![]() HAMMONIA Schiffsholding AGHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018JAHRESABSCHLUSS 2018Bilanz zum 31. Dezember 2018AKTIVAscroll
PASSIVAscroll
Gewinn- und Verlustrechnung
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2017 |
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€ | € |
| 1. Umsatzerlöse | 106.027,13 | 128.621,61 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 4.785.614,54 | 6.473.553,27 |
| - davon Erträge aus der Währungsumrechnung |
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| € 186.458,53 (i.V.: € 689.141,21) |
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| 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 3.843.611,44 | 608.105,92 |
| - davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung |
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| € 304.555,74 (i.V.: € 235.707,55) |
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| 4. Erträge aus Beteiligungen | 20.357,90 | 116.621,02 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen |
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| € 20.357,90 (i.V.: € 116.621,02) |
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| 5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 21.000,36 | 0,00 |
| 6. Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0,00 | 12.500,00 |
| 7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 0,00 | (H) 0,88 |
| 8. Jahresüberschuss | 1.089.388,49 | 6.098.190,86 |
| 9. Verlustvortrag | ./. 25.672.503,00 | ./. 31.770.693,86 |
| 10. Entnahme aus der Kapitalrücklage | 20.409.561,88 | 0,00 |
| 11. Entnahmen aus der gesetzlichen Rücklage | 5.000,00 | 0,00 |
| 12. Erträge aus der Kapitalherabsetzung | 6.002.216,00 | 0,00 |
| 13. Einstellungen in die Kapitalrücklage nach den Vorschriften über die vereinfachte Kapitalherabsetzung |
./. 744.274,88 | 0,00 |
| 14. Einstellungen in die gesetzliche Gewinnrücklage | ./. 19.643,52 | 0,00 |
| 15. Bilanzgewinn/i.V.: Bilanzverlust | 1.069.744,97 | ./. 25.672.503,00 |
Die HAMMONIA Schiffsholding AG mit Firmensitz in Neumühlen 9, 22763 Hamburg, Bundesrepublik
Deutschland, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 98689 eingetragen.
Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 7.639.184,00 EUR ist eingeteilt in 136.414
nennwertlose auf den Namen lautende Stückaktien. Die Aktien der HAMMONIA Schiffsholding
AG sind im Segment Mittelstandsbörse der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg notiert.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 der HAMMONIA Schiffsholding AG wurde nach
den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes
aufgestellt.
Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach der Vorgabe des § 266 HGB. Für die Aufstellung
der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2
HGB angewandt.
Die Gesellschaft ist eine Kleinstkapitalgesellschaft im Sinne des § 267a Abs. 1 HGB
und wendet auf den Jahresabschluss freiwillig die Regelungen für kleine Kapitalgesellschaften
gemäß § 267 Abs. 1 HGB an. Die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Anhangs erfolgte
unter teilweiser Inanspruchnahme der eingeräumten größenabhängigen Erleichterungen
gemäß § 274a und § 288 HGB.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden grundsätzlich unverändert zum Geschäftsjahr
2017 angewandt.
Das Finanzanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden
Wert angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Beteiligungen werden vorgenommen,
soweit der anteilige Unternehmenswert dauerhaft unter die Anschaffungskosten gesunken
ist. Zuschreibungen werden vorgenommen soweit der Grund für die außerplanmäßigen Abschreibungen
wieder entfallen ist.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel sind
mit ihrem Nennbetrag angesetzt.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.
Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendig ist.
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.
Geschäftsvorfälle, die in fremder Währung anfallen, werden mit dem Kurs am Tag des
Geschäftsvorfalls umgerechnet. Fremdwährungsforderungen sowie die liquiden Mittel
werden mit dem jeweiligen Kurs am Bilanzstichtag, solche mit einer Restlaufzeit von
mehr als einem Jahr werden jedoch höchstens mit dem Entstehungskurs umgerechnet. Fremdwährungsverbindlichkeiten
werden mit dem Entstehungskurs oder zum höheren Kurs am Bilanzstichtag angesetzt.
Fremdwährungsforderungen und - verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu
einem Jahr werden mit dem jeweiligen Kurs vom Bilanzstichtag bewertet. Konzerninterne
Transaktionen werden mit dem Euro-Referenzkurs bilanziert.
Unter dem Posten Anlagevermögen werden im Wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen
ausgewiesen. Aufgrund der Schifffahrtskrise waren bei einzelnen Tochtergesellschaften
in der Vergangenheit z. T. erhebliche Verluste aufgetreten. Zum Bilanzstichtag wurden
deshalb die Buchwerte mit dem wirtschaftlichen Eigenkapital der Tochtergesellschaften
verglichen (Net-Asset-Value-Verfahren). Als Ergebnis der Überprüfung wurden aufgrund
des teilweisen Wegfalls der Gründe für in den Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige
Abschreibungen auf die Beteiligungsansätze von drei Tochtergesellschaften Zuschreibungen
in Höhe von 4.485.194,93 EUR vorgenommen.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von 304,88 EUR (im Vorjahr:
244.019,98 EUR) zugleich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind sämtlich innerhalb eines Jahres
fällig.
Die Kapitalrücklagen setzen sich wie folgt zusammen:
| in EUR | 2018 | 2017 |
| Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB | 0,00 | 13.636.400,00 |
| Kapitalrücklage im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB | 744.274,88 | 6.773.161,88 |
| Kapitalrücklagen insgesamt | 744.274,88 | 20.409.561,88 |
Die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB resultierte aus Zuzahlungen im Rahmen
einer im Jahr 2007 durchgeführten Kapitalerhöhung durch Ausgabe von 136.364 neuen,
nennwertlosen auf den Namen lautenden Stückaktien und wurde in Höhe von 13.636.400,00
EUR dotiert. Durch Vorstandsbeschluss vom 11. Mai 2018 wurde die Kapitalrücklage zur
Deckung des Verlustvortrages vollständig aufgelöst.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Juni 2010 war der Ertrag aus der Herabsetzung
des Grundkapitals in Höhe von 122.772.600,00 EUR in eine Kapitalrücklage im Sinne
des § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB eingestellt worden. Zur Deckung des Bilanzverlustes waren
der Kapitalrücklage im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in den Vorjahren Beträge in
Höhe von insgesamt 115.999.438,12 EUR entnommen worden. Durch Vorstandsbeschluss vom
11. Mai 2018 wurde die Kapitalrücklage zur Deckung des Verlustvortrages vollständig
aufgelöst.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Juni 2018 wurde der Ertrag aus der Herabsetzung
des Grundkapitals in Höhe von 6.002.216,00 EUR zur Deckung des nach Auflösung sämtlicher
Rücklagen zum Verlustausgleich (siehe Punkt 4.5) verbleibenden Verlustvortrages in
Höhe von 5.257.941,12 EUR verwendet. Der Restbetrag in Höhe von 744.274,88 EUR wurde
in eine Kapitalrücklage im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB eingestellt.
Gem. § 150 Abs. 2 AktG war in Vorjahren eine gesetzliche Rücklage in Höhe von EUR
5.000,00 gebildet worden. Durch Vorstandsbeschluss vom 11. Mai 2018 wurde die gesetzliche
Rücklage zur Deckung des Verlustvortrages vollständig aufgelöst. Auf Grund des zum
Stichtag bestehenden Bilanzgewinns war eine neue gesetzliche Rücklage in Höhe von
19.643,52 EUR zu bilden.
Der Bilanzgewinn/-verlust entwickelte sich in den Vergleichsjahren wie folgt:
| In EUR | 2018 | 2017 |
| Verlustvortrag aus dem Vorjahr | ./. 25.672.503,00 | ./. 31.770.693,86 |
| Entnahmen aus den Kapitalrücklagen | 20.409.561,88 | 0,00 |
| Entnahme aus der gesetzlichen Rücklage | 5.000,00 | 0,00 |
| Verbleibender Verlustvortrag | ./. 5.257.941,12 | ./. 31.770.693,86 |
| Ertrag aus der Kapitalherabsetzung | 6.002.216,00 | 0,00 |
| Einstellungen in die Kapitalrücklage nach den Vorschriften über die vereinfachte Kapitalherabsetzung | ./. 744.274,88 | 0,00 |
| Einstellungen in die gesetzliche Gewinnrücklage | ./. 19.643,52 | 0,00 |
| Jahresüberschuss | 1.089.388,49 | 6.098.190,86 |
| Bilanzgewinn/-verlust | 1.069.744,97 | ./. 25.672.503,00 |
Aufgrund der im Geschäftsjahr 2018 bei der Gesellschaft durchgeführten vereinfachten
Kapitalherabsetzung unterliegt deren Bilanzgewinn gemäß § 233 Abs. 2 AktG einer Ausschüttungsbeschränkung.
Die Fristigkeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus folgender
Übersicht:
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davon mit einer Restlaufzeit | Sicherheiten | ||
| Bilanzposten | 31.12.2018 | bis zu 1 Jahr | zwischen 1 u. 5 Jahren | über 5 Jahre |
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(31.12.2017) | EUR | EUR | EUR | EUR |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00*) |
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(4.669.390,48) | (4.669.390,48) | (0,00) | (0,00) | (4.669.390,48)*) |
| 2. Genussrechtskapital | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00*) |
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(6.175.000,00) | (6.175.000,00) | (0,00) | (0,00) | (6.175.000,00)*) |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 40.587,62 | 40.587,62 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
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(34.147,00) | (34.147,00) | (0,00) | (0,00) | (0,00) |
| 5. sonstige Verbindlichkeiten | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
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(3.472.792,78) | (19.716,66) | (3.453.076,12) | (0,00) | (0,00) |
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40.587,62 | 40.587,62 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
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(14.351.330,26) | (10.898.254,14) | (3.453.076,12) | (0,00) | (10.844.390,48) |
*)
Sicherheiten:Verpfändung von Kommanditanteilen
Aus mit verschiedenen Dienstleistern bestehenden Service-, Dienstleistungs- und Beratungsverträgen
bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 96 TEUR
pro Jahr.
Im Rahmen einer mit verschiedenen Kreditinstituten abgeschlossenen Restrukturierungsvereinbarung
hat die Gesellschaft folgende Besserungsscheine vereinbart:
| ― |
Im Falle einer Dividendenzahlung der Gesellschaft erhalten die beiden Genussrechtsinhaber einen zusätzlichen Betrag in Abhängigkeit von der Dividendenhöhe bis insgesamt maximal 4.000 TUSD. Dies entspricht zum Stichtag einem Wert von 3.493 TEUR. Hierfür sind bereits 1.605 TEUR als Rückstellung passiviert, sodass zum Stichtag eine sonstige finanzielle Verpflichtung in Höhe von T€ 1.888 besteht. |
| ― |
Im Falle einer Dividendenzahlung der Gesellschaft erhalten drei weitere Kreditinstitute einen zusätzlichen Betrag in Abhängigkeit von der Dividendenhöhe bis insgesamt maximal TUSD 4.000. Dies entspricht zum Stichtag einem Wert von 3.493 TEUR. Hierfür sind bereits 1.605 TEUR als Rückstellung passiviert, so dass zum Stichtag eine sonstige finanzielle Verpflichtung in Höhe von 1.888 TEUR besteht. |
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten außergewöhnliche Erträge aus der Zuschreibung
von Beteiligungen in Höhe von 4.485.194,93 EUR.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten außergewöhnliche Aufwendungen aus
der Bildung einer Rückstellung für aufschiebend bedingte Verbindlichkeiten aus Besserungsscheinen
in Höhe von 3.209.000,00 EUR.
Die Abschreibungen des Vorjahres in Höhe von 12.500,00 EUR betrafen den Beteiligungsansatz
einer insolventen Beteiligungsgesellschaft.
Die HAMMONIA Schiffsholding AG, Hamburg, ist Obergesellschaft des Konzerns. Zum 31.
Dezember 2018 wird ein Konzernabschluss und Konzernlagebericht gemäß HGB und den ergänzenden
Vorschriften des Aktiengesetzes erstellt. Dieser wird im Bundesanzeiger (www.bundesanzeiger.de)
veröffentlicht werden.
Zu Vorständen der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2018 sowie im Jahr 2019 bestellt:
| ― |
Herr Dr. Karsten Liebing, Geschäftsführer der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG Hamburg, |
| ― |
Herr Jan Krutemeier, Leiter Investment Management der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, Hamburg (bis 28. Februar 2018). |
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
| ― |
Herr Werner Berg, Geschäftsführer der AKTIVA Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH und der PROKURATOR GmbH, beide Berlin (Vorsitzender), |
| ― |
Herr Michael Hummel, Vorstand der Sparkasse Vogtland, Auerbach (stv. Vorsitzender), |
| ― |
Herr Andreas Uibeleisen, Bankdirektor der KfW i.R., Bad Homburg. |
Hamburg, den 18. April 2019
Dr. Karsten Liebing (Vorstand)
| Firma | Sitz | Eigenkapital (EUR) | Beteiligungshöhe | Ergebnis (EUR) |
| MS "HAMMONIA BEROLINA NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG | Hamburg | 512.703,57 | 63,00% | 88.112,50 |
| MS "SAXONIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG4) | Hamburg | -20.250.479,07 | 97,39% | 2.391.014,421) |
| MS "HAMMONIA ROMA" Schiffahrts GmbH & Co. KG i.L. | Hamburg | 180.032,20 | 97,64% | 16.686.631,812) |
| MS "HAMMONIA FIONIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG | Hamburg | 994.367,33 | 98,56% | 1.553.506,51 |
| MS "HAMMONIA HAFNIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG i.L. | Hamburg | 675.755,04 | 67,33% | 1.025.256,282) |
| MS "HAMMONIA DANIA" Schiffahrts GmbH & Co. KG | Hamburg | 684.538,03 | 98,56% | 1.396.624,26 |
| FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH & Co. KG5) | Hamburg | -11.848.102,22 | 51,23% | 1.879.214,841) |
| Verwaltung 3.100 TEU GmbH6) | Hamburg | -22.562.457,08 | 100,00% | -4.526,021) |
| Verwaltung FHH Fonds Nr. 40 MS "Antofagasta" GmbH i.L.3) | Hamburg | -12.973.002,04 | 100,00% | -12.998.913,242) |
| Verwaltung MS "HAMMONIA WESTPHALIA NOVA" GmbH i.L.3) | Hamburg | -19.712,42 | 50,00% | -3.527,962) |
| Verwaltung 2.500 TEU GmbH | Hamburg | 94.761,92 | 100,00% | 3.746,97 |
| Verwaltung 7.800 TEU GmbH | Hamburg | 52.993,74 | 100,00% | 6.633,12 |
1)
Gesellschaft ist Insolvent
2)
Gesellschaft befindet sich in Liquidation
3)
Jahresabschluss 31.12.2017
4)
Jahresabschluss 30.09.2017
5)
Jahresabschluss 01.05.2017
6)
Jahresabschluss zum 09.10.2017
Die HAMMONIA Schiffsholding AG wurde im Jahr 2007 als HCl HAMMONIA SHIPPING AG von
der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG und der HCI Capital AG (heute Ernst Russ AG) initiiert.
Bis zum 30. Dezember 2014 war die Gesellschaft an der Hanseatischen Wertpapierbörse
Hamburg im Regulierten Markt notiert. Seit dem 31. Dezember 2014 ist die Aktie der
HAMMONIA Schiffsholding AG in der Mittelstandsbörse Deutschland am Börsenplatz Hamburg
gelistet. Mit Wirkung vom 14. Juli 2017 wurde die HCI HAMMONIA SHIPPING AG in HAMMONIA
Schiffsholding AG umbenannt.
Die Tätigkeit des Konzerns ist auf den Erwerb, den Betrieb und die Veräußerung von
Seeschiffen ausgerichtet. Der Fokus liegt dabei auf Containerschiffen. Beim Betrieb
der Schiffe besteht das Geschäftsmodell darin, die Schiffe an Linienreedereien zu
verchartern und / oder mit anderen Schiffen der jeweils gleichen Größenklasse die
Einnahmen zu poolen, um die Erlöse gegen schwankende Charterraten und mögliche Beschäftigungsausfälle
abzusichern. Der Konzern erzielt somit im Wesentlichen Erträge aus dem Betrieb von
Seeschiffen.
Die HAMMONIA Schiffsholding AG steuert als Konzernobergesellschaft und geschäftsführende
Holding die einzelnen Schiffsinvestments der jeweiligen Tochtergesellschaften. Die
Tochtergesellschaften in der Rechtsform "GmbH & Co. KG" sind Einschiffsgesellschaften
und zivilrechtlich die Eigentümer und Betreiber einzelner Schiffe. Des Weiteren ist
die HAMMONIA Schiffsholding AG an Komplementärgesellschaften - in der Rechtsform "GmbH"
- der Schiffsgesellschaften beteiligt.
In der HAMMONIA Schiffsholding AG sind keine Mitarbeiter angestellt und im Konzern
waren im Durchschnitt zwei eigene Seeleute beschäftigt. Die Bereitstellung sämtlicher
Serviceleistungen erfolgt durch externe Dienstleister. Die HAMMONIA Reederei GmbH
& Co. KG übernimmt alle Aufgaben im Zusammenhang mit dem laufenden Betrieb sämtlicher
Schiffe. Die Schiffsgesellschaften stellen somit den Mietern der Schiffe, den Charterern,
ein komplett ausgerüstetes, betriebsbereites und bemanntes Schiff zur Verfügung.
Hinsichtlich der Tochtergesellschaften und ihrer Standorte wird auf den Konzernanhang
verwiesen.
Die Steuerung des Konzerns basiert auf einem einheitlichen und methodischen Vorgehen.
Dabei werden unterschiedliche finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
in den Fokus gestellt.
Die Prognoserechnungen der Schiffsgesellschaften werden dem Vorstand und dem Aufsichtsrat
regelmäßig auf aggregierter Basis zur Verfügung gestellt, wobei die Veränderungen
des Betriebskapitals je Schiff in die konsolidierte Rechnung einfließen. Die operative
Steuerung des Konzerns erfolgt auf Basis des operativen Gesamtergebnisses der Schiffsflotte
sowie der Chartereinnahmen pro Tag. Aufgrund der derzeitigen Lage an den internationalen
Containerschiffsmärkten und der daraus resultierenden Auswirkungen auf die HAMMONIA
Schiffsholding AG ist derzeit oberstes Ziel, die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft
und in den einzelnen Schiffsgesellschaften jederzeit sicherzustellen, so dass bis
auf weiteres die Liquiditätsentwicklung die entscheidende Steuerungsgröße für den
Konzern darstellt. Für Neuinvestitionen wird ein ausgewogenes Rendite- / Risiko-Profil
angestrebt. Die Möglichkeit eines Totalverlustes soll minimiert werden und andererseits
soll eine Partizipation an einer Markterholung ermöglicht werden.
Die technische Verfügbarkeit der Schiffe in der HAMMONIA Schiffsholding AG Flotte
stellt einen entscheidenden nichtfinanziellen Leistungsindikator dar.
In der aktuellen Ausgabe des World Economic Outlook vom Januar 2019 schätzt der Internationale
Währungsfonds (IWF) für das Jahr 2018 ein Weltwirtschaftswachstum von 3,7 %%. Damit
ist die Weltwirtschaft mit einer leicht niedrigeren Rate gewachsen als im Vorjahr
(3,8 %%). Dabei liegen die Erwartungen für das Wachstum in den Industriestaaten bei
2,3 %%. Für die Entwicklungs- und Schwellenländer wird für 2018 mit einem Wirtschaftswachstum
von 4,6 %% gerechnet. Hinsichtlich des für die Handelsschifffahrt relevanten Welthandelsvolumens
liegt die im Januar 2019 veröffentlichte vorläufige Schätzung für das Berichtsjahr
mit 4,0 %% deutlich unter dem Vorjahreswert von 5,3 %%, wobei sowohl bei den Industriestaaten
(-1,1 %%) als auch bei den Entwicklungs- und Schwellenländern (-1,7 %%) ein Rückgang
zu verzeichnen war.
Im Jahr 2018 betrug die Wachstumsrate des globalen Containerhandels voraussichtlich
4,0 %%, was einen Rückgang im Vergleich zur Wachstumsrate des Vorjahres von 4,4 %%
bedeutet. Zugleich ist die weltweite Flotte der Containerschiffe im gleichen Jahr
um ca. 5,7 %% gewachsen. Diese umfasst nunmehr 5.284 Einheiten mit einer Gesamtkapazität
von rd. 22,3 Mio. TEU (Stand: 01.01.2019, Alphaliner). So sind aufgrund der hohen
Orderaktivität der internationalen Linienreeder in den letzten Jahren auch im Berichtsjahr
165 Containerschiffe mit einer Ladekapazität von rd. 1,3 Mio. TEU neu abgeliefert
worden. Gegenläufig wirkte die Verschrottung von 64 im Durchschnitt 24 Jahre alten
Containerschiffen mit einer Kapazität von 0,11 Mio. TEU. Im Jahr 2017 waren noch 161
Containerschiffe (Durchschnittsalter 21 Jahre) mit einer Kapazität von rd. 0,4 Mio.
TEU verschrottet worden. Damit setzte sich der steile Abwärtstrend der Abwrackungsaktivität
seit der historischen Höchstmarke im Jahr 2016 fort, obwohl der erzielbare Schrottpreis
im Jahr 2018 mit rd. 400 USD / ldt konstant auf relativ hohem Niveau lag.
Auch im Jahr 2018 konzentrierten sich die neu abgelieferten Schiffe deutlich in den
größeren Schiffssegmenten. 27 Schiffe mit einer Größe von 13.000 - 18.000 TEU und
26 Schiffe über 18.000 TEU mit einer Gesamtkapazität von insgesamt 0,9 Mio. TEU entsprachen
im Berichtszeitraum ca. 70 %% der neu in Fahrt gesetzten Tonnage. Über den Kaskadeneffekt,
d. h. die Verdrängung von kleineren Schiffen aus ihren angestammten Verkehren durch
die jeweils nächstgroße Schiffsklasse, belasten die Ablieferungen der Großcontainerschiffe
weiterhin auch den Markt für kleinere Containerschiffe, obwohl im Jahr 2018 keine
Schiffe in den Segmenten zwischen 4.000 - 10.000 TEU abgeliefert wurden. Darüber hinaus
werden auch in den folgenden zwei Jahren keine Ablieferungen in diesem Segment erwartet.
Die Containerschifffahrt war im Jahr 2018 auf Seiten der Linienreedereien weiterhin
gekennzeichnet durch Konsolidierungen und Kooperationen. So verkündeten Maersk Line,
Mediterranean Shipping Company (MSC) und ZIM Integrated Shipping Services Ltd. im
Juli 2018 eine zunächst auf vier Jahre befristete strategische Kooperation auf der
Destination Asien-US-Ostküste, von der alle Beteiligten entscheidende operative Kostenvorteile
durch Skaleneffekte und eine bessere Kapazitätsauslastung erwarten.
Die Aufliegerquote, d. h. der Anteil der unbeschäftigten Containerschiffskapazität,
hat zwar im Laufe des Jahres saisonal geschwankt, sie lag aber am Ende des Jahres
2018 mit rd. 2,8 %% (im Vergleich Ende 2017: 2,0 %%) der Flotte und 0,6 Mio. TEU (im
Vergleich 2017: 0,4 Mio. TEU) deutlich über dem Jahresendniveaus des Vorjahres.
Somit konnte der Chartermarkt für Containerschiffe seinen starken Aufwärtstrend im
ersten Halbjahr des Berichtsjahres im zweiten Halbjahr nicht fortführen. Dabei erhielt
der Chartermarkt für Containerschiffe besonders im vierten Quartal 2018 negative Impulse,
die für einen Charterraten- und Schiffswerterückgang sorgten. So fielen z. B. die
Charterraten für 2.500 TEU Containerschiffe auf 9.500 USD / Tag im Dezember 2018.
Die Charterraten der ehemaligen auf die Größe des Panamakanals optimierten Schiffe
mit einer Kapazität von 4.000 - 5.000 TEU fielen im Dezember 2018 ebenfalls auf rd.
9.500 USD / Tag. Die Charterraten der anderen Schiffsklassen zwischen 5.600 und 8.500
TEU lagen im Dezember 2018 bei rd. 10.000 bis 13.000 USD / Tag.
Das diesjährige Geschäftsjahr war durch den Verkauf eines Großteils der Flotte gekennzeichnet.
Die Verkäufe standen teilweise noch im Zusammenhang mit dem im Jahr 2015 umgesetzten
Restrukturierungskonzeptes zur Entlassung der HAMMONIA Schiffsholding AG aus verschiedenen
Finanzierungsbürgschaften. Teil des Konzeptes war eine Reduzierung der Flotte. Dazu
gehörte die planmäßige Veräußerung der 7.800 TEU Schiffe M/S "HAMMONIA DANIA" (MSC
KARLSKRONA), M/S "HAMMONIA HAFNIA" (MSC KLEVEN) und M/S "HAMMONIA FIONIA" (MAERSK
KOTKA) auf Basis eines im Juni 2017 geschlossenen Verkaufsvertrages. Ebenfalls wurde
auf Betreiben der Bank das M/S "HAMMONIA ROMA" verkauft und am 20. März 2018 an die
Käufer übergeben.
Folglich hatte die HAMMONIA Schiffsholding AG zum 31. Dezember 2018 noch zwei Containerschiffe
mit einer Größe von 2.500 und 3.100 TEU in Fahrt (letzteres Schiff ist im Eigentum
einer insolventen und entkonsolidierten Schiffsgesellschaft). Das 2.500 TEU M/S "HAMMONIA
BEROLINA" fährt noch bis mindestens 2021 unter einer Zeitcharter bei MCC Transport,
einem Tochterunternehmen der Maersk Line A/S, zu 9.000 USD / Tag brutto. Das 3.100
TEU M/S "SAXONIA" befindet sich in einem Insolvenzverfahren, so dass die HAMMONIA
Schiffsholding AG weder Einfluss auf die Schiffsgesellschaft ausübt noch an der zukünftigen
wirtschaftlichen Entwicklung der Schiffsgesellschaft beteiligt ist.
Im zweiten Jahr in Folge konnte das Berichtsjahr mit Gewinnen auf Holding- und Konzernebene
abgeschlossen werden. Die Jahresüberschüsse in Höhe von 1,1 Mio. EUR auf Holdingebene
ergeben sich überwiegend aus Effekten im Zusammenhang mit dem Verkauf der drei 7.800
TEU Schiffe. Das Konzernergebnis in Höhe von 17,3 Mio. EUR ergibt sich überwiegend
aus Effekten im Zusammenhang mit einem Darlehensverzicht im Rahmen des Verkaufs des
M/S "HAMMONIA ROMA". Mit den Verkaufserlösen der 7.800 TEU Schiffen konnten die Verbindlichkeiten
auf Holdingebene im Wesentlichen getilgt werden, so dass der Konzern das Berichtsjahr
in guter finanzieller Verfassung beenden konnte.
Als vorbereitende Maßnahme für eine vereinfachte Kapitalherabsetzung hat der Vorstand
mit Beschluss vom 11. Mai 2018 die Kapitalrücklage vollständig mit dem Bilanzverlust
verrechnet. Im Folgenden hat die Hauptversammlung vom 26. Juni 2018 die Herabsetzung
des Grundkapitals in vereinfachter Form um 6.002.216,00 EUR auf 7.639.184,00 EUR und
die entsprechende Änderung der Satzung in § 3 Abs. 1 (Höhe und Einteilung des Grundkapitals)
beschlossen. Das entspricht einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 56,00 EUR
pro Aktie. Die betreffende Eintragung im Handelsregister erfolgte am 22. August 2018.
Im Berichtsjahr gab es insgesamt vier Flottenabgänge zu verzeichnen. Im Einzelnen
waren das die "HAMMONIA DANIA" (MSC KARLSKRONA), "HAMMONIA HAFNIA" (MSC KLEVEN) und
"HAMMONIA FIONIA" (MAERSK KOTKA) mit den jeweiligen Übergabedaten am 26. Juni, 04.
September 2018 und 24. September 2018. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag bei
rund 10 Mio. USD je Schiff. Die Übergabe der Schiffe erfolgte planmäßig auf Grundlage
der Vereinbarungen vom 06. Juni 2017. Der Verkauf wurde derart strukturiert, dass
die Rückführung der spätestens Ende 2018 fälligen Verbindlichkeiten auf Holdingebene
sichergestellt werden konnte. Folglich war ein besonderer Meilenstein die Rückführung
sämtlicher Verbindlichkeiten auf Holdingebene in der Gesamtsumme von 14,3 Mio. EUR
im Anschluss an die Veräußerung der 7.800 TEU Schiffe. Der Verkauf des M/S "HAMMONIA
ROMA" und der damit einhergehende Darlehensverzicht seitens der finanzierenden Bank
führte zu hohen buchhalterischen Gewinnen, hatte allerdings auf die Liquiditätssituation
des Konzerns keine nennenswerte Auswirkung.
Weiterhin bestehen die sog. Besserungsscheine mit einer Gesamtsumme von 8,0 Mio. USD,
allerdings werden diese nur bei Zahlungen an die Aktionäre, wie z. B. bei Dividenden,
fällig. Insofern hat die Holding zum Bilanzstichtag keine finanziellen Verbindlichkeiten
mit einem feststehenden Rückzahlungstermin. Da durch die Gewinne im Berichtsjahr ein
Bilanzgewinn auf Holdingebene entstanden ist, ergibt sich ein theoretischer Anspruch
auf Rückzahlung, allerdings weiterhin unter dem Vorbehalt, dass Zahlungen an die Aktionäre
getätigt werden. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, wurden Rückstellungen in Höhe
von 3,2 Mio. EUR gewinnmindernd eingebucht, um die aufschiebend bedingten Zahlungsverpflichtungen
unter den Besserungsscheinen bilanziell zu berücksichtigen.
Grundsätzlich ist die finanzielle Situation zum Ende des Berichtsjahres als stabil
zu bezeichnen. Mit rd. 12,9 Mio. EUR Liquidität und zinstragenden Gesamtverbindlichkeiten
in Höhe von rd. 7,3 Mio. EUR im Konzern ist der Konzern faktisch frei von finanziellen
Zwängen und Unsicherheiten. Allerdings verblieb schlussendlich zum Bilanzstichtag
mit der M/S "HAMMONIA BEROLINA" nur ein profitables Schiff im Konzern. Einerseits
verläuft diese im Jahr 2017 getätigte Investition planmäßig und entsprechend erfreulich,
andererseits ist eine Flotte von nur einem Schiff langfristig nicht ausreichend, um
den Wert der HAMMONIA Schiffsholding AG nachhaltig zu steigern. Daraus folgt die Notwendigkeit
die Zukunft des Konzerns aktiv mit Investitionen zu gestalten.
Die wesentlichen Kennzahlen der Ertragslage für das Geschäftsjahr 2018 im Vergleich
zum Vorjahr stellen sich wie folgt dar:
| in TEUR | 1.1. - 31.12.2018 | 1.1. - 31.12.2017 | Ergebnisveränderung |
| Umsatzerlöse | 17.223 | 48.831 | -31.608 |
| Schiffsbetriebskosten | -4.516 | -11.928 | 7.412 |
| Personalkosten | -3.384 | -6.468 | 3.084 |
| Schiffsbetriebsergebnis | 9.323 | 30.435 | -21.112 |
| sonstige betriebliche Erträge | 19.296 | 33.705 | -14.409 |
| davon Kurserträge | 1.413 | 8.795 | -7.382 |
| sonstige betriebliche Aufwendungen | -6.058 | -11.026 | 4.968 |
| davon Kursaufwendungen | -1.240 | -9.663 | 8.423 |
| Reedereiergebnis | 22.561 | 53.114 | -30.553 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen |
|
|
|
| Planmäßig | -4.573 | -22.304 | 17.731 |
| Außerplanmäßig | 0 | -2.172 | 2.172 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 17.988 | 28.638 | -10.650 |
| Zinserträge | 21 | 3 | 18 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0 | -13 | 13 |
| Zinsaufwendungen | -623 | -3.709 | 3.086 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 17.386 | 24.919 | -7.533 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -51 | -181 | 130 |
| Konzernjahresüberschuss | 17.335 | 24.738 | -7.403 |
| davon entfielen auf Aktionäre der Muttergesellschaft | 10.839 | 23.645 | -12.806 |
| davon entfielen auf andere Gesellschafter | 6.496 | 1.093 | 5.403 |
Die Umsatzerlöse wurden in Höhe von 17,0 Mio. EUR aus der Vercharterung von fünf Containerschiffen
(Vergleichszeitraum: sieben Containerschiffe) erzielt. Im Verlauf des Geschäftsjahres
2018 wurden hiervon vier Containerschiffe veräußert.
Im Geschäftsjahr wurden die Konzernerlöse ausschließlich von in Zeitcharter fahrenden
Containerschiffen erzielt. Neben Chartererlösen umfassen die Umsatzerlöse auch Erstattungen
der Charterer in Höhe von 0,2 Mio. EUR. Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem
Vorjahr um 31,6 Mio. EUR vermindert. Die deutliche Verminderung der Umsatzerlöse resultiert
neben der Veräußerung von vier Containerschiffen aus dem Auslaufen von langjährigen
Charterverträgen bei den drei 7.800 TEU Containerschiffen im Februar 2018 und der
anschließenden Weiterbeschäftigung zu niedrigeren Konditionen.
Die Schiffsbetriebskosten enthalten im Wesentlichen die Aufwendungen für den Schiffsunterhalt
und die Versicherung der Schiffe. Die Aufwendungen haben sich aufgrund der Veräußerung
von vier Containerschiffen vermindert. Gleiches gilt für die Aufwendungen für das
Schiffspersonal.
Nach Abzug der Schiffsbetriebskosten verschlechterte sich das Schiffsbetriebsergebnis
um 69 % auf 9,3 Mio. EUR.
Die sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich um 14,4 Mio. EUR auf 19,3 Mio.
EUR. Sie enthalten außergewöhnliche Erträge in Höhe von 17,1 Mio. EUR. Diese betreffen
Erträge aus dem teilweisen Erlass von Darlehensverbindlichkeiten im Zusammenhang mit
der Veräußerung eines Containerschiffes. Gegenüber dem Vorjahr verminderten sich die
Kurserträge um 7,4 Mio. EUR auf 1,4 Mio. EUR. Neben Kurserträgen betreffen die sonstigen
betrieblichen Erträge im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
(0,3 Mio. EUR).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vergleichszeitraum
des Vorjahres um 5,0 Mio. EUR auf 6,1 Mio. EUR vermindert. Wesentlicher Grund für
die Verminderung ist die Verminderung der Kursaufwendungen um 8,4 Mio. EUR gegenüber
dem Vorjahr. Die Kursaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus der Tilgung von
USD-Schiffshypothekendarlehen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten
außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von 3,4 Mio. EUR. Diese betreffen Aufwendungen
aus der Bildung einer Rückstellung für aufschiebend bedingte Verbindlichkeiten aus
Besserungsscheinen in Höhe von 3,2 Mio. EUR sowie Verluste aus dem Verkauf eines Containerschiffes
(0,2 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Übrigen die Verwaltungskosten
des Konzerns. Diese resultieren zum einen aus Gebühren aus einem Service-, Dienstleistungs-
und Beratungsvertrag. Die HAMMONIA Schiffsholding AG besitzt kein eigenes Personal,
sondern bedient sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben des Personals der HAMMONIA Reederei
GmbH & Co. KG, sowie für aktienbezogene Aufgaben einer Tochtergesellschaft der Ernst
Russ AG. Die übrigen Verwaltungskosten umfassen unter anderem Aufwendungen für die
Jahresabschlussprüfung, Steuer- und Rechtsberatung sämtlicher Konzerngesellschaften,
Kosten der Rechtsform sowie Kosten in Zusammenhang mit der Registrierung der Konzernschiffe.
Insgesamt ergibt sich damit im Geschäftsjahr 2018 ein Reedereiergebnis von 22,6 Mio.
EUR, das um 30,6 Mio. EUR unter dem Wert des Vorjahres liegt. Die Reedereiergebnisse
der beiden Geschäftsjahre sind jeweils durch außergewöhnliche Erträge und außergewöhnliche
Aufwendungen beeinflusst.
Nach Verrechnung der Abschreibungen lag das operative Ergebnis, EBIT, im Geschäftsjahr
2018 mit 18,0 Mio. EUR um 10,7 Mio. EUR unter dem Wert des Vorjahres. Die Verschlechterung
ergibt sich aus der Veräußerung von vier Containerschiffen und dem Auslaufen von langfristigen
Charterverträgen bei drei Containerschiffen Anfang 2018.
Die Zinsaufwendungen haben sich gegenüber dem Vergleichszeitraum um 3,1 Mio. EUR vermindert.
Dies ist zurückzuführen auf die vollständige Tilgung der Darlehen von vier Containerschiffen
durch planmäßige Tilgungen bzw. im Rahmen der Veräußerung eines Containerschiffes.
Insgesamt hat der Konzern im Geschäftsjahr 2018 einen Konzernjahresüberschuss in Höhe
von rd. 17,3 Mio. EUR erwirtschaftet (im Vorjahr 24,7 Mio. EUR). Die auf nicht beherrschende
Anteile entfallenden Ergebnisanteile betreffen Minderheitsgesellschafter der Schifffahrtsgesellschaften.
Der Anstieg des Ergebnisses dieser Anteile resultiert aus dem Abgang von Minderheitenanteilen
bei einer Schifffahrtsgesellschaft.
Insgesamt sind die Ertragslage des Konzerns und das im Geschäftsjahr 2018 erzielte
Konzernergebnis erheblich durch außergewöhnliche Erträge gekennzeichnet.
Über das Finanzmanagement wird sichergestellt, dass das Unternehmen dauerhaft liquide
ist und finanzielle Risiken reduziert werden. Aufgrund der derzeitigen Lage an den
internationalen Schifffahrtsmärkten und der daraus resultierenden Auswirkungen auf
die HAMMONIA Schiffsholding AG ist bis auf weiteres das oberste Ziel, die Zahlungsfähigkeit
im Konzern und in den einzelnen Schiffsgesellschaften jederzeit sicherzustellen.
Die seit Jahren andauernde Krise des Containerschiffsmarktes hatte für die HAMMONIA
Schiffsholding AG weitreichende Restrukturierungsmaßnahmen erforderlich gemacht. Diese
wurden schon im Jahr 2015 erfolgreich abgeschlossen. Im Ergebnis konnte die HAMMONIA
Schiffsholding AG um einen hohen zweistelligen Millionenbetrag enthaftet werden. Ebenfalls
wurden die Verbindlichkeiten auf Ebene der Holding neu geordnet. Die Gläubiger erhielten
für ihre Zugeständnisse einen Besserungsschein in Höhe von max. 8,0 Mio. USD für den
Fall, dass die HAMMONIA Schiffsholding AG wieder Dividenden zahlen wird.
Im vierten Quartal 2018 erfolgte planmäßig die Rückführung der finanziellen Verpflichtungen
auf Ebene der Holding in Höhe von 14,3 Mio. EUR mit dem Verkaufserlös der drei 7.800
TEU Schiffe. Um das Risiko eines Preisverfalls und einer einhergehenden Zahlungsunfähigkeit
der HAMMONIA Schiffsholding AG zu vermeiden, erfolgte im Juni 2017 ein strukturierter
Verkauf der Schiffe zu damals gültigen Marktkonditionen. Die Übergabe der Schiffe
erfolgte im Berichtsjahr vereinbarungsgemäß. Folglich gibt es auf Ebene der Holding
neben den oben genannten Besserungsscheinen keine Darlehensverbindlichkeiten mehr.
Das M/S "HAMMONIA ROMA" wurde auf Betreiben der Bank in einem insolvenzfreien Verfahren
verkauft. Dabei hat die schiffsfinanzierende Bank auf einen Betrag von 17,1 Mio. EUR
verzichtet. Insofern wurde der Konzern im Zusammenhang mit diesem Schiff vollständig
entschuldet.
Zum Bilanzstichtag verfügte alleinig das M/S "HAMMONIA BEROLINA" über ein Schiffshypothekendarlehen.
Das Darlehen verfügt über äußerst vorteilhafte Konditionen bezüglich Zinskosten und
Tilgungsprofil. Zusammen mit der Zeitcharter mit einer Tochter der Maersk Line A/S
bis mindestens ins Jahr 2021 ist der Schuldendienst auf absehbare Zeit gesichert.
Die geplanten vierteljährlichen Ausschüttungen in Höhe von 8 %% p. a. auf das Eigenkapital
konnten bisher ausnahmslos getätigt werden.
Zusammengefasst ist festzustellen, dass sich die Finanzierungssituation der HAMMONIA
Schiffsholding AG im Berichtsjahr auf ein sehr stabiles und risikoarmes Niveau entwickeln
konnte. Bis auf weiteres deckt der Kassenbestand der Gesellschaft den laufenden Liquiditätsbedarf
des normalen Geschäftsbetriebs. Somit erscheint die Solvenz der Gesellschaft zum Bilanzstichtag
auf absehbare Zeit gesichert.
Die Finanzlage des Konzerns kann mit Hilfe der Kapitalflussrechnung veranschaulicht
werden. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet dabei zwischen Zahlungsströmen aus
der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der Investitions- und Finanzierungstätigkeit.
| in TEUR | 1.1. - 31.12.2018 | 1.1. - 31.12.2017 | Veränderung |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 4.535 | 28.122 | -23.587 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | 32.540 | -8.131 | 40.671 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -36.885 | -16.442 | -20.443 |
| zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | 190 | 3.549 | -3.359 |
| Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 0 | -1.031 | 1.031 |
| wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds | 389 | -1.129 | 1.518 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 12.288 | 10.900 | 1.388 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 12.867 | 12.289 | 578 |
Die Ermittlung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten
Methode. Er hat sich gegenüber dem Vorjahr erheblich vermindert.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrifft im Wesentlichen Einzahlungen aus
der Veräußerung von vier Containerschiffen.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -36,9 Mio. EUR resultiert
in Höhe von 27,4 Mio. EUR (Vorjahr: 20,3 Mio. EUR) aus der Tilgung von Darlehen. Weitere
Liquiditätsabflüsse in Höhe von 8,5 Mio. EUR betreffen Ausschüttungen an konzernfremde
Kommanditisten bzw. Gesellschafter. 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 3,3 Mio. EUR) betreffen
Zinszahlungen.
Insgesamt erhöhte sich der Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2018 gegenüber dem 31.
Dezember 2017 um 0,6 Mio. EUR auf 12,9 Mio. EUR.
Die Vermögenslage des Konzerns stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | 31.12.2018 | % | 31.12.2017 | % | Veränderung |
| Aktiva |
|
|
|
|
|
| Anlagevermögen | 7.245 | 32,7 | 47.654 | 77,6 | -40.409 |
| Umlaufvermögen | 14.830 | 66,9 | 13.439 | 21,9 | 1.391 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 79 | 0,4 | 319 | 0,5 | -240 |
| Bilanzsumme | 22.154 | 100,0 | 61.412 | 100,0 | -39.258 |
| Passiva |
|
|
|
|
|
| Eigenkapital | 10.483 | 47,3 | 1.608 | 2,6 | 8.875 |
| Rückstellungen | 4.120 | 18,6 | 3.053 | 5,0 | 1.067 |
| Verbindlichkeiten | 7.551 | 34,1 | 56.751 | 92,4 | -49.200 |
| Bilanzsumme | 22.154 | 100,0 | 61.412 | 100,0 | -39.258 |
Auf der Aktivseite entfallen 32,7 % (Vorjahr: 77,6 %) der Bilanzsumme auf das Anlagevermögen.
Die Veränderung des Anlagevermögens ist in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
| in TEUR |
|
| Stand 31. Dezember 2017 | 47.654 |
| planmäßige Abschreibungen | -4.573 |
| Abgänge | -35.836 |
| Stand 31. Dezember 2018 | 7.245 |
Die Abgänge betreffen die Veräußerung von vier Containerschiffen.
Das Umlaufvermögen in Höhe von 14,8 Mio. EUR umfasst im Wesentlichen liquide Mittel
(12,9 Mio. EUR) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (1,3 Mio. EUR).
Das Eigenkapital erhöhte sich durch den im Geschäftsjahr erwirtschafteten Konzernjahresüberschuss.
Demgegenüber standen Ausschüttungen an konzernfremde Gesellschafter im Wesentlichen
aufgrund der Rückzahlung von Kommanditkapital. Die absolute Veränderung des Eigenkapitals
ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
| in TEUR |
|
| Stand 31. Dezember 2017 | 1.608 |
| Konzernjahresüberschuss | 17.335 |
| Ausschüttungen an konzernfremde Gesellschafter | -8.460 |
| Stand 31. Dezember 2018 | 10.483 |
Der Anstieg der Rückstellungen um 1,1 Mio. EUR auf 4,1 Mio. EUR betrifft im Wesentlichen
die Bildung einer Rückstellung für aufschiebend bedingte Verbindlichkeiten aus Besserungsscheinen.
Die Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
(Schiffsfinanzierung einschließlich abgegrenzter Zinsen eines in Fahrt befindlichen
Containerschiffes) in Höhe von 7,3 Mio. EUR (Vorjahr: 42,4 Mio. EUR). Die Verminderung
der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultiert aus der vollständigen
Tilgung der Darlehen von vier Containerschiffen durch planmäßige Tilgungen bei drei
Containerschiffen sowie im Rahmen der Veräußerung eines weiteren Containerschiffes.
Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns ist insgesamt von außergewöhnlichen
Ereignissen geprägt.
Für einen optimalen wirtschaftlichen Betrieb der Schiffe ist eine hohe technische
Verfügbarkeit der Flotte von großer Bedeutung, da im Rahmen einer Zeitcharter der
Charterer nur für Zeiten zahlen muss, in welchen ein Schiff technisch verfügbar und
somit fahrtüchtig ist. Für den Berichtszeitraum ergibt sich folgende Statistik.
| Theoretisch mögliche technische Verfügbarkeit in Tagen | 1.135,00 |
| Geplante technische Verfügbarkeit in Tagen | 1.119,45 |
| Ist-Verfügbarkeit in Tagen | 1.133,14 |
| Technisch bedingte Off-Hire-Tage | 1,86 |
| Tage ohne Beschäftigung / ohne Pool | 0,00 |
| Technische Verfügbarkeit der Flotte | 99,84 % |
Unter Berücksichtigung der technisch bedingten Off-Hire-Tage liegt die Einsatzbereitschaft
der Flotte bei annähernd 100 %. Sowohl planmäßige als auch außerplanmäßige Dockungen
sind im Berichtsraum nicht ausgeführt worden. Somit zeichnet sich die Flotte der HAMMONIA
Schiffsholding AG weiterhin durch eine sehr hohe technische Verfügbarkeit aus. Dieses
Ergebnis spiegelt den technisch einwandfreien Zustand der Schiffe, den hohen Ausbildungsgrad
der Mannschaften und die Qualität der technischen Bereederung wider.
In den folgenden Prognosen sind Annahmen enthalten, die auf Basis aller zum jetzigen
Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen worden sind. Sollten die
zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von
den erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr können wir für diese Angaben daher
nicht übernehmen. Die nachfolgenden Prognosen beziehen sich - soweit nicht anderweitig
angegeben - auf die nach dem Berichtsjahr folgenden zwölf Monate.
Für das laufende Jahr 2019 und für 2020 prognostiziert der IWF eine stabil bleibende
Wachstumsrate der Weltwirtschaft von rd. 3,5 % bzw. 3,6 % (im Vergleich vorläufiger
Wert 2018: 3,7 %). Es wird erwartet, dass speziell das Wirtschaftswachstum in den
Industriestaaten von 2,3 % im Jahr 2018 auf 2,0 % im Jahr 2019 und 1.7 % im Jahr 2020
sinken wird. Hinsichtlich des Welthandelsvolumens liegt die im Januar 2019 veröffentlichte
vorläufige Schätzung für das Berichtsjahr mit 4,0 % deutlich unter dem Vorjahr von
5,3 %. Für die Jahre 2019 und 2020 wird ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr von jeweils
4,0 % prognostiziert.
Die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft und des Welthandels ist unter anderem abhängig
von den Auswirkungen verschiedener politischer Ereignisse wie dem Vollzug des "Brexit"-Votums
in Großbritannien sowie den Auswirkungen eines sich abschwächenden Wachstums in China
und den weiteren handelsrelevanten Entscheidungen der US-Administration, die weiterhin
deutlich protektionistische Tendenzen erkennen lassen.
Die Aufliegerquote, d. h. der Anteil der unbeschäftigten Containerschiffskapazität,
lag am Ende des Jahres 2018 mit rd. 3,8 % (im Vergleich Ende 2017: 2,3 %) der Flotte
und 0,6 Mio. TEU (im Vergleich 2017: 0,4 Mio. TEU) deutlich über dem Jahresendniveaus
des Vorjahres. Jedoch ist das Gesamtorderbuch für Containerschiffe mit 12,3 %% bezogen
auf die fahrende Flotte weiterhin niedrig, so dass in Zukunft eine Abnahme der vorherrschenden
Überkapazitäten erwartet werden kann. Der Brancheninformationsdienst Alphaliner erwartet,
dass das Angebot an Containertonnage im Jahr 2019 um 3,5 %% und im Jahr 2020 um 3,3%
wachsen wird, verglichen mit 5,7 % Wachstum im Berichtsjahr. Die Wachstumsrate des
globalen Containerhandels wird von Alphaliner für das Jahr 2018 bei 4,0 % gesehen
und für das Jahr 2019 auf 4,0 % bzw. für das Jahr 2020 auf 4,1 % prognostiziert. Diese
Entwicklung würde möglicherweise zu einer Balance zwischen Angebot und Nachfrage in
den kommenden Jahren führen.
Auch wenn die fundamentalen Rahmenbedingungen weiterhin auf eine Erholung im Containermarkt
hindeuten, wird zunächst nur eine moderate Marktverbesserung für den Gesamtmarkt im
laufenden Jahr erwartet. Die gestiegene Aufliegerquote und die niedrige Verschrottungsaktivität
dürften die Charterratenerholung vorerst dämpfen. Es wird weiterhin erwartet, dass
der Kaskadeneffekt, der die Verdrängung von Schiffen durch größere, modernere Einheiten
auf andere Liniendienste beschreibt, im Jahr 2019 starken Einfluss nehmen wird. Allerdings
sind im Jahr 2018 keine Containerschiffe in den größeren Klassen von 4.000 - 9.999
TEU abgeliefert worden. Auch in den nächsten zwei bis drei Jahren werden keine Ablieferungen
in diesen Größenklassen erwartet. Es wurden im Jahr 2018 keine Neubestellungen von
Schiffen zwischen 3.000 bis 12.000 TEU platziert. Dies könnte dazu führen, dass die
kleineren Segmente unter 4.000 TEU weniger durch größere Einheiten ersetzt werden
und somit vom Kaskadeneffekt weniger beeinflusst werden. Günstig könnte sich ebenfalls
ein Verknappungseffekt beginnend im Jahr 2020 mit Umsetzung der IMO Regularien für
Schwefelemissionen auswirken. Ab dem Jahr 2020 darf weltweit nur noch Treibstoff verbrannt
werden, welcher einen Anteil von nicht mehr als 0,5 % Schwefel enthält oder dessen
Abgase durch eine Abgasreinigungsanlage (sog. Scrubber) von Schwefeloxiden (SOx) befreit
wird. Da der konforme Treibstoff (sog "Ultra-Low-Sulphur-Fuel-Oil (ULSFO)") teurer
ist, wird erwartet, dass Schiffe noch langsamerer fahren (sog. Slow-Steaming) um Treibstoff
zu sparen oder Schiffe aufgrund der Werftzeiten für Scrubbereinbauten (25 - 30 Tage)
nicht zur Verfügung stehen. Folglich vermindert sich die effektiv zur Verfügung stehende
Transportkapazität, was sich positiv auf den Chartermarkt auswirken könnte.
Mit der freien Liquidität aus dem Verkauf der drei 7.800 TEU Schiffe plant die HAMMONIA
Schiffsholding AG weitere Investitionen, wobei mit einer Beteiligung von 65 % an dem
M/S "HAMMONIA BALTICA" eine erste Investition im Februar 2019 getätigt wurde. Weiterhin
ist geplant, Darlehen für die Finanzierung von Schiffen zu nutzen, um der Situation
des nur begrenzt vorhandenen Eigenkapitals Rechnung zu tragen. Die Präferenz liegt
dabei auf sog. "Non-recourse"-Finanzierungen, so dass die HAMMONIA Schiffsholding
AG für Fremdfinanzierungen im besten Fall keine Haftung übernehmen muss, sondern nur
die jeweilige Schiffsgesellschaft.
Aufgrund der kleineren Flotte erwarten wir für das Gesamtjahr 2019 im Vergleich zum
Vorjahr insgesamt einerseits deutlich sinkende Umsatzerlöse für den Konzern der HAMMONIA
Schiffsholding AG, andererseits auch deutlich reduzierte Schiffsbetriebskosten. Per
Saldo rechnen wir mit einem deutlich niedrigeren Reedereiergebnis. Die Zinsaufwendungen
werden gegenüber dem Vorjahr aufgrund der geplanten Aufnahme von neuen Fremdfinanzierungen
erheblich ansteigen. Außerdem werden sich die planmäßigen Abschreibungen aufgrund
der kleineren Flotte deutlich vermindern. Weiterhin rechnen wir für 2019 mit einem
Wechselkurs von 1,20 EUR / USD und daher mit einem schwächeren USD-Jahresdurchschnittskurs
im Vergleich zum Niveau des Vorjahres bei rd. 1,18 EUR / USD. Auf dieser Basis erwarten
wir für das Gesamtjahr 2019 aus dem ordentlichen Geschäft, nach Abschreibungen, Zinsen
und Steuern ein ausgeglichenes bis leicht positives Konzernergebnis im unteren sechsstelligen
Bereich. Nicht planbare Kurs- und Sondereffekte, wie zum Beispiel im Zusammenhang
mit dem Ankauf oder Verkauf weiterer Schiffe, sind hierbei nicht berücksichtigt. Wir
gehen davon aus, dass das Ergebnis der HAMMONIA Schiffsholding im Jahr 2019 mehr von
Erträgen und Aufwendungen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit geprägt sein wird.
Hinsichtlich der Entwicklung der Finanzsituation sehen wir für das Jahr 2019 im Konzern
einen gegenüber dem Vorjahr deutlich verringerten Bestand an verfügbaren liquiden
Mitteln. Dies wird überwiegend auf den Cashflow aus Investitionstätigkeit zurückzuführen
sein, da geplant ist, einen Teil der frei verfügbaren Liquidität für Investitionen
in Schiffe zu verwenden.
Wir erwarten, dass die HAMMONIA Schiffsholding AG im laufenden Jahr leichte Beteiligungserträge
generieren wird. Da die Ertragslage der Holdinggesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr
von außergewöhnlichen Effekten gekennzeichnet gewesen ist, erwarten wir im Vergleich
zum Vorjahr insgesamt deutlich geringere Erträge und Aufwendungen und damit ein ausgeglichenes
bis leicht positives Ergebnis zwischen 0,0 und 0,5 Mio. EUR für das Jahr 2019, wobei
jedoch keine nicht planbaren Sondereffekte berücksichtigt sind.
Hinsichtlich der Entwicklung der Finanzsituation der Holdinggesellschaft erwarten
wir für das Jahr 2019 im Einklang mit den oben genannten Neuinvestitionen erhöhte
Abflüsse von liquiden Mitteln in Höhe von ca. 9,0 Mio. USD. Im Zuge des gewöhnlichen
Geschäftsbetriebs rechnen wir gegenüber dem Vorjahr mit sinkenden Zuflüssen von liquiden
Mitteln. In Summe gehen wir davon aus, dass die liquiden Mittel der Holdinggesellschaft
deutlich abnehmen werden. Durch die geplante Investitionstätigkeit der HAMMONIA Schiffsholding
AG wird das Anlagevermögen deutlich ansteigen. Zugleich gehen wir davon aus, dass
die Zahlungsfähigkeit der Holdinggesellschaft und der Bestand des Konzerns gesichert
sind, so dass von einer positiven Fortführung des Unternehmens ausgegangen werden
kann.
Ein systematisches und effizientes Risikomanagement stellt für den Vorstand der HAMMONIA
Schiffsholding AG eine sich ständig weiterentwickelnde Aufgabe dar. Der Konzern verfügt
über ein gut ausgebautes EDV-gestütztes Risikomanagementsystem. Die integralen Bestandteile
und Ziele des Systems sind sowohl die systematische Risikoidentifikation und Risikobewertung
als auch Maßnahmen zur Vermeidung, Verminderung und Begrenzung von Risiken. Besonderes
Augenmerk liegt hierbei auf der Früherkennung bestandsgefährdender Risiken.
Die Bewertung der Risiken wird nach einer einheitlichen Skalierung vorgenommen. Die
Überwachung der Risiken erfolgt insbesondere durch die Identifizierung und Bewertung
von Risikotreibern. Diese stellen Frühwarnindikatoren und Einflussgrößen für die Eintrittswahrscheinlichkeit
und das Schadenspotenzial der identifizierten Risiken dar. Die Risikosteuerung ist
eine laufende Aufgabe, deren inhaltliche Gestaltung in der Verantwortung der Risikoverantwortlichen
und der Unternehmensführung liegt. Durch ein Risikoreporting wird der Vorstand regelmäßig
über die Entwicklung der Risikosituation des Konzerns unterrichtet.
Das Management der mit dem Schiffsbetrieb und der Finanzierung der Schiffe zusammenhängenden
Risiken liegt in der Verantwortung der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, die alle Schiffe
der HAMMONIA Schiffsholding AG bereedert. Die Risikoüberwachung sowie die aktien-
und kapitalmarktrechtliche Betreuung leistet neben dem Vorstand ebenfalls die HAMMONIA
Reederei GmbH & Co. KG.
Folgende Hauptrisikogruppen werden im Rahmen des Risikomanagementsystems abgebildet:
Der Konzern erzielt Einkünfte aus dem Betrieb von Schiffen. Daraus resultieren im
Wesentlichen folgende Einzelrisiken:
Die aus der Vercharterung der Schiffe erzielten Erlöse decken nicht die Schiffsbetriebskosten,
den Kapitaldienst oder ermöglichen keine angemessene Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals.
Das M/S "HAMMONIA BEROLINA" ist von der weltgrößten Containerschiffsreederei Maersk
Line A/S bzw. einer ihrer Tochtergesellschaften bis mindestens Januar 2021 mit einer
auskömmlichen Charterrate fest eingechartert.
Die vertraglich vereinbarten Chartern laufen aus ohne eine adäquate Folgebeschäftigung
(sogenanntes Charteranschlussrisiko).
Von hoher Bedeutung für die Branche ist die von der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation
(International Maritime Organization (IMO)) beschlossene Obergrenze für den Schwefelgehalt
von Abgasen, die zum 1. Januar 2020 in Kraft tritt. Die neue Grenze in Höhe von maximal
0,5 % (zuvor 3,5 %) Schwefelgehalt ist in der Praxis durch den Einsatz vergleichsweise
hochpreisigen niedrigschwefeligen Treibstoffes ("ULSFO") oder - bei fortgesetzter
Verwendung von hochschwefeligem Treibstoff - durch einen kostenintensiven Einbau eines
Abgaswäschers ("Scrubber") zu erreichen. Die Schiffe der HAMMONIA Schiffsholding AG
besitzen keine Scrubber und könnten unattraktiver für Linienreedereien zum Einchartern
werden.
Die Schiffe der HAMMONIA Schiffsholding AG sind mittelfristig an einen renommierten
Vertragspartner verchartert (vgl. hierzu den vorherigen Abschnitt).
Die Charterer der Schiffe werden illiquide und / oder zahlen die vereinbarten Charterraten
nicht vertragsgemäß.
Die von der IMO beschlossene Obergrenze für den Schwefelgehalt von Abgasen, die zum
1. Januar 2020 in Kraft tritt, wird beträchtliche Einfluss auf die Kostenstruktur
der Linienreedereien haben. Die Verwendung von ULSFO dürfte erhebliche Auswirkungen
auf die Reisekalkulationen der Linienreeder bewirken, zumal nicht einzuschätzen ist,
in welchem Umfang Preiserhöhungen an die Kunden durchgereicht werden können.
Darüber hinaus tritt im Jahr 2019 eine neue Bilanzierungsrichtlinie (IFRS 16) in Kraft,
die starken Einfluss auf die Bilanzierung von Leasingverhältnissen haben wird. Diese
wird sich verschieden stark auf finanzielle Leistungsindikatoren der Linienreedereien
auswirken und die Attraktivität am Fremd- und Eigenkapitalmarkt möglicherweise beeinflussen.
Folglich ergäbe sich hieraus für die Charterer ein erhöhtes Finanzierungsrisiko, welches
sich auf die Bonität auswirken könnte.
Das M/S "HAMMONIA BEROLINA" ist von der weltgrößten Containerschiffsreederei Maersk
Line A/S bzw. einer ihrer Tochtergesellschaften bis mindestens Januar 2021 fest eingechartert.
Hier ist es in der Vergangenheit zu keinen Verzögerungen bei der Zahlung der Charterraten
gekommen und die Holding A.P. Møller-Mærsk A/S verfügte zum Bilanzstichtag über ein
Investmentgrade Rating. Auch gibt es derzeit keinerlei Anhaltspunkte, dass sich die
Bonität des Charterers substanziell verschlechtert hat oder in absehbarer Zeit verschlechtern
wird.
Die Finanzierungsrisiken ergeben sich im Wesentlichen aus folgenden Einzelrisiken:
Aus dem Betrieb der Schiffe werden ausschließlich USD-Einkünfte erzielt. Teile der
Schiffsbetriebs- und der Verwaltungskosten fallen jedoch in EUR an. Aus diesem Grund
betreibt die HAMMONIA Schiffsholding AG zur Verminderung von Währungs- und Zinsänderungsrisiken
ein aktives Zins- und Währungsmanagement. Dabei werden die Schiffe weitestgehend währungskongruent
finanziert und verbleibende Wechselkursrisiken, soweit entsprechende Zahlungsvorgänge
schon feststehen, abgesichert.
Zur Finanzierung der Schiffe wird auch Fremdkapital eingesetzt. Das Zinsänderungsrisiko
wird durch den Abschluss derivativer Zinssicherungsgeschäfte teilweise begrenzt. Für
den nicht über langfristige Zinsfestschreibungen oder den Abschluss derivativer Zinssicherungsgeschäfte
abgesicherten Teil der Fremdfinanzierung besteht ein Zinsänderungsrisiko. Selbiges
besteht auch für übersicherte Fremdfinanzierungen welche sich aus Sondertilgungen
ergeben können.
Die Finanzierungskonditionen sind grundsätzlich für die gesamte Vertragslaufzeit festgeschrieben.
Bei der Verletzung bestimmter vertraglicher Auflagen hat die finanzierende Bank die
Möglichkeit, die Finanzierungskonditionen nachzuverhandeln bzw. das Recht, die Zinsen
zu erhöhen oder das Darlehen fällig zu stellen. Das Finanzierungsänderungsrisiko wird
insbesondere dann immanent, wenn eine Schiffsgesellschaft den vereinbarten Schuldendienst
nicht mehr leisten kann. Zur Risikominimierung finden -insbesondere bei sich abzeichnenden
Liquiditätsengpassen - regelmäßig und frühzeitig aktive Verhandlungen mit den Finanzierungspartnern
statt.
Im Falle des M/S "SAXONIA" konnte die betreffende Schiffsgesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen
gegenüber den Gläubigern nicht mehr nachkommen und es musste folglich Insolvenz angemeldet
werden. Das Insolvenzverfahren wurde bereits am 01.10.2017 eröffnet. Die Insolvenz
hat keine unmittelbare finanzielle Auswirkung auf den Bestand der HAMMONIA Schiffsholding
AG.
Auf Holding-Ebene bestanden zum Bilanzstichtag des Vorjahres noch kreditähnliche Zahlungsversprechen
in Höhe von rund 14,3 Mio. EUR mit einer Fälligkeit bis Ende 2018. Die Rückführung
durch die Veräußerung der 7.800 TEU Schiffe ist im vierten Quartal erfolgreich geschehen,
so dass sich in diesem Zusammenhang keine Refinanzierungsrisiken ergeben. Es verbleiben
lediglich die aufschiebend bedingten Besserungsscheine der Banken in Höhe von 8,0
Mio. USD ohne festen Rückzahlungstermin. Ein auf dem Bilanzgewinn der AG basierendes
Risiko wurde bereits in Höhe von 3,2 Mio. EUR im Abschluss berücksichtigt.
Die Schiffe werden im Betrieb stark beschädigt, sinken oder verursachen Schäden bei
Dritten.
Zur Abdeckung der typischen Risiken aus dem Betrieb von Seeschiffen, einer starken
Beschädigung, einem Untergang eines Schiffes oder verursachte Schäden an Dritten wird
durch den Bereederer ein adäquater und marktüblicher Versicherungsschutz mit entsprechenden
Selbstbehalten unterhalten.
Neben den dargestellten spezifischen Risiken aus dem Schiffsbetrieb unterliegt der
Konzern auch unternehmensbezogenen Risiken. Hierbei sind für den Erfolg des Konzerns
die Qualität des Managements und wichtiger Dienstleister sowie die Reputation bei
Investoren, Geschäftspartnern und Marktbeobachtern maßgeblich. In diesem Zusammenhang
hat sich der Konzern durch die langjährige Bestellung des Vorstands und der Prokuristen
abgesichert. Wichtige operative und administrative Funktionen werden von qualifizierten
und erfahrenen Dienstleistern auf der Grundlage von langfristig geschlossenen Serviceverträgen
erbracht.
Teilweise haben sich die genannten Risiken materialisiert, wie z. B. im Falle der
Insolvenz der Schiffsgesellschaft für das M/S "SAXONIA" sowie im Zusammenhang mit
der Finanzierung für das M/S "HAMMONIA ROMA", was zum Verkauf des Schiffes geführt
hat. Durch die mit der Bank geschlossene Liquidationsvereinbarung wurde das Risiko
einer Folgeinsolvenz der Schiffsgesellschaft minimiert. Allerdings hatte weder die
Insolvenz beim M/S "SAXONIA" noch das Scheitern der Restrukturierung im Zusammenhang
mit dem M/S "HAMMONIA ROMA" für die HAMMONIA Schiffsholding AG existenzbedrohende
Folgen. Darüber hinaus konnten die auf Holding-Ebene bestehenden Zahlungsversprechen
in voller Höhe durch den Verkauf der drei 7.800 TEU Schiffe im Jahr 2018 ausgeglichen
werden.
Somit konnte das finanzierungsbedingte Risikoprofil der HAMMONIA Schiffsholding AG
stark entschärft werden und ein kurz- bis mittelfristiger Fortbestand der Gesellschaft
ist vom Marktgeschehen weitgehend unabhängig gesichert.
Mittel- bis langfristig bestehen weiterhin Risiken im Zusammenhang mit der Umsetzung
eines nachhaltigen Geschäftsmodells und der Unternehmensfortsetzung. So sind für den
Fortbestand die Erschließung von Kapitalquellen und die Anbindung geeigneter Projekte
notwendig. Inwiefern die zukünftigen Bedingungen am Kapital- und Schiffsmarkt dies
zulassen und welche Risiken im Rahmen neuer Investitionen eingegangen werden müssen
bleibt abzuwarten.
Der von der Shanghai Shipping Exchange publizierte "SCFI Comprehensive Index", der
die Frachtraten auf wesentlichen Routen der Containerschifffahrt abbildet, notiert
zum 31.12.2018 verbessert bei 864 (Vorjahr: 742) Punkten.
Die positive Entwicklung bei den Linienreedern führt zum einen zu einer besseren Bonität
bei den Charterern und zum anderen zu einer höheren Nachfrage bei Containertonnage.
Letzteres unterstützt die Erholung auf dem Chartermarkt und führt zu höheren Einnahmen
durch steigende Charterraten. Erste Anzeichen für einen Aufwärtstrend des Chartermarkts
für Containerschiffe konnten im ersten Halbjahr des Berichtsjahres beobachtet werden.
In einem steigenden Markt könnte die Gesellschaft von gestiegenen Schiffsmarktwerten
profitieren.
Durch einen sich normalisierenden Markt und stabile Renditen können sich Wertzuwächse
bei der derzeitigen Flotte sowie weitere interessante Investitionsmöglichkeiten ergeben.
Unbestritten war die Marktentwicklung der Containerschifffahrt in den letzten Jahren
alles andere als zufriedenstellend. Allerdings war die Containerschifffahrt in den
Jahrzehnten zuvor eine stabile und gewinnbringende Anlageklasse. Gesetzt den Fall,
dass die Fehler der letzten Jahre überwunden und auf Sicht nicht wiederholt werden,
hat die Containerschifffahrt attraktive Merkmale: Trotz wachsender Automatisierung
und steigendem Einsatz von 3D-Druckern werden weiterhin Güter jeglicher Art auf dem
Seeweg in erheblichem Umfang transportiert werden müssen, die Asset-Preise sind -
im Gegensatz zu Immobilien - auf einem historisch niedrigen Niveau, der Betrieb von
Schiffen wird steuerlich begünstigt (sog. "Tonnagesteuer") und im Gegensatz zu Bargeld
und Anleihen sind Schiffe als sog. "Real Assets" besser gegen Inflation geschützt.
Sollte aus den oben genannten und anderen Gründen das Interesse an Schiffsinvestitionen
in Deutschland steigen, wäre das eine große Chance auf Wachstum für die HAMMONIA Schiffsholding
AG.
Aufgrund der Verflechtungen der HAMMONIA Schiffsholding AG mit den Konzerngesellschaften
treffen die im Abschnitt "Prognose-, Risiko- und Chancenbericht" getroffenen Aussagen
auch auf die Muttergesellschaft zu. Dies gilt auch für die getroffenen Annahmen und
Prämissen.
Die Ertragslage der HAMMONIA Schiffsholding AG stellt sich wie folgt dar:
| In TEUR | 1.1.-31.12.2018 | 1.1.-31.12.2017 | Veränderung |
| Umsatzerlöse | 106 | 129 | -23 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4.786 | 6.473 | -1.687 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -3.844 | -608 | -3.236 |
| Erträge aus Beteiligungen | 20 | 117 | -97 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 21 | 0 | 21 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0 | -13 | 13 |
| Jahresüberschuss | 1.089 | 6.098 | -5.009 |
Die Ertragslage der HAMMONIA Schiffsholding AG ist im Geschäftsjahr 2018 im Wesentlichen
durch Zuschreibungen auf Finanzanlagen und die Bildung einer Rückstellung für aufschiebend
bedingte Verbindlichkeiten aus Besserungsscheinen gekennzeichnet.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 4.786 TEUR betreffen im Wesentlichen
Zuschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 4.485 TEUR.
Im Berichtszeitraum fielen sonstige betriebliche Aufwendungen von insgesamt 3.844
TEUR an. Diese betreffen im Wesentlichen die Bildung einer Rückstellung für bedingte
Verbindlichkeiten aus Besserungsscheinen in Höhe von 3.209 TEUR und Kursverluste in
Höhe von 305 TEUR.
Die Beteiligungserträge betreffen Ausschüttungen aus einer Mehrheitsbeteiligung an
einer Schifffahrtsgesellschaft.
Insgesamt ergab sich im Berichtszeitraum ein Jahresüberschuss von 1.089 TEUR (im Vorjahr:
6.098 TEUR).
Die Finanzlage der HAMMONIA Schiffsholding AG kann mit Hilfe einer Kapitalflussrechnung
veranschaulicht werden. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet dabei zwischen Zahlungsströmen
aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der Investitions- und Finanzierungstätigkeit.
| In TEUR | 1.1.-31.12.2018 | 1.1.-31.12.2017 | Veränderung |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 951 | -58 | 1.009 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | 21.400 | -272 | 21.672 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -14.297 | 0 | -14.297 |
| Zahlungswirksame Veränderungen der liquiden Mittel | 8.054 | -330 | 8.384 |
| Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel | -90 | -231 | 141 |
| Liquide Mittel am Anfang der Periode | 2.504 | 3.065 | -561 |
| Liquide Mittel am Ende der Periode | 10.468 | 2.504 | 7.964 |
Die Ermittlung der Kapitalflussrechnung erfolgte nach dem Deutschen Rechnungslegung
Standard 21 des Deutsches Rechnungslegungs Standards Committee e.V. (DRSC).
Die Ermittlung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten
Methode. Im Berichtszeitraum weist die HAMMONIA Schiffsholding AG einen Cashflow aus
laufender Geschäftstätigkeit von 951 TEUR aus.
Der positive Cashflow aus der Investitionstätigkeit des Geschäftsjahres resultiert
im Wesentlichen aus der Rückzahlung von Kommanditkapital durch drei Schifffahrtsgesellschaften
aufgrund ihres Verkaufs der Containerschiffe.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrifft die Rückzahlung sämtlicher Darlehensverbindlichkeiten
der Gesellschaft.
Insgesamt beliefen sich die zahlungswirksamen Veränderungen der liquiden Mittel auf
8.054 TEUR. Unter Berücksichtigung währungsbedingter Veränderungen der liquiden Mittel
sowie der liquiden Mittel zu Beginn der Periode ergibt sich zum Ende des Geschäftsjahres
2018 ein Bestand an liquiden Mitteln von 10.468 TEUR (im Vorjahr: 2.504 TEUR).
Die Vermögenslage der HAMMONIA Schiffsholding AG stellt sich wie folgt dar:
|
|
31.12.2018 | 31.12.2017 | Veränderung | ||
|
|
in TEUR | % | in TEUR | % | in TEUR |
| Vermögen |
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|
|
| - Anlagevermögen | 2.244 | 18 | 19.137 | 84 | -16.893 |
| - Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 44 | 0 | 1.160 | 5 | -1.116 |
| - Liquide Mittel | 10.468 | 82 | 2.504 | 11 | 7.964 |
| - Rechnungsabgrenzungsposten | 27 | 0 | 19 | 0 | 8 |
|
|
12.783 | 100 | 22.820 | 100 | -10.037 |
| Kapital |
|
|
|
|
|
| - Eigenkapital | 9.473 | 74 | 8.383 | 37 | 1.090 |
| - Rückstellungen | 3.269 | 26 | 85 | 0 | 3.184 |
| - Verbindlichkeiten | 41 | 0 | 14.352 | 63 | -14.311 |
|
|
12.783 | 100 | 22.820 | 100 | -10.037 |
Das Anlagevermögen der Gesellschaft umfasst zum Bilanzstichtag im Wesentlichen Finanzanlagen,
die die Beteiligungen an Einschiffsgesellschaften in der Rechtsform einer GmbH & Co.
KG und deren Komplementärgesellschaften betreffen (insgesamt 2.237 TEUR). Das Finanzanlagevermögen
verminderte sich durch Rückzahlungen von Kommanditkapital aus drei Tochtergesellschaften
und erhöhte sich durch Zuschreibungen auf drei Beteiligungen an Schiffsgesellschaften.
Die Bilanz der HAMMONIA Schiffsholding AG weist zum Abschlussstichtag ein Eigenkapital
in Höhe von 9.473 TEUR aus, welches sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von
7.639 TEUR, den Kapitalrücklagen in Höhe von 744 TEUR, der gesetzlichen Rücklage von
20 TEUR sowie eines Bilanzgewinnes von 1.070 TEUR zusammensetzt. Der Anstieg gegenüber
dem Vorjahr beruht auf dem Jahresüberschuss in Höhe von 1.090 TEUR.
Der Anstieg der Rückstellungen resultiert aus der Bildung einer Rückstellung für bedingte
Verbindlichkeiten aus Besserungsscheinen.
Die Verbindlichkeiten der HAMMONIA Schiffsholding AG haben sich gegenüber dem Vorjahr
aufgrund der vollständigen Rückzahlung ihrer verschiedenen Darlehensverbindlichkeiten
um insgesamt 14.311 TEUR vermindert. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HAMMONIA
Schiffsholding AG ist insgesamt als geordnet anzusehen.