Ad-hoc | 28 May 1999 08:01
Ad hoc-Service: Norddt. Steingut AG
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Norddeutsche Steingut AG Bremen-Grohn
Geschäftsjahr 1998 : Konzernergebnis gesteigert
Umsatzentwicklung geprägt vom Erfolg der Tochter Kerateam.
Die Norddeutsche Steingut AG verzeichnete im Konzern 1998 einen Umsatzrückgang
von 116 auf 107 Mio. DM. Bereinigt um erfolgte Desinvestitionen ergab sich
allerdings eine Umsatzausweitung von rund 6 Mio. DM. Getrennt hat sich das
Unternehmen im Berichtsjahr von ihrer Tochter Vereinigte Marmorwerke Kaidorf
GmbH. Die Anteile wurden an ein ortsansässiges Unternehmen in Süddeutschland
verkauft. Der Vorstand begründete die Entscheidung mit der weiter sinkenden
Nachfrage in der Jura-Naturstein-Branche und einem absehbaren hohen Investi-
tionsbedarf. Statt dessen wird sich die Norddeutsche Steingut auf einen weiteren
gezielten Ausbau ihrer erfolgreichen Tochter Kerateam GmbH & Co. KG, Leisnig,
konzentrieren. Hier haben sich im Geschäftsjahr 1998 die erwarteten Erfolge der,
Mitte 1997 in Betrieb genommenen, völlig neu aufgebauten Produktion eingestellt.
Der Umsatz von Kerateam, die man gemeinsam mit der Steuler Industriewerke GmbH
betreibt, stieg von 8 auf 33 Mio. DM.
In der AG wurden Umsätze von 92 (Vorjahr 97 Mio. DM) erzielt. Der Rückgang
gegenüber dem Vorjahr beruhte auf der deutlich rückläufigen Marktentwicklung in
Ostdeutschland.
Investitionen und Zahl der Mitarbeiter rückläufig
Im Geschäftsjahr 1998 wurden Investitionen von 3,4 Mio. DM (nach 9,1 Mio. DM)
hauptsächlich am Standort Bremen umgesetzt. Sie schlössen an die Modernisierung
der Fertigung, wie den Einbau von optischen Sortier-Prüfsystemen und die
Optimierung des Versand- und Logistikbereiches an. Die Norddeutsche Steingut AG
beschäftigte am 31.12.1998 insgesamt 407 Mitarbeiter (nach 422 im Vorjahr).
Trotz Tariferhöhungen im Berichtsjahr reduzierten sich die Personal kosten um
3 %.
Deutliche Ertragssteigerung im Konzern
Dem allgemein vorherrschenden Trend rückläufiger Ergebnisse in der Baubranche
konnte sich die Norddeutsche Steingut erneut entziehen. In der AG wurde ein
Jahresüberschuß von 1,4 Mio. DM erzielt. Der Konzern schloß nach einem Jahres-
fehlbetrag von 1,8 Mio. DM im Vorjahr 1998 mit einem Jahresüberschuß von 2,8
Mio. DM ab.
Unveränderte Dividende
Der Vorstand der Norddeutsche Steingut AG wird der Hauptversammlung am 6. Juli
1999 vorschlagen, eine unveränderte Dividende von 12 % auf das Grundkapital,
entsprechend DM 0,60 je Stückaktie auszuzahlen. Auf diese Dividende erhalten
inländische Aktionäre eine Steuergutschrift von DM 0,26 je Aktie.
Ausblick 1999
Für das laufende Geschäftsjahr 1999 erwartet der Vorstand trotz einer
Stabilisierung einzelner Baubereiche insgesamt noch keine Trendumkehr. Nach wie
vor ist das Geschäft insbesondere in den Neuen Bundesländern sehr schwierig.
Die Norddeutsche Steingut AG wird sich deshalb vor allem auf die Verfolgung
ihrer Strategie der Kosten- und Produktionsoptimierung konzentrieren.
Im ersten Quartal 1999 hat die Norddeutsche Steingut AG aufgrund der weiterhin
schwierigen Marktlage eine Umsatzveringerung von 5,1% verzeichnet, im Konzern
hingegen wurden Umsatzerlöse auf Vorjahresniveau erzielt. Das Konzernergebnis
hat sich im ersten Quartal gegenüber 1998 weiter verbessert.
NORDDEUTSCHE STEINGUT AKTIENGESELLSCHAFT
Der Vorstand
Bremen, 28. Mai 1999
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