SLOMAN NEPTUN Schiffahrts-Aktiengesellschaft

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Zusammengefasster Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der SLOMAN NEPTUN Schiffahrts-Aktiengesellschaft

1. Grundlagen des Konzerns

1.1 SLOMAN NEPTUN Konzern

Der SLOMAN NEPTUN Konzern ist mit seinen wesentlichen Tochtergesellschaften in der internationalen Seeschifffahrt tätig. Dabei wurden zum Bilanzstichtag 20 eigene Schiffe eingesetzt. Der Schwerpunkt der Tätigkeit lag mit dem weltweiten Einsatz von 10 bzw. sieben Tankern in den Segmenten Gastankfahrt und Chemikalien- /Produktentankfahrt. Daneben wurde mit drei Schiffen das Segment Trockenfahrt betrieben.

1.2 Struktur der SLOMAN NEPTUN Schiffahrts-Aktiengesellschaft

Die SLOMAN NEPTUN Schiffahrts-Aktiengesellschaft ist die Obergesellschaft des Konzerns und hat ihren Geschäftssitz in Bremen. Sie hält direkt und indirekt über Beteiligungsgesellschaften Anteile an den wesentlichen Konzerngesellschaften. Insgesamt gehören am Bilanzstichtag 26 unmittelbare und mittelbare Tochterunternehmen zum Konsolidierungskreis der SLOMAN NEPTUN Schiffahrts-Aktiengesellschaft. Zudem wurden vier assoziierte Unternehmen und ein Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss der SLOMAN NEPTUN Schiffahrts-Aktiengesellschaft einbezogen.

1.3 Organisation und Leitung

Die SLOMAN NEPTUN Schiffahrts-Aktiengesellschaft ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts, dessen Grundprinzip das duale Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat ist. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng zusammen. Dabei trägt der Vorstand die Gesamtverantwortung für die Leitung des Unternehmens.

1.4 Vorstandsstruktur

Der Vorstand der SLOMAN NEPTUN Schiffahrts-Aktiengesellschaft bestand zum Bilanzstichtag aus zwei Mitgliedern. Die Zuständigkeitsbereiche sind Strategische Unternehmensausrichtung, Gastankfahrt, Chemikalien- und Produktentankfahrt, Trockenfahrt, Shipmanagement, Finanzen und Personal.

1.5 Konzernunternehmen

Die Firma Rob. M. Sloman & Co. oHG, Hamburg, hält an unserer Gesellschaft eine Mehrheitsbeteiligung. Wir sind gemäß § 290 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht für den Kreis von Unternehmen aufzustellen, an denen wir die Mehrheit der Stimmrechte haben, bzw. deren Geschäftspolitik wir bestimmen. Im Konzern sind die SLOMAN NEPTUN Schiffahrts-Aktiengesellschaft und Beteiligungsgesellschaften zusammengefasst, die im Anhang aufgeführt sind.

Die SLOMAN NEPTUN Shipping & Transport GmbH setzt die ihr gehörenden Schiffe MS „SLOMAN DISCOVERER“ und MS „SLOMAN DISPATCHER" sowie das gecharterte Beteiligungsschiff MS „SLOMAN DISCHARGER“ im weltweiten Chartermarkt ein.

Die Dampfschifffahrts-Gesellschaft “NEPTUN" mbH hält Minderheitsbeteiligungen an zwei Schiffsgesellschaften.

1.6 Marktumfeld und Wettbewerb in den Segmenten

Weltwirtschaft

Das Wachstum der Weltwirtschaft und des Welthandels sind signifikante Faktoren, die die Nachfrage nach Transportleistungen und damit die Entwicklung von Reedereien beeinflussen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) gibt für 2023 ein Wachstum von 3,1% an (Vorjahr: Wachstum 3,5%). Für die Jahre 2024 und 2025 wird ein Weltwirtschaftswachstum in Höhe von 3,1% bzw. 3,2% erwartet. Einflussfaktoren seien insbesondere eine restriktive Geldpolitik, der Rücknahme der fiskalischen Unterstützung sowie einem niedrigen Produktivitätswachstum. Für die Industrieländer wird für 2024 ein leicht schwächeres Wachstum vorhergesagt, während für die Schwellen- und Entwicklungsländer mit einem stabilen Wachstum gerechnet wird.

Der Welthandel erlebte in 2023 gemäß IWF ein Wachstum von 0,4 % (Vorjahr: Wachstum 5,2%). Für 2024 und 2025 wird mit einem Wachstum in Höhe von 3,3 % bzw. 3,6% gerechnet. Die zunehmenden Handelsverzerrungen aufgrund geopolitischer Krisen und eine geoökonomische Fragmentierung dürften das Niveau des Welthandels weiterhin belasten.

Gastankfahrt

Der Einsatz der im UNIGAS-Pool beschäftigten Schiffe erfolgt unverändert weltweit und überwiegend auf Kontrakt- und Reisecharterbasis.

Der Krieg in der Ukraine und handelspolitische Spannungen wirkten sich im Berichtsjahr erneut stark auf die für die Gastankfahrt maßgeblichen Märkte und Industrien aus. Während regionale Handelsverschiebungen einerseits zu Veränderungen von Seetransport-Routen führten, haben sich im Jahresverlauf die von Befürchtungen auf die konjunkturelle Entwicklung geprägten Erwartungen der Marktteilnehmer teilweise negativ auch auf die Volumina bei Seetransporten von chemischen Gasen ausgewirkt. Die Verschiffungsnominierungen unter den längerfristig von UNIGAS gehaltenen Contracts of Affreightment („CoAs“) waren pro Quartal entsprechend unterschiedlich.

Andere Störungen, wie etwa Kapazitätsengpässe bei der Nutzung des Panama-Kanals oder die im letzten Quartal des Berichtsjahres zunehmenden Angriffe auf Handelsschiffe im Roten Meer, führten aufgrund von verlängerten Ausweichrouten aber zu Tonnage-Verknappungen. Ein damit einhergehender festerer Spotmarkt führte im Jahresverlauf zu steigenden Frachtraten. Die zwischen den Reisen anfallenden beschäftigungslosen Tage („idle-times“) verringerten sich entsprechend. Gegenläufig dazu wirkte sich der im Jahresdurchschnitt schwächere USD-Wechselkurs aus. Insgesamt haben sich die aufgefahrenen Ergebnisse im UNIGAS-Pool gegenüber dem Vorjahr verbessert.

Der 1998 gebaute MT „Sigmagas“ wurde auf Basis eines im Dezember 2022 abgeschlossenen Verkaufsvertrages im Februar 2023 an die neuen Eigner übergeben.

Im Vorjahr war der 1997 gebaute MT „Betagas“ im 2. Quartal verkauft worden.

Chemikalien- und Produktentankfahrt

Die unverändert fünf Chemikalien- und zwei Produktentanker wurden im Berichtsjahr in zwei etablierten Tanker-Pools eingesetzt.

Ebenfalls unverändert wirkte sich der Krieg in der Ukraine einhergehend mit den gegen Russland verabschiedeten Handels-Sanktionen auf die Märkte für Produkten- und Chemikalientanker aus. Im Berichtsjahr entstanden weltweit neue und verlängerte Seetransportwege. Zusätzlich beeinflusst von zunehmenden Regionalisierungen (in Amerika/Europa sowie Fernost) beim Handel und Transport von Ölprodukten, ist der Tonnagebedarf in diesem Schifffahrtsegment im Jahresverlauf insgesamt nochmals angestiegen. Andere Störungen, wie etwa Kapazitätsengpässe bei der Nutzung des Panama-Kanals oder die im letzten Quartal des Berichtsjahres zunehmenden Angriffe auf Handelsschiffe im Roten Meer, führten aufgrund von verlängerten Ausweichrouten zu weiteren Tonnageverknappungen. Trotz eines im Jahresdurchschnitt gegenüber dem Vorjahr leicht schwächeren USD-Wechselkurs, haben sich damit die aufgefahrenen Poolergebnisse nochmals erhöht.

Trockenfahrt

Nach der offiziellen Einstellung des Liniendienstes im Vorjahr, waren die im Segment Trockenfahrt eingesetzten drei Schiffe im Berichtsjahr hauptsächlich auf Zeitcharterbasis verchartert und in der weltweiten Trampfahrt im Einsatz.

Die in diesem Segment aufgefahrenen Ergebnisse haben sich im Vergleich zum Vorjahr erwartungsgemäß verschlechtert. In den Vorjahren führten sehr hohe Containerfrachtraten dazu, dass vormals containerisierte Break-Bulk-Ladung wieder vermehrt auf Multi-Purpose-Schiffen verschifft wurde. Auch wurden diese Schiffe vermehrt zum Containertransport in den Verkehren der großen Linienreedereien eingechartert, was zu einer zusätzlichen Tonnage-Verknappung führte. Mittlerweile bestehen diese positiven Einflussfaktoren nicht mehr, dieses Segment ist wieder hauptsächlich von konjunkturellen Auslastungen und Erwartungen in der Projektfahrt beeinflusst.

Noch laufende Perioden-Zeitchartern bei zwei Schiffen, die bereits im hohen Markt der Vorjahre abgeschlossen worden waren, haben das Segmentergebnis positiv beeinflusst.

Der im Jahresdurchschnitt schwächere USD-Kurs wirkte sich dagegen belastend auf die Ergebnisentwicklung aus.

Insgesamt schloss das Segment gegenüber dem Vorjahr mit einem positiven, aber geringeren Ergebnis ab.

1.7 Konzernziele und -strategie

Vorrangiges strategisches Ziel des SLOMAN NEPTUN Konzerns ist ein kontinuierliches, risikoabwägendes Wachstum mit einhergehend nachhaltiger Gewinnentwicklung. Die Voraussetzung für die Erreichung dieses Ziels ist die unverändert erwartete steigende Nachfrage nach weltweiten Transportleistungen einhergehend mit einer anhaltend geringen Neubautätigkeit und einem wachsenden Verschrottungsvolumen. Ein wesentliches Element der Unternehmensstrategie sind ausgewogene und auf stabiles Wachstum ausgerichtete Investitionen. Ziel von SLOMAN NEPTUN ist es, in den Segmenten der Tankfahrt die strategische Position in den Märkten zu festigen oder auszubauen.

Die Erwirtschaftung nachhaltig positiver Cash-Flows, eine anhaltend solide Unternehmensfinanzierung und damit eine gute Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung sind als Voraussetzungen für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit von SLOMAN NEPTUN definiert.

Gemäß der Finanzstrategie werden getätigte und geplante Investitionen in Schiffe - soweit möglich - bereits parallel zur Bestellung oder zum Kauf durch entsprechende Finanzierungszusagen oder -angebote abgesichert.

Zur Begrenzung von Risiken aus Wechselkurs- und Zinsänderungen werden die Finanzmärkte fortlaufend beobachtet und gegebenenfalls Sicherungsgeschäfte getätigt. Die bei der SLOMAN NEPTUN für anstehende Investitionsprojekte vorgehaltenen, liquiden Mittel werden mit breiter Streuung auf dem Geld- und Kapitalmarkt eingesetzt. Die unterschiedlichen Laufzeiten und Fälligkeiten sind kurz- bis mittelfristig. Es werden hierfür ausschließlich Anlagen mit sehr hoher Bonität genutzt.

Daneben sind die operativen Risiken aus dem Betrieb der Schiffe durch die üblichen Versicherungen weitgehend abgedeckt.

Die nachhaltige, professionalitäts- und serviceunterlegte Unternehmensentwicklung hat weiterhin hohe Priorität. Als Dienstleister wollen wir unsere Kompetenz und gute Reputation in allen von uns betriebenen Segmenten sichern und weiter ausbauen. Kernelemente der SLOMAN NEPTUN Strategie sind u.a. die Zuverlässigkeit und die hohe Qualität der angebotenen Dienstleistungen. Es ist das Bestreben, dabei den wachsenden Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden und die Gefahr von Unfällen sowie die Belastung der Umwelt so gering wie möglich zu halten. Das definierte Ziel ist dabei das „Null-Fehler-Prinzip“.

1.8 Strategische Schwerpunkte in den Segmenten

Gastankfahrt

Die seit über 50 Jahren betriebene Gastankfahrt mit Schiffen mit einer Tankkapazität bis 15.000 cbm ist der unveränderte Schwerpunkt der Konzernaktivitäten. Diesem Segment wird u.a. aufgrund einer geringen Neubautätigkeit und einem relativ hohen Durchschnittsalter der weltweit in Fahrt befindlichen Flotte unverändert großes Wachstumspotential einhergehend mit positiven Ergebnissen zugetraut. Die kontinuierliche Erneuerung und der Ausbau der vorhandenen Flotte, bzw. eine Expansion der Aktivitäten, werden deshalb laufend untersucht und wenn möglich umgesetzt.

Chemikalien- und Produktentankfahrt

Auch für dieses Segment wird ein Ausbau der eingesetzten Flotte kontinuierlich untersucht. Aufgrund einer überschaubaren Neubautätigkeit mit verzögerten Ablieferungen in den kommenden Jahren und einer insgesamt älter werdenden fahrenden Flotte rechnen wir mittelfristig mit anhaltend positiven Ergebnissen für dieses Segment.

Trockenfahrt

Nach der Einstellung des Liniendienstes in 2022 steht die Erzielung nachhaltig positiver Ergebnisse der eingesetzten Schiffe in der weltweiten Trampfahrt stärker im Fokus unseres Handelns als eine mögliche Expansion. Mittelfristig rechnen wir mit anhaltend positiven Ergebnissen für dieses Segment.

1.9 Forschung und Entwicklung

Als Dienstleistungskonzern betreibt SLOMAN NEPTUN keine mit produzierenden Unternehmen vergleichbare Forschung und Entwicklung. Daher entfällt dieser Teilbericht.

1.10 Qualitäts-, Gesundheits- Sicherheits- und Umweltschutzmanagement (QHSE)

Im Rahmen unseres nach ISO 9001 und ISO 14001 zertifizierten Qualitäts- und Umweltmanagements und unseres Safety Management Systems verpflichten wir uns dazu,

unseren Kunden höchste Qualität und maximale Sicherheit zu bieten (Kundenfokus),

vorhandene Ressourcen durch innovative Prozesse zu schonen (Digitalisierung),

die Umwelt und das Klima zu schützen (Umwelt- und Klimaschutz) und

für unsere Mitarbeiter ein gesundes, sicheres und attraktives Arbeitsumfeld zu schaffen (Mitarbeiter).

Die Zertifizierung umfasst neben der Landorganisation sämtliche Schiffe. Die Ergebnisse der jährlichen Audits nutzen wir, um uns fortlaufend zu hinterfragen und unsere Prozesse zu verbessern.

Es ist unser Bestreben den Transport von Waren über das Meer so sicher und umweltschonend wie möglich zu gestalten. Nachhaltiges Handeln sehen wir seit vielen Jahrzehnten als Grundlage für unseren bisherigen und zukünftigen Erfolg.

Die Minimierung von Emissionen und Immissionen, insbesondere die Reduktion des CO2 -Ausstosses, und die Erfüllung aller relevanten Vorschriften zum Schutz der Umwelt sind seit vielen Jahren für unser Unternehmen eine Selbstverständlichkeit.

Im Jahr 2022 hat SLOMAN NEPTUN eine Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet, die auf den Anforderungen des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK), der Global Reporting Initiative Sustainability Reporting Standard (GRI SRS) und den Sustainable Development Goals (SDG`s) basiert.

Ziele und Details der Nachhaltigkeitsstrategie sind in einem Nachhaltigkeitsbericht zusammengefasst, der nicht in die Jahres- und Konzernabschlussprüfung zum 31. Dezember 2023 einbezogen ist. Der Nachhaltigkeitsbericht wird in die DNK-Datenbank überführt und in Auszügen auf unserer Webseite (www.sloman-neptun.com) veröffentlicht.

1.11 Mitarbeiter

Per 31. Dezember 2023 beschäftigten wir 61 Mitarbeiter (Vorjahr 64) an Land. Auf unseren Schiffen wurden 351 Seeleute (Vorjahr 350) beschäftigt.

1.12 Steuerungssystem

Als finanzwirtschaftliche Zielsetzung verfolgt die SLOMAN NEPTUN Schiffahrts-Aktiengesellschaft als Muttergesellschaft die nachhaltige Wertsteigerung des SLOMAN NEPTUN Konzerns. Zur wertorientierten Steuerung des Gesamtunternehmens sowie der einzelnen Geschäftsfelder ist ein standardisiertes Steuerungssystem eingerichtet.

Der bedeutsamste Leistungsindikator zur Steuerung der Aktiengesellschaft, des Konzerns und seiner Segmente ist dabei das Jahresergebnis (vgl. Abschnitt 2.2.1). Zur unterjährigen Verfolgung der Geschäftsentwicklung in den Segmenten überwachen wir daneben finanzielle Größen, wie Erträge, Kosten, Liquidität und nichtfinanzielle, operative Leistungsindikatoren, wie für Reparaturen und Instandhaltung benötigte Tage (sog. „Off-hire Zeiten“).

2023 2022
Off-hire Zeiten 196 Tage 349 Tage

Die Off-hire Zeiten sanken im Geschäftsjahr auf 196 Tage (Vorjahr: 349 Tage) aufgrund einer geringen Anzahl von planmäßigen Dockungen deutlich.

Eine ausreichende Liquidität für den laufenden Geschäftsbetrieb in allen Konzerngesellschaften wird ständig überwacht und sichergestellt. Eventuell auftretende kurzfristige Liquiditätsengpässe wegen außerplanmäßiger Ereignisse in den Tochtergesellschaften werden durch die SLOMAN NEPTUN Schiffahrts-Aktiengesellschaft überbrückt. Bei absehbar längeren Engpässen werden Einschüsse durch die Gesellschafter der jeweiligen Tochtergesellschaften geleistet.

Aus der regelmäßig aktualisierten Liquiditätsplanung leitet sich auch der abzudeckende Liquiditätsbedarf für mögliche Investitionen ab. Bevor Investitionen in neue Schiffe getätigt werden, ist sichergestellt, dass die hierfür aufzubringenden Eigenmittel vorhanden sind. Zusätzliche Finanzmittel werden über Banken durch klassische Schiffshypotheken- oder andere Darlehen aufgenommen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Rahmenbedingungen

2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nahezu 90 Prozent der weltweit transportierten Güter werden mit Schiffen befördert. Die Höhe des globalen Wirtschaftswachstums und die Stärke der Zunahme des Welthandels sind somit für die Nachfrage nach Transportleistungen und damit für die Entwicklung des Ladungsaufkommens von großer Bedeutung.

Die globale Konjunktur ist unverändert von starken Unsicherheiten und vermehrt plötzlich auftretenden politischen Krisen oder Gewalteinwirkungen negativ beeinflusst. Zuletzt haben im Berichtsjahr die Gewalt im Nahen Osten und resultierende Angriffe im Roten Meer eine für den weltweiten Seehandel wichtige Schifffahrts-Route verschlossen und damit auf längere Ausweichrouten verlagert. Derartige Eingriffe können sich zusätzlich negativ auf die - teilweise bereits belasteten - konjunkturellen Entwicklungen auswirken. Von diesen Störungen abgesehen, kann grundsätzlich von einer mittel- bis langfristigen Erholung des globalen Wirtschaftswachstums ausgegangen werden

Der US-Dollar notierte im Jahresdurchschnitt 2023 bei rd. USD 1,08 je Euro (Vorjahr: USD 1,05 je Euro). Der Wechselkurs zum Bilanzstichtag betrug rd. USD 1,11 je Euro (Vorjahr: USD 1,07 je Euro). Für 2024 und die Folgejahre wird derzeit von einem leicht schwächeren USD-Wechselkurs ausgegangen.

2.1.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Im Berichtsjahr war die Schifffahrtsindustrie unverändert geprägt von Themenstellungen zur Neuausrichtung und dem einhergehenden technologischen Wandel für einen zukünftigen klimaneutralen Betrieb von Seeschiffen. Diese Entwicklungen führen dazu, dass Neubauprojekte mit zunehmend neuen technologischen Spezifikationen, Anlagen und Ausrüstungen geplant werden müssen, mit einhergehend höheren Baukosten.

2.1.3 Wechselkurse und Rohstoffpreise

Die SLOMAN NEPTUN Konzerngesellschaften sind mit ihren geschäftlichen Aktivitäten weltweit vertreten. Damit ist der SLOMAN NEPTUN Konzern finanzwirtschaftlichen Risiken durch Veränderungen von Wechselkursen, Zinssätzen und teilweise Rohstoffpreisen ausgesetzt.

Die wesentlichen operativen finanzwirtschaftlichen Transaktionsrisiken bestehen in Euro und US-Dollar. Sie entstehen sowohl durch Fremdwährungskostenpositionen, wie beispielsweise Personal- oder Treibstoffkosten, als auch durch Fremdwährungsertragspositionen. Der Jahresdurchschnittskurs des US-Dollars im Vergleich zum Euro war im Berichtszeitraum mit rd. USD 1,08 je Euro unter Vorjahresniveau. Im Jahresverlauf 2023 lag der Tiefstkurs des Euros bei USD 1,05 je Euro, der Höchstkurs betrug USD 1,13 je Euro. Bei den US-Dollar Zinssätzen setzte sich der im Vorjahr begonnene Anstieg schrittweise fort und verharrt seit Mitte 2023 auf vergleichsweise hohem Niveau. Auch die Euro Zinssätze stiegen.

Rohstoffpreisänderungen wirken sich im SLOMAN NEPTUN Konzern, neben den hierdurch begründbaren Veränderungen der Frachtmärkte, insbesondere auf die Beschaffung von Treibstoffen aus. Ab der Jahresmitte 2023 war ein stetiger Preisanstieg zu verzeichnen, der jedoch für die einzelnen Bunkerarten unterschiedlich hoch ausfiel und sich zum Jahresende wieder leicht absenkte. Mit der Ausweitung der Konflikte im Mittleren Osten zum Jahresbeginn 2024 setzte ein erneuter Anstieg der Bunkerpreise ein.

2.1.4 Veränderung rechtlicher Rahmenbedingungen

Im Geschäftsjahr 2023 gab es keine Veränderung rechtlicher Rahmenbedingungen mit wesentlichen Auswirkungen auf die geschäftliche Entwicklung des SLOMAN NEPTUN Konzerns.

2.2 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

2.2.1 Ertragslage des Konzerns

2023
TEURO
2022
TEURO
Umsatzerlöse 179.545 190.781
Rohertrag 86.780 85.280
EBITDA1 51.989 56.607
Operatives Ergebnis 36.227 40.633
Beteiligungsergebnis 3.113 1.570
Finanzergebnis -3.676 -3.572
Konzernjahresergebnis 35.664 38.527

1 ohne Aufzinsungseffekte

Die im Lagebericht des Jahresabschlusses 2022 gemachte Prognose, in 2023 ein leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegendes Jahresergebnis erreichen zu können, wurde erreicht. Das Konzernjahresergebnis 2023 wurde durch Buchgewinne in Höhe von insgesamt Euro 2,5 Mio. aus dem Verkauf von einem Schiff positiv beeinflusst. Insgesamt wurde ein sehr gutes Ergebnis ausgewiesen, das unverändert stark durch weltweite handelspolitische Störungen beeinflusst wurde.

Das operative Ergebnis sank um rund Euro 4,4 Mio. Der Rohertrag konnte zwar um Euro 1,5 Mio. bei geringeren Umsatzerlösen gesteigert werden, reichte aber nicht aus, um den gestiegenen Sonstigen betrieblichen Aufwand zu kompensieren. Die Personalkosten sanken leicht. Darüber hinaus hat sich der in 2023 leicht schwächere USD-Wechselkurs negativ auf das operative Ergebnis ausgewirkt.

Das Beteiligungsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um Euro 1,5 Mio. erhöht. Das Finanzergebnis hat sich bei deutlich verbesserten Erträgen aus Zinsen aufgrund von höheren Zinsbelastungen bei steigenden Zinssätzen trotz planmäßiger Tilgungen der Darlehn insgesamt um Euro 0,1 Mio. verschlechtert.

Im Geschäftsjahr 2023 haben sich konsolidiert Kursgewinne und Kursverluste mit Euro 1,6 Mio. insgesamt negativ auf das Konzernergebnis ausgewirkt.

In der Gastankfahrt, die durch von UNIGAS langfristig gehaltene Frachtverträge über eine unverändert solide Beschäftigungs- und Ertragsbasis verfügt, lag das Segmentergebnis aufgrund sehr unterschiedlicher Nachfrage in den Quartalen nach Seetransporten, belastet durch im Vergleich zum Vorjahr einer größeren Anzahl planmäßiger Werftaufenthalte zur Klasseerneuerung und einem schwächeren USD-Wechselkurs in diesem Segment um rd. Euro 5,6 Mio. unter dem Vorjahresergebnis und damit leicht unter den Erwartungen der im Vorjahr gemachten Prognose. Das Segmentergebnis ist durch einen Buchgewinn aus dem Verkauf eines Schiffs in Höhe von Euro 2,5 Mio. positiv beeinflusst - im Vorjahr wurden Buchgewinne von Euro 2,4 Mio. verbucht.

In der Chemikalien- und Produktentankfahrt hat sich dagegen das Segmentergebnis, entgegen der Prognose eines in etwa auf Vorjahresniveau liegenden Ergebnisses, erneut deutlich verbessert. In diesem Segment wird nach einem Gewinn in Höhe von Euro 19,5 Mio. im Vorjahr ein Ergebnis in Höhe von Euro 27,0 Mio. ausgewiesen. Das Segmentergebnis 2023 ist von einer insgesamt sehr guten Entwicklung der Spot- und Zeitchartererlöse erneut deutlich positiv geprägt. Im Vorjahr war das Ergebnis durch planmäßige Werftaufenthalte zur Klasseerneuerung belastet.

Das operative Jahresergebnis in der Trockenfahrt hat sich, entsprechend der Prognose, leicht verschlechtert. Die im Berichtsjahr geschlossenen Charterbeschäftigungen erfolgten in einem im Vergleich zum Vorjahr deutlich schlechterem Ratenumfeld. Auch aufgrund von noch aus den Vorjahren laufenden Zeitcharterbeschäftigungen mit höheren Raten, ist das Segmentergebnis mit Euro 5,1 Mio. immer noch deutlich positiv. Im Vorjahr war ein Gewinn in Höhe von Euro 7,7 Mio. verbucht worden.

Die Umsatzerlöse haben sich im Konzern gegenüber 2022 insgesamt um 5,8 % auf Euro 180 Mio. verringert. Die Umsätze in der Gastankfahrt und in der Chemikalien- und Produktentankfahrt sanken gegenüber dem Vorjahr um rd. Euro 4,0 Mio. bzw. Euro 1,3 Mio., im Segment Trockenfahrt lagen die Umsätze um rd. Euro 5,7 Mio. unter Vorjahresniveau.

Dennoch stieg der Rohertrag infolge des gesunkenen Materialaufwandes um etwa Euro 1,5 Mio. auf Euro 86,8 Mio. aufgrund gesunkener Reisekosten und einer geringeren Anzahl planmäßiger Dockungen.

Das operative Ergebnis sank um Euro 4,4 Mio. auf Euro 36,2 Mio.. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus nur unterproportional gesunkenen Personalkosten sowie gestiegenen Sonstigen betrieblichen Aufwendungen aufgrund von Kursverlusten infolge des zum Bilanzstichtages schwächeren USD-Wechselkurses.

Die Abschreibungen lagen im Berichtsjahr mit Euro 15,9 Mio. auf Vorjahresniveau (Euro 16,1 Mio).

Der Gesamtumsatz der SLOMAN NEPTUN-Gruppe (Umsatz aus Reedereibetrieb und Tochterunternehmen einschließlich der nicht voll konsolidierten Unternehmen) belief sich in 2023 auf Euro 187,8 Mio. (Vorjahr Euro 205,5 Mio.).

Insgesamt wurde in 2023 ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von Euro 35,7 Mio., gegenüber einem Konzernjahresüberschuss im Vorjahr von Euro 38,5 Mio., ausgewiesen. Unter Berücksichtigung des auf andere Gesellschafter entfallenden Ergebnisses, des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr, sowie der Einstellungen in andere Gewinnrücklagen ergibt sich ein Konzernbilanzgewinn in Höhe von Euro 24,0 Mio. (Vorjahr Euro 27,1 Mio.).

2.2.2 Finanzlage des Konzerns

2.2.2.1 Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Das Finanzmanagement des SLOMAN NEPTUN Konzerns hat u.a. zum Ziel, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Die Wahrung einer angemessenen Mindestliquidität ist hierbei von vorrangiger Bedeutung. Das Finanzmanagement wird im Rahmen der maßgeblichen Gesetze und Regeln sowie der internen Grundsätze und Richtlinien ausgeübt.

Zu den finanzwirtschaftlichen Risiken, denen der SLOMAN NEPTUN Konzern ausgesetzt ist, zählen das Währungsrisiko und das Risiko aus sich verändernden Zinsniveaus. Die Geschäfte der Konzerngesellschaften werden überwiegend in Euro und US-Dollar abgewickelt. Weitere Währungen sind von untergeordneter Bedeutung.

Zur Absicherung von Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken werden gegebenenfalls derivative Sicherungsgeschäfte abgeschlossen.

2.2.2.2 Vermögens- und Finanzlage des Konzerns

2023
TEURO
2022
TEURO
Seeschiffe 208.507 223.441
Anlagen im Bau 422 77
Finanzanlagen 2.782 5.187
Eigenkapital 194.589 178.922
Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital 45.001 51.606
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 80.330 94.258

Bei den Seeschiffen wirkten sich im Geschäftsjahr planmäßige Abschreibungen aus. Außerplanmäßige Wertberichtigungen als Folge von „Impairment Tests“ mussten im Berichtsjahr nicht vorgenommen werden.

Das Anlagevermögen macht 71 % (Vorjahr 77 %) der um Euro 3,6 Mio. auf Euro 299,8 Mio. gestiegenen Bilanzsumme aus. Die Eigenkapitalquote (mit Anteilen anderer Gesellschafter) beträgt im Konzern rund 65 % (Vorjahr 60 %). Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist in planmäßigen Tilgungen begründet.

2.2.2.3 Finanzierung

Der Konzern deckt seinen Finanzierungsbedarf mit Mittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie der Aufnahme von kurz-, mittel- und langfristigen Finanzschulden.

Für die bestehenden Finanzierungen sind u.a. marktübliche sog. Covenantklauseln vereinbart. Sie umfassen insbesondere das Eigenkapital und die Liquidität des Konzerns sowie bestimmte Loan-to-Value-Relationen. Zum 31. Dezember 2023 wurden sämtliche Covenants eingehalten. Der Vorstand geht aufgrund der aktuellen Planung davon aus, dass diese Vereinbarungen auch in der Folgeperiode eingehalten werden.

Die Zahlungsfähigkeit des SLOMAN NEPTUN Konzerns war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet.

2.2.2.4 Cash-Flow

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit verringerte sich leicht auf Euro 53,4 Mio. (Vorjahr Euro 54,0 Mio.). Unter Berücksichtigung eines gegenüber dem Vorjahr leicht verminderten Tilgungsvolumens, sowie der Dividendenzahlung ergab sich per Jahresende 2023 ein gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserter Zahlungsmittelbestand (Flüssige Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens) in Höhe von Euro 72,5 Mio. (Vorjahr Euro 52,4 Mio.).

Die detaillierte Kapitalflussrechnung ist im Konzernabschluss enthalten.

2.2.2.5 Außerbilanzielle Verpflichtungen

Neue Bestellungen lagen neben den im Konzernanhang genannten Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen zum Bilanzstichtag nicht vor.

2.2.3 Ertragslage in den Segmenten

Der SLOMAN NEPTUN Konzern umfasst die Segmente Gas-, Chemikalien- und Produktentankfahrt sowie Trockenfahrt.

Gastankfahrt

Alle Gastanker wurden weiterhin gemeinsam mit den Einheiten zweier Partner im Rahmen des UNIGAS-Konsortiums mit Sitz in Rotterdam/Niederlande, sowie Büros in Hongkong/China und Houston/USA, einem der globalen Marktführer im Betrieb von Gastankern mit einer Transportkapazität bis zu 15.000 cbm, eingesetzt.

Ein in 2023 festerer Spotmarkt führte im Jahresverlauf zu steigenden Frachtraten. Die zwischen den Reisen anfallenden beschäftigungslosen Tage („idle-times“) verringerten sich entsprechend. Gegenläufig dazu wirkte sich der im Jahresdurchschnitt schwächere USD-Wechselkurs aus. Insgesamt haben sich die aufgefahrenen Ergebnisse im UNIGAS-Pool gegenüber dem Vorjahr verbessert.

Das Jahresergebnis 2023 wurde ferner wie bereits im Vorjahr durch den Buchgewinn aus dem Verkauf eines Schiffs positiv beeinflusst.

Chemikalien- und Produktentankfahrt

Die unverändert fünf Chemikalien- und zwei Produktentanker wurden weiterhin weltweit eingesetzt.

Ebenfalls unverändert wirkten sich der Krieg in der Ukraine einhergehend mit den gegen Russland verabschiedeten Handels-Sanktionen auf die Märkte für Produkten- und Chemikalientanker aus. Im Berichtsjahr entstanden weltweit neue und verlängerte Seetransportwege. Zusätzlich beeinflusst von zunehmenden Regionalisierungen (in Amerika/Europa sowie Fernost) beim Handel und Transport von Ölprodukten, ist der Tonnagebedarf in diesem Schifffahrtsegment im Jahresverlauf insgesamt nochmals angestiegen. Andere Störungen, wie etwa Kapazitätsengpässe bei der Nutzung des Panama-Kanals oder die Gewalt im Nahen Osten im letzten Quartal des Berichtsjahres, resultierend in zunehmenden Angriffen auf Handelsschiffe im Roten Meer, führten aufgrund von verlängerten Ausweichrouten zu weiteren Tonnageverknappungen. Trotz eines im Jahresdurchschnitt gegenüber dem Vorjahr leicht schwächeren USD-Wechselkurs, haben sich damit die aufgefahrenen Poolergebnisse nochmals erhöht.

Die Erwartungen aus dem Vorjahr auf einen leicht sinkenden Spot- und Zeitchartermarkt haben sich nicht erfüllt.

Trockenfahrt

Das Segment Trockenfahrt erzielte im Geschäftsjahr 2023 ein operatives Ergebnis in Höhe von EUR 5,1 Mio. nach EUR 7,7 Mio.im Vorjahr. Die bei zwei Schiffen bereits in den Vorjahren geschlossenen, längerfristigen Auscharterungen führte trotz der im Berichtsjahr gefallenen Marktraten zu diesem positiven, wenn auch unter dem des Vorjahres liegenden Ergebnis. Im Vorjahr trug der Verkauf von Containern durch Buchgewinne in Höhe von EUR 0,4 Mio. zum Ergebnis bei.

2.2.4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SLOMAN NEPTUN Schiffahrts-Aktiengesellschaft

Die SLOMAN NEPTUN Schiffahrts-Aktiengesellschaft ist von ihrer Funktion her eine Holding. Sie besitzt keine eigenen Schiffe, sondern ist an Schiffsgesellschaften beteiligt. Diese werden von ihr verwaltet. Entsprechend werden fast ausschließlich Innenumsätze aus der Bereederung erzielt.

Die Finanzanlagen machen 41 % (Vorjahr 47 %) der um Euro 12,3 Mio. auf Euro 166,6 Mio. gestiegenen Bilanzsumme aus. Die Eigenkapitalquote beträgt rund 83 % (Vorjahr 78 %).

Die Aktiengesellschaft deckt ihren Finanzierungsbedarf mit Mittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit, aus Ausschüttungen der Tochtergesellschaften sowie der Aufnahme von mittel- und langfristigen Finanzschulden ab.

Die Aktiengesellschaft erzielte in 2023 einen Jahresüberschuss von Euro 19,9 Mio. (Vorjahr Euro 20,5 Mio.). Die leichte Verminderung erklärt sich hauptsächlich durch Kursverluste infolge des schwächeren USD-Wechselkurses zum Bilanzstichtag. Die Ergebnisse aus Beteiligungen einschließlich der aus Ergebnisabführungsverträgen, die das Ergebnis der SLOMAN NEPTUN Schiffahrts-Aktiengesellschaft weiterhin im Wesentlichen prägen, lagen auf Vorjahresniveau.

Das langfristig gebundene Vermögen der Aktiengesellschaft ist vollständig durch langfristiges Kapital gedeckt.

Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr sowie der Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen ergibt sich für 2023 ein Bilanzgewinn in Höhe von Euro 24,0 Mio. (Vorjahr Euro 27,1 Mio.).

2.2.5 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage der SLOMAN NEPTUN Schiffahrts-Aktiengesellschaft zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts weiterhin insgesamt positiv, allerdings für die einzelnen Segmente in 2024 unterschiedlich. In der Gastankfahrt werden für dieses Jahr ein höheres Frachtratenumfeld sowie ein verbessertes Segmentergebnis erwartet. Im Segment der Chemikalien- und Produktenfahrt wird von - auf dem derzeitig hohem Niveau - seitwärts verlaufenden Märkten ausgegangen. In der Trockenfahrt wird mit einem im Vergleich zu den Vorjahren weiter rückläufiges Segmentergebnis geplant. Die Geschäftsentwicklung des 1. Quartals 2024 liegt leicht über diesen Planungen. Es ist derzeit nicht absehbar, ob diese Entwicklung über die nächsten Monate anhält.

3. Risiko- und Chancenbericht

SLOMAN NEPTUN ist im Rahmen ihrer weltweiten Reedereitätigkeit naturgemäß einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit ihrem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Risiken werden nur dann bewusst eingegangen, wenn dadurch der Unternehmenswert gesteigert werden kann und ihre möglichen Auswirkungen beherrschbar bleiben.

Im Berichtsjahr haben wir neben einem langjährig bewährten umfassenden Controlling-System das konzernweite Risiko-Früherkennungssystem fortgeführt. Es ist integraler Bestandteil des Führungs-, Planungs- und Controllingprozesses unserer Gesellschaft und beinhaltet die Anwendung einheitlicher Management-Richtlinien sowie eine zentrale Analyse, Identifikation, Bewertung und Überwachung aller den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Risikofelder. Zentrales Element des Risikomanagement-Systems bildet das Risikomanagement-Gremium, das die Einhaltung der Vorgaben des Vorstands sicherstellt und für das Risikomanagement-System verantwortlich ist.

Als anhaltend bestehende Risiken aufgrund wirtschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen wurden für die Gas-, Chemikalien- und Produktentankfahrt und die Trockenfahrt eine schlechte Weltkonjunktur, eine eventuelle Eskalation politischer Spannungen und kriegerischer Auseinandersetzungen erkannt. Ein sich abschwächender Wechselkurs des US-Dollars würde sich negativ bemerkbar machen. Für die Trockenfahrt würde sich eine Verschlechterung der weltweiten Chartermärkte negativ auf die Ertragslage auswirken. Als Branchenrisiko wurde u.a. ein Anstieg der Kosten für Besatzungen, Reparatur, Ausrüstung und Treibstoff sowie höhere Preise für Neubauten identifiziert. Darüber hinaus werden die steigenden Anforderungen an einen umweltverträglichen Betrieb von Schiffen auch in den kommenden Jahren noch mit erheblichen Kosten verbunden sein.

Risiken aus den betrieblichen Aufgabenbereichen sind durch Versicherungsverträge weitgehend abgedeckt. Den bestehenden Währungs- und Zinsänderungsrisiken wird - soweit möglich und sinnvoll - durch währungs- und fristenkongruente Finanzierung sowie dem teilweisen Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten begegnet. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen ist SLOMAN NEPTUN nur in begrenztem Umfang ausgesetzt. Eventuelle Personalrisiken werden durch eine möglichst hohe Mitarbeiterzufriedenheit, die zu einer relativ niedrigen Fluktuation beiträgt, minimiert. Ferner werden unverändert Ausbildungsplätze angeboten.

Die Eintrittswahrscheinlichkeiten der möglichen Risiken bezogen auf die zugrunde gelegte Jahresplanung für das Geschäftsjahr 2024 sind unverändert zum Vorjahr wie folgt klassifiziert:

Gering: Die Eintrittswahrscheinlichkeit beträgt bis zu 25 Prozent
Mittel: Die Eintrittswahrscheinlichkeit liegt zwischen 25 Prozent und 50 Prozent
Hoch: Die Eintrittswahrscheinlichkeit beträgt mehr als 50 Prozent

Mögliche Auswirkungen gelten sowohl für die Ergebnisse des SLOMAN NEPTUN Konzerns als auch für das der Aktiengesellschaft. Ferner stehen möglichen negativen Auswirkungen oft auch positive Auswirkungen gegenüber. Als Richtlinie sind für das Geschäftsjahr 2024 unverändert zum Vorjahr wie folgt klassifiziert:

Gering: Auswirkungen bis zu Euro 1,5 Mio.
Mittel: Auswirkungen zwischen Euro 1,5 Mio. und Euro 3,0 Mio.
Hoch: Auswirkungen über Euro 3,0 Mio.

Wesentliche Risiken

Risiko Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche Auswirkungen Eintrittswahrscheinlichkeit 2024 im Vergleich zum Vorjahr
Rückgang der Transportmenge Gering Mittel Niedriger
Rückgang der durchschnittlichen Frachtrate Mittel Mittel Niedriger
Schwächung des US-Dollar Mittel Gering Gleich
Liquidität Gering Mittel Gleich
Zinsänderung Gering Mittel Niedriger
Anstieg Betriebskosten Hoch Mittel Gleich
Erhöhung der Umweltauflagen Mittel Mittel Geringer

Die Schifffahrt ist stark abhängig von den Rahmenbedingungen in den weltweiten Volkswirtschaften und wird durch konjunkturelle Schwankungen beeinflusst. Die Entwicklung der Frachtraten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage von SLOMAN NEPTUN ausüben, ist insbesondere von der Nachfrage der von uns transportierten Güter und somit von der globalen konjunkturellen Entwicklung abhängig.

In 2024 könnte sich das Welthandelsvolumen aufgrund der Verlagerung der Waren- und Verkehrsströme und vermindert auftretende politische Krisen oder Gewaltkonflikte wieder positiv entwickeln. Es ist aber derzeit nicht davon auszugehen, dass sich aus einer solchen Entwicklung für alle unsere Segmente im Verlauf des Jahres nochmalige Wachstums- bzw. Ertragschancen ergeben. Ein im Durchschnitt wieder leicht verbesserter US-Dollar-Wechselkurs zum Euro sowie ein Rückgang der US-Dollar Zinssätze könnten sich positiv auswirken. Allerdings können derzeit keinerlei Aussagen über die Eintrittswahrscheinlichkeit der genannten Ertragschancen gemacht werden. Vielmehr muss angemerkt werden, dass den Chancen auch erhebliche Risiken aus einer erneuten Verschlechterung der Marktverhältnisse gegenüberstehen.

Belastend werden sich in 2024 die bereits in 2023 vorgenommen Zinserhöhungen der Federal-Reserve auf die US-Dollar-Finanzierungen auswirken. Es ist derzeit noch nicht absehbar wann und in welcher Höhe weitere Anpassungen erfolgen werden.

Im Kontext der aktuellen umweltpolitischen Entwicklungen muss in den kommenden Jahren mit zunehmend strengeren Klima- und Umweltschutzauflagen seitens der IMO und der EU gerechnet werden. Auch muss in der maritimen Industrie und dem Schiffbau zunächst noch die nachhaltige Festlegung auf die sich durchsetzenden, umweltgerechten Antriebstechnologien erfolgen.

Wesentliche Chancen

Chancen Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche Auswirkungen Eintrittswahrscheinlichkeit 2024 im Vergleich zum Vorjahr
Veränderung Handelsströme Mittel Mittel Gleich
Entwicklung Schiffskapazitäten Mittel Mittel Gleich
Rückgang Zinslast Gering Mittel Gleich

Aus den Marktschwankungen zwischen Angebot und Nachfrage nach Transportleistungen können sich sowohl Chancen als auch Risiken ergeben.

Da in den von uns betriebenen Segmenten in 2024 unverändert eine relativ geringe Neubautätigkeit bzw. Indienststellung von Schiffen erfolgt, könnte dies zu einer anhaltenden Stabilisierung der Frachtraten führen. Allerdings muss hierfür auch der Marktabgang von älteren Schiffen erfolgen. Die umwelttechnologische Evolution in der Schifffahrt kann zu einer deutlichen Erhöhung der Neubaukosten führen.

SLOMAN NEPTUN wird aufgrund seiner positiven Reputation und Finanzdaten sowie der grundsätzlich guten Perspektive regelmäßig von verschiedenen in- und ausländischen Instituten für neue Finanzierungen, Umschuldungen oder Prolongationen vorhandener Darlehen angesprochen.

Gesamteinschätzung der Risiken und Chancen

Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation des Konzerns ist das Ergebnis einer konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken und Chancen. Auch nach dem Bilanzstichtag, dem 31. Dezember 2023, zeichnen sich aus heutiger Sicht keine den Fortbestand von SLOMAN NEPTUN gefährdenden Risiken ab. Die unverändert solide Bilanzstruktur und der ausreichende Liquiditätsstand bilden eine stabile Grundlage für das geplante Wachstum des Konzerns.

Vor dem Hintergrund eines durchschnittlichen Weltwirtschaftswachstums fällt die vorsichtige Einschätzung des Gesamtrisikos, u.a. aufgrund der Erwartung von schwankenden Schifffahrtsmärkten, aus heutiger Sicht für 2024 leicht positiver als in 2023 aus.

Dieser Jahresausblick unterliegt allerdings u.a. durch die derzeit nicht absehbare Entwicklung weiterer handelspolitischer Spannungen und Gewaltkonflikte auf regionale und globale Wirtschaftsentwicklungen einem hohen Maß an Unsicherheit.

3.1 Wesentliche Regelungs- und Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung

Die Regelungs- und Kontrollaktivitäten bei SLOMAN NEPTUN zielen darauf ab, die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung sicherzustellen. Ein wesentlicher Aspekt hierbei ist die gezielte Trennung von verschiedenen Funktionen in den rechnungslegungsrelevanten Prozessen (Beispiele: Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen). Weiterhin werden alle zur Verfügung stehenden Mittel eingesetzt, den zutreffenden Ansatz, die Bewertung und den Ausweis von Vermögensgegenständen und Schulden im Abschluss sicher zu stellen. Die organisatorischen Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, unternehmens- oder konzernweite Veränderungen in der Geschäftstätigkeit zeitnah zu erkennen und sachgerecht zu erfassen. Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld und stellt die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Rechnungslegung sicher.

Das interne Kontrollsystem umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit, Verlässlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Lage des Unternehmens zu vermitteln. Bei SLOMAN NEPTUN besteht das interne Kontrollsystem aus dem internen Steuerungs- und dem internen Überwachungssystem. Prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen bilden dabei die Elemente dieses Systems. Darüber hinaus stellen Konzernanweisungen sowie Bilanzierungsvorgaben sicher, dass die entsprechenden Vorschriften angewendet werden. Hinsichtlich der HGB-Konzernbilanzierung setzen wir zusätzlich externe Berater ein.

Als IT-Risiken erkannte Gefahren des unberechtigten Datenzugriffs oder Datenmissbrauchs wird durch verschiedene organisatorische und technische Maßnahmen, die sich auf Mitarbeiter, Organisation, Anwendungen, Systeme und Netzwerke beziehen, fortlaufend entgegengewirkt.

Der Aufsichtsrat ist mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das interne Überwachungssystem einbezogen. Zusätzlich stellen die Prüfung des Konzernabschlusses und die Prüfung der einbezogenen Einzelabschlüsse durch den Konzernabschlussprüfer wesentliche prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen dar.

3.2 Qualitäts- und Umweltmanagement

Es ist das Bestreben von SLOMAN NEPTUN, den hohen Qualitätsanforderungen ihrer Kunden stets gerecht zu werden und bei den zu erbringenden Dienstleistungen die Gefahr von Unfällen und die Belastung der Umwelt so gering wie möglich zu halten (siehe Absatz 1.10). Dabei ist das definierte Ziel das „Null-Fehler-Prinzip“.

4. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB

Der Vorstand hat im Dezember 2023 eine Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB abgegeben und diese auf der Internetseite (www.sloman-neptun.com) allgemein zugänglich gemacht.

5. Ausblick

Das Jahr 2024 verläuft für SLOMAN NEPTUN bisher im Wesentlichen leicht besser als geplant. Wir gehen derzeit von einer gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufigen Ergebnisentwicklung aus. Allerdings gestaltet es sich unverändert schwierig, eine verlässliche Aussage über den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres zu geben.

Unsere Einschätzung der zukünftigen Ergebnisse der verschiedenen Tätigkeitsbereiche ist besonders von den derzeit schwer vorhersehbaren politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem anhaltenden Krieg in der Ukraine geprägt. Die Entwicklung der Devisenkurse - besonders des US-Dollars - hat einen Einfluss auf die Ertragslage der SLOMAN NEPTUN-Gruppe. Da wir aber einen Teil der Ausgaben des Reedereibetriebes in den Einnahmewährungen begleichen und die Finanzierung der Flotte größtenteils in US-Dollar abgeschlossen wurde, treffen die Schwankungen der Devisenkurse in der jeweiligen Währung unsere Ertragsrechnung nicht voll. Mittelfristig gehen wir von einem etwas stärker werdenden Euro aus.

Globale Ausnahmeereignisse, wie beispielsweise eine Ausweitung des Kriegs in der Ukraine oder andere Gewaltkonflikte, könnten sich negativ auf die Wachstumserwartungen auswirken. Die möglichen Auswirkungen dieser beiden Einflüsse waren auch im 1. Quartal 2023 ein Grund für eine weiterhin zögerliche Haltung der Handelsmärkte. Aufgrund möglicher, zeitlich verzögert einsetzender Marktbewegungen sind die Auswirkungen der vorherrschenden Risiken auf die Weltwirtschaft für den verbleibenden Jahresverlauf, und darüber hinaus, zurzeit nicht absehbar. Wir gehen davon aus, dass auch SLOMAN NEPTUN die Auswirkungen der Krisen seit 2022 in allen Segmenten weiterhin spüren wird - eine mit Zahlen unterlegte Aussage hierzu ist uns allerdings zurzeit nicht möglich.

Für das Jahr 2024 erwarten wir aus heutiger Sicht für das Segment Gastankfahrt ein gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessertes Jahresergebnis. Diese Einschätzung beruht überwiegend auf aus heutiger Sicht insgesamt deutlich besseren Reiseergebnissen der bei UNIGAS beschäftigten Schiffe. Der Verkauf eines Gastankers wird zu einer Erhöhung der in 2024 zu erwartenden Buchgewinne aus Schiffsverkäufen führen.

Für die Chemikalien- und Produktentankfahrt wird für das Jahr 2024 bei aus heutiger Sicht trotz leicht steigenden Spot- und Zeitcharterraten wegen zweier planmäßiger Werftzeiten ein deutlich unter dem Vorjahresniveau liegendes Jahresergebnis erwartet.

Für das Jahr 2024 erwarten wir für die Trockenfahrt aus heutiger Sicht ein insgesamt leicht schwächeres Jahresergebnis. Diese Einschätzung beruht hauptsächlich auf den zuletzt leicht gefallenen Marktraten für die drei ausgecharterten Schiffe.

Aus heutiger Sicht erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 im Konzern ein insgesamt leicht unter dem Vorjahr liegendes Jahresergebnis. Allerdings könnten heute noch nicht in vollem Umfang vorhersehbare Entwicklungen in den Tätigkeitsbereichen, im Schifffahrtsumfeld allgemein, den Zins- und Währungsmärkten und besonders die weiteren Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und anderer Gewaltkonflikte diese Einschätzung deutlich verändern. Über das Jahr 2024 hinaus ist uns zurzeit eine verlässliche Aussage nicht möglich - grundsätzlich gehen wir aber von einer unverändert guten Entwicklung und einhergehend nachhaltig positiven Ergebnissen für SLOMAN NEPTUN aus.

6. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG

Unsere Gesellschaft erhielt bei jedem der im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte eine angemessene Gegenleistung. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren.

 

Bremen, den 2. Mai 2024

Vorstand

Christian Reincke

Guido Försterling

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 18,00 7.035,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 168.532,70 168.532,70
2. Seeschiffe und andere Wasserfahrzeuge 0,00 1,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 117.639,08 137.727,08
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 27.986,41
286.171,78 334.247,19
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 63.152.061,12 63.152.061,12
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.600.000,00 5.951.322,60
3. Beteiligungen 1.656.565,59 3.551.515,05
68.408.626,71 72.654.898,77
68.694.816,49 72.996.180,96
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.196,75 1.196,75
II. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 38.393.299,55 48.815.486,08
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 704.442,05 713.247,44
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.151.106,19 966.161,89
41.248.847,79 50.494.895,41
III. Wertpapiere
1. Sonstige Wertpapiere 12.069.050,27 0,00
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 44.505.163,29 30.752.248,54
97.824.258,10 81.248.340,70
C. Rechnungsabgrenzungsposten 48.244,12 36.683,48
166.567.318,71 154.281.205,14

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.200.000,00 5.200.000,00
1. Eigene Anteile -2.860,00 -2.860,00
5.197.140,00 5.197.140,00
II. Kapitalrücklage 667.642,22 667.642,22
III. Gewinnrücklagen
1. Andere Gewinnrücklagen 107.500.000,00 87.500.000,00
IV. Bilanzgewinn 23.993.128,86 27.074.667,38
137.357.911,08 120.439.449,60
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.220.848,00 4.373.837,00
2. Steuerrückstellungen 261.122,00 284.122,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.185.040,00 1.287.635,00
5.667.010,00 5.945.594,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.350.000,00 12.701.322,60
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 131.823,85 266.314,73
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.231.106,68 12.328.117,63
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 394.261,42 1.507.952,83
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.435.205,68 1.092.453,75
(davon aus Steuern € 68.599,94; Vorjahr € 122.801,80)
23.542.397,63 27.896.161,54
166.567.318,71 154.281.205,14

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 3.043.097,67 3.151.029,72
2. Sonstige betriebliche Erträge 201.380,75 1.613.877,59
(davon aus der Währungsumrechnung € 46.165,60; Vorjahr: € 597.196,12)
3.244.478,42 4.764.907,31
3. Personalaufwand
a) Gehälter und Heuern 23.770.633,65 25.927.225,71
davon an Tochtergesellschaften und Beteiligungsunternehmen belastet -19.861.036,07 -21.856.349,57
3.909.597,58 4.070.876,14
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 842.610,86 851.402,34
davon an Tochtergesellschaften und Beteiligungsunternehmen belastet -53.312,39 -78.485,79
(davon für Altersversorgung € 184.592,41; Vorjahr: € 171.657,39)
789.298,47 772.916,55
4.698.896,05 4.843.792,69
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 113.476,65 120.182,34
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.995.677,58 1.460.820,48
(davon aus der Währungsumrechnung € 902.456,35; Vorjahr: € 28.522,60)
-4.563.571,86 -1.659.888,20
6. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 5.064.684,95 7.349.583,17
(davon aus verbundenen Unternehmen € 5.460.478,37; Vorjahr: € 7.349.583,17)
7. Erträge aus Beteiligungen 17.819.152,81 14.893.024,52
(davon aus verbundenen Unternehmen € 14.212.288,25; Vorjahr: € 13.057.334,44)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.895.984,22 424.859,47
(davon aus verbundenen Unternehmen € 162.373,96; Vorjahr: € 199.696,75)
9. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 4.320,14
(davon aus verbundenen Unternehmen € 0,00; Vorjahr: € 4.320,14)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 300.825,57 446.337,00
(davon an verbundene Unternehmen € 10.778,76; Vorjahr € 0,00)
(davon aus der Aufzinsung € 66.035,57; Vorjahr: € 130.824,33)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Ertrag, Vorjahr: Aufwand) 23.000,00 67.088,00
12. Ergebnis nach Steuern 19.938.424,55 20.489.833,82
13. Sonstige Steuern 21.613,07 24.182,85
davon an verbundene Unternehmen belastet 0,00 -937,65
21.613,07 23.245,20
14. Jahresüberschuss 19.916.811,48 20.466.588,62
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.076.317,38 6.608.078,76
16. Bilanzgewinn 23.993.128,86 27.074.667,38

Anhang 2023

I. Allgemeines

Der Jahresabschluss der SLOMAN NEPTUN Schiffahrts-Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2023 wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Rechnungslegungsvorschriften des AktG aufgestellt.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Bremen und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Bremen (HRB 4046) eingetragen. Sie ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 und 4 HGB.

Die Gesellschaft ist verpflichtet, einen Konzernabschluss gemäß § 290 HGB aufzustellen, der auch offengelegt wird.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Weiterbelastung von Kosten an verbundene Unternehmen wird offen von den jeweiligen Aufwandsposten in der Gewinn- und Verlustrechnung abgesetzt.

1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Dabei handelt es sich um Software, deren Nutzungsdauer begrenzt ist. Die Software wird linear abgeschrieben bei zugrunde gelegten Nutzungsdauern von 5 bzw. 10 Jahren.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer von bis zu 10 Jahren, angesetzt. Gebäude werden über 25 Jahre planmäßig abgeschrieben.

Zugänge zum beweglichen Sachanlagevermögen werden pro rata temporis linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten weniger als € 800 betragen, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand erfasst.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Beteiligungen zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind zum Nominalwert bilanziert.

Vorräte und Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt.

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen werden mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach den Grundsätzen der Projected-Unit-Credit-Methode unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank zum 31. Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,82 % p.a. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,0 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,0 % zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation in Höhe von 2,0 % p.a. unterstellt.

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (1,82% p.a.) ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,74 % p.a.) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 32. Dieser Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB für die Ausschüttung gesperrt, sofern nicht ausreichend freie verfügbare Rücklagen vorhanden sind.

Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden zum 31. Dezember 2023 in Höhe von T€ 442 mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Nach § 268 Abs. 8 HGB besteht ein für die Ausschüttung gesperrter Betrag in Höhe von T€ 60, der sich aus dem die kumulierten Anschaffungskosten von T€ 355 übersteigenden Wert des zum Zeitwert bewerteten Deckungsvermögens abzüglich passiver latenter Steuern in Höhe von T€ 28 ergibt, sofern nicht ausreichend freie verfügbare Rücklagen vorhanden sind.

Den Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 81 stehen Erträge aus dem Deckungsvermögen in Höhe von T€ 15 gegenüber, die in der Gewinn- und Verlustrechnung verrechnet wurden.

Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst.

Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung, die Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 und die Abschreibungen im Geschäftsjahr ergeben sich aus dem Anlagenspiegel (siehe Seite 21 ff. des Anhanges).

2. Forderungen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen laufende Verrechnungskonten, die den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mitgehörig sind in Höhe von T€ 3.263 (Vorjahr T€ 6.502) sowie die Gesellschafterkonten im Wesentlichen aus den gesellschaftsrechtlichen Gewinnansprüchen. Sonstige Vermögensgegenstände von T€ 227 (Vorjahr T€ 235) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

3. Latente Steuern

Zum Bilanzstichtag ergibt sich aus der Bewertung des Deckungsvermögens zum beizulegenden Zeitwert, aus Bewertungsunterschieden zwischen Handelsrecht und Steuerrecht bei den Pensionsrückstellungen, bei Verbindlichkeiten, bei der Fremdwährungsbewertung sowie aus Verlustvorträgen ein Aktivüberhang an latenten Steuern. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit einem Mischsteuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer von 31,93 %. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass ein Ansatz der aktiven latenten Steuern in der Bilanz unterbleibt.

4. Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital beträgt T€ 5.200 und ist in 2.000.000 nennwertlose Stückaktien eingeteilt, die auf den Inhaber lauten. Am Gezeichneten Kapital sind die Rob. M. Sloman & Co. oHG, Hamburg, mit mehr als 50 %, und die Rob. M. Sloman jr. Schiffahrts-KG, Hamburg, mit mehr als 25 %, jeweils seit 1974 beteiligt.

Die Gesellschaft hält eigene Anteile. Die Anteile sind der Gesellschaft im Rahmen eines Aktientausches mit Kapitalerhöhung im Jahr 1978 mit Ablauf der dreißigjährigen Frist der Kraftloserklärung von Aktien durch die Gesellschaft von Amts wegen unentgeltlich übertragen worden. Der Nennbetrag von € 2.860 der 1.100 eigenen Aktien wurde offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt und in gleicher Höhe der Kapitalrücklage zugeführt.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Juli 2023 wurde der Bilanzgewinn in Höhe von T€ 27.075 zum 31. Dezember 2022 zur Zahlung einer Dividende von T€ 2.999 verwendet, T€ 20.000 wurden in die Gewinnrücklagen eingestellt und T€ 4.076 auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 beträgt bei einem Jahresüberschuss von T€ 19.917 insgesamt T€ 23.993. Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn, unter Berücksichtigung einer Dividende in Höhe von T€ 2.999 und der Einstellung in die Gewinnrücklagen in Höhe von T€ 16.500, in Höhe von T€ 4.494 auf neue Rechnung vorzutragen.

5. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen Rückstellungen für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Gratifikationen, Prüfungskosten, ausstehende Rechnungen sowie für sonstige Personalaufwendungen, insbesondere Aufwendungen für Vorsorgemaßnahmen und Urlaubsansprüche.

7. Verbindlichkeiten

Insgesamt
T€
Mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr
T€
Mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr
T€
davon mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.350 2.600 6.750 750
im Vorjahr 12.701 3.351 9.350 1.750
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 132 132 0 0
im Vorjahr 266 266 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.231 12.231 0 0
im Vorjahr 12.328 12.328 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 394 394 0 0
im Vorjahr 1.508 1.508 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.435 1.435 0 0
im Vorjahr 1.093 1.093 0 0
Gesamt 23.542 17.543 5.999 750
im Vorjahr 27.896 18.545 9.350 1.750

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Garantien und Negativerklärungen oder Grundschulden besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen laufende Verrechnungskonten die den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mitgehörig sind in Höhe von T€ 590 sowie Gesellschafter- und Mitreederkonten im Wesentlichen aus den Aufwendungen von Verlustübernahmen in Vorjahren.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse ergeben sich im Wesentlichen aus im Inland abgerechneten Korrespondent und Vertragsreedergebühren.

2. Periodenfremde Posten

Die periodenfremden Erträge betreffen Erträge aus der Auflösung von Pensionsrückstellungen (T€ 42), Steuerrückstellungen (T€ 23) und sonstigen Rückstellungen (T€ 22).

VI. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

a) sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen von Personenkraftwagen belaufen sich für 2024 auf T€ 59, für 2025 auf T€ 38 und für 2026 auf T€ 10. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf T€ 107.

b) Bürgschaften

Für bei der SLOMAN NEPTUN Shipping & Transport GmbH, MT "Sloman Hera" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, "Sloman Herakles" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, MT "Sloman Hermes" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, MT "Sloman Hestia" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, MT „Sloman Hebe“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, MT "Rhogas" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, MT "Zetagas" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, MT "Taugas" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, MT "Mygas" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, MT "Deltagas" Schifffahrtsgsellschaft mbH & Co. KG und MT "Etagas“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG (alle mit Sitz in Bremen und jeweils verbundene Unternehmen) bestehende Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus der Finanzierung in Höhe von insgesamt T€ 48.329 (Vorjahr T€ 58.190) haftet die SLOMAN NEPTUN mit einer Bürgschaft.

c) Unbeschränkt haftender Gesellschafter

Die Haftungsverhältnisse bestehen gegenüber der GbR MS „Sloman Discharger“ sowie den Partenreedereien MT "Kappagas", MT "Epsilongas", MT "Deltagas" i.L., MT "Gammagas" i.L., MT "Alphagas" i.L., MT "Betagas" i.L., MT "Omegagas", MT "Jotagas" i.L. und MT "Thetagas" (alle mit Sitz in Bremen und jeweils verbundene Unternehmen), bei denen SLOMAN NEPTUN Mitgesellschafter bzw. Mitreeder ist. SLOMAN NEPTUN haftet in Höhe ihres Anteils unbeschränkt.

Eine Inanspruchnahme aus den Bürgschaften und den Haftungsverhältnissen ist derzeit unwahrscheinlich, da die SLOMAN NEPTUN auf Basis der jeweiligen Unternehmens- und Liquiditätsplanung der Sicherheitennehmer von einer ausreichenden Liquiditätsausstattung ausgeht.

2. Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)

2023 2022
Seepersonal 356 361
Angestellte1 55 64
411 425

1 Ohne Vorstandsmitglieder.

3. Angabe gemäß § 285 Nr. 17 HGB

Das Honorar des Abschlussprüfers wird nicht angegeben, da die Gesellschaft in den Konzernabschluss der SLOMAN NEPTUN Schiffahrts-Aktiengesellschaft, Bremen, einbezogen ist und die Angabe im Anhang des Konzernabschlusses erfolgt.

4. Konzernabschluss

Die SLOMAN NEPTUN Schiffahrts-Aktiengesellschaft, Bremen, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis, in den die Tochtergesellschaften laut Anteilsbesitzliste einbezogen werden. Der Abschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht und ist am Sitz der Gesellschaft hinterlegt. Das oberste Mutterunternehmen ist die Rob. M. Sloman & Co. oHG, Hamburg.

5. Nachtragsbericht

Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 sind nicht eingetreten.

6. Aufsichtsrat, Vorstand

Aufsichtsrat

 

Jürgen Bentlage, Bremen, Vorsitzender (bis 6. Juli 2023)

Ehemaliges Mitglied des Vorstands der Deutsche Schiffsbank Aktiengesellschaft, Bremen und Hamburg

Aufsichtsratsmandate: Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft, Bremen

 

Dr. Ottmar Gast, Hamburg, stellvertretender Vorsitzender (seit 6. Juli 2023 Vorsitzender)

Ehemaliger Sprecher der Geschäftsführung der Hamburg Südamerikanische Dampfschifffahrts-Gesellschaft KG, Hamburg; Ehemaliger persönlich haftender Gesellschafter der Dr. August Oetker KG, Bielefeld

Aufsichtsratsmandate: MPC Münchmeyer Petersen Capital AG, Hamburg; audius AG, Weinstadt

 

John Gerrit Edye, Hamburg

Kaufmann

 

Sven-Michael Edye, Hamburg (seit 6. Juli 2023, stellvertretender Vorsitzender)

Kaufmann

Aufsichtsratsmandat: Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft, Bremen

 

Wilken Freiherr von Hodenberg, Hamburg

Rechtsanwalt Aufsichtsratsmandate: WEPA SE, Arnsberg; Neuberger Bermann Private Equity Partners Limited, Guernsey, Kanal Inseln; eCAPITAL ENTREPRENEURIAL PARTNERS AG, Münster

 

Eckhard Bartkowski, Bremen (bis 6. Juli 2023)

Kaufmännischer Angestellter

 

Cordula Draheim, Verden (seit 6. Juli 2023)

Kaufmännische Angestellte

 

Magnus Kapels, Bremen

Kaufmännischer Angestellter

Vorstand

 

Sven-Michael Edye, Hamburg (bis 6. Juli 2023)

Zuständigkeitsbereich: Strategische Unternehmensplanung, Gastankfahrt, Finanzen

Aufsichtsratsmandat: Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft, Bremen

 

Christian Reincke, Hamburg

Zuständigkeitsbereich: Gastankfahrt, Chemikalien- und Produktentankfahrt, Trockenfahrt (seit 6. Juli 2023 Strategische Unternehmensplanung, Finanzen)

Aufsichtsratsmandat: Emder Schiffsausrüstungs AG, Emden

 

Guido Försterling, Geestland

Zuständigkeitsbereich: Shipmanagement, Personal

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Gesamtbezüge belaufen sich auf T€ 201 für den Aufsichtsrat und T€ 976 für den Vorstand.

Für die Pensionsverpflichtungen der SLOMAN NEPTUN gegenüber einer Hinterbliebenen eines früheren Vorstandmitglieds sind insgesamt T€ 506 zurückgestellt, die laufenden Bezüge betragen T€ 79.

Erfolgsunabhängige Vergütung 2023
T€
Erfolgsabhängige Vergütung 2023
T€
Gesamtvergütung
T€
Sven-Michael Edye 89 200 289
Christian Reincke 176 190 366
Guido Försterling 221 100 321
Gesamt 486 490 976

Mit einem ehemaligen Vorstandsmitglied war die Vereinbarung getroffen worden, dass auf seinen Wunsch ein Teil der erfolgsabhängigen Vergütung nicht ausgezahlt wurde, sondern zum Abschluss einer Rückdeckungsversicherung bei einem externen Versicherungsunternehmen genutzt wurde. Der entsprechende Teil der Vergütung wurde bei der Versicherung eingezahlt. Am 31. Dezember 2023 bestand ein Aktivwert der Rückdeckungsversicherung von T€ 442, dem eine Pensionsverpflichtung von T€ 442 gegenüber stand. SLOMAN NEPTUN erwächst aus dieser Entgeltumwandlung kein Risiko.

7. Anteilsbesitz der SLOMAN NEPTUN Schiffahrts-Aktiengesellschaft gem. § 285 Nr. 11 HGB

Name und Sitz Währung Beteiligung
%
Eigenkapital1
in Tausend
Jahresergebnis1
in Tausend
In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen
SLOMAN NEPTUN Shipping & Transport GmbH, Bremen2, 4 100 9.726 2
Dampfschifffahrts-Gesellschaft "Neptun" mbH, Bremen2 100 26 2
"Neptun" Beteiligungsgesellschaft mbH, Bremen2 100 173 2
MT "Sloman Thetis" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Bremen 99 4.763 5.423
Partenreederei MT "Jotagas" i.L., Bremen5 99 0 4
Partenreederei MT "Thetagas", Bremen5 65 558 3
Partenreederei MT "Betagas" i.L., Bremen5 65 0 47
MT "Sloman Hera" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Bremen 65 8.527 3.570
MT "Sloman Herakles" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Bremen 65 8.397 3.564
MT "Sloman Hermes" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Bremen 65 7.629 3.392
MT "Taugas" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Bremen 65 4.988 2.032
MT "Mygas" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Bremen 65 5.789 2.181
Partenreederei MT "Deltagas" i.L., Bremen5 55 0 0
Partenreederei MT "Gammagas" i.L., Bremen5 55 0 1
Partenreederei MT "Alphagas" i.L., Bremen5 50 0 4
Partenreederei MT "Epsilongas", Bremen5 50 301 983
Partenreederei MT "Omegagas", Bremen5 50 244 695
Partenreederei MT "Kappagas", Bremen5 50 355 1.577
MT "Sloman Themis" Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Bremen 50 4.778 5.457
MT "Rhogas" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Bremen 50 7.986 1.763
MT "Zetagas" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Bremen 50 7.987 -620
MT "Sloman Hestia" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Bremen 50 6.205 3.501
MT "Sloman Hebe" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Bremen 50 4.184 3.417
MT "Sloman Helios" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG i.L., Bremen 50 113 -1
MT "Deltagas" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Bremen 50 9.484 -1.271
MT "Etagas" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Bremen 50 8.345 755
Name und Sitz Währung Beteiligung
%
Eigenkapital1
in Tausend
Jahresergebnis1
in Tausend
Tochterunternehmen, die nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen sind
Verwaltungsgesellschaft Altstadt mbH, Bremen 100 111 26
DISCHARGER SHIPPING COMPANY LIMITED, St. John's, Antigua USD 100 0 0
DISCOVERER SHIPPING COMPANY LIMITED, St. John's/Antigua USD 100 0 0
DISPATCHER SHIPPING COMPANY LIMITED, St. John's/Antigua USD 100 0 0
OMEGAGAS SHIPPING COMPANY LIMITED, St. John's/Antigua USD 100 0 0
EPSILONGAS SHIPPING COMPANY LIMITED, St. John's/Antigua USD 100 0 0
KAPPAGAS SHIPPING COMPANY LIMITED, St. John's/Antigua USD 100 0 0
FIRST THEMIS SHIPPING COMPANY LIMITED, St. John's/Antigua USD 100 0 0
FIRST THETIS SHIPPING COMPANY LIMITED, St. John's/Antigua USD 100 0 0
FIRST HERA SHIPPING COMPANY LIMITED, St. John's/Antigua USD 100 0 0
FIRST HERAKLES SHIPPING COMPANY LIMITED, St. John's/Antigua USD 100 0 0
FIRST HERMES SHIPPING COMPANY LIMITED, St. John's/Antigua USD 100 0 0
FIRST HEBE SHIPPING COMPANY LIMITED, St. John's/Antigua USD 100 0 0
FIRST HESTIA SHIPPING COMPANY LIMITED, St. John's/Antigua USD 100 0 0
FIRST HELIOS SHIPPING COMPANY LIMITED, St. John's/Antigua USD 100 0 0
RHOGAS SHIPPING COMPANY LIMITED, St. John's/Antigua USD 100 0 0
TAUGAS SHIPPING COMPANY LIMITED, St. John's/Antigua USD 100 0 0
MYGAS SHIPPING COMPANY LIMITED, St. John's/Antigua USD 100 0 0
ZETAGAS SHIPPING COMPANY LIMITED, St. John's/Antigua USD 100 0 0
FIRST DELTAGAS SHIPPING COMPANY LIMITED, St. John's/Antigua USD 100 0 0
FIRST ETAGAS SHIPPING COMPANY LIMITED, St. John's/Antigua USD 100 0 0
THETAGAS SHIPPING COMPANY LIMITED, St. John ́s, Antigua USD 100 0 0
Name und Sitz Währung Beteiligung
%
Eigenkapital1
in Tausend
Jahresergebnis1
in Tausend
Minderheitsbeteiligungen mit Anteilen zwischen 15 % und 50 %
Neptun Frachtkontor GmbH, Bremen3 50 87 -3
Neptun Frachtkontor GmbH & Co. KG, Bremen3 38,3 1.981 -7
B.V. United Gas Carriers "Unigas
International", Rotterdam/Niederlande3 33,3 3.235 878
GbR MS "Sloman Discharger", Bremen3 25,0 5.481 2.783

1 Gemäß § 285 Nr. 11 HGB Ausweis des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses in voller Höhe; nicht anteilig entsprechend der Beteiligungsquote.

2 Ergebnisabführungsvertrag

3 Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen.

4 Verzicht auf Erstellung eines Lageberichtes gem. § 264 Abs. 3 HGB.

5 Persönlicher haftender Gesellschafter in Höhe der Beteiligung

 

Bremen, den 2. Mai 2024

Vorstand

Christian Reincke

Guido Försterling

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 391.400,44 0,00 72.641,10 318.759,34
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.697.680,16 0,00 0,00 2.697.680,16
2. Seeschiffe und andere Wasserfahrzeuge 10.100,00 0,00 10.100,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.235.915,75 86.371,65 549.988,24 772.299,16
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 27.986,41 0,00 27.986,41 0,00
3.971.682,32 86.371,65 588.074,65 3.469.979,32
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 63.152.061,12 0,00 0,00 63.152.061,12
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.951.322,60 0,00 2.351.322,60 3.600.000,00
3. Beteiligungen 3.551.515,05 0,00 1.894.949,46 1.656.565,59
72.654.898,77 0,00 4.246.272,06 68.408.626,71
77.017.981,53 86.371,65 4.906.987,81 72.197.365,37
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 384.365,44 7.017,00 72.641,10 318.741,34
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.529.147,46 0,00 0,00 2.529.147,46
2. Seeschiffe und andere Wasserfahrzeuge 10.099,00 0,00 10.099,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.098.188,67 106.459,65 549.988,24 654.660,08
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.637.435,13 106.459,65 560.087,24 3.183.807,54
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
4.021.800,57 113.476,65 632.728,34 3.502.548,88
Buchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 18,00 7.035,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 168.532,70 168.532,70
2. Seeschiffe und andere Wasserfahrzeuge 0,00 1,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 117.639,08 137.727,08
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 27.986,41
286.171,78 334.247,19
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 63.152.061,12 63.152.061,12
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.600.000,00 5.951.322,60
3. Beteiligungen 1.656.565,59 3.551.515,05
68.408.626,71 72.654.898,77
68.694.816,49 72.996.180,96

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SLOMAN NEPTUN Schiffahrts-Aktiengesellschaft, Bremen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SLOMAN NEPTUN Schiffahrts-Aktiengesellschaft, Bremen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SLOMAN NEPTUN Schiffahrts-Aktiengesellschaft, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen

die von uns vor Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote)

den uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung zu stellenden Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 3. Mai 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Alexander Fernis, Wirtschaftsprüfer

ppa. Fabian Bensing, Wirtschaftsprüfer

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SLOMAN NEPTUN Schiffahrts-Aktiengesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der SLOMAN NEPTUN Schiffahrts-Aktiengesellschaft beschrieben sind.

 

Bremen, den 2. Mai 2024

Vorstand

Christian Reincke

Guido Försterling

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2023 kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands zur Geschäfts-, Finanz- und Ertragslage sowie die verfolgte Geschäftspolitik. Dabei erhielt der Aufsichtsrat zeitnah umfassende Informationen über die bestehenden wirtschaftlichen Risiken. In vier Sitzungen beriet der Aufsichtsrat mit dem Vorstand ausführlich den Geschäftsverlauf, die Lage, die besonderen Risiken und die Perspektiven des Konzerns. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Planungen und Zielsetzungen wurden erläutert und diskutiert.

Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, eingebunden und wurde vom Vorstand über Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für die Lage und Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns oder in Fällen der Eilbedürftigkeit auch zwischen den Sitzungen informiert.

Schwerpunkte der Erörterung und Beschlussfassung waren u. a.

strategische Unternehmensplanung,

Situation, Entwicklung und möglicher Ausbau der Gas-, Chemikalien- und Produktentankfahrt sowie der Trockenfahrt einschließlich der Bewertung der dort eingesetzten Flotte u.a. in Bezug auf deren CO2 Emissionen,

Verkauf von einem Gastanker,

Finanzierung der Flotte einschl. Umfinanzierungen,

Währungs-, Zins- und Steuerfragen,

mittel- und langfristige Liquiditätsplanung.

Alle Geschäfte und Rechtshandlungen, die aufgrund gesetzlicher und satzungsmäßiger Bestimmungen der Genehmigung des Aufsichtsrats bedurften, sind eingehend behandelt und in Sitzungen oder im Umlaufverfahren beschlossen worden.

Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Internen Kontrollsystem, den Verfahren zur Risikoerfassung, der risikobewussten Steuerung der Unternehmensentwicklung und der Risikokontrolle im Risikomanagement sowie mit den Verfahren zur Einhaltung der Compliance-Anforderungen im Konzern. Der Aufsichtsrat überzeugte sich von der Angemessenheit und Wirksamkeit der vorhandenen Systeme.

Der Aufsichtsrat hat einen Personalausschuss gebildet, der im Berichtsjahr drei Beschlüsse gefasst hat, die vom Aufsichtsrat bestätigt wurden.

Der zum 31. Dezember 2023 aufgestellte Jahresabschluss der SLOMAN

NEPTUN Schiffahrts-Aktiengesellschaft und der mit dem Konzernlagebericht zusammengeführte Lagebericht der AG sind von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählten PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis zustimmend Kenntnis genommen, den Jahresabschluss und den Lagebericht seinerseits geprüft und keine Einwendungen erhoben. Demgemäß hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss in der Bilanzsitzung am 16. Mai 2024, an der Vertreter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft teilgenommen haben, gebilligt. Der Abschluss ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt.

Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers sowie dessen Prüfungsbericht haben dem Aufsichtsrat ebenfalls zur Prüfung vorgelegen. Die Prüfung ergab keinen Anlass zu Einwendungen. Der Konzernabschluss wurde gebilligt.

Der Aufsichtsrat hat auch den vom Vorstand gemäß § 312 AktG vorgelegten Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen geprüft. Die Prüfung hat keinen Anlass zu Beanstandungen ergeben. Auch die Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer hat nicht zu Beanstandungen geführt. Der Abschlussprüfer hat ihn durch folgenden Vermerk bestätigt:

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

 

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

 

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“

Zu der Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat keine Anmerkungen. Der Aufsichtsrat erklärt, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung gegen die Schlusserklärung des Vorstands zum Abhängigkeitsbericht keine Einwendungen zu erheben sind.

Herr Jürgen Bentlage, Vorsitzender des Aufsichtsrats, hat sein Mandat mit Ablauf der Hauptversammlung vom 06. Juli 2023 niedergelegt. Er hat diesem Gremium seit dem 18. Juli 2001 angehört. Über Jahrzehnte hat er dem Unternehmen, seit dem 29. Juni 2017 als Vorsitzender, mit seinem Rat zur Verfügung gestanden. Hierfür ist ihm Dank und Anerkennung ausgesprochen worden. Herr Dr. Ottmar Gast folgt ihm als neuer Vorsitzender des Aufsichtsrats.

Herr Sven-Michael Edye ist seit dem 06. Juli 2023 nicht mehr im Vorstand der Gesellschaft. Für sein jahrzehntelanges Wirken in der Gesellschaft ist ihm Dank und Anerkennung ausgesprochen worden. Auf Vorschlag des Aufsichtsrats ist er in der Hauptversammlung zum neuen Mitglied des Aufsichtsrats gewählt worden, er übernimmt dort den stellvertretenden Vorsitz.

Auf Seiten der Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats ist das Mandat von Herrn Eckhardt Bartkowski ausgelaufen, der seit dem 30. April 2012 den Aufsichtsrat mit seinem Rat unterstützt hat. Hierfür ist auch ihm ebenfalls Dank und Anerkennung ausgesprochen worden. Frau Cordula Draheim wurde zur neuen Vertreterin der Arbeitnehmer gewählt.

Der Vorstand der Gesellschaft besteht nach den obigen Änderungen aus Herrn Christian Reincke (Strategische Ausrichtung, Finanzen, Gastankfahrt, Produkten- und Chemikalientankfahrt, Trockenfahrt) und Herrn Guido Försterling (Shipmanagement, Personal).

 

Bremen, den 16. Mai 2024

Der Aufsichtsrat

Dr. Ottmar Gast, Vorsitzender

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 16.05.2024 festgestellt.