Corporate | 4 April 2002 09:58
Flughafen Wien AG
deutsch
Jahresergebnis 2001
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Flughafen Wien Gruppe
2001 brachte gute Ergebnisse trotz schwierigem Umfeld.
Flughafen Wien AG geht in die Marketingoffensive und steigt auf die
Kostenbremse.
In einem für die internationale Luftfahrt äußerst schwierigen Umfeld hat die
börsenotierte Flughafen Wien AG 2001 bemerkenswert gute Ergebnisse erzielt. Nach
drei Rekordjahren in Folge fiel das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bei
einem Umsatz von EUR 320,1 Mio. (-2,2 Prozent) um 8,5 Prozent auf EUR 85,2 Mio.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) sank um 5,5 Prozent auf EUR 96,9 Mio.und
der Jahresgewinn um 9,3 Prozent auf EUR 66,3 Mio.
Hauptgrund für diese Tendenz war die Verkehrsentwicklung, die sich zunächst
konjunkturbedingt verlangsamt und durch die Ereignisse des 11. Septembers und
den damit verbundenen Schwierigkeiten der Fluggesellschaften, verschlechtert
hat.
Positive Auswirkungen zeigten die in der Vergangenheit gesetzten Maßnahmen zur
Reduktion der Personalkosten wie zum Beispiel die Abfindung von bestehenden
Pensionen.
Zur langfristigen Belebung des Verkehrs startet die Flughafen Wien AG 2002 eine
Marketingoffensive. Die Expansion der strategisch wichtigen Geschäftsfelder –
Osteuropa und Langstrecke – werden ab sofort kräftig unterstützt.Gleichzeitig
verstärkt der Vorstand der Flughafen Wien AG die Maßnahmen zur langfristigen
Personalkostensenkung. Zu Beginn dieses Jahres konnte eine Betriebsvereinbarung
abgeschlossen werden, bei der auch die Pensionsansprüche der aktiven
Dienstnehmer großteils abgefunden werden konnten. Das wird das Ergebnis 2002
bereits im 1. Quartal um rund EUR 19 Mio. vor Steuern verbessern. Die von der
Abfindung betroffenen Dienstnehmer werden zukünftig ihre Pension von einer
Pensionskasse erhalten. Weiters wurden in der Bilanz 2001 EUR 8,8 Mio.
rückgestellt, die für kostensenkende Personalmaßnahmen verwendet werden.
2000 2001 Veränderung
in Mio.EUR in Mio.EUR in Prozent
Umsatz
Konzern 327,40 320,1 -2,2
Airport 137,4 136,2 -0,9
Handling 117,9 111,0 -5,9
Non Aviation 71,7 72,7 1,3
Betriebsleistung 334,4 328,7 -1,7
Betriebsaufwand 241,3 243,5 0,9
Ergebnis vor Zinsen
und Steuern (EBIT)
Konzern 93,1 85,2 -8,5
Airport 68,3 66,1 -3,2
Handling 23,3 21,8 -6,8
Non Aviation 26,8 31,2 16,5
Ergebnis vor
Ertragssteuern (EBT) 102,6 96,9 -5,5
Jahresgewinn 73,1 66,3 -9,3
Cash Flow aus laufender
Geschäftstätigkeit 100,9 98,3 -2,6
Passagiere (in Mio.) 11,9 11,9 -0,7
Transferpassagiere (in Mio.) 3,4 3,8 12,2
Flugbewegungen 186.469 185.425 -0,6
Höchstabfluggewicht
(in 1000 Tonnen) 5.345 5.113 -4,3
Fracht (in 1000 Tonnen) 180,7 159,5 -11,7
Ausblick
Aufgrund der Auswirkungen der Ereignisse des 11. September auf die
internationale Luftfahrtindustrie und die Konsolidierungsschritte der Austrian
Airlines Gruppe, geht das Management der Flughafen Wien AG im Jahr 2002 von
einem Minus von 4 Prozent bei den Passagieren, 3 Prozent bei den Flugbewegungen
und 5 Prozent beim Höchstabfluggewicht (MTOW) aus. Ab dem dritten Quartal 2002
sollte allerdings die Anzahl der Passagiere wieder steigen. An der langfristigen
Einschätzung, wonach die Anzahl der Passagiere jährlich um fünf bis sechs
Prozent steigen wird, ändert diese kurzfristige Entwicklung nichts.
Die Position des Flughafen Wien als wichtigste Drehscheibe nach Osteuropa konnte
selbst in den vergangenen schwierigen Monaten ausgebaut werden. Ein
zweistelliges Wachstum in diesen Märkten ist dafür ebenso Beweis wie die
Tatsache, dass Wien die meisten Destinationen nach Osteuropa – darunter auch
Sekundärdestinationen – anbietet.
Die langfristigen Ausbaupläne werden flexibel gehalten: Sah der Investitionsplan
bis 2006 im Vorjahr noch EUR 1.016 Mio. vor, so konnte er nach Überarbeitung um
rund 25 Prozent auf EUR 773 Mio. (ohne Grundstückskäufe) gesenkt werden. Davon
werden in die Terminalerweiterung Skylink bis 2006 rund EUR 210 Mio. investiert
werden.
Die größten Einzelprojekte des Jahres 2002 (Investitionsvolumen: EUR 114 Mio.)
werden die 2001 verschobene Vorfelderweiterung, die Fertigstellung des
Frachtzentrums für TNT, die Planungen für VIE Skylink, die Busgates sowie der
Officepark und die Kanalisation der Piste 16/34 darstellen.
Das Bestreben des Vorstands ist es, die Kostenentwicklung entsprechend der
Erlössituation zu verringern und insbesondere die Personalkosten zu senken. Dazu
wurden in der Vergangenheit Maßnahmen wie die Abfindung bestehender Pensionen
gesetzt. Die Abfindung der Pensionsansprüche für aktive Dienstnehmer wird im
Jahr 2002 mit rund EUR 19 Mio. vor Steuern positiv ergebniswirksam werden.
Geplante Personalrestrukturierungsmaßnahmen werden ab dem Jahr 2002 zu einer
weiteren langfristigen Entlastung der Personalkosten führen. Dafür wurden in der
Bilanz 2001 EUR 8,8 Mio. rückgestellt.
Mit den drei genannten Maßnahmen – Reduktion der Investitionskosten bei
bedarfsgerechtem Ausbau, langfristige Personalkostensenkung und der
Marketingoffensive will der Vorstand der Flughafen Wien AG die erfolgreiche
Ergebnisentwicklung des Unternehmens auch in Zukunft sicherstellen.
Weitere Informationen erteilen Ihnen gerne:
Mag. Dagmar Lang (+43-1-)7007-22103 DW
Hans Mayer (+43-1-)7007-23000 DW
Robert Dusek (+43-1-)7007-23126 DW
Ende der Mitteilung, (c)DGAP 04.04.2002