 4.250 TEU, konnte in den ersten sechs Monaten ca.
19 % zulegen. Beispielsweise lag die Charterrate für ein 2.500 TEU Containerschiff
mit Kränen, vergleichbar mit dem M/S "HAMMONIA BEROLINA", am Jahresanfang noch bei
9.250 und im Juni schon bei 12.500 USD pro Tag (Quelle: ALPHALINER Monthly Monitor).
Allerdings erreichte der Index Ende des Halbjahres vorerst sein Jahreshoch. Aktuell
entwickeln sich die Charterraten aufgrund einer schwächeren Nachfrage seitens der
Linienreedereien und geringerer Aktivität auf dem Chartermarkt wieder rückläufig.
Ebenfalls ist damit zu rechnen, dass die Linienreeder versuchen werden, das Charterrateniveau
so niedrig wie möglich zu halten, da sich neben den Charterraten auch die Frachtraten
und die Bunkerpreise für die Linien im ersten Halbjahr ungünstig entwickelt haben. Für das Gesamtjahr 2018 rechnet ALPHALINER auf der Kapazitätsseite mit einem Wachstum
um 6,1 % und beim Containerumschlag mit einem Wachstum in Höhe von 4,5 %. Die Ausweitung
der Kapazität ist auch der relativ geringen Zahl der Abwrackungen geschuldet, welche
wiederum mit der Erholung der Charterraten zusammenhängt. Auf der Nachfrageseite scheint
sich ebenfalls eine Eintrübung abzuzeichnen: Die protektionistische Handelspolitik
der USA und der daraus resultierende Handelsstreit zwischen den beiden weltgrößten
Volkswirtschaften USA und China belastet die globale Konjunktur. Folglich sinken die
Wachstumsprognosen. So hat der IWF in seinem Juli-Update die Welthandelsprognose für
2018/19 um 0,4 bzw. 0,3 % gegenüber der April-Prognose gesenkt. Das vom Ifo-Institut
berechnete Barometer für das Weltwirtschaftsklima sank im dritten Quartal von 16,5
auf nur noch 2,9 Punkte. Auch die jüngste Eskalation der Lira-Krise in der Türkei
und die damit zunehmende Nervosität in anderen Schwellenländern bremst die Euphorie. Somit erwarten wir für den Rest des Jahres 2018 ein leichtes Absinken des Ratenniveaus.
Allerdings nicht auf vergleichbar niedrige Werte wie das im Jahr 2016 der Fall war. 2.2.2 GeschäftsverlaufFlotteDas erste Halbjahr 2018 hatte zwei Flottenabgänge zu verzeichnen. Zum einen wurde
das M/S "HAMMONIA ROMA" auf Betreiben der Bank am 20. März 2018 verkauft. Zum anderen
wurde das M/S "HAMMONIA DANIA" (MSC KARLSKRONA) am 26. Juni 2018 an neue Eigentümer
übergeben. Dieser Verkauf fand planmäßig und im Rahmen des schon im Juni 2017 geschlossenen
Verkaufsvertrages statt. Folglich waren zum 30. Juni 2018 vier Containerschiffe mit einer Größe von 2.500 bis
7.800 TEU in Fahrt. Neben dem M/S "HAMMONIA BEROLINA" mit 2.500 TEU und den M/S "HAMMONIA
HAFNIA" (MSC KLEVEN) und "HAMMONIA FIONIA" (MAERSK KOTKA) mit jeweils 7.800 TEU ist
das M/S "SAXONIA" ebenfalls Teil der Flotte. Letzteres befindet sich allerdings in
einem Insolvenzverfahren, so dass die HAMMONIA Schiffsholding AG weder Einfluss auf
die Schiffsgesellschaft ausübt, noch an der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung
der Schiffsgesellschaft beteiligt ist. Das M/S "HAMMONIA BEROLINA" fährt noch bis mindestens 2021 unter einer Zeitcharter
bei MCC Transport, einem Tochterunternehmen der Maersk Line A/S, zu 9.000 USD/Tag
brutto. Für die 7.800 TEU Schiffe konnten im Anschluss an die 10-Jahres-Zeitcharter Verlängerungen
mit demselben Charterer, d.h. Maersk Line A/S, geschlossen werden. Mit einer Charterrate
in Höhe von 19.750 USD/Tag konnte eine auskömmliche Charter geschlossen werden, sodass
die Schiffe wirtschaftlich bis kurz vor Auslauf der Klasse und dem damit einhergehenden
Verkauf betrieben werden konnten. Die über den Stichtag hinaus betriebenen 7.800 TEU Schiffe werden voraussichtlich
im September 2018 aus der Charter zurückgeliefert und verkauft werden. Gesamtaussage zum GeschäftsverlaufAm 28. Februar 2018 konnte auch das letzte Schiffshypothekendarlehen der drei 7.800
TEU Schiffe zurückgeführt werden. Damit reduzierte sich der Gesamtverschuldungsgrad
des Konzerns erheblich. Die Kaufpreisabsicherung der drei 7.800 TEU Schiffe stellte
die Fähigkeit der Gesellschaft, die im Jahr 2018 fälligen Verbindlichkeiten zu tilgen,
sicher. Somit ist die HAMMONIA Schiffsholding AG weiterhin auf einem sehr guten Weg,
die im Jahr 2015 begonnene Restrukturierung im Berichtsjahr erfolgreich abzuschließen. Positiv zu bewerten sind die Charterverlängerungen der 7.800 TEU Schiffe, die maßgeblich
dazu beitragen, dass die diesjährigen Halbjahres-Geschäftszahlen des Konzerns ein
positives Schiffsbetriebsergebnis zeigen. Somit setzt sich der Trend positive Ergebnisse
zu erwirtschaften fort. Dennoch ist der Konzernjahresüberschuss in Höhe von 21,9 Mio.
EUR geprägt von positiven Sondereffekten aus dem Verkauf des M/S "HAMMONIA ROMA". Negativ zu sehen ist die Verkleinerung der Flotte durch den Verkauf der M/S "HAMMONIA
ROMA" und "HAMMONIA DANIA", die zu niedrigeren Umsatzerlösen und einer Abnahme des
Anlagevermögens führt. Insgesamt bietet sich zur Mitte des Geschäftsjahrs 2018 ein überwiegend positives
Bild: Die HAMMONIA Schiffsholding AG ist weitgehend frei von externen Zwängen und
finanziellen Unsicherheiten, da es derzeit keine Belastungen gibt, die nicht aus eigener
Kraft heraus gemeistert werden können. 2.2.3 Lage des KonzernsDie Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage basiert auf den handelsrechtlichen
Werten im Konzernabschluss, erfolgt jedoch nach betriebswirtschaftlichen Kriterien. 2.2.3.1 ErtragslageDie wesentlichen Kennzahlen der Ertragslage für das erste Halbjahr 2018 im Vergleich
zum Vorjahresvergleichszeitraum stellen sich wie folgt dar: scroll
Die Umsatzerlöse wurden aus der Vercharterung von fünf Containerschiffen (Vorjahresvergleichszeitraum:
sieben Containerschiffe) erzielt. Die Anzahl der Containerschiffe reduzierte sich
durch die im Vorjahresvergleichszeitraum erfolgte Entkonsolidierung von zwei Schifffahrtsgesellschaften.
Zwei weitere Containerschiffe wurden im Berichtszeitraum veräußert. Die Umsatzerlöse haben sich im Wesentlichen aufgrund des Auslaufens und anschließendem
Neuabschluss von Charterverträgen vermindert. Die Schiffsbetriebskosten enthalten die Aufwendungen für den Schiffsunterhalt und
die Versicherung der Schiffe. Die Aufwendungen haben sich u.a. aufgrund der verminderten
Anzahl an Containerschiffen vermindert. Die Aufwendungen für das Schiffspersonal haben
sich ebenfalls aufgrund der verminderten Anzahl an Containerschiffen reduziert. Nach Abzug der Schiffsbetriebskosten verminderte sich das Schiffsbetriebsergebnis
um 7,7 Mio. EUR auf 8,8 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum
deutlich erhöht. Wesentlicher Grund sind außergewöhnliche Erträge aus dem Erlass eines
Schiffshypothekendarlehens im Rahmen des Verkaufs eines Containerschiffes in Höhe
von 17,1 Mio. EUR. Demgegenüber haben sich die Kurserträge gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum
um 5,3 Mio. EUR vermindert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum
um 4,4 Mio. EUR auf 1,5 Mio. EUR vermindert. Wesentlicher Grund ist die Verminderung
der Kursaufwendungen auf 0,6 Mio. EUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 5,4 Mio. EUR).
Neben den Kursaufwendungen umfasst der Posten im Wesentlichen Verluste in Höhe von
0,5 Mio. EUR, die in Zusammenhang mit dem Verkauf von zwei Containerschiffen entstanden
sind. Des Weiteren betreffen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen diverse Verwaltungskosten
der einzelnen Gesellschaften des Konzerns. Die planmäßigen Abschreibungen haben sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum
aufgrund der reduzierten Anzahl an Containerschiffen vermindert. Die Zinsaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum im Wesentlichen
aufgrund der Tilgung der Schiffshypothekendarlehen bei drei Containerschiffen um 1,8
Mio. EUR auf 0,4 Mio. EUR vermindert. Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag liegt das Konzernperiodenergebnis
des Berichtszeitraumes bei 21,9 Mio. EUR, nach 7,5 Mio. EUR im Vorjahresvergleichszeitraum.
Die auf andere Gesellschafter entfallenden Ergebnisanteile betreffen Minderheitsgesellschafter
der Schifffahrtsgesellschaften. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns ist insgesamt von einer langjährigen
Schifffahrtskrise geprägt. 2.2.3.2 FinanzlageGrundsätze und Ziele der FinanzaktivitätenDas Finanzmanagement stellt sicher, dass der Konzern dauerhaft liquide ist und finanzielle
Risiken reduziert werden. Aufgrund der derzeitigen Lage an den internationalen Schifffahrtsmärkten
und der daraus resultierenden Auswirkungen auf die HAMMONIA Schiffsholding AG ist
das oberste Ziel, die Zahlungsfähigkeit im Konzern und in den einzelnen Schiffsgesellschaften
jederzeit sicherzustellen. FinanzierungDie seit Jahren andauernde Krise des Containerschiffsmarktes hatte für die HAMMONIA
Schiffsholding AG weitreichende Restrukturierungsmaßnahmen erforderlich gemacht. Diese
wurden im Jahr 2015 erfolgreich umgesetzt. Im Ergebnis konnte die HAMMONIA Schiffsholding
AG um einen hohen zweistelligen Millionenbetrag enthaftet werden. Ebenfalls wurden
die Verbindlichkeiten auf Ebene der Holding neu geordnet. Die Gläubiger erhielten
für ihre Zugeständnisse einen Besserungsschein in Höhe von maximal 8 Mio. USD für
den Fall, dass die HAMMONIA Schiffsholding AG wieder Dividenden zahlen wird. Spätestens zum 01. Dezember 2018 bzw. zum 01. Januar 2019 werden die finanziellen
Verpflichtungen auf Ebene der Holding in Höhe von 14,4 Mio. EUR zum Berichtsstichtag
zur Rückzahlung fällig. Um die vollständige Tilgung der Verbindlichkeiten aus den
Verkaufserlösen der 7.800 TEU Schiffe sicher zu stellen, wurde der Verkaufserlös der
drei 7.800 TEU Schiffe mithilfe eines strukturierten Verkaufsvertrages auf Basis einer
Preisgleitklausel festgeschrieben. Mit dem ersten erfolgreichen Verkauf des M/S "HAMMONIA
DANIA" (MSC KARLSKRONA) im Juni 2018 hat sich das Konzept bewährt. Mit dem planmäßigen
Verkauf der verbleibenden zwei Schiffe im September 2018 wird genügend Liquidität
generiert, um sämtliche Verbindlichkeiten der HAMMONIA Schiffsholding AG zurückzuführen.
Darüber hinaus wird freie Liquidität - vorausgesetzt es finden keine Investitionen
statt - im Konzern verbleiben. Das vorerst einzig verbleibende M/S "HAMMONIA BEROLINA" hat aufgrund der längerfristigen
Zeitcharter mit Maersk Line A/S eine stabile Finanzierung. Ebenfalls wurde bisher
planmäßig eine vierteljährliche Ausschüttung in Höhe von 8 % p.a. auf das Eigenkapital
geleistet. Trotzt einer im vorherigen Geschäftsjahr langfristig geschlossenen Zeitcharter
mit Maersk Line A/S konnte für das M/S "HAMMONIA ROMA" mit der finanzierenden Bank
keine Restrukturierung nach dem Vorbild des M/S "HAMMONIA BEROLINA" umgesetzt werden,
so dass dieses Schiff letztendlich im Berichtszeitraum verkauft werden musste. Für die Schiffsgesellschaft des M/S "SAXONIA" musste schon im Jahr 2016 Insolvenz
angemeldet werden und somit ist diese Beteiligung für die Gesellschaft von untergeordneter
finanzieller Bedeutung, da die HAMMONIA Schiffsholding AG aus diesem Schiff keine
nennenswerten liquiden Zuflüsse mehr erwarten kann. Zusammengefasst ist festzustellen, dass durch die Absicherung des Verkaufserlöses
der drei 7.800 TEU Schiffe die Rückzahlung der Verbindlichkeiten auf Ebene der HAMMONIA
Schiffsholding AG im Jahr 2018 sichergestellt ist. Für die verbleibenden Schiffe gibt
es seitens der Holding keine Haftung mehr. Die weiterhin bestehenden Besserungsscheine
sind nur im Falle einer Dividendenzahlung liquiditätswirksam. Der derzeitige Kassenbestand
der Gesellschaft deckt den laufenden Liquiditätsbedarf des normalen Geschäftsbetriebs.
Somit erscheint die Solvenz der Gesellschaft zum Bilanzstichtag auf absehbare Zeit
gesichert. 2.2.3.3. VermögenslageDie Vermögenslage des Konzerns stellt sich zum Stichtag 30. Juni 2018 im Vergleich
zum Bilanzstichtag, dem 31. Dezember 2017, wie folgt dar: scroll
Auf der Aktivseite entfallen zum 30. Juni 2018 50 % der Bilanzsumme auf das Anlagevermögen.
Die Veränderung des Anlagevermögens ergibt sich wie folgt: scroll
Das Umlaufvermögen in Höhe von 25,0 Mio. EUR umfasst im Wesentlichen liquide Mittel
(22,4 Mio. EUR). Des Weiteren enthält das Umlaufvermögen u.a. Vorräte (0,3 Mio. EUR),
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (1,7 Mio. EUR) und sonstige Vermögensgegenstände
(0,6 Mio. EUR). Das Konzerneigenkapital erhöhte sich um 21,9 Mio. EUR durch den im 1. Halbjahr 2018
realisierten Konzernperiodenüberschuss in Höhe von 21,9 Mio. EUR. Das Konzerneigenkapital
in Höhe von 23,5 Mio. EUR ergibt sich aus 18,9 Mio. EUR den Aktionären der HAMMONIA
Schiffsholding AG zuzuordnendem Konzerneigenkapital und aus 4,6 Mio. EUR konzernfremden
Gesellschaftern zuzurechnendem Konzerneigenkapital. Die Konzerneigenkapitalquote verbesserte
sich gegenüber dem Vorjahr von 2,6% auf 46,7%. Verbindlichkeiten in Höhe von 12,0 Mio. EUR (31. Dezember 2017: 42,4 Mio. EUR) umfassen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, welche die Schiffsfinanzierungen einschließlich
abgegrenzter Zinsen eines in Fahrt befindlichen Containerschiffes sowie Bankverbindlichkeiten
der Holding betreffen. Die Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
resultiert neben planmäßigen Tilgungen im Wesentlichen aus der Rückzahlung bzw. dem
Erlass eines Schiffshypothekendarlehens im Zusammenhang mit dem Verkauf eines Containerschiffes.
Die Verbindlichkeiten umfassen als weitere wesentliche Posten zwei als Fremdkapital
ausgestaltete Genussrechte in unveränderter Höhe von insgesamt 6,2 Mio. EUR, ein Darlehen
(einschließlich aufgelaufener Zinsen) eines nahstehenden Unternehmens von 3,5 Mio.
EUR sowie Anzahlungen aufgrund des bereits erfolgten Verkaufs von zwei Containerschiffen
von 2,1 Mio. EUR. 2.2.3.4. Liquidität (Kapitalflussrechnung)Die Finanzlage des Konzerns kann mit Hilfe der Kapitalflussrechnung veranschaulicht
werden. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet dabei zwischen Zahlungsströmen aus
der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. scroll
Die Ermittlung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten
Methode. Er hat sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum im Wesentlichen durch
die deutlich verminderten Umsatzerlöse vermindert. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrifft im Wesentlichen Einzahlungen aus
dem Verkauf von zwei Containerschiffen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -13,8 Mio. EUR resultiert
in Höhe von 10,2 Mio. EUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 9,9 Mio. EUR) aus der Tilgung
von Darlehen. 3,6 Mio. EUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 1,8 Mio. EUR) betreffen Zinszahlungen,
die im Wesentlichen die Zahlung kapitalisierter Zinsen im Zusammenhang mit dem Verkauf
eines Containerschiffes betreffen. Insgesamt erhöhte sich der Finanzmittelfonds zum 30. Juni 2018 gegenüber dem 31. Dezember
2017 um 9,6 Mio. EUR auf 22,4 Mio. EUR. 2.2.3.5. Nicht finanzielle LeistungsindikatorenFür einen optimalen wirtschaftlichen Betrieb der Schiffe ist eine hohe technische
Verfügbarkeit der Flotte von großer Bedeutung, da im Rahmen einer Zeitcharter der
Charterer nur für Zeiten zahlen muss, in welchen ein Schiff technisch verfügbar und
somit fahrtüchtig ist. Für den Berichtszeitraum ergibt sich folgende Statistik: Technische Verfügbarkeit der HAMMONIA Schiffsholding AG Flottescroll
Unter Berücksichtigung der technisch bedingten Off-Hire-Tage liegt die Einsatzbereitschaft
der Flotte bei annähernd 100 %. Sowohl planmäßige als auch außerplanmäßige Dockungen
sind im Berichtsraum nicht ausgeführt worden. Somit zeichnet sich die Flotte der HAMMONIA
Schiffsholding AG weiterhin durch eine sehr hohe technische Verfügbarkeit aus. Dieses
Ergebnis spiegelt den technisch einwandfreien Zustand der Schiffe, den hohen Ausbildungsgrad
der Mannschaften und die Qualität der technischen Bereederung wider. 2.3 Prognose-, Risiko- und Chancenbericht2.3.1 PrognoseberichtLaut Internationaler Währungsfonds (World Economic Outlook Update, July 2018) wächst
die Weltwirtschaft im laufenden Jahr und im Folgejahr 2019 mit 3,9 %. Die stagnierende
Entwicklung beim Wachstum beendet den seit dem Jahr 2016 bestehenden positiven Wachstumstrend.
Das liegt zum einen an der Erwartung, dass die wirtschaftliche Entwicklung in vielen
Volkswirtschaften bereits einen Höchststand erreicht hat oder zumindest im Jahr 2018
erreichen wird. Zum anderen nehmen die Risiken aufgrund des womöglich weiter eskalierenden
Handelsstreits zwischen den großen Wirtschaftsräumen USA, China und Europa zu und
die Schwäche der Landeswährungen bei Schwellenländern sorgt für erhöhten wirtschaftlichen
Druck auf die betroffenen Länder. Die sich materialisierenden Risiken eines Handelsstreits zeigen sich auch bei der
Vorhersage des Welthandels. Dieser wuchs im Jahr 2017 noch kräftig mit 5,1 %. Für
das Jahr 2018 sind 4,8 % prognostiziert und für das Folgejahr noch 4,5 %. Sollten
sich diese Zahlen bewahrheiten, sind die Aussichten sicherlich alles andere als schlecht,
aber auch hier zeichnet sich ein Überschreiten des Hochs ab. Für die Containerschifffahrt bedeutet dies laut ALPHALINER (Monthly Monitor August
2018) wieder eine Umkehr der positiven Entwicklung des Angebots und der Nachfrage.
Im letzten Jahr übertraf das Wachstum des Containerumschlags den Zuwachs bei den Containerschiffen
noch. Für dieses Jahr wird allerdings schon wieder mit einer Umkehrung der Schere
gerechnet, d.h. das Angebot an Schiffen wächst mit 6,1 % stärker als der Containerumschlag
mit 4,5 %. Positiv ist zu bewerten, dass im Jahr 2019 wieder mit einer leicht positiven
Entwicklung gerechnet wird. Aber wie immer wird die tatsächliche Situation und die
Markteinschätzung der Beteiligten von makroökonomischen Faktoren, Neubaubestellungen
und der Verschrottungsaktivität bestimmt werden und den Chartermarkt entsprechend
beeinflussen. Derzeit geht der Vorstand von leicht sinkenden Charterraten aus. Die historischen
Tiefs aus 2016 sollten allerdings nicht mehr erreicht werden. Aber auch das zwischenzeitliche
Hoch im ersten Halbjahr 2018 scheint aufgrund des sich abschwächenden Welthandels
und der schlechten Ergebnisse im ersten Halbjahr 2018 bei den Linienreedern für die
kommenden Monate Geschichte. Allerdings gilt grundsätzlich, dass sich die Angebots-
und Nachfrageseite sehr viel ausgeglichener zeigt, als das beispielsweise noch vor
drei Jahren der Fall war. Insofern sind die Vorzeichen für eine mittel- bis langfristige
Erholung weiterhin intakt. Die Auswirkungen des Chartermarkts auf die HAMMONIA Schiffsholding AG sind derzeit
gering. Das liegt daran, dass die Flotte voraussichtlich zum Ende des Jahres stark reduziert
sein wird und die verbleibenden Schiffe nicht vom Chartermarkt abhängig sind. So werden
die beiden verbleibenden 7.800 TEU Schiffe voraussichtlich im September 2018 verkauft
werden. Das M/S "HAMMONIA BEROLINA" fährt bis auf weiteres für Maersk Line A/S mit
einer festen Zeitcharter. Das M/S "SAXONIA" ist aufgrund der Insolvenz der betreffenden
Schiffsgesellschaft wirtschaftlich belanglos. Auf der Passivseite der HAMMONIA Schiffsholding AG rechnen wir im Anschluss an die
Veräußerung des letzten 7.800 TEU Schiffes mit der vollständigen Rückführung der Verbindlichkeiten
aus der Restrukturierung im Jahr 2015. Bezüglich der technischen Verfügbarkeit erwarten wir für das Gesamtjahr 2018 eine
ähnlich hohe Einsatzbereitschaft der Flotte wie im Gesamtjahr 2017. Aufgrund der kleineren Flotte und der auslaufenden Chartern der 7.800 TEU Schiffe
erwarten wir für das Gesamtjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt einerseits
deutlich sinkende Umsatzerlöse für den Konzern der HAMMONIA Schiffsholding AG, andererseits
auch deutlich reduzierte Schiffsbetriebskosten. Durch den Verkauf des M/S "HAMMONIA
ROMA" werden hohe außergewöhnliche Erträge aus einem Darlehnsverzicht im Konzern der
HAMMONIA Schiffsholding AG entstehen. Per Saldo rechnen wir mit einem deutlich niedrigeren
Reedereiergebnis. Die Zinsaufwendungen werden gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Tilgungsleistungen
einerseits und vor allem wegen der kleineren Flotte andererseits erheblich sinken.
Außerdem werden sich die planmäßigen Abschreibungen aufgrund des Verkaufs der drei
7.800 TEU Schiffe zur Jahresmitte bzw. im 3. Quartal 2018 deutlich vermindern. Weiterhin
rechnen wir für 2018 mit einem durchschnittlichen Wechselkurs von 1,20 EUR/USD und
daher mit einem schwächeren USD-Jahresdurchschnittskurs im Vergleich zum Niveau des
Vorjahres von 1,13 EUR/USD. Auf dieser Basis erwarten wir für das Gesamtjahr 2018
aus dem ordentlichen Geschäft, nach Abschreibungen, Zinsen und Steuern ein positives
Konzernergebnis von rd. 16 bis 20 Mio. EUR. Darin enthalten sind bereits Erträge aus
dem Darlehensverzicht der finanzierenden Bank des M/S "HAMMONIA ROMA" von rd. 17,1
Mio. EUR. Weitere nicht planbare Sondereffekte, wie zum Beispiel im Zusammenhang mit
dem Verkauf weiterer Schiffe, sind dagegen nicht berücksichtigt. Hinsichtlich der Entwicklung der Finanzsituation sehen wir für das Jahr 2018 im Konzern
einen gegenüber dem Vorjahr moderat verringerten Bestand an verfügbaren liquiden Mittel.
Liquiditätserhöhend wirken sich insbesondere die Verkaufserlöse der 7.800 TEU Schiffe
aus. Diesem positiven Effekt steht die Tilgung der Zahlungsversprechen der HAMMONIA
Schiffsholding AG aus der Restrukturierung gegenüber. Ebenfalls tragen der Verkauf
der M/S "HAMMONIA ROMA" sowie die Rückführung der Mezzanine Tranche bei der M/S "HAMMONIA
HAFNIA" zur Verringerung der Liquidität bei. Wir erwarten, dass die HAMMONIA Schiffsholding AG im laufenden Jahr Beteiligungserträge
aus zwei der drei 7.800 TEU Schiffe generieren wird. Dennoch wird die benötigte Liquidität
zur Zahlung der Restrukturierungsverbindlichkeiten nicht aus den Beteiligungserträgen,
sondern aus den Kapitalrückzahlungen generiert. Da die Ertragslage der Holdinggesellschaft
im abgelaufenen Geschäftsjahr von außergewöhnlichen Gewinnen gekennzeichnet gewesen
ist, erwarten wir im Vergleich zum Vorjahr insgesamt deutlich geringere Erträge und
damit insgesamt noch ein leicht positives Ergebnis für 2018, wobei jedoch keine nicht
planbaren Sondereffekte berücksichtigt sind. Hinsichtlich der Entwicklung der Finanzsituation der Holdinggesellschaft erwarten
wir für das Jahr 2018 bedeutende Auszahlungen aus den Schiffsgesellschaften im Zusammenhang
mit dem Verkauf der oben genannten Schiffe. Dem gegenüber steht die Tilgung der Verbindlichkeiten
aus dem Restrukturierungskonzept. Im Zuge des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs rechnen
wir gegenüber dem Vorjahr mit sinkenden Zuflüssen von liquiden Mitteln. Grundsätzlich
findet eine Verschiebung der Liquidität aus den Tochtergesellschaften in die Holding
statt, so dass sich die ehemals über den Konzern verteilte Liquidität in der HAMMONIA
Schiffsholding AG konzentriert. Diese zum Vorjahr deutlich erhöhte Liquidität in der
Größenordnung von 8 bis 10 Mio. EUR zum Jahresende ist mehr als ausreichend, um die
operativen Kosten der Holding auf Jahre hinaus zu decken, so dass mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit von einer positiven Fortführung des Unternehmens ausgegangen werden
kann. 2.3.2 RisikoberichtEin systematisches und effizientes Risikomanagement stellt für den Vorstand der HAMMONIA
Schiffsholding AG eine sich ständig weiterentwickelnde Aufgabe dar. Der Konzern verfügt
über ein gut ausgebautes EDV-gestütztes Risikomanagementsystem. Die integralen Bestandteile
und Ziele des Systems sind sowohl die systematische Risikoidentifikation und Risikobewertung
als auch Maßnahmen zur Vermeidung, Verminderung und Begrenzung von Risiken. Besonderes
Augenmerk liegt hierbei auf der Früherkennung bestandsgefährdender Risiken. Wesentliche Risiken resultieren aus Marktrisiken, Finanzierungsrisiken, darunter Währungs-,
Zinsänderungs-, Finanzierungsänderungsrisiken, technischen und Schiffsbetriebsrisiken,
unternehmensbezogenen Risiken und Geschäftsmodellrisiken. Die Bewertung der Risiken wird nach einer einheitlichen Skalierung vorgenommen. Die
Überwachung der Risiken erfolgt insbesondere durch die Identifizierung und Bewertung
von Risikotreibern. Diese stellen Frühwarnindikatoren und Einflussgrößen für die Eintrittswahrscheinlichkeit
und das Schadenspotenzial der identifizierten Risiken dar. Die Risikosteuerung ist
eine laufende Aufgabe, deren inhaltliche Gestaltung in der Verantwortung der Risikoverantwortlichen
und der Unternehmensführung liegt. Durch das Risikoreporting wird der Vorstand regelmäßig
über die Entwicklung der Risikosituation unterrichtet. Das Management der mit dem Schiffsbetrieb und der Finanzierung der Schiffe zusammenhängenden
Risiken liegt in der Verantwortung der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, die alle Schiffe
der HAMMONIA Schiffsholding AG bereedert. Die Risikoüberwachung sowie die aktien-
und kapitalmarktrechtliche Betreuung leistet neben dem Vorstand die HAMMONIA Reederei
GmbH & Co. KG. Für eine ausführliche Darstellung der Hauptrisikogruppen wird auf den Geschäftsbericht
2017, Seite 20 ff., verwiesen. Seit dem 31. Dezember 2017 haben sich keine wesentlichen Änderungen bezüglich der
Risikobewertung für die HAMMONIA Schiffsholding AG ergeben. 2.3.3 ChancenberichtWesentliche Chancen bestehen in der Erholung und Konsolidierung der Schifffahrtsmärkte,
einer gütlichen Einigung mit den Banken bezüglich des Besserungsscheins, der Entwicklung
von wirtschaftlich überzeugenden Projekten und dem Wiedererwachen des Interesses des
Kapitalmarktes an Schiffsinvestitionen. Für eine ausführliche Darstellung der Chancensituation wird auf den Geschäftsbericht
2017, Seite 22 verwiesen. Seit dem 31. Dezember 2017 haben sich keine wesentlichen Änderungen bezüglich der
Chanceneinschätzung für die HAMMONIA Schiffsholding AG ergeben. 3. KONZERNZWISCHENABSCHLUSSKONZERNBILANZ ZUM 30.06.2018AKTIVAscroll
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KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
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VERKÜRZTER KONZERNANHANGAllgemeine Angaben(1) Informationen zu Gesellschaft und KonzernDie HAMMONIA Schiffsholding AG mit Firmensitz in Neumühlen 9, 22763 Hamburg, Bundesrepublik
Deutschland, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 98689 eingetragen. Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 13.641.400,00 EUR ist eingeteilt in
136.414 nennwertlose auf den Namen lautende Stückaktien. Die Aktie der HAMMONIA Schiffsholding
AG ist im Segment Mittelstandsbörse der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg notiert. Die HAMMONIA Schiffsholding AG sowie ihre Tochterunternehmen (im Folgenden "HAMMONIA
Schiffsholding Konzern") sind im Bereich der internationalen Seeschifffahrt tätig.
Intention der HAMMONIA Schiffsholding AG ist es, sich als internationaler Anbieter
auf dem Gebiet des Containerschiffcharter-Geschäftes zu positionieren. Dieses soll
durch den Kauf und Betrieb von Seeschiffen, den Verkauf dieser Seeschiffe und den
Abschluss von Charterverträgen über die Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer
GmbH & Co. KG realisiert werden. Zum Abschlussstichtag waren fünf Tochtergesellschaften
im Schiffsbetrieb tätig. Die von den Tochtergesellschaften betriebenen Seeschiffe
sind in der weltweiten Fahrt eingesetzt. Der Konzernzwischenabschluss und der Konzernzwischenlagebericht sind weder einer Prüfung
noch einer prüferischen Durchsicht entsprechend § 317 HGB durch einen Abschlussprüfer
unterzogen worden. (2) Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Konzernzwischenabschluss der HAMMONIA Schiffsholding AG zum 30. Juni 2018 wird
nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die für den Konzernzwischenabschluss des HAMMONIA Schiffsholding Konzerns angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen unverändert den im Konzernabschluss
der HAMMONIA Schiffsholding AG zum 31. Dezember 2017 dargestellten Methoden. Der Konzernzwischenabschluss
zum 30. Juni 2018 ist daher im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember
2017 zu lesen. Erläuterungen zur Konzernbilanz(3) EigenkapitalDie Veränderung der Eigenkapitalkomponenten ist in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals
dargestellt. Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital setzt sich zum Abschlussstichtag aus 136.414 auf den Inhaber
lautenden nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital
von jeweils 100,00 EUR zusammen. Die ordentliche Hauptversammlung der HAMMONIA Schiffsholding AG hat am 19. Juni 2015
beschlossen, den Vorstand zu ermächtigen, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung
des Aufsichtsrats bis zum 18. Juni 2020 um bis zu insgesamt 6.820.700,00 EUR durch
einmalige oder mehrmalige Ausgabe von neuen nennwertlosen Inhaberaktien (Stückaktien)
gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Die neuen Aktien sind den Aktionären grundsätzlich zum Bezug anzubieten. Die neuen
Aktien können auch gemäß §§ 203 Abs. 1 Satz 1, 186 Abs. 5 AktG von einem Kreditinstitut
oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären
zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht
der Aktionäre auszuschließen, (1) für Spitzenbeträge, die sich aufgrund eines Bezugsverhältnisses ergeben; (2) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt, der Ausgabebetrag der neuen
Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten bzw. im Freiverkehr gehandelten
Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des
Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und
2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die Aktien, für die das Bezugsrecht
ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag des Grundkapitals 10% nicht übersteigt,
und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser
Ermächtigung. Bei der Berechnung der 10%-Grenze ist der anteilige Betrag am Grundkapital
abzusetzen, der auf Aktien entfällt, die unter Bezugsrechtsausschluss in unmittelbarer
oder entsprechender Anwendung von §186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert
wurden; (3) soweit Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagenleistung zum Zweck der Durchführung
von Unternehmenszusammenschlüssen oder des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen,
Unternehmensbeteiligungen oder sonstiger Vermögensgegenstände, insbesondere von Seeschiffen
oder Forderungen, durchgeführt werden. Der Vorstand ist weiter ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren
Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital festzulegen. Kapitalrücklage und gesetzliche RücklageDurch Beschluss des Vorstands vom 11. Mai 2018 wurden bei der HAMMONIA Schiffsholding
AG zum Ausgleich des Bilanzverlustes (bzw. des Verlustvortrages aus dem Vorjahr) die
gesetzliche Rücklage in Höghe von 5 TEUR sowie die Kapitalrücklage in Höhe von insgesamt
20.410 TEUR vollständig aufgelöst. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung(4) UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Containerschiffe sind in weltweiter Fahrt eingesetzt, weshalb keine Angaben hinsichtlich
der geographischen Verteilung der Umsatzerlöse erfolgen. (5) Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge betragen 18.508 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum:
9.978 TEUR). Sie betreffen in Höhe von 17.132 TEUR außergewöhnliche Erträge aus dem
Erlass eines Schiffshypothekendarlehens im Rahmen des Verkaufs eines Containerschiffes
von 17.132 TEUR. Im Übrigen betreffen sie im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung
von 683 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 5.975 TEUR), Erträge aus der Auflösung
von sonstigen Rückstellungen von 353 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 410 TEUR)
sowie Erträge aus der Auflösung von Optionsprämien von 197 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum:
0 TEUR). (6) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und BetriebsstoffeDie Aufwendungen aus Roh-. Hilfs- und Betriebsstoffen betreffen den Verbrauch von
Schmierstoffen von 473 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 584 TEUR) sowie den Ankauf
von Treibstoffen bei Chartererwechseln und den Verbrauch von Treibstoffen während
Off-Hire-Zeiten bzw. beschäftigungsloser Zeiten von insgesamt 2 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum:
432 TEUR). (7) Aufwendungen für bezogene LeistungenDie Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten Bereederungsgebühren und Kommissionen
von 959 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 1.398 TEUR), Reparatur- und Ausrüstungskosten
von 854 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 1.819 TEUR), Aufwendungen für Versicherungen
von 402 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 626 TEUR), übrige Kosten des Schiffsbetriebs
von 196 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 361 TEUR) und Chartermiete für Fremdtonnage
von 0 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum 664 TEUR). (8) PersonalaufwandDie Personalaufwendungen betreffen unverändert zum Vorjahresvergleichszeitraum im
Wesentlichen Heuern für fremde Seeleute. (9) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und SachanlagenDer Posten betrifft planmäßige Abschreibungen auf Containerschiffe von 3.449 TEUR
(Vorjahresvergleichszeitraum: 10.814 TEUR). (10) Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 1.491 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum:
5.996 TEUR). Sie betreffen in Höhe von 474 TEUR außergewöhnliche Aufwendungen aus
Verlusten in Zusammenhang mit dem Verkauf von Containerschiffen. Die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen beinhalten in Höhe von 565 TEUR Aufwendungen aus der Währungsumrechnung
(Vorjahresvergleichszeitraum: 5.374 TEUR). Im Übrigen betrifft der Posten im Wesentlichen
Aufwendungen für die Registrierung der Containerschiffe des Konzerns von 153 TEUR
(Vorjahresvergleichszeitraum: 134 TEUR), Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten von
123 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 143 TEUR) und Gebühren aus Service-, Controlling-
und Verwaltungsleistungen von 52 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 51 TEUR). (11) Zinsen und ähnliche AufwendungenDie Zinsaufwendungen betreffen Zinsen auf Schiffshypothekendarlehen von 399 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum:
1.594 TEUR), Zinsen aus Zinssicherungsgeschäften von 37 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum:
637 TEUR), übrige Bankgebühren wie Restrukturierungsgebühren von 0 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum:
34 TEUR) und sonstige Zinsen von 0 TEUR (Vorjahresvergleichszeitraum: 6 TEUR). Sonstige Angaben(12) Sonstige finanzielle VerpflichtungenAus mit verschiedenen Dienstleistern bestehenden Service-, Dienstleistungs- und Beratungsverträgen
bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 102 TEUR
pro Jahr. Die Verträge haben eine Restlaufzeit zum Bilanzstichtag von 0,5 Jahren.
Zum Abschlussstichtag beträgt die Summe der finanziellen Verpflichtungen deshalb insgesamt
51 TEUR. Im Rahmen einer mit verschiedenen Kreditinstituten abgeschlossenen Restrukturierungsvereinbarung
hat die Muttergesellschaft des Konzerns folgende Besserungsscheine vereinbart:
(13) NachtragsberichtDie Hauptversammlung vom 26. Juni 2018 hat die Herabsetzung des Grundkapitals in vereinfachter
Form um 6.002.216,00 EUR auf 7.639.184,00 EUR und die entsprechende Änderung der Satzung
in § 3 Abs. 1 (Höhe und Einteilung des Grundkapitals) beschlossen. Das entspricht
einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 56,00 EUR pro Aktie. Die betreffende
Eintragung im Handelsregister erfolgte am 22. August 2018. Das 7.800 TEU Containerschiff "HAMMONIA HAFNIA" (MSC KLEVEN) wurde am 04. September
2018 zu einem Preis von ca. 9,8 Mio. USD verkauft. Der Kaufvertrag wurde im Juni 2017
geschlossen und sah die Übergabe des Schiffs an den Käufer nach dem Ende der Zeitcharter
zwischen Februar und September 2018 vor. Für das 7.800 TEU Containerschiff "HAMMONIA FIONIA" (MAERSK KOTKA) wurde ein Übergabetermin
für den 24. September 2018 vereinbart und ein Verkaufspreis von ca. 9,7 Mio. USD vertragsgemäß
festgelegt. Darüber hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung zwischen dem 30. Juni
2018 und dem Datum dieser Berichterstattung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen
auf den Jahresabschluss haben könnten. Hamburg, den 14. September 2018 Dr. Karsten Liebing Vorstand HAMMONIA Schiffsholding AG KontaktHAMMONIA Schiffsholding AG Neumühlen 9 D-22763 Hamburg Tel.: +49 (0) 40 88 88 1-0 Fax: +49 (0) 40 88 88 1-199 www.hammonia-schiffsholding.de E-Mail: kontakt@hammonia-schiffsholding.de |
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