Ad-hoc | 28 April 1999 10:00
Ad hoc-Service: Flughafen Wien AG
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Flughafen Wien-Gruppe
Bilanz und Jahresergebnisse 1998
Die börsennotierte Flughafen Wien AG blickt auf das beste Geschäftsjahr
seit Bestehen des Unternehmens zurück. Die Vorstandsdirektoren, KommR
Dr. Gerhard Kastelic und Dr. Franz Kotrba, haben die erfreulichen
Ergebnisse des Jahres 1998 der Flughafen Wien-Gruppe im Rahmen ihrer
Bilanzpressekonferenz in Wien bekanntgegeben.
1998 1997 Veränderung
in Mio ATS/EUR in Mio ATS/EUR 1998/97 in %
Umsatz 4.355/316 4.072/296 +7,0
Betriebsleistung 4.407/320 4.134/300 +6,6
Betriebserfolg (EBIT) 902/ 66 771/ 56 +17,0
EGT 1.051/ 76 917/ 67 +14,6
Jahresüberschuß 710/ 52 618/ 45 +14,8
Cash Earnings 1.369/ 99 1.263/ 92 +8,3
(Cash flow aus dem Ergebnis)
Passagiere (in Mio.) 10,6 9,7 +9,3
dav. Transferpassagiere 1.391.352 1.033.313 +34,6
Flugbewegungen 165.242 156.747 +5,4
Höchstabfluggewicht (in 1000 to) 4.684 4.456 +5,1
Fracht (in 1000 to) 150,1 148,7 +1,0
DIE WICHTIGSTEN ERGEBNISSE DER FLUGHAFEN WIEN-GRUPPE IM ÜBERBLICK:
– Der Aviation-Umsatz stieg aufgrund der ausgezeichneten
Verkehrsentwicklung um 6,5 Prozent auf ATS 3,1 Mrd (EUR 226 Mio). Die
Non-Aviation-Erträge sind mit 8,2 Prozent auf ATS 1,2 Mrd (EUR 90 Mio)
noch stärker gestiegen.
– Die Betriebsleistung stieg im Berichtsjahr um 6,6 Prozent auf ATS 4,4
Mrd (EUR 320 Mio)
– Aufgrund der enormen Steigerung der Produktivität – fast 8 Prozent
mehr Verkehrseinheiten pro Mitarbeiter – und des moderaten Anstiegs
der Betriebsaufwendungen konnte der Betriebserfolg (Earnings before
interest and taxes = EBIT) im Berichtsjahr um 17 Prozent auf ATS 902
Mio (EUR 66 Mio) verbessert werden.
– Die EBIT-Margin stieg von 18,7 auf 20,5 Prozent.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) stieg um 14,6
Prozent auf ATS 1.051 Mio (EUR 76 Mio).
– Nach Abzug der Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuß von ATS 710
Mio (EUR 52 Mio), der um 14,8 Prozent über dem Wert des Vorjahres liegt.
– Die Investitionen in das Sachanlagevermögen waren aufgrund der
Verschiebung der Investition “Verbesserung Pistensystem 16/34”
gering. Sie betrugen ATS 339 Mio (EUR 25 Mio).
FINANZERGEBNISSE IM DETAIL
Der Umsatz der Flughafen Wien-Gruppe stieg um 7 Prozent auf ATS 4,4
Mrd (EUR 316 Mio). Der Aviation-Umsatz wuchs dabei um 6,5 Prozent auf
ATS 3,1 Mrd (EUR 226 Mio).
Der Non-Aviation-Umsatz verzeichnete einen Zuwachs von 8,2 Prozent auf
ATS 1,2 Mrd (EUR 90 Mio), bedingt durch gute Umsätze beim Shopping und
der Parkierung sowie bei den Sicherheitsdienstleistungen.
Die Betriebsaufwendungen sind nur um 4,2 Prozent auf ATS 3,5 Mrd (EUR
255 Mio) gestiegen.
Die Aufwendungen für Material und sonstige bezogene
Herstellungsleistungen stagnierten, was auf den Rückgang des
Materialverbrauchs – insbesondere durch den Wegfall des Werftbetriebes
und geringere Verbräuche von Enteisungsmitteln – zurückzuführen ist.
Die Personalaufwendungen sind – bei einem Anstieg des Personalstandes
um 1,8 Prozent (hauptsächlich VIAS) – um 3,9 Prozent auf ATS 1,7 Mrd
(EUR 123 Mio) gestiegen. Der durchschnittliche Personalaufwand pro Kopf
stieg geringer als die Kollektivvertragsabschlüsse, was im wesentlichen auf
das 1997 begonnene “Golden Handshake”-Programm zurückzuführen ist,
das deshalb 1998 fortgesetzt wurde.
Die Abschreibungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 1,2
Prozent auf ATS 640 Mio (EUR 47 Mio). Der Rückgang ist auf das geringe
Investitionsvolumen, das unter dem Abschreibungswert lag,
zurückzuführen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 17,9 Prozent auf
ATS 577 Mio (EUR 42 Mio), wobei sich die Ausgaben für Instandhaltungen
aufgrund von Verpflichtungen zur Behebung von Gebäudeschäden, Fremd-
und Beratungskosten (SAP-Einführung, Masterplan 2015) sowie für
Werbung und PR erhöht haben.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) konnte um 14,6
Prozent auf ATS 1.051 Mio (EUR 76 Mio) verbessert werden. Nach Abzug der
Steuern, die im Berichtsjahr um 13,9 Prozent auf ATS 341 Mio (EUR 25 Mio)
gestiegen sind, ergibt sich ein Jahresüberschuß von ATS 710 Mio
(EUR 52 Mio), der um 14,8 Prozent über dem Vorjahr liegt. Nach Zuführung
der Gewinnrücklagen in der Höhe von ATS 315 Mio (EUR 23 Mio) und unter
Einschluß des Gewinnvortrages von ATS 25 Mio (EUR 2 Mio) ergibt sich für
die Flughafen Wien-Gruppe ein Bilanzgewinn von ATS 420 Mio (EUR 31 Mio).
Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen vor, daß vom Bilanzgewinn
eine Dividende von 8 Prozent zuzüglich eines Bonus von 12 Prozent auf
das Grundkapital von ATS 2,1 Mrd – das sind ATS 420 Mio (EUR 31 Mio) –
ausgeschüttet wird.
BILANZ
Die Konzernbilanz der Flughafen Wien Gruppe weist für 1998 einen
Anstieg der Bilanzsumme um ATS 491 Mio (EUR 36 Mio) auf ATS 10,1 Mrd (EUR
731 Mio) aus. Das Eigenkapital stieg um 5,2 Prozent auf ATS 7,5 Mrd (EUR
549 Mio).
Das Anlagevermögen verzeichnete einen Rückgang um ATS 297 Mio (EUR 22
Mio) auf ATS 6,9 Mrd (EUR 498 Mio). Der Anteil des Anlagevermögens an der
Bilanzsumme reduzierte sich aufgrund der geringen Investitionstätigkeit
(ATS 339 Mio; EUR 25 Mio) um 7 Prozentpunkte auf 68 Prozent. Das
Umlaufvermögen ist aufgrund des Operativen Cash flow und der geringen
Investitionen um ATS 788 Mio (EUR 57 Mio) auf ATS 3,2 Mrd (EUR 232 Mio)
gestiegen und erreichte damit 32 Prozent der Bilanzsumme.
VERKEHRSERGEBNISSE
Die Verkehrsentwicklung am Flughafen Wien lag 1998 deutlich über den
Erwartungen. Das Passagierwachstum fiel mit 9,3 Prozent besonders
eindrucksvoll aus. Starts und Landungen (Flugbewegungen) nahmen um
5,4 Prozent zu, das Höchstabfluggewicht (Maximum Take-off Weight) ging
mit einem Plus von 5,1 Prozent damit fast konform.
PASSAGIERE
Insgesamt konnten 10,6 Millionen Passagiere abgefertigt werden. Davon ist
schon jeder achte ein Transferpassagier. Nach einem Plus von 17,1
Prozent im Jahr 1997 stieg die Anzahl der Transferpassagiere im Jahr
1998 nochmals um 34,6 Prozent an. Die Entwicklung der beiden Jahre
zeigt, daß die Strategie, den Flughafen Wien gemeinsam mit der Austrian
Airlines Aviation Group als Umsteigeflughafen (“Hub”) zu profilieren,
gegriffen hat.
FLUGBEWEGUNGEN
Über den Erwartungen lag auch das Wachstum der Flugbewegungen.
Starts und Landungen nahmen im Vorjahr um 5,4 Prozent auf 165.000 zu.
Für die Fluggesellschaften hat sich damit die Auslastung nochmals
verbessert. Sie stieg im Linienverkehr um 2,5 Prozentpunkte auf 62,8
Prozent.
HÖCHSTABFLUGGEWICHT
Das Wachstum des Höchstabfluggewichtes (Maximum Take-off Weight) lag
mit 5,1 Prozent nur geringfügig unter jenem der Flugbewegungen. Damit
wurde erstmals der seit dem Jahr 1990 bestehende Trend zu immer kleiner
werdenden Flugzeugen gestoppt.
GERINGES PLUS BEI DER FRACHT
Der durch die Wirtschaftskrisen in Asien und den GUS-Staaten erwartete
Rückgang des 1997 stark gewachsenen Frachtaufkommens ist nicht
eingetreten. Allerdings gab es nur ein geringes Wachstum von 1 Prozent
auf 150.000 Tonnen.
Ende der Mitteilung