Ad-hoc | 28 April 1999 10:02
Ad hoc-Service: Flughafen Wien AG
Ausblick
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AUSBLICK:
Trotz der außergewöhnlich starken Verkehrsentwicklung des 1. Quartals
1999 (+ 12,4 Prozent bei den Passagieren, +5,8 Prozent bei den
Flugbewegungen, +9,8 Prozent beim MTOW und -3,7 Prozent bei der
Fracht) erwartet die Flughafen Wien-Gruppe für das gesamte Jahr 1999 ein
durchschnittliches Verkehrswachstum von nur fünf Prozent, bei der Fracht
aufgrund der unveränderten Wirtschaftslage in den GUS-Staaten von nur
einem Prozent.
Der Umsatz wird 1999 deutlich unter dem Vorjahr liegen, weil sich die
Flughafen Wien AG entschlossen hat, im Zuge der Liberalisierung des
Bodenabfertigungsgesetzes, in Absprache mit den Kunden Traffic-
Handling-Leistungen (“Check in” und Passagierbetreuung) nicht mehr zu
erbringen. Daraus resultiert einerseits eine Umsatzeinbuße von ca. ATS
360 Mio, andererseits sind in etwa gleich hohe Einsparungen durch den
Wegfall von zugekauften Leistungen zu erwarten.
Als EBIT-Margin hat die Flughafen Wien Gruppe knapp über 21 Prozent
geplant.
Gleich im 1. Quartal 1999 hat die EU-Kommission ihren Beschluß, den
Verkauf von Duty-free-Waren im Verkehr innerhalb der EU-Staaten mit 1.
Juli 1999 zu verbieten, trotz einer gegenteiligen Aufforderung des Wiener
EU-Gipfels im Dezember 1998 erneut bekräftigt. Aus dieser nach wie vor
völlig unverständlichen Entscheidung wird ein Erlösentgang von ATS 25
Mio erwartet. Allerdings hat sich der Geschäftsbereich
“Konsumentendienste” auf die neue Situation mit attraktiven Shop-
Konzepten, zusätzlichen Einrichtungen und Dienstleistungen sehr gut
vorbereitet.
Ebenso ist es dem Geschäftsbereich “Abfertigungsdienste” gelungen, mit
den wichtigsten Fluggesellschaften für 1999 Verträge abzuschließen. Der
europaweit führende technische Standard, die gut geschulten Mitarbeiter
und die perfekte Logistik werden die Abfertigungsdienste der Flughafen
Wien AG gegenüber möglichen Mitbewerbern sehr konkurrenzfähig sein
lassen.
Nach einem etwas investitionsschwächeren Jahr wird 1999 rund 1 Mrd
Schilling in das Anlagevermögen investiert werden. Wie im Masterplan
2015 vorgesehen, soll heuer mit dem Bau des Parkhauses 4 begonnen
werden. Die Verbesserung des Pistensystems 16/34, die im Vorjahr
aufgrund der im 1. Quartal 1998 unter Plan gelegenen Flugbewegungen
verschoben worden war, wurde mit 7. April 1999 in Angriff genommen. Sie
soll in erster Linie die Kapazität des Pistensystems steigern.
Für die Einreichung der Umweltverträglichkeitsprüfung des Projektes
“Parallelpiste” Ende 2000 müssen heuer zahlreiche Gutachten und
Planungen in Auftrag gegeben werden, die dazu dienen, die optimale Lage
der Parallelpiste herauszufinden. Gemeinsam mit der
Planungsgemeinschaft Ost wird eine Verkehrsstudie erarbeitet, welche die
Grundlage für die Optimierung der Verkehrsanbindung – Straße und
Schiene – bilden soll.
Voll im Gang ist der internationale städtebauliche Wettbewerb, dessen
Ergebnis im Sommer 1999 vorliegen wird. Ebenfalls im Sommer soll die
Feasibility-Studie für das Projekt “Aeroworld”, das neue Besucherzentrum
des Flughafens Wien, vorliegen. Mit der Vermarktung des “Vienna Airport
Business Park” wird begonnen.
Genauso eifrig wird an dem Projekt “Terminal 2005” gearbeitet, wobei in
allen Arbeitsgruppen für das 4 Milliarden-Schilling-Projekt die Kunden
vertreten sind, auf deren Wünsche besonders eingegangen wird.
Gemeinsam mit der Austrian Airlines Aviation Group soll der Anteil der
Transferpassagiere am Flughafen Wien nochmals gesteigert werden. Die
Zielvorstellung liegt bei einem Anteil von 30 Prozent, wobei 1998 schon
mehr als 26 Prozent zu verzeichnen waren.
Das prognostizierte Wachstum des Verkehrs sowie weitere
Kostensenkungen und Produktivitätssteigerungen garantieren den
Aktionären der Flughafen Wien AG eine weitere positive
Geschäftsentwicklung in den nächsten Jahren.
Ende der Mitteilung