![]() HAMMONIA Schiffsholding AGHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019EckdatenSchiffsportfolioscroll
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Die betreffende Schiffsgesellschaft ist seit dem 01.10.2017 insolvent Finanzkennzahlenscroll
1 Begrüßung Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, das Jahr 2019 war geprägt durch eine dynamische Entwicklung der für uns relevanten
Märkte, aber auch durch eine Weiterentwicklung der langfristigen Aufstellung der Gesellschaft. Der Markt für Containerschiffe ist weiterhin durch Überkapazitäten gekennzeichnet.
Die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China belasten den Welthandel weiter
und haben das Wachstum in 2019 bereits deutlich gebremst. Dennoch entwickelte sich
die Nachfrage positiv, basierend auf einem Wachstum der Weltwirtschaft in 2019 von
knapp 3 %. Dem stand ein Flottenwachstum von rund 4 % netto gegenüber, das sich aus
4,5 % Neubauablieferungen weiter überwiegend sehr großer Einheiten und rund 0,5 %
Verschrottung kleinerer Tonnage (200 Einheiten mit durchschnittlich 1.750 TEU) zusammensetzt.
Damit sind weiter Überkapazitäten und Kaskadeneffekte die wesentlichen Determinanten
für das Marktgleichgewicht, mit anderen Worten können wir auch weiterhin Grenzkostenpreise
und Konsolidierungsdruck erwarten. Eine kurzfristige Entlastung auf der Angebotsseite brachte die zum 1. Januar 2020
geltende Beschränkung der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) zur Verbrennung
von schwefelhaltigem Brennstoff. Eine erhebliche Zahl von größeren Schiffen wurde
mit Abgaswaschanlagen (Scrubbern) ausgerüstet. Dadurch wurden diese Schiffe für rund
zwei Monate aus dem Markt genommen, was sicherlich auch zur positiven Entwicklung
der Charterraten im zweiten Halbjahr 2019 beigetragen hat. Die Umbauaktivitäten werden
u.E. auch in 2020 noch Kapazitäten binden und so einen positiven Markteinfluss haben. Dieser verhalten optimistische Ausblick zum Ende des Berichtsjahres muss jedoch angesichts
der Auswirkungen der Covid-19 Pandemie deutlich korrigiert werden. Kurzfristig ist
ein dramatischer Einbruch der Transportnachfrage zu beobachten, der die großen Linienreedereien
belasten wird. Zunächst war in China die Logistik für die Lieferung der Produkte zusammengebrochen.
Nach einer kurzen Erholung beobachten wir jetzt einen Einbruch der Konsumgüternachfrage
in den USA und Europa. Kurzfristig wird dies die Charterraten beeinträchtigen. Der
Ausbruch der Pandemie dürfte die Strukturen der Globalisierung nachhaltig verändern.
Noch ist es zu früh für eine fundierte Prognose, wie sich dies auf die Gesellschaft
auswirken wird. 2019 konnten Mehrheitsbeteiligungen an der Baltica (2.800 TEU) und der Lutetia (3.100
TEU) erworben und die Umfinanzierung der Berolina (2.500 TEU) umgesetzt werden. Durch
die Vorrangstellung der Gesellschaft im Eigenkapital dieser neuen Beteiligungen entsteht
ein solider Risikopuffer gegen Marktwertschwankungen, der im Fall der Baltica durch
weitere bestehende Garantien der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG auch die Schuldendienstfähigkeit
sichert, falls die Pooleinnahmen nicht hinreichend sein sollten. Zudem konnte in 2019 ein erster Besserungsschein für eine Zahlung von knapp 10 %
indirekt erworben werden, der mittlerweile in der Gesellschaft aufgegangen ist. Die
Besserungsscheine sind das letzte Element der Restrukturierung von 2015. Wir streben
weiterhin auch den Ankauf der verbliebenen Besserungsscheine an, sofern dies zu einem
ähnlichen Preis möglich wird. Bis dahin erscheint die Zahlung einer Dividende für
die meisten Aktionäre wenig attraktiv. Entsprechend wird der Fokus der Aktivitäten auch weiterhin auf nachhaltig werterhöhenden
Investitionen unter Wahrung der Solvenz der Gesellschaft liegen. Zudem bleibt die
mögliche Erschließung neuer Handelsplätze für Kapital ein Thema. Nicht zuletzt bleibt
auch die weitere Reduzierung der Verwaltungskosten im Fokus. Diese Maßnahmen dienen
alle zur langfristig nachhaltigen Wertentwicklung, die sich losgelöst von kurzfristigen
Bilanzeffekten im Preis der Aktie widerspiegeln sollte. Ich hoffe, dass Sie, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, die HAMMONIA Schiffsholding
AG auch weiterhin mit Ihrer Beteiligung unterstützen werden. Mit freundlichen Grüßen Hamburg, den 22. April 2020 Dr. Karsten Liebing Vorstand 2 Aktie Die Aktie der HAMMONIA Schiffsholding AG ist in der Mittelstandsbörse Deutschland
am Börsenplatz Hamburg gelistet. Der Aktienkurs zeigte in diesem Berichtsjahr eine verhältnismäßig wenig volatile
Entwicklung in einem Kurskorridor um die Kursmarke von 40,00 EUR herum. Der Anfangskurs
mit 49,60 EUR lag mit ca. 21 % über dem Schlusskurs von 41,00 EUR. Insofern kehrte
sich der positive Trend aus dem Vorjahr um und führte zu einer letztendlich negativen
Entwicklung des Aktienkurses. Bemerkenswert ist, dass die Aktie am Ende des dritten
Quartals des Berichtsjahres ihr Hoch am 20.09.2019 bei 55,50 EUR erreichte, allerdings
im vierten Quartal das positive Momentum verlor und recht zügig unter den Jahresanfangskurs
fiel. Das Jahrestief mit 29,00 EUR erreichte die Aktie schon am 25.03.2019 im ersten
Quartal mit einer anschließenden Erholungsphase, welche bis in das dritte Quartal
hineinreichte. Die Ad-hoc-Meldung vom 29.11.2019 im Zusammenhang mit den Besserungsscheinen
hatte augenscheinlich keinen wesentlichen Einfluss auf die Kursentwicklung der Aktie. Die Aktien der HAMMONIA Schiffsholding AG werden seit dem 31.12.2014 nicht mehr im
regulierten Markt, sondern im Freiverkehr gehandelt. Deswegen gelten nur noch die
vergleichsweise hohen Meldeschwellen des Aktiengesetzes, weshalb der HAMMONIA Schiffsholding
AG keine detaillierten Informationen zur Aktionärsstruktur vorliegen. Allerdings geht
der Vorstand weiterhin davon aus, dass die Aktien der Gesellschaft überwiegend von
langfristig orientierten institutionellen Investoren gehalten werden. Der größte Aktionär
ist nach dem derzeitigen Kenntnisstand des Vorstands die HAMMONIA Reederei GmbH &
Co. KG mit einem Anteil von ca. 40 %. Die HAMMONIA Schiffsholding AG hält keine eigenen
Aktien. Kursentwicklung der HAMMONIA Schiffsholding AG![]() Relative Kursentwicklung der HAMMONIA Schiffsholding AG im Vergleich zu ausgewählten Aktienindizes![]() Basisdaten zur Aktiescroll
Aktienkurse im Berichtsjahrscroll
3 Lagebericht3.1 Grundlagen des Unternehmens3.1.1 Historie Die HAMMONIA Schiffsholding AG wurde im Jahr 2007 als HCI HAMMONIA SHIPPING AG von
der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG und der HCI Capital AG (heute Ernst Russ AG) initiiert.
Bis zum 30. Dezember 2014 war die Gesellschaft an der Hanseatischen Wertpapierbörse
Hamburg im Regulierten Markt notiert. Seit dem 31. Dezember 2014 ist die Aktie im
Segment Mittelstandsbörse der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg notiert. Mit Wirkung
vom 14. Juli 2017 wurde die HCI HAMMONIA SHIPPING AG in HAMMONIA Schiffsholding AG
umbenannt. Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2019 werden die Geschäftsberichte auf Basis
des Einzelabschlusses der Gesellschaft erstellt (gem. HGB § 293 Größenabhängige Befreiungen). 3.1.2 Allgemeines Die Tätigkeit der Gesellschaft ist auf den Erwerb, das aktive Management und die
Veräußerung von Beteiligungen an Schiffsgesellschaften ausgerichtet. Die HAMMONIA Schiffsholding AG steuert als geschäftsführende Holding die einzelnen
Schiffsinvestments der jeweiligen Tochtergesellschaften. Die Tochtergesellschaften
in der Rechtsform "GmbH & Co. KG" sind Einschiffsgesellschaften und zivilrechtlich
die Eigentümer und Betreiber einzelner Schiffe. Des Weiteren ist die HAMMONIA Schiffsholding
AG bislang an den jeweiligen Komplementärgesellschaften, in der Rechtsform "GmbH",
der Schiffsgesellschaften als Alleingesellschafterin beteiligt. Diese Struktur erlaubt
die Nutzung der steuerlich vorteilhaften Gewinnermittlungsmethode nach § 5a EStG (sog.
"Tonnagesteuer"). In der HAMMONIA Schiffsholding AG sind keine Mitarbeiter angestellt. Die Bereitstellung
sämtlicher Dienstleistungen erfolgt durch externe Dienstleister. Die HAMMONIA Reederei
GmbH & Co. KG übernimmt alle Aufgaben im Zusammenhang mit dem laufenden Betrieb sämtlicher
Schiffe der Schiffsgesellschaften. 3.1.3 Steuerungssystem Die Steuerung der Unternehmensgruppe basiert auf einem einheitlichen und methodischen
Vorgehen. Dabei werden unterschiedliche finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
in den Fokus gestellt. Die Prognoserechnungen der Schiffsgesellschaften werden dem Vorstand und dem Aufsichtsrat
regelmäßig auf aggregierter Basis zur Verfügung gestellt, wobei die Veränderungen
des Betriebskapitals je Schiff in die konsolidierte Rechnung einfließen. Die operative
Steuerung der Unternehmensgruppe erfolgt auf Basis des operativen Gesamtergebnisses
der Schiffsflotte sowie der Chartereinnahmen pro Tag. Aufgrund der derzeitigen Lage an den internationalen Containerschiffsmärkten und
der daraus resultierenden Auswirkungen auf die HAMMONIA Schiffsholding AG ist derzeit
oberstes Ziel, die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft und in den einzelnen Schiffsgesellschaften
jederzeit sicherzustellen, so dass bis auf weiteres die Liquiditätsentwicklung die
entscheidende Steuerungsgröße darstellt, unter Berücksichtigung der bestehenden Zahlungsgarantien
der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG. Für Neuinvestitionen wird ein ausgewogenes Rendite-Risiko-Profil angestrebt. Die
Möglichkeit eines Totalverlustes soll minimiert werden und andererseits soll eine
Partizipation an einer Markterholung ermöglicht werden. Die technische Verfügbarkeit der Schiffe in der HAMMONIA Schiffsholding AG Flotte
stellt einen entscheidenden nichtfinanziellen Leistungsindikator dar. 3.2 Wirtschaftsbericht3.2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen In der aktuellen Ausgabe des World Economic Outlook vom Januar 2020 schätzt der Internationale
Währungsfonds (IWF) für das Jahr 2019 ein Weltwirtschaftswachstum von 2,9 %. Dabei
liegen die Erwartungen für das Wachstum in den Industriestaaten bei 1,6 %. Für die
Entwicklungs- und Schwellenländer wird für 2019 mit einem Wirtschaftswachstum von
3,7 % gerechnet. Die Schifffahrt ist in hohem Maße von der Weltwirtschaft abhängig. Insbesondere die
Entwicklung des internationalen Handelsvolumens beeinflusst die wirtschaftliche Entwicklung
innerhalb der Branche. Hinsichtlich des Welthandelsvolumens liegt die im Januar 2020
veröffentlichte vorläufige Schätzung für das Berichtsjahr mit 1,0 % signifikant unter
der Prognose vom Januar 2019 (4,0 %). Dabei liegen die Erwartungen in den Industriestaaten
bei 1,3 % und in den Entwicklungs- und Schwellenländern für 2019 bei sehr schwachen
0,4 %. Das zuletzt deutlich schwächer prognostizierte Wachstum des Welthandels im
Berichtsjahr reflektiert insbesondere geopolitische Spannungen sowie andauernde Handelsstreitigkeiten
zwischen den USA und China. Die weltweite Flotte der Containerschiffe ist im Berichtsjahr um ca. 4,0 % gewachsen.
Diese umfasst nunmehr 5.337 Einheiten mit einer Gesamtkapazität von rd. 23,2 Mio.
TEU (Stand: 31.12.2019, Alphaliner). So sind aufgrund der hohen Orderaktivität der
internationalen Linienreeder im Berichtsjahr 148 Containerschiffe mit einer Ladekapazität
von rd. 1,06 Mio. TEU neu abgeliefert worden. Gegenläufig wirkte die Verschrottung von 114 im Durchschnitt 23 Jahre alten Containerschiffen
mit einer Kapazität von 0,2 Mio. TEU. Dies entspricht fast einer Verdopplung der Verschrottungsaktivität
im Vergleich zum Vorjahr 2018. Der erzielbare Schrottpreis im Jahr 2019 lag bei rd.
400 USD/ldt und blieb damit konstant auf relativ hohem Niveau. Auch im Jahr 2019 konzentrierten sich die neu abgelieferten Schiffe deutlich in den
größeren Schiffssegmenten. 23 Schiffe mit einer Größe von 12.500 - 18.000 TEU und
23 Schiffe über 18.000 TEU mit einer Gesamtkapazität von insgesamt 0,8 Mio. TEU entsprachen
im Berichtszeitraum ca. 78 % der neu in Fahrt gesetzten Tonnage. Über den Kaskadeneffekt,
d.h. die Verdrängung von kleineren Schiffen aus ihren angestammten Verkehren durch
die jeweils nächstgroße Schiffsklasse, belasten die Ablieferungen der Großcontainerschiffe
weiterhin auch den Markt für kleinere Containerschiffe, obwohl im Jahr 2019 keine
Schiffe in den Segmenten zwischen 4.000 - 10.000 TEU abgeliefert wurden. Die Aufliegerquote, d.h. der Anteil der unbeschäftigten Containerschiffskapazität
sowie der inaktiven Containerschiffe, schwankt zwar im Laufe des Jahres saisonal bedingt,
zeigte sich im Jahr 2019 aber durchaus volatil. So reduzierte sich die Aufliegerquote
von Ende des Jahres 2018 mit rd. 2,8 % der Flotte (sowie 0,6 Mio. TEU) bis Jahresmitte
auf 1,5 % der Flotte (sowie 0,3 Mio. TEU). Danach erhöhte sich die Aufliegerquote
kontinuierlich bis Ende des Jahres 2019 auf rd. 5,9 % der Flotte (sowie 1,4 Mio. TEU)
und endete damit deutlich über dem Jahresendniveau des Vorjahres. Von hoher Bedeutung für die Containerschifffahrt im Jahr 2019 war und ist weiterhin
die von der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) beschlossene Obergrenze
für den Schwefelgehalt von Abgasen, die zum 1. Januar 2020 in Kraft trat ("IMO 2020
Schwefellimit"). Das neue Limit in Höhe von maximal 0,5 % (zuvor 3,5 %) Schwefelgehalt
ist in der Praxis allein durch den Einsatz vergleichsweise teureren niedrigschwefeligen
Treibstoff (Low-Sulphur-Fuel-Oil, "LSFO") oder - bei fortgesetzter Verwendung von
hochschwefeligem Treibstoff (High-Sulphur-Fuel-Oil, "HSFO") - durch eine aufwändige
Abgasnachbehandlung zu erreichen. Die Verwendung von LSFO hat erhebliche Auswirkungen
auf die Reisekalkulationen der Linienreeder, sofern Preiserhöhungen nicht vollumfänglich
an die Kunden durchgereicht werden können. Erheblichen Einfluss auf den Chartermarkt
hatten Schiffe, die aufgrund von Scrubber-Einbauten signifikante Perioden (50-90 Tage)
in Werften verbrachten. Es wird angenommen, dass ein Großteil der inaktiven Flotte
im zweiten Halbjahr 2019 effektiv nicht zur Vercharterung oder als Transportkapazität
zur Verfügung stand. Der Chartermarkt für Containerschiffe wies im Jahr 2019 einen Aufwärtstrend auf,
obwohl er im vierten Quartal 2019 negative Impulse verkraften musste. So stiegen z.B.
die Charterraten für 2.500 TEU Containerschiffe zum Dezember 2019 auf 10.000 USD/Tag
(Vorjahreswert 9.500 USD/Tag). Die Charterraten der ehemaligen auf die Größe des Panamakanals
optimierten Schiffe mit einer Kapazität von 4.000 - 5.000 TEU stiegen zum Dezember
2019 auf rd. 13.500 USD/Tag (Vorjahreswert 9.500 USD/Tag). Die Charterraten für 8.500
TEU Containerschiffe steigerten sich am deutlichsten auf 30.000 USD/Tag zum Dezember
2019 von rd. 13.000 USD/Tag im Dezember 2018. 3.2.2 Geschäftsverlauf Am 21. Februar 2019 hat sich die Gesellschaft im Rahmen einer Kapitalerhöhung mit
4,5 Mio. USD und einer Beteiligungsquote von 65 % an der M/S "HAMMONIA BALTICA" Schiffahrts
GmbH & Co. KG beteiligt. Die Beteiligung ist als Vorzugskommanditkapital mit gegenüber
dem verbleibenden Standardkommanditkapital vorrangigen Gewinn- und Rückzahlungsansprüchen
ausgestaltet. Die vorrangige Gewinnzuweisung beträgt 9 % p.a. Die Liquidität aus der
Kapitalerhöhung wurde zur Sondertilgung der bestehende Schiffsfinanzierung verwendet
(von 13,8 auf 9,3 Mio. USD). Die Schiffsgesellschaft ist Eigentümerin eines im Jahr
2011 in Deutschland gebauten 2.800 TEU Containerschiffs. Das Schiff wird von der HAMMONIA
Reederei GmbH & Co. KG technisch bereedert und von der Peter Döhle Schiffahrts-KG
im 2.500 TEU-Plus-Pool befrachtet. Trotz der verhältnismäßig niedrigen Investitionssumme
konnte eine Mehrheitsbeteiligung an einem relativ modernen Containerschiff in einer
attraktiven Größenklasse erzielt werden. Aufgrund der Vorrangstellung des Vorzugskommanditkapitals
und einer Kapitaldienstgarantie der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG für die Fremdkapitalfinanzierung
verfügt die Investition über einen Risikopuffer, andererseits bietet die Beteiligung
gute Renditechancen und trägt somit zu einem ausgewogenen Rendite-/Risikoprofil bei. Auf der Hauptversammlung vom 14. Juni 2019 wurde beschlossen, den Bilanzgewinn des
Vorjahres in Höhe von 1.069.744,97 EUR vollständig in die Gewinnrücklagen einzustellen. Am 30. Juli 2019 hat sich die HAMMONIA Schiffsholding AG mit einer Einlage in Höhe
von 4,5 Mio. USD an der MS "LUTETIA NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG als Vorzugkommanditistin
beteiligt. Analog zur Beteiligung an der M/S "HAMMONIA BALTICA" Schiffahrts GmbH &
Co. KG ist auch hier das Vorzugskommanditkapital mit einer bevorrechtigten Gewinnzuweisung
in Höhe von 9 % p.a., einer bevorrechtigten Rückzahlung des Kapitals und einer quotalen
Überschussbeteiligung ausgestattet. Die Gesellschaft ist Eigentümerin des MS "LUTETIA",
ein im Jahr 2005 gebautes Containerschiff mit einer Kapazität von 3.100 TEU. Das Schiff
war zum Zeitpunkt der Beteiligung an die französische Linienreederei CMA CGM S.A.
zu einer Rate in Höhe von USD 12.200 p.d. (brutto) verchartert. Die Verkäuferin war
eine 100 % Tochter der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG. Der Schiffskaufpreis wurde
zusätzlich mit einem Betrag von 4,0 Mio. USD fremdfinanziert. Damit hält die HAMMONIA
Schiffsholding AG rd. 80 % an der Schiffsgesellschaft. Die restlichen Anteile werden
von der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG als Standardkommanditkapital gehalten. Ebenfalls hat die HAMMONIA Schiffsholding AG am 30. Juli 2019 ihre Beteiligung an
der MS "HAMMONIA BEROLINA NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG um 3,1 Mio. USD erhöht.
Die Kapitalerhöhung wurde zur teilweisen Rückzahlung des Schiffshypothekendarlehens
verwendet. Der dann noch ausstehende Kreditbetrag wurde mit einem neu aufgenommenen
Schiffshypothekendarlehen in Höhe von 4,35 Mio. USD zurückgeführt. Die vorherige finanzierende
Bank wurde damit vollständig abgelöst und durch ein neues Kreditinstitut ersetzt.
Im Rahmen der neuen Finanzierung garantiert die HAMMONIA Schiffsholding AG der neuen
Bank die Zahlung eines Betrages in Höhe von bis zu 0,85 Mio. USD im Zusammenhang mit
der im Jahr 2022 anstehenden Klassedockung (inkl. Ballastwasseraufbereitungsanlage).
Des Weiteren hat die Gesellschaft zu Gunsten ihrer Tochtergesellschaft MS "HAMMONIA
BEROLINA NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG eine Charterdifferenzgarantie für einen maximalen
Zeitraum von sechs Monaten ab Ende der derzeitigen Charter gestellt. Nach der Kapitalerhöhung
hält die HAMMONIA Schiffsholding AG rd. 79 % an der Schiffsgesellschaft. Die restlichen
Anteile werden weiterhin von der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG gehalten. Die folgende Tabelle zeigt das eingelegte Kapital im Vergleich zu einem indikativen
Marktwert, der auf Basis von Zeitreihen für vergleichbare Schiffe ermittelt wurde.
Die indikativen Marktwerte stellen nicht die Basis für einen Going-Concern Bewertung
der Finanzanlagen der Gesellschaft dar. scroll
*
Clarkson Research - Shipping Intelligence Network Timeseries Die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG hat der Gesellschaft gemäß § 20 Abs. 1 AktG am
1. August 2019 mitgeteilt, dass ihr seit dem 31. Juli 2019 mehr als der vierte Teil
der Aktien der Gesellschaft gehören. Im November des Berichtsjahres wurde ein Vertrag über den Ankauf eines Besserungsscheines
in Höhe von bis zu 1.086.325,00 USD gegen Zahlung eines Kaufpreises von 100.000,00
USD geschlossen. Die Aufhebung des Besserungsscheines stand unter der aufschiebenden
Bedingung der Zahlung des Kaufpreises. Diese erfolgte im März 2020. Dieser Besserungsschein
gehörte zu den insgesamt bis zu 8 Mio. USD Besserungsscheinen, welche im Rahmen der
erfolgreich umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2015 an die an
der Restrukturierung beteiligten Banken vergeben wurden. Bei den Besserungsscheinen
handelt es sich um bedingte Zahlungsverpflichtungen. Die Zahlung hat in Höhe von 75
% zukünftiger Dividendenzahlungen (oder anderer vergleichbarer Maßnahmen wie Aktienrückkäufe)
bis zu einer Höhe von insgesamt 8,0 Mio. USD zu erfolgen. Bisher erfolgten keine Zahlungen
an die Besserungsscheininhaber. Die Gesellschaft führte mit allen beteiligten Banken
intensive Gespräche über eine vorzeitige Ablösung der Besserungsscheine zu wirtschaftlich
sinnvollen Konditionen. Nur in einem Fall gelang die Einigung zu oben genannten Konditionen.
Die verbleibenden Besserungsscheine in Höhe von 6.913.675,00 USD bestehen unverändert
fort. 3.2.3 Beteiligungen Zum Ende der Berichtsperiode ist die HAMMONIA Schiffsholding AG an drei aktiven Schiffsgesellschaften
beteiligt. Neben den Neuzugängen MS "LUTETIA NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG und MS
"HAMMONIA BALTICA" Schiffahrts GmbH & Co. KG ist die MS "HAMMONIA BEROLINA NOVA" Schiffahrts
GmbH & Co. KG Teil des Beteiligungsportfolios. Die zuletzt genannte Schiffsgesellschaft ist Eigentümerin des MS "HAMMONIA BEROLINA",
einem im Jahr 2007 gebauten 2.500 TEU Containerschiff. Dieses fährt noch bis mindestens
zum Jahr 2021 in einer Zeitcharter bei MCC Transport, einem Tochterunternehmen der
Maersk Line A/S. Die drei Gesellschaften der 8.200 TEU Schiffe MS "HAMMONIA FIONIA" Schiffahrts GmbH
& Co. KG, MS "HAMMONIA DANIA" GmbH & Co. KG und MS "HAMMONIA HAFNIA" GmbH & Co. KG
wurden im Berichtsjahr liquidiert. Aus den drei Gesellschaften wurde eine finale Ausschüttung
in Höhe von 1.317 TEUR an die Holdinggesellschaft geleistet. 3.3 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HAMMONIA Schiffsholding AG ist insgesamt
als geordnet anzusehen. 3.3.1 Vermögenslage Die Vermögenslage der HAMMONIA Schiffsholding AG stellt sich zum 31. Dezember 2019
im Vergleich zum 31. Dezember 2018 wie folgt dar: scroll
Das Finanzanlagevermögen der Gesellschaft umfasst zum 31. Dezember 2019 die Beteiligung
an Einschiffsgesellschaften in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG und deren Komplementärgesellschaften.
Es umfasst zum Bilanzstichtag im Wesentlichen Beteiligungen an drei aktiven Schifffahrtsgesellschaften. Die Veränderung der Finanzanlagen gegenüber dem 31. Dezember 2018 resultiert im Wesentlichen
aus dem Erwerb von zwei mehrheitlichen Kommanditbeteiligungen (MS "HAMMONIA BALTICA"
Schiffahrts GmbH & Co. KG und MS "LUTETIA NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG) sowie der
Erhöhung des Kapitaleinsatzes bei einer weiteren mehrheitlichen Kommanditbeteiligung
(MS "HAMMONIA BEROLINA NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG), dem Liquiditätsausschüttungen
verschiedener Gesellschaften gegenüberstehen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2019 wurde
die Liquidation von drei Tochtergesellschaften abgeschlossen. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Forderungen
gegen zwei verbundene Unternehmen aus Gewinnansprüchen sowie Steuererstattungsansprüche. Die Bilanz der HAMMONIA Schiffsholding AG weist zum 31. Dezember 2019 ein Eigenkapital
in Höhe von 10.689 TEUR aus. Es erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2018 durch
den im Geschäftsjahr 2019 erwirtschafteten Jahresüberschuss in Höhe von 1.216 TEUR. Die Rückstellungen betreffen unverändert zum 31. Dezember 2018 im Wesentlichen eine
Rückstellung für bedingte Verbindlichkeiten aus Besserungsscheinen, der im Geschäftsjahr
438 TEUR zugeführt wurden. Die Verbindlichkeiten der HAMMONIA Schiffsholding AG umfassen nahezu ausschließlich
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 3.3.2 Finanzlage Die Finanzlage der HAMMONIA Schiffsholding AG kann mit Hilfe einer Kapitalflussrechnung
veranschaulicht werden. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet dabei zwischen Zahlungsströmen
aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. scroll
Die Ermittlung der Kapitalflussrechnung erfolgte nach dem Deutschen Rechnungslegung
Standard 21 des DRSC (im Folgenden "DRS 21"). Die Ermittlung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten
Methode. Im Geschäftsjahr 2019 weist die HAMMONIA Schiffsholding AG einen Cashflow
aus laufender Geschäftstätigkeit von -225 TEUR aus. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit resultiert aus Auszahlungen für
den Erwerb von Beteiligungen sowie aus einer Kapitalerhöhung bei einer bestehenden
Beteiligung (einschließlich Anschaffungsnebenkosten insgesamt 10.810 TEUR). Diesen
stehen Zuflüsse aus Kapitalrückzahlungen in Höhe von 3.237 TEUR gegenüber. Weitere
Zuflüsse in Höhe von 66 TEUR betreffen erhaltene Zinsen, die entsprechend der Vorgaben
des DRS 21 im Rahmen des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen werden. Insgesamt beliefen sich die zahlungswirksamen Veränderungen der liquiden Mittel auf
-7.754 TEUR. Unter Berücksichtigung währungsbedingter Veränderungen der liquiden Mittel
sowie der liquiden Mittel zu Beginn des Geschäftsjahres ergeben sich die liquiden
Mittel zum Ende des Geschäftsjahres in Höhe von 2.934 TEUR. 3.3.3 Ertragslage Die Ertragslage der HAMMONIA Schiffsholding AG stellt sich wie folgt dar: scroll
Die Ertragslage der HAMMONIA Schiffsholding AG ist in den beiden Geschäftsjahren
2019 und 2018 im Wesentlichen durch Zuschreibungen auf Finanzanlagen und die Bildung
einer Rückstellung für bedingte Verbindlichkeiten aus Besserungsscheinen gekennzeichnet. Die Umsatzerlöse resultieren in den Vergleichsjahren aus Managementleistungen für
verschiedene Tochtergesellschaften. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1.548 TEUR betreffen im Wesentlichen
Zuschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 1.317 TEUR und Währungsgewinne in Höhe
von 220 TEUR. Im Berichtszeitraum fielen sonstige betriebliche Aufwendungen von insgesamt 833 TEUR
an. Diese betreffen im Wesentlichen die Bildung einer Rückstellung für bedingte Verbindlichkeiten
aus Besserungsscheinen in Höhe von 438 TEUR sowie Aufwendungen für die Ablösung eines
Besserungsscheines in Höhe von 89 TEUR. Im Übrigen repräsentiert der Posten sonstige
betriebliche Aufwendungen die Verwaltungskosten der Gesellschaft. Da die Gesellschaft
kein eigenes Personal besitzt, werden die Verwaltungsaufgaben durch externe Dienstleister
wahrgenommen. Die Beteiligungserträge betreffen die Erfassung von Gewinnansprüchen aufgrund der
Mehrheitsbeteiligung an zwei Schifffahrtsgesellschaften. Die Zinserträge resultieren aus Festgeldanlagen in USD. Die Zinsaufwendungen betreffen eine Commitment Fee, welche die Gesellschaft für eine
Tochtergesellschaft übernommen hatte. Insgesamt ergab sich im Berichtszeitraum ein Jahresüberschuss von 1.216 TEUR (im
Vorjahr: 1.089 TEUR). Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HAMMONIA Schiffsholding AG ist insgesamt
als geordnet anzusehen. 3.4 Prognose-, Risiko- und Chancenbericht3.4.1 Prognosebericht In den folgenden Prognosen sind Annahmen enthalten, die auf Basis aller zum jetzigen
Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen worden sind. Sollten die
zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von
den erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr können wir für diese Angaben daher
nicht übernehmen. Die nachfolgenden Prognosen beziehen sich - soweit nicht anderweitig
angegeben - auf die nach dem Berichtsjahr folgenden zwölf Monate. Für das laufende Jahr 2020 prognostiziert der IWF in seiner Januar Bekanntmachung
eine stabil bleibende Wachstumsrate der Weltwirtschaft von rd. 3,3 % (im Vergleich
vorläufiger Wert 2019: 2,9 %). Dabei erwartet der IWF, dass das Wirtschaftswachstum
im Jahr 2020 in den Industriestaaten 1,6 % und in den Entwicklungs- und Schwellenländern
4,4 % betragen wird. Hinsichtlich des Welthandelsvolumens liegt die im Januar 2020
veröffentlichte vorläufige Schätzung für 2020 mit 2,9 % deutlich über dem Vorjahr
von 1,0 %. Die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft und des Welthandels ist insbesondere abhängig
von den Auswirkungen der Coronavirus Pandemie. Der Ausbruch des Coronavirus (COVID-19)
hat bereits beträchtliches menschliches Leid gebracht und zu erheblichen wirtschaftlichen
Störungen geführt. Gemäß des OECD Interim Economic Assessment aus März 2020 fällt
das prognostizierte Weltwirtschaftswachstum um 0,5 % niedriger aus als vom IWF geschätzt.
Vor diesem Hintergrund sind die Prognosewerte von einem hohen Maß an Unsicherheit
geprägt. Die Auswirkungen der Pandemie auf die Containerschifffahrt können noch nicht eingeschätzt
werden, allerdings wird es zu Einschränkungen im laufenden Betrieb der Schiffe kommen.
Dies betrifft insbesondere Crewwechsel, Lade- und Löscharbeiten sowie Hafenanläufe.
Am Chartermarkt setzt sich bislang der negative Trend aus dem vierten Quartal 2019
fort. So fielen beispielsweise die Charterraten für 2.500 TEU Containerschiffe von
Dezember 2019 (10.000 USD/Tag) bis Februar 2020 (9.500 USD/Tag) um 500 USD/Tag. Die Aufliegerquote, d.h. der Anteil der unbeschäftigten Containerschiffskapazität,
lag am Ende des Jahres 2019 mit rd. 5,9 % der Flotte und 1,4 Mio. TEU deutlich über
dem Jahresendniveau des Vorjahres. Jedoch ist das Gesamtorderbuch für Containerschiffe
mit 10,4 % bezogen auf die fahrende Flotte niedriger als vor einem Jahr (12,3 %).
Der Brancheninformationsdienst Alphaliner erwartet, dass das Angebot an Containertonnage
im Jahr 2020 um 2,9 % wachsen wird, verglichen mit 4,0 % Wachstum im Berichtsjahr.
Die Wachstumsrate des globalen Containerhandels wird von Alphaliner für das Jahr 2020
bei -0,8 % gesehen. Diese Entwicklung würde möglicherweise zu einem erheblich negativen
Einfluss auf das Verhältnis von Angebot und Nachfrage im kommenden Jahr führen. Dieses Zusammenspiel von Faktoren dürfte die Charterratenerholung im Containersegment
vorerst dämpfen. Zudem wird weiterhin erwartet, dass der Kaskadeneffekt, der die Verdrängung
von Schiffen durch größere, modernere Einheiten auf andere Liniendienste beschreibt,
im Jahr 2020 starken Einfluss nehmen wird. Mit der freien Liquidität der HAMMONIA Schiffsholding AG sind weitere Investitionen
geplant, wobei aufgrund der Prognose im Containersegment auch weitere Segmente in
Betracht gezogen werden, da sie ggf. mehr Chancen für Investitionen bieten können.
Weiterhin ist geplant, Darlehen oder Leasingstrukturen für die Finanzierung von Schiffen
zu nutzen, um der Situation des nur begrenzt vorhandenen Eigenkapitals Rechnung zu
tragen. Die Präferenz liegt dabei auf sog. "Non-recourse"-Finanzierungen, so dass
die HAMMONIA Schiffsholding AG für Fremdfinanzierungen im besten Fall keine Haftung
übernehmen muss, sondern nur die jeweilige Schiffsgesellschaft. Für das Jahr 2020 wird mit einem Wechselkurs von 1,16 EUR/USD gerechnet. Wir erwarten, dass die HAMMONIA Schiffsholding AG im laufenden Jahr leichte Beteiligungserträge
generieren wird und damit ein fast ausgeglichenes bis leicht positives Ergebnis zwischen
minus 0,2 und plus 0,4 Mio. EUR für das Jahr 2020 erwirtschaften wird, wobei jedoch
keine nicht planbaren Sondereffekte berücksichtigt sind. Sollte die Hauptversammlung
die Einstellung des Bilanzgewinnes 2019 in Höhe von 1,2 Mio. EUR in andere Gewinnrücklagen
beschließen, würde dieses zu einem Sondereffekt in Form einer ertragswirksamen Verminderung
der Rückstellungen für Besserungsscheine in Höhe von 0,9 Mio. EUR führen. Hinsichtlich der Entwicklung der Finanzsituation der Holdinggesellschaft erwarten
wir im Einklang mit den geplanten Investitionen, einen Abfluss von liquiden Mitteln
aus der Investitionstätigkeit im ersten Halbjahr 2020 in Höhe von ca. 2,5 Mio. USD,
allerdings fürs Gesamtjahr 2020 deutlich niedrigere Abflüsse als im Berichtsjahr.
Im Zuge der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit rechnen wir gegenüber dem Vorjahr mit
einem ähnlichen, leicht negativen Cashflow. In Summe gehen wir davon aus, dass die
liquiden Mittel der Holdinggesellschaft deutlich abnehmen werden. Zugleich gehen wir
davon aus, dass die Zahlungsfähigkeit der Holdinggesellschaft und der Bestand des
Konzerns gesichert sind, so dass von einer positiven Fortführung des Unternehmens
ausgegangen werden kann. 3.4.2 Risikobericht Ein systematisches und effizientes Risikomanagement stellt für den Vorstand der HAMMONIA
Schiffsholding AG eine sich ständig weiterentwickelnde Aufgabe dar. Der Konzern verfügt
über ein gut ausgebautes EDV-gestütztes Risikomanagementsystem. Die integralen Bestandteile
und Ziele des Systems sind sowohl die systematische Risikoidentifikation und Risikobewertung
als auch Maßnahmen zur Vermeidung, Verminderung und Begrenzung von Risiken. Besonderes
Augenmerk liegt hierbei auf der Früherkennung bestandsgefährdender Risiken. Die Bewertung der Risiken wird nach einer einheitlichen Skalierung vorgenommen. Die
Überwachung der Risiken erfolgt insbesondere durch die Identifizierung und Bewertung
von Risikotreibern. Diese stellen Frühwarnindikatoren und Einflussgrößen für die Eintrittswahrscheinlichkeit
und das Schadenspotenzial der identifizierten Risiken dar. Die Risikosteuerung ist
eine laufende Aufgabe, deren inhaltliche Gestaltung in der Verantwortung der Risikoverantwortlichen
und der Unternehmensführung liegt. Durch ein Risikoreporting wird der Vorstand regelmäßig
über die Entwicklung der Risikosituation der Gesellschaft unterrichtet. Das Management der mit dem Schiffsbetrieb und der Finanzierung der Schiffe zusammenhängenden
Risiken liegt in der Verantwortung der HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, die alle Schiffe
der HAMMONIA Schiffsholding AG bereedert. Die Risikoüberwachung sowie die aktien-
und kapitalmarktrechtliche Betreuung leistet neben dem Vorstand ebenfalls die HAMMONIA
Reederei GmbH & Co. KG. Für die HAMMONIA Schiffsholding AG besteht das Risiko, dass sich deren Tochterunternehmen
und Beteiligungen, somit die Finanzanlagen der Gesellschaft, im Wert reduzieren. Der
Wert der Finanzanlagen wird überwiegend von Einflussfaktoren auf die Schiffe bestimmt.
Daher werden im Folgenden die Risikofaktoren für die Gesellschaft sowie den Betrieb
der Schiffe zusammengefasst. Folgende Hauptrisikogruppen werden im Rahmen des Risikomanagementsystems abgebildet: 3.4.2.1 Marktbezogene Risiken Die Schiffe erzielen Einkünfte aus dem Betrieb von Schiffen. Daraus resultieren im
Wesentlichen folgende Einzelrisiken: 3.4.2.1.1 Die aus der Vercharterung der Schiffe erzielten Erlöse decken nicht die Schiffsbetriebskosten, den Kapitaldienst oder ermöglichen keine angemessene Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals. Das M/S "HAMMONIA BEROLINA" ist von der weltgrößten Containerschiffsreederei Maersk
Line A/S bzw. einer ihrer Tochtergesellschaften bis mindestens Januar 2021 mit einer
auskömmlichen Charterrate fest eingechartert. M/S "HAMMONIA BALTICA" fährt in einem
Einnahmepool, der das Risiko der Nichtbeschäftigung oder der Beschäftigung zu nicht
auskömmlichen Charterraten mindern sowie eine Glättung von Markthöhen und -tiefen
ermöglicht. Neuabschlüsse einzelner Schiffe in den Einnahmepools zu unterdurchschnittlichen
Raten können jedoch das Poolergebnis reduzieren. Das gleiche gilt für den Fall, dass
Poolmitglieder zeitweise keine Beschäftigung finden. 3.4.2.1.2 Die vertraglich vereinbarten Chartern laufen aus ohne eine adäquate Folgebeschäftigung (sogenanntes Charteranschlussrisiko). Lediglich das M/S "LUTETIA" hatte ein Charteranschlussrisiko im Geschäftsjahr 2019.
Verhandlungen bzgl. einer Anschlussbeschäftigung konnten erfolgreich abgeschlossen
werden. Von hoher Bedeutung für die Branche ist die von der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation
(International Maritime Organization (IMO)) beschlossene Obergrenze für den Schwefelgehalt
von Abgasen, die zum 1. Januar 2020 in Kraft getreten ist. Die neue Grenze in Höhe
von maximal 0,5 % (zuvor 3,5 %) Schwefelgehalt ist in der Praxis durch den Einsatz
vergleichsweise hochpreisigen niedrigschwefeligen Treibstoffes ("ULSFO") oder - bei
fortgesetzter Verwendung von hochschwefeligem Treibstoff - durch einen kostenintensiven
Einbau eines Abgaswäschers ("Scrubber") zu erreichen. Die Schiffe der HAMMONIA Schiffsholding
AG besitzen keine Scrubber und könnten unattraktiver für Linienreedereien zum Einchartern
werden. Die Schiffe der HAMMONIA Schiffsholding AG sind mittelfristig an renommierte Vertragspartner
verchartert. 3.4.2.1.3 Die Charterer der Schiffe werden illiquide und/oder zahlen die vereinbarten Charterraten nicht Vertragsgemäß. Das M/S "HAMMONIA BEROLINA" ist von der weltgrößten Containerschiffsreederei Maersk
Line A/S bzw. einer ihrer Tochtergesellschaften bis mindestens Januar 2021 fest eingechartert.
Die Holding A.P. Møller - Mærsk A/S verfügte zum Bilanzstichtag über ein Investmentgrade
Rating. Das M/S "LUTETIA" ist an die weltweit drittgrößte französische Linienreederei CMA
CGM S.A. bis mindestens Ende drittes Quartal 2020 verchartert. Der Einnahmepool der M/S "HAMMONIA BALTICA" reduziert das individuelle Adressrisiko
der einzelnen Charterer aufgrund eines diversifizierten Portfolios von Charterern. Es ist in der Vergangenheit zu keinen Verzögerungen bei den Charterratenzahlungen
gekommen und derzeit liegen keine konkreten Anhaltspunkte für einen drohenden Zahlungsausfall
vor. Allerdings wird die weltweite COVID-19-Pandemie sowie die Obergrenze des Schwefelgehalts
in Abgasen beträchtlichen Einfluss auf die Linienreedereien haben. Das Volumen des
Containertransports wird voraussichtlich substanziell schrumpfen und die Verwendung
von schwefelarmem Treibstoff dürfte sich erheblich auf die Reisekalkulationen der
Linienreeder auswirken. Vor diesem Hintergrund ist derzeit von einem erhöhten Ausfallrisiko
auszugehen und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Charterer einzelner Schiffe
Charterraten verspätet oder gar nicht bezahlen. 3.4.2.2 Finanzierungsrisiken Die Finanzierungsrisiken ergeben sich im Wesentlichen aus folgenden Einzelrisiken: 3.4.2.2.1 WÄHRUNGSRISIKO Aus dem Betrieb der Schiffe werden ausschließlich USD-Einkünfte erzielt. Teile der
Schiffsbetriebs- und der Verwaltungskosten fallen jedoch in EUR an. Aus diesem Grund
betreibt die HAMMONIA Schiffsholding AG zur Verminderung von Währungs- und Zinsänderungsrisiken
ein aktives Zins- und Währungsmanagement. Dabei werden die Schiffe weitestgehend währungskongruent
finanziert und verbleibende Wechselkursrisiken, soweit entsprechende Zahlungsvorgänge
schon feststehen, abgesichert. 3.4.2.2.2 ZINSÄNDERUNGSRISIKO Zur Finanzierung der Schiffe wird auch Fremdkapital eingesetzt. Das Zinsänderungsrisiko
wird durch den Abschluss derivativer Zinssicherungsgeschäfte teilweise begrenzt. Für
den nicht über langfristige Zinsfestschreibungen oder den Abschluss derivativer Zinssicherungsgeschäfte
abgesicherten Teil der Fremdfinanzierung besteht ein Zinsänderungsrisiko. Selbiges
besteht auch für übersicherte Fremdfinanzierungen, welche sich aus Sondertilgungen
ergeben können. 3.4.2.2.3 FINANZIERUNGSÄNDERUNGSRISIKO Die Finanzierungskonditionen sind grundsätzlich für die gesamte Vertragslaufzeit
festgeschrieben. Bei der Verletzung bestimmter vertraglicher Auflagen hat die finanzierende
Bank die Möglichkeit, die Finanzierungskonditionen nachzuverhandeln bzw. das Recht,
die Zinsen zu erhöhen oder das Darlehen fällig zu stellen. Das Finanzierungsänderungsrisiko
wird insbesondere dann immanent, wenn eine Schiffsgesellschaft den vereinbarten Schuldendienst
nicht mehr leisten kann. Darüber hinaus besteht ein Refinanzierungsrisiko sobald festgeschriebene
Laufzeiten auslaufen. Zur Risikominimierung finden - insbesondere bei sich abzeichnenden
Liquiditätsengpassen - regelmäßig und frühzeitig aktive Verhandlungen mit den Finanzierungspartnern
statt. Auf Holding-Ebene bestanden zum Bilanzstichtag die aufschiebend bedingten Besserungsscheine
der Banken in Höhe von ca. 7 Mio. USD ohne festen Rückzahlungstermin. Die damit einhergehende
aufschiebend bedingte Zahlungsverpflichtung wurde basierend auf dem Bilanzgewinn der
Gesellschaft in Höhe von 4,4 Mio. EUR im Abschluss berücksichtigt. 3.4.2.2.4 INANSPRUCHNAHME UNTER GARANTIEN Die Gesellschaft hat zu Gunsten ihrer Tochtergesellschaft M/S "HAMMONIA BEROLINA
NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG eine Charterdifferenzgarantie gestellt sowie eine
Garantie für die Sicherstellung der vollen Dockungs-/Klassekosten im Jahr 2022 übernommen. Die Laufzeit der Charterdifferenzgarantie ist nach Auslaufen des Chartervertrages
auf max. sechs Monate befristet und die Garantie über Dockungs-/Klassekosten ist betraglich
auf 0,85 Mio. USD begrenzt. 3.4.2.3 Technische und Schiffsbetriebsrisiken Die Schiffe werden im Betrieb stark beschädigt, sinken oder verursachen Schäden bei
Dritten. Aufgrund der COVID-19-Pandemie besteht ebenfalls ein erhöhtes Schiffsbetriebsrisikos
aufgrund eines erschwerten Crewaustauschs bei Crewerkrankungen und -verletzungen oder
bedingt durch Quarantänemaßnahmen. Zur Abdeckung der typischen Risiken aus dem Betrieb von Seeschiffen, einer starken
Beschädigung, einem Untergang eines Schiffes oder verursachte Schäden an Dritten wird
durch den Bereederer ein adäquater und marktüblicher Versicherungsschutz mit entsprechenden
Selbstbehalten unterhalten. 3.4.2.4 Unternehmensbezogene Risiken und Geschäftsmodellrisiken Neben den dargestellten spezifischen Risiken aus dem Schiffsbetrieb unterliegt die
Gesellschaft auch unternehmensbezogenen Risiken. Hierbei sind für den Erfolg des Konzerns
die Qualität des Managements und wichtiger Dienstleister sowie die Reputation bei
Investoren, Geschäftspartnern und Marktbeobachtern maßgeblich. In diesem Zusammenhang
hat sich der Konzern durch die langjährige Bestellung des Vorstands und der Prokuristen
abgesichert. Wichtige operative und administrative Funktionen werden von qualifizierten
und erfahrenen Dienstleistern auf der Grundlage von langfristig geschlossenen Serviceverträgen
erbracht. 3.4.2.5 Gesamtbeurteilung der Risiken Die Corona Pandemie könnte erheblichen Einfluss auf makroökonomische und schifffahrtsspezifische
Daten haben. Insbesondere Risiken im Zusammenhang mit der Vercharterung der Schiffe
haben sich im Berichtsjahr materialisiert und könnten im Jahr 2020 noch zunehmen.
Die Charterratenentwicklung hat starken Einfluss auf den Wert und die Liquidität der
Beteiligungen. Zwei Beteiligungen sind als Vorzugskommanditkapital mit gegenüber dem verbleibenden
Standardkommanditkapital vorrangigen Gewinn- und Rückzahlungsansprüchen ausgestaltet,
sie weisen demnach einen Risikopuffer auf. Somit ist ein kurz- bis mittelfristiger
Fortbestand der Gesellschaft vom Marktgeschehen weitgehend unabhängig gesichert. Mittel- bis langfristig bestehen weiterhin Risiken im Zusammenhang mit der Umsetzung
eines nachhaltigen Geschäftsmodells und der Unternehmensfortsetzung. So sind für den
Fortbestand die Erschließung von Kapitalquellen und die Anbindung geeigneter Projekte
notwendig. Inwiefern die zukünftigen Bedingungen am Kapital- und Schiffsmarkt dies
zulassen und welche Risiken im Rahmen neuer Investitionen eingegangen werden müssen
bleibt abzuwarten. 3.4.3 Chancenbericht3.4.3.1 Erholung und Konsolidierung der Schifffahrtsmärkte Der von der Shanghai Shipping Exchange publizierte "SCFI Comprehensive Index", der
die Frachtraten auf wesentlichen Routen der Containerschifffahrt abbildet, notiert
zum 31.12.2019 leicht verbessert bei 899 (Vorjahr: 864) Punkten. Die positive Entwicklung bei den Linienreedern führt zum einen zu einer besseren
Bonität bei den Charterern und zum anderen zu einer höheren Nachfrage bei Containertonnage.
Letzteres unterstützt die Erholung auf dem Chartermarkt und führt zu höheren Einnahmen
durch steigende Charterraten. Erste Anzeichen für einen Aufwärtstrend des Chartermarkts
für Containerschiffe konnten im dritten Quartal des Berichtsjahres beobachtet werden.
In einem steigenden Markt könnte die Gesellschaft von gestiegenen Schiffsmarktwerte
profitieren. Durch einen sich normalisierenden Markt und stabile Renditen können sich Wertzuwächse
bei der derzeitigen Flotte sowie weitere interessante Investitionsmöglichkeiten ergeben. 3.4.3.2 Das Interesse am (deutschen) Kapitalmarkt für Schiffsinvestitionen erwacht (wieder) Unbestritten war die Marktentwicklung der Containerschifffahrt in den letzten Jahren
alles andere als zufriedenstellend. Allerdings war die Containerschifffahrt in den
Jahrzehnten zuvor eine stabile und gewinnbringende Anlageklasse. Gesetzt den Fall,
dass die Fehler der letzten Jahren überwunden und auf Sicht nicht wiederholt werden,
hat die Containerschifffahrt attraktive Merkmale: Trotz wachsender Automatisierung
und steigendem Einsatz von 3D-Druckern werden weiterhin Güter jeglicher Art auf dem
Seeweg in erheblichem Umfang transportiert werden müssen, die Asset-Preise sind -
im Gegensatz zu Immobilien - auf einem historisch niedrigen Niveau, der Betrieb von
Schiffen wird steuerlich begünstigt (sog. "Tonnagesteuer") und im Gegensatz zu Bargeld
und Anleihen sind Schiffe als sog. "Real Assets" besser gegen Inflation geschützt. Sollte aus den oben genannten und anderen Gründen das Interesse an Schiffsinvestitionen
in Deutschland steigen, wäre das eine große Chance auf Wachstum für die HAMMONIA Schiffsholding
AG. 4 Jahresabschluss4.1 Bilanz4.1.1 Aktivascroll
4.1.2 Passivascroll
4.2 Gewinn- und Verlustrechnungscroll
5 Anhang5.1 Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die HAMMONIA Schiffsholding AG mit Firmensitz in Neumühlen 9, 22763 Hamburg, Bundesrepublik
Deutschland, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 98689 eingetragen. 5.2 Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses5.2.1 Allgemeine Angaben Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 7.639.184,00 EUR ist eingeteilt in
136.414 nennwertlose auf den Namen lautende Stückaktien. Die Aktien der HAMMONIA Schiffsholding
AG sind im Segment Mittelstandsbörse der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg notiert. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 der HAMMONIA Schiffsholding AG wurde nach
den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes
aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach der Vorgabe des § 266 HGB. Für die Aufstellung
der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2
HGB angewandt. 5.2.2 Größenmerkmale Die Gesellschaft ist eine Kleinstkapitalgesellschaft im Sinne des § 267a Abs. 1 HGB
und wendet auf den Jahresabschluss freiwillig die Regelungen für kleine Kapitalgesellschaften
gemäß § 267 Abs. 1 HGB an. Die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Anhangs erfolgte
unter teilweiser Inanspruchnahme der eingeräumten größenabhängigen Erleichterungen
gemäß § 274a und § 288 HGB. 5.3 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden grundsätzlich unverändert zum Geschäftsjahr
2018 angewandt. 5.3.1 Anlagevermögen5.3.1.1 Finanzanlagen Das Finanzanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden
Wert angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Beteiligungen werden vorgenommen,
soweit der anteilige Unternehmenswert dauerhaft unter die Anschaffungskosten gesunken
ist. Zuschreibungen werden vorgenommen, soweit der Grund für die außerplanmäßigen
Abschreibungen wieder entfallen ist. 5.3.2 Umlaufvermögen5.3.2.1 Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel sind
mit ihrem Nennbetrag angesetzt. 5.3.3 Rückstellungen und Verbindlichkeiten5.3.3.1 Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.
Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendig ist. 5.3.3.2 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. 5.3.3.3 Währungsumrechnung Geschäftsvorfälle, die in fremder Währung anfallen, werden mit dem Kurs am Tag des
Geschäftsvorfalls umgerechnet. Fremdwährungsforderungen sowie die liquiden Mittel
werden mit dem jeweiligen Kurs am Bilanzstichtag, solche mit einer Restlaufzeit von
mehr als einem Jahr werden jedoch höchstens mit dem Entstehungskurs umgerechnet. Fremdwährungsverbindlichkeiten
werden mit dem Entstehungskurs oder zum höheren Kurs am Bilanzstichtag angesetzt.
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu
einem Jahr werden mit dem jeweiligen Kurs vom Bilanzstichtag bewertet. Konzerninterne
Transaktionen werden mit dem Euro-Referenzkurs bilanziert. 5.4 Erläuterungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung5.4.1 Erläuterungen der Bilanz5.4.1.1 Anlagevermögen Unter dem Posten Anlagevermögen werden im Wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen
ausgewiesen. Aufgrund der Schifffahrtskrise waren bei einzelnen Tochtergesellschaften
in der Vergangenheit z. T. erhebliche Verluste aufgetreten. Zum Bilanzstichtag wurden
deshalb die Buchwerte mit dem wirtschaftlichen Eigenkapital der Tochtergesellschaften
verglichen (Net-Asset-Value-Verfahren). Als Ergebnis der Überprüfung wurden aufgrund
des teilweisen Wegfalls der Gründe für in den Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige
Abschreibungen auf die Beteiligungsansätze von drei Tochtergesellschaften Zuschreibungen
in Höhe von 1.317.037,83 EUR vorgenommen. 5.4.1.2 Umlaufvermögen Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von 0,00 EUR (im Vorjahr: 304,88
EUR) zugleich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind sämtlich innerhalb eines
Jahres fällig. 5.4.1.3 Kapitalrücklagen Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Juni 2018 in 2018 wurde der Ertrag aus
der Herabsetzung des Grundkapitals in Höhe von 6.002.216,00 EUR zur Deckung des nach
Auflösung sämtlicher Rücklagen zum Verlustausgleich (siehe Punkt 4.5) verbleibenden
Verlustvortrages in Höhe von 5.257.941,12 EUR verwendet. Der Restbetrag in Höhe von
744.274,88 EUR wurde in eine Kapitalrücklage im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB eingestellt. 5.4.1.4 Gesetzliche Rücklage Auf Grund des im Geschäftsjahr 2018 bestehenden Bilanzgewinns wurde die gesetzliche
Rücklage mit ihrem Maximalbetrag in Höhe von 19.643,52 EUR gebildet. 5.4.1.5 Andere Gewinnrücklagen Aufgrund eines Beschlusses der Hauptversammlung vom 14. Juni 2019 wurde der Bilanzgewinn
in Höhe von EUR 1.069.744,97 in die Gewinnrücklagen eingestellt. 5.4.1.6 Bilanzgewinn Der Bilanzgewinn entwickelte sich in den Vergleichsjahren wie folgt: scroll
Aufgrund der im Geschäftsjahr 2018 bei der Gesellschaft durchgeführten vereinfachten
Kapitalherabsetzung unterliegt deren Bilanzgewinn gemäß § 233 Abs. 2 AktG einer Ausschüttungsbeschränkung. 5.4.1.7 Fristigkeiten und Besicherung der Verbindlichkeiten Die Fristigkeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der
folgenden Übersicht: scroll
5.4.1.8 Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft hat zu Gunsten ihrer Tochtergesellschaft MS "HAMMONIA BEROLINA NOVA"
Schiffahrts GmbH & Co. KG eine Charterdifferenzgarantie gestellt. Die Gesellschaft
stellt für 6 Monate ab Ende der derzeitigen Charter eine Charterdifferenzgarantie
für ein Einnahmenniveau von USD 9.500 / Tag netto. Die Laufzeit der Garantie ist befristet
bis maximal 1. August 2021 - 6 Monate nach der frühestmöglichen Rücklieferung aus
der aktuellen Charter (1. Februar 2021) - und reduziert sich jeweils um den Zeitraum,
für den eine Charterrate von mindestens USD 9.500 netto / Tag über den 1. Februar
2021 hinaus geschlossen wird. Die Garantie gilt nicht im Falle von technischen off-hire
Zeiten. Die Gesellschaft übernimmt zu Gunsten ihrer Tochtergesellschaft MS "HAMMONIA BEROLINA
NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG eine Garantie für die Sicherstellung der vollen Dockungs-/Klassekosten
im Jahr 2022 in Höhe von maximal 850.000,00 USD. Die Garantie mindert sich um Beträge,
die von der MS "HAMMONIA BEROLINA NOVA" Schiffahrts GmbH & Co. KG auf einem verpfändeten
Sparkonto angespart worden sind (31. Dezember 2019: 16.250,00 USD). 5.4.1.9 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus mit verschiedenen Dienstleistern bestehenden Service-, Dienstleistungs- und Beratungsverträgen
bestehen zum Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 30 TEUR
pro Jahr. Im Rahmen einer mit verschiedenen Kreditinstituten abgeschlossenen Restrukturierungsvereinbarung
hat die Gesellschaft folgende Besserungsscheine vereinbart:
5.4.2 Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung5.4.2.1 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten außergewöhnliche Erträge aus der Zuschreibung
von Beteiligungen in Höhe von 1.317.037,83 EUR (im Vorjahr 4.485.194,93 EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten außergewöhnliche Aufwendungen
aus der Bildung einer Rückstellung für aufschiebend bedingte Verbindlichkeiten aus
Besserungsscheinen in Höhe von 437.994,00 EUR (im Vorjahr: 3.209.000,00 EUR) sowie
in Höhe von 89.015,49 EUR aus der Ablösung eines Besserungsscheines. 5.5 Sonstige Angaben5.5.1 Meldungen nach Aktiengesetz Die HAMMONIA Reederei GmbH & Co. KG, Hamburg, hat der Gesellschaft gemäß § 20 Abs.
6 AktG mitgeteilt, dass ihr mehr als der vierte Teil der Aktien der Gesellschaft unmittelbar
gehört. 5.5.2 Vorstand Zum Vorstand der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2019 sowie im Jahr 2020 bestellt:
5.5.3 Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Hamburg, den 22. April 2020 Dr. Karsten Liebing Vorstand 6 Aufstellung des Anteilsbesitzesscroll
1)
Gesellschaft ist insolvent 7 Bericht des Aufsichtsrats Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, nachdem die Restrukturierung der HAMMONIA Schiffsholding AG erfolgreich im Jahr 2018
abgeschlossen werden konnte, fokussierte sich die Gesellschaft im Jahr 2019 darauf,
ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu entwickeln. Da zunächst die M/S "HAMMONIA BEROLINA"
das einzige wirtschaftlich bedeutendes Schiff in der Flotte der HAMMONIA Schiffsholding
AG darstellte, bestand das Ziel darin, die freie Liquidität in erfolgreiche Transaktionen
zu reinvestieren. Um den Ausbau der Flotte zu ermöglichen, wurden Beteiligungen ausfindig
gemacht, die keinen zu hohen Kapitalbedarf verlangten. Der erste erfolgreiche Schritt
konnte mit der Investition in das M/S "HAMMONIA BALTICA" Anfang des Jahres 2019 getan
werden. Darauf folgte eine weitere Investition in die M/S "LUTETIA". Bei beiden Investitionen
hat der Aufsichtsrat auf den konservativen Charakter der Beteiligung Wert gelegt.
So hat sich die Gesellschaft mit Vorzugskommanditkapital beteiligt, das mit einer
bevorrechtigten Gewinnzuweisung und einer bevorrechtigten Rückzahlung des Kapitals
strukturiert ist. Darüber hinaus konnte die Beteiligung an der MS "HAMMONIA BEROLINA"
aufgestockt und das Darlehen des Schiffs refinanziert werden. Vor diesem Hintergrund
hat die HAMMONIA Schiffsholding AG einen gelungenen Neustart nach abgeschlossener
Restrukturierung hingelegt. Die Charterratenentwicklung verlief im Berichtsjahr 2019 durchaus erfreulich in den
größeren Schiffssegmenten. Die Entwicklung drang nicht so wie erhofft bis auf die
kleineren Segmente durch. Dennoch entsprachen die Einnahmen einem moderaten Niveau.
Beispielsweise erreichten die Raten für 2.500 TEU Containerschiffe im Dezember 2019
ein auskömmliches Niveau von 10.000 USD/Tag. Die größte Unsicherheit für 2020 wird die Auswirkung der Corona Pandemie auf die
Weltwirtschaft und die Schifffahrtsbranche sein. Die Störungen des öffentlichen und
geschäftlichen Lebens sind bereits deutlich erkennbar. Fluggesellschaften setzen Flüge
aus, Fabriken und Unternehmen schicken Mitarbeiter ins Home-Office oder melden Kurzarbeit
an. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts lassen sich die Ausmaße allerdings
noch nicht gänzlich abschätzen. Der Aufsichtsrat besteht satzungsgemäß aus drei Mitgliedern: Werner Berg (Vorsitzender),
Michael Hummel und Andreas Uibeleisen. Im Hinblick auf die geringe Größe des Aufsichtsrats
bestehen keine Ausschüsse. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand im Geschäftsjahr 2019
bei der Leitung des Unternehmens überwacht und in allen wichtigen Fragen beraten.
Der Aufsichtsrat hat sich zeitnah und eingehend über die wirtschaftliche Entwicklung
und finanzielle Lage der Gesellschaft informiert. Gemeinsam haben Vorstand und Aufsichtsrat
die mittelfristige Unternehmensplanung erörtert. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats
stand mit dem Vorstand auch außerhalb der regulären Sitzungen kontinuierlich in engem
Kontakt. Das Verhältnis zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ist durch Transparenz geprägt
und stellt somit eine effektive Überwachungs- und Beratungstätigkeit des Aufsichtsrats
sicher. Im abgelaufenen Geschäftsjahr kam der Aufsichtsrat zu vier Sitzungen zusammen. Die
inhaltlichen Schwerpunkte dabei waren:
Alle drei Aufsichtsratsmitglieder haben an allen Sitzungen teilgenommen. Die HANSA PARTNER GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Kehrwieder 11, 20457 Hamburg,
wurde durch die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2019 zum Jahresabschlussprüfer
gewählt. Der Abschlussprüfer hat den vom Vorstand erstellten Jahresabschluss und den
Bericht über die Lage der HAMMONIA Schiffsholding AG zum 31. Dezember 2019 nach HGB
mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat den
vom Vorstand erstellten Jahresabschluss eingehend geprüft und keine Einwendungen erhoben.
Der Aufsichtsrat hat ferner dem Ergebnis der Abschlussprüfung und der Testaterteilung
durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zugestimmt und die Prüfungsberichte für
den Jahresabschluss zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat dementsprechend
in seiner Sitzung vom 28. April 2020 den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss
sowie den Lagebericht zum 31. Dezember 2019 gebilligt. Der Jahresabschluss war damit
festgestellt. Der Aufsichtsrat hat ferner überwacht, dass der Vorstand die nach §
91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen zur Risikofrüherkennung getroffen hat. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen weiteren Beteiligten, die mit ihrem
Engagement das Unternehmen im Jahr 2019 unterstützt haben. Hamburg, den 28. April 2020 Werner Berg Vorsitzender des Aufsichtsrats 8 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die HAMMONIA Schiffsholding AG, Hamburg Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und LageberichtsPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der HAMMONIA Schiffsholding AG, Hamburg, - bestehend
aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den
Lagebericht der HAMMONIA Schiffsholding AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen
gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung
mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung
nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung
mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben
unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen
erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend
und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss
und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die
sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht
auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil
noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen
zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses,
der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften
in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter
Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses
zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -
falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich,
die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen.
Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche
Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie
in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die
Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise
für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses
der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss
als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen
Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss
sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile
zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür,
dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte
Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen,
wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die
auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen
Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische
Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten
Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich
etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Hamburg, den 22. April 2020 HANSA PARTNER GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft scroll
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