Allerthal-Werke Aktiengesellschaft

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Bericht des Aufsichtsrats der Allerthal-Werke AG, Köln
für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2015 - 31. Dezember 2015

Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2015 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über die relevant erscheinenden Fragen der Unternehmensplanung und strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage des Unternehmens einschließlich der Risikolage sowie über das Risikomanagement.

Im Geschäftsjahr 2015 haben Präsenzsitzungen des Aufsichtsrats am 19.03.2015, am 10.07.2015 sowie am 03.12.2015 stattgefunden. In diesen fasste der Aufsichtsrat die gebotenen Beschlüsse. Des Weiteren haben sich die Mitglieder des Aufsichtsrats bei weiteren Zusammenkünften und Einzelgesprächen mit dem Vorstand eingehend über die Situation des Unternehmens sowie über grundsätzliche Einzelfragen berichten lassen und hierüber mit dem Vorstand beraten.

Der dem Aufsichtsrat mit Schreiben vom 29.02.2016 vorgelegte Jahresabschluss nebst Gewinnverwendungsvorschlag zum 31.12.2015 wurde unter Einbeziehung der Buchführung sowie des Lageberichts des Vorstands auf der Grundlage des Beschlusses der Hauptversammlung vom 10.07.2015 von der Formhals Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH geprüft. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Prüfbericht wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung von dem Abschlussprüfer zugesandt und war in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 24.03.2016 Gegenstand der Beratungen, an denen der Abschlussprüfer teilgenommen und über wesentliche Ergebnisse der Prüfungen berichtet sowie Fragen des Aufsichtsrats beantwortet hat.

Auf der Basis eigener Prüfungen des Jahresabschlusses und des Lageberichts hat der Aufsichtsrat der Allerthal-Werke AG dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und in der Sitzung vom 24.03.2016 den Jahresabschluss zum 31.12.2015 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Die Zusammensetzung des in der Hauptversammlung am 10.07.2015 neu gewählten Aufsichtsrats blieb im Berichtsjahr unverändert. Der Bericht des Aufsichtsrats nimmt an dieser Stelle Bezug auf die Angaben im handelsrechtlichen Anhang des Jahresabschlusses 2015, dort Ziffer 5.1.

Alleiniger Vorstand der Allerthal-Werke AG war im Berichtsjahr Herr Alfred Schneider. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand für seinen unverändert intensiven Einsatz für das Unternehmen und die Führung der Allerthal-Werke AG im Geschäftsjahr 2015.

Köln, den 24.03.2016

(Dr. Markus Linnerz)

Vorsitzender des Aufsichtsrats

der Allerthal-Werke AG

Jahresabschluss und Lagebericht der Allerthal-Werke AG, Köln
für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2015 - 31. Dezember 2015

Lagebericht des Vorstands 2015

Vorbemerkung

Dieser Lagebericht wurde ohne gesetzliche Verpflichtung, jedoch aufgrund Satzungsbestimmung erstellt. Er wurde in dem Umfang aufgestellt, in welchem er für mittelgroße, nichtbörsennotierte Aktiengesellschaften nach HGB obligatorisch ist.

1. Finanzwirtschaftliches Umfeld

Die Gesellschaft beachtet bei ihrer Geschäftstätigkeit die Entwicklung von Währungen, Anleihen und Zinsen sowie die Nachrichtenlage, welche die Entwicklungen jeweils beeinflussen.

2. Entwicklung der Finanzmärkte und ausgewählter Aktienindizes

Das Hauptaugenmerk liegt dabei in der Entwicklung von deutschen Aktienindizes.

Im Einzelnen schlossen ausgewählte Indizes im Jahr 2015 im Ultimovergleich wie folgt in Prozent ab:

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Dax +9,6%
MDax +22,7%
SDax +26,6%
TecDax +33,5%

3. Geschäftsentwicklung

Das Geschäftsjahr 2015 war gekennzeichnet von einer sehr positiven Kursentwicklung am deutschen Aktienmarkt. Unterjährig kam es zu starken Schwankungen. Im Vergleich zum Vorjahr, als die deutschen Aktienindizes Steigerungen zwischen 2,2% (MDax) und 17,5% (TecDax) aufwiesen, legten diese Indizes im Berichtsjahr nochmals und deutlich stärker zu. Die Allerthal-Werke AG hat das Berichtsjahr ergebnisseitig erfolgreich und mit einem Rekordjahresüberschuss abgeschlossen.

Im Rahmen des langfristig orientierten Managements des Beteiligungsportfolios konnten im Berichtsjahr saldiert Ergebnisse aus Wertpapierverkäufen in Höhe von TEUR 5.509 (Vorjahr TEUR 2.488) realisiert werden. Sie resultieren aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens, Nachbesserungserträgen und Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens. Hierbei wurden Transaktionen mit Gewinn in Höhe von TEUR 5.605 (Vorjahr TEUR 2.675) und Transaktionen mit Verlust in Höhe von TEUR 96 (Vorjahr TEUR 187) abgeschlossen. Am 04.02.2015 wurde unterjährig über den Verkauf von zwei seit Jahren gehaltenen Positionen von Wertpapieren des Anlagevermögens in Form einer Corporate News berichtet.

Der Abschreibungsbedarf auf den Wertpapierbestand des Finanzanlage- und des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 2.243 (Vorjahr TEUR 608) fiel im Geschäftsjahr 2015 hingegen deutlich höher aus. Die vorzunehmenden Zuschreibungen trugen mit TEUR 409 (Vorjahr TEUR 479) in etwas geringerem Umfang als im Vorjahr zum positiven Ergebnis bei. Den Schwerpunkt des Ergebnisbeitrages lieferten im Berichtsjahr erneut die realisierten Geschäfte.

Erträge aus Nachbesserungen aufgrund von abgeschlossenen Spruchverfahren konnten im Berichtsjahr erfreulicherweise in Höhe von 1.814 TEUR (Vorjahr TEUR 165) verbucht werden (siehe zu den hiermit verbundenen Zinserträgen auch die unter Abschnitt 4. Ertragslage zu den Zinserträgen gemachten Ausführungen). Über die wirtschaftlich bedeutsame Beendigung von zwei Spruchverfahren hat die Gesellschaft ebenfalls via Corporate News am 25.08.2015 berichtet. Das Nachbesserungsvolumen hat sich im Jahr 2015 per Saldo auf TEUR 39.300 vermindert. Sieben Abgängen mit einem Volumen von insgesamt TEUR 8.276 standen Zugänge im Jahr 2015 von insgesamt TEUR 2.923 gegenüber. Das Nachbesserungsvolumen wird dabei abgebildet durch das Produkt aus der von der Strukturmaßnahme betroffenen Anzahl von Aktien und der vom Hauptgesellschafter zunächst à-conto gewährten Abfindung. Bei Verschmelzungen tritt an die Stelle des vom Hauptgesellschafter gewährten Preises der letzte verfügbare Börsenkurs.

Aus diesen Nachbesserungsrechten erwartet die Allerthal-Werke AG auch in Zukunft wesentliche Ergebnisbeiträge.

4. Ertragslage

Die Allerthal-Werke AG hat im Geschäftsjahr 2015 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.563 (Vorjahr TEUR 1.927) erzielt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stellt sich dabei auf TEUR 3.630 (Vorjahr TEUR 1.931).

Ertragsseitig ist die Gewinn- und Verlustrechnung des Berichtsjahres geprägt durch saldierte Ergebnisse aus Wertpapierverkäufen von TEUR 5.509 (nach TEUR 2.488 im Jahre 2014) sowie durch sonstige betriebliche Erträge von TEUR 437 (nach TEUR 515 im Jahre 2014).

Die G+V-Position "Erträge aus Wertpapierverkäufen" in Höhe von TEUR 5.605 setzt sich zusammen aus Gewinnen aus dem Verkauf von Wertpapieren des Anlagevermögens von TEUR 3.790, aus Nachbesserungserlösen von TEUR 1.814 und aus Gewinnen aus dem Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögens von TEUR 1.

Die G+V-Position "Aufwendungen aus Wertpapierverkäufen" resultiert ganz überwiegend aus Verkäufen mit Verlust von Wertpapieren des Anlagevermögens.

In der G+V Position "Sonstige betriebliche Erträge" wurden in Erfüllung der gesetzlichen Norm des § 253 Abs. 5 HGB insgesamt TEUR 409 (TEUR 479) auf in Vorjahren gebildete Abschreibungen im Wertpapierbestand wertaufgeholt.

Die bilanzielle Vermögens- und Ertragslage 2015 ist seitens der Gesellschaft beeinflusst durch Aufdeckung von stillen Reserven in Höhe TEUR 2.047 im Wege des Verkaufs einer langjährig gehaltenen Aktienposition und der Neuerwerbung gleicher Aktien zu einem etwas günstigeren Kurs in rascher Folge. Ziel des Verkaufs war dabei die absolute Erhöhung des bilanziellen Eigenkapitals wie auch die Erhöhung dessen relativen Anteils an der durch den Verkauf verlängerten Bilanzsumme. Auf die neuerworbenen Aktien wurden in der Folge stichtagsbedingte Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.625 erforderlich, die ohne die Aufdeckung der stillen Reserve nicht angefallen wären: Per Saldo ist damit aufgrund der Aufdeckung der stillen Reserven das Vermögen zum Bilanzstichtag und die Ertragslage für das Gesamtjahr 2015 um TEUR 422 angestiegen.

Der Personalaufwand erhöhte sich von TEUR 423 auf TEUR 540. Der Anstieg im Berichtsjahr resultiert im Wesentlichen aus der höheren erfolgsabhängigen Vergütung.

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2015 vor allem aufgrund deutlich höherer Rechts- und Beratungskosten auf TEUR 344 (Vorjahr TEUR 282).

Im Berichtsjahr mussten "Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens" in Höhe von TEUR 2.243 (Vorjahr TEUR 608) vorgenommen werden, diese entfielen mit TEUR 2.243 (Vorjahr TEUR 608) auf das Anlagevermögen.

Auf der Zinsseite stehen Erträgen in Höhe von TEUR 622 (TEUR 37) Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 63 (TEUR 58) gegenüber. Der starke Anstieg der Zinserträge im Berichtsjahr resultiert aus der Beendigung mehrerer Spruchverfahren und der sich hieraus ergebenden Verzinsung der Nachbesserungen.

Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen die Kosten der Finanzierung des Finanzanlagevermögens und werden in der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden auf die Wertpapiere des Anlagevermögens Dividenden in Höhe von TEUR 254 (TEUR 264) vereinnahmt. Diese sind in der Position "Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihung des Finanzanlagevermögens" ausgewiesen.

Die sonstigen Steuern von TEUR 66 (TEUR 0) betreffen Umsatzsteuern für die Jahre 2010 und 2011, die als Ergebnis einer steuerlichen Außenprüfung für die Veranlagungsjahre 2010-2013 nachgefordert wurden.

5. Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die Allerthal-Werke AG weist zum Bilanzstichtag einen zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Kurswerten des Bilanzstichtages (unter Beachtung der Zuschreibungserfordernisse des § 253 Abs. 5 HGB) bewerteten Wertpapierbestand im Anlagevermögen von insgesamt TEUR 13.768 (Vorjahr TEUR 13.194) aus.

Eine Aufteilung innerhalb des Anlagevermögens erfährt der Wertpapierbestand der Allerthal-Werke AG durch die Zuordnung von Wertpapieren in die Position "Beteiligungen" oder die Zuordnung unter die Position "Wertpapiere des Anlagevermögens". In der Position "Beteiligungen" wird einzig die Beteiligung an der RM Rheiner Management AG ausgewiesen.

Die Position "Sonstige Vermögensgegenstände" weist im Wesentlichen eine Forderung von TEUR 702 wegen des Squeeze-out bei der Postbank aus; diese Forderung ist am 05.01.2016 bei der Gesellschaft eingegangen. Weiters sind in dieser Position Forderungen aus gerichtlich festgesetzten Nachbesserungen, sekundär erworbene Nachbesserungsrechte sowie Körperschaftsteuererstattungsansprüche bilanziert.

Im Umlaufvermögen stellt sich die Position Wertpapiere auf TEUR 3.499 (Vorjahr TEUR 3.517). Der Ansatz besteht wie im Vorjahr im Wesentlichen aus der Beteiligung an der Esterer AG.

Das ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 17.060 (Vorjahr TEUR 14.097). Das bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich im Berichtsjahr um den Jahresüberschuss. Gegenläufig war hierzu die Ausschüttung der Dividende. Die bilanzielle Eigenkapitalquote stellt sich zum Jahresultimo 2015 auf 90,6% (Vorjahr 83,4%). Die Liquiditätsposition verbesserte sich zum Vorjahr und bei rein wirtschaftlicher Betrachtung unter Einbeziehung der o.a. Forderung aus dem Squeeze-out Postbank (TEUR 702) von TEUR -2.214 auf TEUR 253.

Die Allerthal-Werke AG verfügt noch bis zum 17. Juli 2019 befristet über ein genehmigtes Kapital in Höhe von € 600.000,00. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Allerthal-Werke AG zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts hat sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens mit Ausnahme der unten unter Nummer 9 berichteten Vorgänge nicht wesentlich verändert.

6. Risiken und Risikomanagementsystem der Allerthal-Werke AG

a) Beschreibung

Die Volatilität der Aktienmärkte führt dazu, dass die Risiko- und Chancenpolitik der Gesellschaft insbesondere auf die Erreichung bzw. Absicherung eines nachhaltigen Vermögenswachstums ausgerichtet ist.

Frühzeitige Reaktionen auf die sich verändernden Marktbedingungen sind hierbei erforderlich. Die Allerthal-Werke AG hat deshalb ein Risiko- und Chancenmanagementsystem installiert, das sie in die Lage versetzt, die sich aus den Märkten heraus ergebenden Chancen und Risiken zu identifizieren bzw. zu antizipieren. Unter anderem ermöglicht ein Realtime-Informationssystem dem Vorstand der Gesellschaft schnell und effektiv Entscheidungen im Portfolio umzusetzen. Der Reportingprozess sieht vor, das Portfolio in Risiko- bzw. Chancenkategorien einzuteilen und mit einer Einschätzung des wahrscheinlichen Eintritts zu gewichten. Das System basiert auf der Sichtung öffentlich zugänglicher Informationsmedien, wie Unternehmensberichten, Bundesanzeiger, Fachzeitschriften und dem Internet. Außerdem wird das System ergänzt durch die enge Zusammenarbeit mit externen Kapitalmarktexperten in den Banken und regelmäßigen Besuchen von Unternehmen und Hauptversammlungen.

b) Kreditrisiko

Die Gesellschaft erwirbt Wertpapiere sowohl durch den Einsatz ihrer Eigenmittel als auch durch die Aufnahme von kurzfristig fälligen Bankkrediten. Der in der Bilanz zum 31.12.2015 ausgewiesene Saldo gegenüber Kreditinstituten ist unter Einrechnung einer zum 30.12.2015 valutierenden Forderung in Höhe von TEUR 702 wegen Squeeze-out der Postbank, welche am 05.01.2016 dem Bankkonto gutgeschrieben wurden, positiv und beträgt TEUR 253.

Bei der Kreditinanspruchnahme wird darauf geachtet, dass der Kreditsaldo aktivisch durch Beteiligungen an Gesellschaften unterlegt ist, bei denen Strukturmaßnahmen durchgeführt, angekündigt oder erwartet werden. Dies soll im Ergebnis dazu führen, dass auch bei großen und lang andauernden Kursrückgängen an der Börse derart kreditfinanzierte Beteiligungen aufgrund ihres überschaubaren Kursrisikos ein stabilisierendes Element im Gesamtportfolio der Allerthal-Werke AG darstellen.

c) Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag 31.12.2015 hält die Gesellschaft keine derivativen Finanzinstrumente. Im Berichtsjahr wurden keine Geschäfte in Derivaten getätigt.

d) Fungibilitätsrisiko

Durch die sogenannte "Frosta-Rechtsprechung" des Bundesgerichtshofs können sich börsennotierte Gesellschaften seit Herbst 2014 mit einfachem Vorstandsbeschluss von der Börse zurückziehen. Dies wird häufig von Gesellschaften genutzt, die sich in Übernahmesituationen befunden haben und Strukturmaßnahmen anstreben.

Da die Allerthal-Werke AG oftmals genau in solchen Abschnitten des Lebenszyklus von Gesellschaften investiert, ist, wie bereits im Vorjahr zu beobachten war, die Gefahr geringerer Fungibilität von Beteiligungen schlagend.

e) Schuldnerrisiko

Bei umgesetzten bzw. abgeschlossenen Strukturmaßnahmen schulden die Hauptgesellschafter Abfindung, ggf. Ausgleich und Nachbesserung (Abfindungsergänzungsansprüche). Wegen der Dauer von Überprüfungsverfahren im Anschluss an Strukturmaßnahmen sind Minderheitsgesellschafter regelmäßig über längere Zeiträume einem Schuldnerrisiko ausgesetzt. Für die Allerthal-Werke AG bestehen im Falle von Abfindungsergänzungsansprüchen in der Regel keine bilanziellen Risiken, da die Gesellschaft bis zum Jahr 2012 ausschließlich über primäre Nachbesserungsrechte verfügte, welche lediglich mit einem Erinnerungswert aktiviert werden. In den Vorjahren wurden Positionen sekundärer Nachbesserungsrechte erworben. Der Buchwert beträgt TEUR 137.

Im Zeitraum zwischen der Ankündigung und dem Vollzug von Strukturmaßnahmen sind sämtliche Schuldnerrisiken schlagend. Hierzu zählt die Allerthal-Werke AG auch das Scheitern (passiv) bzw. den Abbruch (aktiv) von Strukturmaßnahmen.

f) Personenrisiko

Seit dem 01.01.2008 wird die Gesellschaft von einem einzigen Vorstandsmitglied geführt. Ferner verfügt die Gesellschaft ab 01.01.2013 nur noch über einen Mitarbeiter mit den erforderlichen Fachkenntnissen. Der Verlust der Dienste des einzigen Vorstands und/oder des Mitarbeiters könnte sich negativ auf die Geschäftsentwicklung und auf das Ergebnis der Allerthal-Werke AG auswirken.

Dies bezieht sich gleichermaßen auf die Fähigkeit der Allerthal-Werke AG, sämtliche gesetzlichen und regulatorischen Vorschriften einer im Freiverkehr gelisteten Gesellschaft einhalten zu können.

g) Umweltrisiken

Nach der Veräußerung der Allerthal-Wohnungsbaugesellschaft mbH im Jahr 2010 verfügt die Gesellschaft weder unmittelbar noch mittelbar über Grundbesitz am ehemaligen Firmensitz in Grasleben. Gegenüber der Einschätzung im Lagebericht des Jahres 2010 haben sich im Geschäftsjahr 2015 keine Änderungen ergeben.

h) Prozessrisiken

Passivprozesse:

Passivprozesse sind zum Bilanzstichtag weder rechtsanhängig noch sind solche angedroht.

Aktivprozesse:

Die Gesellschaft führt als Klägerin mehrere Prozesse mit gesellschaftsrechtlichen Fragestellungen und Hintergründen. Außerdem ist sie Antragstellerin in verschiedenen gerichtlichen Verfahren zur Überprüfung der Angemessenheit von Abfindungszahlungen. Für die daraus resultierenden Kostenrisiken hat die Gesellschaft nach Rücksprache mit ihrem Rechtsbeistand nach kaufmännischem Ermessen ausreichend hohe Beträge in der Bilanz reserviert.

i) Steuerliche Risiken

Steuerliche Risiken können sich auf der Ebene der Gesetzgebungsstufe ergeben. Die Risiken könnten sich im Hinblick auf die steuerliche Behandlung von Veräußerungsgewinnen beziehen. Andererseits könnten die Nutzung bzw. Bildung steuerlicher Verlustvorträge betroffen sein.

Steuerliche Betriebsprüfungen können ähnliche Sachverhalte unterschiedlich beurteilen. Bei der letzten Betriebsprüfung der Gesellschaft für die Jahre 2010 bis 2013 wurde im Bereich der Ertragssteuern den steuerlichen Einschätzungen der Gesellschaft weitestgehend gefolgt. Seit diesen Feststellungen haben sich nach der Überzeugung des Vorstands weder die Geschäftspolitik noch die allgemeine Aufstellung der Gesellschaft geändert. Die im Jahr 2015 angeordnete Betriebsprüfung für die Jahre 2010 bis 2013 führte zu einer Nachforderung von Umsatzsteuern für die Jahre 2010 und 2011 von insgesamt TEUR 66 zzgl. Zinsen.

j) Sonstige rechtliche Risiken

Auch können sich die sonstigen rechtlichen Rahmenbedingungen unserer Geschäftstätigkeit verändern. Wir begegnen solchen Veränderungen in wesentlichen Fällen durch die Einholung externen Rechtsrats, um ggf. angemessen reagieren zu können.

7. Chancen

Bei künftigen Kurssteigerungen werden stille Reserven gelegt bzw. werden Voraussetzungen geschaffen, um höhere Gewinne zu realisieren. Bei zuvor auf einen niedrigeren Börsenkurs abgeschriebenen Wertpapiere bewirken Kurssteigerungen zwingend eine Zuschreibung nach § 253 Abs. 5 HGB mit entsprechenden Auswirkungen sowohl auf die Gewinn- und Verlustrechnung sowie auf den Eigenkapitalausweis.

Zur bilanziellen Stärkung des Eigenkapitals können auch in Zukunft Erträge aus den Nachbesserungsrechten der Gesellschaft beitragen.

8. Aussichten für die Geschäftsjahre 2016 und 2017

Beteiligungsunternehmen wie die Allerthal-Werke AG, welche nach HGB bilanzieren, weisen erst im Zeitpunkt der Veräußerung ein realisiertes Ergebnis aus. Abschreibungen müssen jedoch zum jeweiligen Bewertungsstichtag gebildet werden. Hierzu gegenläufig sind die ebenfalls stichtagsbedingt zwingend zu bildenden Zuschreibungen gemäß § 253 Abs. 5 HGB zu sehen. Eine Ergebnisprognose abzugeben hieße, relativ genau zu wissen, wann einzelne Positionen des Anlagevermögens zu welchem Preis veräußert werden. Hiernach müsste eine Prognose über das voraussichtliche Abschreibungserfordernis bei denjenigen Positionen abgegeben werden, die mutmaßlich zum nächsten Bilanzstichtag aktiviert werden. Danach wäre spiegelbildlich das ähnlich gelagerte Prognoseproblem der Zuschreibungen zu lösen, hier mit der Erleichterung zu vorgenanntem, dass auf unterjährig erworbene Positionen Zuschreibungen im Jahr der Anschaffung niemals vorgenommen werden müssen.

Des Weiteren kann der Ausgang von Spruchverfahren auf die Ertragssituation der Allerthal-Werke AG erheblich positive Auswirkungen haben. Der zeitliche Anfall und die Höhe dieser Erträge kann von der Gesellschaft weder alleine beeinflusst noch prognostiziert werden. Prognosefelder mit abnehmendem Komplexitätsgrad sind die voraussichtliche Zinsbelastung, die voraussichtliche Höhe der Dividendenerträge sowie die Kalkulation der unabweisbaren Kosten.

Bei konsequenter Umsetzung der bisherigen Anlagephilosophie der Allerthal-Werke AG ist die Realisierung eines Ergebnisses oftmals von Faktoren abhängig, welche die Gesellschaft selbst nicht oder nur unwesentlich beeinflussen kann. Daher ist deren zeitlicher Anfall und erst Recht deren Höhe kaum zu prognostizieren. Erst im Laufe des Jahres, wenn Ergebnisse in einem größeren Umfang realisiert wurden, lassen sich belastbarere Aussagen über die Gewinnentwicklung im laufenden Jahr treffen. Dies kann aber dann für den konkreten Prognosezeitraum wiederum nur unter dem Vorbehalt gelten, dass für den Endpunkt dieses Prognosezeitraums, sich das Abschreibungserfordernis bzw. das Zuschreibungserfordernis auf den Wertpapierbestand nicht wesentlich ändert.

Es ist nicht Politik der Allerthal-Werke AG, Ergebnisse zu realisieren, um in irgendeinem Zeitraum oder zu einem Zeitpunkt dieses oder jenes Ergebnis ausweisen zu können. Hingegen ist es die Politik der Gesellschaft, dass im Rahmen des Gesamtportfolios einzelne Positionen eine optimale Verwertung erfahren. Somit sind konkretere Prognosen zum jetzigen Zeitpunkt für das Jahr 2016 nicht möglich. Dies gilt erst recht für Zeiträume, die nach dem Ende des jetzt laufenden Geschäftsjahres liegen.

Vor dem Hintergrund, dass zukunftsgerichtete Aussagen stets basierend auf einer aktuellen Datenlage abgegeben werden, kann der Vorstand der Gesellschaft wegen vorher Gesagtem für die Jahre 2016 und 2017 zwar keine quantitative Prognose abgeben. Ziel der Gesellschaft kann es nur sein, wieder an die positive Ergebnisentwicklung der letzten Jahre anzuknüpfen und das bilanzielle Eigenkapital zum Ende des Geschäftsjahres mit einer überdurchschnittlichen Rendite im darauffolgenden Jahr zu verzinsen. Dies geschieht mit dem Hinweis, dass das Jahr 2015 mit seinem Rekordjahresüberschuss nicht Maßstab für zukünftige Geschäftsjahre sein kann.

9. Wesentliche Vorgänge in 2016

Aufgrund der zu Beginn des Jahres 2016 deutlich rückläufigen Kursentwicklung an den Finanzmärkten hat sich das wirtschaftliche Eigenkapital der Gesellschaft im Vergleich zum Jahresultimo vermindert. Daher dürfte ein Jahresergebnis auf dem Niveau des Jahres 2015 aus heutiger Sicht im laufenden Geschäftsjahr nicht erreichbar sein. Unsere Zielsetzung für das Geschäftsjahr 2016 ist es aber dennoch, das bilanzielle Eigenkapital wiederum mit einer überdurchschnittlichen Rendite zu verzinsen.

Ansonsten sind wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung in der Unternehmenssphäre der Allerthal-Werke AG nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Köln, 25. Februar 2016

Alfred Schneider

Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2015

AKTIVA

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Geschäftsjahr Vorjahr

Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen


I. Immaterielle Vermögensgegenstände


entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
3,00 3,00
II. Sachanlagen


andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
3.110,00 4.739,00
III. Finanzanlagen


1. Beteiligungen 236.733,65
236.733,65
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 13.531.078,46
12.957.561,02
3. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 15.274,87
16.200,98


13.783.086,98 13.210.495,65
B. Umlaufvermögen


I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände


sonstige Vermögensgegenstände
928.139,66 146.293,41
-davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Euro 710,96 (Euro 1.416,03)


II. Wertpapiere


sonstige Wertpapiere
3.498.752,80 3.516.975,46
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks
609.213,27 18.554,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten
6.500,21 6.371,94


18.828.805,92 16.903.433,33

PASSIVA

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Geschäftsjahr Vorjahr

Euro Euro Euro
A. Eigenkapital


I. Gezeichnetes Kapital
1.200.000,00 1.200.000,00
II. Kapitalrücklage
3.806.130,18 3.806.130,18
III. Gewinnrücklagen


1. gesetzliche Rücklage 109.664,80
109.664,80
2. andere Gewinnrücklagen 9.745.034,00
7.963.453,00


9.854.698,80 8.073.117,80
IV. Bilanzgewinn
2.199.111,11 1.017.529,11
-davon Gewinnvortrag Euro 417.529,11 (Euro 54.074,38)


B. Rückstellungen


1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 297.747,00
305.728,00
2. sonstige Rückstellungen 324.817,89
237.586,20


622.564,89 543.314,20
C. Verbindlichkeiten


1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.057.437,34
2.232.217,71
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 1.057.437,34 (Euro 2.232.217,71)


2. sonstige Verbindlichkeiten 88.863,60
31.124,33


1.146.300,94 2.263.342,04
-davon aus Steuern Euro 85.810,14 (Euro 13.580,73)


-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 9,98 (Euro 4,94)


-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 88.842,11 (Euro 31.124,33)




18.828.805,92 16.903.433,33

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
vom 01.01.2015 bis 31.12.2015

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Geschäftsjahr Vorjahr

Euro Euro Euro
1. Erträge aus Wertpapierverkäufen
5.605.421,65 2.674.600,76
2. Aufwendungen aus Wertpapierverkäufen
96.443,01- 186.589,48-
3. sonstige betriebliche Erträge
437.287,94 514.772,05
4. Personalaufwand


a) Löhne und Gehälter 489.443,46-
381.282,90-
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 50.919,51-
41.799,26-


540.362,97- 423.082,16-
-davon für Altersversorgung Euro -26.432,18 (Euro -21.804,45)


5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
1.629,00- 2.395,50-
6. sonstige betriebliche Aufwendungen
344.046,48- 281.916,26-
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
254.256,85 263.734,80
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
621.919,13 37.292,41
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens
2.242.851,87- 607.960,30-
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
62.849,13- 57.633,75-
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
3.630.703,11 1.930.822,57
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.746,91-
3.914,84-
13. sonstige Steuern 65.793,20-
0,00


67.540,11- 3.914,84-
14. Jahresüberschuß
3.563.163,00 1.926.907,73
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr
417.529,11 54.074,38
16. Einstellungen in Gewinnrücklagen in andere Gewinnrücklagen
1.781.581,00- 963.453,00-
17. Bilanzgewinn
2.199.111,11 1.017.529,11

Anhang
zum 31.12.2015

1. Angaben und Erläuterungen zu Bestandteilen der Form, insbesondere der Gliederung des Jahresabschlusses

Die Allerthal-Werke AG ist zum Bilanzstichtag eine Kleinstkapitalgesellschaft im Sinne von § 267a HGB. Gleichwohl hat sie den Jahresabschluss unter Berücksichtigung der Gliederungsvorschriften des § 266 HGB wie für große, nicht kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften aufgestellt; dies erfolgte insoweit, als dies den Informationsansprüchen ihrer Aktionäre gem. § 131 AktG genügt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde der Erfolg aus Wertpapierverkäufen in den Posten Nr. 1 (Erträge aus Wertpapierverkäufen) und Nr. 2 (Aufwendungen aus Wertpapierverkäufen) zusammengefasst. Diese Posten enthalten sowohl die Gewinne/Verluste aus Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens als auch diejenigen aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens.

Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt.

2. Angaben zur Bewertung und Bilanzierung

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet worden.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.

Die Beteiligungen und die Wertpapiere des Anlage- bzw. Umlaufvermögens wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet; soweit für deren Ermittlung eine Verbrauchsfolge zu unterstellen war, wurde nach der Durchschnittskostenmethode bewertet. Soweit die Kurswerte unter die Anschaffungskosten gefallen sind, wurden jedoch entsprechende Abwertungen nach § 253 Abs. 3 und 4 HGB vorgenommen. Bei wieder gestiegenen Kursen wurden zur Wertaufholung Zuschreibungen nach § 253 Abs. 5 HGB durchgeführt; die Obergrenze der Zuschreibungen liegt bei den ursprünglichen Anschaffungskosten. Bei den auf fremde Währung lautenden Wertpapieren des Anlagevermögens wurden die Anschaffungskosten unter Beachtung des jeweiligen Devisenkassamittelkurses zum Zugangszeitpunkt ermittelt; die Folgebewertung dieser Wertpapiere erfolgte unter Beachtung der jeweiligen Devisenkassamittelkurse des Bilanzstichtages.

Die Beteiligungen und die Wertpapiere sind an die finanzierenden Kreditinstitute verpfändet.

In den Finanzanlagen sind "primäre" Nachbesserungsrechte enthalten. Sie sind aus von der Gesellschaft gehaltenen Aktienbeständen des Anlagevermögens im Rahmen von Squeeze-out Verfahren bzw. im Rahmen von Unternehmensverträgen durch Andienung entstanden. Die Gesellschaft erwartet bei den mit Erinnerungswerten von je 1,00 Euro aktivierten Rechten eine Nachbesserung auf die bisher gezahlten Abfindungen. Es handelt sich um mehrere Rechte von verschiedenen Gesellschaften.

Sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert oder dem niedrigeren Barwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken waren nicht vorhanden, Wertberichtigungen waren daher nicht vorzunehmen. Das in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltene ratierlich zu tilgende Körperschaftsteuerguthaben nach § 37 KStG wurde mit seinem Barwert bewertet.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 298 ist auf der Grundlage eines von der AON Hewitt GmbH, Mülheim an der Ruhr, erstellten versicherungsmathematischen Gutachtens nach den Vorschriften des HGB ermittelt und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet worden.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

3.1 Einzelposten des Anlagevermögens

Wir haben als kleine Kapitalgesellschaft auf die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens in Übereinstimmung mit § 274a HGB verzichtet.

3.2 Angaben zum Kapital

3.2.1 Zusammensetzung des Kapitals

Das Grundkapital beträgt Euro 1.200.000,00. Es ist eingeteilt in 1.200.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

3.2.2 Genehmigtes Kapital

Der Vorstand wurde durch Hauptversammlungsbeschluss vom 18.07.2014 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 17.07.2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe von bis zu insgesamt 600.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien einmal oder mehrmals gegen Bar- und/oder Sacheinlage um bis zu 600.000,00 Euro zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, in bestimmten Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

3.2.3 Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

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Euro
Gewinnvortrag zum 31. Dezember 2014 1.017.529,11
./. Einstellung in Gewinnrücklage durch Hauptversammlung 2015 ./. 0,00
./. Dividende im Geschäftsjahr 2015 ./. 600.000,00
Gewinnvortrag 417.529,11
+ Jahresüberschuss Geschäftsjahr 2015 3.563.163,00
./. Einstellung in Gewinnrücklage aus Jahresüberschuss ./. 1.781.581,00
Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2015 2.199.111,11

3.3. Angaben zu den Rückstellungen

3.3.1 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Die Bildung der Pensionsrückstellung erfolgte auf Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens.

Als versicherungsmathematisches Bewertungsverfahren wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode analog den Vorschriften des IAS 19) angewandt. Zur Ermittlung des Anwartschaftsbarwerts per 31.12.2015 wurde der durchschnittliche Marktzinssatz von 3,94% bei einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechend dem Wahlrecht gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB zugrunde gelegt. Bei der Berechnung wurden als biometrische Rechnungsgrundlagen die Sterbetafeln RT 2005 G sowie als weitere Parameter ein Rententrend von 2,00% und die übrigen relevanten Trends mit 0,00% angenommen.

3.3.2 Sonstige Rückstellungen

Für Personalkosten wurden Rückstellungen in Höhe von TEUR 213 gebildet.

Für Beratungskosten, insbesondere im Zusammenhang mit aktiv geführten Prozessen, bei denen die Allerthal-Werke AG nicht Beklagte ist, ist ein Betrag von TEUR 59 zurückgestellt.

Es handelt sich ferner um Rückstellungen für Aufsichtsratsvergütungen, Tantieme Mitarbeiter, Aufbewahrung/Archivierung, Kosten des Jahresabschlusses sowie für ausstehende Eingangsrechnungen.

3.4 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber Kreditinstituten. Die Angaben zur Restlaufzeit und zur Besicherung sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:

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Restlaufzeit

Verbindlichk. bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre gesamt gesichert

gegenüber Kreditinstituten 1.057.437,34 0,00 0,00 1.057.437,34 1.057.437,34
Sonstige 88.863,60 0,00 0,00 88.863,60 0,00
Summe 1.146.300,94 0,00 0,00 1.146.300,94 1.057.437,34

Die Sicherung der Verbindlichkeiten erfolgte durch Abtretung von in Wertpapierdepots gehaltenen Beteiligungen und Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens sowie von Bankguthaben bei den finanzierenden Kreditinstituten.

3.5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 100 inklusive Umsatzsteuer. Der Ausweis beinhaltet insbesondere TEUR 45 für Büromiete und TEUR 25 für Beratung, jeweils für die Zeit ab Bilanzstichtag bis zum Ende der jeweiligen vertraglichen Grundlaufzeit.

4. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Aufgliederung der Wertpapiererträge und sonstigen betrieblichen Erträge nach Tätigkeitsbereichen

Die Wertpapiergewinne wurden mit TEUR 3.790 aus Verkäufen von sonstigen Wertpapieren des Anlagevermögens sowie mit TEUR 1 aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens erzielt. Weiterhin wurden Erlöse aus Nachbesserungen in Höhe von TEUR 1.814 erzielt.

Die Wertpapierverluste wurden mit TEUR -90 aus Verkäufen von sonstigen Wertpapieren des Anlagevermögens sowie mit TEUR -6 aus Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens realisiert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen im Wesentlichen aus Erträgen aus Zuschreibungen auf Wertpapiere des Anlagevermögens (TEUR 195) und des Umlaufvermögens (TEUR 215).

4.2 Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen

Abschreibungen auf Wertpapiere sind immer außerplanmäßig, da für Wertpapiere keine "planmäßigen" Abschreibungen vorgenommen werden.

In der GuV-Position Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sind TEUR 2.243 (Vj.: TEUR 608) für außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen ausgewiesen. Nach unserer Einschätzung sind die Wertminderungen voraussichtlich nicht von Dauer.

4.3 Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten solche aus Währungsumrechnung in Höhe von EUR 68,03 ( Vj.: EUR 263,55). Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten solche aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 1.831,73 (Vj.: EUR 201,80).

4.4 Aufzinsungsaufwendungen

In dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Aufzinsungsaufwendungen zu Rückstellungen in Höhe von Euro 12.995,00 (Vj.: Euro 14.422,00) enthalten.

4.5 Steueraufwand

Auf Basis des handelsbilanziellen Ergebnisses und vor dem Hintergrund der Regelungen des § 8b KStG in seiner am Bilanzstichtag gültigen Fassung ist der zu erwartende Steueraufwand (Euro 0,00) mit dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steueraufwand identisch.

5. Sonstige Angaben

5.1 Angaben zu den Unternehmensorganen

Vorstand:

Dipl.-Kfm. Alfred Schneider, Kaufmann, Köln

Aufsichtsrat:

Dr. Markus Linnerz, Rechtsanwalt, Bonn (Vorsitzender)

Karl-Heinz Berchter, Unternehmensberater, Düsseldorf (stellvertretender Vorsitzender)

Rolf Hauschildt, Kaufmann, Düsseldorf.

5.2 Beteiligungen

RM Rheiner Management AG, Köln

Der Anteilsbesitz umfasst 67.123 von 220.000 Aktien bzw. 30,51%. Der geprüfte Jahresabschluss 2014 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von Euro 2.620.935,76 aus, der Jahresfehlbetrag 2014 beträgt Euro -47.653,65. Der Jahresabschluss 2015 liegt noch nicht vor.

Esterer AG, Altötting

Der Anteilsbesitz umfasst 13.738 von 16.500 Aktien, bzw. 83,26%. Der geprüfte Jahresabschluss 2014 weist ein buchmäßiges Eigenkapital von Euro 3.492.384,11 aus, der Jahresüberschuss 2014 beträgt Euro 226.038,16. Der Jahresabschluss 2015 liegt noch nicht vor.

5.3 Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer

Die Firma beschäftigte im Geschäftsjahr drei Angestellte.

5.4 Bestehen von Beteiligungen

Die A & B Vermögensverwaltung GmbH, Düsseldorf, hat am 14.03.2014 gem. § 20 Abs. 1 AktG mitgeteilt, dass ihr mehr als der vierte Teil der Aktien der Allerthal-Werke AG, Köln, gehört.

5.5 Angaben zum Abschlussprüfer

Das für das Geschäftsjahr oder frühere Jahre als Aufwand gebuchte Honorar des Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen:

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a) für Abschlussprüfungsleistungen Euro 15.000,00
b) für Steuerberatungsleistungen Euro 15.940,90
c) für sonstige Leistungen Euro 0,00
Summe Euro 30.940,90

Anmerkung: Aufgrund neuerer Rechtsprechung des BFH zu § 249 HGB werden, anders als in Vorjahren wegen gesetzlicher Prüfungspflicht bis 2013, seit 2014 keine Rückstellungen für die zwar satzungsmäßigen, aber nicht mehr gesetzlich vorgeschriebenen Jahresabschlussprüfungen passiviert, sodass der hier ausgewiesene Prüfungsaufwand die Abschlussprüfung des Vorjahres betrifft. Die Angaben sind Beträge ohne Umsatzsteuern, unabhängig von einer umsatzsteuerlichen Nicht-Abzugsfähigkeit der in Rechnung gestellten Umsatzsteuern.

5.6 Latente Steuern

Aus der unterschiedlichen Bewertung der Pensionsrückstellungen in Handelsbilanz (Euro 297.747,00) und Steuerbilanz (Euro 247.214,00) ergibt sich bei einem angenommenen Unternehmenssteuersatz von 30% eine aktive Steuerlatenz von 15.159,90 Euro. Weiterhin bestehen steuerliche Verlustvorträge, die dem Grunde nach zu aktiven Steuerlatenzen führen können. Aufgrund der Regelungen des § 8b KStG wird die Gesellschaft bei gleich bleibender Unternehmenspolitik jedoch auch in Zukunft mit keinen Ertragssteuern belastet sein, die durch die genannten Steuerlatenzen entlastet werden könnten. Mithin besteht zum Bilanzstichtag keine werthaltige aktive Steuerlatenz.

Köln, den 25. Februar 2016

- Der Vorstand -

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks
"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Allerthal-Werke AG, Köln:

Wir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Allerthal-Werke AG, Köln für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des gesetzlichen Vertreters der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des gesetzlichen Vertreters sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Köln, den 25. Februar 2016

Formhals

Revisions- und Treuhand GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

Harald Formhals

Wirtschaftsprüfer

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Ergebnisverwendungsbeschluss

Die Hauptversammlung der Allerthal-Werke AG hat am 11. Juli 2016 beschlossen, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2015 von EUR 2.199.111,11 die Ausschüttung einer Dividende von 1,15 EUR je Stückaktie, insgesamt EUR 1.380.000,00 vorzunehmen, einen Betrag von Euro 819.111,11 in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen und Euro 0,00 auf neue Rechnung vorzutragen.