![]() Carl Zeiss Meditec AGJenaHalbjahresfinanzbericht GJ 2016/17Carl Zeiss Meditec Gruppe
Kennzahlen (IFRS)scroll
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Vor Anteilen nicht-beherrschender Gesellschafter Konzernlagebericht zum ZwischenabschlussKONZERNSTRUKTURDie Carl Zeiss Meditec Gruppe (Carl Zeiss Meditec Gruppe, die Gruppe, der Konzern,
das Unternehmen) ist ein global agierendes Unternehmen mit Sitz in Jena, Deutschland,
und weiteren Tochtergesellschaften in und außerhalb von Deutschland. Die Carl Zeiss
Meditec AG ist die Konzernobergesellschaft des Carl Zeiss Meditec Konzerns. Sie gehört
zu den im TecDax gelisteten 30 größten Technologiewerten in Deutschland. Im Hinblick auf den Konsolidierungskreis und die Struktur des Konzernabschlusses haben
sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016/17 keine wesentlichen Änderungen
ergeben. ERTRAGSLAGEDarstellung der ErtragslageZusammenfassung wesentlicher Größen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungin Mio. €, falls nicht anders angegeben scroll
UmsatzerlöseIn den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016/17 steigerte die Carl Zeiss Meditec
Gruppe ihren Umsatz um 8,6 % auf 587,5 Mio. € (Vj. 540,8 Mio. €). Dabei profitierte
der Konzern leicht von positiven Währungseffekten. Das wechselkursbereinigte Wachstum
belief sich auf 7,1 %. Zu der Entwicklung haben insbesondere die strategische Geschäftseinheit
(Strategic Business Unit, SBU) Ophthalmic Devices sowie die Region Asien/Pazifischer
Raum (APAC) beigetragen. 1
Zugrunde gelegte rechnerische Aktienanzahl: 81.711.690. Das Ergebnis je Aktie ist
gemäß IAS 33 aufgrund der im zweiten Quartal durchgeführten Kapitalerhöhung zeitanteilig
nach den durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien gewichtet gemittelt. Aktienanzahl
zum 31. März 2017: 89.440.570 Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2016/17 in Mio. €/Wachstum in % ![]() Konzernumsatz nach strategischen GeschäftseinheitenDurch die Zusammenlegung der beiden ehemaligen strategischen Geschäftseinheiten Ophthalmologische
Systeme und Chirurgische Ophthalmologie zum 1. August 2016 werden seither knapp drei
Viertel des Konzernumsatzes in der strategischen Geschäftseinheit Ophthalmie Devices
generiert. So lag der Umsatzbeitrag der strategischen Geschäftseinheit Ophthalmic
Devices nach den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016/17 bei 73,7 % (Vj.
72,4 %). Die strategische Geschäftseinheit Microsurgery steuerte in den ersten sechs
Monaten des laufenden Geschäftsjahres 26,3 % (Vj. 27,6 %) zum Konzernumsatz bei. Anteil der strategischen Geschäftseinheiten am Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2016/17![]() Die strategische Geschäftseinheit Ophthalmie Devices steigerte ihren Umsatz innerhalb
der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2016/17 um 10,6 % (wechselkursbereinigt:
9,2 %). Der Umsatz belief sich auf 433,1 Mio. € (Vj. 391,6 Mio. €). Als Wachstumstreiber
erwies sich erneut der Bereich Refraktive Laser, der insbesondere von hohen prozedurabhängigen
Umsätzen profitierte. Der Bereich der Geräte und Systeme für die Diagnostik war innerhalb
der ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres weiterhin hohem Wettbewerb und
Preisdruck ausgesetzt. Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit wurden
im laufenden Geschäftsjahr fortgeführt. Das Geschäft mit Intraokularlinsen und Verbrauchsmaterialien
für die Kataraktchirurgie, Operationsmikroskopen für die Augenheikunde sowie die Biometrie
entwickelten sich positiv. Auch die Geschäftsentwicklung der strategischen Geschäftseinheit Microsurgery verlief
innerhalb der ersten sechs Monate positiv. Der Umsatz stieg um 3,5 % auf 154,4 Mio.
€ von 149,1 Mio. € im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Wechselkursbereinigt belief
sich das Umsatzwachstum auf 1,8 %. Konzernumsatz nach strategischen Geschäftseinheitenscroll
Konzernumsatz nach RegionenDie Carl Zeiss Meditec Gruppe verfügt über eine weltweit sehr ausgeglichene Geschäftsaktivität.
So wird von allen drei Geschäftsregionen etwa ein Drittel des Gesamtumsatzes generiert.
Innerhalb des ersten Halbjahres 2016/17 entfielen 29,9 % (Vj. 32,9 %) des Konzernumsatzes
auf die Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA). Die Regionen Americas und
Asien/Pazifischer Raum (APAC) machten 31,4 % (Vj. 32,6 %) beziehungsweise 38,7 % (Vj.
34,5 %) des Gesamtumsatzes im Konzern aus. In der Region APAC wurde dabei mit 21,7
% (wechselkursbereinigt: 18,4 %) das größte Umsatzwachstum erzielt. Anteil der Regionen am Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2016/17![]() In der Region EMEA erreichte der Umsatz einen Wert von 175,4 Mio. € (-1,3 %; Vj. 177,7
Mio. €). Auch wechselkursbereinigt war mit -0,6 % ein leichter Rückgang zu verzeichnen.
Dabei zeigte die Entwicklung der Einzelmärkte ein heterogenes Bild. Während sich die
Kernmärkte überwiegend positiv oder stabil entwickelten, verlief das Geschäft in Großbritannien
sowie in einigen Regionen Südeuropas und im Mittleren Osten weiterhin schwach. Der Umsatz in der Region Americas stieg innerhalb des ersten Halbjahres 2016/17 um
4,8 % beziehungsweise wechselkursbereinigt um 2,7 % auf 184,9 Mio. € (Vj. 176,4 Mio.
€). Dabei entwickelten sich die USA positiv, während der Umsatz in Südamerika in etwa
das Vorjahr erreichte. Die Region APAC lieferte mit einem Plus von 21,7 % (wechselkursbereinigt: 18,4 %)
einen wesentlichen Wachstumsbeitrag im Konzern. Die Region steigerte ihrem Umsatz
auf 227,2 Mio. € von 186,7 Mio. € im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der größte
Umsatzbeitrag mit erneut starkem Wachstum kam hierbei aus China. Indien und Südostasien
erreichten ebenfalls hohe Wachstumsraten. Konzernumsatz nach Regionenscroll
Bruttoergebnis vom UmsatzIm ersten Halbjahr 2016/17 erhöhte sich das Bruttoergebnis vom Umsatz von 285,1 Mio.
€ im vergleichbaren Vorjahreszeitraum auf 322,2 Mio. €. Die Bruttomarge erhöhte sich
für den Berichtszeitraum auf 54,8 % (Vj. 52,7 %). Hierbei wirkte sich unter anderem
ein günstigerer Produktmix, insbesondere in der Ophthalmologie, positiv aus. FunktionskostenDie Funktionskosten beliefen sich für den Berichtszeitraum auf 234,8 Mio. € (Vj. 209,8
Mio. €) und erhöhten sich damit um 11,9 %. Ihr Anteil am Umsatz erhöhte sich von letztjährig
38,8 % auf 40,0 %.
ErgebnisentwicklungAls eine zentrale Ertragskennziffer wird innerhalb der Carl Zeiss Meditec Gruppe das
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT = operatives Ergebnis) verwendet. Das EBIT belief
sich für den Berichtszeitraum auf 95,1 Mio. € (Vj. 75,3 Mio. €). Dies entspricht einer
EBIT-Marge von 16,2 % (Vj. 13,9 %). Dem deutlichen Anstieg der EBIT-Marge liegt hauptsächlich
ein günstigerer Produktmix zugrunde. Im EBIT waren im ersten Halbjahr 2016/17 Sondereffekte in Höhe von 6,0 Mio. € enthalten,
die im Wesentlichen aus einem einmaligen Sondereffekt im Zusammenhang mit der Veräußerung
von Vermögenswerten am Standort Ontario im ersten Quartal resultieren. Übersicht im EBIT enthaltener Sondereffektescroll
Die Entwicklung der EBIT-Marge innerhalb der SBU Ophthalmic Devices verlief positiv.
Hierzu trugen unter anderem ein günstigerer Produktmix und operative Skaleneffekte
bei. In der SBU Microsurgery stieg die EBIT-Marge im Vergleich zum Vorjahr leicht
an. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug für die ersten
sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres 106,3 Mio. € (Vj. 84,7 Mio. €). Die EBITDA-Marge
belief sich auf 18,1 % (Vj. 15,7 %). Im Finanzergebnis fielen durch die Realisierung und Bewertung von Währungssicherungsgeschäften
zum 31. März 2017 Währungseffekte in Form von Kursverlusten in Höhe von 1,5 Mio. €
auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums an. Die Steuerquote belief sich für den Berichtszeitraum auf 31,4 % (Vj. 31,0 %). Generell
wird von einer durchschnittlichen jährlichen Steuerquote zwischen 31 % und 33 % ausgegangen. Das auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallende Konzernergebnis belief
sich für das erste Halbjahr 2016/17 auf 61,7 Mio. € und erhöhte sich damit zur Vergleichsbasis
im Vorjahr um 28,6 % (Vj. 48,0 Mio. €). Auf die Anteile nicht-beherrschender Gesellschafter
entfielen 2,1 Mio. € (Vj. 1,3 Mio. €). Für die ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres
beläuft sich der unverwässerte Gewinn je Aktie des Mutterunternehmens auf 0,76 € (Vj.
0,59 €). 4
Neben dem Sondereffekt im Zusammenhang mit der Veräußerung von Vermögenswerten am
Standort Ontario sind Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation
(PPA), primär im Zusammenhang mit der Akquisition von Aaren Scientific Inc. im Geschäftsjahr
2013/14, enthalten. FINANZLAGEKapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung des Carl Zeiss Meditec Konzerns zeigt die Herkunft und Verwendung
der Zahlungsströme innerhalb des Berichtszeitraums. Dabei wird zwischen dem Cashflow
aus operativer Tätigkeit sowie der Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. In der Kapitalflussrechnung werden die Veränderungen einzelner Posten der Ertragsrechnung
und der Bilanz erfasst. Im Gegensatz dazu ist die Konzernbilanz eine auf den Stichtag
31. März 2017 bezogene Darstellung. Deshalb können die Aussagen in der Analyse der
Finanzlage von der Darstellung der Vermögenslage auf Basis der Konzernbilanz abweichen. Zusammenfassung wesentlicher Größen der Kapitalflussrechnung in Mio. €![]() Der Cashflow aus operativer Tätigkeit belief sich für den Berichtszeitraum auf 16,5
Mio. € (Vj. 42,8 Mio. €). Im ersten Halbjahr 2016/17 erfolgte im Vergleich zum Vorjahr
ein stichtagsbedingt höherer Aufbau von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie ein Vorratsaufbau im Zuge von Produktneueinführungen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im Berichtszeitraum -20,1 Mio. € (Vj.
94,8 Mio. €). Die große Differenz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum resultiert vornehmlich
aus der Fälligkeit einer Festgeldanlage zum 30. September 2015 in Höhe von 110 Millionen
Euro, die über die Carl Zeiss Financial Services GmbH abgewickelt wurde und im Vorjahreszeitraum
zu einem höheren Zahlungsmittelzufluss führte. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich für das erste Haljahr 2016/17
auf 4,7 Mio. € (Vj. -143,6 Mio. €). Der Unterschied zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum
resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der Forderungen aus Finanzausgleich im
ersten Halbjahr des Vorjahres unter anderem infolge der Fälligkeit der zuvor genannten
Festgeldanlage in Höhe von 110 Millionen Euro. Durch die Kapitalerhöhung am 22. März
2017 kam es im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres zu einem Zahlungsmittelzufluss
in Höhe von 317 Millionen Euro (vor Nebenkosten). Dadurch erhöhten sich gleichzeitig
die Forderungen gegenüber der Carl Zeiss Financial Services GmbH. Kennzahlen zur Finanzlagescroll
Kennzahlen zur Finanzlagescroll
VERMÖGENSLAGEDarstellung der VermögenslageDie Bilanzsumme hat sich zum 31. März 2017 auf 1.622,9 Mio. € erhöht (30. September
2016: 1.247,7 Mio. €). Bilanzstruktur: Aktiva in Mio. €![]() Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich zum 31. März 2017 auf 409,3 Mio. €
(30. September 2016: 388,9 Mio. €). Veränderungen ergaben sich bei den kurzfristigen Vermögenswerten (1.213,6 Mio. €;
30. September 2016: 858,8 Mio. €) aus einem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen gegen nahe stehende Unternehmen sowie der Forderungen aus Finanzausgleich
unter anderem durch den Mittelzufluss von 317 Millionen Euro (vor Nebenkosten) aus
der Kapitalerhöhung am 22. März 2017. Gleichzeitig erhöhten sich die Bestände im Zuge
einiger aktueller Produktneueinführungen seit Ende des vergangenen Geschäftsjahres
sowie zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit bei einigen umsatzstarken Produkten. Bilanzstruktur: Passiva in Mio. €![]() Das in der Bilanz des Carl Zeiss Meditec Konzerns ausgewiesene Eigenkapital erhöhte
sich vornehmlich in Folge der Barkapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital zum 31. März
2017 auf 1.251,2 Mio. € (30. September 2016: 851,2 Mio. €). Die Eigenkapitalquote
betrug 77,1 % (30. September 2016: 68,2 %) und lag damit weiterhin auf einem hohen
Niveau. Die langfristigen Schulden beliefen sich zum 31. März 2017 auf 83,4 Mio. € (30. September
2016: 110,7 Mio. €). Hierfür waren vornehmlich geringere Pensionsverpflichtungen in
Folge einer Anpassung des Diskontierungsfaktors aufgrund des gesunkenen Zinsniveaus
verantwortlich. Zum 31. März 2017 betrugen die kurzfristigen Schulden 288,3 Mio. € (30. September
2016: 285,9 Mio. €). Erhöhend wirkte im Wesentlichen die Erhöhung der Verbindlichkeiten
aus Finanzausgleich. Kennzahlen zur Vermögenslagescroll
AUFTRAGSBESTANDDer Auftragsbestand des Carl Zeiss Meditec Konzerns hat sich seit Beginn des Geschäftsjahres
um 8,0 % erhöht. Zum 31. März 2017 belief er sich auf 175,7 Mio. € (30. September
2016: 162,7 Mio. €). CHANCEN- UND RISIKOBERICHTFür einen weltweit tätigen Konzern gibt es viele unternehmerische Chancen und Risiken,
die den Geschäftserfolg nachhaltig beeinflussen. Die Betrachtung von Chancen und Risiken
sowie der bewusste Umgang mit unternehmerischer Unsicherheit sind ein wichtiger Teil
der Corporate Governance der Carl Zeiss Meditec AG. Das Risikomanagement der Carl
Zeiss Meditec Gruppe ist integraler Bestandteil der Unternehmensführung und basiert
auf den folgenden beiden wesentlichen Komponenten: Risiko-Reporting-System und Internes
Kontrollsystem. Die Chancen- und Risikosituation der Carl Zeiss Meditec Gruppe hat sich seit der Veröffentlichung
des Geschäftsberichts 2015/16 nicht wesentlich verändert. Für eine ausführliche Darstellung
des Risikomanagements sowie der Chancen- und Risikolage wird daher an dieser Stelle
auf die Seiten 61 bis 69 des Geschäftsberichts 2015/16 der Carl Zeiss Meditec Gruppe
verwiesen. VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNGSonstige Vorgänge von besonderer Bedeutung sind im ersten Halbjahr 2016/17 nicht eingetreten.
Nach Ablauf der ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres sind keine Ereignisse
eingetreten, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Carl Zeiss Meditec
Gruppe von wesentlicher Bedeutung sind. Der Geschäftsverlauf zu Beginn des dritten
Quartals 2016/17 bestätigt die im nachfolgenden Kapitel "Prognosebericht" getroffenen
Aussagen. MITARBEITERINNEN UND MITARBEITERHochqualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Voraussetzungen
dafür, den Erfolg eines Unternehmens langfristig zu sichern. Verantwortungsvolle Personalentwicklung
und stetige Verbesserung spielen für ZEISS eine entscheidende Rolle. Zum 31. März
2017 beschäftigte die Carl Zeiss Meditec Gruppe weltweit 2.937 (31. März 2016: 2.830)
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGZiele und Ausrichtung der Forschungs- und EntwicklungstätigkeitDer Forschung und Entwicklung kommt im Carl Zeiss Meditec Konzern eine bedeutende
Rolle zu. Gemäß seiner Strategie sind Innovationen ein wesentlicher Treiber für zukünftiges
Wachstum. Die Carl Zeiss Meditec Gruppe verfügt über die notwendigen Ressourcen, um
durch Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten die zukünftige Ertragskraft des Unternehmens
zu sichern. So wird das Unternehmen auch in Zukunft Innovationen anbieten, die führende
Technologien für seine Kunden verfügbar machen, Effizienzsteigerungen ermöglichen
und das Behandlungsergebnis von Patienten kontinuierlich verbessern. Eine umfassende Darstellung unserer Forschungs- und Entwicklungsarbeit entnehmen Sie
bitte dem Geschäftsbericht 2015/16 auf den Seiten 48 bis 51. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016/17 erhöhten sich die Forschungs-
und Entwicklungsaufwendungen um 14,9 % auf 69,9 Mio. € (Vj.60,8 Mio. €). Gleichzeitig
erhöhte sich die F&E-Quote im Vorjahresvergleich auf 11,9 % (Vj. 11,2 %) und liegt
damit etwas oberhalb der mittel- bis langfristig angestrebten Bandbreite von 10 %
bis 11 %. Im Berichtszeitraum waren im Bereich Forschung und Entwicklung 15,5 % (Vj. 14,8 %)
der gesamten Belegschaft des Carl Zeiss Meditec Konzerns tätig. Im Berichtszeitraum wurden neue Produkte in den Markt eingeführt. Im März 2017 hat
ZEISS das Dentalmikroskop EXTARO 300 auf den Markt gebracht. Mit Hilfe von Fluoreszenz-Technologie
unterstützt ZEISS EXTARO 300 bei der Unterscheidung von kariösem und gesundem Zahngewebe. Im April 2017 hat ZEISS das leistungsstarke Robotic Visualization System™ KINEVO®
900 für die Neurochirurgie vorgestellt. Es vereint Bewegungs- und Positionierungsmöglichkeiten
der nächsten Generation und erweitert die Möglichkeiten der intraoperativen digitalen
Visualisierung. Neue Funktionen ermöglichen es dem Neurochirurgen zum Beispiel, auf
eine Struktur zu fokussieren, sich um diese herum zu bewegen und so die anvisierte
Anatomie zu visualisieren ohne die Notwendigkeit einer manuellen Repositionierung.
Vergrößerung, Arbeitsabstand und Fokus können zudem gespeichert werden. So kann per
Knopfdruck in eine zuvor gespeicherte exakte Positionierung zu einem späteren Zeitpunkt
zurückgekehrt werden, um, ohne Zeit für die manuelle Neupositionierung zu verlieren,
die zuvor visualisierten Strukturen zu überprüfen. Ein voll integriertes Mikro-Inspektionstool
ergänzt die Visualisierungsmöglichkeiten des Mikroskops, um schwierig einsehbare Stellen
zu erreichen. Die digitale Visualisierung erweitert die Entscheidungsfreiheit zwischen
neuartiger 3D- und 4K-Technologie sowie klassischer optischer Visualisierung. Vier
intraoperative Fluoreszenzlösungen sind zudem in die neue Technologie integriert. AUSBLICKDie im folgenden Kapitel getroffenen Aussagen bestätigen die im Geschäftsbericht 2015/16
getroffenen Aussagen zur zukünftigen Entwicklung der Medizintechnikbranche und der
Carl Zeiss Meditec Gruppe. Die detaillierten Aussagen entnehmen Sie bitte den Seiten
71 bis 75 des Geschäftsberichts 2015/16. Zudem konkretisiert das Unternehmen die Erwartung für das Geschäftsjahr 2016/17. So
wird ein Umsatz innerhalb einer Bandbreite von 1,150 - 1,200 Mio. € erwartet. Die
EBIT-Marge dürfte innerhalb einer Bandbreite von 13 %-15 % liegen - ohne Berücksichtigung
des positiven Sondereffekts aus der Veräußerung von Vermögenswerten am Standort Ontario. Am 22. März hat die Carl Zeiss Meditec AG eine Barkapitalerhöhung aus genehmigtem
Kapital erfolgreich abgeschlossen. Dem Unternehmen flossen Mittel von rund 317 Mio.
€ zu. Das Orderbuch wurde aufgrund der großen Nachfrage vorzeitig geschlossen. Insgesamt
wurden 8.130.960 neue Aktien zu einem Preis von 38,94 € platziert. Die Gesellschaft will mit den aufgenommenen Mitteln ihre Wachstumsstrategie vorantreiben.
Nach Ansicht des Unternehmens bestehen angesichts der aktuell sehr hohen Dynamik und
Konsolidierungstrends in den relevanten Märkten kurz- bis mittelfristig große Chancen,
das Wachstum durch gezielte Zukäufe zu beschleunigen. Die durch die Kapitalerhöhung
aufgenommenen Mittel erhöhen sowohl die finanzielle Schlagkraft als auch die Flexibilität
im Hinblick auf mögliche Akquisitionen. Für die Finanzierung stehen zum 31. März 2017
kurzfristige liquide Mittel in Höhe von rund 637,6 Mio. € zur Verfügung. Vor diesem
Hintergrund sowie der auch weiterhin erwarteten positiven Geschäftsentwicklung und
einem damit einhergehenden positiven operativen Cashflow, wie auch der Möglichkeit,
bei Bedarf weitere Finanzierungsinstrumente und -quellen zu nutzen, sehen wir die
Finanzierungskapazität der Carl Zeiss Meditec Gruppe als ausreichend gegeben an. Im ersten Halbjahr entwickelte sich der Umsatz in der strategischen Geschäftseinheit
Ophthalmic Devices positiv. Für 2016/17 rechnen wir mit weiterem Wachstum. Hierzu
tragen sowohl die bereits am Markt etablierten Produkte für die Diagnose und Therapie
von Augenkrankheiten sowie innerhalb der letzten zwölf Monate in den Markt eingeführte
Innovationen bei. Bei der Gestaltung effizienter Lösungen für unsere Kunden spielen
die Vernetzung von Systemen und das integrierte Management von Daten eine Schlüsselrolle,
wie zum Beispiel unser Datenmanagement-System FORUM®. Im Bereich der Refraktiven Chirurgie
hat sich das ReLEx® SMILE-Verfahren als dritte Generation der Laser-Sehschärfenkorrektur
durchgesetzt, das sich im Vergleich zu den bisherigen Verfahren durch eine deutlich
geringere Invasivität und sehr gute Vorhersagbarkeit der Korrektur auszeichnet. Mehr
als 750.000 Augen wurden seit der Einführung des Verfahrens im Jahr 2011 weltweit
erfolgreich mit der minimal-invasiven Methode behandelt. Im März 2017 haben die ersten
kommerziellen Prozeduren in den USA stattgefunden, nachdem im September 2016 die FDA
Zulassung erteilt worden war. Im zweiten Halbjahr 2016/17 erwarten wir einen Umsatzbeitrag
aus der Markteinführung in den USA im niedrigen zweistelligen Millionen-Bereich. Im Bereich der Kataraktchirurgie bietet das Unternehmen mit der AT LISA® tri und AT
LISA® tri toric die führende, MICS-geeignete trifokale Intraokularlinse auf dem Markt
an. Durch die Ausweitung unseres Angebots an monofokalen Intraokularlinsen zielen
wir darüber hinaus auf die Erschließung weiterer Kundengruppen sowie eine Ausweitung
unseres Umsatzes mit Bestandskunden ab. Wir sind zuversichtlich, im Geschäftsjahr 2016/17 mindestens im gleichen Maße wie
der zugrunde liegende Markt zu wachsen. Aus heutiger Sicht und ohne Berücksichtigung
von Währungseinflüssen entspricht dies einem Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen
Prozentbereich. Die EBIT-Marge dürfte weiterhin unterhalb des Konzerndurchschnitts
liegen. Nach den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016/17 konnte die SBU Microsurgery
ein leichtes Umsatzwachstum erzielen. Wir konnten damit unsere bereits außerordentlich
starke Marktposition halten. Mit unseren Operationsmikroskopen OPMI® Pentero® für
die Neuro-, spinale oder plastische Chirurgie oder dem OPMI® VARIO, das unter anderem
im HNO-Bereich eingesetzt wird, sind wir breit aufgestellt und nutzen die damit einhergehenden
Marktchancen noch stärker, indem wir die Produkte hinsichtlich zusätzlicher für den
Anwender unterstützender Applikationen erweitern. Mit der Einführung des ZEISS Dentalmikroskops
EXTARO 300 und des Robotic Visualization System™ KINEVO® 900 sind im ersten Halbjahr
des laufenden Geschäftsjahres zwei wichtige neue Produkte auf den Markt gebracht worden. Auch für die Zukunft erwarten wir in der SBU Microsurgery weiterhin signifikante Ergebnisbeiträge.
Wir sind optimistisch, im Geschäftsjahr 2016/17 mindestens im gleichen Maße wie der
zugrunde liegende Markt zu wachsen. Aus heutiger Sicht und ohne Berücksichtigung von
Währungseinflüssen entspricht dies einem Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
Die EBIT-Marge sollte auch weiterhin deutlich oberhalb des Konzerndurchschnitts liegen. Sollten sich im Laufe des zweiten Halbjahres 2016/17 deutliche Änderungen des derzeit
prognostizierten wirtschaftlichen Umfelds und in der Folge die Notwendigkeit zur Anpassung
der hier aus heutiger Sicht getroffenen Aussagen zur Geschäftsentwicklung bestehen,
werden wir diese zeitnah veröffentlichen und dabei unsere Erwartungen präzisieren. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (IFRS) vom 1. Oktober 2016 bis 31. März 2017scroll
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Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des ungeprüften Konzernabschlusses. Konzern-Gesamtergebnisrechnung (IFRS) vom 1. Oktober 2016 bis 31. März 2017scroll
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des ungeprüften Konzernabschlusses. Konzern-Bilanz (IFRS) zum 31. März 2017AKTIVAscroll
PASSIVAscroll
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des ungeprüften Konzernabschlusses Konzern-Kapitalflussrechnung (IFRS) vom 1. Oktober 2016 bis 31. März 2017scroll
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des ungeprüften Konzernabschlusses. Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung (IFRS)scroll
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Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des ungeprüften Konzernabschlusses. Konzernlagebericht zum ZwischenabschlussALLGEMEINE ANGABENRechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS)Die Carl Zeiss Meditec AG hat ihren Konzernabschluss zum 30. September 2016 in Übereinstimmung
mit den zum Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards
("IFRS") des International Accounting Standards Board ("IASB"), London, wie sie in
der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Dementsprechend wurde dieser Zwischenbericht
in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie für den Zwischenabschluss zum 31. März 2017 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
entsprechen - mit nachstehend aufgeführten Ausnahmen - denen des Konzernabschlusses
des Geschäftsjahres 2015/16. Eine detaillierte Beschreibung dieser Methoden ist im
Anhang des Konzernabschlusses zum 30. September 2016 veröffentlicht. Kürzlich erlassene RechnungslegungsvorschriftenZu Beginn dieses Geschäftsjahres waren von dem Konzern nachfolgende Standards und
Interpretationen erstmalig verpflichtend anzuwenden: scroll
Für alle erstmalig angewandten Standards und Interpretationen ergaben sich keine wesentlichen
Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden noch werden selbige erwartet. Das IASB und das IFRS IC haben weiterhin nachfolgende Standards, Interpretationen
und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung für Carl Zeiss
Meditec noch nicht verpflichtend ist. Von einer vorzeitigen Anwendung dieser Standards
wurde kein Gebrauch gemacht: scroll
Aus der zukünftigen Anwendung werden gemäß aktuellem Erkenntnisstand nur eventuell
bezüglich IFRS 9, IFRS 15 und 16 wesentliche Einflüsse auf Bilanzierung und Bewertung
erwartet. Im Rahmen der Einführung von IFRS 15 findet derzeit eine umfassende Analyse
der Verträge im Unternehmen statt. Es wird zu einer zeitlichen Verschiebung bei der
Erfassung der Umsatzerlöse kommen. Die genauen Einflüsse auf die Verträge werden derzeit
untersucht, der genaue Einfluss auf künftige Abschlüsse kann noch nicht abschließend
beurteilt werden. Analysen zu IFRS 16 haben ergeben, dass es zu einer Verlängerung
der Bilanzsumme kommen wird, weil Operate-Lease-Verträge zukünftig eine bilanzielle
Auswirkung entfalten, wenn der Konzern Leasingnehmer ist. Darüber hinaus wird sich
voraussichtlich das EBIT erhöhen. Eine abschließende Beurteilung ist zum jetzigen
Zeitpunkt nicht möglich. Die Auswirkungen aus der Erstanwendung von IFRS 9 wurden
bisher ebenfalls noch nicht abschließend analysiert. Der genaue Einfluss auf zukünftige
Abschlüsse, insbesondere durch die Anwendung des Expected-losses-Modells zur Erfassung
von Wertminderungen auf Schuldinstrumente, kann derzeit nicht abschließend beurteilt
werden. Die übrigen Standards werden gegebenenfalls Änderungen von Angabepflichten
auslösen. Darüber hinaus wird kein oder kein wesentlicher Einfluss erwartet. KÄUFE UND VERKÄUFE VON GESCHÄFTSBETRIEBEN IM GESCHÄFTSJAHR 2016/17Veräußerung Vermögenswerte von Aaren Scientific Inc., Ontario, USAMit Vertrag vom 4. November 2016 und Wirkung zum 16. November 2016 hat Aaren Scientific
Inc, Ontario, USA, (im Folgenden Aaren) mit Aaren Laboratories, LLC, USA, einem fremden
Dritten, einen Vertrag geschlossen, welcher die Veräußerung von Vermögenswerten zum
Gegenstand hat, die mit dem Betrieb von hydrophilen Intraokularlinsen bei Aaren in
Verbindung stehen. Die Veräußerung umfasst Sachanlagevermögen mit einem Buchwert von 0,5 Mio. € sowie
Vorräte in Höhe von 1,1 Mio. €. Der Kaufpreis beträgt 9,3 Mio. € und wurde im November
2016 gezahlt. Der Gewinn aus dem Verkauf beträgt ca. 7,7. Mio. €. Die Erfassung in der Gewinn- und
Verlustrechnung des Konzerns erfolgte im Sonstigen Ergebnis. Mit gleichem Vertrag vom 4. November 2016 wurde zwischen der Carl Zeiss Meditec Inc.,
Dublin, USA, der unmittelbaren Muttergesellschaft von Aaren, und der Aaren Laboratories,
LLC, USA, vereinbart, dass der Käufer die rechtliche Einheit Aaren zu einem Kaufpreis
von 3 Mio. $ erwerben kann. Der Erwerbszeitpunkt für die rechtliche Einheit liegt
in einem Fünfzehn-Monats-Zeitraum, der am 16. November 2016 beginnt. Erwerb von Anteilen an der Ophthalmic Laser Engines, LLC, Lafayette, USAAm 24. Februar 2017 wurde zwischen der Carl Zeiss Meditec Inc., Dublin, USA, und der
Insight Photonic Solutions, Inc. (im Folgenden Insight), mit Sitz in Lafayette, USA,
ein Vertrag geschlossen, der den Erwerb von 52 % der Anteile an der Ophthalmic Laser
Engines, LLC, Lafayette, USA (im Folgenden OLE), beinhaltet. Der Erwerb der Anteile
dient im Wesentlichen zur Entwicklung und Herstellung einer bewegungsarmen Strahlungsquelle
für die Ophthalmologie sowie damit verbundenen OCT Systemelementen. Abweichend von
der Stimmrechtsverteilung wurde bis 31.12.2022 eine Gewinnverteilung von 30 % für
Zeiss und 70 % für Insight vereinbart, was als erfolgsabhängige Komponente als Bestandteil
dem Kaufpreis zuordnet wurde. Mit dieser Akquisition will sich Carl Zeiss Meditec die Marktführerschaft für ophthalmologische
Untersuchungsverfahren auf Basis von optischer Kohärenztomographie ("Optical coherence
tomography", kurz OCT) sichern. Der vorläufige Kaufpreis beträgt 19,1 Mio. € und setzt sich zusammen aus einem Fixum
in Höhe von 18,4 Mio. € und der bereits oben beschriebenen erfolgsabhängigen Komponente
in Höhe von 0,7 Mio. €. Im ersten Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres wurden 13,6
Mio. € für den Erwerb der Anteile bezahlt. Ebenfalls im ersten Halbjahr wurden 2,4
Mio. € im Rahmen einer Entwicklungskooperation als Ausleihungen an Insight ausgegeben,
die bei Erwerb mit dem Kaufpreis verrechnet wurden. Weitere 2,4 Mio. € wurden mit
den in den Vorjahren an Insight ebenfalls im Rahmen der Entwicklungskooperation ausgegebenen
Ausleihungen verrechnet. Den restlichen Kaufpreis in Höhe von 0,7 Mio. € stellt die
erfolgsabhängige Komponente dar, die in den nächsten 5 Jahren entsprechend des anfallenden
Ergebnisses gezahlt wird. Die erfolgsabhängige Komponente ist sowohl nach oben als
auch unten unbegrenzt und beruht auf der zum aktuellen Zeitpunkt realistischen Einschätzung
auf Basis des Business Plans. Derzeit erwarten wir keine wesentlichen Schwankungen
des Business Plans. Bei OLE handelt es sich um eine neu gegründete Gesellschaft. Zum aktuellen Zeitpunkt
ist die Gesellschaft in Bezug auf Umsatz und Ergebnis für den Konzern unwesentlich.
Aus diesem Grund verzichtet Carl Zeiss Meditec derzeit auf eine Einbeziehung in den
Konzernabschluss und weist die erworbenen Anteile in der Bilanz als "Anteile an verbundenen
nicht-konsolidierten Unternehmen" aus. Anschaffungsnebenkosten sind im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016/17 in Höhe
von 0,2 Mio. € angefallen. Die Erfassung erfolgte in den allgemeinen Verwaltungskosten. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGGeschäftssegmenteGemäß IFRS 8 veröffentlicht der Konzern seine Geschäftssegmente basierend auf den
Informationen, welche intern an den Vorstand, welcher gleichzeitig der Chief Operating
Decision Maker ist, berichtet werden. Der Konzern verfügte im Berichtszeitraum des
Vorjahres noch über drei operative Segmente, welche zugleich die Strategischen Geschäftseinheiten
("SBU's") des Konzerns darstellten. Wie bereits im Konzernabschluss des Geschäftsjahres
2015/16 erläutert, wurden zum 1. August 2016 die beiden bisherigen SBUs "Chirurgische
Ophthalmologie" und "Ophthalmologische Systeme" zu einer gemeinsamen SBU "Ophthalmic
Devices" zusammengefasst. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst und stellen
die Summe der im Vorjahr veröffentlichten Werte der beiden ehemaligen SBUs dar. Damit
werden sämtliche Aktivitäten im Bereich der Augenheilkunde, wie beispielsweise Intraokularlinsen,
chirurgische Visualisierungslösungen sowie medizinische Laser- und Diagnosesysteme,
der SBU "Ophthalmic Devices" zugeordnet. Das Segment "Microsurgery" umfasst weiterhin
die Aktivitäten der Neuro-, Hals-, Nasen- und Ohrenchirurgie sowie die Tätigkeiten
im Bereich der Intra-operativen Strahlentherapie. Weitere Informationen bezüglich
der Geschäftstätigkeit der Segmente sind dem Lagebericht zu entnehmen. Für jede der Strategischen Geschäftseinheiten werden regelmäßig interne Managementberichte
vom Vorstand ausgewertet. Die operativen Segmente stellen sich für den Berichtszeitraum wie folgt dar: scroll
Es erfolgten grundsätzlich keine Umsätze zwischen den Segmenten. Geschäftliche Beziehungen zu nahe stehenden UnternehmenAus den Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen resultieren im Berichtszeitraum
2016/17 Umsätze in Höhe von 221.172 Tsd. € (Vj. 185.912 Tsd. €). Die Bezeichnung "nahe
stehende Unternehmen" umfasst hierbei die Carl Zeiss AG und ihre verbundenen Unternehmen. ANGABEN ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERTDie Prinzipien und Methoden zur Bewertung zum beizulegenden Zeitwert sind gegenüber
dem Vorjahr grundsätzlich unverändert. Detaillierte Erläuterungen zu den Bewertungsprinzipien
und -methoden finden sich im Geschäftsbericht zum 30. September 2016. Die Zuordnung der beizulegenden Zeitwerte in die drei Stufen der Fair Value Hierarchie
richtet sich nach der Verfügbarkeit beobachtbarer Marktpreise auf einem aktiven Markt.
Die Bewertungskategorien sind dabei folgendermaßen definiert: Kategorie 1
Kategorie 2
Kategorie 3
Eine Übersicht der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Bilanzpositionen enthält
die folgende Tabelle: scroll
Carl Zeiss Meditec prüft zum Ende jeder Berichtsperiode, ob es einen Anlass zu einer
Umgruppierung in oder aus einer Bewertungskategorie gibt. Im Berichtszeitraum gab
es keine Umgliederungen zwischen den Bewertungskategorien. Überleitung der Bilanzposten zu den Klassen der FinanzinstrumenteDer Fair Value von den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten
wie Forderungen und Verbindlichkeiten wird durch die Abzinsung unter Berücksichtigung
eines risikoadäquaten und laufzeitkongruenten Marktzinses ermittelt. Bei den langfristigen
Vermögenswerten und Schulden ergeben sich im Vergleich zum 30. September 2016 keine
wesentlichen Änderungen in den Relationen zwischen Bilanzwert und Fair Value. Aus
Wesentlichkeitsgründen wird der Fair Value für kurzfristige Bilanzposten dem Bilanzwert
gleichgesetzt. EREIGNISSE VON BESONDERER BEDEUTUNGDer Vorstand der Carl Zeiss Meditec AG hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen,
das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 10 % minus einer Aktie, unter Ausschluss
des Bezugsrechts, zu erhöhen. Dabei erhöhte sich das Grundkapital der Carl Zeiss Meditec
AG im Berichtszeitraum von 81.309.610 € um 8.130.960 € auf 89.440.570 € durch Ausgabe
von 8.130.960 Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je 1 €.
Die Kapitalerhöhung wurde am 23. März 2017 in das Handelsregister eingetragen. Aus
der Barkapitalerhöhung resultierte ein Netto-Mittelzufluss in Höhe von 314.405 Tsd.
€. Dieser setzt sich aus Bruttoeinnahmen in Höhe von 316.620 Tsd. € und Emissionskosten
(nach Steuern) in Höhe von 2.215 Tsd. € zusammen. Die neuen Aktien wurden per Beschluss
der Frankfurter Wertpapierbörse vom 27. März 2017 zum Handel zugelassen. EREIGNISSE NACH ENDE DER ZWISCHENBERICHTSPERIODEEs lagen keine Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag 31. März
2017 vor. Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss der Carl Zeiss Meditec
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind,
dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie
die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Carl Zeiss
Meditec-Konzerns beschrieben sind. Dr. Ludwin Monz, Vorstandsvorsitzender Dr. Christian Müller, Mitglied des Vorstands FinanzkalenderFinanzkalender 2016/17Hauptversammlung, Jena Veröffentlichung Quartalsmitteilung Q3 2016/17 und Telefonkonferenz Veröffentlichung des Jahresabschlusses und Analystenkonferenz Impressum / DisclaimerCarl Zeiss Meditec AGInvestor Relations Redaktion: Henriette Meyer Gestaltung: Carl Zeiss AG Dieser Bericht wurde am 10. Mai 2017 veröffentlicht. Der Halbjahresfinanzbericht 2016/17 der Carl Zeiss Meditec Gruppe wurde in deutscher
und englischer Sprache veröffentlicht. Beide Fassungen sowie die in diesem Bericht enthaltenen wesentlichen Zahlentabellen
stehen Ihnen zum Download unter folgender Adresse zur Verfügung: www.zeiss.de/ir/berichte_und_
veroeffentlichungen DisclaimerDieser Bericht enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die die Entwicklung
der Carl Zeiss Meditec Gruppe betreffen. Die Carl Zeiss Meditec Gruppe geht gegenwärtig
davon aus, dass diese vorausschauenden Aussagen realistisch sind. Solche in die Zukunft
gerichteten Aussagen basieren jedoch sowohl auf Annahmen als auch auf Schätzungen,
welche Risiken und Ungewissheiten unterliegen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen
Ergebnisse wesentlich von den erwarteten abweichen. Für eine solche Abweichung kann
die Carl Zeiss Meditec Gruppe daher nicht einstehen. Eine Aktualisierung der vorausschauenden
Aussagen für Ereignisse, die sich nach dem Stichtag ereignen, ist nicht geplant. Im gesamten Bericht können aufgrund mathematischer Rundungen in den Additionen scheinbare
Differenzen auftreten. Carl Zeiss Meditec AG Göschwitzer Straße 51- 52 07745 Jena Germany Tel.: +49 3641 220 115 Fax: +49 3641 220 117 investors.meditec@zeiss.com www.zeiss.de/meditec-ag/ir |
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