Ad-hoc | 12 November 1999 08:12
Ad hoc-Service: Lenzing AG
Aktionärsbrief: 3.
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Lenzing-Ergebnis zum 3. Quartal
Die ersten neun Monate waren von drei
wesentlichen Entwicklungen gekennzeichnet:
. Zyklustief zu Jahresbeginn mit deutlichem
Aufwärtstrend
. Verstärkte Nachfrage bei Modalfasern und
Nonwovensprodukten
. Innovationen mit Viskose/Lyocell und
Modal/Lyocell
Fasermarkt weltweit
Der Markt in Westeuropa hat sich zur
Jahresmitte deutlich stabilisiert. Durch die
Betriebsurlaube von Großkunden wurden die
Lager saisonbedingt in der textilen Kette
weitgehend geleert und die Nachfrage dadurch
sowohl im textilen als auch im
Nonwovenssegment verstärkt. Die extrem
niedrigen Preise
für Baumwolle erschweren die notwendige
Erhöhung von Viskosegarnen und damit ebenso
für die Fasern. Dazu kommt der anhaltend
starke Importdruck aus Asien. Ähnlich die
Situation auf den asiatischen Fasermärkten,
die bei sehr guter Mengenkonjunktur
kaum Preiserhöhungen zulassen. Wenngleich
um die Jahresmitte ein leichter Anstieg zu
verzeichnen war, wirken auch hier die
niedrigen Baumwoll und Polyesterpreise
dämpfend.
In den USA zeigt sich der Textilmarkt
unverändert schwierig und stagnierend,
zumal Halb- und Fertigprodukte aus
asiatischen Ländern den Faserabsatz mehr
und mehr erschweren.
Lenzing-Konzern
Der Umsatz in der Lenzing-Gruppe während der ersten drei
Quartale lag mit 449,2 Mio Euro knapp unter jenem des
Vergleichszeitraumes in 1998 (462,1 Mio Euro), wobei das
dritte Quartal auch stärker ausfiel als im Vorjahr. Dies
zeigt sich im operativen Ergebnis (EBIT) des Quartals mit
4,2 Mio Euro gegenüber 2,2 Mio Euro im Vergleichszeitraum
des Vorjahres und im Jahresüberschuß mit 2,7 Mio Euro (7-
9/98: 1,0 Mio Euro). Der operative Gewinn beläuft sich in
den ersten drei Quartalen 1999 auf 6,3 Mio Euro
gegenüber 9,2 Mio Euro im Vorjahr. Damit ergibt sich ein
Jahresfehlbetrag vor Minderheitenanteilen während der
ersten drei
Quartale 1999 von minus 1,6 Mio Euro gegenüber +3,0 Mio
Euro im Jahr zuvor. Nach Minderheitenanteilen bilanziert
die LenzingGruppe mit einem Jahresüberschuß von 2,4 Mio
Euro gegenüber 5,5 Mio Euro in den ersten drei Quartalen
1998.
Die Lenzing AG
Die Umsatzerlöse der Lenzing AG lagen zum Stichtag
30.09.1999
mit 309,7 Mio Euro knapp unter jenen des Vorjahres
(326,2 Mio Euro). Erfreulich sind die Verbesserungen
im Betriebserfolg (errechnet nach österreichischem
RLG), der am 30. September 25,8 Mio Euro betrug
(1998: 24,2 Mio Euro) und damit bereits über dem
Vergleichswert des Vorjahres liegt.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
(EGT) konnte im Laufe des Jahres kontinuierlich
gesteigert werden (1.
Quartal: -2,1 Mio Euro; 2.Qu.: -1,1 Mio Euro; 3.Qu.:
3,7 Mio Euro; 1. bis 3. Quartal: 2,6 Mio Euro) und
zeigt damit den deutlichen Aufwärtstrend des
Fasergeschäftes der Lenzing AG am Standort Lenzing.
Wesentlich positive Beiträge leisten hier auch die
Bereiche Technik, Folien und Papier. Belastend wirkt
nachwievor noch die Lenzing Lyocell GmbH., die auch
das Finanzergebnis maßgeblich negativ beeinflußt.
Mit minus 23,1 Mio Euro für die ersten drei Quartale
liegt dieses über dem Wert des Vergleichszeitraumes
des Vorjahres (minus 14,0 Mio Euro). Dies ist, wie im
Halbjahr bereits erwähnt, auf die zusätzlichen
Vorsorgen im
Zusammenhang mit den Rekapitalisierungsmaßnahmen bei
der Lenzing Lyocell GmbH. & CoKG zurückzuführen.
Vorschau:
Die kontinuierliche Verbesserung der
Unternehmensergebnisse im Verlauf der ersten drei
Quartale stimmt zuversichtlich für den Jahresabschluß
1999. Trotz des dramatischen Tiefstandes im
Faserzyklus zu Beginn des Jahres sind wir dem Ziel
deutlich näher gekommen, auch in der Lenzing Gruppe
bis Jahresende zumindest ausgeglichen abzuschließen.
Rückfragen: R. Schuller: *43-7672-701-2713
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