Ad-hoc | 8 September 1999 09:32


Ad hoc-Service: Flughafen Wien AG 1.Halbjahr

Ad hoc-Mitteilung übermittelt durch die DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich. —————————————————————————— Flughafen Wien Gruppe Rekordergebnis im 1.Halbjahr 99 Die Flughafen Wien Gruppe, die 1998 das beste wirtschaftliche Ergebnis der Unternehmensgeschichte verzeichnet hatte, konnte im ersten Halbjahr 1999 ihre Resultate gegenüber dem Vorjahr nochmals verbessern. Der “Jahresüberschuss” stieg um 18,4 Prozent, der Betriebserfolg (EBIT) sogar um 27,4 Prozent. Dieses neue Rekordergebnis gaben die Vorstandsdirektoren der Flughafen Wien AG, KommR Dr. Gerhard Kastelic und Dr. Franz Kotrba, am Mittwoch im Rahmen der Halbjahresbilanzpressekonferenz in Wien bekannt. Trotz des Krieges im Kosovo und des Rückgangs bei Türkei-Urlauben fielen die Verkehrsergebnisse des ersten Halbjahres 1999 durchwegs positiv aus. Das Passagierwachstum betrug gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres 5,9 Prozent, die Flugbewegungen nahmen jedoch lediglich um 4,5 Prozent zu. Das Höchstabfluggewicht (Maximum-Take-off-Weight / MTOW) stieg im ersten Halbjahr um beachtliche 8,2 Prozent an, da der Trend des ersten Quartals 1999 zum Einsatz größerer Flugzeugtypen ungebrochen anhielt. Das starke Wachstum bei den Transferpassagieren verlangsamte sich zwar, betrug aber immerhin 13,7 Prozent. Der Anteil der Transferpassagiere an der Gesamtsumme der von Wien abgeflogenen Passagiere betrug im ersten Halbjahr 28,2 Prozent. Die Fracht konnte nach einem schwachen Start im ersten Quartal um 2,2 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zulegen, wobei die Luftfracht um 4,4 Prozent anstieg, das Trucking jedoch um 3,7 Prozent abnahm. DIE WICHTIGSTEN ZAHLEN IM ÜBERBLICK: Betriebsleistung 2.107 Mio ATS 153 Mio EUR + 1,0 % EGT 598 Mio ATS 43 Mio EUR + 20,5 % Jahresüberschuss (bis 30.6.) 389 Mio ATS 28 Mio EUR + 18,4 % Cash flow aus dem Ergebnis 763 Mio ATS 55 Mio EUR + 15,8 % Passagiere 5,1 Mio + 5,9 % Transferpassagiere 720.633 + 13,7 % Flugbewegungen 83.000 + 4,5 % Maximum-Take-off-Weight 2,4 Mio Tonnen + 8,2 % Fracht 75.310 Tonnen + 2,2 % ENTWICKLUNG IM DETAIL Weit über dem Verkehrswachstum lag mit 27,4 Prozent die Verbesserung des Betriebserfolges (EBIT) auf ATS 555 Mio (EUR 40 Mio). Die sehr positive Entwicklung begründet sich auf einem leichten Umsatzplus (1,0 Prozent trotz des teilweisen Wegfalls der Traffic-Handling-Umsätze) und einem Rückgang des Betriebsaufwandes um 5,9 Prozent. UMSATZENTWICKLUNG Der Aviation-Umsatz des ersten Halbjahres 1999 lässt sich mit jenem des Vorjahres aufgrund der Bestimmungen des neuen Flughafen- Bodenabfertigungsgesetzes und des weitgehenden Rückzuges der Flughafen Wien AG aus dem Traffic-Handling-Geschäft nur noch bedingt vergleichen, da die komplette Tarifordnung neu strukturiert wurde: So wurde der Infrastrukturtarif geschaffen, der jene Leistungen umfasst, die nur von der Flughafen Wien AG erbracht werden können. Andererseits entfällt der Großteil der Umsätze aus dem Traffic-Handling-Geschäft, damit aber auch der daraus resultierende Aufwand (ca. ATS 170 Mio, EUR 12 Mio). Der Aviation-Umsatz ging daher um 1,4 Prozent zurück. Der Non- Aviation-Umsatz stieg hingegen um 7,0 Prozent an. Das größte Plus wurde in der Gruppe Miet- und Konzessionserträge verzeichnet. Durch das neue Gestattungsgeld, das an die Selbstabfertiger verrechnet wird, und der neuen Verrechnung für Infrastruktureinrichtungen auf der Landside, ist auch hier ein direkter Vergleich mit dem Vorjahr nicht möglich. AUFWENDUNGEN Die Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen halbierten sich aufgrund des Wegfalls der Aufwendungen für das Traffic-Handling auf ATS 128 Mio (EUR 9 Mio), wobei sich der Materialverbrauch aufgrund des strengen Winters allerdings um ATS 13 Mio (EUR 1 Mio) erhöht hat. Der Anstieg der Personalaufwendungen um 7,3 Prozent ist im Wesentlichen auf kollektivvertragliche Erhöhungen in Form von Einmal- Zahlungen, Abfertigungen und den Anstieg der durchschnittlich Beschäftigten um 3,4 Prozent zurückzuführen. Die Produktivität – gemessen an den Verkehrseinheiten – hat sich aber auch im ersten Halbjahr 1999 um 1,8 Prozent verbessert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen um 2,1 Prozent zurück. ERGEBNISSE IM DETAIL Der Betriebserfolg stieg um 27,4 Prozent auf ATS 555 Mio (EUR 40 Mio). Die EBIT-Margin betrug im ersten Halbjahr somit 26,4 Prozent (1. Halbjahr 98: 20,9 Prozent). Der Finanzerfolg erfuhr aufgrund einer Abwertung eines gewährten Genussrechtskapitals einen Rückgang um ATS 18 Mio (EUR 1 Mio) auf ATS 43 Mio (EUR 3 Mio). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich um 20,5 Prozent auf ATS 598 Mio (EUR 43 Mio). Nach Berücksichtigung der Steuern in Höhe von ATS 209 Mio (EUR 15 Mio) ergibt sich ein “Jahresüberschuss” von ATS 389 Mio (EUR 28 Mio), der um 18,4 Prozent höher ist als im ersten Halbjahr 1998. INVESTITIONEN Die Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich im ersten Halbjahr 1999 auf ATS 201 Mio (EUR 15 Mio). Die wichtigsten Projekte waren die Verbesserung des Pistensystems 16/34, der Baubeginn des Parkhauses 4 und die Anschaffung von Spezialfahrzeugen für die Flugzeugabfertigung sowie Investitionen für das Baggage Reconciliation System. AUSBLICK: Für die wirtschaftliche Entwicklung der Flughafen Wien Gruppe im zweiten Halbjahr sind Kastelic und Kotrba zuversichtlich, dass sich der positive Trend des ersten Halbjahres fortsetzen wird. Auf Basis heute verfügbarer Daten rechnet man mit einem Plus bei den Passagieren von 5,8 Prozent, während die Flugbewegungen um 4,6 Prozent steigen werden. Keine Erholungstendenzen zeigt der Charterverkehr, da der Pauschalreisemarkt heuer stagniert. Der höchste Zuwachs wird beim Höchstabfluggewicht, dem Maximum-Take-off-Weight (MTOW) in der Höhe von 7 Prozent erwartet, da die Fluggesellschaften größere Flugzeuge als im Vorjahr einsetzen. Der Frachtzuwachs wird 1 Prozent betragen, wobei sich die Fracht sofort nach Ende des Krieges im Kosovo sehr gut entwickelt hat. Zur Kompensierung des Ausfalles aus der neuen Regelung, wonach Duty- Free-Waren an EU-Reisende seit 1. Juli 1999 nicht mehr verkauft werden dürfen, gibt es nicht nur neue Geschäfte, sondern wurden auch Austrian Airlines bei der Umsetzung der Idee des Travel-Value-Shops unterstützt. Somit sind alle Waren – außer Zigaretten – nicht teurer als vor dem 1. Juli 1999. Der Ergebnisrückgang aus dem Titel “Duty Free” wird sich daher im zweiten Halbjahr im Rahmen der bisherigen Erwartungen halten. Kastelic und Kotrba sind daher zuversichtlich, dass sich der positive Trend des ersten Halbjahres auch bei den betriebswirtschaftlichen Ergebnissen in der zweiten Jahreshälfte ungebrochen fortsetzt. Entgegen den Erwartungen wird die Flughafen Wien AG 1999 auf dem Vorfeld noch keinen Mitbewerber in der Bodenabfertigung haben. Für 2000 sieht man diesem aufgrund des hohen Marktanteils und der hervorragenden Qualität zuversichtlich entgegen. Mit 30. September 1999 werden Kastelic und Kotrba ihre Vorstandsmandate zurücklegen, dem Unternehmen aber in verschiedenen Funktionen noch bis Sommer 2000 zur Verfügung stehen. Ihre Nachfolge treten mit 1. Oktober 1999 Mag. Herbert Kaufmann, Ing. Gerhard Schmid und Dr. Kurt Waniek an. Weitere Informationen erteilen Ihnen gerne: Flughafen Wien AG, Kommunikation: Mag. Dagmar Lang (+43-1-)7007-22103 DW Hans Mayer (+43-1-)7007-22223 DW Ende der Mitteilung