Ad-hoc | 6 May 1999 08:22
Ad hoc-Service: Lenzing AG
Lenzing: 1.Quartal
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Lenzing-Gruppe: Ergebnisse des 1. Quartals 1999
Konzern-Umsatz und Ergebnis
Marktschwäche im ersten Quartal , mit Ausblick auf Verbesserung.
Die immer kürzer werdende Zyklizität des Fasergeschäftes zeigt
sich deutlich in der Geschäftsentwicklung der letzten Monate.
Seit dem vierten Quartal 1998 verzeichnete man bereits einen
Rückgang in Nachfrage und Preis. Diese Entwicklung nahm gegen
Jahresende 1998 auf allen Märkten spürbar zu. Die Monate Jänner
und Februar 1999 markieren sehr wahrscheinlich den Tiefpunkt der
gegenwärtigen Marktschwäche. Während der letzten Wochen gab es
bereits wieder positive Zeichen einer leichten Erholung. Lenzing
hat mit gezielten Gegensteuerungsmaßnahmen vor allem im
Marketingbereich im März den Versand deutlich steigern können und
damit den Abwärtstrend gestoppt. Für April und Mai zeichnet sich
eine Fortsetzung dieses positiven Trends ab. Erste Anzeichen zu
Preissteigerungen in Asien stimmen optimistisch und lassen für
das zweite Quartal 1999 eine Verbesserung der Ergebnisse
gegenüber den ersten drei Monaten erhoffen. Eine weitere Erholung
ist dann aber wahrscheinlich erst für das zweite Halbjahr zu
erwarten. Der Lenzing Konzern erzielte im 1. Quartal 1999 einen
konsolidierten Umsatz von 137,3 Mio Euro (1998: 159,3 Mio Euro),
ein Rückgang von 14%, der vor allem auf den wesentlich geringeren
Faserversand sowie die niedrigeren Faserpreise zurückzuführen
ist. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
verschlechterte sich dabei auf minus 5,8 Mio Euro gegenüber +8,4
Mio Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Hauptursache dafür
ist das indonesische Beteiligungsunternehmen, aber auch der
Standort Lenzing sowie die US-Tochter hatten Einbußen zu
verzeichnen, wenngleich im Fasergeschäft der Lenzing AG nach-wie
vor gute Ergebnisse erwirtschaftet werden.
Die Lenzing AG
Mit 6,5 Mio Euro erzielte die
Lenzing AG im 1. Quartal einen positiven Betriebserfolg (1-
3/98: 10,7 Mio Euro); der Umsatz sank um 10% von 109,0 Mio
Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 97,6 Mio Euro.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
verringerte sich 1999 vor allem durch das weiterhin negative
Finanzergebnis auf minus 2,1 Mio Euro (1 bis 3/98: plus 10,7
Mio Euro).
Der gesamte Standort Lenzing erwirtschaftete angesichts der
sich deutlich geänderten Marktgegebenheiten einen
angemessenen Betriebserfolg
und wird auch weiterhin erfolgreich arbeiten. Die nicht
faserspezifischen Geschäftsbereiche Lenzing Technik, Folien
und Papier haben nach dem sehr erfolgreichen Jahr 1998 auch
das erste Quartal sehr zufriedenstellend gestartet. Die
Lenzing AG reagiert im Geschäftsbereich Fasern mit weltweit
verstärkten Marketinganstrengungen auf die schwache
Absatzsituation in Europa. Diese schwache Nachfrage hatte
Preiseinbußen zur Folge, die von den internen
Kostenreduktionen nicht völlig aufgefangen werden konnten.
Trotzdem wurde auch in diesem sehr schwierigen ersten Quartal
ein positiver Betriebserfolg erzielt.
Ausblick
Die Lage am europäischen Fasermarkt hat sich in den letzten
Wochen gebessert. Es gibt erste Anzeichen von Preiserhöhungen
in Asien. Dies könnte sich auch positiv und stabilisierend
auf Europa auswirken. Der Standort Lenzing wird auch im
zweiten Quartal ein gutes Ergebnis erwirtschaften, neben dem
Fasergeschäft werden auch die Bereiche Technik, Folien und
Papier einen wesentlichen Beitrag leisten.
Die South Pacific Viscose könnte sich durch eine geringfügige
Preisanhebung im zweiten Quartal auf niedrigem Niveau
konsolidieren. Dies gelingt aber nur dann, wenn es zu keiner
weiteren Verschärfung der politischen Unruhen in den großen
Städten des Landes kommt.
Weiterhin angespannt bleibt die Situation in den USA, wo die
Lenzing Fibers Corp. keine Erholung am Markt erwarten darf.
Die Lenzing-
Tochter LFC setzt ihre Hoffnungen auf die Entwicklung neuer
Spezialprodukte und Anwendungen in ihrer Produktionsstätte in
Lowland, TN.
Bei Lyocellfasern konzentrieren sich alle Aktivitäten auf die
kontinuierliche Verbesserung und Weiterentwicklung der
Produktion sowie der Produkte; diese Maßnahmen sind jedoch
mittel- und langfristig zu sehen und werden im heurigen Jahr
kaum mehr ergebniswirksam sein.
Das Kerngeschäft der Lenzing-Gruppe im Stammwerk in
Oberösterreich ist operativ gut gerüstet und wird sich
weiterhin voll auf den beständigen Ausbau der
margenträchtigeren Spezialfasern konzentrieren. Trotz der
ungünstigen Markt- und Wirtschaftsbedingungen und der immer
schneller werdenden Zyklizität des Fasergeschäftes dürfen wir
auch in Zukunft deutliche Erfolge erwarten.
Für weitere Fragen:
Lenzing Aktiengesellschaft: Dr.Rosemarie Schuller
*43-7672-701-2713 oder *664-3831851
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