HAMMONIA Schiffsholding AG

Hamburg

HAMMONIA Schiffsholding AG Geschäftsbericht 2018

Geschäftsbericht 2018

ECKDATEN

Schiffsportfolio

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Schiffsname Datum der Übernahme Kapazität
in TEU
Baujahr
MS "HAMMONIA FIONIA" (bis 24.09.2018) 29.04.2008 7.800 1996
MS "HAMMONIA DANIA" (bis 26.06.2018) 06.05.2008 7.800 1996
MS "HAMMONIA HAFNIA" (bis 04.09.2018) 16.05.2008 7.800 1996
MS "HAMMONIA ROMA" (bis 20.03.2018) 05.01.2009 2.546 2009
MS "HAMMONIA BEROLINA" 25.08.2017 2.546 2007
MS "SAXONIA"1 03.12.2007 3.108 2003

1 Die betreffende Schiffsgesellschaft ist seit 01.10.2017 insolvent.

Finanzkennzahlen

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in TEUR 2018 2017
Schiffsbetriebsergebnis 9.323 30.435
Reedereiergebnis 22.561 53.114
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 17.988 28.638
Konzernergebnis 17.335 24.738
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 4.535 28.122
Cashflow aus Investitionstätigkeit 32.540 -8.131
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -36.885 -16.442

1. GRUSSWORT DES VORSTANDS

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das Wachstum des Welthandelsvolumen hat sich In 2018 gegenüber dem Vorjahr verringert, ist aber mit rund 4 % weiterhin positiv. Die Nachfrage nach Containertransport ist ebenfalls um 4 % gewachsen. In 2018 ist das Angebot, die Containerflotte, um 5,7 % gewachsen.

Unser Marktsegment der Vermietung von Containerschiffen ist auf der Nachfrageseite weiterhin durch Konsolidierung und Überkapazitäten gekennzeichnet. In 2018 wurden geplante Zusammenschlüsse umgesetzt, wie etwa die der drei großen japanischen Linien zu "One", und bestehende Allianzen erweitert, wie z. B. der Beitritt von ZIM zu 2M. Durch Zusammenschlüsse konnten die Charterer Ladungsströme bündeln und gemeinsam größere und damit effizientere Tonnage einsetzen, was die Nachfrage nach kleinerer Tonnage reduziert hat. Gleichzeitig wurden 0,6 Mio. TEU im Segment 15.000 bis 23.000 TEU abgeliefert. Entsprechend hat sich im Berichtsjahr der Angebotsüberhang von 2,3 % auf 3,8 % erhöht.

2019 und die nähere Zukunft sind von großer wirtschaftspolitischer Unsicherheit gezeichnet: Der Ausgang der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China wird erheblichen Einfluss auf die Nachfrage nach Containertransport haben. Ebenso führt die anhaltende Diskussion des Brexits zu Verunsicherungen der Nachfrage in Europa. Damit ist die Nachfrage in den beiden für die Containerschifffahrt bedeutendsten Regionen schwer zu prognostizieren. Entsprechend haben sich Charterraten und Schiffswerte zum Jahresende weiter abgeschwächt und befinden sich weiterhin deutlich unter "Neubauparität". M.a.W. ist es derzeit deutlich günstiger, ein gebrauchtes Schiff zu erwerben oder einzuchartern als es neu zu bauen. Dies gilt insbesondere für die Feedersegmente, in denen nur ein sehr geringer Tonnagezuwachs zu beobachten ist.

Unsere Gesellschaft hat aus den Erlösen aus Schiffsverkäufen plangemäß alle Zahlungsverpflichtungen (rd. 14,3 Mio. EUR) aus der in 2015 mit den finanzierenden Banken umgesetzten Enthaftungsvereinbarung erfüllt. Es verbleibt weiterhin eine bedingte Zahlungsverpflichtung, ein sogenannter Besserungsschein, nach dem 75 % einer Dividendenzahlung (oder anderer vergleichbarer Maßnahmen wie Aktienrückkäufe) bis zur Höhe von 8 Mio. USD an die Banken zu zahlen sind. Solange dieser Besserungsschein besteht, ist die Zahlung einer Dividende wenig attraktiv. Zudem unterliegt der Bilanzgewinn der HAMMONIA Schiffsholding AG aufgrund der im Geschäftsjahr 2018 bei der Gesellschaft durchgeführten vereinfachten Kapitalherabsetzung einer Ausschüttungsbeschränkung gemäß § 233 Abs. 2 AktG bis 2022. Gleichwohl können die Aktionäre langfristig an einer positiven Geschäftsentwicklung durch einen Verkauf der Aktien in der Zukunft partizipieren.

Vor diesem Hintergrund werden wir in der näheren Zukunft zwei Ziele verfolgen: Weiterentwicklung des Geschäftsmodells und Erhöhung der Liquidität der Aktien. Wie bereits der Ankauf des M/S "HAMMONIA BEROLINA" gezeigt hat, bietet das aktuelle Marktumfeld die Möglichkeit, second-hand Feeder-Tonnage günstig und mit langfristiger Absicherung des Schuldendienstes - z. B. durch langfristige Beschäftigung oder andere Sicherheiten - anzubinden. Derartige Investitionen schaffen die Grundlage für eine langfristig positive Wertentwicklung des Unternehmens und der Aktie.

Wie die zum Teil erratischen Kursausschläge infolge von rein buchhalterischen Bilanzeffekten oder von Paketverkäufen gezeigt haben, ist das Handelsvolumen weiterhin zu gering, um Investoren eine realistische Bewertung der Aktie und einen verlässlichen Exit zu bieten. Daher wird es, nachdem wir die Geschäftsbasis der Gesellschaft wieder auf nachhaltiges Niveau erweitert haben, in einem zweiten Schritt darum gehen, geeignete Maßnahmen zur Ausweitung der Handelsliquidität einzuleiten, wie z. B. Market Making und ggf. Nutzung weiterer Handelsplätze.

Ich hoffe, dass Sie, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, die HAMMONIA Schiffsholding AG mit Ihrer Beteiligung weiterhin unterstützen werden.

 

Hamburg, den 18. April 2019

Dr. Karsten Liebing, Vorstand

2. AKTIE

Die Aktie der HAMMONIA Schiffsholding AG ist in der Mittelstandsbörse Deutschland am Börsenplatz Hamburg gelistet.

Der Aktienkurs zeigte auch in diesem Berichtsjahr eine volatile aber insgesamt positive Entwicklung. Zu Beginn des Jahres lag der Kurs bei 17,00 EUR und fiel im Februar auf ein Jahrestief von 11,00 EUR. Von diesem Zeitpunkt an erholte sich die Aktie nachhaltig und erreichte im Juni das Jahreshoch mit 55,50 EUR. Die positive Entwicklung stand augenscheinlich im Zusammenhang mit der Ad-hoc-Meldung vom 20.04.2018 (nicht liquiditätswirksamer Sondereffekt). In der Folge sank der Kurs wieder und erreichte im September den Tiefststand des zweiten Halbjahres von 22,00 EUR. Mit Veröffentlichung einer weiteren Ad-hoc-Meldung vom 18.09.2018 gewann die Aktie erneut an positiver Dynamik und schloss zum Jahresende mit einem Kurs von 49,80 EUR, fiel jedoch Anfang 2019 wieder auf unter 30,00 EUR.

Die Aktien der HAMMONIA Schiffsholding AG werden seit dem 31.12.2014 nicht mehr im regulierten Markt, sondern nur noch im Freiverkehr gehandelt. Folglich gibt es keine Stimmrechtsmeldungen der Aktionäre mehr. Daher liegen der HAMMONIA Schiffsholding AG keine aktuellen Informationen zur Aktionärsstruktur vor. Allerdings geht der Vorstand weiterhin davon aus, dass die Aktien der Gesellschaft überwiegend von langfristig orientierten institutionellen Investoren gehalten werden. Der größte Aktionär ist nach dem derzeitigen Kenntnisstand des Vorstands die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG mit einem Anteil von knapp 21 %. Die HAMMONIA Schiffsholding AG hält keine eigenen Aktien.

Basisdaten zur Aktie der HAMMONIA Schiffsholding AG

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WKN / ISIN A0MPF5 / DE000A0MPF55
Börsenkürzel / Reuters / Bloomberg HHX.HAM / HHX.DE / HHX.GR
Aktiengattung Nennwertlose Inhaber-Stammaktien
Aktienanzahl 136.414 Stück
Marktkapitalisierung zum Bilanzstichtag 6.793.417,20 EUR
Aktienkurs (01.01. - 31.12.2018)  
Höchstkurs 15.06.2018 55,50 EUR
Tiefstkurs 20.02.2018 11,00 EUR
Anfangskurs 02.01.2018 17,00 EUR
Schlusskurs 28.12.2018 49,80 EUR

Kursentwicklung der HAMMONIA Schiffsholding AG (in EUR)

Relative Kursentwicklung der HAMMONIA Schiffsholding AG zu ausgewählten Aktienindizes (in %)

3. ZUSAMMENGEFASSTER BERICHT ÜBER DIE LAGE DER GESELLSCHAFT UND DES KONZERNS

3.1. Grundlagen des Unternehmens

3.1.1. Historie

Die HAMMONIA Schiffsholding AG wurde im Jahr 2007 als HCl HAMMONIA SHIPPING AG von der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG und der HCI Capital AG (heute Ernst Russ AG) initiiert. Bis zum 30. Dezember 2014 war die Gesellschaft an der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg im Regulierten Markt notiert. Seit dem 31. Dezember 2014 ist die Aktie der HAMMONIA Schiffsholding AG in der Mittelstandsbörse Deutschland am Börsenplatz Hamburg gelistet. Mit Wirkung vom 14. Juli 2017 wurde die HCI HAMMONIA SHIPPING AG in HAMMONIA Schiffsholding AG umbenannt.

3.1.2. Allgemeines

Die Tätigkeit des Konzerns ist auf den Erwerb, den Betrieb und die Veräußerung von Seeschiffen ausgerichtet. Der Fokus liegt dabei auf Containerschiffen. Beim Betrieb der Schiffe besteht das Geschäftsmodell darin, die Schiffe an Linienreedereien zu verchartern und / oder mit anderen Schiffen der jeweils gleichen Größenklasse die Einnahmen zu poolen, um die Erlöse gegen schwankende Charterraten und mögliche Beschäftigungsausfälle abzusichern. Der Konzern erzielt somit im Wesentlichen Erträge aus dem Betrieb von Seeschiffen.

Die HAMMONIA Schiffsholding AG steuert als Konzernobergesellschaft und geschäftsführende Holding die einzelnen Schiffsinvestments der jeweiligen Tochtergesellschaften. Die Tochtergesellschaften in der Rechtsform "GmbH & Co. KG" sind Einschiffsgesellschaften und zivilrechtlich die Eigentümer und Betreiber einzelner Schiffe. Des Weiteren ist die HAMMONIA Schiffsholding AG an Komplementärgesellschaften - in der Rechtsform "GmbH" - der Schiffsgesellschaften beteiligt.

In der HAMMONIA Schiffsholding AG sind keine Mitarbeiter angestellt und im Konzern waren im Durchschnitt zwei eigene Seeleute beschäftigt. Die Bereitstellung sämtlicher Serviceleistungen erfolgt durch externe Dienstleister. Die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG übernimmt alle Aufgaben im Zusammenhang mit dem laufenden Betrieb sämtlicher Schiffe. Die Schiffsgesellschaften stellen somit den Mietern der Schiffe, den Charterern, ein komplett ausgerüstetes, betriebsbereites und bemanntes Schiff zur Verfügung.

Hinsichtlich der Tochtergesellschaften und ihrer Standorte wird auf den Konzernanhang verwiesen.

3.1.3. Steuerungssystem

Die Steuerung des Konzerns basiert auf einem einheitlichen und methodischen Vorgehen. Dabei werden unterschiedliche finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren in den Fokus gestellt.

Die Prognoserechnungen der Schiffsgesellschaften werden dem Vorstand und dem Aufsichtsrat regelmäßig auf aggregierter Basis zur Verfügung gestellt, wobei die Veränderungen des Betriebskapitals je Schiff in die konsolidierte Rechnung einfließen. Die operative Steuerung des Konzerns erfolgt auf Basis des operativen Gesamtergebnisses der Schiffsflotte sowie der Chartereinnahmen pro Tag. Aufgrund der derzeitigen Lage an den internationalen Containerschiffsmärkten und der daraus resultierenden Auswirkungen auf die HAMMONIA Schiffsholding AG ist derzeit oberstes Ziel, die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft und in den einzelnen Schiffsgesellschaften jederzeit sicherzustellen, so dass bis auf weiteres die Liquiditätsentwicklung die entscheidende Steuerungsgröße für den Konzern darstellt. Für Neuinvestitionen wird ein ausgewogenes Rendite- / Risiko-Profil angestrebt. Die Möglichkeit eines Totalverlustes soll minimiert werden und andererseits soll eine Partizipation an einer Markterholung ermöglicht werden.

Die technische Verfügbarkeit der Schiffe in der HAMMONIA Schiffsholding AG Flotte stellt einen entscheidenden nichtfinanziellen Leistungsindikator dar.

3.2. Wirtschaftsbericht

3.2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In der aktuellen Ausgabe des World Economic Outlook vom Januar 2019 schätzt der Internationale Währungsfonds (IWF) für das Jahr 2018 ein Weltwirtschaftswachstum von 3,7 %%. Damit ist die Weltwirtschaft mit einer leicht niedrigeren Rate gewachsen als im Vorjahr (3,8 %%). Dabei liegen die Erwartungen für das Wachstum in den Industriestaaten bei 2,3 %%. Für die Entwicklungs- und Schwellenländer wird für 2018 mit einem Wirtschaftswachstum von 4,6 %% gerechnet. Hinsichtlich des für die Handelsschifffahrt relevanten Welthandelsvolumens liegt die im Januar 2019 veröffentlichte vorläufige Schätzung für das Berichtsjahr mit 4,0 %% deutlich unter dem Vorjahreswert von 5,3 %%, wobei sowohl bei den Industriestaaten (-1,1 %%) als auch bei den Entwicklungs- und Schwellenländern (-1,7 %%) ein Rückgang zu verzeichnen war.

Im Jahr 2018 betrug die Wachstumsrate des globalen Containerhandels voraussichtlich 4,0 %%, was einen Rückgang im Vergleich zur Wachstumsrate des Vorjahres von 4,4 %% bedeutet. Zugleich ist die weltweite Flotte der Containerschiffe im gleichen Jahr um ca. 5,7 %% gewachsen. Diese umfasst nunmehr 5.284 Einheiten mit einer Gesamtkapazität von rd. 22,3 Mio. TEU (Stand: 01.01.2019, Alphaliner). So sind aufgrund der hohen Orderaktivität der internationalen Linienreeder in den letzten Jahren auch im Berichtsjahr 165 Containerschiffe mit einer Ladekapazität von rd. 1,3 Mio. TEU neu abgeliefert worden. Gegenläufig wirkte die Verschrottung von 64 im Durchschnitt 24 Jahre alten Containerschiffen mit einer Kapazität von 0,11 Mio. TEU. Im Jahr 2017 waren noch 161 Containerschiffe (Durchschnittsalter 21 Jahre) mit einer Kapazität von rd. 0,4 Mio. TEU verschrottet worden. Damit setzte sich der steile Abwärtstrend der Abwrackungsaktivität seit der historischen Höchstmarke im Jahr 2016 fort, obwohl der erzielbare Schrottpreis im Jahr 2018 mit rd. 400 USD / ldt konstant auf relativ hohem Niveau lag.

Auch im Jahr 2018 konzentrierten sich die neu abgelieferten Schiffe deutlich in den größeren Schiffssegmenten. 27 Schiffe mit einer Größe von 13.000 - 18.000 TEU und 26 Schiffe über 18.000 TEU mit einer Gesamtkapazität von insgesamt 0,9 Mio. TEU entsprachen im Berichtszeitraum ca. 70 %% der neu in Fahrt gesetzten Tonnage. Über den Kaskadeneffekt, d. h. die Verdrängung von kleineren Schiffen aus ihren angestammten Verkehren durch die jeweils nächstgroße Schiffsklasse, belasten die Ablieferungen der Großcontainerschiffe weiterhin auch den Markt für kleinere Containerschiffe, obwohl im Jahr 2018 keine Schiffe in den Segmenten zwischen 4.000 - 10.000 TEU abgeliefert wurden. Darüber hinaus werden auch in den folgenden zwei Jahren keine Ablieferungen in diesem Segment erwartet.

Die Containerschifffahrt war im Jahr 2018 auf Seiten der Linienreedereien weiterhin gekennzeichnet durch Konsolidierungen und Kooperationen. So verkündeten Maersk Line, Mediterranean Shipping Company (MSC) und ZIM Integrated Shipping Services Ltd. im Juli 2018 eine zunächst auf vier Jahre befristete strategische Kooperation auf der Destination Asien-US-Ostküste, von der alle Beteiligten entscheidende operative Kostenvorteile durch Skaleneffekte und eine bessere Kapazitätsauslastung erwarten.

Die Aufliegerquote, d. h. der Anteil der unbeschäftigten Containerschiffskapazität, hat zwar im Laufe des Jahres saisonal geschwankt, sie lag aber am Ende des Jahres 2018 mit rd. 2,8 %% (im Vergleich Ende 2017: 2,0 %%) der Flotte und 0,6 Mio. TEU (im Vergleich 2017: 0,4 Mio. TEU) deutlich über dem Jahresendniveaus des Vorjahres.

Somit konnte der Chartermarkt für Containerschiffe seinen starken Aufwärtstrend im ersten Halbjahr des Berichtsjahres im zweiten Halbjahr nicht fortführen. Dabei erhielt der Chartermarkt für Containerschiffe besonders im vierten Quartal 2018 negative Impulse, die für einen Charterraten- und Schiffswerterückgang sorgten. So fielen z. B. die Charterraten für 2.500 TEU Containerschiffe auf 9.500 USD / Tag im Dezember 2018. Die Charterraten der ehemaligen auf die Größe des Panamakanals optimierten Schiffe mit einer Kapazität von 4.000 - 5.000 TEU fielen im Dezember 2018 ebenfalls auf rd. 9.500 USD / Tag. Die Charterraten der anderen Schiffsklassen zwischen 5.600 und 8.500 TEU lagen im Dezember 2018 bei rd. 10.000 bis 13.000 USD / Tag.

3.2.2. Geschäftsverlauf

3.2.2.1. Flotte

Das diesjährige Geschäftsjahr war durch den Verkauf eines Großteils der Flotte gekennzeichnet. Die Verkäufe standen teilweise noch im Zusammenhang mit dem im Jahr 2015 umgesetzten Restrukturierungskonzeptes zur Entlassung der HAMMONIA Schiffsholding AG aus verschiedenen Finanzierungsbürgschaften. Teil des Konzeptes war eine Reduzierung der Flotte. Dazu gehörte die planmäßige Veräußerung der 7.800 TEU Schiffe M/S "HAMMONIA DANIA" (MSC KARLSKRONA), M/S "HAMMONIA HAFNIA" (MSC KLEVEN) und M/S "HAMMONIA FIONIA" (MAERSK KOTKA) auf Basis eines im Juni 2017 geschlossenen Verkaufsvertrages. Ebenfalls wurde auf Betreiben der Bank das M/S "HAMMONIA ROMA" verkauft und am 20. März 2018 an die Käufer übergeben.

Folglich hatte die HAMMONIA Schiffsholding AG zum 31. Dezember 2018 noch zwei Containerschiffe mit einer Größe von 2.500 und 3.100 TEU in Fahrt (letzteres Schiff ist im Eigentum einer insolventen und entkonsolidierten Schiffsgesellschaft). Das 2.500 TEU M/S "HAMMONIA BEROLINA" fährt noch bis mindestens 2021 unter einer Zeitcharter bei MCC Transport, einem Tochterunternehmen der Maersk Line A/S, zu 9.000 USD / Tag brutto. Das 3.100 TEU M/S "SAXONIA" befindet sich in einem Insolvenzverfahren, so dass die HAMMONIA Schiffsholding AG weder Einfluss auf die Schiffsgesellschaft ausübt noch an der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung der Schiffsgesellschaft beteiligt ist.

3.2.2.2. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Im zweiten Jahr in Folge konnte das Berichtsjahr mit Gewinnen auf Holding- und Konzernebene abgeschlossen werden. Die Jahresüberschüsse in Höhe von 1,1 Mio. EUR auf Holdingebene ergeben sich überwiegend aus Effekten im Zusammenhang mit dem Verkauf der drei 7.800 TEU Schiffe. Das Konzernergebnis in Höhe von 17,3 Mio. EUR ergibt sich überwiegend aus Effekten im Zusammenhang mit einem Darlehensverzicht im Rahmen des Verkaufs des M/S "HAMMONIA ROMA". Mit den Verkaufserlösen der 7.800 TEU Schiffen konnten die Verbindlichkeiten auf Holdingebene im Wesentlichen getilgt werden, so dass der Konzern das Berichtsjahr in guter finanzieller Verfassung beenden konnte.

Als vorbereitende Maßnahme für eine vereinfachte Kapitalherabsetzung hat der Vorstand mit Beschluss vom 11. Mai 2018 die Kapitalrücklage vollständig mit dem Bilanzverlust verrechnet. Im Folgenden hat die Hauptversammlung vom 26. Juni 2018 die Herabsetzung des Grundkapitals in vereinfachter Form um 6.002.216,00 EUR auf 7.639.184,00 EUR und die entsprechende Änderung der Satzung in § 3 Abs. 1 (Höhe und Einteilung des Grundkapitals) beschlossen. Das entspricht einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 56,00 EUR pro Aktie. Die betreffende Eintragung im Handelsregister erfolgte am 22. August 2018.

Im Berichtsjahr gab es insgesamt vier Flottenabgänge zu verzeichnen. Im Einzelnen waren das die "HAMMONIA DANIA" (MSC KARLSKRONA), "HAMMONIA HAFNIA" (MSC KLEVEN) und "HAMMONIA FIONIA" (MAERSK KOTKA) mit den jeweiligen Übergabedaten am 26. Juni, 04. September 2018 und 24. September 2018. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag bei rund 10 Mio. USD je Schiff. Die Übergabe der Schiffe erfolgte planmäßig auf Grundlage der Vereinbarungen vom 06. Juni 2017. Der Verkauf wurde derart strukturiert, dass die Rückführung der spätestens Ende 2018 fälligen Verbindlichkeiten auf Holdingebene sichergestellt werden konnte. Folglich war ein besonderer Meilenstein die Rückführung sämtlicher Verbindlichkeiten auf Holdingebene in der Gesamtsumme von 14,3 Mio. EUR im Anschluss an die Veräußerung der 7.800 TEU Schiffe. Der Verkauf des M/S "HAMMONIA ROMA" und der damit einhergehende Darlehensverzicht seitens der finanzierenden Bank führte zu hohen buchhalterischen Gewinnen, hatte allerdings auf die Liquiditätssituation des Konzerns keine nennenswerte Auswirkung.

Weiterhin bestehen die sog. Besserungsscheine mit einer Gesamtsumme von 8,0 Mio. USD, allerdings werden diese nur bei Zahlungen an die Aktionäre, wie z. B. bei Dividenden, fällig. Insofern hat die Holding zum Bilanzstichtag keine finanziellen Verbindlichkeiten mit einem feststehenden Rückzahlungstermin. Da durch die Gewinne im Berichtsjahr ein Bilanzgewinn auf Holdingebene entstanden ist, ergibt sich ein theoretischer Anspruch auf Rückzahlung, allerdings weiterhin unter dem Vorbehalt, dass Zahlungen an die Aktionäre getätigt werden. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, wurden Rückstellungen in Höhe von 3,2 Mio. EUR gewinnmindernd eingebucht, um die aufschiebend bedingten Zahlungsverpflichtungen unter den Besserungsscheinen bilanziell zu berücksichtigen.

Grundsätzlich ist die finanzielle Situation zum Ende des Berichtsjahres als stabil zu bezeichnen. Mit rd. 12,9 Mio. EUR Liquidität und zinstragenden Gesamtverbindlichkeiten in Höhe von rd. 7,3 Mio. EUR im Konzern ist der Konzern faktisch frei von finanziellen Zwängen und Unsicherheiten. Allerdings verblieb schlussendlich zum Bilanzstichtag mit der M/S "HAMMONIA BEROLINA" nur ein profitables Schiff im Konzern. Einerseits verläuft diese im Jahr 2017 getätigte Investition planmäßig und entsprechend erfreulich, andererseits ist eine Flotte von nur einem Schiff langfristig nicht ausreichend, um den Wert der HAMMONIA Schiffsholding AG nachhaltig zu steigern. Daraus folgt die Notwendigkeit die Zukunft des Konzerns aktiv mit Investitionen zu gestalten.

3.2.3. Lage

3.2.3.1. Ertragslage

Die wesentlichen Kennzahlen der Ertragslage für das Geschäftsjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr stellen sich wie folgt dar:

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in TEUR 1.1. - 31.12.2018 1.1. - 31.12.2017 Ergebnisveränderung
Umsatzerlöse 17.223 48.831 -31.608
Schiffsbetriebskosten -4.516 -11.928 7.412
Personalkosten -3.384 -6.468 3.084
Schiffsbetriebsergebnis 9.323 30.435 -21.112
sonstige betriebliche Erträge 19.296 33.705 -14.409
davon Kurserträge 1.413 8.795 -7.382
sonstige betriebliche Aufwendungen -6.058 -11.026 4.968
davon Kursaufwendungen -1.240 -9.663 8.423
Reedereiergebnis 22.561 53.114 -30.553
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen      
Planmäßig -4.573 -22.304 17.731
Außerplanmäßig 0 -2.172 2.172
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 17.988 28.638 -10.650
Zinserträge 21 3 18
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 -13 13
Zinsaufwendungen -623 -3.709 3.086
Ergebnis vor Steuern (EBT) 17.386 24.919 -7.533
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -51 -181 130
Konzernjahresüberschuss 17.335 24.738 -7.403
davon entfielen auf Aktionäre der Muttergesellschaft 10.839 23.645 -12.806
davon entfielen auf andere Gesellschafter 6.496 1.093 5.403

Die Umsatzerlöse wurden in Höhe von 17,0 Mio. EUR aus der Vercharterung von fünf Containerschiffen (Vergleichszeitraum: sieben Containerschiffe) erzielt. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2018 wurden hiervon vier Containerschiffe veräußert.

Im Geschäftsjahr wurden die Konzernerlöse ausschließlich von in Zeitcharter fahrenden Containerschiffen erzielt. Neben Chartererlösen umfassen die Umsatzerlöse auch Erstattungen der Charterer in Höhe von 0,2 Mio. EUR. Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um 31,6 Mio. EUR vermindert. Die deutliche Verminderung der Umsatzerlöse resultiert neben der Veräußerung von vier Containerschiffen aus dem Auslaufen von langjährigen Charterverträgen bei den drei 7.800 TEU Containerschiffen im Februar 2018 und der anschließenden Weiterbeschäftigung zu niedrigeren Konditionen.

Die Schiffsbetriebskosten enthalten im Wesentlichen die Aufwendungen für den Schiffsunterhalt und die Versicherung der Schiffe. Die Aufwendungen haben sich aufgrund der Veräußerung von vier Containerschiffen vermindert. Gleiches gilt für die Aufwendungen für das Schiffspersonal.

Nach Abzug der Schiffsbetriebskosten verschlechterte sich das Schiffsbetriebsergebnis um 69 % auf 9,3 Mio. EUR.

Die sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich um 14,4 Mio. EUR auf 19,3 Mio. EUR. Sie enthalten außergewöhnliche Erträge in Höhe von 17,1 Mio. EUR. Diese betreffen Erträge aus dem teilweisen Erlass von Darlehensverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Veräußerung eines Containerschiffes. Gegenüber dem Vorjahr verminderten sich die Kurserträge um 7,4 Mio. EUR auf 1,4 Mio. EUR. Neben Kurserträgen betreffen die sonstigen betrieblichen Erträge im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (0,3 Mio. EUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 5,0 Mio. EUR auf 6,1 Mio. EUR vermindert. Wesentlicher Grund für die Verminderung ist die Verminderung der Kursaufwendungen um 8,4 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr. Die Kursaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus der Tilgung von USD-Schiffshypothekendarlehen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von 3,4 Mio. EUR. Diese betreffen Aufwendungen aus der Bildung einer Rückstellung für aufschiebend bedingte Verbindlichkeiten aus Besserungsscheinen in Höhe von 3,2 Mio. EUR sowie Verluste aus dem Verkauf eines Containerschiffes (0,2 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Übrigen die Verwaltungskosten des Konzerns. Diese resultieren zum einen aus Gebühren aus einem Service-, Dienstleistungs- und Beratungsvertrag. Die HAMMONIA Schiffsholding AG besitzt kein eigenes Personal, sondern bedient sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben des Personals der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, sowie für aktienbezogene Aufgaben einer Tochtergesellschaft der Ernst Russ AG. Die übrigen Verwaltungskosten umfassen unter anderem Aufwendungen für die Jahresabschlussprüfung, Steuer- und Rechtsberatung sämtlicher Konzerngesellschaften, Kosten der Rechtsform sowie Kosten in Zusammenhang mit der Registrierung der Konzernschiffe.

Insgesamt ergibt sich damit im Geschäftsjahr 2018 ein Reedereiergebnis von 22,6 Mio. EUR, das um 30,6 Mio. EUR unter dem Wert des Vorjahres liegt. Die Reedereiergebnisse der beiden Geschäftsjahre sind jeweils durch außergewöhnliche Erträge und außergewöhnliche Aufwendungen beeinflusst.

Nach Verrechnung der Abschreibungen lag das operative Ergebnis, EBIT, im Geschäftsjahr 2018 mit 18,0 Mio. EUR um 10,7 Mio. EUR unter dem Wert des Vorjahres. Die Verschlechterung ergibt sich aus der Veräußerung von vier Containerschiffen und dem Auslaufen von langfristigen Charterverträgen bei drei Containerschiffen Anfang 2018.

Die Zinsaufwendungen haben sich gegenüber dem Vergleichszeitraum um 3,1 Mio. EUR vermindert. Dies ist zurückzuführen auf die vollständige Tilgung der Darlehen von vier Containerschiffen durch planmäßige Tilgungen bzw. im Rahmen der Veräußerung eines Containerschiffes.

Insgesamt hat der Konzern im Geschäftsjahr 2018 einen Konzernjahresüberschuss in Höhe von rd. 17,3 Mio. EUR erwirtschaftet (im Vorjahr 24,7 Mio. EUR). Die auf nicht beherrschende Anteile entfallenden Ergebnisanteile betreffen Minderheitsgesellschafter der Schifffahrtsgesellschaften. Der Anstieg des Ergebnisses dieser Anteile resultiert aus dem Abgang von Minderheitenanteilen bei einer Schifffahrtsgesellschaft.

Insgesamt sind die Ertragslage des Konzerns und das im Geschäftsjahr 2018 erzielte Konzernergebnis erheblich durch außergewöhnliche Erträge gekennzeichnet.

Grundsätze und Ziele der Finanzaktivitäten

Über das Finanzmanagement wird sichergestellt, dass das Unternehmen dauerhaft liquide ist und finanzielle Risiken reduziert werden. Aufgrund der derzeitigen Lage an den internationalen Schifffahrtsmärkten und der daraus resultierenden Auswirkungen auf die HAMMONIA Schiffsholding AG ist bis auf weiteres das oberste Ziel, die Zahlungsfähigkeit im Konzern und in den einzelnen Schiffsgesellschaften jederzeit sicherzustellen.

Finanzierung

Die seit Jahren andauernde Krise des Containerschiffsmarktes hatte für die HAMMONIA Schiffsholding AG weitreichende Restrukturierungsmaßnahmen erforderlich gemacht. Diese wurden schon im Jahr 2015 erfolgreich abgeschlossen. Im Ergebnis konnte die HAMMONIA Schiffsholding AG um einen hohen zweistelligen Millionenbetrag enthaftet werden. Ebenfalls wurden die Verbindlichkeiten auf Ebene der Holding neu geordnet. Die Gläubiger erhielten für ihre Zugeständnisse einen Besserungsschein in Höhe von max. 8,0 Mio. USD für den Fall, dass die HAMMONIA Schiffsholding AG wieder Dividenden zahlen wird.

Im vierten Quartal 2018 erfolgte planmäßig die Rückführung der finanziellen Verpflichtungen auf Ebene der Holding in Höhe von 14,3 Mio. EUR mit dem Verkaufserlös der drei 7.800 TEU Schiffe. Um das Risiko eines Preisverfalls und einer einhergehenden Zahlungsunfähigkeit der HAMMONIA Schiffsholding AG zu vermeiden, erfolgte im Juni 2017 ein strukturierter Verkauf der Schiffe zu damals gültigen Marktkonditionen. Die Übergabe der Schiffe erfolgte im Berichtsjahr vereinbarungsgemäß. Folglich gibt es auf Ebene der Holding neben den oben genannten Besserungsscheinen keine Darlehensverbindlichkeiten mehr.

Das M/S "HAMMONIA ROMA" wurde auf Betreiben der Bank in einem insolvenzfreien Verfahren verkauft. Dabei hat die schiffsfinanzierende Bank auf einen Betrag von 17,1 Mio. EUR verzichtet. Insofern wurde der Konzern im Zusammenhang mit diesem Schiff vollständig entschuldet.

Zum Bilanzstichtag verfügte alleinig das M/S "HAMMONIA BEROLINA" über ein Schiffshypothekendarlehen. Das Darlehen verfügt über äußerst vorteilhafte Konditionen bezüglich Zinskosten und Tilgungsprofil. Zusammen mit der Zeitcharter mit einer Tochter der Maersk Line A/S bis mindestens ins Jahr 2021 ist der Schuldendienst auf absehbare Zeit gesichert. Die geplanten vierteljährlichen Ausschüttungen in Höhe von 8 %% p. a. auf das Eigenkapital konnten bisher ausnahmslos getätigt werden.

Zusammengefasst ist festzustellen, dass sich die Finanzierungssituation der HAMMONIA Schiffsholding AG im Berichtsjahr auf ein sehr stabiles und risikoarmes Niveau entwickeln konnte. Bis auf weiteres deckt der Kassenbestand der Gesellschaft den laufenden Liquiditätsbedarf des normalen Geschäftsbetriebs. Somit erscheint die Solvenz der Gesellschaft zum Bilanzstichtag auf absehbare Zeit gesichert.

3.2.3.2. Liquidität (Kapitalflussrechnung)

Die Finanzlage des Konzerns kann mit Hilfe der Kapitalflussrechnung veranschaulicht werden. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet dabei zwischen Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

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in TEUR 1.1. - 31.12.2018 1.1. - 31.12.2017 Veränderung
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 4.535 28.122 -23.587
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 32.540 -8.131 40.671
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -36.885 -16.442 -20.443
zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 190 3.549 -3.359
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 -1.031 1.031
wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 389 -1.129 1.518
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 12.288 10.900 1.388
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 12.867 12.289 578

Die Ermittlung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Er hat sich gegenüber dem Vorjahr erheblich vermindert.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrifft im Wesentlichen Einzahlungen aus der Veräußerung von vier Containerschiffen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -36,9 Mio. EUR resultiert in Höhe von 27,4 Mio. EUR (Vorjahr: 20,3 Mio. EUR) aus der Tilgung von Darlehen. Weitere Liquiditätsabflüsse in Höhe von 8,5 Mio. EUR betreffen Ausschüttungen an konzernfremde Kommanditisten bzw. Gesellschafter. 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 3,3 Mio. EUR) betreffen Zinszahlungen.

Insgesamt erhöhte sich der Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2018 gegenüber dem 31. Dezember 2017 um 0,6 Mio. EUR auf 12,9 Mio. EUR.

3.2.3.3. Vermögenslage

Die Vermögenslage des Konzerns stellt sich wie folgt dar:

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in TEUR 31.12.2018 % 31.12.2017 % Veränderung
Aktiva          
Anlagevermögen 7.245 32,7 47.654 77,6 -40.409
Umlaufvermögen 14.830 66,9 13.439 21,9 1.391
Rechnungsabgrenzungsposten 79 0,4 319 0,5 -240
Bilanzsumme 22.154 100,0 61.412 100,0 -39.258
Passiva          
Eigenkapital 10.483 47,3 1.608 2,6 8.875
Rückstellungen 4.120 18,6 3.053 5,0 1.067
Verbindlichkeiten 7.551 34,1 56.751 92,4 -49.200
Bilanzsumme 22.154 100,0 61.412 100,0 -39.258

Auf der Aktivseite entfallen 32,7 % (Vorjahr: 77,6 %) der Bilanzsumme auf das Anlagevermögen. Die Veränderung des Anlagevermögens ist in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

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in TEUR
Stand 31. Dezember 2017 47.654
planmäßige Abschreibungen -4.573
Abgänge -35.836
Stand 31. Dezember 2018 7.245

Die Abgänge betreffen die Veräußerung von vier Containerschiffen.

Das Umlaufvermögen in Höhe von 14,8 Mio. EUR umfasst im Wesentlichen liquide Mittel (12,9 Mio. EUR) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (1,3 Mio. EUR).

Das Eigenkapital erhöhte sich durch den im Geschäftsjahr erwirtschafteten Konzernjahresüberschuss. Demgegenüber standen Ausschüttungen an konzernfremde Gesellschafter im Wesentlichen aufgrund der Rückzahlung von Kommanditkapital. Die absolute Veränderung des Eigenkapitals ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

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in TEUR
Stand 31. Dezember 2017 1.608
Konzernjahresüberschuss 17.335
Ausschüttungen an konzernfremde Gesellschafter -8.460
Stand 31. Dezember 2018 10.483

Der Anstieg der Rückstellungen um 1,1 Mio. EUR auf 4,1 Mio. EUR betrifft im Wesentlichen die Bildung einer Rückstellung für aufschiebend bedingte Verbindlichkeiten aus Besserungsscheinen.

Die Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Schiffsfinanzierung einschließlich abgegrenzter Zinsen eines in Fahrt befindlichen Containerschiffes) in Höhe von 7,3 Mio. EUR (Vorjahr: 42,4 Mio. EUR). Die Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultiert aus der vollständigen Tilgung der Darlehen von vier Containerschiffen durch planmäßige Tilgungen bei drei Containerschiffen sowie im Rahmen der Veräußerung eines weiteren Containerschiffes.

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns ist insgesamt von außergewöhnlichen Ereignissen geprägt.

3.2.4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Für einen optimalen wirtschaftlichen Betrieb der Schiffe ist eine hohe technische Verfügbarkeit der Flotte von großer Bedeutung, da im Rahmen einer Zeitcharter der Charterer nur für Zeiten zahlen muss, in welchen ein Schiff technisch verfügbar und somit fahrtüchtig ist. Für den Berichtszeitraum ergibt sich folgende Statistik.

Technische Verfügbarkeit der HAMMONIA Schiffsholding AG Flotte

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Theoretisch mögliche technische Verfügbarkeit in Tagen 1.135,00
Geplante technische Verfügbarkeit in Tagen 1.119,45
Ist-Verfügbarkeit in Tagen 1.133,14
Technisch bedingte Off-Hire-Tage 1,86
Tage ohne Beschäftigung / ohne Pool 0,00
Technische Verfügbarkeit der Flotte 99,84 %

Unter Berücksichtigung der technisch bedingten Off-Hire-Tage liegt die Einsatzbereitschaft der Flotte bei annähernd 100 %. Sowohl planmäßige als auch außerplanmäßige Dockungen sind im Berichtsraum nicht ausgeführt worden. Somit zeichnet sich die Flotte der HAMMONIA Schiffsholding AG weiterhin durch eine sehr hohe technische Verfügbarkeit aus. Dieses Ergebnis spiegelt den technisch einwandfreien Zustand der Schiffe, den hohen Ausbildungsgrad der Mannschaften und die Qualität der technischen Bereederung wider.

3.3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

3.3.1. Prognosebericht

In den folgenden Prognosen sind Annahmen enthalten, die auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen worden sind. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von den erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr können wir für diese Angaben daher nicht übernehmen. Die nachfolgenden Prognosen beziehen sich - soweit nicht anderweitig angegeben - auf die nach dem Berichtsjahr folgenden zwölf Monate.

Für das laufende Jahr 2019 und für 2020 prognostiziert der IWF eine stabil bleibende Wachstumsrate der Weltwirtschaft von rd. 3,5 % bzw. 3,6 % (im Vergleich vorläufiger Wert 2018: 3,7 %). Es wird erwartet, dass speziell das Wirtschaftswachstum in den Industriestaaten von 2,3 % im Jahr 2018 auf 2,0 % im Jahr 2019 und 1.7 % im Jahr 2020 sinken wird. Hinsichtlich des Welthandelsvolumens liegt die im Januar 2019 veröffentlichte vorläufige Schätzung für das Berichtsjahr mit 4,0 % deutlich unter dem Vorjahr von 5,3 %. Für die Jahre 2019 und 2020 wird ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr von jeweils 4,0 % prognostiziert.

Die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft und des Welthandels ist unter anderem abhängig von den Auswirkungen verschiedener politischer Ereignisse wie dem Vollzug des "Brexit"-Votums in Großbritannien sowie den Auswirkungen eines sich abschwächenden Wachstums in China und den weiteren handelsrelevanten Entscheidungen der US-Administration, die weiterhin deutlich protektionistische Tendenzen erkennen lassen.

Die Aufliegerquote, d. h. der Anteil der unbeschäftigten Containerschiffskapazität, lag am Ende des Jahres 2018 mit rd. 3,8 % (im Vergleich Ende 2017: 2,3 %) der Flotte und 0,6 Mio. TEU (im Vergleich 2017: 0,4 Mio. TEU) deutlich über dem Jahresendniveaus des Vorjahres. Jedoch ist das Gesamtorderbuch für Containerschiffe mit 12,3 %% bezogen auf die fahrende Flotte weiterhin niedrig, so dass in Zukunft eine Abnahme der vorherrschenden Überkapazitäten erwartet werden kann. Der Brancheninformationsdienst Alphaliner erwartet, dass das Angebot an Containertonnage im Jahr 2019 um 3,5 %% und im Jahr 2020 um 3,3% wachsen wird, verglichen mit 5,7 % Wachstum im Berichtsjahr. Die Wachstumsrate des globalen Containerhandels wird von Alphaliner für das Jahr 2018 bei 4,0 % gesehen und für das Jahr 2019 auf 4,0 % bzw. für das Jahr 2020 auf 4,1 % prognostiziert. Diese Entwicklung würde möglicherweise zu einer Balance zwischen Angebot und Nachfrage in den kommenden Jahren führen.

Auch wenn die fundamentalen Rahmenbedingungen weiterhin auf eine Erholung im Containermarkt hindeuten, wird zunächst nur eine moderate Marktverbesserung für den Gesamtmarkt im laufenden Jahr erwartet. Die gestiegene Aufliegerquote und die niedrige Verschrottungsaktivität dürften die Charterratenerholung vorerst dämpfen. Es wird weiterhin erwartet, dass der Kaskadeneffekt, der die Verdrängung von Schiffen durch größere, modernere Einheiten auf andere Liniendienste beschreibt, im Jahr 2019 starken Einfluss nehmen wird. Allerdings sind im Jahr 2018 keine Containerschiffe in den größeren Klassen von 4.000 - 9.999 TEU abgeliefert worden. Auch in den nächsten zwei bis drei Jahren werden keine Ablieferungen in diesen Größenklassen erwartet. Es wurden im Jahr 2018 keine Neubestellungen von Schiffen zwischen 3.000 bis 12.000 TEU platziert. Dies könnte dazu führen, dass die kleineren Segmente unter 4.000 TEU weniger durch größere Einheiten ersetzt werden und somit vom Kaskadeneffekt weniger beeinflusst werden. Günstig könnte sich ebenfalls ein Verknappungseffekt beginnend im Jahr 2020 mit Umsetzung der IMO Regularien für Schwefelemissionen auswirken. Ab dem Jahr 2020 darf weltweit nur noch Treibstoff verbrannt werden, welcher einen Anteil von nicht mehr als 0,5 % Schwefel enthält oder dessen Abgase durch eine Abgasreinigungsanlage (sog. Scrubber) von Schwefeloxiden (SOx) befreit wird. Da der konforme Treibstoff (sog "Ultra-Low-Sulphur-Fuel-Oil (ULSFO)") teurer ist, wird erwartet, dass Schiffe noch langsamerer fahren (sog. Slow-Steaming) um Treibstoff zu sparen oder Schiffe aufgrund der Werftzeiten für Scrubbereinbauten (25 - 30 Tage) nicht zur Verfügung stehen. Folglich vermindert sich die effektiv zur Verfügung stehende Transportkapazität, was sich positiv auf den Chartermarkt auswirken könnte.

Mit der freien Liquidität aus dem Verkauf der drei 7.800 TEU Schiffe plant die HAMMONIA Schiffsholding AG weitere Investitionen, wobei mit einer Beteiligung von 65 % an dem M/S "HAMMONIA BALTICA" eine erste Investition im Februar 2019 getätigt wurde. Weiterhin ist geplant, Darlehen für die Finanzierung von Schiffen zu nutzen, um der Situation des nur begrenzt vorhandenen Eigenkapitals Rechnung zu tragen. Die Präferenz liegt dabei auf sog. "Non-recourse"-Finanzierungen, so dass die HAMMONIA Schiffsholding AG für Fremdfinanzierungen im besten Fall keine Haftung übernehmen muss, sondern nur die jeweilige Schiffsgesellschaft.

Aufgrund der kleineren Flotte erwarten wir für das Gesamtjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt einerseits deutlich sinkende Umsatzerlöse für den Konzern der HAMMONIA Schiffsholding AG, andererseits auch deutlich reduzierte Schiffsbetriebskosten. Per Saldo rechnen wir mit einem deutlich niedrigeren Reedereiergebnis. Die Zinsaufwendungen werden gegenüber dem Vorjahr aufgrund der geplanten Aufnahme von neuen Fremdfinanzierungen erheblich ansteigen. Außerdem werden sich die planmäßigen Abschreibungen aufgrund der kleineren Flotte deutlich vermindern. Weiterhin rechnen wir für 2019 mit einem Wechselkurs von 1,20 EUR / USD und daher mit einem schwächeren USD-Jahresdurchschnittskurs im Vergleich zum Niveau des Vorjahres bei rd. 1,18 EUR / USD. Auf dieser Basis erwarten wir für das Gesamtjahr 2019 aus dem ordentlichen Geschäft, nach Abschreibungen, Zinsen und Steuern ein ausgeglichenes bis leicht positives Konzernergebnis im unteren sechsstelligen Bereich. Nicht planbare Kurs- und Sondereffekte, wie zum Beispiel im Zusammenhang mit dem Ankauf oder Verkauf weiterer Schiffe, sind hierbei nicht berücksichtigt. Wir gehen davon aus, dass das Ergebnis der HAMMONIA Schiffsholding im Jahr 2019 mehr von Erträgen und Aufwendungen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit geprägt sein wird.

Hinsichtlich der Entwicklung der Finanzsituation sehen wir für das Jahr 2019 im Konzern einen gegenüber dem Vorjahr deutlich verringerten Bestand an verfügbaren liquiden Mitteln. Dies wird überwiegend auf den Cashflow aus Investitionstätigkeit zurückzuführen sein, da geplant ist, einen Teil der frei verfügbaren Liquidität für Investitionen in Schiffe zu verwenden.

Wir erwarten, dass die HAMMONIA Schiffsholding AG im laufenden Jahr leichte Beteiligungserträge generieren wird. Da die Ertragslage der Holdinggesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr von außergewöhnlichen Effekten gekennzeichnet gewesen ist, erwarten wir im Vergleich zum Vorjahr insgesamt deutlich geringere Erträge und Aufwendungen und damit ein ausgeglichenes bis leicht positives Ergebnis zwischen 0,0 und 0,5 Mio. EUR für das Jahr 2019, wobei jedoch keine nicht planbaren Sondereffekte berücksichtigt sind.

Hinsichtlich der Entwicklung der Finanzsituation der Holdinggesellschaft erwarten wir für das Jahr 2019 im Einklang mit den oben genannten Neuinvestitionen erhöhte Abflüsse von liquiden Mitteln in Höhe von ca. 9,0 Mio. USD. Im Zuge des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs rechnen wir gegenüber dem Vorjahr mit sinkenden Zuflüssen von liquiden Mitteln. In Summe gehen wir davon aus, dass die liquiden Mittel der Holdinggesellschaft deutlich abnehmen werden. Durch die geplante Investitionstätigkeit der HAMMONIA Schiffsholding AG wird das Anlagevermögen deutlich ansteigen. Zugleich gehen wir davon aus, dass die Zahlungsfähigkeit der Holdinggesellschaft und der Bestand des Konzerns gesichert sind, so dass von einer positiven Fortführung des Unternehmens ausgegangen werden kann.

3.3.2. Risikobericht

Ein systematisches und effizientes Risikomanagement stellt für den Vorstand der HAMMONIA Schiffsholding AG eine sich ständig weiterentwickelnde Aufgabe dar. Der Konzern verfügt über ein gut ausgebautes EDV-gestütztes Risikomanagementsystem. Die integralen Bestandteile und Ziele des Systems sind sowohl die systematische Risikoidentifikation und Risikobewertung als auch Maßnahmen zur Vermeidung, Verminderung und Begrenzung von Risiken. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der Früherkennung bestandsgefährdender Risiken.

Die Bewertung der Risiken wird nach einer einheitlichen Skalierung vorgenommen. Die Überwachung der Risiken erfolgt insbesondere durch die Identifizierung und Bewertung von Risikotreibern. Diese stellen Frühwarnindikatoren und Einflussgrößen für die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadenspotenzial der identifizierten Risiken dar. Die Risikosteuerung ist eine laufende Aufgabe, deren inhaltliche Gestaltung in der Verantwortung der Risikoverantwortlichen und der Unternehmensführung liegt. Durch ein Risikoreporting wird der Vorstand regelmäßig über die Entwicklung der Risikosituation des Konzerns unterrichtet.

Das Management der mit dem Schiffsbetrieb und der Finanzierung der Schiffe zusammenhängenden Risiken liegt in der Verantwortung der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, die alle Schiffe der HAMMONIA Schiffsholding AG bereedert. Die Risikoüberwachung sowie die aktien- und kapitalmarktrechtliche Betreuung leistet neben dem Vorstand ebenfalls die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG.

Folgende Hauptrisikogruppen werden im Rahmen des Risikomanagementsystems abgebildet:

3.3.2.1. Marktbezogene Risiken

Der Konzern erzielt Einkünfte aus dem Betrieb von Schiffen. Daraus resultieren im Wesentlichen folgende Einzelrisiken:

3.3.2.1.1.

Die aus der Vercharterung der Schiffe erzielten Erlöse decken nicht die Schiffsbetriebskosten, den Kapitaldienst oder ermöglichen keine angemessene Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals.

Das M/S "HAMMONIA BEROLINA" ist von der weltgrößten Containerschiffsreederei Maersk Line A/S bzw. einer ihrer Tochtergesellschaften bis mindestens Januar 2021 mit einer auskömmlichen Charterrate fest eingechartert.

3.3.2.1.2.

Die vertraglich vereinbarten Chartern laufen aus ohne eine adäquate Folgebeschäftigung (sogenanntes Charteranschlussrisiko).

Von hoher Bedeutung für die Branche ist die von der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (International Maritime Organization (IMO)) beschlossene Obergrenze für den Schwefelgehalt von Abgasen, die zum 1. Januar 2020 in Kraft tritt. Die neue Grenze in Höhe von maximal 0,5 % (zuvor 3,5 %) Schwefelgehalt ist in der Praxis durch den Einsatz vergleichsweise hochpreisigen niedrigschwefeligen Treibstoffes ("ULSFO") oder - bei fortgesetzter Verwendung von hochschwefeligem Treibstofff - durch einen kostenintensiven Einbau eines Abgaswäschers ("Scrubber") zu erreichen. Die Schiffe der HAMMONIA Schiffsholding AG besitzen keine Scrubber und könnten unattraktiver für Linienreedereien zum Einchartern werden.

Die Schiffe der HAMMONIA Schiffsholding AG sind mittelfristig an einen renommierten Vertragspartner verchartert (vgl. hierzu den vorherigen Abschnitt).

3.3.2.1.3.

Die Charterer der Schiffe werden illiquide und / oder zahlen die vereinbarten Charterraten nicht vertragsgemäß.

Die von der IMO beschlossene Obergrenze für den Schwefelgehalt von Abgasen, die zum 1. Januar 2020 in Kraft tritt, wird beträchtliche Einfluss auf die Kostenstruktur der Linienreedereien haben. Die Verwendung von ULSFO dürfte erhebliche Auswirkungen auf die Reisekalkulationen der Linienreeder bewirken, zumal nicht einzuschätzen ist, in welchem Umfang Preiserhöhungen an die Kunden durchgereicht werden können.

Darüber hinaus tritt im Jahr 2019 eine neue Bilanzierungsrichtlinie (IFRS 16) in Kraft, die starken Einfluss auf die Bilanzierung von Leasingverhältnissen haben wird. Diese wird sich verschieden stark auf finanzielle Leistungsindikatoren der Linienreedereien auswirken und die Attraktivität am Fremd- und Eigenkapitalmarkt möglicherweise beeinflussen. Folglich ergäbe sich hieraus für die Charterer ein erhöhtes Finanzierungsrisiko, welches sich auf die Bonität auswirken könnte.

Das M/S "HAMMONIA BEROLINA" ist von der weltgrößten Containerschiffsreederei Maersk Line A/S bzw. einer ihrer Tochtergesellschaften bis mindestens Januar 2021 fest eingechartert. Hier ist es in der Vergangenheit zu keinen Verzögerungen bei der Zahlung der Charterraten gekommen und die Holding A.P. Møller-Mærsk A/S verfügte zum Bilanzstichtag über ein Investmentgrade Rating. Auch gibt es derzeit keinerlei Anhaltspunkte, dass sich die Bonität des Charterers substanziell verschlechtert hat oder in absehbarer Zeit verschlechtern wird.

3.3.2.2. Finanzierungsrisiken

Die Finanzierungsrisiken ergeben sich im Wesentlichen aus folgenden Einzelrisiken:

3.3.2.2.1. Währungsrisiko

Aus dem Betrieb der Schiffe werden ausschließlich USD-Einkünfte erzielt. Teile der Schiffsbetriebs- und der Verwaltungskosten fallen jedoch in EUR an. Aus diesem Grund betreibt die HAMMONIA Schiffsholding AG zur Verminderung von Währungs- und Zinsänderungsrisiken ein aktives Zins- und Währungsmanagement. Dabei werden die Schiffe weitestgehend währungskongruent finanziert und verbleibende Wechselkursrisiken, soweit entsprechende Zahlungsvorgänge schon feststehen, abgesichert.

3.3.2.2.2. Zinsänderungsrisiko

Zur Finanzierung der Schiffe wird auch Fremdkapital eingesetzt. Das Zinsänderungsrisiko wird durch den Abschluss derivativer Zinssicherungsgeschäfte teilweise begrenzt. Für den nicht über langfristige Zinsfestschreibungen oder den Abschluss derivativer Zinssicherungsgeschäfte abgesicherten Teil der Fremdfinanzierung besteht ein Zinsänderungsrisiko. Selbiges besteht auch für übersicherte Fremdfinanzierungen welche sich aus Sondertilgungen ergeben können.

3.3.2.2.3. Finanzierungsänderungsrisiko

Die Finanzierungskonditionen sind grundsätzlich für die gesamte Vertragslaufzeit festgeschrieben. Bei der Verletzung bestimmter vertraglicher Auflagen hat die finanzierende Bank die Möglichkeit, die Finanzierungskonditionen nachzuverhandeln bzw. das Recht, die Zinsen zu erhöhen oder das Darlehen fällig zu stellen. Das Finanzierungsänderungsrisiko wird insbesondere dann immanent, wenn eine Schiffsgesellschaft den vereinbarten Schuldendienst nicht mehr leisten kann. Zur Risikominimierung finden -insbesondere bei sich abzeichnenden Liquiditätsengpassen - regelmäßig und frühzeitig aktive Verhandlungen mit den Finanzierungspartnern statt.

Im Falle des M/S "SAXONIA" konnte die betreffende Schiffsgesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Gläubigern nicht mehr nachkommen und es musste folglich Insolvenz angemeldet werden. Das Insolvenzverfahren wurde bereits am 01.10.2017 eröffnet. Die Insolvenz hat keine unmittelbare finanzielle Auswirkung auf den Bestand der HAMMONIA Schiffsholding AG.

Auf Holding-Ebene bestanden zum Bilanzstichtag des Vorjahres noch kreditähnliche Zahlungsversprechen in Höhe von rund 14,3 Mio. EUR mit einer Fälligkeit bis Ende 2018. Die Rückführung durch die Veräußerung der 7.800 TEU Schiffe ist im vierten Quartal erfolgreich geschehen, so dass sich in diesem Zusammenhang keine Refinanzierungsrisiken ergeben. Es verbleiben lediglich die aufschiebend bedingten Besserungsscheine der Banken in Höhe von 8,0 Mio. USD ohne festen Rückzahlungstermin. Ein auf dem Bilanzgewinn der AG basierendes Risiko wurde bereits in Höhe von 3,2 Mio. EUR im Abschluss berücksichtigt.

3.3.2.3 Technische und Schiffsbetriebsrisiken

Die Schiffe werden im Betrieb stark beschädigt, sinken oder verursachen Schäden bei Dritten.

Zur Abdeckung der typischen Risiken aus dem Betrieb von Seeschiffen, einer starken Beschädigung, einem Untergang eines Schiffes oder verursachte Schäden an Dritten wird durch den Bereederer ein adäquater und marktüblicher Versicherungsschutz mit entsprechenden Selbstbehalten unterhalten.

3.3.2.4. Unternehmensbezogene Risiken und Geschäftsmodellrisiken

Neben den dargestellten spezifischen Risiken aus dem Schiffsbetrieb unterliegt der Konzern auch unternehmensbezogenen Risiken. Hierbei sind für den Erfolg des Konzerns die Qualität des Managements und wichtiger Dienstleister sowie die Reputation bei Investoren, Geschäftspartnern und Marktbeobachtern maßgeblich. In diesem Zusammenhang hat sich der Konzern durch die langjährige Bestellung des Vorstands und der Prokuristen abgesichert. Wichtige operative und administrative Funktionen werden von qualifizierten und erfahrenen Dienstleistern auf der Grundlage von langfristig geschlossenen Serviceverträgen erbracht.

3.3.2.5. Gesamtbeurteilung der Risiken

Teilweise haben sich die genannten Risiken materialisiert, wie z. B. im Falle der Insolvenz der Schiffsgesellschaft für das M/S "SAXONIA" sowie im Zusammenhang mit der Finanzierung für das M/S "HAMMONIA ROMA", was zum Verkauf des Schiffes geführt hat. Durch die mit der Bank geschlossene Liquidationsvereinbarung wurde das Risiko einer Folgeinsolvenz der Schiffsgesellschaft minimiert. Allerdings hatte weder die Insolvenz beim M/S "SAXONIA" noch das Scheitern der Restrukturierung im Zusammenhang mit dem M/S "HAMMONIA ROMA" für die HAMMONIA Schiffsholding AG existenzbedrohende Folgen. Darüber hinaus konnten die auf Holding-Ebene bestehenden Zahlungsversprechen in voller Höhe durch den Verkauf der drei 7.800 TEU Schiffe im Jahr 2018 ausgeglichen werden.

Somit konnte das finanzierungsbedingte Risikoprofil der HAMMONIA Schiffsholding AG stark entschärft werden und ein kurz- bis mittelfristiger Fortbestand der Gesellschaft ist vom Marktgeschehen weitgehend unabhängig gesichert.

Mittel- bis langfristig bestehen weiterhin Risiken im Zusammenhang mit der Umsetzung eines nachhaltigen Geschäftsmodells und der Unternehmensfortsetzung. So sind für den Fortbestand die Erschließung von Kapitalquellen und die Anbindung geeigneter Projekte notwendig. Inwiefern die zukünftigen Bedingungen am Kapital- und Schiffsmarkt dies zulassen und welche Risiken im Rahmen neuer Investitionen eingegangen werden müssen bleibt abzuwarten.

3.3.3. Chancenbericht

3.3.3.1. Erholung und Konsolidierung der Schifffahrtsmärkte

Der von der Shanghai Shipping Exchange publizierte "SCFI Comprehensive Index", der die Frachtraten auf wesentlichen Routen der Containerschifffahrt abbildet, notiert zum 31.12.2018 verbessert bei 864 (Vorjahr: 742) Punkten.

Die positive Entwicklung bei den Linienreedern führt zum einen zu einer besseren Bonität bei den Charterern und zum anderen zu einer höheren Nachfrage bei Containertonnage. Letzteres unterstützt die Erholung auf dem Chartermarkt und führt zu höheren Einnahmen durch steigende Charterraten. Erste Anzeichen für einen Aufwärtstrend des Chartermarkts für Containerschiffe konnten im ersten Halbjahr des Berichtsjahres beobachtet werden. In einem steigenden Markt könnte die Gesellschaft von gestiegenen Schiffsmarktwerten profitieren.

Durch einen sich normalisierenden Markt und stabile Renditen können sich Wertzuwächse bei der derzeitigen Flotte sowie weitere interessante Investitionsmöglichkeiten ergeben.

3.3.3.2. Das Interesse am (deutschen) Kapitalmarkt für Schiffsinvestitionen erwacht (wieder)

Unbestritten war die Marktentwicklung der Containerschifffahrt in den letzten Jahren alles andere als zufriedenstellend. Allerdings war die Containerschifffahrt in den Jahrzehnten zuvor eine stabile und gewinnbringende Anlageklasse. Gesetzt den Fall, dass die Fehler der letzten Jahre überwunden und auf Sicht nicht wiederholt werden, hat die Containerschifffahrt attraktive Merkmale: Trotz wachsender Automatisierung und steigendem Einsatz von 3D-Druckern werden weiterhin Güter jeglicher Art auf dem Seeweg in erheblichem Umfang transportiert werden müssen, die Asset-Preise sind - im Gegensatz zu Immobilien - auf einem historisch niedrigen Niveau, der Betrieb von Schiffen wird steuerlich begünstigt (sog. "Tonnagesteuer") und im Gegensatz zu Bargeld und Anleihen sind Schiffe als sog. "Real Assets" besser gegen Inflation geschützt.

Sollte aus den oben genannten und anderen Gründen das Interesse an Schiffsinvestitionen in Deutschland steigen, wäre das eine große Chance auf Wachstum für die HAMMONIA Schiffsholding AG.

3.4. Lage der Holdinggesellschaft HAMMONIA Schiffsholding AG

Aufgrund der Verflechtungen der HAMMONIA Schiffsholding AG mit den Konzerngesellschaften treffen die im Abschnitt "Prognose-, Risiko- und Chancenbericht" getroffenen Aussagen auch auf die Muttergesellschaft zu. Dies gilt auch für die getroffenen Annahmen und Prämissen.

3.4.1. Ertragslage

Die Ertragslage der HAMMONIA Schiffsholding AG stellt sich wie folgt dar:

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In TEUR 1.1.-31.12.2018 1.1.-31.12.2017 Veränderung
Umsatzerlöse 106 129 -23
Sonstige betriebliche Erträge 4.786 6.473 -1.687
Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.844 -608 -3.236
Erträge aus Beteiligungen 20 117 -97
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21 0 21
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 -13 13
Jahresüberschuss 1.089 6.098 -5.009

Die Ertragslage der HAMMONIA Schiffsholding AG ist im Geschäftsjahr 2018 im Wesentlichen durch Zuschreibungen auf Finanzanlagen und die Bildung einer Rückstellung für aufschiebend bedingte Verbindlichkeiten aus Besserungsscheinen gekennzeichnet.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 4.786 TEUR betreffen im Wesentlichen Zuschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 4.485 TEUR.

Im Berichtszeitraum fielen sonstige betriebliche Aufwendungen von insgesamt 3.844 TEUR an. Diese betreffen im Wesentlichen die Bildung einer Rückstellung für bedingte Verbindlichkeiten aus Besserungsscheinen in Höhe von 3.209 TEUR und Kursverluste in Höhe von 305 TEUR.

Die Beteiligungserträge betreffen Ausschüttungen aus einer Mehrheitsbeteiligung an einer Schifffahrtsgesellschaft.

Insgesamt ergab sich im Berichtszeitraum ein Jahresüberschuss von 1.089 TEUR (im Vorjahr: 6.098 TEUR).

3.4.2. Finanzlage

Die Finanzlage der HAMMONIA Schiffsholding AG kann mit Hilfe einer Kapitalflussrechnung veranschaulicht werden. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet dabei zwischen Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

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In TEUR 1.1.-31.12.2018 1.1.-31.12.2017 Veränderung
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 951 -58 1.009
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 21.400 -272 21.672
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -14.297 0 -14.297
Zahlungswirksame Veränderungen der liquiden Mittel 8.054 -330 8.384
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel -90 -231 141
Liquide Mittel am Anfang der Periode 2.504 3.065 -561
Liquide Mittel am Ende der Periode 10.468 2.504 7.964

Die Ermittlung der Kapitalflussrechnung erfolgte nach dem Deutschen Rechnungslegung Standard 21 des Deutsches Rechnungslegungs Standards Committee e.V. (DRSC).

Die Ermittlung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Im Berichtszeitraum weist die HAMMONIA Schiffsholding AG einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 951 TEUR aus.

Der positive Cashflow aus der Investitionstätigkeit des Geschäftsjahres resultiert im Wesentlichen aus der Rückzahlung von Kommanditkapital durch drei Schifffahrtsgesellschaften aufgrund ihres Verkaufs der Containerschiffe.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrifft die Rückzahlung sämtlicher Darlehensverbindlichkeiten der Gesellschaft.

Insgesamt beliefen sich die zahlungswirksamen Veränderungen der liquiden Mittel auf 8.054 TEUR. Unter Berücksichtigung währungsbedingter Veränderungen der liquiden Mittel sowie der liquiden Mittel zu Beginn der Periode ergibt sich zum Ende des Geschäftsjahres 2018 ein Bestand an liquiden Mitteln von 10.468 TEUR (im Vorjahr: 2.504 TEUR).

3.4.3. Vermögenslage

Die Vermögenslage der HAMMONIA Schiffsholding AG stellt sich wie folgt dar:

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31.12.2018 31.12.2017 Veränderung
in TEUR % in TEUR % in TEUR
Vermögen          
- Anlagevermögen 2.244 18 19.137 84 -16.893
- Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 44 0 1.160 5 -1.116
- Liquide Mittel 10.468 82 2.504 11 7.964
- Rechnungsabgrenzungsposten 27 0 19 0 8
  12.783 100 22.820 100 -10.037
Kapital          
- Eigenkapital 9.473 74 8.383 37 1.090
- Rückstellungen 3.269 26 85 0 3.184
- Verbindlichkeiten 41 0 14.352 63 -14.311
  12.783 100 22.820 100 -10.037

Das Anlagevermögen der Gesellschaft umfasst zum Bilanzstichtag im Wesentlichen Finanzanlagen, die die Beteiligungen an Einschiffsgesellschaften in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG und deren Komplementärgesellschaften betreffen (insgesamt 2.237 TEUR). Das Finanzanlagevermögen verminderte sich durch Rückzahlungen von Kommanditkapital aus drei Tochtergesellschaften und erhöhte sich durch Zuschreibungen auf drei Beteiligungen an Schiffsgesellschaften.

Die Bilanz der HAMMONIA Schiffsholding AG weist zum Abschlussstichtag ein Eigenkapital in Höhe von 9.473 TEUR aus, welches sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 7.639 TEUR, den Kapitalrücklagen in Höhe von 744 TEUR, der gesetzlichen Rücklage von 20 TEUR sowie eines Bilanzgewinnes von 1.070 TEUR zusammensetzt. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr beruht auf dem Jahresüberschuss in Höhe von 1.090 TEUR.

Der Anstieg der Rückstellungen resultiert aus der Bildung einer Rückstellung für bedingte Verbindlichkeiten aus Besserungsscheinen.

Die Verbindlichkeiten der HAMMONIA Schiffsholding AG haben sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der vollständigen Rückzahlung ihrer verschiedenen Darlehensverbindlichkeiten um insgesamt 14.311 TEUR vermindert. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HAMMONIA Schiffsholding AG ist insgesamt als geordnet anzusehen.

4. KONZERNABSCHLUSS

4.1. Konzernbilanz

in TEUR

AKTIVA

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31.12.2018 31.12.2017
A. Anlagevermögen 7.245 47.654
I. Sachanlagen    
Seeschiff 7.238 47.647
II. Finanzanlagen    
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 7 7
B. Umlaufvermögen 14.830 13.439
I. Vorräte    
Bordbestände 91 438
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.302 14
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 179 59
3. Sonstige Vermögensgegenstände 391 640
III. Guthaben bei Kreditinstituten 12.867 12.288
C. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 79 319
Bilanzsumme 22.154 61.412

PASSIVA

31.12.2018 31.12.2017
A. Eigenkapital 10.483 1.608
I. Gezeichnetes Kapital 7.639 13.641
II. Kapitalrücklage 744 20.410
III. Gewinnrücklage    
Gesetzliche Rücklage 20 5
IV. Konzernbilanzgewinn / -verlust 1.778 -34.714
Aktionären der HAMMONIA Schiffsholding AG zuzuordnendes Eigenkapital 10.181 -658
V. Anteile anderer Gesellschafter 302 2.266
B. Rückstellungen 4.120 3.053
1. Steuerrückstellungen 104 134
2. Sonstige Rückstellungen 4.016 2.919
C. Verbindlichkeiten 7.551 56.751
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.340 42.436
2. Genussrechtskapital 0 6.175
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 164 336
4. Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 24 354
5. Sonstige Verbindlichkeiten 23 7.450
Bilanzsumme 22.154 61.412

4.2. Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung

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In TEUR 1.1.-31.12.2018 1.1.-31.12.2017
1. Umsatzerlöse 17.223 48.831
2. Sonstige betriebliche Erträge 19.296 33.705
3. Schiffsbetriebsaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -1.146 -1.603
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.370 -10.325
4. Personalaufwand    
a) Heuern für fremde Seeleute -3.210 -6.293
b) Heuern für eigene Seeleute -121 -146
c) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -53 -29
5. Abschreibungen    
a) Auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -4.573 -24.476
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.058 -11.026
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21 3
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 -13
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -623 -3.709
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag -51 -181
11. Konzernjahresüberschuss 17.335 24.738
12. Verlustvortrag -34.714 -58.358
13. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 20.410 0
14. Entnahmen aus Gewinnrücklagen aus der gesetzlichen Rücklage 5 0
15. Erträge aus der Kapitalherabsetzung 6.002 0
16. Einstellungen in die Kapitalrücklage nach den Vorschriften über die vereinfachte Kapitalherabsetzung -744 0
17. Einstellungen in Gewinnrücklagen in die gesetzliche Rücklage -20 0
18. Anteile anderer Gesellschafter -6.496 -1.093
19. Konzernbilanzgewinn / -verlust 1.778 -34.713

4.3. Konzernkapitalflussrechnung

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In TEUR 1.1.-31.12.2018 1.1.-31.12.2017
Konzernjahresüberschuss 17.335 24.738
Planmäßige Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 4.573 20.373
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 0 2.184
Zunahme der Rückstellungen 1.097 1.235
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -158 -27.609
Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -592 230
Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.404 3.117
Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 245 0
Übrige Aufwendungen / Erträge aus außerordentlichen Posten -17.133 0
Zinsaufwendungen 623 3.709
Zinserträge -21 -3
Ertragsteueraufwand / -ertrag 51 181
Ertragsteuerzahlungen -81 -33
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 4.535 28.122
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 32.519 0
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 0 -8.118
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 -13
Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis 0 -3
Erhaltene Zinsen 21 3
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 32.540 -8.131
Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 0 7.657
Eigenkapitalzuführungen von konzernfremden Gesellschaftern 0 151
Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -27.437 -20.301
Gezahlte Zinsen -988 -3.386
Ausschüttungen an konzernfremde Gesellschafter -8.460 -563
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -36.885 -16.442
Zahlungsmittelwirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 190 3.549
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 12.288 10.900
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 -1.031
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 389 -1.129
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 12.867 12.289

4.4. Entwicklung des Konzerneigenkapitals

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In TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen Konzernbilanzgewinn / -verlust Aktionären der HAMMONIA Schiffsholding AG zuzuordnendes Eigenkapital Anteile anderer Gesellschafter
Stand 01.01.2017 13.641 20.410 5 -58.359 -24.303 -8.437
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 23.645 23.645 1.093
Ausschüttungen an konzernfremde Gesellschafter 0 0 0 0 0 -563
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0 10.173
Stand 31.12.2017 13.641 20.410 5 -34.714 -658 2.266
Stand 01.01.2018 13.641 20.410 5 -34.714 -658 2.266
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 10.839 10.839 6.496
Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0 -20.410 0 20.410 0 0
Entnahmen aus Gewinnrücklagen aus der gesetzlichen Rücklage 0 0 -5 5 0 0
Ausschüttungen an konzernfremde Gesellschafter 0 0 0 0 0 -8.460
Kapitalherabsetzung -6.002 0 0 6.002 0 0
Einstellungen in die Kapitalrücklage nach den Vorschriften über die vereinfachte Kapitalherabsetzung 0 744 0 -744 0 0
Einstellungen in die Gewinnrücklagen in die gesetzlichen Rücklage 0 0 20 -20 0 0
Stand 31.12.2018 7.639 744 20 1.778 10.181 302
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In TEUR Konzerneigenkapital
Stand 01.01.2017 -32.740
Konzernjahresüberschuss 24.738
Ausschüttungen an konzernfremde Gesellschafter -563
Änderungen des Konsolidierungskreises 10.173
Stand 31.12.2017 1.608
Stand 01.01.2018 1.608
Konzernjahresüberschuss 17.335
Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0
Entnahmen aus Gewinnrücklagen aus der gesetzlichen Rücklage 0
Ausschüttungen an konzernfremde Gesellschafter -8.460
Kapitalherabsetzung 0
Einstellungen in die Kapitalrücklage nach den Vorschriften über die vereinfachte Kapitalherabsetzung 0
Einstellungen in die Gewinnrücklagen in die gesetzlichen Rücklage 0
Stand 31.12.2018 10.483

4.5. Entwicklung des Konzernanlagevermögens

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
In TEUR 1.1.2018 Zugänge Abgänge 31.12.2018
Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Geschäfts- oder Firmenwert 16 0 0 16
I. Sachanlagen        
1. Seeschiff 241.552 0 233.934 7.618
II. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13 0 0 13
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 7 0 0 7
  20 0 0 20
  241.588 0 233.934 7.654
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Kumulierte Abschreibungen
In TEUR 1.1.2018 planmäßige außerplanmäßige Zuschreibungen Abgänge 31.12.2017
Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Geschäfts- oder Firmenwert 16 0 0 0 0 16
I. Sachanlagen            
1. Seeschiff 193.905 4.573 0 0 198.099 379
II. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13 0 0 0 0 13
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0 0 0
  13 0 0 0 0 13
  193.934 4.573 0 0 198.099 408
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Buchwert
In TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
I. Sachanlagen    
1. Seeschiff 7.239 47.647
II. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 7 7
  7 7
  7.246 47.654

4.6. Konzernanhang

4.6.1. Allgemeine Angaben

Die HAMMONIA Schiffsholding AG mit Firmensitz in der Neumühlen 9, 22763 Hamburg, Bundesrepublik Deutschland, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 98689 eingetragen.

Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 7.639.184,00 EUR ist eingeteilt in 136.414 nennwertlose auf den Namen lautende Stückaktien. Die Aktien der HAMMONIA Schiffsholding AG sind im Segment Mittelstandsbörse der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg notiert.

Die HAMMONIA Schiffsholding AG sowie ihre Tochterunternehmen (im Folgenden "HAMMONIA Schiffsholding Konzern") sind im Bereich der internationalen Seeschifffahrt tätig. Intention der HAMMONIA Schiffsholding AG ist es, sich als internationaler Anbieter auf dem Gebiet des Containerschiffcharter-Geschäftes zu positionieren. Dieses soll durch den Kauf und Betrieb von Seeschiffen, den Verkauf dieser Seeschiffe und den Abschluss von Charterverträgen über die Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG realisiert werden. Zum Abschlussstichtag war eine Tochtergesellschaft im Schiffsbetrieb tätig. Das von der Tochtergesellschaft betriebene Seeschiff ist in der weltweiten Fahrt eingesetzt.

Das Geschäftsjahr des Konzerns entspricht dem Kalenderjahr.

(1) Grundlagen

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 wurde entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Die Erstkonsolidierung der einzubeziehenden Tochterunternehmen erfolgte nach der handelsrechtlich gebotenen Neubewertungsmethode jeweils zu dem Zeitpunkt, zu dem der beherrschende Einfluss über die Tochtergesellschaften erworben wurde. Im Zuge der dabei erforderlichen Neubewertung der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände und Schulden kam es insbesondere zu einem Ansatz der Containerschiffe bzw. der Verträge über den Erwerb von Containerschiffen mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung.

Aus der Historie der Unternehmenserwerbe des HAMMONIA Schiffsholding Konzerns in den vergangenen Jahren hat sich ein negativer Unterschiedsbetrag ergeben, sofern der Kaufpreis unter dem jeweils darauf entfallenden Zeitwert des Eigenkapitals des einzubeziehenden Tochterunternehmens lag. Dieser Unterschiedsbetrag wird gemäß § 301 Abs. 3 HGB auf der Passivseite der Konzernbilanz unter dem Eigenkapital ausgewiesen. Gemäß DRS 4 wird der passive Unterschiedsbetrag planmäßig über die erwartete Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände, insbesondere der Containerschiffe, ertragswirksam aufgelöst, soweit er nicht auf künftige Aufwendungen im Zusammenhang mit den erworbenen Tochterunternehmen entfiel und bei Anfall dieser Aufwendungen aufgelöst wurde.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach der Vorgabe des § 266 HGB. Für die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt.

Die Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) Nr. 4, 7, 8, 13, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23 und 24 wurden bei der Erstellung des Konzernabschlusses berücksichtigt.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Sofern nicht anderweitig dargestellt, sind alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses wurde von der Prämisse der Unternehmensfortführung ausgegangen.

Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Bericht über die Lage der HAMMONIA Schiffsholding AG und des Konzerns werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

(2) Konsolidierung

(a) Konsolidierungsgrundsätze

In den Konzernabschluss des HAMMONIA Schiffsholding Konzerns sind alle Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die HAMMONIA Schiffsholding AG direkt oder indirekt einen beherrschenden Einfluss hat.

Die Kapitalkonsolidierung für von dem HAMMONIA Schiffsholding Konzern gegründete oder von fremden Dritten erworbene Unternehmen, die im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden, erfolgte zum Erwerbszeitpunkt nach der Erwerbsmethode gemäß § 301 HGB. Im Rahmen der dabei verwendeten Neubewertungsmethode werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem darauf entfallenden Anteil der zum Zeitwert bewerteten Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Ein aus der Verrechnung entstehender positiver Unterschiedsbetrag, soweit werthaltig, wird als derivativer Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Negative Unterschiedsbeträge, die aus der Kapitalkonsolidierung zum Erwerbszeitpunkt entstehen, werden nach dem Eigenkapital als "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" ausgewiesen. Die Erträge aus der Auflösung des Unterschiedsbetrages werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position sonstige betriebliche Erträge erfasst.

Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen werden gemäß §§ 303, 305 HGB eliminiert. Zwischenergebnisse sind, sofern wesentlich, gemäß § 304 HGB herausgerechnet. Von dem HAMMONIA Schiffsholding Konzern gemeinschaftlich mit anderen Partnern geführte Unternehmen sowie assoziierte Unternehmen, bei denen der Konzern über einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik verfügt, ohne jedoch die Möglichkeit zur Beherrschung zu haben, werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Abschlüsse der HAMMONIA Schiffsholding AG sowie der einbezogenen Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Das Realisations- sowie Imparitätsprinzip wurden dabei beachtet. Die Abschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen sind auf den Abschlussstichtag der HAMMONIA Schiffsholding AG erstellt worden.

(b) Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis des HAMMONIA Schiffsholding Konzerns beinhaltet neben der HAMMONIA Schiffsholding AG weitere 9 (Vorjahr: 8) inländische Unternehmen, wovon 1 (Vorjahr: 1) inländisches Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wurde.

Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr basiert auf folgenden Gründen:

Erwerb von Anteilen an der MS "HAMMONIA BALTICA NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg

Zum 31. Dezember 2018 umfasst der Konsolidierungskreis die folgenden voll konsolidierten Unternehmen. Der Anteil am Kapital ist bei den Tochtergesellschaften in Klammern dargestellt und entspricht dem Stimmrecht:

Mutterunternehmen

HAMMONIA Schiffsholding AG, Hamburg

Komplementär-Tochtergesellschaften

Verwaltung "2.500 TEU" GmbH, Hamburg (100 %)

Verwaltung "7.800 TEU" GmbH, Hamburg (100 %)

Schifffahrts-Tochtergesellschaften

MS "HAMMONIA ROMA" Schiffahrts GmbH & Co. KG i.L., Hamburg (97,64 %)

MS "HAMMONIA FIONIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg (98,56 %)

MS "HAMMONIA HAFNIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG i.L., Hamburg (67,33 %)

MS "HAMMONIA DANIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg (98,56 %)

MS "HAMMONIA BEROLINA NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg (63,00 %)

MS "HAMMONIA BALTICA NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg (99,00 %)

Im Konzernabschluss wird folgende Gesellschaft nach der Equity-Methode einbezogen. Der Anteil am Kapital ist bei dem Beteiligungsunternehmen in Klammern dargestellt und entspricht dem Stimmrecht:

Verwaltung "HAMMONIA WESTPHALIA NOVA" GmbH i.L., Hamburg (50,00 %)

(c) Veränderungen des Konsolidierungskreises

Zum 14. September 2018 hat der Konzern 99,00 % der Anteile an der MS "HAMMONIA BALTICA NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg, durch Neugründung erworben. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine reine Vorratsgesellschaft, die derzeit noch keine operative Tätigkeit aufgenommen hat.

(3) Erläuterung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(a) Immaterielle Vermögensgegenstände

Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden im Jahr der Entstehung vollständig abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2018 werden im HAMMONIA Schiffsholding Konzern deshalb keine derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte bilanziert.

(b) Sachanlagen

Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und planmäßig linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den erwarteten Nutzungsdauern im Konzern. Die Sachanlagen des Konzerns betreffen ausschließlich Seeschiffe (Containerschiffe). Die Nutzungsdauern betragen bei Neubauten 25 Jahre. Bei gebraucht erworbenen Seeschiffen wird die Restnutzungsdauer anhand des jeweiligen technischen Zustands des Seeschiffs zum Erwerbszeitpunkt geschätzt. Des Weiteren wird die Höhe der planmäßigen Abschreibungen durch die zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer eines Vermögenswertes erzielbaren Restwerte bestimmt. Der Restwert der Seeschiffe entspricht dem Schrottwert.

Gewinne oder Verluste aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen ausgewiesen.

Der HAMMONIA Schiffsholding Konzern überprüft die Vermögenswerte des Anlagevermögens auf die Notwendigkeit außerplanmäßiger Abschreibungen.

Eine außerplanmäßige Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen wird vorgenommen, sofern aufgrund bestimmter Ereignisse oder Entwicklungen der Buchwert der Vermögenswerte nicht mehr durch den zu erwartenden Veräußerungserlös bzw. den diskontierten Netto-Zahlungsstrom aus einer weiteren Nutzung gedeckt ist. Die Zahlungsströme werden ebenfalls mit einem Kapitalkostensatz, der sich an Vergleichsunternehmen orientiert, diskontiert.

Zuschreibungen werden vorgenommen, sofern in den Folgeperioden die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung entfallen sind. Die Zuschreibung erfolgt dabei höchstens auf denjenigen Betrag, der sich ohne die Vornahme der außerplanmäßigen Abschreibung ergeben hätte.

(c) Finanzanlagen

Das Finanzanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Beteiligungen bzw. Ausleihungen werden vorgenommen, soweit der anteilige Unternehmens- bzw. Rückzahlungswert dauerhaft unter die Anschaffungskosten gesunken ist. Zuschreibungen werden auf den Betrag der früheren Abschreibungen begrenzt.

(d) Vorräte

Die Vorräte betreffen die Bordbestände der Seeschiffe. Sie werden auf der Grundlage einer Bestandsaufnahme der Bordbestände zum Stichtag ermittelt. Die Anschaffungskosten werden nach der FIFO-Methode ermittelt.

(e) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel sind mit ihrem Nennbetrag oder dem niedrigeren ihnen am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Bei erkennbaren Einzelrisiken werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

(f) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages werden Kostensteigerungen berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben werden.

(g) Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

(h) Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle, die in fremder Währung anfallen, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Fremdwährungsforderungen, deren Restlaufzeit weniger als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit dem jeweiligen Kurs am Bilanzstichtag, höchstens jedoch mit dem Entstehungskurs umgerechnet. Fremdwährungsverbindlichkeiten, deren Restlaufzeit weniger als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Entstehungskurs oder zum höheren Kurs am Bilanzstichtag angesetzt.

4.6.2 Erläuterungen zur Konzernbilanz

(4) Anlagevermögen

(a) Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Entwicklung der einzelnen Posten der immateriellen Vermögensgegenstände des HAMMONIA Schiffsholding Konzerns ist im Anlagespiegel dargestellt.

(b) Sachanlagevermögen

Hinsichtlich der Entwicklung des Sachanlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel des HAMMONIA Schiffsholding Konzerns verwiesen.

(c) Finanzanlagen

Hinsichtlich der Entwicklung des Finanzanlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel des HAMMONIA Schiffsholding Konzerns verwiesen.

Die Aufteilung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2018 ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

(5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben in voller Höhe eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten mit 179 TEUR (Vorjahr: 59 TEUR) sonstige Vermögensgegenstände.

(6) Eigenkapital

Die Veränderung der Eigenkapitalkomponenten ist in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals dargestellt.

(a) Gezeichnetes Kapital

Die ordentliche Hauptversammlung der HAMMONIA Schiffsholding AG hat am 26. Juni 2018 eine Herabsetzung des Grundkapitals im Wege der ordentlichen Kapitalherabsetzung von 13.641.400,00 EUR um 6.002.216,00 EUR auf 7.639.184,00 EUR beschlossen. Die Kapitalherabsetzung erfolgte in Höhe von EUR 5.257.941,12 zu dem Zweck Wertminderungen und sonstige Verluste auszugleichen und in Höhe von EUR 744.274,88 zur Einstellung in die Kapitalrücklage. Der Betrag in Höhe von 744.274,88 EUR wurde in eine Kapitalrücklage im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB eingestellt.

Die Kapitalherabsetzung erfolgte durch Herabsetzung des rechnerischen Anteils am Grundkapital aller bestehenden Aktien von 100,00 EUR um jeweils 44,00 EUR auf 56,00 EUR. Die entsprechende Satzungsänderung wurde mit Eintragung in das Handelsregister am 22. August 2018 wirksam. Nach Durchführung der Kapitalherabsetzung setzt sich zum Abschlussstichtag das gezeichnete Kapital aus 136.414 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils 56,00 EUR zusammen. Die Anteile sind voll stimm- und dividendenberechtigt.

Die ordentliche Hauptversammlung der HAMMONIA Schiffsholding AG hatte am 19. Juni 2015 beschlossen, den Vorstand zu ermächtigen, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 18. Juni 2020 um bis zu insgesamt 6.820.700,00 EUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von neuen nennwertlosen Inhaberaktien (Stückaktien) gegen Bar- und / oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).

Die neuen Aktien sind den Aktionären grundsätzlich zum Bezug anzubieten. Die neuen Aktien können auch gemäß §§ 203 Abs. 1 Satz 1, 186 Abs. 5 AktG von einem Kreditinstitut oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

für Spitzenbeträge, die sich aufgrund eines Bezugsverhältnisses ergeben;

wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt, der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende Betrag des Grundkapitals 10 % nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Bei der Berechnung der 10-%-Grenze ist der anteilige Betrag am Grundkapital abzusetzen, der auf Aktien entfällt, die unter Bezugsrechtsausschluss in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von §186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert wurden;

soweit Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagenleistung zum Zweck der Durchführung von Unternehmenszusammenschlüssen oder des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Unternehmensbeteiligungen oder sonstiger Vermögensgegenstände, insbesondere von Seeschiffen oder Forderungen, durchgeführt werden.

Der Vorstand ist weiter ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhungen aus dem Genehmigten Kapital festzulegen.

(b) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklagen setzen sich wie folgt zusammen:

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In TEUR 2018 2017
Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB 0,00 13.636.400,00
Kapitalrücklage im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB 744.274,88 6.773.161,88
Kapitalrücklagen insgesamt 744.274,88 20.409.561,88

Die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB resultierte aus Zuzahlungen im Rahmen einer im Jahr 2007 durchgeführten Kapitalerhöhung durch Ausgabe von 136.364 neuen, nennwertlosen auf den Namen lautenden Stückaktien und wurde in Höhe von 13.636.400,00 EUR dotiert. Durch Vorstandsbeschluss vom 11. Mai 2018 wurde die Kapitalrücklage zur Deckung des Verlustvortrages vollständig aufgelöst.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Juni 2010 war der Ertrag aus der Herabsetzung des Grundkapitals in Höhe von 122.772.600,00 EUR in eine Kapitalrücklage im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB eingestellt worden. Zur Deckung des Bilanzverlustes waren der Kapitalrücklage im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in den Vorjahren Beträge in Höhe von insgesamt 115.999.438,12 EUR entnommen worden. Durch Vorstandsbeschluss vom 11. Mai 2018 wurde die Kapitalrücklage zur Deckung des Verlustvortrages vollständig aufgelöst.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Juni 2018 wurde der Ertrag aus der Herabsetzung des Grundkapitals in Höhe von 6.002.216,00 EUR in Höhe von 5.257.941,12 EUR zur Deckung des nach Auflösung sämtlicher Rücklagen zum Verlustausgleich verbleibenden Verlustvortrages in Höhe von 5.257.941,12 EUR verwendet. Der Restbetrag in Höhe von 744.274,88 EUR wurde in eine Kapitalrücklage im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB eingestellt.

(c) Gesetzliche Rücklage

Gem. § 150 Abs. 2 AktG war in Vorjahren eine gesetzliche Rücklage in Höhe von 5.000,00 EUR gebildet worden. Durch Vorstandsbeschluss vom 11. Mai 2018 wurde die gesetzliche Rücklage zur Deckung des Verlustvortrages vollständig aufgelöst. Auf Grund des zum Stichtag bestehenden Bilanzgewinns war eine neue gesetzliche Rücklage in Höhe von 19.643,52 EUR zu bilden.

(d) Konzernbilanzgewinn / -verlust

Der zum 31. Dezember 2018 ausgewiesene Konzernbilanzgewinn in Höhe von 1.778 TEUR betrifft in Höhe von 1.070 EUR die HAMMONIA Schiffsholding AG. Aufgrund der im Geschäftsjahr 2018 bei der Gesellschaft durchgeführten vereinfachten Kapitalherabsetzung unterliegt deren Bilanzgewinn gemäß § 233 Abs. 2 AktG einer Ausschüttungsbeschränkung.

(7) Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung stellt sich wie folgt dar:

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In TEUR 31.12.2018
Bruttobetrag 13.021
kumulierte erfolgswirksame Verrechnungen -13.021
Buchwert zum 31. Dezember 2018 0

(8) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Verpflichtungen aus Besserungsscheinen (3.209 TEUR), Kosten für die Abwicklung bzw. Liquidation verschiedener Schifffahrts-Tochtergesellschaften (337 TEUR), Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen (307 TEUR), Verpflichtungen aus der Versicherung der Containerschiffe (54 TEUR), Prüfungs- und Steuerberatungskosten (63 TEUR) sowie Urlaubskosten für eigene Seeleute (10 TEUR).

(9) Verbindlichkeiten

(a) Verbindlichkeitenspiegel

Verbindlichkeitenspiegel per 31.12.2018

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davon mit einer Restlaufzeit Sicherheiten
Gesamt
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
zwischen 1 und 5 Jahren
EUR
über 5 Jahren
EUR
davon gesichert
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.340 283 7.057 0 7.3401)
Genussrechtskapital 0 0 0 0 01)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 164 164 0 0 0
Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 24 24 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 24 24 0 0 0
Gesamtsumme 7.552 495 7.057 0 7.340

Verbindlichkeitenspiegel per 31.12.2017

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davon mit einer Restlaufzeit Sicherheiten
Gesamt
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
zwischen 1 und 5 Jahren
EUR
über 5 Jahren
EUR
davon gesichert
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 42.436 35.105 7.331 0 42.4361)
Genussrechtskapital 6.175 6.175 0 0 6.1751)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 336 336 0 0 0
Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 354 354 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 7.450 3.997 3.453 0 0
Gesamtsumme 56.751 45.967 10.784 0 48.611

Sicherheiten

1) Schtiffshypotheken, abstrakte Schuldversprechen, Abtretung der Ansprüche aus der gegenwärtigen und künftigen Beschäftigung der Schiffe, Abtretung der Ansprüche aus den Versicherungen

(b) Genussrechtskapital

Der Vorstand hat am 17. Dezember 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats 7.450.000 Stück Genussrechte zum Nennbetrag von jeweils 1,00 EUR ausgegeben. Die Begebung der Genussrechte erfolgte gegen Sacheinlage. Sie dienen der Finanzierung des Erwerbs der mehrheitlichen Beteiligung an einer Schifffahrtsgesellschaft. Die Genussrechte sehen in erster Linie eine feste Verzinsung vor und haben eine Laufzeit von fünf Jahren. Die Genussrechtsinhaberin ist für einen Zeitraum von 10 Jahren an realisierten stillen Reserven aus der Beteiligung an der Schifffahrtsgesellschaft beteiligt. Die Genussrechte nehmen nicht am Verlust der Gesellschaft teil.

Nach in den Vorjahren erfolgten planmäßigen Tilgungen betrugen die Genussrechte 6.550 TEUR. Im Rahmen einer im Geschäftsjahr zwischen der Genussrechtsinhaberin und der Muttergesellschaft abgeschlossenen Restrukturierungsvereinbarung verzichtete die Genussrechtsinhaberin auf die Hälfte des ausstehenden Betrags. Im Geschäftsjahr 2018 wurde der ausstehende Betrag in Höhe von 3.275 TEUR getilgt.

Mit Wirkung zum 31. Dezember 2011 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats 5.800.000 Stück Genussrechte zum Nennbetrag von jeweils 1,00 EUR ausgegeben. Die Begebung der Genussrechte erfolgte in Höhe von 5.367.000,00 EUR gegen Sacheinlage und in Höhe von 433.000,00 EUR gegen Bareinlage. Die Genussrechte dienen der Finanzierung des Erwerbs der mehrheitlichen Beteiligung an einer Schifffahrtsgesellschaft. Die Genussrechte sehen grundsätzlich eine feste Verzinsung vor und haben eine Laufzeit von sieben Jahren. Während der Laufzeit ist in Abhängigkeit von den aus der Schifffahrtsgesellschaft erhaltenen Ausschüttungen eine Erfolgsbeteiligung der Genussrechtsinhaberin vorgesehen. Daneben ist die Genussrechtsinhaberin während der Laufzeit des Genussrechts an realisierten stillen Reserven aus der Beteiligung an der Schifffahrtsgesellschaft beteiligt. Die Genussrechte nehmen nicht am Verlust der Gesellschaft teil. Das Genussrecht ist grundsätzlich endfällig. D.h. regelmäßige Tilgungen des Genussrechts sind während der Laufzeit nicht vorgesehen.

Im Rahmen einer im Geschäftsjahr zwischen der Genussrechtsinhaberin und der Muttergesellschaft abgeschlossenen Restrukturierungsvereinbarung verzichtete die Genussrechtsinhaberin auf die Hälfte des ausstehenden Betrags. Im Geschäftsjahr 2018 wurde der ausstehende Betrag in Höhe von 2.900 TEUR getilgt.

4.6.3. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung

(10) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

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In TEUR 2018 2017
Poolcharter 0 720
Zeitcharter 17.066 47.291
Erstattungen der Charterer 157 819
  17.223 48.830

Die Containerschiffe sind in weltweiter Fahrt eingesetzt, weshalb keine Angaben hinsichtlich der geographischen Verteilung der Umsatzerlöse erfolgen.

(11) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Geschäftsjahr folgende außergewöhnliche Erträge:

Erträge aus dem Erlass eines Darlehens (17.132 TEUR).

Im Übrigen betreffen die sonstigen betrieblichen Erträge im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung (1.413 TEUR; Vorjahr 8.795 TEUR) und Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen (344 TEUR).

(12) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beinhalten folgende außergewöhnliche Aufwendungen:

Verluste aus dem Abgang von Schmierstoffen im Rahmen der Übergabe von Containerschiffen (515 TEUR).

Die Aufwendungen aus Roh-. Hilfs- und Betriebsstoffen betreffen im Übrigen den Verbrauch von Schmierstoffen (629 TEUR) sowie von Treibstoffen während Off-Hire-Zeiten bzw. beschäftigungsloser Zeiten (2 TEUR).

(13) Aufwendungen für bezogene Leistungen

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten Reparatur- und Ausrüstungskosten (1.213 TEUR), Bereederungsgebühren und Kommissionen (1.144 TEUR), Aufwendungen für Versicherungen (604 TEUR) und übrige Kosten des Schiffsbetriebs (373 TEUR).

(14) Personalaufwand

Die Personalaufwendungen betreffen Heuern für fremde Seeleute (3.210 TEUR) sowie für eigene Seeleute (174 TEUR).

(15) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Der Posten betrifft planmäßige Abschreibungen auf Containerschiffe (4.573 TEUR).

(16) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Geschäftsjahr folgende außergewöhnlichen Aufwendungen:

Aufwendungen aus der Bildung einer Rückstellung für aufschiebend bedingte Verbindlichkeiten aus Besserungsscheinen in Höhe von (3.209 TEUR),

Verluste aus dem Verkauf eines Containerschiffes (245 TEUR).

Darüber hinaus beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 1.240 TEUR Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (Vorjahr: 9.663 TEUR). Diese betreffen im Wesentlichen Kursaufwendungen aus Schiffshypotheken (473 TEUR). Im Übrigen umfassen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus dem Ankauf von Treibstoffen im Rahmen des Chartererwechsels bei zwei Containerschiffen (636 TEUR), Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten (231 TEUR), Registrierungskosten (183 TEUR), Gebühren aus Service-, Controlling- und Verwaltungsleistungen (104 TEUR), übrige Verwaltungskosten (190 TEUR) sowie Forderungsverluste (20 TEUR).

(17) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen betreffen Zinsen auf Schiffshypothekendarlehen (586 TEUR), Zinsen aus Zinssicherungsgeschäften (30 TEUR) und übrige Bankgebühren (7 TEUR).

(18) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Bei in Deutschland ansässigen Unternehmen in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft fällt Körperschaftsteuer in Höhe von 15 % sowie ein Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % der geschuldeten Körperschaftsteuer an. Zusätzlich unterliegen diese Gesellschaften sowie Tochterunternehmen in der Rechtsform einer Personengesellschaft der Gewerbesteuer, deren Höhe sich in Abhängigkeit gemeindespezifischer Hebesätze bestimmt.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen im Wesentlichen Gewerbeertragsteuer der Schifffahrtsgesellschaften. Die Besteuerung der Schifffahrtsgesellschaften erfolgt pauschaliert nach § 5a EStG.

Im Übrigen betreffen die Steuern vom Einkommen und Ertrag Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag der Komplementärgesellschaften.

Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurden nicht angesetzt.

(19) Periodenfremdes Ergebnis

Im Konzernabschluss sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von 344 TEUR (Vorjahr: 1.033 TEUR) enthalten.

4.6.4. Sonstige Angaben

(20) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus mit verschiedenen Dienstleistern bestehenden Service-, Dienstleistungs- und Beratungsverträgen bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 96 TEUR pro Jahr.

Im Rahmen einer mit verschiedenen Kreditinstituten abgeschlossenen Restrukturierungsvereinbarung hat die HAMMONIA Schiffsholding AG folgende Besserungsscheine vereinbart:

Im Falle einer Dividendenzahlung der Gesellschaft erhalten die beiden Genussrechtsinhaber einen zusätzlichen Betrag in Abhängigkeit von der Dividendenhöhe bis insgesamt maximal 4.000 TUSD. Dies entspricht zum Stichtag einem Wert von 3.493 TEUR. Hierfür sind bereits 1.605 TEUR als Rückstellung passiviert, sodass zum Stichtag eine sonstige finanzielle Verpflichtung in Höhe von 1.888 TEUR besteht.

Im Falle einer Dividendenzahlung der Gesellschaft erhalten drei weitere Kreditinstitute einen zusätzlichen Betrag in Abhängigkeit von der Dividendenhöhe bis insgesamt maximal 4.000 TUSD. Dies entspricht zum Stichtag einem Wert von 3.493 TEUR. Hierfür sind bereits 1.605 TEUR als Rückstellung passiviert, sodass zum Stichtag eine sonstige finanzielle Verpflichtung in Höhe von 1.888 TEUR besteht.

(21) Angaben zu Bewertungseinheiten

Zur Absicherung des Zinssatzänderungsrisikos hat der HAMMONIA Schiffsholding Konzern folgende Bewertungseinheit gebildet:

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Grundgeschäft Sicherungsgeschäft Bewertungseinheit
Tochtergesellschaft Risiko Art Nominalbetrag (TUSD) Art Nominalbetrag (TUSD) Art
MS HAMMONIA BEROLINA NOVA Variabler Zins Variabel verzinsliches Darlehen 8.313 Zinsswap 8.313 Micro Hedge
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prospektive Effektivität
Tochtergesellschaft Beginn Ende
MS HAMMONIA BEROLINA NOVA 30.09.2017 31.03.2022

(22) Angaben zu Finanzinstrumenten

Zum 31. Dezember 2018 bestehen im HAMMONIA Schiffsholding Konzern folgende derivative Finanzinstrumente:

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Tochtergesellschaft Nominalbetrag 31.12.2018
TUSD
Zinssatz
%
Marktwert131.12.2018
TEUR
Rückstellung / Verbindlichkeiten 31.12.2018
TEUR
Art Laufzeit Beginn
MS HAMMONIA BEROLINA NOVA 8.313 2,12 132 0 Zinsswap 30.09.2017
scroll
Tochtergesellschaft Laufzeit Ende
MS HAMMONIA BEROLINA NOVA 31.03.2022

1) Der Marktwert stellt den Fair Value einschließlich Zinsabgrenzung dar.

(23) Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds gemäß Kapitalflussrechnung entspricht den in der Konzernbilanz ausgewiesenen Guthaben bei Kreditinstituten.

(24) Aufsichtsrat und Vorstand

Zu Vorständen der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr bestellt:

Herr Dr. Karsten Liebing, Geschäftsführer der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, Hamburg

Herr Jan Krutemeier, Leiter Investment Management der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, Hamburg (bis 28. Februar 2018)

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Herr Werner Berg, Geschäftsführer der AKTIVA Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH und der PROKURATOR GmbH, beide Berlin (Vorsitzender)

Herr Michael Hummel, Vorstand der Sparkasse Vogtland, Auerbach (stellvertretender Vorsitzender)

Herr Andreas Uibeleisen, Bankdirektor der KfW i.R., Bad Homburg

(25) Organbezüge

Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten gemäß Satzung eine feste jährliche Vergütung von 5.000,00 EUR für jedes Mitglied. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Eineinhalbfache dieses Betrages. Daneben werden Auslagen, die mit der Aufsichtsratstätigkeit zusammenhängen, sowie die auf die Vergütung entfallende Umsatzsteuer erstattet.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2018 betragen 18 TEUR.

Der Vorstand erhielt im Geschäftsjahr 2018 keine Bezüge.

Des Weiteren wurden den oben genannten Personen keine Vorschüsse oder Kredite gewährt und keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieser Personen eingegangen.

(26) Honorar des Abschlussprüfers

Die Gesamthonorare des Abschlussprüfers HANSA PARTNER GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, setzen sich im Geschäftsjahr 2018 wie folgt zusammen:

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In TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 55
Andere Bestätigungsleistungen 0
Steuerberatungsleistungen 0
Sonstige Leistungen 0
Summe 55

(27) Mitarbeiter

Der Konzernbeschäftigte im Durchschnitt 2 eigene Seeleute.

(28) Nachtragsbericht

Am 21. Februar 2019 hat die HAMMONIA Schiffsholding AG sich mit 4,5 Mio. USD bzw. 65 % an der M/S "HAMMONIA BALTICA" Schiffahrts GmbH & Co. KG beteiligt. Die Zielgesellschaft ist Eigentümerin eines im Jahr 2011 in Deutschland gebauten 2.800 TEU Containerschiffs. Das Schiff "Independent Voyager" ist noch bis 16. April 2019 bei der Linienreederei Independent Container Line, Ltd. beschäftigt.

Darüber hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung zwischen dem Ende des Jahres 2018 und dem Datum dieser Berichterstattung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss haben könnten.

(29) Befreiungsvorschriften für konsolidierte Unternehmen

Für folgende konsolidierte Tochterunternehmen wird die Befreiungsvorschrift gemäß § 264b HGB hinsichtlich der Offenlegung des Jahresabschlusses in Anspruch genommen:

MS "HAMMONIA ROMA" Schiffahrts GmbH & Co. KG i.L.

MS "HAMMONIA FIONIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG

MS "HAMMONIA HAFNIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG i.L.

MS "HAMMONIA DANIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG

MS "HAMMONIA BEROLINA NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG

MS "HAMMONIA BALTICA NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG

Der Konzernabschluss wurde vom Vorstand am 18. April 2019 aufgestellt und damit zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigeben. Der Konzernabschluss wird dem Aufsichtsrat in der Aufsichtsratssitzung vom 26. April 2019 zur Billigung vorgelegt werden.

 

Hamburg, den 18. April 2019

HAMMONIA Schiffsholding AG

Dr. Karsten Liebing, Vorstand

5. AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES ZUM 31. DEZEMBER 2018

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Firma Sitz Eigenkapital (EUR) Beteiligungshöhe Ergebnis
(EUR)
MS "HAMMONIA BEROLINA NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG Hamburg 512.703,57 63,00% 88.112,50
MS "SAXONIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG4) Hamburg -20.250.479,07 97,39% 2.391.014,421)
MS "HAMMONIA ROMA" Schiffahrts GmbH & Co. KG i.L. Hamburg 180.032,20 97,64% 16.686.631,812)
MS "HAMMONIA FIONIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG Hamburg 994.367,33 98,56% 1.553.506,51
MS "HAMMONIA HAFNIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG i.L. Hamburg 675.755,04 67,33% 1.025.256,282)
MS "HAMMONIA DANIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG Hamburg 684.538,03 98,56% 1.396.624,26
FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG5) Hamburg -11.848.102,22 51,23% 1.879.214,841)
Verwaltung 3.100 TEU GmbH6) Hamburg -22.562.457,08 100,00% -4.526,021)
Verwaltung FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH i.L.3) Hamburg -12.973.002,04 100,00% -12.998.913,242)
Verwaltung MS "HAMMONIA WESTPHALIA NOVA" GmbH i.L.3) Hamburg -19.712,42 50,00% -3.527,962)
Verwaltung 2.500 TEU GmbH Hamburg 94.761,92 100,00% 3.746,97
Verwaltung 7.800 TEU GmbH Hamburg 52.993,74 100,00% 6.633,12

1) Gesellschaft ist insolvent
2) Gesellschaft befindet sich in Liquidation
3) Jahresabschluss 31.12.2017
4) Jahresabschluss 30.09.2017
5) Jahresabschluss 01.05.2017
6) Jahresabschluss zum 09.10.2017

6. Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das erste Halbjahr des Berichtsjahres 2018 begann äußerst vielversprechend, denn zur Jahreshälfte lagen sämtliche Charterraten für Containerschiffe größer und gleich 1.700 TEU wieder über 10.000 USD / Tag. In den letzten 10 Jahren war das nur zwei weitere Male der Fall, nämlich in den Jahren 2011 und 2015. Man konnte auch den Eindruck gewinnen, dass die Erholung aufgrund eines sich ausbalancierenden Marktes zustande kam. Immerhin waren gemäß Alphaliner die Jahre 2016 und 2017 seit 2011 erstmalig wieder Perioden, in welchen das Wachstum des Containerumschlags über dem Wachstum bei der zur Verfügung stehenden Transportkapazität lag. Doch in der Rückschau war die Freude etwas verfrüht. Die Weltwirtschaft - neben der schwächelnden Schifffahrtsbranche - hat sich in den letzten Jahren äußerst gut entwickelt. Allerdings kann sich diese positive Entwicklung nicht mit derselben Dynamik ins unendliche fortsetzten. Und erste Anzeichen für eine Abkühlung mehren sich: Prognosen werden nach unten korrigiert, Kurskorrekturen auf den Aktienmärkten, steigende Zinsen, etc. Inwiefern eine sich verschärfende Rhetorik zwischen den internationalen Handelspartnern und ein zunehmender Protektionismus beim Welthandel Auslöser oder Verstärker sind, ist im Ergebnis gleichgültig. Dass diese Abkühlung ausgerechnet in dem Moment eintritt, in welchem sich die Containerschifffahrt zu erholen scheint, ist äußerst unglücklich. Das Resultat war, dass das Chartermarktjahr ziemlich genau so geendet hat, wie es begonnen hat.

Weitaus nachhaltiger scheinen die positiven Entwicklungen bei der HAMMONIA Schiffsholding AG. Die schon im Jahr 2015 vereinbarte Restrukturierung mit den finanzierenden Banken konnte in diesem Jahr faktisch erfolgreich abgeschlossen werden. Insgesamt wurden Darlehen in der Größenordnung von über 27 Mio. EUR aus dem laufenden Schiffsbetrieb und Veräußerungserlösen aus Schiffsverkäufen vereinbarungsgemäß getilgt. Der Konzern konnte somit seine Bankverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf rd. 7,3 Mio. EUR reduzieren bei gleichzeitig über 12 Mio. EUR vorhandener Liquidität. Die Kehrseite ist, dass sich mit dem M/S "HAMMONIA BEROLINA" nur noch ein wirtschaftlich bedeutendes Schiff in der Flotte der HAMMONIA Schiffsholding AG befindet. Auf Sicht sicherlich zu wenig, aber das Fundament für einen Ausbau der Flotte wurde im Jahr 2018 mit der finanziellen Stabilisierung der HAMMONIA Schiffsholding AG gelegt. Der erste erfolgreiche Schritt wurde mit der Investition in das M/S "HAMMONIA BALTICA" Anfang des Jahres 2019 getan.

Der Aufsichtsrat besteht satzungsgemäß aus drei Mitgliedern: Werner Berg (Vorsitzender), Michael Hummel und Andreas Uibeleisen. Im Hinblick auf die geringe Größe des Aufsichtsrats bestehen keine Ausschüsse. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand im Geschäftsjahr 2018 bei der Leitung des Unternehmens überwacht und in allen wichtigen Fragen beraten. Der Aufsichtsrat hat sich zeitnah und eingehend über die wirtschaftliche Entwicklung und finanzielle Lage der Gesellschaft informiert. Gemeinsam haben Vorstand und Aufsichtsrat die mittelfristige Unternehmensplanung erörtert. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand mit dem Vorstand auch außerhalb der regulären Sitzungen kontinuierlich in engem Kontakt. Das Verhältnis zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ist durch Transparenz geprägt und stellt somit eine effektive Überwachungs- und Beratungstätigkeit des Aufsichtsrats sicher.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr kam der Aufsichtsrat zu vier Sitzungen zusammen. Die inhaltlichen Schwerpunkte dabei waren:

Verabschiedung des Jahresabschlusses, des Lageberichts sowie des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts für das Jahr 2017;

Verabschiedung des Halbjahresabschlusses 2018;

Risikomanagement der Tochtergesellschaften; Verfolgung der Marktentwicklungen auf den Schifffahrtsmärkten und Beurteilung der Auswirkungen auf die Gesellschaft;

Vorbereitung und Durchführung der Hauptversammlung 2018 und Behandlung der Beschlussvorlagen;

Ermächtigung des Vorstandes zur Investition in das M/S "HAMMONIA BALTICA" nach Abwägung der Chancen und Risiken gemäß Entscheidungsvorlage;

Erörterung und Bewertung einer vereinfachten Kapitalherabsetzung, wie sie von der Hauptversammlung am 26. Juni 2018 beschlossen wurde;

Fragen der Corporate Governance; und

Budget-Planung für die Jahre 2018 und 2019.

Alle drei Aufsichtsratsmitglieder haben an allen Sitzungen teilgenommen.

Die HANSA PARTNER GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Kehrwieder 11, 20457 Hamburg, wurde durch die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2018 zum Jahresabschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählt. Der Abschlussprüfer hat den vom Vorstand erstellten Jahresabschluss und den zusammengefassten Bericht über die Lage der HAMMONIA Schiffsholding AG und des Konzerns (zusammengefasster Lagebericht) zum 31. Dezember 2018 nach HGB mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht wurden vom Abschlussprüfer ebenfalls mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand erstellten Jahresabschluss und Konzernabschluss eingehend geprüft und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat ferner dem Ergebnis der Abschlussprüfung und der Testaterteilung durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zugestimmt und die Prüfungsberichte für den Jahres- und Konzernabschluss zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat dementsprechend in seiner Sitzung vom 2. Mai 2019 den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht zum 31. Dezember 2018 gebilligt. Der Jahresabschluss war damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat ferner überwacht, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen zur Risikofrüherkennung getroffen hat.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen weiteren Beteiligten, die mit ihrem Engagement das Unternehmen im Jahr 2018 unterstützt haben.

 

Hamburg, den 2. Mai 2019

Werner Berg, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HAMMONIA Schiffsholding AG, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der HAMMONIA Schiffsholding AG, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht, der in dem Bericht zur Lage der Gesellschaft und des Konzerns enthalten ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzern zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 18. April 2019

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