Ad-hoc | 18 December 1997 08:19
Ad hoc-Service: Metro AG
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Ad hoc-Service: Metro AG
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Aufsichtsrat stimmt Makro-Erwerb zu
Köln, 18. Dezember 1997
Der Aufsichtsrat der METRO AG, Köln, hat auf seiner Sitzung am
17.12.1997 den Erwerb des europäischen Cash&Carry-Geschäftes
der SHV Makro N.V., Utrecht, genehmigt. Damit übernimmt die
METRO AG mit Wirkung zum 01.01.1998 die 60-Prozent-Anteile der
SHV Makro N.V. an den europäischen Makro-Aktivitäten in 9
Ländern mit 86 Cash&Carry-Standorten und einem Netto-Umsatz von
12,1 Milliarden DM in 1996, sowie die 40-Prozent-Anteile der
SHV Makro N.V. an den Cash&Carry-Aktivitäten der Metro Holding
AG in sechs Ländern mit 111 Cash&Carry-Standorten und einem
Nettoumsatz von 11 Milliarden DM im Jahr 1996.
Mit dem Erwerb dieser Anteile, also auch der
Minderheitsbeteiligungen an den Metro-Holding-Ländern und der
Weiterführung der Geschäftsbesorgung durch die Metro
International Management GmbH, Düsseldorf, erfolgt –
vorbehaltlich der Genehmigung der Kartellbehörden – die
Vollkonsolidierung des gesamten internationalen Cash&Carry-
Geschäfts bei der METRO AG bereits im kommenden Jahr.
Eine Optionsvereinbarung zwischen der METRO AG, Köln, und der
Metro Holding AG, Schweiz, bereitet die Übernahme der noch von
der Metro Holding AG gehaltenen Cash&Carry-Geschäftsanteile bis
spätestens 2002 vor.
Die den Kaufgegenstand bildenden Gesellschaftsanteile werden
zum Preis von umgerechnet 4,796 Milliarden DM erworben. Die
Investition wird über eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage
unter Ausschluß des Bezugsrechts im Kurswert von rund 1,8
Milliarden DM sowie über Fremdkapital in Höhe von rund 3
Milliarden DM finanziert. Im Rahmen der Kapitalerhöhung werden
21,76 Millionen neue Inhaberstammaktien im Nominalwert von
108,8 Millionen DM ausgegeben. Dies entspricht einem Kurs der
METRO-Stammaktie von 80,44 DM. Das Stammkapital der METRO AG
erhöht sich dadurch von zur Zeit 1.217.930.140 DM auf
1.326.730.140 DM.
Internationalen Usancen folgend wurde JP Morgan beauftragt, für
diese umfangreiche Transaktion eine Fairness Opinion abzugeben.
Der Schlußbericht von JP Morgan bestätigt, daß der für die
Übernahme gezahlte Kaufpreis unter den Bedingungen der Verträge
fair ist.
Der METRO-AG-Konzern erwartet nach der Makro-Übernahme für das
Jahr 1998 einen Netto-Umsatz von rund 92 Milliarden DM, davon
30,7 Milliarden DM aus der Makro-Akquisition. Dies entspricht
einem Bruttoumsatz von zirka 100 Milliarden DM.
Durch die Makro-Übernahme generiert der METRO-AG-Konzern 1998
einen zusätzlichen Brutto-Cash-Flow von rund 1,2 Milliarden DM.
Der anteilige Ergebnisbeitrag aus der Akquisition nach
Finanzierungskosten und unter Berücksichtigung der
Firmenwertabschreibungen beträgt zirka 103 Millionen DM. Auf
Basis der im Zuge der Kapitalerhöhung erhöhten Aktienstückzahl
von rund 265 Millionen erwartet der METRO-AG-Konzern aus der
Akquisition einen zusätzlichen Gewinn pro Aktie von 0,39 DM.
Verlauf des Weihnachtsgeschäfts weit unter den Erwartungen
Die Konsumnachfrage in Deutschland hat sich in den für die
Ertragsentwicklung des METRO-AG-Konzerns entscheidenden Monaten
November und Dezember quer durch alle Branchen des Handels
dramatisch verschlechtert. Daher rechnet die METRO AG für das
Geschäftsjahr 1997 mit einem Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit, das rund 25 Prozent unter Vorjahr liegt.
Ende der Mitteilung