Ad-hoc | 25 November 1999 09:01
Ad hoc-Service: Flughafen Wien AG
3. Quartal
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FLUGHAFEN WIEN GRUPPE
ERGEBNISVERBESSERUNG SETZT SICH ZUM DRITTEN QUARTAL FORT
Gleich zu Beginn ihrer Tätigkeit als Vorstandsdirektoren der
börsennotierten Flughafen Wien AG, können Mag. Herbert Kaufmann,
Ing.Gerhard Schmid und Dr. Kurt Waniek zum 30.September 1999 wiederum
deutlich verbesserte Ergebnisse präsentieren. Der Periodenüberschuss
stieg um 13 Prozent, der Betriebserfolg sogar um 32,6 Prozent.
Trotz des Kosovo-Krieges und des Rückgang des Charterverkehrs –
bedingt durch die Türkeikrise – liegt die Verkehrsentwicklung mit einem
Passagierwachstum von 5,3 Prozent und einem Plus an Flugbewegungen
von 3,8 Prozent sowie einem Zuwachs beim Höchstabfluggewicht von 8
Prozent genau im Plan.
Das neue Vorstandsteam sieht es als eine seiner wichtigsten Aufgaben, die
Stärken des Flughafen Wien mit den kürzesten Transferzeiten Europas
sowie dem höchsten Standard bei Pünktlichkeit und Sicherheit noch weiter
zu verbessern. Sehr positiv steht die Flughafen Wien Gruppe zum Beitritt
Austrian Airlines zur Star Alliance: “Wir glauben, dass diese Entscheidung
Wien zum bedeutensten Ost-West-Hub der weltgrößten Flugallianz
machen wird”, betont Vorstandssprecher Mag. Herbert Kaufmann.
Die wichtigsten Zahlen im Überblick:
(per 30.9.1999)
Aviation-Umsatz 2.324 Mio ATS 169 Mio EUR -1,5 %
Non-Aviation-Umsatz 951 Mio ATS 69 Mio EUR +3,7 %
Betriebsleistung 3.310 Mio ATS 241 Mio EUR -0,2 %
Betriebsaufwand 2.316 Mio ATS 168 Mio EUR -9,7 %
Betriebserfolg 994 Mio ATS 72 Mio EUR +32,6 %
EGT 1.035 Mio ATS 75 Mio EUR +23,3 %
Periodenüberschuss (1.1.-30.9.) 630 Mio ATS 46 Mio EUR +13 %
Verkehrsergebnisse
Passagiere 8.575.785 +5,3 %
davon Transfer 1.159.377 +11,7 %
Bewegungen 129.506 +3,8 %
Höchstabfluggewicht (MTOW) 3.807.060 t +8,0 %
Fracht total 116.480 t +6,4 %
DIE ENTWICKLUNG IM DETAIL
Die Flughafen Wien Gruppe konnte zum 30. September 1999 ihre
Resultate gegenüber dem Vorjahr weiter verbessern. Der Betriebserfolg
stieg in den ersten drei Quartalen um 32,6 Prozent auf ATS 994 Mio (EUR
72 Mio). Während die Betriebsleistung nur um 0,2 Prozent zurückging,
konnte der Betriebsaufwand um 9,7 Prozent gesenkt werden. Der
Periodenüberschuss stieg um 13 Prozent auf ATS 630 Mio (EUR 46 Mio).
Mit seinen Verkehrsergebnissen liegt der Flughafen Wien trotz des Krieges
im Kosovo und des Rückgangs im Charterverkehr bedingt durch die Krise
in der Türkei genau im Plan. Von Jänner bis September betrug die Anzahl
der abgefertigten Passagiere 8,6 Millionen und lag damit um 5,3 Prozent
höher als im Vorjahr. Bei den Transferpassagieren (1,2 Millionen) fiel das
Plus mit 11,7 Prozent noch wesentlich stärker aus. Die Flugbewegungen
stiegen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 3,8 Prozent,
das Höchstabfluggewicht (MTOW) um 8 Prozent.
UMSATZENTWICKLUNG
Der Aviation-Umsatz der drei Quartale 1999 lässt sich mit jenem des
Vorjahres aufgrund der Bestimmungen des neuen Flughafen-
Bodenabfertigungsgesetzes und des weitgehenden Rückzuges der
Flughafen Wien AG aus dem Traffic-Handling-Geschäft nur noch bedingt
vergleichen, da die komplette Tarifordnung neu strukturiert wurde: Der
neue Infrastrukturtarif umfasst nunmehr all die Leistungen, die
ausschließlich von der Flughafen Wien AG erbracht werden können.
Weiters entfällt der Großteil der Umsätze aus dem Traffic-Handling-
Geschäft, damit aber auch der daraus resultierende Aufwand (ca. ATS 268
Mio, EUR 19 Mio). Der Aviation-Umsatz ging daher um 1,5 Prozent zurück.
Der Non-Aviation-Umsatz stieg hingegen um 3,7 Prozent an. Die Gruppe
Miet- und Konzessionserträge verzeichnete dabei den größten Zuwachs.
Durch das neue Gestattungsentgelt, das an die Selbstabfertiger und
Dienstleister verrechnet wird, und der neuen Verrechnung für
Infrastruktureinrichtungen auf der Landside, ist auch hier ein direkter
Vergleich mit dem Vorjahr nicht möglich.
AUFWENDUNGEN
Die Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen
reduzierten sich aufgrund des Wegfalls der Aufwendungen für das Traffic-
Handling um 59 Prozent auf ATS 176 Mio (EUR 12,8 Mio), wobei sich der
Materialverbrauch auf Grund des strengen Winters um ATS 22 Mio
(EUR 1,6 Mio) erhöht hat. Der Anstieg der Personalaufwendungen um
5,1 Prozent ist im Wesentlichen auf kollektivvertragliche Erhöhungen
in Form von Einmal-Zahlungen, Abfertigungen und die Erhöhung des
Personalstandes um 3,4 Prozent zurückzuführen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen um 13 Prozent zurück.
ERGEBNISSE IM DETAIL
Der Betriebserfolg stieg um 32,6 Prozent auf ATS 994 Mio (EUR 72 Mio).
Der Finanzerfolg sank aufgrund einer Abwertung eines gewährten
Genussrechtskapitals um ATS 49 Mio (EUR 3,5 Mio) auf ATS 41 Mio (EUR
3 Mio).
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich um
23,3 Prozent auf ATS 1.035 Mio (EUR 75 Mio). Nach Berücksichtigung der
Steuern in Höhe von ATS 404 Mio (EUR 29 Mio) ergibt sich ein
Periodenüberschuss von ATS 630 Mio (EUR 46 Mio), der um 13 Prozent
höher ist als in den ersten drei Quartalen 1998.
INVESTITIONEN
Die Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich auf ATS 484
Mio (EUR 35 Mio). Der Löwenanteil entfiel auf die Verbesserung des
Pistensystems 16/34.
DAS WICHTIGSTE IM ÜBERBLICK
Die wichtigsten Ereignisse der ersten drei Quartale 1999 waren die
Entscheidung des Aufsichtsrates, mit 1. Oktober 1999 ein neues
Vorstandsteam zu berufen, der Beginn des Baus des größten
österreichischen Parkhauses, die Abwicklung des städtebaulichen
Wettbewerbs zur Gestaltung des zukünftigen Flughafens und die Sperre
der Piste 16/34, die starken Flugverkehr über Wien und daher vermehrte
Beschwerden gebracht hat.
Gemeinsam mit Austrian Airlines konnte der Flughafen Wien für das
Projekt “Terminal 2005” als weltweit bestes Kooperationsprojekt den
“Airline Business Award” erringen.
Erfolgreich war die Klage jenes Konsortiums, in dem die Flughafen Wien
AG vertreten ist, gegen die Auftragsvergabe des neuen Berliner
Großflughafens an den Mitbewerber.
AUSBLICK
Mit 1. Oktober 1999 haben Mag. Herbert Kaufmann, Ing. Gerhard Schmid
und Dr. Kurt Waniek ihre Funktion als Vorstandsdirektoren der Flughafen
Wien AG angetreten. Sie sehen es als eine ihrer wichtigsten Aufgaben, das
Vertrauen der Investoren in das Unternehmen und dessen Ziele zu stärken,
das Unternehmen international auszurichten und die realistischen
Wachstumsszenarien mit durchdachten Ausbauplänen zu verwirklichen.
Aus den beiden Siegerprojekten des städtebaulichen Wettbewerbs werden
sie jenes wählen, das am Besten geeignet ist, den Anforderungen der
nahen und fernen Zukunft kostengünstig zu entsprechen.
Die Kooperation der Austrian Airlines Aviation Group mit der Star Alliance,
die ab Sommerflugplan 2000 wirksam wird, macht aus dem Flughafen
Wien den bedeutendsten
Ost-West-Hub der größten Flugallianz der Welt, was für die Flughafen
Wien AG von Vorteil sein wird.
Bis zum Ende des Jahres rechnet der Flughafen Wien mit 11,2 Millionen
Passagieren (+5,7 Prozent) und 171.000 Flugbewegungen (+3,9 Prozent),
sowie einer entsprechenden betriebswirtschaftlichen Entwicklung.
Weitere Informationen erteilen Ihnen gerne:
Flughafen Wien AG, Kommunikation: Mag. Dagmar Lang (+43-1-)7007-22103 DW
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