Ad-hoc | 13 April 2000 09:52
Ad hoc-Service: Flughafen Wien AG
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Verkehrsergebnisse
Die Verkehrsentwicklung am Flughafen Wien lag trotz der negativen
Auswirkungen der Türkei-Krise auf das Chartergeschäft genau im Plan.
Insgesamt konnten 11,2 Millionen Passagiere – um 5,3 Prozent mehr als
1998 – abgefertigt werden. Das Plus bei den Transferpassagieren betrug
10,2 Prozent und erhöhte den Anteil auf insgesamt 27,6 Prozent. Die
Flugbewegungen nahmen um 3,9 Prozent zu, während das
Höchstabfluggewicht (MTOW) mit 7,1 Prozent deutlich stärker stieg. Mit
einem Plus von 7,4 Prozent entwickelte sich die Fracht weitaus besser als
erwartet.
Ausblick
Die Verkehrsentwicklung in den ersten drei Monaten dieses Jahres war
bedingt durch das Zusammentreffen verschiedener Faktoren schwächer als
erwartet: Das Passagierwachstum betrug im ersten Quartal 1,8 Prozent,
während die Flugbewegungen um 6,5 Prozent stiegen und das
Höchstabfluggewicht (MTOW) um 4,5 Prozent wuchs. Verantwortlich dafür
waren der Y2K-Effekt im Jänner und die Stagnation der Transferpassagiere
im März, die im Wesentlichen auf die Umstellungsphase der Austrian
Airlines Group von der Qualiflyer Group zur Star Alliance zurückzuführen
ist. Insgesamt rechnet die Flughafen Wien AG für 2000 mit einem
Verkehrswachstum von 6 Prozent bei den Passagieren und jeweils 5
Prozent bei Flugbewegungen und MTOW.
Das Investitionsvolumen wird im heurigen Jahr bei rund ATS 1 Mrd. (? 73
Mio.) liegen. Die Wichtigsten betreffen die Fertigstellung des Parkhauses 4,
die Terminalerweiterung, die Erweiterung der internationalen Bus-Gates
sowie die Optimierung des Gepäckfördersystems und Grundstückankäufe.
Eine wesentliche Entscheidung für das künftige Aussehen des Flughafen
Wien hat der Vorstand vor wenigen Wochen getroffen: Aus den beiden
Siegerprojekten, die im Vorjahr aus dem Städtebaulichen Wettbewerb
hervorgegangen sind, entschied sich das Management für das Projekt der
Schweizerisch-Vorarlberger Architektenbietergemeinschaft Itten +
Brechbühl / Baumschlager-Eberle. Bis zum Jahr 2007 werden die Kosten
des neuen Terminal rund ATS 5,3 Mrd. (? 385.2 Mio.) betragen, die
nächste Ausbaustufe (2007 bis 2015) beläuft sich auf ATS 3,6 Mrd. (?
261.6 Mio.) Für das Projekt von Itten + Brechbühl / Baumschlager-Eberle
sprachen operative Gründe ebenso wie die günstigeren Gestehungskosten
und die höhere Flexibilität. Damit ist gewährleistet, dass die Flughafen
Wien AG die künftigen Ausbauten dem Verkehrswachstum entsprechend
vornehmen kann.
Seit Ende März steht auch der neue Mitbewerber am Vorfeld fest: Das
Verkehrsministerium hat die zweite Lizenz für Groundhandling-Dienste an
die VAS Flughafen Frankfurt Bodenverkehrsdienste vergeben. Die
langjährigen Vorbereitungen des Geschäftsbereiches “Abfertigungsdienste”
haben zu großer Effizienzsteigerung in der Flughafen Wien AG geführt. Der
Vorstand ist deshalb überzeugt, dass der Marktanteilsverlust für das
laufende Geschäftsjahr nicht größer als 5 Prozent sein wird. Auch
mittelfristig wird der Marktanteilsverlust nicht signifikant sein.
Mit neuen Geschäften, attraktiven Promotions und einem verbesserten
gastronomischen Angebot soll der Non-Aviation-Umsatz gesteigert werden.
Positive Auswirkungen wird für den Bereich Parkierung die Ende März
erfolgte Eröffnung des Parkhauses 4 bringen, das mit 2.389 Stellplätzen
das größte Österreichs ist.
Für die Beteiligung an internationalen Projekten ist die Flughafen Wien AG
aufgeschlossen, sofern die Investition eine attraktive Rendite verspricht.
Nach wie vor gut im Rennen liegt man im Projekt Berlin-Brandenburg.
Insgesamt erwartet der Vorstand der Flughafen Wien AG einen
erfolgreichen Geschäftsverlauf.
Ende der Mitteilung