Ad-hoc | 7 September 1999 08:45
Ad hoc-Service: Lenzing AG
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Halbjahresergebnis 1999:
Deutliche Erholung nach dem schwachen Jahresstart
Bereits ab dem vierten Quartal 1998 zeichnete sich der Abwärtstrend auf
den internationalen Fasermärkten ab, die im 1. Quartal 1999 deutliche
Schwächen bei der Nachfrage sowie damit einhergehende Preiseinbußen
erkennen ließen. Bis zum April 1999 lag das Preisniveau für Viskosefasern
(je nach Typen) bis zu 11% tiefer als im 4. Quartal des Vorjahres. Lenzing
konnte mit gezielten Gegensteuerungsmaßnahmen den Abwärtstrend stoppen,
in einigen Märkten sogar den Marktanteil noch ausweiten und den Absatz von
Spezialitäten aus dem Stammwerk in Oberösterreich forcieren. Das 2.
Quartal war in der Lenzing-Gruppe deutlich besser als die ersten drei
Monate. Sowohl in Europa als auch in Asien sind Signale eines
Aufwärtstrends erkennbar. Trotzdem wird es schwierig werden, das schwache
1. Halbjahr auszugleichen, da Preissteigerungen erst gegen Ende des
dritten und im vierten Quartal durchzusetzen sind. Sollte sich der
konjunkturelle Aufwärtstrend weiter fortsetzen, so sind wir insbesondere
am Standort Lenzing zuversichtlich für den weiteren Geschäftsverlauf und
streben auch für die Lenzing-Gruppe ein ausgeglichenes Ergebnis für 1999
an.
Umstellung auf internationale Rechnungslegung
Um unseren Aktionären und den Börseanalysten die Vergleichbarkeit
mit internationalen Unternehmen zu erleichtern und entscheidungsrelevante
Informationen bieten zu können, wurde die vom österreichischen Gesetzgeber
eingeräumte Möglichkeit ergriffen, die Konzernberichterstattung nach den
international anerkannten Prinzipien der USGAAP auszurichten. Die
Bilanzierung der Lenzing AG wird jedoch weiterhin nach RLG erfolgen.
Der Lenzing-Konzern erzielte im ersten Halbjahr 1999
einen konsolidierten Umsatz von 296,9 Mio EURO gegenüber 317,5 Mio EURO im
1. Halbjahr 1998, ein Rückgang um 6,4 %. Das operative Ergebnis verringerte
sich von 7,0 Mio EURO auf 2,1 Mio EURO im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Dies ist primär auf niedrigere Preise zurückzuführen, wobei die Einbußen vor
allem bei SPV und LFC zu verzeichnen sind. Mußten wir im 1. Quartal noch
einen Verlust von 2 Mio EURO hinnehmen, so war das 2. Quartal dank der
verstärkten Verkaufsbemühungen und einer leichten Markterholung bereits
mit einem operativen Gewinn von 4,1 Mio EURO deutlich positiv.
Das Ergebnis vor Steuern und Minderheitenanteilen ging in den ersten sechs
Monaten von 1,9 Mio EURO in 1998 auf minus 3,5 Mio EURO zurück, wobei auch
hier das 2. Quartal mit einem Plus von 1,4 Mio EURO bereits deutlich besser
als die ersten drei Monate (minus 4,9 Mio EURO) war.
Auf Basis der für die Lenzing AG weiterhin verpflichtenden österreichischen
Rechnungslegungsvorschriften (RLG) wies die Lenzing AG im 1. Halbjahr einen
Umsatz von 209,4 Mio EURO aus (1998: 218,5 Mio EURO), ein Rückgang von 4,1 %.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) verringerte sich
von 8,5 Mio EURO auf minus 1,1 Mio EURO. Dies ist zum Teil auf die
preisbedingten Umsatzrückgänge, im wesentlichen aber auf die zusätzlichen
Vorsorgen im Zusammenhang mit den Rekapitalisierungsmaßnahmen bei der
Lenzing Lyocell GmbH & CO KG zurückzuführen.
Das zweite Quartal ergab in der Lenzing AG bereits wieder ein deutliches Plus
mit einem EGT von 1,1 Mio EURO nach minus 2,1 Mio EURO in den ersten drei
Monaten und signalisiert den Aufwärtstrend für 1999. Positiv hat sich auch der
starke USD auf das Ergebnis ausgewirkt, der die Importe nach Europa verteuerte.
Der Betriebserfolg belief sich im 1. Halbjahr auf 16,1 Mio EURO (1998: 18,4
Mio EURO), wobei hier das 2. Quartal mit 9,6 Mio EURO besser als das Vorjahr
war (4-6/98: 7,7 Mio EURO)
Nach US GAAP erzielte die Lenzing AG ein operatives Ergebnis von 15,1 Mio
EURO (1-6/ 1998: 18,3 Mio EURO) und ein Ergebnis vor Steuern und
Minderheitenanteilen von minus 1,4 Mio EURO (1-6/98: 8,5 Mio EURO).
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