Ad-hoc | 4 June 1999 08:55
Ad hoc-Service: AGRANA Bet.-AG
Bilanz
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AGRANA-Geschäftsjahresergebnisse 1998/99 Umsatz
plus 17,6 %, EBIT plus 16,5 %, Dividende wieder 14
Prozent=
Wien, 4. Juni 1999 –
Der Umsatz der AGRANA-Gruppe lag im abgelaufenen
Geschäftsjahr 1998/99 mit 9,402 Milliarden ATS um 1,409
Milliarden ATS über dem Umsatz des Vorjahres mit 7,993
Milliarden ATS. Diese Erhöhung ist im wesentlichen auf
den um
die Akquisitionen erweiterten Konsolidierungskreis –
u.a. durch Neuaufnahme der Magyar Cukor AG, der im
Februar 1998 erworbenen tschechischen Zuckerfabrik
Unicov AG und der rumänischen Zuckerfabriken Buzau AG
und Tandarei AG – zurückzuführen. Aber auch
die AGRANA ZuckerGes.m.b.H., die AGRANA Stärke
Ges.m.b.H. und die AGRANA Marketing- und
Vertriebsservice-Ges.m.b.H. konnten 1998/99 ihre
Umsätze steigern.
Obwohl die Ergebnisse durch die tiefen Weltmarktpreise
für Zucker und den Preisverfall bei den Nebenprodukten
der Zuckergewinnung deutlich gedrückt wurden, konnte
doch im österreichischen Zuckerbereich durch
Kostensenkungen dieser Entwicklung erfolgreich
entgegengewirkt werden, so daß das Betriebsergebnis der
Gruppe um 16,5 Prozent von 400 auf 466 Millionen ATS
gesteigert werden konnte. Besonders erfreulich war die
Entwicklung im Stärkebereich, in dem – trotz gesunkener
Preise – eine weitere Umsatzsteigerung um neun Prozent
auf 1,365 Milliarden ATS und eine Verbesserung des
Betriebsergebnisses um 24 Millionen ATS verbucht werden
konnte, sodaß nach Abschluß der großen Restrukturierung
erstmals ein positiver Jahresüberschuß erzielt wurde.
Gewinn und Cash-Earnings wurden durch die ÖVFA
(Österreichische Vereinigung für Finanzanalyse und
Anlageberatung) wie folgt errechnet:
ÖVFA-Gewinn 185 Mio ATS/13,478 EUR (Vj. 340 Mio ATS)
ÖVFA-Gewinn/Aktie 18 ATS/ 1,33 EUR (Vj. 26 ATS)
ÖVFA-Cash Earnings 697 Mio ATS /50,623 EUR (Vj. 706
Mio ATS) ÖVFA-Cash Earnings je Aktie 69 ATS/ 4,98EUR
(Vj.69 ATS)
Cash Flow aus dem Ergebnis 836 Mio ATS/60,734 EUR (Vj.
895 Mio ATS)
Aufgrund des verminderten Jahresüberschusses, der
durch das tiefe Weltmarktpreisniveau belastet war,
sowie durch die Umstrukturierungsmaßnahmen in Ungarn
und das Fehlen einmaliger Zusatzerträge im
Finanzbereich der AGRANA Beteiligungs-AG reduzierte
sich auch das ÖVFA-Ergebnis. Der Hauptversammlung der
AGRANA Beteiligungs Aktiengesellschaft am 12. Juli
1999 wird für das Geschäftsjahr 1998/99 die Auszahlung
einer Dividende in Höhe von 14 Prozent (8 Prozent + 6
Prozent Bonus) auf das Grundkapital von 1.016
Millionen ATS vorgeschlagen. Der Ausschüttungsbetrag
wird daher analog dem Vorjahr 142,24 Millionen ATS
betragen. Laufendes Geschäftsjahr 1999/2000 Die
Preissituation auf dem Stärkemarkt ist weiterhin
angespannt. Man erwartet jedoch im Laufe des Jahres
aufgrund der geringeren Kartoffelstärkeproduktion in
der abgelaufenen Kampagne eine geringe
Marktentlastung. Der Zuckerabsatz hat sich im März und
April – vor allem durch die höheren C-Zucker-Exporte
zufolge der höheren Ernte – um 4 Prozent erhöht. Der
extrem niedrige Weltmarktpreis für Zucker belastet
jedoch die Erlössituation. Mit Ende März wurde die
Fusion der Kaposcukor AG in die Magyar Cukor AG
durchgeführt. Die ungarische Zuckerfabrik Sarvar wird
aufgrund von Kapazitätsanpassungen an die
Marktgegebenheiten stillgelegt. Damit konnten die
Strukturmaßnahmen bei den ungarischen Gesellschaften
erfolgreich abgeschlossen werden.
In der tschechischen Republik wird es kurzfristig
ebenfalls zur Fusion aller drei Zuckergesellschaften
kommen, um auch dort schlanke Strukturen zu schaffen.
In der Zuckerfabrik Unicov wird aufgrund des 1999
reduzierten Rübenanbaus in Tschechien keine
Rübenkampagne gefahren.
In Rumänien sind aufgrund der niedrigen
Weltmarktpreise und des ungenügenden Zollschutzes
gegen Zuckerimporte die nationalen Rübenanbauflächen
um rund 60 Prozent auf 40.000 Hektar zurückgegangen.
Dadurch kommt der Raffination von importiertem
Rohzucker noch stärkeres Gewicht zu. Diese Situation
wird auch in Rumänien zu Kapazitätsanpassungen führen
müssen. Umstrukturierung des österreichischen Zucker
und Stärkebereichs Es ist geplant, die AGRANA Zucker-
Ges.m.b.H. und die AGRANA Stärke-Ges.m.b.H.
rückwirkend per 28. Februar 1999 durch Fusion
zusammenzuführen, wobei die AGRANA Zucker Ges.m.b.H.
das aufnehmende Unternehmen ist. Durch diese Fusion
sollen die Strukturen vereinfacht und eine steuerliche
Optimierung herbeigeführt werden. Die AGRANA wird
weiterhin durch forcierte Strukturmaßnahmen den in der
Agenda 2000 vorgesehenen Entwicklungen Rechnung
tragen, um schlank und effizient auf allen Märkten
agieren zu können.
PS: Sie finden unseren aktuellen Geschäftsbericht
1998/99 und den Einzelabschluß der AGRANA
BeteiligungsAG ab 4.6.1999, 9,30 Uhr auch im Internet
unter www.agrana.com
Unter der E-Mail-Adresse abga@agrana.raiffeisen.at
sind wir für Sie jederzeit erreichbar.
Rückfragen: Brigitte Gampe, AGRANA,
Tel. +43/1/21137/2930, Fax +43/1/21137-2045
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